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Thema: Der Tod  (Gelesen 33660 mal)

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@ Peacemaker

warum soll das blöd klingen?
den zeig mir mal, der sich darüber noch keine Gedanken gemacht hätte oder das nícht wissen möchte... :o
....und immer das letzte Wort.
  04.06.2006, 22:47
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@Earandil:
Zitat
ist auch nicht mein Triebgrund
!!!

Das ist nicht der Grund, wieso ich gläubig bin. Ich habe es nur vor einiger Zeit gelesen und fand es hier irgendwie passend. Meinen Glauben habe ich schon ein paar Jährchen länger als dieses Zitat.

@Xanthai:

Es gibt mehrere Religionsstämme. Da gibt es einmal den Altnahöstlichen, aus dem die alten Religionen wie die ägyptische oder die kanaantische hervorgegangen sind. In starker Abwandlung die Griechische und daraus fast unreflektiert die Römische. Es ist der europäisch-polytheistische.
Dann den Monotheistischen, angefangen beim Judentum, weiter zum Christentum und davon unabhängig auch zum Islam.
Der dritte große ist der Fernöstliche, der von keinem direkten, greifbaren Gottesbild mehr ausgeht, mit Hinduismus, daraus entstanden Buddhismus usw.

Nun zum Verhältnis der drei großen Monotheistischen:
Alle drei wurzeln auf Abraham, dieser hatte zwei Kinder, eines mit seiner Frau Sarah => Juden, eines mit seiner Magd, weil Sarah als unfruchtbar galt, das hat er verstoßen. Auf dieses beruft sich der Islam.
Desweiteren erkennen beide Moses an und berufen sich auf dessen Gebote.
Allerdings ist wegen dieser Vertreibung das Verhältnis Judentum-Islam historisch eher schlecht, soweit ich weiß. Genauso wie das Verhältnis Christentum-Judentum historisch schlecht ist, wegen der Kreuzigungsschuld.
Das Verhältnis Christentum-Islam ist dagegen, obwohl immer wieder durch Kriege sehr verschlechtert, theologisch eher gut: Der Islam sieht Jesus zwar nicht als Sohn Gottes, doch als wichtigen Propheten, dessen Lehre wichtig ist. Damit gelten Christen als einer Vorstufe angehörig, die zwar nicht perfekt, aber auf dem richtigen Weg ist. Im Gegensatz zu den Juden.
Ich bin hierin allerdings auch kein Experte, also verbessert mich bei Fehlern.


//edit: Nochmal was zu den verschiedenen Todesformen.
Viele "grausame" Tode sind sehr schön. Wie gesagt, wenn der Tod nicht plötzlich kommt, sind die letzten Momente so, als wäre man in einem wundervollen Glücksrausch.
- Erfrieren wird ab einem gewissen Punkt auch als schön beschrieben: Auf einmal wird man träge, das Kältegefühl verwandelt sich eher in eine angenehme, trägmachende Wärme, man will sich hinlegen und nur noch schlafen. Man gibt diesem Drang nach und erwacht nie mehr. Schön, oder? (Zumindest, wenn das Frostgefühl erstmal weg ist.)
- Zum Ertrinken weiß ich leider nichts, aber es dürfte so ähnlich sein.
- Beim Abstürzen beschreiben die Leute erstmal Verwunderung, dass das passiert. Dann ein ganz klares Erfassen der Situation: Ich werde sterben. Allerdings ohne Angst, sondern voller Gelassenheit. "Das war es jetzt also". Wenn der Sturz lange genug dauert (es tritt eine enorme Zeitdehnung auf), spielt der berühmte "Lebensfilm" ab, allerdings auch hier eher melancholisch im Grundton. Man macht sich teilweise ganz banale Gedanken, zum Beispiel über die neue Hose, die man zum ersten Mal anhat und sicher den Sturz nicht gut überstehen wird oder daran, wie die Angehörigen wohl damit umgehen werden. Anschläge am Felsen spürt man zwar, aber dumpf, als Druck, ohne Schmerz. Man realisiert es auch, aber man hat weder Angst, noch schreit man, noch tut es weh. Manchmal hört man auch, wie man gegen den Fels schlägt. Aber alles in allem ist man total friedlich. Auch schön, wie ich finde.
PS: Falls sich jemand fragt, wieso ich das so genau beschreiben kann - ich bin Kletterer. Da macht man sich über sowas Gedanken.
  04.06.2006, 22:48
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Ist nicht der Mazdaismus schon um einiges älter als das Judentum? Von daher müsste dieser Glaube der erste Monotheistische sein...

Ich verspüre manchmal fast eine Art Vorfreude auf den Tod, nicht weil ich mit meinem Leben unzufrieden bin. Einfach nur aus neugirde...
Ein Geheimnis, das wir selbst mit unserem ganzen technischen Fortschritt nicht lösen können. Ist mir sehr sympathisch.
  04.06.2006, 22:54
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@ Der_Anfaenger


Natürlich macht sich jeder Gedanken über den Tod. Ist auch vielleicht nicht gut formuliert. Aber ich könnte mir vorstellen, dass jemand, dem ich das sage, dann denkt, ich würde mich auf den Tod freuen.

---

Und noch mal zu den Todesarten:  keine ist für mich angenehm, aber ertrinken möcht ich, wenn überhaupt, ganz sicher nicht. Ist vielleicht nicht so schmerzhaft, aber wenn man weiß, dass man sterben wird...naja.
Genauso mit verbrennen und Falltod



@ Earendil: genau das mein ich mit der Neugierde!
  04.06.2006, 22:57
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Wie gesagt, ich bin hier kein Experte, und da das hier wohl die wenigsten sind, habe ich mich auf die bekanntesten Religionen beschränkt. Mehr dürfte wohl auch für die meisten uninteressant sein.

PS: Habe oben editiert.
  04.06.2006, 22:58
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Red

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Zitat
Original von jonnyimnet
//edit: Nochmal was zu den verschiedenen Todesformen.
- Erfrieren wird ab einem gewissen Punkt auch als schön beschrieben: Auf einmal wird man träge, das Kältegefühl verwandelt sich eher in eine angenehme, trägmachende Wärme, man will sich hinlegen und nur noch schlafen. Man gibt diesem Drang nach und erwacht nie mehr. Schön, oder?
Hast du gewusst, dass man Erfrohrene meistens Nackt findet? Sie fühlen sich zuerst warm, dann plötzlich wird ihnen sauheiss und sie reissen sich die Kleider vom Leib und sterben Nackt.
Erfrieren ist sicherlich kein schöner Tod - der Weg dahin ist lang und steinig.
(\__/)
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  04.06.2006, 23:02
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ge0

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Zitat
Original von Red
Sie fühlen sich zuerst warm, dann plötzlich wird ihnen sauheiss und sie reissen sich die Kleider vom Leib und sterben Nackt.
Erfrieren ist sicherlich kein schöner Tod - der Weg dahin ist lang und steinig.

schreckliche vorstellung :-/
  04.06.2006, 23:21
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@jonnyimnet: Interessant, wie du den Suizidgefährdeten hier den Tod bewirbst ;)
  04.06.2006, 23:25
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Nun, da der Körper nach dem Tode ja wohl kaum eine Regung mehr zeigen wird, lässt sich dies wohl auch niemals je in Erfahrung bringen. Was hier manchmal geschrieben wird, sind ja auch Nahtoderfahrungen, und dazwischen existiert ja schon ein Unterschied.

Für den Menschen ist es wohl überhaupt nicht vorstellbar, wie dies ist - überhaupt nicht mehr zu sein, nicht mehr denken zu können. Dabei ist es ja schon an sich ein Problem: wie soll man sich etwas vorstellen, was gar nicht vorzustellen ist, denn Lebende können es nicht wissen, und Tote - naja, auch nicht. Oder?? ;-)

Fantasieren kann man darüber aber schon, um diesem Problem zu entgehen. Dazu zählen eben auch die Religionen.
  04.06.2006, 23:58
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Zitat
Original von W0tan
Irgendwie find ich die Gedanken daran das man weder was spürt, sieht noch merkt abstrus... So unvorstellbar

Genauso abstrus wie die Vorstellung das noch was kommen soll.

@ge0: Nein ich weiss nicht was dann kommt aber ich sehe es wie Gott-Frosfels in seinem ersten Post.

Und deswegen "glaube" ich auch nicht. Ich bin Atheist.

Das einzige was mich vor dem Durchdrehen bewahrt ist der Gedanke, das wir im Tod dann eins werden mit dem Universum. Da alles im Universum aus den selben Teilen besteht. Und selbst das Universum eine Art "Lebensform" ist.  ;)

Edit: @Threadersteller, du schriebst, "Aus persönlichem aktuellen Anlass". Welcher Anlass war dir denn bei der Erstellung dieses Threads gegeben?
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  05.06.2006, 11:04
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Eine Bekannte starb vorgestern an Bluthochdruck in den frühen Morgenstunden. Sie war erst Mitte 20 (genau wie ihr Mann) und vor nicht mal einem halben Jahr hat sie ihre erste Tochter bekommen :(
Sowas regt natürlich schon zum Nachdenken über so ein Thema an... Vor allem weil man wieder sieht, dass es wirklich jeden unvorhergesehen treffen kann (2 Tage vorher haben wir noch nett miteinander geplaudert...).
Ja, ich benute die -Funktion. Sollte ich tatsächlich mal nach etwas fragen, dass schon besprochen wurde, könnt ihr davon ausgehen, dass ich etwas übersehen habe oder zu blöd war, die richtigen Stichwörter einzugeben! ;)
  05.06.2006, 11:14
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Mit 20??!! Ach herrje...

Ja ich dachte mir schon das es wohl einen Todesfall im Familien- oder Bekanntenkreis gab.  ;)

Aber mit 20... man ich bin nur 2 Jahre älter...  :|  :spinner:
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  05.06.2006, 11:17
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Zitat
Original von Earendil
@jonnyimnet: Interessant, wie du den Suizidgefährdeten hier den Tod bewirbst ;)

Suizidgefährdete werden sich wohl kaum hier groß rumtreiben, dafür gibt es eher andere Anlaufstellen.  ;)

@Topic
Wir Menschen werden immer Versuchen zu wissen wie es einem während des Todes geht und was danach ist, doch immer wird das hinter unserem Horizont bleiben bis wir alle diesen letzten Abschnitt unseres Lebens gehen.
Biologisch gesehen sind wir tot und werden verroten, ein "Leben" gibt es nicht mehr.
Spirituell und so gesehen glauben viele das die Seele weiter lebt, fährt in den Himmel oder was weiß ich - nun abgesehen von der biologischen Sicht sind das alles aber sehr weit geholte Erklärungen ...
"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin? Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!"
"Einen Staat, der mit der Erklärung, er wolle Straftaten verhindern, seine Bürger ständig überwacht, kann man als Polizeistaat bezeichnen." Ernst Benda (ehem. Präsident Bverfg)
  05.06.2006, 16:52
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Red

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Zitat
Original von Aruhn
Biologisch gesehen sind wir tot und werden verroten, ein "Leben" gibt es nicht mehr.
Genau so sehe ich das auch. Wenn jemand tot ist, ist er tot, so leid es mir auch tut. Kann man nix mehr machen. Wäre zwar schön wenn man denjenigen oder diejenige wieder treffen würde, aus objektivem/wissenschaftlichem Blickwinkel ist dies jedoch absurd.
Trauer ist gut, sie sollte jedoch nicht Überhand nehmen und einen schon gar nicht vom Alltagsleben abhalten.
Ich glaube nicht an das ganze Wiedergeburts/Paradies-Zeugs. Klingt für mich absurd. Wäre schön wenn es so wäre, irgendwann werden wir es sowieso erfahren. Also warum Gedanken machen, der Tod kommt früh genug (in manchen Fällen leider auch zu früh).
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  05.06.2006, 17:13
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Naja, wir werden es alle irgendwann einmal wissen, oder eben auch nicht. Leider werden wir es keinem mehr mitteilen können...

Ähm, meine Meinung: k.A. - wir werden sehen.
  05.06.2006, 18:31
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Also da eigentlich alle Vorstellung von einem "Leben nach dem Tod" irgendwie auf irgendwelchen Religionen basieren
und folglich das Existieren eines Gottes (bzw. Götter) oder ähnlichem vorraussetzen, bezweifle ich ganz stark dass es sowas gibt...

Denn die Existenz eines Gottes bezweifle ich auch ganz stark...
(nach meiner Theorie sind wir entweder von Ausserirdischen geschaffen/verändert oder zumindest in grauer Vorzeit gelehrt worden ...
und die unwissenden Menschen haben daraus Götter gemacht)

Das sagt ja die Bibel indirekt auch schon selbst ... siehe Hesekiel!!!

Und auch die ältesten Schriften, die wir haben (altindische Schriften) sind mehr als eindeutig... die waren hier und wir sind nicht allein  :eek:
aber mit Gott hat das nix zu tun!!!
  06.06.2006, 11:27
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  • Drachengott
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Und wo kommen die her? Auch wieder von Außerirdischen geschaffen? Und die? Usw. Irgendwo kommst du immer an einen Punkt, wo man einen äußeren Lehrmeister braucht. Und da alles aus einem Urknall entstanden ist, muss es irgendwann einmal die ersten Außerirdischen gegeben haben, die von niemandem gelehrt werden konnten.
PS: Da mag jemand von Däniken, oder?
  06.06.2006, 11:58
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Schuldig ... hab aber auch andere Quellen, denn von Däniken ist ja nicht unbedingt der seriöseste  ;)


Aber hast schon recht, irgendwo muss es einen Ursprung gegeben haben ... das Wunder der Schöpfung bzw. des Lebens ...
das ist aber auch das einzig "göttliche" dass ich akzeptiere
  06.06.2006, 12:14
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hmpf

-> telvanni -> christlich erzogen!!!

ok gut - bin jetzt zwar keiner, der dreimal pro wochen beitet und betet und in die kirche geht ...

...

aber ich glaube doch an jesus, gott usw.... und es ist gut so!!!

tja - mein meinung! ist so!

bezüglich Tod: http://comics.orf.at/comics/601 :D

"Politik, Religion und soziale Themen sind schlechte Gastgeschenke" - Michael Hess † 2010
  06.06.2006, 12:26
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Ach, ich habe nichts gegen Däniken und die Außerirdischentheorie. In einigen Punkten ist sie sicher ... sagen wir, durchaus vertretbar. Aber sie löst eben das Schöpfungsproblem nicht, sie verschiebt es nur von uns weg. Und deswegen glaube ich dennoch an Gott. Und zwar christlich.
  06.06.2006, 12:27
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