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Thema: TES Lore: Undeutlichkeiten, Unschärfen, Unklares  (Gelesen 42090 mal)

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Das englische Wort "cowl" kann zwar auch mit Kutte übersetzt werden, aber es bedeutet in erster Linie Kapuze.
Wenn man in der englischen Wikipedia cowl eingibt und in dem erscheinenden Artikel auf die deutsche Sprache wechselt landet man bei Kukulle
Zitat
 Eine Kukulle (v. lat. cucullus: „Tüte“, in übertragener Bedeutung „Kapuze“)[...]
Wenn man sich nun den Artikel zur Kapuze anschaut steht dort das dieses Wort vom italienischen capuccio bzw. lateinischen cappa was so viel heißt wie
Zitat
„[Mantel mit] Kopfbedeckung“
Da im heutigen Sprachgebrauch (zumindest hier in Deutschland) mit Kapuze doch meist eher nur die Kopfbedeckung gemeint ist finde ich die Übersetzung doch schon angebrachter. Dadurch wird das alles aber nicht weniger falsch, wenn ich mir das Bild dort so anschaue.  :)
Man hätte ja wenigstens sagen können da hätte sich ein Schneider dran ausgetobt.
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  25.09.2010, 20:47
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(haha ich wollte dich gerade wiederlegen Klarix :D Aber dann habe ich mir deinen Punkt nochmal genauer durchgelesen und verstehe nun, dass sich das auf die Bezeichnung dunmerische Häuser bezog, da ich den Beitrag aber nicht löschen möchte, und er eventuell doch ganz interessant sein könnte, poste ich ihn mal trotzdem :))
@Klarix
Die Fürstenhaus-Thematik ist etwas verworren. Es wird in mehreren Werken, sowie im Ingame von einem Haus Dwemer gesprochen (The Real Nerevar, The Seven Curses, The Lost Prophecy, sogar in einem Dialog in Morrowind ist diese Aussage zu finden.) -

Es gab 8 Häuser in Morrowind - Dres, Hlaalu, Redoran, Telvanni, Dagoth, Indoril, Sotha und Dwemer.

Haus Sotha (befand sich in Ald Sotha meines Wissens (heute eine Daedra-Ruine) - wurde aber durch Mehrunes Dagon vernichtet. Und Sotha Sil von Vivec gerettet ->  laut Tholer Saryoni zum Thema "Vier Säulen")

Haus Dwemer steht laut den obigen Quellen als der Zusammenschluss zwischen Nerevar und Dumac vor dem Krieg des Ersten Rates. Die Gemeinschaft/der Bund der Dwemer ist also für diese Bezeichnung verantwortlich. Ob man sie nun als "Fürstenhaus" bezeichnen kann ist fraglich, aber zumindest gibt es den Begriff und dürfte gewollt und daher kein Fehler sein.

Wie gesagt, rein zur Ergänzung :)
  27.09.2010, 20:28
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Zitat
Original von Deepfighter
[...]poste ich ihn mal trotzdem :))
Wäre ja schade um die ganze Tipperei  ;)
Außerdem sind zusätzliche Informationen nie verkehrt.

Zitat
Haus Sotha (befand sich in Ald Sotha meines Wissens (heute eine Daedra-Ruine)
Ein paar Worte dazu an dieser Stelle.

klarix  :)
  27.09.2010, 21:47
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Ich möchte zu dem Thema ein paar Hintergründe beleuchten und ein paar Fragen wertfrei in den Raum stellen. Vielleicht kann jemand etwas zweifelsfrei beantworten.

Den Pakt, den Akatosh mit Alessia schloss, kennen wir. Doch wie war der Wortlaut?

Zitat
aus "Die Prüfungen der Heiligen Alessia"
"Solange Ihr und Eure Nachkommen das Amulett der Könige tragt, solange soll dieses Drachenfeuer brennen - eine ewige Flamme - als Zeichen für alle Menschen und Götter, dass unsere Treue gilt. Ich schwöre Euch und allen nach Euch kommenden Generationen, dass, solange die Drachenfeuer brennen, das Blut meines Herzens die Tore von Oblivion verschlossen hält.

Solange das Blut des Drachens in den Adern seiner Herrscher fließt, wird der Ruhm des Reiches ungebrochenen fortdauern. Aber wenn die Drachenfeuer ausgehen, und wenn kein Erbe unseres vereinten Bluts das Amulett der Könige trägt, wird Finsternis über das Reich hereinbrechen, und die Dämonenfürsten des Chaos werden über das Land herrschen."

In dem Buch über das Amulett wird der Bund noch einmal mit anderen Worten beschrieben.

Zitat
aus "Das Amulett der Könige"
"Solange das Reich Akatosh und die Seinen verehrt, und solange Alessias Nachkommen das Amulett der Könige tragen, halten Akatosh und seine göttlichen Anverwandten eine starke Barriere zwischen Tamriel und Oblivion aufrecht[...]

Aber falls das Reich in seiner Verehrung der Neun [sic] Göttlichen nachlassen sollte, oder falls die Blutlinie von Alessias Erben ausstirbt, dann wird die Barriere zwischen Tamriel und dem daedrischen Reich fallen[...]"

Doch Alessia hatte keine Nachkommen. Zumindest ist nichts darüber überliefert worden, obwohl es von großer Wichtigkeit wäre. Mit Alessias Tod ist der Bund mit Akatosh logischerweise aufgelöst. Leitet man das weiter ab, brannten die Drachenfeuer nicht mehr, das Amulett verlor seine Bedeutung und einen "Drachengeborenen" konnte es nie geben.

Man könnte einwenden, dass mit "Nachkommen" nicht unbedingt leibliche Kinder gemeint waren. Doch in dem Pakt wird deutlich über "Blut des Drachens", "vereintes Blut" und "Blutlinie" gesprochen. Demnach war es tatsächlich aus und vorbei mit dem Pakt. Es gab nach Alessia andere Herrscher, doch hatten sie offenbar nichts mehr mit dem Amulett oder Drachen zu tun.

Das Amulett erscheint wieder 2400 Jahre später auf wundersame Weise und wird von Reman Cyrodiil getragen. Remans Ursprünge können wir leider nur in "Remanada" nachlesen, was eher ins Reich der Märchen gehört und historisch von zweifelhafter Bedeutung ist. Allerdings bestätigt der Prophet von Anvil einige Aspekte dieser Legende. Ca. 270 Jahre später wird das Amulett mit Reman III. in Sancre Tor beigesetzt.

Knapp 900 Jahre danach betätigt sich Talos als Grabräuber und verkündet mit dem Amulett die Wiedereinführung der Tradition um das ewige Drachenfeuer (jetzt im Tempel des Einen), das Amulett der Könige (als Symbol des Göttlichen Paktes und des (Septim-)Kaiserreiches) und dem "Drachengeborenen" (natürlich mit dem gottgleichen septimischen Blut).

Doch wie oben erwähnt, ist die Blutlinie des Drachen bereits mit Alessias Tod beendet. Man könnte die Weiterführung dieser Linie konstruieren, indem man annimmt, dass Reman Cyrodiil tatsächlich ein Nachkomme Alessias war (die sich in Gestalt eines Hügels schwängern ließ). Aber Hjalti Frühbart/Tiber Septim hat nun wirklich nichts mehr mit Alessia gemeinsam.

Frage 1: Auf welcher Grundlage hat das septimische Blut etwas mit Akatosh zu tun?

Denn die Septim-Dynastie ist nur ein künstliches Konstrukt, das auf einer nicht existenten göttlichen Vergangenheit basiert. Die Erhebung Tiber Septims zum 9. Göttlichen hat nur mit dem Glauben der Bevölkerung zu tun. Wurde damit automatisch eine "Drachenblut-Transfusion" durchgeführt? Könnte es sein, dass dies nur Propaganda war und der Wesenszug des Drachen sich so in den Köpfen der Gläubigen über Jahrhunderte festgesetzt hat? Das Ausgehen und die Wiederentfachung der Drachenfeuer muss nichts Göttliches mehr an sich haben, sondern einfach nur Technisches oder Magisches. Für die Öffentlichkeit zelebrierte man das natürlich als Fortführung der Drachen-Tradition, als Symbol und Beweis der Drachenabstammung der Septims. Und ständig wurde in die Köpfe eingetrichtert:
"Um zu beweisen, dass er der wahre Thronerbe ist, muss ein Kaiser die Drachenfeuer im Tempel des Einen in der Kaiserstadt entzünden. Nur der wahre Thronerbe kann die Drachenfeuer entzünden, und nur wenn er das Amulett der Könige besitzt."

Und die Bürger waren überzeugt: "Talos, der Drachenspross".

Die blinde Treue und Ergebenheit der Klingen haben bestimmt auch zur Verbreitung dieses Glaubens beigetragen:
"Alle Klingen schwören, dem Kaiser als sterblichem Repräsentanten der Linie des Drachen des göttlichen Talos zu dienen."
Baurus sagt (zum Spieler):
"Aber ich habe nie an Euch gezweifelt, mein Freund. Kaiser Uriel hatte die Vision des Drachengeborenen. Es sah etwas."
oder
"Es heißt, es ist das Drachenblut, das in den Adern der Septime fließt. Sie sehen mehr als gewöhnliche Sterbliche."
...und zu Martin:
"Ihr seid der wahre Drachengeborene, Herr, niemand zweifelt daran."

Wie könnte man auch daran zweifeln, wenn nur ein Drachengeborener das Amulett der Könige tragen kann. Baurus:
"Das Amulett hat Macht. Es heißt, nur ein wahrer Thronerbe des reinen Bluts kann es tragen."
Und nach Jahrhunderten des Wiederholens war jedem klar, woran der Drachengeborene, der wahre Thronerbe erkannt wird: An der Fähigkeit, das Amulett der Könige zu tragen.
"Akatosh, der Oberste Gott der Zeit, gab das Amulett der Könige an St. Alessia, den ersten Kaiser [sic], damit dieser verlässlich prüfen könne, wer der wahre Thronerbe sei."
Wie zum Beweis dessen, ist es dem Spieler natürlich nicht möglich, das Amulett anzulegen.

Doch halt! Was haben wir im Dagon-Schrein am Arrius-See erlebt? Der böse Mankar Camoran, Feind des Kaiserreichs und Antonym vom Drachengeborenen, trägt das Amulett der Könige. Wie kann das sein?
Wenn man aus dem Paradies zurückkehrt, singt auch das Tagebuch das Septim-Lied:
"Martin hat mir das Amulett der Könige abgenommen und es sich um den Hals gelegt -- er hat wahrhaftig Septimisches Blut in sich."
Was ist das für ein Beweis, wenn Mankar es gerade vor 10 Sekunden auch um den Hals hatte?

Frage 2: Könnte es sein, dass auch Amusei das Amulett der Könige hätte tragen können?

Wenn man vor diesem Hintergrund über das Thema "Barriere zwischen Oblivion und Tamriel" nachdenkt, muss man wieder bei dem Bund zwischen Alessia und Akatosh anfangen. Denn die Barriere existierte "vertragsgemäß" nur, solange "die Blutlinie von Alessias Erben" nicht ausstarb. Konsequenterweise konnte es also seit 1Ä 266 keinen solchen göttlichen Schutz mehr geben.
Wenn man trotzdem Reman Cyrodiil als Nachkomme des "alessianischen Hügels" betrachtet, war dann mit dem Tod von Prinz Juilek endgültig Schluss mit der Barriere.

Auf welcher Grundlage sollte der alte Pakt Jahrhunderte später mit der Inthronisierung von Tiber Septim wieder erneuert worden sein? Verständlicherweise würde solche Erneuerung den Kaiser näher an die Götter bringen und damit sein Ansehen und seine Macht stärken. Tiber Septim führte zwar die alte Drachenfeuer-Tradition wieder ein, doch hatte diese noch irgendwelche göttliche Merkmale?
  • Die Drachenfeuer brannten jetzt in einem Tempel, der weder Akatosh, noch den Acht Göttlichen gewidmet war und könnten nur Magisches, aber nichts Göttliches an sich haben (ähnlich den mystischen Feuern auf dem Uni-Gelände).
  • Das Amulett der Könige war kein Beweis für Drachenblut (vielleicht zum Glück, denn sonst könnte es kein Septim anlegen).
Wenn es also eine Barriere zwischen den Reichen gab, dann wohl nicht mehr die aus dem Alessia/Akatosh-Pakt. Und wenn es nicht diese war, dann hatte sie auch nichts mit dem Amulett und den Drachenfeuern gemeinsam. Demnach hätte Mehrunes Dagon schon viel früher seinen Angriff starten können.

Frage 3: Könnte es sein, dass die Hintergründe und der darauf aufbauende Plot von TES IV mit heißer Nadel gestrickt wurden?

Ein Grund, warum Mehrunes Dagon nicht schon früher in Tamriel eingefallen ist, könnte einfach eine Entscheidung Bethesdas gewesen sein. Nach manchen Dingen braucht man gar nicht zu forschen - manches ist ohne einen ersichtlichen Grund einfach da (z.B. Umbraschwert verkürzt, Speer unbekannt, nur offensive Waffenverzauberungen möglich). Man brauchte eine Spielhandlung und ersann die Oblivion-Krise. Doch wie an einigen anderen Stellen, arbeiteten hier die Lore-Schreiber anscheinend nicht eng mit den Quest-Designern und diese nicht mit den Programmierern zusammen. Ich möchte das aber nicht als Grund akzeptieren. Vielmehr wünsche ich mir, dass alles erklärbar und ableitbar ist, auch wenn es manchmal nur ein Wunsch bleibt.

Vielleicht liegt die ganze Wahrheit über die Barriere noch tief in den Texten vergraben und wurde noch nicht herausinterpretiert (eigentlich unwahrscheinlich nach so vielen Jahren). Aber die Lore-Autoren mussten doch einen Grund gehabt haben, Alessias Blutlinie so deutlich in dem Pakt mit Akatosh hervorzuheben. Seltsam erscheint dabei, dass bei der Wichtigkeit der Blutlinie keine Nachkommen genannt werden. Nicht einmal ihre Existenz. Als ob man tatsächlich deutlich vermitteln wollte, dass Alessia keine Kinder hatte. Noch merkwürdiger wird es, wenn man annimmt, dass der Bund damals auf Alessias Sterbebett (oder im Jahr ihres Todes) geschlossen wurde. Demnach hätte Akatosh wissen müssen, dass es keine Blutlinie geben wird. Ist hier ein tieferer Sinn vergraben? Oder sind es Lücken in der Überlieferung? Oder einfach versehentliche und unachtsame Unzulänglichkeiten von Bethesda?

Möglicherweise versuchen wir vergeblich, für diese losen Enden Erklärungen und Interpretationen zu finden, damit es ein rundes Ganzes ergibt und sich in die bisherige Lore einbetten lässt. Vor allem die Lore-Fans wünschen sich Kontinuität, Konsistenz und Harmonie und suchen deshalb nach Deutungsmöglichkeiten, um gefundene Löcher zu stopfen. Die ganze Geschichte um die göttliche Barriere hat viele Löcher.

Eigentlich dürfte es die Barriere schon lange nicht mehr geben, doch das Spiel lässt es anders erleben. Diese ist angeblich mit dem Tod von Uriel VII. verschwunden. Wie soll man sich das vorstellen? Da sitzt Akatosh, schaut sich das an und sagt: "So, jetzt reichts. Die haben es nicht geschafft, rechtzeitig einen neuen zu krönen. Dafür sollen sie sterben!" - und lässt die Barriere verschwinden. Aber er darf nicht wegschauen, denn jederzeit kann einer wieder die Drachenfeuer anzünden und Akatosh muss springen. Das weiß auch Martin zu erzählen:
"Der einzige Weg, um alle Tore nach Oblivion auf ewig zu verschließen, besteht darin, dass ich die Drachenfeuer im Tempel des Einen wieder entfache."
Warum "auf ewig"? Er meint wohl, bis die Drachenfeuer wieder ausgehen. Akatosh muss sich doch wie ein Hiwi vorkommen. Die ganze Geschichte könnte langsam ins Lächerliche abgleiten und ich vermute, es ist Bethesda auch aufgefallen.

Manchmal könnte man das Gefühl haben, die Entwickler haben folgendermaßen gedacht (was ich natürlich nicht glaube):
[COLOR="Navy"]Wie soll man dieses Flickwerk beenden? Ach egal, ein Feuereffekt auf einem Riesendrachen ist etwas fürs Auge und mehr erwarten die Spieler nicht. Die werden begeistert sein! Den Drachen nennen wir Akatosh - die Spieler haben bestimmt schon von ihm gehört. Und dieser wird dann alles beenden. Dann schaffen wir Fakten und sind fertig: Mehrunes Dagon für immer fort (brauchen wir nämlich nicht mehr), Martin tot (ja wohin sonst mit ihm?), Drache hat gewonnen, ist aber überflüssig (also zu Stein), Drachenfeuer aus, Barriere an. Was? Für Barriere müssen Drachenfeuer an sein? Unsinn![/COLOR]



[COLOR="Navy"]Es soll aber Spieler geben, die sich Gedanken machen und womöglich nachfragen. Für die kann der Drache nicht Akatosh sein, denn er kommt zwar angeflattert, hat aber zuvor den Riesen selbst hereingelassen. Also wird Martin zum Avatar von Akatosh. 3 Fliegen mit einer Klappe! Und die Barriere? Und die Drachenfeuer? Die Feuer braucht keiner mehr, also aus. Überfälle aus Oblivion brauchen wir zukünftig auch nicht mehr, also Barriere an. Erklärung? Ähm... keine Ahnung, das wird jetzt zu kompliziert. Wir lassen einfach Ocato sprechen, dem werden die Spieler glauben:[/COLOR]

Ocato: "Ja. Für immer versiegelt. Mehrunes Dagon und seines Gleichen werden Tamriel nie wieder bedrohen können."

Frage 4: Könnte es sein, dass diese Unklarheiten Absicht sind und wir noch viele Jahre darüber diskutieren sollen?

klarix
(Diesen Beitrag schrieb ich in einem anderen Forum. Da er aber Lore-Unklarheiten behandelt und ich mich nicht wiederholen möchte, übertrug ich ihn auch hierher.)
  01.10.2010, 20:04
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Frage 4: Könnte es sein, dass diese Unklarheiten Absicht sind und wir noch viele Jahre darüber diskutieren sollen?   ;)
Absicht vielleicht nicht, aber ich vermute einfach mal die Autoren wissen selbst nicht mehr so genau was sie irgendwann, irgendwo einmal geschrieben haben. Warum sollte man mit Absicht solche Logikfehler machen? Deswegen macht es für mich keinen Sinn dort so weit ins Detail zu gehen, es ist eben doch alles "nur" Fiktion.  ;)
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  01.10.2010, 20:45
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Weitere kleine Unachtsamkeiten und Logikfehler:
  • In dem Buch "Der Todesstoß für Abernanit" bzw. "Todesschlag von Abernanit" wird die Belagerung und der Fall der Festung Abernanit beschrieben, in der das "Grauen" angebetet wurde. In allen Einzelheiten wird die Erstürmung des Turms über eine steile Treppe beschrieben, wo sich das Böse verschanzt hatte.
    Doch geht man heute dorthin, stellt man erstaunt fest, dass Abernanit nur eine Schmugglerhöhle ist. Keine zerstörten Mauern, keine Burgruine - nur ein Erdloch im Sumpf bei Gnaar Mok.
    Es gibt allerdings im Aschland von Vvardenfell eine alte daedrische Ruine namens Ebernanit. Hier wurde schon immer "das Grauen" angebetet - der Schrein ist Mehrunes Dagon gewidmet. Auch den eingefallenen Turm findet man hier, was die Vermutung zulässt, dass die zwei Ortsnamen Abernanit und Ebernanit beim Game-Design vertauscht wurden. Ein weiteres Beispiel für eine schlechte Zusammenarbeit zwischen Textschreibern und Spielentwicklern.
  • Das "Waffenhandbuch" enthält verwirrende Informationen, als ob es in einem sehr frühen Stadium der Spielentwicklung geschrieben worden wäre.
    Dort wird beispielsweise das Breitschwert als Klingenart erwähnt. Doch wie wir wissen, hat das Breitschwert es nicht von TES III nach TES IV geschafft.
    Außerdem wird dort behauptet:

    Zitat
    Breitschwert, Streitaxt und Kriegshammer erfordern jedoch den Einsatz beider Hände.
    Das entspricht nicht dem Spielprinzip und sollte heißen: Claymore, Kriegsaxt und Kriegshammer.
    Weiter kann man lesen:

    Zitat
    Die Magie in solchen  Gegenständen liegt verborgen, bis man damit einen Gegner trifft. In diesem Moment wird der Zauber aktiviert und fügt dem Ziel zusätzlichen Schaden zu.
    Diese Aussage trifft wiederum nur auf TES IV zu (mit seinen stark eingeschränkten Verzauberungsmöglichkeiten).
  • In dem "Rüstungshandbuch" finden sich weitere Unstimmigkeiten. Dort steht z.B.:

    Zitat
    Die mächtigeren Verzauberungen findet man bei Rüstungsgegenständen aus seltenen Materialien, so wie Ebenerz und Daedrisch.
    Das trifft auf TES IV nicht zu, denn im Gegensatz zu TES III, spielt in TES IV das Material bei Verzauberungen keine Rolle.
    Außerdem wird in dem Buch behauptet:

    Zitat
    Verzauberungen können mittels geheimer Verfahren mit Seelensteinen wieder aufgeladen werden. Je mächtiger die Seele im Stein, desto mehr Magie kann dem Rüstungsgegenstand hinzugefügt werden.
    Auch dies trifft auf TES IV nicht zu, denn im Gegensatz zu TES III, können Rüstungen in TES IV nur mit dauerhaften Verzauberungen belegt werden. Diese sind nicht aufladbar.
    Das "Waffenhandbuch" und das "Rüstungshandbuch" wurden mit TES IV eingeführt, deswegen verwundert es, dass hier die neue (Schmalspur-)Spielmechanik inkorrekt beschrieben wird. Qualitätssicherung hat geschlafen.
  • In dem Buch "Schwere Rüstung reparieren" werden Tipps zum Umgang und Reparatur aufgezählt. U.a. steht da:

    Zitat
    Elfenbein kann nur mit dem Hammer bearbeitet werden, wenn es erhitzt ist.
    Das ist ein ärgerlicher Übersetzungsfehler des Wortes "Ebony". Natürlich ist hier Ebenerz gemeint und über das übliche "Ebenholz" könnte man auch hinwegsehen. Aber wie kommt der Übersetzer auf Elfenbein?
  • In der Quest "Der Einsame Wächter" findet man das Wrack der "Emma May" und darin das Skelett von Grantham Blakeley. Wie lange mögen die Ereignisse von damals zurückliegen? Beim Anblick des angeketteten Skeletts könte man an Jahrhunderte denken. Doch dem Tagebuch kann man entnehmen, dass alles vor gerade mal 12 Jahren stattfand. Schwer zu glauben.
  • Im "Stammbaum von Imbel" sind seltsame Jahreszahlen vermerkt:

    Zitat
    Auszug aus "Stammbaum von Imbel":
    Artan Imbel 1000 - 1057, Sohn von Rosten Imbel
      Heiratete 1031 Gustie Karna
      Beigesetzt in Vardenfell bei Suran
    Faris Zeetl 1030 -1101, Sohn von Artan Imbel
      Unverheiratet
      Ort der Beisetzung unbekannt
    Faren Imbel 1037 - 1056, Sohn von Artan Imbel
    [...]
    Diese Jahreszahlen erinnern eher an das Mittelalter der Erde, nicht an TES.
    Sollte es sich tatsächlich um TES-Jahreszahlen handeln, dann kann es weder die 3. noch die 2. Ära sein. Und wenn es sich um die 1. Ära handelt, wurde diese Liste seit 3200 Jahren nicht mehr erweitert...
klarix
  11.11.2010, 20:44
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Da habe ich mal ne Frage.

Wie korrekt ist eigentlich der Almanach der bei der dt. Collectors Edition von Obi dabei ist?
  13.11.2010, 14:28
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Mensch, es ist ein ganzes Buch voll mit Informationen und TES-Geschichten. Schwierig, die Korrektheit des Gesamtwerks zu beurteilen - frage lieber konkreter.
Ich habe gerade darin geblättert und auf den ersten Seiten sind mir schon die Sternzeichen 'Der Liebhaber' und 'Der Dieb' ins Auge gefallen...

klarix  :|
  13.11.2010, 17:33
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Die dritte Auflage des Tamriel-Almanachs, muss aber als Kanon Lore angesehen werden. Traurig aber wahr. Im Gegensatz zur ersten Auflage ist diese auch merklich mit weniger Propaganda ausgekommen. Also würde ich die Frage jetzt einfach mal so beantworten, dass die Korrektheit gegeben ist, bzw. gegeben werden muss, da es nun einmal ein offizielles Dokument ist, welches im Widerspruch mit anderen Informationen, aber aufgrund des Erscheinungsdatums, als die aktuellere angenommen werden muss.

Sachen wie die Sternzeichen, sind einfach nur Übersetzungsfehler, hat aber mit dem Inhalt bzw. Lore wenig zu tun. Hier sollte man als Vergleich sich einfach die englische Version zu Gemüte ziehen.
  13.11.2010, 19:31
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@klarix
Nein,ich habe keine konkrete Frage und deine Antwort sagt mir auch schon genug ;)
  15.11.2010, 19:27
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Ich möchte hier ein paar Eindrücke, Patzer und Mängel auflisten, die mir während mehrmaliger Lektüre von "The Infernal City" (EV) und "Die Höllenstadt" (DV) aufgefallen sind. Dazu gehören u.a. auch Lore-Fragwürdigkeiten, weswegen ich den Beitrag in diesem Thread poste.

Neben den übersetzten Auffälligkeiten der EV beinhaltet die DV zusätzlich unnötige Schreib- und Übersetzungsfehler. Doch bevor ich zu den Ärgernissen komme, möchte ich die insgesamt gute Arbeit des Übersetzers Andreas Kasprzak anerkennen. Er besitzt die Fähigkeit, die englischen Inhalte mit leichten, verständlichen Sätzen ins Deutsche zu übertragen. Dabei bedient er sich einer Sprache, die erfreulicherweise nicht die Auswüchse der heute üblichen Texte beinhaltet. Er kommt ohne den "Deppenapostroph" aus und kennt den Unterschied zwischen "to realize" und "realisieren". Es "macht" nicht, sondern "ergibt" Sinn in seinen Texten. Außerdem hat sich Andreas Kasprzak mit dem Thema TES soweit beschäftigt, dass er viele Eigennamen korrekt auf deutsch wiedergibt, wie z.B. Krempen, Kleinmottien oder Himmelsrand (meistens).

Kleine Schreibfehler schleichen sich immer ein und wegen der Vollständigkeit möchte ich auch diese hier erwähnen:

"die die" -> Doppelwort, S32
"Dochj" -> Tippfehler, S39
"Frischshce" -> "Frische" - Tippfehler, S41
"wWeder" -> Tippfehler, S45
"Flutmöglichkeit" -> "Fluchtmöglichkeit" - Wort falsch, S53
"Wemreddel" -> "Wemreddle" - Tippfehler, S84
"Grim" -> "Glim" - Tippfehler, 2x S100
"Ich verstehe nicht?" -> das sollte keine Frage sein, S101
"Ooral" -> "Oorol" - Tippfehler, S109
"denm" -> "dem" - Tippfehler, S115
"so dasssodass" -> "so dass" Doppelwort/Korrekturfehler, S115,212,239,300,301
"hatte hatte" -> Doppelwort, S117
"wir wir" -> Doppelwort, S139
"Qijnie" -> "Qijne" - Tippfehler, S142
"Shawwa" -> "Sharwa" - Tippfehler, S162
"als es" -> "als er es" - Wort vergessen, S164
"Megagastrologie" -> "Metagastrologie" - Tippfehler, S179
"ob sie das Slyrs Worte" -> "ob sie Slyrs Worte" - Wort zuviel, S179
"mich Euch" -> "mit Euch" - Wort falsch, S181
"ein Bild" -> "sein Bild" - Tippfehler, 181
"gegend" -> "Gegend" - Großschreibung, S197
"Schlange von etwa zwanzig Leute" -> Dativ, also "Leuten", S203
"durch den sie gekommen waren" -> sollte "wir" heißen, S235
"Dvaonreitenden" -> "Davonreitenden" - Buchstabendreher, S245
"ein verdammte Narr" -> "verdammter" - Tippfehler, S249
"wir werden uns dafür bestrafen" -> "sie werden" - falsches Wort, S259
"die Vorratsraum" -> "den" - falscher Artikel, S279
"Rashada" -> "Radhasa" - Name falsch, S297

Schreibfehler sind mir auch im Original aufgefallen, aber die meisten Leser werden sich an diesen Kleinigkeiten nicht stören. Es ist jedoch bemerkenswert, dass solche Fehler mit den heutigen elektronischen Rechtsschreibkorrekturen nicht behoben werden konnten. Es gibt nun mal kein "dochj" oder "denm" in der deutschen Sprache.


Darüber hinaus sind mir ein paar Begriffe und Wendungen aufgefallen, die ich Stilfehler nennen würde:
  • "Dad", S33 - unnötiger Anglizismus.
  • "Nun,..." S78,80,83,88,123,125,129,130,132, 134,137,141,157,175,176,180,181,239,241,275,284
    Ich meine hier nicht "Nun ja" oder "Nun denn", sondern gewöhnliche Satzanfänge, die nach englischem Vorbild mit "Nun, " verziert wurden. So spricht kein Mensch, außer in eingedeutschten Ami-TV-Serien.
  • "Sex", S113,225 - (auch EV) Begriff klingt zu modern und dadurch etwas unpassend für die TES-Welt, obwohl er schon in älteren Texten vereinzelt vorkam. Größtenteils jedoch wurde der Geschlechtsverkehr bisher sprachlich passend beschrieben.
  • "Ayleiden-Elfen", S135 (auch EV) - doppelt gemoppelt, wie Dunmer-Elfen
  • "I think I can make a metagastrologic." (EV S131) das Wort ist ein Adjektiv, wird aber wie ein Substantiv benutzt, der auch vom Satzbau her erwartet wird. Von daher ergibt schon der englische Satz wenig Sinn. Andreas Kasprzak versucht es korrekterweise mit einem Substantiv zu übersetzen ("Metagastrologie" (DV S144,146)), was aber jetzt von der Bedeutung her unglücklich ausfällt. Die Endung Logie beschreibt nämlich keinen Zustand (wie im Buch beabsichtigt), bei dem die besondere Wirkung von Annaïgs Speisen einsetzt, sondern eine Lehre oder Wissenschaft. Unterm Strich: Ungeschickter Begriff, fragwürdige Nutzung
    (Ein native speaker hat diese Ansicht bestätigt)
  • "vertrau mir", S201 - sollte "vertraut mir" heißen, wie bisher immer. Die Anrede in 2. Person Plural bei manchen Personengruppen ist eine Besonderheit in der DV und meines Wissens nur an dieser einen Stelle vergessen worden.
  • "Revolution", S259 - (auch EV) Begriff zu modern. Auf der Erde als gewaltsamer politischer Umsturz erst ab 18. Jahrhundert gebräuchlich. "Revolution" kommt vereinzelt auch in älteren TES-Texten vor, doch die Chance einer sprachlich passenden Umschreibung wurde hier wieder vertan.

Es gibt auch Übersetzungsfehler (in Zweifelsfällen habe ich bei native speakers nachgefragt):
  • "Ne-Quin-alian" -> "Ne-Quin-artig" (S8 oben): Übersetzt in Unkenntnis des Ursprungswortes "Ne Quin-al" (ehem. Hauptstadt von Anequina). Es sollte wie Hungarian verstanden werden, also "aus Ne Quin-al" oder "Ne-Quin-aler"
  • Das Pantheon der Acht, später Neun Göttlichen ist stark verwurzelt in der TES-Welt und wurde zu einem festen Begriff. Deswegen wirken andere Bezeichnungen oder 1:1 Übersetzungen zumindest ungewöhnlich.
    "By the gods" -> "Bei allen Himmlischen" (S8 Mitte): noch nie in TES-Texten vorgekommen. Gewöhnlich wird verwendet "Bei den Göttern", "Bei den Göttlichen"
  • "Divines" -> "Geistliche" (S20)
  • "thank the Divines" -> "den Himmlischen sei Dank", S116,246
  • "Divines" -> "Bei allen Himmlischen", S120, aber "Göttliche" S162,227,294
  • "the prince's touch" -> "die Berührung des Prinzen" (S10): Azura ist weiblich
  • "the prince" -> "der Prinz" (S10): Azura ist weiblich
  • "my Prince" -> "mein Prinz" (S11): Azura ist weiblich
  • "'Azura' - one of the daedric princes" -> "'Azura' - der Name einer der daedrischen Prinzen" (S184): Unsicherheit, ob m oder w ;) (Gottheiten wäre ok)
    aber dann hat sich Herr Kasprzak für die Weiblichkeit entschieden:
  • "Prince Azura" -> "Prinzessin Azura" (S282) + "sie, ihr, ihre, ihrem"
    Schade, dass die ersten Seiten nicht entsprechend korrigiert wurden.
  • "ebon" -> "ebenholzfarben" (S15): ebenerzfarben
  • "Festering Jewel" -> "das Brandige Herz" (S15): nicht übersetzt, denn "das brandige Herz" (DV S18) ist "gangrenous heart" (EV S14)
  • "Merithic era" -> "Merithic-Ära" (S25) und "merithische Ära" (S169): üblicherweise Meretische Ära, seltener: Merethisch
  • "Skyrim" -> "Skyrim" (S26): Himmelsrand, wie auf S215
  • "Weye" -> "Weyhe" (S27): Name unnötig geändert. Auch der deutsche Name ist Weye.
  • "lady's mantel seed" -> "Mandelsamen" (S33): sollte Frauenmantelsamen heißen
  • "all of the people" -> "alle Völker" (S38): nur Argonier sind gemeint, also eher 'das ganze Volk', 'die ganze Nation', 'alle Landsleute'
  • "venin-bat" -> "Veninfledermaus" (S51): Giftfledermaus
  • "ampher venin" -> "Ampfervenin" (S275): Ampfergift
  • "Merish" -> "Merish" (S74): nicht übersetzt. Sollte Meretisch heißen, oder zumindest Merisch
  • "brass" -> "Kupfer" (S41,47): Messing ist gemeint, wie auf S239
  • "iron" -> "Kupfer" (S83): Eisen ist gemeint
  • "tartan pattern" -> "Schottenmuster" (S87): korrekte Übersetzung, aber das Wort ist in der TES-Welt fehl am Platz
  • "parser" -> "Parser" (S91,186,240): in einer Küche eher Prüf-, Test-, Sieb-, Kontroll-Gerät zum Inspizieren, Aussieben, Zerlegen oder Überwachen.
    Besser gelöst: "to parse" -> "zermahlen" (S91)
  • "Manor" -> "Manor" (S108): nicht übersetzt. In bisherigen TES-Texten: (Herren)Haus, Gut, Festung. In diesem Fall (des niederen Fürsten Ghol) wäre es vielleicht ein Anwesen.
  • "hedgehog" -> "Igel" (S110): Vermutlich ist aber ein Stachelschwein gemeint
  • "rods" -> "Algen" (S124): eher Halme, Stiele oder Stängel, aber nicht Algen
  • "Sardavar Leed" -> "Sardavar Leed" (S135): Deutscher Name: "Sardavar Lihd"
  • "West Weald" -> "Westebenen" (S138,157): unnötige Vervielfachung - die Region heißt "Die Westebene"
  • "viper" -> "Otter" (S143): halbe Seite später ist es "Mondnatter", weiter auf S145 ist es "Natter". Also ist "Otter" hier falsch.
  • "Ayleids" -> "Ayleids" (S144): nicht übersetzt, korrekt: Ayleïden
  • "ethereat" (2xS132) -> "ätheretrisch" (S144): Wenn das eine neue Wortkreation ist, dann könnte die Übersetzung passen. Es könnte aber auch ein Schreibfehler sein ('ethereal'), dann wäre es 'ätherisch' oder 'himmlisch'.
  • "Abgesehen von Radhasa waren da noch eine andere Bretonin,[...]" -> "andere" deutet auch auf Radhasas Rasse hin, die jedoch Rothwardonin ist (EV ist ok, ohne "andere"), S156
  • "Riverhold" -> "Flussrand" (S157,158): sollte Stromfeste heißen
  • "Water's Edge" -> "Flussrand" (S244x3,298): sollte Staade heißen
  • "The face of the woman he'd failed." -> "Das war das Gesicht der Frau, die er getäuscht hatte." (S182): Die Übersetzung ist nicht korrekt. Es sollte heißen: "die er vermisst hatte."
  • "short-grass" -> "wenige Zentimeter hohem Gras" (S191): unnötige 'Vererdlichung' (weitere siehe unten)
  • "cravats" -> "Krawatten" (S192): wohl eher Halstücher
  • "Where are my manners?" -> "Wo sind deine Manieren?" (S193): Sinnverdrehung durch falsche Übersetzung (sollte "meine" heißen)
  • "You also have manners" -> "Dann hast du also doch Manieren" (S193): Folge der vorherigen Sinnverdrehung (sollte "Du hast auch Manieren" heißen)
  • "Winged twilight" -> "Geflügeltes Zwielicht" (S241): gemeint ist der Flederschatten
  • "Inner Sea" -> "Innere See" (S288,289): Unüblich. In früheren Texten wird vereinzelt 'Das Innere Meer' benutzt, aber in 90% der Fälle: 'Langes Meer'
  • "Foaming Flask" -> "Schäumende Flasche" (S291): Die Taverne heißt "Zum Schäumenden Flachmann"
  • "Now you're full of sliwv." -> "Jetzt bist Du voller Sliwv." (S142): Scheint eine Wortschöpfung zu sein. Vielleicht richtig, es nicht zu übersetzen (Sinn: "voller Leben")
  • "Sweetwater" -> "Süßwasser" (S150): Wenn man annimmt, dass Sweetwater aus dem Sweetwater camp entstanden ist, dann sollte die Übersetzung lauten: Seewasser

Logikfehler (EV+DV):
  • S79: "Von den vier unteren Gruben hat die Kropfgrube den kräftigsten Geruch."
    dann waren sie an der Kropfgrube und es heißt jetzt:
    S85: "...und vier weitere Gruben" - als ob es insgesamt fünf untere Gruben geben würde
  • S83: "fünf verschiedene Öffnungen" + S85: "Fünf Küchen...", aber
    S84: "deutete der Reihe nach auf jedes der Löcher." (und zählt nur 4 auf) "Aghey, Qijne, Lodenpie, Fexxel."
  • S159: Attrebus badet nackt im Bach, stürzt (nackt) aus dem Wasser, kämpft (nackt) einige Runden mit Radhasa
    S160-165: diskutiert (nackt) mit Radhasa, beobachtet (anscheinend immer noch nackt) Suls Kampf, redet mit Sul
    S166: erst jetzt holt er seine Habseligkeiten.
  • Hier geht es um die Anzahl der Entführer von Attrebus:
    S164: Sul sagt: "noch zwei übrig", aber es sind noch drei: Tsani, Ma-fwath und J'yas
    S165: "Diese vier hier", aber es waren 3 HIER: Radhasa, Urmuk und Sharwa (EV: keine Zahl, also ok)
    S165: "einer der beiden, die noch fehlen", aber es fehlen noch drei. (EV: "One of those two" - ok)
  • S261: Sie landeten in Hircines Reich und waren "im dichtesten Wald, den Attrebus je gesehen hatte" (deepest forest). Aber...
    S262,263: ...ohne sich von der Stelle zu rühren und nach ein paar Gesprächen betrachtete Sul den "eigentümlich lichten Wald" (clear forest)

Lorefehler (EV+DV):
  • Ganz allgemein: Bretonen haben bekanntlich eine angeborene, natürliche Affinität zur Magie. Diese immanente arkane Begabung wird bei Annaïg mit keinem Wort erwähnt. Vielmehr wird sie wie eine Kaiserliche mit einem Alchemie-Tick dargestellt. Bei vielen beschriebenen Gelegenheiten hätte sie ein kleiner Zauber weiter gebracht.
  • S44: Hecua zu Annaïg: "Aber ich habe noch nie in meinem Leben von der Formel für eine Rezeptur gehört, die jemanden fliegen lassen kann."
    Falls das nicht einfach nur Hecuas Unwissen ist: Levitationstränke konnte man noch vor vier Jahrzehnten in Morrowind kaufen und selbst brauen.
  • S44: Annaïg: "Ich habe gehört, dass Lazarum von der Synode einen Weg gefunden hat zu fliegen."
    Allgemeine Info? Oder Unwissen? Levitationszauber sind in früheren TES-Spielen bekannt gewesen. Die Anwendung dieses Zaubers ist auch in der Literatur überliefert worden. Annaïg soll angeblich belesen sein.
  • Wo liegt Kleinmottien? Alle Karten zeigen, dass die Stadt auf einer Insel im äußersten Südosten von Schwarzmarsch liegt. Doch wo genau auf dieser Insel? Ein Teil der Karten zeigt die Stadt in der Inselmitte, auf anderen Karten liegt sie an der Nordküste. Im Roman wird ausführlich der Hafen beschrieben, also liegt Kleinmottion an der Küste. Die folgende Beschreibung suggeriert jedoch, dass die Stadt an der Südküste liegt:
    S41: "[Urvwen] ließ den Blick über die Menge und an den bunten Masten der Schiffe vorbei nach Süden schweifen, dahin, wo die Bucht in das weite Meer überging."
    Wenn er vom Hafen aus nach Süden schaut und das Meer sieht, müssten alle bisherigen Karten falsch sein. Doch es gibt weitere Hinweise:
    S68: Annaïg und Mere-Glim sind bereits auf Umbriel und fliegen nordwärts. "Schließlich erreichten sie die Reisplantagen südlich von Kleinmottien[...]"
    S232: Attrebus: "Es [Umbriel] hat fast einen Tag gebraucht, um die Entfernung von der Südküste der Schwarzmarsch nach Kleinmottien hinter sich zu bringen, die Annaïg zufolge ungefähr fünfzehn Meilen beträgt."
    Kleinmottien liegt also nicht an der Südküste. Die Beschreibung auf S41 dürfte also falsch sein.
  • S134: "[...]Gelbe Straße in Richtung Südosten, bis wir auf den Silberfisch-Fluss stoßen. Dann geht es über Land weiter, denn dort gibt es keine Wege mehr[...]"
    Es gab aber genau dort einen Weg, wie man im Argonischen Bericht I nachlesen kann. Dieser Weg führte Decumus Scotti bis zur Grenze.
    Parallel zu diesem führt weiter nördlich ein Weg nach Osten. Diesen kann man sogar in TES IV von der Gelben Straße bis Malada benutzen. In TES I geht er noch weiter nach Süd-Morrowind und gabelt sich dann nach NO und S.
  • S135,144: "Ayleids" / "Ayleiden" - Schreibweise mit ï. Der Buchstabe ist bekannt: Annaïg
  • S138: "Niben Valley" / "Niben-Tal" - die Region/Landschaft heißt Nibenay Valley / Nibenay-Tal, wie auf S201 (DV)
  • Suls Verweildauer in Oblivion:
    S10: "[...]alles daran roch nach Oblivion. Nachdem er dort zwanzig Jahre zugebracht hatte, kannte er diesen Geruch nur zu gut."
    Aber
    S235: "[...]nach Oblivion geschleudert. Für die nächsten achtunddreißig Jahre."
  • S254, 1. Absatz: Vermutung liegt nahe, dass der Autor Morrowind mit Vvardenfell gleichsetzt. Es liest sich so, als ob Morrowind nur aus Aschland bestünde. Das ist auch nach dem Vulkanausbruch kaum anzunehmen, wenn Solstheim und Ost-Cyrodiil verschont wurden.
  • S287: Ilzheven erinnert sich an das gemeinsame Haus in einem Bambuswäldchen, wo Larkinge sangen. Aber auf Vvardenfell gab es weder das eine noch das andere (ich weiß es, denn ich war zu dieser Zeit dort ;))
  • S289: "islands" / "Inseln": Solstheim ist gemeint. Das ist aber nur eine Insel.


Ein ärgerlicher Punkt ist die fortschreitende "Vererdlichung", also die hemmungslose Verpflanzung von Dingen aus unserem täglichen Leben in die TES-Welt.
Viele haben sich in Foren aufgeregt über die optisch gut umgesetzten, aber doch gewöhnlichen und fantasielosen TES IV-Landschaften. Oft las ich: "Wenn ich einen Wald sehen will, gehe ich aus dem Haus! Da brauche ich kein TES-Game dafür.". Auch Sachen aus Omas Küche und Garten und bekannte Erd-Tiere finden sich in der Welt von TES IV: Apfel, Birne, Orange, Mais, Pfeilwurz, Wassermelone, Rindfleisch, Brombeere, Erdbeere, Karotte, Käse, Mehl, Knoblauch, Ginkgo, Ginseng, Weinrebe, Weintrauben, Schinken, Lauch, Salat, Tomate, Zwiebel, Kürbis, Rettich, Tabak, Esche, Steinpilz, Flachs, Prunkwinde, Kannenpflanze, Primel, Tigerlilie, Wasserhyazinthe, Zinnoberschwamm, Speitäubling, Rötling, Frauenmantel, Aloe Vera, Wurmholz, Wiesenschaumkraut, Natternkopf, Akelei, Eisenhut, Tollkirsche, Lotus, Fenchel, Minze, Pfingstrose, Lavendel, Maiglöckchen, Johanniskraut, Seetang, Alocasia, Fliegenpilz, Bergamotte, Fingerhut, Hammel, Hirsch, Hund (als Haustier), Schaf, Berglöwe, Wildschwein und Wolf. Alles typisch für die Erde.

Mods wurden belächelt, die zusätzlich Hühner und Kühe auf die Höfe von Vvardenfell oder Cyrodiil brachten. Denn für die meisten Spieler war da die Grenze erreicht. Schon alleine bei Apfel oder einem Hirsch wäre es ein fast unmöglicher Zufall, dass sich auf einem anderen Planeten in einer anderen Welt exakt die gleichen Pflanzen und Lebewesen entwickeln. Natürlich ist es eine Fantasie-Welt, in der alles möglich ist. Nur... wo ist denn die Fantasie geblieben?

"The Infernal City" geht hier noch einen Schritt weiter und führt völlig neue, originelle und atemberaubende Pflanzen und Tiere ein: Ingwer, Anis, Koriander, Zimt, Kardamom, Safran, Gerste, Geißblatt, Wacholder, Pappeln, Zypressen, Tamarisken, Olivenbäume, Palmen, Bambus, Eukalyptus, Hahn, Hennen, Sperling, Habicht, Stinktier, Gecko, Skorpione, Ochsen, Austern, Flunder, Wal, Delfin, Tausendfüßler, Glühwürmchen, Antilopen, Quallen und Haie.
Aber auch Viktualien und andere fantastische Dinge wie Schokolade, Kokosmilch, Erdnüsse, Datteln, Lakritz, Gänseeier, Kirschen, Limonen, Pflaumen, Nudeln, Chilischoten, Essigfleisch, Granat, Basalt, Stecknadelkopf, Gelbsucht, Vitriol und Porzellan werden "importiert".

Fehlt noch Cola und Pommes, aber es kommt noch ein zweiter Teil des Romans...  :rolleyes:

Auch die Chance auf Einführung TES-spezifischer Längen- und Gewichtseinheiten oder Benutzung bereits vorhandener (Pertan, Angaid) wurde vertan:

"pounds" / "Pfund" (S203,204)
"miles" / "Meilen" (S157,227,232,233,308)

Andreas Kasprzak erbarmte sich aber auch und rechnete wenigstens um:

"twenty miles" / "dreißig Kilometer" (S41,44)
"mile, inches" / "Kilometer, Zentimeter" (S47,59)
"ten feet" / "drei Meter" (S63,65,127,128,266)
"two feet" / "siebzig Zentimeter" (S218)


Eines bleibt noch zu beleuchten: Der Grundgedanke, die Leitgeschichte des Romans.
Spoiler
Kurz gesagt: Der mächtige Umbra befürchtete, von Clavicus Vile wieder in seinem Schwert gefangen zu werden und schleuderte es nach Mundus. Jetzt ist Vuhon mit Umbriel nach Nirn gekommen, um das Schwert zu holen. Sul will das verhindern.
Die Motive von Vuhon und Sul und der Verbleib des Kriegers Umbra und des Schwertes werden wohl im zweiten Teil geklärt. Aber schaut man sich die Geschichte genauer an, wird ein großes Problem sichtbar: Der Roman ignoriert die bisherige Lore.

Was bisher über Umbra überliefert wurde, ist folgendes:
  • Ein besonders starkes Schwert, das die Seele des mächtigen Kriegers Umbra enthält. Diese Seele beeinflusst und verändert den Träger und wird nicht entladen. Darüber hinaus ist das Schwert mit Seelenfalle verzaubert, wofür Aufladungen mit zusätzlichen Seelen nötig sind (Die Spielmechanik unterstützt die Beeinflussung des Spielers nicht)
  • Vor langer Zeit "besprach" die Hexe Naenra Waerr das Schwert (ob es damals schon Umbra hieß, ob es jemandem gehörte oder wer es dann an sich nahm, ist unbekannt. Vermutlich verzauberte Naenra das Schwert mit Seelenfalle, denn der Krieger Umbra soll von Clavicus Vile persönlich im Schwert eingeschlossen worden sein.)
  • Irgendwann im Jahre 3Ä 427 trug ein Ork das Schwert auf Vvardenfell (woher und seit wann er das Schwert hatte, ist unbekannt. Allerdings war seinen Worten zu entnehmen, dass er es schon einen Teil seines Lebens bei sich trug. Er sprach von einem Fluch, dass ihn niemand besiegen könnte - vielleicht ein Hinweis auf den Einfluss der Umbra-Seele)
  • Im Jahr 3Ä 433 (und den Jahren davor) trug die Waldelfe Lenwin das Schwert in Cyrodiil (zu dieser Zeit war die Seele von Umbra zweifelsohne im Schwert gefangen, denn Irroke weiß von den Veränderungen an Lenwin zu erzählen. Auch Clavicus selbst sagt "In ihm lebt die Seele von Umbra, einem Helden, mit dem ich in der Vergangenheit zu tun hatte." und "Ein erbärmliches Schwert mit einer erbärmlichen Seele".)
Der Roman ignoriert das und erzählt, dass bis ca. 3Ä 430 das Schwert in Oblivion bei Umbra war, danach auf Nirn. Wie kann das sein, wenn es Jahre davor schon von dem Ork in Tamriel getragen wurde?
Trotz des unterschiedlichen Aussehens (Unachtsamkeit von Bethesda) ist das Schwert des Orks und von Lenwin das gleiche. Es trägt den gleichen Namen, hat vergleichbare Verzauberung und korrumpiert den Träger auf gleiche Weise. Doch ist es auch das Schwert aus dem Roman? Offenbar ja. Die Verbindung von bisheriger Lore mit dem Roman ist die Daedra-Quest von Clavicus Vile. Sowohl in der Quest, als auch im Roman will Clavicus das Schwert haben. Und sowohl in der Quest als auch im Roman hat Clavicus mit dem Krieger Umbra noch eine Rechnung offen.
Doch im Roman wird die Existenz des Orks ignoriert. Es wird auch außer Acht gelassen, dass das von Clavicus, Umbra, Vuhon und Sul gesuchte Schwert bereits von Lenwin gefunden UND vom Helden von Kvatch an Clavicus übergeben wurde (auch wenn manche Spieler das nicht taten). Kontinuität und konsistente Lore sieht anders aus.

Aber vielleicht kannte Greg Keyes diese Lore nicht. Überhaupt hatte ich bei der Lektüre das Gefühl, dass der Roman sich an nur zwei Sachen aufhängt:
  • der Clavicus Vile Quest, aus der der Autor die offene Rechnung mit Umbra aufgreift und
  • der übermäßigen Lektüre der Obskuren Texte der Imperial Library (die nicht die offizielle Lore wiedergeben)
Der zweite Punkt wird an zwei Stellen im Roman deutlich und es ist zu befürchten, dass all die Fantastereien der IL-Forumuser die Grundlage der ganzen Geschichte bilden. Das ist sehr schade, denn die TES-Lore brauchte bisher solchen User-Input nicht und war in sich einigermaßen rund und stimmig. Ich hoffe sehr, dass der Einfluss der Obskuren Texte auf den Roman ein K.O.-Kriterium für die Aufnahme in die TES-Lore darstellt und wir nicht irgendwann tatsächlich von Akatoshs Raumschiff und seiner Landung auf Nirn lesen müssen.

Für mich persönlich darf der Roman aus 4 Gründen nicht zu Lore gehören:
  • Zerstörung von Morrowind und damit der Kultur, Geschichte und der historischen Bauwerke der Chimer/Dunmer und Dwemer.
  • Die Abschaffung der Magiergilde, einer der bedeutendsten und einflussreichsten Vereinigungen in der Geschichte Tamriels.
  • Nichtbeachtung der Lore und damit des Wissens langjähriger Spieler. Der Roman verfolgt einen Faden und ignoriert links und rechts das Land, seine Geschichte und Bedeutung.
  • Stattdessen werden absonderliche Ideen und bizarre Gedankenergüsse aufgegriffen, die die bisherige Lore umkrempeln, umgestalten und transformieren.
Aber vielleicht sollte ich mir keine Sorgen machen und alles ist nur ein Traum, aus dem Annaïg zum Ende des zweiten Teils aufwachen wird
Alles wird gut *streichel*
klarix
  25.11.2010, 22:35
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Wow, mein erster Eindruck ist: Hast du zu wenig zu tun? :D

Auf den zweiten Blick wirkt die deutsche Übersetztung ziemlich fehlerhaft. Fallen die Fehler tatsächlich so stark auf?

.. zum letzten Teil: Ich finde deine 2 erstgenannten Gründe nicht ganz so gravierend wie die 2 danach. Denn im Grunde können solche Dinge wirklich in der Welt von TES passieren. Vor allem der erste Punkt wirkte beim Lesen recht schlüssig.
Kannst du mir nochmal (wenn du schon so viele Notizen gemacht hast :P) die Stellen verraten, wo gesagt wird, dass die Magiergilde aufgelöst wird?
1. Die Null finden.
2. Die Eins kompliziert schreiben.
3. Taylorentwickeln.
  25.11.2010, 23:12
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Seite 45, mittlerer Abschnitt.

Zerstörung von Morrowind: Nur weil es schlüssig beschrieben werden kann, muss es doch nicht passieren. Morrowind hat die TES-Welt geprägt und ist nicht wegzudenken mit seinen "anfassbaren" Zeugnissen der Nirn-Geschichte.
Mit Morrowind würden auch die letzten Belege der Dwemer-Existenz verloren gehen.

klarix  :|
  25.11.2010, 23:34
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Wobei die Magiergilde schon beinahe seit ihrer Gründung einen Pfad einschlug, den ihr Gründer Galerion missbilligte. Sehen wir uns die Magiergilde in Morrowind an, Trebonius Artorius an der Spitze, ein Skattelkopf und Vollidiot. Die Magier in Cyrodiil, inkompetent und zerstritten. Traven ist durch seine Reform dafür verantwortlich, dass die Cyrodiilsche Magiergilde stark geschwächt und seiner (Toten)Beschwörer-Mitglieder beraubt wurde. Mehr noch, die sogenannten "Beschwörer", die heimtückisch in Ruinen hausen und Daedra beschwören und zu allem Überfluss noch die Kutten der Magiergilde tragen, werden wohl auch ehemalige Mitglieder sein, die nicht mher erwünscht waren.

Die Magiergilde war eine erstaunliche Vereinigung, die enormes Wissen angehäuft hat, aber die Größe dieser Organisation, die mangelnde Durchlässigkeit und Durchschaubarkeit und die allumfassende Bürokratie, deren Zahlen vor dem gesunden Menschenverstand gehen, haben ein handlungsunfähiges Monster daraus gemacht. Darum ist es mir nicht schade.
  26.11.2010, 01:07
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Also was mich betrifft, ich kann mich bis heute noch nicht entscheiden, ob ich das Buch (nur auf Deutsch gelesen) verdammen oder genial finden soll. Ich bezeichne es einfach mal als SEHR FREIE INTERPRETATION, wobei mich am meisten gestört hat, dass die Handlungsstränge Annaig/Prinz und "Inspektor irgendwas" (hab den Namen vergessen) bisher zusammenhanglos nebeneinander her laufen.
Die ganzen Tipp- und Übersetzungsfehler sind einfach nur ärgerlich.

Greg Keyes hat hier etwas versucht, das mMn lieber ein eigenständiges Werk bleiben sollte. Für mich ist der Autor ohnehin im Star-Wars-Imperium besser aufgehoben.

Und Fadomai sagte: „Wenn Nirni ihre Kinder trägt, dann nimm eines davon und verwandle es.
Mach die schnellsten, klügsten und schönsten menschenähnlichen Wesen aus ihm und nenne sie Khajiit.“
  26.11.2010, 07:14
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Zitat
Original von Helios IV
Sehen wir uns die Magiergilde in Morrowind an, Trebonius Artorius an der Spitze, ein Skattelkopf und Vollidiot. Die Magier in Cyrodiil, inkompetent und zerstritten.
Das sehe ich auch so. Doch bringt nicht gerade das die Würze ins Spiel? Die manchmal undurchsichtigen Motive von Ranis Athrys, die Eigennützigkeit von Edwinna Elbert, die ominösen Praktiken und zwielichtigen Neigungen von Sirilonwe - all das bringt Tiefe ins Spiel. Trotz der internen und hausgemachten Probleme der Magiergilde, bleibt die edle und stolze Carahil in Erinnerung. Auch Dagails Tiefsinnigkeit, Tar-Meenas Mehrdeutigkeit und die einnehmenden Schwächen von Teekeeus und Jeanne Frasoric bringen Farbe und Abwechslung.
Deswegen liegt mir die Magiergilde am Herzen und ich möchte sie in den nächsten TES-Teilen nicht missen. Das ist aber - wie im letzten Abschnitt meiner Roman-Kritik erwähnt - meine persönliche Meinung  :)

klarix
  26.11.2010, 10:26
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Zitat
Auf den zweiten Blick wirkt die deutsche Übersetztung ziemlich fehlerhaft. Fallen die Fehler tatsächlich so stark auf?
Die Tippfehler tun fast schon weh beim lesen, als ob das Buch niemand gelsen hätte bevor es gedruckt wurde. Manchmal wurden in ganzen Sätzen die Leerzeichen zwischen den Wörtern vergessen.
In life, I have no religion,
Beside, the heavy metal Gods!
  26.11.2010, 15:41
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MMn. hat ein Nicht-TES-Kenner keinen TES-Roman zu schreiben. Das wäre, als würde ich eine Biographie über Chinas "Präsidenten" schreiben.:spinner: Pure Geldmache.

Rechtschreib- und Grammatikfehler sind noch zu verzeihen, sofern sie in einer zweiten, dritten, vierten oder sonstwas Auflage beseitigt werden.

Um die MG ist es nicht schade. Sofern sich dieses "Ding" überhaupt als Gilde bezeichnen darf. Klar, in MW wurde sie klasse umgesetzt, aber nach Obl verdient sie ihre Existenz nicht mehr.
Die Umbra-Angelegenheit dürfte kaum verwunderlich sein. Dasselbe wie bei den anderen TES-Artefakten.


Zitat
Zerstörung von Morrowind und damit der Kultur, Geschichte und der historischen Bauwerke der Chimer/Dunmer und Dwemer.

Es ist allerhöchstens um die Dwemer schade (Die mochte ich noch sehr, Beths größtes Werk neben den Argoniern:P ) aber die Dunmer haben es verdient zu sterben. Selbst schuld sag' ich da nur.:lachen:

Und warum sollte das nicht zur Lore zählen?
Die Oblivionkrise hat ganze Städte und Landstriche verwüstet -> Zählt zur Lore.
Das Kaiserreich beherscht fast ganz Tamriel -> Zählt zur Lore.
Yokuda ist versunken, Atmora ist zu Eis erstarrt -> Zählt zur Lore.
Weshalb sollte dann der erste TES-Roman, so verworren er auch sein mag, nichts zur Lore beitragen?:sleepy:


L.G. Wulfgar
:wayne:?
  26.11.2010, 15:49
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Aufregung braucht es noch nicht geben - das Werk ist noch lange nicht Lore - wurde ja auch nicht als derartiges bestätigt. Die fehlerhafte Übersetzung ist nunmal so wie sie ist - war ja abzusehen. Die Bestrebung sich mit der Community aber in Verbindung zu setzen, nach dem Roman, gibt ein positives Zeichen, welches wir nicht vergessen sollten! Um die Magiergilde tut es mir gar nicht leid, es steht einer Neugründung ja nichts im Weg. Veränderungen gehören nunmal zur Welt - selbige mit Morrowind. Die Dwemer waren nicht nur in Morrowind heimig - nicht vergessen. Also wird es auch weiterhin - wenn es denn als Canon angesehen wird - nicht das Ende der Dwemer sein.

Abwarten und Tee trinken - etwas Abwechslung tut Nirn/Mundus gut - wird ja nicht umsonst als Arena bezeichnet ;)
  26.11.2010, 19:15
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  • Tamriel-Almanach - Das TES Lore-Kompendium


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Zitat
Original von Deepfighter
Die Dwemer waren nicht nur in Morrowind heimig - nicht vergessen.
Wie könnte ich das vergessen... In vielen Gesprächen in Morrowind wurde das behauptet, wie z.B.:
"Die Ruinen des untergegangenen dwemerischen Volkes finden sich in ganz Tamriel."
oder
"Abenteurer riskieren ihr Leben, um diese reich verzierten schweren Waffen aus den Zwergenruinen, die über ganz Tamriel verstreut sind, zu bergen."

Der Historiker Hasphat Antabolis erzählte: "Zwergenruinen sind über ganz Tamriel verstreut,[...]"
Und der letzt Dwemer Yagrum Bagarn erinnerte sich: "Ich verließ den Roten Berg und durchstreifte jahrelang unsere verlassenen Kolonien in Tamriel auf der Suche nach Überlebenden oder Erklärungen."

Du kannst Dir meine Enttäuschung vorstellen, als ich im ganzen Cyrodiil keine einzige Dwemer-Ruine fand. Eine weitere Lore-Inkonsistenz.

klarix  :|
  28.11.2010, 17:41
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