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Thema: Kreativismus  (Gelesen 9460 mal)

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... ist das Gegenstück zur Evolutions-Theorie. Kreativisten glauben, die Erde sei durch Gottes Hand entstanden, genauso wie es in der Bibel beschrieben wird. Man glaubt an einen "kreativen" Schöpfer der die Welt, die Menschen und eben alles erschaffen hat, und das ohne wissenschaftliche Grundlage oder Beweise, das die Wissenschaft heute genügend Beweise gesammelt hat, die sicherstellen das das Leben definitiv NICHT in sieben Tagen wie in der Bibel erschaffen wurde sondern sich in Jahrmillionen durch Evolution (Weiterentwicklung) bildete, diese Beweise werden doch völlig ignoriert, warum diese Beweise keine gültigkeit haben, wird nicht erklärt.

Das geht sogar soweit, das in amerikanischen Schulen es größtenteils nicht erlaubt ist, die Evolutions-Theorie zu unterrichten.
Statdessen werden den Kindern im Religionsunterricht Feinbilder von einem Gott eingeredet, so baut sich von Anfang ein ein falsches Weltbild auf.

Die Kreativisten berufen sich dabei darauf, das die Vorgänge im menschlichen Körper als so komplex angesehen werden das sie nur von einem intelligenten Schöpfer konstruiert werden konnten.
Als Beispiel nennt man hierfür das Auge, man behauptet, ein solch kompliziertes Organ hätte sich durch den Evolutions-Prozess nicht von alleine bilden können.
Aber gerade das Auge enthält soviele Baufehler, die ein Schöpfer niemals begangen hätte. Das beginnt schon bei Kleinigkeiten wie der Tatsache, das die Netzhaut im Auge mit der lichtentfindlichen Seite nach außen gerichtet ist.
Im ganzen menschlichen Körper finden sich diverse Baufehler.
Zum Beispiel auch die Wirbensäule, sie ist die eines Primaten, eigentlich nicht für den aufrechten Gang geeignet.
Daher leiden Menschen so häufig an Rückenleide, Bandscheiben springen heraus oder nutzten sich durch das hohe Gewicht ab, die Muskeln erschlaffen im Alter und bilden Fehlhaltungen.
All dies geschieht bei Tieren viel seltener.

Auch Lügen über einen Hammer der versteinert sein sollte, jedoch nur 200 Jahre alt sein will ist absurd. *Klick*
Um einen Gegenstand zu versteinern, braucht es Millionen Jahre.
Der Hammer ist aber nur ca. 200 Jahre alt.
Er wurde von Kreativisten untersucht, die behaupten er sei versteinert.
Aber Kreativisten sind keine Wissenschaftler sondern Scharlatane. Ein Wissenschaftler stellt eine Theorie oder eine Hypothese auf und versucht diese zu beweisen. In diesem Falle jedoch wird der Hammer der Wissenschaft verweigert, d. h. man möchte nicht, dass er wissenschaftlich genau untersucht wird. Der hammer wird unter Verschluss gehalten und der Wissenschaft nicht zugänglich gemacht, dient in erster Linie wohl um damit Geld zu machen.
Kommt auf die dunkle Seite der Macht! Wir haben Kekse!
  03.02.2006, 21:07
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Großes :dito:

Hab im Fernsehen eine Reportage darüber gesehen..unfassbar :eek:
Das ist doch nichts anderes als Naivität und Dummheit, was die da vorzeigen. Ich meine, jedem ist seine Religion selbst überlassen, aber dann noch zu sagen, die Wissenschaft lügt und zu versuchen, die Evolutionstheorie anhand billiger "Beweise" zu widerlegen, ist echt nicht ganz gesund.
In Amerika geht es ganz besonders übel zu, schlimm finde ich vor allem,dass diese Dinge dann den Kindern eingetrichert werden, die ja gar keine andere Chance haben, als zu glauben, was sie in der Schule "beigebracht" kriegen. :mad:

Also, darüber kann ich mich echt aufregen, vor allem weil Kreativisten sich auf keinerlei ernsthafte Diskussion einlassen, weil sie genau wissen, dass sie der Wissenschaft nichts engegensetzen könnten. :spinner:
eternal life runs so slow
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let the candles burn
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  03.02.2006, 21:26
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Ich bin aber auch der Meinung, dass es ja irgentwo herkommen muss! Aber ich lege mich da nicht fest.
Templer <3
Anti-Templer suX!!! :P
  03.02.2006, 21:30
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  • Skelett-Krieger
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Es geht hier nicht darum ob nun Gott die Welt geschaffen hat oder nicht.
Kreativisten stellen die Evolutionstherorie als Falsch dar, aber die Evolutionstherorie wiederlegt keine existenz Gottes.
Wir können aber mitlerweile sicher sein das die Welt nicht so entstanden ist wie es das zweitausend Jahre alte Märchenbuch "Die Bibel" beschreibt, aber genau diesen Glauben wollen Kreativisten durchsetzte, mit allen Mitteln!
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  03.02.2006, 21:33
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Kreationismus ist Schwachsinn und hat in Amerika eindeutig zu viel Einfluss...Bush hält ja auch viel von denen.

Irgendwann in Religion habe ich allerdings mit meinem Lehrer mal eine Diskussion geführt und plötzlich hatte er kein Argument mehr und mir dann erklärt, dass ich gerade die gleiche Begründung benutzt habe, die Kreationisten immer als Beweis für ihren Glauben anführen O.o .
Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde.
(Spruchweisheit aus der Mongolei)


Der Nosgort-Bote (Ausgabe 2)

Stolzer Besitzer eines "n1", spendiert von skaladin am 11.03.2005 um 20:53![/size]
  03.02.2006, 21:34
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Man sollte einfach sämtliche Religionen und Sekten auf diesem Erdball verbieten und die weitere Ausübung dieses Mumpitzes unter Todesstrafe stellen. Das würde viele Probleme, die wir gerade haben, lösen. Aber das scheitert ja leider an der praktischen Ausführung :(
  03.02.2006, 21:35
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Zitat
Original von Bretone
Man sollte einfach sämtliche Religionen und Sekten auf diesem Erdball verbieten und die weitere Ausübung dieses Mumpitzes unter Todesstrafe stellen. Das würde viele Probleme, die wir gerade haben, lösen. Aber das scheitert ja leider an der praktischen Ausführung :(

Das würde überhaupt nichts lösen! :mad:
So etwas würde allerhöchstens zu radikalen Ausschreitungen oder gar zu Kriegen (siehe USA) führen!
Es wär ja schon ausreichend, wenn man beginnen würde, die Evolution des Menschen zu akzeptieren und sich nicht als Meisterwerk Gottes und als Krönung der Schöpfung zu betrachten.
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  03.02.2006, 21:39
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  • Skelett-Krieger
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Naja die amis sind aber auch ... na egal...

Macht euch keinen Kopp, in ein- zweihundert Jahren ist hier eh nicht mehr viel los mit Leben... Dann macht sich auch keiner mehr Sorgen um die Entstehung
The Search function is your friend. Don't ignore your friends. They get cancer and die and it's your fault.
  03.02.2006, 21:42
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  • Skelett-Krieger
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Mal im Ernst, sogar ich hätte eine bessere Welt erschaffen können als die in der wir jetzt leben...
  03.02.2006, 22:02
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Das einzig Falsche an Religion ist, wenn sie stocksteif und verfestigt ist. Die Welt wäre mit Philosophen wohl besser bedient? Können auch als Regierungspersonen nicht verkehrt sein...

Alles Restliche:

Klick mich!

@ Bretone

Es würde es ganz und gar nicht lösen.
  03.02.2006, 22:30
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Zitat
Original von Cirdaîn
Großes :dito:

Hab im Fernsehen eine Reportage darüber gesehen..unfassbar :eek:
Das ist doch nichts anderes als Naivität und Dummheit, was die da vorzeigen. Ich meine, jedem ist seine Religion selbst überlassen, aber dann noch zu sagen, die Wissenschaft lügt und zu versuchen, die Evolutionstheorie anhand billiger "Beweise" zu widerlegen, ist echt nicht ganz gesund.
In Amerika geht es ganz besonders übel zu, schlimm finde ich vor allem,dass diese Dinge dann den Kindern eingetrichert werden, die ja gar keine andere Chance haben, als zu glauben, was sie in der Schule "beigebracht" kriegen. :mad:

Also, darüber kann ich mich echt aufregen, vor allem weil Kreativisten sich auf keinerlei ernsthafte Diskussion einlassen, weil sie genau wissen, dass sie der Wissenschaft nichts engegensetzen könnten. :spinner:



ich glaube nicht, dass das auf naivität oder dummheit basiert sondern auf verblendung und "propaganda" die menschen können nichts dafür, sie werden genormt auf einen glauben der ihnen antworten auf alle fragen gibt, unzwar "gefahrlose" antworten, bei denen sie nicht auf die idee kommen zu denken :meinung:


Zitat
Original von Bretone
Man sollte einfach sämtliche Religionen und Sekten auf diesem Erdball verbieten und die weitere Ausübung dieses Mumpitzes unter Todesstrafe stellen. Das würde viele Probleme, die wir gerade haben, lösen. Aber das scheitert ja leider an der praktischen Ausführung :(

ich weiß, dass es die wenigsten hier hören oder einsehen wollen, doch ich bin der meinung das die probleme dieser welt, einschließlich der religiösen verblendung einzig durch ein ende des kapitalisitischen Wirtschaftssystems und die einführung einer gerechten kommunistischen gesellschaft herbeigeführt werden können.
Der Kapitalismus predigt wie nietsche eine welt des stärkeren eine welt von "über" und "herdenmenschen", nur das diese proletariat und bourgeoisie heißen. Der eine Beherrscht die vielen, und damit diese nicht auf die idee kommen sich zu wehren, erfindet man ideologien und religionen, nationalismus ist nichts weiter als eine möglichkeit die unterdrückten zu spalten, in deutsche, franzosen, chinesen, amerikaner und russen, diese menschen lassen sich leichter gegeneiander aufhetzen als deutsche gegen deutsche, oder franzosen gegen franzosen. das gleiche prinzip steht hinter der religion, wenn auch die religion sehr viel älter ist und daher keine begleiterscheinung des kapitalismus ist, wurde sie trotzdem spätestens seit dem mittelalter was sie auch in großen teielen bis heute ist: das opium des volkes, obwohl es lenin teilweise besser getroffen hat " opium fürs volk".
ICh gehe davon aus , dass es solange es eine klassengesellschaft geben wird auch religionen geben wird.

Zitat
Original von Templer
"Wenn Marx [...] Religion als "Opium des Volkes" bezeichnet meint er damit zweierlei : einerseits hat religion eine einschläfernde Wirkung auf die unterdrückten Volksmassen. Indem sie ihnen [...] ein paradisisches Jenseits vorgaukelt, sie Demut, Gehorsam und Tugendhaftigkeit lehrt, lenkt sie von der notwendigen revolutionären Veränderung der bestehenden Gesellschaft ab. [...] Andererseits ist Religion als opium für Marx jedoch acuh eine Lebensäußerung >>des<< Volkes eine Protestantion gegen das ... Elend und somit Ausdruck eines unzulänglichen Wiederstands gegen die bestehenden Verhältnisse.

doch sobald die klassengesellschaft überwunden sein wird, wird die religion "absterben" da ihr vorhandensein den sinn verloren hat, dem "volk" geht es gut daher benötigt es kein opium mehr um das leid zu ertragen.

edit: man endschuldige die zahlreichen roß und kleinschreibuzngsfehler, meine hand macht mir eine nutzung der shift taste fast unmöglich
..___..
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 |)__)
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O RLY?
  04.02.2006, 12:15
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Zitat
Original von Templer
ich weiß, dass es die wenigsten hier hören oder einsehen wollen, doch ich bin der meinung das die probleme dieser welt, einschließlich der religiösen verblendung einzig durch ein ende des kapitalisitischen Wirtschaftssystems und die einführung einer gerechten kommunistischen gesellschaft herbeigeführt werden können.
Der Kapitalismus predigt wie nietsche eine welt des stärkeren eine welt von "über" und "herdenmenschen", nur das diese proletariat und bourgeoisie heißen. Der eine Beherrscht die vielen, und damit diese nicht auf die idee kommen sich zu wehren, erfindet man ideologien und religionen, nationalismus ist nichts weiter als eine möglichkeit die unterdrückten zu spalten, in deutsche, franzosen, chinesen, amerikaner und russen, diese menschen lassen sich leichter gegeneiander aufhetzen als deutsche gegen deutsche, oder franzosen gegen franzosen. das gleiche prinzip steht hinter der religion, wenn auch die religion sehr viel älter ist und daher keine begleiterscheinung des kapitalismus ist, wurde sie trotzdem spätestens seit dem mittelalter was sie auch in großen teielen bis heute ist: das opium des volkes, obwohl es lenin teilweise besser getroffen hat " opium fürs volk".
ICh gehe davon aus , dass es solange es eine klassengesellschaft geben wird auch religionen geben wird.

*rofl* Jaja, der üble Kapitalismus, der ja an allem schuld ist.
Beschuldige lieber nur die Menschen, die nicht allzuviel über die Sachen nachdenken oder tuen ("versklaven lassen" wahrscheinlich in propagandistischer Redensart), denn durch sie entstehen die Probleme des Kapitalismus. Und jeder anderen Wirtschafts- und Regierungsform auch. Meine ideale Welt bestünde aus Philosophen, nicht etwa aus Kommunisten oder anderen Ideologien. Wenn ich Unglück habe, starte ich damit vielleicht einen Flamewar, das Risiko ist es mir aber wert.

Ach übrigens, du hast es ja selbst schon gesagt: sie erfinden Ideologien. Was ist denn dies, worauf du vertraust? ;-)

Noch was: du hast Nietzsche und seinen Übermensch nicht verstanden. :-)
  04.02.2006, 13:37
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  • Knochenfürst
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1. Kann schon sein das ich nietsches übermenschen missverstanden habe, habe mich bisher nur "kurz" mit ihm beschäftigt

es ging mir lediglich um das um prinzip :
 
 Übermensch                  
vital
tapfer
tüchtig
mächtig
frei
rücksichtslos
wenige
   
 
 herdenmensch

schwach
feige
tugendhaft
sklavisch
unterwürfig
mitleidig
viel zu viele
     


2. ich habe von ideologien nicht im allgemienen gesprochen sondern von denen denen die darauf aus sind die arbeiterklasse zu spalten (z.b. den nationalismus)

3.
Zitat
Meine ideale Welt bestünde aus Philosophen, nicht etwa aus Kommunisten oder anderen Ideologien

und was würden diese philosophen dann tun ?
..___..
 {o,o}
 |)__)
 -"-"-8
O RLY?
  04.02.2006, 16:51
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Zitat
Original von Templer
3.
Zitat
Meine ideale Welt bestünde aus Philosophen, nicht etwa aus Kommunisten oder anderen Ideologien

und was würden diese philosophen dann tun ?

Sich zu helfen wissen - denken und entscheiden können sie ja, Ethik und Moral liegt ihnen auch nicht fern. Was sie genau machen würden? Keine Ahnung! Man wird sich die Ordnung schaffen, welche gewollt wird. Oder nicht mitzumachen, oder, oder, oder. Für Konflikte wird ja der Verstand genutzt.

Es geht darum, nicht mit einer fundamentalen Vorstellung des Ablaufs der Dinge zu leben. Solche unflexiblen Ideologien altern und sterben irgendwann, wenn das Geschehen es so will. Marx war auch ein Philosoph, aber sein Manifest haben die Leute befolgt, sehen es als Fundament... wie die Bibel es z.B. für Christen ist. Da wird nichts daran geändert, sondern strikt befolgt. Soll ja das richtige sein. Aber beide Beispiele sind unzeitgemäß geworden, und ringen nach letzter Luft!

Natürlich ist meine Schilderung des Philosophen ein Idealfall, und ja, im Idealfall mag auch Kommunismus funktionieren. Vom Praktischen her fände ich nur mein Beschriebenes bisher als das, was am ehesten währen würde. Ein praktisches Beispiel kann ich dir nun aber wohl nicht geben, ein Beispiel für ein Versagen des Kommunismus ist dennoch immerhin schon passiert.

Nun kannst du dich daran machen, mir das Gegenteilige zu beweisen und meine Sicht umzuwerfen - ich will ja nicht voreingenommen sein.
  04.02.2006, 17:39
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  • Knochenfürst
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Zitat
Original von Tim_der_Große
Zitat
Original von Templer
3.
Zitat
Meine ideale Welt bestünde aus Philosophen, nicht etwa aus Kommunisten oder anderen Ideologien

und was würden diese philosophen dann tun ?

Es Marx war auch ein Philosoph, aber sein Manifest haben die Leute befolgt, sehen es als Fundament... wie die Bibel es z.B. für Christen ist. Da wird nichts daran geändert, sondern strikt befolgt.

Das stimmt so nicht ! das kommunistische manifest ist

1. keine philosophische abhandlung sondern ein pamphlet sozusagen nicht mehr als ein "parteiprogramm"

2. ist die kommunistische ideologie (auf die ich deine kritik einfach mal ganz frei beziehe) nicht so starr wie du sie darstellst, es gibt mehr als eine weiterentwiklung und neuinterpretationdes gedankenguts, es gibt hunderte von verschiedenen auffassungen vondenen ich wahrscheinlich nicht mal einen bruchteil kenne.

3. kommunismus ist nicht = marx, es gibt zahllose sozialistische philosophen (vor allem viele franzosen)


Zitat
Original von Tim_der_Große
Natürlich ist meine Schilderung des Philosophen ein Idealfall, und ja, im Idealfall mag auch Kommunismus funktionieren. Vom Praktischen her fände ich nur mein Beschriebenes bisher als das, was am ehesten währen würde.

platons "staat" ?

Zitat
Original von Tim_der_Große
 Ein praktisches Beispiel kann ich dir nun aber wohl nicht geben, ein Beispiel für ein Versagen des Kommunismus ist dennoch immerhin schon passiert.

gescheitert ist nicht der kommunismus sondern der stalinismus,, der nicht mehr den geringsten funken von sozialistisch, kommunistishen denken verkörpert hat, lediglich geschmückt und getarnt hat man sich mit marx, engels lenin und co.
schön das diese heuchelei ein ende hat !

zum kommunismus ist es noch nie gekommen, die grundvoraussetzungen bestehen einfach noch nicht, ein grundbestandteil (der total veralteten und überholten und unsinnigen) marxschen philosophie ist der, dass der kommunismus erst auf die phase des sozialismus folgen kann, in dieser muss das kapitalistische gedankengut überwunden werden.

außerdem muss (laut marx ;) ) der sozialismus weltweit und in einer extrem industrialisierten welt auftreten beides ist/ war  noch nicht der fall.


Zitat
Original von Tim_der_Große
Nun kannst du dich daran machen, mir das Gegenteilige zu beweisen und meine Sicht umzuwerfen - ich will ja nicht voreingenommen sein.


ich bin mir sicher, das keiner von uns in der lage sein wird den anderen umzustimmen, ich muss sagen, dass deine idee gar keine schlechte ist, eine schöne vorstellung das alles nach gesetzen der vernunft beurteilt werdens soll, doch ich frage dich wie es siweut kommen soll, dass alle menschen so viel bildung erhalten, dass eine solche gesellschaft möglich wird solange der kapitalismus besteht ?


das problem an deiner Ideologie kritik besteht für mich darin, dass du ( soweit ich es verstanden habe) sämtliche ideologien als veraltet abstempelst, das alles auf einem wachsenden und wieder kehrenden prozess beruht (hegel) lässt du völlig ausser acht, haben für dich wirklich alle "alten" ideen keinen sinn ? keine daseinsberechtigung ?
..___..
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O RLY?
  04.02.2006, 17:56
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Zitat
Original von Templer
das problem an deiner Ideologie kritik besteht für mich darin, dass du ( soweit ich es verstanden habe) sämtliche ideologien als veraltet abstempelst, das alles auf einem wachsenden und wieder kehrenden prozess beruht (hegel) lässt du völlig ausser acht, haben für dich wirklich alle "alten" ideen keinen sinn ? keine daseinsberechtigung ?

(Ich unterlasse es mal, ein wildes Zitieren zu betreiben. ;))

Ich stemple nicht sämtliche Ideologien als veraltet ab. Ich denke nur, dass sie altern! Sie mögen zuerst frisch und ideal sein, aber im Laufe der Zeit können sie etwas werden, was man als 'unzeitgemäß' bezeichnen könnte. Und wenn sich dann die Ideologie nicht ändert, ist sie verloren. Viele alte Ideen ergeben (;-)) Sinn, aber ich halte es für falsch, immer noch auf ihnen aufzubauen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Dann sollten sie umgedacht, erweitert, eben verändert werden, sodass sie wieder jung, frisch und zeitgemäß wirken.  ;)

Mir ist schon klar, dass Marx nicht mit Kommunismus gleichzustellen ist, und seine Gedanken von vielen Leuten auch weitergeführt wurden. Ich sage auch nicht, dass der Kommunismus nicht den Geist seiner Zeit traf, aber der relative Stillstand ließ ihn altern. Und mit Stalin kam dann am Ende ein nicht ganz so moralisch handelnder Mensch auf den kommunistischen Thron, da hast du vollkommen recht. Aber auch nach ihm konnte sich die Auffassung ja anscheinend nicht retten. Ich denke, auch wenn du Anhänger dieser Ideologie bist, solltest du stets alles überdenken, und was nicht mehr passt verändern oder streichen. Ob ich dir das nun sagen muss, das lasse ich mal außer Acht. :-)

PS: Tja, Platons Auffassung vom Philosophenstaat... hatten ich neulich im Philosophieunterricht. *g* Nun, zumindest stimme ich mit ihm soweit überein, dass ein Regierender, ein Herrscher über andere, ein Philosoph sein sollte (bei ihm der Philosophenkönig), denn dieser tut (sollte) ja schließlich mit Vernunft handeln.
  04.02.2006, 18:17
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wie gerne hätte ich philosophie unterricht in der schule :( scheiß länderorientiertes schulsystem  :mad:

Zitat
Ob ich dir das nun sagen muss, das lasse ich mal außer Acht. :-)

sehr gut  :lachen: ich würde gerne dominius sig zitiern habe aber keine lust sie rauszusuchen  ;), denke einfach mal dran wenn du einen post von ihm ließt



aber wir sind total vom thema abgekommen  :)


daher ein back to topic ...


edit: doch noch mal ^^

"PS: Tja, Platons Auffassung vom Philosophenstaat... hatten ich neulich im Philosophieunterricht. *g* Nun, zumindest stimme ich mit ihm soweit überein, dass ein Regierender, ein Herrscher über andere, ein Philosoph sein sollte (bei ihm der Philosophenkönig), denn dieser tut (sollte) ja schließlich mit Vernunft handeln."


das problem bei solch einem system ist stets : wer legt fest was "Vernunft" ist ? der vernunftsbegriff verändert sich von mensch zu mensch, für hitler war es vernünftig die juden zu töten (als ganz krasses beispiel)
natürlcih würde ich hitler nicht als philosophen bezeichnen aber ich denke du verstehst was ich meine
..___..
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O RLY?
  04.02.2006, 18:32
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Zitat
Original von Templer
"PS: Tja, Platons Auffassung vom Philosophenstaat... hatten ich neulich im Philosophieunterricht. *g* Nun, zumindest stimme ich mit ihm soweit überein, dass ein Regierender, ein Herrscher über andere, ein Philosoph sein sollte (bei ihm der Philosophenkönig), denn dieser tut (sollte) ja schließlich mit Vernunft handeln."


das problem bei solch einem system ist stets : wer legt fest was "Vernunft" ist ? der vernunftsbegriff verändert sich von mensch zu mensch, für hitler war es vernünftig die juden zu töten (als ganz krasses beispiel)
natürlcih würde ich hitler nicht als philosophen bezeichnen aber ich denke du verstehst was ich meine

Ich verstehe. ;-) Allerdings gibt's von mir da Einwände:

1. Ein echter Philosoph hätte das wohl möglichst vorurteilsfrei überdacht. Hitlers Schlussfolgerungen waren nach seinem Glauben schlüssig, zu schade, dass dieser Glauben eigentlich nur völliger Humbug war.
2. Man könnte sich fragen, ob ein vernünftiger Mensch töten (lassen) würde.
3. Die Schuld ist ja auch bei denen zu suchen, die seine Gedanken so einfach befolgten.

Was bestimmt Vernunft, was ist vernünftig? Gute und vernünftige Frage. *lol* Denken, Logik?
  04.02.2006, 18:47
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Zitat
Original von Tim_der_Große

Ich verstehe. ;-) Allerdings gibt's von mir da Einwände:

1. Ein echter Philosoph hätte das wohl möglichst vorurteilsfrei überdacht. Hitlers Schlussfolgerungen waren nach seinem Glauben schlüssig, zu schade, dass dieser Glauben eigentlich nur völliger Humbug war.
2. Man könnte sich fragen, ob ein vernünftiger Mensch töten (lassen) würde.
3. Die Schuld ist ja auch bei denen zu suchen, die seine Gedanken so einfach befolgten.

Was bestimmt Vernunft, was ist vernünftig? Gute und vernünftige Frage. *lol* Denken, Logik?

ich habe von kant mal ne interessante definition von logik gelesen die ich auch für sehr gut halte.
die aussage war in etwa : "was du nicht willst was man dir tut, das füge keinem andren zu"  :lachen: so in etwa wäre das möglich, nur könnte man hier wieder da ansetzten, dass menschen verschiedene dinge wollen usw. usw.  ;)
..___..
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O RLY?
  04.02.2006, 18:57
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Original von Templer
ich habe von kant mal ne interessante definition von logik gelesen die ich auch für sehr gut halte.
die aussage war in etwa : "was du nicht willst was man dir tut, das füge keinem andren zu"  :lachen: so in etwa wäre das möglich, nur könnte man hier wieder da ansetzten, dass menschen verschiedene dinge wollen usw. usw.  ;)

Das ist aber nocht von Kant, sondern aus der Bergpredigt! (Mt 7, 12)
Das von dir genannte ist die umgangsprachliche Form davon, die jedoch einen ganz anderen Ansatz hat. In der Bibel ist der Ansatz aktiv und nicht inaktiv...
  04.02.2006, 19:28
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