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Thema: Der Tod  (Gelesen 34530 mal)

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Ist nicht der Mazdaismus schon um einiges älter als das Judentum? Von daher müsste dieser Glaube der erste Monotheistische sein...

Ich verspüre manchmal fast eine Art Vorfreude auf den Tod, nicht weil ich mit meinem Leben unzufrieden bin. Einfach nur aus neugirde...
Ein Geheimnis, das wir selbst mit unserem ganzen technischen Fortschritt nicht lösen können. Ist mir sehr sympathisch.
  04.06.2006, 22:54
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@ Der_Anfaenger


Natürlich macht sich jeder Gedanken über den Tod. Ist auch vielleicht nicht gut formuliert. Aber ich könnte mir vorstellen, dass jemand, dem ich das sage, dann denkt, ich würde mich auf den Tod freuen.

---

Und noch mal zu den Todesarten:  keine ist für mich angenehm, aber ertrinken möcht ich, wenn überhaupt, ganz sicher nicht. Ist vielleicht nicht so schmerzhaft, aber wenn man weiß, dass man sterben wird...naja.
Genauso mit verbrennen und Falltod



@ Earendil: genau das mein ich mit der Neugierde!
  04.06.2006, 22:57
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Wie gesagt, ich bin hier kein Experte, und da das hier wohl die wenigsten sind, habe ich mich auf die bekanntesten Religionen beschränkt. Mehr dürfte wohl auch für die meisten uninteressant sein.

PS: Habe oben editiert.
  04.06.2006, 22:58
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Red

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Zitat
Original von jonnyimnet
//edit: Nochmal was zu den verschiedenen Todesformen.
- Erfrieren wird ab einem gewissen Punkt auch als schön beschrieben: Auf einmal wird man träge, das Kältegefühl verwandelt sich eher in eine angenehme, trägmachende Wärme, man will sich hinlegen und nur noch schlafen. Man gibt diesem Drang nach und erwacht nie mehr. Schön, oder?
Hast du gewusst, dass man Erfrohrene meistens Nackt findet? Sie fühlen sich zuerst warm, dann plötzlich wird ihnen sauheiss und sie reissen sich die Kleider vom Leib und sterben Nackt.
Erfrieren ist sicherlich kein schöner Tod - der Weg dahin ist lang und steinig.
(\__/)
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  04.06.2006, 23:02
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ge0

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Zitat
Original von Red
Sie fühlen sich zuerst warm, dann plötzlich wird ihnen sauheiss und sie reissen sich die Kleider vom Leib und sterben Nackt.
Erfrieren ist sicherlich kein schöner Tod - der Weg dahin ist lang und steinig.

schreckliche vorstellung :-/
  04.06.2006, 23:21
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@jonnyimnet: Interessant, wie du den Suizidgefährdeten hier den Tod bewirbst ;)
  04.06.2006, 23:25
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Nun, da der Körper nach dem Tode ja wohl kaum eine Regung mehr zeigen wird, lässt sich dies wohl auch niemals je in Erfahrung bringen. Was hier manchmal geschrieben wird, sind ja auch Nahtoderfahrungen, und dazwischen existiert ja schon ein Unterschied.

Für den Menschen ist es wohl überhaupt nicht vorstellbar, wie dies ist - überhaupt nicht mehr zu sein, nicht mehr denken zu können. Dabei ist es ja schon an sich ein Problem: wie soll man sich etwas vorstellen, was gar nicht vorzustellen ist, denn Lebende können es nicht wissen, und Tote - naja, auch nicht. Oder?? ;-)

Fantasieren kann man darüber aber schon, um diesem Problem zu entgehen. Dazu zählen eben auch die Religionen.
  04.06.2006, 23:58
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Eine Bekannte starb vorgestern an Bluthochdruck in den frühen Morgenstunden. Sie war erst Mitte 20 (genau wie ihr Mann) und vor nicht mal einem halben Jahr hat sie ihre erste Tochter bekommen :(
Sowas regt natürlich schon zum Nachdenken über so ein Thema an... Vor allem weil man wieder sieht, dass es wirklich jeden unvorhergesehen treffen kann (2 Tage vorher haben wir noch nett miteinander geplaudert...).
Ja, ich benute die -Funktion. Sollte ich tatsächlich mal nach etwas fragen, dass schon besprochen wurde, könnt ihr davon ausgehen, dass ich etwas übersehen habe oder zu blöd war, die richtigen Stichwörter einzugeben! ;)
  05.06.2006, 11:14
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Zitat
Original von Earendil
@jonnyimnet: Interessant, wie du den Suizidgefährdeten hier den Tod bewirbst ;)

Suizidgefährdete werden sich wohl kaum hier groß rumtreiben, dafür gibt es eher andere Anlaufstellen.  ;)

@Topic
Wir Menschen werden immer Versuchen zu wissen wie es einem während des Todes geht und was danach ist, doch immer wird das hinter unserem Horizont bleiben bis wir alle diesen letzten Abschnitt unseres Lebens gehen.
Biologisch gesehen sind wir tot und werden verroten, ein "Leben" gibt es nicht mehr.
Spirituell und so gesehen glauben viele das die Seele weiter lebt, fährt in den Himmel oder was weiß ich - nun abgesehen von der biologischen Sicht sind das alles aber sehr weit geholte Erklärungen ...
"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin? Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!"
"Einen Staat, der mit der Erklärung, er wolle Straftaten verhindern, seine Bürger ständig überwacht, kann man als Polizeistaat bezeichnen." Ernst Benda (ehem. Präsident Bverfg)
  05.06.2006, 16:52
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Red

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Zitat
Original von Aruhn
Biologisch gesehen sind wir tot und werden verroten, ein "Leben" gibt es nicht mehr.
Genau so sehe ich das auch. Wenn jemand tot ist, ist er tot, so leid es mir auch tut. Kann man nix mehr machen. Wäre zwar schön wenn man denjenigen oder diejenige wieder treffen würde, aus objektivem/wissenschaftlichem Blickwinkel ist dies jedoch absurd.
Trauer ist gut, sie sollte jedoch nicht Überhand nehmen und einen schon gar nicht vom Alltagsleben abhalten.
Ich glaube nicht an das ganze Wiedergeburts/Paradies-Zeugs. Klingt für mich absurd. Wäre schön wenn es so wäre, irgendwann werden wir es sowieso erfahren. Also warum Gedanken machen, der Tod kommt früh genug (in manchen Fällen leider auch zu früh).
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  05.06.2006, 17:13
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Naja, wir werden es alle irgendwann einmal wissen, oder eben auch nicht. Leider werden wir es keinem mehr mitteilen können...

Ähm, meine Meinung: k.A. - wir werden sehen.
  05.06.2006, 18:31
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Also da eigentlich alle Vorstellung von einem "Leben nach dem Tod" irgendwie auf irgendwelchen Religionen basieren
und folglich das Existieren eines Gottes (bzw. Götter) oder ähnlichem vorraussetzen, bezweifle ich ganz stark dass es sowas gibt...

Denn die Existenz eines Gottes bezweifle ich auch ganz stark...
(nach meiner Theorie sind wir entweder von Ausserirdischen geschaffen/verändert oder zumindest in grauer Vorzeit gelehrt worden ...
und die unwissenden Menschen haben daraus Götter gemacht)

Das sagt ja die Bibel indirekt auch schon selbst ... siehe Hesekiel!!!

Und auch die ältesten Schriften, die wir haben (altindische Schriften) sind mehr als eindeutig... die waren hier und wir sind nicht allein  :eek:
aber mit Gott hat das nix zu tun!!!
  06.06.2006, 11:27
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Und wo kommen die her? Auch wieder von Außerirdischen geschaffen? Und die? Usw. Irgendwo kommst du immer an einen Punkt, wo man einen äußeren Lehrmeister braucht. Und da alles aus einem Urknall entstanden ist, muss es irgendwann einmal die ersten Außerirdischen gegeben haben, die von niemandem gelehrt werden konnten.
PS: Da mag jemand von Däniken, oder?
  06.06.2006, 11:58
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Schuldig ... hab aber auch andere Quellen, denn von Däniken ist ja nicht unbedingt der seriöseste  ;)


Aber hast schon recht, irgendwo muss es einen Ursprung gegeben haben ... das Wunder der Schöpfung bzw. des Lebens ...
das ist aber auch das einzig "göttliche" dass ich akzeptiere
  06.06.2006, 12:14
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hmpf

-> telvanni -> christlich erzogen!!!

ok gut - bin jetzt zwar keiner, der dreimal pro wochen beitet und betet und in die kirche geht ...

...

aber ich glaube doch an jesus, gott usw.... und es ist gut so!!!

tja - mein meinung! ist so!

bezüglich Tod: http://comics.orf.at/comics/601 :D

"Politik, Religion und soziale Themen sind schlechte Gastgeschenke" - Michael Hess † 2010
  06.06.2006, 12:26
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Ach, ich habe nichts gegen Däniken und die Außerirdischentheorie. In einigen Punkten ist sie sicher ... sagen wir, durchaus vertretbar. Aber sie löst eben das Schöpfungsproblem nicht, sie verschiebt es nur von uns weg. Und deswegen glaube ich dennoch an Gott. Und zwar christlich.
  06.06.2006, 12:27
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Ein sehr schwieriges Thema...

Ich bin mir die letzten paar Jahre sehr bewusst geworden, was das Leben bedeutet. Ich merke immer mehr meine "Sterblichkeit". Ich war ne Weile krank und bin körperlich/seelisch sehr an meine Grenzen gekommen beruflich und privat. Ich habe gemerkt, dass es Grenzen gibt und eben nicht alles geht.

Es frustriert mich... Ich habe immer irgendwie Träume gehabt, die irgendwie "zerplatzt" sind, weil mich die Realitiät eingeholt hat. Ich bin der Meinung es ist besser nicht so viel zu wissen über da Leben, und es besser ist unbeschwert zu leben (wie z.B. früher wo man jünger war).

Das Leben ist kurz und ich merke wie die Zeit immer schneller vergeht... Jetzt denke ich schon an meine eigene Familiengründung. Vor einigen Jahren war ich selbst noch ein Kind...

Mein Vater sagt immer ich soll das Leben genießen, es ist kurz. Ich genieße jetzt auch und kaufe mir alles, was ich mir wünsche und sage nicht mehr, das hat Zeit oder ich bin ja noch jung! So´n Quatsch! Wir leben jetzt und sollten jetzt alles machen was geht...

Überall werde ich verunsichert und habe Angst was zu tun...Angst vor der Zukunft... Wir alle suchen Sicherheit im Leben aber die gibt es nicht! Nur der Tod ist sicher! Sehr erschreckend!

Ich habe viel gelernt die letzten Jahre und denke, dass man alles erleben soll, was man sich wünscht. Ich hatte immer Angst bestimmte Schritte im Leben zu gehen und zu sagen: "Sch... drauf, ich mach das jetzt einfach!".

Was das Thema "Tod" betrifft: Wenn jemand stirbt ist er weg... Wie soll man das verstehen? Man hat mit dem jenigen zu tun gehabt und dann ist er WEG? Das ist was sehr merkwürdiges und erscheint dem Verstand irgendwie unlogisch. Ja wie, WEG? Wenn ich meine Oma sehe die krank ist, denke ich auch... Da komm ich auch noch hin... Das frustriert. Ja, ja ich bin noch jung... Aber eben auch nicht für immer...Es ist für mich frustrierend zu wissen, Du bist jetzt da und irgendwann nicht mehr...Menschen kommen und gehen...Aber wo gehen wir hin? Warum gibt es so viele Religionen? Damit man sie einem das Leben nach dem Tod schön redet? Der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge...Ist da irgendwo Wahrheit dabei? Wir wissen es nicht! Ich selbt bewunder z.B. Mönche wie sie leben und ihre Glaubensweise (das Leben mit dem Glauben + das Leben mit dem Nötigsten und wichtigsten (kein Überfluss!).

Das Leben war schon immer ein Kreislauf. Vielleicht kommen und gehen wir? Wenn man mal logisch denkt. Aber keiner weiß es...

Schön, wenn man bei Religionen denkt, das man wiedergeboren wird oder in eine andere Sphäre übergeht... Naja und im Extremfall man sich in die Luft sprengt weil einem gesagt wird, das ist richtig. Ja, ja es warten 100 Jungfrauen auf einen....

Das einzigste was ich zum Leben wirklich beitragen kann, ist einen Kind in die Welt zu setzten, dass den Fortbestand der Art gewährleistet. Bis wir uns alle mal selbt in die Luft bomben, bzw. auf einen anderen Planeten "umziehen" müssen, weil wir unseren Planeten kaputt gemacht haben.

Ok: Jetzt mal mein Fazit. Das klingt sehr düster was ich da schreibe...

Ich lebe im Jetzt und werde alles machen, was ich möchte. Ich lass mich nicht von anderen zu was bringen, was ich nicht will. Oder lebe das Leben anderer, weil die Gesellschaft es so vielleicht gerne hätte. Ich werde nicht durchs Leben "hetzten" und irgendwann aufwachen und denken: "Wo ist die Zeit hin? Was habe ich denn überhaupt vom Leben gehabt?" Was in Zukunft ist kann mir keiner sagen! Aber: Jetzt bin ich jung und kann alles erleben. Jetzt kann ich mir was fürs Alter aufbauen und investieren. Vernunft ist wichtig, Vorraussicht auch. Aber auch einfach mal Entspannen, feiern, Spaß haben und "leben". Die richtige Mischung macht es. Bewusst leben das ist wichtig. Macht alles jetzt, genießt es und denkt nicht so viel nach! Ich weiß nicht so recht, was ich glaube soll, was mal nach dem Tod kommt. Ich möchte gerne glauben, dass es irgendwie weitergeht. Die Hoffnung stirbt zu letzt...
:boring:
RedSonja

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AMD2 4200+
2 GB DDRAM
Sapphire RADEON X1800XT, 512 MB
Spiele z.Z. Oblivion, Stalker, Uncharted
  06.06.2006, 13:31
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  • Daedrafürst
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Sehr tiefgründiger Post. Wie Du schon selbst bemerkt hast ist es aber bei aller Unsicherheit doch wichtig im hier und jetzt zu leben. Mein Leben lang auf etwas hinarbeiten, wovon ich k.A. hab ob es eintritt, das ist nix für mich...
  06.06.2006, 13:36
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Meiner Meinung nach sollte man sich einfach keine Gedanken darüber machen es bringt ja eh nix, man wirds eh nicht erfahren und keiner kann einen eine Antwort darauf geben was danach passiert bzw. ob überhaupt etwas danach passiert.

Darum bin ich Atheist, ich halte nix davon an rgendetwas zu Glauben, ich lebe jetzt, was danach ist brauch mich nicht interessieren!
Der Sex war erst Richtig gut, wenn sich sogar die Nachbarn eine Zigarette anzünden
  06.06.2006, 13:54
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Also ich denke auch, dass man besten gar nicht drüber nachdenkt, was im Tod ist, sondern sich am Besten mit dem Leben beschäftigt.

Ich habe vor fünf Jahren einen guten Freund verloren, als wir sturzbetrunken an den Zugschienen nach Hause gelaufen sind und mein Kumpel sich plötzlich auf die Schiene stellte, als ein Zug kam...

Zwei Jahre später saß ich mit einem weiteren Kumpel bei meinem allerbesten Freund (kannte ich seit ich mich zurückerinnern konnte) im Auto.
Er fuhr mehr als nur schnell und wir wollten eigentlich im nächsten Ort (obwohl er noch nüchtern war) aussteigen, weil er (aus uns nicht bekannten Gründen) aufeinmal wie ein Verrückter zu rasen anfing.
Aber den nächsten Ort hatten wir nichtmal mehr wirklich erreicht, weil er gleich in der ersten Kurve ins Schleudern geriet und das Auto sich überschlagen hat.
Mein Kumpel und ich sind OHNE EINEN KRATZER ausgestiegen, aber mein bester Freund (oder das, was von ihm übrig war) lag unter dem umgekippten Auto...

Und vor knapp einem Monat ist ein weiterer Kumpel von mir vom Zug überrollt worden...

Das alles, vorallem der zweite Fall, haben mich zu dieser Zeit wirklich total aus der Bahn geworfen
und ich hab erstmal auf alles geschissen (hab die Schule geschmissen usw.), aber dann fing man an, ernsthaft über das Leben nachzudenken ... und wie kurz es sein kann!
Seitdem weiss ich das Leben wirklich zu schätzen und bin dankbar für jeden weiteren Tag, den ich erleben darf.
Und diese Tage will ich nicht mit dem Gedanken an den Tod "verschwenden".
  06.06.2006, 14:13
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