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Test:Geschrieben von JonnyImNet und, ab Abschnitt (a4a), von MorpheuZ
Beteiligte Tester:bIgGeSt_No0b
Eseltier
MorpheuZ
Inhalt:1. Anmerkungen (a1a)
2. Grafik (a2a)
3. Sound (a3a)
4. Balance (a4a)
5. Atmosphäre (a5a)
6. Umfang (a6a)
7. Quests/Handlung (a7a)
8. Dialoge (a8a)
9. Bugs (a9a)
10. Zusammenfassung (b1a)
(a1a) Anmerkungen
Hallo ihr da draußen,
hier sind wir wieder mit einem brandneuen Test! Es gibt wohl wenig zu sagen, wir spielen uns so langsam ein – das einzige, was ich betonen will ist, dass mit diesem Test weder Arandor noch ich (JonnyImNet) etwas zu tun haben – er wurde *nur* von unseren Neulingen geschrieben und von mir lediglich zusammengefasst. Dies wollte ich nur erwähnen, um Gerüchten vorzubeugen, wir hätten den Mod besser bewertet, weil er von Arandor ist – is nich, aber um einen Mod, der sogar in Spielezeitschriften erschien, kommt man schlecht rum
(a2a) Grafik -- 14 von 15 Punkten (13/13/15)Tja, was soll man sagen – die Grafik gefällt. Hier wurde ein PlugIn mit viel Liebe zum Detail erstellt, und das sieht man ihm auch an: Die Burg thront so wundervoll über dem steilen Abhang (zumindest, wenn der PC ebenso wundervoll ist…), dass man den Übergang zwischen PlugIn und Originalspiel eigentlich gar nicht merkt. Die Dungeons und die Interiors sind vielfältig ausgestaltet und überall wird man von netten Ideen überrascht; die Versorgungsrutsche z.B. hat mehrere Teilnehmer begeistert. Außerdem bietet dieses PlugIn Extras, die wir bisher so noch nicht gesehen hatten: Es bringt nicht nur eigene Ladebildschirme mit, sondern auch eine Cutscene ist vorhanden. Allerdings ist diese von der Qualität her eher Mittelmaß. Ansonsten werden wie bei den meisten derartigen Mods auch hier neue Waffen und Rüstungen mitgeliefert. Die sind schön und nützlich, aber auch nichts, was noch nie dagewesen wäre.
Zwei Kritikpunkte sind den Testern noch aufgefallen: Der Aufgang zur Burg sieht mit den Brettern sehr nach Baustelle aus, fand einer, außerdem gibt es für die Größe der Burg mit all ihren Türmen usw. eindeutig zu wenig Interiors.
(a2a) Sound -- 4 von 5 Punkten (3/4/4)Und wieder ein Mod mit Sound. Insgesamt gesehen ist er gut gelungen. Das Video ist ebenso wie die Dialoge vertont, wobei viele verschiedene Sprecher zum Einsatz kommen. Technisch ist hier alles in Ordnung, kein Rauschen oder ähnliches ist zu hören. Allerdings schwankt die Qualität der Aufnahmen etwas: In manchem Passagen sind die Stimmen einfach nur super – die Sprecher wirken toll, sprechen sehr emotional und durch Scriptereignisse, die mit den Sounds verknüpft sind, entstehen richtige Gruseleffekte. Manchmal sind Passagen aber auch sehr kalt und emotionslos vorgetragen oder auch einfach nur viel zu leise. Allerdings: Die guten Passagen überwiegen eindeutig.
Achja, und bevor ich es vergesse: Hütet euch vor dem argonischen Händler. Nach jedem Verkauf (also jedem einzelnen Artikel) quiekt er vor sich hin – irgendwann nervt das so sehr, dass man mit dem Schwert am Liebsten ganz andere Sachen machen würde, als es ihm nur zu verkaufen…
(a4a) Balance -- 11 von 15 Punkten (7/12/14)Nun, die Gegner sind zwar gut verteilt und in Angemessener Zahl vorhanden aber für Spieler niedrigen Levels eindeutig zu stark. Dafür bieten sie auch Starken Charakteren über Level 50 noch eine nicht zu verachtende Herausforderung.
Auch die Waffen und Rüstung die man als Belohnung bekommt sind – von der Stärke zwischen Daedrischen und Ebenholz – eigendlich zu stark für niedrige Charaktere. Anzumerken ist noch, dass alle wichtigen NPCs auf essential, also unsterblich, sind. Und das dieses PI für reine Händlercharaktere völlig ungeeignet ist.
(a5a) Atmosphäre -- 22 von 25 Punkten (19/23/23)Und da soll noch einer sagen Oblivion hätte keine Atmosphäre. Naja, ohne Mods mag das stimmen, aber gerade dieser Mod hebt, zumindest für ein paar Stunden, die Atmosphäre auf einen Level den Vanila Oblivion an kaum einer Stelle erreicht. So gibt es neben der mittelalterlichen Burg, die streckenweise einem Original nachempfunden zu sein scheint, Elemente wie Leuchter die sich selbst entzünden wenn man in die nähe kommt, eine Versorgungsrutsche (irgendwie müssen ja Versorgungsgüter in die Burg kommen), eine Schleicheinlage die sich nicht durch metzeln lösen lässt, und viele mehr. Burg Rabenstolz hat es sogar geschafft einen der Tester das fürchten zu lehren. Auch die professionell wirkenden Sprecher leisten ihren Beitrag. Aber, Burg Rabenstolz hat auch seine Schattenseiten. So zum Beispiel die Collision Boxes, die dazu gedacht sind die NPCs davon abzuhalten irgendwo hinunter zu fallen, den Spieler aber auch daran hintern irgendwo hinunter zu springen. Auch wurde bemängelt das die NPCs, die zwar allesamt mit Tagesabläufen versehen sind, viel zu wenige sind. So bleiben nachdem man BR durchgespielt hat nur zwei Händler, wobei mit einem das Handeln auf lange Sicht unmöglich ist (siehe Sound) und eine handvoll Wachen. Dazu kommt der viel zu kleine Innenraum der Burg der aufgrund mangelnden Stauraumes kaum dazu verleitet nach dem Quest noch lange auf Burg Rabenstolz zu bleiben.
(a6a) Umfang -- 6 von 10 Punkten (4/6/8)Ein bis drei Stunden haben die Tester für den Quest gebraucht. Den Quest? Nun eigendlich sind es zwei, siehe Punkt a7a „Quests“. Neben den zwei Quests bekommt der Spieler die schon oft erwähnte Burg (außen hui, innen zu klein), zwei neue Rüstungen, wobei die eine aus einem anderen Mod stammt und die andere für die Wachen vorgesehen ist, und einen neune Satz Waffen. Zu lesen gibt es acht neue Bücher, zwei davon von einer Fantasyautorin extra für diesen Mod geschrieben, ein zweiminütiges Video, ein Schmied, ein Händler (siehe Sound) und eine handvoll Wachen samt Hauptmann, sonst aber keine NPCs nach dem Quest. Neben der Burg gibt es noch eine Festungsruine mit oben genannten selbstentzündenden Leuchtern und mehreren anderen innovativen, wenn auch teilweise unpassenden Scripteffekten, sowie eine Höhle mit bereits erwähnter Schleicheinlage. Allerdings bemängelte einer der Tester die fehlenden Verliese. Immerhin ist Burg Rabenstolz ein ehemaliges Gefängnis in dem eine Schlacht in den Kerkern nicht fehlen darf.
(a7a) Quests/Handlung -- 15 von 20 Punkten (13/15/17)Egal wie man als Modder die Quests angeht, egal wie originell und abwechselungsreich man die Story gestaltet, es gibt immer was zu meckern, so auch hier. Der Hauptquest ist durchweg spannend, wenn auch linear, er kommt mit einer kompletten Wende daher, gerade dann wenn man meint man sei fertig. Er liegt in einer Form vor wie man sie in Oblivion sonst vergeblich sucht. Zunächst, nach einer langen gesprochenen Einleitung geht es nach Oblivion-Manier los einen bestimmten Gegenstand zu holen und dabei alles zu töten was einem vor das Schwert kommt. Aber dann fängt der Quest erst richtig an. Man ist hier nicht allein, und es ist auch nicht Aufgabe die Begleiter unbeschadet von A nach B zu bringen, sondern mit ihnen zusammen in die Schlacht zu ziehen und die Burg zu befreien, was nur hier und da von kleinen Wegfindungsproblemen gestört wird. Auch die bereits erwähnte Schleicheinlage die Teil des Hauptquests ist hat es in sich. Die Cutscene am Ende erklärt auch alle noch offenen Fragen. Ganz im Gegensatz zum Hauptquest steht der einzige Nebenquest, der einzig und allein darin besteht in die Stadt zu gehen und mit einer gewissen Person zu reden. Zwei von drei Testern halten mehr Nebenquests für durchaus wünschenswert.
(a8a) Dialoge -- 8 von 10 Punkten (8/8/9)Was macht einen Dialog zu einem Dialog? Richtig: Sprache. Und die ist in Burg Rabenstolz nicht nur in jedem Dialog und in der Cutscene vorhanden sondern auch noch größtenteils gut umgesetzt (siehe Sound). Auch passt hier die Mimik gut zu der jeweiligen Situation ohne zu dick aufzutragen wie das in manch anderem Mod der Fall ist. Es passt sogar in den meisten Fällen das Gesicht zu der Stimme was auch in vielen Mods nicht der Fall ist. zu Auch konnte keiner der Tester irgendwelche Rechtschreibfehler finden. Allerdings gibt es in den allermeisten Fällen nur eine Auswahlmöglichkeit die nur dazu dient den Monolog des Gegenübers weiterzubringen.
(a9a) Bugs- Töten von Wachen auf der Brücke zur Burg wird bei manchen als Straftat angesehen.
- Knorrwurzel-Kriegshammer zählt als zweihändige Klinge
- Schwert des Merius Meridill kann nicht ausgerüstet werden
(b1a) Zusammenfassung -- Gesamt 80% (75/81/82)bIgGeSt_No0b:Burg Rabenstolz ist ein empfehlenswerter Mod, der besonders durch seine Umsetzung überzeugt. Jedoch sind der Hauptquest und der einzige Nebenquest zu kurz. Außerdem sind die Gegner für unerfahrene und schwache Spieler ein harter Brocken. Zudem kommt noch, dass die Rüstung, die man bekommt, viel zu stark ist und jede andere leichte Rüstung aus dem Original übertrifft. Andererseits wurde in diesen Mod bestimmt eine Menge Arbeit hineingesteckt, um ihn zu verwirklichen. Durch sehr gute Ideen und auch durch ein paar Videos wird die Geschichte gut veranschaulicht. Der Mod wäre noch ein wenig weiter ausbaufähig durch weitere Quests.
Eseltier:Tja, was soll ich zu der Mod sagen? Ok? Nein das trifft 's sicher nicht, denn diese Mod hat mich von Anfang an in den Bann gezogen, teilweise habe ich sogar vergessen, dass ich danach noch einen Test schreiben muss. Daher kann es sein das ich vielleicht etwas übersehen habe
Sofort nachdem man mit Heron de Mende gesprochen hat, ist man mittendrin will auch nicht mehr hinaus. Ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht. Die Story ist spannend aufgebaut und macht Lust auf mehr...
Schade nur dass die Mod so schnell vorbei ist. Auch mit Vanilla Oblivion und passendem Equipment hatte ich keine Probleme mit den Gegnern fertig zu werden, Bravo! Etwas komisch fang ich nur, dass mir das Töten von Wachen als Straftat angerechnet wurde, könnte ein Bug sein, wäre aber storytechnisch auch gut nachzuvollziehen. Burg Rabenstolz, klein aber oho
Was kann ich also nun zu einer solchen Mod sagen? Mir fällt dazu ein Wort ein welches ich im Spanischunterricht gelernt habe: i Estupendo!
MorpheuZ:Nun, im großen und ganzen lohnt es sich Rabenstolz zu spielen, der Quest ist recht gut, die Burg sieht aus wie eine mittelalterliche Burg auszusehen hat, es gibt genügend Sprecher, ein klasse Script in einem Dungeon, tolle Ideen wie eine Versorgungsrutsche oder eine Schleicheinlage, und ein mäßig gutes Video. Allerdings gibt es auch noch Verbesserungsbedarf, zum Beispiel sieht der Aufgang zur Burg aus wie eine Baustelle, dafür das es ein ehemaliges Gefängnis ist hat zu wenig Kerker und Verliese (nämlich keinen einzigen), der Spieler wird in seiner Bewegungsfreiheit durch unsichtbare Wände erheblich eingeschränkt und die NPCs haben teils erhebliche Probleme mit den vielen Treppen. Dazu kommt noch das es viel zu wenig Innenräume gibt. Gut, in dem Burgfried ist halt nicht mehr Platz, aber was ist mit den Mauern? Und wo sind die Kerker? Ich hoffe hier auf eine Version 1.02 die mit mehr Interiors daherkommt. Ich will Kerker!
Rabenstolz ist einer der Mods die man spielt, die Gegenstände verkauft und deaktiviert, denn der Weiterspielwert (z.B. sich dort häuslich niederzulassen oder regelmäßig dort zu handeln geht gegen Null.
Trotzdem kann ich nur empfehlen Burg Rabenstolz zu spielen, denn die Story ist originell und es gibt Elemente die Ich noch in keinem anderen Mod gesehen hab.
Noch ein Hinweis: Die Punktzahlen unseres Mod-Test-Teams sollen auf keinen Fall mit denen von Spielezeitschriften verglichen werden. Wir bewerten insgesamt strenger und es dürfte nicht unbedingt so sein, dass jeder empfehlenswerte Mod unbedingt Wertungen von deutlich über 80 haben muss!
gezeichnet: JonnyImNet, MorpheuZ, bIgGeSt_No0b, Eseltier