Also für mich ist es auf jedem Fall Teil II.
Wie schon einige gesagt haben, war das fesselnde, dass man wirklich immer mächtiger werden wollte und so jeden letzten Winkel noch nach einem versteckten Schattenläufer abgesucht hat, um ein Paar Exp-Punkte zu bekommen.
Ich hab das Spiel damals von einem Freund ausgeliehen bekommen, der es eines Morgens in die Schule mitbrachte und meinte:" Versuch das mal, das könnte dir durchaus gefallen."
Damals war das Spiel schon ein paar Jahre alt.
Am Anfang tat man sich mit der Steuerung noch etwas schwer, besonders im Kampf ... bis ich mal raus hatte, wie das mit dem Parrieren und Attakieren geht ... wer liest denn schon die Readme

Ich habs dreimal durchgespielt. Zweimal als Paladin, einmal als Magier ... naja, fast. Beim zweiten Versuch kam ich aufgrund eines Bugs nicht auf die finale Insel.
Der zweite Paladin war aber der absolute Gott ... und als man dann diese feine schöne gesegnete Erzklinge bekam *schwärm*
Die Nacht des Raben war dann natürlich ein muss. Allerdings kam es mit etwas "eingeflickt" vor ...

die Drachen haben in den Dialogen ihre Stimme gewechselt

Allerdings gab es auch einige interessante Spielereien, so wie das Irrlicht-Amulett. Und ich fands gut, dass den Adanos-Priestern mehr Bedeutung zugebracht wurde.
Einziges Manko war, dass irgendwann am Anfang durch den gehobenen Schwierigkeitsgrad ein Loch eingetreten ist. Manche Gegner waren mit der aktuellen Stufe überhaupt nicht zu schaffen, und die anderen waren schon erledigt (z.B. die Quest mit den Banditen im Leuchtturm).
Die anderen:
Gothic I war, da ich es leider erst nach dem 2ten gespielt hab, von der Grafik schon ziemlich veraltet (ich denke da zum beispiel an die dreieckigen Waldbeeren...) Daher hat es mich auch nicht mehr besonders gefesselt. Ich hab dann irgendwann, nachdem ich einmal in allen Lagern war, das Spiel aufgegeben.
Gothic III war, meiner Meinung nach der schwächste Teil. Vielleicht waren die Erwartungen zu hoch, ich weiß es nicht. Der Grund, warum man irgendwann nicht mehr so recht jeden Gegner erledigen will um sich immer mächtiger zu fühlen, lag meines Erachtens an einem Bug in der Kampfsteuerung.
Selbst auf einer extrem hohen Stufe war es immer noch möglich, von zwei drei einfachen Wölfen oder Wildschweinen mal gerade gekillt zu werden, nur weil man im Gelände etwas zu hoch stand und die eigenen Schläge alle fehl gingen, oder ein Wolf die erste Attake tat und dann eine unbremsbare Serie hinterher folgte.
Manchmal waren die Minecrawler garnicht zu treffen, selbst wenn man direkt davor stand.
Außerdem gab es von der Story nicht mehr das wirklich BÖSE, das man bekämpfen musste. Man konnte jedem helfen oder es sein lassen, ganz wie es beliebt. Was einerseits schön klingt, lässt den Spieler dann aber sprichwörtlich allein im Walde stehn. Es fehlte die Zugehörigkeit. Man hätte sich mit einer Fraktion identifizieren können müssen ... was aber am Ende dabei heraus kam war, dass man gerade dem half, der von größtem Nutzen war.
Ich habe so z.B. sehr oft den Orks geholfen, obwohl ich eigentlich ein Rebellfreund war ... warum? Nunja, viele Orkquests hatten die bessere Belohnung

und darum hilft man ihnen und hat hinterher tatsächlich ein schlechtes Gewissen.
Also alles in allem Gothic II ... the one and only
