Nirn.de

Gast

Thema: Fitness/Kraftsport/Bodybuilding  (Gelesen 143548 mal)

  • Daedrafürst
    • Untot
Um Gottes Willen lass die Finger von Weight Gainern... Ich nehm den momentan, ich will aber auch gezielt Masse aufbauen. Und das ist auch noch ein spezieller, der 50:50 Kohlenhydrate-Eiweiß ist, weil ich auch dazu neige, anzusetzen und 100% Eiweiß da nicht sinnvoll sind. Ich mache dazu aber auch eine entsprechende Diät, also fast ausschließlich Reis, Gemüse, Fisch, Geflügel, möglichst fettarm, da ich zwar in einer Masseaufbauphase bin, aber dennoch Fett verbrennen will. Das Blöde daran: Zum Fettverbrennen muss man weniger Kalorien zu sich nehmen, als man verbraucht, beim Muskelaufbau mehr. Aber das ist schwammig, im Prinzip geht es darum wenig Fett und viel Eiweiß zu sich zu nehmen.

Ich löse das so, dass ich das Eiweißzu großen Teilen aus Eiweißpulvern beziehe, etwa 100g am Tag, so komme ich auf knapp 200g am Tag. Das ist extrem viel, zumal das ja kein normales Eiweiß ist, sondern Hochleistungsproteine, die schneller aufgenommen werden und länger gespeichert werden können. Durch die Diät (wenn man das so nennen kann - ich esse an Trainingstagen schnell mal 1kg Reispfanne, aber halt alles fettarm - muss auch sein, mein Energieverbrauch ist mittlerweile etwa doppelt so hoch wie normal) sorge ich dafür, dass das Ausdauertraining den gewünschten Erfolg hat, durch die enormen Mengen Proteine geb ich den Muskeln Futter...

Sowas ist aber erstens aufwendig und erfordert Disziplin und zweitens teuer (so 1000g von meinem Eiweiß kosten 20€ - ich mach eine 5-wöchtige Aufbaukur, bei knapp 100g am Tag eine sehr teure Angelegenheit).

In Deinem Fall ist das übertrieben.

Das absolut Wesentliche ist in Deinem Fall imo die Ernährung. Sicher gehen Pommes schnell, aber ne Reispfanne dauert auch nicht ewig, es gibt auch oft Asia-Imbisse: ne Portion Nudeln mit Huhn sind tausend mal besser als 3 Burger bei McDoof.

Finger weg von so kleinen Snacks: Um ein großes Snickers abzuarbeiten brauchst Du anfangs sicher knapp 30 Minuten Cario-Training. Wenns sein muss, nimm Obst.

Statt Weißmehlbrötchen, Vollkornprodukte, die sind zudem gesünder. Statt Salami Putenbrust, statt Butter Frischkäse...

Wie gesagt: Gegen nen Fast-Food-Tempel-Besuch ab und an sagt niemand was. Ich bin so 1x im Monat da, manchmal auch 2x, aber öfter selten. Aber auch da: ich esse sicher 3-4 Burger, Hähnchenteile und ne Pommes, aber dazu Cola Light (Wasser wäre noch besser, aber zum Burger geht das gar nicht): Muss man sich dran gewöhnen, aber Zucker und Fett sind eine ganz schlechte Kombination, Süßstoffe sind auch nicht so prickelnd, aber in dem Fall besser als Zucker.

Wenn Du das beachtest, hast Du die Fetteinsparung, Du müsstest bei genügend Ausdauersport abnehmen.

Muskeln wachsen aber nur bei ausreichender Versorgung mit Eiweiß. Ich würde versuchen, das über die Ernährung zu erreichen. Was aber keineswegs schadet ist ein Eiweißshake nach dem Training (da ist die Zufuhr am nötigsten). Wenn ihr im Studio eine Bar habt, wirst Du da sicher einen bekommen, ansonsten kannst Du Dir einen im Sportfachhandel, in speziellen Bodybuilding-Shops oder im Internet besorgen. Wichtig bei Dir ist aber, dass das fettarm ist. Als Beispiel zeig ich Dir hier mal eins der Fitnesslinie, die unser Studiobesitzer gegründet hat: Link - hier kann ich Dir garantieren, dass das Produkt, bei wenig Fett viel Eiweiß liefert. Das tun auch viele viele andere, das dient nur als Beispiel, habs genommen, weil ich da halt weiß, dass das auch wirklich so funktioniert... Wichtig ist aber allein die Zusammensetzung. Aber normalerweise ist es anfangs gar nicht nötig, dass Du mit Shakes nachhilfst. Achte einfach drauf, täglich vernünftige Mengen Eiweiß aufzunehmen. Faustformel: 1g pro 1kg Körpergewicht, in Deinem Fall schaden 20g (insgesamt) mehr sicher nicht.

Soviel zur Ernährung.

Zum Ausdauersport: Das mit den Zerrungen beim Schwimmen ist seltsam, würde dann ein Ergomether empfehlen, das ist von den Cardiogeräten wohl das gelenkschohnenste. Wie Du am sinnvollsten Fett verbrennst, hab ich im ersten Post beschrieben... Wichtig ist auf jeden Fall die Regelmäßigkeit. Weniger als 2x die Woche ist witzlos, es sollten pro Woche schon mind. 1,5 Std. sein... Je mehr, desto besser.

Zum Krafttraining: Das ist so schon ok. Alles andere heb Dir für später auf, erst mal musst Du eine vernünftige Grundmuskulatur bekommen. Nur wird es Dir schwer fallen, nach 3 Sätzen noch das Gewicht zu erhöhen. Nimm einfach beim nächsten mal das nächsthöhere Gewicht und versuche die Wiederholungszahl zu packen, wenn es eins zwei weniger sind macht das nix, das kommt noch. Wenn Du merkst, dass es bei dem aktuellen Satz extrem eng wird, Du nur halb so viel schaffst, dann geh beim nächsten Satz wieder mit dem Gewicht runter. Effektiv kann auch eine ganz langsame Widerholung am Ende sein oder eine Negativwiederholung (das bedeutest, dass Du gegen die eigentliche Richtung, das Gewicht nur ablässt. Also nimm als Beispiel Bankdrücken: Wenn Du komplett fertig bist, versuch noch einmal ganz langsam nach oben zu drücken (wenns nicht mehr geht schnell hochpumpen) und dann ganz langsam ablassen (aber rechtzeitig einhängen, bzw. wenn Du frei drückst, nur mit Hilfe). Geht bei eigentlich allen Übungen.

so far...
  15.03.2007, 16:21
  • Offline


  • Freund
    • Neuling
Zitat
Original von Extrodier
Nur wird es Dir schwer fallen, nach 3 Sätzen noch das Gewicht zu erhöhen. Nimm einfach beim nächsten mal das nächsthöhere Gewicht und versuche die Wiederholungszahl zu packen, wenn es eins zwei weniger sind macht das nix, das kommt noch.

Entweder versteh ich dich da gerade nicht oder du mich nicht ^^ ... Also ich hab keineswegs vor, nach 3 Sätzen noch mehr draufzupacken.
Ich trainiere jetzt beispielsweise diese Woche mit 8 Wiederholungen bei 3 Sätzen. Nächste Woche dann 10 Wiederholungen bei 3 Sätzen und die Woche darauf dann 12 Wiederholungen bei 3 Sätzen. Und dann pack ich in der kommenden Woche mehr Gewicht drauf und fang wieder bei 8 an.
Sind diese Schritte zu groß gewählt? Also soll ich nach 8 Wiederholungen in der darauffolgenden Woche nicht einfach direkt 12 versuchen? Und soll ich die Gewichte so wählen, dass ich nach 3 Sätzen noch das Gefühl hab, dass ich ein paar Wiederholungen noch auf jeden Fall geschafft hätte oder eher so, dass ich danach relativ platt bin?

Mein Bruder hat sich in einem anderen Forum z.B. eine imho recht merkwürdige Methode erklären lassen. Man sucht sich dabei das absolute Maximalgewicht auf einen Satz und dann trainiert man eine Woche lang mit 60% dieses Gewichtes. Die darauffolgende Woche mit 65% usw. bis man nach 8 oder 9 Wochen bei 100% angelangt ist und dann sollte man theoretisch einen Fortschritt feststellen.

Nochmal thx für die ganzen Tipps, das Hauptproblem dürfte bei mir wohl am ehesten die Ernährung darstellen...
  15.03.2007, 18:25
  • Offline


  • Daedrafürst
    • Untot
Ach so...

Hm, probier lieber die Wiederholungen innerhalb der 3 Sätze zu staffeln, also z.B. erster Satz 12, zweiter Satz 10, dritter Satz 8.

Aber das ist nicht entscheidend, wie Du es vorhas, kannst Du es auch machen..

Die Unterscheide dürften minimal sein...

Die Methode, die Deinem Bruder vorgeschlagen wurde ist auch machbar, aber eher was für Fortgeschrittene.

Aber mach Dich da nicht so verrückt, das sind Feinheiten. Nur solltest Du so alle 3 Monate Deinen Plan umstellen, weil die Muskeln sich sonst an die Übungen gewöhnen.

Jep, Ernährung ist das a und o, auch wenn das oft am schwierigsten zu ändern ist...

Und keine Ursache, dafür hab ich den Thread ja u.a. aufgemacht...  ;)
  15.03.2007, 19:26
  • Offline


  • Freund
    • Neuling
Hui wurde mal Zeit für einen solchen Thread, jedoch lese ich mir jetzt nicht alles durch. ^^
Ich feiere Ende des nächstes Monats mein zweijähriges Studiojubiläum. :)
War bisher immer eine echte Bereicherung, nur habe ich über den Winter stark nachgelassen, sprich ich konnte das Gewichtsniveau der Übungen halten aber nicht erhöhen. Nun möchte ich endlich mal wieder weiterkommen und den Winterspeck abtrainieren, sowie meine Ernährung wieder etwas an die guten alten Zeiten anpassen. :D
  18.03.2007, 00:19
  • Offline


  • Geweihter
    • Dunkle Bruderschaft
Hey Extro.. ich hab mal ne Frage:
Welche Übungen würdest du empfehlen wenn ich gerne breitere Schultern hätte? Bzw. insgesamt gerne eine breitere Statur hätte... ein Six pack und ansehnliche oberarme hab ich aber auch so schon.. Verstehst du was ich meine?
Aka.. Dämonmaster
  19.03.2007, 13:25
  • Offline


  • Daedrafürst
    • Untot
Um ein breiteres Kreuz zu bekommen, sollten Rücken- und Schultermuskeln trainiert werden.

Mit 15 wie schon mehrfach gesagt, bitte vorsichtig!

Klimmzüge beanspruchen viele Muskelgruppen, die hier wichtig sind: Brust, Schultern, Arme, oberer Rücken. Hinweise zur Ausführung im ersten Post. Ein weiter Griff ist effektiver, aber das erfordert meist Übung. Daher auch ruhig eng greifen und versuchen sich mehr und mehr nach außen vorzuarbeiten...

Du kannst auch mit den Kurzhanteln rudern. Dazu die Knie etwas einknicken, nach vorne beugen und die Ellenbogen zu einem 90° Winkel formen. Dann nach unten hin gerade ausstrecken und wieder in die Ausgangslage zurückführen. ODer einseitig an der Bank: Link

Wenn Du Kurzhanteln hast, dann teste mal folgende Übungen für die Schultern: Link

Weiterhin eignen sich die oben erwähnten Pull Overs.

Nackendrücken (geht genauso mit Kurzhanteln) könnte auch helfen.

Aber bevor Du mit sowas anfängst: Klimmzüge, Liegestütze, Crunches - allein mit den drei Übungen kannst Du echt nen sichtbaren Erfolg am Oberkörper erreichen und Du hast den Vorteil, dass alle drei Eigengewichtsübungen sind. Ich neige eher dazu viele verschiedene Übungen zu machen, aber ich kenne genug Leute, die mit nur zwei Übungen pro Muskelgruppe spitzen Erfolge haben. PRobier es einfach mal aus. Erhöh die Wiederholungen pro Satz, erhöh die Satzanzahl, variier dabei und Du wirst sicher nicht weniger Erfolg haben, als wenn Du viele Einzelübungen machst.
  19.03.2007, 16:35
  • Offline


  • Geweihter
    • Dunkle Bruderschaft
Ok.. Thx ;)
Ich probier es mal aus!
Aka.. Dämonmaster
  19.03.2007, 16:42
  • Offline


  • Freund
    • Neuling
Hätt au mal wieder zwei Fragen:

Zum einen hab ich mir sagen lassen, dass es falsch sei, direkt nach dem Muskelaufbau-Training ein Ausdauertraining zu machen, da man dann angeblich das Muskelwachstum behindern würde. Stimmt das? Oo
Und zum anderen hast du ja in deinem ersten Post gesagt, dass man, wenn man Fett verbrennen will, mit einem relativ niedrigen Puls, den man irgendwie bestimmen kann, trainieren soll. Muss man sich, um den Puls bestimmen zu können, zwanghaft so eine teuere Pulsuhr kaufen?
  19.03.2007, 19:01
  • Offline


  • Skelett
    • Untot
Zitat
Original von Giftzwiebel
Hätt au mal wieder zwei Fragen:

Zum einen hab ich mir sagen lassen, dass es falsch sei, direkt nach dem Muskelaufbau-Training ein Ausdauertraining zu machen, da man dann angeblich das Muskelwachstum behindern würde. Stimmt das? Oo
Und zum anderen hast du ja in deinem ersten Post gesagt, dass man, wenn man Fett verbrennen will, mit einem relativ niedrigen Puls, den man irgendwie bestimmen kann, trainieren soll. Muss man sich, um den Puls bestimmen zu können, zwanghaft so eine teuere Pulsuhr kaufen?

Ganz im Gegenteil: Ausdauertraining verhindert nicht das Muskelwachstum. Durch vorheriges Krafttraining wird der Körper u.a. im Energieverbrauch so beansprucht, dass durch Ausdauerübungen danach viel Fett verbrannt wird.

Dass bei der Fettverbrunnung der Puls eine Rolle spielen soll, ist mir neu. Der ist relativ egal, niedriger natürlich besser. Finger an den Hals, zehn Sekunden warten und zählen, mal sechs rechnen... ;-)
  19.03.2007, 19:40
  • Offline
  • http://goldensunarchiv.de


  • Geweihter
    • Dunkle Bruderschaft
Doch auf einem bestimmten Puls verbrennt man das meiste Fett.
Aba i.wann hat man den im gefühl.. weil das merkt man.
Aka.. Dämonmaster
  19.03.2007, 20:02
  • Offline


  • Daedrafürst
    • Untot
Beim Ausdauersport gibt es grob vier Pulsbereiche:

Untertraining (also wo keine Belastung stattfindet)
Fettstoffwechselbereich (hier wird hauptsächlich Fett verbrannt)
Herz-Kreislauf-Bereich (hier wird Kondition aufgebaut, die Energie aber meist aus Eiweiß bezogen)
Übertraining (zu hoher Pulsbereich, gefährlich)

In wie weit es Sinn macht, im Fettstoffwechsel zu bleiben, darüber streiten die Experten.

Die einen meinen, man sollte unbedingt in diesem Bereich bleiben, die anderen meinen, es käme nur auf den Gesamtenergieumsatz an.

Imo macht es schon Sinn, in dem Bereich zu bleiben, gegen Ende nochmal zuzulegen, sich richtig auszupowern...

Mehr dazu oben...  ;)
  19.03.2007, 23:41
  • Offline


  • Freund
    • Neuling
Mal wieder eine Frage:
Mein Trainingsplan sieht wie folgt aus:

Beinpresse 45°    3 Sätze
Klimmzugmaschine (die freien wollen noch nicht klappen :/ )    3 Sätze
KH-Rudern     2 Sätze
Bankdrücken    3 Sätze
KH-Schulterdrücken       2 Sätze
Rückenstrecker     3 Sätze
Beinheben     3 Sätze
Crunches      2 Sätze

Erstmal würd mich interessieren, ob der Plan generell so ok ist und weiterhin wollte ich dann mal fragen, welche Sorte Bankdrücken am effektivsten ist. Ich mache momentan noch die ganz normalen freien, aber es gibt ja auch noch Schrägbankdrücken und Negativbankdrücken. Was ist denn da der große Unterschied? Geht doch generell eigentlich alles auf die Brustmuskulatur und auf den Trizeps...
  22.03.2007, 11:54
  • Offline


  • Daedrafürst
    • Untot
Für nen Einsteigerplan völlig ok. Kannst noch was für den Bizeps und den Trizeps mit rein nehmen, sonst absolut ok. Würde aber je nach dem, was Du am meisten trainieren willst, den Plan richten. Also wenn Du vor allem mehr Brust willst, mit den Brustübungen beginnen etc. Immer eine Muskelgruppe durchtrainieren, dann zur nächsten (als Muskelgruppen bezeichne ich mal grob: Brust, Rücken, Schultern, Arme, Po, Beine, Bauch).

Finde 2 Sätze für den Anfang n bissl wenig, 3 können es ruhig sein, vor allem beim Bauch mehr machen, Bauch dauert i.d.R. ewig...

Wegen der Brust: Kommt drauf an was Du willst. Die Brust besteht ja nicht aus einem einzigen Muskel. Flys (also z.B. die Butterfly-Maschine) trainieren eher die äußeren (also die, die zur Schulter gehen), flaches Drücken etwas mehr die unteren, Schrägbankdrücken eher die oberen. Aber das sind Feinheiten, für den Anfang unwichtig. Wenn Du mal ne Zeit dabei bist und die Zeit es zulässt, solltest Du eh splitten (also nicht immer alle Muskelgruppen, sondern spezifisch an einem Tag bestimmte Regionen, wie das aussehen kann gleich). Dann würde ich versch. Übungen einbauen um die Brust optimal zu trainieren, aber für den Anfang ist das so ok. Aber variier ruhig mal, teste mal schräge oder Flys.

So und nun ein Beispiel für ein Splitting (ist mein momentaner Plan):

Mo. Brust, Bizeps, Trizeps, Bauch, Cardio
Di. Rücken, Schultern, Nacken, Bauch, Cardio
Mi. Po, Beine, Bauch, Cardio
Do. Brust, Bizeps, Trizeps, Bauch, Cardio
Fr. Rücken, Schultern, Nacken, Bauch, Cardio
Sa. laufen
So. laufen

btw: neue Laufschuhe und neues Eiweiß gekauft... *freu*

Ist extrem viel, sind pro Woche um die 25 Std., aber das liegt halt einerseits an meinen Semesterferien (danach wird es wohl wieder 3x Studio und 1 - 2x laufen sein) und zudem daran, dass ich grad im Masseaufbau bin.

Wichtig ist, dass die Muskeln Zeit zur Erholung haben (mind. 1 - 2 Tage). Das halte ich beim Bauch mom. nicht ein, aber das geht da, aber auch dank speziellem Training etc.
  22.03.2007, 21:58
  • Offline


  • Fremdländer
    • Neuling
Wirklich mal ein interessantes Thema. Wie schnell man völlig aus der Form geraten kann, habe ich am eigen Leib (buchstäblich) erfahren.

Noch vor 4 Jahren war ich ziemlich sportlich...dann habe ich -berufsbedingt- keine Zeit mehr dafür gefunden, meine gesamte Form wieder verloren und 20 Kilo zugenommen. Das brachte für mich einige zum Teil sehr unangenehme Folgen mit sich...kurzatmigkeit, Rückenschmerzrn...sogar die Regenerationsfähigkeit bei kleineren Verletzungen (schnitte, Prellungen etc. war eingeschränkt)

Glücklicherweise ist meine genetische Veranlagung auf einen kräftigen Körperbau ausgelegt. (Idealgewicht 80 Kilo bei 1,77m Körpergrösse)

Seit einem Monat gehe ich regelmässig dreimal die Woche für ca. 90 Min. ins Fitnesscenter. Der Muskelaufbau geht enorm schnell voran (jaja die Vererbung halt...danke Mami und Papi) nur...ich werd die Wampe nicht los...nicht mal ansatzweise irgendeine Art von Erfolg...einen Waschbrettbauch werde ich nie haben und will ich auch gar nicht.

Aber mich würde mal interessieren, in welchen Bereichen des Körpers, die Fettumwandlung bzw. -verbrennung zuerst beginnt und ob die ernährung im direkten Zusammenhang mit dem Trainingserfolg steht.
Morgen ist der Tag vor Übermorgen -also Gestern
  22.03.2007, 22:24
  • Offline


  • Daedrafürst
    • Untot
Dass man Fett an bestimmten Stellen verbrennen kann, ist ein Mythos, das sucht sich der Körper selbst aus... Zuerst wird er dort abbauen, wo das meiste Fett angesammelt ist, also i.d.R. Bauch und Po.

Aber das kannst Du nicht beeinflussen. Der schöne Waschbrettbauch ist so ne Sache: Das spielt viel Vererbung mit, um den echt zu sehen, muss der Fettgehalt minimal sein.

Mir geht das nicht viel anders: Bauch ist klar meine Problemzone. Und glaube mir: Ich geb beim Bauchtraining alles, der Sixer (eigentlich sind es ja acht aber egal) ist auch da, nur wird er bedeckt.  ;)

Genau daran arbeite ich u.a. momentan.

Durch gezieltes Bauchmuskeltrainig (alle Bereiche mit einbeziehen, Crunches decken mehrheitlich die oberen Bauchmuskeln ab, versch. Variationen hab ich hier mal verlinkt - sorry, bin grad zu faul das zu suchen, aber in einem meiner Posts hier findest Du den Link) kannst Du die Muskulatur darunter aufbauen und straffen, Folge: Der Bauch wird straffer.

Die "Wampe" bekommst Du so aber nicht weg. Hier hilft wirklich nur einerseits viel Ausdauersport (am besten im Fettstoffwechselbereich - merh dazu im ersten Post) und außerdem eine Ernährungsumstellung.

Fett verschwindet dann, wenn Du mehr verbrauchst als zu Dir nimmst. Das ist bei einem kombinierten gewünschten Muskelaufbau schwierig, aber nicht unmöglich.

Wichtig auf jeden Fall: Viel Ausdauersport bei niedrigem Puls (im Studio wird man Dir sicher den optimalen Puls sagen können) und die richtige Ernährung.

Muskelaufbau verlangt vor allem Eiweiß. Normal sind 1g pro kg Körpergewicht, beim Muskelaufbau kann das weit mehr werden (ich bin grad im Aufbau, nehme locker 200g bei 95kg zu mir, das ist aber extrem und bringt nur bei intensivem Training etwas). An Deiner Stelle würde ich nach jedem Training einen Eiweißshake trinken (meist im Studio erhältlich, sonst im Handel - ich empfhele Dir solches, was wenig Fett und 50:50 Eiweiß und Kohlenhydrate hat (nehm ich grad, wenn man eher schnell ansetzt echt gut)).

Im Allgemeinen ist die Ernährung das a und o. Ohne geht eigentlich nichts.

Was kann man empfehlen?

Viel Reis und Ananas! - Wenig Fett, sättigt und entwässert (vieles was als Fett erscheint ist oft zu viel Wasser (z.B. durch zu salzige Ernährung: Salz möglichst weglassen!)!
Viel Salat, Obst, Gemüse! - Vor allem leichte Varianten. Dein Körper braucht durch das Training mehr Nährstoffe!
Viel fettarmes Fleisch und Fisch! - Fettarmes Geflügelfleisch wie Pute sind ideal (eine Panade ist weniger hilfreich), gerne ein schönes Steak (Pommer sind ab und an ok, dauerhaft sicher nicht empfehlenswert) und Fisch (halt auch besser als Filet als als Fischstäbchen mit fett Sauce).
Viel Vollkornprodukte! - Auch das hilft! Statt Vollweizenbrötchen mit Salamie und Mayo ein Vollkornbrötchen mit fettarmen Frischkäse und Putenbrust.

Dazu: Ich liebe defitges Essen, ein Grillabend endet selten unter 2 - 3 Steaks und unzähligen Würstchen und Burgern.  ;) Aber das kann man auch gern mal machen, nur halt nicht dauerhaft. Muss ich jedes mal, wenn ich Bock auf nen Burger habe auch echt hinfahren/gehen? Besser in den Chinaimbiss und Nudeln mit Huhn bestellen.

Weiterhin: Süßigkeiten, Chips etc. - verbannen! Klingt krass (für mich kein Ding, Süßes mag ich eh nicht und Chips? - Ok, wenn ne Tüte da ist, ist sie leer, aber muss nicht sein), aber hilft! Wenn Du echt mal Lust auf Schokolade hast, ok, dann musst Du Dir welche holen fahren. Da überlegt man 3x, ob es das Wert ist.  ;)

Aber auch hier: Wenn Du mal Lust hast, ok! Das macht es auch nicht, es darf halt nicht die Regel sein. Nur mal als Denkanregung: Mit einigermaßen Übung schaffst Du im optimalen Fettstoffwechselbereich um die 400 kcl in 30 Minuten Ausdauersport. Und nun rechne mal aus, was ne Tafel Schoki hat... ;)

Anfangs ist sowas immer schwer, keine Frage! Ich hab es für mich geschafft, gewisse Grundregeln in denn Alltag einzubinden, das gehört einfach dazu! Aber sowas dauert, dieser Sport ist egal ob professionell oder im normalen Bereich Höhen und Tiefen. Es gibt Phasen, da geht nichts, kein Erfolg zu sehen. Oft zeigt das an, dass man zu lange nach dem gleichen Plan trainiert. Einfach mal das Training komplet umstellen.

Und alle die, die nach möglichst schnellem Erfolg lechtzen, die fallen in ein noch tieferes Loch, wenn es mal nicht läuft. Diese Phasen gibt es, da muss man durch. Habe viel und lange mit Leuten geredet, die heute um die 40 sind und seit rund 20 Jahren trainieren. Die berichten genau das! Mit schwachen Phasen muss man leben, man kann versuchen, sie schnell zu beenden, aber sie kommen vor. Da darf man halt nicht aufgeben, gerade zu Beginn. Mache das nun 5 Jahre und sicher, manchmal war die Motivation hin, ich ging nur 1x die Woche, Ernährung? egal - aber dennoch bin ich dran geblieben. Und irgendwann geht es auf einmal wieder.

Man darf ja nicht denken, dass das Erreichte einfach so bleibt. Auch die Muskelberge um die 40 gehn meist fast noch täglich trainieren, meist nur kurz, einfach um die Muskulatur in Forum zu halten, aber ohne das geht es nicht. Aber das wird mit der Zeit auch weniger das Problem. Training wird Alltag, es gehört halt dazu, wie essen, trinken, arbeiten, etc.

Wenn Du am Ball bleibst, wirst Du den Punkt erreichen, den Punkt, wo sich gewisse Verhaltensregeln einfach in den Alltag integrieren, wo man nicht mehr an sowas denken muss, sondern es einfach dazu gehört. Und das ist der einzige Weg, auf Dauer Erfolg zu haben.

Selbst wenn Du Deine Traumfigur hast, die ist schnell wieder weg, wenn Du nachlässig wirst.

Ich kenne es von zu Hause nicht anders, mein Vater wird dieses Jahr 70 (jaja, Nachzügler^^) und ist dermaßen fit, der fährt So. mal locker 40km Mountain Bike, geht ins Studio, spielt mittlerweile beinahe täglich Golf. Er hat sein Leben lang Sport getrieben und wenn ich sehe wie fit der in seinem Alter ist (sowohl geistig als aus körperlich): Respekt, wenn ich das mal erreiche, bin ich glücklich!

Kurz: Es stimmt meiner Meinung nach: Ein gesunder Geist erfordert einen gesunden Körper, zumindest hilft dieser!

Sicher geht es mir momentan um den absehbaren Erfolg, aber wenn ich all die Rentner bei uns im Studio sehe: Kraftsport ist nicht nur reines Egopushing! Eine starke Muskulatur kann viele Krankheiten verhindern, sie verbrennt zudem mehr Energie. Und was sind denn die großen Probleme im Gesundheitsbereich? Übergewicht, Bewegungsmangel etc.!

Aber ich drifte irgendwie sehr weit ab... Sorry!  :o

Was ich eigentlich nur sagen will: Versuch in kleinen Schritten sowohl Training, als auch eine umgestelllte Ernährung in den Alltag zu integrieren, es ist nicht leicht, aber es geht und nur so wirst Du auch langfristig Erfolg haben.

Edit: Öhm, sorry...^^ Ziemlich viel bla bla dazwischen... Das Thema interessiert mich halt, werd wohl auch im Sommer nen Trainerschein machen, daher...

Aber ich denke das Wesentlich kann man herausfiltern...^^
  22.03.2007, 23:23
  • Offline


  • Fremdländer
    • Neuling
Wow, vielen Dank...dass meiste bestätigt einem ja auch der Trainer, von daher ist nicht alles blahblah für mich  ;)

Das grösste Problem besteht für den Grossteil der Sportler vermutlich in der Umstellung der Essgewohnheiten. Mir ist ein Holzfällersteak allemal lieber als eine Portion Reis...von jedweder Art von Gemüse will ich da gar nicht mal anfangen.

Die Geschichte mir dem 70 Jährigen...hab ich auch schon erlebt.
Gestern im Studio...der war bestimmt in dem Alter - und stemmte mal eben seine 80 Kilo, lief dann 45 Min. bei 10 Km/H und ging dann zum Zirkeltraining.
Der Knabe war auf seine alten Tage fitter als ich zu meiner besten Zeit.

Aber genau so stell ich mir regelmässiges Training vor. Wenn ich 70 bin, hätt ich auch gern noch so eine Kondition  ;)
Morgen ist der Tag vor Übermorgen -also Gestern
  24.03.2007, 12:53
  • Offline


  • Skelett
    • Untot
Ich muss es auch einfach mal sagen: super, Extro, wie du hier den Mann für die Fitnessfragen stellst.  :) Sehr ausführliche Antworten (und eher interessantes "Blabla"), man merkt, dass das Thema voll auf dich zugeschnitten ist.

Ja, Ernährungswissenschaft und Trainingslehre sind wirklich spannende Sachgebiete, mir macht es Spaß, mich damit zu beschäftigen. Zumal man ja auch wirklich im Leben etwas (nein, viel) davon hat!

Also weiterhin schön Gewichte stemmen und Spiegeleier essen... ;-) Wenn ich mal Fragen haben sollte, hab ich ja hier zusätzliche Kompetenz.  :)
  24.03.2007, 14:16
  • Offline
  • http://goldensunarchiv.de


  • Daedrafürst
    • Untot
Danke für die Blumen!  :)

Öhm ein Steak ist keinesfalls verkehrt, problematischer sind eher die Pommes dabei... An sich ist gegen ein mageres Steak nichts einzuwenden. Und klar: Eier in jeder (möglichst fettarmen) Form brauchst Du, bzw. das enthaltene Eiweiß.

Hatte heute das Glück wieder mal ganz neue Varianten zu lernen. Bei uns im Studio ist für 2 Monate ein Brasilianer angemeldet, der hier wohnt und in Wiesbaden die US Army in Fitness und Kampfsport unterrichtet. Joar und mit dem hab ich mich halt mal ein bissl unterhalten und ein paar Übungen zeigen lassen. Die beiden besten wollte ich dann doch mal vorstellen, hab leider keine Pics dazu, also muss ne Beschreibung reichen. Die sind aber keineswegs für Anfänger geeignet. Man sollte schon ne Weile trainieren und die Grundübungen, auf denen sie basieren kennen.

Ich hab ja schon öfter Pull Overs erwähnt (im ersten Post müsste auch ein Link mit Beschreibung sein). Diese kann man wunderbar noch intensiver gestalten (kommt mir sehr entgegen, hab mittlerweile eh schon mit 30kg die größten Kurzhanteln bei uns dafür genommen). Und zwar legt man sich nicht auf die Bank, sondern dreht sie so, dass sie mit der breiten Seite hinter Dir steht. Dann Hantel nehmen und vor der Bank in die Brücke gehen und die Schultern auf die Bank auflegen. Dann Pull Overs, diese am obersten Punkt einmal zum Körper ablassen und wieder hoch. - Super, echt bombige Anstrengung!

Und nun der ultimative Killer für den Bauch, noch besser als mein bisheriger Favorit, die Crunches revers (spezielle Manchetten um die untere Wade schnallen - die haben auf der Vorderseite eine Art Haken - dann an der Klimmzugstange mit den Beinen an der Stange einhängen und dann den Oberkörper in einen 90° Winkel bringen). Die sind schon echt bösartig, gehen halt mehr in den oberen Bauch und mann braucht rel. viel Material. Der Kerl meinte, diese Übung würde man in den USA 45 Degrees nennen, eine Kombination aus Hüftheben und dem Klappmesser. Eine Bank ist von Vorteil, es geht auch eine Matte, man muss sich nur irgendwo hinter dem Kopf festhalten können. Die Füße überkreuzen und dann die Beine 45° anheben. An diesem Punkt kurz verweilen, dann die Hüfte anheben, die Beine gerade lassen. Wenn die maximale Streckung erreicht ist, Hüfte wieder absenken, aber nur ein Stück, dann Beine absenken und dann erst die Hüfte komplett... - Unfassbar. Ich habe es noch nie erlebt, dass eine Bauchübung nach 3 Wiederholungen schon so höllisch shcmerzen kann (wichtig vor allem: langsam ausführen, ohne Schwung oder hektische Bewegungen).

Wie gesagt, beides eher für Fortgeschrittene, aber zumindest bei letzterer Übung werden Anfänger wohl eh recht schnell aufgeben...  ;)
  24.03.2007, 16:00
  • Offline


  • Freund
    • Neuling
Meine Frage hat zwar jetzt nur indirekt was mit Krafttraining zu tun, aber ich wollte dafür jetzt nicht unbedingt nen neuen Thread aufmachen:
Und zwar war ich heut mit ein paar Freunden Basketball spielen und dabei ist mir eben meine linke Kniescheibe nach rechts weggerutscht (also nach innen) und ich hab mich natürlich aufs Maul gelegt.
Jetzt hab ich relativ Probleme gescheit zu gehen, von Laufen wollen wir mal gar nicht erst sprechen. Und da frage ich mich jetzt zum einen, ob ich dann jetzt erstmal mit Kraftübungen für die Beine (also bei mir momentan nur die Beinpresse) vielleicht mal 1-2 Wochen warten sollte und zum anderen würde mich interessieren, ob diese Bandagen wie sie ja viele Basketballer und Handballer tragen, bei solchen Sachen irgendwas nützen. Also stützen die das Knie so, dass es mir nicht rausspringen kann und nützen diese Dinger evtl. auch was bei Kraftübungen wie der Beinpresse? Dann würd ich mir nämlich wohl evtl. mal eine solche zulegen, ich hab nämlich keine Lust, dass mir im Sommer alle 2 Wochen die Kniescheibe flöten geht :/ ...
  03.04.2007, 17:28
  • Offline


  • Gelehrter
    • Magiergilde
Du solltest dringend einen Arzt aufsuchen (Sportarzt oder Orthopädie).
Wenn das Kniegelenk instabil ist, ist es ausreichend von außen eigentlich nur durch eine Schiene zu stabilisieren (so wie sie Leute nach einer Kreuzband-OP tragen, ich habe da so meine Erfahrungen  :ugly: ).  
Was du wie deinem Knie zumuten kannst, will ich dir auf die Ferne und ohne Arzt zu sein, nicht raten.
  03.04.2007, 17:41
  • Offline