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Was hältst du von der Kommunistischen Idee ? (Marxismus)

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Thema: Kommunismus  (Gelesen 118647 mal)

  • Knochenfürst
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Also, hier ein thread zum philosophiern über die kommunistsiche Idee.

Zuallererst: Kommunismus ist nicht realSozialismus. Marx hat nichts mit stalin, mao oder anderen despoten am hut ...
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O RLY?
  11.08.2005, 23:59
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Gib doch als erstes mal nen Tip ab, wo man sich am besten darüber informieren kann. Ich hab hier zwar das Manifest rumliegen, aber ich dachte eher an so eine grundlegendere Beschreibung.
Mit mir kann man reden; solange man den Mund hält.
  12.08.2005, 00:03
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Marx hat Sozialismus Synonym mit Kommunismus gebraucht.

Die Unterscheidung kam erst durch Lenin, welcher den Sozialismus (Diktatur des Proletariats) als Vorraussetzung für den Kommunismus sah. Die Vorraussetzung für den Sozialismus war übrigens ein voll entwickelter Kapitalismus, denn nur so konnte ein Klassenbewusstsein im Proletariat entstehen.

Was Stalin und Mao produziert haben, hat sogar seine eigenen Namen, mit Sozialismus oder Kommunismus hat das nichts zu tun. Stalinismus, Maoismus und ähnliche fallen in die Kategorie "real existierender Sozialismus", der mit der Idee herzliche wenig zu hatte... leider.

Es gibt auch noch weitere Strömungen, wie, z.b. die Sozialdemokratie (ja, die kommt auch aus der Arbeiterbewegung), oder Trotzki hat auch Thesen und Theorien von Marx weiterentwickelt, wurde aber dann von einem KGB-Agenten getötet.

EDIT: Zum Informieren ist, außer dem Manifest ;), Wikipedia ganz gut. Aber bitte die Meinungsfärbungen überlesen.
"Die Kommunisten müssen auch beim Lernen ein Vorbild sein: Sie sollten zu jeder Zeit sowohl die Lehrer der Massen als auch ihre Schüler sein."
Mao Tse-Tung
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  12.08.2005, 00:04
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@Dominius

genau so ist das, schön das es doch noch leute gibt den man nicht  50ig mal predigen muss marx und real existirender sozialismus gehören nicht zusammen, und die dann immer noch nicht gerafft haben worum es geht.

infos gibt es z.b auf wikipedia habe es aber dort noch  nicht alles gelesen daher keine gewähr ob es gut ist
infos hier
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O RLY?
  12.08.2005, 00:08
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schlecht. Da fehlt schlicht die Individualität. Unfair finde ich es auch, wenn alle gleich viel bekommen.
Und wenn das nicht der Fall ist, dann ist das imo auch kein Kommunismus mehr.
  12.08.2005, 00:10
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Zitat
Original von Tokuul
schlecht. Da fehlt schlicht die Individualität. Unfair finde ich es auch, wenn alle gleich viel bekommen.
Und wenn das nicht der Fall ist, dann ist das imo auch kein Kommunismus mehr.

warum ungerecht und unindividualität ? es geht nicht darum das jeder haar das gleiche hat sondern das jeder die gleichen möglichkeiten hat, so das z.B nicht eine minderheit (die kapitalisten)über das gane kapital (geld, bildung, produktionsmittel)l verfügen können, außerdem geht es auch um andere menschen auf der erde man schaue nach afrika, die menschen dort werden seit jahunderten nur ausgebeutet deshalb sind sie auch so arm und unser kapitalisten so reich
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O RLY?
  12.08.2005, 00:13
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Individualität fehlt doch nicht? Man kann doch fast machen, was man will. Außerdem wird ja die Arbeitszeit extrem verkürzt, da haben halt alle ca. gleichviel zu tun.
Zudem, wer soll entscheiden, wer mehr verdient, und wer weniger? Das ist doch völlig subjektiv. Da ist es viel besser, wenn alle gleichviel bekommen. Und es gibt sowieso kein Geld mehr, da ja Privateigentum fast völlig abgeschafft ist und vergemeinschaftet wurde.

Vor allem brauch man sich keine Sorgen um Seine Zukunft/Versogung etc. machen. Und man ist frei. Was will man mehr?
"Die Kommunisten müssen auch beim Lernen ein Vorbild sein: Sie sollten zu jeder Zeit sowohl die Lehrer der Massen als auch ihre Schüler sein."
Mao Tse-Tung
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  12.08.2005, 00:14
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@dominius:
bitte führe "privateigentum" weiter aus, meinst du deinen schreibtisch, deinen computer usw. oder sprichst du von land, häusern fabriken etc. ?
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O RLY?
  12.08.2005, 00:18
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Ein großes Problem ist z.B. folgender Fall:

Person A ist ein einfacher Handwerker.
Person B ist ein angesehener Facharzt.

Wenn nun Person A und Person B gleichviel Lohn bekommen, fragt sich Person B natürlich wozu er jahrelang studiert hat und jeden Tag um Leben oder Tod kämpfen muss, wenn er mit einem einfachen Job das gleiche Geld bekommen würde. Daraus folgt, dass immer mehr Fachkräfte in allen Bereichen fehlen und die Gesellschaft daran zu Grunde gehen würde.
  12.08.2005, 00:20
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Zitat
@dominius: bitte führe "privateigentum" weiter aus
Also, es geht ja primär um das kleinbürgerliche Privateigentum. Und da spreche ich eher von Industrieeigentum, riesigen Immobilien etc.
Das Privateigentum im kleineren Kreis bleibt da unangetastet. Das man ein wenig Privatsphäre oder/und eigene Dinge haben kann muss ja gewährleistet sein. Aber niemand brauch 10 Sportwagen und 10 Ferienvillen.

Mein Stuhl gehört auch weiterhin mir ;).

@LordKain
Mit solchen Menschen funktioniert kein Kommunismus. Wenn ein Arzt nur wegen des Geldes sowas tut, und nicht um Menschen zu helfen, dann hat er in meinen Augen den Beruf verfehlt.
"Die Kommunisten müssen auch beim Lernen ein Vorbild sein: Sie sollten zu jeder Zeit sowohl die Lehrer der Massen als auch ihre Schüler sein."
Mao Tse-Tung
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  12.08.2005, 00:22
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Zitat
Original von Dominius
Mein Stuhl gehört auch weiterhin mir ;).


verdammter kapitalist  ;)  :D

Zitat
Wenn nun Person A und Person B gleichviel Lohn bekommen, fragt sich Person B natürlich wozu er jahrelang studiert hat und jeden Tag um Leben oder Tod kämpfen muss, wenn er mit einem einfachen Job das gleiche Geld bekommen würde. Daraus folgt, dass immer mehr Fachkräfte in allen Bereichen fehlen und die Gesellschaft daran zu Grunde gehen würde.

problem ist die einstellung der menschen, der artzt hält sich für "besser" bzw. "wichtiger"
jedoch muss man bedenken das der handwerker in der zeit in der  der artzt studiert hat schon gearbeitet hat daher auch schon einen teil für die gesellschaft getan hat ...
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O RLY?
  12.08.2005, 00:27
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Dennoch ist der Arzt als Fachkraft nicht so einfach austauschbar wie ein Handwerker.
  12.08.2005, 00:30
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Zitat
Original von LordKain
Dennoch ist der Arzt als Fachkraft nicht so einfach austauschbar wie ein Handwerker.

und warum sollte der artzt deswegen mehr bekommen ? bzw. was sollte man ohne handwerker machen ? wer soll denn die artzpraxis bauen etc. ? ohne handwerker geht genauso wenig wie ohne ärtzte, außerdem könnte ist es kein problem mehr leute zu ärtzten aus zu bilden




edit: endlich "hoch-ordinator"  ;)
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  12.08.2005, 00:33
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Dennoch muss der Arzt sich mehr bemühen um Arzt zu werden, als der Handwerker. Der Handwerker kann in der Zeit, in der der Arzt noch lernt, bereits Geld verdienen, der Arzt erst später. Warum sollte dann der Arzt überhaupt solange lernen um dann im Prinzip in seinem gesamten Leben weniger Geld verdient zu haben, als der Handwerker?
  12.08.2005, 00:38
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@LordKain
Moment: Ein Facharzt ist deshalb nur nicht so austauchbar, weil es weniger gibt als Handwerker. (Obwohl, hier in Deutschland wäre ich mir da nicht so sicher.)
Und warum gibt es weniger? Weil es mehr Hürden für die Ausbildung gibt. Das liegt aber alles am kapitalistischen System (auch im Bildungssektor). Im Kommunismus, gäbe es auch kein dreiglieriges Schulsystem, sondern was Besseres (ist ja net schwer ;) ), wo auch jeder die Chance erhält, einem Beruf seiner Wahl nachzugehen. Dann ist man nicht gezwungen, irgendwas deswegen zu tun, um damit Geld zu verdienen. Das dient stattdessen denn alles der Verbesserung der Gesellschaft.
"Die Kommunisten müssen auch beim Lernen ein Vorbild sein: Sie sollten zu jeder Zeit sowohl die Lehrer der Massen als auch ihre Schüler sein."
Mao Tse-Tung
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  12.08.2005, 00:40
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  • Knochenfürst
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Das system des geldes kann nicht mehr userem heutigen entsprechen das ist klar, der arzt müsste in seiner ausbildung genauso versorgt werden wie jeder andere auch, schließlich tut auch er seinen teil für die gesellschaft ...

ps: so gute nacht ich geh pennen  :)

edit: @ dominius : fast zeitgleich  ;) fast die selbe aussage  :D
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O RLY?
  12.08.2005, 00:42
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Ein einheitliches Schulsystem würde jedoch keine Förderung von Begabten erlauben. Alle müssten sich dem Lerntempo derer angleichen, die entweder nicht besser können oder nicht besser wollen. Stell dir doch mal vor, dass eine Schulklasse zur Hälfte aus Gymnasiasten und zur Hälfte aus Sonderschülern bestehen würde. Wären die Sonderschüler nicht eine Behinderung für das Potenzial der anderen?
  12.08.2005, 00:44
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  • Knochenfürst
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Zitat
Original von LordKain
Ein einheitliches Schulsystem würde jedoch keine Förderung von Begabten erlauben. Alle müssten sich dem Lerntempo derer angleichen, die entweder nicht besser können oder nicht besser wollen. Stell dir doch mal vor, dass eine Schulklasse zur Hälfte aus Gymnasiasten und zur Hälfte aus Sonderschülern bestehen würde. Wären die Sonderschüler nicht eine Behinderung für das Potenzial der anderen?

es geht nicht darum das alle das gleiche lernen sondern das die schüler nach ihren interessen und ihren fähigkeiten gefördert werden können, da sie nicht für einen "konsum.markt" gehirngewaschen werden müssen, nicht die berufe wählen müssen die ihnen das meiste geld bringen, dadurch wird auch die effektivität aller industrei und gewerbe zweige erhöht da jeder in etwa das macht was ihm spaß macht und nicht das was der markt ihn aufgezwungen hat ...
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O RLY?
  12.08.2005, 00:48
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@LordKain
Schau dir doch unser Schulsystem an! Da werden irgendwelche Schüler auf Hauptschulen abgeladen, denen werden jegliche Chancen genommen, noch bevor sie sie bekommen konnten. Findest du sowas besser?

Außerdem habe ich gar nicht von einem einheitlichem Schulsystem geredet. ;) Ich fände ein System mit Indivudualförderung besser, da wird jeder nach seinen Stärken und Schwächen gefördert. Man brauch zwar mehr Lehrer, aber haben wir nicht Unmengen arbeitsloser Lehrer?
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Mao Tse-Tung
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  12.08.2005, 00:49
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Original von Templer
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Original von Tokuul
schlecht. Da fehlt schlicht die Individualität. Unfair finde ich es auch, wenn alle gleich viel bekommen.
Und wenn das nicht der Fall ist, dann ist das imo auch kein Kommunismus mehr.

warum ungerecht und unindividualität ? es geht nicht darum das jeder haar das gleiche hat sondern das jeder die gleichen möglichkeiten hat, so das z.B nicht eine minderheit (die kapitalisten)über das gane kapital (geld, bildung, produktionsmittel)l verfügen können, außerdem geht es auch um andere menschen auf der erde man schaue nach afrika, die menschen dort werden seit jahunderten nur ausgebeutet deshalb sind sie auch so arm und unser kapitalisten so reich
Das würde ich dann eher Tempelnismus nennen.
Der Kommunismus, ich bin dagegen! :blink: In unserem System hat jeder die gleichen Möglichkeiten.
  12.08.2005, 03:16
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