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Thema: Tagebuch von Orwan Hull  (Gelesen 3747 mal)

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Dieser Papiere, die ihr vor euch seht, sind die ersten Seiten meines Tagebuches. Ich vertraue sie euch hiermit an, als Zeichen meiner Freundschaft und des Vertrauens zu euch.

Nur zu und lest, was mir während meiner Zeit in Morrowind passiert ist....
1. Die Null finden.
2. Die Eins kompliziert schreiben.
3. Taylorentwickeln.
  10.03.2008, 21:13
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16 Letzte Saat
Das Schiff erreichte am frühen Nachmittag sein Ziel. Nun bin ich endlich in Morrowind.
Ich sollte mich in Gnisis im Handelshaus Madach melden, um dort mein Amt als neuen Soldaten der Kaiserlichen Legion antreten zu können. Jaja, immer diese östlichen Provinzen, die nie genug Männer zusammenbekommen...
Also hieß es nun für mich: Ab nach Gnisis.
Es gab dabei nur ein Problem ... wo liegt Gnisis?
Zumindest wusste ich, wo ich gerade war. Nämlich in dem kleinen Dorf Seyda Neen, an der Südküste, man nennt den Ort auch Bitterküste, Morrowinds. Es ist ein nettes Dorf. Ein kleiner Leuchturm, wenige Häuser nordischer Baukunst und ein kleiner Laden, er allerlei Dinge verkauft.

Aber zurück zu meinem Problem, wie ich nach Gnisis kommen sollte. Hab ich schon erwähnt, dass ich mich schon am nächsten Tag dort melden musste?
Zum Glück hatte mir mein Vorgesetzter aus Faneth vorher noch gesagt, ich solle den Schlickschreiter über Balmora und Ald’ruhn nach Gnisis nehmen. Nur WAS bei Anu ist ein Schlickschreiter?

Mit großem Erstaunen habe ich meine Antwort gefunden. Diese „Schickschreiter“ sind riesige (und ich meine riesige) Käferwesen. Sie haben lange, stelzenartige Beine und mit gigantischen Chitinplatten geschützten Korpus. Als ich auf die Plattform zum Körper des Tieres ging, merkte ich, dass das Tier eine große Kuhle hineingeritzt bekommen hatte, in der der Fahrer des Tieres stand. Er bat mich aufzusteigen und danach, das Geld für die Fahrt nach Balmora zu bezahlen.
Danach stach er mit einem Hebel in das Fleisch des Schreiters, sodass es anfing sich zu bewegen und langsam aufstieg. Mein Ekel durch die Tierquälerei wurde durch die geniale Aussicht zerstört. Die klare Luft offenbarte mir die schöne Landschaft Morrowinds, die von oben gesehen so unterschiedlich aussah:
Im Westen gab es nur Sümpfe, im Norden eine dunkle Felslandschaft mit einem riesigen Vulkan, dem Roten Berg, und im Osten die Ascadia-Inseln. Ich konnte sogar Vivec im Südosten sehen.

Nach drei Stunden erreichte ich Balmora. Der Fahrer sagte mir, dass er in zwei Stunden weiter nach Ald’ruhn fährt. Genug zeit also für mich, mich ein wenig in der Stadt umzusehen.
Balmora war eine riesige Stadt, die durch einen Fluss in zwei Teile aufgeteilt war. Diese Bauart der Häuser hat mich doch sehr fasziniert... so was gibt es bei uns zuhause in Hammerfell nicht.

In der Taverne „Südwall“ habe ich mir zuerst ein Glas Matze genehmigt. Lange bin ich aber nicht geblieben... die Gäste schienen mich alle schräg anzuschauen, es lag wahrscheinlich an meiner Rüstung.
Ich schaute mich also weiter um und erblickte die Kämpfergilde. Das einladende Schild vor der Tür brachte mich zu einem kleinen Blick in das Gebäude. Gerade eingetreten wurde ich gleich willkommen geheißen. Logisch... bei meiner schweren Rüstung und dem silbernen Breitschwert, die ich mit mir trage.
Eintreten in die Gilde wollte ich aber erst mal nicht, ich nahm aber das Buch „Kaiserliche Regeln der Kriegergilde“ mit.

Aber die zwei Stunden waren schon vergangen und ich begab mich wieder zum Schlickschreiter-Fährdienst.

Die Fahrt nach Ald`ruhn dauerte weitere vier Stunden. In der Zeit las ich, solange es noch hell war, in dem neuen Buch. Die Grundsätze der Gilde stimmten größtenteils mit meinen überein, sodass ich zu dem Schluss kam, mich bei Gelegenheit anzumelden.

Wir machten in Ald’ruhn nur kurz Stop. Es stieg nur eine Person mit ein. Komischer Kauz, meinte er wäre ein „Schläfer“... Morrowind, du erstaunst mich doch immer wieder.

Abends, circa um vier Uhr nachts kam ich dann in Gnisis an. Es war richtig dunkel geworden und es gab auch keine Laternen, sodass ich von Glück sagen kann, auf Anhieb das Handelshaus Madach gefunden zu haben. Dort bat mir die schon müde gähnende Magd ein Zimmer für die Nacht an.
Ich freute mich schon auf morgen, das nur Meter entfernte Zimmer meines neuen Vorgesetzten zu betreten, doch nun hieß es erst mal, sich von der langen Reise mit einem gesunden Schlaf zu erholen...
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  10.03.2008, 21:16
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17 Letzte Saat:
Da die Nacht recht kurz war, wachte ich noch etwas müde aus meinem ersten Schlaf in Morrowind auf. Ich dachte in dem Moment, dass ich die Käfer und das andere Getier, die die ganze Nacht herumrumort haben, am liebten alle zerquetscht hätte. Aber ich machte mich erst mal ein wenig früsch und zog meine Rüstung wieder an, um mich bei meinem neuen Vorgesetzten zu melden.
Er hieß übrigens Darius und ich fand ihn im ersten Moment für einen General recht nett, da er mich sofort in Gnisis willkommen geheißen hat.
Darius sagte, dass er jede neue Person in der Legion erst einmal mit einer kleinen Aufgabe testet. Und dies tat er dann bei mir auch, obwohl ich ja ganz „neu“ nicht bin.

Ich sollte mich bei einer bestimmen Frau Vabdas melden, da der General ihre Besitzurkunde wollte. Die vor kurzem gewordene Witwe wohnte ein wenig außerhalb, westlich des Dorfes.
In dem Haus angekommen fing sie plötzlich an zu behaupten, die Legion hätte ihren Mann getötet. Der Mann soll in der Eiermine in Gnisis zuletzt gesehen worden sein. Ich ahnte, dass es hier um mehr als nur eine Besitzurkunde gehen würde.
Und es entpuppte sich als Wahrheit: Vabdas wollte mir natürlich die Besitzurkunde nicht geben. Also hieß es für mich, in die Eiermine zu gehen und dort Beweise für den Mord an ihren Mann zu finden.

In der Mine befragte ich erst einmal die Arbeiter, die jedoch nichts gesehen haben. In der Mine befand sich auch der Legionär Lugrub gro-Ogdum, der auf meine Fragen ziemlich gereizt wurde und mich aufforderte, die Mine zu verlassen. Sehr komisch.
Ich machte also einen Bogen um ihn und ging weiter in die Tiefen der Mine. Ich kam an ein paar Kwama-Arbeitern und Spähern vorbei, die ich zum Glück nicht reizte, da ich mich ein bisschen mit Tieren auskenne.

Ich kam an einem unterirdischen Bach an, der ziemlich abgelegen von der Kwama-Kolonie war. Plötzlch umgab mich ein kaltes Gefühl und die Höhle wurde von einem hellbläulichem Licht erfüllt.
Mir erschien wahrhaftig ein Geist. Zuerst wollte ich die Flucht suchen, erkannte aber am Blick, dass sich nichts Böses in ihm befand. Ich ahnte, wem ich hier begegnet war...

Es war der Mann von Wabdas. Er sprach in einem tiefen und sanften Ton zu mir, und sagte, dass er hier von dem Ork Lugrub gro-Ogdum ermordet wurde. Das war doch der Legionär aus der Mine, der mich so forsch abgewiesen hat! Es ergab nun alles einen Sinn.
Als Beweis, dass der Ork ihn getötet hat, tauchte ich unter Wasser, um dort nach der Leiche zu suchen und vor Allem die Waffe von Lugrub, mit der er getötet wurde. Ich fand sie, noch in der Leiche steckend und zog sie, in Gedanken bei Akatosh, aus ihm heraus und tauchte wieder hoch.
Nun hieß es, nach Darius zu gehen, um dort den Beweis für den Mord zu zeigen.

Darius war erstaunt. Er glaubte mir bei dem Anblick der Axt zwar sofort, konnte aber erst nicht glauben, dass Lugrub ihn getötet haben könnte. Er war sonst ein guter Diener des Kaiserreichs.
Zähneknirschend befahl er mir, der Witwe Wabdas Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und den Ork zu töten.

Doch es war schon zu spät, es war schon dunkel. Daher sagte Darius, ich sollte dem ehemaligen Legionären noch eine Gnadenfrist überlassen.

Ich ging also wieder in mein Zimmer, schärfe aber vorher noch mein Schwert, da ich mir sicher war, dass mich morgen ein harter Kampf erwartete...
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  10.03.2008, 21:18
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18 Letzte Saat:
Ich wachte mit dem Krähen der Klippenläufer auf. Dies sind menschengroße, fliegende Tiere, bei denen besonders die große Spannbreite, der Schnabel und der spitz zulaufende Schwanz auffällt.
Ich hatte sehr gut geschlafen (Zwei Bosmerfrauen hatten mich ich eine entlegene Stelle des Waldes geführt). Dies war aber auch nötig, denn ich wusste, was heute auf mich warten würde. Der Ork Lugrub gro-Ogdum sollte für seine Taten bestraft werden.
Ich ging mit einer großen Motivation zur Mine, einmal, da er großes Unrecht getan hat und ich es als meine Pflicht sah, ihn zu töten, und außerdem, weil ich so einen guten Eindruck in der Legion hinterlassen würde.

Ich ging also zur Eiermine von Gnisis. Ich fragt die Mitarbeiter, wo ich Lugrub finden kann und sie zeigten mir eine Tür zu einem kleineren Schacht, eine Sackgasse, in der er sein sollte.
Ich trat ein und fand ihn dort auf. Seine Mimik war nicht gerade einladend, aber das würde sich in den nächsten Minuten ändern.
Ich erzählte ihm, dass das Spiel aus sei, da seine Axt in dem Toten gefunden habe. Im Namen des Kaiserreich müsste ich ihn nun exekutieren. Lugrub schaute mich mit einem hinterhältigen Lächeln an. Er sagte mir, dass er ihn töten musste, sonst wäre er aus der Legion ausgeschlossen worden, da er bei dem Diebstahl geschlafen hätte.

Doch dies war eindeutig kein Grund, einen Menschen zu töten. Daher fing ich an, mein Schwert zu schwingen. Lugrub zog blitzschnell seine Axt und wehrte den Angriff mit einer enormen Kraft ab, dass ich kurz nach hinten gedrückt wurde. Darius hatte schon gesagt, dass er einer seiner stärksten Männer sei.
Es war Zeit, klare Sachen zu machen, da ich den Erst dieser Situation erkannte. Ich erhob rasch meine linke Hand und murmelte einen Spruch in der alten Sprache meines Urgroßonkels. Ein Zauber, der von Generation zu Generation in unser Familie vererbt wurde. Ein goldenes Licht umgab meinen Körper und ich verspürte eine riesige Macht, die mein Adrenalin zum kochen brachte und mir eine riesige Stärke verlieh, die nur von Akatosh selbst kommen konnte.
Ich sprang hoch, eine riesige Staubwolke hinterlassend, und stieß meine Arme gegen die Decke der Höhle. Die Felsen fielen von der Decke und Lugrub wich aus. Doch dies war nicht mein eigentlicher Angriff. Ich nahm die Brocken auf und warf sie auf meinen Kontrahenten. Er dachte er könnte ausweichen, als ich kleine Wurfmesser, denen vorher mit der Essens der Fingalbeere beträufelt hatte, auf die Geschosse warf. Da entfesselte sich ihre Kraft und die Felsen zersplitterten ich tausend lebensgefährliche Splitter, die Lugrub trafen.
Ich sah seine verlorene Deckung und schritt hurtig zu ihm und versuchte wieder einen Hieb mit meinem Breitschwert.
Er war vollkommen erschöpft geworden und konnte noch gerade abwehren, danach verließen ihn aber all seine Kräfte. Dies war die Zeit für den Todesstoß.

Ich bestattete Lugrubs Leiche am selben Platz, wo er Wabdas Mann tötete und schnitzte in ein Brett die Worte: „Mögen die Götter ihm verzeihen.“.
Ich wanderte zu Wabdas, um ihr neue Kunde zu bringen. Sie war sehr glücklich, dass ich den Tod ihres Mannes gerächt hatte und gab mir die Besitzurkunde.

Wieder zurück im Handelshaus war Darius sehr glücklich über meine erfolgreiche erste Mission. Er gab mir zum Dank, dass ich auch noch den schändlichen Legionär getötet habe, einen Bonus in Form einer neuen Schulterplatte mit den Insignien Morrowinds, die zeigen sollten, dass dort nun anerkannter Bürger war.
Er gab mir außerdem den ganzen Tag frei, um mich ein wenig in dem Dorf vertraut zu machen und mich natürlich von dem Kampf zu erholen.

Ich ging nur kurz zum Marktplatz, um dort nach ein Paar Zutaten für ein Paar Tränke zu kaufen. Ich hatte mir wohl auch ein paar Schrammen mit meinen Felsen zugezogen, die Heilung brauchten. Ich sollte die Technik wohl noch ein wenig üben.

Ich legte mich danach wieder in mein Bett, unwissend, welche Abendteuer noch auf mich warten würden...
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3. Taylorentwickeln.
  21.03.2008, 14:01
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