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Thema: Taverne "Abenteurers Einkehr"  (Gelesen 223897 mal)

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Cewie, Dunkelelf, 32, Adeliger

Nach dem Mittag öffnete sich plötzlich die Türe, und ein muskelbepackter, leicht unsympathisch wirkender Dunmer trat ein. Eine Narbe zierte sein Gesicht. Sie verlief vom rechten Auge bis zum linken Mundwinkel.
Anscheinend hatte er schon harte Kämpfe hinter sich.
Kein Wunder, so arrogant wie er aussah.
Seiner Kleidung nach zu urteilen, mangelte es Ihm nicht am Geld.

Er trat in den Raum und sah sich unauffällig um. Dann trat er mit einem verstohlenen, aber äußerst sympathischen Grinsen an die Theke. Er sagte zu Josline: "Grüße. Ihr habt doch bestimmt ein Schlückchen guten, alten Surillie-Brüder-Wein, und ein Bett für die Nacht für mich, oder?"

Als ihm Josline wortlos einen Humpen Wein einschenkte, legte er einen Beutel mit geschätzt 300 Septimen auf die Theke, zwinkerte ihr zu, sagte: "Das müsste ein paar Nächte lang reichen", und nahm den Wein entgegen.
  22.10.2010, 11:18
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"Es tut mir Leid, Euch enttäuschen zu müssen...", antwortete Josline, als der Dunkelelf einen riesigen Haufen Septime auf die Theke legte. "... aber Ihr werdet nur eine Nacht hier übernachten können. Wir werden morgen schließen."
Kurzerhand suchte sie sich die korrekte Anzahl an Septimen zurecht und schob den Rest wieder in Richtung des Dunmers.
1. Die Null finden.
2. Die Eins kompliziert schreiben.
3. Taylorentwickeln.
  22.10.2010, 13:09
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"Aber warum den dass?
Seht euch mal eure Gäste an. An den Einnahmen wirds doch wohl nicht liegen?", fragte er die Kelnerin verblüfft, lehnte das zurückgegebene Gold ab, und rief: "Eine Freirunde für alle"
  22.10.2010, 20:28
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Tanzt-morgens-auf-der-Strasse sah auf einmal, nachdem die Katze die Schänke verlassen hatte, wie ein Dunmer eintrat. Hastig beendete sie ihre Mahlzeit, denn in Wirklichkeit war sie an dem Angebot interessierter, als sie es dem Khajiiten gegenüber vorgegeben hatte.
Sie schnappte nur einige Fetzen des Gespräches auf, das zwischen dem Elfen und der Wirtin stattfand, hörte jedoch heraus, dass die Taverne morgen schließen würde.
'Genau jetzt, wo ich endlich eine schöne anheimelnde Schänke gefunden hatte, die nicht vor Wachen überquoll.'
Als der Elf ein Freibier versprach, fand die Argonierin, dass es an der Zeit wäre, zu gehen, da sie schließlich noch Ja'Ribi einholen wollte.
Sie erhob sich und huschte, einem Schatten gleich, aus der Taverne.
Die Tür schlug leise hinter ihrem Rücken zu.
  23.10.2010, 09:54
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"Wir werden lediglich umziehen", meinte Josline. Sie hoffte, dass das Thema damit beendet war, da sie selber nicht gerne mit jedem wild fremden Menschen darüber reden wollte. Da der Dunmer eine Freirunde ausrief, machte die Bretonin sich auf, genügend Gläser zusammenzusuchen und zu füllen.
1. Die Null finden.
2. Die Eins kompliziert schreiben.
3. Taylorentwickeln.
  23.10.2010, 12:17
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'Schade. So eine gemütliche Taverne', dachte sich Cewie.
Er sah Josline mit seinen großen, babyblauen Augen an und fragte: "Das ist schade. Und was ist mit der Taverne und den Gästen? - Wenn es das Geld ist, hätte ich ein Angebot für euch. Ich werde jetzt nach oben gehen, und wenn ihr Interesse habt, lasst es mich wissen", flüsterte er ihr zu, zwinkerte und legte sich in seinem Zimmer schlafen.
  24.10.2010, 08:12
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Irgendwann nachmittags kam Grimm zurück … und sein Gesicht machte seinem Spitznamen alle Ehre. Ohne irgendjemanden zu beachten stieg er die Treppe zu den Zimmern hinauf, ging erst in Lars’ Raum, wo er allen Kram von seinem jungen Freund zusammensuchte, danach tat er in seinem Zimmer dasselbe mit seinen Sachen. Als er alles beieinander hatte und sein Claymore auf den Rücken geschnallt hatte, ging er hinunter zu Josline und Lielle und erklärte den beiden Frauen: „Lars ist in eine Mannschaft gepresst worden und befindet sich auf einem Frachtschiff, das derzeit nach Bravil und Leyawiin unterwegs ist. Ich werde ihm auf dem Landweg folgen und Lars da raushauen! – Was schulde ich Euch noch?“
Josline rechnete kurz nach und nannte ihm einen viel kleineren Betrag, als Grimm erwartet hatte. Skeptisch sah er sie an und als sie lächelte, lächelte er dankbar zurück. Dann zahlte er den ausstehenden Betrag, wünschte beiden Frauen viel Glück für die Zukunft und drückte jede von ihnen kurz, aber herzlich an sich, bevor er sich karg und verlegen verabschiedete und rasch das Weite suchte. Es fiel ihm viel schwerer, Josline und Lielle zu verlassen, als ihm lieb war. Er hatte Mutter und Tochter ins Herz geschlossen und trennte sich nur ungern von ihnen. Doch sie brauchten seine Hilfe nicht. Lars hingegen schon und das war alles, was jetzt noch zählte.
Dennoch zögerte Grimm beim Eingang und schaute – ganz gegen seine sonstige Gewohnheit – nochmals zurück, um sich Joslines und Lielles Gesicht einzuprägen.
„Passt gut auf euch auf, Mädels!“, rief er ihnen zu, winkte kurz und verliess dann die ‚Abenteurers Einkehr’ endgültig.
  02.12.2010, 15:03
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Innerlich war es für Lielle ungewöhnlich, eine Person nach einer Woche schon als so vertraut anzusehen. Es war ihr in dem Moment überhaupt nicht unangenehm, wie Grim sie in seine Arme schloss, sie fand es stattdessen sogar recht angenehm. Insgeheim trauerte sie auch, dass sie morgen umziehen mussten.

Der weitere Abend verlief ruhig, da nun kaum neue Gäste die Taverne betreten hatten. So blieb Josline viel Zeit, sich noch an diesem Tag für den Umzug vorzubereiten. In aller Ruhe packte sie den Großteil der Gläser sicher in alte Ausgaben des Rappenkuriers verpackt in die Kartons, die noch vom Einzug erhalten waren. Es dauerte seine Zeit, bis sie die meisten Dinge, die sie mitnehmen musste, reisebereit verstaut hatte.

Die Zeit verging und sowohl Josline als auch Lielle machten sich zum Schlafen bereit. Es war ihre letzte Nacht in der „Abenteurers Einkehr“.

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Josline erwachte bei Sonnenaufgang. Draußen war ein klarer Himmel zu sehen, ein warmer Tag bahnte sich an – ein perfekter Tag zum Reisen. Nachdem Lielle geweckt und zum Packen genötigt wurde, bat sie auch die letzten Gäste die Taverne zu verlassen. Es würde wahrscheinlich nicht mehr lange dauern bis Luisa ankommt, also bat sie ihre Tochter, bei den weiteren Vorbereitungen zum Aufbruch mitzuhelfen. Nach der üblichen Widerspenstigkeit packte Lielle dann doch mit an.

Als Josline durch die Vordertür nach draußen ging um dort das große Schild mit dem von Weinflaschen umschlossenem Schriftzug „Abenteurers Einkehr“ abzuhängen, fühlte sie sich etwas mulmig. Es war ihr anzusehen, dass sie es nur schwer über das Herz brachte, das Alte hinter sich zu lassen und wieder von Neuem anzufangen.





Hier an dieser Stelle möchte ich allen Mitspielern der Taverne - vergangenen wie gegenwärtigen - sowie im Besonderen Orwan und Schattenkatze für ihr Engagement danken. Ohne euch wäre dieses Projekt nicht so erfolgreich gewesen und vielleicht wird sich die Zeit weisen eines Tages ein neues Tavernenkonzept zu realisieren um dann wieder einer Wirtin oder einem Wirt bei der Arbeit über die Schulter zu sehen und ein gemütliches Bier in illustrer Runde zu trinken.

Auf die alten Zeiten! Auf die neuen, die kommen mögen! Auf euer Wohl!  

Liebe Grüße, Bine
  28.12.2010, 13:15
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