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Thema: Os Vermis - Das Rpg  (Gelesen 68391 mal)

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1. Tag der Letzten Saat (Mittag), drittes Jahr der vierten Ära
Molag Bals Stadt



Melianea schlich hinter den Anderen her und sah sich staunend um als sie an die Oberfläche gelangte. So etwas hatte sie noch nie in ihrem ganzen Leben gesehen! Die Stadt von Molag Bal glich der Kaiserstadt was die Architektur und Anordnung der Gebäude betrifft bis aufs Haar - jedoch war alles dunkel, verzerrt und auf schreckliche Weise verunstaltet sodass das Heim des Daedrafürsten ein Spottlied auf die erhabene Hauptstadt von Cyrodiil war.

Die Elfe wartete gemeinsam mit Leogun und Orwan während die Anderen durch die Luke stiegen, wobei sie sich momentan in einer abartigen Kalthafen-Version des Baumgartenbezirks befanden. Während in Cyrodiil hier Menschen zwischen grünen Wiesen und blühenden Sträuchern flanierten, brannten nun schwarze, abgestorbene Baumruinen und verstümmelte Leichen pflasteren den verkohlten Boden. Melianea musste würgen. Sie hatte sich immer gern im Baumgartenbezirk aufgehalten und mochte den Park, doch der Anblick der sich nun bot zerrte an ihrer Seele und die Elfe zweifelte an ihrem Vorhaben vor Molag Bal selbst hinzutreten.

Während sie noch immer warteten bis alle zu der Gruppe aufgeschlossen hatten, legt die Magierin schließlich Leogun und Orwan die Hände auf die Schultern und flüstert den beiden etwas zu. Gemeinsam entfernten sie sich etwas von dem Sammelpunkt und Melianea deutete mit einem Kopfnicken auf Merard, der gerade eben aus der Luke an die Oberfläche stieg.

"Ich habe es bisher nicht ansprechen können, doch solltet ihr wissen, dass Merard sich finsterer Magie hingibt. Ich habe es gefühlt als wir unsere Kräfte während des Kampfes gegen den Aschwurm vereinigten... er ist ein Nekromant, ein Leichenschänder und Anhänger des Wurms und ich weiß nicht, ob man ihm soweit trauen kann dass er uns nicht an Molag Bal verrät oder vielleicht gar in seinen Diensten steht um uns ans Messer zu liefern bevor wir noch den Palast erreichen."

Die Elfe blickte die beiden ernst an und eine kalte Gänsehaut lief ihr den Rücken hinab. Sie verabscheute die dunklen Künste und würde den Magier am liebsten sofort zur Rede stellen, doch die Vernunft gebot ihr noch nichts zu unternehmen. Sollte er jedoch ein Verräter sein müsste er sterben.
  17.08.2009, 07:18
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1. Tag der Letzten Saat (Mittag), drittes Jahr der vierten Ära
Molag Bals Stadt


Olef war einer der Letzten, die an die frische Luft kamen. Sofern man es in dieser Beleidigung der Kaiserstadt als frisch nennen konnte. Er freute sich schon auf den Kampf, hatte er doch, ausser einigen kleinen Scharmützeln, seit Jahren nicht mehr richtig gegen die Daedroth gekämpft. Dass er sich jetzt in der Stadt ihres Fürsten befand, erregte ihn nur noch mehr. Allerdings wusste er auch, dass sie, sofern sie Erfolg haben wollen, sehr vorsichtig sein müssen.

Prüfend sah er sich um, konnte aber nichts Verdächtiges entdecken. Also beschloss er, sich noch ein bisschen auszuruhen und setzte sich auf den Boden.
  17.08.2009, 07:24
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1. Tag der Letzten Saat (Mittag), drittes Jahr der vierten Ära
Molag Bals Stadt


„Bist du dir sicher?“, fragte Orwan entsetzt.
Seit den Geschehnissen vor vier Jahren wurde seine Abneigung zur Nekromantie zum totalen Hass umgewandelt. Bloß der Gedanke an Verlan, der Mann, der ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist, verschaffte ihn den Willen, Merard persönlich den Kopf abzutrennen.
Er musste sich zusammenreißen und ballte seine Hände zu Fäusten. „Wenn das stimmt... müssen wir ihm unbedingt seine... gerechte Strafe geben. Doch sollten wir ihn erst einmal gründlich ansehen. Jetzt wird er unsere Hilfe noch benötigen. Ich werde ihn beobachten: Sollte er nur mit der falschen Wimper zucken – ich bin bereit.“

Der Rothwardone konnte scheinbar in dieser Situation doch noch einige vernünftige Worte finden. Er begann den scheinbaren Nekromanten unauffällig zu mustern. Doch um nicht zu viel Verdacht zu schöpfen, tat Orwan ganz normale Dinge, die er vor dieser Erkenntnis sowieso machen wollte:

Er ging zurück zum Sammelpunkt. Dort angekommen setze er sich auf einen Stein und prüfte die Umgebung. So viel Tod und Verderben hatte er zuletzt in der Krise gesehen. Mit einem genauen Blick untersuchte er seine Ausrüstung. Zuerst wurde die Rüstung nach neuen Dellen abgesucht und die Verbindungen alle neu festgezurrt. Danach wurde die Schärfe des Breitschwerts kontrolliert. Orwan hustete. *So weit also...*, dachte er, als er das Blut auf seiner Hand, die er vor seinen Mund gehalten hat, mit einem Tuch aus seinem Gepäck abwischte. Schnell legte er das Tuch wieder zurück.

„Bei mir ist alles in Ordnung - können wir weiter?“
1. Die Null finden.
2. Die Eins kompliziert schreiben.
3. Taylorentwickeln.
  07.09.2009, 19:39
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1. Tag der Letzten Saat (Mittag), drittes Jahr der vierten Ära
Molag Bals Stadt



"Ich bin mir sicher was das angeht, das kannst du mir glauben!", erwiderte Melianea an Orwan gewandt und fuhr dann fort: "Wir dürfen dem Mann jedenfalls nicht trauen auch wenn es uns zur Zeit nicht möglich ist ihn seiner gerechten Strafe zuzuführen. Ich selbst verabscheue die dunklen Künste, doch ich fürchte, wir haben im Moment keinerlei Handhabe gegen Merard. Wir sollten ihn jedoch im Auge behalten, sodass - sollte er tatsächlich einen Verrat planen - wir dies rechtzeitig verhindern können."

Die Elfe ließ offen was genau sie damit meinte, doch ihre kalten Blicke ließen keinen Zweifel aufkommen, dass die sonst so friedfertige Magierin zur Not den Bretonen auch töten würde. Wie konnte man nur den verblendeten Ideen und scheußlichen Lehren des Mannimarco folgen? Manchen Menschen war scheinbar nicht einmal der Tod heilig und diese umgaben sich mit untoten Kreaturen bis sie selbst - bereits nach Verwesung und Fäulnis stinkend - schließlich selbst untot wurden und sich der Sage nach in einem letzten großen Ritual in einen Lich verwandelten.

Die Altmer schüttelte sich angewidert und blickte ihre beiden Gefährten an als Orwan sich schließlich entfernte. Daraufhin ging auch Melianea wieder zur Gruppe zurück, die sich nun endlich soweit gesammelt hatte um sich auf den Weg zum Palast zu machen.
  08.09.2009, 20:16
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1. Tag der Letzten Saat (Mittag), drittes Jahr der vierten Ära
Molag Bals Stadt


Nachdem anscheinend alle der Gruppe bereit waren, Molag Bal entgegen zu treten und er der älteste, bzw. derjenige war, der bereits am längsten in Kalthafen war und auch schon die Kampfkraft der Gruppe kannte, übernahm Olef die Rolle des Führers. Ein letztes Mal überprüfte er den Sitz seiner Rüstung und zog sein Schwert. Es konnte losgehen. Vorsichtig wagte er sich weiter, bis er an die Straße kam. Was er sah ließ ihn beinahe vor Schreck aufschreien. Er hatte schon viel gesehen, aber eine Horde von Daedroth, die anscheinend ihrem Tagesgeschäft nachgingen, hatte selbst er noch nicht gesehen.

Eine kleine Gruppe der Scheusale, schwer bewaffnet wie alle anderen, redeten über das Foltern von Menschen als wäre es ein Gespräch über das Wetter. Olef wusste, dass sie die Gegner überraschen und schnell vernichten mussten, ansonsten wären sie verloren. Als er einen Blick über die Schulter warf, sah er, dass auch der Rest bereits Aufstellung genommen hatte. Schnell zeigte er jedem mithilfe von Zeichen eine möglichst gute Position für den Kampf, dann konnte es losgehen. Wenn die Magier ihr Potential ausschöpfen, müssten wir es schaffen, dachte er und hoffte, dass sie es auch taten. Dann war er bereit.

Er verzichtete auf einen Kampfruf und stürmte einfach nach vorne. Mit jedem Schritt den er tat fiel sein Alter von ihm ab. Er war für den Kampf geboren. Schon war er in Schlagweite des ersten Daedroths, der sogleich fiel. Erst als dessen Kopf von den Schulter fiel, wussten die anderen Gegner wie ihnen eigentlich geschah. Doch es war zu spät. Olef hörte das Blut der Scheusale spritzen, der Kampf hatte begonnen. Doch als er sich gerade den nächsten Gegner vom Hals geschafft hatte, hörte er das Klirren von Rüstungen. Vielen Rüstungen, der Kampf dauerte bereits zu lange. Jetzt wäre es an der Zeit für ein bisschen Magie!
  09.09.2009, 20:14
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1. Tag der Letzten Saat (Nachmittag), drittes Jahr der vierten Ära
Malog Bals Stadt


Trotz des ganzen Tumultes in der letzten Zeit verlor Rabi nie, nicht mal einen Moment, seinen Auftrag. Er versuchte sich im Hintergrund zu halten, nicht aufzufallen, seine Opfer in Sicherheit zu wiegen... und es klappte tadellos. Und es kam noch sehr viel besser! Als sich die Gruppe an die Oberfläche begab, sah er wie sich Leogun, Melianea und Orwan, die als erstes durch die Luke geschlüpft sind, ein wenig von der Gruppe entfernten. Er konnte nicht verstehen, was sie sagten, aber ein paar Blicke verrieten ihm alles. *Gut, sie sind misstrauisch gegenüber diesem Merard. Das muss ich ausnutzen. Soll er nur den Sündenbock spielen, Hauptsache ich bin immer das Unschuldslamm.*, dachte er bei sich.

Um weiterhin nicht aufzufallen, tat er, was jeder Krieger eben gerne tut. Er überprüfte seine Ausrüstung. *Sehr schön, mein Hammer funktioniert noch prächtig, mein Einhänder auch noch und mein Schild hat mich sowieso noch nie im Stich gelassen.* Es wurde ein Zeichen gegeben, dass es weiter ging, dem Daedrafürsten entgegen.
Olef, mit dem Rabi überhaupt keinen Kontakt hatte, führte die Gruppe, aber es hätte auch jeder andere tun können, schließlich war das so eine Art Kaiserstadt.

Plötzlich blieb Olef stehen! Er teilte ihnen per Handzeichen mit, dass sich vor ihnen ein paar Feinde befanden. Seine Entscheidung sie anzugreifen fand Rabi nicht sehr klug, aber gegen einen kleinen Kampf hatte er auch nichts entgegenzustellen, also zuckte er mit den Schultern, zog sein Schwert aus der Scheide und hob sein Schild vom Rücken. In diesem Moment stürmten schon die ersten los und Olef, der den ersten Schlag austeilte, enthauptete sofort den ersten Gegner, da er die Überraschung auf seiner Seite hatte. Aber die zuerst überrumpelt scheinenden Daedroths wussten sich zu wehren. Schnell hatten sie Waffen beieinander und begaben sich in Kampfstellung. Sie verteilten Schläge und Hiebe, aber wie durch ein Wunder fand keiner sein Ziel.

Die Feindeszahl wurde kleiner, der zuerst verunglückte Überraschungsangriff schien doch noch ein gutes Ende zu nehmen… doch genau in diesem Moment kamen noch mehr von mehreren Seiten. Auch wenn die Krieger in der Gruppe unermüdlich kämpften konnten sie diesen Kampf nicht gewinnen. Doch einige der Magier schienen etwas auszubrüten, zumindest sah es so aus. Rabi entschloss sich nach hinten zu gehen und ihnen Deckung zu geben. Auch wenn er somit eines seiner “Opfer“ beschützte. Denn er wollte hier nicht sterben. Er wollte seinen Auftrag erfüllen, das war klar, aber hier sterben? Nein, das wollte er sicher nicht.

Rabi versetzte einen Hieb nach dem anderen, parierte Schlag um Schlag, doch wenn die Feindeszahl weiter so enorm steigen würde, würde er bald die ersten Treffer einstecken müssen. Und das wäre fatal.
  25.09.2009, 19:28
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1. Tag der Letzten Saat (Nachmittag), drittes Jahr der vierten Ära
Molag Bals Stadt


Feuerbälle flogen durch Luft, Schwerter schlugen scheppernd gegen Rüstungen und Körper landeten mit einem dumpfen Aufprall auf dem Boden, als die Gruppe sich in den Kampf gegen die überraschten Daedra stürzte. Viele Kreaturen waren bereits gefallen, als ein Haufen bis an die Zähne bewaffneter Scheusale um eine Ecke stürmte und sich den Gefährten mit lautem Kreischen entgegenwarf.

Kurz darauf war der Überraschungsmoment vorbei, die anstürmenden Feinde waren in der Überzahl und die Gruppe war bereits erschöpft. Immer weiter wurden sie in eine Sackgasse gedrängt.

*Wir sitzen in der Falle!* Mit diesem Gedanken kämpfte ein gebrechlicher Krieger verbissen weiter. Seine Rüstung war bereits an einer Stelle aufgerissen, eine Delle auf Höhe des Brustkorbes machte das Atmen zu einer Qual. Er musste husten, bekam einen Tritt seines Gegners ab und taumelte nach hinten. Das Letzte, was Orwan sah, war der Hammer des Daedroths, der sich erbarmungslos und unaufhaltsam auf ihn stürzte wie ein Bär, der seine Beute gestellt hatte. Dann ging alles ganz schnell.

Ein grässlicher Schrei. Ein Körper, der dumpf auf der blutbefleckten Erde aufschlug. Das Scheppern einer Waffe, die daneben landete. Das Scheppern eines Kriegshammers.

Orwan konnte es nicht glauben. Er war nicht tot, die Waffe hatte ihn verfehlt. Stattdessen lag sein Gegner zu seinen Füßen.

Eine der verkohlten Körper - welche auch hier überall herumlagen - hatte die Echse am Fuß gepackt und sie von den Beinen gerissen. Im nächsten Moment stürzte sich die Leiche auf den Daedroth und biss ihm in den Hals, sodass er qualvoll röchelnd seinem Ende entgegentrat.
Als das Blut des Scheusals aus dessen Hals schoss, erwachten fast zeitgleich alle der verbrannten und verstümmelten Leichen in der engen Gasse zum Leben. Einigen fehlten die Arme, anderen der Kopf, andere hatten keine Beine mehr und krochen auf die verängstigten Daedra zu, um sie niederzuwerfen, zu erdrosseln oder zu fressen. Selbst als die Zombies mit Pfeilen gespickt, von Klingen durchlöchert und enthauptet waren fuhren sie unbeirrt und unaufhaltsam in ihrem Tun fort. Es dauerte nicht lange, bis auch die Körper der Gefallenen zu neuem Leben erwachten und sich gegen ihre einstigen Kameraden wandten.

Mitten in der Szenerie stand ein zufrieden lachender Totenbeschwörer. Ein unheimliches Glühen ging von Merards Augen aus, als er mit seiner Hand Runen in die Luft malte. Der erschöpfte Rest der Gruppe war größtenteils wie vom Blitz getroffen und betrachtete gebannt, was sich vor ihnen abspielte.

Der Spuk endete erst, als jeder einzelne Daedroth grausam den Tod gefunden hatte. Das unheilige Leben wich aus den Untoten und sie brachen zusammen, als gewöhnliche Verstorbene, die wie Dekoration in dieser verzerrten Welt wirkten. Merard wankte ein paar Schritte zwischen den leblosen Körpern dem falschen Weißgoldturm entgegen. Dann lehnte er sich gegen eine Hauswand. Es war anstrengend gewesen, aber es hatte Spaß gemacht. In der Ferne war ein Grollen zu hören. Es klang wie ein Lachen. Oder war es ein Wutschrei?
  26.09.2009, 10:40
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1. Tag der Letzten Saat (Nachmittag), drittes Jahr der vierten Ära
Molag Bals Stadt



Melianea wehrte sich nach Kräften gegen die Übermacht, doch es strömten immer mehr Daedra nach und schließlich spürte die Elfe wie ihre Kräfte langsam nachließen. Gerade als sie sich jedoch ein wenig zurückziehen wollte blickte sie zu Orwan und blieb wie angenagelt stehen. Der Hauptmann lag am Boden und über ihn schwang ein riesiger Daedroth soeben einen mächtigen Kriegshammer genau auf seinen Schädel zu!

Die Magierin schrie daraufhin laut auf. Ihr war bewusst dass sie nichts tun konnte um den Tod ihres Freundes zu verhindern. Ihre Magie war fast erschöpft und selbst wenn sie nicht zu weit weg stehen würde um noch rechtzeitig einzugreifen könnte sie kaum eine Waffe gezielt genug führen um die Kreatur auf einen Streich zu töten.

Melianea blickte verzweifelt hinüber und versuchte gerade, ihre letzten Energien zu bündeln um Orwans Tod zumindest rächen zu können als jedoch der Daedroth plötzlich von unten gepackt wurde und der tödliche Schlag fehlging. Gepackt von einer verkohlten Leiche! Und nicht nur das...

Überall um sie herum erhoben sich verstümmelte Leichen vom Boden und selbst die gefallenen Daedra und toten Krieger von Tarco kämpften mit Inbrunst gegen ihre Feinde. Die Elfe erschauderte und konnte nur mühsam unterdrücken sich zu übergeben. Rechts von ihr ertönte jedoch plötzlich ein Lachen und sie wandte sich um. Inmitten dieses furchtbaren Spektakels stand Merard, den ein grünes Leuchten umspielte, und schaute verzückt dem Sterben zu. Dunkle Silben murmelnd dirigierte er die Untoten gegen die Daedra und der Magierin blieb nichts anderes übrig als den Mann gewähren zu lassen wenn sie ihr Leben und das ihrer Gefährten retten wollte.

Bei Auri-El und allen Göttern! Ich schwöre dir, Merard! Sollten wir jemals nach Cyrodiil zurückkehren werde ich dich eigenhändig vor das Gildentribunal zerren und wenn es mein eigenes Leben kosten sollte!

Aus Melianeas Händen wurden Fäuste. Sie hatte einst gute Freunde durch den Totenbeschwörerkult verloren, doch wütend schnaubend musste sie eingestehen, dass sie Merard und seine dunklen Praktiken im Moment bräuchten um zu Überleben.

Bis wir wieder zurück in Cyrodiil sind, Merard! Dann werde ich dich ausliefern oder eigenhändig töten!
  29.09.2009, 11:35
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1. Tag der Letzten Saat (Nachmittag), drittes Jahr der vierten Ära
Molag Bals Stadt


Nachdem Orwan knapp seinem Ende entkommen war, sah er etwas, das seinen kurzen Schrecken vor dem Tod bei Weitem überstieg: Er wurde nicht von einem seiner Freunde gerettet, sondern von einer verkohlten Leiche, die den Daedroth am Fuß gepackt und dann zu Tode gebissen hatte.
In fast jedem Fall wäre Orwan dem Retter dankbar gewesen, da der Rothwardone sein Leben schätzte und, da er doch sein ganzes Leben fromm gewesen war und zu den Göttern gehalten hatte, lange leben wollte. Doch nun geschah die Ironie, dass er von jemandem gerettet wurde, dessen Genosse ihm vor kurzer Zeit sein ganzes Leben geraubt hatte. Nicht viele Jahre war es her, als der Totenbeschwörer Verlan den Rothwardonen verfluchte und ihn zu dem machte, was er nun ist. Und nun soll ihn jemand von seinesgleichen gerettet haben?

Unter Schmerzen stand der Hauptmann auf und ging zu dem Nekromanten, der, nachdem alle Daedra besiegt waren, laut auflachte. Die Toten, die zuvor blutrünstig auf die Feinde gestürmt waren, lagen nun wieder leblos auf dem Schlachtfeld und erschwerten Orwan das leichte Humpeln zu ihm. Als er angekommen war, streckte er seine Hand aus. Es war keine Hand, die zum Dank auf Merard gerichtet war, sondern sie fasste ihn grob an seinem schwarzen Mantel kurz unter seinem Kragen.
“Sei froh, dass wir hier noch nicht fertig sind. Sonst würde ich dir hier und jetzt deinen Kopf abschlagen und siebenmal draufspucken. Du und deine verfluchte Brut von Totenbeschwörern! Weißt du nicht, was du hier angerichtet hast?“
Er zeigte auf die Leichen.
“Es ist traurig genug, dass die Menschen hier das Leben ließen, hier an diesem diabolischen Ort. Aber du, du wagst das, was eigentlich so... unbeschreiblich grausam ist: Du entreißt sie ihrer ewigen Ruhe und verlangst, dass sie gegen ihren Willen für dich kämpfen.“
Orwan wollte ihm noch einen Tritt in den Bauch geben, doch er war mittlerweile so schwach geworden, dass man denken könnte, ein alter, gebrechlicher Mann von achtzig Jahren hätte mit ihnen gekämpft. Doch der eigentliche Grund für sein Zögern war, dass ihm ein ganz anderer Gedanke in den Kopf kam. Er ließ Merard los, schaute ihn noch einmal - nicht mehr verfluchend, sondern plötzlich mit interessiertem Blick - an. Spielerisch verfinsterte er wieder seine Miene und drehte sich anschließend in Richtung der Anderen um.

“Ich kann ihn noch nicht töten... jetzt noch nicht.“
1. Die Null finden.
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  07.10.2009, 01:36
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1. Tag der Letzten Saat (später Nachmittag), drittes Jahr der vierten Ära
Molag Bals Stadt



Melianea legte schließlich Orwan die Hand auf die Schulter und zog ihn weg von Merard.

"Wir werden ihn zur Rechenschaft ziehen wenn wir wieder in Cyrodiil sind. Das schwöre ich! Seine schändlichen Taten werden Konsequenzen haben!"

Die Elfe blickte den Hauptmann ernst an und nickte dann in die Runde.

"Wir sollten uns beeilen und so schnell wie möglich zum Palast vordringen! Wir dürfen uns nicht länger mit unnötigen Kämpfen aufhalten!"

Die Magierin ging daraufhin zu Dembar sowie Gabriel hinüber und besprach sich mit ihnen. Ein mächtiger Tarnzauber wäre nun genau das Richtige um die Schergen von Molag Bal zu verwirren und ungesehen ins Herz der Stadt zu gelangen, doch dafür bräuchten sie erneut die magische Kraft des Nekromanten. Melianea verfluchte ihre Situation, doch nur zu viert wären sie in der Lage einen solch komplizierten Zauber über eine so große Gruppe von Leuten zu sprechen und lange genug aufrecht zu erhalten um ihr Vordringen bis zum Palast zu ermöglichen.

Die vier Magier stellten sich schließlich in die Mitte des kleinen Platzes und fassten sich an den Händen, wobei weder die Elfe noch die beiden Männer gerne die kalten, feuchten Handflächen Merards ergriffen. Synchron murmelten sie daraufhin jedoch die Formel und kurz darauf wurden die Zauberer auch schon von einem grünen Licht umspielt, das ihre Konturen verwischte und sie eins mit ihrer Umgebung werden ließ. Sekundenbruchteile später griff das Leuchten dann auch auf die anderen Umstehenden über und die Tarnung hüllte alle ein bis auf sechs Männer Tarcos, für welche die magische Kraft hinter dem Zauber nicht mehr ausreichte und die damit einverstanden waren hier zu warten und ihnen den Rücken zu decken.

Wir werden es schaffen! Wir werden wieder nach Hause zurückkehren!

Melianea schlich schließlich gemeinsam mit den anderen Unsichtbaren durch die finstere Stadt und neuer Optimismus machte sich in ihr breit als sie im Palastbezirk ankamen und die Stufen des dunklen Turmes erklommen. In dem Moment verlor jedoch die Magie ihre Wirkung und sie wurden wieder sichtbar.
  21.10.2009, 07:53
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1. Tag der Letzten Saat (später Nachmittag-Abend), drittes Jahr der vierten Ära
Molag Bals Palast



Vor dem Palast standen keine Wachen. Entweder waren sie auf dem Weg zum Schauplatz des vorherigen Kampfes oder sie befanden sich im Inneren dieses gräßlichen Bauwerks. Gewaltige Spitzen ragten an den Seiten in immer kürzeren Abständen empor, bis schließlich auf der Spitze des Turms eine einzelne große Klaue emporragte. Exkremente und vermutlich menschliches Blut verzierten den Turm. Das Eingangstor war gewaltig. Selbst ein Xivilai, vermutete Leogun, könnte da hindurchpassen. Wobei er nie einen Xivilai gesehen hatte.

Tarco wies den anderen mit Handbewegungen ihre Positionen zu. Dann klopfte er mit der Faust mehrmals schnell an das Tor und ging dann hinter einer Säule in Deckung. Das Tor wurde von mehreren Daedroths aufgestoßen, die nur wenige Augenblicke Zeit hatten um zu bemerken dass mehrere Pfeile und Zauber auf sie zu schossen. Aber sie nutzten sie nicht.

Orwan ging mit gezückter Waffe voraus, wobei er versuchte, nicht auf die Leichen zu treten. Direkt vor ihnen war schon die nächste Tür. Nach links und rechts verliefen kreisrunde Gänge. Von rechts kamen Schritte.
"Was sollen wir jetzt tun?", zischte Dembar, sichtlich angespannt.
Man sah der Tür an, was sich hinter ihr verbarg. Sie war mit Schädeln und verwesenden Körperteilen beschmückt. Der Türknauf war wie ein Igel mit Stacheln besetzt. Und wahrscheinlich wusste Tarco auch, was ihn erwarten würde, als er einfach die Tür auftrat und über die Schulter die Gruppe zu sich winkte.

Als letzte verriegelten Rabi und Olef die Tür, während der Rest bereits durch einen dunklen Säulengang eilte. Plötzlich traten sie ins Licht. Das Licht von Fackeln, nicht das einer Sonne. Dies war der Thronsaal Molag Bals. Ihnen gegenüber stand auf einer erhöhten Plattform, zu der ein paar kleine Stufen führten, ein großer Thron. Und auch wenn sie ihn nie gesehen hatten: Jeder wusste, dass das Monstrum, das dort saß, Molag Bal sein musste.

"Diese stinkenden Echsen sind ja nicht mal fähig, ein paar Menschlinge zu töten!", grollte eine den ganzen Saal erschütternde Stimme. "Aber wie auch immer. Ich habe selten Gesellschaft. Seid ihr Störenfriede oder zum 'Reden' hier?", grunzte der minotaurenähnliche Riese. Sein Schwanz zuckte von einer Seite des Throns zur anderen.
"Wir haben kein Interesse daran, im Kampf gegen dich zu sterben", ergriff Tarco das Wort. "Unser Anliegen ist die Rückkehr nach Cyrodiil. Wir wollen unsere Freiheit!"

Melianea rammte dem Rothwardonen ihren Ellenbogen in die Seite. "So kann man ihn nicht überzeugen", flüsterte sie verärgert. Der Prinz des Zorns grinste. "Warum sollte ich euch gehen lassen? Gebt mir einen Grund, warum ich euch nicht zu Sklaven machen sollte!" Er leckte sich über die Lippen, als sein Blick auf Melianea verharrte.

Leogun nahm den Dolch mit der Inschrift "Im Namen des Fürsten" aus seiner Tasche und streckte ihn Molag Bal entgegen. Dessen Augen weiteten sich.
"Seid ihr dafür verantwortlich? Seid ihr diejenigen, die unsere Außenposten in eurer Welt auslöschen?!" Der Herr der Pläne biss sich auf die Lippen. Hatte er zu viel verraten?

Es herrschte kurz Stille. Dann antwortete Melianea verunsichert.
"Nein... aber welche Außenposten? Wir fanden dieses Messer in einer brennenden Priorei. Es hat einem Anhänger von Euch gehört, nicht wahr?"
Molag Bal stampfte zornig mit dem Fuß auf. "Ihr seid nicht nur wegen eurer Freiheit hier. Ich weiß, dass ihr durch einen Zufall in meine Domäne gekommen seid. Aber warum habt ihr euch zu mir durchgeschlagen?!"

Leogun trat hervor. "Wir suchen einen Mörder. Er hat mehrere Dorfbewohner auf mysteriöse Art und Weise getötet. Wir glauben, dass mehr dahinter steckt." Er schwieg einen Moment. Dann fügte er hinzu: "Und... der Drache Karak hat mir gesagt, dass du uns helfen wirst."

Die Gruppe starrte ihn an. Molag Bal betrachtete mit glänzenden Augen den Nord.
"Karak? Das allesüberstehende alte Schuppenvieh? Lebt er noch?"
Leogun blickte zum Boden. Der König der Notzucht verstand und nickte. Dann sprach er weiter: "Mehrere Dorfbewohner? Nun, vielleicht wart ihr zu lange unterwegs. Ansonsten hättet ihr erfahren, dass überall in eurem Land Menschen sterben. Diese Hinterweltler denken, es wären Dämonen. Aber was sollte uns das bringen? Jedenfalls verschwinden täglich Bauern und andere einfache Sterbliche in Cyrodiil. Und währenddessen werden auch unsere Anhänger systematisch umgebracht."

"Jeden Tag?" Melianea starrte ins Leere. Man merkte ihr an, wie bedrückt sie war.
"Wahrscheinlich suchen wir dieselbe Person", stellte Orwan fest.
"Vielleicht. Karak hat gesagt, ich werde euch helfen? Pah. Wie denn?"
Leogun ergriff noch einmal das Wort. "Er sagte auch 'Die Erde liegt im Grau des Stieres'. Was immer das bedeutet..."

Melianea drehte sich rasch zu ihm um. "Erde? Meinte er... das Amulett? Das Amulett der Erde?!"
Molag Bal lachte laut auf. "Du willst mir doch nicht erzählen, dass hier irgendwo eines der "Großen Vier" versteckt ist?"

Auf einmal starrte er auf den Boden des Saals. Eine runde graue Platte mit schönen Verzierungen war in der Mitte des Raumes am Boden befestigt. Sie ragte leicht aus dem Boden heraus.

"Halt!", rief eine krächzende Stimme. Sie kam vom Eingang des Saals. Die Gruppe drehte sich um. "Wer ist da?!", erwiderte Molag Bal. Es ertönte ein schlurfendes Geräusch. Dann kamen auch andere Schritte hinzu. Es klang nach...*Skelette*, dachte Leogun, *aber ziemlich schwere*.

"Ich bin froh, dich wiederzusehen, mein Sohn", krächzte die Stimme etwas weicher.

Langsam erkannte Leogun Konturen. Die Gestalt hinkte. Und war sehr mager. Nun war sie in den Schein des Feuers gekommen. Leogun hörte auf zu atmen.
Vor langer Zeit war er wohl ein Mensch gewesen. Vor ihnen stand ein Untoter. Doch kein gewöhnlicher Zombie oder ein einfaches Skelett. Er sah aus wie eine Mumie.. .nur dass er nicht eingewickelt war. Die Augenhöhlen füllten zwei weiße, pupillenlose Augen. Er trug eine merkwürdige Kappe, die einer Kapuze ähnelte, jedoch enger anlag. Sein Körper wurde von einer zerfetzten Robe bedeckt. Die Augen schienen Leogun anzustarren.

Molag Bal war aufgestanden und stieß die Abenteurer mehrere Meter beiseite.
"Nenn mir deinen Namen, Abschaum, bevor ich deine morschen Knochen zermalme!", knurrte Molag. Er war dreimal größer als der Untote.
"Ich wäre nicht so voreilig", sprach die Gestalt. Plötzlich eilten mehrere Daedroth-Skelette herbei. "Was zum?!", brüllte der Prinz des Zorns. Unter ihm stießen einige knöcherne Krallen aus dem Boden und hielten ihn fest. Der Untote legte die offene Hand auf Molag Bals Bauch. Plötzlich erstarrte er. Nur seine Augen konnten sich noch bewegen.

Der Untote holte ein zappelndes, schlachterfischähnliches Wurmwesen aus seiner Kutte. "Wisst ihr, was das ist?", lachte der Untote. Er winkte einen der Daedroths näher herbei.
Erst jetzt erkannte Leogun, dass auch in dem Skelett des Daedroths ein solches Wurmwesen sich um die Rippen gewickelt hatte und immer wieder rot aufleuchtete.
"Versteht ihr?", fragte der Untote und grinste breit. Plötzlich schoss ein Pfeil durch den Wurm in der Hand des Untoten. Einer von Tarcos Männer hatte geschossen.
"Oh. Euch habe ich ganz vergessen. Aber bitte greift nicht gleich zu den Waffen. Ich möchte vorher noch mit jemandem reden."
Er ging langsam auf Leogun und Orwan zu.

Er reichte Leogun, der immer noch auf dem Steinboden lag, die verweste Hand.
"Wie geht es dir, mein Junge? Aus dir ist ja ein stattlicher Kerl geworden..."
Leogun biss die Zähne zusammen. "Wer seid ihr?"
"Ich bin es, mein Sohn. Dein Vater."

Leogun schrie auf und zückte sein Schwert. Er hielt die Klinge an die Hand des Untoten.
"Mein Vater ist tot. Er wurde durch Anhänger der Mythischen Morgenröte getötet. Also, wer seid ihr?!"
"Dass ich von diesen Anhängern getötet wurde, stimmt auch. Aber das war nicht mein Ende. Kannst du dich noch an den Tag in Vvardenfell erinnern? An dem wir auf dieses Feld voller Blut blickten. Das war auch 'sein' Werk. Er hat mir noch eine Chance gegeben. Im Gegenzug helfe ich ihm bei der Neuordnung der Welt."

Das war zu viel. Die Hand des Vaters fiel auf den harten Stein. Er verzog das Gesicht.
"Ich wollte dir gerade anbieten, mir zu helfen. Es tut mir Leid, dass es so enden muss... Diener, schnappt euch die Elfe und kommt dann nach!"
Der Untote eilte zur Platte, ließ zwei Daedroths sie hochheben, schnappte sich ein dreckiges Amulett, dass darunter lag und hängte es sich um den Hals.

Die Daedroths marschierten langsam auf die Gruppe zu, während Leoguns Vater ein gleißend helles Portal erschuf und hindurchtrat.
"Dieser Mistkerl", keuchte Leogun.
  31.10.2009, 18:02
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Molag Bals Palast



Langsam aber sicher wankten drei der untoten Daedroth auf Melianea zu. Bevor sie jedoch ihr Ziel erreichten warf ihnen Dembar einen Feuerball entgegen. Mit einem lauten Knall schlug dieser gegen den Brustkorb des schnellsten Ungetüms und riss beinahe die gesamte rechte Körperhälfte der Kreatur mit sich. Das Skelett ließ sich davon nicht beirren.
„Was zum …?!“, rief Tarco überrascht auf als der Wurm, der sich an die Wirbelsäule des Untoten klammerte, anfing rot zu glühen. Mit rasender Geschwindigkeit begannen die Knochen des Daedroths zu wachsen. Die von Dembars Angriff verkohlten Rippen wurden immer länger und dicker, schufen einen neuen Brustkorb, einen neuen Arm, eine neue Hand. Doch der Untote regenerierte nicht nur, er wurde größer. Erst als das Monstrum zwei Fuß gewachsen war und seine Rippen nun einen dicken Panzer bildeten erlosch das Glühen des Wurms, der wieder seine ursprüngliche, schlammbraune Färbung annahm.

„Das hat ja wunderbar funktioniert.“, kommentierte Merard Dembars Angriff ironisch. Der Nekromant trat vor die Gruppe, streckte die flache Hand nach oben und rief: „Halt!“. Seine Stimme verhallte im Raum, ohne auch nur die geringste Wirkung zu erzielen.
„Wir müssen diese schleimigen Blutegel loswerden!“, rief Leogun Tarcos Bogenschützen zu. „Und zwar ohne Magie, diese Dinger sollen nicht noch größer werden!“
Die Skelette waren zu langsam, um den geübten Jägern zu entkommen. Während die Augen des Prinzen des Zorns hin und her zuckten, wurde ein Wurm nach dem anderen von Pfeilen durchbohrt. Ohne die Würmer waren die Untoten weder vor Feuerbällen, noch vor Merards Bannzaubern oder Rabis Hammer geschützt. Selbst das Skelett, das durch die Energie von Dembars Zauber gewachsen war, konnte dem magischen Feuerwerk nicht lange standhalten nachdem einer der Bogenschützen den Wurm, der sich an die Wirbelsäule des Daedroth klammerte von hinten abschoss.

Auch die Krallen, die den König der Notzucht festhielten, verschwanden wieder im Boden nachdem das letzte Skelett verstümmelt war. Nachdem Melianea den passenden Gegenzauber gefunden hatte, um die Lähmung des Daedras aufzuheben, donnerte der wutentbrannte Molag Bal: „HINTERHER! REIßT DIESES HÄSSLICHE SCHEUSAL IN STÜCKE BEVOR ICH MICH VERGESSE!“, und deutete mit dem Finger auf das schimmernde Portal, welches immer noch offen stand.
  09.11.2009, 16:39
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1. Tag der Letzten Saat (Abend), drittes Jahr der vierten Ära
Molag Bals Stadt



Melianea fluchte auf gar undamenhafte Weise als sie gemeinsam durch das schimmernde Portal traten und es plötzlich rund um die Gruppe hell wurde sodass sie geblendet im Lichtschein herumtorkelten, wobei sie weder ihre Umgebung, noch potentielle Feinde erkennen konnten.

Was bei allen Göttern hat dieser schändliche Mensch nur vor?

Die Elfe versuchte sich im gleißenden Licht zu orientieren und murmelte leise einen Magieerkennungszauber, was jedoch zur Folge hatte dass sich der Lichteffekt nur verstärkte und die Magierin überrascht aufschrie.

Alles hier ist magisch! So etwas habe ich noch nie gesehen!

Melianea musste ihre Augen geschlossen halten bis ihr Zauber nachließ, doch Leogun - wahrscheinlich hergelotst durch ihren Schrei - fasste plötzlich ihre Hand um sie zu führen.

"Wir müssen weiter. Der Mistkerl muss hier irgendwo sein. Wir müssen ihn aufhalten und das Amulett zurückholen!"

Der Mann zog die Elfe weiter und nun konnten sie auch die Schemen der anderen Gefährten erkennen, die scheinbar ebenso orientierungslos im Licht, das aber bereits den Anschein machte schwächer zu werden, herumirrten. Die Magierin dachte jedoch im Moment nur an das Amulett, das die Kreatur, die sich als Leoguns Vater ausgab, an sich genommen hatte.

Was wird wohl geschehen wenn man alle vier Amulette vereinigt? Die Legenden erzählen dass sie dem Träger Macht sowohl über die Welt der Sterblichen als auch über Oblivion und sogar Aetherius verleihen... was für ein Glück dass die beiden anderen Amulette sicher in der Geheimen Universität verwahrt werden!
  10.11.2009, 06:45
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Unbekannte Ruine



Das gleißende Licht schien mit der Zeit etwas schwächer zu werden und auch die Augen der Gefährten passten sich langsam der Helligkeit an. Die ersten Dinge wurden sichtbar. Zuerst die Gruppe, die nahe zusammen den Weg entlang ging. Danach die grauweißen Wände und Säulen, die nur leicht mit Dreck bedeckt waren. Die Decke war mit glänzenden Kristallen, die bedrohlich nach unten ragten, bedeckt.
Die Frage, wohin das Portal sie geführt hat, schien sich allmählich zu beantworten: Die Wände waren mit zahlreichen Schriftzeichen verziert, die darauf hindeuteten, dass sie sich in einer Ruine der Ayleiden befanden. Auch das Gefühl, die ganze Zeit etwas Magisches um sich herumzuhaben, bestätigte dies.
Jedoch schien diese Ruine, je weiter sie gingen, im Gegensatz zu denen, die Orwan gesehen hatte, einigermaßen intakt zu sein. Die Kronleuchter, die jeden Gang beschmückten, leuchteten auf und füllten die Räume in einem unangenehmen Licht, der den Staub, der durch die Gruppe aufgewirbelt wurde, zum glänzen brachte.

Melianea beschwor die anderen, Leoguns Vater schnell zu verfolgen und das Amulett wiederzugewinnen. „Stimmt.“, erwiderte der Hauptmann, fügte jedoch bedenklich an: „Wir müssen aber aufpassen. Gerade du müsstest wissen, was in einem solchen Ort für Gefahren lauern. Dieser Mann ist nämlich nicht die einzige Bedrohung – wer weiß, welche Fallen hier auf uns warten.“
Orwan hustete leicht und schaute sich um, während die Gruppe weiter dem Gang folgte. „Kennt sich hier jemand besonders mit den Fallen aus? Ich kenne nur solche Dinge wie Stolperdrähte und dergleichen, bin aber solche magischen Gemäuer nicht gewohnt. Melianea?“
Kaum gesagt, hörte der Weg auf und die Gefährten fanden sich in einem größeren Raum wieder. Es war ein schmalerer Gang, umgeben von einem großen Becken gefüllt mit Wasser, das leicht durch die Kristalle leuchtete. Ein großer Bogen um den Gang verdeckte die Decke.
Vorsichtig ging Orwan nach vorne und lugte leicht nach oben, als er den Bogen passierte. Schnell schellte er zurück, als er eine riesige Guillotine entdeckte, die zwar leicht aus den Ankern geriet, aber – Akatosh sei Dank – nicht herunterfiel, da die Anlage etwas veraltet und verrostet schien.
Der Rothwardone schnaufte erleichtert auf. „Das ging noch einmal gut. Ich glaube, jemand anderes sollte vorgehen – jemand, der mehr Ahnung davon hat.“
1. Die Null finden.
2. Die Eins kompliziert schreiben.
3. Taylorentwickeln.
  18.12.2009, 16:18
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1. Tag der Letzten Saat (Abend), drittes Jahr der vierten Ära
Unbekannte Ruine


Langsam und vorsichtig durchquerten die Abenteurer den Raum. Das Wasser, das sie umgab, starrte vor Dreck und verbreitete den Geruch von Verwesung. Leogun ging voran, durch einen Torbogen aus dem die selben, langen Kristalle ragten, die auch an der Decke hingen. Es schien als würde er durch das Maul einer Bestie schreiten. Der Gang war hoch, leicht abschüssig und immer schlechter beleuchtet. Niemand sprach ein Wort. Die Nerven bis zum zerreißen angespannt tastete sich die Gruppe vor. In jeder Nische könnte sich ein Untoter verstecken, hinter jeder Biegung könnte eine weitere Guillotine hängen, bereit um ungebetene Eindringlinge zu zerstückeln.
Der Weg verzweigte sich nie. Zielstrebig führte der Korridor die Gruppe immer weiter ins innere der Ruine. Die Zeit verging quälend langsam. Erst wenige Minuten waren vergangen, seit sie durch das Portal in Molag Bals Thronsaal getreten waren und doch kam es allen so vor, als würden sie schon ewig durch die Ruine streifen.
Unvermittelt blieb Leogun stehen. Zischend legte er einen Finger auf die Lippen. Als ihre Schritte verhallten erfüllten Fauchen und dumpfe Schläge den Gang. Die Geräusche kamen aus der Ferne.
„Was ist das?“, flüsterte Melianea. „Es klingt wie ein Kampf“, sagte Leogun. „Und es müssen viele sein, die dort kämpfen.“
Beflügelt von dem Gedanken womöglich bald auf Verbündete zu treffen eilte die Gruppe weiter.

An seinem Ende ging der Korridor in eine Art Balkon ohne Geländer über. Das, was man von dort aus sah, verschlug allen die Sprache. Vor ihnen lag ein riesiges, unterirdisches Gewölbe. Dicke, schwarze Säulen, die mit allen erdenklichen Fratzen und blutigen Szenen verziert waren, ragten wie ein versteinerter Wald aus dem Boden und stützten die Decke der Halle, die wie die Wände über und über mit schummrig leuchtenden Kristallen bedeckt war. Orwan schätzte mindestens zehn Meter zwischen den Gefährten und dem Boden. Der Raum war erfüllt von Lärm. Hunderte, wenn nicht sogar Tausende Skelette waren hier versammelt und schlugen stupide auf übergroße Trainingspuppen ein oder kämpften miteinander. Jeder einzelne Untote trug an seiner Wirbelsäule einen der fischähnlichen Parasiten mit sich herum.
„Bei den neun Göttlichen!“, entfuhr es Melianea, „Was ist DAS?“
„Das sieht nicht so aus, als wäre es von Ayleiden erbaut worden...“, murmelte Orwan und machte einen Schritt zum Rand der Plattform hin. Plötzlich gab der Boden unter seinen Füßen nach. „Eine Druckplatte!“, rief Melianea erschrocken, als Orwan gut einen Fuß nach unten sank. Bevor die Gruppe sich wieder in den Gang retten konnte wurde dieser von einem Eisernen Tor, das aus dem Boden schoss verschlossen. Gleichzeitig begann sich die Plattform kratzend und quietschend in die Wand zurückzuziehen. „Hier lang!“, rief Leogun und deutete auf einen breiten Vorsprung, der ungefähr auf halber Höhe zwischen ihnen und dem Boden lag und wohl einst der Brustkorb einer Statue gewesen war. Dank dieses Vorsprungs und einem Zauber, der den Fall verlangsamte schaffte die Gruppe es den Boden der Halle einigermaßen unbeschadet zu erreichen. Die Skelette waren auf sie aufmerksam geworden und bewegten sich  schwankend auf sie zu. Einige trugen große, rostige Eisenkeulen, andere hatten krallenartige Fortsätze an ihren Händen oder waren groß wie ein Bär.
„Da! Seht!“, rief Dembar und zeigte auf eine der Säulen in ihrer Nähe, die dick wie ein Turm war. Eine Tür war in sie eingelassen. Mit einem Feuerstrahl brannte der Magier für wenige Sekunden eine Schneise in die immer näher kommende Masse von Untoten. Genug Zeit um die Säule zu erreichen. Leogun und Rabi stießen die schweren Türflügel auf und schlossen sie wieder, Nachdem alle hindurchgehuscht waren.

Eine Wendeltreppe führte in die Tiefe. Die Untoten im Nacken stürzte die Gruppe die Stufen hinunter. Als sie einen weiteren, schmalen Gang erreichten wurde über ihnen die Tür aufgestoßen und die Skelette strömten in den Raum. Immer weiter rannte die Gruppe, an leuchtenden Kristallen vorbei, durch schwarze Torbögen und schließlich über eine steinerne Brücke, die über den nächsten gefährlichen Abgrund führte und von den Magiern in die Luft gejagt wurde, um die Verfolger abzuhängen.
„Jetzt... gibt es kein zurück mehr.“, stellte Tarco außer Atem fest.

Bald erreichten sie eine weitere Halle, viel kleiner als die Vorherige, in der bereits der nächste Schrecken auf sie Wartete. Ein knochiges, verwesendes Ungetüm, drei mal so groß wie ein Oger, versperrte ihnen den Weg. Es stand vor einem großen, hölzernen Tor, das von zwei Statuen flankiert war. Dort wo sein rechter Unterarm hätte sein sollen, befand sich ein riesiger, rostiger Krummsäbel, der mit dem Arm verschmolzen war. Auf die gleiche Weise war fast der ganze Körper des Monstrums mit stählernen Platten gepanzert. Dort, wo man durch zwei Rippen einen Blick auf das Innere des Brustkorbs erhaschen konnte, drang ein rotes Licht nach außen und beleuchtete die pechschwarzen Wände.
„Verteilt euch!“, brüllte Orwan, als die Bestie zum Schlag ausholte. Kaum kam die Gruppe in Bewegung, donnerte der Säbel auf den Boden und schlug eine tiefe Kerbe. Mit atemberaubender Kraft schlug die Kreatur um sich, riss Steine aus den Wänden, schlug Gräben in den Boden und enthauptete eine der Statuen. Ein Schlag traf die Wand über dem Gang, aus dem die Gruppe kam und ließ ihn unter einem Regen aus schwarzen Brocken verschwinden.
Das Ungetüm packte einen von Tarcos Männern und schleuderte ihn gegen die Wand. Blut spritzte. Der zertrümmerte Körper des Kriegers fiel leblos zu Boden.
„NEIN!“, schrie Tarco. Mittlerweile war die Gruppe in einem weiten Kreis um das Ungetüm verteilt.
„Hey, Knochengerüst! Hol mich wenn du kannst!“, brüllte Leogun dem Monster entgegen. Er war auf eine der Statuen geklettert. Schnaubend drehte sich der Torwächter in Richtung der Tür. „Sprengt ihm die Beine weg!“, kommandierte Leogun Dembar und Melianea. Die Magier sammelten ihre Kräfte, warfen zwei Feuerbälle und rannten zur Seite. Mit einem lauten Knall wurden die Knie der Kreatur zerrissen. Krachend stürzte sie in die Tür und wirbelte eine riesige Staubwolke auf. Gleichzeitig sprang Leogun mit einem Schrei von der Statue, rammte sein Schwert in den Rücken des Monstrums und tötete den Parasiten, der sich an dessen Wirbelsäule klammerte.
  07.02.2010, 12:01
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Os Vermis - Finale

1. Tag der Letzten Saat (Abend), drittes Jahr der vierten Ära
Unbekannte Ruine

Über den leblosen Körper des Ungetüms eilend stürmten sie durch die Staubwolke in einen gewaltigen Saal. Bläuliche Fackeln tauchten das Gestein in ein bedrohlich kaltes Licht und säumten eine lange, schmale Brücke, die über einen endlos scheinenden Abgrund führte. An ihrem Ende begann eine mit Ranken überwucherte Treppe, die nach oben hin breiter wurde.

"Sehr schön." Es klang wie ein Hauch, doch erfüllte es den ganzen Raum.
Am Ende der Treppe stand ein meterhoher Thron, verziert mit marmornen Pflanzen. Kleine Fenster von Schießschartengröße ließen am Ende des Saals etwas Sonnenlicht auf den Thron fallen.
Langsam erhob sich eine Kreatur vom Thron. Ein grelles Licht, und ihr Körper wurde von einer magischen Flamme im Kopf ihres
Stabes erleuchtet.

"Worauf wartet ihr?", fragte der Lich, nun mehr krächzend. Sein rotschwarzer Umhang rollte über die Stufen. Ein paar lange,weiße Haare waren noch an seinem Kinn zu erkennen, während er an anderen Stellen bereits seine Haut verloren hatte. Die leeren weißen Augen starrten unentwegt Melianea an.

"Worum zum Teufel geht es hier eigentlich?", schnaubte Tarco. Die Gruppe blieb immer noch wie versteinert auf der Brücke stehen. "Um was wohl?", zischte Orwan ihm zu.

"Es hat lange gedauert, bis ihr hierher kamt. Ich wurde fast ungeduldig. Nicht, dass ich nicht schon lange genug hieran arbeiten würde, aber das man mich dann auch noch eine Ewigkeit warten lässt..."
Die ersten Skelette blieben am Tor stehen. Doch eine Gestalt kam immer näher. Leogun zückte sein Schwert und streckte dem Vermummten seine Klinge entgegen.
"Du kannst dich immer noch ergeben, Leogun, mein Sohn."

"Was soll das? Soll ich mit Psychospielchen zum Verräter werden? Ich fall auf sowas nicht rein! Und jetzt - hör auf, meinen Vater in den Dreck zu ziehen! Oder ich schneid dir die Kehle durch, Abschaum!"
"Er ist dein Vater. Oder war, wenn du es so willst." Es lag etwas hämisches in der Stimme des Lichs.

"Ihr habt doch bestimmt schon meine kleinen Lieblinge gesehen, oder?" Der Lich hielt einen der Würmer in seiner rechten Hand und streckte ihn der Gruppe entgegen. Das ekelerregende Wesen zappelte, als ob es mit dem Tod ringen würde. "Einer von ihnen reicht, um aus einem wertlosen Menschen einen nützlichen Diener zu schaffen. Lasst es mich demonstrieren!"

Die Gruppe rückte enger zusammen, Leogun und Tarco hielten Lasskar und die Skelettkrieger, die vom Tor kamen, mit ihren Klingen zurück. Der Lich rückte näher.

Plötzlich wich er mit einem Fauchen zurück. Wutentbrannt und zugleich begehrend starrte er Melianea an. "Lasskar! Ergreift die Elfe!"
Leoguns Vater zog einen geschwungenen Säbel, die Skelette hinter ihm gingen zum Angriff über. Während Leogun, Tarco und Rabi'e versuchten, den endlosen Leichenstrom abzuwehren, stellten sich Orwan, Dembar und Olef schützend vor Melianea.
"Er will mein Amulett", keuchte Melianea. Sie wirkte geschwächt. "Wir dürfen das nicht zulassen...lieber sterbe ich!"

Ein greller Feuerball entsprang dem Stab des Lichs. Olef schrie auf; sein rechter Arm stand in Flammen. Orwans Klinge schlug auf das Holz des Stabs und zerbrach klirrend. Dembar warf ihm ein Messer zu, doch bevor er zustechen konnte, schleuderte ihn der Lich mit einer Handbewegung in eine Gruppe Skelette am anderen Ende der Brücke. "Orwan!", schrie Leogun und stürmte nun vor. Tarco unterstützte ihn dabei, Rabi'e blieb bei der Gruppe.

Plötzlich schmetterte Leogun gegen...eine kalte Hand. Lasskar stand nur leicht angespannt vor ihm. Seine Hand lag auf Leoguns Brust. "Warum bist du nur so stur geworden?", seufzte der Untote.
"Lass uns das zu Ende bringen", schnaubte Leogun und sein Katana durchschnitt Lasskars Kehle.
"Das bringt dir nicht viel", lachte Lasskar. Die Wunde heilte, und noch dazu wuchsen seine noch nicht verwesten Muskeln. Leoguns Augen konnten dem Säbel nicht folgen, als dieser in sein Schienbein schnitt. Doch der Schmerz war wie betäubt, und Leogun rammte sein Schwert in den Bauch seines Gegenübers.
"Und?" Lasskar fing an, kratzend zu lachen. Doch noch während Leogun seine Klinge nach einem Schwenk losließ, erstarrte sein Grinsen.
Sein Körper verschwand in der Dunkelheit des Abgrunds. Nur kurz leuchtete etwas auf...

Tarco war währenddessen zu Orwan geeilt. Blut floss aus dessen Mund.
Ein großer Knall ertönte hinter Leogun.

Gewaltige Feuerstrahlen schossen aus Dembars Fingern, während er Melianeas Hand hielt. Ein roter Schleier umgab diese. Sie schien in Trance verfallen.

Der Lich versuchte, sich mit Wasserkugeln zu wehren, wich aber immer weiter Richtung Thron.

In Melianeas Haut bildeten sich Falten.

Auf einmal schlug der Lich auf einen Schalter an einer Säule - die Brücke begann zu beben.
Als Dembar auf die Knie fiel, verlosch sein Feuerstrom. Das Tor schlug donnernd zu...
Dann zerfiel die Brücke in ihre Einzelteile, Tarco rannte, Orwan tragend, zur Gruppe, während ihm der Einsturz der Brücke folgte.

Melianea lag bewusstlos am Boden. Der Lich schleuderte einen Blitz auf Dembar, der sich mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden krümmte.
Rabi'e schleuderte den Magier und die Altmerin in Sicherheit auf die Treppe, hinter eine halbzerbrochene Säule. Leogun eilte mit Olef auf die andere Seite der Treppe, mit Messern auf den Lich werfend; jedes einzelne wurde mit einer Handbewegung weggeschleudert. Währenddessen hechtete Gabriel zu Melianea und Dembar.

Tarco brüllte -  der Boden unter seinen Füßen schwand. Er warf Orwan Rabi'e zu, der sich bereits auf die Treppe gerettet hatte.

Tarco sprang, doch nicht weit genug...

Ein krummer Stab tauchte vor ihm auf. Sofort umklammerte er ihn. Das hässliche Grinsen des Totenbeschwörers, in dessen Gesicht er blickte, war kein schöner Anblick, aber immer noch besser als der Tod.
Olef nahm Merards Stab und zog Tarco auf die Treppe.
Tarcos Mund formte ein "Danke".

Ein kaltes Lachen ertönte vom Thron.
Dann erfüllte ein Zischen und Krabbeln die Halle. Der Totenbeschwörer wurde bleich - er kannte diese Geräusche nur zu gut. Ein kleiner Funke schoss aus seinem Stab und erhellte leicht die Wände um den Abgrund:

Eine gewaltige Masse an Spinnen krabbelte aus allen Ecken und Ritzen des Raumes. Schleim floß aus ihren Mäulern. Und sie hatten nur ein Ziel: die Treppe.

"Sterbt schön", hauchte der Lich...

Die ersten Spinnen waren auf die Treppe gekrochen. Rabi'es Hammer zerschmetterte Welle um Welle. Plötzlich fühlte Leogun ein unangenehmes Gefühl auf seinem Haupt. Olef spießte die Spinne auf und schleuderte sie gen Dunkelheit.
Sie fielen von der Decke.

Mit einem kleinen Schutzzauber behütete Gabriel Melianea, Dembar und sich selbst. Letzerer schleuderte, geschwächt, einige kleine Feuerkugeln um sich. Die Altmerin lag immer noch reglos da.

Merard eilte unter Gabriels Kuppel. Rabi'e und Tarco kamen den Nord zu Hilfe, die Rücken an Rücken Spinnen aufschlitzten.
*Was zum...*, dachte Leogun. *Wo ist Orwan?!*

Der Lich schrie wie gekränkt auf. Der alte Rothwardone und der Untote rollten die Treppe hinunter. Orwans Rüstung schepperte.

Melianea riss die Augen auf. Ihre Pupillen hatten eine andere Farbe angenommen. Sie sprang auf und rannte zu den beiden, die
sich dem endlosen Abgrund näherten. Der Saal begann zu beben.

"Orwan!", brüllte Leogun und sprintete ebenfalls zu ihnen.

Der Hauptmann hielt sich mit der Rechten an einem rausragenden Ast fest, der Lich umklammerte seine linken Arm.
In dessen Brust steckte Hulls Klinge, die dieser in der linken Hand hielt. Beide waren blutverschmiert.
"Hast du noch was zu sagen?", knurrte Orwan.

Eine Hand ergriff den Hals des Untoten. Melianeas Augen glühten rot, während sich ihre Haare grau färbten. Des Lichs milchige Augen weiteten sich ein letztes Mal.
Langsam schwebte das dreigeteilte Amulett aus dem Umhang des Lichs. Drei der Großen Vier, Wasser, Luft und Erde.
Es berührte Melianeas Brust.

Unzählige Lichtstrahlen schossen aus dem Amulett. Die Altmerin reckte ihren Kopf zur Decke.

Von weit weg hallten Stimmen durch den Raum.
"Wie kann das sein?" "Das darf nicht wahr sein!" "Verflucht seien diese Sterblichen!"

Eine geisterähnliche Gestalt wandte sich aus dem Amulett, und wurde immer größer. Man konnte nur schwer ihre Kleidung, geschweige denn ihr Gesicht erkennen. Sie trug eine dunkle, spitze Krone.

"Zerstört das Amulett!", heulten die Stimmen.
"Leogun, tu es!", brüllte Dembar.

Der Nord riss Melianea die Kette vom Hals und schleuderte das Amulett in die ewige, dunkle Tiefe. Die Gestalt zitterte, verblich.
Ein Klirren ertönte. Orwan stieß den Lich mit einem Tritt von sich.

Die Elfe keuchte und ließ sich auf die Treppe fallen. In ihrem Gesicht bildete sich ein Lächeln. Ihre Haare glänzten wieder in ihrer alten Farbe. Leogun packte Orwans Hand und zog ihn auf die Treppe.

"Wir danken euch." Eine Frauenstimme ertönte.
"Ihr habt die Welt vor der Wiederkehr eines Tyrannen bewahrt. Die Großen Vier hätten niemandem Macht verleiht, nur Leid gebracht. Ein Trick, damit er wieder auferstehen konnte. Doch ihr wart aufrichtig und habt seinen Plan vereitelt."

Dembar stand mit offenem Mund da. "Ihr...seid Ayleiden?"
"So ist es, junger Magier. Doch nun sollten wir wieder Abschied nehmen. Als Dank gewähren wir euch den Rückweg in eure Heimat. Dieser Ort wird bald einstürzen - und zum Grab für seine niederträchtigen Erbauer werden."

"Woher hatte der Lich die anderen Amulette?", fragte Melianea erschöpft.

"Sterbliche sind leicht zu verführen, wisst ihr? Nun geht! Mögen eure Götter mit euch sein!"

Ein Portal öffnete sich vor dem Thron des Lichs.

Leogun klopfte Orwan auf die Schulter. Beide grinsten verschwitzt. Orwan, Leogun und Melianea gingen als letzte. Sie drehte sich noch einmal um und trat schließlich durch das Licht...


Leogun blieb noch eine Weile auf der Kaiserstadt-Insel, an deren Strand sie das Portal verlassen hatten. Er feierte mit den anderen, trank Met um Met, und machte sich schließlich nach Anvil auf.
Dort sattelte er seinen besten Freund, um nach Skyrim aufzubrechen, ins Land seiner Vorfahren.

Der Spion des Lichs in der Universität wurde gestellt und starb bei seinem Fluchtversuch.  

Die Koshmir hatten knapp den Krieg gegen die Magok gewinnen können und führten ein abgeschiedenes, aber friedliches Leben. Karaks Leiche wurde nie aufgefunden.  

Die Morde aus Almaco hatten sich vereinzelt wiederholt, doch die wenigen Untoten, die noch an der Oberfläche umherstreunten, wurden innerhalb weniger Wochen von der Legion vernichtet.
  29.05.2010, 11:57
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1. Tag der Letzten Saat (Abend-Nacht), drittes Jahr der vierten Ära,
Kaiserstadt-Hafen (Strand)


Seine Augen brauchten noch einen Moment um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Doch Rabi merkte schnell, dass hinter ihm Orwan,Leogun und Melianea als letztes durch das Portal schritten. Die anderen der Gruppe waren schon vorneweg und gingen auf die Hütten des Viertels zu. Sofern es ihre Verfassung erlaubte, lachten und feierten sie schon ein wenig.

Dies war eingentlich die perfekte Gelegenheit! Rabi bewegte seine Hand langsam zu seinem Schwert, doch er stockte, als Leogun mit der Hand auf seine Schulter klopfte und sagte: "Wir haben es geschafft. Nun feier mit uns, Freund!". Dieses eine Wort ließ ihn stoppen. In ihm kam plötzlich ein Gefühl hoch, welches er nicht kannte. Es war unbeschreiblich und unglaublich zugleich doch...er hing an all diesen Menschen. von da an vergas er seine Mission! Er vergas sie komplett!

Es war ein wunderbarer Abend zusammen mit seinen neuen Freunden. Rabi genoss den Met, ein wunderbares Getränk, das er zuvor noch nicht kannte. Er saß am Feuer und hörte sich all die Geschichten, die die Gruppe vor seinem Auftauchen erlebte hatte. Er bekam vieles erzählt von Almaco, Karak, bis schließlich zur Belagerung von Anvil, bei der er ja dabeigewesen war. Es war wirklich ein perfekter Abend.

Doch wie aus dem Nichts färbte sich der Nachthimmel rot. Man vernahm Donnergrollen! Eine Stimme erschien, doch niemand verstand, was sie sagte. Die meisten Gruppenmitglieder bekamen Angst. War es etwa noch nicht vorbei? Die Krieger zogen ihre Waffen und die Magier hebten ihre Hände um gegebenenfalls Zauber zu wirken. Die Stimmte hatte sich inzwischen schon manifestiert: "Rabi! Rabi!", hauchte sie. "Rabi! Warum tust du mir das an? du bist mein Diener. Mein stärkster Diener!", diese Worte waren geschrieen, sodass die ganze Gruppe zusammenzuckte. "du hast deine Mission nich erfüllt, obwohl du Gelegenheit dazu hattest. Und nun musst du dafür bestraft werden."

Von weitem sah es so als als würde sich der Himmel öffnen und ein Sog entstand, der aber nur rabi anzusaugen schien; die anderen waren nicht betroffen. Rabi stand noch, aber er rang um seinen Stand auf dem Boden. Doch langsam hebte er vom Boden ab; immer weiter nach oben. er war nun schon gut 1-2 Schwertlängen in der Luft als ihn plötzlich eine Hand an seinem Fuß packte, dann noch eine und noch eine, bis die ganze Gruppe ihn festhielt.

"Verschwinde!", flüsterte Rabi, dann etwas lauter: "Verschwinde!" und das dritte mal schrie er: "Verschwinde!". "Was? Du wagst es?" , Mora war regelrecht entsetzt. Der Sog wurde stärker. und nun brüllte Rabi aus vollster Selle: "Ich bin nicht dein Diener!"

Mir einem Augenblick war alles vorbei. Der Himmel war wieder dunkelblau, das Grollen war verschwunden und Rabi viel auf die Erde. Der Spuck war endlich vorbei und das Feiern wurde, zwar nicht so wie vorher, vorgesetzt.

Am nächsten Tag wunderte sich Rabi, warum er Kopfweh hatte.
"Du hast ja auch met in dich reingeschüttet als wäre es nichts", Orwan lachte.

Leogun war der erste der sich aufmachte, er ging richtung Anvil. Rabi machte sich als zweiter auf den Weg. "Ich werde in meine alte Heimat nach Morrowind reisen und mich auf die Suche nach meiner vergangenheit machen." Mit diesen Worten verließ er die Gruppe und ging ohne Zurückzublicken gen Nordosten. er war glücklicher den je......
  29.05.2010, 13:13
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Als der Himmel wieder seine ursprüngliche Farbe annahm, wandte Merard der Feier wieder seinen Rücken zu und ging weiter. Den Rumare-See hatte er bereits - mit Hilfe von ein wenig Magie - hinter sich gelassen.

Die Geräusche, die von der Kaiserstadt kamen, wurden mit jedem Schritt leiser und verebbten schließlich ganz.
Der Nekromant war noch nie ein Freund von Feiern gewesen, geschweige denn ein Freund von Gesellschaft, Stadtwachen oder Gildenmagiern, denen nichts lieber wäre, als ihn tot zu sehen.
Für ihn gab es nichts zu feiern, es war ihm gleich, ob er sich vor den Lebenden oder den Toten verstecken musste.

Als die Kaiserstadt schon nichtmehr zu sehen war, beschloss er, dort weiterzumachen, wobei er unterbrochen wurde. Dieses Abenteuer hatte ihn inspiriert.
Es gab noch viel zu tun.
  01.06.2010, 19:08
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Kaiserstadt – Hafenbezirk


Natürlich feierte Orwan mit den anderen. Schließlich war er genauso erleichtert, wie die anderen, dass diese Geschichte endlich vorbei war. Erst jetzt, wenn man den Gefahren nicht mehr direkt in die Augen schaute, sondern in Sicherheit war, konnte man über das erlebte Abenteuer lachen.
Er trank jedoch nicht sehr viel. Er wollte einen klaren Kopf bewahren. Denn für ihn war trotzdem alles beim alten gewesen. Jetzt, wo er aus Oblivion zurück war, kamen die alten Probleme wieder auf ihn zurück. Er wusste, er hatte nicht mehr viel Zeit.

Er nippte an seinem Humpen. Das Buch aus der alten Bibliothek hatte er immer noch bei sich. Er wusste ungefähr, nach welchen Pflanzen und Essenzen er suchen musste. Es würde nicht einfach werden, da diese quer in Tamriel verstreut sind und nur wenige auf dem freien Markt erhältlich waren, aber es gab nur noch diese einzige Chance für ihn. Er wollte das Schicksal nicht hinnehmen, mit vierzig an einer Art Altersschwäche zu sterben.
Der Rothwardone erinnerte sich an die Rechnung, die er mit dem Totenbeschwörer noch zu bezahlen hatte. Er wollte gerade aufstehen und auch in zugehen, als er durch ein lautes Donnergrollen wieder vor Schreck auf seinen Sitz gepresst wurde.
*Was war das?!...*, dachte er sich und schaute aus dem Fenster, aus dem orangerote Lichtstrahlen kamen. Eine Stimme erklang, Rabi wurde in die Luft gezogen.

Nachdem in die Gruppe im letzen Moment noch festhalten konnte, war wieder alles beim Alten. Orwan setze sich erleichtert wieder auf seinen Stuhl und nahm einen Schluck. Als er wieder absetze, fiel ihm wieder ein, was er eigentlich machen wollte.
Doch als er wieder zum Platz des Totenbeschwörers guckte, war Merard spurlos verschwunden. Anscheinend hatte er den Moment ausgenutzt und sich aus dem Staub gemacht. „Verdammt..!“, kam es aus dem Hauptmann heraus, als er zu dem Tisch ging und nach letzen Anzeichen des Nekromanten suchte. Damit war eine weitere Möglichkeit zerstört, seine Krankheit zu besiegen.

Der alte, verzweifelte Plan war also wieder das einzige, auf dass sich Orwan wirklich verlassen konnte. Auf ein göttliches Geschenk konnte er also nicht hoffen.

Am nächsten Morgen stand er früh auf. Elidor war noch am schlafen, während Orwan am Schreibtisch einen kurzen Brief schrieb. Mit entschlossenen Handbewegungen beendete er die Ausführungen und schloss das Pergament. Es fehlte zwar ein Sigel, aber wenn Elidor es bei der Wache in Anvil persönlich abgeben würde, gäbe es wohl keinen Verdacht der Fälschung.
Er trat aus dem Zimmer und traf auf Rabi, der sich über Kopfschmerzen beklagte. Mit den Gedanken komplett abgeschweift, versuchte er sich kurz zu fassen und auf ihn zu reagieren: „Du hast ja auch Met in dich reingeschüttet als wäre es nichts“, lachte er, ging aber sofort weiter nach draußen.
Als er die Pferde vorbereitete, kam Elidor hinzu und fragte, ob es wieder in die Heimat ginge. „Nicht für mich...“, antwortete der Hauptmann, mit dem Gesicht zum Pferd, dass er gerade bürstete. Der Elf wusste nicht genau, wie er darauf reagieren sollte. Er wusste jedoch, worum es ging und blickte mit seine Augen auf den Boden. Er kramte eine Tasche heraus. „Ich... ich denke, dass ihr dann das benötigen werdet.“ Orwan schaute auf die Tasche, nahm sie und öffnete sie vorsichtig. Es waren einige Ingredienzien, die Elidor in diesem Abendteuer für den Heiltrank gesammelt hatte.
Auf ihn konnte sich der Rothwardone verlassen. Nur deswegen hatte er ihn für diese Mission ausgewählt! Er war der richtige Mann für seine Situation und hat seine Aufgabe perfekt gemeistert. Damit hatte der Waldelf seine Schuld beglichen. Orwan lächelte ihn dankbar an, änderte aber kurz darauf seine Mine und übergab ihm das Pergament. „Das ist eine Botschaft an die Kaiserliche Wache in Anvil. Ich möchte, dass du sofort zurückkehrst und bericht erstattest. In dem Brief steht, dass ich mit sofortiger Wirkung den Dienst quittiere und in’s Exil gehe. Zusätzlich habe ich einen neuen Hauptmann vorgeschlagen... Elidor wurde hellhörig. Nach dem, was die beiden erlebt haben, und durch das Vertrauen, dass der Rothwardone in ihn gesetzt hat, rechnete er sich wirklich Chancen ein. Doch bevor ihm irgendwelche Gedanken durch den Kopf schießen konnten, ergänzte Orwan: „Nein, dich habe ich nicht vorgeschlagen. Du weißt es selber, Elidor. Du bist keine Führungsperson.“
Er fühlte sich ein wenig schlecht deswegen. Aber er hatte Recht. Einen schüchternen Mann als Hauptmann einer Stadt?

Somit war von dem gottgläubigen Hauptmann nur noch ein Anti-Held geblieben. Der erste Blick kann immer trüben. Er hatte den guten Weg versucht und ist brutal gescheitert. Es ist also nun an ihm ohne Hilfe der Götter wieder zum Leben zu kommen.
Was später aus dem jungen Alten geworden ist, weiß niemand. Auch nach Jahren ist er nicht aus seinem Exil zurückgekehrt. Elidor wurde nach seiner Rückkehr zum Agenten befördert.
1. Die Null finden.
2. Die Eins kompliziert schreiben.
3. Taylorentwickeln.
  03.06.2010, 23:51
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1. Tag der Letzten Saat (Nacht), drittes Jahr der vierten Ära Kaiserstadt – Hafenbezirk


Olef freute sich, er war aus Kalthafen entwischt, hatte neue Freunde gefunden und er hatte Ayleiden sprechen gehört. Dennoch umfing ihn jetzt, da er am Feuer mit den anderen saß, as und trank, mit seinen neuen Freunden lachte, eine tiefe Traurigkeit. Tarco, der ebenfalls mitgekommen war, schien dies zu spüren. Er kam auf ihn zu, drückte Olef ungefragt einen Humpen Met in die Hand und stand eine Zeit einfach nur schweigend neben ihm. Nach einiger Zeit begann Olef zu sprechen. "Wie es den Anderen wohl gerade geht. Ob sie wohl auch jemals wieder in die Heimat zurückkommen? " Tarco schein das Selbe auf dem Herzen zu liegen. Wie denn auch anders, sie hatten lange Zeit in ihrem Lager gelebt und plötzlich war alles anders. "Ich hoffe, sie haben es gut. Mögen die Seelen der verstorbenen ihren Weg nach Tamriel finden." Ihre Gedanken wurden plötzlich von einem Donnern unterbrochen und gleich darauf fing Rabi, der Ork, an zu schweben. Olef fackelte nicht lange, er hatte sie vor den Spinnen im Tempel des Lichs geschützt. Er warf den Humpen zu Boden, rannte auf Rabi zu, sprang und klammertre sich an sein Bein. Gemeinsam konnte ihn die Gruppe zurückholen. Dies war für Olef das Signal zum Aufbruch. Ohne verabschiedung ging entfernte er sich, sprang einfach ins Wasser und schwamm. Bald hatte er das andere Ufer erreicht, zog sich an Land und betart den Wald...
  04.06.2010, 10:35
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