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Thema: Sarfenon [Vollendet, Überarbeitete Version als PDF verfügbar]  (Gelesen 92339 mal)

  • Skelett-Krieger
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Mhh, was heißt das?  :ugly:

Soll ichs fertigschreiben udn dann die besten sachen posten?

Ist es gut?

Soll ich euch draus vorlesen?  :)
  12.06.2005, 16:35
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  • Speerträger
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Mach ein Hörbuch draus und stells frei... Nein, schreibs lieber ersteinmal fertig und lass dir ruhig Zeit.
  12.06.2005, 16:54
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  • Skelett-Krieger
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Und dan sollen wir alles am stück lesen? soviel Zeit hab ich nicht...
Kommt auf die dunkle Seite der Macht! Wir haben Kekse!
  12.06.2005, 18:42
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  • Skelett-Krieger
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Ein beständiges Murmeln erfüllte den Ratssaal, hier kamen die ältesten und weisesten des Ordens zusammen um sich zu beraten. Der Raum war rund und sehr hoch, in der Wand waren in regelmäßigen Abständen Nischen mit Balkonen eingelassen, dort standen die Ältesten. „Ich sage euch meine Brüder, wir dürfen nicht die Hände in den Schoß legen und warten wie das Lamm auf den Schlachter!“ rief einer der greisen Männer und schlug zur Verdeutlichung mit der Faust auf die Marmorbalustrade vor ihm. „Was können wir schon tun? Die Ausmaße von Dunkelhands Macht sind uns nicht bekannt, er könnte uns alle hinwegfegen wie Blätter im Wind!“ Warf ein anderer ein, was verärgertes Gemurmel zu folge hatte. „Brüder!“ rief Bruder Reloz von seiner Kanzel aus. „Streit ist es nicht was wir nun brauchen, wir sollten uns lösen von den Mythen und Märchen, die diesen Mann umranken und die Wahrheit herausfinden! Wir müssen einen Weg finden Dunkelhands Macht auszuloten, darum schlage ich vor zu warten, warten bis er sich offenbart und dann einen Schlag gegen ihn zu führen, dann wissen wir woran wir sind.“ Aus der obersten Kanzel erklang ein keuchendes Lachen, Reloz zuckte zusammen und blickte nach oben. „Großmeister, ihr wohnt uns heute bei?“ Wie Reloz diesen Mann hasste, würde dieser alte Narr doch endlich den Löffel abgeben und ihm Platz machen um Großmeister zu werden… „Ja, dass tue ich.“ Ein dürrer Mann, gekleidet in dieselbe weiße Robe wie alle anderen Diener des Lichtes, doch trug er eine schwere, goldene Kette um den Hals, ein Sonnensymbol aus massivem Gold hing daran. Hinter dem Großmeister standen zwei Akolythen, die ihm beim gehen halfen. „Ich befasste mich eingehend mit Dunkelhands Geschichte, lange bevor er zurückkehrte und ich entwickelte einen Plan um“ Ein schleimiges Husten unterbrach den alten Mann. „Ihn einzukerkern, sein Hass ist grenzenlos, damit auch seine Macht, Emotionen sind ihm völlig fremd, er würde alles opfern um sein Ziel zu erreichen, ein Kampf kommt also nicht in Frage.“ „Wie sieht euer Plan dann aus Großmeister?“ Der alte Mann grinste schief. „Wir werden ihn in die Welt der Dämonen, die Sphäre des Feuers verbannen, dort wird er eingekerkert sein, bis ihn sein Hass schließlich verzehrt.“ Aufgeregte Rufe erklangen in der Ratskammer. „Wie sollen wir das tun?“ übertönte Reloz die anderen Rufe. „Es wäre eine ungeheure Macht notwendig einen Spalt in die Welten zu reisen, und selbst wenn wir das könnten wären wir nicht im Stande ihn wieder zu schließen.“ Erneut hustete der Großmeister, als er sich aufrichtete zierte ein breites Grinsen sein Gesicht, seine Augen funkelten. „Wir alle kennen einen Gegenstand, der im Stande ist solche Macht zu entfesseln, wir alle wissen was geschah, als er das letzte Mal aktiviert wurde, lasst uns den Kristall von Um’Agal suchen, er wird mächtig genug sein um Dunkelhand einzusperren…“ „Das ist Wahnsinn!“ rief Reloz zornig und schlug so fest auf die Brüstung vor ihm, dass seine Hand schmerzte. „Der Stein ist nicht von dieser Welt, er sollte gar nicht hier sein, es ist gut, dass er verschwunden ist nachdem er das letzte Mal aktiv war!“ Die Augen des Großmeisters verengten sich voller Zorn. „Siehst ihr einen anderen Weg? Dann nenne ihn, Bruder Reloz!“ Bruder Reloz sackte zusammen. „Und ihr Bruder Reloz, werdet die Expedition leiten, die aufbrechen wird um den Kristall zu finden.“
  13.06.2005, 19:50
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  • Skelett-Krieger
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Ein kleinwenig Feedback wäre nützlich ;)

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5. Hass

Elmidra starrte mit ausdruckslosen Augen in den bewölkten Himmel, ihr ganzer Körper war verschmutzt und zerschunden, eine Nacht voller Schmerz und Gräuel lag hinter ihr. Um sie herum lagen die stinkenden Männer, die all das getan hatten, sie schliefen noch tief. „Na, war die Nacht unterhaltsam für dich.“ Jemand beugte sich über sie, seine Augen leuchteten wie gelbes Feuer, sein Haar war ebenso vergilbt und ausgebleicht wie seine Haut. Der Mann griff hinab und zog sie scheinbar mühelos hoch. „Was empfindest du?“ flüsterte er ihr ins Ohr, um die Männer nicht zu wecken. „Schmerz…“ entgegnete Elmidra tonlos, ja, Schmerz was alles, was sie momentan fühlte, Schmerz über den Verlust ihrer Eltern, der Schmerz der letzten Nacht und der Schmerz der Hilflosigkeit. Der Mann nickte zufrieden. „Und nun, was würdest du tun, gäbe ich dir Macht? Macht zu tun und zu lassen was du willst, zu richten wen du willst, zu beherrschen wer unbeugsam ist?“ Ein Zittern lief durch Elmidras Körper, ein einzelner Gedanke stieg aus dem Ozean des Schmerzes hervor. „Ich würde sie töten…“ Der Mann lächelte. „Dann tu was du dir wünschst, du hast die Macht dazu, fühle den Schmerz, fühle den Hass.“ Ein Ruck lief durch Elmidras steifen Körper, wie in Trance hob sie eine Hand, die Männer vor ihr wanden sich unruhig. Plötzlich zuckten sie zusammen, schrieen und krallten sich die Hände vor die Brust, plötzlich erklangen dumpfe Geräusche aus den Brustkörpern eines Jeden und sie sanken tot zusammen. Elmidra zuckte zusammen und fiel beinahe in Ohnmacht, doch der Mann fing sie auf. „Sehr gut, wirklich ausgezeichnet, du bist begabt Mädchen, Herzen platzen zu lassen ist ein Kunststück, das eigentlich erst später erlernt wird.“ „Wa? Was habe ich getan? Ich habe sie getötet! Ich…“ Der Mann lächelte sie kalt an. „Sieh in meine Augen und sag mir was du siehst.“ Elmidra blickte verwirrt in die gelben Augen des Mannes, was wollte sie dort sehen? Sie sah sich selbst, übel zugerichtet, ihre Augen leuchteten gelb wie die des Mannes, doch verblasste das Gelb bereits wieder. Der Mann nickte gönnerhaft. „Mein Name ist Aldun Dunkelhand, für dich Meister Dunkelhand.“ Dunkelhand hoch sie mühelos hoch und trug sie hinein in die Festung. „Du wirst lernen die Dunkelheit zu beherrschen, es ist deine Bestimmung, ich bin der Einzige, der dich lehren kann, die Marshadar benutzen Magie auf eine andere Weise, sie könnten dich nicht unterweisen. Und wenn du nicht ausgebildet wirst, wirst du sterben.“ Elmira betrachtete den Mann, der sie trug, er war gut aussehend, doch war er gehüllt in eine Aura der Kälte, seine Gesichtszüge waren hart wie Fels, seine Augen stechend wie glühende Eisen, dieser Mann hatte zweifellos nie geliebt, sich gefreut oder auch nur aus vollem Herzen gelacht. Dunkelhand trug sie eine Wendeltreppe hinab, sie kannte diesen Tunnel, er führte in die Bäder. „Was tun wir?“ flüsterte sie, sie fühlte sich kraftlos, ihr Körper war ein Wrack. „Du musst etwas vollziehen, dass wir den Initiationsritus nennen, aber nun schweige, ich habe dich nicht aufgefordert zu sprechen.“ Schließlich trat Dunkelhand eine Türe auf und trat in den Felsenraum, hier, tief unter der Festung hatte man eine heiße Quelle gefunden und diese Höhle ausgehoben um sie als Bad zu nutzen. Dunkelhand musste sich bücken um nicht an die Decke zu stoßen, vor ihnen war ein kreisrundes Becken im Boden, es durchmaß zwei Schritt und war gefüllt mit einer roten Flüssigkeit, dass heiße Wasser war verschwunden. „Blut!“ hauchte Elmidra, der Geruch wie von heißem Blech war unverkennbar. „Ja, Blut.“ Sagte Dunkelhand trocken und watete in das Becken, Elmidra versuchte sich zu wehren, doch die Hände dieses Mannes hielten sie fest wie Schraubzwingen. „Meister und Schüler, vereint im Blute, Geboren um zu sterben, wiedergeboren aus dem Blut, verbunden bis in alle Ewigkeit.“ Rezitierte Dunkelhand monoton und tauchte Elmidra in das noch warme Blut. Sie schrei, doch da füllte sich ihr Mund mit Blut, floss in ihre Lungen, füllte ihren Körper, Dunkelhands Hände hielten sie fest, bis ihr schwarz vor Augen wurde.

Elmidras Geist floss durch die Schwärze, Schmerz umfing sie, Bilder zogen durch ihre Geist, Schlachten, Mord und Tod überall. Sie saß auf einem Pferd, ein schwarzes Kriegsross, vor ihr ragten weiße Mauern auf, Rauch stieg von jenseits der Mauern auf, Raben kreisten über der Stadt. Fahle Wesen standen rechts und links von ihr. „Los! Stürmt die Stadt, lasst Niemanden am Leben, schleift die Mauern und brennt den Rest nieder!“ hörte sie sich selbst rufen, doch war es nicht ihre Stimme. Die schwarzen Horden setzten sich in Bewegung, verzehrten die Stadt in einem Feuersturm.

Sie schritt durch einen hohen Gang, alles bestand aus Marmor, Feuerschalen erhellten den Gang. Blut bedeckte den Boden, sie trug eine weite, wallende, schwarze Robe. Am anderen Ende des Ganges ragte ein hohes Portal auf, ein einzelner, alter Mann stand davor. „Aldun, was tust du? Was ist in dich gefahren? Noch ist es nicht zu spät, kehre zurück ins Licht und man wird dir vergeben.“ Elmidra grunzte verächtlich. „Törichter Narr, wahre Macht bietet nur die Dunkelheit, fühle nun meine Macht!“ Elmidra fühlte wie Hass sie durchflutete, in ihr brannte wie ein Feuersturm, sie musste ihn von sich weglenken oder er würde sie vernichten, also lenkte sie ihn auf den Mann. „Aldun, Nein!“ rief der und schleuderte seinerseits etwas, dass aussah wie flüssiges Gold, es traf die schwarze Lanze des Hasses und rang mit ihr. „Du bist schwach, Alter Mann!“ rief Elmidra gepresst, der Hass wuchs ins unendliche und mit ihm ihre Macht. Mit einem Donnerschlag riss es den Mann von den Füssen, noch bevor er auf der Türe aufschlug ging er in Flammen auf und verbrannte zu bloßer Asche. „Niemand kann mich aufhalten…“ sagte Elmidra verächtlich.

„Fühlst du den Schmerz?“ „Ja…“ antwortete Elmidra, die Stimme, die sprach klang wie altes Pergament, wie ein Todesröcheln. „Ergreife den Schmerz, konzentriere dich auf ihn, bis er zu Hass wird. Fühlst du den Hass?“ „Ja…“ „Öffne dich dem Hass, lass ihn dich erfüllen, deinen Geist fluten.“ Elmidra schlug die Augen auf, Schwärze umgab sie, zwei fahle, gelbe Augen blickten auf sie herab. „Erhebe dich Aldun Dunkelhand, erfülle dein Schicksal!“

Nach Luft schnappend fuhr Elmidra hoch, durchstieß die rote Oberfläche und würgte Blut hervor. Dunkelhand blickte auf sie herab und lächelte amüsiert. „Gestorben um zurückzukehren, geboren von des Meisters Hand ist nun der Schüler bereit im Dienst der Dunkelheit zurückzukehren.“ Zitternde kämpfe Elmidra sich auf die Füße und stand bis zur Hüfte vor Dunkelhand im Blut. „Was war das?“ Dunkelhand lächelte, holte aus und verpasste ihr eine schallende Ohrfeige. „Meister Dunkelhand!“ Elmidra hielt sich die Wange. „V…vergebt mir Meister, was war das?“ „Du bist gestorben, gestorben im Blute der Diener des Lichtes, dass Licht half dir nicht dem Tode zu entrinnen, doch ich holte dich mit der Macht der Dunkelheit zurück in ein neues, besseres Leben, du wirst einige Zeit lang Beschwerden haben während dein Körper,“ Dunkelhand machte eine Geste, mit der er auf seinen Körper deutete. „gewisse Wandlungen durchmacht.“ „Was war das? Ich habe Bilder gesehen.“ Dunkelhands gelbe Augen verengen sich zu Schlitzen. „Alte Dinge, Dinge, die du vergessen solltest, eines jedoch solltest du wissen, ich bin dein Meister, deine Seele und dein Körper sind an meinen Willen gebunden, erhebe deine Hand gegen mich und du wirst grenzenloses Leid erfahren.“ Der Mann setzte sie langsam auf die Füße, zwar war sie noch etwas wackelig auf den Beinen, doch waren ihre äußeren Wunden verschwunden, die inneren brannten noch stärker als zuvor. Neben der Türe erblickte sie nun einen der fahlen Männer, die sie in der Nacht auf dem Hof gesehen hatte, eine Kapuze und ein Mundtuch hingen lose um seinen Hals. „Kleide sie ein, wie ich es dir auftrug, tue ihr nichts und folge ihren Anweisungen, solange sie sich nicht gegen uns richten.“ Dunkelhand gab Elmidra einen unsanften Stoß und sie wankte aus dem Blutbassin auf den Marshadar zu. Der Fahle lächelte gönnerhaft. „Komm mein Kind.“ Sein Gesicht war unglaublich hässlich, er hatte keine Nase, sondern zwei Nüstern, sein Schädel war kahl, seine Augen gelb wie die Dunkelhands. Der Marshadar drängte sie aus der Kammer und schloss die Türe hinter ihnen.
  14.06.2005, 20:34
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das ist ja alles gut und schön aber du könntest mal weiter erzählen  :D
Kommt auf die dunkle Seite der Macht! Wir haben Kekse!
  17.06.2005, 14:05
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Ich empfehle Dir zur ergänzenden Lektüre dringend TAD WILLIAMS und speziell die DRACHENBEINTHRON-CHRONIK von ihm (Fischer Taschenbuch-Verlag). In der nächsten Woche lese ich mir hier Deine Fingerübungen mal durch  ;) Ich schreibe auch schon seit langer Zeit, vielleicht werde ich, bei Interesse, auch mal etwas releasen. *g*
Aber erst kommt die Bugliste von Kallrevens Mod dran :-)
  17.06.2005, 16:14
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„Habt ihr alles so vorbereitet wie ich es wollte?“ Aldun schloss die Türe zum Baderaum hinter sich, die beiden anderen Marshadar standen im Gang. „Ja Meister, die Toten wurden enthauptet, bis auf den Hauptmann, ihn ließen wir so wie ihr ihn zurückließt.“ Aldun nickte und ging mit den beiden Dunklen hinauf in den Hof.
Im Zentrum des beschmutzen Platzes stand ein alter Planwagen, die Männer Lord Methars schlichteten die Köpfe der Toten hinein, Aldun ignorierte das Schauspiel und wandte sich der Leiche des Hauptmannes zu. Die blauen Augen des Mannes blickten ins Leere, dass graue Haar, dass unter dem Plattenhelm hervorquoll war blutgetränkt. Aldun legte zwei seiner fahlen, dürren Finger auf die Stirn des Toten. „Quor esstar Mortanum Al’Ashkera redvare red Marterun!“ murmelte der Schwarzmagier leise und kratzte mit dem Nagel seines Zeigefingers eine schlichte Rune in das Fleisch des Gefallenen. „Erhebe dich mein Diener, dein Meister ruft dich von Jenseits der Barriere!“ Aldun erhob sich lächelnd, ein Zucken durchlief den toten Körper, in die Augen de Mannes trat ein blasses, gelbes Glühen. „Erhebe dich!“ forderte Aldun erneut. Mit plumpen Bewegungen rappelte sich der Mann hoch. „Meister.“ Grunzte der Untote schnaufend. „Siehst du diesen Wagen?“ Der Zombie nickte zögernd. „Du wirst ihn nehmen und mit ihm in die Stadt des Mondes“ Aldun verzog sein Gesicht als hätte er in einen fauligen Apfel gebissen. „fahren, dort wirst du den größten Platz aufsuchen, den du finden kannst und die Plane lüften, dann tötest du wen immer du siehst.“ Erneutes Nicken, zögernd schlürfte die Hülle des Hauptmannes zum inzwischen fertig belanden Karren, schwang sich auf den Kutschbock und ließ die Pferde lostraben. Die Marshadar und ihr Meister sahen dem Karren nach, bis er in der Nacht verschwand. „Wie lange wird es dauern bis er ankommt?“ fragte Dunkelhand. „Etwa zwei Wochen, Meister.“ Aldun nickte, „Also genug…“ murmelte er. „Wir bleiben vorerst hier, bis meine Botschaft in der Hauptstadt eintrifft werde ich mich der Ausbildung meiner Schülerin widmen.“

Elmidra blickte sich nervös im Raum um, dies war einst das Arbeitszimmer ihres Vaters gewesen, aber der war nun tot. Sie erschrak davor wie wenig sie der Verlust ihrer Familie berührte. Gleichgültig betrachtete sie das Gewand, in das der Marshadar sie gesteckt hatte, es war eine schlichte, schwarze Robe, wie Dunkelhand und die Marshadar sie trugen. Sie fuhr aus ihren Gedanken auf, als die Türe hinter ihr aufflog und Dunkelhand hereinstürmte, sein Gesicht war wie immer angespannt. „Es gibt vieles was du lernen musst.“ Eröffnete der Schwarzmagier und sank gegenüber Elmidras in einen hohen Lehnstuhl. „Der Quell unserer Macht, unserer Magie ist der Hass, hasse wann du willst und wen du willst, dann wird deine Macht wachsen. Und wenn du genug Hass in dir hast wir die Flamme zu brennen beginnen, sie wird um deine Seele züngeln in der Gier danach sie zu verzehren, doch du hast die Gabe, du bist geschützt.“ Elmidra war noch immer nicht ganz klar, wie sie sich verhalten sollte, von diesem Mann hatte man ihr erzählt um sie zu ängstigen, doch war er in diesen Geschichten immer gestorben. „Wenn du dann über Magie verfügst wirst du im Stande sein sie in drei Weisen zu nutzen.“ Dunkelhand erhob sich und holte aus einer Ecke des Raumes eine Kiste mit Luftlöchern, stellte sie auf dem Schreibtisch ab und öffnete sie. „Die Verderbnis, die Macht dem Schatten Form zu verleihen.“ Ihr Meister machte eine beiläufige Bewegung und eine klauenbewehrte Hand materialisierte sich in der Luft, sie schien aus schwarzem Nebel zu bestehen und schimmerte ölig. Die Hand fuhr in die Kiste und zog einen Hasen hervor. „Und Leben zu verzehren.“ Plötzlich strampelte der Hase und wand sich im Todeskampf, von Innen her begann das Tier zu verfaulen und hing schließlich grau und tot in der Hand. Elmidra hielt sich die Nase zu, der Geruch faulen Fleisches füllte den Raum. „Die Nekromantie, die Macht Leben zu erschaffen.“ Plötzlich begann der Hase wieder zu zucken, wand sich im Griff der Hand, seine kleinen‚ Augen glühten leicht gelb. Elmidra war schlecht vom Gestank, es stank nach Tod, verbranntem Fleisch und Fäulnis, Dunkelhand stand unberührt da. „Meister? Ich habe eine Frage.“ Dunkelhand hob eine Braue. „Ja?“ Elmidra richtete sich auf, strich sich etwas Haar aus der Stirn und blickte Dunkelhand in die gelben Augen. „Was seid ihr?“ Dunkelhands bleiche Lippen verzogen sich zu einem Lächeln. „Nun ich denke etwas meiner Lebensgeschichte kann ich dir erzählen. Einst war ich ein Mensch, ein Mensch wie du, auch ich hatte die Gabe und wurde von einem Meister der dunklen Magie entdeckt, er bildete mich aus. Als er mich alles gelehrt hatte sichte ich nach Wegen meine Macht noch zu vergrößern, ich begann die Natur der Magie zu erforschen und stellte fest, dass eine Seele zu besitzen dabei nur ein Hindernis ist. So entwickelte ich einen Weg meine Seele Teil des großen, ganzen werden zu lassen, meine Seele verschwand im Ozean der Finsternis. Mein Geist war von da an mit dem Schatten verbunden, ich bin im Stande eine schier grenzenlose Menge an Schattenmacht zu lenken. Mein Körper jedoch wurde ganz und gar vom Schatten erfüllt, verändert meiner neuen Macht gerecht zu werden, er ist mächtiger als ein menschlicher es je sein könnte.“ Elmidra war überrascht, dass hatte sie nicht erwartet, ein Mensch also…
  18.06.2005, 18:52
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    • Dunkle Bruderschaft
SO bin nun auch mal wieder dazu gekommen zum Lesen! Und ich muss sagen:
Exterminas, :respekt:
Die Geschichte ist wirklich gut! Bin mal gespannt wie lang du noch Gefallen daran findest die hier herein zu posten! ;)
Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.
-> "Tränen der Sonne" <-

Wahnsinn ist nur eine unterschätzte Form der Kreativität.
  19.06.2005, 12:56
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6. Visionen

Am einen Ende der runden Kammer standen sieben Lehnstühle, gefertigt aus dem gleichen Material wie die Wände und der Boden. Es schien eine Art Marmor zu sein, doch zogen sich schwarze Linien in Spiralen, wie Wurzeln über die Oberfläche. Auf den Stühlen saßen vier Männer und drei Frauen, sie alle trugen unterschiedliche Kleider. Da war ein Mann in einer schwarzen Robe, mit einem strengen Gesicht, eine Frau in einem weißen Seidenkleid und mit gütigem Blick, diese beiden saßen ganz außen an dem Halbrund, dass die Stühle bildeten. Zwischen den beiden saßen einer, der trug die Tracht eines Schmiedes, eine andere ein tief ausgeschnittenes Kleid aus rotem Samt, ein Mann saß dort gekleidet in schwarzen Samt, dass Gesicht verborgen mit einem schwarzen Schal, ein Mann gekleidet in eine azurblaue Tunika und eine Frau in einem Kleid aus grünen Ranken, Blumen wuchsen in ihrem Haar. Ein Mann stand im Zentrum des Raumes, er trug eine prächtige Plattenrüstung, gefertigt aus poliertem Stahl, ein schwarzer Umhang mit goldenem Saum hing von seinen Schultern bis zu den Füßen, sein Haar war blond und lang, reichte ihm bis zur Hüfte und war zu einem Pferdeschwanz gebunden. „Berichtet uns was ihr zu sagen habt Ar’Aramesh, vergesst nicht vor wem ihr hier steht.“ Der Mann deutete eine Verbeugung an und begann dann mit harter Stimme zu sprechen. „Ich habe nun, eine Entdeckung gemacht, eine außerordentliche Entdeckung, zwischen den Phasen unserer Welt gibt es nun, Hohlräume, diese sind gefüllt mit Energie, große Mengen an Energie, wenn es uns möglich wäre diese Macht anzuzapfen könnten wir die Welt verändern.“ Unruhe erfasste die Sieben. „Seid ihr im Stande diese Macht anzuzapfen?“ fragte der Mann in der Schwarzen Robe scharf. „Darum komme ich zu euch, ihr habt genug Macht ein Loch in die Sphären zu reißen, helft mir und wir können die Welt verändern!“ Zur Verdeutlichung hob der Mann seine Faust und blickte funkelnd in die Reihen. „Ja, verändern, fragt sich ob wir gutes mit der Macht tun würden, vielleicht würden wir die Welt ins Unglück stürzen.“ Meinte die Frau in der weißen Robe trocken. Der Mann in der Rüstung funkelte sie an. „Das ist unmöglich, ich habe alles genau durchdacht, es berechnet und die Stärke der Wand zwischen den Spähern ausgelotet, alles was mir noch fehlt ist eure Hilfe.“ Die Frau in dem Blätterkleid blickte Ar’Aramesh nachdenklich an. „Es gibt Dinge, diese zu berühren wir kein Recht haben, die Welten gehören dazu, dass müsst ihr lernen Ar’Aramesh, mein Rat an euch, lasst dieses Wissen unangetastet, es ist zu gefährlich.“ Zornig ballte der Mann seine gepanzerten Hände zu Fäusten. „Es ruhen lassen? Das ist mein Lebenswerk! Ihr wisst nicht wie es ist tagtäglich der Gewissheit gegenüber zu treten, dass der eigene Tod nur eine Frage der Zeit ist! Aber vielleicht wisst ihr es ja doch…“ Der Mann lächelte grimmig. „Wenn sich eure Gläubigen abwenden, wenn sie aufhören euch zu verehren, an euch zu glauben, dann werdet auch ihr sterben, mit der Macht aus den Hohlräumen könntet ihr ewig existieren, auch ohne Gläubige.“ Der Rat der Götter blickte auf den Mann, der vor ihnen stand, ein Sterblicher, nicht mehr und doch konnte er ihnen geben was sie am meisten begehrten.

Der Mann, den sie Ar’Aramesh genannt hatten stand an einem Podest, aus dem vielfarbige Kristalle ragten, vor ihm in einer Höhe von gut zwanzig Schritt schwebte ein rotierendes Hexagon, zwei Ringe drehten sich darum. Am Boden des Raumes standen die sieben Götter, sie bildeten einen Kreis um das schwebende Gebildet und blickten es konzentriert an. „Ich werde nun die Matrix des Fokus ausdehnen, haltet euch bereit!“ rief Ar’Aramesh und begann einige der Kristalle zu drehen und zu verschieben. Ein tiefer Brummton erfüllte die hohe Kammer, die Ringe rotierten schneller und schneller. „Es funktioniert!“ rief der Mann, die Götter jedoch blickten konzentriert auf die schwebenden Körper. Aus dem Hexagon floss ein Rinnsal silberner Flüssigkeit hervor, floss zu Boden und gerann dort zu einem etwa einem Fuß hohen Kristall, er leuchtete leicht orange. „Es funktioniert!“ rief Ar’Aramesh erneut voller Inbrunst. Plötzlich explodierten die Ringe in einem gewaltigen Feuersturm, Trümmer rissen klaffende Löcher in die weißen Wände des Raumes, donnernd stürzte das Hexagon zu Boden, Rauch hüllte den ganzen Raum ein. Ar’Aramesh stand wie gelähmt hinter seinem Podest und wurde vom Rauch verschlungen.

Arithan fuhr hoch. Schnaufend wischte er sich den Schweiß aus dem Gesicht. Was war das gewesen? Ein seltsamer Traum, Götter. Amüsiert lachte der König in sich hinein, jedes Kind wusste, dass es keine Götter mehr gab, sie waren alle... Der König erbleichte in der Dunkelheit seines Gemaches. Hastig schwang sich der König aus seinem Bett und stürmte zur Türe. „Lasst mein Pferd satteln und schickt Boten zum Ordenshaus der Diener, ich muss eine Unterredung mit dem Großmeister und Meister Reloz halten!“  Die Wächter, die die Türe zum Gemach des Königs bewachten nickten verdutzt und eilten davon. Der König eilte ins Gemach zurück und kleidete sich hastig an.

„Und ihr sag der Name dieses Mannes war Ar’Aramesh?“ Der Großmeister saß in einem hohen Lehnstuhl, rechts von ihm stand der noch müde wirkende Reloz. Gegenüber den beiden alten Männern saß der König in einem weiteren Stuhl, sie befanden sich in einem schlicht gehaltenen Speisesaal, der zu dieser späten Stunde verlassen war, dass einzige Licht wurde vom heruntergebrannten Feuer gespendet. „Ja, Ar’Aramesh, und ich sah wie die Götter starben, es war die Schuld dieses Mannes, e“ Der Großmeister unterbrach den König mit einer harschen Geste. „Ja, dass wissen wir, ihr wisst bereits viel zu viele der Geheimnisse unseres Ordens, also sollt ihr auch dieses erfahren. Wir wissen nicht wie lange es her ist, tausende Jahre, da gab es noch Götter in unserer Welt, es waren sieben. Die Welt sah zu jener Zeit noch anders aus, niemand musste hungern, es gab keinen Krieg, die Macht der Götter erleichterte vieles, große, arkane Macht war damals im Gebrauch. Schließlich streckten einige der Menschen ihre Hände nach größerem aus, sie versuchten zu den Sternen zu reisen, die Tiefen des Ozeans zu entdecken. Einer dieser Menschen war der Mann, von dem nur noch der Nachname überliefert ist, sein Name war Ar’Aramesh, er durchbrach die Grenzen der sichtbaren Welt und stieß in den Raum dahinter vor.“ Arithans Mund stand leicht offen. “Was ist jenseits der sichtbaren Welt?“ Die Großmeister quittierte die Unterbrechung mit einem ärgerlichen Blick. „Wir wissen es nicht genau, doch muss es etwas sehr bösartiges sein, um das Loch, dass Ar’Aramesh geschlagen hatte veränderte sich die Welt, wurde verzerrt. Wurde zu dem Land, dass wir die verfaulte Kluft nennen. Einige Theorien besagen, dass es erst ab diesem Ereignis Böses in der Welt gab, dass dieser eine Mann es war, der verantwortlich ist für alles Leid, für alle Kriege. Den Kristall, den ihr gesehen hab nennen wir den Kristall von Um’Agal, er ist ein Objekt von großer Macht und verschollen seid jenen Tagen.“  Der König nickte ruhig. „Was könnten diese Visionen bedeuten?“ Der Großmeister warf Reloz einen fragenden Blick zu bevor er weiter sprach. „Wir wissen es nicht, eine Erschütterung scheint durch das feine Netz der Magie, dass die Welt bedeckt, gelaufen zu sein. Sorgt euch nicht um Träume mein König, sie können euch nichts tun, eure Aufgabe ist es das Volk bei Laune zu halten, überlasst uns diese Probleme.“ Der König betrachtete die beiden alten Männer zornig. „Ich soll einfach die Hände in den Schoß legen während alles, was meine Ahnen aufgebaut haben um mich herum zerbricht?“ Der Großmeister hustete keuchend und wollte zu einer Erwiderung ansetzen, da stürmte ein Jüngling die den Saal. Schnaufend viel er auf die Knie. „Vergebt mir hohe Herren, es ist schrecklich, ein Mann kam in die Stadt, er hat ein Duzend Menschen getötet bevor ihn die Wächter festsetzen konnten, er hatte einen Karren dabei, der.“ Dem Jungen versagte die Stimme. „Führe mich zu dem Mann!“ rief der König und eilte dem Jungen nach hinaus aus dem Saal, die beiden alten Männer blieben zurück

„Das Licht steh uns bei…“ flüsterte der König, als er den Platz betrat. Fleischfetzen bedeckten das Pflaster des Platzes, ein verdeckter Planwagen stand auf dem Platz, zehn der Stadtwächter, gekleidet in Kettenrüstungen bewachten einen Mann, der mit dicken Stahlketten gefesselt war. „Was ist hier geschehen?“ rief der König zornig und eilte zu dem Gefesselten. „Nicht mein König!“ sagte einer der Männer und hielt den König am Arm fest. „Lasst mich los Mann! Wisst ihr nicht wer vor euch steht?“ Der Wächter verbeugte sich. „Vergebt mir mein Lord, doch dieser Mann hat dies hier angerichtet, er tötete vier unserer Männer bevor wir ihn überwältigen konnten, er hat  Bärenkräfte!“ Hasserfüllt blickte der König auf den zusammengesunkenen Mann, er trug einen verdreckten Plattenpanzer und sah auch sonst aus als hätte er seid Monaten nicht mehr gebadet. „Wer seid ihr?“ fragte der König gefasst. Keine Antwort. „Antworte!“ voller Zorn schlug der König dem Mann ins Gesicht. Ein matschiges Geräusch erklang, als die Faust des Königs das Gesicht des Mannes traf, eine Delle war im Fleisch zurückgeblieben und lief grau an, Maden fraßen sich nach außen. „Licht!“ Fluchte der König, da lief ein Zittern durch den Mann, in die bis dahin geschlossenen Augen öffneten sich langsam, die Pupillen glühten gelb. Ein keuchendes Lachen kroch aus der Brust des Untoten. „So, ihr seid also der Erbe Arkions, ihr besitzt nicht ein Hundertstel seiner Ausstrahlung.“ Sagte der Mann ruhig, seine stimme klang seltsam polyphon, als sprächen zwei Menschen. Ein Brocken faulenden Fleisches löste sich von der Wange des Untoten, als er sich au die Beine kämpfte, die Wächter zogen ihre Schwerter. Fauliger Gestank schlug Arithan ins Gesicht, als er dem Schattenwesen Auge in Auge gegenüber stand. „Wer seid ihr?“ fragte der König beherrscht, der Untote lächelte schief, faulende Zähne kamen zum Vorschein. „Wollt ihr das wirklich wissen kleiner König? Könnt ihr die Wahrheit ertragen? Können sie diese Männer ertragen? Die Wahrheit ist gefährlich wie ein Waldbrand, breitet sich aus, die Lüge ist zahm wie ein See.“ „Ich habe keine Geheimnisse vor meinem Volk!“ rief der König laut, die Wächter und die Passanten, die sich mittlerweile auf dem Platz eingefunden hatten brachen in Jubel aus. „Narren!“ rief der Untote geifernd. „Dann sollt ihr die Wahrheit haben, höret Menschen Lunamnears, hier sprich Aldun Dunkelhand, ich werde kommen und euch vernichten, niemand wird Gnade erfahren! Seht in den Wagen, ich habe euch ein kleines Geschenk durch diese Hülle überbringen lassen!“ Als der Untote geendet hatte brach er zuckend zusammen und wand sich auf dem Boden, rasend schnell begann die Leiche des Mannes zu verwesen, zerfiel zu grauem, fleischigem Matsch. Der König wandte sich um, eilte zum Planwagen und riss die Plane weg…
  20.06.2005, 17:23
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  • Skelett-Krieger
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Bist du eingeschlafen? Hier tut sich ja nix mehr, bitte wieder fortsetzen^^
Kommt auf die dunkle Seite der Macht! Wir haben Kekse!
  23.06.2005, 19:50
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  • Fremdländer
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Signatur entfernt von CyberTheMaster
Folgende Kennung bei Beschwerden angeben: #52427024945898bdc25545
Kommentar: Signatur 24 Pixel zu hoch
  23.06.2005, 22:06
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  • Blinder Knecht
    • Dunkle Bruderschaft
Lasst ihn doch... Wenn's ihm Spaß macht uns hier so zu quälen können wir auch nix dran ändern! :ugly:
Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.
-> "Tränen der Sonne" <-

Wahnsinn ist nur eine unterschätzte Form der Kreativität.
  24.06.2005, 14:18
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  • Skelett-Krieger
    • Untot
Naja, in anbetracht der Tatsache, dass ihr mich zu Doppelposts nötigt ^^ Aber gut, hier

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Vierzig gleiche Steine. Vierzig Tote. Der König blickte hinab auf die Steine, man hatte die Köpfe eiligst vom Wagen genommen und begraben, die Bevölkerung hatte den Platz in Panik verlassen. „Was sollen wir nun tun, mein König?“ Ein Wächter war an die Seite seines Herren getreten. Kalter Zorn stieg in der Brust Arithans auf, „Macht die Legion des Mondes marschbereit, sie alle sollen kommen, wir werden uns diesen Bastard schnappen!“ Überrascht nickte der Wächter und eilte davon.

Wasser rann von den Wänden des Gewölbes. Großmeister Jaendal humpelte durch den niedrigen Gang. Hier hatten nur die Großmeister Zutritt, da neue Großmeister erst nach dem Tod des alten gewählt wurden musste jeder Großmeister diesen Tunnel selbst entdecken. In regelmäßigen Abständen befanden sich Türen in der Wand. Ein pfeifender Luftzug fuhr durch die Gänge und ließ das Licht von Jaendals Kerze flattern. Ein kalter Schauer lief seinen Rücken herab, er wusste, dass er unterwegs war. Am Ende des Ganges befand sich eine große, eiserne Türe, beschlagen mit Silber. Kein Knauf und kein Schlüsselloch waren zu sehen, nur ein einzelnes, sonnenförmiges Loch. Zitternd riss sich der alte Mann seine goldene Kette vom Hals und legte die Insignie in das Loch. Seufzend trat er zurück, es gab Dinge, die mussten getan werden, manchmal musste man zum Wohle des großen Ganzen Opfer hinnehmen. Das Klacken eines Zahnradmechanismus erklang und die Türe schlang knirschend nach innen. Jaendal hielt sich einen Ärmel vor Mund und Nase, der Geruch verbrannten Fleisches wogte aus der Kammer. In der Dunkelheit erklang das Rasseln von Ketten. Als der Großmeister in die Kammer trat warf die Kerze ihr Licht auf eine gespenstische Szene. Von der Decke des Raumes hingen schwere Ketten aus Silber, an den Ketten hing die ausgezehrte Gestalt eines Mannes, seine Füße waren ebenfalls mit im Boden verankerten Ketten gefesselt. Wo die Ketten seine Haut berührte quollen Rauch hervor und schwarzes Blut hervor. Der Mann hatte langes, schwarzes Haar, das bis auf den Boden reichte. „Nach all diesen Jahren wagt sich wieder einer von euch hierher, was ist der Grund?“ Der Mann hob mühsam seinen Kopf, sein Gesicht war verschmutzt, seine Augen mit einem Tuch aus schwarzem Leinen verbunden. „Schweige, Gefangener! Vor dir steht dein Kerkermeister!“ Ein Lächeln stahl sich auf das Gesicht das Mannes. „Mein Kerkermeister also? Ihr seid dazu verdammt auf ewig meine Kerkermeister zu bleiben, ihr und euer Orden, doch nie werdet ihr meine Henker sein, was sollte ich also fürchten?“ Jaendal richtete sich mühsam auf. „Vielleicht fürchtet ihr mich nicht, doch vielleicht begehrt ihr ja die Freiheit! Ich habe einen Auftrag für euch, ihr könntet der Einzige sein, der im Stande ist ihn zu erfüllen!“ Trocken lachte der Mann. „Ihr verschwendet eure Zeit, ich werde warten, und wenn ich noch tausend Jahre hier hängen muss, eines Tages wird sich mir Gelegenheit zur Flucht bieten!“ „Wollt ihr das Risiko eingehen? Euer Auftrag sollte euch außerdem gefallen, ihr sollt Aldun Dunkelhand töten!“ Zischend wand sich der Mann in seinen Ketten. „Dunkelhand? Wer soll das sein?“ Der Großmeister lächelte grimmig. „Ihr kennt ihn, dass weiß ich sicher, und ich wette all eure Gedanken kreisen um ihn, ihr kennt ihn vielleicht unter anderem Namen, er hieß einst Aldun Ar’Aramesh.“ Zischend riss der Mann an seinen Ketten. „Ar’Aramesh?“ Fauchend bleckte er seine Zähne, die Eckzähne wuchsen an zu mächtigen Fängen. „Die Viper lebt noch? Wie kann das sein? Er ist nur ein fehlgeleiteter Narr!“ Der Großmeister lachte schallend. „Oh, seine Macht ist gewachsen, den Aldun Dunkelhand, den ihr kanntet Fürst Azrael, den gibt es nicht mehr, er opferte seine Seele dem Schatten, der aus dem Riss kam und erhielt im Austausch große Macht.“ Der Mann namens Azrael wand sich in seinen silbernen Ketten. „Lass mich gehen Sterblicher, dieser Mann gehört mir und niemandem sonst!“ Der Großmeister lächelt zufrieden, als er die Ketten aufschloss, die Fürst Azrael Al’Noctis, Fürst der Nacht und Erzvampir gefangen hielten.
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  24.06.2005, 15:57
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Zwei Novizen wuchteten eine schwere, staubige Truhe auf den Schreibtisch des Großmeisters. Als dieser zufrieden nickte verließen sie den Raum. „Darin sollten all eure Besitztümer sein.“ Sagte der alte Mann scheinbar zu sich selbst. In der Luft verfestigte sich eine Wolke aus Dunst, wurde zu einer Gestalt. „Exzellent.“ Azrael hatte sich vollends manifestiert und öffnete die Truhe, zu Tage kamen Kleidung, diverse Schmuckstücke und ein Schwert aus schwarzem Stahl, gewickelt in vergilbtes Leder. „Ah, alles ist noch da, sehr gut.“ Azrael zog sich hastig die Kleidung aus der Kiste an, es waren ein Hemd, eine Hose und ein Umhang aus schwarzem Samt, rote Spitze war an den weiten Ärmeln angebracht. „Wo finde ich diese verräterische Natter? Los sprecht!“ Vor Zorn schäumend eilte der Vampir im Raum auf und ab. „Wir wissen es nicht, vor einigen Tagen kam ein Karren in die Stadt, er trug, nun eine Botschaft mit sich, gewisse Indizien deuten darauf ihn, dass er sich im Westen aufhält, aber mittlerweile könnte er überall sein. Azrael nickte und blickte aus dem Fenster. „Ja, dass sieht ihm ja so ähnlich, sich zu verstecken, zu lauern bis er eindeutig überlegen ist…“ Der Großmeister schluckte, eine Frage lag ihm auf der Zunge, aber war sie es wert gestellt zu werden? „Warum?“ Der Vampir erwiederte abwesend, „Was?“ „Warum hasst ihr ihn so über alle Maße? Was ist geschehen?“ Azrael lachte kalt. „Dieser Mann hat mir alles genommen, es war vor langer Zeit, ich weiß nicht mehr wann genau, es war eine fantastische Zeit, vieles wurde mit Magie vollbracht, wir erschufen sogar Leben mit Magie!“ Ein kalter Schauer lief dem Großmeister über den Rücken, das Wesen erzählte von der Zeit bevor Verderbnis aus der verfaulten Narbe sickerte, bevor ein Aldun Dunkelhand die Welt in Brand setzte. „In dieser Zeit wuchs ich auf, in einer Stadt, deren Name heute vergessen ist und deren Grundmauern nicht mehr als bloßer Staub sind. Damals hatten wir sieben Götter, Wesen von großer Macht und großer Weisheit, ihnen dienten die weisesten von uns, wir nannten sie die Rematoren, ihre Aufgabe war es das Wesen der Magie zu erforschen. Einer dieser Männer hieß Aldun Ar’Aramesh, er war der weiseste von allen. Ich selbst war damals ein Priester, ein Diener der Götter.“ Die schwarzen Lippen des Vampirs verzogen sich zu einem zynischen Lächeln. „Ar’Aramesh wurde nun, zunehmend exzentrischer, redete immer davon, dass er die Welt verändern wolle, von unsichtbaren Welten und großer Macht, die dort ruhen sollte. So kam es, dass er eines Tages die Götter dazu überredete ihm zu helfen, was letztlich daraus wurde solltet ihr ja wissen.“ Hastig nickte der Großmeister, dass Wissen dieses Wesens konnte äußerst nützlich sein… „Ar’Arameshs kleines Experiment scheiterte, er riss ein Loch in Welten, Verderbnis strömte in die Welt veränderte das Land, die Menschen und die Tiere, auch ich wurde von der Woge der Verderbnis erfasst und infiziert, so wurde aus mir das was ihr vor euch seht. Verwirrt zog ich durch die Länder, die im Krieg versanken, ein Mann namens Arkion Al’Kareth fand mich mit seinem Heer, legte mich in Ketten und sperrte mich ein, bis ihr mich befreitet…“ Mit einem schiefen Lächeln wandte er sich dem Großmeister zu. „Die Schlange Ar’Aramesh hatte all dies von Beginn an geplant, die Tatsache, dass diese Macht gewann zeigt, dass er mit den Mächten von jenseits unserer Welt im Bündnis stand, er war es, der mir alles nahm, meine Familie, mein Leben, er wird dafür bezahlen!“ Der Großmeister nickte hastig und wollte zu einer Erwiderung ansetzen, da sprach der Vampir weiter. „Unglücklicher Weise wisst ihr nun zu viel, manches Wissen sollte lieber verborgen sein, je weniger Leute um Dunkelhands Geschichte wissen, desto besser!“ In einer blitzschnellen, fließenden Bewegung riss Azrael das Schwert aus der Scheide und bohrte den Kopf des Großmeisters an die Lehne des Stuhles.
  29.06.2005, 18:57
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Azrael....Azrael... kommt mir irgentwie bekannt vor^^
Kommt auf die dunkle Seite der Macht! Wir haben Kekse!
  29.06.2005, 19:46
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7. Dunkelhand

„Sende deinen Geist in die Knochen, fühle sie, spüre sie, greife durch den Schleier des Todes hindurch nach der Seele dieses Menschen.“ Elmidra kniete in der feuchten Friedhofserde vor einem aufgebrochenen Holzsarg, der Meister hatte eine Leiche für die ausgegraben, nun eigentlich waren es vielmehr die Gebeine eines Toten. Der Mond war hinter schweren Wolken verborgen, so dass der Friedhof sich in absoluter Dunkelheit befand. Und doch konnte Elmidra sehen, mit jedem Tag schien die Macht ihrer Sinne zu wachsen, ihr Gehör hatte sich verbessert, ihr Geruchssinn. „Los Mädchen! Fühlst du den Schleier?“ Elmidra konzentrierte sich, sie wusste nicht genau, was sie tat, doch konnte sie etwas fühlen, dass die Gebeine umgab, eine zitternde Aura, schwach und fahl. „Ja, dies ist der Tod, du kannst ihn fühlen nicht wahr? Und nun greife in den Schleier!“ Elmidra streckte ihre geistigen Finger nach dem zarten Gespinst aus, es war eiskalt. Sie schob ihren Geist tiefer hinein, weiter ins Herz der Kälte. Plötzlich war die Kälte verschwunden und sie fühlte Schwingungen, die um die Gebeine wogten. „Exzellent, du hast Leben in die Gebeine geschickt, nun beuge sie deinem Willen!“ Elmidra streckte ihre geistigen Finger nach dem Herz der Schwingungen aus, umschloss es mit festem Griff. Ruckartig fuhren die Gebeine hoch, sie wäre fast hintenüber gekippt. „Wirklich sehr gut, siehe nun deinen Diener, er ist an deinen Geist gebunden, deine Gedanken können ihn weisen, befiehl ihm nun diesen Stein dort zu zertrümmern!“ Dunkelhand wich zur Seite und offenbarte Elmidra einen großen Felsen am Rande des Friedhofes. Zögerlich blickte sie zu dem schief stehenden Knochenhaufen neben ihr. „Denkt ihr es ist stark genug dazu?“ Verächtlich lachte ihr Meister auf. „Deine Diener sind immer nur so stark wie du sie werden lässt, lässt du sie zu stark werden brechen sie deinen Bann und wenden sich gegen dich, es ist ein schmaler Grad zwischen der Erhaltung der Kontrolle und der größtmöglichen Stärke, diesen Grad zu bewandern ist eines der Dinge, die einen guten Nekromanten ausmachen.“ Elmidra nickte abwesend und betrachtete den Felsen, griff durch ihren Geist nach dem Skelett. Klappernd wankte es auf den Felsen zu, holte aus und schlug zu. Krachend zersplitterten die Knochen des Untoten. „Das war schlecht, noch einmal!“ geiferte Dunkelhand. Verärgert konzentrierte sich Elmidra, legte alles hinein. „Sehr gut…“ bemerkte ihr Meister nüchtern. Überrascht sah Elmidra auf, eine gelbe Aura umwogte das Skelett, der Fels lag in Trümmern. „Sehr gut, wirklich sehr gut. Einige Dinge solltest du wissen, je frischer eine Leiche ist, desto schwerer ist es sie zu erwecken, es weilt dann noch Seele“ Amüsiert verzog Dunkelhand seinen fahlen Mund. „In ihr, je mehr Tote du kontrollierst, desto anstrengender, die meisten sterblichen Nekromanten können zwei oder drei Diener beherrschen, die guten Nekromanten schaffen zehn, die Marshadar zwei Duzend, die wirklich mächtigen Nekromanten führen Heere aus Toten in die Schlacht.“ Elmidra nickte, sie konnte sich nicht vorstellen mehr als einen Toten zu beherrschen, es wa so ansträngend… „Was ist das Meister?“ fragte sie schließlich. „Dieses Schwingungen, die von dem Toten ausgehen.“ Dunkelhand lächelte amüsiert und begann auf und ab zu gehen. „Wenn ein Lebewesen stirbt, gibt es Energie ab, diese Energie nennen die Sterblichen Seele, sie halten sie für wichtig, einen essenziellen Teil des Lebens, doch in Wirklichkeit ist sie nur ein lästiges Anhängsel, die Seele ist es, die Leben zu Leben macht, aber sie ist es auch, die es sterblich macht, haben wir uns erst davon gelöst leben wir ewig. Nach dem Tode sickert diese Energie also langsam aus der Hülle, wird wieder Teil des großen Ganzen, doch hinterlässt die Seele eine Art Spur, wie eine schleimige Schnecke. Wir, die den Tod beherrschen können dieser Spur folgen, die Seele wieder sammeln und nutzen um totes zu erwecken. Doch ist Vorsicht geboten, Seele aus der Welt abzuziehen schwächt sie, ist es bei einem einzelnen minimal, so kann eine ganze Armee aus Untoten die Welt ins Wanken bringen, stelle dir dies vor als zöge man Fäden aus einem Teppich.“ Schließlich brach der Mond hinter den Wolken hervor und tauchte den Friedhof in gespenstisches Licht. „Gehe zurück ins Lager, lege dich schlafen, der Unterricht ist für heute Nacht beendet.“
  05.07.2005, 14:57
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Ihr könnt euch freuen, wir bewegen uns auf einen der Höhepunkte der Story zu ^^


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Aldun schritt wie ein Raubtier um die Kohlenpfanne im Zentrum seines Zeltes. Die Welt war im Wandel, bald schon würde er ein Heer aufstellen und die Welt in Flammen setzen und aus der Asche würde ich etwas Neues, etwas Großes, etwas Ewiges erheben, er würde eine neue Ordnung begründen. „Ihr habt lange gebraucht, zu lange!“ Fauchte Aldun plötzlich die Kohlenpfanne an, plötzlich erhoben sich dicke, schwarze Rauchschwaden aus der Glut und sammelten sich am Boden. Aus dem Rauch wuchsen drei Säulen empor, formten sich zu den Marshadar. „Berichtet!“ fauchte Aldun weiter, die Marshadar zuckten zusammen. „Der König ist in eure Falle getappt, er lässt mobil machen und sein Heer nach Westen ziehen.“ Aldun nickte ruhig. „Sehr gut, alles läuft nach Plan, hört mir zu, ihr werdet Lord Methar und seine Bande von Banditen in eine nahe Stadt führen, sie heißt Almovar, dort werdet ihr ebenso verfahren wie in der Festung, dann werdet ihr auf des Königs Heer warten.“ Einer der Marshadar sah überrascht auf. „Aber Meister, wir werden dem Heer nicht standhalten können!“ Aldun nickte. „Ja, so war es auch gedacht, Methar wird meinen Platz einnehmen, ich werde alles Nötige vorbereiten, der König wird kommen und einen grandiosen Sieg davon tragen, dies wird mit mehr Zeit verschaffen.“ Ein anderer Marshadar fragte gelassen. „Ein sehr guter Plan Meister, doch warum dies? Warum mehr Zeit?“ Alduns Augen begannen aufzuglühen, der fahle Marshadar schrumpfte unter Alduns Blick zusammen. „Das ist für euch nicht wichtig. Geht nun und gebt die Befehle aus, schickt Methar zu mir, ich wünsche mit ihm zu reden!“ Die Dunklen erhoben sich hastig und eilten aus dem Zelt.

Wenige Minuten später trat Lord Methar ein, der blinde Mann stützte sich auf einen Stab aus grobem Holz und ging Gebückt in die Mitte des Zeltes, wo er auf die Knie sank. „Mein Meister rief mich.“ Aldun nickte ruhig und begann auf und ab zu gehen. „Ihr habt mir gut gedient Mensch, schnell gelernt und schnell gehorcht, meine Befehle nicht in Frage gestellt, dass begrüße ich. Heute sollt ihr eine Belohnung und einen Auftrag von mir erhalten.“ Methar sah überrascht auf und sah sogleich wieder zu Boden. „Ja Meister?“ „Ihr sollt zu erst den Lohn erhalten, der euch versprochen wurde.“ Aldun schritt um die Kohlenpfanne herum und legte seien fahlen Hände auf die Schläfen des knienden Mannes, löste die Augenbinde, die die leeren, vernarbten Augenhöhlen bedeckte. „Az-Allmora Eshkar Ur Himathor, Rethmela Zer-Ashkar!“ Ein Zucken lief durch den Körper des Mannes, in der Dunkelheit der leeren Augenhöhlen glommen gelbe Lichter auf. Die Haut des Mannes begann sich von den Punkten wo Dunkelhands Finger sie berührten weiß zu färben, die Haare des Mannes färbten sich gelblich. „Erhebt euch Lord Schattenauge, Ihr habt die Ebene der Sterblichen hinter euch gelassen und eine höhere Ebene betreten, seid willkommen in der Dunkelheit Sohn. Eure Seele habe ich euch genommen, doch gab ich euch große Macht im Austausch für sieh. Folgt mir.“ Dunkelhand eilte aus dem Zelt, Schattenauge erhob sich zögernd und folgte seinem Meister hinaus. Das Lager befand sich auf einem Hügel am Rand eines Pinienwaldes, etwa ein Duzend Zelte standen um eine große Feuerstelle herum, die Männer sprangen auf, als sie Dunkelhand aus dem Zelt treten sahen. Ungeduldig schnippte Aldun mit den Fingern und einer der Marshadar, der neben dem Zelteingang gewartet hatte trat heran. Die dunkle Kreatur trug eine lange Kriegstandarte, sie war gefertigt aus pechschwarzem Stahl, dass Banner war noch aufgerollt, doch ließ sich bereits die schwarze Färbung des Stoffes erkennen. Über der Querstange der Standarte war eine kunstvolle Statue angebracht, sie war ebenfalls aus schwarzem Stahl und stellte einen Raben mit ausgebreiteten Schwingen dar. „Es ist an der Zeit, dass wir uns offen zu erkennen geben, Lord Schattenauge wird den Angriff führen, der den Anfang vom Ende für das Reich des Mondes bedeuten wird, es ist an der Zeit, dass wir das Banner hissen, dass schon einmal den Untergang dieser Welt einleitete!“ Auf diese Worte hin entrollte sich das Banner an der Standarte wie von Zauberhand, es war aus schwarzem Stoff gefertigt. Von unten her ragte ein sehniger, mit fahler Haut bedeckte Arm in das bild des Banners, die Hand war zu einer Haus geballt und befand sich etwa in der Mitte der Stoffbahn, in der Faust hielt sie eine silberne Mondsichel, die bereits erste Risse zeigte. Ein Stück höher befanden sich zwei rote Blitze, die in Richtung der Faust zeigten, auch von Unten her zeigten zwei Blitze auf die Faust. „Lord Schattenauge, höret den Befehl des Schattens! Ihr werdet euch mit euren Männern in die Stadt Almovar begeben und dort Tod und Verderben verbreiten, wenn sie Stadt unter eurer Kontrolle ist befestigt sie und wartet. Der König wird mit einem Heer kommen, zerschlagt es und rückte dann nach Lunamnear vor, dort werde ich zu euch stoßen! Die Marshadar“ Aldun lächelte grimmig. „werden euch dabei begleiten.“ Die drei fahlen Gestalten wurden blass, soweit dies möglich war. Donnernder Jubel brach unter den Männern auf. „Im Morgengrauen werdet ihr aufbrechen!“ Aldun wandte sich ab vom Jubel und zog sich in sein Zelt zurück…
  09.07.2005, 21:05
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Schön brav weiter machen Exterminas  :D
Kommt auf die dunkle Seite der Macht! Wir haben Kekse!
  09.07.2005, 21:52
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