Ich sehe Buddhismus eher als Lebensform anstatt als Religion. Der Dalai Lama sagte einst, "Wenn die Wissenschaft etwas am buddhistischen Glauben als falsch erkennt - so muss sich der Buddhismus ändern, nicht die Wissenschaft".
Ein großer Unterschied zu den meisten anderen Weltreligionen, weshalb ich als eigentlicher Atheist mir sogar vorstellen könnte, dem buddhistischen Weltbild zu folgen. Ich stützte mich vollkommen auf Erwiesenes, und die Wissenschaft weiß:
Vor dem Urknall gab es ein anderes Universum. Das unsrige wird auch eines Tages sich zusammenziehen und sterben und es gibt erneut einen Urknall, erneut ein neues Universum und so weiter und so fort.
Die Frage, ob etwas davor war, lässt sich einfach mit NEIN beantworten - wer soll dann dieses Wesen, so einen Gott erst erschaffen haben?
Es gab nie eine Zeit ohne Universum und es wird nie eine ohne geben, denn ohne das Universum existiert auch keine Zeit. Beide gibt es nur deswegen, weil es sie geben kann. Klingt sehr schwachsinnig, ist aber so

Sogesehen haben die Buddhisten schon irgendwie recht mit der Reinkarnation. Letztendlich sind wir alle aus Sternenstaub - wenn man stirbt, wird man mit der Zeit wieder sich mit dem Erdreich vermischen, auf den Überresten eines Leichnahms wachsen Felder für die Brotproduktion, diese Brote essen Neugeborene - das Universum ist, genau wie die Zeit, nicht linear, sondern rund, es gibt kein Ende und kein Anfang. Alles wiederholt sich, wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise (Multiversums-Theorie).
Ich finde diesen Gedanken weitaus angenehmer, für eine sehr kurze Zeitspanne die Erde zu bewohnen, um danach wieder mit ihr und dem Universum eins zu werden, als mein Leben lang auf den Knien um Vergebung für meine Sünden zu bitten, um am Ende die Ewigkeit im Himmel zu verbringen...
"Die Ewigkeit dauert lang - vorallen dem Ende entgegen" - Woody Allen.