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Thema: Glaubt ihr an eine Religion?  (Gelesen 136131 mal)

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Ich mach hier mal einen solchen Thread auf, da die in der Regel nette Diskussionen hervor bringen, hier geht es wie gesagt um die Religion im Allgemeinen.

Meine Persönliche Meingung ist die, dass es absoluter Quatsch und unheimlich naiv ist an ein höheres wesne zu glauben, dass das Universum erschaffen aht und/oder die Geschicke aller lenkt. Alle Religionen haben eins gemin, sie sind und warne nur Lückenfüller für all das was der Mensch nicht erklären konnte, dass wird mit jedem Tag weniger somit schwindet auch der Einfluss des Glaubens. Jetzt wird mancher sagen, dass es noch Fragen gibt die unbeantwortet bleiben wie etwa "Was ist der Sinn des Lebens?". So jemandem antworte ich, "Willst du das wirklich wissen? Was würdest du tun wenn ich es dir sagen würde? Hinausziehen, den Sinn erfüllen und dann dastehen und dich fragen was du jetzt tun sollt wo du das höchste aller Ziele erreicht hast?" Nehmen wir mal das Christentum als Beispiel, was haben die bitte schön vorzuweisen? Einen zweitausend Jahre alten Keller angefüllt mit politischen und sozialen Leichen, ein zweitausend Jahre altes Buch voller Fabeln in denen sich jemand als Gott ausgiebt, der offensichtlich an einem Messiaskomplex leidet. Was wollen die uns damit sagen? "Du musst nur überzeugent sein, dann glauben dir die Leute alles." Wohl eher nicht.  

Was ist eure Meinung zum Glabuen?
  03.03.2005, 13:22
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Hmm, das ist ein Thema, dass ich aus vielen Foren kenne.

Aber ich sehe es auch so, wie Exterminas.

Daher bin ich überzeugter Atheist.

© Ragox, Xano Kator
  03.03.2005, 13:24
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An ein höher gestelltes Bewustsein glaube ich auch nicht. Allgemein hab ich mit Religionen und ihren Vertretern nix am Hut.
Um deine Argumentation noch zu ergänzen: Was hat die Religion den Menschen gebracht?

1. Alles was nicht erklärt werden kann, wird auf einen "Schöpfer mit Plan" geschoben.
    (Groteskerweise wird alles Gute in der Welt mit "Gottes Wille" betitelt, während bei  
     Kriegen, Hungersnöten usw. "seine Wege unergründlich" sind)

2. Im Namen der Religion wurden auf der Welt die blutigsten und unmenschlichsten
    Taten begangen. (Kreuzzüge, Inquisition, Antisemitismus etc.)

Die alten Keltischen Druiden hatten eine Interessante Glaubensrichtung. Sie glaubten daran, dass alles Leben von einer Urquelle stammt. Dieser Quell des Lebens war das Zentrum des Kreislaufes von Leben und Tod. Nach dem Tod wird die "Lebensenergie" wieder an diesen Ort gezogen und in einem anderen Lebewesen wiedergeboren.

(Du hast aber Recht das kann WIRKLICH ausführlich und interessant werden)
Morgen ist der Tag vor Übermorgen -also Gestern
  03.03.2005, 13:34
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Zitat
Original von Nocturn
...

1. Alles was nicht erklärt werden kann, wird auf einen "Schöpfer mit Plan" geschoben.

...

Das fängt schon beim Ursprung von allem an: Schöpfer oder Urknall?

© Ragox, Xano Kator
  03.03.2005, 13:42
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Wenn das, was die Menschen anrichten, der Plan ist, dann hat der Schöpfer einen Knall. ;)
Meine Morrowind-Homepage
Steam? Never ever! Not in a million million years!
  03.03.2005, 13:46
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Ja, buchstäblich einen Urknall -und keiner merkts...
Morgen ist der Tag vor Übermorgen -also Gestern
  03.03.2005, 13:48
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Und alle folgen ihm ins Verderben, toller "Wächter seiner Kinder"  :mad:

© Ragox, Xano Kator
  03.03.2005, 13:50
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Ich bin auch überzeugter Atheist. Religiöse Überzeugung ist aber eins der wenigen Themen, über das ich nicht diskutieren möchte, da es aus eigener Erfahrung absolut sinnlos ist, einen Gläubigen von seinem Glauben abzubringen und ich das auch gar nicht möchte, weil er schon Gründe haben wird, an ein höher gestelltes Wesen zu glauben. Man will jemandem ja auch nicht seine Träume und Fantasie wegnehmen, weil sie unrealistisch und widerlegbar sind. Es gibt ja sogar Leute, die wissenschaftlich beweisen wollen, dass es Gott gibt. In "Illuminati" von Dan Brown will zum Beispiel ein Wissenschaftler beweisen, dass Gott mit Energie gleichzusetzen und die Bibel mit dem Urknall vereinbar ist. Dazu werden dann einzelne Bibelzitate, die bisher unvereinbar mit der Wissenschaft waren, herangezogen. Aber andererseits behaupten überzeugte Christen, dass die Bibel nur aus Gleichnissen besteht, die nicht wörtlich zu nehmen sind. Und wenn Gott mit Energie gleichzusetzen ist, dann braucht man um ihn auch keine großen Geschichten mehr zu schreiben oder ihn zu verehren. Das wichtigste an der christlichen Religion ist ja die Geschichte, ob man nach dem Tod ins Paradies oder in die Hölle kommt, wenn es diese Ungewissheit nicht geben würde, könnte es jedem völlig egal sein, ob Gott existiert oder nicht, da man ja sieht, dass es keinen Einfluss auf das Leben der Menschen hat, ob sie Gott verehren oder nicht. Und dass es ein Paradies oder eine Hölle gibt, wurde bisher noch von niemandem bewiesen.
Sorry, ich hab wieder mal schneller geschrieben als gedacht. Ich weiß nicht, was dabei rausgekommen ist und lese es mir auch nicht mehr durch, weil ich dann wahrscheinlich nochmal so viel schreiben würde und das Ganze noch viel zusammenhang- und sinnloser würde, aber so ist das halt, wenn ich mich mal dazu aufraffe, einen Kommentar zu irgendwelchen philosophischen Fragestellungen abzugeben.
Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde.
(Spruchweisheit aus der Mongolei)


Der Nosgort-Bote (Ausgabe 2)

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  03.03.2005, 14:27
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Zitat
Original von Faerin Silberpfeil
"Illuminati" von Dan Brown

Das lese ich derzeit.

© Ragox, Xano Kator
  03.03.2005, 14:34
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Meine Meinung.
Ich hasse die Kirche
Da es Weder Gott Engel noch Dämonen gibt. Die Kirche war früher nichts weiter als geldeintreiberei und Macht. Ich finde es gut das sie heutzutage nichtsmehr zu sagen hat. Wenn sich menschen an ein ausgedachtes wesen klammern müssen, muss ich sagen die haben irgendeine Hirnkrankheit.
  03.03.2005, 15:07
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ich bin überzeugter christ und würde im traum nicht daran denken mich DAFÜR zu rechtfertigen
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Kommentar: Signatur 24 Pixel zu hoch
  03.03.2005, 15:19
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Tja, bei mir laufen überzeugte Christen nur auf eine Eiskalte schulter. Mehr verdienen sie nicht bei mir.
  03.03.2005, 15:26
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@DEG: Diese Hirnkrankheit geht einher mit einer ziemlich ausgefallenen Spezies namens Mensch, deren ganzes Leben genauso verrückt ist wie sie und die nach irgendwelchen Gründen für ihre Existenz suchen, die sie eh nie finden werden, aber trotzdem glauben, dass sie ein Recht auf Leben haben. Die Kirche ist im Übrigen etwas vollkommen anderes als Religion, jedenfalls wenn man sie als Zusammenschluss von Personen versteht, die zum großen Teil den Glauben der Menschen für ihre Zwecke missbraucht und sich alles so zurechtgedreht haben, wie sie es wollten. Teilweise wird das auch heute noch gemacht (--> Bush und sein heiliger Kreuzzug), aber die islamistischen Terroristen machen das gleiche mit ihrer Religion. Die Engel und Dämonen gehören auch nur zu ein paar Geschichten aus bestimmten Teilen bzw. Evangelien der Bibel, sind aber sicherlich nicht der Kern des christlichen oder eines anderen großen Glaubens.
Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde.
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Der Nosgort-Bote (Ausgabe 2)

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  03.03.2005, 15:31
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Religionen sind meiner Meinung nach keine Hirngespinnste und dienen dafür die Welt zu verbessern. Die Menschen jedoch interpretieren den Glauben mit Absicht falsch, um so an Geld und Macht zukommen, kurz die Religionen, egal ob Christentum, Judentum oder Islam, werden einfach ausgenutzt.
Man kann sagen das an allem etwas wahres dran ist, denn die drei großen Religionen verstehen sich untereinander nicht, wie man sehen kann, dennoch haben sie oft die selben Aussagen, z.B. taucht die Geschichte über Noah und die Arche in all den genannten Religionen auf und es wird identisch darüber erzählt.
  03.03.2005, 15:40
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Zitat
Religionen sind meiner Meinung nach keine Hirngespinnste und dienen dafür die Welt zu verbessern. Die Menschen jedoch interpretieren den Glauben mit Absicht falsch, um so an Geld und Macht zukommen, kurz die Religionen, egal ob Christentum, Judentum oder Islam, werden einfach ausgenutzt.

Der Mensch definiert die Religion, nicht die Religion den Mensch.

Zitat
Man kann sagen das an allem etwas wahres dran ist, denn die drei großen Religionen verstehen sich untereinander nicht, wie man sehen kann, dennoch haben sie oft die selben Aussagen, z.B. taucht die Geschichte über Noah und die Arche in all den genannten Religionen auf und es wird identisch darüber erzählt.

Was bite ist mit den Buddisten? Den Taoisten? Den Hindus? Die zählen wohl nicht weil sie eben NICHT alle von einander geklaut haben....
  03.03.2005, 15:53
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"Der Mensch definiert die Religion, nicht die Religion den Mensch."

Ich kann dir das Gegenteil nicht beweisen, aber kannst du mir deine Aussage beweisen?

"Was bite ist mit den Buddisten? Den Taoisten? Den Hindus? Die zählen wohl nicht weil sie eben NICHT alle von einander geklaut haben...."

All diese basieren auf dem Polytheismus und stimmen in weit über 50% miteinander überein, nicht geklaut?

Ich respektiere alle Glaubensrichtungen und bin für Toleranz zwischen allen Religionen. Ich will niemanden eine Religion aufzwingen aber ich bin auch nicht dafür jemanden davon abzubringen. Ich meine eine Religion hat doch jeder, auch Atheisten glauben an etwas, zwar nicht an Gott und die Welt, aber irgendwas anderes, z.B. an die Wissenschaft oder halt einfach an sich selbst, oder etwa nicht?

Ich finde über dieses Thema zu diskutieren lohnt sich nicht, ich meine was haben wir am Schluss davon, wenn jeder seine Meinung hier geäussert hat?

Was ich über die Welt und alles drumherum denke, könnt ihr in meiner Signatur lesen.
  03.03.2005, 16:25
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Zitat
Ich kann dir das Gegenteil nicht beweisen, aber kannst du mir deine Aussage beweisen?

Klar. Nimm unseren guten DEG hier als Beispiel, wenn er an das Christentum denkt denkt er an die Kirchensteuer, die er zahlen muss. Er hat die Religion des Christentums als habgierige Bande definiert.

Würde nun die Religion die Menschen definieren wären alle Christen auf schmerzhafte weise gütig, Frauen dürften bei ihnen bis heute keine Hosen tragen und Schwule würden gesteinigt werden. Statt dessen hat die Kirche versucht Tolleranz zu zeigen und verzichtet auf diverse Praktiken, die Steinigung und Verbrennung von "Hexen" z.b., die Religion wurde also vom Mensch umdefiniert.

Zitat
All diese basieren auf dem Polytheismus und stimmen in weit über 50% miteinander überein, nicht geklaut?

Rolf? Nein, tun sie ganz und gar nicht, Polytheismus heißt lediglich, dass es mehrere Götter gibt, auf dne Buddismus trifft da nicht mal zu. Was der Taoismus genau ist weiß ich gar nicht mal aber Hinduismus hat nichts mit Budismus gemein.  :D

Zitat
Ich meine eine Religion hat doch jeder, auch Atheisten glauben an etwas, zwar nicht an Gott und die Welt, aber irgendwas anderes, z.B. an die Wissenschaft oder halt einfach an sich selbst, oder etwa nicht?

Ein schöner Spruch, aber dem ist nicht so, es gibt einen Unterschied zwischen Glauben und Wissen, wenn jemand an die Wissenschaft "glaubt" ist das das Wissen, dass die Urknalltheorie stimmt, sie wurde hinreichend bewiesen. Wenn jemand an sich selbst glaubt ist das ebenfalls Wissen, denn Glaube ist zu instabil um daran etwas so wichtiges wie die eigneen Fähigkeiten festzumachen.

Zitat
Ich finde über dieses Thema zu diskutieren lohnt sich nicht, ich meine was haben wir am Schluss davon, wenn jeder seine Meinung hier geäussert hat?

Es gewährt Einblicke in die wundersame Welt der Religionen  :ugly: Ausserdem macht es mir unheimlich Spass ^^

Zitat
Was ich über die Welt und alles drumherum denke, könnt ihr in meiner Signatur lesen.

Ein bischen traurig oder? :|
  03.03.2005, 16:41
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ok ich akzeptiere jede meinung
nur ein beispiel
auch wenn ein teil der katholischen kirche im dritten reich gemeinsame sache mit den nazis gemacht haben
das wohl schwerste verbrechen an die menschheit wurde unter der führung von einem atheisten durchgesetzt und viele gegner der nazis waren überzeugte christen wie etwa bonhoeffer.
ich denke mal religion ist sehr wichtig für die eigene identität einer kulturauch wenn sie oft zweckmissbraucht wird.

ahso deg:
siehst du diese tränen?
ich bin sicherlich der letzte der die anerkennung eines kleinen jungen aus stendal ersehnt.
also l.m.
ausserdem wenn du nichts von engeln und dämonen hältst, wieso zeichnest du diese dann?
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Folgende Kennung bei Beschwerden angeben: #52427024945898bdc25545
Kommentar: Signatur 24 Pixel zu hoch
  03.03.2005, 17:00
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  • Knochenfürst
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Ach du kagge. Ich weiß garnicht was ich dazu denken soll. Ich bin nicht religiös das steht fest. Aber Religion an sich ist was feines. man kann sein Leben danach ausrichten und hat Grundsätze (oder noch viel mehr).
Die Religion, welche mir am besten gefällt ist der Buddhismus. ich glaube an der reinkarnation ist was dran. Es gibt auch Menschen welche Erinnerungen von früheren leben haben oder ähnliches. Da ist einfach was dran, man glaubt nicht an ein höheres Wesen oder Götter. Die Lehren von Buddha finde ich übrigens sehr gut. Diese werden ja meist in Form von kleinen Geschichten dargestellt. Das ist einfach die Religion die ich am meisten nachvollziehen kann.
Aber unbedingt brauchen tue ich Religion nicht. :)
  03.03.2005, 17:05
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@Exterminas
Was die Steinigung, Verbrennung und den Umgang mit Frauen angeht, hast du das so aus der Bibel interpretiert?

Ich meinte nicht das Glauben und Wissen das selbe sind. Ich meinte nur, das man wohl sein Leben nach einer bestimmten Ideologie richtet, die jeder für sich definiert. Es war halt ein schlechtes Beispiel.

Buddismus, Taoismus, Induismus und der Islam, natürlich noch andere die ich jetzt nicht kenne und vom Judentum und Christentum weiss ich es nicht, haben als Ziel das Lösen vom materiellen und die Erkennung des Geistes. Ich kann gut verstehen das DEG den Christentum als habgierige Bande versteht, aber ich denke nicht das die Kassierung der Kirchensteuer vom Christentum kommt, also von der Bibel sondern vom Menschen der die Religion ausnutzt um an Geld und Macht zukommen.

Die Religion wird einmal definiert und bleibt konstant. Nur der Mensch interpretiert diese Definition, zu seinen eigenen Gunsten, falsch oder besser gesagt anders.

Im Islam z.B. ist die Steinigung strengstens verboten, dennoch findet sie heute im Namen Gottes statt.

Wenn man auf die Religion, egal welche, hören würde, dann wären alle Menschen gleichgestellt und es würde keine Reichen und Armen geben, sondern nur die Mittelklasse. Da es aber Menschen gibt, die egoistisch sind und sich über andere erheben wollen, ändern sie die Religion.

Man oh man, ich weiss gar net mehr was ich eigentlich damit sagen will.
  03.03.2005, 17:08
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