Du wiedersprichst dir.
1. Du sagst selbst, dass Hitler die "sozialen" Flügel ausgerottet hat. Der "linke" Flügel in der NSDAP hatte schnell nichts mehr zu melden, bzw. hatte es in einer Partei mit Führerprinzip eigentlich sowieso nie.
2. Du sagst der Faschismus wäre nicht reaktionär. Das ist der größte Quatsch den ich jemals gehört habe. Autokratie und Rassismus sind doch wohl das reaktionärste was es gibt.
dein bild von den reaktionäre kräften ist dann doch ein wenig zurechtgebogen.
die ursprünglich reaktionären kräfte waren jene die siche gegen die revolutionsbewegung im 18jhd stellten. dass fürst von metternich ein wichtiger vertreter davon war ist dir ja bekannt. reaktionär heißt nicht in erster linie eine politisches programm sondern die beibehaltung alter gesellschaftlicher zustände.
natürlich ist "reaktionär bei den kommunisten genauso ein schlagwort geworden wie der "gutmensch" bei den konservativen.
die reaktion stand aber nie in der tradition des rassismus! damals waren diese vorstellung noch weniger verbreitet als später.
anfangs stand die reaktion durchaus aber in der tradition der autokratie weil sie das königstum unterstützt hatten. in der weimarer republik war die reaktion wiederrum kaisertreu und wir wissen heute dass jenes deutsche kaiserreich unter Wilhelm II ein bürgerlicher staat war. die reaktion stand also in royal-bürgerlicher tradition.
warum waren die nazis keine reaktionäre:
die nazis wollten nicht die alten gesellschaftlichen verhältnisse bestärken.
der begriff von volksgemeinschaft sollte den klassen unterschied eines jeden nevilieren. dies sollte nicht durch den klassenkampf sondern durch das aufgehen eines jeden bürgers in die volksgemeinschaft bewerkstelligt werden. daher wurden auch diese riten wie der spatenkult, massenaufmärsche inszeniert. das einzelne individuum sollte von der puren "größe" überwältig werden und sich ganz im dienste der gemeinschaft stellen. so bekräftigte hitler in seiner rede an an die jugend (bekannt durch den satz: und sie werden nicht mehr frei ihr ganzes leben) wie die jugend doch die "standesdünkel" überwunden hätten. programmatisch waren die nazis ganz für die aufhebung der klassenunterschiede.
im berühmten horst wessel lied heißt es: "kameraden die rotfront und REAKTION erschossen, marschiern im geiste in unsern reihen mit".
auch ein argument gegen den angeblich reaktionimus der nazis.
desweiteren hatte adolf hitler noch am 08.11.1942 von der verschwörung von "juden und kapitalisten" gesprochen (ansprache zum jahrestages des putsches 1923). in mein kampf findet man ebenfalls gnügend beispiele die sich gegen den kapitalismus richteten.
das führerbild wiederrum wiedersprach altmonarchistischer machtlegitimation. so leiteten sich die kaiser ihre macht auch durch gottes gnaden und einer jeweiligen ständeordnung aus. die nazis sahen im "führer" einen potentaten für jedermann, die totale machtkonzentration ohne das die herrschaft jenes "führers" einer legitimation außer der notwendigkeit seines wirkens bedurfte.
die programmatik der nazis war eindeutig: sie richtete sich gegen die bestehende gesellschaft der weimarer republik, sie wollte die klassenunterschiede beseitgten, sie richtete sich sowohl gegen kapitalismus als auch marxismus, nicht aber gegen einen sozialismus.
sie waren keine reaktionäre.
In friedenszeiten lässt der Faschismus der wirtschaft freie hand, und sorgt durch die Vernichtung von Gewerkschaften und anderen Arbeiterorganisationen dafür, dass die Machtposition der besitzenden Klasse weiter ausgebaut wird.
nicht der besitzenden klassen, denn dazu gehörte auch die juden. es geht nicht um besitzt, sondern darum die machtposition der herrschenden ideologisch treuen klasse zu sichern. die anführer der nazis rekrutierten sich nicht aus den "besitzenden" klassen. oder war hitler oder goebbles reich, wohl kaum. der normale NSDAP wähler eher kam aus den niedrigen schichten kam. nicht ohne grund nannten einige intelektuelle die deutschland 1933 verließen die machtübernahme der nazis als "revolution der plebejer" (ich glaub es war thomas mann, der dass sagte, ich weiß es aber nicht genau).
die konsequenz die aus deiner sichtweise folgte ist leider nichts anderes, als wenn das kapital der initiator dieses regimes wäre. das ist einseitig und nicht beweisbar.
Erstens verbitte ich mir das "ihr". Wir (bzw. ich) diskutiere(n) hier auf einer allgemeingültigen sachlichen Ebene, das gleiche verlange ich von dir, außerdem dürfte dir doch eine einschätzung meiner person nicht möglich sein, außer ein paar Forenstatements kennst du nichts von mir. Und darum verbitte ich es mir.
na na na,
Das ist der größte Quatsch den ich jemals gehört habe.
wie war das mit den glashaus. ich komme gerne deiner bitte nach, fordere aber auch das gleiche von dir!
Seit wann ist irgendeine verquere selbsteinschätzung, gleich Wahrheit?
die wahrheit ist leider oftmals nur dass, was die majorität dafür hält.
wer glaubt im besitzt der absoluten wahrheit zu sein ist aber ebenso auf dem holzweg. glaubts du dass du es wärst?
Erstmal verstehe ich nicht warum du mir ständig die Lnkspartei vor die Füße wirfst. So unglaublich Links wie ihr Name glauben machen möchte sind sie nicht.
weil die linkspartei sich sowohl selbst, als auch von den meisten als links angesehen wird. ein prädestiniertes ziel.
Die NPD ist gegen den Afghanistankrieg, denn: "Sie will nicht das deutsche Soldaten Machtmittel des amerik. Imperialismus ist. Gegen einen deuthscen Imperialismus hat sie aber nichts. Wären die Bundeswehrtruppen in Afghanistan Kolonialtruppen, die dort im Namen Deutschlands unterjochen, hätte sie nichts dagegen.
dass kannst du nicht anhand ihres programms belegen. leider bräuchte man schon schwarz auf weiß öffentliche äußerungen von TRAGENDEN funktionären die das belegen. ansonsten bleibt dass was im programm steht und das wiederrum ist deckungsgleich mit der linkspartei-programmatik zu diesem thema.
Wirtschaftspolitisch:
"Die Führung der Volkswirtschaft ist Aufgabe des Staates und unterliegt dessen letzter Verantwortung."
=aus den NPD parteiprogramm.
verstaatlichung, protektionismus, antineoliberalismus, alles inhalte der NPD, sehr ähnlich dem der linkspartei.
realpolitik können wir nicht vergleiche, denn die NPD hatte noch nie regierungsverantwortung.
Sozialpolitisch:
die NPD würde ausländer aus dem wohlfartssystem ausgliedern wollen.
richtig.
was die anderen forderungen nach:
*(staatl.) Kindertagesstätten für jedermensch bezahlbar
*Gesamtschulen (traum von gleichen chancen für alle)
*Höhere Sozialsätze für JEDEN
betrifft, so gibt es keine unterschiede.
der hauptunterschied zwische NPD und LINKE liegt eindeutig in der migrantenpolitik. sonst sind die unterschiede nicht sehr groß. ->
Du kannst ganz einfach nicht zwei konträre Ideen gleichsetzen nur weil sie punktuell das gleiche Ziel haben könnten.
-> deswegen sind die ansichten nicht grundsätzlich diametral sondern nur punktuell unterschiedlich (es sei denn du bezeichnest die migrantenpolitik bzw. ausländerpolitik als wichtigste politische streitfrage).
Rassismus, Antisemitismus, Homophobie usw. abzulehen, gebietet nicht die politival corectness der 68er sondern der gesunde MEnschenverstand.
meine kritik an dieser political correctness bezieht sich nicht auf die absicht sondern auf die umsetzung.
Aber leider hilft bei so vielen noch nichtmal die orientierungslinie political corectness. Wenn man sich mal so anschaut wie tief Antisemitismus, Rasssismus und Homophobie in der gesellcshaft verankert sind.
lies mal den artikel:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,502193,00.htmlnun zum thema "politisches spektrum":
ich möchte mal deine stellungnahme zu den drei auf wikipedia dargestellten schematas lesen.
liege ich da in meiner kritik falsch? (das war übrigends auslöser dieser diskusion).