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Thema: Os Vermis - Das Rpg  (Gelesen 68353 mal)

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Os Vermis - Das Rpg auf Nirn

Bitte beachtet die RPG und Forums Regeln!
Dies ist unser Foren-Rpg. Neben den normalen Foren-Regeln müssen hier auch die Rpg Regeln beachtet werden!

Lest den Prolog und vor allem Binesas Zusammenfassung, um die Geschichte zu verstehen!
« Letzte Änderung: 30.12.2010, 19:27 von Orwan »
  22.04.2008, 15:33
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26. Tag der Jahresmitte, 3. Jahr der Vierten Ära

Carmius ging vom Marktplatz seines Heimatdorfes, Almaco.
Er wollte gerade in die Taverne, als ein Schatten in der Ecke hinter der Taverne ihn ablenkte. Der Schatten huschte plötzlich weg, und Carmius, neugierig wie er war, schlich langsam hinterher.
Er stand gerade hinter dem Haus der Dorias Familie, als plötzlich vor ihm eine Gestalt auftauchte. Sie trug eine Kappe und eine Robe, so dass man nicht einmal das Gesicht sehen konnte. "Wer...sind sie?", stotterte Carmius erschrocken. Die Gestalt machte ein Zeichen mit ihrer Hand, über die ein Handschuh gestülpt war.
Plötzlich griffen ihn zwei Hände. Die Eine hielt ihm den Mund zu, während die andere sich um seinen Hals schlang. Carmius geriet in Panik! Er wollte schreien, doch die Hand drückte nur noch fester. Sie war hart und knöchig, und kalt. Die Kuttengestalt vor Carmius holte langsam irgendetwas Zappelndes aus seiner Robe. Er hielt es mit ausgestreckter Hand vor sich. Es ähnelte einem Schlachterfisch, war aber dünner und erinnerte irgendwie an einen Wurm.
Es fauchte und zappelte wild um sich, als ob es um sein Leben kämpfe.
Die Gestalt kam auf Carmius zu. Carmius fing an zu schwitzen.
Was waren das für Leute? Was war das für ein...Ding da?
Er strampelte um sich, wollte die Gestalt vor ihm treten, doch irgendetwas entzog ihm Kraft. Er war vollkommen erschöpft.
Auf einmal ließ die Gestalt das Wesen los. Ein herzzerreißender Schmerz durchfuhr Carmius. Er sah nach unten und bemerkte ein blutiges Loch in seinem Hemd. Ihm wurde übel.
Dann fing seine Haut an zu brennen.
Es fühlte sich an, als ob sie schmelzen würde. Es war unerträglich.
Alles wurde schwarz...
  22.04.2008, 15:53
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28. Tag der Jahresmitte, 3. Jahr der Vierten Ära
Taverne „Zum vollen Metkrug“, Sechzig Meilen nördlich der Kaiserstadt



Der dunklen Nacht folgte langsam ein nebelverhangener Morgen als Melianea erwachte und sich in der kleinen Kammer umsah. Die ländliche Taverne, in der die Reisende gestern Abend vor dem aufziehenden Gewitter Schutz suchte, war weder sauber noch waren die Betten bequem, doch hatte die junge Elfe schon Schlimmeres erlebt und mit der Zeit gewöhnte sie sich zunehmend an das unstete Leben einer umherziehenden Forscherin. Als sie schließlich aus dem Bett stieg und sich ankleidete, erregte ein Gespräch im Schankraum ihre Aufmerksamkeit, das sie trotz der dicken Holzbohlen klar und deutlich vernehmen konnte. Zwei Fremde, der Stimme nach Dunkelelfen, stritten sich scheinbar mit dem alten Wirt, einen versoffenen Nord aus Himmelsrand, um die zu bezahlende Zeche.

Melianea verließ schließlich ihr Zimmer und schritt leise die alte Holztreppe hinab. Neugierig spähte sie um die Ecke, als plötzlich einer der beiden Dunmer dem Nord ein Amulett in die Hand drückte und meinte, dies begleiche die offenen Rechnungen. Der Wirt, der offenbar nicht viel von derlei Dingen verstand, betrachtete das alte und angelaufene Stück Silber jedoch nur misstrauisch. Er wollte es gerade dem Mann kopfschüttelnd zurückgeben und zu einer weiteren Schimpftirade ansetzen, als dieser plötzlich einen Dolch zog und den Wirt mit süffisantem Lächeln ansah. "Entweder Ihr nehmt das Amulett oder wir nehmen Euer Leben!", meinte der zwielichtigte Schatzsucher ruhig und der Wirt, der nie in seinem Leben einen Kampf bestritten hatte, ließ eingeschüchtert die Schultern sinken und akzeptierte diesen mehr als seltsamen Tausch.

Als das Gelichter aus Morrowind schließlich abgezogen war ohne weitere Unruhe zu stiften oder den feigen Wirt ernsthaft verletzen zu wollen, kam die geschockte Melianea die Treppe herab und betrachtete das Amulett interessiert, das noch immer auf dem Tresen lag. "Das sind ja ayleidische Schriftzeichen!", rief die Forscherin verblüfft und hielt es in das Licht der schummrigen Lampe. "Würdet Ihr es mir denn abkaufen wollen?", fragte der Wirt daraufhin hoffnungsvoll. "Ich brauche bares Geld um meine Wirtschaft zu führen und nicht derlei nutzlosen Kram!", setzte er mürrisch nach. Die Elfe überschlug kurz im Gedanken ihr immer mehr schwindendes Forschungsbudget und drückte dem Nord schließlich 50 Goldstücke in die Hand plus dem Geld, das sie ihm für die Übernachtung noch schuldig war.

Erleichtert nun doch noch zu Geld zu kommen, verabschiedete sie der Wirt daraufhin schließlich überaus freundlich und Melianea verließ rasch und zur Eile gedrängt die Herberge. "Ich muss sofort nach Skingrad reisen und dies Senoral zeigen. Er wird mir gewiss sagen können, in welcher Ruine diese Diebe das gefunden haben!", dachte sie aufgeregt und schlug die Straße Richtung Skingrad ein.
  22.04.2008, 16:25
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30. Tag der Jahresmitte, 3. Jahr der Vierten Ära

Der Templer Gadon ritt mit seinem Pferd durch die Wälder, er durchstreifte die Wildnis nach Kreaturen, die dem Tode geweiht sind, denn er hatte schon lange keinen Kampf mehr genossen.

Nach einiger Zeit stieß er auf eine Goblinhorde. Auf jeden Fall sah Gadon eine Goblinhorde. Er dachte sich: "Ach, endlich. Auf in den Kampf!" Sein Pferd war schon auf die Horde losgeritten, als ihn etwas schockte. Er konnte seinen Augen nicht trauen. Dahinter kamen noch mehr und immer mehr Goblins. Eine Armee! Gadon musste sofort zur nächsten Templer-Priorei. Also ritt er sofort los.

Nach einiger Zeit war er dort und erstattete dem Hauptmann dort Bericht. Er konnte es auch nicht glauben. Gadon fragte: "Warum sollte ich euch belügen?" Der Hauptmann antwortete: "Ich weiß es nicht. Ich glaube euch. Was ist unser nächster Schritt?" Gadon darauhin: "Als ich die Goblins gesehen habe, waren sie nahe Chorrol. Wir müssen Gräfin Arriana Valga in Chorrol Bescheid sagen!" Der Hauptmann jedoch antwortete: "Das wird nichts nützen. Ich befürchte, die Goblins sind entweder schon da oder schon ganz nah. Jedenfalls werden wir das nicht schaffen!" "Das glaube ich nicht", streitete Gadon ein, "ich werde mit meinem Pferd dort hin reiten. Möge mich der Teufel holen, wenn ich es nicht schaffe!" Ohne dem Hauptmann ein Wort zu lassen, brach Gadon auf. Mögen die Götter ihn segnen...
  22.04.2008, 17:02
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  • Legionär
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30. Tag der Jahresmitte, 3. Jahr der Vierten Ära
Irgendwo auf der Roten Straße, südlich der Kaiserstadt


"So ein elendiger Mist!", hallte ein Ruf über die vom einsetzenden Regen genässte Straße. Einer fahrenden Händler auf der Straße drehte sich um und sah eine massige Gestalt durch den Regen wanken - und das direkt auf ihn  zu! Der Händler war vor Angst erstarrt, denn er hatte von den Daedra gehört, die diese Gegend während der Oblivionkrise terrorisierten.
Es hieß zwar, dass die letzten Daedra im Tamriel vernichtet wurden, doch- was sollte es sonst sein? Dem Händler erschien vor seinem geistigen Auge das Bild einer wilden Bestie mit langen Zähnen und scharfen Krallen und malte sich aus, wie diese Kreatur seiner Phantasie ihn zerreißen und nur Fetzen übrig lassen würde...
Doch dann durchbrach die reale Kreatur den grauen Regenvorhang, und es war die wahrscheinlich angsteinflößenste Kreatur, die man sich vorstellen kann: Ein miesgelaunter Nord. "Was glotzt du so blöd, hm?!"

Olaf hatte die Nase voll von seinem Ausflug in die Zivilisation. Erst war er mit einem Packen Felle nach Bruma gelaufen, um diese dort zu verkaufen, doch dort sagte man ihm, man benötige keine, der Markt sei übersättigt. "Na schön", dachte er sich dort, "sollen die Leute doch aus ihrem Markt Klamotten schneidern. Geh ich halt nach Cheydinhal, da kaufen die Leute immer."
So zog er dann gen Südosten, wanderte bis zur östlichsten Stadt der Kaiserprovinz, nur um wieder ein Absage zu bekommen. "Tut mir Leid, wir brauchen keine Felle. Der Markt ist..." "Mir schnurzpiepegal!", fuhr der Nord den örtlichen Händler in den Satz. "Was interessiert mich der Markt! Ich will meine Felle loswerden." "Daraufhin antwortete der Händler sichtlich eingeschüchtert: "Ihr werdet hier leider keine Abnehmer dafür finden. Versucht es doch in der Kaiserstadt."
Daraufhin zog Olaf los, und fand sich schließlich in dieser Situation wieder: Er war zuerst mit einem Stapel Felle von seinem Haus nach Bruma gelaufen, dann nach Cheydinhal, war nun auf dem Weg zur Kaiserstadt und jetzt fing es auch noch an zu regnen.
"Was glotzt du so blöd, hm?!"
"Oh, entschuldigt, ich hielt Euch für... ähm..."
"Für WAS?"
"Vergesst es einfach, ich habe bloß Gespenster gesehen."
"Was? Gespenster? Wo? Doch nicht etwa hier?" Olaf war verblüfft, dass dieser kleine, wehrlose Händler so furchtlos über Geister sprechen konnte.
 "Ach, nirgends. Was ich Euch fragen wollte... Wo wollt ihr hin mit den Fellen dort? Doch nicht etwa in die Kaiserstadt?"
"Oh doch, genau dorthin. Meine Felle verkaufen, damit ich endlich nach Hause kann."
"Ich werde Euch wahrscheinlich enttäuschen, aber diese Felle werdet ihr in der Kaiserstadt nicht loswerden können. Der Markt ist dort vollkommen übersättigt und..."
"Der Markt? Bei den Fäusten meiner Mutter, die Welt hat sich gegen mich verschworen!"
"Nun ja, wie wäre es denn mit Skingrad? Dort gibt es gutes Geld für Pelze aus dem Norden."
"Ohhh, meine armen Füße... Nun gut, mir bleibt keine Wahl. Danke für den Rat, Händler."
"Ich wünsche Euch viel Glück, Jäger."

So begab es sich, dass Olaf Svenson mit einem Packen Felle nach Skingrad wanderte, um eben diese zu verkaufen.
  22.04.2008, 20:58
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2. Tag der Sonnenhöhe, 3. Jahr der Vierten Ära
Gepflasterte Straße Richtung Skingrad, Großer Forst



Nach vier anstrengenden Tagen des Wanderns erreichte die junge Magierin Melianea schließlich den Waldrand des großen Forstes. Mächtige Bäume beschatteten ab nun die steingepflasterte Straße und die Elfe dachte bereits voller Vorfreude an Skingrad, das mit jedem Schritt näher rückte und  - wenn sie nicht unterwegs aufgehalten wurde - in zwei weiteren Tagen in Sicht kommen müsste. Vor ihrem geistigen Auge sah sie bereits die ehernen Türme und Zinnen der mächtigen Burg, wie sie auf dem hohen Hügel thront und freute sich schon auf eine warme Mahlzeit und ein sauberes Bett in der dortigen Magiergilde bevor sie schließlich ihren alten Freund Senoral, den höfischen Magier, im Schloss des Grafen aufsuchen würde.

Frohen Mutes beschritt sie deshalb den einsamen Waldweg und langsam stieg auch die Sonne immer höher über den Horizont. Es wurde immer heißer und gegen die Mittagszeit schließlich befand Melianea, dass es Zeit für eine Rast wäre und kauerte sich unter eine Linde nahe eines schäumenden, kleinen Bachlaufs. Sie trank gierig vom süßen Wasser und öffnete ihren Beutel um zu sehen, was noch an Proviant verblieben war. Stirnrunzelnd kramte sie in der ledernen Tasche und musste feststellen, dass nur noch ein Laib Brot und ein paar wenige getrocknete Früchte blieben. „Dies reicht höchstens für zwei kleine Mahlzeiten. Ich muss aber noch mindestens zwei Tage laufen bis ich Skingrad erreiche!“, dachte sie besorgt und nahm ihre Karte von Cyrodiil, die sie aus den Mystischen Archiven mit auf die Reise genommen hatte, zur Hand. Sie hielt das alte Stück Pergament ins Licht und sah, dass es nicht weit von dieser Stelle ein kleines Dorf namens Almaco gäbe. „Dort könnte ich sicher von den Einheimischen weitere Lebensmittel erwerben!“, dachte sie und packte ihre Sachen sorgfältig wieder zusammen. Schließlich schlug sie die kleine, unscheinbare Abzweigung nach Almaco ein.

Nach einer Stunde Fußmarsch durch den dichten Wald sah sie auch schon erste hölzerne Häuser aus dem Grün ringsum leuchten und laute Stimmen kündigten Menschen an, die ihren täglichen Verrichtungen nachgingen. Als die Elfe jedoch näher kam, spürte sie, dass hier etwas Furchtbares geschehen sein muss. Ein dunkler Schatten lastete über dem äußerlich so fröhlich wirkenden Dorf und auch die Bewohner betrachteten die junge Magierin voller Misstrauen aus dunklen Mauerecken heraus und schienen sich vor irgendetwas Ungreifbarem zu fürchten. Melianea ließ sich jedoch nicht von den stechenden Blicken der Menschen und dem lastenden Unheil beirren, sondern schritt über den weitläufigen Dorfplatz hin zum scheinbar einzigen Gasthaus des Ortes. Zuerst wollte sie einmal eine Kleinigkeit essen und dann würde sie versuchen, Auskunft zu bekommen, was hier wohl geschehen sein mag und warum die Menschen Fremden gegenüber so argwöhnisch sind.

Das Gasthaus selbst war jedoch mehr ein heruntergekommener Schuppen denn eine richtige Taverne. Ein rechteckiger, hölzerner Verschlag mit kleinen, verrammelten Fenstern ragte vor ihr auf und einzig das vom stetigen Regen verwitterte Schild über der Tür verriet ihr, dass es sich hier wirklich um eine Herberge für Reisende handelt. Sie öffnete die knarrende Tür und betrat den stickigen Schankraum. Als sich die Augen der Frau schließlich an das Dunkel ringsum gewöhnt hatten, sah sie, dass keine anderen Gäste die fünf einfach gezimmerten Tische besetzten und dies obwohl gerade Mittag war. Einzig und allein ein feister und ungepflegt wirkender Wirt stand am Tresen und wischte mit einem schmutzigen Lappen einen Bierkrug aus. „Was wollt Ihr hier?“, rief er unfreundlich und starrte die Elfe an. „Etwas zu Essen!“, blaffte daraufhin Melianea im selben barschen Ton zurück, da sie es nicht für nötig befand sich von diesem dummen Dörfler beleidigen zu lassen. „Setzt Euch bitte, meine Frau wird gleich etwas bringen!“, meinte der Wirt, als er ihre Magierroben erblickte, dann kleinlaut und schon schon etwas freundlicher und die junge Frau setzte sich an einen der hölzernen Tische.

Nach einem einfachen, doch trotzdem durchaus wohlschmeckenden Mahl und der Versicherung des Wirtes, bei ihm auch Proviant kaufen zu können, wollte Melianea schließlich die scheinbar scheuen Dorfbewohner befragen, was hier vorgefallen sei. Doch trotz ihrer durchaus guten körperlichen Verfassung und der noch hell scheinenden Sonne des späten Nachmittags spürte sie plötzlich eine heftige Müdigkeit in ihren Gliedern. Ja, sie konnte sich fast nicht mehr auf den Beinen halten und schwankte, als ob sie drei Maß Bier auf einmal geleert und sich danach auch noch im Kreis gedreht hätte. Verwirrt fragte sie daher den Wirt, ob sie ein Zimmer mieten könnte und der Mann führte sie eine steile Treppe auf der Rückseite der Herberge hinauf und wies ihr ohne ein weiteres Kommentar eine einfache Kammer zu. Die Elfe ließ sich sofort in das schmale Bett fallen auf das der Mann deutete und schaffte es nicht einmal mehr, ihre Roben abzulegen oder ihr Gepäck zu verstauen. Schnell fiel sie in eine traumlose und düstere Ohnmacht und nur ein Gedanke beherrschte ihren Kopf: "Hoffentlich war es kein tödliches Gift, das mir scheinbar ins Essen gemischt wurde..."
  23.04.2008, 07:30
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32. Tag der Jahresmitte (Nacht), 3. Jahr der Vierten Ära
Almaco Wirtshaus

Gaito, der Wirt der Schwarznebel-Schenke, prüfte die Einnahmen des heutigen Tages. *Nur etwa 80 Septime*, dachte er. Er musste an das Verschwinden von Carius denken. Er war seit 6 Tagen verschwunden. Keiner wusste was passiert war. Als Gaito sich gerade umgedreht hatte, und in sein Arbeitszimmer gehen wollte, hörte er das Knarren der Tür. Er drehte sich langsam um.
In der Tür stand eine Person. Es war dunkel, wie immer in der Schwarznebel-Schenke, aber durch die Nacht war es noch düsterer als sonst, weswegen er die Person nicht wirklich erkennen konnte. Sie stand leicht gekrümmt dort. "Was sucht ihr hier? Und wer seid ihr?", sagte er und versuchte, ernst zu klingen, obwohl ihn eine Gänsehaut ergriff.
Die Person ging, ohne etwas zu sagen, einfach so auf ihn zu.
"Was soll das?", meinte Gaito. Die Person kam immer näher. Gaito nahm seinen Knüppel, den er für Ladendiebe immer bereit hielt, und wollte zuschlagen. Doch die Person griff blitzschnell nach dem Knüppel und entriss Gaito die Waffe. Er hörte ein kurzes Fauchen und Zischen und fühlte einen betäubenden Schmerz. Blut floss aus seinem Mund. Die Person schlug mit dem Knüppel auf seinen Kopf und stieß ihn mit einen Tritt zu Boden....

33. Tag der Jahresmitte, 3. Jahr der Vierten Ära
Almaco Wirtshaus

"Gaito? Gaito?! Wo bist du?" Getia rannte durch die ganze Schenke. "Gaito, Gaito!" Sie geriet in Panik. Nie war Gaito außerhalb der Schenke, wenn dann für Versammlungen auf dem Dorfplatz. Aber da heute keine solche stattfand, konnte es sich Getia nicht erklären, wo ihr Mann war.
Plötzlich sah sie es... eine Blutlache mitten auf dem Boden der Schenke, neben der Theke. Getia schrief auf. Sie rannte kreischend nach draußen.
  23.04.2008, 19:37
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3. Tag der Sonnenhöhe (früher Vormittag), 3. Jahr der Vierten Ära
Schwarznebel-Schenke, Almaco



Die immer noch benommene Magierin wurde durch eine schrill kreischende Frauenstimme unsanft aus dem Schlaf gerissen. Irgendetwas schien passiert zu sein und sie erinnerte sich an den Vortag und die seltsame Müdigkeit, die sie nach dem Essen übermannte. "Dieser verfluchte Wirt wird mir einiges zu erklären haben!", dachte die ausgebildete Alchemistin wütend und überschlug im Kopf die ihr bekannten Schlafgifte und welches wohl hier zum Einsatz kam. "Aber was hätte er für einen Grund gehabt mich für diese Nacht ausschalten zu wollen?" fragte sie sich weiter, doch bevor sie sich in ihren Gedanken weiter in diese Richtung vertiefen konnte, wurde es in der Schankstube der Herberge auch schon sehr laut. Zahlreiche Menschen mussten - dem Lärmpegel nach - dort aufgeregt hin und her laufen und wild durcheinander reden. "Ich werde einmal nachsehen was dort unten los ist!", meinte Melianea schließlich zu sich selbst und machte sich auf den Weg nach unten. Ihre Neugierde, was genau sich in diesem Dorf eigentlich abspielte, konnte sie nicht bezwingen, doch war ihr auch sehr mulmig dabei, ganz alleine und ohne fremde Hilfe hier weiter nachzuforschen, da die Dorfbewohner ihr scheinbar nicht besonders wohlgesonnen sind.
  23.04.2008, 20:12
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28. Tag der Jahresmitte (Nachmittag), 3. Jahr der Vierten Ära
Marktplatz von Anvil


In einem ruhigen Gang schritt der Wachmann über den Marktplatz der Stadt. Er unterschied sich von den anderen Wachen , denn er hatte keine einheitliche Rüstung. Der Harnisch glich den ihren bis auf einen großen Einschnitt. Seine Schulterplatten waren komplett verschieden, als ob sie zwei verschiedenen Zeiten entspringen würden. Und auch kein Helm zierte seinen Kopf.
Es war Orwan Hull, Hauptmann der Wache in Anvil. In der Legion wusste man über seine Ausrüstung bescheit, die seine Geschichte wie auch sein vernarbtes Gesicht wiederspiegeln.
„Narben trägt man wie einen Orden.“ sagte er einmal zu einem seiner Rekruten.

Er führte die alltägliche Wacheschicht durch. Normalerweise müsste ein Hauptmann dies nicht tun, aber Orwan wollte nah beim Volk und sofort zur Stelle sein, wenn seine Hilfe benötigt wird.

Einige Stunden später erreichte er wieder das Wachhaus, um seine Schicht zu beenden. Nachdem er durch die Tür schritt, lehnte er sein Breitschwert an einen Stuhl und schaute die Wachmänner an, die ihm anscheinend etwas zu Sagen bedarften.
„Ist irgendetwas vorgeffallen?“ Er hob eine Augenbraue.
„In der Tat“ antwortete eine Stimme. Eine Person kam hervor, vor der, wenn sie auftauchte, nichts Gutes aus ihrem Munde kam...
1. Die Null finden.
2. Die Eins kompliziert schreiben.
3. Taylorentwickeln.
  24.04.2008, 17:02
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33. Tag der Jahresmitte, 3. Jahr der Vierten Ära
Irgendwo im Großen Forst


"Ooh, wo ist denn dieses Skingrad? Ich will endlich die Felle loswerden. Gerade weil ihnen das Wetter hier nicht sonderlich bekommt. Langsam fangen die schon an zu miefen..."
Olaf Svenson wanderte durch die Weiten des Großen Forsts ohne zu wissen, wo Skingrad war.
Am vorigen Abend hatte er die Straße verlassen, um sich ein kleines Lager für die Nacht aufzubauen, mit dem Ergebnis, dass er sich in den Wäldern so wohl gefühlt hatte, dass er beschloss, noch ein wenig in der Dunkelheit weiterzulaufen und erst später ein Lager aufzuschlagen. Nun hatte er jedoch nur einige Stunden Schlaf gefunden und die Orientierung verloren; er wusste zu wenig über die Wälder in dieser Gegend.
So ging er in Richtung Osten, in der Hoffnung, früher oder später auf Skingrad zu stoßen, doch dann...
...hörte er eine Frau kreischen! Sofort lies er die Felle fallen, die er durch halb Cyrodiil geschleppt hat, und nahm seinen Bogen zur Hand.
Die schlechte Laune verflog, und das Gefühl des puren Adrenalins nahm dessen Platz ein: Ausschließlich auf sein Ziel fixiert, rannte er zwischen den Bäumen hindurch, sprang über Steine und Baumwurzeln und sah schon von weitem eine hysterische Frau auf dem Marktplatz eines kleinen Dorfes herumrennen; zudem hatte sich eine Menschenmenge an einem der größeren Häuser, wohl einem Gasthof, versammelt.
Als Olaf näher kam, sah er eine völlig deplatziert wirkende Hochelfin, die sich  inmitten dieser aufgebrachten Menge aufhielt und von den Leuten angefeindet wurde.
Erstaunlicherweise empfand Olaf für die Hochelfin eine gewisse Sympathie, obwohl ja im Volksmund gesagt wird, dass die "rauen Nords" und die "feinen Altmer" sich nicht verstünden. Jedenfalls schritt Olaf zu dem Rand der aufgebrachten Menge, holte tief Luft und rief mit seiner dröhnenden Stimme: "RUHE!" Die Menge verstummte mit einem Schlag, und die Menschen und die Mer richteten ihren Blick auf diesen unerwarteten Ankömmling. "So, was ist passiert?"
  24.04.2008, 17:24
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3. Tag der Sonnenhöhe (früher Vormittag), 3. Jahr der Vierten Ära
Dorfplatz, Almaco



Melianea hatte sich durch ihre Neugierde und ihre fehlende Menschenkenntnis ja schon oft in peinliche und zumal auch gefährliche Situationen gebracht, aber so etwas wie hier ist ihr noch nie passiert. Kaum war sie die Treppe des Gasthauses heruntergekommen, geriet scheinbar auch schon die Welt vor ihren Augen aus den Fugen. Zahlreiche aufgebrachte und hysterische Menschen rannten in dem kleinen Raum hin und her und eine Frau kreischte immer wieder "Gaito!" und deutete dabei auf eine große Blutlache am Boden.

"Was geht hier nur vor?", fragte sich die Elfe erneut und verließ den Raum so unauffällig wie möglich, da ihr so viele irrsinnige Menschen nicht gut bekamen und ihre Konzentration erheblich störten. Doch kaum als sie die Tür öffnete und auf den von der Sonne hell erleuchteten Dorfplatz trat, war sie plötzlich umringt von einer noch größeren und irrsinnigeren Menschenmenge. "Da ist die Verbrecherin! Fasst sie!", riefen einige Dörfler und wollten Melianea auch schon unsanft am Arm packen. Die Elfe sah jedoch gerade noch rechtzeitig aus den Augenwinkeln das herankommende Übel und konnte sich rasch mit einem großen Schritt und einer Drehung ihres Körpers vor der kommenden Umklammerung schützen. "Aplexio!", rief sie und hob dabei ihre rechte Hand, aus der ein giftgrüner Strahl entwich und den Angreifer mitten in der Bewegung wie eine groteske Statue erstarren ließ. Daraufhin wichen die anderen zurück und starrten sie an, doch die Magierin wusste, dass die Verblüffung nicht lange anhalten und sie nicht gegen das ganze Dorf kämpfen könne.

Plötzlich, als sie schon alles verloren glaubte, drang jedoch ein lauter Schrei aus dem angrenzenden Gebüsch und schneller als der Wind kam auch schon der dazugehörige Nord in Sicht, der laut polternd auf die Menge zurannte und die vorgefundene Situation erstaunt musterte. Schließlich fasste er sich aber wieder und rief mit dröhnender Stimme: "Ruhe!". Daraufhin verstummten alle Anwesenden, inklusive Melianea, augenblicklich und nachdem er in ebenso auffordernder Weise um eine Erklärung gebeten hatte, meldete sich ein drahtiger Bursche Mitte Zwanzig zu Wort. "Ich sage Euch was geschehen ist. Hier ist ein Verbrechen geschehen! Der gute Gaito, unser Gastwirt, ist verschwunden und eine Blutlache auf dem Boden weist darauf hin, dass er womöglich ermordet wurde! Diese Elfe hier wohnt seit gestern in der Herberge und da sie die einzige Fremde im Dorf ist hat sie ihn auf dem Gewissen!". "So ein Unsinn!", rief nun Melianea brüskiert und der Nord schien scheinbar scharf nachzudenken wie es nun weitergehen soll. "Ist dies das erste Verbrechen in eurem Dorf?", fragte er daraufhin den Burschen. "Nunja", wich dieser aus. "Um ehrlich zu sein, Nein. Vor etwas mehr als einer Woche ist Carmius auf unerklärliche Weise verschwunden und auch bei ihm wurden nur Blutflecken am Boden entdeckt." "Mhm", meinte der Jäger, "Dann ist es wohl erwiesen, dass diese Altmer nicht dafür verantwortlich sein kann. Sie ist erst seit gestern hier, wie Ihr selbst sagtet, und da die beiden Verbrechen einander so ähnlich sind, das erste jedoch bereits vor einer Woche geschah, kann sie gar nicht die Täterin sein!". "Kann sein", meinte der Mann daraufhin kleinlaut und starrte zu Boden, doch Melianea dachte, dass er hauptsächlich aus Angst vor dem stämmigen und grimmig aussehenden Nord einsichtig wurde und nicht, weil er die Argumente wirklich glaubte. Er wollte wohl unbedingt sie als Täterin richten, da es praktisch war, so schnell eine Schuldige zur Hand zu haben.

Schließlich zog jedoch die Menge auf Befehl des Burschen widerwillig ab und Melianea trat zu dem Nord. "Ich danke Euch für Eure Hilfe!", sagte sie aufrichtig. "Mein Name ist Melianea". "Mein Name ist Olaf", meinte der Angesprochene daraufhin und fragte sich weiter "Was passiert hier nur an diesem seltsamen Ort?".
  24.04.2008, 19:05
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33. Tag der Jahresmitte (früher Vormittag), 3. Jahr der Vierten Ära
In der Nähe des Dorfplatzes von Almaco

Gadon war jetzt schon 3 Tage unterwegs und hat immernoch nicht Chorrol erreicht. 'Die Götter haben hoffentlich Chorrol beschützt, ansonsten liegt es jetzt schon so in Trümmern, wie Kvatch.', dachte sich Gadon. Er hörte laute Schreie, als er mit seinem müden Pferd durch die Wälder ritt. 'Hm? Das muss Chorrol sein! JA! Ich bin nah dran!' "Noch ein bisschen Pferdchen, wir sind bald da.", sagte Gadon. Doch falsch gedacht - Sie kamen an einem Dorfplatz an. Dort war eine Menschenmenge mit einer Frau zu sehen. Es war eine Hochelfin. Schnell ritt er hin, um ihr zu helfen, als er einen Nord erkannte. Dieser rief: "RUHE!" Da war wohl jemand schneller gewesen, als er.

Als er näher angekommen war, wusste er, dass da was nicht stimmte, war ihm schon vorher klar, sonst hätte die Menschenmenge sich nicht feindlich gegenüber der Hochelfin benommen. Der seltsame Nord ging zu der Hochelfin und frage, was hier los sei. Gadon war gespannt auf die Antwort. Er hörte ein Gespräch ab, in dem auch die Namen der Beiden gesagt wurden. Gadon ging zu ihnen und fragte sie: "Hallo. Ich habe gehört, wie Ihr eure Namen erzählt habt. Ich bin Gadon. War eigentlich auf dem Weg nach Chorrol. Was ist hier geschehen?"
  24.04.2008, 19:58
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3. Tag der Sonnenhöhe (später Nachmittag), 3. Jahr der Vierten Ära
 Kurz vor Stonedale (Hammerfell)

Wolfing konnte sich kaum mehr auf den Beinen halten, so müde und erschöpft war er. Er wusste nicht wo er war, da er die Orientierung durch die große Hitze verloren hatte. Er lief einfach gerade aus. Schließlich machte die Hitze ihm so zu schaffen, dass er zusammenbrach.

Laute Rufe weckten Wolfing. Es dauerte erst ein paar Sekunden bis er richtig zu sich kam. Dann schrak er hoch, weil er nicht wusste wo er war."Ruhig junger Mann!, sagte eine sanfte Männerstimme und eine Hand drückte ihn wieder zu Boden."Ich bin nicht dein Feind, ich will der helfen. Ich glaube Hilfe kannst du gebrauchen.",sprach die Gestalt weiter,"warte hier ich mache dir etwas zu Essen. Wolfing nickte nur benommen und erkannte dann den Mann. Es war ein älterer Dunkelelf, dessen Haar sich schon dem Ausfall neigte. Als der Mann verschwunden war, blickte sich Wolfing um. Er lag in einem kleinem Zimmer mit nur einer Wolldeck als Bett. Als Wolfing sich aufrichtete bemerkte er erstmals diesen Schmerz im Kopf. Als er das Zimmer verließ befand er sich einem größernem Raum, der mit Jagttrophäen geschmückt war. An einem Tische saß der Dunkelelf und hielt einem Apfel in der Hand:" Hier! Nimm!" Wortlos nahm Wolfing den Apfel und setzte sich."Jetzt verrate mir doch einmal wie du heißt?", fragte ihn der Mann. Wolfing biss erstmal 3-mal in den Apfel bis er antwortete:" Wolfing, Sir!" "Ach, was redest du den da? Ich bin doch kein Sir. Sei nicht so schüchtern" Doch Wolfing konnte nicht offener reden. Er war nun mal ein verschlossener Mensch. Der Mann wollte das Gespräch fortführen:" Wo ist den dein Vater oder deine Mutter?" Bei dieser Frage floss Wolfing eine Träne über die Augen."Ich habe keine Eltern mehr", sagte der Junge und biss erneut in den Apfel. "Das ist traurig. Wirklich traurig. Du bleibst nun mal eine Weile bei mir. Und außerdem glaube ich du brauchst noch ein wenig Schlaf. Also auf ins Bett" Der Dunkelelf führte Wolfing wieder in das kleine Zimmer. Dieser legte sich hin und schlief sofort ein.
  24.04.2008, 20:46
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3. Tag der Sonnenhöhe (später Nachmittag), 3. Jahr der 4. Ära
Roxey-Herberge

Es war reger Betrieb in der Roxey Herberge, wie immer nachmittags. Leogun saß in seinem Zimmer an dem Schreibtisch und las sein Tagebuch.
*Es ist nun schon drei Jahre her. Wann wird denn endlich etwas passieren?*, dachte er und seufzte. Er hatte nie wirklich etwas zu tun. Er verdiente sich tagein tagaus seine Mahlzeiten und schwelgte sonst meist in Erinnerungen.
Doch da kamen plötzlich unten zwei Leute in die Herberge. Leogun, dem langweilig war, ging aus seinem Zimmer, schloss die Tür ab und stieg die Treppe hinunter. Er sah 2 Legionäre an der Theke sitzen. Leogun setze sich neben sie. "Was führt euch hierher?", fragte er sie und einer der beiden drehte sich zu ihm. "Nunja, es geht um das Verschwinden eines Mannes. In einem kleinen Dorf westlich von hier." "Ich glaube es heißt Alraco oder Alascho...", sagte der andere. "Ist daran irgendwas besonders? Ich meine, warum kommen gleich zwei Legionäre in ein kleines Dorf?" "Nun, man fand hinter einem Haus eine Blutlache. Und eine kleine Pfütze mit hellen Matsch. Ich bin mir nicht sicher." "Interessant...", meinte Leogun und setze sich dann auf.
"Gib mir bitte noch eine Flasche Met", bat er die Wirtin. "Hier. Willst du verreisen?" "Ja, vielleicht auch länger als sonst. Auf Wiedersehen!"
Leogun lief schnell hoch, packte ein paar Sachen in seine Tasche und ging nach draußen. "Na, Seth, wie geht es dir?", fragte er seinen Rappen. Seth war sein einziger echter Freund seit er aus den Reihen der Klingen getreten war. Er bekam ihn bei seiner Aufnahme im Tempel. Leogun stieg auf Seths Rücken und ritt langsam los. Er wusste nicht, was ihn in dem Dorf erwarten würde. Er wusste nicht, was noch kommen würde...
  24.04.2008, 21:45
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28. Tag der Jahresmitte (Nachmittag), 3. Jahr der 4.Ära
Wachhaus von Anvil


Mit erster Mine kam die Person sofort zur Sache. "Gerade trafen ein Paar Reiter ein, die aus Kwatch entsandt wurden und uns diese Nachricht überbrachten." Der Mann warf eine Schriftrolle Orwan zu. Schnell rollte er sie auf und begann laut vorzulesen.

"Erhabene Gräfin Umbranox. Vor kurzem hat uns die Nachricht erreicht, dass westlich unserer Stadt das Dorf Almaco vom Tod heimgesucht wird. Es sind schon mehrere Menschen ermordet worden, doch eine Ursache ist bisher ungewiss..." Orwan hob den Kopf. "Was? Es gab Tote? Das ist ja grausam!" - "Lesen sie erst einmal zuende, Meister Hull..." Er las weiter vor. "...Da wir selbst all unsere Truppen benötigen für unsere derzeitigen Aufbauarbeiten, Chorrol gerade von einer kleinen Horde Goblins ständig wieder heingesucht wird..." Orwan schaute zum Mann mit gehobener Augenbraue, der jedoch schüttelte lächelnd den Kopf und leitete mit einer Handbewegung das Weiterlesen an. "...und auch Skingrad schwer mit einer aufkommenden Krankheit zu kämpfen hat, die durch verdorbenen Weintrauben zugrunde ging bitte ich Euch um Beihilfe.
Nun, ich hätte da an Euren treuen Hauptmann Orwan Hull gedacht, dessen Name aufgrund seiner Taten in der Vergangenheit noch ganz Cyrodiil bekannt ist. Ich hoffe ihr könnt ihn für diese spezielle und gewichtige Mission entbehren.
Des weiteren sollte er zwei Begleiter auswählen, die ihm bisher auch treu zur Seite gestanden haben.
Wehrte Gräfin, ich hoffe ihr habt meine Bitte erhört und schickt baldig eine Antwort..."

Orwan schaute den Mann mit ernster Mine an. "Nun, die Boten sind schon auf dem Weg nach Kwatch."
Orwan lächelte. "Als ob ihr meine Antwort schon gewusst hätte...Natürlich nehme ich den Auftrag an. Es stehen ja auch viele Leben auf dem Spiel. Und ich habe sogar schon eine Ahnung, wen ich auf die Mission als Begleiter wähle. Nun, Radin, lass deine Gräfin von meiner Entscheidung erfahren. Ich mache mich nun auf zu meinen beiden Gefährten...
1. Die Null finden.
2. Die Eins kompliziert schreiben.
3. Taylorentwickeln.
  24.04.2008, 23:32
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3. Tag der Sonnenhöhe (Vormittag), 3. Jahr der Vierten Ära
Dorfplatz, Almaco



Melianea stand stumm neben Olaf und blickte sich nachdenklich um, als plötzlich ein zweiter Mann in glänzender Templerrüstung auf seinem Pferd näher kam. Nachdem er die beiden erblickte, stieg er ab und sie erfuhren, dass er Gadon hieß und dem ehrwürdigen Orden „Ritter der Neun“ angehörte. Schließlich fragte er mit klarer Stimme, was hier vorgehe, und Melianea erläuterte etwas unsicher die bisherigen Geschehnisse rund um die beiden verschwundenen Männer. „Ich verstehe“, meinte Gadon ernst und blickte zuerst Melianea und dann Olaf eindringlich an. „Bei den Neun Göttlichen, wir müssen herausfinden, was mit diesen armen Menschen geschehen ist!“, rief er dann plötzlich unvermittelt aus und tat damit seinen wohl unverrückbaren Standpunkt kund. „Eigentlich müsste ich ja erst meine Felle verkaufen, da sie sonst noch schimmeln, aber wenn Ihr es schon so ausdrückt, werde ich bleiben und helfen!“, meinte auch Olaf schließlich nach einer Weile des Grübelns und ballte die Fäuste. Melianea taten die Menschen hier trotz des unfreundlichen Empfangs, den sie ihr bereitet hatten, Leid und sie willigte deshalb ebenfalls ein, zu bleiben und nachzuforschen was hier geschehen sei.

„Nach Skingrad kann ich später noch reisen und auch meine Forschungen betreffend dieser Ruine bei Bruma laufen mir nicht weg!“, dachte sie und ihre Neugierde gewann immer mehr die Oberhand. Schließlich meinte die junge Elfe aber zu ihren neuen Gefährten: „Wir werden es nicht leicht haben, Informationen aus den Leuten hier herauszubekommen. Sie sind stur und werden uns keine Fragen beantworten.“ „Wir sollten zuerst ohnehin einmal die Kapelle aufsuchen und mit dem örtlichen Priester sprechen“, überlegte Gadon daraufhin. „Er wird uns als gelehrter Mann eher Fakten mitteilen können als diese einfachen Bauern.“ Mit diesem Vorschlag waren nun alle mangels einer vernünftigeren Alternative einverstanden und so setzten sie sich Richtung Kapelle in Bewegung.

Das örtliche Gotteshaus selbst war von außen einfach und schmucklos anzusehen und stand etwas abseits am Rand eines lichten Birkenwäldchens. Der hohe, hölzerne Glockenturm wirkte auf die Besucher baufällig und dichter Efeu umrankte die alten Grabsteine, welche ringsum die Ruhestätten vergangener Generationen im Dorf kennzeichneten. Dicker Grünspan hatte sich auf die bronzene Glocke gelegt und Melianea bezweifelte, dass sie noch oft zu Ehren von Akatosh geläutet wurde. Überhaupt wirkte dieser ganze Ort auf sie unwirklich und sie konnte nicht einher, sich an die goldenen Tempel und aus weißem Marmor gehauenen Schreine zur Ehren der Götter auf Summerset zu erinnern. Als sie schließlich die schwere Holztür öffneten und ins dunkle Innere der Kapelle traten wehte ihnen ein Schwall abgestandener Luft entgegen, der von einem stechenden Gestank durchdrungen war. Melianea musste sofort würgen, doch Gadon ließ sich nicht beirren und schritt mutig weiter ins schummrige Dunkel, seinen Arm auf den Schwertgriff gelegt. Olaf murmelte etwas wie „Da riechen ja nasse Hundefelle besser. Der Priester sollte wirklich mal wieder lüften!“, folgte aber schließlich Gadon und Melianea in den dämmrigen Altarraum.
  25.04.2008, 10:26
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3. Tag der Sonnenhöhe (Vormittag), 3. Jahr der Vierten Ära
Kirche, Almaco

Dembar saß in der Kapellengruft als er hörte wie jemand die Kirchentür öffnete. Er wusste das der Priester zu große Angst vor einem Mordanschlag gegen ihn hatte als das er die Gäste empfange würde. So machte er sich auf den Weg in den Altarraum. Dort angekommen sah er einen Nord, eine Altmer in Magierroben und einen Tempelritter in der Tür stehen. Trotz der Angst die ihn nun doch
übermannte, rief er den Dreien zu: ''Was wollt ihr hier? Mein Blut Bekommt ihr nicht, Mörderpack!''
Einige Sekunden lang herrschte Ruhe, bis die Altmer die Stiile durchbrach: ''Wir sind nicht die Mörder!'' Dembar nun ein wenig beruhigt fargte: '' Wenn ihr nicht die Mörder sucht wer seid ihr dann?'' Diesmal antwortete der Tempelritter: ''Wir sind Reisende die durch unglückliche Zusammenhänge in diese Geschichte hineingeraten sind und nun den Mörder suchen.'' '' Nun wenn ihr wirklich nur Reisende seit, dann legt eure Waffen auf die Bank neben der Tür und kommt zu mir.'' Sie taten wie er es ihnen gesagt hatte. Dembar leitete die Drei nun zu der Kammer des Priesters. Dort sahen sie das die Tür zu dem Raum nicht verschlossen war und Dembar ,schlimmes ahnend, stieß die Tür auf. Der Anblick in dem Raum stahl ihm den Atem, denn auf dem Boden war eine große Blutlache.
Per aspera ad astra
(Zitat eines Vampir's)
"Ich bin eine Kreatur der Dunkelheit. Ich habe einen perfekten Orientierungssinn. Ah,es ist Nacht. Ich werde nun meinen Hunger stillen...
Mist! Ich habe mich verlaufen....
Kann mir jemand helfen?"
  25.04.2008, 15:08
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33. Tag der Jahresmitte (Vormittag), 3. Jahr der Vierten Ära
Kirche, Almaco

"Bei den neun Göttlichen! Da war wohl jemand vor uns hier... Ich dachte, Ihr wäret die ganze Zeit hier gewesen, Priester?", fragte Gadon Dembar verwundert. "Ja... Er muss sich an mir vorbei geschlichen haben, ich habe mich in einem anderen Raum versteckt. Mein Name ist übrigends Dembar", antwortete er. Gadon entgegnete: "Ah. Er tötet einfach Leute, das ist schonmal klar. Doch müssen wir sein Motiv herausfinden: Warum hat er sie getötet und wer wird sein nächstes Opfer sein?" Melianea untersuchte die Blutlache. Sie fand eine Karte. "Hier. Das habe ich gefunden. Eine Karte, so wie es aussieht. Doch, habe ich keine Ahnung, von wo...", sagte sie Olaf. Olaf konnte auch nichts erkennen und gab sie Gadon. "Hmm.. Seltsam. Diese Gegend kommt mir bekannt vor. Ja... Genau! Das ist... Großer Gott! Das... Das..." Gadon war sprachlos. "Was denn Gadon?", fragte Melianea. "Das ist eins der Prioreien der Ritter der Neun! Aber sie müsste leer sein. Die Geschichte erkläre ich euch später. Wir müssen sofort aufbrechen! Folgt mir!" Und so brach Gadon und der Rest auf.
  25.04.2008, 17:25
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3. Tag der Sonnenhöhe (Morgen)  3. Jahr der vierten Ära
Kurz vor Stonedale


Als Wolfing aufwachte, wagte sich gerade die Sonne über den Horizont. Wie ein riesiger Ball glühte sie am Himmel. Wolfing ging aus seinem kleinem Zimmer. Der Dunkelelf saß noch immer am Tisch, den Kopf in die Hände vergraben. So saß er da und schlief. Auf dem Tisch lag ein kleines Buch. Es war auf einer Seite ziemlich weit hinten aufgeschlagen. Vorsichtig trat Wolfing an den Tisch heran und spiete in das Buch:
"...Als sie den Schatz bargen, waren ihnen die Räuber schon auf den Versen. Mit ihren großen Säbeln und ihren roten Tüchern um die Augen. Jeder der vier Schatzsucher hatte einen Teil der Schatzkarte. Sicher verwahrt in ihren Taschen. ..."
Wolfing unterbrach das Lesen als der Mann neben ihm kurz im Schlaf aufstöhnte. Er schlief wie ein kleines Kind, trotz seines Alters. Doch der junge Wolfing fand genau hier seine Chance. Schnell schnappte er das noch immer offene Buch und huschte leise in sein Zimmer zurück. Er packte schnell das wichtigste zusammen, denn jeden Moment könnte der Alte aufwachen. Als alles für seine Reise fertig war, verließ er das Haus ohne den Dunkelelfen aufzuwecken.
Die Sonne stand inzwischen hoch am Himmel und Wolfing musste seine Augen etwas schließen um klar sehen zu können. Nun reiste er in Richtung Stonedael um sich intensiver mit diesem mysteriösen Buch zu befassen...
  25.04.2008, 19:51
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3. Tag der Sonnenhöhe (Nachmittag), 3. Jahr der Vierten Ära
Großer Forst



Langsam sank das feurige Sonnenrad hinter die waldreichen Ebenen im Westen und Melianea beeilte sich schnellen Schrittes hinter Gadon herzulaufen, der sein Ross nun am Zügel führte und den Weg durch den dichten Wald vorgab. Olaf stapfte schnaufend neben ihr durch das Unterholz und sie bemerkte, dass er trotz seiner dicken Fellrüstung und den schweren Waffen überhaupt keine Schwierigkeiten zu haben schien mit Gadon Schritt zu halten, der sein Gepäck dem Pferd aufgeladen hatte. Bedrückendes Schweigen lastete jedoch trotz der lieblichen Umgebung auf der Gemeinschaft und den Anblick, der sich ihnen in der Kammer des Priesters geboten hatte, würden sie nicht so schnell wieder vergessen.

"Woher wissen wir, dass der Priester wirklich tot ist? Wir haben keine Leiche gefunden. Von keinem der Vermissten!", fragte jedoch Melianea dann nach einer Weile des stillen Marsches, da sie die Geschehnisse in Almaco noch einmal durcharbeiten wollte um sie gänzlich zu begreifen. "Die Blutlache in der Kapelle war zu groß. Diesen Blutverlust überlebt kein Mensch!", antwortete daraufhin Gadon knapp und drehte sich dabei nicht zu der Elfe um. "Wie weit ist es noch zu dieser Priorei?", fragte schließlich auch Olaf den Ritter, der ebenfalls wieder nur in knappen Worten Auskunft erteile: "Die Priorei auf der gefundenen Karte nennt sich "Priorei des weißen Adlers" und liegt etwa noch vier Stunden schnellen Marsches von hier entfernt." "Hmm," brummte daraufhin der Nord, "dann sollten wir uns beeilen, dass wir dorthin kommen solange es hell ist. Wer weiß, was hier in diesem Wald des Nachts nicht alles herumschwirrt. Ich kenne mich zwar mit Wölfen aus und habe auch schon Bären um ihren Pelz erleichtert, doch erzählt man sich seltsame Dinge in meiner Heimat über den Großen Forst. Solange ich einen vernünftigen Gegner vorm Bogen habe beklage ich mich nicht, doch möchte ich mit derlei übersinnlichem Kram nichts zu tun haben!" "Keine Sorge", meinte daraufhin Gadon. "Wir erreichen die Priorei sicher noch vor Einbruch der Dunkelheit!"

"Wenn uns nichts dazwischenkommt", dachte Melianea jedoch im Stillen und behielt ihr Wissen über die Geister des Großen Forstes Olaf zu Liebe für sich. Nicht alle Geschichten mögen wahr sein, doch steckt ein Körnchen Wahrheit in so mancher Sage, und das öfter, als einem lieb sein kann...
  25.04.2008, 21:21
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