@The little big ?????: Grundsätzlich:

Allerdings sähe ich von der Bezeichnung "Fehler" ab, sie ist zu stark wertend, nenne es lieber ganz neutral Eigenschaft. Es ist nichts Schlechtes oder Fatales daran, an ein Ende der Welt zu glauben, oder? Zumindest nicht direkt oder gravierend.
Religion als Erklärung zu verwenden aufgrund natürlicher Neugierde ist vollkommen richtig, doch ob die Vorstellung der Apocalypse die Zukunft erklären und vorwegnehmen soll, wage ich zu bezweifeln. Mir scheint diese Vorstellung eher die Furcht vor dem Ungewissen der Zukunft zu schüren, denn es gab niemals eine genaue Zeitangabe, wann die Apocalypse stattfinden sollte. Somit lebt man jeden Tag in Angst um die ungewisse Zukunft -> die Ungewissheit der Zukunft (was der nächste Tag bringt) wird einem noch bewusster.
Die Furcht vor der Apocalypse hat also nichts mit Erklärung des Unerklärten/Unbekannten zu tun.
Was diese Unfähigkeit der komplexen, strukturell kontinuierlichen geistige Simulation der Zukunft anbelangt, so glaube ich kaum, dass die Zukunft wegen Unvorstellbarkeit begrenzt werden musste. Wie sehen einfache Menschen in die entfernte Zukunft? Verzweifeln sie daran, nicht in der Lage zu sein, sich all das richtig vorzustellen? NEIN, sie denken einfach gar nicht erst so weit. Das liegt in der Natur des Menschen, so schützt er sich vor unnötiger Belastung oder sogar Verzweiflung. Folglich werden auch die Menschen früher nicht weiter gedacht haben, als bis in die nächsten Tage, und über den Effekt auf sie als Individuum hinaus. Das tun doch sogar heute nur erschreckend Wenige. Der Grund für den Glauben an ein einfaches, unendliches Leben im Paradies, wie du ihn richtig dargestellt hast, liegt wohl eher darin, dass sich die Menschen ein absolutes Ende ihres Lebens nicht vorstellen können bzw. wollen. Sicher ist außerdem, dass die Religionsexekutive diesen Glauben an ein herrliches Leben nach dem Tode schürt, um die Hemmschwelle der Gläubigen zu senken, für ihre Religion zu sterben.
Der Beweis, warum das sicher ist: Schaut mal zu den islamisch extremen Terroristen und Martyrer.

Oh, und in der Vergangenheit auf die Christenheit mit ihren Kreuzzügen UVM.

Einen ähnlich düsteren Zweckhintergrund der Beherrscher der Religion sehe ich auch in der Vorstellung der Apocalypse: Verängstigte Menschen sind leichter zu beherrschen. Warum das so ist, könnte man jetzt ausführlich philosophisch begründen, oder man verweist ganz dezent auf die Regierung der USA, welche ihr Volk mit den Nachrichten und den Horrorgeschichten über die islamischen Terroristen so in Furcht versetzt, dass sie geschlossen hinter ihrer Regierung stehen.
Aber ok, auch eine kleine begründene Ausführung: verängstigte Menschen suchen nach einer größeren Gemeinschaft, die sie beschützt. Ferner beeinträchtigt Angst den Verstand, wenn ein Verängstigter, Schutz Suchender von den potentiellen Beschützern (die die Angst insgeheim aber geschürt haben) einen Befehl bekommt, wird er ihn viel eher ohne Vorbehalt ausführen, als wenn es ihm gut geht, er keine Not leidet und sein Verstand immer vor allen Taten einsetzt.
Das sollte genügen, hoffe ich.
Und ja, es ist echt dumm, zweimal weise hinter Mensch zu setzen. Das zeugt natürlich total von Weisheit, sodass die Bezeichnung voll zutrifft und völlig objektiv korrekt gewählt ist.
