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Thema: TES Lore: Undeutlichkeiten, Unschärfen, Unklares  (Gelesen 43565 mal)

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Zitat
Die meisten assoziieren die Klingen mit ihrer zeremoniellen Akaviri-Rüstung und ihren gekrümmten Langschwertern. Ihre Geschichte lässt sich bis zu den wildesten Kriegern von Akavir zurückverfolgen, der Drachenwache. Dort beschützten sie bereits die Herrscher und ihr Königreich so wie sie es einst in Tamriel tun würden. Doch jüngste Entdeckungen zeigen, dass das noch nicht alles ist.


 Viele klassische Texte erzählen von Abenteuerreisen nach Akavir, auch als Drachenlande des Ostens bekannt. So mancher aus Tamriel wollte Akavir schon erobern; der berühmteste derartige Versuch wurde im Jahre 3Ä 288 von Kaiser Uriel V. und seiner Zehnten Armee unternommen, wie im Bericht der kaiserlichen Kommission zur Katastrophe von Ionith nachzulesen ist. Die Drachen tauchen in Akavir in vielen Legenden auf, und viele glauben, dass es sich bei denen, die ein kurzes Gastspiel in Tamriels Geschichte gaben, um Flüchtlinge aus Akavir handelte - denn dort wurden sie von der Drachenwache gejagt und abgeschlachtet. Die Drachenwache würde denen, die nach Tamriel geflohen waren, in der Spätzeit der 1. Ära folgen.


 Das Invasionsheer der Drachenwache aus dem Norden traf jedoch nicht nur auf Drachen, sondern auch auf die Menschen von Himmelsrand, welche Invasionen nicht mit freudig erhobenen Metkrügen begrüßen. Die Drachenwache bahnte sich den Weg durch Himmelsrand, und erst, als sie von Reman Cyrodiil in der Schlacht am Fahlen Pass aufgehalten wurden, fand die Invasion ein Ende. Reman war es, der die Menschenländer von Cyrodiil vereinigte und die Akaviri-Invasoren besiegte.


 Reman ist einer der ersten geschichtlich belegten und auf breite Akzeptanz stoßenden mythischen Drachenblut-Krieger; also einer derjenigen, die von Akatosh und Alessia selbst gesalbt wurden. "Geboren mit der Seele eines Drachen", sagten seine Anhänger immer. Die Berichte über den genauen Ablauf der Schlacht am Fahlen Pass weichen erheblich voneinander ab. Doch das Endergebnis ist dasselbe: Als die verbleibenden Kämpfer der Drachenwache die Stimme von Reman Cyrodiil hörten, knieten sie nieder und schworen, für ihn, ihren Eroberer und Retter, ihr Leben zu geben. Textfragmente aus der Spätzeit der 1. Ära belegen, dass die Krieger auf die Knie fielen und sagten: "Wir haben nicht gejagt" (oder "Wir hatten es nicht vor", Anmerkung des Autors - grobe Übersetzung), und anschließend: "Wir haben nach Euch gesucht."


 Sie beschützten Reman mit ihrem Leben, wie auch seine Nachkommen, und mit Remans Dynastie begann Tamriels 2. Ära. In diesen Jahren weitete sich ihr Einfluss aus und ihr Orden wurde zu den Klingen. Nachdem sie die Drachen nun endgültig bezwungen hatten, war ihr einziges Ziel nur noch, den Drachenblut-Krieger zu beschützen, und mit ihm das Kaiserreich.
Aus dem Buch "Aufstieg und Fall der Klingen"

Ich verstehe das folgendermaßen:
Eine Gruppe von tamrielischen Elitesoldaten wanderte irgendwann in (?oder sogar vor?) der ersten Ära nach Akavir aus. Sie jagten dort Drachen aber ihr eigentliches Ziel war (oder wurde) dort der Schutz der akavirischen Drachenblute. Ende der ersten Ära kamen sie zusammen mit den Schlangeninvasoren (Vielleicht hatten sie sich in der ganzen Zeit akklimatisiert und dienten nun den Anführern der Tsaesci) nach Tamriel zurück, weil sie angeblich alle Drachen aus Akavir getötet, oder vertrieben hatten. Das eigentliche Ziel der Drachenwache war es jedoch, ein Drachenblut auf Tamriel zu finden und zu beschützen. Sie wurden daraufhin bei der Schlacht am fahlen Pass von Reman I besiegt und erkannten ihn als "Drachengeborenen". -> "Wir haben nicht gejagt. Wir haben nach euch gesucht."
Es stellt sich die Frage, woher diese Akaviri-Exilanten vor ihrer Auswanderung von dem Drachenblut auf Akavir und dessen Begabungen gewusst haben..denn der Text legt nahe, dass die Drachenwache genau aus diesem Grund dort war und aus diesem Grund auch wieder zurückgekommen ist. Deshalb vermute ich, dass sie schon länger von der Existenz der Drachenblute gewusst haben müssen und diesen Begriff auch auf Tamriel etabliert haben.

Zitat
Wenn ihre Prophezeiung einen Drachen erwähnt, dann wird damit nicht ein Kaiserreichsymbol gemeint sein.
Was wenn "dragon-born" sich nicht auf das Kaiserreich, auf dessen Wappen, oder die Herkunft des Neravarine bezieht (wie du ja selber anmerkst)? Was wenn der Begriff "Drachenblut" vielleicht sogar älter als das Kaiserreich selbst ist und/oder einfach eine Gruppe von geschichtlichen Helden bezeichnet, die die besondere Gabe hatten, den Lauf der Welt zu verändern?


Edit: Bezieht den letzten Absatz bitte nur auf die Theorie vom "Dragonborn Nerevarine" in der Prophezeiung ;)
Es ging mir im Grunde nie darum, dass dieser Abschnitt der verlorenen Prophezeiung etwas über die Herkunft des Nerevarine aussagen soll,  sondern nur auf "dragon-born" im Sinne von besonders begabtes unabhängiges Individuum. Wir haben hier im Forum ja schon mehrfach ausdiskutiert, dass Drachenblut mit dem Kaiserreich nicht zwingend zusammenhängen muss.
Ich hoffe, dass uns das kommende Addon "Dragonborn" noch mehr Informationen zu dem Thema liefern wird :)
Anscheinend kann sich ein Drachenblut auch zum Bösen wenden und ist somit wirklich in seinen Entscheidungen völlig frei. Das würde auch erklären warum so viele Daedra und Aedra versucht haben, Einfluss auf die verschiedenen Helden zu nehmen.
« Letzte Änderung: 23.01.2013, 23:22 von Noah Janus »

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  23.01.2013, 17:53
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Eine Gruppe von tamrielischen Elitesoldaten wanderte irgendwann in (?oder sogar vor?) der ersten Ära nach Akavir aus. Sie jagten dort Drachen aber ihr eigentliches Ziel war (oder wurde) dort der Schutz der akavirischen Drachenblute. Ende der ersten Ära kamen sie zusammen mit den Schlangeninvasoren (Vielleicht hatten sie sich in der ganzen Zeit akklimatisiert und dienten nun den Anführern der Tsaesci) nach Tamriel zurück, weil sie angeblich alle Drachen aus Akavir getötet, oder vertrieben hatten.
Im ersten Absatz das die „Krieger“ aus Akavir kommen, wodurch sie wohl ehr Tsaesci waren. Weiter unten Steht zwar das sie vor Reman „auf die Knie fielen“ aber damit dann auch nur eine Art von unterwerfender Haltung gemeint sein (wenn sie ihre Waffen niederlegen, sich mit ihren Armen auf den Boden stützen und die Köpfe senken würde ich wahrscheinlich auch so etwas wie nieder knien schreiben, auch wenn sie keine Knie haben)
Zur Vollkommenheit sei gesagt das in dem Buch Die Anuade, nacherzählt steht, die Tsasci sind die Menschen von Akavir



Vyrthur sagt, dass er lange vor Seranas Geburt zum Vampir wurde.
Ich weiß nicht genau, aber Vyrthur sagt doch so etwas wie: Ich wurde tausende Jahre vor eurer Geburt zum Vampir
das kann sich durchaus auf den Spieler beziehen. Er drückt sich nicht eindeutig aus.

Er erschafft also seine Prophezeiung [...]
Ja, Vyrthur sagt er habe die Prophezeiung „erschaffen“ was nicht heißen muss das er auch die Schriftrollen geschrieben hat, schließlich könnte er, allein mit seinem willen sich an Arui-El rächen, die Zukunft beeinflusst haben. Dies würde Vyrthurs Einordnung in die Zeit auch unabhängig davon machen wann die Vampire von der Prophezeiung erfahren haben, denn die Schriftrollen blicken ja in die Zukunft und könnten das durchaus vorhersagen. Es ist also kein physisches, sondern ein spirituelles erschaffen gemeint.
(Außerdem woher hätte er den Protostahl für die Fälschungen nehmen sollen? ;) )



Einen Theorie Ansatz: Wenn man die Remanada nimmt, könnte man davon ausgehen, dass Reman ein "Nachfahre" Alessias ist. Oder besser ausgedrückt eine Reinkarnation. Dass er geboren wurde, ist vermutlich dem Eingriff Akatoshs geschuldet, um eine sich anbahnende Bedrohung abzuwehren(Einfall der Tsaecsi). Als diese dann vorerst beseitigt war, erlosch die Reman Dynastie. Soweit so gut. Nur komme ich jetzt auch an den Punkt: Warum Tiber Septim? Wollte Akatosh die ewigen Kriegerein in Tamriel versiegen sehen? Dann würde das Ende der Dynastie keinen Sinn ergeben. Oder musste es so weit kommen, dass die Septim Dynastie mit Martin erlischt und somit die Barriere(davon ausgehend das sie bis 3Ä 433 noch exisitiert hat) erlischt, damit Alduin zurückkehren kann und vom "letzten Drachenblut" vernichtet werden kann? Oder gibt es 2 Arten von Drachenbluten: Jene, die das Blut Alessias in sich tragen und damit von Akatosh gesegnet wurden und jene, die die Fähigkeit besitzen, Drachen tatsächlich zu vernichten.
Die Voraussetzung um das Amulett der Könige tragen zu können, könnte tatsächlich sein, dass man ein Dovahkiin ist wie Reman (der laut Skyrim von den Akavir als Dovahkiin anerkannt (und wohl auch seine Nachkommen) oder Talos. (Ein Indiz dafür ist, dass er von den Graubärten gerufen wurde)
Das heißt nicht das es auch noch andre Berechtigungen dafür geben kann.
Nehmen wir doch einmal Mankar Camoran der es ja auch trug. Dann wäre er entweder auch ein Dovahkiin gewesen oder er trägt ayleidiches Blut in sich, was durchaus möglich wäre das viele Ayleiden nach dem Fall des Herzlandes nach Valenwald flohen. Wenn das sein könnte gebe es noch eine Ausnahme: der Potentat Versiduae-Shaie Er kann kein Dovahkiin gewesen sein da er, glaube ich, mit den Invasionstruppen nach Tamriel kam und sie Reman sonst nicht gebraucht hätten. Auf der anderen Seite vielleicht war die Untergebenheit zu Remans nachkommen auch nur um die eigene macht zu erhalten und zu warten sie absetzen zu können und Amulett, was er sich umhängte kann genausogut nur eine Replik gewesen sein. Und wenn ich es richtig mitbekommen habe bestimmt doch Akatosh wer ein Dovahkiin wird, oder?

Auch der Nerevarine könnte ein Dovahkiin sein. Dafür würde sprechen das er nach Akavir ging, denn er könnte ja von dort „gerufen“ worden sein.



Was mich zu einem Thema bringt was ich einfach nicht verstehe – den Genozid an den Drachen
Warum will sie jeder Abschlachten? Die Akaviri sind dafür (angeblich) bis nach Tamriel gereist und einen Großkrieg in kauf genommen. Begründung? Keine! Aber es scheint ja ihr Hobby zu sein wie man in dem Buch Geheimnisvolles Akavir nachlesen kann.

Zitat von: Geheimnisvolles Akavir
Ka Po' Tun ist das „Kaiserreich der Tiger-Drachen”. Die Katzenleute hier werden beherrscht vom göttlichen Tosh Raka, dem Tiger-Drachen. Es ist heute ein sehr bedeutendes Kaiserreich, stärker als die Tsaesci (aber nicht auf See). Nachdem die Schlangenleute alle Menschen gegessen hatten, versuchten sie, alle Drachen zu essen. Sie brachten es fertig, die Roten Drachen zu unterjochen, doch die Schwarzen Drachen waren (damals) nach Po Tun geflohen. Ein großer Krieg tobte, der sowohl die Katzen als auch die Schlangen geschwächt zurückließ, und die Drachen waren alle tot. Seit dieser Zeit versuchen die Katzenleute, wie die Drachen zu werden. Tosh Raka war der Erste, der Erfolg hatte. Er ist der größte Drache der Welt, orange und schwarz, und er hat sehr viele neue Pläne.

„Als Erstes”, sagt Tosh Raka, „töten wir alle Vampir-Schlangen.” Danach plant der Tiger-Drachen-Kaiser, Tamriel zu erobern.
Wenn dort etwas von Drachen essen steht, dann könnte das heißen dass sie auch einen Dovahkiin haben der die Drachen quasi bis auf die Knochen aufzehrt. (aus dem letzten Absatz ergibt sich auch ein Grund für den Nerevarine nach Akavir zu reisen, denn wenn Tsaesci fällt hattsich Tamriell mit noch einer Invasionsarmee herum zu schlagen)
Einen weiteren Hinweis findet man im Bericht der Kaiserlichen Kommission zur Katastrophe von Ionith

Zitat
288-289 war die Saison der Winterstürme ungewöhnlich lang und außerordentlich heftig, so dass die Flotte nicht wie geplant mit zusätzlichen Vorräten nach Akavir zurückkehren konnte. Dies wurde dem Kaiser über die Kampfmagier berichtet, und man war sich einig, dass das Expeditionskorps mit den vorhandenen Vorräten bis zum Frühling aushalten konnte
[...]
Anstelle des erwarteten Frühlingsregens kam aus dem Osten ein heißer, trockener Wind auf, der mit wechselnder Stärke den ganzen Sommer über wehte. Die Ernte fiel aus, und sogar der Fluss (im vergangenen Jahr für kleine Boote noch weit flussaufwärts von Ionith befahrbar) war bis Sonnenzenit völlig ausgetrocknet. Man weiß nicht, ob dies an zuvor unbekannten für Akavir typischen Klimaschwankungen lag, oder ob die Tsaesci das Wetter mit magischen Mitteln manipulierten. Die Kommission neigt zur ersteren Ansicht, da es keine direkten Beweise gibt, dass die Tsaesci solch fürchterliche geheime Kräfte besitzen, aber die zweite Möglichkeit kann dennoch nicht völlig ausgeschlossen werden.
Nun, mit dem Thu´um kann man das Wetter beherrschen und man kann auch vermuten, dass Zungen ausbilden. Bloß bräuchten sie für so eine Aktion schon sehr viele und mächtige Leute, sie ist aber trotzdem nicht auszuschließen.



was mich zu der spannenden Frage bringt, wie um alles in der Welt der Daedrafürst Sanguine in Himmelsrand auftauchen konnte, oder andersrum der Spieler in der Ebene von Sanguine, wo auch immer dieser Platz verortet ist...
Ich denke Sanguines erscheinen in Skyrim ist vergleichbar mit Sheogoraths Portal zu den SI in Cyrodiil. Es ist ja nicht so, dass Sanguine jemandem absichtlich schaden wollte, sondern sich nur einen kleinen Spaß erlauben. Wenn er jedoch, wie Merunes Dargon, eine Invasion geplant hätte würde das wohl von den Barrieren verhindert werden.

 Dazu ein Gedanke von mir:
Zur zeit des Sklavenaufstandes, der zur Gründung des ersten Kaiserreiches fürte, wurden die Ayleiden ja von daedrichen Armeen unterstützt. Wenn sich die Ayleiden nun durch den Bau des Weißgoldturmes und das Chim-el Adabal (Amulett der Könige) eine art Macht errungen welche sie für das Bündnis mit den Daedrafürsten benötigten. Um den Einfluss der Daedra auf Mundus zu schmälern, hat Akatosh eben diese macht gegen sie verwendet in dem er das Amulett der Könige Alessia gab und die Macht benutzt um die Daedra aus zu grenzen.
« Letzte Änderung: 24.01.2013, 13:52 von Der Hydrant »
  24.01.2013, 03:33
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@Noah Janus:
Ein paar fragwürdige Zitate aus dem Buch "Aufstieg und Fall der Klingen":

  • "Sie [Klingen] haben nicht viel niedergeschrieben." - steht im Widerspruch zu den Aussagen vom Klingen-Archivar Esbern (der sich jedoch auch in Widersprüche verstrickt).
  • "Ihre Geschichte lässt sich bis zu den wildesten Kriegern von Akavir zurückverfolgen, der Drachenwache." - Ich bezweifle, dass der Begriff "Drachenwache" in Akavir entstand. Es hat mit der Bewachung des Kaisers Reman angefangen. Und das Symbol war der Drache. Das Buch verdreht die Fakten, um die Skyrim-Drachengeschichte glaubhafter zu machen.
  • "Die Drachenwache würde denen, die nach Tamriel geflohen waren, in der Spätzeit der 1. Ära folgen." - Verfälschung der Geschichte. Erstens wird hier die Drachenwache mit den Tsaesci gleichgesetzt und zweitens sollen die Tsaesci nach Tamriel gekommen sein, um Drachen zu jagen. Mehrere Quellen widersprechen dem, denn die Tsaesci wollten einfach das Land erobern.
  • "Das Invasionsheer der Drachenwache" - künstlich erschaffener Begriff und Verdrehung. Denn während das Invasionsheer der Tsaesci vorrückte, schützte die Drachenwache den Kaiser.
  • "als sie von Reman Cyrodiil in der Schlacht am Fahlen Pass aufgehalten wurden" - Verdrehung der Fakten. Denn die Festung am Fahlen Pass wurde von den Tsaesci erobert und eingenommen. Von dort aus koordinierten sie ihren weiteren Vormarsch. Reman war nie am Fahlen Pass.
  • "Reman ist einer der ersten geschichtlich belegten und auf breite Akzeptanz stoßenden mythischen Drachenblut-Krieger; also einer derjenigen, die von Akatosh und Alessia selbst gesalbt wurden." - Geschichtlich belegt? Wo sind diese Belege? Breite Akzeptanz? Von Akatosh und Alessia selbst gesalbt? - Alles leere aufgebauschte Phrasen, zweifelhafte Behauptungen mit großen Begriffen und Namen, um glaubhaft zu wirken.
  • "Die Berichte über den genauen Ablauf der Schlacht am Fahlen Pass weichen erheblich voneinander ab." - Aber nur, wenn man diese hier dazu nimmt.
  • "Wir haben nicht gejagt" [...] "Wir haben nach Euch gesucht." - Verdrehung der Geschichte. Noch einmal: Die Akaviri griffen Tamriel an, um das Land zu erobern (nicht, um Drachen zu jagen oder ein Drachenblut zu suchen). Nach meiner Erinnerung bestätigt das auch eines der Schlangenwesen.

Das ganze Buch ist ein Versuch, die Klingen, Akaviri und Drachen so auszurichten, dass sie die (neu eingeführte) Drachengeschichte belegen und glaubhaft machen. Dabei wird auch vor Lorerevisionismus nicht Halt gemacht. Das Buch widerspricht an vielen Stellen mehreren anderen Büchern. Ich traue dem Buch nicht über den Weg. Die plausiblen Dinge darin findet man auch mehrfach in anderen Quellen. Deshalb hat "Aufstieg und Fall der Klingen" in meinen Augen für die TES-Lore keine Bedeutung.


Zur Vollkommenheit sei gesagt das in dem Buch Die Anuade, nacherzählt steht, die Tsasci sind die Menschen von Akavir
Das ist ein Fehler, der manchmal leider hier und da vorkommt. Um solche Fehler zu identifizieren, muss man die gesamte Literatur und die Aussagen der NPCs betrachten. In mehreren anderen Quellen wird dem widersprochen und das, was an mehreren Stellen unabhängig voneinander behauptet wird, wird wohl die Wahrheit sein. Und diese ist, dass die Menschen auf dem Kontinent Akavir von den Tsaesci gefressen wurden.

Anderes einfaches Beispiel:
In dem Buch "Geheimnisvolles Akavir" wurde jahrelang behauptet "Die Nord verließen Akavir in Richtung Tamriel.". Diese Aussage stand in einem offiziellen ingame-Buch, darf aber trotzdem nicht als Quelle zitiert werden, da sie augenscheinlich falsch und einfach zu widerlegen ist. Für TES V wurde dieser Satz berichtigt.

Zitat
Ich weiß nicht genau, aber Vyrthur sagt doch so etwas wie: Ich wurde tausende Jahre vor eurer Geburt zum Vampir
das kann sich durchaus auf den Spieler beziehen. Er drückt sich nicht eindeutig aus.
Es ist eindeutig, würde ich sagen. Es ist ein Wortgefecht zwischen Serana und Vyrthur:
"- Euer Leben endet hier, Vyrthur!"
"- Kind, mein Leben ging sehr lange vor Eurer Geburt zu Ende!"
"- Ergebt Euch und überlasst uns den Bogen!"
"- Zuerst der Tod!"

Die Sache mit der Erschaffung der Schriftrolle der Alten ist ein großes und schwieriges Thema, weil man Bethesda hier einen Riesenunfug unterstellen müsste/muss. Das will ich nicht in einem gemischten Beitrag betrachten.

klarix :klarix:
  24.01.2013, 15:38
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Dein Lore Wissen in Ehren, klarix, aber deine Sturrheit in Bezug auf Reman I und dessen "Vorfahren" find ich schon erschreckend.

Ich will nicht abstreiten, dass es Sachen gibt, die eine große Lücke hinterlassen. Aber man sollte doch zumindest etwas offen gegenüber einigen "Ideen" sein. Zumindest von anderen TES-Spielen.

Inbesondere stören mich die Ereignisse um den Drachenkrieg. Wann fand er statt? Ich habe bisher keine Quelle gefunden, die das auch nur annähernd erzählt. Darum hätte sich Bethesda eher kümmern sollen, dann wäre der Rest wohl einfacher gewesen.
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  24.01.2013, 21:22
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klarix, aber deine Sturrheit in Bezug auf Reman I und dessen "Vorfahren" find ich schon erschreckend.
Hier wird in den letzten Tagen etwas durcheinander diskutiert, deshalb kann ich Deine Aussage nicht einordnen. Worauf beziehst Du Dich?
Ich bin im übrigen offen für jede Ansicht und Idee - nur sollten sie Hand und Fuß haben. Fantastereien, wie Akatoshs Raumschiff, sind nicht so mein Ding.

klarix :klarix:
  24.01.2013, 22:36
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Primär geht es mir um die Aussage aus dem Buch "Aufstieg und Fall der Klingen": und meine Idee warum Reman ein Nachfahre sein könnte.

Gut, das Buch "Aufstieg und Fall der Klingen" ist tatsächlich etwas merkwürdig geschrieben.
Aber in der Remanda heißt es, in Bezug auf die Zeugung Remans:

Zitat
Und es war während dieser finsteren Zeit, dass König Hrol aus den Ländern jenseits des verlorenen Twil mit einer Gruppe fahrender Ritter, siebzehn an der Zahl, aufbrach, allesamt Söhne und Töchter des Westens. Denn Hrol hatte in seinen Visionen die Ankunft der Schlangen vorausgesehen und war bemüht, alle Grenzen seiner Vorfahren zu heilen. Und dieser Schar erschien schließlich ein Geist, der kein anderer war als El-Estia, Königin des Altertums, die in der linken Hand das Drachenfeuer des Aka-Tosh und in der rechten Hand die Juwelen des Bundes hielt, und in ihrer Brust war eine Wunde, aus der sich das Nichts über ihre verstümmelten Füße ergoß. Und als Hrol und seine Ritter El-Estia und Chim-el Adabal erblickten, jammerten sie und sanken auf die Knie und beteten, dass alle Dinge wieder recht gemacht würden. Zu ihnen sagte der Geist: „Ich bin die Heilerin aller Menschen und die Mutter der Drachen, aber da ihr so oft vor mir weggelaufen seid, so werde ich laufen, bis ihr meinen Schmerz kennen lernt, der euch und dieses ganze Land umbringt.”
Mutter der Drachen? Heißt was? Alessia? Oder gar eine et'Ada, welche auch in Drachenform in Erscheinung tritt, ähnlich Akatosh?
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  24.01.2013, 23:02
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Ich frage mich besonders woher diese extremen Akavir-Assoziationen der Klingen kommen. Alles an ihnen weißt doch auf einen exotischen Einfluss hin. Katanas statt mittelalterlichen Schwertern. Asiatisch anmutender Baustil, Kampftechniken etc. - Und das nicht erst seit Tes V
Ich würde das Buch "Aufstieg und Fall der Klingen" im Gegensatz zu z.B. "Remanda" nicht unbedingt als Propaganda-Werk ansehen. Höchstens als etwas missverständlich (Oder Propaganda Bethesdas  :lachen:)
Die "wildesten Krieger von Akavir" macht doch Sinn, wenn man von tamrielischen Immigranten auf Akavir ausgeht und gleichzeitig bedenkt, dass der Verfasser von sehr frühen Expeditionen nach Akavir schreibt.

Allerdings stimme ich dir zu, dass beim Lesen des Buches der Eindruck aufkommt, die Invasionen der Tsaesci hätten in Wirklichkeit nur aus einer Drachenjagd der Drachenwache bestanden. Für mich macht es aber Sinn, dass die Drachenwache als verschworener unabhängiger Kreis innerhalb der Tsaesci-Armee nach Tamriel kam, um dort im Geheimen ihrem eigentlichen Auftrag nachzugehen -> Auffinden des Drachenbluts und auch Jagd auf Drachen.

Vielleicht lasse ich mich aber auch nur von dem Wunsch leiten, mir eine Erklärung zurecht zu zimmern.  ;)
« Letzte Änderung: 25.01.2013, 03:04 von Noah Janus »

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  25.01.2013, 01:49
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Mutter der Drachen? Heißt was? Alessia? Oder gar eine et'Ada, welche auch in Drachenform in Erscheinung tritt, ähnlich Akatosh?
„Mutter der Drachen“ könnte genau so gut für „Mutter aller Kaiser von Tamriel“ oder „Mutter des Keiservolkes und des Kaiserreiches“ bedeuten, da das Symbol für das Kaiserreich nun mal der Drachenavatar von Akatosh ist. Denn warum hätte die so eine Plage für die Menschheit schaffen sollen?

Ich frage mich besonders woher diese extremen Akavir-Assoziationen der Klingen kommen. Alles an ihnen weißt doch auf einen exotischen Einfluss hin. Katanas statt mittelalterlichen Schwertern. Asiatisch anmutender Baustil, Kampftechniken etc. - Und das nicht erst seit Tes V
Die Klingen entwickelten sich aus den Überbleibseln, der Invasorenarmee aus Akavir welche sich Reman unterwarfen und wohl nach und nach ausstarben und durch tamrielsche Soldaten ersetzt wurden. In der zweiten Ära wechselte ihr Name anscheinend von Drachenwache zu Klingen (vielleicht weil es keinen (Drachen-)Kaiser mehr zu beschützen gab)
Die, für Cyrodiil ungewöhnlichen, Rüstungen und die Waffen hätten sie dann als Statussymbol, aus Tradition oder weil sie einfach besser sind als herkömmliche Armeerüstungen beibehalten. Auf Vvardenfell dagegen, gab es noch Katanas, Wakizashis und Tantos die von den Akaviri übernommen wurden und waren dort nichts Besonderes.
« Letzte Änderung: 25.01.2013, 19:14 von Der Hydrant »
  25.01.2013, 15:59
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@ Hydrant:
Ja deine Erklärungen leuchten mir ein und sind auch sehr gut mit Quellen untermauert  ;). Mir widerstrebt es dennnoch zu denken die Drachenwache hätte anfangs nur aus der Tsaesci-Schlangenmenschen bestanden.
Zudem würde ich gerne noch zur besseren Meinungsbildung Klarix' Statement hören. Aber was du schreibst macht auf jeden Fall Sinn.

@ LordNerevar: Wie schon erwähnt sind Bücher wie "Remanda" mmn. mit Vorsicht zu genießen, da darin auch sehr viel Propaganda und Legitimation steckt. Ähnlich wie der kleine Reiseführer behauptet, dass Tiber Septim auf Atmora geboren wurde. (vielleicht muss man auch "Aufstieg und Fall der Klingen" zur Propaganda zählen - bis jetzt bin ich aber noch nicht völlig überzeugt.)

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  25.01.2013, 18:32
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@Der Hydrant: Ich vermute, Du hast Dich in das "Das Buch vom Drachenblut" vertieft. Das solltest Du nicht zu ernst nehmen, es ist genauso fragwürdig, wie "Aufstieg und Fall der Klingen". Man wird bei den Büchern das Gefühl nicht los, dass die Bethesda-Autoren eine Volltextsuche in allen TES-Publikationen nach "Drachen" durchführten und alle Fundstellen so gedreht und gebogen haben, bis sie in neuen Büchern zu der Skyrim-Drachengeschichte passten. Das gleiche machten sie wohl auch mit dem Wort "Nachtigall", wenn auch im anderen Kontext.
Trotzdem hast Du es schön zusammengefasst. Vermutlich war es so. Mit einer kleinen Einschränkung:

Die Klingen entwickelten sich aus den Überbleibseln, der Invasorenarmee aus Akavir welche sich Reman unterwarfen und wohl nach und nach ausstarben und durch tamrielsche Soldaten ersetzt wurden.
Wenn ich mich recht erinnere, formte sich die Drachenwache in der Zeit der Vorbereitung auf die Invasion. Hier sind die Quellen nicht präzise. Einerseits beschützte die Drachenwache den Kaiser in dem Krieg (Tsaesci konnten also noch keine Mitglieder sein). Andererseits wurde der Wolkenherrschertempel von der Drachenwache errichtet (wegen der Architektur müssen die Tsaesci da schon dabei gewesen sein). Der Tempel wurde fertiggestellt wenige Monate nachdem sich die Schlangen Reman unterworfen haben. Die allererste Drachenwache war also vermutlich tamrielisch und kurz darauf eine Mischung aus tamrielischen Elitesoldaten und besiegten Tsaesci. Die Schlangenwesen fielen nach und nach in Kämpfen (aussterben konnten sie nicht, weil sie Vampire sind). Die bald wieder rein tamrielische Drachenwache gründete später den Orden der Klingen.

klarix :klarix:
  25.01.2013, 23:46
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Ich möchte hier das Werk von Gallus Desidenius, dem ehemaligen Gildenmeister der Diebesgilde von Himmelsrand, betrachten. "Die Nachtigallen" besteht aus zwei Bänden. Im ersten Band erzählt er von der Dreieinigkeit, dem Vertrag mit Nocturnal, dem Dämmergrab, dem Skelettschlüssel und dem Schicksal der Nachtigallen. Also eigentlich alles, was man über das Thema erzählen kann und erfahren sollte. Mehr ist nicht nötig, um über die Nachtigallen bescheid zu wissen.

Doch da ist noch der Band II. Darin erzählt er die Geschichte von Karliah. Leider verdreht er dabei die bekannte Geschichte:

  • "Unsere Geschichte beginnt mit einer weitverbreiteten Legende."
    Mit "Legende" ist die Buchreihe "Die wahre Barenziah" gemeint. Gallus nennt sie abwertend "Legende" und stellt sie im weiteren Verlauf in Frage. Doch der TES III Tribunal-Spieler weiß es besser, denn er hat nicht nur darüber gelesen, sondern manche Aspekte der "Legende" selbst erlebt. Sogar den Autor der Buchreihe persönlich kennengelernt.
  • "Das Buch 'Die wahre Barenziah IX' erwähnt, dass ein Barde namens 'Nachtigall' [...]"
    Es war im Band IV und V.
  • "[...]und dass er den Stab benutzte, um Kaiser Uriel Septim VIII. einzukerkern."
    Es war Uriel Septim VII.
  • "In Wirklichkeit war der als 'der Barde Nachtigall' beschriebene Mann gar nicht Jagar Tharn."
    Barenziah hat ihn aber in der Kaiserstadt wiedererkannt (aber Gallus bestreitet das). Außerdem konnte nur ein Mitglied des alten Ra'athim-Clans den Stab befreien und 'Nachtigall' soll ein Mischlingself gewesen sein (beides verschweigt Gallus).
  • "Da die Schuld an der Einkerkerung Uriel Septims VII. einzig bei ihr [Barenziah] lag [...]"
    Näheres erfährt man nicht. Es wird einfach so behauptet. Welchen Grund hätte sie dafür haben sollen? Sie hat vielmehr geholfen, den Kaiser zu befreien. Und eine gewöhnliche "Einkerkerung" war das ohnehin nicht, wie mehrere (auch offizielle) Quellen bestätigen. Der TES I-Spieler kann diese Aussage sofort als Unsinn erkennen, denn er hat die Umstände direkt erlebt.
  • "Inzwischen hatte Barenziah ein Kind geboren - eine Folge der Verführung der Dunmer-Königin durch Drayven. Barenziah überließ die Tochter einer Amme[...]"
    Technisch und zeitlich zwar möglich, aber es steht im Widerspruch zu vielen Publikationen und unzähligen NPC-Aussagen. Während das hier eine Behauptung eines Unbeteiligten ist, hat der TES III-Spieler die Personen und ihr Umfeld höchstselbst kennengelernt. Außerdem war Barenziahs erstes Kind nach dieser "Verführung" ein Sohn - Helseth.
  • "[...]bis er [Drayven Indoril] schließlich an Altersschwäche starb."
    Berücksichtigt man die Dauer von Dralsis Suche nach ihrem Vater, ihr Leben bei der Diebesgilde und das Alter von Karliah, sind seit Barenziahs "Verführung" bis zu Drayvens Tod höchstens 185 Jahre vergangen. Unwahrscheinlich, dass das Leben des Dunkelelfen Drayven so kurz währte.

All diese Punkte sind so ungeschickt gewählt und aneinandergereiht, dass man nicht anders kann, als das Buch anzuzweifeln. Und damit die Glaubwürdigkeit des Autors. Es war überhaupt nicht nötig, Band II zu schreiben. Band I hätte vollkommen ausgereicht, um über die Nachtigallen zu informieren. Aber so stellt Bethesda Gallus in einem Licht dar, das nicht beabsichtigt war... oder doch? Auf jeden Fall erfindet Gallus im Band II Dinge, um Karliahs Bedeutung zu steigern und ihr eine königliche Abstammung anzudichten. Völlig unnötig. Man hat nichts davon, das Spiel spielt sich nicht anders dadurch. Entweder saßen bei Bethesda mal wieder unerfahrene Azubis an dem Text oder die Fantastereien sind Absicht. Es ist bekannt, dass Gallus Karliah angehimmelt hat - vielleicht schrieb es deshalb diese Ode. In dem Fall kann darüber geschmunzelt werden, ansonsten ist das Buch überflüssig, weil irreführend.

Vermutlich haben die langjährigen TES-Spieler die Fragwürdigkeiten dieses Buches auch entdeckt. Der Beitrag ist eher für TES-Neueinsteiger gedacht, die die Vorgeschichte nicht kennen und denen hier etwas vorgemacht wird.

klarix :klarix:
  29.01.2013, 15:44
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Wird eigentlich irgendwo erklärt, wer dieser ominöse "Freund" ist, der einem die Standorte der Drachenschwreiwände per Brief verrät? Und das teils bereits 5 Minuten, nachdem man seinen ersten Drachen erlegt hat, und ca. 1 Minute, nachdem einen die Graubärte rufen.
Ich weiß nicht mehr, ob das immer so ist, zumindest war es gestern bei mir so, ich kam vom ersten Drachen zurück, wurde gerufen und auf dem Weg hoch nach Weißlauf kam mir der Kurier entgegen.


Der Kurier kam aus Weißlauf. Es könnte also ein Bewohner Weißlaufs sein, der den Brief in aller Eile geschrieben und dem Kurier zugesteckt hat. Aber wer?

- Wer kann wissen, das man ein Drachenblut ist, bereits bevor man dem Jarl Bericht erstattet hat? Das wissen Irileth und ihr Trupp, den Einzigen, der sofort wieder nach Weißlauf geht, habe ich überholt. Die Graubärte wissen es, in dem Moment da sie offenbar mitbekommen, das man die Drachenseele aufnimmt. Mit dem Ausprobieren des Schreis kann das nichts zu tun haben, denn das ist optional. Alduin weiß es, denn das er die Anwesenheit eines Drachenbluts spürt, ist überhaupt der Grund, Helgen anzugreifen. Die anderen Drachen wissen es vermutlich nicht. Der Drache am Turm sagt im Moment seines Todes "Dovakiin, nein!". Das wirkt, als wäre er überrascht und erschrocken, da ihm in dem Moment bewusst wird, das seine Seele verloren ist.

- Wer weiß außerdem, wo die Drachenschreiwände sind? Nun, das könnte auf Farengar zutreffen, aber warum sollte der sich bedeckt halten, wo er doch ein unverhohlenes Interesse an Drachen zeigt? Die Graubärte könnten das auch wissen, könnten es dem Drachenblut aber auch persönlich sagen. Die Klingen könnten es wissen. Doch Esbern hockt im Rattenweg in Rifton und wirkt nicht so wunderlich, das er auch nachdem man sich persönlich begegnet noch Briefe mit "ein Freund" signiert. Delphine weiß bei der ersten Begegnung in Flusswald scheinbar noch nichts. Erst als die Graubärte das Drachenblut rufen, scheint sie darauf aufmerksam zu werden. Über die Standorte der Wände dürfte sie allerdings nur begrenzt Ahnung haben.


Wer wäre in der Lage, innerhalb so kurzer Zeit einen Brief einem Kurier in Weißlauf zu geben, weiß wer das Drachenblut ist und kennt obendrein die Lage der Drachenschreiwände, nimmt aber nur Kontakt auf, wenn das Drachenblut in Städten herumschreit?

Angenommen, es handelt sich um einen Sterblichen. Wer könnte das sein?
- Jemand aus der Magierakademie? Kaum, der hätte sich zu erkennen geben können. Wobei, vielleicht der Augur? Über den ist fast nichts bekannt, allerdings zeigt er auch kein besonderes Interesse.
- Die Psijic? Die nehmen später persönlichen Kontakt auf, ohne sich dazu zu äußern.
Ich halte es für unwahrscheinlich, das der Brief von einem Sterblichen kommt.

Bleiben die Aedra und Daedra. Ein persönliches Interesse am Erfolg des Drachenbluts haben sicher alle Göttlichen. Aber ganz besonders Akatosh. Das der nicht mit seinem Namen unterschreibt ist recht logisch. Die Briefe würden entweder als Reliquie oder als Ketzerwerk gesehen.
Bei den Daedra ist das so eine Sache. Alle sind wunderlich genug, ihrem Champion Briefe mit "ein Freund" zu schicken. Aber wer hat ein so starkes Interesse an der Welt der Sterblichen? Eigentlich keiner, die Daedra-Prinzen interessieren sich nur für sich selbst und hin und wieder für ihre Artefakte. Nur Azura könnte man ein Interesse unterstellen, hat sie doch auch dem Nerevarine geholfen. Dem hat sie sich allerdings offenbart.

Man könnte auch einen mächtigen Verstorbenen dahinter vermuten, der aus dem Jenseits agiert. Zum Beispiel Ysgramor. Dem begegnet man allerdings in Sovngarde, wo er sich nicht dazu äußert.

Oder Talos. Talos war selbst ein Drachenblut und stieg nach seinem Tod zu einer der mächtigsten Entitäten auf. Als Drachenblut und Gott könnte er den Dovakiin bereits vor allen anderen erkannt haben. Und er hat mit Heimskr einen Anhänger in Weißlauf, der sich selbst als Talos Auserwählten bezeichnet. Er könnte Heimskr die Briefe schreiben lassen, oder gar Besitz von ihm ergreifen, was erklären würde, warum er das Drachenblut nie darauf anspricht. Außerdem verbessern das Amulett und der Schrein von Talos die Drachenschreie. Da die Amulette und Schreine ihre magische Wirkung auf alle Sterblichen haben, haben die des Talos entweder keine spürbare Wirkung auf normale Sterbliche, oder sie haben diese Wirkung nur beim Drachenblut, und haben auf andere Sterbliche eine andere Wirkung (die Bethesda vergessen hat einzubauen).
  30.01.2013, 09:08
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Interessant, einen solchen Brieffreund hatte ich noch nie  :(
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  30.01.2013, 09:37
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Die Briefe bekommt man, wenn man in Städten so lange rumschreit, bis die Wache einen auffordert, das zu lassen. Dann kommt i.d.R. kurz darauf ein Bote mit einem Brief, in dem die Position einer Drachenschreiwand offenbart wird.
  30.01.2013, 10:06
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Die Briefe bekommt man, wenn man in Städten so lange rumschreit, bis die Wache einen auffordert, das zu lassen.
Nicht, dass jemand das falsch versteht. Ob in Städten oder in Höhlen oder in der Tundra - es ist egal wo. Und es reicht auch ein Schrei, um demnächst in einer Siedlung den Brief von einem "Freund" entgegenzunehmen. Folgt man der Aufforderung darin und benutzt irgendwo wieder einen Schrei, erhält man bald nach der Erledigung wieder einen Brief.

Aber jetzt zu Deinem langen Beitrag. Den beschriebenen Brief hast Du vom Kurier erhalten, weil Du den (optionalen) Schrei FUS ausgeführt hast. Der Kurier hätte Dich demnächst irgendwo angetroffen, es hätte auch in der 4. oder 8. Stadt sein können. In Deinem Fall hat er sich wirklich beeilt.
Deine Abwägungen, von wem der Brief stammen könnte, sind sehr interessant. Man mag sich eine Geschichte dazu ausmalen, doch ich persönlich denke, dass da nichts dahinter steckt. Es bereichert das Spiel und vertieft etwas das Gefühl, in einer lebendigen Welt zu sein. Außerdem ist es eine von Bethesdas Möglichkeiten, den Spieler an die Hand zu nehmen und ihn bestimmte Orte aufsuchen zu lassen (hier schon einmal angesprochen).

Es gibt auch andere vergleichbare Dinge, die einfach da sind und nicht erklärt werden. Gestern erst war ich in der Festung Dämmerwacht und habe bei Sorine ein paar Explodierende Zwergenbolzen des Blitzes gekauft. Sofort raus und Schnellreise nach Rifton. Wer erwartet mich da schon? Ein Kurier mit einem Brief von Calcelmo aus Markarth(!), in dem er Interesse an dem eben gekauften Bolzen bekundet.

Oder Delphine, wenn man sich mit ihr nach Ustengrav im Schlafenden Riesen trifft. Sie sagt: "- Ihr seid dieser Gast und habt hier herumgeschnüffelt.". Manche Spieler mögen das getan haben. Ich nie, und trotzdem bekomme ich das zu hören.

Oder Serana, die bekanntlich jeden nachzuahmen versucht. Das geht aber leider auch soweit, dass sie sich oft hinsetzt und Brot isst - wie es eben die meisten tun.

Ich denke, man sollte dahinter nicht einen tieferen Sinn suchen. Aber ich weiß, dass es manchen Spaß macht. Ich tue das auch gerne  ;)

Alduin weiß es, denn das er die Anwesenheit eines Drachenbluts spürt, ist überhaupt der Grund, Helgen anzugreifen.
Das erschließt sich mir nicht. Wie kann er es spüren, wenn niemand es weiß, nicht einmal der Spieler selbst. Und warum greift er ihn nicht auch später an? Manchmal kommt man zufällig dazu, wenn er wieder mal einen Drachen erweckt, ganz offiziell in Kyneshain.
Aber vielleicht übersehe ich etwas. Kannst Du das ein wenig ausführen?

klarix :klarix:
  01.02.2013, 18:01
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Delphine ist so auch eine Sache für sich. Das mit dem herum schnüffeln bezieht sich wohl auf den Quest 03 vom Hauptquest.

Ich glaube durchaus, dass Alduin die Anwesenheit des Drachenbluts spürt, wenn man im Laufe der Hauptquest Mirmulnir erledigt hat. Mag sein, dass er auch beim Angriff schon weiß, irgendwo wandert ein Drachenblut. Primär greift Alduin wohl Helgen an, um die Seelen der toten Nord nach Sovngarde zu holen.
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  02.02.2013, 23:03
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Ich meine, das Alduin die Anwesenheit des Drachenbluts spürt, wird von einem NPC im Rahmen des HQ spekuliert. Vermutlich eher als diffusen Instikt, denn als Wissen.

Alduin holt Seelen nach Sovngarde? Eher andersrum, Alduin holt Seelen aus Sovngarde, indem er sie verschlingt. Alduin weiß nicht, das dort eine Hinrichtung stattfinden soll. Er hat keine sterblichen Informanten und Helgen ist sein erstes Ziel.

Das alles wirft auch die Frage auf: Warum greift Alduin Helgen überhaupt an? Warum ist ausgerechnet der Aufenthaltsort des Drachenbluts sein erstes Ziel, wenn er nicht weiß bzw. spürt, das das Drachenblut dort ist, bzw. dort etwas ist, was für ihn von Belang ist?


Natürlich ist die Spekulation bezüglich des Freundes eigentlich überflüssig, denn es ist nicht davon auszugehen, das Bethesda sich darüber Gedanken gemacht hat. Außer Dragonborn offenbart womöglich etwas. Aber ich finde, gerade dann passt so etwas bestens in einen Thread mit dem Titel "TES Lore: Undeutlichkeiten, Unschärfen, Unklares" ;)
  02.02.2013, 23:35
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Ja, stimmt, habe mich da etwas verschrieben.

Da ist natürlich auch die Frage, warum Alduin genau jetzt (also zu Spielbeginn auftaucht).
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  03.02.2013, 14:40
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Die Frage warum Alduin auftaucht ist ganz einfach beantwortet. Er wurde mittels einer Schriftrolle der Alten in die Zukunft geschickt. Die Nordhelden haben das (glaube ich zumindest) nicht beabsichtigt- so war der Zeitpunkt an dem Alduin wieder auftaucht eher zufällig.
Spirituell veranlagte Menschen und Mer würden sagen, dass der Zeitpunkt an dem Alduin auftaucht mit dem Schicksal des Protagonisten (des Dovahkiins) verbunden ist. Dafür spricht auch ihre erste Begegnung. Der Protagonist wäre ohne den Antagonisten (Alduin) direkt am Spielanfang hingerichtet worden.

Ob Schicksal oder nicht- man kann unmöglich genau sagen ob Aedra oder Daedra Einfluss auf die Schriftrollen der Alten haben. Natürlich haben Götter schon in allen TES-Teilen das Schicksal des Helden beeinflusst, aber zu sagen einer der Neun hätte Alduins Zeitsprung auf das Drachenblut gelenkt ist für mich etwas zu weit hergeholt.
Aber das bringt mich zu der etwas plausibleren Schlussfolgerung, dass womöglich einer der Neun (wahrscheinlich Akatosh selbst) das Drachenblut persönlich auswählt.

Klingt das auch zu abwägig? Belegen kann ich diese Vermutung nicht.
  03.02.2013, 15:16
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Nun, in einem Zitat, das ich gerade nicht finde, wird den Helden nachgesagt, das sie außerhalb des Schicksals stehen.
Wobei man an der Stelle analysieren müsste, in wie weit das Schicksal vorherbestimmt ist, in wie weit Götter in das Schicksal in der Gegenwart eingreifen können, und in wie weit die Sterblichen ihr Schicksal selbst bestimmen können, also lassen wir das mal außen vor. Denn Azura zum Beispiel sieht in der Zukunft irgendetwas und beeinflusst die Sterblichen anhand ihres Wissens. Das wäre nicht nötig, wenn sie nicht einen vorbestimmten Ablauf beeinflussen wollte, oder das was sie in der Zukunft gesehen hat, aus ihrem einen Handeln in der Gegenwart entsteht. Das lässt darauf schließen, das die Zukunft nicht absolut vorherbestimmt ist, sondern das Ereignisse durch gezielte Manipulation in der Gegenwart für eine nahe Zukunft herbeigeführt werden.

Wie dem auch sei, Alduin wurde am Hals der Welt in der Zeit nach vorne geschickt. Also ist davon auszugehen, das er auch dort wieder erschien. Warum er dabei nicht mit Paarthunax aneinander geriet, der ihn ja verraten hatte, bleibt offen. Vielleicht hat Paarthunax sich zu dem Zeitpunkt versteckt. Helgen liegt am Fuße des Halses der Welt, der Turm auf dem Alduin zuerst landet liegt sogar in Richtung HdW, vom Block aus gesehen. Doch hätte Alduin es nur auf Tod und Zerstörung abgesehen, hätte er auch das Kloster der Graubärte angreifen können, denn das die Meister des Thuum sind, und ihm gefährlich werden können,  konnte er nicht wissen. Und hätte er es auf eine Siedlung abgesehen, hätte es auch Ivarstatt oder Flusswald treffen können. Man könnte bei der Chance von 1/4 schon sagen, das es einfach Zufall war, das er als erstes Helgen angegriffen hat.
Es ist aber ganz bestimmt kein Zufall, das das Drachenblut exakt zu dem Zeitpunkt da er landet, ca. 2 Sekunden vor seinem Tod ist.

Sehr seltsam, das der Held ein Gefangener ohne nennenswerte Vergangenheit ist, der exakt zum Richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ist. Genau so wie der Held von Kvatch. Wer kennt die Zeit genau genug, um ein solches Timing herbeizuführen? Genau zwei Entitäten. Akatosh und Azura. Von Azura weiß man, das ihre Motive, die Sterblichen insgesamt betreffend, eher positiv zu werten sind, und das sie mit großer Begeisterung die Sterblichen manipuliert. Von Akatosh weiß man, das er in Zeiten höchster Not interveniert. Azura hat aber mit dem Nerevarine mehrmals Kontakt aufgenommen, um ihn zu leiten. Mit dem Dovakiin interagiert sie nur im Rahmen ihrer Queste. Man kann also darauf schließen, das Akatosh dafür gesorgt hat, das das Drachenblut gefangen genommen, und nach Helgen gebracht wird. So wie er auch dafür gesorgt haben dürfte, das der Held von Kvatch genau zum richtigen Zeitpunkt in einer Zelle war, die eigentlich nicht belegt werden sollte.
« Letzte Änderung: 04.02.2013, 11:05 von Grom »
  04.02.2013, 11:03
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