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Was hältst du von der Kommunistischen Idee ? (Marxismus)

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Stimmen insgesamt: 362

Thema: Kommunismus  (Gelesen 118946 mal)

  • Skelett
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eine frage, wie wollt ihr euren vorzeigekommunismus finanzieren? wenn ihr allen leuten arbeit geben wollt, muss der staat die leute logischer weise überall bezahlen, da ihm erstens die betriebe gehören und zweitens kein einziger betrieb mehr wirtschaftlich arbeitet, mit 1000 angestellten um ein paar schuhe zu basteln oder aber man baut halt 1000k paar schuhe, damit alle auch wirklich beschäftigt sind. schade nur, wenn keiner so viele schuhe tragen kann. aber man kann ja so gleich neue arbeitsplätze schaffen: schuh-verbrenner zum beispiel. und alle angestellten sollen ja auch genug verdienen, es soll ja keiner arm sein. und steuern erheben ist ja irgendwie auch sinnlos, da der staat ja den lohn zahlt. "hier hast du 100€ und gib mir mal gleich 20€ zurück". die einnahmen-ausgaben-rechnung ist recht einseitig, würde ich mal sagen.

meiner meinung nach sollte man das genaue gegenteil machen. ersatzlose streichung restlos aller subventionen. tote am leben zu halten ist total bescheuert. und da die leute gezwungen wären, sich mal einen vernünftigen job zu suchen, würden sie auch noch für geld sorgen. somit hätte der staat mehr geld durch weniger ausgaben und mehr einnahmen. das geld könnte er dann wieder in die bildung stecken.

PS: kündigungsschutz und anti-diskriminierungsgesetze gehören auch verboten. man stellt die leute an, die man haben will und entlässt sie wieder, wenn man sie sich nicht mehr leisten kann oder nicht mehr braucht. sich vor 10 leuten für seine entscheidung rechtfertigen zu müssen und den angestelllten nie wieder loszuwerden, bewegt niemanden "mal eben schnell" jemanden einzustellen, weil im moment grad bedarf herrscht.
Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids - und ein Quell unendlichen Trostes. - Marie von Ebner-Eschenbach
  18.08.2005, 01:18
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Du hast Recht damit. Der Kommunismus hat die DDR in den Ruin getrieben und jetzt müssen wir sie wieder aufbauen. Dennoch wollen sie "links" bleiben. Richtig und was bleibt dann für den "Normalbürger"? Nichts.
Und wie du schon gesagt hast, Sinon. Die Planwirtschaft nützt in erster Linie den "Großen Ratsvorsitzenden" und nicht dem einzelnen Bürger. Denn den "einzelnen Bürger" gibt es im Kommunismus ja nicht. Alles ist Eigentum von Allen.
Die wird allerdings sehr einseitig ausfallen. Also dann würde ich mich auch gegen den Kommunismus stellen. ... Moment mal! Ich bin GEGEN diese Politik.

Alle Subventionen zu streichen, halte ich für ein wenig übertrieben. Was ist mit Landwirte. Die sind doch im Begriff "auszusterben". Vor allem, weil jeder Obst und Gemüse aus anderen Ländern kauft. Es ist bei uns zu teuer. Und wenn die Bauern nicht subventioniert werden, dann müssen sie die Preise für Obst und Gemüse noch weiter erhöhen, damit sie überhaupt davon leben können. Aber ansonsten gebe ich dir Recht. 80% aller Subventionen werden bei uns in den "Sand gesetzt".
Und wie möchtest du das mit der "Zwangseinstellung" von Arbeitslosen machen, Sinon. Etwa durch Abschaffung des Kündigungsschutzes? Also nach "amerikanischer Methode" Politik machen? Oder Abschaffung von Hartz IV auch für Bedürftige bei einer AL-Zeit von mehr als 1 Jahr?
Na gut. Das mit dem Kündigungsschutz hast du ja schon gesagt.  :bang: Das ist ein super Konzept. Allerdings gibt es viele Leute, nicht nur die vom Betriebsrat, die damit nicht einverstanden sind, dass man sie beinahe grundlos feuert.
Ich lebe für Oblivion! Denn ich finde Oblivion klasse!
  18.08.2005, 11:09
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@Sinon
Wie wir den Kommunismus finanzieren wollen? Gar nicht. Geld wird abgeschafft.
Für die Grundversorgung für alle wird gesorgt. (Nicht vom Staat, denn im Kommunismus gibt es keinen Staat mehr.) Und Arbeit gibt es halt genug für alle, dann wird halt die Arbeitszeit rapide gekürzt. Dann hat man mehr Freizeit und kann sich mehr um Kultur, Politik etc. kümmern und zur Verbesserung der Gesellschaft beitragen.

Was du forderst, kein Kündigungsschutz und keine Anti-Diskriminierungsgesetze.. das ist der reine Wahnsinn. Sollen die Leute, die dann alle arbeitslos werden verhungern? (Und in Deutschland würden das dann ziemlich viele werden, außer sie arbeiten zu einem Hungerlohn.) Das ist doch total lächerlich. Ich denke, du wirst deine Forderungen ganz schnell aus deinem Hirn streichen, wenn du mal in der Situation bist, keinen Arbeitsplatz zu bekommen.

Zitat
Original von vidiex
Der Kommunismus hat die DDR in den Ruin getrieben...
Merke: In der DDR gab es nie Kommunismus. Gerade mal Realsozialismus, und das ging in die Richtung. Übrigens ist es trotzdem falsch, dass nur deswegen die Pleite kam. Die DDR hatte viel höhere Reparationen an Russland zu zahlen und kam auch nicht in den Genuß eines Marshall-Planes zur Aufbauhilfe, so wie die BRD. Die DDR hatte also eine viel schlechtere Ausgangsposition.

Den Rest von dir habe ich ja schon kommentiert, ist ja dasselbe wie bei Sinon

Zitat
Oder Abschaffung von Hartz IV auch für Bedürftige bei einer AL-Zeit von mehr als 1 Jahr?
Nein, ich bin dafür, sie direkt zu hängen.  :ugly:
"Die Kommunisten müssen auch beim Lernen ein Vorbild sein: Sie sollten zu jeder Zeit sowohl die Lehrer der Massen als auch ihre Schüler sein."
Mao Tse-Tung
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  18.08.2005, 11:51
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Zitat
Original von Dominius
@Sinon
Wie wir den Kommunismus finanzieren wollen? Gar nicht. Geld wird abgeschafft.
Für die Grundversorgung für alle wird gesorgt. (Nicht vom Staat, denn im Kommunismus gibt es keinen Staat mehr.)
mit anderen worten, ihr wollt zurück zum naturalien handel? nicht eine stunde arbeit für 1€ sondern für ein brot? und wenn nichts was kostet, werden sich die leute einfach an allem bedienen. warum in ner mietswohnung hausen, wenn mich ein schloss genauso viel kostet, nämlich nichts. oder aber man tauscht sein gesammeltes brot der letzten 10 jahre, um sich so ein schloss leisten zu können, was dann wieder zu arm und reich führt, nur dass man es nicht mehr am geld, sondern an besitz (brot) misst. oder wollt ihr alle "besseren" häuser abreißen?

Zitat
Original von Dominius
Und Arbeit gibt es halt genug für alle, dann wird halt die Arbeitszeit rapide gekürzt. Dann hat man mehr Freizeit und kann sich mehr um Kultur, Politik etc. kümmern und zur Verbesserung der Gesellschaft beitragen.
was du da beschreibst sind arbeitslose! und sorgen die in deutschland für kultur?

Zitat
Original von Dominius
Was du forderst, kein Kündigungsschutz und keine Anti-Diskriminierungsgesetze.. das ist der reine Wahnsinn. Sollen die Leute, die dann alle arbeitslos werden verhungern?

kündigungsschutz und anti-diskriminierungsgesetze haben doch nichts mit dem arbeitslosen geld zu tun. ich finde es nur besser, wenn man mal für 1-2 monate angestellt wird, als gar keinen job zu bekommen, weil die einstellung so kompliziert ist und aus angst, einen nicht wieder loszuwerden. da muss sich keiner wundern, wenn es so viel schwarzarbeit gibt.
Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids - und ein Quell unendlichen Trostes. - Marie von Ebner-Eschenbach
  18.08.2005, 12:45
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Hallo Dominius.

Ist doch egal, ob in der DDR "Kommunismus" oder "Realsozialismus" herrscht. Die Geschichte von da drüben hat mich noch nie besonders interessiert.  :lol:

Und was haben wir davon: Wir sind ihre Zahlmeister und entwickeln tun sich höchstens die Arbeitslosenzahlen. Sie werden stets größer.

Hängen? Auf was für seltsame Lösungen kommst du denn, Dominius?

Vidiex
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  18.08.2005, 23:07
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@sinon: was du da vom kündigungsschutz schreibst das gibts schon lange ^^. z.b. in der firma wo ich arbeite. da wurde ich im zum 22.5. geküdigt und am 1.6. wieder eingestellt. das gleiche im august, zum 1.8. entlassen (weil chef in urlaub fährt) und zum 1.9. wieder einstellt
was das für ne rennerei ist auf dem arbeitsamt, ständiges an und abmelden.

@vidiex:an deiner aussage merkt man gleich das du keinen plan hast (und auch nicht haben willst).Wie alt bist du den?
Zitat
Und was haben wir davon: Wir sind ihre Zahlmeister und entwickeln tun sich höchstens die Arbeitslosenzahlen. Sie werden stets größer.
Ohhh, hier macht einer stimmung gegen den osten!
warum solltet ihr die zahlmeister sein?wenn du keine ahnung hast wie es im osten ist dann brauchst du dir auch keine meinung drüber bilden. arbeitslose gibts in ost und west.
der osten wird von anfang an nur ausgebeutet und das geht immer so weiter. nicht um sonst bekommen die leute im osten nur 70% vom lohn eines gleichwertigen west-arbeiters. das führt sich natürlich auch weiter im arbeitslosengeld und alg2. und das nach 15 jahren!!! die treibstoff-preise sind allerdings gleich in ost und west :mad:
der osten steckt also seit 15 jahren zurück und begnügt sich mit weniger aber besser wird es nicht.
  19.08.2005, 09:16
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Also ich bin 23 Jahre alt und habe schon politische Erfahrung. So ist das nicht.

Ich mache doch keine Stimmung gegen die Ostdeutschen. Das mit den Solidaritätszuschlag, das ist einfach so und der wird fast ausschließlich in Westdeutschland bezahlt. Er dient dazu, "Neufünfland" an unsere Wirtschaft anzugleichen. Was auch gelingt. Aber in eher tragischer Weise.
Es wird neuerdings vom "Abschwung West" geredet. Viele  ärmere Regionen im Westen (Saarland, Eifel, Ahrtal, Niederrhein, Bremen) verfallen regelrecht und die Arbeitslosenzahlen steigen dort kräftig an, während sie im Osten eher stagnieren. Ich will nicht sagen (um dich nicht als Sachse zu beleidigen), dass Ostdeutschland die Hauptschuld trägt. Sie ist nur einer von 100 Auslösern der "allgemeinen Deutschlandverelendigung". Man kann genau so gut die ungleiche Rentenverteilung, die Ökosteuer, die ständig steigenden Gesundheitskosten oder die LKW-Maut dazuzählen.
Gut, Neidhard: Man muss ja auch mal was wegstecken können. Aber im Großen und Ganzen gibt es in Ostdeutschland immer noch den Aufschwung, auch wenn man ihn lange suchen muss. Es gibt sogar einige kleine "Westfabriken", die sich zwar nicht leisten können, nach Tschechien oder sogar in die Ukraine umzuziehen, weil hier die Löhne sehr niedrig sind. Aber sie gründen ihr Unternehmen im Osten von Deutschland neu, weil es da noch immer ein bisschen mehr Wachstum als im Westen gibt. Auch wenn dieses vielleicht nur 0,8% (gegenüber 0,4% im Westen) beträgt.

Vidiex
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  19.08.2005, 10:21
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Um nun auch mal meinen Senf zu dem Thema dazuzugeben, meine Meinung.

Ich finde Kommunismus schlecht. Versteht mich nicht falsch, also die Grundidee ist meiner MEinung sehr gut, aber an der Umsetzung haperts. Der Mensch ist nunmal zu Machtgeil. Ich meine seht euch doch mal Kuba an. Die LEute da sind Bettelarm, und es bringt ihnen auch nichts mehr zu Arbeiten. Der Staat sackt alles ein. Der Kommunismus ist Tot! ICh meine wie würde es euch gefallen wenn ihr zum Beispiel einen Neuen Computer oder die Xbox 360 für Oblivion braucht. Aber alles was ihr verdient wird abgegeben. Ihr bekommt zwar essen und das wichtigste zum leben, aber ihr könnt euch keine Luxusobjekte leisten. Also mach ihr Überstunden, aber trotzdem sackt der Staat alles ein. Das ist doch schlimmer als Steuern. Also ich lob mir die Demokratie. Man glaubt zwar man kann mit seiner Meinung wenig ausrichten, aber ttrotzdem kann man es.
  19.08.2005, 12:22
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Zitat
Original von vidiex
Es gibt sogar einige kleine "Westfabriken", die sich zwar nicht leisten können, nach Tschechien oder sogar in die Ukraine umzuziehen, weil hier die Löhne sehr niedrig sind. Aber sie gründen ihr Unternehmen im Osten von Deutschland neu, weil es da noch immer ein bisschen mehr Wachstum als im Westen gibt. Auch wenn dieses vielleicht nur 0,8% (gegenüber 0,4% im Westen) beträgt.

Vidiex
hehe, die kommen ja nicht wegen dem wachstum in den osten sondern wegen der billigen arbeitskräfte. 70% vom westlohn ist für einen arbeitgeber eine erspaarnis von 60% (30% arbeitnehmer- und 30% arbeitgeberanteil)  
-um so weniger verdient wird unm so weniger steuern werden gezahlt
    |->die menschen können sich weniger kaufen
           |->hergestellt waren werden nicht mehr in der masse benötigt
                    |->entlassung von arbeitskräften
                            |->und das spiel begint wieder vom punkt 2

die firmenbosse sehen ihren gewinn und der steht über alles andere. aber lezten endes sägen sie sich selber das stuhlbein ab. und genau das passiert seit jahren. unser staat trägt natürlich seinen teil bei in dem er immer höhere steuern verlangt etc. bei denen zählt oben aufgezältes beispiel genau so

-loch in der haushaltkasse
  |->steuern hoch
         |->firmen entlassen arbeiter
                |->arbeitslose müssen geld vom staat nehmen
                        |->dadurch weniger steuereinnahmen aber dafür mehr ausgaben
                              |->zurück zu punkt 1

die gesammte planung in den letzten jahren hat den untergang noch beschleunigt
z.b. die so genannten IchAG's, diese bekommen über 3 jahre geld vom staat aber 9 von 10 überstehen nicht mal das erste jahr und sind danach pleite.kassiert haben die trotzdem
  19.08.2005, 14:49
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Aber ein bisschen mehr Wachstum gibt es immer noch im Osten von Deutschland. Und billig sind die Arbeitskräfte in Sachsen, Thüringen, Berlin (da gerade erst recht nicht), Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg oder Sachsen-Anhalt garantiert nicht mehr. Das mit dem "Ostboom" war wohl doch nur eine "Luftblase".
Und gerade in einer Region, die zwischen niedrigen "Ostlöhnen" aber den teuren "Westeuropapreisen" schwebt, kann sich in Zukunft nicht allzuviel ändern. Im Gegenteil: Es könnte im Endeffekt auch in den neuen Bundesländern zu einem "Nullwachstum" kommen, was auch den Westen runter zieht.

Und was wird sich daran ändern? Richtig, uns geht es nur noch schlechter, aber den "Big-Bossen" nur noch besser.
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  21.08.2005, 13:23
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Seyed mir Gegrüßt ! endlich wieder ausem urlaub zurück, und kann nun wieder mal mitmischen.

Mir ist aufgefallen das die diskussion in meiner abwesenheit wieder total abgeglitten ist, was hier diskutiert wird ist nicht die Kommunistische idee nach marx sondern die des realexstierenden Sozialismus der eine vollkommen falsche interpretation der Idee war, und nahezu nichts mit ihr gemein hatte.
..___..
 {o,o}
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O RLY?
  21.08.2005, 14:14
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Original von Dominius
@Sinon
Wie wir den Kommunismus finanzieren wollen? Gar nicht. Geld wird abgeschafft.
Für die Grundversorgung für alle wird gesorgt. (Nicht vom Staat, denn im Kommunismus gibt es keinen Staat mehr.) Und Arbeit gibt es halt genug für alle, dann wird halt die Arbeitszeit rapide gekürzt. Dann hat man mehr Freizeit und kann sich mehr um Kultur, Politik etc. kümmern und zur Verbesserung der Gesellschaft beitragen.


Zitat
Original von vidiex
Der Kommunismus hat die DDR in den Ruin getrieben...
Merke: In der DDR gab es nie Kommunismus. Gerade mal Realsozialismus, und das ging in die Richtung. Übrigens ist es trotzdem falsch, dass nur deswegen die Pleite kam. Die DDR hatte viel höhere Reparationen an Russland zu zahlen und kam auch nicht in den Genuß eines Marshall-Planes zur Aufbauhilfe, so wie die BRD. Die DDR hatte also eine viel schlechtere Ausgangsposition.


Und außerdem erlangte die DDR nie die Anerkennung des Westens und war außerdem auf die harte Währung vom Westen angewiesen - die DDR Mark hatte ja keinen Wert gegenüber der Westwährung.

Und wenn ich höre wir Ossis sind Schuld an der schlechten Lage Deutschlands dann bekomm ich schon einen Hals.
Wir Ossis bekommen weniger Lohn als ein Westarbeiter, muss aber dafür auch noch mehr Arbeiten und er wird nicht begünstigt bei den Ausgaben, die Versicherungen, Steuern und co sind die gleichen wie im Westen.
Nächstes Beispiel, im Osten wird für ein einfachen Ausbildungsplatz zu 90% ein Realschulabschluss verlangt, im Westen dagegen genügt ein Hauptschulabschluss für die selbe Tätigkeit und schlimmer ist es, trotz minderen Abschluss bekommt der Lehrling mehr Geld als im Osten - ebenfalls Ungerecht.
Dann wird sich beschwert das die Jugend den Osten verlässt, Ost-Deutschland wird ein Alten-und Singles-Land, auf 100 Männer fallen hochgerechnet 80 Frauen - das ist schlimmer als in Skandinavien und dann wird sich beschwert das der Osten rumningelt, wird nach 15 Jahren auch mal Zeit.

@Geld abschaffen
Wie soll das nach all den Jahrhunderten funktionieren?
Geld ist in den Köpfen des Menschen eingebrannt - es geht nicht einfach so Geld abzuschaffen ohne eine Gehirnwäsche und es wäre zudem auch keine Bereicherung, weil dann würde der Reichtum am Besitz gemessen werden.

@Topic
Das Gedankengut des Menschen verhindert ein fuktionierendes Kommunismus und solange Kapitalismus auf der Erde regiert wird es auch keine Akzeptanz finden und immer verhindert werden.
"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin? Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!"
"Einen Staat, der mit der Erklärung, er wolle Straftaten verhindern, seine Bürger ständig überwacht, kann man als Polizeistaat bezeichnen." Ernst Benda (ehem. Präsident Bverfg)
  21.08.2005, 15:17
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Original von Aruhn
Zitat
Original von Dominius
@Sinon
Wie wir den Kommunismus finanzieren wollen? Gar nicht. Geld wird abgeschafft.
Für die Grundversorgung für alle wird gesorgt. (Nicht vom Staat, denn im Kommunismus gibt es keinen Staat mehr.) Und Arbeit gibt es halt genug für alle, dann wird halt die Arbeitszeit rapide gekürzt. Dann hat man mehr Freizeit und kann sich mehr um Kultur, Politik etc. kümmern und zur Verbesserung der Gesellschaft beitragen.


Zitat
Original von vidiex
Der Kommunismus hat die DDR in den Ruin getrieben...
Merke: In der DDR gab es nie Kommunismus. Gerade mal Realsozialismus, und das ging in die Richtung. Übrigens ist es trotzdem falsch, dass nur deswegen die Pleite kam. Die DDR hatte viel höhere Reparationen an Russland zu zahlen und kam auch nicht in den Genuß eines Marshall-Planes zur Aufbauhilfe, so wie die BRD. Die DDR hatte also eine viel schlechtere Ausgangsposition.


Und außerdem erlangte die DDR nie die Anerkennung des Westens und war außerdem auf die harte Währung vom Westen angewiesen - die DDR Mark hatte ja keinen Wert gegenüber der Westwährung.

Und wenn ich höre wir Ossis sind Schuld an der schlechten Lage Deutschlands dann bekomm ich schon einen Hals.
Wir Ossis bekommen weniger Lohn als ein Westarbeiter, muss aber dafür auch noch mehr Arbeiten und er wird nicht begünstigt bei den Ausgaben, die Versicherungen, Steuern und co sind die gleichen wie im Westen.
Nächstes Beispiel, im Osten wird für ein einfachen Ausbildungsplatz zu 90% ein Realschulabschluss verlangt, im Westen dagegen genügt ein Hauptschulabschluss für die selbe Tätigkeit und schlimmer ist es, trotz minderen Abschluss bekommt der Lehrling mehr Geld als im Osten - ebenfalls Ungerecht.
Dann wird sich beschwert das die Jugend den Osten verlässt, Ost-Deutschland wird ein Alten-und Singles-Land, auf 100 Männer fallen hochgerechnet 80 Frauen - das ist schlimmer als in Skandinavien und dann wird sich beschwert das der Osten rumningelt, wird nach 15 Jahren auch mal Zeit.




Und warum sind wir eine Zeit lang so "scharf" auf den Osten gewesen? Wegen diesem "Blockbuster" "Goodbye Lenin", wegen Regina Zindler, oder wegen den ganzen "Ostshows". Also ich finde genau so, dass die DDR meine Anerkennung nicht bekommt. Der Staat steht stets am Rande eines Bankrotts. Und über die "Ostmark" brauchen wir uns keine Gedanken mehr zu machen. Schließlich haben wir den ebenfalls leicht instabilen Euro.  :ugly:

Habe ich das jemals behauptet, dass die Ostdeutschen Schuld sind, an der schlechten Wirtschaftslage in Westen. Ich habe lediglich gesagt, dass gerade strukturschwache Regionen im Westen durch den heftigen Boom in Ostdeutschland einen "Dämpfer" erlitten haben.
Gut, in deinem Ort, wo du herkommst, Aruhn dürfte es wohl eine Ausnahme sein. Aber ich denke, die Ausbildungsbedingungen sind die gleichen wie im "Wessi-Land". In der Tat ist das ungerecht. Aber was wird sich in 10 Jahren ändern. Nichts, allen Deutschen wird es noch schlechter gehen.

Vidiex
Ich lebe für Oblivion! Denn ich finde Oblivion klasse!
  21.08.2005, 20:47
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  • Knochenfürst
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... und solange Kapitalismus auf der Erde regiert wird es auch keine Akzeptanz finden und immer verhindert werden.

Genau so ist es auch, das hat ja auch niemand behauptet. Marx hat erstns gesagt das der Kommunismus erst auf das ende des Kapitalismus folgen wird, und das dies dann global passieren wird. da bisher der kapitalismus noch nicht zu seinem ende gefunden hat, KANN es auch keinen Kommunismus geben, allerdings zeigt der Kapitalismus in der derzeitigen situation durchaus schwäche, das volk hat keine arbeit, sie haben einen geringeren lebensstandart als vor ein paar jahren, das alles passt ihnen nicht. das ist frust, und aus frust resultiert verzweifelung, und daus der verzweiflung kann eine revolution erwachsen, allerdings wage ich nicht zu hoffen das das einer von uns erleben wird, ich gebe dem kapitalismus noch ein paar hundert jahre (vieleicht 200) dann wird er entweder durch eine andere form des "klassenkampfes", d.H es wird ein neues "ausbeutersystem" geben, oder letztendlich durch den kommunismus ersetzt.
es entwickelt sich mehr oder weniger alles grob in die richtung die marx vorausgesagt hat. niedergang des mittelstandes, hoch industrialisierte länder ?  das haben wir alles ...
irgenwann sind "wir" derart verelendet, das es zur revolution kommen MUSS, alles nur eine frage der zeit. man kann hier nicht in monaten, jahren, oder jahrzenten rechnen, hier muss man in jahrhunderten rechnen, schließlich werdeb die gesammte gesellschaftsverhältnisse der gesammten menschheitsgeschichte umstrukturiert.
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O RLY?
  21.08.2005, 22:43
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Der Begriff der "kapitalistischen Produktionsweise" wurde maßgeblich von Karl Marx und Friedrich Engels geprägt (als Begriff benutzten sie “Kapitalismus” nicht). Jede Ware habe einen Doppelcharakter, sie sei sowohl Tausch- als auch Gebrauchswert. Die Vermehrung des Kapitals erfolge über die Ausbeutung fremder Arbeitskraft als Lohnarbeit, indem die Ware Arbeitskraft zwar einerseits grundsätzlich zu ihrem Wert bezahlt wird, dieser Wert liegt jedoch andererseits systematisch unter dem insgesamt neu geschaffenen Wert, da die Arbeiter nicht den Wert der Produktion erhalten, sondern lediglich soviel, wie sie brauchen, um sich als Arbeiter zu erhalten. Dies ist der Wert der Arbeitskraft, welche die Arbeiter an die Kapitalisten verkaufen. Die Differenz zwischen Neuwert (Wertschöpfung) und Wert der Arbeitskraft ist der Mehrwert - der erzielbare Mehrwert werde aber gleichzeitig im Verhältnis zum eingesetzten Kapital (Profitrate) "tendenziell" immer weniger (vgl. Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate).

Marx meinte, angesichts dessen, wie die kapitalistische Dynamik von ihrem eigenen inneren Antagonismus voran getrieben werde, sei die letzte Grenze des Kapitalismus, der kapitalistischen, sich selbst vorantreibenden Produktivität, das Kapital selbst, das heißt, der irre Tanz ihrer bedingungslosen Produktivitätsspirale, sei letztlich nichts als eine verzweifelte Flucht nach vorn, um dem ihr selbst inhärenten und sie schwächenden "Widerspruch" zu entkommen. Dies sei unausweichlich die Stunde der kommunistischen Revolution durch das Proletariat.

"Ich sehe in naher Zukunft eine Krise heraufziehen. In Friedenszeiten schlägt die Geldmacht Beute aus der Nation, und in Zeiten der Feindseligkeiten konspiriert sie gegen sie. Sie ist despotischer als eine Monarchie, unverschämter als eine Autokratie, selbstsüchtiger als eine Bürokratie. Sie verleumdet all jene als Volksfeinde, die ihre Methode in Frage stellen und Licht auf ihre Verbrechen werfen. Eine Zeit der Korruption an höchsten Stellen wird folgen, und die Geldmacht des Landes wird danach streben, ihre Herrschaft zu verlängern, bis der Reichtum in den Händen von wenigen angehäuft und die Republik vernichtet ist." Abraham Lincoln, US-Präsident, 21. November 1864

"Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die ungleiche Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends." - Sir Winston Churchill (1874-1965), britischer Journalist und später Premierminister
-OLD SCHOOL HEAVY METAL IS THE LAW!-

 -Best Metal and Hard Rock from the 70s and 80s!

=Hard Rock, 70s Metal, NWOBHM, Thrash, Power, Speed=
  31.08.2005, 12:00
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  • Knochenfürst
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@Thor : Nette schilderung (Selbst ausgedacht ? oder zitiert ? )



Problem bei der Beurteilung einer Krise des Kapitalismus ( um nicht ständig  "der kapitalistischen Produktionsweise" schreiben zu müssen) ist, dass gerade indikatoren wie arbeitslosigkeit ein wesentlicher anspekt der mehrwertproduktion sind, denn dadurch das die "industrielle Reservearmee" besteht werden die lohnkosten gedrückt ... man schaue unten

Zitat
Erklärung "industrielle Reservearmee
in der marxistischen Terminologie Begriff für denjenigen Teil der Arbeiterschaft, der mit der kapitalistischen Akkumulation und Zentralisation notwendigerweise arbeitslos (freigesetzt) wird oder bleiben muss (siehe Rationalisierung). Da diese Arbeitskräfte für die kurz- und mittelfristigen Verwertungsbedürfnisse des Kapitals überschüssig sind, bilden sie eine industrielle Reservearmee. Diese wirkt durch ihre Nachfrage nach Arbeit negativ auf die Löhne und Arbeitsbedingungen der beschäftigten Industriearbeiter ein. Dadurch wird die Ausbeutung der Arbeitskraft durch einzelne Kapitalisten und damit die Vermehrung deren Kapitals erst ermöglicht. So wird die industrielle Reservearmee zur Voraussetzung für den „krisenhaften” Verlauf kapitalistischer Produktion.
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O RLY?
  31.08.2005, 15:53
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Das hat der Thor doch aus irgendwelchen Schriften, denn genau diese Dinge habe ich mal mit ein paar Genossen diskutiert.

Das Problem war nur: Marx hat die Kompromissbereitschaft der Bourgeosie unterschätzt. Denn durch viele Zugenständnisse an die Arbeiter (die zur Zeit zurückgenommen werden), konnte sie die Arbeiter besänftigen..) Aber vielleicht geht das ja nicht mehr lange gut. Abwarten ;).
"Die Kommunisten müssen auch beim Lernen ein Vorbild sein: Sie sollten zu jeder Zeit sowohl die Lehrer der Massen als auch ihre Schüler sein."
Mao Tse-Tung
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  31.08.2005, 16:38
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Zitat
Original von Dominius
Das Problem war nur: Marx hat die Kompromissbereitschaft der Bourgeosie unterschätzt. Denn durch viele Zugenständnisse an die Arbeiter (die zur Zeit zurückgenommen werden), konnte sie die Arbeiter besänftigen..) Aber vielleicht geht das ja nicht mehr lange gut. Abwarten ;).

da wären wir wieder beim thema sozialstaat bzw. krankenversicherung und rente ...
und jetzt frag mal einen normalen bürger was ihn an seiner zukunft am meisten ankotzt ... richitg die RENTE, ein geschickter schachzug von bismark um den bourgeoisen den rücken zu stärken, der aber aufgrund von falscher interpretation durch die politik der nachkriegszeit nun an sein ende gelangt ist
..___..
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O RLY?
  31.08.2005, 16:58
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Ich hab da mal eine Bitte, schildert mir den Kommunismus wie ihr ihn euch vorstellen würdet. Wie säh die Welt nach eurem Wunschdenken aus? Da ich eurer Meinung nach wohl zu den Unwissenden gehörte würdei ch mich gern weiterbilden lassen, also wärt ihr vielleichtso gut das ganze für mich mal zusammenzusaffen?
  31.08.2005, 17:12
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Kommunismus

Da kannst du einiges nachlesen, aber Meinungsfärbungen bitte überlesen.
"Die Kommunisten müssen auch beim Lernen ein Vorbild sein: Sie sollten zu jeder Zeit sowohl die Lehrer der Massen als auch ihre Schüler sein."
Mao Tse-Tung
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  31.08.2005, 17:19
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