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Thema: Der Tod  (Gelesen 33998 mal)

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Nicht, wenn diese auch irgendwann mal tot sind.
1. Die Null finden.
2. Die Eins kompliziert schreiben.
3. Taylorentwickeln.
  04.06.2012, 16:14
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Bis sie das sind sehr wohl.
  04.06.2012, 22:44
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Wenn sie schon tot sind, spielt das auch keine Rolle mehr.
  05.06.2012, 18:20
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Wollte ich auch antworten, aber du hast natürlich auch Recht, @ MorpheuZ. Vielleicht habe ich mich wieder einmal zu ungenau ausgedrückt, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich dank 13 Jahren Schule müde bin, anderen meine Einstellungen erklären zu müssen, aber ich wollte darauf hinaus, dass, wenn man davon ausgeht, dass der Tod einer Person das Ende seiner Existenz bedeutet, diesem egal sein kann, was in seinem Leben passiert ist, weil er sich eben nicht mehr daran erinnern kann.
1. Die Null finden.
2. Die Eins kompliziert schreiben.
3. Taylorentwickeln.
  05.06.2012, 19:50
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Und was wenn doch???

Was ist, wenn das Ganze so ist, dass wir, sagen wir mal, sterben... und dann das Leben gleich nach diesem Prozess erst mal wie ein Film vor einem abläuft, und einem dann sozusagen der große Zusammenhang der vielen Dinge, die da so passiert sind, bewusst wird, also man die Essenz dessen, wohin man sich entwickelt hat, präsentiert bekommt. Eine Zwischenbilanz, sozusagen.
Was wäre wohl der Sinn des eigenen Gewissens, und das innere Bedürfnis, sich im Leben danach zu richten... angenommen es hat einen tieferen Sinn?
Dann wohl den, dass man am Ende auf was Positives zurückblicken kann. Dass man sich selbst und sein eigenes Leben mit einem guten Gefühl betrachten kann. Und vergesst dabei mal den ganzen Erfolgsquatsch, der mit Geld zu tun hat.
Wenn man davon ausgeht, dass es karmische Wirkungen gibt, der Tod nicht das Ende ist, weil ja Energie, oder ich nenne es jetzt der Einfachheit halber die Seele, ewig existiert, und es darum geht, sich zu entwickeln... irgendwie würde das dann doch einen Sinn ergeben? Karmische Wirkungen, ich weiß dass das Ganze sehr komplex ist, aber einfach ausgedrückt geht's darum, dass man etwas, das man in einem vorherigen Leben vermasselt hat, in einem folgenden Leben besser macht. Ja, und wenn ich quasis so eine positive Bilanz hatte, dann komme ich schneller an mein Ziel, von dem ich jetzt nicht sagen kann, wie das dann aussieht, aber gefühlsmäßig existiert es.

Anders betrachtet, warum soll man sich im Leben bemühen, und was Positives draus machen, wenn es nur das eine Leben gibt, und mit dem Tod endet das alles?
Das habe ich mich schon öfter gefragt, und mehr. Und ich letztlich bin immer nur zu dem Entschluss gekommen, dass das so nicht sein kann. Irgendwie bin ich innerlich überzeugt, dass dann nicht einfach aus ist. Keine Ahnung, aber ich gehöre halt zu jenen Menschen, für die so ein Leben sinnlos wäre, das dann im Nichts endet.

"Erfahrung ist der Anfang aller Kunst und jedes Wissens!"
(Aristoteles 384 - 322 v. Chr.)

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  05.06.2012, 21:35
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Das ist auch nur eine Wunschvorstellung von dir. Wie kann man im Zeitalter der Wissenschaft, in dem so gut wie alles schlüssig erklärt werden kann, an etwas Übernatürliches glauben? Wir sind auch nur Organismen wie Millionen andere im Universum. Das macht uns nicht besonders und verleiht uns keine "Seele", nichts das nach dem Tod weiterleben könnte.
Ich kann beim besten Willen nicht an ein Weiterleben in irgend einer Form nach dem Tod glauben. Das erscheint mir so lächerlich und schwach, nur damit man seinen innersten Ängsten (dem Nichts) nach dem Tod ausweicht. Wir Menschen sind nichts magisches, wir brauchen uns auch nichts auf uns einzubilden. Wir sind eben Kohlenstoffverbindungen.
 ;)
  05.06.2012, 23:18
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@ Taker34
Du musst ja nicht glauben, dass da nach dem Tod was ist. Es wird sich dann spätestens herausstellen, wenn Du gestorben bist, ob es denn dann wirklich so ist oder nicht.

Ich für meinen Teil glaube auch nicht dass wir Menschen was Besonderes wären. Tiere haben auch Seelen, Pflanzen haben welche, für mich ist alles beseelt, was ja nur eine Bezeichnung dafür ist, dass alles letzlich Energie ist.
Und irgendwie könnte man auch alles als magisch bezeichnen... dazu eine Erläuterung aus der Wissenschaft.
Im Zeitalter der Wissenschaft gibt es ja auch die Quantenphysik. Das ist doch Wissenschaft... und sogar eine sehr interessante, wie ich finde.
Es war z. B. noch zu Zeiten von Einstein so, dass man dachte, der Mensch eine Art passiver Beobachter in einem existierenden Universum sein. Da der Mensch, dort eine riesige, weite Welt, die unabhängig vom Menschen existiert. Später hat dann ein Physiker namens Böhm herausgefunden, dass der Mensch als Beobachter den Gegenstand der Beobachtung beeinflußt. Und zwar würde es vom Beobachter abhängen, ob z. B. ein Elektron als Teilchen oder als Welle in Erscheinung tritt. Das bedeutet soviel, als dass das menschliche Bewusstsein in der Lage ist, Abläufe zu beeinflussen. Wortwörtlich schrieb der was von einer "hintergründigen Ebene der Wirklichkeit", und das finde ich allemal interessant, klingt zumindest so, dass man da was entdeckt hat, das mehr ist als nur das, was sich angreifen lässt.
Auf jeden Fall finde ich das Ganze betrachtenswert. Wie oft schon in der Geschichte glaubten Menschen etwas, ja waren so überzeugt von was, dass sie jegliches anderes belächelten und abtaten und dann... 100 Jahre später hat es sich als der größte Schwachsinn erwiesen... wir Menschen sind eben nicht allwissend, sondern sehr unwissend, würde ich sagen.

Aber da fällt mir was ein...
Wenn das nun stimmt und es ist so, dass man durch sein Denken Abläufe beeinflusst, also wenn ich denke, dass danach was ist, dann werde ich dann was wahrnehmen. Glaubt jemand, dass dann einfach der Lichtschalter ausgeht und alles ist schwarz, ist es womöglich für den genau so, da er das ja schon vorher beeinflusst hat und so glaubte.
Nun, das würde ich nun wirklich als vage Behauptung dahinstellen, aber es sind halt solche Gedanken, die dann in Anbetracht solcher Entdeckungen von Wissenschaftlern auftauchen.

Und nun gute Nacht, ist schon ein wenig spät, merke ich grad.  ;)
« Letzte Änderung: 06.06.2012, 03:50 von LilaMue »

"Erfahrung ist der Anfang aller Kunst und jedes Wissens!"
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  06.06.2012, 03:46
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Aus aktuellem Anlass hole ich mal den Thread aus der Versenkung, ich will auch kein neues Thema mit der Überschrift "Der Tod: Reloaded" eröffnen ;)

Man hat sich jetzt schon die Seiten der Naturwissenschaft, der Beseeltheit von Lebewesen, der Religionen und der spirituellen Ebene betrachtet, mit Fragen und (persönlichen) Feststellungen zu "Was ist / ist nicht danach?".  Was mir hierbei noch etwas gefehlt hat, ist die Tatsache, dass wir nach dem Tod (ob wir wollen oder nicht) noch präsent sind, weil wir etwas von uns hinterlassen haben. Wir greifen zu Lebzeiten bewusst oder unbewusst in das Geschehen um uns herum ein. Das hat mal größere Auswirkungen auf unser Umfeld, mal sind diese kaum spürbar. Fakt ist, dass wir Erinnerungen, Erlebnisse und Geschichten mit unseren Mitmenschen teilen. Daran wird sich erinnert, davon wird gesprochen. Manchmal beeinflussen wir das Denken und Handeln unserer Mitmenschen in so einer tiefgreifenden Art und Weise, dass auch lange Zeit später dieser Einfluss bemerkbar ist (ob positiv oder negativ).

Man kann also kaum sagen, dass mit dem letzten Atemzug unser Sein per se beendet ist. Vielleicht haben wir

-selbst Kinder in die Welt gesetzt und erzogen, sodass sich z.B. von uns vermittelte Werte (oder auch nur der Erziehungsstil) fortsetzt
-eine gute Familie und/oder tolle Freunde gehabt, die sich immer wieder an uns erinnern, die von gemeinsamen Erlebnissen erzählen und so unser Andenken weiter tragen
-andere Menschen zu etwas Wichtigem inspiriert
-etwas geschaffen. Ob durch die normale tägliche Arbeit, in der wir einen geschätzten und geachteten Platz irgendwo eingenommen haben. Oder durch kleinere und größere Projekte, auf deren Basis dann andere Menschen etwas aufbauen oder davon lernen können
-oder einfach nur so großen Mist verzapft, dass man sich noch Dekaden später daran erinnern wird - die Welt ist schließlich kein glitzerndes Wunschkonzert  ;)

Man könnte die Liste beliebig fortsetzen, es wird sich immer irgendwo etwas finden, was nach unserem Abgang noch eine Spur von uns trägt. Ich finde also, dass von "Hopp und weg" auf keinen Fall die Rede sein kann.

Just my two cents
"Und dann hab ich die Realität einfach aufgegessen...!"
  03.06.2013, 13:46
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Deine Argumentation geht am Thema vorbei. Das, was du da beschreibst, ist total logisch und bestreitet auch niemand. Aber gut, erwähnen konnte man es ja mal.
  03.06.2013, 14:26
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