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Thema: Christentum  (Gelesen 5671 mal)

  • Knochenfürst
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Zitat
Original von Helios IV
Da kann ich zustimmen. Ist doch schön, dass die Leute Hilfe bekommen.
Zitat
Original von Fårseti
... In diesem Sinne, fröhliches Geben und Nehmen.  :ugly:

Wir geben euch unseren Glauben, ihr nehmt unsere Hilfe.


Zitat
Original von Helios IV
...
Die Menschen müssen für die Hilfe nichts bezahlen, nichts tun, gar nichts. Nur sagen: Ja, ich glaube an Gott. Fertig.
...

„Selbst wenn ihr uns nur vorlügt zu konvertieren.” Wie schön es ist, sich selbst zu belügen. Hauptsache das Ego ist dadurch milde gestimmt. Und wie selbstlos das Handeln doch dadurch erscheint. Hilfe ohne Gegenleistung ist was feines.
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  23.01.2010, 17:33
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Ich finde es toll, dass du nur das Positive in den Menschen und ihren Handlungen siehst.

Menschen bringen Nahrung, bringen Hilfe zu denen, die sich nicht mehr selbst helfen können.
Aus deinen Worten entnehme ich, dass die Helfer aus purem Egoismus handeln. Ihre Selbstlosigkeit in Frage zu stellen, die Millionen von Kilometer reisen, um wildfremden Menschen ohne jedwede Gegenleistung zu unterstützen und Leben zu retten... Das finde ich nicht gut.


Menschen bringen den Gebrochenen Hoffnung. Bauen sie wieder auf. Ermutigen sie zu einem moralischen (jawohl, ich als ein Wesen, dass das Leben und die Freude von Millionen Menschen vernichtet, nehme das Wort moralisch in den Mund!) Leben und der Achtung vor gewissen Grenzen und Gesetzen.
Das ist natürlich "no fun" und bedroht die "happiness". Die Leute, die in der Karibik gerade für ein Brot ermordet werden, werden dir sicher zustimmen. So ganz ohne moralische Grenzen macht das Ganze doch mehr Spaß.



Aber was auch immer, ich habe keine Ahnung, was in Afrika wirklich passiert. Ich weiß nicht, ob Helfer den Leuten ihre Hilfe verweigern, wenn sie keine Christen sind. Aber ich habe einen interessanten Artikel gefunden: http://www.timesonline.co.uk/tol/comment/columnists/matthew_parris/article5400568.ece
Ich bestehe ja nicht darauf, dass allein mein, auschließlich mein Glaube alle Menschen retten wird. Aber dass Glaube allgemein schlecht ist, kann ich nicht so stehenlassen und akzeptieren.
  23.01.2010, 17:36
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  • Knochenfürst
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Die Kirche ist freilich immer bestrebt ihren Einflussbereich zu erweitern, das sehe ich aus genau diesem Grund als absolut nicht selbstlos an. Ich sage nich, dass alle Christen das machen. Denn bei denen gibt's auch genügend "Splittergruppen".

Zitat
Original von Helios IV
...
Das ist natürlich "no fun" und bedroht die "happiness". Die Leute, die in der Karibik gerade für ein Brot ermordet werden, werden dir sicher zustimmen. So ganz ohne moralische Grenzen macht das Ganze doch mehr Spaß.

Von Spaß habe ich hier absolut nichts erzählt. Besteht auch absolut kein Bedarf darauf einzugehen weil's völlig am Thema vorbei ist.
Wenn Menschen in extrem Situationen kommen, durch was auch immer, dann kommt das alte Naturgesetz wieder durch, das Überleben des Stärkeren. Ob dir das passt oder nicht. Daran ändert auch kein Glaube etwas.

Ich bestreite nicht, das Glaube an sich schlecht ist, ich bin aber der Ansicht, dass diese ganzen großen Religionen Bockmist sind. Soll doch jeder glauben woran er mag. Sich seine eigene Religion basteln. Aber warum macht das keiner? Zu faul selber zu denken? Lass ich mir lieber von irgendwelchen alten Säcken vorkauen welche Religion die wahre ist.  :rolleyes:
Dann versteifen wir uns am Besten noch auf solche vordefinierten Religionen bis zur absoluten Intoleranz und führen dann Kriege gegen Andersdenkende.

Bevor es Monotheismus gab, gab es Polytheismus. Da gab's nicht nur "den einen Gott" sondern viele Götter. Seltsamerweise hat sich das "Ein-Gott-Bild" aber besser gehalten. Man könnte sich soviel selber ausdenken, an das man glauben kann aber man lässt sich lieber von irgendwelchen Vollpfosten vorschreiben was man zu glauben hat. Und das endet dann in so lustigen "Gläubigentreffen" in Kirchen aller Façon. Wie die Deppen knien die sich auf Teppichen gen Mekka, lassen sich von schwarzen Priestern bis zur Extase besingen oder sich die Geister austreiben. Das sieht nicht nur lächerlich aus.  :lachen:


Edit: Ob das nun stimmt oder nicht, was Aurum sagt, sei mal dahingestellt. Aber ich halte das für absolut möglich.
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  23.01.2010, 18:19
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Mist, jetzt habe ich so einen schönen Text geschrieben, und dann ist mein PC abgestürzt^^

Kurzfassung: "Die Christen", einen monolithischen Block, gibt es nicht. Du selbst sprichst von den Splittergruppen, also gibt es auch im Christentum verschiedene Ansichten. Wenn sich diese mit der persönlichen Ansicht überschneiden, dann geht man da halt hin und unterhält sich mit den Leuten.

Was macht die Ansicht vieler so viel schlechter als die Ansicht eines Einzelnen? Ich weiß, Christentum hört sich nicht unbedingt verlockend an, wenn man von Religion nicht viel hält ('Beten wir einen 2000 Jahre alten Zimmermann an!'), aber das ist doch nicht verrückter als Feuer oder einen großen schwarzen Stein oder einen wie ein Mensch geformten Buchsbaum anzubeten.


Den Spaß habe ich aus deiner provozierenden Signatur. Merkwürdig, dass die auf englisch ist... Muss wohl ein anderer gemacht haben. Überschneiden sich da etwa die Ansichten? :D
  23.01.2010, 18:56
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  • Knochenfürst
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Zitat
Original von Helios IV
...
Was macht die Ansicht vieler so viel schlechter als die Ansicht eines Einzelnen? Ich weiß, Christentum hört sich nicht unbedingt verlockend an, wenn man von Religion nicht viel hält ('Beten wir einen 2000 Jahre alten Zimmermann an!'), aber das ist doch nicht verrückter als Feuer oder einen großen schwarzen Stein oder einen wie ein Mensch geformten Buchsbaum anzubeten.


Den Spaß habe ich aus deiner provozierenden Signatur. Merkwürdig, dass die auf englisch ist... Muss wohl ein anderer gemacht haben. Überschneiden sich da etwa die Ansichten? :D

Mir geht's, wie man meinem Text eigentlich gut entnehmen könnte, nicht um Christen allein sondern um Religion allgemein. Diese "Götzenabetung" scheint bei vielen Menschen tief verankert zu sein.

Das Banner habe ich in einem Metal-Forum gefunden. Ich selber hätte es aber ebenfalls auf englisch geschrieben. Denn ich hänge nicht ausschlielich in deutschsprachigen Foren rum.
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  23.01.2010, 19:10
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Original von Helios IV
Menschen bringen Nahrung, bringen Hilfe zu denen, die sich nicht mehr selbst helfen können.
Aus deinen Worten entnehme ich, dass die Helfer aus purem Egoismus handeln. Ihre Selbstlosigkeit in Frage zu stellen, die Millionen von Kilometer reisen, um wildfremden Menschen ohne jedwede Gegenleistung zu unterstützen und Leben zu retten... Das finde ich nicht gut.
Menschen... Selbstlos...
*windet sich auf dem Stuhl*
Selbstlos...
*schlägt sich die Hand vors Gesicht*
Selbstlos... Menschen...
*stöhnt und stützt die Stirn mit der Hand*
Das, ich mein, was, wie, argh!
Ich, ich meinte eigentlich, jeder halbwegs intelligente Mensch muss doch längst realisiert haben, dass Menschen von Grund auf egoistisch sind und NICHTS tun, ohne SICH SELBST was dafür zu erhoffen. Es gibt keine einzige verfluchte Tat, die ein Mensch je aus "selbstlosen" Gründen getan hat!
Und dieses Gut-Böse-Denken, das hat doch nur noch Platz in Fantasywelten. Ja, Gut-Böse-Denken gibt's auch ohne "Böse".
  23.01.2010, 20:25
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@Aurum
Wieso sollte es nicht richtig sein überall zu missionieren?
Die Kirche möchte nur ihr "Produkt" verkaufen.
Deshalb ist es mir persönlich egal, ob und wie die Kirche missioniert, solange dabei keinen Menschen geschadet werden
(was man von Hilfe für Notdürftige nicht behaupten kann).
Ich selber glaube auch nicht an Gott,
jedoch finde ich die Vorstellung das irgendwo jemand über mich wacht schon verlockend.
Ob das nun ein Mensch, ein riesiger Apfelbaum oder ein Wookie ist.
Jeder hat sein eigene Vorstellung von Gott.
  23.01.2010, 21:15
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  23.01.2010, 23:22
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  • Geweihter
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Schöne, parteilose Quelle :D
Und wie immer absolut spektakulär...
  24.01.2010, 00:17
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  24.01.2010, 01:11
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Mich hat auch niemand gefragt, ob ich Arbeitslose unterstützen oder Parteien finanzieren möchte. Trotzdem werde ich in den nächsten Tagen wohl nicht anfangen, gegen "Deutschland im Allgemeinen" zu wettern :D

Vor allem Punkt 4 ist ja der Brüller: Bei uns im Ort wird nächstes Jahr eine Kirche abgerissen, eine andere kann im Winter kaum beheizt werden. Und da wird auch noch verlangt, dass das örtliche Krankenhaus zu 100% von der Kirche getragen wird? Haben die zuviele Verschwörungstheorien á la "Die Kirchen horten unendlich wertvolle Schätze"  gelesen?
Vollkommen an der Realität vorbei.
  24.01.2010, 11:50
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Original von Helios IV
Mich hat auch niemand gefragt, ob ich Arbeitslose unterstützen oder Parteien finanzieren möchte.
Bei Ersteren gehts um die Grundsicherung. Soviel ich weiß, haben auch Kirchen-Amts-Träger Anspruch darauf. Natürlich verdienen die viel mehr Geld mit labern, Märchen erzählen und irgendwelchen Einträgen.


Zitat
Original von Helios IV
Vor allem Punkt 4 ist ja der Brüller: Bei uns im Ort wird nächstes Jahr eine Kirche abgerissen, eine andere kann im Winter kaum beheizt werden. Und da wird auch noch verlangt, dass das örtliche Krankenhaus zu 100% von der Kirche getragen wird?
Es gehört der Kirche und wird von ihr betrieben oder nicht? Dann sollte es auch von der Kirche finanziert werden. Ich will natürlich nicht, dass Krankenhäuser abgerissen werden, nur sollte die Kirche sich dann nicht als großer Gönner geben, wenn die meisten Kosten vom Steuerzahler getragen werden.
  24.01.2010, 16:09
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Original von Vion
Zitat
Original von Helios IV
Mich hat auch niemand gefragt, ob ich Arbeitslose unterstützen oder Parteien finanzieren möchte.
Bei Ersteren gehts um die Grundsicherung. Soviel ich weiß, haben auch Kirchen-Amts-Träger Anspruch darauf. Natürlich verdienen die viel mehr Geld mit labern, Märchen erzählen und irgendwelchen Einträgen.
Meinst du jetzt Politiker?

Zitat
Zitat
Original von Helios IV
Vor allem Punkt 4 ist ja der Brüller: Bei uns im Ort wird nächstes Jahr eine Kirche abgerissen, eine andere kann im Winter kaum beheizt werden. Und da wird auch noch verlangt, dass das örtliche Krankenhaus zu 100% von der Kirche getragen wird?
Es gehört der Kirche und wird von ihr betrieben oder nicht? Dann sollte es auch von der Kirche finanziert werden. Ich will natürlich nicht, dass Krankenhäuser abgerissen werden, nur sollte die Kirche sich dann nicht als großer Gönner geben, wenn die meisten Kosten vom Steuerzahler getragen werden.

Verzeih mir meine Offenheit, aber das ist doch Bullshit, wenn du die Arbeitslosenzahlungen mit der Grundsicherung begründest.
Zudem sehe ich keine logischen Konsequenzen daraus erwachsen. Soll sich jetzt die Kirche aus sozialen Dienstleistungen zurückziehen? Und wer macht das dann? Hm?
  24.01.2010, 16:51
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@Spaggy
Diese ganze Mission geht mir halt mächtig auf den Geist, weil ich nicht davon verschont werde. Zeugen Jehova, Straßenprediger die die ganze Innenstadt zusammenschreien und noch irgendwelche Christlichen Sekten sind hier auf einem Fleck. :rolleyes:
Leider wohne ich in der Nähe vom einen "Königreichssaal".
Wenn andere damit kein Problem haben, es schadet ja auch nicht.
   :hm:
  24.01.2010, 22:49
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  • Skelett
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Original von Helios IV
Verzeih mir meine Offenheit, aber das ist doch Bullshit, wenn du die Arbeitslosenzahlungen mit der Grundsicherung begründest.
Wieso ist das Bullshit?

http://de.wikipedia.org/wiki/Grundsicherung
  25.01.2010, 13:01
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Du lehnst die Unterstützung von Krankenhäusern ab, begründest aber die Unterstützung der Arbeitslosen durch die Grundsicherung?
Die Gewährleistung von ärztlicher Betreuung ist aber ebenso ein Teil unseres Sozialstaates und damit keinesfalls der der Arbeitslosenabsicherung unterzuordnen.
  25.01.2010, 14:01
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  • Skelett
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Original von Helios IV
Du lehnst die Unterstützung von Krankenhäusern ab, begründest aber die Unterstützung der Arbeitslosen durch die Grundsicherung?
Lies meinen Post dazu noch mal genau.
  25.01.2010, 15:12
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