Historisch ist Freiheit einfach die Abwesenheit von Unfreiheit, also der Sklaverei oder Leibeigenschaft.
Entsprechend wäre Freiheit, die freie Wahl des Wohnortes und der Arbeit, vor allem aber die Abwesenheit von Unfreiheit.
In der Aufklärung wurde der Begriff zunehmend bedeutender.
Locke, Voltaire, Mill, Hobbes, Kant, etc. - all sie haben sich Gedanken gemacht.
Auch im Zusammenhang mit der frz. Revolution wurde der Begriff sehr wichtig.
Mit der Aufklärung begann die moderne Freiheit, was Kant wohl auch zu diesem Zitat verleitet hat:
„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“
Heute unterscheiden wir ja physische und psychische Freiheit.
Was ist Freiheit für mich?
Selbstbestimmung, rel. Unabhängikeit...
Da ich keine körperliche Unfreiheit zu beklagen habe, kann ich nur für geistige Freiheit sprechen.
Doch sind wir frei im Geist?
Ist es nicht vielmehr so, dass wir durch die Sozialisation, durch unser Umfeld geprägt werden und so auch ein Stück unfrei?