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Thema: Arielle  (Gelesen 24128 mal)

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Navigation im Tagebuch
  • Arielle hat den Level 5 erreicht und einige Aufträge erledigt.
  • Arielle hat den Level 10 erreicht und wieder einiges erlebt.
  • Arielle hat den Level 15 erreicht und steht langsam auf eigenen Füßen.
  • Arielle hat den Level 20 erreicht und gerade noch überlebt.
  • Arielle hat den Level 25 erreicht und versuchte sich endlich im Waffenkampf. Mit einer göttlichen Belohnung.
  • Arielle hat den Level 30 erreicht und einen ungewöhnlichen Begleiter und Freund getroffen.
  • Arielle hat den Level 35 erreicht und erlebte die Eskalation der Oblivion-Krise.
  • Arielle hat den Level 40 erreicht und ihr zu Ehren wurde eine Statue in Bruma aufgestellt (Teil 1, Teil 2, Teil 3)
  • Arielle hat den Level 45 erreicht und die Reliquien des Heiligen Kreuzritters wieder gefunden (Teil 1, Teil 2)
  • Arielle hat den Level 50 erreicht und das Amulett der Könige wieder erlangt. Allerdings auch den Tod des Erzmagiers, des Grauen Prinzen, den von Mankar Camoran, Kaiser Martin Septim, Herzog Thadon und Umbacano miterlebt (Teil 1, Teil 2)
  • Arielle hat die Drachenrüstung erhalten, besiegte Umaril, nahm Sheogoraths Platz ein, folgt ihrem Gefühl und verlässt das Land.
  • Schlusswort und Zusammenfassung


Arielles Erlebnisse in Cyrodiil

Arielle wuchs in Camlorn in der Provinz Hochfels auf. Schon früh war sie von den arkanen Künsten fasziniert. Bei der Erforschung der eigenen Fähigkeiten ging sie zum Leidwesen der Familie und der Nachbarn sehr experimentierfreudig vor. Nach der allgemeinen Schulausbildung brach sie nach Cyrodiil auf, um sich an der Universität der Kaiserstadt einzuschreiben und in den Schulen der Magie unterrichtet zu werden.

Auf ihrer Reise wurde Arielle von zwei Banditen überfallen. Zum Glück ritt ein Kaiserlicher Legionssoldat gerade vorbei und kam ihr zur Hilfe. Die Wucht ihres unkontrollierten Schutzzaubers haute jedoch alle für ein paar Momente um. Und da auch das Pferd des Soldaten verwirrt das Weite gesucht hat, wurde Arielle wegen Angriffs verurteilt und ins kaiserliche Gefängnis gebracht.


Arielle im Gefängnis


Eigenschaften:
(erzeugt mit Character Creation Kit v2.0 von dirtyolddunmer)

Code
Arielle
Bretone (Oblivion.esm) (weibl.)
  Attribute
    +10  Intelligenz, Willenskraft
    -10  Geschicklichkeit, Konstitution, Stärke
  Fertigkeiten
    +10  Beschwörung, Mystik, Wiederherstellung
    +5  Alchemie, Illusion, Veränderung
  Spezielle Eigenschaften
    Drachenhaut, große Macht
        Schild: 50 Punkte für 60 sec an Selbst
    Magie widerstehen:     50
    Magicka festigen:     50
Spezialisierung - Magische Künste
Klasse - Errin (individuell)
  Klassen Attribute
    +5  Konstitution, Glück
  Klassen Fertigkeiten
    +20  Waffenschmied, Block, Alchemie, Mystik, Illusion, Stumpfwaffen, Nahkampf
Sternzeichen-Der Magier (OblivionDeutschv32.esp)
Die Magier-Eigenschaft gewährt Euch einen permanenten Bonus, der Euer Magie-Attribut um 50 Punkte erhöht .
  Magicka festigen:   50
----------
Geschicklichkeit 30: Sicherheit 5, Schleichfähigkeit 5, Schütze 5
Konstitution 35: Waffenschmied 25, Block 25, Schwere Rüstung 5
Intelligenz 50: Alchemie 35, Beschwörung 20, Mystik 40
Charisma 40: Handelsgeschick 5, Überredungskunst 5, Illusion 35
Schnelligkeit 40: Athletik 5, Akrobatik 5, Leichte Rüstung 5
Stärke 30: Schwertkampf 5, Stumpfwaffen 25, Nahkampf 25
Willenskraft 50: Veränderung 15, Zerstörung 10, Wiederherstellung 20
Glück 55

Installation:

- TES IV - Oblivion v.1.2.0416 (Bethesda)
- Wizard's Tower (Bethesda)
- Vile Lair (Bethesda)
- Knights of the Nine (Bethesda)
- Thieves Den (Bethesda)
- Mehrunes' Razor (Bethesda)
- Horse Armour (Bethesda)
- Shivering Isles v.1.2.0416 (Bethesda)
- The Orrery (Bethesda)
- Spell Tomes (Bethesda)
- Oblivion Deutsch v3.2 (Bretone & havok2), v.3.2.1 seit 25.01.2010, v.3.2.2 seit 18.05.2010

klarix
« Letzte Änderung: 11.12.2011, 09:30 von klarix »
  26.12.2009, 10:52
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Arielle hat den Level 5 erreicht und einige Aufträge erledigt.



Sie ist ein verspieltes, naives Mädchen, das den Ernst des Lebens noch nicht kennengelernt hat. Sie wuchs wohl behütet in einer großen Familie auf, wo sie mit großen Problemen nie konfrontiert wurde. Seit ihrer Geburt besitzt sie eine besondere Gabe, die ihre Eltern und Lehrer nie ganz einordnen konnten: Oft kann sie Bewegungen und lebende Objekte samt ihrer Gesinnung wahrnehmen, wie mit einem zusätzlichen Sinn. Möglicherweise hindert sie aber genau das daran, die nötige Konzentration beim Wirken von Zaubern aufzubringen. Von der Unterweisung an der Kaiserlichen Universität haben sich alle eine Hilfe bei der Stabilisierung ihres Geistes erhofft.


1. Tag
Heute habe ich etwas ganz komisches erlebt. Wie jeden Tag, haben Valen und ich uns verbale Duelle geliefert, als plötzlich im Gang Soldaten erschienen. Sie kamen in meine Zelle, drängten mich ans Fenster und öffneten eine Geheimtür in der Wand. Sie führten einen prunkvoll gekleideten alten Mann ab. Vielleicht hat er die Schränke eines Grafen geplündert. Anscheinend war er auch gefährlich, denn die Soldaten hatten es eilig, für ihn eine Zelle zu finden. Er sprach mich sogar an, redete von den Göttlichen, von seinem Tod und hielt sich für den Kaiser - vielleicht wurde er deswegen verhaftet.

Ich schaute zu Valen, gab ihm ein Zeichen, dass ich letztendlich doch gewonnen habe und folgte leise den Soldaten. Warum habe ich diesen Durchgang nicht selbst entdeckt? Ich hätte nicht tagelang mit den Käfern und Ameisen spielen sollen. Im Halbdunkeln sah ich um die Ecke, wie gekämpft wurde. Wahrscheinlich wollte der alte Mann fliehen - da kennen die Wachen kein Erbarmen. Ich ging vorsichtig an ein paar Leichen vorbei, kam aber doch noch mal zurück und nahm einem die schöne rote Kapuze behutsam ab. Was für ein Kontrast zu den Fetzen, die ich trug. Ich tastete mich alleine weiter durch schmutzige Gänge und wurde von Ratten und Goblins angegriffen. Zum Glück weiß ich, wie man mit solchen Kreaturen umgeht.


2. Tag
Nach mehreren Stunden fand ich die Soldaten in einer Halle mit hohen Säulen wieder. Im fahlen Licht zählte ich 3 Personen, aber ich spürte noch mindestens 5 weitere in der Nähe. Vielleicht wollten Komplizen den alten Mann befreien und lauerten im Dunkeln. Es kam zu einem Kampf, aber die Soldaten gewannen wieder. Ich wurde entdeckt und ging als Fackelträgerin mit. Als wir in einer Sackgasse landeten, fühlte ich, dass der nächste Angriff kommt. Als weitere Rotmäntel erschienen, sprach mich der alte Mann wieder an. Diesmal gab er mir ein Juwel (wahrscheinlich gestohlen) und ich versuchte, ihm aufmerksam zuzuhören. Am Ende waren alle tot. Nur ein Soldat, Baurus, stand noch. Und ich.



Ich fürchtete, dass ich wegen des Juwels wieder ins Gefängnis muss, aber Baurus hat mir erklärt, dass ich frei bin und wie mein Auftrag lautete. Er sprach vom Amulett der Könige, dem Orden der Klingen, einer Weynon-Priorei und etwas, das Jauffre heißt. Ich schrieb mir vorsichtshalber alles auf und verabschiedete mich. Durch Gänge in der Kanalisation gelangte ich ins Freie. Als erstes nahm ich ein Bad im See, musste aber wieder die schmierigen Lumpen anziehen. All meine schönen Kleider, mein Geld und Reisegepäck haben mir die Wachen abgenommen und ich traue mich nicht, dorthin zurückzukehren. Ich muss die Fundsachen veräußern, damit ich mich wieder sauber und hübsch anziehen kann. Am Ufer fand ich eine sanft bläulich leuchtende Pflanze, die auch leicht vibrierte.

Im Marktviertel der Kaiserstadt warf mir eine hochnäsige Schnepfe eine Münze zu. Ich hätte weinen können, ich vermisse meine Familie. In einem Alchemie-Laden verkaufte ich ein paar gefundene Tränke und bewunderte das schicke Kleid der Verkäuferin. Sie sagte mir auch, dass ich wegen der Pflanze zu einem Sinderion nach Skingrad muss. In der Hoffnung auf eine Belohnung für diesen seltenen Fund, schloss ich mich einer kaiserlichen Wache an, die Richtung Skingrad unterwegs war. Wir plauderten den ganzen Weg und ich erfuhr einiges über dieses Land. Der Legionssoldat schenkte mir auch einen Eisenschild von einem besiegten Banditen. Ganz schön schwer, aber er sagte, ich würde ihn noch zu schätzen wissen.



3. Tag
Am Nachmittag sind wir in der Stadt Anvil angekommen. Meine Mittellosigkeit sorgte mich nicht mehr so sehr und ich besann mich des eigentlichen Grunds meiner Reise. Ich klopfte bei der Magiergilde an. Carahil, eine Hochelfe mit einer ungewöhnlich starken Aura, schickte mich zur Herberge zum Brina-Kreuz, um dort ein Verbrechen aufzuklären. Als Aufnahmeprüfung sozusagen. Ich traf dort die freundliche Caminalda in einem wunderschönen blauen Kleid (allerdings fühlte ich Täuschungsabsichten). Die sympathische Verbindungsperson erklärte mir die Strategie für die nächsten Stunden. Ich war sehr aufgeregt und konnte kaum schlafen.


4. Tag
Wie verabredet, ging ich als fahrende Händlerin früh morgens die Straße entlang. Bis ich gemerkt habe, dass ich in die falsche Richtung gehe...
Ich spielte den Köder und der Verbrecher ging in die Falle - es war Caminalda! Nachdem sie besiegt wurde und die anderen sich entfernt haben, konnte ich nicht widerstehen, ihr das elegante blaue Kleid abzunehmen und es selbst anzuprobieren. Es war etwas zu lang, aber ansonsten passte es gut (die Schuhe waren zu groß - sie hatte riesige Füße). Ich fühlte mich wieder wie ein Mensch. Carahil war zufrieden und versprach, eine Empfehlung in die Kaiserstadt zu schicken. So eine Empfehlung brauche ich auch aus den anderen Gildenhäusern.

In der Stadt sprach jeder von dem entsetzlichen Angriff auf die Kapelle und von dem Propheten. Aber ich brauchte Geld und man schickte mich zum Haus der Kämpfergilde. Der gut aussehende Azzan hat mir gleich eine Aufgabe gegeben: Arvena Thelas soll ein Rattenproblem haben. Ich mag Tiere sehr, aber diese Verrückte hält Ratten in ihrem Keller und nennt sie ihre Lieblinge. Bei der Aufklärung der Berglöwenangriffe auf ihre Tierchen lernte ich den Jäger Pinarus und die Argonierin Federweber kennen.



5. Tag
In der Nacht ging ich am Hafen spazieren und schaute mit Heimweh auf die Schiffe. Eine Frau versprach mir eine Belohnung, wenn ich ihr eine besondere Kristallkugel aus dem Unterdeck hole. Ich hatte zwar Angst, weil sie von Geistern sprach, aber es war eine Gelegenheit, Geld zu verdienen. Ohje, worauf habe ich mich da eingelassen! Diese Gespenster trugen Waffen und gleich der erste hat meinen Schild in Stücke gehauen. Ich musste mich immer wieder zurückziehen und heilen. Und den Schild reparieren, was ich überhaupt nicht kann und mag. Schließlich habe ich sie aber alle mit Feuer besiegt. Neben Geld, gab mir die Frau einen einzigartigen Säbel als Belohnung. Ich kann mit solchen Waffen nicht umgehen, aber es wäre ein interessantes Ausstellungsstück. Ja, nur wo ausstellen? Und wohin jetzt mit dem schweren Zeug?

Ich bin dem Gerücht nachgegangen, wonach es unter dem Schloss Anvil ein altes Schiff vergraben sein soll. Nachdem ich den Eingang zu einer Höhle gefunden habe, wurde ich von Skeletten angegriffen und ich musste wegrennen. Dass die immer so unfair mit Waffen draufhauen! Können die nicht wie ein normaler Mensch etwas zaubern? Außerdem wurde mein schönes Kleid in der modrigen Höhle schmutzig. Ich muss mir etwas ausdenken.



6. Tag
Azzan war zufrieden und gab mir eine weitere lukrative Aufgabe: Der Händler Lelles hat Probleme mit Dieben in seinem Laden.
Lelles erzählte mir von den Einbrüchen und schlug vor, auf die Diebe im Laden zu warten. Und die kamen, als es dunkel wurde. Zu dritt haben sie mich mit langen Waffen angegriffen. Nachdem ich 2 von ihnen mit Feuer besiegte, musste ich mir für den Dunkelelfen etwas anderes überlegen. Ich verbrauchte alle meine Tränke und der Lebensentzug-Zauber, den ich so gut kann, funktionierte bei ihm nicht. So verletzt, wie ich war, würde ich mit meinem Schutzzauber uns beide in den Tod reissen. Ich war verzweifelt. Ich stellte mich hinter einen Holzbalken und konnte so seinen Angriffen eine Zeitlang ausweichen. Ich nutzte diese Zeit, um meine Kräfte zu regenerieren und mich an einen Frostzauber zu erinnern. Diesem konnte er schließlich nicht lange standhalten.

Es war der schwerste Kampf bisher und ich kam gerade noch mit dem Leben davon. Als ich neben den leblosen Dieben im Dunkeln meine Wunden heilte, weinte ich. Was ist nur passiert? Vor ein paar Wochen spielte ich noch mit meinen Geschwistern vor dem Brunnen im Garten. Und in den letzten Tagen war ich im Gefängnis, sah mehr Tote als in den Jahren bisher und musste selbst töten. Ich habe alles verloren, bin alleine und gerade eben dem Tod so nah gewesen. Ich will zurück nach Hause.



7. Tag
Ich besuchte die Kapelle von Dibella. Entsetzlich, was da angerichtet wurde. Überall Blut, Schmutz, Leichen und Unordnung. Muss ich mich in diesem Land an solche Bilder gewöhnen?

Beim Straßentratsch erfuhr ich über eine Frauenbande, die verheiratete Männer ausnimmt. Also so etwas gab es bei uns nicht! Sind die denn alle verrückt hier? Ich versprach Maelona, bei der Aufklärung zu helfen.

In der "Schwimmenden Schüssel" traf ich Norbert Lelles, der mich für die Hilfe belohnte. Als ich gehen wollte, kamen zwei aufgetakelte Schlampen herein und räkelten sich schamlos vor den Gästen. Als mir eine ein Angebot machte, mit ihnen gemeinsame Sachen zu machen, dämmerte es mir, dass das die gesuchte Frauenbande ist. Ich willigte ein und versprach, sie auf ihrem Hof zu besuchen.

Ich erkundete ein wenig die Gegend, fand weitere Exemplare der blau leuchtenden Pflanze und wusch mein Kleid im nahen Fluss aus. Da kam eine Krabbe an, die spielen wollte. Ich habe sie gestreichelt und bewunderte ihren Panzer. Plötzlich schnappte sie nach mir! So langsam glaube ich, dass die meisten Tiere hier feindselig sind.

Nicht weit von Anvil entfernt liegt der Whitmond Bauernhof. Maeva hat mir dort von ihrem nichtsnutzigen Mann erzählt und mich gebeten, ihm ein Familienerbstück abzunehmen.

Abends bin ich zu der Frauenbande hingegangen. Allerdings habe ich deutlich gemacht, dass ich nicht vorhabe, bei dieser unmoralischen Sache mitzumachen. Daraufhin griffen mich diese drei Schlangen an. Warum immer diese Gewalt? Ich konnte zwei von ihnen mit Feuer besiegen. Bei der dritten jedoch versagten meine magischen Kräfte und ich brauchte eine Weile, bis ich begriff, dass es ihr verzauberter Dolch war, der mich so schwächte. Ich konnte mich auf keinen Zauber mehr konzentrieren und nahm den Eisendolch, den ich mal gefunden hatte, zur Hand. Mein Vorteil war, dass ich einen Schild hatte und konnte sie nach langem Hin-und-her besiegen. Maelona und Gogan erschienen und gaben sich als Stadtwache zu erkennen. Sie belohnten mich für die Hilfe und ich nahm aus dem Haus noch ein paar Sachen mit, die ich noch verkaufen werde.



8. Tag
Vor der Strand-Festung musste ich gegen zwei Banditen kämpfen, zum Glück nicht gleichzeitig. Der eine hatte eine sehr bequeme Lederrüstung an. Ich zog sie an und ging in die Festung. Da waren einige Marodeure mit zum Teil unmöglich schweren Sachen an. Wie können die sich noch bewegen? Und ich habe auch Bjalfi, Maevas Mann gefunden. Dieses Familienerbstück, "Felsenschmetterer", war eine schwere brutale Waffe. Ich war so froh, dass ich den schweren Eisenschild mitgenommen habe.

Maeva war überglücklich und belohnte mich mit ihrer ganzen Mitgift.

Ich bin noch einmal in die Dunbarrow-Höhle gegangen und in dem Leder-Outfit und dem Eisenschild in der Hand habe ich alle Skelette besiegt. So langsam lerne ich, mit dem Schild gut umzugehen. Er könnte aber etwas leichter sein.




9. Tag
Auf dem Weg nach Osten traf ich eine freundliche Waldelfe, Alawen. Ich entdeckte alte Ruinen und dunkle Höhlen und manche habe ich nach Verwertbarem durchsucht. Und viele schöne Blumen habe ich gesammelt. Mit Blüten in den Haaren und einem Blumenkranz um den Hals bin ich vor den Toren von Skingrad gelandet.

Schnell habe ich die Magiergilde gefunden und wurde wegen einer Empfehlung an eine Adrienne verwiesen. Sie schien sehr beschäftigt und zudem eingebildet zu sein. Außerdem trug sie das gleiche Kleid wie ich, was sie mir noch weniger sympathisch machte. Sie trug mir auf, den Magier Erthor aus der Kahlen-Sandbank-Höhle zu holen.
Als ich dort ankam, wurde mir schlecht: Lebende, halb verweste Leichen trachteten mir nach dem Leben. Zum Glück war ich schneller als sie und so jagten sie mich durch die ganze Höhle, bis meine Feuerbälle sie zu Fall brachten - einen nach dem anderen.



10. Tag
Ich eskortierte Erthor zum Gildenhaus und Adrienne versprach, eine Empfehlung in die Kaiserstadt zu schicken. Irgendwann... Wenn sie mal Zeit dafür findet. Diese aufgeblasene Schachtel.

Ich habe einen halben Tag gebraucht, um Sinderion ausfindig zu machen. Aber er hat tatsächlich Ahnung von Alchemie. Er nannte diese Pflanze 'Nirnwurz' und wollte daraus einen besonderen Trank brauen. Ich gab ihm dafür 10 Exemplare. Er fragte mich, ob ich ihm noch mehr bringen kann. Ich stimmte zu, denn herumwandern und Blumen suchen liegt mir mehr, als kämpfen und töten. Ach, wären alle Aufgaben so schön.




Erledigte Aufträge:

Hauptquest
- "Entkommt aus dem Gefängnis"

Magiergilde
- "Anvil-Empfehlung" (Ruhm +1)
- "Skingrad-Empfehlung" (Ruhm +1)

Kämpfergilde
- "Tretet der Kämpfergilde bei"
- "Eine Rattenplage" (Ruhm +1)
- "Der glücklose Ladenbesitzer" (Ruhm +1)

Freie Quests
- "Das Geisterschiff von Anvil"
- "Die Täuschung der Sirenen" (Ruhm +1)
- "Eidbruch"

klarix
  28.12.2009, 19:38
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Arielle hat den Level 10 erreicht und wieder einiges erlebt.



10. Tag (6. Herzfeuer, 3Ä433)
Ich wollte gerade Skingrad verlassen, da rief mich ein kleiner Waldelf leise zur Seite und verlangte geheimnisvoll, ich solle ihn um Mitternacht bei der Kirche treffen. Weiß er denn nicht, dass Mädchen um diese Uhrzeit längst brav schlafen? Auf dem Weg in die Kaiserstadt dachte ich trotzdem ständig darüber nach.

Unterwegs jagten mich seltsame Kreaturen, aber ich bin damit fertig geworden. Wenn sie einzeln kommen, sind sie kein Problem. Auf meine Schild-Handhabung bin ich ganz stolz, vielleicht kann ich es in der Kaiserstadt noch perfektionieren. Als ich dort nachfragte, schickte man mich in die Arena, damit ich sehe, wie man kämpft. Aber ich glaube, ich habe die falsche Tür erwischt. Da war ein Mann aus Hammerfell und während er mich auslachte, gab er mir einen Einteiler zum Anziehen und schickte mich durch eine weitere Tür zum Übungsplatz. Als ich vor einem Gitter stand und eine Ansage erklang, wurde mir klar, dass jetzt manches falsch lief. Mein Übungspartner raste auf mich los und ich fühlte tödliche Absichten. Ich bat ihn aufzuhören, schrie ihn an, aber er lachte nur und schimpfte irgendwas. Ich blockte seine Angriffe ab und hüllte ihn gelegentlich in eine Flammenwolke. Das musste bestimmt weh tun, aber er wollte nicht aufhören. Als er nicht mehr konnte, sah ich jubelnde Zuschauer und ich muss zugeben, ich fühlte mich gut.

Ich schimpfte mit dem Rothwardonen im Keller, aber er erklärte mir alles ganz langsam und ermutigte mich, weiter zu machen. Ich bin eine Arena-Kämpferin! Das wird mir zuhause keiner glauben. Aber für heute hatte ich genug Aufregung. Als ich rausging, kringelte sich der Kassierer vor Lachen. Ich hätte ihn watschen können.

Eine Bettlerin erzählte mir von dem mysteriösen Graufuchs - ich finde Geheimnisse sehr aufregend.


11. Tag
Um Mitternacht stand ich im übel riechenden Hafenviertel in dem beschriebenen Garten und ein ungewaschener Argonier beäugelte mich ständig von der Seite. Dann kam auch eine Waldelfe und ein Mann mit einer Fackel. Ich sollte an einem Wettstreit teilnehmen. Ich liebe solche Spiele. Wer zuerst das Tagebuch eines gewissen Amantius Allectus findet, hat gewonnen. Die Elfe wusste anscheinend genau Bescheid und rannte los. Ich hinterher und brach ins gleiche Haus ein, wie sie. Aber während die Elfe zielstrebig auf einen Schreibtisch zuschlich, überholte ich sie auf den letzten Metern und erwischte das Tagebuch zuerst. Sie war sauer. Aber wir haben uns auf dem Rückweg angefreundet und lachten als wir den Argonier schwer grübelnd immer noch am Hafen vorfanden.

Der Mann mit der Fackel sagte, ich wäre jetzt Mitglied in der Diebesgilde. Als ich ihn fragte, wann das nächste Spiel stattfindet, sagte er, ich soll jetzt Diebesgut zu einem Hehler bringen. Wie bitte?! Weiß er denn nicht, dass man nicht stehlen darf? Als ich mit ihm schimpfte, verdrehte er nur die Augen und ging.

Um nicht mit dem ganzen Kram herumzulaufen, versteckte ich die schweren Sachen am Strand. Den Weg zur Priorei von Weynon habe ich auf der Karte nachgeschlagen und erlebte einen wunderschönen Sonnenaufgang auf dem Weg dahin - die ganze Kaiserstadt mit dem See drumherum lag wie auf einem Teller im Tal. Irgendwo unterwegs habe ich aber die Abzweigung verpasst. In Chorrol fand ich sofort die Magiergilde, wo ein Argonier mich zu seiner Freundin Earana schickte. Diese wiederum wollte ein Buch haben. Ich habe es bei einer Ruine gefunden und Earana wollte mir bis morgen ein Geheimnis daraus verraten. Der strenge Argonier Teekeeus schimpfte mit mir und wollte eine Empfehlung nur dann schreiben, wenn ich das Buch in die Magiergilde bringe.

Ich habe die Weynon-Priorei endlich gefunden und darin ein paar Mönche. Der älteste hieß Jauffre und ihm gab ich das rote Juwel. Er klärte mich auf, dass ich Zeugin der Ermordung des Kaisers war und das Land vor einer Zerstörungswelle steht. Ich hörte ihm zu und beobachtete den kleinen Vogel durchs Fenster. Bestimmt suchte er den richtigen Platz für den Nestbau. Der kahle Jauffre sagte noch etwas von einem Martin, den ich in Kvatch treffen sollte und ich verabschiedete mich höflich.

Ich habe mir das Schloss in Chorrol angeschaut und mich untertänig der Gräfin Valga vorgestellt. Sie war aber etwas abgelenkt, denn es war eine Diebstahluntersuchung im Gange. Ich war überrascht, als sie mich gebeten hat, bei der Aufklärung zu helfen. Ich sprach mit mehreren Personen, schaute mir viele Räume im Schloss an und hatte bald des Rätsels Lösung.


12. Tag
Die Hofmagierin Chanel hat aus Liebe zum Grafen sein Portrait entwendet. Ich habe sie getröstet und war so gerührt, dass ich sie nicht verraten habe. Die Gräfin dankte mir trotzdem für meine Mühe.

Earana verriet mir ein Geheimnis aus dem Buch. Aber um die Empfehlung für die Universität zu bekommen, musste ich ihr das Buch stibitzen und zu Teekeeus bringen. Ich hatte ein sehr schlechtes Gewissen und den ganzen Tag schlechte Laune. Mein Vater darf das nie erfahren. Ich brach nach Bruma auf und war erbarmungslos zu allen Ratten und Wölfen.

In den Bergen fror ich und bin ein paar Mal auf dem vereisten Boden ausgerutscht. Ich habe sogar einen Busch in Brand gesetzt, um mich zu wärmen. Auf der Universität muss ich unbedingt einen Wärme-Zauber erlernen. In dem Bruma-Gildenhaus wurde ich von Jeanne warmherzig begrüßt. Sie würde mir sofort eine Empfehlung schreiben, wenn ich J'skar finden könnte. Volanaro will mir helfen, wenn ich ihm Jeannes Zaubereihandbuch bringe. Also musste ich wieder jemanden hintergehen. Schlecht gelaunt und mit eisigen Fingern schreibe ich im Licht des Kaminfeuers die Ereignisse der vergangenen Tage nach.

Es wurde aber noch ein heiterer Abend, als sich herausgestellt hat, dass J'skars Verschwinden nur ein Streich war. Jeanne tat mir zwar leid, aber ich lachte viel mit den anderen und bekam auch die Empfehlung.




13. Tag
Früh morgens trat ich die Reise nach Cheydinhal an. Als ich die Berge verließ, wurde es wärmer und ich bewunderte die Natur. Neugierig erkundete ich alte Burgruinen und verfallene Ayleiden-Städte und lernte langsam, die heimische Tierwelt blind zu erkennen.

Spät abends kam ich in Cheydinhal an und ruhte mich in einer Taverne aus. Aus Gesprächen mit den Gästen erfuhr ich, dass die Einwohner unter unangemessen hohen Strafzöllen leiden. In der Ecke bemerkte ich einen jungen Mann, den ich schon in Chorrol gesehen habe. Nach einer kurzen Unterhaltung stellte es sich heraus, dass es Zwillingsbrüder sind, die einander tot glaubten. Guilbert mache sich sofort freudestrahlend auf den Weg zu seinem Bruder Reynald und lud mich ein, sie zu besuchen. Die sternklare Nacht genoss ich beim Spazieren durch die Stadt.


14. Tag
Die liebe Argonierin Deetsan verwies mich wegen der Empfehlung an den mürrischen Falcar. Je näher ich ihm kam, desto unheilvoller und finsterer wurde es. Er war böse und gefährlich. Ich sollte für ihn einen Ring aus dem Brunnen im Garten holen. Deetsan ahnte auch etwas und lehrte mich schnell einen Wasseratmungszauber. Es war schrecklich im Brunnen. Der Ring war bei einem toten Jungen. Die Schwere-Verzauberung zwang mich, alles abzulegen und noch einmal zu tauchen. Als ich zurück kam, war Falcar weg. In seinem Schreibtisch fand ich schwarze Seelensteine, was Deetsan erschaudern ließ. Wir sprachen noch lange über den toten Schüler und sie versprach, mir eine Empfehlung auszustellen.

Abends bin ich in Bravil angekommen und die fürsorgliche Kud-Ei bat mich, mit Herrn Vamori über den entwendeten Magierstab von Ardaline zu sprechen. Da er ihn in der Kaiserstadt verkauft hatte, musste ich dorthin reisen und ihn wieder erwerben. Zum Glück hatte ich noch genug Goldstücke. Kud-Ei war überglücklich und schrieb mir eine Empfehlung aus. Diese ist teuer ausgefallen, aber ich will unbedingt an die Universität.


16. Tag
Nachdem ich am Vortag die Gegend am Niben gemütlich erkundet habe, klopfte ich heute bei der Magiergilde in Leyawiin an. Die sorgenvolle Agata verwies mich an die Leiterin der Gildenhalle - Dagail. Ohne ein Wort setzte ich mich zu ihr und nahm ihre Hand. Es war für mich offensichtlich, dass die alte Dame Schweres durchmachte, doch nach Außen erstaunlich ruhig blieb. Neben dem Chaos aus Tausend ungeordneten Gedanken spürte ich eine außergewöhnliche und enorm starke geistige Kraft. Noch umfänglicher und intensiver als bei Carahil in Anvil. Und eine Weitsicht... zwar typisch für mächtige Mystiker, aber weitreichender, als ich es bisher erlebt habe. Ich spürte ihre Erschöpfung und ihren Kampf gegen die Unruhe in ihr.

Aus Gesprächen mit den anderen Gildenmagiern erfuhr ich, dass Dagail ein beruhigendes Amulett abhanden gekommen ist. Es gab aber noch ein zweites - im Grab ihres Vaters. Ich machte mich auf den Weg. Die letzte Ruhestätte Manduins war eine Burgruine, die von vereinzelten Marodeuren verteidigt wurde. Als ich das Amulett in den Händen hielt, erschien Kalthar, den ich schon in der Gildenhalle durchschaute. Er forderte das Amulett und ließ mich nicht vorbei. Er beschwor grünes Wabbelzeug, das mich mit Kälte zu bearbeiten versuchte. Er selbst verbrannte in dem Verlies.

Mit dem Amulett ordneten sich Dagails Gedanken und wir sprachen noch viele Stunden über die Zukunft, die heute begann. Sie öffnete eine Tür. Die Bestimmung wurde neu geformt und dankbar fügte ich mich.


17. Tag
Benommen und mitgerissen von Dagails Visionen kam ich abends in der Kaiserstadt an. In der Empfangshalle der Geheimen Universität wurde ich von Raminus Polus und anderen Magiern begrüßt. Ich hatte gleich Tausend Fragen, die aber niemanden so recht interessierten. Ich war jetzt offiziell eingeschrieben und erhielt den Rang eines Lehrlings. Meine erste Aufgabe war, ein besonderes Stück Holz für meinen Magierstab zu besorgen.



20. Tag
In den letzten Tagen lernte ich die Leute im Marktviertel kennen. Einige beschwerten sich über den Händler Thoronir und Jensine bat mich, ihn unter die Lupe zu nehmen. Ich erkundete aber erst einmal die Gegend und verkaufte Fundsachen. Ich war noch einmal in der Arena und lernte fleißig an der Universität. Ich entwickelte praktische Zauber und probierte sie gleich aus. Aber meine speziellen Fragen aus der Schule der Veränderung konnte oder wollte keiner beantworten. Vielleicht habe ich noch nicht die richtigen Leute getroffen.

In der kleinen Siedlung Weye traf ich einen alten Fischer, der seiner Arbeit nicht mehr nachgehen konnte. Er bat mich, 12 Schlachtfische zu fangen und ihm ihre Schuppen zu bringen. Als ich mich dem ersten näherte, bereute ich meine Hilfsbereitschaft bereits. Was sind das für heimtückische und bösartige Kreaturen? Ich kann mit Waffen nicht umgehen und Fernzauber funktionieren nicht im Wasser. Ich musste also auf Tuchfühlung gehen und ihre Bisse mit dem Schild abblocken - und immer wieder an den Strand und heilen. Was für eine Strapaze! Oft fragte ich mich, wer hier wen jagt. Abends hatte ich alle 12. Als Belohnung gab mir der Fischer einen verzauberten Ring mit dem Namen 'Rumare-Juwel'. Es ist ein Prachtstück, diese Arbeit hat sich gelohnt.

Nach Geschäftsschluss beschattete ich Thoronir und war Zeugin einer geheimen Unterredung mit einem Agarmir.


21. Tag
In Agarmirs Keller fand ich Hinweise auf ein schreckliches Verbrechen - Thoronirs Waren waren gestohlene Grabbeigaben kürzlich Verstorbener. Thoronir war am Boden zerstört und zutiefst beschämt. Er beteuerte, davon nicht gewusst zu haben. Ich glaubte ihm. Auch Jensine tat es. Agarmir konfrontierte ich abends in einem Mausoleum. Meine neu erlernten Fähigkeiten gaben mir Mut. Argamir und sein Komplize wurden eingeäschert.

23. Tag
Gestern erkundete ich die Wälder im Westen und verkaufte viele Fundsachen.
Viele schöne Dinge haben sich mittlerweile angesammelt und ich musste sie irgendwo lagern. Ein gemietetes Zimmer kam nicht in Frage und mein Versteck am Strand war auch unsicher. Beim Amt für Kaiserlichen Handel erwarb ich eine kleine Hüte im Hafenviertel. Endlich ein eigenes Zuhause. Ein eigenes Bett!


24. Tag
Ich habe mich wieder im Großen Forst herumgetrieben und mit neuen Zaubern geübt. Dabei stieß ich auf einen Schrein von Clavicus dem Schrecklichen. Anscheinend kann man mit dem Daedra-Prinzen kommunizieren, wenn man ein Opfer darbietet. Die Anhänger dort sagten, 500 Goldstücke wären ausreichend. Das ist doch Betrug und Straßenraub! 500 Goldstücke wofür? Das konnten sie mir nicht sagen. Vielleicht haben die schon bezahlt und warten jetzt auf die Gegenleistung.

Etwas weiter fand ich den Schrein von Molag Bal, der einst die 99 Geliebten des Boethia beaufsichtigt haben soll. Danach hat er bestimmt Urlaub gebraucht. Die Opfergabe bestünde hier nur aus einem Löwenfell. Ich sollte daran bei der Jagd denken.

Ich bin bis nach Skingrad gewandert, wo ich bei Sinderion mein Schwaches Elixier der Erforschung abgeholt habe. Ich habe ihm diesmal 20 Nirnwurzen übergeben, damit er ein noch besseres Elixier brauen kann. Das nächste Mal will er es mit 30 Stück versuchen... Ja glaubt er denn, ich hätte eine Nirnwurz-Plantage?


25. Tag
Eine Wanderung durch das Colovianische Hochland. Eine malerische Gegend. Ich fand den Schrein von Sanguine, der Mephala die 27 Fäden übergab. Auch hier soll man angeblich mit dem Dardra sprechen können. Eine Flasche vom Cyrodiilischen Weinbrand wäre die Voraussetzung. Na sicher, hier im Niemandsland wachsen diese Flaschen wohl auf den Bäumen. Ich verabschiedete mich höflich und entdeckte kurz darauf in einer Burgruine 2 andere besondere Flaschen. Sehr alt und bestimmt wertvoll. Zurück zu Sanguine, aber er mochte sie nicht. 'Schattenbann Wein' - wer könnte so etwas trinken wollen?

So langsam könnte ich dazu übergehen, auch in Kampfsituationen auf die unbequemen Rüstungsteile zu verzichten und stattdessen schöne verzauberte Kleider zu tragen. Aber davor muss ich noch bei einem Meister ein paar Tipps zum Schildkampf einholen.


26. Tag
Ich bin bis nach Anvil gekommen und habe gleich Carahil besucht. Im Hafen habe ich auf der Clarabella ein paar Männer für meine befreite Höhle in der Dunbarrow-Bucht angeheuert. Dahlia Rackham hilft mir dabei, natürlich gegen Bezahlung. Ich werde noch eine Piratenbraut! Wenn das meine Mutter wüsste.

Ich erkundigte mich nach einem Schild-Meister, aber niemand wußte etwas.

Als ich Anvil verließ, hat mich vor den Stadttoren ein Mann angesprochen. Sein Name sei Jollring und er überbringt mir eine Einladung seines Meisters Umbacano. Bei-den-Neunen! Hinterlasse ich denn eine Spur, dass er mich hier finden konnte? Naja, da wir den gleichen Weg hatten, fragte ich ihn aus und er erzählte mir überschwänglich von seinem Herren und dessen Sammlerherz. In Skingrad trennten sich unsere Wege und ich fragte herum nach Schild-Ausbildung. Ein Weinbauer sagte mir, er hätte von einer Andragil einiges gelernt. Sie würde in Bravil wohnen.

Bevor ich Skingrad verließ, fiel mir der geheimnisvolle Waldelf Glarthir ein. Aber ich wollte nicht bis Mitternacht warten und ging los.


27. Tag
In Bravil habe ich bei Andragil angeklopft. Sie hat gerade aufgeräumt. Mit einem riesigen Kriegshammer auf dem Rücken. Vielleicht braucht sie etwas zur Hand, wenn sie beim Putzen ein Krabbeltier findet.
Sie sprach von einem Eignungstest, indem sie mit ihrem Haushaltsgerät auf mich eindrescht. Wenn sie aufhört und ich noch stehe, wird sie mich zukünftig unterweisen. Zum Glück fühlte ich, dass sie gut gelaunt war. Trotzdem fegte sie meinen Schild und mich mit jedem Schlag weg. Ich lief um den Esstisch herum und entkam so manchen Treffern. Schließlich habe ich die Prüfung nass geschwitzt und mit blauen Flecken bestanden. Ich darf mir bei ihr jederzeit Tipps abholen.




28. Tag
In der Magiergilde sprach mich Kud-Ei abermals auf ihren hilfebedürftigen Freund an. Er war in seinem Traum gefangen und ausgestattet mit einem Traumwelt-Amulett sollte ich ihn da wieder herausholen. Ich habe ihn dort verwirrt und verängstigt angetroffen und musste in einer unwirklichen Welt vier Elemente finden, die für die Rückkehr in die Wirklichkeit nötig waren. Eine trübe finstere Traumwelt. Da ziehe ich meine Träume vor, wo ich auf Schmetterlingen umher fliege. Es war trotzdem ein unvergessliches Abenteuer. Henantier und Kud-Ei waren überglücklich und dankbar.


Gestohlene Gegenstände:

- Amantius Allectus' Tagebuch
- Buch: 'Finger des Berges'
- Jeannes Zaubereihandbuch
- Falcars 2 schwarze Seelensteine
- 1x Hehlerware



Abgeschlossene Quests:

Hauptquest
- "Liefert das Amulett ab" (Ruhm +1)

Mgiergilde
- "Finger des Berges" (Ruhm +1)
- "Bruma-Empfehlung" (Ruhm +1)
- "Cheydinhal-Empfehlung" (Ruhm +1)
- "Bravil-Empfehlung" (Ruhm +1)
- "Leyawiin-Empfehlung" (Ruhm +1)
- "Tretet der Magiergilde bei" (Ruhm +1)

Diebesgilde
- "Suche nach der Diebesgilde"
- "Möge der beste Dieb gewinnen" (Infamie +1)

Sonstige Quests
- "Fischen gehen"
- "Unfreundlicher Mitbewerber"
- "Kaufe ein Haus in der Kaiserstadt"
- "Block-Training"
- "Düster durch einen Albtraum" (Ruhm +1)
- 4 Arena-Kämpfe (Ruhm je +1)

klarix
  03.01.2010, 09:50
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Arielle hat den Level 15 erreicht und steht langsam auf eigenen Füßen.



30. Tag (25. Herzfeuer, 3Ä433)
Zurück in der Kaiserstadt folgte ich der Einladung des Kunstsammlers Umbacano. Er ist bereit, mir für jede weitere Ayleïden-Statue viel Geld zu bezahlen. Allerdings wusste er nicht, wo ich suchen sollte.
Da ich ohnehin viel Zeit hatte, zog ich los und erkundete die Insel der Kaiserstadt.

In den nächsten Tagen übte ich fleißig neue Zauber und Umgang mit dem Schild in der Arena, sammelte Muscheln am Strand, schaute in dunkle Höhlen, unterhielt mich mit den Leuten und richtete schön meine Wohnung ein.



Im Tempelbezirk sprach mich eine dunkle Ralsa an und bat mich, im Haus von Seridur vorbeizuschauen. Dort trafen sich Vampirjäger und Seridur schlug mir Zusammenarbeit vor. Vor Vampiren hatte ich schon immer Angst und überlegte lange, ob ich da mitmachen soll. Ich fühlte mich in dem Haus auch nicht wohl, irgendwas war da, was mich beunruhigte. Dunkles hing in der Luft, eine latente Bedrohung, die ich nicht lokalisieren konnte.
Als ich etwas schwankend zustimmte, trug mir Seridur auf, nach dem Vampir Roland Jenseric zu suchen.

In der colovianischer Wildnis fand ich bei Banditen die gestohlenen Teile für das Planetarium. Bothiel war äußerst dankbar und lud mich ein, diese dwemerische Hilmmelskonstruktion zu bestaunen, sobald sie sie in Gang gesetzt hat.


31. Tag
Armand erzählte mir von den Armen am Hafen, die von Steuereintreibern geplagt werden. Er hat mich solange bearbeitet und an mein gutes Herz appelliert, bis ich wieder einen Diebstahl für ihn beging. Ich glaube, ich werde ausgenutzt. Mit Spiel hat das nichts mehr zu tun.

Als ich das Holz für meinen Magierstab holen wollte, wurde ich von Totenbeschwörern angegriffen. Ich fand auch getötete Magier von der Universität, was dort für große Unruhe sorgte und zu Diskussionen und Beratungen führte.

In Chorrol habe ich von Chanel ein liebevoll gestaltetes Gemälde erhalten. Ich war auch Zeugin der Zusammenkunft der Gebrüder Jemane. Es war rührend, wie sie sich in den Armen lagen. Sie baten mich um Hilfe bei der Suche nach ihrem früheren Zuhause.




34. Tag
Ich folgte den Gerüchten, wonach vor Kurzem mitten im Niben eine kleine Insel aufgetaucht sei. Ich schwamm dahin und wunderte mich über die sonderbare Vegetation, die so gar nicht zum Umland passte. In einer kunstvollen Steinformation, die wie ein geöffneter Mund aussah, leuchtete es mysteriös. Ich vernahm eine Stimme, die mich einlud, in das Licht zu treten. Da mir ein Wachmann bestätigte, dass es sich dabei tatsächlich um eine Tür handelte, schritt ich neugierig hinein.

Ein sprachgewandter und lustiger Mann namens Haskill, erklärte mir, ich sei in die Welt des Daedra-Fürsten Sheogorath eingetreten. Und wo ich jetzt schon da bin, sollte ich die Tore des Wahnsinns passieren und seinen Herren aufsuchen. Danach verschwand er und der Raum löste sich wundervoll in unzählige Schmetterlinge auf. Ich saß da, staunte und bewunderte die Aussicht auf das Randland.



Hinter dem kleinen Dorf Passwall, bewachte eine Riesengestalt die Tore. Ich sah, wie der Wächter vier gepanzerte Ritter problemlos bezwang. Im Dorf lernte ich die Bewohner kennen: Den Bürgermeister Shelden, der sich gütig auf mein Niveau herabließ, die Plaudertasche Nanette, ihre Mentorin und angebliche Mutter des Torwächters Relmyna Verenim, die dauermüde Dredhwen und Jayred Eis-Ader, der von Knochen gerufen wird. Ach, und Felas, der Angst hatte, ich würde ihn anstecken... wahrscheinlich mit meinem blauen Kleid. Irgendwie haben alle hier eine Macke.


35. Tag
Jayred war davon besessen, den Torwächter zu töten, weil er dem Ruf der Knochen von der anderen Seite folgen wollte... Ich schloss mich ihm an und gemeinsam arbeiteten wir einen Plan aus. Während Jayred Spezial-Pfeile herstellte (natürlich aus Knochen), überlegte ich mir, welche Zauber ich gegen dieses Monstrum benutzen könnte.

Als wir vor den Toren standen, zitterte ich. Alleine die Größe des Wächters war furchteinflößend. Ich schleuderte einen starken Feuerball. Das hat ihn nur gekratzt, mehr noch - er war sofort wieder geheilt. Bei-den-Neunen! Permanente Heilung! Ich sah viel Arbeit vor uns. Da er anscheinend Elementarfeuer widerstehen kann, versuchte ich es mit einem Blitzzauber. Keine Änderung, sofort wieder geheilt. Der Riese wurde nur wütender. Rückzug!

Ich wunderte mich, warum die Pfeile von Jayred mehr Wirkung zeigten als meine Zauber. Anscheinend war es nicht ein Elementarschutz, sondern ein enormer Magie-Widerstand, über den der Torwächter verfügte. Ja, das muss es gewesen sein. Ich konzentrierte mich und umhüllte den Wächter mit starker Anfälligkeit für Magie. Mit meinem neuen Magierstab schoss ich dann Blitze auf ihn im Sekundentakt. Die Wirkung war immens. Jayreds Pfeile und meine Magie haben den Torwächter besiegt!

Auf der anderen Seite der Tore des Wahnsinns schlenderte ich durch das Land Dementia, wo ich auf sonderbare Lebensformen traf - allesamt feindlich gesinnt: Froschähnliche Zweibeiner, sabbernde Echsen, springende Wassermonster, Spinnen so groß wie Pferde, knarrende Knochengestelle und lebende Bäume. In der Stadt Neu-Sheot lernte ich Sheogorath persönlich kennen und traf auch den eloquenten Haskill wieder. Ich war benebelt von so vielen neuen Eindrücken, dass ich nur am Rande mitbekam, dass der Fürst mir einen Auftrag gab. Irgendein Xedilian soll ich holen.


36. Tag
Ich sprach mit den sonderbaren Stadtbewohnern und wunderte mich jedesmal aufs Neue: Großkopf, der Gabelsammler, die blutige Jillette, der mädchenhafte Dumag, der getriebene Tove, Earil, Kränkel-Klara und Brithaur - allesamt mit einem Spreissel im Kopf. Ob ich hier auch so werde? Die einzigen Normalen waren die Wachen, aber die waren nicht von hier.
Den ganzen Tag lang erkundete ich die fröhliche und farbenfrohe Landschaft von Mania. In der kleinen Ortschaft Hochkreuz traf ich Mirili Ulven, die an einer Enzyklopädie der Shivering Isles arbeitete. Sie war entrüstet, dass der Torwächter tot sei, denn ihm hatte sie einen ganzen Band gewidmet. Ich schämte mich und versprach, ihr zu helfen. Mirili gab mir eine Liste der Dinge, die sie noch brauchte. Die nächsten Tage war ich also auf Sammeltour und lernte so diese verdrehte Welt besser kennen.


42. Tag
Als ich in der Nacht in meine Kaiserstadt-Hütte zurückkehrte, winkte mich Armand herbei und erzählte mir von einem spannenden Auftrag: Es soll eine Statue der verstorbenen Gräfin von Cheydinhal ungesehen geholt werden. Ich winkte ab. Aber als er den Graufuchs erwähnte, war meine Neugier geweckt und ich stimmte zu. Noch in der gleichen Nacht war ich in Cheydinhal und war am Morgen mit der Statue wieder im Hafenviertel zurück. Methredhel suchte mich zuhause auf und sagte zu meiner Bestürzung, das ganze sei nur eine Maulwurfjagd gewesen. Ich deponierte heimlich die Statue in Myvrynas Haus und sie wurde wegen Diebstahl verhaftet.



48. Tag
Als ich in Bruma neue Dietriche bei Ongar holte, sprach mich Tolgan, Herold der Gräfin Narina Carvain, an. Die Gräfin sucht nach Leuten für eine Expedition, um ein Akaviri-Artefakt zu bergen. Ich ging ins Schloss und die Gräfin empfing mich sofort. Sie gab mir eine Tagebuchübersetzung, eine Karte und einen geschlängelten Schlüssel mit auf den Weg und außerdem eine Unterrichtsstunde in Geschichte. Ich verabschiedete mich höflich und dankte für das Vertrauen.

Ich hatte jedoch vorher noch anderes vor. Ich wollte endlich meinen geerbten Turm besichtigen, den mir mein verschollener Verwandter überschrieb. Der Eiszackturm steht auf einem Gipfel in den Jerall-Bergen. Ich konnte kaum fassen, dass er mir gehören soll, als ich dort ankam. Nach der Turm-Aktivierung erfuhr ich aus einem verstaubten Buch hinter dem Eingang, dass die Ausstattung der Innenräume bei Aurelinwae in der Kaiserstadt erworben werden kann. Da mir aber meine Hafen-Hütte derzeit ausreichte, verlegte ich die Renovierung des Turms auf später.

Auf dem Rückweg ins Herzland stieß ich auf zwei Schreine, die den Daedra-Fürstinnen Namira, der Geisterdaedra und Mephala, der schwarzhändigen Netzknüpferin gewidmet sind. Die Voraussetzungen für die Beschwörung von Namira waren für mich eine Qual. Wie jedes brave und wohlerzogene Mädchen achte ich täglich darauf, hübsch auszusehen. Hier war das Gegenteil gefragt. Zum Glück fielen mir die Worte meiner Mutter ein: Kind, Alkohol macht faulige Haut, lässt die Haare und Zähne ausfallen und führt zu Fußpilz. Ich war aber so gespannt auf die Aufgabe und die Belohnung, dass ich die Weinflaschen leerte, die ich eigentlich verkaufen wollte. Endlich würdig, hörte ich auf allen vieren Namiras Worte. Es war so peinlich. Von Baum zu Baum torkelnd vergaß ich fast alles, was zu tun war. Es war sooo peinlich.

Es war schon Abend als ich im Gehölz aufwachte. Mein schönes blaues Kleid... Ich prüfte die Haare und zog einen alten Knochen heraus. Ich muss mir doch tatsächlich einen Skelettknochen ins Haar gesteckt haben! War ich schon in Anga? Die Gewissheit kam am Schrein - Namira dankte mir und belohnte mich mit ihrem verzauberten Ring.

Spät in der Nacht erreichte ich den Hafen




49. Tag
Bei Sonnenaufgang brach ich nach Osten auf und stieß auf eine verfallene oder halb erbaute Siedlung. In einem Lager etwas weiter erfuhr ich genaueres über Cropsford und einen Goblinkrieg. Ich habe mich bereit erklärt, zu helfen und den Krieg friedlich zu beenden. Das war allerdings nicht leicht, weil ich als Feind angesehen und ständig angegriffen wurde. Aber schließlich konnte ich Barthel Gernand melden, dass der Aufbau von Cropsford weiter gehen kann.

In Bravil tröstete ich die traurige Ursanne Loche und versprach, nach ihrem Mann zu suchen. In 'Silberheim-am-Meer' erzählte mir Gilgondorin Geschichten über den Einsamen Wächter. Ich sollte dem bei Gelegenheit nachgehen.


50. Tag
Wanderung durch die Westebene, an Skingrad vorbei Richtung Anvil. Dort heuerte ich auf der Clarabella die letzten Piraten für die Dunbarrow-Bucht an und schickte sie auf Beutejagd. Ich bin schon gespannt, was sie so ergattern können.



Am Malacath-Schrein bekam ich die Aufgabe, ein paar liebe Oger aus einer Mine zu befreien. Ich mag solche Aufgaben, bei denen ich Gutes tun kann. Fürst Drad, der Eigentümer der Mine, beutete die Oger aus, was Malacaths Missfallen fand. Die Mine war schwer von Dunmer-Söldnern bewacht und ich musste stellenweise um meine Gesundheit bangen. Aber mittlerweile kenne ich Mittel auch gegen böse Dunkelelfen. Die Oger haben zwar nichts gesagt, grunzten aber zufrieden, als ich sie herausließ. Auf dem Weg zum Schrein überlegte ich, womit sich Malacath bedanken wird. Vielleicht mit der Legendären Geißel? Am Schrein bekam ich den sagenumwobenen Hammer Volendrung als Belohnung, ein nicht minder bekanntes Artefakt.



Gestohlene Gegenstände:

- Amantius Allectus' Tagebuch
- Buch: 'Finger des Berges'
- Jeannes Zaubereihandbuch
- Falcars 2 schwarze Seelensteine
- 1x Hehlerware
- Steuerliste des Hafenviertels
- Llathasas Büste



Abgeschlossene Quests:

Magiergilde
- "Ein Magierstab" (Ruhm +2)

Diebesgilde
- "Steueraufhebung für die Armen" (Infamie +2)
- "Die Elfenjungfrau" (Infamie +2)

Sonstige Quests
- "Reparatur des Planetariums"
- "Eine Tür in der Bucht von Niben"
- "Durchsucht das Schloss"
- "Durch das Randland des Wahnsinns"
- "Bei der Geburt getrennt" (Ruhm +1)
- Daedra-Quest "Namira"
- "Ärger mit den Goblins" (Ruhm +1)
- "Dunbarrow-Bucht"
- Daedra-Quest "Malacath"
- 3 Arena-Kämpfe (Ruhm je +1)
klarix
  10.01.2010, 20:15
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Arielle hat den Level 20 erreicht und gerade noch überlebt.



53. Tag (18. Eisherbst, 3Ä433)
Das Hochland von Colovia erinnert mich an meine Heimat. In den letzten Tagen erkundete ich diese Landschaft. Vergangene Nacht beobachtete ich ein gespenstisches Licht, das in der Ferne herabschien. Ich vernahm jedoch nahe Grunzlaute in der Dunkelheit und fürchtete mich, dieser Erscheinung nachzugehen.

In der Kaiserstadt bedankte sich Armand für die Enttarnung der Verräterin und verwies mich an eine S'krivva in Bravil. Auf dem Weg dorthin entdeckte ich einen weiteren Daedra-Schrein - gewidmet dem Jägerprinzen Hircine. Seine Anhänger sagten, ich bräuchte das Fell eines Bären oder Wolfes als Opfergabe.

Am Ufer des Niben fand ich ein paar Nirnwurzen und traf auf ein paar Banditen. Die lachten und meinten ich würde mich wie eine schwangere Kuh bewegen... Frechheit! Bewege ich mich wirklich so ungeschickt?


54. Tag
Fast den ganzen Tag verbrachte ich in der Bravil-Magiergilde, wo Ardaline mir einiges über Alchemie beibrachte. Da habe ich in der Schule nie aufgepasst. Eher interessierte ich mich für die Magieschule der Veränderung und die Kunst der Illusion, trotzdem habe ich nie alles begriffen. Meine Schwester war gut in den Fächern Erkennung und Analyse.

S'krivva, die mich mit einem Jäger verwechselte, schickte mich nach Leyawiin, wo ich einer Frau ihren gestohlenen Ring wieder beschaffen sollte. Abends hielt ich an der Schlosshofwache Ausschau nach dem Wächtergeist. Es erschien tatsächlich eine leuchtend-durchsichtige Gestalt, die sich aber nicht ansprechen ließ. Ich folgte dem Geist ein paar Stunden lang, bis er stehen blieb. Ich hielt meinen Schild hoch und einen Stille-Zauber bereit, aber er stellte sich nur vor und sagte, ich solle ihn woanders suchen... Bitte? Ich fragte nach, aber er drehte mir unhöflich den Rücken zu und schwieg.




55. Tag
In Leyawiin erzählte mir Ahdarji, dass ihr Ring von einem Argonier gestohlen wurde. Von einem Bettler erfuhr ich, dass es der ungewaschene Amusei gewesen ist, der aber im Gefängnis sitzt. Ich besuchte ihn in seiner Zelle und erfuhr, dass der Ring der Gräfin gehört und sie ihn wieder trägt. Na prima! Abends schlich ich mich in den Schlosskeller. Über einen geheimen Gang gelangte ich in einen ungewöhnlich eingerichteten Raum mit stickiger Luft. Es muss dort bei der letzten Feier ziemlich frivol zugegangen sein und keiner hat danach aufgeräumt und gelüftet. Ich schlich weiter in die Privaträume, versteckte mich hinter einem Tisch, machte mich unsichtbar und wartete auf die Gräfin. Als sie zu Bett ging, knackte ich das Schmuckkästchen und nahm den Ring an mich. Ich bin eine Diebin, eine Verbrecherin. Ich hoffe, es wir nie jemand erfahren.

56. Tag
Ahdarji bedankte sich für die Wiederbeschaffung.
S'drassa von der Magiergilde erzählte mir von einem edlen Ritter, dessen gefrorene Tränen er gerne besitzen würde. Das hörte sich nach einem spannenden Abenteuer an, viel reizvoller als gemeiner Diebstahl und ich versprach zu helfen.

Auf dem Rückweg nach Bravil entdeckte ich den Schrein von Sheogorath, wo die Anhänger gerade recht freizügig feierten. Den Vorschlag, mich zu entkleiden und mitzumachen lehnte ich freundlich ab und erfuhr, dass ich das nächste Mal einen Salatkopf mitbringen soll. Ich überlegte, ob es nicht einen besseren Eindruck macht, wenn ich gleich einen Eintopf vorbereite.

S'krivva konnte sich immer noch nicht meinen Namen merken und schwankte zwischen Beute und Jäger. Auf jeden Fall lobte sie mich und schickte mich zu Methredhel in die Kaiserstadt. Dort habe ich bei einem Streich mitgemacht. Meine Aufgabe war es, unentdeckt einen Zauberstab von der Uni zu holen und woanders zu verstecken. Wir hatten viel Spaß und waren erfolgreich. Aber welche Rolle Hieronymus Lex dabei spielte, habe ich nicht ganz verstanden.

S'krivva war stolz auf mich. Die arme nannte mich diesmal Katze...(?)


57. Tag
Früh morgens schritt ich durch das leuchtende Portal nach Randland. Ich verglich den Inhalt meines Beutels mit Mirilis Liste - es fehlte nur noch Klapperscheuchenmark. Ich fragte in Passwall den geborenen Anführer Shelden, aber er wollte nur über sich sprechen. So durchquerte ich fast ganz Mania und erst bei der Ruine Ebrocca erspähte ich von weitem eine Klapperscheuche. Beim Anschleichen spürte ich plötzlich eine zweite Gefahr von links und wurde von einem starken halbnackten Kämpfer angegriffen. Ich hätte besser auf mein Gefühl achten sollen. Jetzt musste ich gegen beide gleichzeitig bestehen. Die Schläge kamen so schnell, dass ich sie kaum abwehren konnte. Instinktiv wirkte ich meinen Schutzzauber und mit einem großen Knall wurden wir alle weggeschleudert. Noch benommen stand ich auf und entnahm eine Probe Knochenmark für Mirili. Bezüglich des Zaubers muss ich unbedingt einen Experten konsultieren - jedesmal endet das mit Beulen und blauen Flecken. Ich klopfte den Staub von meinem Kleid, rückte es zurecht und ging nach Hochkreuz.



Mirili war über die Störung nicht erfreut, dankte mir aber für alle Proben. Als nächstes möchte sie einen Baliwog für ihr Bestiarium. Ich sah vorhin auf dem Weg einen und versprach, ihn ihr zu fangen. Das war leichter, als ich dachte. Nachdem Mirili mich entlohnt hatte, bat sie, als nächstes eine Elytra zu fangen. Oh... bei diesen Riesenspinnen hatte ich kein gutes Gefühl. Außerdem wurde es langsam dunkel und ich verabschiedete mich.

In Bliss traf ich auf den Freundlichen Fanrien, der Angst hatte, in seinem Haus zu schlafen. Schnell koordinierte ich einen Schlafplatz-Tausch mit dem Bettler Uungor und beide waren zufrieden.

Spät in der Nacht traf ich in Tiegeln den vom Leben enttäuschten Hirrus, der mich um Sterbehilfe bat. Er erzählte mir seine traurige Geschichte und ich war entschlossen, ihm zu helfen. Ich folgte ihm zu einem hohen Treppenabsatz, von wo man die ganze Stadt überblicken konnte. Ich bekam jedoch Skrupel, wollte ihn aufhalten, aber in dem Moment verlor er sein Gleichgewicht und stürzte in die Tiefe. Die dunkle Wache, die das beobachtet hat, tröstete mich, dass solche Unfälle hier ständig passieren.

Auf dem Weg zum Randland machte ich mir Vorwürfe, dass ich mich überhaupt darauf eingelassen hatte.


58. Tag
Zurück beim Schrein von Hircine opferte ich ein Bärenfell und bekam die Aufgabe, das Horn eines Einhorns zu bringen, das im nahegelegenen Hain leben soll. Als ich dort ankam, wurde ich auch schon von dem Gehörnten angegriffen. Er schwang zwar einen mörderischen Hammer, traf mich aber nie. Nachdem er an Überhitzung starb, ging mir ein Licht auf, dass es der falsche war. Ich bin nicht dumm - der hier hatte zwei Hörner. Ich suchte weiter und schließlich fand ich das Einhorn. Es war ein wunderschönes weißes Pferd. Und das soll ich töten? Niemals! Soll mich Hircines Zorn treffen, aber diesem lieben Geschöpf werde ich kein Haar krümmen.

Das Einhorn mochte mich auch, vielleicht weil wir beide eine helle Mähne hatten. Als wir durch die Westebene ritten, erzählte ich ihm von mir und gab ihm den Namen Swen. Ich sah in seinen Augen, dass er den Namen mochte.

In Skingrad traf ich mich um Mitternacht mit dem paranoiden Glarthir, der nicht glauben wollte, dass Bernadette ihn nicht ausspioniert. Er verdächtigt jedoch noch einen anderen, Toutius Sextius. Ich soll den Beweis erbringen, dass Toutius ihn verfolgt. Vermutlich sind auch das Hirngespinste von Glarthir, aber ich versprach, meine Augen offen zu halten.


59. Tag
Ich eilte zu Swen, der mittlerweile traurig den Heimweg eingeschlagen hatte und wir ritten weiter durch die Nacht. Am Schrein von Meridia bekam ich den Auftrag, lebensverachtende Nekromanten zu beseitigen.
Die Belohnung dafür war der legendäre und uralte Ring der Khajiit. Als ich ihn über den Finger schob, kribbelte es plötzlich sehr angenehm in meinem Bauch und ich konnte teilweise durch meine Hand sehen.



Swen und ich ritten durch den Großen Forst und am Schrein von Molag Bal opferte ich ein Löwenfell. Die Stimme des Daedra-Prinzen sprach von einem edlen und rechtschaffenen Mann, den ich entehren soll, indem ich ihn dazu bringe, seinen Schwur zu brechen. Es gibt ohnehin zuwenig Ehre und Redlichkeit auf der Welt, also beschloss ich, den Mann in Frieden zu lassen. Was sind denn das für Götter, die solche Sachen verlangen?

Um Mitternacht stand ich wieder vor der Kapelle in Skingrad und Glarthir war verwundert, dass auch Toutius nichts von ihm wollte. Aber es gab da noch den angeblichen Anführer, Davide Surilie. Auch ihn sollte ich beobachten und Glarthir Bericht erstatten.


60. Tag
Auf dem Weg in die Kaiserstadt machte ich Rast in Brindles Heim und lernte auch Melus Petilius kennen.
In der Kaiserstadt stellte mich Gin-Wulm auf die Probe und fragte mich über seinen Vorfahren Hazadir aus. Zum Glück habe ich da in der Schule aufgepasst und konnte Gin-Wulm jetzt mit meinem Wissen erstaunen. Er hat sich auch bereit erklärt, mich bei Bedarf in der Schmiedekunst zu unterrichten.

Nachdem ich alle Fundsachen veräußern konnte, hatte ich genug Geld, um bei Aurelinwae die gesamte Einrichtung für meinen Eiszackturm zu kaufen. In der Uni erlernte ich einen praktischen Zerstörungszauber und fragte noch einmal herum nach einem Experten der Veränderung. Raminus verwies mich an Athragar in Chorrol. Aber zuvor sollte ich bei dem Grafen von Skingrad ein Buch abholen.




61. Tag
Auf dem Weg nach Skingrad machte ich Halt in der Wawnet Herberge, wo die Wirtin Nerussa mir anvertraute, dass sie eine Weinsammlerin ist und mir den Schattenbann-Wein unbedingt abkaufen möchte.

In der Empfangshalle des Schlosses sprach ich den Majordomus Mercator Hosidus an. Ähnlich wie Falcar, strahlte er Arglist und Heimtücke aus und verschob die Audienz beim Grafen auf morgen. Um Mitternacht stand ich wieder bei der Kapelle und wartete auf Glarthir. Als er erfuhr, dass auch Davide Surilie nicht Böses im Schilde führt, war für ihn klar, ich gehöre zu den Verschwörern. Er griff mich an. Ich wollte ihm nicht weh tun und rannte zu den Wachen. Als er auch die Wachen angriff, war sein Schicksal besiegelt.


62. Tag
Ich schaute mich in der Gegend um Skingrad um. Auf der Straße überraschten mich Banditen, die mich wieder als 'schwangere Kuh' beschimpften. Hat sich das etwa herumgesprochen? Ich muss endlich an meiner Geschicklichkeit arbeiten.

Abends sprach ich wieder im Schloss vor und Mercator bat mich, vor den Stadttoren zu warten. Der Graf würde um 2 Uhr nachts dort eintreffen. Das war sehr verdächtig, zumal ich Lüge und Betrug in seinen Absichten spürte. Aber ich hatte einen offiziellen Auftrag und war pünktlich an der verabredeten Stelle.
Statt des Grafen war aber Mercator mit zwei Freunden da. Er gab sich als Totenbeschwörer zu erkennen und griff mich an. Mitten in der Abwehr bemerkte ich einen vierten Mann, der plötzlich erschien. Mit unglaublicher Geschwindigkeit, Gewandtheit und Stärke bezwang er in kurzer Zeit alle Angreifer. Es war Graf Hassildor selbst. Als ich ihm danken wollte, ergriff mich panische Angst - er war ein Vampir! Er sprach aber beruhigend auf mich ein und beide ärgerten wir uns über die verworrene Vorgehensweise des Magierrats in diesem Fall.

In der Universität entschuldigte sich Raminus für die Täuschung und erklärte mir die Gründe für diesen hinterhältigen Auftrag. Als nächstes sprach ich mit dem Magier Irlav Jarol über Probleme in Vahtacen. Ich sollte zu ihrer Klärung beitragen.


64. Tag
In Gesprächen hörte ich immer wieder von der zerstörten Stadt Kvatch und erinnerte mich an einen Martin, den ich dort treffen sollte. Auf dem Ritt dorthin, fand ich ein Lager mit verzweifelten Menschen, die dem Tod in Kvatch entkommen sind. Weiter die Straße hinauf traf ich auf Savlian Matius, der die Reste der Stadtwache befehligte. Er erzählte mir von dem schrecklichen Angriff auf die Stadt und ihrer Zerstörung durch den Feind. Ein Oblivion-Tor versperrt immer noch das Stadttor, so dass die Überlebenden nicht gerettet werden können. Ich versprach, zu versuchen, das Oblivion-Tor von innen zu schließen.



Als ich mich dem Tor näherte, bewunderte ich dieses imposante Gebilde. Ich stand lange da und beobachtete die Flammen, die nach allen Seiten züngelten. Es war ein hypnotischer Anblick. Nach einer Weile riefen die Wachen hinter mir: 'Na los doch! Vorwärts!' Ich ging hinein und betrat eine heiße feurige Welt. Sofort wurde ich von einer zweibeinigen bockenden Echse angegriffen. Von dem, was ich über daedrische Kreaturen weiß, war es ein Clannbann. In dieser Welt wird Feuerzauber nichts anrichten, ich erinnerte mich also an alle Blitzzauber, die ich kannte. Ein Wachmann kam mir zu Hilfe und erklärte, dass ich zum großen Turm muss, um ganz oben einen Siegelstein aus seiner Verankerung zu lösen. Dann wird sich das Oblivion-Tor schließen.

Ich ging also vorsichtig weiter, immer den großen Turm vor Augen. Ich traf auf Flammenatronache, weitere Clannbanns und Dremora-Krieger. Irgendwann war ich vor dem großen Turm und trat entschlossen hinein. Dort hingen sofort 2 Clannbanns an mir. Plötzlich griff mich ein riesiger Daedroth an. Mit dem ersten Prankenhieb schleuderte er mich gegen die Wand, mit dem zweiten zerriss er mein Kleid und setzte zum tödlichen Sprung an. Ich konnte mich gerade hinter dem Schild verstecken als ich auch noch eine riesige Spinnenfrau erblickte, die mich mit einem Blitzstrahl angriff. Meine letzte Rettung war mein Schutzzauber.

Als ich wieder zu mir kam, konnte ich gerade noch einen Heilzauber aussprechen, als mich ein Dremora angriff. Ich konzentrierte mich auf meinen Schild und es war mir egal, dass ich halb nackt da stand. Während ich seine Schläge abblockte, zauberte ich abwechselnd Heilung auf mich und Blitz auf ihn. Schließlich war er besiegt und ich verbrachte noch eine ganze Weile in dem Eingangsraum. Ich ärgerte mich, dass ich mich nicht besser vorbereitet hatte und ohne Rüstung diese Welt betrat. Das Vertrauen in meinen Schild hat mich unvorsichtig gemacht. Ich riß einen Zierstreifen vom Kleid ab und band damit das zerrissene Oberteil zusammen. Mit dem Magierstab in der Hand schlich ich vorsichtig zu einer Tür.

Abwechselnd, mit Stab oder Schild und Berührungszauber, schlich ich durch gewundene Gänge nach oben. In einem Seitenturm fand ich einen nackten Wachmann in einem Käfig. Schrecklich! Mit dem Schlüssel eines Dremora-Sigill-Hüters gelangte ich auf die oberste Ebene des Hauptturms. Dort riss ich den Siegelstein aus seiner Verankerung und wurde zurück nach Kvatch vor das geschlossene Oblivion-Tor teleportiert. Den Neun sei Dank, dass ich nicht den ganzen Weg zurücklaufen musste.

Ich schämte mich, als die Wachmänner die Fetzen an mir erblickten. Aber Savlian Matius gab den Befehl loszustürmen und wir rannten durch das jetzt zugängliche Stadttor. Dort erwarteten uns weitere Daedroths und Riesenspinnen. Nur der Hauptmann und ich überlebten dieses Massaker und die Zivilisten aus der Kapelle konnten sich den anderen im Lager draußen anschließen. Ich versprach dem Hauptmann, bald möglichst zurückzukehren und folgte den anderen. Als ich Martin fand, dachte ich, er wüßte weiter. Aber er fragte nur, ob ich einen Priester brauche. Also suchte ich meine Notizen von Jauffre und las ihm vor: "Martin finden... in der Kapelle... von Mehrunes Dagon... Priester-Feind... Akatosh... zu Jauffre bringen". Ich merkte selbst, wie dumm ich war und Martin seufzte nur und ließ mich stehen. Aber er sprach mich später an und sagte, die Leute sind dankbar für die Schließung des Oblivion-Tores und für die Rettung. Und ich sollte mit ihm zu Jauffre aufbrechen.




65. Tag
Als wir früh morgens die Weynon-Priorei erreichten, wurden die Mönche gerade von den geheimnisvollen Rotmäntel angegriffen. Jauffre entdeckte daraufhin, dass das Amulett der Könige gestohlen wurde und dass der Feind es auch auf Martin abgesehen hat. Ich zog mir eine verstaubte Mönchskutte an und begleitete Martin und Jauffre zur Festung der Klingen, dem Wolkenherrscher-Tempel. Dort wurde Martin als der zukünftige Kaiser begrüßt und Jauffre bat mich, Baurus in der Kaiserstadt zu treffen.

66. Tag
Nachdem ich manche Ausstellungsstücke in den Eiszackturm verfrachtet hatte, war auch in meiner Hütte mehr Platz. Bei Palonirya kaufte ich mir neben einem neuen blauen Kleid auch eine Bluse und einen Rock aus Seide und drei Paare passender Schuhe. Palonirya erzählte mir, dass Amantius Allectus sich über die Kriminalität in der Stadt beschwert - jemand hat sein Tagebuch gestohlen. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, lächelte aber innerlich. Auf der Straße wurde ich erkannt als die Heldin von Kvatch. Und je öfters ich es hörte, desto stärker fühlte ich mich dazu berufen, auch die anderen Oblivion-Tore zu schließen, die jetzt überall im Land erscheinen.

67. Tag
Auf dem Weg nach Bravil sah ich schon von Weitem eine Rauchwolke und ein brennendes Oblivion-Tor. Ich zögerte etwas, ging dann aber doch hinein. Mit den Rüstungsteilen konnte ich an den Daedra besser vorbeikommen, musste aber dennoch immens viel meiner Zauberkraft aufwenden. Für die Zukunft sollte ich mir eine Strategie ausdenken.

Ich fand den Halsabschneider Kurdan gro-Dragol und er schlug mir ein Spiel vor. Wenn ich für ihn die 'Axt von Dragol' finde, sagt er mir wo Aleron Loche ist. Als ich jedoch die Festung Grief erreichte, fand ich Aleron. Er sagte aber, dass die Festung jetzt verschlossen wäre und die einzige Möglichkeit herauszukommen, darin bestünde, das makabre Spiel von Kurdan mitzumachen. In der Festung warteten 'Jäger' auf mich, die aber in den engen Passagen kaum etwas gegen meinen Schild und meine Zauber ausrichten konnten. Wieder draußen, musste ich fassungslos zusehen, wie Aleron von Kurdan ermordet wurde.

In der Kapelle von Mara fand ich Ursanne und überbrachte ihr die schlimme Nachricht. Wir saßen noch lange zusammen und ich versuchte, sie zu trösten.




68. Tag
Während meines nächsten Ausflugs zum Eiszackturm fand ich die Eisfeuerhöhle. Die paar wilden Tiere darin waren kein Problem und bald befand ich mich auf der Eisfeuer-Waldwiese. Dort war es extrem kalt. Zusätzlich griff mich noch ein Eiswächter an, aber wie richtig vermutet, mochte er kein Feuer. Ich zauberte eine leichte Schutzwolke aus Flammen und bewunderte die traurige Eisskulptur auf der Lichtung. Die 5 Tränen lagen verstreut in der Nähe.

Im Eiszackturm untersuchte ich im Arbeitszimmer die daedrischen Siegelsteine. Anscheinend besitzen sie eine besondere Verzauberung, die man auf Gegenstände übertragen kann. Bevor ich damit Waffen verzaubere, sollte ich vorher den Umgang mit Waffen erlernen. Für eine Schmuck- oder Kleidungverzauberung muss ich erst einen passenden Siegelstein finden. Noch ein Grund mehr, die Oblivion-Tore zu schließen.


70. Tag
Ich erholte mich in Leyawiin von der Wanderung durch die Gebiete um die Topal-Bucht. Im Schloss fragte mich eine riesige Orkfrau, ob ich der Graf sei... Unnötige Beleidigung, aber vielleicht macht das Tragen von so viel Blech blind. Außerdem bestand sie darauf, 'Herr Ritter Mazoga' genannt zu werden. Nach kurzem Gespräch erklärte ich mich trotzdem bereit, sie nach Fischerfelsen zu bringen. Am Lagerfeuer saß dort eine Pfadfindertruppe. Plötzlich schimpfte Mazoga ganz schlimm und griff die Pfadfinder an. Als sie aber 4 gegen 1 kämpften, musste ich Mazoga beistehen. Sie bedankte sich und erzählte mir ihre traurige Geschichte.

In Leyawiin fragte mich Graf Caro, ob ich eine Verbrecherbande aus dem Weg räumen könnte. Nachdem ich Schwarzen Brugo und seine Komplizen mit Mazogas Hilfe besiegte, erhob uns der Graf in den Stand eines Fahrenden Ritters.




71. Tag
In der nahen Siedlung Grauland kümmerte ich mich um eine Gruppe Skooma-Dealer, angeführt von dem berüchtigten Kylius Lonavo, für den ich auch das Kopfgeld erhielt.

So langsam bräuchte ich ein paar Tipps aus der Magieschule der Zerstörung. Ich fragte herum, aber auch in der Magiergilde konnte mir niemand einen Meister nennen.


72. Tag
Dafür wusste es Delphine Jend in Bravil. Eine gewisse Bralsa Andaren soll die beste sein. Sie hat jedoch keinen ständigen Wohnsitz und ich muss sie in der Wildnis suchen, angeblich in der Nähe eines Schreins für Kynareth. Ohje... da kenne ich mittlerweile mehrere.

Die Banditin weiter nördlich kam nicht mehr dazu, ihren Spruch mit der schwangeren Kuh zu beenden. Ihr Kollege sagte irgendwas von Schlammkrabben, die gefährlicher als ich seien.

Ich beschloss, nach der alten Heimat der Brüder Jemane zu suchen. Angeblich liegt Wetterlih mitten im Großen Forst, südlich von Chorrol.


75. Tag
In den letzten Tagen haben Swen und ich uns im Großen Forst herumgetrieben und neben der Priorei Gottlesfont, der Ortschaft Dreckhack, den Festungen Holzhand und Carmala, den Schreinen von Dibella und Julianos, auch Wetterlih und Bralsa am Schrein von Kynareth gefunden. Nebenbei habe ich auch ein paar Oblivion-Tore geschlossen.

Für die Unterweisung in magischer Zerstörung verlangte Bralsa 20 Bärenfelle - um die Götter zu ärgern und die natürliche Ordnung zu stören, wie sie sagte.

In Wetterlih traf ich auf herumstreunende Oger. Ich beschloss, sie zu vertreiben oder zu bekämpfen, bevor ich den Brüdern Jemane meine Entdeckung melde. Oger sind für mich schwierige Gegner, denn sie scheinen für nichts anfällig zu sein, was ich zaubern kann. Außerdem halten sie viel aus und ihre Schläge sind sehr schmerzhaft. Ich musste sie also einzeln locken und schon von Weitem mit Fernzaubern bearbeiten. Außerdem sollte ich an meiner Geschicklichkeit arbeiten - nach fast jedem Oger- oder Daedrothschlag verliere ich das Gleichgewicht.

Swen und ich konnten nach und nach alle Oger in Wetterlih besiegen und ich konnte die Jemane-Brüder in ihre alte Heimat führen.




76. Tag
Ich habe einige Bären erlegen können. Den Rest der Felle habe ich in der Kaiserstadt gekauft. Als ich mit dieser schweren Ladung bei Bralsa ankam, erklärte sie sich gerne bereit, mich zu unterweisen.

Mittlerweile habe ich auch weitere 40 Nirnwurzen gefunden und habe sie heute bei Sinderion abgeliefert. Damit braut er mir die stärkste Ausführung des Elixiers der Erforschung.


78. Tag
Ich musste ständig an Savlian Matius denken, der seit ein paar Tagen in Kvatch auf mich wartet. Ich zog meine verzauberte Kampfkleidung an und ritt mit schlechtem Gewissen in die zerstörte Stadt. Es war wieder ein schmerzhaftes Gemetzel, doch gemeinsam haben wir die letzten Daedra in ihr Reich zurückgeschickt. Leider kamen wir zur Rettung des Grafen zu spät. Savlian Matius bedankte sich und schenkte mir seinen Brustharnisch.



79. Tag
Die Befreiung von Kvatch dauerte lange und in der Zwischenzeit ist Swen zu seinem Hain zurückgekehrt. Als ich dort ankam, wurde ich von einem Minotaurus-Hainwächter angegriffen, der mich wohl nicht mehr erkannt hat. Während des Kampfes, sah ich auf dem Hügel, wie ein Schwarzbär beschworen wurde und in meine Richtung losstürzte. Swen muss das beobachtet haben und schnitt dem Bären den Weg ab. Als ich mit dem Minotaurus fertig war, sah ich nur noch wie Swen unter den Schlägen der Zweigling-Frau gefallen ist. Ich eilte hin, aber es war zu spät - mein treuer Freund, der mich beschützen wollte, war tot. Schwere Wolken zogen auf und es regnete stark. Ich saß noch lange bei dem leblosen Körper, dann bestattete ich Swen in seinem Hain.

80. Tag
Ich war wieder in Chorrol und konsultierte Athragar wegen Veränderungsmagie. Er gab mir ein paar Tipps und bat mich, geduldig weiter zu üben. Auf der Straße hat mich ein Dunkelelf angesprochen. Anscheinend kannte er früher Albert Jemane, den Vater von Reynald und Guilbert. Er erzählte mir, dass Albert ein bekannter Dieb war und seine wertvolle Beute jetzt von Ogern bewacht wird. Das klang nach Schatzsuche und ich machte mich zu der Rotwachtal-Höhle auf. Ob es die Abenteuer-Erregung war oder meine Ungeschicklichkeit - auf jeden Fall bin ich in der Höhle ausgerutscht und Steine rollten mit lauten Gepolter. Plötzlich war ich von drei Ogern umzingelt, die mit ihren Riesenfäusten auf mich einschlugen. Da ich nicht alle drei abwehren konnte, zauberte ich meinen Schutzzauber und flog benebelt gegen die Felswand. Die starken Oger standen aber sofort wieder auf und rannten auf mich los. Mit letzter Kraft stürmte ich aus der Höhle und fiel benommen ins Gras.

Jetzt habe ich was angerichtet. Die drei werden hinter dem Eingang auf mich warten. Und das waren nur die ersten drei. Da fielen mir die Worte des bösen Daedra-Prinzen ein. Nicht weit entfernt stand das Haus von Melus Petilius und ich fand ihn am Grab seiner Frau. Ich schrie ihn an und beschimpfte ihn, aber er blieb standhaft. Dann ohrfeigte ich ihn und endlich griff er zur Waffe. Ich lief weg. Ich rannte Richtung Berge, wo verschlungene Pfade zu den Gipfeln führen. Melus verfolgte mich, war aber in seiner Rüstung langsam. Auf dem Berg angekommen und außer Atem sprang ich die Klippen herunter und vergrößerte so den Abstand zu meinem Verfolger. Er verlor mich aus den Augen und gab die Hetzjagd auf.

Ich rannte so schnell ich konnte zu der Rotwachtal-Höhle. Vor dem Eingang tief Luft geholt und rein. Es war ein blutiger Kampf, aber ich habe die Oger hinter der Tür besiegt. Geschwächt schlich ich weiter und bekämpfte einen Oger nach dem anderen. Am Ende wartete ein Ogerhauptmann, der mir noch stärker als die anderen erschien. Als meine Kräfte mich verließen, betete ich, dass Molag Bal sein Wort hält. Der letzte Schlag des Ogers hüllte mich in Dunkelheit...

Ich stand plötzlich vor dem Schrein des mächtigen Daedroths. Er hielt sein Wort! Nach seiner kurzen Ansprache und der Belohnung in Form seines berühmten Streitkolbens schlenderte ich durch den Wald und dachte mit Schrecken an die vergangenen Stunden. Ich wurde getötet. Ich war tot. Ich begriff das ganze nur langsam. Den geschwächten Ogerhauptmann werde ich mir morgen vornehmen, wenn ich selbst wieder fit bin. In Gedanken versunken nahm ich den Weg in die Jerall-Berge und kam in der Nacht im Eiszackturm an. Ich nahm den Ring von Meridia und das Kribbeln im Bauch beruhigte mich.


81. Tag
Es war noch dunkel als ich wieder unterwegs war. Mein Ziel war der Schrein von Azura, der mir einmal in Cheydinhal beschrieben wurde. Azura bat mich, fünf ihrer treuen Anhänger vom Vampir-Dasein zu erlösen. Im Vergleich zu dem Oger-Gemetzel gestern, waren die einzelnen Vampire in den engen Höhlengängen kein großes Problem. Am Nachmittag dankte mir Azura und schenkte mir ihren legendären Seelenstein-Stern.


Derzeitige Kampfkleidung und die Effekte, wenn sie angezogen ist.


Gestohlene Gegenstände:

- Amantius Allectus' Tagebuch
- Buch: 'Finger des Berges'
- Jeannes Zaubereihandbuch
- Falcars 2 schwarze Seelensteine
- 1x Hehlerware
- Steuerliste des Hafenviertels
- Llathasas Büste
- Ahdarjis Ring
- Hrormirs Eisstab


Ausgeführte Angriffe:

- Ohrfeige für Melus Petilius



Abgeschlossene Quests:

Hauptquest
- "Durchbruch der Belagerung von Kvatch" (Ruhm +1)
- "Findet den Erben"
- "Weynon-Priorei" (Ruhm +1)
- "Die Schlacht um Schloss Kvatch" (Ruhm +1)

Magiergilde
- "Hintergedanken" (Ruhm +1)

Diebesgilde
- "Ahdarjis Erbstück" (Infamie +2)
- "Irreführung" (Infamie +2)

Sonstige Quests
- "Jähes Erwachen"
- "Letzte Ruhe"
- Daedra-Quest "Meridia" (Ruhm +1)
- "Paranoia"
- "Rüstungsschmied-Training"
- "Eiszackturm"
- "Ein ehrwürdiger Jahrgang"
- "Jagdbeute" (Ruhm +1)
- "Tränen des Retters" (Ruhm +1)
- "Mazoga die Ork" (Ruhm +1)
- "Überfall auf Grauland"
- "Ritter des Weißen Hengstes"
- "Zerstörungstraining"
- "Verlorenes Erbe"
- "Auf der Suche nach Euren Wurzeln" (Ruhm +1)
- Daedra-Quest "Hircine" (Ruhm +1)
- Daedra-Quest "Molag Bal" (Ruhm +1)
- Daedra-Quest "Azura" (Ruhm +1)
- 8 Oblivion-Tore geschlossen (Ruhm je +1)
klarix
  24.01.2010, 18:32
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Arielle hat den Level 25 erreicht und versuchte sich endlich im Waffenkampf. Mit einer göttlichen Belohnung.



81. Tag (15. Sonnenuntergang, 3Ä433)
Auf dem Rückweg zu meiner Hafenhütte grübelte ich über den gestrigen Tag nach. Wer kann von sich behaupten, schon einmal tot gewesen zu sein? Welch enorme Macht muss der göttliche Daedroth Molag Bal besitzen, dass es ihm möglich war, meine Seele wieder aus Aetherius zurückzuholen. Trotzdem, ich habe gelernt, den Daedra nicht zu trauen. Vor allem nicht dem Prinzen des Zorns und der Zwietracht. Was für ein Glück ich doch hatte. Ark'ay muss seine schützende Hand über mich gehalten haben.

82. Tag
Noch vor dem Sonnenaufgang brach ich Richtung Westen zu der Rotwachtal-Höhle auf. Ein eigenartiges, triumphierendes Gefühl, an den leblosen Oger-Körpern vorbeizuschreiten. Ein paar dunkle Höhlengänge später vernahm ich schon von Weitem das Grunzen des Ogerhauptmanns. Er schien überrascht, mich ausgeruht und geheilt und vor allem lebend wiederzusehen. Der Kampf - brutale Gewalt gegen arkane Kräfte - war diesmal ausgeglichener, da seine Verletzungen ihn etwas zu behindern schienen. Erstaunlicherweise wurde meine Konzentration durch keine Angstgefühle gestört - vielleicht eine Folge meiner traumatischen Erlebnisse an genau dieser Stelle. Am Ende hatte ich nur ein paar blaue Flecken und mein Kleid war angesabbert.

Ich fand bei dem Oger eine besondere Waffe: Die Ehrenklinge von Chorrol. Das musste diese besondere Beute gewesen sein, von der der Dunmer Fathis Ules sprach. Ich wollte aber mit diesem Diebstahl nichts zu tun haben und nachdem ich mein Kleid gereinigt habe, brachte ich das Schwert zum Schloss in Chorrol. Der Herold der Gräfin war verblüfft, stellte aber keine Fragen. Für diese rühmliche Wiederbeschaffung der Klinge belohnte er mich mit dem Wappen von Chorrol, einem Schild der Ehre und Tapferkeit. Ich war unglaublich stolz.

In Wetterlih bedankte sich Guilbert für die Tilgung seiner Familienschande.




83. Tag
Ich übernachtete im Gildenhaus der Magier und unterhielt mich lange mit Athragar über Veränderungsmagie. Nach dem Frühstück bat er mich, meinen sonderbaren Schutzzauber vorzuführen, damit er ihn analysieren konnte. Vorsichtshalber gingen wir nach draußen. Ich wirkte nur eine schwache Zauberform, trotzdem hat es uns mit einem Knall hingesetzt und die Wache kam angerannt. Athragar war etwas verwirrt, denn die Energiestrukturen ähnelten dem bekannten Schildzauber, die Wirkung widersprach jedoch der Analyse. Er versprach, in Büchern nachzuforschen.

Mit einem anderen Gildenmitglied, Alberic Litte, unterhielt ich mich über Beschwörungen und er verwies mich zwecks weiterführender Studien an einen Olyn Seran - am Schrein von Molag Bal...

Als ich Earana unter der Großen Eiche tratschen sah, erinnerte ich mich an das Geheimnis, dem ich noch nachgehen wollte. Abends habe ich Wolkenhöhe erreicht und näherte mich vorsichtig dem Säulenstein. Die verkohlte Leiche daneben verstärkte mein Unbehagen und ich suchte Earanas Notizen heraus. Ich berührte den Stein und ließ ein paar schwache Blitze durch meine Finger gleiten. Baaam! Die Säule reagierte mit einer starken Flächenentladung und als Blitze durch meinen Körper jagten, spürte ich eine neue göttliche Macht, die mir gewährt wurde.

Ich fühle diese Macht in mir, bin aber anscheinend zu dumm, um sie zu beherrschen. Aber vielleicht bin ich nur zu aufgeregt oder zu müde.




86. Tag
Seit meiner tödlichen Oger-Begegnung sind einige nachdenkliche Tage vergangen. Solchen Gegnern habe ich kaum etwas entgegenzusetzen. Ich sprach mit Kampfmagiern, Kriegern und Legionären, die meinten, dass eine gute Waffe oft entscheidender wäre als Magie. Als magiebegabtes Bretonenmädchen bezweifle ich das, schaute mir aber in der Arena den Waffenkampf genauer an. Der letzte Bandit, der mich 'schwangere Kuh' genannt hat, hinterließ mir eine wunderschöne Waffe, ähnlich einem Nudelholz. Damit habe ich an Bäumen und Steinen geübt. Das Schwingen dieser filigran gearbeitete Keule aus dem unverwüstlichen Vulkanglas ermüdete mich schnell, aber ich gab nicht auf. Trotzdem hat mich eine Ratte dreimal gebissen, bevor ich ausholen konnte. Sie starb, aber vermutlich an einem Lachkrampf.

Ich nahm diesen Glasstampfer mit in die Arena. Ich versuchte, auch beidhändig zu schwingen, traf aber immer noch nicht und wurde arg verdroschen. Ich musste den Kampf auf konventionelle Art beenden. Es ist keine Waffe für ein Mädchen. Abends im Bett schmerzten meine Arme und ich hatte das Gefühl, Muskeln wie ein Minotaurus zu haben. Oh Graus, es reicht schon, wenn Leute zu mir sagen, ich hätte Hände wie ein Schmied...

Waffen sind für Barbaren. Klingen zerschneiden und zerfetzen das Fleisch, Keulen sind für Zerquetschen und Zerplatzen. Jedesmal spritzt klebriges Blut, ich musste immer wieder mein Kleid auswaschen. Dagegen ist ein feiner Zerstörungszauber eine saubere Sache. Ich bräuchte also eine Waffe, die ohne solche Sauereien tötet. Da musste ich an die Gerüchte über die verlorene Klinge von Mehrunes Dagon denken. Angeblich soll sie die Macht besitzen, einen Gegner auf der Stelle zu vernichten. Das wäre genau das, was ich suche.


87. Tag
In Bravil erstand ich beim Grafen eine Wohnung und habe sie gleich von Nilawen einrichten lassen. Es stinkt schrecklich aus dem Stadtkanal vor der Tür, aber es ist gut, einen sicheren Zufluchtsort am Niben zu haben. Von hier aus kann ich Erkundungen nach Süden und Ausflüge ins Randland unternehmen.

S'krivva erkannte mich zwar, es fiel ihr aber diesmal überhaupt kein Name ein. Sie schlug mir ein neues Spiel vor: Ich soll in Skingrad einen Theranis und ein Buch finden.

Man sagte mir, dass ich mit meiner Suche weit im Osten an der Bruchklipp-Wache beginnen sollte. Der Legende nach soll sich Mehrunes Klinge vor Urzeiten in dieser Gegend befunden haben. Auf dem Weg dahin überlegte ich, wie das wohl sein kann. Denn die Festung selbst hatte nie etwas mit Mehrunes Dagon zu tun und ist als Reman-Bauwerk "erst" anderthalb Jahrtausende alt. Ich hoffte, Antworten vor Ort zu finden und sammelte unterwegs Pilze, Blumen und Nirnwurzen.


88. Tag
Das Knarren des Burgtores vermittelte den ersten Eindruck über den Zustand der Ruine. Doch im Innern vernahm ich Stimmen und wurde plötzlich angegriffen. Mehrere einheitlich uniformierte Dunkelelfen waren dort versammelt und je tiefer ich in die Festung vordrang, desto mehr Informationen konnte ich aus Schriftstücken und Tagebüchern sammeln. Demnach waren es Söldner und gehörten zur Vorhut einer Armee, die sich hier zum Angriff auf das Kaiserreich vorbereitete. Angeführt wurden sie von Frathen Drothan, einem mächtigen Hexenmeister der Telvanni, der allerdings nirgendwo zu finden war.

In tieferen Bereichen erbauten die Drothmeri, wie sich die Söldner nannten, ein ganzes unterirdisches Dorf. In einem alten Buch las ich, dass hier vor Tausenden von Jahren die Ayleïdenstadt Varsa Baalim existierte und in ihrem Zentrum ein heiliger Ort, der Mehrunes Dagon gewidmet war. An diesem Ort, Nefarivigum genannt, wurde Mehrunes' Rasiermesser aufbewahrt. Anscheinend ist Drothan hinter diesem Artefakte her, um gegen das Kaiserreich eine göttliche Waffe zu führen. Ich vermute jedoch, dass er es nicht geschafft hat, denn die Schriften sprechen von Vampirismus, der sich kurz vor der Verschüttung der Stadt dort ausgebreitet haben soll. Wenn die Drothmeri den Zugang zu der Stadt gefunden und freigelegt haben, werden sie gegen die ewig lebenden Vampire keine Chance haben.




89. Tag
Immer wieder versuchte ich, auch den schweren Glasknüppel im Kampf einzusetzen. Ich wurde in der Handhabung zwar besser, wollte aber nicht weiter meine Muskeln trainieren. Neben Rekruten und ausgebildeten Soldaten, machten es mir vor allem die Veteranen zu schaffen. Manchmal machte ich mich unsichtbar und huschte an ihnen vorbei. Nachdem ich das Dorf, die Minen, die Schmiede und die Kommune hinter mir ließ, erreichte ich den Eingang zur ausgegrabenen Ayleïden-Ruine, den Drothan hinter sich versiegelt hat. Seinen Aufzeichnungen entnahm ich, wie man im Notfall die Versiegelung löst und betrat das unheimliche Bauwerk, das bis zu der verschollenen Stadt führte. Ich blieb immer wieder stehen und versuchte, mir den Rückweg zu merken.



Wie vermutet, war Varsa Baalim immer noch bevölkert. Oder besser gesagt - verseucht. Für die seit Jahrtausenden hungernden Vampire waren die Drothmeri ersehnte Opfer. Keiner der Soldaten hat hier überlebt. Doch keine Spur von Frathen Drothan. Hat er es tatsächlich bis zum Nefarivigum geschafft? Bei einem toten Rekruten fand ich einen traurigen Brief an seinen Bruder in Gramfeste. Er hat ihn wohl in der Stunde seines Todes geschrieben. Mit Tränen in den Augen nahm ich mir vor, diesen Brief weiterzuleiten... wenn ich hier jemals lebend herauskomme. Ich fand eine sichere Ecke, ruhe mich etwas aus und schreibe diese Zeilen.


90. Tag
Die Anwesenheit der Vampire hielt mich wach und der Gedanke an die göttliche Klinge motivierte mich, weiterzumachen. Gewöhnlich erspüre ich die Anwesenheit von Gegnern, Vampire entziehen sich meiner Wahrnehmung. Die meisten der Nachtwandler konnte ich jedoch ungesehen umgehen und schließlich fand ich den Eingang zum Nefarivigum. Darin weitere tote Drothmeri. Schrecklich. Am Ende des heiligen Baus war ein großer Raum, wo ich auch Frathen Drothan fand. Hinter einem Gitter schimmerte Mehrunes Klinge und der Telvanni überlegte wohl immer noch, wie er daran kommt. Aus seinen Gedanken gerissen griff er mich sofort an. Er konnte gut zaubern, der Kampf hat mich gefordert, aber ich war siegreich.



Da stand ich nun. Das Rasiermesser so nah und doch unerreichbar. In einem aufgestelltem Sarg schlief ein daedrischer Wächter. Ich rüttelte am Gitter, doch es gab nicht nach. Stattdessen ist der Wächter aufgewacht und ich musste auch ihn besiegen. Nachdem er zu Staub zerfiel, öffnete sich das Gitter von alleine und ich konnte mein Ziel erreichen. Ich hielt Mehrunes' sagenumwobenes Rasiermesser in den Händen. Abgesehen von der immanenten Macht, ist es eine schöne handliche Waffe, die mich nicht so schnell ermüden wird.

Als ich die Klinge an mich nahm, öffnete sich ein Geheimgang, durch den ich schnell ins Freie gelangen konnte.
Es war Vormittag und während ich den Weg nach Cheydinhal einschlug, bewunderte ich die mächtige Waffe bei Tageslicht. Eigentlich zu schade für den Kampf, vielleicht werde ich sie einfach nur so tragen.
Mit dem Tod Frathen Drothans ist die Gefahr für das Kaiserreich gebannt. Doch die Drothmeri wissen davon nichts und werden sich wohl weiterhin sammeln und vorbereiten.



An einem See stieß ich auf den Schrein der Daedra-Fürstin der Träume und Alpträume - Vaermina. Um sie zu beschwören, muss ich einen schwarzen Seelenstein opfern. Schwarz? Falcar ist weg. Wo soll ich solche finden?

In Borbas Kaufladen verkaufte ich meine Beute und erwarb beim dem selbstherrlichen Grafen ein schönes Haus. Ich hatte für lange Zeit genug von Dunkelelfen.


91. Tag
Heute war ich wieder am Schrein von Molag Bal, um mit Olyn Seran zu sprechen. Dunkelelf! Aber anscheinend ist er Meister der Beschwörung und nur von ihm kann ich mehr lernen. Doch er wollte zuvor eine Vorführung meiner Kenntnisse - die Beschwörung eines Verblichenen Gespensts. Das war kein Problem, nur die anderen Anbeter erschraken etwas.

92. Tag
Auf dem Weg zum Eiszackturm machte ich in Bruma halt und kaufte ein paar Dietriche bei Ongar. Bei der Gelegenheit fragte ich im Schloss nach einer Immobilie. Die Gräfin Carvain bot mir ein Haus am Stadttor an. Ich erwarb es und konnte noch am gleichen Tag die Einrichtung bei Suurootan in Novaroma bestellen.

Nördlich von Bruma stieß ich auf den Drachenklaue-Felsen, was mich an den Auftrag der Gräfin erinnerte. Dem muss ich demnächst nachgehen.



Derzeitige Kampfkleidung und die Effekte, wenn sie angezogen ist.


Gestohlene Gegenstände:

- Amantius Allectus' Tagebuch
- Buch: 'Finger des Berges'
- Jeannes Zaubereihandbuch
- Falcars 2 schwarze Seelensteine
- 1x Hehlerware
- Steuerliste des Hafenviertels
- Llathasas Büste
- Ahdarjis Ring
- Hrormirs Eisstab


Ausgeführte Angriffe:

- Ohrfeige für Melus Petilius




Abgeschlossene Quests:

Magiergilde
- "Finger des Berges, Teil II"

Sonstige Quests
- "Sünden des Vaters" (Ruhm +1)
- "Kaufe ein Haus in Bravil"
- "Mehrunes Rasiermesser aufspüren "
- "Kaufe ein Haus in Cheydinhal"
- "Beschwörungstraining"
- "Kaufe ein Haus in Bruma"
- 3 Arena-Kämpfe (Ruhm je +1)

klarix
  30.01.2010, 18:05
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Arielle hat den Level 30 erreicht und einen ungewöhnlichen Begleiter und Freund getroffen.



92. Tag (26. Sonnenuntergang, 3Ä433)
Spät abends war ich wieder in der Kaiserstadt und suchte Roland Jenseric in Seridurs Haus auf. Ich wurde als Ehrenmitglied in den Orden des Tugendhaften Blutes aufgenommen und Roland bedankte sich mit dem Ring des Sonnenfeuers. Er schützt mich seit dem vor böser Magie und ansteckenden Krankheiten.

94. Tag
Nachdem ich gestern ein paar Kämpfe in der Arena absolvierte, wanderte ich heute durch die Nibenay-Senke und sah schon von Weitem das Lodern eines Oblivion-Feuers im Wald. Was folgte, war ein ernüchterndes Erlebnis.

Auf der anderen Seite des Tores wurde ich von einem kampfbereiten Dremora-Krieger erwartet. Ich hatte keine Angst, denn bisher konnte mich noch keiner von ihnen ernsthaft verletzen. Was ich jedoch bei diesem sofort spürte, war eine sehr starke Magie-Beherrschung. Ich weiß, dass Dremora, ähnlich wie meine Landsleute, einen hohen magischen Widerstand besitzen, aber niemals habe ich ihn in dieser Intensität erlebt. Kein Zerstörungszauber schien ihm etwas auszumachen und ich beherrsche mittlerweile viele von ihnen sehr gut. Seine Zauber musste ich dagegen mit Wiederherstellung kompensieren. Mit meinem Schild konnte ich aber effektiver blocken, als er es mit seiner Zweihandwaffe tat. Ich versuchte, ihn zu entwaffnen, aber er war ein erfahrener Kämpfer und ließ es nicht zu. Wie sollte ich ihn besiegen? Ich konnte nur hoffen, dass die Dagon-Verzauberung meiner kleinen Klinge irgendwann greift und der Dremora tot umfällt.



Und so benutzte ich abwechselnd Blitzzauber, schlug auf ihn ein und blockte seine Angriffe ab. Doch als ob sein enormer Magiewiderstand und seine starke Rüstung nicht genug wären, immer wieder spürte ich, wie meine eigenen Energien von ihm abprallten und sich auf mir entluden. Plötzlich erkannte ich die tödliche Gefahr und ließ meine Waffe aus der Hand fallen. Mein Herz bebte. Doch als der nächste Schlag mich zum Torkeln brachte, erinnerte ich mich an einen Trick, den mir Bralsa Andaren beigebracht hat: Im gleichen Rhythmus, wie er auf meinen Schild einschlug, zauberte ich eine magische Anfälligkeit auf ihn. Und bevor die Wirkung aufhörte, tat ich das gleiche noch einmal und noch einmal. So potenzierte ich die Wirkung und neutralisierte auf diese Weise seinen Magiewiderstand. Dem Dremora war das wohl nicht bewusst, denn bisher habe ich ihn damit nicht verletzt. Doch dann berührte ich ihn und versetzte ihm einen elektrischen Schock, der ihn regelrecht umhaute. So ging ich noch zweimal vor und schließlich besiegte ich ihn.



Als ich ihn untersuchte, entdeckte ich auch die Quelle seines Widerstandes. Es war ein unauffälliger Ring. Aber seine Verzauberung war mindestens so stark, wie meine angeborenen Fähigkeiten. Er war auch für die Reflexion der Zauber verantwortlich. Ich schaute mich nach meinem Dagon-Dolch um. Diese Waffe ist verflucht! Ich hätte auf der Stelle tot sein können, wenn ihr Zauber reflektiert worden wäre. Vielleicht ist deswegen kein historischer Träger dieser Waffe bekannt. Sie hat sie alle irgendwann selbst getötet...



Fleißiges Training in den meisten Fertigkeiten und die Erlangung des Weltlichen Ringes rechtfertigen die Erhöhung des Schwierigkeitsgrades auf 60%.

95. Tag
In Gedanken verloren durchstreifte ich die Nibenay-Wälder Richtung Süden. Ich hatte plötzlich Angst vor dieser Waffe und werde sie im Eiszackturm neben dem Chorrol-Schild ausstellen. Auf einer Lichtung entdeckte ich eine Drachenstatue, die mich an Peryite, den daedrischen Aufgabenverteiler, erinnerte. Ich konnte niemanden fragen, weil die Jünger alle irgendwie erstarrt waren. Als ich jedoch die Statue berührte, sprach die Gottheit zu mir. Ich erfuhr von dem Hochmut und der Dummheit ihrer Anhänger und ihren Seelen, die jetzt in Oblivion gefangen sind. Neugierig erklärte ich mich bereit, ihre Seelen zurückzuholen.

Das war insgesamt gar nicht so schwer. Die Welt von Peryite glich seltsamerweise der von Mehrunes Dagon, so dass ich mich schnell zurecht fand. Für die Wiederherstellung der natürlichen Ordnung bedankte sich Peryite mit dem berühmten Zauberbrecher. Ein uralter, faszinierender Schild. Wenn ich seine Verzauberung mit denen meiner Ringe kombiniere, könnte ich fast jeden Zauber reflektieren!


97. Tag
In den vergangenen Tagen habe ich die Landschaft in Ost-Cyrodiil erkundet und dabei viele Ruinen gefunden und mehrere Oblivion-Tore geschlossen. Ich trage jetzt einen Vulkanglasdolch, den ich noch verzaubern werde. Vielleicht mit etwas, was müde macht. Auch einen daedrischen Dolch habe ich erbeutet. Auf dem Weg nach Süden bin ich bis zum Pantherfluss gekommen und folgte seinem Lauf bis zur Bucht von Niben, wo ich das Wrack eines kleinen Frachtschiffes entdeckte. Das musste die Stelle sein, von der der Einsame Wächter sprach. Durch ein aufgerissenes Loch im Rumpf kletterte ich ins Innere - nicht einfach in einem Kleid.



Innen erwartete mich das Grauen. Schreckliche Gespenster, die meinen Tod wollten. Ich kämpfte mich durch die Reihen von Deck zu Deck, bis ich ganz unten ein angekettetes Skelett fand. Als ich es von seinen Fesseln befreite, erschien der Geist des Wächters und bedankte sich für die Erlösung mit einer Schatzkarte.

Versteckt im Wald entdeckte ich einen der uralten Schicksalssteine - den Magnus-Stein. Als ich ihn berührte, wurde mir die Macht "Schar von Magnus" gewährt. In Gesprächen mit Federweber und aus ihren Abhandlungen habe ich einiges über diese Symbole aus längst vergangenen Zeiten gelernt.


98. Tag
Auf der anderen Nibenseite besuchte ich den Schrein von Sheogorath und brachte die geforderten Opfergaben dar. Die Aufgabe des Wahngottes war typisch irrsinnig: Ich musste in dem Dorf Grenzburg zwei Zeichen einer Prophezeiung simulieren. Das war vielleicht ein Spaß! Aber den Käsegestank habe ich bis heute nicht auswaschen können. Typisch verrückt war auch die Belohnung - der aberwitzige Wabbajack. Auf dem Weg in die Topal-Bucht habe ich mit dem Stab viel Unsinn angestellt... Was wohl all die Krabben und Rehe gedacht haben?



Am Himmelsstein von Shezarr empfing ich das magische Geschenk "Schild von Shezarr".


99. Tag
Am frühen Morgen erreichte ich die Ätzhohn-Senke. Es ist ein unterirdisches Lager, das ich von einem entfernten Verwandten geerbt haben soll. An der Oberfläche waren nur verbrannte Ruinen, doch nachdem ich den verborgenen Eingang fand, konnte ich aus einem Tagebuch den Grund der Zerstörung erfahren. Das Gewölbe war verlassen und düster. Im letzten Raum entdeckte ich die dämonische Statue von Sithis. Ein kalter Schauer durchlief meinen Körper und ich verließ den Ort. Anscheinend war es früher die Basis eines Vampir-Ordens namens Purpurnarben. Aus dem Tagebuch erfuhr ich, dass ich das Gewölbe etwas wohnlicher gestalten kann - ich muss in der Wawnet Herberge nachfragen.

Auf dem Weg nach Leyawiin überlegte ich, welcher meiner Verwandten etwas mit Vampiren zu tun hatte. Und warum hat er diesen unheimlichen Ort ausgerechnet mir vermacht? Bis vor einem Jahr wusste nicht einmal ich, dass ich irgendwann in Cyrodiil leben werde. Meine Kusine hat mich einmal gebissen, als wir um den Ball gekämpft haben. Onkel Varin war immer dunkel gekleidet und ist nie mit uns spazieren gegangen, aber das muss nichts heißen. Großvater hat mich zwar immer erschreckt, aber er hatte kaum noch Zähne...

In Leyawiin beschwerten sich die Leute auf der Straße über die unangenehmen Gerüche, die aus dem Haus von Rosentia Gallenus kamen. Ich beschloss, dem nachzugehen. Als ich Rosentia besuchte, sah ich sofort, woher der Gestank kam - vier Skampe tummelten sich im Wohnzimmer. Die verzweifelte Rosentia erzählte mir, wie sie vor kurzem einen daedrischen Stab erwarb und festellen musste, dass er die Skampe dauerhaft beschwört. Und merkwürdigerweise konnte sie sich von dem Stab nicht trennen.

Ich konsultierte Alves von der Magiergilde, die herausfand, dass es sich hierbei um den Stab der Immer-Skampe handelte - ein fieses Kunstwerk von Sheogorath. Die einzige Möglichkeit, die Skampe loszuwerden, sei angeblich die Niederlegung des Stabs an seinem Ursprungsort, der Dunkelgrund-Höhle.
Da aber die feine Dame Rosentia sich auf keinen Fall mit den Skampen in der Öffentlichkeit zeigen wollte, bat sie mich, es zu übernehmen. Ich fühlte mich etwas gedemütigt. Auch ich komme aus einer angesehenen Familie, kann mich benehmen und habe schöne, saubere Sachen an. Auch mir ist es unangenehm, ständig eine stinkende Wolke hinter mir herzuziehen. Aber sie tat mir leid und ich nahm ihr den Stab ab. Augenblicklich folgten die Skampe jetzt mir und wir verließen Leyawiin unter strengen Blicken der Wachen.




100. Tag
Eigentlich könnte ich den Stab eine Weile behalten und die Skampe als Übungsobjekte benutzen. Sie schlagen nicht zurück und werden vom Stab immer neu erschaffen. Sehr praktisch für Waffentraining oder Zauberexperimente. Schnell fegte ich diese herzlosen Gedanken weg. Auch wenn sie fauchten, sabberten und widerlich stanken - sie haben mir nichts getan.

Tief in der Nacht erreichten wir die Dunkelgrund-Höhle. Dort wimmelte es von anderen daedrischen Wesen, die, anders als die Skampe, allesamt nicht friedlich waren. Schließlich erreichten wir eine Art Schrein von Sheogorath und ich legte den Stab auf den Altar. Die Skampe schienen den Ort zu kennen und folgten mir nicht mehr. Etwas störte mich aber an dieser Höhle. Überall Daedra, vom Flammenatronach und Clannbann bis zum Daedroth, Spinnenfrauen und Xivilai. Aber kein Oblivion-Tor oder Beschwörer weit und breit. Wo sind diese Wesen hergekommen? Ich dachte bisher, so etwas wäre nicht möglich.

Rosentia schenkte mir den daedrischen Ring von Eidolons Ufer. Ein schönes Ausstellungsstück. Tragen werde ich ihn nicht, denn blocken kann ich mittlerweile sehr gut und auf eine Klingenwaffe bin ich nicht angewiesen.


102. Tag
Auf dem Weg in die Kaiserstadt über Bravil hatte ich wieder viel Spaß mit Wabbajack. Aber eigentlich ist es nur ein Spielzeug und ziemlich sperrig dazu. Ich werde es zu den anderen Artefakten im Eiszackturm legen.
Seit ein paar Tagen fühle ich mich etwas schwach. Bei Auseinandersetzungen brauche ich mehr Ausdauer und Konzentration als gewöhnlich. Hoffentlich werde ich nicht krank. Ich muss eine Kapelle aufsuchen.

In meiner Hafenhüte entspannte ich im Bett und dachte über vergangene Erlebnisse nach. Eigentlich müsste mich der mächtige Ring des Dremora auch vor reflektierten Zaubern schützen, aber sicher bin ich mir dessen nicht. Die weitere Nutzung von Mehrunes Klinge kann den Tod bedeuten. Ich sollte jemanden auf der Uni konsultieren und wieder meinen Zauberstab auspacken, wie es sich für eine Magierin gehört.

In der Wawnet Herberge lieferte ich bei Nerussa weitere Flaschen des Schattenbann-Weins ab und sprach den zwielichtigen Rowley auf die Ausstattung der Ätzhohn-Senke an. Gut, dass eine Wache in der Nähe war, sonst hätte ich mich das nicht getraut.

Auf dem Weg nach Chorrol machte ich einen Abstecher zum Schrein von Clavicus Vile. Ich bezahlte die Opfergabe und bekam den Auftrag, ein Umbraschwert zu finden. Ich sollte mit der Suche in Pells Tor beginnen. Als ich den Schrein verließ, sprach mich Barbas, der Hund des Daedra-Prinzen an. Anscheinend wollte er mich begleiten und warnen. Ach wie süß! Ich habe mich mit meinem kleinen Begleiter den ganzen Weg unterhalten.

Unter der großen Eiche in Chorrol erfuhr ich, dass Valus Odiil Angst um seine Söhne hat und dass die Tochter von Seed-Neeus vermisst wird. Ich besuchte die Argonierin in ihrem Laden und versprach, nach Dar-Ma zu suchen.

Am Nachmittag bin ich in Dreckhack angekommen und spürte sofort eine beunruhigende allgemeine Feindseligkeit. Ich fühlte mich beobachtet und eine beängstigende Spannung lag in der Luft. Als ich in Moslins Laden nach Dar-Ma fragte, wurde ich unfreundlich abgefertigt. Jeder bestritt, Dar-Ma zu kennen, obwohl ich ihr Pferd hinterm Haus gefunden habe. In der Herberge fand ich Dar-Mas Tagebuch, was mein Gefühl bestätigte, dass hier unheimliche Dinge passieren. Nur ein einziger Bewohner von Dreckhack war bereit, mir mehr zu erzählen. Nach Mitternacht war die Stadt wie leergefegt und ich stieg in die unterirdischen Höhlen hinab. Dort fand ich die verängstigte Dar-Ma und führte sie leise zu ihrem Pferd. Sie war so froh, wieder frei zu sein und ich begleitete sie bis nach Chorrol. Barbas hielt uns bei Laune.




103. Tag
Ich sprach im Schloss vor und erwarb ein Anwesen bei der großen Eiche. Die Hauseinrichtung bestellte ich bei "Nordwaren und Handel". Seed-Neeus war glücklich über die Rückkehr der Tochter und verriet mir aus Dankbarkeit ein paar Kaufhandel-Tricks.

Auf dem Weg zum Eiszackturm unterhielt ich mich mit Barbas über den Auftrag seines Herren. Er ist der Meinung, dass das Umbraschwert nur Unheil bringt und ich sollte es Clavicus nicht übergeben.


105. Tag
In Bruma erzählten die Leute von einem Vampirjäger und von der armen Arnora. Ich besuchte sie und erfuhr, dass ihr Freund sie mittellos zurückließ. Ich versprach, mit ihm zu reden. Doch als ich ihn im Schloss-Kerker besuchte, misstraute er mir und wandte sich ab. Ich sah keine andere Möglichkeit, als mich auch einsperren zu lassen. Nicht schon wieder Gefängnis! Ich beschimpfte vorsichtig einen Wachmann, aber er lachte nur und bedeutete mir, weiterzugehen. Barbas sagte, ich soll ihn verprügeln und beide lachten wir darüber. Ich wollte nicht randalieren, aber schließlich übertrat ich das Gesetz und wurde in die Zelle zu Jorundr geworfen. Er erzählte mir eine andere Version der Geschichte und versprach, mir das Versteck des Goldes zu verraten, wenn ich ihm Arnoras Amulett zeige als Zeichen dafür, dass sie tot ist. Ufz... worauf habe ich mich da eingelassen. Die ganze Nacht überlegte ich, wie ich aus dieser Geschichte wieder herauskomme.

106. Tag
Am nächsten Morgen wurde ich entlassen und erzählte Arnora von Jorundrs Vorschlag. Sie war außer sich vor Wut und verlangte eine Entscheidung von mir. Ich spürte Irreführung und Hinterlist und entschied mich für Jorundr. Sie griff mich daraufhin schreiend und tobend an. Ich lief aus dem Haus, aber sie verfolgte mich. Als mir eine Wache zu Hilfe kam, schlug Arnora wie wahnsinnig um sich und erlag schließlich dem Schwert des Gesetzeshüters. Für Jorundr war es eine Genugtuung, von Arnoras Tod zu hören und er verriet mir den Standort der Goldtruhe.

Am Nachmittag war ich wieder am Drachenklauenstein und entdeckte kurze Zeit später den Wächter-Grenzstein und auch den Eingang zum Schlangenpfad - wie im Tagebuch des Akaviri-Boten beschrieben. In den dunklen Höhlengängen fand ich auch sein Skelett und eine Tafel mit Zeichen in unbekannter Sprache. Nach den Knochen zu urteilen, war der Bote ein Mensch, doch der Geschichte nach müsste er eine akavirische Schlange gewesen sein... Aber vielleicht habe ich wieder etwas missverstanden.


107. Tag
Als ich den dunklen Schlangenpfad verließ, stand ich an verschneiten Berghängen. Das musste der legendäre Fahle Pass sein. Ein eigenartiges Gefühl ergriff mich. Was werde ich hier vorfinden? Seit über tausend Jahren war niemand mehr hier. Oder kam zumindest von hier nicht mehr zurück. In der Ferne sah ich eine halb verschüttete Festungsruine. Dort sollte ich nach dem Drakonischen Stein des Wahnsinns suchen. Aus dem Geschitsunterricht weiß ich, dass dieser historische Ort seit Remans Zeiten als verschollen gilt. In der Ruine musste ich also mit eingeschlossenen Vampirschlangen rechnen. Werde ich der einzige lebende Mensch sein, der einen Tsaesci gesehen hat?

Der Weg war ungemütlich. Es war bitterkalt und mehrere Oger hatten etwas gegen mich. Mit Schmerzen im Schildarm erreichte ich die Festung. Innen war die Luft eisig-modrig. Ich machte mich zunächst unsichtbar, sah aber nur knarrende Skelette. Ich beschloss, sie mit Feuer zu bekämpfen, was einen wärmenden Nebeneffekt hatte. Nach vielen Gängen und Räumen mit Fallen traf ich auf den Geist eines Soldaten. Er hielt mich für den Boten und fragte nach Neuigkeiten aus Akavir. Gänzlich verwirrt fragte ich ihn auch aus, sah aber nur Verwunderung in seinem Gesicht. Als ich ihm die Tafel übergab, löste er sich plötzlich auf und es herrschte eine friedliche Stille im gesamten Gemäuer. Wer war dieser Geist? Seine Rüstung erinnerte mich an die von Baurus. Und die Skelette? Sie müssen irgendwann die Akaviri überfallen und besiegt haben. Das muss ich auf der Universität erzählen, damit die Geschichtsbücher vervollständigt werden. Aber wird man mir glauben?



Auf einem Podest fand ich den Stein des Wahnsinns und machte mich auf den Rückweg. Zumindest der Gräfin Carvain kann ich beweisen, dass ich hier war. Überall Stille, keine Skelette mehr, nur zusammengefallene Knochenhaufen.


108. Tag
Als ich den Schlangenpfad wieder verließ, was es zu spät für eine Audienz in Bruma. Ich deponierte ein paar Sachen im Eiszackturm und schlug den Weg nach Cheydinhal ein. Die Leute sprachen besorgt über das Verschwinden des berühmten Malers Rythe Lythandas. Ich sollte bei Gelegenheit seine Frau Tivela besuchen und nachfragen.

Im Gildenhaus der Kämpfer stieß ich auf einen brummenden Ork namens Burz gro-Khash. Er beschwerte sich über die mangelnde Kampfkraft und Moral der Gildenmitglieder und ärgerte sich, dass man ihm den nutzlosen Keld von den Inseln gegeben hat. Und jetzt käme ich, ein blondes Nichts im langen Kleid, und will Arbeit - er war den Tränen nahe. Ich wollte ihm aber meinen Wert beweisen und so beauftragte er mich, Waffen in die Trostlose Mine zu liefern.

Dort erfuhr ich, dass die Minenarbeiter von Goblins angegriffen wurden und wir die Mine jetzt befreien müssen. Einige der stärkeren Goblins können unangenehme Gegner sein. Bevor wir losstürmten, zauberte ich auf die drei Kämpfer einen langanhaltenden magischen Schild. Wir konnten alle Goblins eliminieren und überstanden die Kämpfe nur mit ein paar Schrammen. Diese heilte ich noch schnell und machte mich freudig auf den Rückweg.


109. Tag
Der grimmige Burz war erstaunt aber zufrieden und schickte mich zu Vilena Donton nach Chorrol.
In der Kapelle von Ark'ay verwies mich Ohtesse an Oleta in Kvatch, um mich in Wiederherstellung weiter zu bilden.



Nicht weit von Cheydinhal fand ich den Eingang zu der Vahtacen-Ausgrabungsstätte. Die genervte Skaleel erzählte mir von dem Problem mit der magischen Säule, die das weitere Vordringen in die Ruine verhinderte. Mit Hilfe von Skaleels Referenzbuch übersetzten Denel und ich die Ayleïden-Inschriften und konnten das Rätsel der Säule lösen. Ich erkundete das antike Bauwerk und fand in einer riesigen Halle einen uralten Ayleïden-Helm. Skaleel war glücklich, dass sich am Ende ihr Ausharren hier doch gelohnt hat.




110. Tag
Seit den Erlebnissen am Fahlen Pass musste ich immer wieder an Baurus denken. Schließlich hat er damals mein Leben gerettet, als die Rotmäntel den Kaiser angriffen. In meiner Kaiserstadt-Hüte habe also ein Geschenk für ihn vorbereitet und liebevoll verpackt.

Irlav Jarol lobte mich für den Einsatz in Vahtacen und nahm den Helm, um ihn zu untersuchen. Raminus Polus erzählte mir von den beunruhigenden Nachrichten über die Totenbeschwörer und schickte mich zu Tar-Meena, um mehr zu erfahren.

In den Mystischen Archiven verwies mich Boderi Farano an Dagail, um mehr über die Geheimnisse der Mystik zu erfahren. Die gestresste Tar-Meena gab mir das Buch "Totenbeschwörer-Mond", in dem vom Schatten des Wiedergängers und Himmlischen Lichtern die Rede war. Bei der Gelegenheit erzählte sie mir auch, was sie über den Kult der Mytischen Morgenröte und ihren Anführer Mankar Camoran weiß. Sie gab mir den zweiten Band von "Erläuterungen zum Mysterium Xarxes'" und gab zu, dass sie die Bände 3 und 4 noch nie gesehen hat, womöglich aber Phintias mir weiterhelfen könnte.

Mankar Camoran... in meiner Heimat geboren. Mein Großvater erzählte mir schlimme Geschichten, an die ich jetzt denken musste.

Nach Rücksprache mit Bothiel schickte mich Raminus zum Dunklen Spalt, um die Vorgänge dort zu untersuchen.


111. Tag
In Chorrol verwies mich die Gildenmeisterin an den verärgerten Modryn Oreyn. Er schickte mich nach Skingrad, um herauszufinden, warum Maglir Befehle verweigerte.

Auf dem Weg nach Süden stieß ich im Wald auf den Jone-Stein und etwas weiter auf den Aetherius-Stein. Ich hielt mich dort aber nicht lange auf, weil Barbas die Gegend etwas auszumachen schien.


112. Tag
Von Maglir erfuhr ich, dass der Auftrag darin bestand, aus der Fallfels-Höhle ein Tagebuch zurückzuholen. Er meinte aber auch, dass er an seine Familie denken muss und für die mickrige Bezahlung sich den Gefahren dort nicht aussetzen will. Ich beschloss, den Auftrag auszuführen und war abends mit dem Tagebuch bei Maglir zurück.

113. Tag
Am frühen Morgen sprach ich im Schloss vor und erwarb vom Butler des Grafen, Shum gro-Yarug, ein schönes Anwesen in der Stadt. Gunder im 'Colovianischen Händler' verkaufte mir viele Einrichtungssachen und ich habe Eyja eingestellt, um den Haushalt in meiner Rosendornhalle zu führen.

Um Theranis für S'Krivva zu finden, befragte ich Bettler und erfuhr, dass er im Kerker eingesperrt wurde. Um dorthin problemlos zu gelangen, habe ich mich als Suppenschlepper für die Gefangenen einstellen lassen. Von einem Zelleninsassen erfuhr ich, dass Theranis vor Tagen abgeholt wurde und wahrscheinlich bereits tot sei. Vor kurzem wurde auch ein argonischer Gefangener von der Bleichen Fürstin abgeholt. Ich soll den Blutspuren folgen.
Diese führten mich durch Geheimgänge unter dem Schloss bis zum Raum der Bleichen Fürstin. Unsichtbar huschte ich an ihr vorbei, fand den toten Theranis und Amusei in einer Zelle. Ich befreite ihn und machte uns beide unsichtbar. So konnten wir der unheimlichen Frau entkommen und das Schloss verlassen. Amusei verriet mir die Stelle, wo Theranis das Buch versteckt hat und ich musste es nur noch zu S'Krivva bringen.


114. Tag
Zusammen mit Eyja haben wir heute in der Rosendornhalle Großputz gemacht. Viele Ecken wurde seit Jahren oder Jahrzehnten nicht mehr gewischt. Bei der Gelegenheit habe ich eine seltsame Notiz gefunden, die ein Rätsel enthielt. Angeblich befindet sich in diesem Haus ein kleiner Schatz. Es hat nicht lange gedauert und wir haben die Juwelen in einer alten Sanduhr gefunden. Ich habe sie Eyja geschenkt.

Ich verabschiedete mich und brach nach Anvil auf, wo eine besondere Hausreinigung auf mich wartete.


115. Tag
Unterwegs nach Westen traf ich in Scherbenfels auf den Schäfer Thorley, der sich über Bärenangriffe auf seine Schafe beschwerte. Also ging ich auf Bärenjagd und brachte ihm abends einige Bärenfänge als Beweis meiner Jagderfolge mit. Er bedankte sich mit einem Lehrbuch und wir verabschiedeten uns.

116. Tag
Vor den Toren von Kvatch traf ich Oleta, die mich für die Hilfe bei der Rettung von Kvatch gerne in Wiederherstellung unterweisen wird.

117. Tag
Ich fand Velwyn Benirus, wie üblich, in der Taverne "Des Grafen Waffen". Gemeinsam gingen wir in die Benirus-Villa und während Velwyn versuchte, das Portal im Keller zu öffnen, beschützte ich uns vor den angreifenden Geistern. Nachdem ihm die Öffnung geglückt ist, lief er verängstigt davon und ich ging in den Raum dahinter hinein. Dummerweise erweckte ich Lorgren Benirus zum Leben, der jetzt ein starker Lich geworden ist. Doch während er sich mit Beschwörungen verzettelte, verbrannte er allmählich vor meinen Augen. Damit war der Fluch des Hauses Benirus aufgehoben.



Auf dem Weg zu "Des Grafen Waffen" schaute ich bei Carahil vorbei, die vor vielen Jahren schon einmal gegen Lorgren Benirus kämpfte. Sie war erleichtert, dass der Fluch endlich vorbei war und bedankte sich. Auch Velwyn Benirus schien glücklich und wünschte mir Ruhe und Entspannung in meinem neuen Haus.


119. Tag
Auf dem Weg nach Chorrol erkundete ich mehrere Ruinen und schloss ein paar Oblivion-Tore.
Nördlich von Kvatch fand ich den Sithius-Stein und erfuhr die Macht "Sithian Netz". Auch hier fühlte sich Barbas unwohl.

Früh morgens besuchte ich die Kämpfergilde und erzählte Modryn, dass Maglir nicht versagt hat und der Auftrag von ihm erfüllt wurde. Modryn war verwundert und ich sah Zweifel in seinen Augen. Ich bekam die Aufgabe, herauszufinden, warum drei Gildenmitglieder in Leyawiin Ärger machen.

Ich habe auch wieder Athragar in der Magiergilde besucht. Er fand leider nichts hilfreiches in den Büchern, gratulierte mir zu meinen Fortschritten in Veränderung und riet mir, mich an Zahn-im-Meer zu wenden. Ich würde ihn in der Bucht von Niben finden. Seed-Neeus verwies mich an die Meisterin des Handelsgeschicks - Palonirya.

Am Nachmittag war ich im Schloss Bruma und übergab der Gräfin Carvain den Drakonischen Stein des Wahnsinns. Sie war voll des Lobes und beschenkte mich mit dem Ring des Vipernauges. Der Anstand gebot, mich höflich zu bedanken.

Auf dem Weg nach Süden erinnerte ich mich an die Aufgabe von Mephala und besuchte die Ortschaft Bleichersweg. Dort sollte ich die zwei Familien entzweien, indem ich die Familienoberhäupter töte und die Morde der jeweils anderen Familie in die Schuhe schiebe. Das war nicht einmal schwer, ließen sich doch beide leicht erzürnen und in einen Kampf verwickeln. Nachdem ich die passenden Beweise platziert habe, wurden die einstigen friedvollen Familien zu Todfeinden und bekämpften sich auf der Straße. Ich konnte das nicht ansehen, fühlte mich schuldig und mies und verfluchte die Daedra. Barbas lachte nur und versuchte, es als die natürliche Entwicklung zu erklären, die ich nur etwas beschleunigt hätte.



Mephala war mit meinem Werk zufrieden und belohnte mich mit der Ebenerz-Klinge.


120. Tag
Bevor ich morgens zu Palonirya ging, verkaufte ich alle meine Fundsachen im Marktviertel. Mein kleines Vermögen hat Palonirya gefallen und sie gab mir weiterführende Tipps für den Kaufhandel.

Um ein wenig in Form zu bleiben, schwamm ich nach Bravil. Ich bewunderte die Landschaft vom Wasser aus und vergaß völlig, dass Zahn-im-Meer sich hier irgendwo herumtreibt. Das fiel mir aber erst im Gildenhaus der Magier ein, als ich mich am Feuer wärmte. Das Buch "Verschollene Geschichten von Tamriel" musste auch erst getrocknet werden, bevor ich es zu S'Krivva brachte. Sie bedankte sich auch im Namen vom Graufuchs, schien aber mit der Wand zu reden... Ich setzte mich zu ihr und erfuhr, dass die Gräfin Umbranox einen Wachhauptmann sucht und wir jetzt ein Spiel spielen, indem es darum geht, dass Hieronymus Lex den Posten bekommt.

Noch vor dem Sonnenuntergang brach ich nach Osten auf und kam spät in der Nacht am Dunklen Spalt an.


121. Tag
Schon von Weitem habe ich ein gespenstisches Licht bemerkt, das vom Himmel herab schien. Als ich näher kam, sah ich, dass das Licht einen Altar umhüllte und ein Totenbeschörer Schwarze Seelensteine erzeugte. Natürlich griff er mich sofort an, aber mir ist nichts passiert.

Ich machte es ihm nach und erzeugte selbst ein paar schwarze Juwelen. Das muss ich unbedingt Raminus erzählen.

Auf dem Weg zur Niben-Bucht opferte ich einen dieser Seelensteine am Schrein von Vaermina. Als sie beschworen wurde, bekam ich die Aufgabe, eine Kugel wieder zu beschaffen, die der Zauberer Arkved gestohlen hatte. Barbas erzählte mir, dass er Vaermina nicht mag. Irgendwelche heiklen Erlebnisse in der Vergangenheit, über die er aber nicht gerne erzählen wollte.


122. Tag
Arkveds Turm bestand aus sonderbaren, merkwürdig eingerichteten Gängen und Räumen, die von daedrischen Wesen bewacht wurden. Nachdem ich mehrere traumähnliche Passagen hinter mir ließ, fand ich Arkved selbst. Schlafend im Bett. Barbas interpretierte es so, dass Arkved bereits bestraft wird und es sich hier um keinen gewöhnlichen Schlaf handelt. Ich räumte dort ein wenig auf und deckte den Zauberer zu. Dann nahm ich Vaerminas Kugel und wir verließen den Zauberturm durch einen versteckten Gang.



Vaermina dankte mir für die Kugel und belohnte mich mit dem Schädel der Korruption. Was für ein Name! In der Schule haben wir oft über den Stab diskutiert und kamen zum Schluss, dass der Name einfach falsch überliefert worden ist. Die Verzauberung des Stabs hat nichts mit Korruption oder Bestechung zu tun. Wahrscheinlich hätte es Verfälschung oder Korrumpierung heißen sollen. Barbas stimmte mir zu und erklärte, dass Namen und Bezeichnungen etwas von und für Sterbliche sind. Objekte dieser Art brauchen keinen Namen und hatten ursprünglich auch keinen.


124. Tag
Bevor ich mit der Suche nach Zahn-im-Meer begann, holte ich noch für Lithnilian seine Forschungsergebnisse aus der Dornenzweig-Höhle.

Am Strand bei Bravil entdeckte ich ein kleines Lager. Von hier aus begann ich meine Suche im Wasser. Ich hatte Glück, denn der Argonier tauchte nicht weit vom Ufer. Mein Rumare-Juwel erlaubte mir, unter Wasser zu atmen und wir unterhielten uns einige Zeit da unten. Damit hatte ich den Test bestanden und vor Freude vergaß ich, den Argonier nach meinem Schutzzauber zu fragen.

Nachmittags bin ich in Leyawiin angekommen und ein Wachmann erzählte mir, dass die Ruhestörer der Kämpfergilde sich in der Fünf Klauen-Unterkunft aufhalten. Dort erfuhr ich von ihnen, dass die Dunkelforst-Rotte alle Aufträge der Kämpfergilde gestohlen hat und sie sich jetzt langweilten. Ich fragte herum und wurde an Margarte verwiesen. Diese benötigt für ihre Alchemie-Experimente Minotaurenhörner oder Ogerzähne, was einen Langzeitauftrag für die Kämpfergilde bedeuten könnte. Die drei Gildenkollegen waren erfreut und zogen los.

In der Gildenhalle der Magier besuchte ich Dagail, die sich über das Wiedersehen gefreut hat. Ohne Barbas zu sehen, hat sie seine Nähe wahrgenommen und sie haben zögerlich ein paar Worte gewechselt.
Da ich mittlerweile mehrere Oblivion-Tore geschlossen habe, war sie bereit, mich in Mystik zu unterweisen. Wir saßen noch lange zusammen und sie wollte alles über die Oblivion-Ebenen wissen. Beim Abschied bat sie mich, die Angelegenheit mit Clavicus Vile rasch zu beenden.


125. Tag
Zurück in der Kaiserlichen Universität. Ich habe Raminus berichtet, wie die Totenbeschwörer die Schwarzen Seelensteine herstellen. Dafür wurde ich in den Rang einer Magierin erhoben. Für die nächste Aufgabe soll ich mich direkt an Erzmagier Traven wenden.

Bei dem Spezialauftrag des Erzmagiers ging es darum, Mucianus Alias in Nenyond Twyll zu finden und ihn unversehrt in die Kaiserstadt zu eskortieren.


126. Tag
In Chorrol erstattete ich Berich über die Ruhestörer in Leyawiin. Modryn Oreyn war zufrieden und verwies mich an Azzan in Anvil für den nächsten Auftrag.

Am späten Nachmittag sprach ich in der Kämpfergilde in Anvil vor und traf dort meinen Kollegen Maglir wieder. Eine Diebesbande soll in der Gegend ihr Unwesen treiben und Maglir und ich wurden beauftragt, dem ein Ende zu setzen. Wir haben uns in der Stadt erkundigt und ein Nord, Neuheim der Rundliche, gab uns einen Tipp, die Hrota-Höhle in Augenschein zu nehmen. Es war schon Nacht, als wir loszogen und ich spürte Unlust und Bedenken bei Maglir. Er war einverstanden, vor der Höhle Wache zu halten, bis ich wieder zurückkam.



In der Höhle trieben sich bosmerische Banditen herum. Da ich nicht gegen alle auf einmal kämpfen musste, war das keine schwierige Sache. Der arme Maglir hat die ganze Nacht auf mich gewartet und gefroren. Aber jetzt freute er sich, mich zu sehen und auf die Entlohnung.


128. Tag
Bettler haben mir erzählt, dass es im Schloss viele Geheimgänge gibt und ich solle mich an den Schmied wenden. Dieser erwartete mich anscheinend bereits und zeigte mir eine dieser Passagen, um in die Privatgemächer zu gelangen. Ich musste die offizielle Empfehlungsliste im Büro des Majordomus finden. Ich gelangte in den privaten Trakt und machte mich vorsichtshalber unsichtbar. Im Büro war niemand und neben dem Empfehlungsschreiben habe ich auch eine Nirnwurzpflanze aus dem Topf gepflückt. Dieses Schreiben musste ich jetzt so fälschen lassen, dass Hieronymus Lex an erster Stelle empfohlen wird.

Bettler verwiesen mich an einen Mann, der einfach 'Der Fremde' genannt wird und im verlassenen Haus wohnt. Ich besuchte ihn. Er war kurz angebunden und unfreundlich, aber ich spürte, dass dieses Verhalten nur vorgespielt wurde. Ich sollte am nächsten Tag wieder kommen und die Fälschung abholen.


129. Tag
Ich habe in der Dunbarrow-Höhle meinen Beute-Anteil der Piraten abgeholt und sie erneut losgeschickt. Dann habe ich mich am Hafen herumgetrieben und mit Leuten getratscht. Während ich auf die Fälschung wartete, erkundete ich auch die kleinsten Ecken der Stadt und übte verschiedene Mystik- und Veränderungszauber. Ich stellte mich neben den Propheten und hörte ihm lange zu. Irgendwann fragte er, ob ich etwas will. Seine ganze Geschichte mit dem zurückgekehrten Umaril klang sehr spannend und ich sagte ihm, ich will nach den Reliquien suchen. Er schaute mich nur von oben bis unten an, drehte sich weg und predigte weiter. Ich unterbrach ihn nur ungern, aber ich wollte etwas konkreteres wissen. Er gab mir daraufhin eine alte Karte mit Wegschreinen der Neun Göttlichen.



Ich setzte mich hin und studierte die Karte ein wenig. Dann unterbrach ich seine Predigt wieder, um ihn darauf hinzuweisen, dass die Karte unvollständig, ungenau und nicht mehr aktuell ist. Außerdem wollte ich wissen, woher er kommt und über die Geschichten so genau Bescheid weiß. Er schaute mich verärgert an, ging ein paar Schritte weg, breitete die Arme aus und sprach mahnend weiter zu den Passanten. Ich ließ mich aber nicht abweisen und fragte ihn freundlich, ob sein Pelinal unserem Eleidon das Wasser reichen könnte. Der Prophet schaute gen Himmel und verstummte. Ich glaube, er hatte genug von mir.

Ich holte das gefälschte Schreiben und verließ Anvil. Auf dem Weg nach Osten fand ich den Jode-Stein, der mir die Macht "Jodes Schatten" verlieh. Warum diese Schicksalssteine eine unangenehme Wirkung auf Barbas haben, wollte er mir nicht verraten. Stattdessen unterhielten wir uns über Umaril und die Zeit seiner Verbannung.


130. Tag
Als ich in Nenyond Twyll ankam, hat mich ein aufgeblasener Kampfmagier ausgelacht und befahl, ihm zu folgen. Als er losrannte, rief ich noch, er solle da aufpass... da war es schon geschehen. Er lief blind in eine Ayleïden-Falle hinein und wurde plattgedrückt. Was für eine Sauerei.

Vorsichtig erkundete ich die Ruine, die von Totenbeschwörern eingenommen wurde. Die meisten von ihnen waren meine Landsleute und somit ernstzunehmende Magier. Eine von ihnen, die mich nicht sofort angriff, gab zu, Mucianus zu kennen, aber er wäre nicht mehr in der Lage, von hier aufzubrechen. Er wäre jetzt ein Wurmsklave. Ich befürchtete Schlimmes. In einem versteckten Raum fand ich, was von Mucianus geblieben ist - eine lebende wandelnde Leiche. Entsetzlich.




131. Tag
Ich berichtete dem Erzmagier, was ich erlebt habe. Er war bestürzt und fassungslos. Der Rat der Magier wird über das weitere Vorgehen entscheiden. Was mich betrifft, richtete er mir die Bitte des Grafen von Skingrad aus, ihn dort zu treffen. Warum Graf Hassildor ausgerechnet mich sprechen möchte, konnte mir Erzmagier Traven nicht sagen. Ich wurde aber zu Hexenmeisterin befördert.

Ich hatte das Gefühl, dass auch Erzmagier Traven Barbas Präsenz fühlte, aber er vernebelte geschickt seine Empfindungen.

Ich lieferte mein Geschenk bei Baurus ab und begab mich, so unauffällig wie nur möglich, in den Gefängnisbezirk. Ich musste die gefälschte Liste versiegeln. So ein Siegel der Kaiserlichen Wache soll sich im Büro des Legionskommandanten befinden. Ich wartete eine günstige Gelegenheit ab, brach in das Büro ein und machte mich sofort unsichtbar. Ganz in Ruhe schaute ich mich um und entdeckte das Siegel auf dem Schreibtisch. Als die anwesenden Wachmänner gerade wegschauten, versiegelte ich das Schreiben und machte mich sofort wieder unsichtbar.


132. Tag
Ich war die ganze Nacht nach Anvil unterwegs und übergab der Gräfin Umbranox die Empfehlungsliste sobald sie auf dem Thron saß. Sie hat sich erwartungsgemäß für Hieronymus Lex entschieden und trug mir auf, ihm das Versetzungsschreiben auszuhändigen. Als ich die Stadt Richtung Haupttor durchquerte, unterbrach der Prophet seine Rede und verfolgte mich mit den Augen.

Mittags war ich wieder in der Kaiserstadt und traf Hieronymus Lex im Tempelbezirk. Er tat mir irgendwie leid, aber ich behielt es für mich, dass das alles nur ein Spiel von S'Krivva war. Diese besuchte ich abends in Bravil. Sie schien erfreut, redete aber wirres Zeug von einem Schatten, der den Jäger verbirgt. Bevor ich ging, streichelte ich sie und wünschte ihr gute Besserung.


 

Derzeitige Kampfkleidung und die Effekte, wenn sie angezogen ist.


Gestohlene Gegenstände:

- Amantius Allectus' Tagebuch
- Buch: 'Finger des Berges'
- Jeannes Zaubereihandbuch
- Falcars 2 schwarze Seelensteine
- 2 x Hehlerware
- Steuerliste des Hafenviertels
- Llathasas Büste
- Ahdarjis Ring
- Hrormirs Eisstab
- Olroy Käse
- Dar-Mas Tagebuch
- Ring der Ulfgar-Familie
- Dalvilu-Dolch
- Kandidatenliste


Ausgeführte Angriffe:

- Ohrfeige für Melus Petilius




Abgeschlossene Quests seit Level 25:

Magiergilde
- "Vahtacens Geheimnis" (Ruhm +1)
- "Totenbeschwörer-Mond" (Ruhm +1)
- "Befreiung oder Annexion?" (Ruhm +1)

Kämpfergilde
- "Die trostlose Mine" (Ruhm +1)
- "Unvollendete Angelegenheiten"
- "Betrunkene Ruhestörer" (Ruhm +1)
- "Diebesnest" (Ruhm +1)

Diebesgilde
- "Verlorene Historie" (Infamie +2)
- "Wir kümmern uns um Lex" (Infamie +2)

Sonstige Quests
- "Orden des Tugendhaften Blutes" (Ruhm +1)
- Daedra-Quest "Peryite" (Ruhm +1)
- "Der Einsame Wächter" (Ruhm +1)
- "Wen die Götter ärgern" (Ruhm +1)
- Daedra-Quest "Sheogorath" (Ruhm +1)
- "Ätzhohn-Senke"
- "Ein Schatten über Dreckhack" (Ruhm +1)
- "Kaufe ein Haus in Chorrol"
- "Zwei Seiten der Medaille" (Ruhm +1)
- "Kaufe ein Haus in Skingrad"
- "Helfende Hände"
- "Bärensaison"
- "Der Schatz der Rosendornhalle"
- "Wiederherstellungstraining"
- "Wo Geister frei sich tummeln" (Ruhm +1)
- "Das Geheimnis des Tals" (Ruhm +2)
- Daedra-Quest "Mephala" (Ruhm +1)
- "Feilschentraining"
- Daedra-Quest "Vaermina" (Ruhm +1)
- "Jeder Stein untersucht"
- "Veränderungstraining"
- "Mystiktraining"
- "Neuheims Erbstück"
- 11 Oblivion-Tore geschlossen (Ruhm je +1)
- 3 Arena-Kämpfe (Ruhm je +1)

klarix
  21.02.2010, 14:04
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Arielle hat den Level 35 erreicht und erlebte die Eskalation der Oblivion-Krise.



133. Tag (6. Morgenstern, 3Ä434)
Ich übernachtete in meiner Wohnung in Bravil und träumte von der hügeligen Landschaft meiner Heimat. Beim Sonnenaufgang besuchte ich Zahn-im-Meer am Strand. In seiner ruhigen Art willigte er ein, meinen sonderbaren Schutzzauber zu untersuchen. Dazu musste ich all meine verzauberten Sachen ablegen und meine Hände zwischen seine Handflächen legen, damit sie den Zauber nicht beeinflussten. Doch irgendwie hatte ich Schwierigkeiten, die nötige Konzentration aufzubringen. Gewöhnlich wirke ich diesen Zauber aus der Not heraus, doch hier war alles so friedlich. Außerdem hatte ich Lampenfieber. Doch schließlich stellte ich mir vor, dass er mich festhält und entlud die Energien. Im gleichen Moment spürte ich einen starken Bannungsblitz, der alles um uns herum neutralisierte.

Zahn-im-Meer schaute mich ernst und bedenklich an und erklärte, dass dieser Zauber, den ich seit meiner Kindheit beherrsche, nur oberflächlich mit Veränderung zu tun hat. Er konnte Strukturen des bekannten Schildzaubers erkennen, doch was ich da gerade machen wollte, war ein schauriger Zerstörungszauber. Er wollte es mir an einem Beispiel zeigen. Er führte mich zu ein paar Felsen und ich musste mich kurz umdrehen. Dann zauberte er einen Schild um mich herum, ging ein paar Schritte weg und erklärte, dass der große Felsen ein Gegner wäre und ich soll jetzt meinen Zauber wirken. Ich wurde wie üblich zurückgeschleudert und vernahm einen Knall, den ich so nicht erwartet hatte. Zahn-im-Meer bat mich um Geduld und nach ein paar Momenten veränderte sich der Sand vor dem Felsen. Kleine Steine wurden sichtbar und Zahn-im-Meer erklärte, dass sie bis vor kurzem ein kleiner Fels waren, den er unsichtbar gemacht hat.
Mein Zauber ist eine Umkehrung des Schildzaubers. Während der Schild einen Bereich einschließt und vor Außenwirkungen schützt, schließt mein Zauber einen Bereich für ein paar Momente aus. Der Punkt, auf den ich mich konzentriere, explodiert förmlich dadurch und zum Glück war das immer der leere Raum zwischen mir und dem Gegner. Welche Kräfte sich da entwickeln können, konnte ich an dem zersprengten Felsen sehen. Barbas scherzte, dass ich nie mehr einen Dietrich brauche.

Zahn-im-Meer beglückwünschte mich einerseits zur Beherrschung eines Zaubereffektes, von dem er noch nie gehört hat, andererseits bat er mich, besonders vorsichtig bei seiner Benutzung zu sein. Da der Zauber täuscht und der Effekt für die meisten Gegner nicht vorhersehbar ist, besitze ich damit eine furchtbare Macht.



Ich wollte nicht darüber nachdenken, was passiert, wenn ich den Zauber direkt auf einen Gegner richte und bewunderte die Natur auf dem Weg nach Leyawiin. Dort bat ich Dagail, sich Mehrunes Klinge anzusehen und mir zu erklären, ob ihre Verzauberung mir schaden kann, wenn ein Gegner sie reflektiert. Sie sagte, dass Reflexion grundsätzlich vor Absorption und Widerstand kommt. Schafft es ein Gegner, meinen Zauber zu reflektieren, ist mein Reflexionsvermögen nutzlos, da nicht zweimal reflektiert wird. Ich könnte mich dann nur auf Absorption verlassen. Sollte die nicht klappen, käme es schließlich auf meinen Magiewiderstand an, ob mir der reflektierte Zauber schadet. Als Bretonin kann ich vielen magischen Angriffen widerstehen, doch mit dem Ring des Dremora besitze ich noch einen zusätzlichen Schutz. Dagail sagte, dass solange ich diesen Ring anhabe, ich vor reflektierten Zaubern sicher bin. Allerdings sehe sie andere Gefahren von der daedrischen Klinge ausgehen. Ich würde bald erleben, wie jemand von der Macht einer Waffe eingenommen wurde. Wenn möglich, sollte ich diesen Dagon-Dolch weglegen.

Dagails Worte gaben mir zu denken, aber ich spürte keinen Einfluss der Klinge auf mich. Beruhigend war, dass mich ihre tödliche Verzauberung nicht erreichen kann, solange ich den kleinen mächtigen Ring des Dremora trage. Als ich Barbas nach seiner Meinung fragte, schwieg er zunächst, doch nach einer Weile sagte er leise, ich sollte auf Dagails Worte hören. Es war Mittag und ich schwamm den Niben hoch Richtung Kaiserstadt. Vor meiner Hüte am Strand wartete bereits meine Freundin Methredhel. Für das nächste Spiel soll ich nach Bruma gehen. Dort werde ich endlich ich den geheimnisvollen Graufuchs persönlich kennenlernen.

Doch zunächst besuchte ich Umbacano in seinem Herrenhaus. Ich brachte ihm zwei weitere Ayleïden-Statuen, für die er mich großzügig entlohnt hat. Auch er hat nachgeforscht und nannte mir fünf Ruinen, in denen sich weitere Statuen befinden sollen. Wir unterhielten uns noch eine Weile, dann hatte ich einen Unterrichtstermin bei Palonirya. Abends trat ich in der Arena auf und traf dort auf eine kampferprobte Bretonin. Die Begegnung war sehr interessant, da ich mich mit jemandem messen konnte, der beim Kampf ähnlich wie ich vorging. Statt den üblichen blauen Flecken, trug ich verbrannte Haarspitzen und Frostbeulen davon. Ihre Zauberauswahl war jedoch enttäuschend und fantasielos. Ich konnte sie ganz leicht ihrer physischen Kraft berauben, so dass sie sich nicht mehr vom Fleck rühren konnte. Dann beendete ich ihre Zauberangriffe mit einem Stillezauber. Sie war machtlos und wir taten so, als ob ich sie erdolcht hätte.




134. Tag
Als die Geschäfte im Marktviertel öffneten, war ich die erste im Buchladen von Phintias. Er erklärte mir, dass er den 3. Band der "Erläuterungen zu Mysterium Xarxes'" bereits an einen Kunden verkaufte hat. Als Gwinas das Buch abgeholt hat, nahm ich ihn auf die Seite und erzählte ihm, dass die Mythische Morgenröte den Kaiser ermordet hat. Daraufhin wollte er mit ihnen nichts mehr zu tun haben, schenkte mir das Buch und Instruktionen zum Treffen mit dem "Förderer".

Minuten später war ich in Luther Broads Pension und erzählte Baurus vom bisher Erreichtem. Er schlug vor, die Gelegenheit zu nutzen, um mehr über die Mythische Morgenröte zu erfahren. Er führte mich in die Versunkenen Abwasserkanäle unter der Stadt und bald standen wir vor der Tür zum Treffpunkt. Baurus bestand darauf, gemeinsam hineinzugehen, aber ich wollte keinen Waffenkampf riskieren. Er versuchte mich zu überzeugen, aber ich wollte ihn nicht in Gefahr bringen und blieb stur. Da erinnerte ich mich an die Worte meiner Mutter: 'Kind, es gibt noch eine andere Art von Magie, für die jeder Mann von Geburt an anfällig ist. Uns stehen praktischerweise die geeigneten Mittel zur Verfügung, diese Empfänglichkeit zu nutzen.'. Ich senkte den Kopf etwas, schaute ihn mit einem bedürftigen Blick an und zauberte mein schönstes Lächeln... Und wie das wirkte! Er wurde plötzlich verlegen und unsicher. Ich wollte mich schon entschuldigen, als er überraschend beschloss, vor der Tür auf mich zu warten. Danke Mama, dachte ich und ging hinein.

Neben einem einsamen Tisch stand ein Stuhl, auf den ich mich laut Instruktionen setzen sollte. Eine Gittertür versperrte den Durchgang zu einem weiteren Raum, in dem ich eine Person spüren konnte. Wahrscheinlich der "Förderer". Ich machte mich bemerkbar und bat ihn, zu mir zu kommen oder zumindest die Gittertür zu öffnen. Als er nicht reagierte, wollte ich mich schon auf den Stuhl setzen, als ich zwei weitere Personen mit feindlicher Gesinnung im oberen Gang wahrnahm. Eine Falle? Ich rüttelte noch einmal am Gitter, aber der Mann reagierte nicht und blieb im Schatten. Ich wartete geduldig und als ich glaubte, freie Sicht auf ihn zu haben, schickte ich ihm einen Lichtzauber entgegen. Wie erwartet, empfand er das als Angriff, öffnete die Tür und stürmte auf mich los. Gleichzeitig rannten die zwei anderen in den Raum und alle beschworen Waffen und Rüstungsteile. Ich ließ mich nicht verwirren, blockte ihre Hiebe ab und hüllte sie in Flammenwolken ein. Dieser Zauber ist so einfach wie wirkungsvoll.

Der "Förderer" hatte den vierten Band der "Erläuterungen zu Mysterium Xarxes'" bei sich. Baurus riet mir, wieder Tar-Meena zu konsultieren und brach zum Wolkenherrscher-Tempel auf, um in Martins Nähe zu sein. Mein oberstes Ziel sei, das Amulett der Könige wieder zu erlangen.

Ich war ein wenig ratlos. Die Geschichte, in die ich da zufällig hineingeraten bin, wurde immer gefährlicher und verworrener. Wo soll ich das Amulett suchen? Ich fragte eine Wache, dann einen Bettler. Sogar Jensine wusste keinen Tipp. Und was haben die vier Bücher mit dem Amulett zu tun? Tar-Meena war erstaunt, alle vier Bände zu sehen und schlug vor, die Bücher zu studieren, weil vermutlich darin der weitere Weg verborgen liegt.


135. Tag
Aus den vier Bänden der Erläuterungen konnte man einiges über Beschwörung, Illusion, Zerstörung und Mystik lernen. Das meiste wusste ich jedoch bereits. Nach einigem Probieren hatte ich auch die versteckte Botschaft entdeckt und schaute mich mittags, vom Rätselfieber gepackt, nahe des Grabes von Prinz Camarril um. Eine leuchtende Cyrodiil-Karte erschien auf dem Grabstein und auf ihr eine Markierung. Das musste die Position des Dagon-Schreins sein.
Ich prägte mir die Stelle ein und brach nach Norden auf, um den Graufuchs zu treffen.



Auf dem Weg nach Bruma grübelte ich über meinen Schutzzauber nach. Welch Glück, dass ich unbewusst immer in den leeren Raum gezaubert habe. Die Zerstörung des Felsens deutet auf eine verheerende Kraft hin, die da freigesetzt wird. Da ich mich dabei nur auf einen Punkt konzentriere, wird die Wirkung glücklicherweise nur in unmittelbarer Nähe so stark sein.

Als ich an der kleinen Ortschaft Bockbierquell vorbeilief, wunderte ich mich, dass ich niemanden sah, obwohl ich die Anwesenheit von Lebewesen spürte. Ich zauberte Lebenserkennung und mein Gefühl wurde bestätigt. In der Herberge sprach mich der unsichtbare Diram an, erklärte mir die Umstände und bat um Hilfe. In der nahen Festung Caractacus soll ein Zauberer für die Unsichtbarkeit verantwortlich sein. Ancotar zu finden, war nicht schwierig und nachdem wir ein wenig über Theorien der Zauberkunst gefachsimpelt haben, erklärte er sich bereit, die Unsichtbarkeit in der Umgebung aufzuheben. Mit einer Schriftrolle der Umkehrung stellte ich wieder normale Sichtverhältnisse her und bis auf die Schwestern von Diram, war jeder glücklich und dankbar für die Problemlösung. Sogar eine kostenfreie Wohnmöglichkeit wurde mir angeboten.

Es war schon Abend, als ich in Bruma ankam. Ich kaufte bei Ongar ein paar Dietriche und Olav erzählte mir von Bradon Lirrian, der von dem Vampirjäger Raynil Dralas getötet wurde. Allerdings nahm ich von überall Zweifel wahr, dass Bradon tatsächlich ein Vampir gewesen sein soll. Ich nahm mir vor, da nachzuforschen.


136. Tag
Ich verbrachte die Nacht in meinem verschneiten Haus und besuchte am frühen Morgen die verzweifelte Erline Lirrian. Der Ermittler der Stadtwache stimmte nur widerwillig meinem Hilfeangebot zu. Ich sprach mit Erline und hörte mich in der Stadt nach Raynil Dralas um. In seinem Zimmer bei Olav fand ich ein Tagebuch, aus dem hervorging, dass Raynil ein Betrüger und Mörder war. Der Ermittler stimmte mir zu und ließ nach Raynil fahnden. Als die Meldung kam, dass Raynil auf der Straße Richtung Westen gesehen wurde, verlor ich keine Zeit und nahm die Verfolgung auf. Die Borealstein-Höhle passte zu der Beschreibung im Tagebuch und dort fand ich auch den Verbrecher, der mich sofort angriff. Nachdem er besiegt wurde, fand ich den Grund seiner Morde: Ein unscheinbares Amulett. Ich zeigte es Erline, sie befreite es von seiner verbergenden Verzauberung und schenkte mir diesen "Talisman der Geschmeidigkeit".



Anschließend ging ich ganz aufgeregt zum Haus von Helvius Cecia, wo ich angeblich den Graufuchs treffen sollte. Dort saß ein Mann in Lederkleidung und einer merkwürdigen Maske. Ich kann nicht sagen warum, aber diese dunkle Kopfbedeckung verunsicherte mich. Einerseits hatte ich das Gefühl, diesen Mann schon gesehen, ja sogar gesprochen zu haben und andererseits wechselte meine Wahrnehmung des Mannes ständig mit der einer düsteren Leere. Es war irritierend, denn diese Person war physisch da und doch konnte ich keinen Eindruck von ihr gewinnen.

Das war also der geheimnisvolle Graufuchs. Sehr mysteriös. Aber damit ich mich auf ihn konzentrieren konnte, bat ich ihn, diese Maske abzulegen. Er lehnte ab, sah aber meine Verwirrung und fragte, wie er mir helfen könnte. Mit seiner Erlaubnis befreite ich den ganzen Raum von jeglicher Magie und stand fassungslos da. Nur eine göttliche Macht entzieht sich der reinigenden Wirkung arkaner Bannung. Faszinierendes Erlebnis. Ich hatte gleich jede Menge Fragen an ihn, aber er winkte ab und versprach, mir von der Maske erst zu erzählen, wenn ich für ihn eine Aufgabe erledige. Ich sollte einen magischen Stein in einem Kloster finden und ihn ungesehen hierher bringen. Das klang sehr spannend und ich stimmte freudig zu. Ich mag die Spiele in diesem Verein - aufregend, mitreißend und lehrreich.


138. Tag
Den gestrigen Tag verbrachte ich beim Großputz im Eiszackturm. Ich hatte viel zum Nachdenken und nahm mir die Zeit dafür. Was treibt mich eigentlich dazu, nach dem Dagon-Schrein zu suchen? Zugegeben, die Mythische Morgenröte ist eine Verbrecherbande. Aber ist es meine Aufgabe, die ausfindig zu machen? Sicher, Baurus bat mich, der Sache nachzugehen. Aber würde es nicht ausreichen, ihm meine Forschungsergebnisse mitzuteilen? Das gestohlene Amulett. Das scheint für Baurus und Jauffre ganz wichtig zu sein. Die beiden waren gut zu mir und ich möchte nicht undankbar erscheinen. Wenn sich also alles um das Amulett der Könige dreht, dann versuche ich, es zu beschaffen. Das dürfte doch nicht schwierig sein. Ich mache mich unsichtbar, nehme das Amulett, wem auch immer, ab und bringe es zum Wolkenherrscher-Tempel. Ja, so werde ich es machen!

Beflügelt durch meinen Entschluss, wanderte ich Richtung Arrius-See. Unterwegs schloss ich ein paar Oblivion-Tore und vergrößerte meine Siegelstein-Sammlung. Als ich die Gegend um den See erkundete, fand ich den letzten Schicksalsstein, den Federweber beschrieb - den Drachenstein. Durch Berührung empfing ich die großartige Macht 'Drachentraum'.

Als ich die nahe Höhle betrat und mich bei dem Türsteher als Pilgerin auf dem Pfad der Morgenröte ausgab, fühlte ich überall die verblendeten Gedanken, wie damals, als der Kaiser starb. Ich wurde vorgelassen und traf Harrow, den Aufseher des Schreins. Er forderte alle meine Sachen und übergab mir eine staubige Anwärterrobe. So eine Frechheit! Ich habe mich geweigert und dichte Energien umspielten meine Finger. Er erklärte mir ruhig, dass es nicht anders geht, wenn ich den Schrein betreten will. Es wird von jedem verlangt. Dieser Schuft! Womöglich erwartet er noch, dass ich mich hier vor ihm entkleide. Ich wog die Situation ab: Das Ziel ist das Amulett der Könige. Das könnte ich auch in dem schmutzigen Sack holen. Aber wie bekomme ich meine Sachen wieder, ohne Aufmerksamkeit zu erregen? Ich beschloss, die Dinge auf mich zukommen zu lassen und bat Harrow, sich umzudrehen. Als er nicht hinsah, hätte ich unbemerkt zumindest meinen Dremora-Ring fallen lassen können, um ihn kurz danach wieder aufzuheben. Aber das fiel mir erst im Nachhinein ein. Harrow packte meinen gesamten Besitz ein und führte mich zum Schrein.



Es war Mankar Camoran persönlich, der über einem dicken Buch eine Rede an die Jünger hielt. Ich versuchte, die Lage einzuschätzen und böse Vorahnung ergriff mich. Enorme magische und göttliche Kräfte durchfluteten den Raum. Das Amulett um den Hals von Mankar, die Tür hinter mir verriegelt und mehrere verblendete Bretonen musterten mich misstrauisch. Während der Predigt konnte ich mich frei bewegen und den Schrein erkunden. Auf einem Opfer-Altar lag ein gefesselter nackter Argonier. Eine zweite Tür führte hinaus, war aber genauso verschlossen. Plötzlich öffnete Mankar ein Portal und verschwand darin... mit dem Amulett.

Alles war vergebens, mein Vorhaben nicht durchführbar. Ich musste mir einen neuen Plan überlegen. Und das schnell, denn eine Frau im Umhang verlangte plötzlich, dass ich den Argonier Fürst Dagon opfern soll. Neben dem Buch, das Mankar hier gelassen hat, lag ein Silberdolch. Ich werde natürlich keinen Mord begehen, aber was tun? Ich muss den Schlüssel für eine der Türen finden, den Argonier befreien, meine Sachen erlangen und wenigstens mit dem dicken Buch entkommen.

Harrow beobachtete mich ständig - eine schleichende Suche nach dem Schlüssel war unmöglich. Bei einem Angriff oder der Befreiung des Opfers würden sich alle gegen mich wenden. Ich hätte wenig Chancen zu überleben (von dem Argonier ganz zu schweigen). Ich könnte Kreaturen beschwören, da ich aber ein Teil einer Gemeinschaft war, gab es keine Gegner. Vielleicht könnte ich sie in einen Kampf verwickeln.

Ich beschwor einen Dremora und ohrfeigte ihn solange, bis er sich gegen mich wandte. Zu meinem Erstaunen kam mir aber keiner meiner neuen "Familie" zur Hilfe. Diese verlogene scheinheilige Bande! Der Dremora verfolgte mich und versuche, mich auch mit Zaubern zu treffen. Da kam mir die Idee. Beim Weglaufen im Kreis stellte ich mich immer so hin, dass jemand zwischen mir und dem Dremora war. So trafen seine Zauber ungewollt immer wieder jemanden anderen. Manche standen trotzdem einfach nur da und murmelten etwas vom Paradies, das sie erwartet, manche griffen den Dremora an. Immer wieder beschwor ich einen neuen und ließ mich jagen. Nach einiger Zeit waren sie alle getötet worden und ich konnte Harrow meine Sachen abnehmen.




139. Tag
Ich überlegte, den Argonier jetzt zu befreien, aber vermutlich würde er verwirrt durch die Gänge laufen und nicht lange überleben. Ich beschloss also, zunächst die Höhle alleine zu erkunden und zu sichern. Ich nahm das Buch an mich und in diesem Moment hörte ich das Bersten der riesigen Dagon-Statue hoch über mir. Diesen Steinschlag würde der Argonier nicht überleben. Ich sprang in seiner Richtung und konnte mich nicht entscheiden zwischen einem Schildzauber und einem Befreiungsversuch. In der Aufregung versagte der Zauber und für Befreiung war keine Zeit mehr - Teile der Statue fielen bereits in die Tiefe. Ich sprang auf den Altar, legte mich auf den Argonier und schützte ihn mit meinem Körper. Meine Schildbluse schützte mich vor größeren Verletzungen und unter ständiger Heilung überlebten wir beide.



Nachdem ich jeden Winkel der Höhle untersucht hatte, kehrte ich zu dem bedauernswerten Argonier zurück. Er stellte sich als Priester Jeelius vor, bedankte sich für die Befreiung und bat mich, ihn im Tempel des Einen in der Kaiserstadt zu besuchen.

Das dicke Buch Mankars emittierte böse daedrische Energien. Es wird "Das Mysterium Xarxes'" sein, zu dem Mankar seine vier Erläuterungsbände geschrieben hat. Leider habe ich das Amulett der Könige nicht beschaffen können. Aber vielleicht kann Jauffre etwas mit dem Buch anfangen. Es ist immerhin die einzige Spur. Ich ärgerte mich. Ich war so nah an dem Amulett dran - hätte ich das nicht erfolgreicher lösen können? Wahrscheinlich nicht. Und ich sollte froh sein, es überlebt zu haben.



Nach einem Bad im kalten Arrius-See, nahm ich den Weg nach Norden, wo sich der Tempel der Ahnenmotten befinden soll. Nicht weit vom Azura-Schrein sah ich schon ein paar Gebäude mit einer Kapelle. Ich fragte vorsichtig die dortigen Mönche nach Savillas Stein, aber sie schienen ihn nicht zu kennen. Bruder Holger war so freundlich, mir den Eingang zu den Katakomben zu öffnen.



Ich schlich dann an vielen blinden Mottenpriestern vorbei und musste auch mehreren Fallen ausweichen. In einem großen Höhlenraum entdeckte ich schließlich den Stein auf einem Altar. Der Raum wurde von einem Dunklen Welkynd-Stein und einem bewaffneten Mottenpriester bewacht. Ich nutzte aber die natürlichen Felsen und Stalagmiten als Deckung und konnte ungesehen den Stein entwenden. Zum Glück musste ich nicht die verschlungenen Gänge zurücklaufen - in einem Nebenraum entdeckte ich eine merkwürdige Anweisung betreffend der Grauen Kutte und einen Ausgang ins Freie.




140. Tag
Diese Anweisung war nicht für mich, also lernte ich sie nur auswendig, um dem Graufuchs ein paar Fragen zu stellen. Könnte es sein, dass seine Maske die Graue Kutte Nocturnals ist? War das der göttliche Fluch der Kutte, der mich so irritierte und den Mann dahinter kaum erfassen ließ? Wie kam der Graufuchs zu diesem göttlichen Stück?

Auf dem Weg nach Bruma entdeckte und schloss ich wieder ein Oblivion-Tor und ruhte mich im Eiszackturm aus. Dort bereitete ich auch ein Geschenk für Jauffre vor, der mich in der Weynon-Priorei so freundlich beriet und für den Weg ausrüstete.


141. Tag
Am nächsten Morgen war ich im Wolkenherrscher-Tempel, überreichte Jauffre das Geschenk und Martin das dicke Buch, das er sofort zu studieren begann. Die Mythische Morgenröte hat anscheinend herausbekommen, dass sich der Thronerbe hier befindet und ließ den Tempel beobachten. Jauffre bat mich, diese Spione zu finden und zu eliminieren. Ich sollte auch mit Hauptmann Burd in Bruma sprechen. Von einem Bettler erfuhr ich, dass eine gewisse Jearl einen Fremden im Haus versteckt und Hauptmann Burd ermächtigte mich, das Haus zu untersuchen. Hinter einer Falltür fand ich den Durchgang zu einer Höhle, in der ich von zwei Agentinnen der Morgenröte angegriffen wurde.

142. Tag
Der Graufuchs war zufrieden, als ich ihm Savillas Stein überreichte, wollte mir jedoch über seinen Zweck nichts sagen. Als ich ihn über die Kutte ausfragte, bestätigte er zögernd alle Angaben aus dem Schreiben. Ich hatte das Gefühl, dass er mit der Situation nicht glücklich ist und die Aufhebung des Fluchs plane. Diese Umstände faszinierten mich und ich bot ihm meine Unterstützung an. Ich liebe solche geheimnisvollen Sachen!

Am Nachmittag war ich wieder bei Jauffre und stellte zufrieden fest, dass er und Baurus meine Geschenke nutzten. Ich überreichte Jauffre das Schreiben mit feindlichen Plänen, das ich in Jearls Haus fand. Martin hat mittlerweile herausgefunden, dass man ein Portal öffnen kann, um Mankar Camoran zu folgen und das Amulett der Könige wieder zu erlangen. Dazu seien anscheinend vier Dinge nötig. Das erste sei das Blut eines Daedra-Fürsten. Ein Artefakt daedrischer Herkunft würde sich dafür anbieten. Ich eilte schnell zum Eiszackturm und brachte zum Erstaunen der Anwesenden den Kriegshammer Volendrung mit.

Jauffre hat mich informiert, dass sich vor den Toren Brumas ein Oblivion-Tor geöffnet hat und die Gräfin die Klingen um Unterstützung bittet. Da ich seit Kvatch weiß, wie man die Tore schließt, soll ich die Bruma-Stadtwache begleiten und es ihnen vorführen. Nachdem Hauptmann Burd eine kleine Rede an die Wachen hielt, schritten wir gemeinsam durch das Tor.




143. Tag
Auf der anderen Seite erwarteten uns ein Sturm-Atronach und vier mächtige Xivilai. Ich hatte keine Angst um mich, sondern um die Wachen, die den magiebegabten Daedra nur ihre Schwerter entgegenhielten. So lief ich von einem zum anderen und war zunächst nur mit Heilen beschäftigt. Nachdem diese erste Welle besiegt war, bat ich Hauptmann Burd, hier die Stellung zu halten, während ich den weiteren Weg auskundschafte. Mittlerweile weiß ich über die Schwächen der Daedra und passende Kampfstrategien bescheid, so dass keine der Kreaturen mich ernsthaft verletzen konnte. Als ich sicher war, dass auf dem Weg zum Siegelstein keine Gefahr mehr drohte, holte ich die Wachmänner ab und gemeinsam bargen wir den Stein aus seiner Verankerung. Augenblicklich fanden wir uns vor dem geschlossenen Bruma-Tor wieder und Hauptmann Burd bedankte sich für diese Lektion.

Auch Jauffre war zufrieden, blickte aber besorgt in die Zukunft. Aus Jearls Schreiben ging hervor, dass der Feind die Öffnung eines großen Tors vor Bruma plant. Die Bruma-Stadtwache wird als Verteidigung nicht ausreichen und ich soll in allen Grafschaften um Unterstützung nachfragen. Ich bin an sich hilfsbereit, aber ich habe das Gefühl, dass ich mich immer tiefer in fremde Angelegenheiten verwickeln lasse. Eigentlich bin ich nach Cyrodiil gekommen, um an der Universität zu studieren. Ich sehe zwar ein, dass die Gefahr einer globalen Verwüstung droht und deswegen auch mich betrifft. Aber wie hätte sich alles entwickelt, wenn ich in Camlorn geblieben wäre?


144. Tag
Auf dem Weg nach Süden schaute ich in der Roxey-Herberge vorbei, wo die Inhaberin, Malene Monsterbrecher, sich über untote Kreaturen in der Gegend beschwerte. Sie versprach eine Belohnung, wenn ich die nahe Moss Felsenhöhle von einer Totenbeschwörerin befreie. Ich fand Raelynn in einem großen Höhlenraum am Beschwörungsaltar. Sie griff mich sofort an und es tat mir wirklich leid, sie besiegen zu müssen. Sie war eine begabte Zauberin, leider vom rechten Weg abgekommen. Malene bedankte sich und war froh, dass die Gegend wieder sicher und friedlich war.

145. Tag
Unterwegs zu Kaiserstadt schloss ich noch ein Oblivion-Tor und war vormittags an meiner Hafenhütte. Dort wartete Amusei auf mich und sagte, dass der Graufuchs mich in Malintus Ancrus´ Haus in Chorrol erwartet.

Ich setzte mich an den Strand und dachte über Zahn-im-Meer und Dagail nach. Als ich so Steine ins Wasser warf, stellte ich mir vor, was passiert, wenn ich meinen Schutzzauber auf das Wasser richte. Barbas erinnerte mich an die Aufgabe von Clavicus Vile und erzählte mir von der unheimlichen Macht des Umbra-Schwertes. Ich verstand seine Sorge nicht - es ist trotz allem doch nur ein Schwert, das ich abblocken kann. Ich packte das Nötigste zusammen und brach nach Pells Tor auf. Dort erfuhr ich, dass Umbra früher Lenwin hieß und hier lebte. Das Umbra-Schwert veränderte sie jedoch, als ob es Besitz von ihrer Seele ergriffen hätte. Lenwin ging fort und trieb mit anderen Söldnern ihr Unwesen. Angeblich soll sie in der Nähe der Vindasel-Ruinen gesichtet worden sein.




146. Tag
Dort angekommen, bat mich Barbas, es sein zu lassen und umzukehren. Aus manchen Dingen hält man sich besser raus. Trotz der Warnungen vor dem Schwert und seiner Trägerin, trieb mich die Neugier weiter. Im letzten Raum der Ruine traf ich auf eine Bosmerin in einer Ebenerzrüstung... und einem pechschwarzen Schwert. Lenwin warnte mich und riet mir, zu gehen. Sie erschien mir gar nicht gefährlich, ja sogar vernünftig. Als ich jedoch blieb, zog sie ihr Umbra-Schwert und der Kampf begann.



Ihre Kampftechnik war überragend. Sie konnte sich exzellent in ihrer Rüstung bewegen und führte ihr Schwert meisterlich. Ich merkte, dass sie viel mehr Kampferfahrung hatte als ich. Zudem besaß sie die Fähigkeit, sich permanent zu heilen. Doch trotz ihrer Kampferfahrung, ihrer Rüstung und der Schärfe und Reichweite ihres Schwertes, sah ich mehr Vorteile auf meiner Seite.



Egal, wie sie sich bemüht hat, ich konnte alle ihre Hiebe abwehren. Sie dagegen hatte meinen Zaubern nichts entgegenzusetzen. Der einzige Zauber kam von ihrem Schwert und es war ein verschwenderisch langer Seelenfallezauber. In meinen Augen eine sehr ungeschickte Verzauberung für ein Schwert. Wie auch immer, diesen Zauber habe ich meistens reflektiert, so dass ich ihre Seele hätte einfangen können.



Einmal brachte sie mich wirklich in Bedrängnis, als sie mehrere Schläge in schneller Folge ausführte und mein Schild mir die Sicht nahm. Um Zeit zu gewinnen, wirkte ich meinen Schutzzauber und wir flogen voneinander weg. Doch insgesamt fühlte ich mich überlegen und konnte sie immer wieder magisch ermüden und in die Knie zwingen.



Ich schlug Lenwin vor, den Kampf ohne Opfer zu beenden, aber sie war wohl nicht daran gewöhnt, aufzugeben oder gar zu verlieren. Ich hätte sie bewegungsunfähig machen und den Ort in Ruhe verlassen können, aber wahrscheinlich hätte sie trotzdem nicht aufgegeben und mich verfolgt. Sie war besser mit der Klinge, ich mit dem Schild. Sie war schneller, stärker und geschickter, ich konnte Helfer beschwören. Ich habe sie sogar gegen ihre Doppelgängerin kämpfen lassen. Am Ende war ich einen Tick schneller und ihre Seele flog zu Mehrunes Dagon.



Barbas bat mich abermals, das Schwert nicht einzutauschen, aber ich habe meine Entscheidung getroffen und behielt lieber die legendäre Maske von Clavicus Vile als ein unhandliches Schwert. Ich verabschiedete mich herzlich von Barbas und dankte ihm für die schöne gemeinsame Zeit.


148. Tag
Ich bemerkte, dass in den letzten Tagen Oblivion-Tore wie Pilze aus dem Boden schossen. Oft sah ich drei lodernde Feuer auf einmal. Es hat zwei Tage gedauert, bis ich Cheydinhal erreichte. Und auch dort sprachen die Leute von nichts anderem, als von dem Oblivion-Tor vor der Stadt. Solange zusätzliche Wachen bei diesem Tor postiert waren, weigerte sich der Graf, Unterstützung nach Bruma zu schicken. Außerdem war er in Sorge um seinen Sohn, der kürzlich mit Freunden das Tor betreten hatte und noch nicht zurückgekehrt war. Von dem Wachman am Oblivion-Tor erfuhr ich, dass sich die Gruppe um den Grafensohn 'Ritter des Dornenordens' nennen und nichts weiter als ein paar Hallodris sind, die mit Geschichten von gewonnenen Schlachten prahlen.

149. Tag
Die Oblivion-Welt war hier anders. Auf dem Weg den Berg hinab fand ich mehrere Leichen der Ritter. Vor einer Brücke, die zur Zitadelle führte, traf ich Farwil Indarys und Bremman Senyan, die letzten zwei Überlebenden. Sofort musste ich mir anhören, dass ich mir zuviel Zeit gelassen habe und dass wohl oder übel ich als Unterstützung ausreichen müsste. Bis hierher hätten sie sich nämlich erfolgreich geschlagen und Farwil hätte zwei oder drei Dutzend Daedra alleine geschlachtet. Nach einer Weile hatte ich genug von seinem ständigen 'Hossa!' und wollte auch nicht weiter über die nächsten Schritte diskutieren. Da die Brücke von zwei Toren versperrt war, umging ich sie und sprang über die Lava auf eine vorgelagerte Insel. Von dort war es wieder nur ein Sprung zu der Zitadelle. Und ähnlich wie in Bruma, kämpfte ich mich zunächst alleine durch die Daedra-Reihen, bis ich sicher war, dass dem Grafensohn nichts mehr passieren kann. Dann lief ich wieder die Zitadelle herunter, sprang über die Lava und schlug dem Herren Indarys  höflich vor, über die Brücke zu gehen. Sofort befahl er die Reman-Treiberformation einzunehmen (ich vor, die zwei den Rückzug decken), Hossa! Da ich aber wusste, dass der Weg sicher war, blieb ich ruhig und versuchte seine Selbstherrlichkeit und Genialität zu erdulden.



Gemeinsam lösten wir den Siegelstein und schlossen das Oblivion-Tor. Mir wurde die Würde eines Ritters des Dornenordens verliehen... ich vermute, als Belohnung für meine Geduld. Den Abend verbrachte ich in der Neuland-Schenke und nachdem ich lange ausgeschlafen habe, besuchte ich den Grafen im Schloss.


150. Tag
Graf Indarys war überglücklich, dass sein manchmal schwieriger Sohn gerettet wurde und belohnte mich mit dem Stab von Indarys. Ein bemerkenswerter Stab, den ich sofort zu meiner Standardausrüstung nahm. Außerdem erklärte sich der Graf bereit, einige seiner besten Soldaten zur Verteidigung Brumas zu entsenden.

Burz gro-Khash von der Kämpfergilde gab mir den Auftrag, ein Erbstück für Biene Amelion in Staade wiederzuholen. Doch zunächst brach ich nach Chorrol auf, um wieder den Graufuchs zu treffen.


151. Tag
Vor den Stadttoren loderte ein Oblivion-Feuer. Ich vermutete, dass die Stadtwache bereits in Alarmbereitschaft war, was mir Gräfin Valga bestätigte. Nach der Bruma-Unterstützung habe ich gar nicht erst gefragt. Ich nahm mir vor, das Oblivion-Tor in der kommenden Nacht zu schließen.

Auf der Straße erzählten die Leute wieder von dem unglücklichen Valus Odiil, der um seine Söhne bangt. Ich sollte ihn endlich aufsuchen.

Der Graufuchs erwartete mich am vereinbarten Treffpunkt. Seine graue Maske beunruhigte mich wieder, aber ich versuchte, aufmerksam zuzuhören. Das nächste Spiel im Graufuchs-Verein bestand darin, einen besonderen Pfeil vom Bravils Hofzauberer ungesehen zu entwenden. Ich war schon sehr gespannt, was mich dabei erwartet.

In der Nacht betrat ich das Oblivion-Tor vor der Stadt. Ich hatte viel Zeit, also erkundete ich die feurige Welt ein wenig. Weit entfernt von der Hauptzitadelle, auf einer kleinen Insel mitten im Lavameer, entdeckte ich einen Eingang. Darin war ein Durchgang zu einem versinkenden Nebenturm, wo ich ganz oben einen ungewöhnlichen Bogen fand. Sehr stabil, stark verzaubert und für eine daedrische Waffe relativ leicht. Sobald ich besser mit Bögen umgehen kann, werde ich ihn benutzen.




153. Tag
Die Wachen in der Stadt und vor allem die Gräfin waren dankbar für die Schließung des Oblivion-Tores. Gräfin Valga versprach, Soldaten nach Bruma zu entsenden.

Wie befürchtet, auf dem Weg nach Skingrad wartete ein weiteres Tor auf mich.
Graf Hassildor hatte wichtige Informationen für die Magiergilde, doch zunächst bat er mich, in der Blutkrusten-Höhle ein Vampirnest zu vernichten und die plötzlich aufgetauchten Vampirjäger aus der Stadt zu vertreiben.

Gleich gegenüber der Vampirhöhle, schloss ich bei der Gelegenheit das Oblivion-Tor, das die Stadt bedrohte.


154. Tag
Die vereinzelten Vampire in der Höhle waren kein Problem und auch Eridor, der Anführer der Vampirjäger, ließ sich mit Vampirstaub davon überzeugen, dass sie in Skingrad nicht mehr gebraucht werden.

Graf Hassildor war dankbar für die Lösung des Vampir-Problems und die Schließung des Tores. Er versprach, Truppen zur Verteidigung Brumas zu schicken.

Die Informationen für die Magiergilde waren über Mannimarco, einem nahezu unbezwingbaren Meister der Totenbeschwörer, sogenannten Gott der Würmer. Was er in Cyrodiil vor hat, war dem Grafen nicht bekannt, aber die Magiergilde wäre in großer Gefahr. Erzmagier Traven muss darüber umgehend informiert werden.


156. Tag
Auf dem Weg durch die Westebene Richtung Osten schloss ich wieder ein paar Oblivion-Tore. Es wird zwar nicht zur Routine, aber ich habe gelernt, mich mit Effizienz der Tore anzunehmen.

In Bravil erzählte mir ein Bettler, dass der Hofzauberer in einem Turm lebt, dessen Tore fest verschlossen sind. Es soll jedoch Geheimgänge aus dem Schlossinneren dorthin geben. Ich machte mich im Schloss unsichtbar und wartete auf die Wachablösung, um die Tür zu den Privatgemächern zu knacken. Im Zimmer des Zauberers habe ich keinen Pfeil gefunden, dafür aber eine Geheimtür. Sie führte mich zu unterirdischen Gängen und Räumen mit Beschwörern und Daedra-Wächtern. Eine Unterwasser-Passage führte in einen tiefen Graben, wo auf dem Grund ein gigantischer Schlachtfisch lebt.



Ein anderer Durchgang führte direkt zum Turm des Zauberers. Nachdem ich dort alle feindlichen Daedra besiegt habe, traf ich Fathis Aren am Alchemietisch. Wir unterhielten uns über Alchemie und Beschwörung und er war sichtlich erfreut, einen kompetenten Gesprächspartner zu haben. Danach schaute ich mich um und fand in einer Kiste eine sonderbare schlüsselförmige Pfeilspitze. Es war zwar kein ganzer Pfeil, aber ich denke, es war das, worum es Graufuchs ging.


157. Tag
Auf dem Weg nach Norden schaute ich im Faregyl-Gasthaus vorbei, wo mich eine S'jirra ziemlich verzweifelt um Hilfe bat. Anscheinend wurde vor kurzem ihr Vorrat an Riesenkartoffeln gestohlen. Der Dieb dürfte noch nicht weit gekommen sein. Ich raste aus dem Haus und in den Wald, zauberte eine weitreichende Lebenserkennung und entdeckte den Dieb. Es war ein riesiger Oger, der mich natürlich nicht mochte. Ich nahm ihm die Kartoffeln ab und bekam in Faregyl S'jirras berühmtes Kartoffelbrot als Belohnung.

Der Graufuchs hat zwar einen ganzen Rettungspfeil erwartet, war aber auch mit der Pfeilspitze zufrieden. Als ich nachfragte, sagte er, es würden noch Dinge fehlen, um sein Vorhaben umzusetzen. Er rechnet weiter mit mir und wird mich rufen lassen. Und er nannte mich Meisterdieb. Warum Dieb? Das klingt nach Verbrechen. Aber vielleicht sind die Spielregeln so.



Abends habe ich Erzmagier Traven in seinen Gemächern auf dem Unigelände besucht. Zunächst waren da nur der pflichtbewusste Irlav Jarol und die undurchsichtige Caranya da. Diese ist mir schon mehrmals unangenehm aufgefallen. Wie kommt sie dazu, dieses Kleid zu tragen? Hätte sie einen Spiegel, würde sie erkennen, dass es ihr überhaupt nicht steht. Außerdem verstellt sie sich in Gesprächen, ist unaufrichtig und doppelzüngig. Warum merkt es der Erzmagier nicht?
Als ich auf ihn wartete, erschien Amusei und informierte mich über das nächste Graufuchs-Treffen in Cheydinhal.



Ich berichtete dem Erzmagier über Mannimarco. Er wurde bei dem Namen richtig blass und sein sorgenvolles Gesicht wurde noch nachdenklicher. Dabei hat es mich überhaupt nicht überrascht, dass Caranya sich zu uns gestellt hat und alles mithören wollte - diese Schlange sollte vielleicht mehr Sport treiben!
Der Erzmagier dankte mir und zog sich wieder zurück, um die nächsten Schritte mit dem Rat zu besprechen.


 

"Gehobene Freizeitkleidung" und die Effekte, wenn sie angezogen ist.


Gestohlene Gegenstände:

- Amantius Allectus' Tagebuch
- Buch: 'Finger des Berges'
- Jeannes Zaubereihandbuch
- Falcars 2 schwarze Seelensteine
- 2 x Hehlerware
- Steuerliste des Hafenviertels
- Llathasas Büste
- Ahdarjis Ring
- Hrormirs Eisstab
- Olroy Käse
- Dar-Mas Tagebuch
- Ring der Ulfgar-Familie
- Dalvilu-Dolch
- Kandidatenliste
- Buch 'Mysterium Xarxes''


Ausgeführte Angriffe:

- Ohrfeige für Melus Petilius
- Flare auf Rabe Camoran




Abgeschlossene Quests seit Level 30:

Hauptquest
- "Der Pfad der Morgenröte" (Ruhm +1)
- "Dagon-Schrein" (Ruhm +1)
- "Spione" (Ruhm +1)
- "Blut der Daedra" (Ruhm +1)
- "Bruma-Tor" (Ruhm +1)

Magiergilde
- "Information für einen Preis" (Ruhm +1)

Diebesgilde
- "Nachsicht" (Infamie +2)
- "Rettungspfeil" (Infamie +2)

Sonstige Quests
- "Kein Meter Sicht" (Ruhm +1)
- "Eine verratene Bruderschaft" (Ruhm +1)
- Daedra-Quest "Clavicus Vile" (Ruhm +1)
- "Die Zuflucht des Grabfinders"
- "Der eigensinnige Ritter" (Ruhm +2)
- "Der Kartoffelklau"
- 11 Oblivion-Tore geschlossen (Ruhm je +1)
- 4 Oblivion-Tore geschlossen (Ruhm je +2)
- 3 Arena-Kämpfe (Ruhm je +1)

klarix
  14.03.2010, 11:00
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Arielle hat den Level 40 erreicht und ihr zu Ehren wurde eine Statue in Bruma aufgestellt.
(Teil 1 von 3)



158. Tag (31. Morgenstern, 3Ä434)
Die Ereignisse der letzten Tage und Wochen ließen mich nicht einschlafen. Ich dachte über meine jetzige Situation und die nächsten Schritte nach. Die Sache mit dem Amulett der Könige ist gründlich schiefgelaufen. Ich sollte mich wieder bei Jauffre melden und nachfragen, wie ich helfen könnte. Auf den Shiverig Isles wartet Mirili noch immer auf eine Elytra und ich sollte mich endlich mit diesem Xedilian befassen. Auch sollte ich über die Reliquien des Kreuzritters nachdenken, über die der Prophet in Anvil sprach. Der Graufuchs erwartet mich in Cheydinhal und Biene Amelion in Staade. Die Entwicklungen in der Magiergilde liegen mir auch am Herzen. Zumindest die monatelange Ausbildung an der Universität ist fast abgeschlossen. Was ich noch lernen könnte, ist der Umgang mit Waffen und Rüstungen. Das ist aber nicht sehr dringend, denn ich komme auch ohne gut zurecht.



162. Tag (4. Sonnenaufgang, 3Ä434)
In den letzten Tagen war ich in der Westebene unterwegs, wo ich vor allem die wie Pilze entstandenen Oblivion-Tore schloss. Von einem Banditen erbeutete ich eine schöne, grün schimmernde Axt. Sie ist leichter, als die Keule, mit der ich bisher geübt hatte und ermüdet mich nicht so schnell. Viele Wölfe, Bären und Daedroths habe ich nur mit dieser Waffe besiegt. An schwächeren Gegnern, wie Ratten oder Krabben, habe ich mich in Faustkampf versucht, was aber ohne einen Handschutz immer schmerzhaft ist. Außerdem sehen Kratzer und Schürfwunden an den Händen nicht vorteilhaft aus, von den Flecken am Kleid ganz zu schweigen.

In meiner Wohnung am dampfenden Kanal in Bravil zog ich mich um, um unter die Leute zu gehen. Bei Daenlin verkaufte ich einige Fundsachen, bei Luciana erwarb ich 100 Dietriche und erfuhr, dass ich den Umgang mit Leichter Rüstung am besten bei J'Bari in Leyawiin verbessern könnte. Dann stolzen Schrittes ins Schloss, um den Grafen um Unterstützung für Bruma zu bitten. Wie erwartet, weigerte sich der Graf zunächst und verwies auf die lodernde Bedrohung vor den Stadttoren.

Also wieder umziehen und in die feurige Oblivion-Welt eintauchen. Ähnlich wie vor Chorrol, hat sich das Tor auch hier mitten in einer Burgruine geöffnet.




163. Tag
Die Torwelt war hier nicht so kompakt wie z.B. die vor Skingrad und es hat viele Stunden gedauert, bis ich zu der Hauptzitadelle vorgedrungen bin. Dabei habe ich zum ersten Mal einen einzigartigen daedrischen Brückenpfeiler gesehen. Schließlich entnahm ich den Siegelstein und fand mich neben den Torresten vor Bravil wieder. Die Bewohner, mit denen ich sprach, waren dankbar für diese Tat und auch der Graf versprach, Truppen nach Bruma zu schicken.

Um fit zu bleiben, habe ich beschlossen, meine Reisen so oft wie möglich schwimmend zurückzulegen. Und so kam ich nachmittags in meiner Hafenhütte nass und müde, aber zufrieden an. Ich besuchte Erzmagier Traven in seinem Turm. Er zeigte sich besorgt wegen ausstehenden Nachrichten aus Bruma und bat mich, Jeanne in der dortigen Gildenhalle zu besuchen.

Im kaiserlichen Palast traf ich Lordkanzler Ocato und bat ihn höflich um Unterstützung bei der Verteidigung von Bruma. Leider konnte er mir keine Soldaten der Kaiserlichen Legionen zusagen, da alle Einheiten in den Provinzen die daedrischen Invasoren bekämpften.

Beim abendlichen Spaziergang erzählte mir Othrelos, dass man einiges von der Schleichkünstlerin Marana Rian lernen könnte. Im Tempelbezirk erfuhr ich von einem korrupten Wachhauptmann, der die Geschäftsleute im Marktviertel erpresst. Ruslan und Luronk könnten ihn identifizieren, kennen aber seinen Namen nicht. Ich sollte morgen bei Jensine nachfragen.

Ich wollte noch nicht schlafen und schaute im Schlachthaus der Arena vorbei, wo ein wilder Ork Bretter verprügelte. Im Gespräch stellte er sich höflich als Agronak gro-Malog, Großmeister der Arena, vor. Er erzählte mir, dass sein Arenatitel 'Der Graue Prinz' nicht einfach so gewählt ist und dass durch seine Adern tatsächlich adliges Blut fließt. Allerdings fand er bisher noch keine Zeit, nach seinen Ursprüngen zu forschen. Er fragte mich, ob ich für ihn zu seinem Geburtsort Krähenheim reisen und Beweise seiner Abstammung finden könnte. Es war mir eine Ehre, dem Großmeister einen Gefallen zu tun und ich stimmte zu.


164. Tag
Jensine sagte, der korrupte Hauptmann sei Audens Avidius. Sie befürchtete jedoch Repressalien und bat mich, ihren Namen bei der Sache nicht zu erwähnen. Ich erkundigte mich bei den Wachen und wurde an Itius Hayn verwiesen. Dieser wollte aber meinen Anschuldigungen nicht einfach so glauben und verlangte die Aussage von zwei Zeugen, bevor er Audens Avidius verhaften könnte.



Ich eilte zu Ruslan und Luronk und sie versprachen, Itius Hayn aufzusuchen. Nach den Einkäufen im Marktviertel folgte ich dem Wachhauptmann und konnte beobachten, wie Audens Avidius verhaftet wurde. Seine Rüstung wurde ihm abgenommen und er wurde ins Gefängnis abgeführt.


168. Tag
Die letzten Tage verbrachte ich im Dunkelforst. Neben alten Ruinen und ein paar Oblivion-Toren fand ich in dem unwegsamen Gelände viele Nirnwurzen. Ich bin viel gelaufen und geschwommen und habe mit der grünen Axt geübt. Wo ich freie Sicht hatte, übte ich auch mit Pfeil und Bogen. Übernachtet habe ich in der Ätzhohn-Senke und einem verlassenen Lager in der Wildnis. Aber bequem war das nicht. Deswegen beschloss ich, auch in Leyawiin nach einer Wohnmöglichkeit zu fragen. Graf Caro war so freundlich, mir ein Haus im Stadtzentrum zu verkaufen. Die Einrichtung erwarb ich bei Gundalas.

Da ich alle Oblivion-Tore um die Stadt herum geschlossen habe, dankte mir der Graf und versprach, Unterstützung für die Bruma-Verteidigung zu schicken.



Biene Amelion in Staade wollte die Schulden ihres Vaters begleichen und bat mich, das Zeremonienschwert und den Brustpanzer ihres Großvaters aus dem Familiengrab zu holen. Dort erwarteten mich mehrere Untote, an denen ich wieder Axt und Bogen trainierte. Die Rüstungsteile waren einzigartig und Biene überließ sie mir für 1000 Goldstücke. Da ich noch vorhatte, weiter den Dunkelforst zu erkunden, deponierte ich alles in meinem neuen Haus in Leyawiin. Im Gildenhaus der Kämpfer erzählte mir Sherina von einem gewissen Alix Lencolia, der ein Schwertkampfmeister sein soll. Wenn ich also weitere Unterweisung wünsche, sollte ich nach Alix in der Faregyl-Herberge Ausschau halten.


171. Tag
Der Dunkelforst ist eine Welt für sich. Unberührte Natur mit wenigen Tieren, dafür eine sehr dichte Vegetation mit unzähligen Pflanzenarten. Riesige alte Bäume verdecken oft den Himmel, von den Sümpfen steigen Nebelschwaden, so dass es meistens eine gedämpfte Schattenwelt ist. Um leichter vorwärts zu kommen, watschelte ich barfuß durch den feuchten Untergrund, nur mit einem Oberteil bekleidet. Auch wenn die Landschaft beeindruckend war, wurde der Weg immer schwieriger und als ich das Gefühl hatte, in Schwarzmarsch zu sein, kehrte ich westwärts um.



Als ich wieder am Niben war, entdeckte ich den Daedra-Schrein von Nocturnal, der unergründlichen Herrscherin der Dunkelheit und der Nacht. Als ich den Schrein berührte, trug mir die Gottheit auf, ihr gestohlenes Auge wiederzubringen.


175. Tag
Auf dem Weg nach Norden und Osten entdeckte ich Ruinen der Ayleïdenstädte Arpenien, Atatar, Welke und Wendelbek, wo ich zwei Ayleïden-Statuen für Umbacano fand. In der Wendelbek-Ruine hatte ich ein sonderbares Erlebnis. In einer großen Halle schlich ich gerade an einem Lich vorbei, als er plötzlich einen Schild auf sich zauberte und danach eine starke Entladung Richtung Eingangstür schoss. Ich wich in den Schatten und sah eine Gestalt, die auf den Lich zurannte. Beim nächsten Blitz des Lichs erkannte ich Audens Avidius, der mit einem Dolch auf den Lich einstach. Er muss wohl aus dem Gefängnis ausgebrochen sein. Aber was macht er ausgerechnet hier? Beim nächsten Blitz bezahlte der Ex-Wachhauptmann sein sorgloses Vorgehen mit dem Leben. Ich fand eine Notiz bei ihm, aus der hervorging, dass er sich an mir und allen rächen wollte, die ihn ins Gefängnis gebracht haben. Er muss blind vor Hass gewesen sein, dass er so unbedacht und leichtsinnig einem Lich in die Arme lief...



177. Tag
Weiter im Norden kam ich an den geschichtsträchtigen Canulus-See und in den Höhlen des verschwundenen Jungen erlebte ich eine weitere traurige Geschichte, die sich hier vor langer Zeit zugetragen hatte. Ich erkundete die Landschaft weiter entlang der Valus-Berge und wunderte mich über den kaum zugänglichen Standort einer Ayleïdenruine hoch im Gebirge. Weiter nordwestlich entdeckte ich eine Statue am weit entfernten Berghang. Ich sah jedoch keinen Weg dorthin und beschloss, mich am nächsten Morgen genauer umzusehen.

178. Tag
Der direkte Weg zu der Statue war nicht möglich - nur steile Felswände. Also lief ich wieder nach Südosten und versuchte eine weniger steile Stelle zu finden, um die Berge hinaufzusteigen. Der Weg war eine Strapaze. Bären, Wölfe, Minotauren und Oger machten Jagd auf mich. Hungrig, durstig, schmutzig und verschwitzt erreichte ich aber endlich einen Abhang, der tief unten direkt an der Statue endete. Es war der Schrein von Boethia, dem daedrischen Prinz der brutalen Heimtücke, des Betrugs, der Verschwörung und des Verrats. Keine vorbildlichen Tugenden also. Ich schaute mich um und fragte mich, wie die Anbeter hierher gelangt sind. Die müssen wohl hier leben... Aber sie waren freundlich, gaben mir zu essen und zu trinken und verrieten, dass die Opfergabe aus einem Daedra-Herz bestünde.

Um wieder in die Täler der Nibenay-Senke zu gelangen, kletterte ich die steilen Berghänge herunter. Unterwegs kreisten meine Gedanken um Boethia. Trotz so viel Falschheit im Wesen dieser Gottheit, war ich sehr neugierig auf die Aufgabe und vor allem auf die Gegenleistung, sollte ich erfolgreich sein. Was könnte es sein? Die legendäre Ebenerz-Rüstung? Lysirius bekam den Schild Furchtstoß, Nerevarine den berühmten Goldbrand. Wenn ich wählen könnte, würde ich eine verzauberte Kopfbedeckung oder Haarschmuck bevorzugen. Aber im Falle des kriegerischen Boethia kann ich es wohl vergessen.


179. Tag
Nachdem ich in der Nacht ein weiteres Oblivion-Tor geschlossen habe, erreichte ich Cheydinhal am frühen Morgen. Ich habe mich zuhause frisch gemacht und ging zu Ganredhels Haus, wo mich der Graufuchs erwartete. Innen kamen mir zwei Hunde entgegen und wollten gestreichelt werden. Ich kraulte sie und schmuste mit ihnen, bis der Graufuchs mich ermahnt hatte. Ich setzte mich zu ihm nur ungern, denn da war wieder dieses Unbehagen. Wie eine endlose dunkle Leere. Mein Herz sah etwas anderes als die Augen. Mir war nicht nach einem neuen Spiel und ich hörte nur aus Höflichkeit zu. Es ging diesmal darum, besondere magische Schuhe von einem Jak Springferse zu finden. Da Jak nicht mehr lebt, sollte ich nach seinem Grab suchen. Als Tipp sagte der Graufuchs noch, dass sein Nachfahre, ein Graf von Imbel, in der Kaiserstadt lebt. Ich war froh, als ich das Haus endlich verlassen durfte.



In der Halle der Kämpfergilde zeigte sich Burz zufrieden mit der Erledigung der Amelion-Aufgabe und schickte mich nach Chorrol zu Modryn Oreyn.

Ich zog mich warm an und ging nach Norden. Im Eiszackturm deponierte ich ein paar Sammlerstücke und erschuf am Altar einen Sturmatronach-Schutzgeist, den ich Steinbacke nannte. Ich trug ihm auf, am Eingang Wache zu halten und eilte zur Magiergilde nach Bruma. Ich hätte mich vom Eiszackturm-Balkon dorthin auch teleportieren können, aber ich nutzte lieber den abschüssigen Weg, um meine Sprungtechnik zu trainieren.



Als ich die Gildenhalle am Abend betrat, stand ich plötzlich in einem Flammeninferno. Die Räume waren zerstört und brannten, die Gildenmitglieder tot. Was ist hier geschehen? Ich wurde unerwartet von mehreren Seiten mit Frost- und Stille-Zaubern angegriffen und musste gegen fiese Gespenster kämpfen. Als ich merkte, dass ich nicht ohne schwere Wunden bestehen kann, lief ich wieder aus dem Haus. Zwei Gespenster folgten mir, aber zum Glück waren sie langsam, so dass ich sie mit Fernzaubern bearbeiten konnte. Zusätzlich kam mir die Stadtwache zur Hilfe.




180. Tag
Nachdem ich mich geheilt habe, ging ich noch einmal in die Gildenhalle. Ich hörte weitere Untote und achtete darauf, nicht wieder umzingelt zu werden. Im Kellergeschoss kamen mir gleich vier der schwebenden Tode entgegen. Mit dem Schild, der Dagon-Klinge und Feuer konnte ich sie schließlich besiegen. Wo kamen diese Kreaturen her? Und warum schadete ihnen das Feuer ringsherum nicht? Auf dem Weg in das Obergeschoss hörte ich eine Stimme und beeilte mich. Oben wurde ich von einer Totenbeschwörerin erst angesprochen dann angegriffen. Als es überstanden war, erschien J'skar aus dem Nichts und erzählte mir von den Geschehnissen. Offenbar wurde die Gildenhalle vom König der Würmer persönlich angegriffen und er schlachtete alle nacheinander ab. Nur J'skar überlebte, weil er sich unsichtbar gemacht hat. Jedoch glaubte er trotzdem, dass Mannimarco ihn sah und nur verschonte, damit er über den Angriff berichten konnte.

Wir verließen gemeinsam das brennende Haus und die Stadt und liefen nach Süden. Unterwegs versuchte ich, ihn zu beruhigen und zu trösten. An der Weggabelung trennten sich unsere Wege. J'skar lief weiter Richtung Kaiserstadt, um die sichere Nähe des Erzmagiers zu suchen und ich nahm die Orangene Straße nach Chorrol. Nach mehreren Ogern, Minotauren und Banditen erreichte ich bei Sonnenaufgang die colovianische Stadt.

Unter der Großen Eiche gesellte ich mich zu der Tratschrunde und Honditar erzählte mir von einer Rusia Bradus in Anvil, von der ich mehr über Athletik erfahren könnte.

Bei der Kämpfergilde sprach ich mit Modryn Oreyn, der eine weitere Aufgabe für mich hatte. Ich sollte mit Viranus Donton, dem Sohn der Gildenmeisterin, auf eine Mission gehen. Galtus Previa wurde vermisst und wir sollten die Nonwyll-Höhle untersuchen und sein Verschwinden aufklären. Dabei wurde mir aufgetragen, auf den jungen und unerfahrenen Viranus aufzupassen.

Ich holte Viranus im Haus der Dontons ab und wir verließen die Stadt. Schon auf dem Weg durch den Wald musste ich erfahren, dass Viranus unbekümmert jeder Gefahr entgegenlief. Da er jedoch nicht mit sich reden ließ, blieb mir nur, ihn nach Bedarf zu heilen - was eigentlich ständig der Fall war. Die Nonwyll-Höhle war bevölkert mit Trollen und Ogern und wie befürchtet, rannte Viranus gedankenlos in jeden Hinterhalt. Ich fand ihn mehrere Male ohnmächtig liegen und musste ihn erst einmal aufpäppeln. Durch die Schläge der Gegner wurde seine Rüstung immer mehr beschädigt, so dass er sie schließlich nicht mehr tragen konnte. Nach vielen Stunden fanden wir die Leiche von Galtus Previa und einen merkwürdigen zerbrochenen Schild in der Nähe.




181. Tag
Spät in der Nacht verließen wir die Höhle. Es war uns beiden etwas unangenehm, dass Viranus so unbekleidet herumlief, aber er wollte weder die Sachen des Toten, noch meinen Ersatzrock anziehen. Am Morgen erreichten wir Chorrol und mussten zunächst der Stadtwache die unsittliche Aufmachung erklären.

Modryn Oreyn war zufrieden, dass Viranus ein paar Erfahrungen sammeln konnte, war jedoch besorgt über Galtus Tod und nahm grübelnd den gefundenen Schild entgegen. Dann erzählte er mir von Maglir, der in Bravil anscheinend wieder einen Auftrag vermasselt hat. Verärgert darüber schickte er mich los, um die Angelegenheit ins Reine zu bringen.

Zunächst jedoch wollte ich die Hilfe für Bruma sicherstellen und machte mich Richtung Südwesten auf den Weg. Es war wieder eine angenehme Wanderung durch das Hochland. Mir fiel wieder der arme Valus Odiil ein und ich ärgerte mich, dass ich wieder vergaß, ihn aufzusuchen. In der zerstörten Stadt Kvatch suchte ich Savlian Matius auf und erzählte ihm von der drohenden Gefahr in Bruma. Er dankte mir erneut für die Hilfe bei der Rückeroberung seiner Stadt und versprach, Truppen nach Bruma zu entsenden.

Am Nachmittag traf ich in Schloss Anvil ein, wo Gräfin Umbranox voller Sorge über das nahe Oblivion-Tor sprach. Ich versprach, mich darum in der Nacht zu kümmern. Bei Orrin besorgte ich mir ein paar Dietriche und holte in der Dunbarrow-Bucht meinen Beuteanteil ab. Weitere Dietriche kaufte ich bei Khafiz und Jak Silver und schickte die Bande erneut los. Eigentlich sind die Leute kein Umgang für mich und ich schäme mich, mit Piraten gemeinsame Sachen zu machen. Auf der anderen Seite profitieren beide Seiten von der Zusammenarbeit. Ohje, was ist aus mir geworden?

Abends, beim Spaziergang am Hafen hörte ich merkwürdige Laute unterm Deck der Clarabella. Ich ging ihnen vorsichtig nach, als ich plötzlich einen nahenden Angriff spürte. Ich konnte die starken Säbelhiebe rechtzeitig parieren und die zwei Angreifer wegschleudern. Ich kletterte zum Unterdeck und musste wieder gegen einen Angreifer kämpfen. Ich schaute mich danach um und fand Schafe, die in einem Raum eingeschlossen waren. Offenbar ging es hier um illegale Geschäfte mit den Tieren. Ich wollte es der Stadtwache melden, aber niemand schien sich dafür zu interessieren.




182. Tag
In der Oblivion-Torwelt musste ich durch Höhlen und verschlungene Pfade die Hauptzitadelle auf einem Berg erreichen. Nach mehreren Stunden in der feurigen Umgebung stand ich schließlich vor den Torruinen. Ich nahm ein Bad in der Abeceanischen See und ging zum Schloss, um der Gräfin Bericht zu erstatten. Sie war jetzt bereit, Anvil-Soldaten nach Bruma zu schicken. Ich habe damit in jeder Cyrodiil-Stadt um Hilfe für Bruma gebeten und war gespannt, die Truppen vor Ort zu sehen.

Als ich zu Rusia Bradus ging, winkte ich dem Propheten freundlich zu, der jedoch kein Lächeln für mich übrig hatte. Ich erzählte Rusia, wo ich schon überall war und was ich gesehen habe, worauf sie mir ein paar Reisetipps und Ratschläge mit auf den Weg gab.

In der Gildenhalle der Magier ließ ich meine Magieausrüstung aufladen und erfuhr von Carahil, dass Martina Floria auf der Universität die Meisterausbilderin in der Schule der Illusion ist.

Ich verließ Anvil Richtung Norden und entdeckte die Ruinen von Krähenheim, von denen mir Agronak erzählt hat. Aber als ich dort Skelett-Bogenschützen erspähte, entschied ich mich, diese Angelegenheit noch nicht anzugehen. In der Nähe der Festung Sutch sah ich mehrere Legionssoldaten, die ein feuriges Oblivion-Tor aus sicherer Entfernung beobachteten. In der Ferne konnte ich gerade noch ein paar Daedra in Tornähe erkennen, die sich zum Glück noch neutral verhielten. Aus Erfahrung weiß ich mittlerweile, dass dieses neutrale Verhalten endet, sobald ich mich ihnen nähere. Dabei spielt Unsichtbarkeit merkwürdigerweise keine Rolle. Ich wollte die Soldaten nicht in einen tödlichen Kampf verwickeln und beschloss, das Tor zu schließen, bevor noch mehr Daedra herausströmen. Es hat Stunden gedauert bis ich in einem sehr weitem Bogen die Soldaten und das Tor umging. Dann nahm ich Anlauf und eilte von der anderen Seite so schnell ich konnte auf das Tor zu. Ich glaube, nur ein Xivilai konnte mich bemerken, bevor ich die Torwelt betrat. Während ich mich zum Siegelstein durchkämpfte, hoffte ich, dass die kaiserlichen Soldaten solange durchhielten. Nachdem ich das Tor geschlossen habe, unterstützte ich die Soldaten beim Kampf gegen die verbliebenen Daedra.



Nach dem Gemetzel heilte ich sie alle und war stolz, dass keiner von ihnen gefallen ist. Der Kommandant dankte mir für die unerwartete Hilfe und wir verabschiedeten uns.


184. Tag
Nach der langen Reise in die Kaiserstadt besuchte ich als erstes Erzmagier Traven und erzählte ihm, was J'skar in Bruma gesehen hatte. Raminus Polus erhob mich in den Rang einer Zauberin und brachte mir den unglaublich wirkungsvollen Zauber 'Wut des Zauberers' bei.

Im Tempelbezirk traf ich Marana Rian und bat sie, mich in der Fertigkeit des Schleichens zu unterrichten. Sie wollte jedoch zunächst sehen, was ich bisher gelernt habe. Bei dem Test ging es darum, eine Münze aus Maranas Tasche möglichst unbemerkt zu entwenden. Ich wartete einen geeigneten Moment ab, schlich mich an Marana heran und holte die Münze aus ihrer Tasche. Sie war nicht sonderlich beeindruckt, erklärte sich aber bereit, mich zu lehren.

Ich besuchte noch einmal den besorgten Erzmagier Traven, der mir von dem Chaos im Magierrat erzählt hat. Uneinigkeit führte dazu, dass Artefakte entwendet wurden und der Erzmagier befürchtete, sie könnten in die Hände des Feindes fallen. Er schickte mich zur Festung Teleman, um den Blutwurm-Helm zu erlangen und zur Festung Ontus, um das Amulett des Totenbeschwörers wieder zu holen.

Mittags besuchte ich Umbacano und überreichte ihm drei weitere Ayleïden-Statuen, die ich fand. Er war erstaunt und beauftragte mich mit einer besonderen Aufgabe: Eine geschnitzte Platte aus dem Hohetempel der Ayleïden zu holen. Er übergab mir einen uralten Steinschlüssel für die zentrale Kammer und wünschte mir Glück. Vor dem Herrenhaus sprach mich ein Claude Maric an, ein weiterer Umbacano-Schatzjäger. Er verriet mir, dass mit dem Hohetempel die Ruinen von Malada in den Valusbergen gemeint sind, warnte mich vor den Gefahren darin und empfahl, 'Die Reinigung des Hohetempels' zu lesen.

Von einem Bettler erfuhr ich, wo der Graf von Imbel wohnt. Die Tür war verschlossen, also wartete ich, bis niemand in der Nähe war und knackte das Schloss. Im Obergeschoss traf ich den Grafen. Er dachte wohl, ich wäre eine Einbrecherin und flehte mich voller Angst an, sein Leben zu verschonen. Doch irgendwie konnte ich seinen Worten nicht glauben und als ich die Hand ausstreckte, um ihn zu beruhigen, fuhr ein kalter Schauer durch meinen Körper. Er war kein Mensch! Mit viel Beherrschung konnte ich mein Entsetzen verbergen und fragte ihn nach Jak Springferse. Er spielte weiterhin den verängstigten und gab mir den Schlüssel für das Familienmausoleum im Keller. Ich verließ ihn voller Unbehagen und zog mich im Keller vorsichtshalber um. In den Katakomben unter dem Haus wurde ich von Vampiren und Untoten angegriffen. Ich fand auch das Grab von Jak Springferse, aber keine Stiefel. Dafür entdeckte ich ein Tagebuch, in dem meine Vorahnung bestätigt wurde: Jak Springferse und der Graf von Imbel sind eine Person und die ist ein Vampir. Plötzlich erschien der Graf in voller Rüstung und griff mich an. Zum Glück war er jetzt der einzige Gegner, so dass ich mich gut auf ihn konzentrieren konnte. Nachdem er in Flammen umgekommen ist, entdeckte ich die gesuchten Stiefel bei ihm. Zum Glück hat sie das Feuer nicht beschädigt. Ich heilte mich und musste magisch noch etwas auskurieren, womit mich der Graf angesteckt hat.

Die Nacht verbrachte ich in meiner Hafenhütte und dachte viel über diese grausige Begegnung nach. Man ist vor Vampiren nirgendwo sicher, sie können auch in noblen Vierteln wohnen und wegen meines Unvermögens, sie zu erspüren, sollte ich zukünftig vorsichtiger sein.


(Ende Teil 1 von 3)
  09.05.2010, 14:42
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(Teil 2 von 3)

185. Tag
Am Morgen packte ich meine Sachen, sprang in den Rumare See vor der Tür und schwamm bis zu den Urasek-Ruinen. Dann nahm ich die Blaue Straße nach Cheydinhal. Ganredhel wartete vor dem Haus. Doch bevor ich zum Graufuchs hineinging, unterhielt ich mich ein wenig mit ihr, vor allem über Akrobatik. Zwecks Weiterbildung verwies sie mich an die begabte Aerin. Im Haus übergab ich Grafuchs die Stiefel und trotz der unheimlichen Erlebnisse gestern, war ich stolz auf mich, auch diese Aufgabe gemeistert zu haben.



Ich verließ Cheydinhal Richtung Norden und hielt in den Bergen Ausschau nach Aerins Lager. Plötzlich hörte ich Kampfgeräusche. Da war ein Nord, der gegen einen Bären kämpfte. Nachdem ich ihm half, stellte er sich als Torbern vor. Er sagte, er wisse nicht, wann Aerin wieder kommt, aber er sei selbst gut in Akrobatik und unterrichtet mich gerne. Ich bedankte mich und lief weiter den Bergpfad hoch. Im Eiszackturm holte ich Steinbacke ab, trug ihm auf in Bruma auf mich zu warten und lief weiter zum Wolkenherrscher-Tempel.

Martin hat mittlerweile den zweiten Gegenstand für das Ritual entschlüsselt: Das Blut eines Göttlichen. Von Jauffre erfuhr ich, dass wir dafür die Rüstung von Tiber Septim benötigen. Diese soll sich immer noch in einem Schrein in den Ruinen von Sancre Tor befinden, der heiligen Stadt Alessias. Auf dem Ort soll jedoch ein Fluch liegen und Jauffre bat mich, besonders vorsichtig zu sein.

Ich holte Steinbacke in Bruma ab und zusammen liefen wir zur Hafenhütte in der Kaiserstadt.


187. Tag (1. Erste Saat, 3Ä434)
Gestern habe ich mir einen Spaß daraus gemacht, in schwerer Rüstung zu laufen. Nachdem ich die Handschuhe und Stiefel mit einem Feder-Zauber belegt habe, zog ich die daedrischen Teile an und begab mich in die Abwasserkanäle unter der Kaiserstadt. Es hat Stunden gedauert, bis ich dort ankam. Nicht nur, dass die Rüstung unbequem ist und kaum Bewegungsfreiheit bietet, es dauert jedesmal eine Ewigkeit, bis ich die Waffe zog und zum Schlag ausholte. Ich konzentrierte mich deswegen auf Magie und kam mir wie ein Dremora vor.

Heute schwamm ich nach Bravil, wo ich von einem Bettler erfuhr, dass Maglir in der 'Einsame-Freier-Unterkunft' zu finden ist. Dort fand ich auch den kleinen Waldelf, der mir eröffnete, dass er jetzt der Dunkelforst-Rotte beigetreten ist und wenn ich den ausstehenden Kämpfergilde-Auftrag übernehmen wollte, sollte ich mich an Aryarie von der Magiergilde wenden. Diese trug mir auf, zehn Portionen Koboldgalle zu besorgen, z.B. aus der Räubertalhöhle.

Dort wimmelte es tatsächlich von nervigen Kobolden, doch zum Ausgleich fand ich relativ viele Kisten und Truhen mit nützlichen Sachen. Als ich genug Koboldgalle hatte, lief ich noch schnell zur Faregyl-Herberge. Dort traf ich Alix Lencolia, einen gut aussehenden Mann, der zugab, auch von mir gehört zu haben. Da mein Ruf mir anscheinend vorauseilt, war er sofort bereit, mich im Schwertkampf auszubilden.

Abends brachte ich die Koboldgalle zu Aryarie und tratschte noch ein wenig mit den anderen Magiern. Zuhause las ich noch im Xedilian-Handbuch, bevor ich einschlief.


188. Tag
Noch vor Sonnenaufgang suchte ich in meiner Kanalwohnung alles zusammen, was ich für die Shivering Isles brauchte und schwamm zum Portal. Auf dem Weg nach Passwall und um Xeddefen herum traf ich auf ein paar Grummits, mit denen ich Axtkampf trainierte.



Ich wählte das Tor nach Dementia und bewunderte die sonderbare Landschaft. Am Straßenrand machte ich einen schrecklichen Fund. Im Gebüsch entdeckte ich die sterblichen Überreste von Jayred Eis-Ader. Er muss hier gefallen sein, kurz nachdem wir den Torwächter vor vielen Wochen besiegt haben. Ich schaute mich um und entdeckte in der Nähe ein Eiferer-Lager. Unbändige Wut packte mich und entschlossen ging ich dahin, während mein ganzer Körper vor arkaner Energie glühte. Zusätzlich zu seinem reflektierten Feuerball bekam der erste Eiferer die stärkste Blitzentladung zu spüren, die ich aufbauen konnte. Die zwei anderen stellte ich still und bevor sie mich mit gezogenen Waffen erreichten, verbrannten sie in einem Höllenfeuer.

Ich setzte mich neben Jayred und erinnerte mich an unser gemeinsames Abenteuer. Er war ein mutiger und entschlossener Mann und folgte dem Ruf der Knochen. Er kam nicht weit. Bevor ich ihn verließ, legte ich noch ein paar Blumen nieder.

Ich nahm die Gipfelstraße nach Xedilian. Ein paar Grummits bewachten den Eingang, aber mit Geduld konnte ich sie alle besiegen. Bevor ich hineinging, blätterte ich noch einmal im Handbuch, um mir alle Begriffe einzuprägen. Aber ich musste immer noch an Jayred denken.

Einst diente Xedilian zur Verteidigung der Inseln vor ungebetenen Gästen. Doch nach Erschaffung des Torwächters wurde diese Festung überflüssig und verfiel. Sie wurde nach und nach von Grummits befallen, die die Energiequelle des Resonators deaktivierten. Nachdem Jayred und ich den Torwächter besiegt haben, musste Xedilian wieder als Verteidigungsfestung aktiviert werden. Dazu musste ich dem stillgelegten Resonator des Urteils wieder Energie zuführen.



Die Hallen waren von verschiedenen Grummits bevölkert, die ihr Zuhause tapfer verteidigten. Fast alle Grummits sind gute und faire Kämpfer und meistens verzichte ich auf jegliche Magie, um die Kämpfe etwas ehrenvoller zu gestalten. Dementsprechend dauern solche Duelle lange. Ich traf jedoch auch auf Grummit-Schamanen, die mit Blitzen aus ihren Kristall-Stäben schossen. Diese Kristalle waren die Fokus-Kristalle, die aus ihren Fassungen entwendet wurden. Als ich den letzten Fokus-Kristall in seinen Urteils-Nexus einsetzte, vernahm ich ein Brummen und sah, wie der Resonator aktiv wurde. Nachdem ich ihn mit dem Abschwächer des Urteils gestimmt hatte, schickte mich ein Teleporter zu Kiliban Nyrandil, dem Kerkermeister von Xedilian.


189. Tag
Kiliban war erfreut, dass ich den Resonator wieder aktiviert habe und erklärte mir noch einmal die Funktionsweise dieses Bauwerkes. Anscheinend hatte Xedilian bereits Abenteurer angelockt und Kiliban bat mich, die Einrichtung direkt zu testen. Drei Abenteurer betraten die Kammer der Umkehrung und ich durfte auswählen, ob sie einem Mania- oder einem Dementia-Effekt ausgesetzt werden sollten. Ich wollte niemandem weh tun, musste aber eine Entscheidung treffen. Ein kleines süßes Knörzchen, über das sie gelacht haben, wuchs plötzlich zu einem Riesen und alle drei rannten um ihr Leben. Sporengas strömte durch ein Gitter in den Raum und verstärkte ihre Angst, so dass einer von ihnen den Verstand verloren hatte.



Die anderen rannten in die nächste Halle - Kammer der Habgier. In einem verschlossenen Käfig befand sich dort ein riesiger Schatz. Die zwei Abenteurer überlegten, wie sie daran kommen könnten. Plötzlich fielen unzählige Schlüssel von der Decke und die Suche nach dem richtigen trieb einen von ihnen in den Wahnsinn.



Der letzte Abenteurer betrat schließlich die Kammer des Anathema. Überall frische Leichen und Körperteile. Plötzlich fiel der Abenteurer tot um und sein Geist erschien. Doch der Tod war nur vorgetäuscht. Unfähig, es zu verstehen und zu erklären, wurde auch dieser Besucher wahnsinnig.



Kiliban gratulierte mir zum erfolgreichen Test der Anlage und übergab mir die Ausrüstung der Abenteurer. Unter anderem fand ich da eine einzigartige Langwaffe mit Doppelklinge und ein nützliches Amulett. Als ich mich verabschieden wollte, erschienen überraschend drei silberne Gestalten, die mich sofort attackierten. Kiliban half mir, sie zu besiegen und nannte sie Ritter der Ordnung. Zum Abschied bat er mich, Fürst Sheogorath schnellstmöglich über alles zu informieren.

Auf dem Weg nach Neu-Sheoth fand ich den Knorrigen Dornbusch, eine Grummit-Höhle, in der es Aquanostrum geben sollte. Kränkel-Klara gab mir vor Wochen eine leere Flasche, um sie mit diesem Wasser zu füllen. Es soll ihr mysteriöses Gebrechen heilen können.


190. Tag
Die arme Klara war so dankbar für die Lebensrettung, dass sie mich mit dem erstklassigen 'Saft-und-Kraft-Ring' belohnt hat. Seine Verzauberung ist ungewöhnlich stark und sehr nützlich. In der 'Fundgrube' traf ich wieder Ahjazda, die immer noch das Weltende nahen sah. Um darauf vorbereitet zu sein, sucht sie drei Dinge. Als ich vor Wochen auf Sammeltour für Mirili war, fand ich in den Ruinen von Milchar 'Das Amulett der Auflösung'. Dabei musste ich ein ungewöhnliches Rätsel mit einer Ritualfackel lösen, um die magisch zugefrorene Urne mit dem Amulett aufzutauen. Außerdem sucht Ahjazda nach der 'Beruhigenden Hose' und dem 'Ring des Verdorrens'.

Una Armina besitzt ein ungewöhnliches Museum und stellt dort lauter Kuriositäten aus. Um ihre Sammlung zu vervollständigen, durchsuchten wir meine Taschen und sie kaufte mir das Auge des blinden Wächters ab, das ich im Knorrigen Dornbusch fand. Auch eine Rührschüssel und vor allem eine Tomate wollte sie unbedingt haben, von der sie sagte, sie wäre ein besonderer Seelenstein. Ich versprach Una, mich weiterhin nach Ungewöhnlichem für ihr Museum umzusehen. Als sie mit einem anderen Besucher beschäftigt war, griff ich mir den ausgestellten 'Ring des Verdorrens' und brachte ihn zu Ahjazda.



Dann besuchte ich Earil in seinem Magieladen. Sofort wollte er wissen, ob ich mich um den Dieb Brithaur gekümmert habe. Schließlich hätte ich viele Wochen Zeit gehabt. Ich kaufte ein paar Zauber und ging Brithaur suchen. Der schlich gerade aus der 'Fundgrube' hinaus. Im Austausch gegen fünf makellose Perlen, die ich ihm aus Cyrodiil mitgebracht habe, versprach er, nie wieder zu stehlen und ein ehrbarer Bürger zu werden. Earil atmete auf und belohnte mich für meine Bemühungen.

Im farbenfrohen Bliss suchte ich den rastlosen Tove auf und brachte ihm zwei Taschen voller Greifzirkel und Zangen, die ich in den letzten Wochen überall gesammelt hatte. Er wird sich gestern bei mir bedanken, wie er sagte...
Auf jeden Fall konnte ich endlich das schwere Zeug loswerden und dabei sogar etwas Geld verdienen. Diese Metallstücke brauchte er angeblich, um ein Himmelsschiff zu bauen und verzweifelte, weil das Wasser immer herunterfällt. Sein nächstes Projekt soll eine faltbare Gabel sein, was mich an seinen Nachbar denken ließ, den ich als nächsten besuchte.

Der völlig verdrehte Argonier Großkopf war immer noch traurig, dass seine verlorene Gabel irgendwo alleine singen musste. Das letzte Mal erzählte er mir, dass ihm seine Gabel genommen und nie zurückgebracht wurde. Der Meister brachte ihn hierher und seit dem singt er der Gabel entgegen. Ich hatte erfreuliche Nachrichten für ihn. Ich habe die 'Gabel der Gänsehaut' in einem Lager in Mania gefunden. Großkopf konnte sich vor Freude kaum halten, nannte mich Freundin und lobte den Tag, an dem die Blinden sehen, die Lahmen laufen und die Kleinen wachsen werden! Und überhaupt - Gabeln für alle! Seine Glückseligkeit und Lebenslust waren derart ansteckend, dass auch ich zu jubeln begann. Zu dritt sangen wir dann Lieder der Freundschaft.

Später verriet mir Großkopf, dass er ein Geheimnis kennt, das er mit mir teilen möchte. Voller Ernst und Nachdruck erläuterte er mir seine geheime Weisheit über den Schwertkampf: 'Trefft die anderen, nicht Euch selbst. Raus die Klinge und zugestochen!'
Ich muss sagen, mit diesem Wissen habe ich jetzt allen etwas voraus.

Draußen beobachtete ich, wie der Bettler Fimmion freundlich die stolze goldene Wache grüßte, worauf sie ihn schroff mit den Worten zurechtwies, er solle einen Aureal nicht mit seinem banalen Gewäsch belästigen. Ich nahm Fimmion in Schutz und erklärte ihr ausführlich die Umgangsformen, doch sie beendete die Unterhaltung mit einem knappen 'Geht jetzt, Sterbliche.". Sowas... Gute Erziehung klingt anders.
Für Fimmion hatte ich ein Geschenk dabei - eine frische Milchsemmel - wie er es damals wünschte. Dafür überließ er mir seine Beruhigende Hose, die ich sofort zu Ahjazda brachte. Sie lehrte mich einen ausgefallenen Zauber, mit dem man Ärger und Zorn provozieren kann.



Nachmittags sprach ich im Palast vor und erstatte dem Prinzen des Wahnsinns Bericht über Xedilian und die Ritter der Ordnung. Er verlieh mir die Macht, seinen Haushofmeister Haskill zu beschwören. Er sprach von einem mächtigen Meister dieser Ritter - Jyggalag - und dass mit ihm der Graue Marsch naht, der alles zerstört. Als ich ihn aber ahnungslos und fragend anschaute, erkannte er, dass ich weitgehend unwissend bin. Um das Verständnis für sein Reich zu erlangen, sollte ich daher als nächstes die Herzöge aufsuchen. Ich bedankte mich für alles, auch für sein Vertrauen, erklärte ihm aber höflich, dass ich andere Verpflichtungen in Cyrodiil hätte und leider nicht die nötige Zeit aufbringen könnte, seiner Bitte nachzugehen. Daraufhin verkündete er wütend, dass dies keine Bitte wäre und wenn ich meine Augen behalten möchte, sollte ich seinen Worten folgen.



Irgendwie habe ich in diesem Land Schwierigkeiten, bei der herrschenden Schicht den richtigen Ton zu treffen. Ich konsultierte Haskill, der mir versicherte, dass Ungehorsam meiner Gesundheit schaden würde. Ich musste mich also den Gegebenheiten fügen und Thadon sprechen, um mehr über das Reich von Mania zu erfahren. Diesen traf ich in seinem Garten, stellte mich formgewandt vor und hörte mir Konfuses an. Aus seinen verworrenen Ausführungen konnte ich heraushören, dass seine Geliebte ihm den Kelch der Umkehrung entwendet hat und er ihn unbedingt wieder benötigt.

Ich fragte herum und schließlich erfuhr ich von der Argonierin Glupschauge, dass ich zum Dunnerwurz-Bau gehen und davor eine Substanz namens Taumeltau einnehmen muss.




191. Tag
Spät in der Nacht erreichte ich den Eingang des Dunnerwurz-Baus und wurde sogleich von einer Elytra angegriffen. Ich kostete den Taumeltau und fühlte sofort die starke Wirkung. Ich kämpfte zunächst dagegen an, erlag jedoch bald dem verlockenden Effekt. Stark, allwissend und unschlagbar betrat ich den Bau. Beherzt und furchtlos wanderte ich durch die Gänge, kämpfte erfolgreich gegen knorrige Wände und Weggabelungen und schlug alle Angriffswellen der hinterhältigen Flammenstängel und Pilzbaum-Schösslinge nieder. Ich diskutierte mit den uneinsichtigen Stoppelpilzen über die Abschaffung der Sklaverei und hielt den Asterblüten Vorträge über Tischmanieren.

Nach und nach klang die wunderbare Wirkung ab und sterbenskrank war ich gezwungen, noch mehr Taumeltau einzunehmen. Die Hochstimmung ließ mich alle Gefahren, Fallen und Angriffe meistern. Nach vielen Stunden voller Euphorie und Entzückung erreichte ich eine Halle, in der der gesuchte Kelch aufbewahrt wurde. Unsicher und etwas widerwillig nahm ich einen Schluck und schlagartig kehrte wieder die gewohnte Beherrschung und Vernunft zurück. Ich schaute mich um und dachte voller Skepsis und Sorge über die erlebte Gefühlsreise nach. Ich entfernte den Seetang von meinem Körper und zog mein Kleid wieder an.



Als ich so gedankenverloren den Bau verließ, wurde ich durch die Aktivierung eines dieser kristallinen Gebilde und das plötzliche Auftauchen einer seltsam gekleideten Person aufgeschreckt. Ich reagierte instinktiv mit meinem Schutzzauber, der anscheinend als Angriff empfunden wurde. Ich musste gegen diesen Hüter des Obelisken und ein paar Ritter der Ordnung kämpfen - ein klärendes Gespräch war nicht möglich.


192. Tag
Als die ersten Sonnenstrahlen das Land färbten, befand ich mich in der Nähe von Hochkreuz. Mit Beherrschungszauber fing ich eine Elytra ein und brachte sie zu Mirili, die sich über das Exemplar freute. Als ich ihr danach noch einen Knorz und einen Skalon für ihr Bestiarium brachte, war die Systematik der Flora und Fauna komplett und wir verabschiedeten uns.



Der Herzog von Mania war zufrieden und dankbar, wieder seinen Kelch nutzen zu können. Er gewährte mir einen festen Platz an seinem Hof.

Una Armina kaufte mir das Stumm Schreiende Maul und das Deformierte Sumpftentakel für ihr Museum ab.




193. Tag
Am Hof von Dementia beauftragte mich die Herzogin Syl mit der Aufklärung eines Komplotts gegen sie. Ich befragte zunächst die Leute im Palast, dann in der Stadt, wobei mir der Folterer Herdir stets hilfreich zur Seite stand. Allerdings übertrieb er es ständig mit der Hilfe und ich musste ihn zurechtweisen. Ich wurde von Anya Herrick an den Khajiit Ma'zaddha verwiesen. Während ich ihn stundenlang beschattete, erfuhr ich von Gerüchten über eine Festung von Vitharn.



194. Tag
In der Nacht belauschte ich ein geheimes Treffen zwischen Ma'zaddha und Nelrene, der Anführerin von Syls dunklen Wachen. Offenbar war tatsächlich ein Anschlag auf die Herzogin geplant. Nach dem Treffen sprach ich Ma'zaddha darauf an, der sich umhören und mir später nähere Informationen geben wollte. Doch als ich am Morgen in seinem Haus erschien, war er tot. Ich fand belastendes Material und konfrontierte im Palast Nelrene damit, die gestand, am Komplott zwar beteiligt zu sein, doch nicht die Fäden zu ziehen. Die treibende Kraft war Muurine, die schließlich alles zugab und dafür auf entsetzliche Art hingerichtet wurde. Ich hatte ein schlechtes Gewissen und fühlte mich mies - schließlich war ich es, die ihre Schuld bewiesen und so ihre Bestrafung herbeigeführt hat.



So wurde ich ein geschätztes Mitglied in beiden Hofstaaten. Fürst Sheogorath gratulierte mir zu der erlangten Einsicht in sein Reich. Als nächstes wünscht er, dass ich die erloschene Große Fackel von Neu-Sheoth wieder entzünde. Dafür muss ich zu den Ruinen von Cylarne reisen und das heilige Feuer hierher bringen. Ich versprach höflich, mich darum zu kümmern, war aber mit meinen Gedanken bereits in Cyrodiil.

Auf der Straße in Tiegeln traf ich den Ork Ushnar, der sich offensichtlich vor Katzen fürchtet. Vor allem der Khajiit Bhisha schien ihn angeblich zu verfolgen und Ushnar bat mich um Hilfe, ihn loszuwerden. Ich fand Bhisha, erklärte ihm die Situation und konnte ihn überzeugen, Tiegeln zu verlassen. Aus Dankbarkeit schenkte mir der wieder furchtlose Ork seinen alten Hund. Ich war für einen Moment steif vor Schreck, als kurze Zeit später tatsächlich ein schauerlich aussehender Gehäuteter Hund mir nachlief. Mir wollte kein Name für dieses arme Geschöpf einfallen und ich musste mich erst überwinden, ihn zu streicheln. Doch er folgte mir wie ein treuer Gefährte und ich gewann ihn lieb. Auf dem Weg zum Randland beschloss ich, ihn liebevoll Gummel zu nennen und dachte mit Lächeln an die Gesichter der Leute in Cyrodiil. Ich brachte Jayred ein paar Blumen und erzählte Gummel von diesem tapferen Mann.


195. Tag
Auf dem Weg in die Kaiserstadt bewies mir Gummel seine Treue, indem er sich jedem Gegner mutig entgegen stellte. Gummel war zwar keine mordende Bestie, aber der Weg war zu zweit sicherer und kurzweiliger. Im Marktviertel gab es, wie erwartet, großes Staunen. Die Wachen beobachteten uns mit Anspannung, die meisten Passanten schauten verwundert und machten einen Bogen um uns. Nach allen Ein- und Verkäufen begaben wir uns zu meiner Hafenhütte, vor der mich Amusei ansprach. Er sagte, dass der Graufuchs mich in Othrelos Haus erwartete.



Doch zunächst wollte ich nach Sancre Tor reisen, um nach der Rüstung von Tiber Septim zu suchen.


196. Tag
Ich rüstete mich entsprechend aus, trug Steinbacke auf, die Stellung zu halten und wanderte mit Gummel zunächst nach Westen, dann durch den Großen Forst nach Norden. Gummel warnte mich vor Gefahren und ich heilte ihn nach jedem Kampf. Abends standen wir vor den ausgedehnten Ruinen der antiken Stadt. Als ich den ersten Skelett-Bogenschützen entdeckte, hatte ich bereits ein ungutes Gefühl. Auf der Suche nach dem Eingang mussten wir gegen mehrere untote Kreaturen kämpfen und als ich mich um einen Lich kümmerte, verstummte Gummel irgendwo in der Ferne. Ich fand ihn später - durchsiebt von unzähligen Silberpfeilen. Nachdem alle knochigen Stadtwächter den Zauber 'Wut des Zauberers' zu spüren bekamen, bestattete ich Gummel unter dem zentralen Turm.



197. Tag
Die unterirdische Festung war weitverzweigt und in der ewigen Stille konnte ich deutlich den Atem des Todes hören. Gnadenlose gespenstische Wächter durchstreiften die düsteren Gänge und Hallen.



Ich traf auch die vier untoten Klingen, von denen Jauffre sprach. Die Kämpfe forderten mich stark, aber mit den unbezahlbaren Tipps von Großkopf konnte mir ja nichts passieren.



Nach langen Kämpfen erzählten mir die befreiten Klingen-Geister von ihrem Auftrag, dem Verrat des Unterkönigs und ihrem Fluch. Nach dem Sieg über ihre physische Form bedankten sie sich für die Erlösung und versprachen, den Fluch aufzulösen, der auf dem Schrein lastete.




199. Tag
Am Morgen des dritten Tages ohne Sonnenlicht stand ich mit den vier Geistern der ehemals verfluchten Klingen vor der undurchdringlichen Barriere in der Grabkammer der Reman-Kaiser. Nachdem die Geister ein seltsames Ritual vollzogen haben, löste sich die Barriere auf und ich konnte am Ende des Ganges die Rüstung am Schrein von Tiber Septim sehen. Etwas unsicher und aufgeregt, aber sehr stolz betrat ich den Schrein und nahm vorsichtig die Rüstung an mich. Die Geister der vier Klingen - Rielus, Casnar, Valdemar und Alain - haben ihre letzte Pflicht erfüllt. Sie verabschiedeten sich und gingen erhobenen Hauptes zu Aetherius.



Als ich durch die dunklen Gänge zum Ausgang schritt, war es nach wie vor still. Doch es war jetzt eine friedliche Stille und ich atmete den Hauch der Geschichte ein.

Es dauerte eine Weile bis meine Augen das Licht des Tages ertrugen. Ich beschloss, mich nach Norden zu wenden und die bergige Landschaft zu erkunden. Neben Minotauren und Ogern, die mich immer noch nicht mochten, fand ich alte Ruinen und auch ein paar Oblivion-Tore. Unterwegs überlegte ich, ob ich in Sancre Tor nicht etwas falsch gemacht habe. Meine Klinge hat nämlich die Seele von Valdemar in das Reich des Vergessens zu Mehrunes Dagon geschickt. Wie kann sie dann trotzdem Aetherius erreichen?




201. Tag
Bei meiner Erkundung der Jerral-Berge Richtung Osten habe ich fleißig mit der Axt und dem Bogen geübt. Nahe Bruma traf ich einen Ritter, der sich als Sir Roderick vorgestellt hat. Er wurde von seinem Knappen Lathon begleitet und ist dem Ruf des Propheten gefolgt, die Reliquien des Kreuzritters zu suchen. Ich begleitete sie ein Stück und es stellte sich heraus, dass Sir Roderick mein Landsman ist, aus Wegesruh. Wir sprachen von unserer Heimat und was uns nach Cyrodiil geführt hat. Dann trennten sich unsere Wege - ich musste nach Norden zum Wolkenherrscher-Tempel, Sir Roderick weiter nach Osten auf seinem Pilgerweg.



Ich musste an den Propheten denken und an seine Worte. Auch ich wollte die Pilgerreise machen. Ich sollte es bald angehen, genauso wie der Besuch bei dem armen Valus Odiil in Chorrol. Ich freute mich jedoch, Geschichten aus meiner Heimat gehört zu haben. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege irgendwann wieder.


202. Tag
Im Wolkenherrscher-Tempel nahm man Talos heilige Rüstung voller Ehrfurcht entgegen. Ich hatte das Gefühl, dass manche geglaubt haben, mich nie wieder zu sehen. Mittlerweile hat Martin einen weiteren Gegenstand für das Ritual entschlüsselt - wir benötigten einen Großen Welkynd-Stein. Früher verfügte jede Ayleïdenstadt über einen solchen Stein, doch mit der Zeit wurden sie alle geraubt oder gingen verloren. Es ist nur ein Ort bekannt, an dem sich noch ein Großer Welkynd-Stein befinden soll: Die Ruinen von Miscarcand. Martin beauftragte mich, dort auf die Suche zu gehen und dabei sehr vorsichtig zu sein, denn der Geist des letzten Königs soll dort immer noch wachen.

Als ich am Nachmittag Martina Floria auf der Universität besuchen wollte, fiel mir Erzmagier Traven ein. Auch seine Aufgabe steht noch aus...
Für die Unterweisung in Illusion verlangte Martina 10 Welkynd-Steine. Also sprang ich um die Ecke in meine Hafenhütte und brachte sie ihr.

In Othrelos Haus wartete der Graufuchs auf mich. Er erzählte von seinem Plan, eine Schriftrolle der Alten aus dem Kaiserpalast zu stehlen und ich glaubte meinen Ohren nicht, als er sagte, dass ICH das bewerkstelligen soll. Ich stand schon auf und wollte gehen, aber er beruhigte mich, dass Savillas Stein ihm einen sicheren Weg gezeigt hat und ich nichts zu befürchten brauchte. Oder fast nichts. Denn manche Aspekte ließ der Stein im Dunkeln. Es war nicht klar wo und warum, aber an bestimmten Stelle würde ich die magischen Stiefel von Jak Springferse brauchen, an einer anderen den Rettungspfeil. Wenn ich mich geschickt anstellte, würden mir die blinden Mönche die Schriftrolle vor die Nase legen, so dass eigentlich kaum etwas schiefgehen kann. Außerdem wäre die Belohnung und der Ruhm für diese Tat beträchtlich. Damit ich mir das nicht alles merken muss, fasste der Graufuchs alle nötigen Schritte in einem Schreiben zusammen.



Ich hatte immer noch große Bedenken, aber all das klang nach einem Spiel, das bisher noch niemand gewonnen hat. Eine Herausforderung, die noch keiner gemeistert hat. Das hatte einen gewissen Reiz. Doch zunächst wollte ich nach Chorrol - in der Kämpfergilde Bericht erstatten und Valus Odiil besuchen.


203. Tag
Am frühen Morgen zog ich mit Steinbacke Richtung Westen los. Ich brachte den Atronach in die Hainwacht und klopfte in der Gildenhalle der Kämpfer an. Modryn Oreyn war erfreut, zu hören, dass der Auftrag in Bravil doch noch ausgeführt werden konnte. Er machte sich allerdings Sorgen über die Machenschaften der Dunkelforst-Rotte und bat mich, ihn später in seinem Haus aufzusuchen.

Zunächst unterhielt ich mich mit den Leuten unter der Großen Eiche - das ist immer eine gute Informationsquelle. Damit ich diesmal Valus Odiil nicht vergesse, fragte ich die Leute, ob sie Konkreteres wissen. Ein Wachmann erzählte, Valus soll schreckliche Kreaturen auf seinem Grundstück gesehen haben, aber vermutlich waren es nur Fantastereien eines alten Mannes. Das klang für mich nach Ärger. Ich besuchte Seed-Neeus in ihrem Geschäft und begab mich dann in die Kapelle, wo ich die Ruhe genoss.

In seinem Haus erzählte mir Modryn Oreyn von Azani Schwarzherz, dem Tod von Vitellus Donton und den seltsamen Verwicklungen der Dunkelforst-Rotte darin. Das war mir zu kompliziert und er schlug vor, gemeinsam vorzugehen und herauszufinden, was sich da wirklich zugetragen hat. Er wird sich in die Gildenhalle nach Leyawiin begeben, wo ich ihn demnächst treffen soll.

Auf dem Weg nach Süden dachte ich über die komplizierten Zusammenhänge nach und über meine Rolle darin. Vielleicht können wir die offenen Fragen vor Ort klären. Über die Dunkelforst-Rotte habe ich in einer Ausgabe des Rappenkuriers gelesen und ich habe mich gewundert, dass Maglir sich diesem Kreis angeschlossen hat.

Am späten Nachmittag erreichte ich die Ruinen von Miscarcand. Als ich vor dem Eingang stand, schluckte ich - ich habe schon wieder Valus Odiil vergessen! Ich setzte mich auf der Treppe und ärgerte mich erst einmal fertig. Wo habe ich nur meinen Kopf?


204. Tag
Die Erkundung der verzweigten Ayleïdenstadt dauerte viele Stunden. Ich entdeckte tote Goblins, die wohl so unvorsichtig waren, hier hineinzugehen. Die Kämpfe gegen alle möglichen Arten von Untoten haben sich jedoch gelohnt, da hier Varla- und jede Menge Welkynd-Steine zu finden waren. Mein eigentliches Ziel - der Große Welkynd-Stein - befand sich erst im dritten Abschnitt des Bauwerks. Da ich bis dahin nichts vom König-Geist gesehen habe, befürchtete ich, dass er den Stein direkt bewacht. Und tatsächlich, sobald ich den Stein an mich nahm, erschien ein übermächtiger Lich mit zwei Fürchterlichen Zombies, um mich zu betrafen.



Zum Glück konnte ich mich in dem Raum bewegen und ausweichen. Ein Lich ist langsam, man sollte aus seinem Sichtfeld gehen. Zombies dagegen kennen nur den Nahkampf, deswegen nutzte ich meinen neuen Fernzauber, um sie zu ärgern und schließlich zu besiegen. Den untoten König besiegte ich mit annähernd 50 Pfeilen. Mit seinem Schlüssel konnte ich die Ruinen verlassen.

Unterwegs nach Bruma betrachtete ich den seltenen oder eher einzigartigen Stein im Licht der untergehenden Sonne. Ich war verzaubert von seiner Reinheit und seinem Glanz. Allerdings war mir auch bewusst, dass ich mich damit in die lange Reihe der Grabräuber und Plünderer stellen musste. Jetzt habe auch ich dazu beigetragen, dass solche Kostbarkeiten verloren gehen. Wohl war mir dabei nicht.


205. Tag
Der Lauf durch die kühle Nacht tat mir gut nach der stickigen Luft in Miscarcand. Am frühen Morgen erreichte ich den Wolkenherrscher-Tempel. Den ärgerlichen Gedanken an die erneut verpasste Gelegenheit, Valus Odiil zu besuchen, ließ ich gar nicht erst aufkommen. Ich übergab Martin den Großen Welkynd-Stein, der ihn genauso fasziniert betrachtete wie ich. Im Licht des Kaminfeuers entwickelte er wieder einen ganz anderen Glanz.



In der Zwischenzeit hatte Martin den vierten und letzten Gegenstand für das Ritual der Portalöffnung aus dem Dagon-Buch entschlüsselt. Es musste sich um einen Großen Siegelstein handeln. Der Haken dabei war, dass wir dafür der Mythischen Morgenröte erlauben müssten, ein Großes Oblivion-Tor vor Bruma zu öffnen. Die Idee barg große Gefahr, doch nur so hätten wir die Möglichkeit, diesen Großen Siegelstein zu erlangen. Martin würde die Verteidigung von Bruma koordinieren, während ich, als mittlerweile geübte Tor-Schließerin, den Siegelstein bergen würde. Der Plan hat natürlich Jauffre und allen Klingen nicht gefallen, denn damit würde sich der zukünftige Kaiser in Gefahr begeben. Und noch schwieriger würde es sein, Gräfin Carvain von dem Plan zu überzeugen.

Alle rüsteten sich für die bevorstehende Schlacht. Jauffre sprach mich an und bedankte sich noch einmal für mein Geschenk. Er erklärte mir jedoch, dass dem Kodex entsprechend wenigstens der Großmeister in traditioneller Rüstung in die Schlacht ziehen soll. Das war schade, aber zumindest um Baurus musste ich mir keine Sorgen machen.



Ich zog mich zunächst für den Besuch im Schloss standesgemäß um. Ich musste die Gräfin informieren, dass der Kriegsrat in der Kapelle von Talos abgehalten wird. Trotz der Gefahr für die Stadt, sah die Gräfin kaum Alternativen und war bereit, in der Kapelle Entscheidungen zu treffen. Auf dem Weg dorthin musste ich feststellen, dass der blaue Zweiteiler an mir besser aussieht. Allerdings steht es mir nicht zu, solche Vergleiche zu ziehen und ich schämte mich gleich.



Martin stellte seinen Plan vor und erläuterte die Gründe. Die stolze Gräfin warnte vor Gefahren, stimmte ihm jedoch zu und wandte sich an mich mit der Frage, ob ich für all das bereit wäre. Ehrlich gesagt, war ich dankbar für die Frage, denn ich war noch nicht bereit. Die Taschen voller Kram, die falschen Waffen dabei und der Gedanke an Valus Odiil gab mir keine Ruhe. Sie zeigten alle Verständnis dafür, dass ich mich noch vorbereiten will und versprachen, hier auf mich zu warten.



Auf dem Weg nach Süden fragte ich mich, wie das sein kann, dass die Mythische Morgenröte diese Situation nicht ausnutzt.
In meiner Hütte am Hafen rüstete ich mich neu aus und schwamm weiter nach Süden.


(Ende Teil 2 von 3)
  09.05.2010, 18:41
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(Teil 3 von 3)

206. Tag
Am frühen Morgen erreichte ich Leyawiin, wo ich als erstes J'Bari besuchte. Er wollte mich aber erst unterrichten, wenn ich ihm einen Elfen-Brustharnisch besorgte. Zum Glücke hatte ich in meinem Haus so ein Teil und J'Bari erklärte sich bereit, mich im Umgang mit Leichter Rüstung zu unterweisen.

In der Halle der Kämpfergilde traf ich Modryn Oreyn, mit dem ich die Ruine Arpenien erkunden sollte. Ich versprach, ihn dahin zu führen, doch bat ich ihn, mich vorher bei einer Angelegenheit zu unterstützen. Er war einverstanden, wenn es nicht zu lange dauern würde. Wenn er gewusst hätte, was ich vorhatte, wäre er wohl nicht mitgegangen. Deswegen sagte ich erst einmal nichts und wir nahmen den Weg nach Bravil, dann weiter Richtung Kaiserstadt.



Die Gefahren auf dem Weg, ob wilde Tiere oder Banditen, haben wir gemeinsam gemeistert. Unterwegs erzählte er mir von seiner Heimat Morrowind und fragte mich über Hochfels aus. In der Nähe von Pells Tor erwähnte er, dass er gerade gestern hier schon vorbei ging, jedoch in die andere Richtung. Ich lächelte und sagte nur, wir müssen noch ein wenig weiter gehen.




207. Tag
In der Nacht erreichten wir Chorrol und mussten beide lachen. Wir ruhten uns in der Hainwacht aus und ich erzählte ihm von meiner Vergesslichkeit. Jetzt sind wir hier und werden gemeinsam Valus Odiil helfen. Am frühen Morgen trug ich Steinbacke auf, uns zu folgen.



In der 'Grauen Stute' erzählte uns Valus von den Kreaturen, die seinen Bauernhof regelmäßig überfielen. Zusammen mit seinen Söhnen wollte er den Kampf aufnehmen, doch er war alt und fühlte sich dafür nicht stark genug. Ich beruhigte ihn und versprach, seinen Söhnen bei der Verteidigung des Hofs zu helfen.



Wir trafen Antus und Rallus Odiil vor der Weynon-Priorei und erklärten ihnen, dass wir sie an Stelle ihres Vaters unterstützen wollen. Auf dem Weg zu ihrem Anwesen schaute ich mir die zwei Brüder genauer an. Sie waren zwar mit Schwertern bewaffnet, aber ansonsten ungeschützt. Modryn sagte, dass sie auf ihn keinen erfahrenen Eindruck machten, was meine Beobachtung bestätigte. Mit Steinbacke waren wir zu fünft, aber es war immer noch nicht klar, was das für Gegner sein werden. Um die Odiil-Brüder zu schützen, beschloss ich, sie während des Kampfes unsichtbar zu machen und zusätzlich einen Dremora als Unterstützung zu beschwören.



Wir nahmen auf dem Feld Stellung ein und ich bat die zwei Brüder, nicht in den Kampf einzugreifen. Wenn die Gegner sie nicht sehen, können sie nicht angegriffen und verletzt werden. Wir mussten nicht lange warten und eine Gruppe Goblins raste mit Gebrüll auf uns zu. Steinbacke, der Dremora und ich konnten sofort mit Fernzaubern anfangen, aber auch Modryn beschwor einen Geist, bevor er sich mit seiner Keule in den Kampf stürzte. Wie gehofft, wurden die unsichtbaren Odiil-Brüder nicht in den Kampf mit einbezogen, was eine Sorge weniger bedeutete.



Wir haben uns wacker geschlagen und konnten alle Goblins besiegen. Doch unmittelbar danach kam eine zweite Angriffswelle. Diesmal waren auch zaubernde Goblins dabei und ein Riese, den ich noch nie gesehen habe. Dieser war eine harte Nuß, doch gemeinsam konnten wir auch ihn überwältigen. Vor der dritten Angriffswelle heilte ich Modryn vorsichtshalber, überprüfte mit Lebenserkennung, ob es Antus und Rallus gut geht und beschwor wieder einen Dremora, der wieder als erster die Waffe zog.



Nachdem der letzte Angreifer besiegt war, bedankten sich die Brüder für die Hilfe und baten uns, ihren Vater in Chorrol aufzusuchen. Auf dem Weg in die Stadt lobte Modryn meinen Einsatz und fragte mich über Steinbacke aus.



In der 'Grauen Stute' trafen wir wieder die Odiil-Brüder, die ihrem Vater von dem siegreichen Kapf erzählten. Aus Dankbarkeit für die Hilfe und den Schutz seiner Söhne schenkte mir Valus Odiil sein Schwert. Es war ein besonderes Kurzschwert, kühl, bläulich schimmernd und mit einer unnachahmlichen Verzauberung behaftet. Eine sehr schöne Waffe - von der Länge, der Verzauberung und der Farbe zu mir passend. Allerdings etwas schwer für eine Kurzwaffe.

Wir tranken auf den Sieg und verabschiedeten uns dann. Modryn und ich gingen zunächst nach Hause, um uns frisch zu machen. Später trafen wir uns wieder unter der Großen Eiche und er fragte, ob wir jetzt langsam nach Arpenien reisen könnten. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, als ich ihn bat, mich noch einmal bei einem Kampf zu unterstützen, bevor wir uns Azani zuwandten. Auf dem Weg nach Norden erzählte ich ihm von meinen Erlebnissen in den letzten Monaten: Vom Gefängnis, dem Tod des Kaisers, von Kvatch, der Mythische Morgenröte, den unzähligen Oblivion-Toren und von Martin, der die große Schlacht vor Bruma anführen wird. Modryn gab zu, von den Toren gehört zu haben und dankte mir vor allem für die Schließung des Tores vor Chorrol. Vor dem Hintergrund der drohenden Invasion aus Oblivion sicherte er mir seine Hilfe zu.

Der Weg nach Bruma war lang und wir mussten immer wieder auf Steinbacke warten. Wir legten mehrere Pausen ein, in denen Modryn versuchte, seine beschädigte Rüstung zu reparieren.


208. Tag
Mittags erreichten wir Bruma und informierten Gräfin Carvain von unserer Kampfbereitschaft. Sie gab den Soldaten den Befehl, Martin zu folgen und unter großem Jubel der Stadtbevölkerung begaben wir uns zum Schlachtfeld.



Insgesamt waren wir 16 Kämpfer und wurden zusätzlich von Steinbacke und meinem Dremora unterstützt. Martin hielt eine kleine Rede an die versammelten Truppen aus allen Landesteilen und motivierte uns für den Kampf.



Dann kamen schon die Angreifer aus dem ersten Oblivion-Tor. Modryn Oreyn und mein Dremora waren die ersten, die sich ins Getümmel stürzten. Die meisten Soldaten verwickelten die Gegner in Nahkampf, während Steinbacke und einige Bogenschützen sie aus der Entfernung unterstützten. Jauffre und Baurus kämpften an Martins Seite und ich kämpfte, zauberte und heilte abwechselnd.



Die meisten Daedra mögen keine Blitze. Also nutzte ich diese Schwäche aus und bearbeitete sie immer wieder mit Entladungen meines Magierstabes. So konnte ich genügend Konzentration aufbringen, um zusätzlich hier und da einen Schildzauber zu wirken.



Wenn es zu hektisch wurde und ich schlecht zielen konnte, nahm ich mein neues kühles Kurzschwert und ging zum Nahkampf über. Jeder Treffer brachte uns einen Schritt näher an den Sieg. Doch durch die Tore kamen immer wieder neue Gegner, frisch und ausgeruht, während unsere Kräfte schwanden.





Alle wussten, dass wir dem Gegner zumindest so lange standhalten mussten, bis sich das Große Tor öffnete und ich darin verschwand. Ich spürte Angst, aber auch Entschlossenheit bei den Soldaten. Ihre Treue, Pflich- und Verantwortungsbewusstsein ließen sie nicht an die Erschöpfung denken.





Ich musste vor allem auf Martin aufpassen, denn sollte er fallen, hat der Feind gewonnen. Meine Hauptaufgabe war jedoch, den Großen Siegelstein zu bergen, sobald sich das Große Tor geöffnet hat. Modryn entledigte sich völlig seiner zerfetzten Rüstung, die ihn jetzt mehr behinderte als schützte. Immer mehr Daedra strömten aus den mittlerweile drei geöffneten Toren und manche Soldaten waren bereits gefallen. Dann erschien endlich das Große Tor, das ich unverzüglich betrat.



Auf der anderen Seite stieß Modryn zu mir und wir mussten uns erst einmal orientieren. Der Anblick der langsam stampfenden Belagerungsmaschine war beeindruckend. Wir durften jedoch keine Zeit verlieren und rannten los. Von dem ersten Turm über eine Brücke zum nächsten, über eine durchbrochene Plattform und dann standen wir vor einem verschlossenem Tor. Wegen der Geschütztürme mussten wir in Bewegung bleiben und betraten einen dritten Turm. Oben angelangt fanden wir einen Schalter zum Öffnen des Tores, durch das wir die Hauptzitadelle erreichten.



Bei einem Dremora fanden wir einen Schlüssel, der uns Zugang zum obersten Bereich des Turms verschaffte. All die daedrischen Gegner schafften es nicht, uns am Erreichen des Großen Siegelsteins zu hindern. Mit seiner Entfernung fiel das Große Tor in sich zusammen und die Gefahr war gebannt. Viele Soldaten haben durchgehalten, auch Jauffre und Baurus, die tapfer Martin beschützt haben. Die überlebenden waren bereits wieder auf dem Weg in ihre Heimat. Steinbacke hat es leider nicht geschafft. Die schimmernden Teile des Atronachs waren auf dem Schlachtfeld verstreut. Ich übergab Martin den Großen Siegelstein, mit dem er unverzüglich das Ritual zur Portalöffnung vorbereiten wollte.




209. Tag
Wir begleiteten Martin und die Klingen zum Wolkenherrscher-Tempel, wo alle mir gratulierten und dankten. Nachdem wir den Schmutz der Schlacht abgewaschen haben, waren Modryn und ich wieder unterwegs. In Bruma bewunderten wir die Statue, die die Bürger für mich errichtet haben. Ich war schon fast beschämt, aber auch sehr stolz. Jeder, der heute Nacht an Martins Seite kämpfte, hat Mut und Tapferkeit bewiesen und diese Statue sollte an sie alle erinnern und sie ehren.

Bevor Modryn wieder fragte, versprach ich ihm, dass wir jetzt ohne weitere Verzögerungen nach Arpenien reisen würden.



Der Tag brach an und immer wieder kämpften wir unterwegs gemeinsam gegen Bären, Minotauren und Banditen. Irgendwann ist auch Modryns Keule zerbrochen und ich schenkte ihm einen sauber polierten daedrischen Kriegshammer mit meinem Dank für seine Geduld. Er lächelte und sagte, dass dies die richtige Waffe für ihn wäre.



Wir liefen mehrere Stunden zunächst entlang des Rumare-Sees, dann die Gelbe Straße nach Süden, überquerten den Pantherfluss und kurz darauf standen wir vor Arpenien. Doch die Ruine war verlassen. Außer Ratten und Fallen gab es da nichts. Keine Leichen oder Spuren einer Schlacht. Für Modryn deutete es auf Lügen der Dunkelforst-Rotte hin. Die Vermutung lag für ihn nahe, dass Azani Schwarzherz sein Quartier in eine andere Ruine verlegt hat. Modryn bat mich, ihm nach Atatar zu folgen.

Die Ruinen von Atatar wurden von Banditen bewacht, gegen die wir antreten mussten. Modryns neue Waffe verkürzte die Kämpfe merklich. Ich verstand eigentlich immer noch nicht genau, was wir hier machten, aber Modryn schien nach Azani Schwarzherz zu suchen und ich unterstützte ihn. Nachdem wir mehrere Bereiche mit Rätseln, Fallen, Ungeziefer und Banditen durchquert hatten, fand ich mich plötzlich alleine mit Azani in einem Raum. Natürlich griff er mich sofort an, doch trotz seiner starken Waffe und seinen rothwardonischen Kampfkünsten war er meiner Zerstörungsmagie nicht gewachsen. Modryns Interesse galt vor allem Azanis Ring, mit dem er den Sieg der Kämpfergilde belegen konnte. Ich übergab ihm den Ring und er erklärte mir noch einmal die verworrenen Zusammenhänge. Als ich ihn dann aber immer noch mit großen Augen anschaute, schlug er vor, mich bei Azzan in Anvil zu melden.


210. Tag
Es war noch dunkel, als wir Atatar verließen. Modryn begleitete mich bis zum Niben-Ufer, bedankte sich für die Unterstützung und die halbe Weltreise und beförderte mich zur Aufseherin. Auch ich bedankte mich für seine große Hilfe, Hingabe und Ausdauer. Er ging nach Norden, ich überquerte den Niben und reiste über die Westebene nach Anvil.

Auf der Höhe von Kvatch war ich mit den Kräften am Ende. Ich musste mich ausruhen. Vielleicht habe ich mich bei den Reisen und Kämpfen der letzten Tage zu sehr verausgabt. Vielleicht könnte mir Rusia ein paar nützliche Athletik-Tipps geben.

Am Nachmittag, müde und verschwitzt, erreichte ich Azzan in der Gildenhalle kurz vor Feierabend. Er hatte gerade noch Zeit, mir den nächsten Auftrag zu erklären: Ich sollte mich zur Bruchfels-Höhle begeben und dort eine altmerische Gelehrte namens Elante von Alinor treffen und beschützen. Ich machte mich in meiner Villa frisch und ruhte mich etwas aus. Kurz nach Mitternacht brach ich nach Norden auf.


211. Tag
Es war noch dunkel, als ich die Bruchfels-Höhle erreichte. Ich traf die Gelehrte im Eingangsbereich und mir wurde klar, dass ein gemeinsames Vordringen in die Höhle tragisch ausgehen könnte. Ich grüßte sie also nur im Vorbeigehen und beschloss, den Bereich zunächst alleine zu sichern. Es tummelten sich dort mehrere daedrische Wesen, aber in den engen Gängen konnten sie mir nicht gefährlich werden. Nachdem ich so etwas wie einen verlassenen Schrein mit einer zerbrochenen Statue fand, holte ich Elante, die es kaum erwarten konnte, dort anzukommen.



Sie erzählte mir ein wenig von ihren Studien und Forschungen und bedankte sich mit einem seltenen Buch für die Unterstützung. Ähnlich, wie in der Dunkelgrund-Höhle, konnte ich mir die Anwesenheit der Daedra hier nicht erklären und bat sie, mit mir diesen Ort zu verlassen. Sie war sich aber sicher, dass die Daedra von alleine nicht zurückkehren können, wollte unbedingt noch bleiben und weiter forschen und wünschte mir gute Reise. Mit einem mulmigen Gefühl kehrte ich nach Anvil zurück.

Nachdem ich Azzan über die Mission berichtet habe, verriet er mir beim Anblick meiner grünen Axt, dass Irene Metrick aus der Kaiserstadt mir einiges über Stumpfe Waffen erzählen könnte. Ich bedankte mich und besuchte anschließend Rusia Bradus, bevor ich mich wieder Richtung Herzland aufmachte.


212. Tag
Die Sonne ist schon untergegangen, als ich die Kaiserstadt erreichte. Trotzdem war es nicht schwierig, Irene zu finden. Ich habe sie schon öfters gesehen, wie sie im Schatten oder dunklen Ecken alleine stand. Sie erschien mir immer so geheimnisvoll und unnahbar, doch ich spürte keine bösen Absichten und sprach sie an. Sie sagte, sie würde mich kennen und auch die blutige Spur, die ich hinterlasse. Ich wollte es klarstellen, dass ich immer nur gegen Böse gekämpft habe, aber sie winkte ab und erklärte sich bereit, mich zu trainieren - falls es das wäre, was ich wünschte. Sehr mysteriös diese Frau.

In der Hafenhütte studierte ich noch einmal die Anweisungen des Graufuchses, packte alles nötige zusammen und ging in den Palastbezirk.


213. Tag
Ich dachte an das Ziel - eine Schriftrolle der Alten. Alleine der Gedanke an ein Objekt dieses Wertes war schwierig. Und schon gar nicht passte es zu dem profanen Wesen, das ich im Vergleich dazu war. Noch gegensätzlicher war der Weg der Erlangung - Einbruch, Täuschung und Diebstahl. Immerhin berührte dieses Vorhaben nichts Göttliches, ich musste also die Neun nicht jetzt schon um Vergebung bitten. Solange ich niemandem Leid zufügte, könnte ich die nächsten Schritte als eine Prüfung meiner Fähigkeiten ansehen. Eine Herausforderung, ein Wettlauf mit Hindernissen, ein Spiel gegen das Ungewisse. Jayred würde sagen "Ich könnte sterben, aber es gibt Schlimmeres."

Die Schriftrolle befand sich in einem unzugänglichen Bereich. Doch Savillas Stein zeigte dem Graufuchs einen Umweg: Den vergessenen, uralten Weg durch die Katakomben, den frühere Herrscher bei Gefahr nutzten. Um den Alten Weg zugänglich zu machen, musste ich zunächst Das Glas der Zeit aktivieren, das sich irgendwo im Palast befand. Ich schlich an den Palastwachen vorbei und betrat die Palastgruft. Dort machte ich mich unsichtbar und schaute mir diesen Lager-artigen Raum genau an. In einer Ecke waren einige überdimensionale Objekte aufgestellt, die mich an den skurrilen Turm von Arkved erinnerten. Ich wartete, bis sich die Wache entfernte und berührte die gigantische Sanduhr, die kurz aufleuchtete. Ich war mir sicher, dass das Das Glas der Zeit war.



Ich verließ den Palast und betrat im Marktviertel die Abwasserkanäle. Die kannte ich mittlerweile gut, habe ich doch hier immer wieder den Umgang mit Waffen geübt. Man konnte hier regelmäßig Schlammkrabben, Ratten und Banditen antreffen. Die Kanäle führten weiter unter der Arena und ich vermutete bereits, welche Gittertür der Schlüssel vom Graufuchs öffnen würde. Dahinter war der bis heute unerreichbare Eingang zu den Palast-Abwasserkanälen. Auch hier, wie unter dem Schlachthaus, tummelten sich vor allem Vampire. Ich machte mich immer wieder unsichtbar, was mich aber beim Erforschen und Herumstöbern einschränkte. In einer beschädigten Wand fand ich eine Holztür, die nicht so richtig zu der Umgebung passte. Ich öffnete sie und betrat den Alten Weg.




214. Tag
Das Labyrinth der hohen Räume war bevölkert mit vielen untoten Wesen. Ein Nahkampf war selten vorteilhaft, da man hier von mehreren Seiten gleichzeitig angegriffen wurde. Fast alle Gegner konnten zaubern, so dass ein Fernkampf aus der Deckung heraus angesagt war. Sogar manche Skelette griffen mit Pfeil und Bogen an. Der Weg wechselte zu sandigen Höhlengängen, gleichsam geschützt von ewigen Wächtern. Hinter einer großen Steinhalle führte eine Ayleïden-Tür weiter, nur war sie durch ein Gitter blockiert. Ich bemerkte auch zwei wachende Dunkle Welkynd-Steine, die aber auf mich nicht reagierten. Eine Ayleïdentreppe war mitten in der Bewegung eingefroren und nur mit den verzauberten Stiefeln von Jak Springferse konnte ich sie überwinden. Auf der Galerie entdeckte ich zwei Schalter und betätigte einen. Als ich schauen wollte, ob der Weg jetzt frei wurde, schossen plötzlich die Welkynd-Steine auf mich. Dem einen konnte ich gerade noch ausweichen und lief zu der jetzt erreichbaren Steintür. Für ein nächstes Mal merkte ich mir, dass ich den falschen Schalter gewählt habe.

Auf der anderen Seite betrat ich eine kolossale Ayleïden-Halle. Aus dem Geschichtsunterricht weiß ich, dass die alten Bauwerke der Ayleïden um den Weißgoldturm vor 4000 Jahren zerstört wurden. Die Kaiserstadt ist auf ihren Ruinen errichtet worden. Diese Halle hier musste noch das ursprüngliche Bauwerk sein. Ich untersuchte die Halle und bestaunte zwei riesige Wächter-Statuen. Sorgen machten mir zwei Wandblöcke, hinter denen ich etwas spürte. Der einzige Ausgang schien eine Seitentür, die zu weiteren Bereichen mit Untoten führte. Nachdem ich dort jeden Schalter aktiviert hatte, aber nicht weiter kam, kehrte ich in die große Halle zurück.



Die zwei Wandblöcke waren verschwunden und knochige Wächter griffen mich an. Nachdem sie besiegt waren, bemerkte ich einen Durchgang zu einer Bodenplatte. Ich stellte mich vorsichtig darauf und sah in der Ferne, wie eine dritte Statue sich zu mir drehte und in ihr eine Öffnung zum Vorschein kam. Ich wollte es mir aus der Nähe anschauen, machte jedoch auf halbem Wege Halt. Die Wächter-Statuen hatten jetzt plötzlich Waffen in der Hand. Welche Magie war das? Ich nährte mich vorsichtig und spürte mit pochendem Herzen ihre Anwesenheit - sie lebten!



Wieder auf der Druckplatte schaute ich mich um und die Vermutung lag nahe, dass der Rettungspfeil in die Öffnung gehörte. Zum Glück nahm ich genügend Pfeile mit, mit denen ich jetzt üben konnte. Immer wieder flogen die Pfeile daneben, doch nach und nach verbesserte ich meine Zielgenauigkeit und wusste bald, auf welchen Punkt ich zielen musste.



Nachdem ich sicher war, genug geübt zu haben, nahm ich den Rettungspfeil und spannte den Bogen. Der Pfeil zischte durch die Halle und traf die Öffnung. Steingeräusche deuteten an, dass etwas in Gang gesetzt wurde. Ganz leise schlich ich durch die ganze Halle, zwischen den Wächtern durch, eine freigelegte Treppe hinunter und durch die Tür am Ende.



Das war wohl ein Geheimgang, denn ich fand mich auf einmal im Kamin der Palastwache-Baracke. Ich machte mich sofort unsichtbar und erkundete neugierig die Räume. Als niemand in der Nähe war zog ich mich um und suchte die Bibliothek. Dort machte ich mich wieder unsichtbar, aber die blinden Priester begrüßten mich als Celia Camoran. Ich war zunächst überrascht, doch dann wurde mir klar, dass durch ihre Blindheit ihr Gehör aufs äußerste geschärft sein musste - sie hörten meine Schritte. Warum sie trotzdem die Bücher vors Gesicht hielten, konnte ich mir nicht erklären. Vielleicht konnten sie so die Buchstaben besser hören.

Ich setzte mich an den runden Tisch und zitterte vor Aufregung. Ich hatte Angst, denn mein Herz bebte so laut. Ein Mönch brachte eine Rolle und legte sie mir hin. Unglaublich! Eine Schriftrolle der Alten. Ich traute mich gar nicht, sie zu berühren. Doch diese Mission war noch nicht vorbei. Wortlos nahm ich die Rolle, machte mich wieder unsichtbar und schaute mich in den benachbarten Räumen nach einem Ausgang um.




215. Tag
Der Weg, den ich gekommen bin, war jetzt versperrt, also probierte ich alle andern Türen. Als das zu nichts führte, erinnerte ich mich daran, wo ich im Palast gelandet bin - in einem Kamin. Also untersuchte ich den Kamin in Ocatos Schlafzimmer und wurde fündig. Ich kletterte hinein und sprang herunter. Als ich nach ein paar Momenten Fall immer noch nicht aufgekommen bin, heilte ich mich vorsichtshalber schon im Voraus. Ich brach mir nichts, den Neun sei dank, aber Schrammen, blaue Flecken und Beulen trug ich davon. Und mein Kleid war angerissen. Ich landete in der Nähe des Alten Weges und kam durch die Abwasserkanäle wieder ans Tageslicht.

Bevor ich zum Graufuchs ging, badete ich ausgiebig im Rumare-See und zog saubere Sachen an. In Othrelos Haus übergab ich die Schriftrolle voller Stolz und erzählte von meinen Erlebnissen. Die anmutige Mandil, die anscheinend mit Othrelos in einem Haus wohnt, erwähnte im Vorbeigehen J'baana, der ein Meister der Schlösser sein soll. Der Graufuchs war voller Lob und bat mich, nur noch eine Sache für ihn zu tun. Er gab mir einen Ring, den ich Gräfin Umbranox aushändigen sollte.



Doch zunächst besuchte ich Owyn im Schlachthaus. Nach den unzähligen Untoten, wollte ich mich wieder mit meinesgleichen messen. Dort erlebte ich eine recht unfaire Begegnung. Statt eines Arena-Gegners rannten plötzlich drei Argonier auf mich los. Ich wollte dieses Missverständnis zunächst aufklären, doch sie schlugen erbarmungslos auf mich ein. Fassungslos und umzingelt konnte ich nicht einmal effektiv blocken. Ich verlangsamte sie magisch, um mich zu sammeln und über eine Strategie nachzudenken. Ich bat sie noch einmal, mit den Angriffen aufzuhören, doch sie waren wie Furien. Mit einem Flächenzauber machte ich sie müde, so dass sie nicht mehr stehen konnten und sprach weiter auf sie ein. Doch als sie mich wieder ansprangen, musste ich sie mit Flammen zurückhalten.

Ich schimpfte mit Owyn und er gab mir recht, dass das Gelbe Team sich damit einen unsportlichen Vorteil verschaffen wollte. Nachdem ich mich beruhigt hatte, absolvierte ich noch zwei Kämpfe und Owyn erhob mich in den Rang einer Arena-Heldin.

Nach den modrigen und schmutzigen Abwasserkanälen und der blutverspritzten Arena genoss ich die Reise nach Anvil.


216. Tag
Als der Tag erwachte, stand ich beim Propheten und hörte seinen mahnenden Worten zu. Dann holte ich bei Orrin ein paar Dietriche und wurde als erste von der Gräfin empfangen. Als sie den Ring entgegennahm, wurde sie blass. Sie erkannte ihn als ihren Ehering. In dem Moment erschien der Graufuchs und nahm seine Maske ab - es war der Fälscher! Die Gräfin erkannte in ihm ihren seit zehn Jahren verschollenen Ehemann und fing an, mit ihm zu schimpfen und ihm Vorwürfe zu machen. Ich stand verwirrt da und erlebte eine Familienszene voller Zorn, Wehmut, Schmerz, Bedauern, Reue und Vergebung. Ach, ich hätte zerfließen können. Dann wandte sich der Fälscher oder... Grafgemahl an mich, übergab mir die Graue Kutte der Nacht und verkündete, dass Nocturnals Fluch nun gebrochen sei, die Diebesgilde eine eigene Halle besitzt und ich ab sofort als das Oberhaupt der Gilde fungiere. Dann bedeuteten mir beide, zu gehen.



Völlig durcheinander stand ich vor dem Propheten und schaute ihn entgeistert an. Ich hörte gar nicht, was er sagt, ich war in Gedanken bei den vergangenen Treffen mit dem Graufuchs, dachte an Nocturnals Kutte, dann wieder an Gräfin Umbranox, ihre lange Einsamkeit und ihren Gefühlsausbruch eben. Der Graufuchs, der Fälscher und der Graf von Anvil waren eine Person. Das musste ich erst einmal verdauen. Der Prophet hat seine Predigt schon lange unterbrochen und fragte irgendwas, ob man heute noch mit einem Satz von mir rechnen könnte. Hmmm. Ich entschuldigte mich und verließ Anvil.

Ich überlegte, wenn ich schon hier war, ob ich nicht nach Agronaks Abstammung forschen sollte. Nein, ich war noch ganz benommen und konfus von den letzten Ereignissen und schlenderte abwesend die Goldstraße entlang. Abends besuchte ich Sinderion in Skingrad und brachte ihm meine ganze Nirnwurz-Sammlung. Er traute seinen Augen nicht und begutachtete jedes Pflänzchen einzeln, bevor er mich auszahlte.


217. Tag (31. Erste Saat, 3Ä434)
Ich brauchte eine Seele zum Reden und besuchte Eyja in meiner Rosendornhalle. Fast die ganze Nacht unterhielten wir uns über meine vergangenen Erlebnisse, überlegten, zogen Schlüsse und lachten viel. Nach einem gemeinsamen Frühstück auf dem Balkon verabschiedete ich mich und reiste in die Kaiserstadt. Nachdem ich im Marktviertel alles erledigt hatte, zog ich mich in der Hafenhütte um und ging zum Garten von Dareloth. Zusammen mit Amusei betrachtete ich das anliegende Haus, dessen Eingänge nicht mehr verschlossen bzw. vernagelt waren. Innen traf ich Carwen und Armand und wir unterhielten uns über die Gilde. Ich erzählte ihnen nichts über den Grafen von Anvil, doch Veränderungen in der Gilde waren nicht zu übersehen. Nachdem wir die Vergangenheit und mögliche Zukunft erörtert hatten, wurde mir klar, dass die unterhaltsamen Spiele jetzt vorbei waren und es jetzt an mir war, andere mit packenden Aufgaben zu erfreuen.

Nach den aufregenden Erlebnissen der letzten Tage genoss ich den Frieden und die entspannte Atmosphäre. Ich zog mich in das Zimmer des Gildenmeisters zurück, trug Vergangenes in mein Tagebuch ein, döste ein wenig auf dem Bett und schlief ein.




Eher defensive Zusammenstellung während des Trainings und die dabei aktiven Effekte.


Gestohlene Gegenstände:

- Amantius Allectus' Tagebuch
- Buch: 'Finger des Berges'
- Jeannes Zaubereihandbuch
- Falcars 2 schwarze Seelensteine
- 2 x Hehlerware
- Steuerliste des Hafenviertels
- Llathasas Büste
- Ahdarjis Ring
- Hrormirs Eisstab
- Olroy Käse
- Dar-Mas Tagebuch
- Ring der Ulfgar-Familie
- Dalvilu-Dolch
- Kandidatenliste
- Buch 'Mysterium Xarxes''
- Marana Rians Münze (Taschendiebstahl)
- Schriftrolle der Alten


Ausgeführte Angriffe:

- Ohrfeige für Melus Petilius
- Flare auf Rabe Camoran
- Instinktiver Schutzzauber auf Priester der Ordnung




Abgeschlossene Quests seit Level 35:

Hauptquest
- "Verbündete für Bruma" (Ruhm +1 für Kvatch, andere aufgeführt bei geschlossenen Toren)
- "Blut der Göttlichen" (Ruhm +2)
- "Angriff auf Festung Sutch"
- "Miscarcand" (Ruhm +2)
- "Verteidigung von Bruma" (Ruhm +1)
- "Großes Tor" (Ruhm +2)

Magiergilde
- "Ein aufgedeckter Plot" (Ruhm +1)

Kämpfergilde
- "Amelions Schuld" (Ruhm +1)
- "Der Sohn des Meisters" (Ruhm +1)
- "Noch mehr unvollendete Angelegenheiten" (Ruhm +1)
- "Azani Schwarzherz" (Ruhm +1)
- "Der wandernde Scholar" (Ruhm +1)

Diebesgilde
- "Stiefel von Jak Springferse" (Infamie +2)
- "Das ultimative Ding" (Infamie +10)

Sonstige Quests
- "Kaiserliche Korruption" (Ruhm +1)
- "Kaufe ein Haus in Leyawiin"
- "Athletik-Training"
- "Schleichfertigkeits-Training"
- "Akrobatiktraining"
- "Schwertkampftraining"
- "Ein Köder für die Falle"
- "Eine flüssige Lösung"
- "Eine bessere Mausefalle"
- "Die Gabel der Gänsehaut"
- "Arbeit gibt es immer"
- "Brithaur"
- "Der aufkommende Sturm"
- "Ushnars Terror"
- "Klassifizierung der Besessenheit"
- "Sucht"
- "Die Fürstin der Paranoia"
- "Den Wahnsinn verstehen"
- "Illusions-Training"
- "Leichte Rüstung - Training"
- "Das Feld des Todes"
- "Stumpfe Waffen-Training"
- 19 Oblivion-Tore geschlossen (Ruhm je +1)
- 3 Oblivion-Tore geschlossen (Ruhm je +2)
- 3 Arena-Kämpfe (Ruhm je +1)

klarix
  12.05.2010, 21:09
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Arielle hat den Level 45 erreicht und die Reliquien des Heiligen Kreuzritters wieder gefunden.
(Teil 1 von 2)




218. Tag (1. Regenhand, 3Ä434)
Ausgeruht und bereit für neue Taten beschloss ich am Morgen, J'baana zu finden, um mehr über Schlösser zu erfahren. Angeblich sollte er sich im Gefängnisbezirk aufhalten. Unangenehme Erinnerungen kamen auf. Ob es meinem ehemaligen Zellennachbar Valen gut geht? Dort angekommen, schaute ich mich um und überlegte, wie ich die hohe Mauer überwinden könnte. Ich kletterte aufs Dach des Waffenlagers, zog die Springferse-Stiefel an, nahm Anlauf und... geschafft! Ich stand auf der Mauer über dem Tor. Auf der anderen Seite bat mich J'baana, zunächst eine Nachricht von S'krivva zu holen.



Ich sprang in den Rumare See und schwamm nach Bravil. Die arme S'krivva hat mich nicht mehr erkannt und hielt mich für eine Beute. Ich wollte sie nicht mit den neuesten Nachrichten vom Graufuchs überfordern und nahm nur das Schreiben für J'baana entgegen. Ich sollte sie am Hof des Wahnsinns als Anwärterin empfehlen.

Auf dem Weg in die Kaiserstadt betete ich an den Schreinen von Talos und Zenithar und musste an Sir Roderic denken. Vielleicht hat er bereits seine Pilgerreise beendet.
J'baana war zufrieden und bereit, mir meine Fragen zu beantworten.


219. Tag
In der Nacht zog ich eine schwere Rüstung an und begab mich unter die Kaiserstadt. Ich werde wohl nie verstehen, was die Leute an diesen scheppernden Teilen finden und sie sich freiwillig umhängen. Sie verstecken sich hinter diesen Eisenplatten und nennen ihr Auftreten "mutig" und den Kampf "ehrenvoll". Das klingt für mich nach Schönfärberei. Auf der anderen Seite soll es auf Solstheim nackte Nord geben, die sich sogar ohne Unterwäsche, aber mit einer Pflichtaxt in den Kampf stürzen. Das nenne ich "furchtlos", aber auch ein wenig übertrieben.

Auf dem Weg nach Cheydinhal besuchte ich die Schreine von Stendarr und Akatosh. Burz gro-Khash beauftragte mich mit der Untersuchung eines Gefängnisausbruchs in Bravil.


221. Tag
Ich durchstreifte gestern die Landschaft Richtung Westen, übte ein wenig das Springen und Landen, Bogenschießen, versuchte mich an jedem Schloss, das ich fand, sprach mit vielen Leuten und führte eine Strichliste der Schreine. In der Nähe von Skingrad betete ich am zertrümmerten Schrein von Kynareth - schrecklich, wie die Oblivionauswüchse das Land zerstören.



In Anvil nutzte ich die Gelegenheit und fragte den Propheten, was nach der Pilgerreise passieren würde. Er sagte, ich solle auf ein Zeichen warten. Aber in welcher Form das geschehen würde, konnte er mir nicht sagen. Vielleicht würden es Regentropfen sein, die zu deuten wären.
Ich ging noch einmal in die geschändete Kapelle von Dibella und schaute mir die Runen um den Altar genau an. Ich bin keine Expertin, aber die Zeichen sahen für mich eher nach der Schrift der Dwemer aus, nicht der Ayleïden. Ich konfrontierte den Propheten mit meiner Überzeugung und fragte, ob er wirklich des Dwemerischen mächtig sei. Ich hatte noch weitere Frage, merkte aber, dass er wieder genug von mir hatte.



Nordwestlich von Anvil liegt Krähenheim, die Geburtsstätte des Grauen Prinzen. Nachdem ich mich an den Skeletten vorbeigeschlichen habe, betrat ich die Ruine. Neben Hunden und Wölfen spürte ich die Gegenwart von etwas Unangenehmen, gar Bösen, das ich jedoch weder spezifizieren noch lokalisieren konnte. Ein Ähnliches Gefühl hatte ich in Varsa Baalim - sollten hier auch Vampire hausen? Ich schlich langsam vorwärts und hörte auf jedes Geräusch. Agronaks Schlüssel passte zu einer Tür, hinter der sich ein Wohnflügel befand. Unsichtbar erkundete ich die Räume und fand das Tagebuch des Fürsten Lovidicus. Die schreckliche Wahrheit, die darin verzeichnet war, würde Agronak nicht gefallen. Ein halbnackter Mann rannte nervös hin und her - war das der Fürst? Ich schloss ihn wieder ein und verließ fluchtartig das finstere Gemäuer.



Direkt neben der Kaiserstadt betete ich am Schrein von Julianos, dem letzten auf meiner Liste. Ich schaute mich nach Zeichen und Wundern um, doch außer einem entlaufenen Pferd fiel mir nichts auf. Plötzlich wurde ich von einer grellen Wolke umhüllt und hoch über die Kaiserstadt katapultiert! Ich war sprachlos und zitterte, allerdings war die Aussicht berauschend - ich hing tatsächlich über der Stadt in der Luft! Eine geisterhafte Gestalt näherte sich und sprach irgendwas zu mir, aber ich wollte nur wissen, wer dafür verantwortlich ist und wie ich wieder heil herunter komme. Der durchsichtige Ritter schien mich nicht zu hören, also fragte ich lauter, ob es ihm bewusst sei, dass Levitation mit den Gesetzen von 421 verboten worden ist. Ich redete gegen eine Wand und er nur wirres Zeug von seinem Gedächtnis und meiner Not, von Sklaventreibern und Reliquien. Ich musste an Sheogorath denken. Aber auch an M'aiq, für den Levitation nur etwas für Trottel sei - wenn man einmal oben ist, geht es nirgendwo mehr hin außer runter. Ich hatte immer noch Angst und wusste genau, was ich in der Kunst der Veränderung versäumt habe. Der Geist zeigte auf eine Stelle in der Landschaft und verabschiedete sich. Ich stand oder eher hing still, wagte nicht, mich zu bewegen und wartete auf den Absturz... der prompt kam. Doch die grelle Wolke fing mich auf und ich fand mich am Schrein von Julianos wieder.

Mit weichen, zitternden Knien und bebendem Herzen setzte ich mich hin und schwor, nie wieder zu pilgern.


222. Tag
Vormittags suchte ich Dovyn Aren auf und bat ihn, mich in Levitation zu unterweisen. Er winkte ab, auch nachdem ich ihm eine Menge Gold angeboten habe. Er erklärte mir seine Gründe, nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten zu wollen und ich spürte seine Enttäuschung, Verbitterung und Unzufriedenheit.

Im Schlachthaus übergab ich dem Großmeister das Tagebuch seines Vaters, worauf er mir ein paar interessante und ungewöhnliche Kampfzüge zeigte. Danach blätterte er in den Aufzeichnungen und seine Frustration und Trauer war furchtbar. Ich streichelte ihn, aber er wollte keinen Trost und haute voller Enttäuschung noch stärker auf die Bretter, so dass Owyn um die Ecke schaute.



Ich blieb gleich da, zog mich für den Schaukampf um und trat zunächst gegen einen Kaiserlichen an. Dieser Held des gelben Teams gehörte früher zu den Klingen und konnte meisterhaft mit seinem langen Akaviri-Messer umgehen.
Der nächste Kampfpartner war ein Hochelf, ein Meisterzauberer der Zerstörung. Ich habe nichts gegen Elfen, aber warum vermitteln vor allem die Hochelfen das Gefühl, über allem und jedem zu stehen? Liegt es an ihren überragenden arkanen Kräften? Ich wirkte sofort einen Stille-Zauber, der aber nicht ankam. Dann versuchte ich, ihn mit einem kombinierten Zerstörungszauber zu verwirren, aber auch dieser zeigte kaum Wirkung. Irgendetwas an ihm blockierte meine Magie. Owyn sagte zuvor etwas von einem verzauberten Schild. Diese Verzauberung machte ihn jedoch nicht immun. Als er ein Wesen beschwor, konterte ich mit elementarer Anfälligkeit und Dauervereisung. Er konnte nicht anders, als diese mit Bannung zu neutralisieren, wodurch seine Beschwörung auch augenblicklich verschwand. Ich wollte nicht mehr gegen seine Schildverzauberung ankämpfen und beschwor selbst einen Dremora, womit der Hochelf in die Zange genommen wurde.
Am Ende musste ich an Owyns Worte denken: "Altmer. Sie alle handeln edel und gut, bis sie in einer Lache ihres eigenen Blutes liegen."



Mittags begab ich mich neugierig in die Gegend, auf die der geisterhafte Ritter gezeigt hat, doch sah ich nichts Ungewöhnliches. Erst unter Wasser entdeckte ich eine Ruine, die ich vorsichtig betrat. Nach vielen Untoten, die kein Feuer mochten, fand ich neben einem Skelett ein Tagebuch, aus dem hervorging, dass dies der Leichnam eines Sir Amiel war. Er war ein Mitglied des Ordens der Ritter der Neun und war hier auf der Suche nach dem Helm des Heiligen Kreuzritters. War der Geist über der Stadt dann Pelinal Weißplanke? Die Predigt des Propheten ergab immer mehr Sinn. Nicht weit entfernt, auf einem Altar lag der Helm. Sir Amiel fiel, bevor er ihn erreichen konnte. Ich nahm den Helm, Sir Amiels Ring und sein Tagebuch. Abends saß ich auf meinem Bett in Bravil und versuchte die erlebten Einzelteile zusammenzusetzen.


223. Tag
Am frühen Morgen hörte ich mich in der Stadt um und erfuhr, dass sich die Gefängnisausbrecher in der Blutmayne-Höhle versteckten. Ich fand sie dort und sprach jeden einzelnen an, um sie umzustimmen. Doch jeder der vier lachte nur und zog sofort die Waffe. Ich werde Burz erklären müssen, dass ich in Notwehr handeln musste.



Wieder in Bravil, aktualisierte ich mein Tagebuch und besuchte nachmittags die Magiergilde, wo ich Ardaline bei ihren Alchemie-Experimenten zuschaute. Ich unterhielt mich auch mit ihrem Verehrer Varon Vamori, der ein exzellenter Redekünstler ist.

Abends pflückte ich ein paar schöne Blumen, packte das Nötigste zusammen und begab mich nach Randland.


224. Tag
Als die ersten Sonnenstrahlen Dementia erreichten, saß ich bei Jayred, legte die Blumen aus Cyrodiil nieder und erzählte ihm von meinen Erlebnissen. Vor allem meine Fortschritte im Bogenschießen hätten ihm bestimmt gefallen. Zuhause bewahre ich noch ein paar Pfeile auf, die er damals aus Knochen hergestellt hat.



In der Siedlung Fellmoor lernte ich das verdrehte Khajiit-Paar Kishashi und Ranarr-Jo kennen, die Angst vor der Gedankenleserin Cindanwe hatten. Sie erschien mir relativ normal, aber um sie vom möglichen Gedanken-Terror abzuhalten, verwüstete ich ihr Haus. Es war nicht meine, sondern Ranarr-Jos Idee und die einzige Möglichkeit, Cindanwe ohne Blutvergießen für längere Zeit zu beschäftigen. Die ordnungsliebende tat mir danach wirklich leid und heimlich half ich ihr beim Aufräumen.

In der Nähe erforschte ich die Moder-Höhle, einen riesigen Eiferer-Kerker. Diese Magier waren allesamt feindlich gesinnt und vor allem in Gruppen eine große Herausforderung. Viele interessante Fundsachen brachte ich von dort mit.


226. Tag
Die trübe Dementia-Landschaft ist nur fürs Auge etwas schönes. Ansonsten ist es feucht, modrig, sumpfig und schmutzig - nichts für mein langes Kleid. Und gefährlich. Zum Beispiel die magiesicheren Hunger sind zähe Gegner. Auch mein beschworener Dremora hatte jedesmal Schwierigkeiten. Ich muss mich bei Gelegenheit tiefer in Beschwörungsmagie vertiefen.

Gestern entdeckte ich die verfluchten Ruinen von Vitharn. Schon von Weitem waren dort Kämpfe zu hören, die von Geistern ausgetragen wurden. Der Haupteingang war versiegelt, aber ich habe einen Geheimgang entdeckt. Der Geist des Grafen Cirion erklärte mir, dass vor Jahrhunderten die Einwohner von Invasoren überrannt wurden, weil vier Verteidiger ihre Pflicht vernachlässigt haben. Seit dem sind sie mit einem Fluch Sheogoraths belegt und müssen die letzten Augenblicke der Invasion immer und immer wieder nacherleben. Der Graf bat mich, mich umzuhören und zu versuchen, den ewigen Fluch aufzuheben.



Ich erkundete das Schloss und den Hof, sprach mit den Geistern und nach und nach konnte ich die Aufgabe lösen. Althel bekam ihre Pfeile, Hloval Dreth seine Magie, Desideratus Besessenheit habe ich auf die Angreifer gelenkt und den Feurigen Fanatiker habe ich an Graf Cirions Stelle besiegt. Dafür bekam ich einen einzigartigen Helm. Der Fluch wurde aufgehoben und die Geister von Vitharn fanden endlich ihre Ruhe.


230. Tag
In den letzten Tagen erforschte ich weitere feuchte Erdhöhlen, knorrige Tunnel und steinerne Ruinen. Im Freien stieß ich immer wieder mit patrouillierenden Silberrittern zusammen, die sofort zum Kampf übergingen. Aber ich konnte auch mehrere Obelisken deaktivieren. Hunderte von Pfeilen habe ich verschossen und musste in Neu-Sheoth für Nachschub sorgen. Im Kuriositätenmuseum verkaufte ich Una einen Schlüssel aus einem Hundezahn und eine ungewöhnliche doppelköpfige Septim-Münze.



In Niedersuhl erzählte mir Erver Devani von einem Freitodhügel und bat mich, den Schädel seiner Schwester dort hinzubringen. Anscheinend ist der Hügel ein Ort, an dem man endet, wenn man nicht nach Wahngotts Willen stirbt. Wieder so eine irre Verhaltensregel.

In Halen traf ich Paik, ein rothwardonisches Mitglied der weltberühmten Elitegruppe "Ritter des Dornenordens". In einem Kampf gegen Grummits verlor er sein Medaillon und bat mich, es aus Moderwald zurückzubringen.


231. Tag
Die Ruinen der ehemaligen Hauptstadt Cylarne wurden bewacht von den rivalisierenden Truppen der Dunklen Verführer und den Goldenen Heiligen. Die Stimmung war sehr gespannt und die Luft knisterte. Ich gab mich als Sheogoraths Gesandte aus und wurde sofort zuvorkommend vorgelassen. Die heilige Flamme Agnons kann nur von den Mazken oder den Aurealen entzündet werden, doch dafür muss eine Seite die beiden Altäre, der Verzückung und der Verzweiflung, kontrollieren. Beide Kommandantinnen, Kaneh und Ulfri, baten mich um Unterstützung beim bevorstehenden Kampf. Ich bat um Bedenkzeit.



Diese Geschöpfe waren weder Mensch noch Mer und jetzt konnte ich mehr über sie erfahren. Ich fragte Kaneh, ob auch alle anderen goldene Haarfarbe haben? Was mich auch interessierte, war, was sie für ihre schöne gleichmäßige und glatte Haut tut? Und ob sie manchmal auch ein Kleid anzieht?
Ich glaube, nur meine Rolle als Abgesandte rettete meinen Kopf.



Ich erkundete das verzweigte Bauwerk und machte mir ein Bild über die Verteidigungsstellungen und Angriffschancen. Doch auch danach konnte ich mich für keine Seite entscheiden und verabschiedete mich vorerst.


233. Tag
Den gestrigen Tag verbrachte ich in Moderwald und kämpfte gegen Grummits. Am Ende fand ich Paiks Medaillon, aber es war schon spät und statt nach Halen, ging ich zu den Toren des Wahnsinns. Ich schenkte Jayred vier Geisterpfeile aus Vitharn und kehrte nach Cyrodiil zurück.



In Bravil hörte ich wieder dem verliebten Varon Vamori zu. Er verwies mich an die Meisterin der Rhetorik - Tandilwe im Tempel des Einen. Diese trug mir auf, zunächst alle Bettler in Cyrodiil aufzusuchen und in ihre Herzen zu blicken. Eine Riesenaufgabe, doch ich war mir fast sicher, bereits mit allen gesprochen zu haben. Leider sah das Tandilwe anders. Ich fragte höflich, woher sie das weiß. Ich bekam keine Antwort. Auch keinen Hinweis, mit wem ich noch sprechen sollte. Es half nichts, ich musste noch einmal alle aufsuchen. Aber ich freute mich darauf, war es doch endlich wieder eine unblutige Mission und ich konnte mich mit vielen unterhalten. Ich fing in der Kaiserstadt an und fand vier von fünf sofort, da ich wusste, wo sie sich aufhalten.


234. Tag
In Cheydinhal klopfte ich vorsichtig in der Kämpfergilde an, doch zu meiner Überraschung war Burz mit der Auftragserledigung sehr zufrieden und schickte mich zu Modryn Oreyn.

Die zornige Llevana Nedaren erzählte mir auf der Straße von dem armen Aldos Othran, der seine Frau und sein Haus verloren hat. Ich spürte deutlich ihren Hass auf Ulrich Leland und sie bat mich, seinen Stellvertreter Garrus Darelliun anzusprechen.

Ich suchte auch die Glücklose Lucina und Bruccius auf, unterhielt mich mit ihnen und drückte ihnen viele Münzen in die Hand.

Dann besuchte ich die traurige Tivela Lythandas. Sie erzählte mir von dem Verschwinden ihren Mannes und gab mir den Schlüssel für sein Arbeitszimmer. Dort stand ein seltsames Gemälde. Ich hatte das Gefühl, dass der Wald auf dem Bild lebte. Als ich es berührte, fand ich mich im gemalten Großen Forst wieder - ich war in dem Gemälde! Es musste göttliche Magie sein. Ich traf dort den Maler Rythe, der mir von seinem Echtfarbpinsel und von dem bosmerischen Dieb erzählt hat. Und von den Trollen, die den Waldelfen getötet haben. Die einzige Möglichkeit, hier wieder herauszukommen, war, den Echtfarbpinsel zu finden.



Ich machte mich also auf den Weg durch den surrealen Wald. Die gemalten Trolle erschienen mir stärker als gewöhnlich, aber auch sie vertrugen kein Feuer. Am Ende fand ich den toten Dieb und auch den Pinsel. Aber es war ein Hochelf, kein Waldelf. Rythe als Dunkelelf sollte den Unterschied doch kennen. Mit dem Echtfarbpinsel malte uns Rythe einen Ausgang in sein Studio und wir verließen die getupfte Welt. Der Anblick der glücklichen Tivela erstrahlte mein Herz und war Belohnung genug, aber Rythe bedankte sich zusätzlich mit der Schürze der Geschicklichkeit.


235. Tag
Am Schrein von Boethiah opferte ich ein Daedra-Herz und wurde eingeladen, am Turnier der Zehn Stämme teilzunehmen. Der Daedra-Prinz öffnete ein Portal, durch das ich seine Welt betreten konnte. Ähnlich wie bei Peryite, glich Boethiahs Welt den deprimierenden Totenländern von Mehrunes Dagon. Ich musste nacheinander gegen Vertreter der anderen neun tamrielischen Rassen antreten. Manche konfrontierte ich mit Elementargewalten, die Seelen der anderen schickte ich zu Dagon. Der Hochelf war wieder typisch - ganz von sich eingenommen, hatte er eine Mönchskutte an und ansonsten nur 250 Heiltränke bei sich. Die Leute aus Bockbierquell hatten recht: "Hochelf und ein Magier obendrein, die schlimmste Art der Überheblichkeit."



Wieder am Schrein, belohnte Boethiah meinen Sieg mit der legendären Klinge Goldbrand. Es ist keine Waffe für mich, jedoch einzigartig und sehr schön anzusehen. Sie bekommt im Eiszackturm einen Ehrenplatz.


237. Tag
Gestern war ich in Leyawiin. Bei Dar Jee holte ich ein paar Dietriche und unterhielt mich auf der Straße mit Deeh dem Schlawiner und Rancid Ra'dirsha. Sie waren dankbar für die Münzen, genauso wie die Abscheuliche Aia und Cosmus der Betrüger in Bravil.

Den Anweisungen in Sir Amiels Tagebuch folgend, fand ich heute die Priorei der Neun in der Westebene. Es hat etwas gedauert, bis ich darauf kam, Sir Amiels Ring zur Öffnung eines Geheimgangs zu benutzen. Als ich mich in der Krypta umsah, erschienen acht Geisterritter, versperrten mir den Weg und forderten mich zu Zweikämpfen auf, bevor ich mich dem Heiligen Brustharnisch nähren durfte. Der Rückweg war magisch blockiert und ich war gezwungen, mich jedem stellen. Da keiner von ihnen Zauber einsetzte, nutzte ich diesen Umstand jedesmal aus und bestand diese Prüfung ohne große Verletzungen. In folgenden Gesprächen erzählten mir die Ritter der Neun von ihren Prinzipien, damaligen Zielen, ihrer Reliquiensuche und dem traurigen Zerfall des Ordens.



Sir Casimir erzählte mir von seiner großen Schuld und den Handschuhen des Kreuzritters in der Kapelle von Stendarr. Sir Juncan schickte mich auf die Suche nach den Stiefeln zum Schrein von Kynareth im Großen Forst. Laut Sir Henrik liegt der Schild des Kereuzritters in der Festung Bulwark verborgen. Sir Ralvas beschrieb sein Scheitern beim Versuch, den Streitkolben in der Kapelle von Zenithar zu erreichen. Ich notierte mir all diese Informationen, fragte mich aber, in was für eine Geschichte ich da wieder hineingeraten bin. Eigentlich wollte ich nur noch das Amulett der Könige zurückholen. Und damit hatte ich schon genug Probleme. Aber irgendwie entfachte ich bei den Rittern eine neue Hoffnung und es war schwer, sich dem zu verschließen.



Mit unzähligen Gedanken über die Erwartungen und neue Aufgaben erreichte ich nachmittags Skingrad. Der ehemalige Bogenschütze Reman Broder, verwies mich an seine damalige Ausbilderin Alawen. Mir fiel ein, dass ich Alawen schon vor Monaten kennengelernt habe und freute mich auf ein Wiedersehen.

Den hilfsbedürftigen Nigidius und den Üblen Fagus belohnte ich für die neuesten Informationen mit ein paar Münzen.

Etwas nördlich, am Schrein von Sanguine, erzählte mir der Daedra-Prinz von der prüden Gräfin von Leyawiin und trug mir auf, etwas dagegen zu unternehmen. Ich sollte an ihrer Abendgesellschaft teilnehmen und den Zauber der Nackten Wahrheit über sie legen. Ohje, das versprach Probleme und ich bat den Prinzen, diese Aufgabe einem anderen zu übertragen. Dumpfes Grollen und Beben unter meinen Füßen überzeugten mich, das kleinere Übel zu wählen.

Mit gemischten Gefühlen und verworrenen Gedanken lief ich durch die Nacht zum Trolllicht-Lager. Alawen freute sich auch, mich zu sehen, kritisierte aber meine Ausrüstung. Erst mit einem soliden Elfen-Bogen würde ich meine Ziele treffen. Das verwunderte mich, denn mein daedrischer Leichtbogen war um Klassen besser und überdies benutzte sie selbst nur einen einfachen Silberbogen. Aber sie war die Meisterin und ohne zu widersprechen holte ich einen Elfen-Bogen von einem kürzlich auf der Straße besiegten Banditen.


238. Tag
In Anvil sprach ich zunächst mit den Bettlern Imus und Olvus und stellte mich danach zu den Passanten, die dem Propheten zuhörten. Als er mich bemerkte, hob er den Zeigefinger in meiner Richtung. Dabei wollte ich diesmal wirklich nur aufmerksam zuhören, damit ich mir die Hintergründe seiner Predigt mit dem Orden der Ritter der Neun zusammenreimen konnte.

Auf dem Rückweg über die Hochebene schloss ich eines der mittlerweile selten gewordenen Oblivion-Tore und erreichte später die Festung Ontus. Innen sprach ich mit vielen Magiern, von denen mir einige von der Universität bekannt waren. Ich spürte allerdings, dass hier Beunruhigendes vor sich ging und bemerkte schnell nekromantische Neigungen bei allen. Ich erkannte jedoch auch die einmalige Gelegenheit, mich zu informieren, denn Totenbeschwörer griffen mich woanders sofort an. Zwar mit Unbehagen aber neugierig, öffnete ich mich dem Thema und erhielt manch wertvolle Information, auch wenn die meisten Magier mich nur an Caranya verwiesen. Ausgerechnet diese doppelzüngige Schlange!



Doch ich vergaß nicht meine Loyalität und den eigentlichen Grund meines Besuches und bat Caranya höflich, das entwendete Amulett des Totenbeschwörers wieder zurückzugeben. Daraufhin wurde sie unfreundlich, verlor ihre Beherrschung und beschimpfte mich. Sie gab zu, nur Mannimarco zu gehorchen, der mir bald das Mark aus den Knochen saugen wird... Diese Worte hallten durch meinen Kopf und brannten sich tief ein. Wie kann sie solch schreckliche Sachen sagen? Ich musste diese verräterische Hochelfe aufhalten, doch sie griff mich zuerst an. Sie wirkte eindrucksvolle und ausgefallene Zauber, die aber allesamt nicht intensiv genug waren, um mich zu behindern. Ausgerechnet die magische "Wut des Zauberers" hat sie so überrumpelt, dass der folgende Flammengriff ihr Ende bedeutete. Sie hätte darauf vorbereitet sein müssen. Ich wäre es. Auf die Nachricht von Caranyas Tod wandten sich alle Magier gegen mich, aber zum Glück griffen sie mich nur einzeln an. Merkwürdigerweise waren sie jetzt alle anders angezogen.



Abends erreichte ich Chorrol und sprach mit Nermus dem Schnorrer und dem Faulpelz Kaslowyn. Erschöpft ruhte ich mich in der Hainwacht aus.


239. Tag
Etwas beruhigt und abgekühlt besuchte ich am frühen Morgen Athragar in der Gildenhalle der Magier. Ich fragte nach Informationen, oder gar Unterweisung in Levitation. Doch er flüsterte nur von Verboten und Gesetzen und überhaupt wäre das ein Tabuthema. Ich verstand nicht, denn ich weiß, dass z.B. die Dunkelelfen in ihrer Heimat ungehindert Levitation anwenden. Ich muss bei Gelegenheit bei Falanu nachfragen. Ja, Falanu sollte ich unbedingt auch bezüglich spezieller Beschwörungen konsultieren.

Modryn Oreyn freute sich, mich zu sehen und erzählte mir von einer Gruppe Kämpfer, die Trolle aus der Vergessenen Mine vertreiben sollten. Modryn hat seit langem nichts mehr von ihnen gehört. Die Angelegenheit war wichtig und heikel zugleich, denn der junge Viranus Donton war dabei. Ich sollte der Sache nachgehen.

Die Handschuhe des Kreuzritters lagen seit Jahrhunderten in der Kapelle und ließen sich nicht aufheben. Areldur, ein Priester Stendarrs, erzählte mir von dem Fluch, von dem auch Kellen betroffen war. Ich sprach mit Kellen und wieder mit Areldur, der zugab, die Möglichkeit der Fluchaufhebung zu kennen, sich aber vor den Folgen zu fürchten. Jemand müsste Stendarrs Fluch auf sich nehmen, um Kellen zu befreien. Der arme tat mir leid und ich war sicher, bei meiner Gesundheit und Verfassung würde mir der Fluch weniger ausmachen, als ihm. Es war ein Schritt ins Ungewisse, aber ich hatte Vertrauen, dass ich für mich irgendwann eine Lösung finde. Ich bat Stendarr um Hilfe und mit der Macht des Handauflegens übertrug ich den Fluch von Kellen auf mich. Kellen wurde plötzlich quicklebendig und strotzte vor Kraft, während ich kaum Änderungen an mir feststellte. Mit der Befreiung von Kellen wurde auch der Fluch von den Handschuhen genommen, die ich jetzt aufheben konnte.

Die Wegbeschreibung von Sir Juncan ließ mich Kynareths Schrein im Großen Forst schnell finden. Die Priesterin Avita schickte mich zum Hain der Prüfungen, wo Kynareth über meine Würdigkeit befinden würde. Ich war sehr gespannt und wartete auf der besagten Lichtung. Plötzlich kam ein Monstrum von einem Bär aus dem Wald und griff mich an. Ich bin sicher, ich bin gestorben. Vielleicht mehrmals. Na auf jeden Fall, als ich zu mir kam, war der Koloss weg und ein Höhleneingang hat sich im Felsen aufgetan.



Benommen und unsicher betrat ich eine lichtdurchflutete Grotte, voller Pflanzen und Blumen und Zweiglingen als Waldfeen. Auf einem Podest lagen die Stiefel des Kreuzritters, die ich jetzt an mich nehmen durfte.



Auf dem Weg nach Bruma betrachtete ich das Amulett des Totenbeschwörers und legte es neugierig an. Ich erlangte plötzlich eine tiefe Einsicht in die obskuren Lehren und die feinen Fäden des Lebens, die jetzt deutlich beeinflussbar erschienen. Erschrocken hielt ich den Atem an und legte das Amulett wieder ab. Verblüfft verstand ich erst jetzt, warum Erzmagier Traven Totenbeschwörung aus der Magiergilde verbannt hat. Doch die Macht, an den Fäden zu ziehen, hatte eine betörende Wirkung und ich merkte, wie etwas in meinem Kopf reifte...

Schwer atmend kam ich in Bruma an - Stendarrs Fluch zeigte also doch seine Wirkung. Ich kaufte bei Ongar ein paar Dietriche und unterhielt mich mit Fetid und Jorck dem Ausgestoßenen.

Abends war ich wieder in der Kaiserstadt und übergab dem Erzmagier das Amulett des Totenbeschwörers. Im Gegensatz zu mir war er überrascht und entsetzt über Caranyas Verrat an der Gilde. Ja, Caranya... ihre infame Drohung ging mir nicht aus dem Kopf. Ich hatte große Lust, nach Ontus zurückzukehren und in ihre toten Augen zu blicken. Ich verließ wortlos den Erzmagier und wie in Trance begab ich mich zu den Mystischen Archiven, doch Tar-Meena war nicht da.

Meine Suche nach dem Bettler Puny Ancus war wieder erfolglos, doch Tandilwe war mit meinen Bemühungen zufrieden und versprach, für mich da zu sein.
Natürlich würde sie das, denn sie verlässt den Tempel nie. Diese seltsam freundliche Hochelfe schien auch nie zu schlafen und zu essen. Vielleicht wurde sie beschworen...


240. Tag
Noch in dieser Nacht war ich wieder westwärts unterwegs und genoss um Mitternacht die Totenstille der Festung Ontus. Ich zitterte vor Erregung als fremdartig wabbelnde Energien meine Finger verließen, um kurzzeitig Caranyas Körper aufzurichten. Triumphierend schaute ich in die Dunkelheit ihrer Augenhöhlen und erschauderte über meine eigenen Gefühle und Gedanken. So kannte ich mich nicht, das war nicht ich. Was passierte mit mir? Bin ich an Grenzen gestoßen, die mein Unterbewusstsein nicht bereit war einzuhalten? Ich ließ von ihrem Körper ab und studierte die halbe Nacht Bücher und Schriften, die ich dort fand. Ich hatte mich wieder unter Kontrolle und ein Ziel kristallisierte sich vor meinen Augen.



Auf dem Weg nach Skingrad erfreute ich mich an dem wunderschönen Sonnenaufgang und dachte über Standardbeschwörungen nach. Es gibt eigentlich nur drei Gegnerarten, mit denen ich große Schwierigkeiten habe. Goblinchschamanen und Lichs sind magisch schwer zu besiegen, da sie oft die Zauber reflektieren oder absorbieren und dabei ständig neue Helfer heraufbeschwören. Ihre Angriffe selbst sind für mich nicht so gefährlich. Die Angriffe des Ogers dagegen sind unglaublich hart, ich kann mich kaum schützen. Seine Beseitigung wiederum dauert zwar lange, ist aber einfach. Der eine ist also bei seinen Angriffen gefährlich, die anderen bei meinen Angriffen unangenehm. Ich bräuchte also angemessene Hilfe an meiner Seite. Ich kann einen Markynaz beschwören, oder einen gierigen Hunger, auch ein Düstergespenst. Es sind gute Helfer, aber bei den drei Gegnern oben oft nicht ausreichend. Ich habe erlebt, wie der Dremora von drei Lichs in nur 4 Sekunden bezwungen wurde.

Falanu, die schon öfters mit dem Gesetz in Konflikt geriet, gab offen zu, Levitation zu beherrschen und führte es mir auch vor. Das kann jeder in Morrowind, sagte sie. Allerdings hatte sie Schwierigkeiten, mir die Anwendung zu vermitteln. Ich wäre bestimmt eine gute Schülerin und über genügend Magiereserven verfüge ich auch, nur war sie keine gute Lehrerin. Doch ich hörte begierig auf jedes Wort, nahm jede Geste wahr und versuchte alles zu erspüren, was von ihr ausging. Nach einer Weile verlor sie aber die Lust und ich lud sie in die Rosendornhalle ein.



Dort waren wir ungestört und ich lenkte vorsichtig das Gespräch auf das Verbotene und Geächtete. Sie fing plötzlich an zu schluchzen und zu weinen. Ich rutschte zu ihr, nahm ihre Hände und sie erzählte mir, wie sie vor ein paar Jahren beinahe getötet wurde. Sie hatte früher ein Alchemie-Geschäft an der Roten Ringstraße, östlich der Kaiserstadt. Es hieß auch "Alle alchemischen Dinge". Doch als man ihre Vorliebe für Friedhöfe entdeckte, wurde sie eines Nachts überfallen und ihr Laden angezündet. Sie kam gerade mit dem Leben davon. Die verbrannten Ruinen stehen heute noch da. Nicht anders erging es ihr in ihrer Heimat, doch von dort wurde sie nur verbannt.

Ich tröstete sie und stellte keine Fragen mehr. Doch nachdem sie sich wieder gefangen hat, sagte sie, dass die Praktizierung von Beschwörungslehren, die außerhalb der Gildengrenzen liegen, nur im Verborgenen erfolgen kann. Ihre roten Augen leuchteten erneut und beide wussten wir, dass wir einander vertrauen können. Wir sprachen noch den ganzen Mittag, dann musste sie wieder in ihren Laden. Zum Abschied schenkte sie mir heimlich drei Bücher, die in Cyrodiil verboten sind: "Aufbereitung einer Leiche", Band I, II und III. Ich war überglücklich und schenkte ihr zwei Alchemieapparate von meisterlicher Qualität, die ich in Ontus fand.



Ich schloss mich im Schlafzimmer ein und las stundenlang über die abartigen Praktiken. Abends war ich wieder in meiner Hafenhütte, versteckte die Bücher und besuchte Tar-Meena. Sie war geschockt, doch ich beruhigte sie, dass ich keine Nekromantin bin und nur die Praktiken besser verstehen möchte. Je besser man den Feind kennt, desto leichter kann er besiegt werden. Ich kannte ihre Neigungen und wusste, dass sie mein Interesse für sich behalten würde. Sie lieh mir ein paar Bücher aus, die ich zuhause sofort zu lesen begann.


(Ende Teil 1 von 2)
  09.06.2010, 19:13
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(Teil 2 von 2)

241. Tag
Ich konnte vor Aufregung nicht schlafen. Der Reiz des Neuen, Unerforschten, Geheimnisvollen hatte mich gepackt und ließ mich nicht los. Ich überlegte, was aus mir geworden ist und wie ich zu diesen Gedanken kam. Mittlerweile habe ich auch sehr viel gelernt, wie das Experiment mit Caranya beweist. Zugegeben, ich war wie in einem hypnotischen Wahn und vermutlich könnte ich es nicht so leicht wiederholen. Aber ich weiß, wie es geht und wie es sich anfühlt. Mittlerweile weiß ich auch wohin es mich führt. Ich möchte die Grenzen durchbrechen, die Galerion aufgestellt hat, die Regeln beiseite schieben und meine Energien frei formen können. Ich werde etwas erschaffen, was niemand für möglich halten würde. Ich bin keine Nekromantin, sollen doch andere mit ekligen verwesenden Leichen widerwärtige Experimente durchführen. Das ist nicht mein Ziel. Ich strebe Höheres an. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Tochter Camlorns Ungewöhnliches vollbracht hat. Beispielsweise war die mutige Prinzessin Quintilla schon immer ein Vorbild für die meisten ambitionierten Magierinnen in Hochfels.

Ich habe ein neues geheimes Tagebuch angefangen. Dort verzeichne ich alle meine Experimente, Ergebnisse, Überlegungen, Theorien, Konzepte, Vermutungen und Pläne.

Die frische Morgenluft tat mir gut. Ich hatte meine Gedanken geordnet und klare Linien gezogen. Innere Ruhe kehrte zurück und ich genoss die Natur.
Auf der Ringstraße fand ich die verkohlten Überreste von Falanus Laden, schickte ihr sonnige Gedanken und spazierte weiter nach Süden, wo ich abends in feiner Gesellschaft dinieren würde.



Meine Unbeschwertheit erfreute mein Herz, ich fühlte mich glücklich, ein Teil der Natur zu sein. Ich grüßte die Rehe und Krabben, Eber und Wölfe... und Bären. Ja, sie griffen mich nicht an, wie früher. Es musste Gotteswille sein, Kynareths Wille. Klar, ich hatte heute Morgen die Stiefel des Kreuzritters angezogen. Diese friedvolle Aura muss von ihnen ausgehen.

Unterwegs überlegte ich, wie ich heute Abend vorgehen sollte. Sanguine wünschte, dass alles problemlos vonstatten geht und ich mich nicht erwischen lassen darf. Wahrscheinlich wird er das Geschehen beobachten und will erfreut und belustigt werden. Der Name des Zaubers könnte den Effekt andeuten - "Nackte Wahrheit". Das könnte für die Gräfin peinlich werden, aber vermutlich ist genau das das Ziel. Der Zauber beinhaltet jedoch auch eine Komponente, die Lebensenergie entzieht, wenn auch im geringen Maße. Das wird mir keiner verzeihen. Um genau planen zu können, musste ich erst einmal die Räumlichkeiten in Augenschein nehmen.

Der Schrein von Nocturnal erinnerte mich auch an diese noch ausstehende Aufgabe. Doch zunächst betrat ich das Schloss Leyawiin.
Die Gäste schienen schon angefangen zu haben, vor der geschlossenen Tür stand ein Wachmann. Entschlossen ging ich auf ihn zu und bezauberte ihn mit meiner Redekunst und einem Lächeln. Er ließ mich herein, ich begrüßte alle Anwesenden und setzte mich an den Tisch. Es wurde stundenlang gegessen, getrunken und getratscht. Ein Höfling neben mir wurde immer zudringlicher, so dass ich langsam an meine Aufgabe dachte.




242. Tag
Es gab keine sichere Möglichkeit, sich zu verstecken und den Zauber zu wirken. Eine nachträgliche Unsichtbarkeit würde nichts bringen, weil es bekannt wäre, wer gezaubert hat und die Wachen würden mich finden. Ich konnte mich auch nicht davor unsichtbar machen, denn dieser Effekt würde enden, sobald ich zur Nackten Wahrheit ansetzte. Was dann? Ich konnte nicht glauben, dass all meine Fähigkeiten zu keiner Lösung führten. Ein Teleportationszauber der Rückkehr, wie ihn manche Dunkelelfen beherrschen, würde mich zwar vor der sofortigen Festnahme bewahren, doch auf mir würde ein Kopfgeld lasten, was ich vermeiden wollte.



Ich musste mich also unsichtbar machen, NACHDEM ich Nackte Wahrheit gezaubert habe, aber unbedingt BEVOR Nackte Wahrheit zu wirken begann. Das könnte sehr knapp werden. Ich ging mehrmals die Schritte im Kopf durch, immer wieder und immer schneller. Dann stellte ich mich unauffällig etwas abseits und atmete tief durch. Als niemand zu mir schaute, schickte ich den grünlichen Effekt durch den Raum und bevor er den rothwardonischen Höfling traf, war ich nicht mehr wahrnehmbar. Geschafft! Niemand konnte feststellen, woher der Zauber kam und nach und nach wurden alle im Raum magisch entkleidet.



Als erste verließ die Gräfin voller Scham den Raum und die anderen rannten wild und panisch umher. Ich ging aus dem Raum und sprach voller Unschuld den Wachmann an. Als ich in diesem Moment sichtbar wurde, merkte ich erst, dass auch an mir alles fehlte. Der Wachmann tat pflichtbewusst und verzog keine Miene, aber in Anbetracht des ziellosen Durcheinanders musste ich selbst lächeln. Was für ein Spaß!



Ich konnte mir nicht vorstellen, dass all meine Sachen für immer verschwunden waren. Vermutlich musste ich wieder am Schrein vorsprechen, aber das war am anderen Ende von Cyrodiil. Ich huschte durch die Empfangshalle und aus dem Schloss, denn zwei Straßen weiter war mein Haus. In der Dunkelheit der Nacht waren nur Wachen unterwegs, aber ich hätte gerne gewusst, wie sie sich das blonde hüllenlose Etwas erklärten, das gerade an ihnen vorbeiflitzte.



Zuhause hatte ich nichts außer einem lumpigen Zweiteiler, nicht einmal Sandalen. Also zog ich das an und rannte los. Als die Sonne aufging war ich gerade an Bravil vorbei. Ich rannte durch Wälder und Wiesen, um den kürzesten Weg zu nehmen. Das blieb nicht ohne Folgen, denn bald jagten mich 3 Bären und 4 Trolle. Aber so leichtfüßig wie ich ohne Gepäck war, konnten sie mit meinem Tempo nicht mithalten.



Am Schrein lachte der Daedra-Prinz. Der Streich hat ihn wohl amüsiert, denn er belohnte mich mit einem einzigartigen Rosenstab. Meine Habseligkeiten fand ich in der Truhe daneben. Dieses daedrische Artefakt und seine Wirkung kannte ich bereits aus Erzählungen, doch nicht in der Gestalt eines unzerstörbaren Rosenstabs.

Ich deponierte Sanguines Rose in meiner Hafenhütte, rüstete mich neu aus und schwamm den Niben runter, denn im Süden hatte ich noch Weiteres vor. Ich besuchte abends Weebam-Na in Leyawiin und belauschte sein Gespräch mit Bejeen. Sie sprachen von einem Schatz in der Gezeitenhöhle. Auf der Straße grüßte mich ein Wachmann überfreundlich. Hat er mich etwa wieder erkannt?

Unter der Kapelle von Zenithar, wie von Sir Ralvas beschrieben, betete ich am Schrein des Heiligen Kaladas und wurde in einer Vision auf die Probe gestellt. Doch wie Sir Ralvas, fiel auch ich in die unendliche Finsternis, bevor ich die Plattform mit dem Streitkolben erreichte. "Mein Glaube wird mich führen" soll der Schlüssel sein. Ich erinnerte mich aber auch an seine Ausführungen über Handwerker und Werkstoffe als eine Einheit. Die natürliche Welt versorgt den Handwerker. Natur - Kynareth, Handwerker - Zenithar. Ob ich Zenithars Waffe mit Kynareths Stiefeln erreichen könnte? Nicht fragen. Glauben. Und der wird mich führen. Als ich die Stiefel vor dem Abgrund anzog, breitete sich ein Weg aus Licht aus und führte mich zum Streitkolben.



Als ich die Kapelle wieder betrat, hörte ich Kampfgeräusche. Kreaturen in goldenen Rüstungen griffen die Priester an. Sofort sprang ich in den Kampf und schickte ihre Seelen zu Mehrunes Dagon. Keiner der Anwesenden wurde ernsthaft verletzt, was auch dem Wächter Carodus Oholin zu verdanken war. Er bat mich, ihn in den neuen Orden der Ritter der Neun aufzunehmen, was mir eine Ehre war. Ich schaute mir die gefallenen Kreaturen genauer an. Es waren keine mir bekannten Nirn-Bewohner. Ob das die Auroraner waren? Umarils Daedra-Schergen, von denen der Prophet sprach?




243. Tag
Die letzten Nachtstunden verbrachte ich zuhause, freute mich über das gelöste Rätsel und dachte voller Sorge an den Angriff auf die Kapelle.

In der Gezeitenhöhle erwarteten mich vor allem Trolle und tief unter Wasser fand ich das gestohlene Auge von Nocturnal.

Auf dem Weg nach Norden durch die Sümpfe fand ich wieder ein paar Nirnwurzen und erreicht mittags die Festung Teleman. Diese gottverlassene Ruine war ein Zentrum der Totenbeschwörer und im unteren Bereich hat man anscheinend Experimente mit dem Blutwurm-Helm durchgeführt. Das Ergebnis war verheerend, denn die beschworenen Kreaturen wandten sich wohl gegen ihre Meister. Auch Irlav Jarol war tot. Ich fand den Blutwurm-Helm - er gehörte einst dem König der Würmer und sah so aus, wie man sich erzählt. Neugierig zog ich ihn an und vermochte sofort die Lebensessenzen zu spüren, fühlte den Wunsch in mir wachsen, die subtilen Linien beeinflussen zu wollen. Doch nein, ich wusste bereits genug darüber. Ich zog den Helm aus und verließ die Ruine.


244. Tag
Noch in der Nacht fand ich die Festung Bulwark. Auch hier haben sich Beschwörer und Magier eingenistet, doch die Jahrhunderte alten Fallen und Rätsel funktionierten noch und schützten erfolgreich die Heilige Reliquie. Ich befreite Sir Thedret aus seiner Zelle und erhielt von ihm wertvolle Hinweise. Schließlich löste ich alle Rätsel und stand am Ende vor dem Schild des Heiligen Kreuzritters. Sir Henrik würde sich freuen, dass auch diese Reliquie geborgen werden konnte.



245. Tag
Die dunkle Daedra-Herrscherin Nocturnal war erfreut über die Wiedererlangung ihres Auges und belohnte mich mit dem berühmten Skelettschlüssel.

Nachdem ich mich in Leyawiin neu ausgerüstete habe, erforschte ich die nahegelegene Vergessene Mine. Wie befürchtet, konnten die Kämpfer nicht zurückkehren, weil sie tot waren. Die Trolle waren wohl in der Überzahl, so dass auch die Unterstützung der Dunkelforst-Rotte nicht half. Tief in der Mine fand ich auch die Leiche von Viranus. Ich erinnerte mich an unsere gemeinsame Mission zu der Nonwyll-Höhle. Diesmal war ich nicht da, um ihn zu beschützen und zu heilen. Ich nahm sein Tagebuch, verließ die Mine und ging Richtung Kaiserstadt.

In Bravil erfuhr ich, dass auch die Kapelle von Mara angegriffen wurde. In der Kirche sah es so aus, wie in Anvil - alles zertrümmert und blutige Runenschrift um den entweihten Altar. Wie ich erfuhr, wurden die Priester bei dem Überfall getötet.


246. Tag
Nachdem ich dem Erzmagier den Blutwurm-Helm übergeben habe, machte ich mich auf nach Chorrol, um Modryn die traurigen Nachrichten aus Leyawiin zu überbringen. Natürlich war er entsetzt und nachdem er Viranus Tagebuch gelesen hat, auch voller Zorn. Ich beneidete ihn nicht um die Pflicht, die Gildenmeisterin über die Tragödie zu informieren.

249. Tag (2. Zweite Saat, 3Ä434)
In den letzten Tagen erforschte ich mir noch unbekannte Ruinen und fand u.a. Ayleïden-Statuen für Umbacano, für die er mich reichlich entlohnt hat. Immer wieder trainierte ich das Knacken der Schlösser und den Umgang mit Pfeil und Bogen. Auch versuchte ich einen Weg zu finden, mich in schwerer Rüstung gut zu fühlen. Hier habe ich jedoch bisher versagt. Ich unterhielt mich viel mit anderen, vor allem in Tavernen, wo man viele Neuigkeiten erfährt. Auch war ich verwundert, dass ich keine Oblivion-Tore mehr sichtete. Ob die Mythische Morgenröte mit ihren Öffnungen nicht nachkommt?



In der Arena bestritt ich meinen letzten Kampf gegen das gelbe Team. Ich musste diesmal gegen drei Gegner antreten, aber Owyn schickte mir den goldigen Arena-Eber zur Hilfe. Mit "Schweinekotelett" an meiner Seite konnte ich den Kampf für mich entscheiden und der großmäuligen Nord-Heldin die Grenzen aufzeigen. Mit diesem Sieg wurde ich in den Rang der Arena-Meisterin erhoben.

Als ich heute wieder die Priorei der Neun besuchte, lief mir Lathon ganz aufgeregt entgegen. Es war der Knappe von Sir Roderic, den ich auf seiner Pilgerreise kennengelernt habe. Leider überbrachte er die traurige Nachricht vom Tod seines Herren. Sir Roderic fiel im Kampf gegen den schrecklichen Wächter des Kreuzritterschwertes in der Underpall Höhle. Die Heiligen Beinschienen konnte Lathon sicherstellen und übergab sie mir. Ich nahm ihn gerne in den Orden auf. Auch andere, die ich hier traf und die danach gefragt haben. Neben Carodus aus Leyawiin, begrüßten mich auch der Priester Areldur und die Kynareth-Dienerin Avita, sowie zwei Nord-Brüder, die extra aus Himmelsrand gekommen sind.
Alle nannten mich Kommandantin. Dabei war ich die jüngste und habe nur ein paar Rüstungsteile gefunden. Es war schon fast unangebracht und beschämend, doch sie sahen in mir die Gründerin des Ordens und ich versuchte, sie nicht zu enttäuschen. Ob der Prophet es ähnlich sehen würde? Vermutlich nicht, nachdem ich ihn so oft genervt habe.
Während meiner Abwesenheit haben die neuen Ritter die Priorei-Räume bewohnbar gemacht, so dass der neue Ritterorden eine neue Heimat bekam.


250. Tag
Nachdem ich Sir Lathon versprach, mit ihm zu der Underpall Höhle zu gehen, wich er nicht von meiner Seite. Erzmagier Traven erzählte mir von einem besonderen Dunklen Seelenstein, den Mannimarcos Anhänger in Silorn hergestellt haben. Ich sollte mich zu der Ruine begeben und die Kampfmagier bei der Erstürmung unterstützen.

Erziehungsbedingt hatte ich etwas Bedenken, Sir Lathon mit nach Hause zu nehmen, aber ich konnte ihn doch nicht vor der Tür stehen lassen. Ich hatte aber nur ein Bett, doch er versprach, Wache zu halten während ich mich ausruhte.



Als ich wieder wach wurde, stand ein Mann neben dem Bett und stellte sich als Casta Flavus vor, Abgesandter des Daedra-Fürsten Hermaeus Mora. Sein Fürst wünsche meinen Besuch an seinem Schrein. Ich fühlte mich geehrt, doch jetzt hatte ich zwei Männer in der Wohnung. Wenn das meine Mutter wüsste. Ich hatte nicht viel da, entschuldigte mich für die unangemessene Gastfreundschaft und bot ihnen Äpfel an. Sir Lathon und ich gingen dann am Hafen spazieren, während der Daedra-Abgesandte seine Rückreise antrat.


251. Tag
Auf dem Weg zur Underpall Höhle erzählte mir Sir Lathon, was sein Herr herausgefunden hatte. Die Höhle war früher der Stammsitz des Fürsten Vlindrel, wurde aber durch einen Erdrutsch verschüttet. Als wir die Höhle betraten, sah es tatsächlich nach einem vergrabener Bergfried aus. Das Böse war für mich deutlich spürbar und wir waren besonders vorsichtig. In der Gruft des Fürsten Vlindrel lag der gefallene Sir Roderic. Während Sir Lathon bei seinem Herren blieb, suchte ich nach dem Wächter.



Es war ein mächtiger Geist, vor langer Zeit dem Bösen verfallen. Das Schwert des Kreuzritters war immer noch in seiner knochigen Hand und gewaltige Schläge prasselten auf meinen Schild. Sir Roderic vermutete, dass das Schwert durch das Böse verdorben sein könnte. Die daedrische Waffe meines Dremora und starke Elementarzauber brachten dann den Wächter für immer zur Ruhe. Sir Lathon machte sich daraufhin auf den Weg zur Priorei, um den anderen die gute Nachricht zu überbringen. Ich erwies Sir Roderic die letzte Ehre und erkundete noch weitere Bereiche der Höhle.




256. Tag
Von der Underpall Höhle ging ich direkt zum Schrein von Hermaeus Mora, dem Dämon-Fürst des unendlichen Wissens, für den Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eins sind. Um eine Prophezeiung zu erfüllen, benötigen seine Anhänger zehn Seelen - von jeder tamrielischen Rasse eine. Ich bekam einen besonderen Seelenstein und einen Seelenzauber. Ja, hätte ich das nur bei Boethiahs Turnier der Zehn Stämme gewusst... Ich verneigte mich höflich und war in den letzten Tagen auf der Suche. Ich durchstreifte die Gegend, erforschte Banditen-Höhlen und Beschwörer-Verstecke. Nach und nach füllte sich der Seelenstein.



In Cheydinhal besuchte ich heute die Kapelle und habe miterlebt, wie Auroraner die Priester angriffen. Sofort stellte ich mich ihnen und konnte sie von Bluttaten und Altar-Schändung abhalten. Danach war es mir möglich, das Schwert des Kreuzritters auf dem Altar von Ark'ay seinem heiligen Zweck zu weihen. Damit waren alle acht Reliquien des Pelinal Weißplanke wieder gefunden und vereint.

Burz gro-Khash schickte mich zum Anwesen von Fürst Rugdumph, um seine Tochter, Fürstin Rogbut, zu suchen. Dort angekommen musste ich feststellen, dass die Redekunst des Fürsten eine ganz besondere war. Seine Tochter wurde beim Felsensammeln von Ogern entführt und jetzt bat er mich um Hilfe.



Die Oger hielten die Fürstin nicht weit vom Haus entfernt fest und ich konnte sie einzeln locken und bezwingen. Fürstin Rogbut hätte es wahrscheinlich mit bloßen Händen auch geschafft, was sich aber für eine Dame nicht ziemte.
Fürst Rugdumph war dankbarsam, seine beschwerte Tochter wieder zu sehen und schenkte mir ein Schwert, ein Erbsstück seiner Familie seit vielen Generatoren.

Burz war sehr zufrieden und sogar dankbar. Kein Wunder, spürte ich doch in ihm große Zuneigung für die junge Ork-Dame. Er brummte nur, ich solle aufhören, so dämlich zu lächeln und schickte mich nach Harlunswacht, um das Verschwinden von Ansässigen zu untersuchen.


257. Tag
In der Siedlung erzählte mir Drarana Thelis von den merkwürdigen Lichtern und den Männern, die loszogen und nicht zurückkamen. Vor der Sumpfigen Höhle entdeckte ich tatsächlich ein paar Irrlichter, aber keine Spur von den verschollenen Männern. In der Höhle dagegen fand ich unzählige Trolle und schrecklich zugerichtete Leichen. Anscheinend haben die Trolle die von den Irrlichtern geschwächten Männer bezwungen und verspeist.
Ich berichtete Drarana von meiner Entdeckung und trauerte mit allen um die Getöteten.




258. Tag
In Bravil verwies mich meine Freundin Ardaline an den Alchemie-Meister Sinderion, zwecks weiterer Ausbildung. Ich packte alle gefundenen Nirnwurzen zusammen und begab mich in die Westebene. Mittlerweile habe ich alle zehn Seelen für Hermaeus Mora gesammelt und sollte ihn demnächst aufsuchen.

Als ich das Schwert des Kreuzritters in die Priorei der Neun brachte, ist auch kurz zuvor der Prophet aus Anvil eingetroffen und erwartete mich in der Kapelle. Welch ein Zufall, dachte ich. Wie konnte er wissen, dass ich unterwegs war? Er hielt vor allen Rittern eine Predigt und sprach von der wichtigen Aufgabe, vor der wir standen: Umarils endgültige Vernichtung. Er beschwor uns auf den Großangriff auf Garlas Malatar und gewährte mir den Segen Talos. Demütig versprach ich, mein Bestes im Namen der Neun zu tun.
Allerdings wunderte ich mich doch über die Segnung. Hatte der Prophet denn eine Vollmacht von Talos dafür? Ich biss mir aber auf die Zunge und fragte nicht.
Immerhin spüre ich seit dem den etwas lästigen Fluch des Verzehrten nicht mehr.



Meister Sinderion ist auch ein Weinkenner und bat mich, zwei Flaschen des Jahrgangs 399 zu besorgen, bevor er mich unterrichtet.


259. Tag
In Anvil ersuchte mich Azzan, mit Cirroc in der Kapelle von Talos in Bruma zu sprechen. Mitglieder der Kämpfergilde erzählten mir, dass die Gildenmeisterin Modryn Oreyn aus der Gilde entlassen hat. Ich kann zwar ihren Kummer und ihre Verzweiflung nachvollziehen - sie verlor zwei Söhne, aber ohne Modryn wird die Gilde an Bedeutung verlieren.



Im Dunbarrow-Hafen holte ich meinen Anteil ab und schickte die Männer erneut los.

Auf dem Rückweg erfreute ich Sinderion mit zwei Flaschen vom exquisiten Wein und zog nördlich über die colovianische Hochebene in die Jerall-Berge zum Schrein von Hermaeus Mora


260. Tag
Der Daedra-Fürst war zufrieden mit dem Inhalt seines Seelensteins und übergab mir das Artefakt-Buch Oghma Infinium. Das Wissen, das auch Xarxes erfahren hat, soll darin verzeichnet sein. Ich habe von diesem Buch gelesen. Es mag einzigartig sein und verschwindet angeblich nach der Lektüre. Jedoch taucht es alle paar Jahre wieder auf, um jemandem übergeben zu werden. Ich war sehr stolz, diesmal die Auserwählte zu sein und beschloss, das Buch erst zuhause in Ruhe zu studieren.

261. Tag
In der kleinen Siedlung Harms Torheit traf ich meinen Landsmann Corrick Northwode, der um seine Frau trauerte. Er erzählte mir, dass während seiner Abwesenheit Goblins sein Haus angegriffen und seine Frau getötet haben. Ich fühlte seinen Schmerz und seinen Hass und versprach, seine Frau zu rächen und das entwendete Jadeamulett zurückzubringen.

262. Tag
Der Eingang zur Erschöpften Mine wurde von zwei starken Goblin-Kämpfern bewacht. Innen wimmelte es von diesen Kriegsfürsten und leider auch Schamanen. Als ob alle anderen Goblin-Arten ausgestorben wären. Während meine Beschwörungen die der Schamanen beschäftigten, leistete die Dagon-Klinge die ganze Arbeit. Diese Waffe ist wohl die effektivste gegen diese lästigen und fiesen Kreaturen. Zum Glück hatte ich genug gefüllte Seelensteine dabei, um die Verzauberung der Klinge immer wieder aufzufrischen.

Abends brachte ich Kayleens Amulett zu Corrick und gemeinsam trauerten wir am Grab. Durch die Berührung des Grabsteins erfuhr ich Kayleens Segen.


263. Tag
In der Bruma-Kapelle erzählte mir Cirroc von Banditen, die kürzlich ein heiliges Relikt der Kirche, den Stein der Heiligen Alessia, gestohlen haben. Er bat mich inständig, die Kostbarkeit zurückzubringen.
Ich verließ sofort die Kapelle und die Stadt, um der Spur der Banditen zu folgen. Nicht weit entfernt traf ich auf einen von ihnen, der jedoch erklärt hat, der einzige Überlebende zu sein. Sie haben zwar den Stein gestohlen, wurden dann aber von Ogern überfallen und abgeschlachtet. Jetzt haben die Oger den Stein und haben sich nach Sedor zurückgezogen.

Ohje, eine Ruine voll mit Ogern. Ein einzelner ist schon Arbeit genug.
Die Zeit ist gekommen, meine Studien zu beenden. Ich eilte zu meiner Hafenhütte und packte alles zusammen, was ich für mein Vorhaben benötigte. Dann rannte ich wieder in die Berge zum Eiszackturm und wählte aus meiner Sammlung bestimmte Gegenstände aus. Ich arbeitete an meiner Kreation die halbe Nacht und dann war sie erschaffen - ein stummes Ebenbild von mir.




264. Tag
Ich gab ihr den Namen Flavia, nach meiner verschollenen Kusine. Dieses Wesen ist stärker, schneller und gewandter als ich, kennt keinen Schmerz und keine Gnade, ist mir treu ergeben und besitzt ansonsten alle meine Fähigkeiten (zumindest war es so vorgesehen). Ich versah Flavia, als kaum bezwingbare Kämpferin, mit der besten Ausrüstung, die ich in den letzten Monaten gesammelt habe. Als Waffe bekam sie das verzauberte Schwert des Feurigen Fanatikers aus Vitharn. Wenn ich sie brauche, folgt sie mir überall hin. Sie ist eine exzellente Magierin und für den Nahkampf besitzt sie die unheimliche Fähigkeit, mehr Schaden zu reflektieren, als ihr zugefügt wird.



Dementsprechend war sie eine enorme Hilfe in Sedor. Als Kampfunterstützung mit nichts vergleichbar. Während der Kämpfe beobachtete ich erstaunt, wie Flavia neue Fähigkeiten entwickelte. Beispielsweise beschwört sie bei Bedarf ein daedrisches Claymore - ein Zauber, den ich nicht kenne. Woher sie diese Kenntnisse hat, muss ich noch erforschen.


264. Tag
Am frühen Morgen überbrachte ich Cirroc den wieder erlangten Stein der Heiligen Alessia und machte mich auf den langen Weg nach Anvil.
Unterwegs traf ich Kellen, der wie neugeboren nun die ganze Welt zu Fuß erkunden wollte. Er begleitete mich und ich erzählte ihm von der endgültigen Aufhebung des Fluchs. Ich versprach auch, seinen Ahn in der Krypra der Priorei der Neun zu grüßen.



Abends verließ ich das Hochland und beschloss nach Elante von Alinor zu sehen. Doch wie befürchtet, war die Bruchfels-Höhle wieder mit Daedra aller Art bevölkert. Am Ende fand ich den leblosen Körper der Gelehrten. Traurig wanderte ich nach Anvil weiter.


265. Tag
Azzan gratulierte mir zur Erfüllung des Auftrags und erhob mich in den Rang der Kriegsfürstin, womit ich in der Hierarchie jetzt angeblich über ihm stand. Auch Modryn Oreyn hatte diesen Rang, als ich ihn vor Monaten kennengelernt habe.
Azzan nahm mich auf die Seite und verriet mir, dass Modryn nach mir gefragt hat und ich ihn zuhause aufsuchen sollte.



Am Nachmittag ging ich am Hafen spazieren und durchlebte in Gedanken die aufregenden letzten Tage noch einmal.




Das Ergebnis intensiver Studien: Flavia und ein paar ihrer Werte und Effekte.



Arbeitskleidung bei Experimenten und die dabei aktiven Effekte.


Gestohlene Gegenstände:

- Amantius Allectus' Tagebuch
- Buch: 'Finger des Berges'
- Jeannes Zaubereihandbuch
- Falcars 2 schwarze Seelensteine
- 2 x Hehlerware
- Steuerliste des Hafenviertels
- Llathasas Büste
- Ahdarjis Ring
- Hrormirs Eisstab
- Olroy Käse
- Dar-Mas Tagebuch
- Ring der Ulfgar-Familie
- Dalvilu-Dolch
- Kandidatenliste
- Buch 'Mysterium Xarxes''
- Marana Rians Münze (Taschendiebstahl)
- Schriftrolle der Alten


Ausgeführte Angriffe:

- Ohrfeige für Melus Petilius
- Flare auf Rabe Camoran
- Instinktiver Schutzzauber auf Priester der Ordnung




Abgeschlossene Quests seit Level 40:

Magiergilde
- "Das Amulett des Totenbeschwörers" (Ruhm +1)
- "Der Blutwurm-Helm" (Ruhm +1)

Kämpfergilde
- "Die Flüchtlinge" (Ruhm +1)
- "Trolls der Vergessenen Mine" (Ruhm +1)
- "Die Tochter des Edlen" (Ruhm +1)
- "Mysterium auf Harlunswacht" (Ruhm +1)
- "Der Stein der Heiligen Alessia" (Ruhm +1)

Knights of the Nine
- "Die Pilgerfahrt" (Ruhm +1)
- "Der Schrein des Kreuzritters"
- "Die Gnade Stendarrs" (Ruhm +1)
- "Wüten der Elemente" (Ruhm +1)
- "Die Weisheit der Alten" (Ruhm +1)
- "Der Pfad des Rechtschaffenen" (Ruhm +1)
- "Die Priorei der Neun" (Ruhm +1)
- "Der getreue Knappe"
- "Das Schwert des Kreuzritters" (Ruhm +1)
- "Der Segen Talos"

Sonstige Quests
- "Sicherheitstraining"
- "Herkunft des Grauen Prinzen"
- "Alles an seinem Ort"
- "Geister von Vitharn"
- "Zusammenstoß mit dem Tod" (Ruhm +1)
- Daedra-Quest "Boethia" (Ruhm +1)
- "Schützentraining"
- "Wortgewandheits-Training"
- Daedra-Quest "Sanguine" (Ruhm +1)
- Daedra-Quest "Nocturnal" (Ruhm +1)
- "Der Eintreiber" (Ruhm +1)
- Daedra-Quest "Hermaeus Mora" (Ruhm +1)
- "Rache ist süß"
- "Alchemietraining"
- 4 Oblivion-Tore geschlossen (Ruhm je +1)
- 3 Arena-Kämpfe (Ruhm je +1)

klarix
  10.06.2010, 22:18
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Arielle hat den Level 50 erreicht und das Amulett der Könige wieder erlangt. Allerdings auch den Tod des Erzmagiers, des Grauen Prinzen, den von Mankar Camoran, Kaiser Martin Septim, Herzog Thadon und Umbacano miterlebt.
(Teil 1 von 2)


Basiswerte, ohne magische Erhöhungen.



265. Tag (18. Zweite Saat, 3Ä434)
Nach dem Spaziergang am Hafen von Anvil brach ich Richtung Westebene auf. Hinter Skingrad erreichte ich die Ayleïdenruine Silorn, wo ich das besondere Schwarze Seelenjuwel für den Erzmagier bergen sollte. Der Eingang war versiegelt und weil ich keine Ahnung von Kampfstrategien habe, überließ ich den Kampfmagiern die Vorbereitung des Hinterhalts für die dortigen Totenbeschwörer. Leider wurden wir bemerkt - ich hätte in Deckung bleiben sollen. Doch wir haben gut gekämpft und nur einer hat sich in die Ruine zurückgezogen. Ich habe ihn erkannt, es war der grimmige Falcar, den ich jetzt finden musste.



Die Ruine war gefüllt mit Untoten aller Art und ihren Beschwörern. Keiner ließ mit sich reden, auch als ich meine dunklen Fähigkeiten demonstriert hatte. Am Ende fand ich Falcar und revanchierte mich für seinen Versuch, mich in Cheydinhal zu ertränken. Ich nahm ihm den Schwarzen Seelenstein ab und zeigte ihn stolz den draußen wartenden Kampfmagiern.


266. Tag
Am Morgen war ich im Marktviertel der Kaiserstadt und veräußerte all meine Fundsachen. Ich habe Varnado den blauen Fleck an der Schulter gezeigt, der noch vom Tragen der schweren Rüstung stammt. Mitleidsvoll empfahl er mir, Pranal zu konsultieren. Doch als ich den Laden verließ, vernahm ich sein spottendes Gelächter. Rothwardonen sind bei uns in Hochfels allgemein nicht sehr beliebt.

In der Roxey-Herberge unterhielt ich mich mit Pranal und spürte seine große Zuneigung zu Malene. Als Gegenleistung für seine Unterweisung und Ratschläge bat er mich, ihr ein Geschenk zu bereiten: Einen Krug und vier Gläser aus Silber.


268. Tag
In den letzten zwei Tagen achtete ich darauf, dieses Trinkgeschirr bei Verkäufern und in Truhen und Kisten bei Erkundungen nicht zu übersehen. Ich durchquerte die ganze Nibenay-Senke und beschloss bei Malada, dem Auftrag von Umbacano nachzugehen.

Mitten in der Wildnis, nicht weit von der Ruine, traf ich einen Khajiit namens S'razirr. Etwas verdächtig gab er zu, selbst nicht so recht zu wissen, was er hier tut. Im weiteren Gespräch konnte ich ihm aber entlocken, dass Claude Maric einen Überfall auf mich plane, sobald ich mit der Steinplatte die Ruine verlasse. S'razirr traute Maric nicht und schlug vor, mich zu unterstützen, wenn ich ihn an der Umbacano-Belohnung beteiligen würde. Ich stimmte zu und betrat den antiken Bau.


269. Tag
Nach vielen Fallen und unzähligen Untoten erreichte ich die zentrale Kammer des Hohetempels und stand vor einer Wand, in die die Schnitzereien eingelassen waren. Dahinter spürte ich Böses und befürchtete seine Freilassung mit der Entnahme der Steintafel. Beim Stab von Magnus, ich hatte recht - mit lautem Gepolter stürzte die Wand ein und mächtige Lichs und knöcherne Bogenschützen griffen mich von allen Seiten an. Ich versuchte zunächst, mich den Angreifern zu stellen, doch dann rannte ich um mein Leben. Ich hätte Flavia hierher mitnehmen sollen.



Als ich außer Atem ans Tageslicht kam, erwartete mich Claude Maric und verlangte die Platte. Ich weigerte mich und er befahl seinen Komplizen, mich zu töten. Die zwei Angreifer waren gut ausgerüstet, konnten aber kaum etwas gegen meine Magie ausrichten. S'razirrs Pfeile halfen zusätzlich, den Kampf schnell zu beenden.



Ich ruhte mich etwas in der Kaiserbrücke-Herberge aus und erinnerte mich gemeinsam mit Mirisa an den Goblinkrieg in Cropsford. Die nette Davela erwähnte Helvius Cecia in Bruma, wenn man mehr über Nahkampf erfahren wollte.

Ich brachte die geschnitzte Steinplatte zu Umbacano, der seine große Freude nicht verbergen konnte. Er zahlte mich großzügig aus und bat mich, ihm noch einen Gefallen zu tun: Die Krone des letzten Ayleïden-Königs von Herminia Cinna zu erwerben. Auch wenn Umbacano seine Motivation immer in edle und noble Worte kleidete, war mein vorherrschendes Gefühl meistens Zweifel und Undurchsichtigkeit. Und auch jetzt fühlte ich Verschleierung. Ich wollte mich diesem Zwielicht lieber entziehen und sagte ab.



Im Tiber-Septim-Hotel traf ich mich mit S'razirr und übergab ihm seinen Anteil der Auszahlung.

Zuhause fiel mir ein, dass ich das Artefakt-Buch Oghma Infinium noch studieren wollte. Voller Ehrfurcht holte ich es aus dem Schrank. Es war in drei Kapitel unterteilt und ich begann, über den Weg des Stahls zu lesen. Unglaublich, was ich dort in kürzester Zeit gelernt habe! Ich erfuhr die göttlichen Geheimnisse des Waffenkampfes und schwerer Rüstung und war gespannt auf die Ausführungen zur Magie. Zunächst jedoch musste ich die Flut des Gelernten verarbeiten. Doch als ich das Buch weglegte, um nachzudenken, löste es sich auf. Oh wie schade... Wie gerne hätte ich mein arkanes Wissen erweitert. Zumindest vermochte ich jetzt, stärker und schneller aufzutreten - auch in schwerer Rüstung.


270. Tag
Ich besuchte den Erzmagier und übergab ihm den Schwarzen Seelenstein aus Silorn. Er war sehr dankbar und sprach von der tödlichen Gefahr, die von Mannimarco ausging. Als er das drohende Ende der Magiergilde schilderte, überkam mich eine schmerzliche Vorahnung. Er schwor mich auf die Verteidigung der Gilde ein und übergab ihre Führung in meine Hände. Ich spürte große Energien, die er aufbaute und trat instinktiv einen Schritt zurück. Er bat mich, den Schwarzen Seelenstein wieder an mich zu nehmen, um den König der Würmer aufzuhalten. Dann flammte er plötzlich auf und fiel vor meinen Augen leblos zu Boden.



Minutenlang stand ich da und begriff nur langsam, was geschehen ist. Erzmagier Traven übertrug seine starke Seele in den Seelenstein, aus dem ich Kraft im Kampf gegen Mannimarco schöpfen sollte. Er opferte sein Leben für die Rettung der Magiergilde. Mit Tränen in den Augen nahm ich den Stein und drückte ihn an mich. Ohne die warmherzige Fürsorge des Erzmagiers fühlte ich jetzt nur Traurigkeit und quälende Leere. Betrübt und gedankenverloren schlenderte ich zum Hafen und verbrachte den Rest des Tages grübelnd am Strand.


271. Tag
Früh morgens betrat ich die Roxey-Herberge und war Zeugin, wie Claude Maric den armen S'razirr für seinen Verrat totschlug.
Nach der Aufregung übergab ich Malene das Silbergeschirr und ihre Freude war eine Wohltat für mein trauriges Herz. Pranal war jetzt bereit, mich zu unterrichten.



Die Weisheit und der Zuspruch des Erzmagiers bestärkten immer meine Lernerfolge und gaben mir Trost fernab unserer Heimat. Jetzt war ich gänzlich alleine und fühlte eine bittere Hilflosigkeit. Ich brauchte Anlehnung und Zuwendung, um meine Seelenwunden zu lindern. Heimweh. Ich presste das dunkle Juwel an mein Herz und spürte wenigstens so die Nähe meines Mentors. Ich musste seine letzte Bitte erfüllen und mich Mannimarco stellen, doch ich hatte Angst. Zu viele Berichte über die Macht des Wurmkönigs habe ich noch als Kind aufgeschnappt. Allein sein Name verbreitete Furcht und Schrecken.

Ich musste auf andere Gedanken kommen und besuchte Owyn im Schlachthaus der Arena. Er schlug vor, mich an den Großmeister zu wenden und ihn herauszufordern. Der gebrochene Halb-Ork war gar nicht erstaunt, mich zu sehen und schickte mich zu Ysabel. Diese lachte zunächst über meine Unvernunft, den Großmeister herauszufordern, erklärte mir dann aber doch die Kampfregeln, als sie meine Entschlossenheit sah. Dann musste ich einen Arena-Namen für mich wählen. Spontan schlug ich "Bretonische Hoffnung" vor, doch Ysabel gefiel er nicht. Auch bei "Sonne des Westens" und "Camlorns Herz" winkte sie ab. Wir einigten uns auf "Glücksfürstin" und sie schickte mich in die Arena - mit einem Lächeln des Bedauerns.



Ich dachte an die Worte des großen Zurin Arctus: 'Der geschickte Kampfmagier versichert sich, dass der Gegner bereits besiegt ist, bevor die Schlacht beginnt.'
Ich hatte keine Bedenken. Agronak war zwar der Großmeister, aber schließlich doch nur ein Ork mit einem Schwert, während mir die Welt des Arkanen zur Verfügung stand. Nach der Ansage des Arena-Sprechers raste Agronak auf mich los, hielt aber dann inne und bat mich, ihn niederzustrecken. Er wollte mit der Schande seiner Herkunft nicht länger leben. Ich weigerte mich und bat ihn, wenigstens ehrenvoll zu kämpfen. Er sagte, er hätte keine Ehre und ich soll seinem Leid ein Ende bereiten. So ging es hin und her und sein Gejammer wurde langsam peinlich.



Auf keinen Fall würde ich einen Wehrlosen angreifen und wenn er so sehr sterben wollte, sollte es nicht durch meine Hand geschehen: Mit der dornigen Rose beschwor ich einen dritten Kämpfer. Die wilde daedrische Bestie griff zuerst Agronak an. Ohne Gegenwehr dauerte es nur Sekunden, bis der Graue Prinz fiel. Dann wandte sich der Daedroth gegen mich, kam aber nicht weit. Die Menge der Zuschauer tobte und jubelte - derartiges hatten sie noch nie in der Arena gesehen.



Ysabel war erstaunt über den Sieg der Glücksfürstin und erhob mich in den Rang der Arena-Großmeisterin.

Als ich die Arena verließ, sprach mich ein sonderbar aussehender Junge voller Bewunderung an. Er hätte meinen Kampf gesehen und ich wäre für ihn die größte und beste und überhaupt. Er wolle ab jetzt mir folgen, mich beobachten und dem Boden huldigen, auf dem ich gehe...
Ich fühlte mich geehrt, fragte ihn aber, wo seine Eltern seien. Er ließ sich nicht abschütteln und begleitete mich zu meiner Hafenhütte, wo ich ihn allerdings bat, vor der Tür zu bleiben.

Beim Umziehen fiel mir eine alte Notiz in die Hände, die ich wohl schon monatelang mit mir trug. Darin bot mir Snak gra-Bura eine kostenlose Pferderüstung an. Ich besuchte sie bei den Fuchsställen, gab aber zu, seit dem Tod von Sven, kein Pferd zu besitzen. Daraufhin wurde die alte Schindmähre mit einer Stahlrüstung gesattelt und mir werbewirksam übergeben.

Mein nächstes Ziel war die Echohöhle und so ritten wir Richtung Bruma. Der steile Bergaufstieg setzte dem Pferd zu und es atmete schwer. Als ich unverkennbare stampfende Schritte hörte, stieg ich schnell ab und war zum Kampf bereit. Doch der Oger hatte nur Interesse an der Mähre. Ich setzte ihn in Brand, schrie ihn an, stellte mich ihm in den Weg und schlug ihn mit der Waffe, um ihn abzulenken, doch nach vier Schlägen lag das Pferd am Boden.
Was für ein Pech... ich hatte mir noch nicht einmal einen Namen ausgedacht. Den Oger hätte ich vierteln können!


272. Tag
Noch in der Nacht erreichte ich die kalte Berglandschaft und entwaffnete den dunklen Wächter vor der Echohöhle. Doch Furcht ergriff mich und ich zögerte, die Höhle zu betreten. Von dem, was ich über den Wurmkönig gehört und gelesen habe, muss er ein böses, über Tausend Jahre altes, zu einem übermächtigen Lich transformiertes Wesen sein. Neben Vanus Galerion starben viele Helden bei den Versuchen, seine Existenz zu beenden. Seine Macht muss unglaublich sein und Erzmagier Traven hatte nicht ohne Grund Angst um die Gilde. Ja, der Erzmagier... Ich berührte den Schwarzen Seelenstein und fasste neuen Mut. Sein Opfer sollte nicht umsonst gewesen sein. Ich MUSSTE mich meiner Angst stellen.



Die Echohöhle war eine gewöhnliche weitläufige Steinhöhle, erwartungsgemäß mit Untoten bevölkert. Das wunderte mich. Warum versteckte sich dieser machtvolle Hexenmeister in solch einem schmutzigen Loch? Nach vielen Kämpfen erreichte ich einen großen Höhlenraum und sah von weitem eine wartende Gestalt. Nur ein Hochelf in einer Totenbeschwörer-Robe - meine Angst verflog. Als ich näher kam, wurde der Bereich von riesigen Fingerknochen eingezäunt. Ich war gefangen. Der Hochelf überraschte mich mit einem Zauber der Bewegungslosigkeit und erzählte herablassend von seinen Zielen. Er hielt sich tatsächlich für Mannimarco! Dann versuchte er vermutlich, sich meiner Seele zu bemächtigen und mich in eine Wurmsklavin zu verwandeln. Das schlug fehl und mit der ersten Handbewegung umhüllte ich mich mit starker Zauberabsorption.



Er war schnell und erfahren. Abwechselnd schlug er mich mit seinem Silberdolch, wirkte Illusions- und Zerstörungszauber und beschwor immer wieder einen Lich. Ich hatte zunächst Schwierigkeiten, meine Zauber auf ihn zu lenken, weil er geschickt auswich. Doch dann ging ich zu Flächenwirkung über und verringerte solange seine Ausdauer, bis er nicht mehr stehen konnte. Ich hätte an seiner Stelle Bannung angewendet, doch in seiner Arroganz entschied er sich weiterhin für die Lich-Beschwörung. Falsche Wahl. Ruhe kehrte ein und ich dachte über die Situation nach. Ein Hochelf, mit der typischen Portion Überheblichkeit. Zugegeben, ein geübter Zauberer und geschickter Kämpfer, aber doch nur ein Elf. Kein Lich, kein Wurmkönig. Ich bin mit Magie aufgewachsen und war die beste Schülerin des Erzmagiers, aber niemals hätten meine Kräfte ausgereicht, um den wahren Mannimarco zu bezwingen. Dieser hier war ein Betrüger! Ein Hochstapler!


273. Tag
Ich war immer noch eingeschlossen - wahrscheinlich solange der Hochelf lebte. Während er so schwer atmend zu meinen Füßen lag, probierte ich ein paar ungefährliche Zauber an ihm aus. Wann hatte ich schon die Gelegenheit, mit einem Hochelfen zu spielen? Ich entzog ihm Intelligenz und Schnelligkeit und machte ihn für Magie etwas empfänglicher. Als er wieder auf den Beinen war, hatte ich keine Schwierigkeiten, ihn mit Berührungszaubern zu bezwingen.



Da lag er nun. Der, der sich für den Wurmkönig hielt. Eine Marionette wollte er aus mir machen? Ich konzentrierte mich und machte ebenso eine aus ihm. Schade, dass er es nicht bewusst erlebte. Ich fand bei ihm einen seltsamen Stab. Der eklige Totenkopf darauf deutete schon den Zaubereffekt an, den ich gleich an dem Hochelfen ausprobierte. Ach! Der Stab reanimiert einen Toten für eine kurze Zeit. Es ist nicht ganz der gleiche Effekt, den ich beherrsche, aber das Ergebnis ist ähnlich. Wenigsten deswegen hat sich der Ausflug hierher gelohnt. Schade nur, dass Erzmagier Traven auf diesen Betrug reingefallen ist.




274. Tag
Auf dem Weg in die Kaiserstadt überlegte ich, ob auch Graf Hassildor dieser Täuschung erlag, als er uns über Mannimarcos Rückkehr informierte. Mag sein, dass es alleine darum ging, Erzmagier Traven zu beseitigen. Und wo auch immer der wahre Wurmkönig steckt - er hatte mit dieser List Erfolg.

Raminus Polus dankte mir im Namen des Magierrates. Ich wurde nun offiziell zur Erzmagierin ernannt.
Julienne Fanis, die Uni-Alchemistin, erzählte mir von einer magischen Truhe in den Gemächern des Erzmagiers. Ich kann sie zur Vervielfältigung der Zutaten nutzen. Doch ehrlich gesagt, war ich noch nie auf Trank-Zubereitung angewiesen.

Ich begab mich nach Bravil und von dort aus nach Randland. Nachdem ich Jayred von meinen Erfolgen und dem ehrenvollen Gildenrang erzählt habe, kam ich abends in Halen an, wo ich Paik sein Medaillon übergab. Er freute sich riesig und schenkte mir seinen Dornenschild.


275. Tag
Seit ich das letzte Mal hier war, sind mehrere Wochen vergangen. Genug Zeit, um mich in Cylarne für eine Seite zu entscheiden. Es war nicht schwer, die goldene Kaneh von dem Vorteil zu überzeugen, den Angriff über die Schattentiefe zu führen. Ich ging zwar mit, wollte aber kein Gemetzel sehen und hielt mich etwas zurück.



Der Weg zum Altar der Verzweiflung war gezeichnet mit toten Verführerinnen. Um mich selbst zu trösten, verdeutlichte ich mir die Situation: Es waren zunächst keine Menschen oder Elfen, eigentlich auch keine Lebewesen im bekannten Sinne. Der Kampf und der dazugehörende Tod war ein Dienst für Sheogorath, den sie mit Demut und Freude leisteten. Und ihr Tod war auch keiner - sie starben nicht, sondern verließen Mundus für eine gewisse Zeit, um irgendwann wieder zurückzukehren. Es sind allesamt Daedra, mit einer unsterblichen Seele.



Am Altar der Verzweiflung nahm Aurmazl Kaneh persönlich die Ehre in Anspruch, sich zu opfern und so die Flamme Agnons zu entfachen. Wieder draußen, stand ich im Hof zweifelnd vor der gewaltigen Feuersäule. Sollte ich etwa in die Flammen eintreten? Ich traute mich nicht. Was war denn das wieder für eine irrsinnige Idee? Ich wollte diesen Schritt überdenken und verließ Cylarne vorerst.


278. Tag
In den letzten zwei Tagen erkundete ich mehrere Winkel von Mania. Neben mehreren Lagern der Ketzer fand ich im Düsterbau einen merkwürdig verzauberten Dolch. Statt dem Gegner Schaden zuzufügen, heilte er ihn mit jedem Schlag. Außerdem fand ich dort Spuren einer herzerschütternden Geschichte, die sich wohl vor kurzem zugetragen hat. Die Ruinen von Aichan dienen anscheinend als Gefängnis.
An der Westküste und um das Randland herum entdeckte ich mehrere Kisten, Urnen und Baumstümpfe, in denen ich oft Wertvolles vorfand.


279. Tag (1. Jahresmitte, 3Ä434)
In Cheydinhal sprach ich mit Garrus Darelliun, der ähnlich wie Llevana glaubte, Ulrich Leland steckte die überzogenen Strafgebühren in die eigene Tasche. Ich war Zeugin, wie der arme Aldos Othran in seiner Verzweiflung die Wache vor seinem versiegelten Haus beschimpfte. Als er die Kontrolle verlor und den Wachmann angriff, wurde er getötet.



Llevana kochte vor Wut und hat einen teuflischen Plan ersonnen, Ulrich zu beseitigen - ich musste ihn nur in ihr Haus locken. Ich wollte mich jedoch nicht an einem Mord beteiligen und folgte dem Vorschlag von Garrus, das Quartier von Ulrich nach Beweisen zu durchsuchen. Mit Ulrichs Brief an seine Verwandten, denen er offensichtlich regelmäßig Geld und Güter schickte, ging Garrus zum Grafen. Dieser Beweis reichte aus, um Ulrich Leland zu verhaften. Der ehrenhafte und freundliche Garrus Darelliun wurde der neue Hauptmann der Cheydinhal-Wache.

Am Nachmittag kam ich in Bruma an und besuchte Helvius Cecia. Um meine Tüchtigkeit zu testen, musste ich ihn mit bloßen Fäusten schlagen - so fest ich konnte. Ich habe mich wirklich bemüht, aber er blockte geschickt alles ab. Trotz Handschuhe taten meine Hände weh, aber ich hörte nicht auf. Vermutlich hat ihn mehr mein Willen als mein Können überzeugt und er versprach, mich im Nahkampf zu unterrichten.



In meinem verschneiten Haus rüstete ich mich neu aus, um für Mankar Camorans Paradies gerüstet zu sein.
Im Wolkenherrscher-Tempel führte Martin das Ritual druch und öffnete das Portal, das ich mit gemischten Gefühlen betrat.


280. Tag
Die Landschaft war traumhaft malerisch, richtig paradiesisch. Aber auch tödlich! Gleich nach dem Eintreffen wurde ich hinterrücks von einem Frostatronach angegriffen. Ich beobachtete auch viele Menschen, die vor Daedra flohen. Zunächst rettete ich ein paar vor ihnen, bis mir jemand erzählt hat, worum es hier ging: Den größten Teil der Insel bildete der Wilde Garten, in dem Daedra die Auserwählten jagten, quälten und töteten. Allerdings wurden die Opfer immer wieder neu belebt und die Hatz begann von vorne.



Seit meiner Ankunft hörte ich im Kopf die Stimme von Mankar Camoran, der selbstherrlich über sich, sein Reich, Mehrunes Dagon und den nahenden Sieg erzählte. Ein Dremora mit dem Namen Kathutet sprach mich an und lobte meinen mutigen Einsatz bei der Zerstörung des Sigillburgfrieds bei Ganonah. Ich verstand nicht, wunderte mich aber über nichts mehr hier. Ich wollte nur das Amulett der Könige holen und fragte ihn danach. Kathutet erklärte mir, dass ich nur mit seiner Hilfe den Wilden Garten verlassen und die Verbotene Grotte betreten könnte. Wenn ich Xivilai Anaxes befreite, erhielte ich die Bande der Auserwählten.



Ich erkundete jedoch zunächst die wunderschöne Landschaft. Mir sind die seltsamen Lichtverhältnisse aufgefallen - hier ging die Sonne nie unter und es wurde auch nie Mittag. Die bewaldeten Berghänge erinnerten an Cyrodiil, von den fleischigen Schoten mal abgesehen. Auf der anderen Seite der Insel entdeckte ich eine große schimmernde Krabbe, die vermutlich einen Chamäleon-Ring verschluckt hat. Sie war nicht nur durchsichtig, aber auch außerordentlich stark und ausdauernd.

In einer kleinen Höhle traf ich ein paar Auserwählte, die darum baten, Anaxes nicht zu befreien. Aber so leid sie mir taten - das Amulett der Könige ging vor. Ich befreite Anaxes aus seiner Falle, der gleich wieder seiner mörderischen Jagd nachging. Über die Geflutete Grotte erreichte ich den Eingang zur Verbotenen Grotte und Kathutet übergab mir die Bande der Auserwählten.


281. Tag
Fürst, Mutter und Hexenmeister! (wie Falanu zu sagen pflegt) - dieser Bereich erwies sich als eine einzige Folterkammer, in der man von Daedra gejagt oder in Lava gebadet wurde.



Es war zugleich eine Falle, denn die Bänder ließen sich jetzt nicht mehr abnehmen und hinderten mich, den Ein- oder Ausgang zu benutzen. Ich hätte dem Dremora nicht so blind vertrauen sollen, bestimmt hat er jetzt einen Witz mehr zu erzählen.



Ein Hochelf kam auf mich zu und erklärte, dass er Mankar zwar lange in der Mythischen Morgenröte diente, ihn jetzt aber durchschaut hat, seine Ziele ablehnte und mir helfen wollte. Eldamil versprach, die Bande zu entfernen und trotz Bedenken sah ich keinen anderen Weg, als mich zu fügen und ihn mitzunehmen. Nach vielen Kämpfen erreichten wir den Ausgang und Eldamil hielt sein Wort.




282. Tag
Die aufgehende Sonne beleuchtete zauberhaft die idyllische Landschaft. Ein Weg führte hoch zu Mankars Prunkbau Carac Agaialor, wo zwei Bekannte uns bereits erwarteten: Ruma und Rabe. Das Ableben der beiden habe ich selbst miterlebt - Mankar musste über überragende Macht verfügen. Als Kind habe ich schon manches über ihn gehört. Sein Vater Haymon hat vor 200 Jahren das halbe Kaiserreich erobert und verlor seine letzte Schlacht in meiner Heimat. Dort ist auch Mankar in ärmlichsten Verhältnissen zur Welt gekommen. Jetzt versucht er, es seinem Vater gleich zu tun: Mit Kaisermord und der Oblivion-Krise.



Im Palast hielt Mankar siegessicher eine Rede über sich, die Septim-Dynastie und die nahe Zukunft unter der Herrschaft seines Herren Mehrunes Dagon. Jetzt ist mir wieder aufgefallen, was mich schon im Dagon-Schrein am Arrius-See irritierte: Mankar Camoran trug das Amulett der Könige! Es heißt aber bei den Klingen, dass nur ein wahrer Thronerbe des reinen Septim-Bluts es tragen kann. Ist das etwa nicht das richtige Amulett? Oder ist Mankar gar ein Septim? Nein, er ist ein Hochelf, zumindest größtenteils. Bei Dibellas Haar, ich bin nicht dumm, aber das verwirrte mich doch alles sehr.



Mankar hat seine Ansprache beendet und es kam zum Kampf. Während mein Dremora und Eldamil Ruma und Rabe beschäftigten, kämpfte ich gegen ihren Vater. Trotz seinen gemischten Rassenfähigkeiten der Hochelfen, Bretonen und Nord und starker individueller Magiebeherrschung gelang es mir, seine Seele zu seinem Herren zu schicken. Das erschien mir sehr passend. In diesem Moment stürzte der Palast ein, das Paradies löste sich auf und ich fand mich wieder im Wolkenherrscher-Tempel.



Ich übergab das Amulett an Martin, der es sogleich anlegte. Das war für alle das unumstößliche Zeichen dafür, dass Martin ein wahrer Septim ist. Und wieder beschlichen mich Zweifel. Von dem was ich über das Amulett der Könige in alten Schriften gelesen habe, wurde es von Akatosh Alessia übergeben. Dabei schwor der Drachengott, die Tore von Oblivion geschlossen zu halten, solange Alessias Nachkommen das Amulett tragen und die Drachenfeuer brennen. Da Alessia keine Nachkommen hatte, hätte mit ihrem Tod der Pakt zerbrechen müssen. Die späteren Reman-Kaiser hatten mit Alessia nichts zu tun. Und Tiber Septim hat das Amulett nur gefunden. Wie ein gewöhnlicher Grabräuber. Und die Drachenfeuer sind in den Jahrtausenden nach Alessia mehrmals ausgegangen, teilweise für Hunderte von Jahren. Welche Tradition wird also hier gelebt? Vermutlich hätte auch Baurus das Amulett tragen können. Oder Amusei...



Es ärgerte mich, dass ich mich nicht mit den anderen freuen konnte, zeigte aber die dem zukünftigen Kaiser zustehende Ehrerbietung und Respekt.
Man war sich einig, dass die Oblivion-Krise mit der Erlangung des Amuletts noch nicht beendet war. Noch mussten die Drachenfeuer im Tempel des Einen entzündet werden. Doch zunächst mussten wir Martin zur Ältestenrat-Kammer eskortieren, damit er formell seinen Anspruch auf den Septim-Thron vorbringen konnte... oder so ähnlich.



Jedenfalls erreichten Martin, Jauffre und ich vormittags die Kaiserstadt und Kanzler Ocato hat Martin im Namen des Rates als Uriel Septims Thronerben anerkannt. Plötzlich meldete eine Wache, dass die Kaiserstadt von Daedra angegriffen wird. Ich hatte gerade noch Zeit, einen Schildzauber über die Anwesenden zu legen, als die ersten Dremora den Saal stürmten.



Wir rannten nach draußen und wurden sofort in wilde Kämpfe verwickelt. Die Kaiserliche Wache und der Kampfmagier Ocato zeigten eindrucksvoll ihr Können und ein Daedra nach dem anderen fiel. Jauffre und ich blieben in der Nähe des Kaisers. Wir kämpften uns den Weg frei zum Tempelbezirk, wo noch mehr Daedra ihr Unwesen trieben. An allen Ecken tobten erbitterte Kämpfe. Mein Ziel war, Kaiser Martin zum Tempel des Einen zu bringen, doch vor dem Eingang erblickte ich die haarsträubende Gestalt von Mehrunes Dagon selbst. Ich stand wie angewurzelt da, unfähig, den Anblick zu begreifen, bis mich ein Xivilai zu Boden warf.



Kaiser Martin und ich rannten an dem Ungeheuer vorbei zum Tempeleingang. Dagon war mit den winzigen Wachen beschäftigt und wir konnten ungesehen den Tempel betreten. Dort betete der Kaiser zunächst zu Akatosh, dann sprach er seine letzte Worte des Danks zu mir und begab sich in die Tempelmitte. Plötzlich brach die Tempelkuppel zusammen und Mehrunes Dagon blickte auf uns herab. Ich bin nicht sicher, was dann geschah. Der Kaiser erstrahlte und verschwand im grellen Licht, während ein riesiger feuriger Drache heran flog und im Tempel zur Landung ansetzte. Es handelte sich höchstwahrscheinlich um den Drachengott Akatosh, der jetzt seinen Widersacher bekämpfte. Ich presste mich an die Tempelmauer, während über mir der Kampf der Titanen wütete. Dagon schwang seine monströse Axt und der Drache spie sein vernichtendes Feuer. Ich zitterte in Todesangst und mein Herz raste. Schließlich triumphierte Akatosh und verbannte seinen Gegner zurück in das Reich des Vergessens. Kurz darauf erstarrte seine Gestalt zu Stein und Ruhe kehrte in dem verwüsteten Tempel ein.



Ich war die einzige, die diesen Götterkampf aus nächster Näher beobachtet hat. Verkrampft und benommen merkte ich kaum, wie Jauffre, Baurus und der Lordkanzler die Tempelruine betraten und nach Martin fragten. Nur am Rande bekam ich mit, wie Ocato das Ende der Oblivion-Krise verkündete und mir als Dank für die Unterstützung den Titel der Cyrodiil-Meisterin verlieh. Auch eine besondere Drachenrüstung für mich wurde in Auftrag gegeben.

Alles erschien mir so unwirklich. Zu viele zu schnelle zu gewaltsame Ereignisse haben stattgefunden. Ich musste meine Gedanken ordnen und registrierte nur unbewusst die zerstörten Straßenzüge vor dem Tempel. Wie in einem Wachtraum schlenderte ich zum Hafen und nur langsam gewann ich den Überblick.



Was für ein Erlebnis - statt einer Krönungszeremonie, mussten wir ums Überleben kämpfen und ich kann immer noch nicht sagen, was mit Kaiser Martin passiert ist. Fakt ist, dass ein gigantischer Drache Mehrunes Dagon bezwang. Wenn das wirklich Akatosh in Drachengestalt war, dann habe ich die geschichtlichen Überlieferungen nicht verstanden. Es hätte nicht passieren dürfen. Der heilige Pakt mit Alessia wurde vor langer Zeit aufgelöst. Damit hatte auch das Amulett der Könige seine Bedeutung verloren, wie ich an Mankar Camoran gesehen habe. Es stellte kein Bündnis-Symbol mehr dar. Es war ein Anhänger ohne Bedeutsamkeit und Macht.
Was also bewog Akatosh, hier einzugreifen?

Doch wenn das Amulett für beide Seiten so wichtig war, warum erschien Mehrunes Dagon hier und nicht schon im Wolkenherrscher-Tempel? Bereits dort trug Martin das Amulett. Was machte den Unterschied aus? Eigentlich nur Martins Ernennung zum Thronerben. War also letztendlich nur ein Satz eines Hochelfen verantwortlich für die Verwüstung der Kaiserstadt? Unfassbar, dass ein Sterblicher mit ein paar Worten das Verhalten der Götter lenken konnte.

Überhaupt musste ich mir die Frage stellen, welche Bedeutung der Tod von Uriel Septim VII. hatte. Wie alle Septims vor ihm, war er kein Nachkomme Alessias. Warum war also sein Tod für die Mythische Morgenröte so wichtig? Die Oblivion-Tore hätten auch schon vorher geöffnet werden können - es gab seit Alessias Tod keinen Schutz dagegen. Auch die Predigt des Propheten von Anvil erschien mir jetzt fragwürdig und zweifelhaft. Warum in Boethias Namen war es Umaril nicht schon vorher möglich, zurückzukehren? Ich hatte das Gefühl, die einzige zu sein, die sich diese Fragen stellte. Aber vermutlich ist es mein geringer Verstand, der nicht ausreicht, all das zu erfassen und die Zusammenhänge zu begreifen.



(Ende Teil 1 von 2)
  15.07.2010, 19:43
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(Teil 2 von 2)


284. Tag
Gestern tat ich buchstäblich nichts. Ich ließ mich treiben und versuchte, meinen Geist von Fragen und Zweifeln zu befreien. Schon Erzmagier Traven lehrte mich, dass es wenig Sinn hat, einen unbekannten Zauber zu verstehen, wenn man sein Wesen nicht ergründen kann. So sprach ich viel mit den Leuten über Belangloses und genoss den zurückkehrenden Seelenfrieden beim Spazieren und Blumensammeln. Keine Aufträge, keine neuen Abenteuer oder gefährliche Missionen. Nur die gelegentlichen Dankesworte erinnerten mich an die vergangenen Tage und Wochen.

Als ich so am Nibenufer vor Bravil das Wasser betrachtete, erinnerte mich Sheogoraths Insel an Cylarne und die Flamme Agnons. Wenn ich die Überbringerin der Flamme sein soll, dürfte mir dieses Feuer keinen Schaden zufügen. Aber wer weiß das schon bei den Verrückten dort. Ich könnte mich im Vorfeld gegen Magie und Feuer schützen. Es dauerte nicht lange und ich gab dem Abenteuer-Kribbeln nach. Über den Niben, das Randland, die Ländereien von Mania - abends stand ich in Cylarne vor der flammenden Säule und trat hinein...



Es tat nicht weh. Ich brannte mit der heiligen Flamme und brachte sie nach Neu-Sheoth. In Sacellum Arden-Sul erwarteten mich die Priester Arctus und Dervenin und beide versuchten, mich zu überzeugen, die Große Fackel für ihre Sache in ihrem Bezirk zu entzünden. Beide versprachen mir Belohnungen, die aber meine Wahl nicht beeinflussten. Ich habe in Cylarne die Seite der Aureale gewählt und habe jetzt das Feuer gerechterweise für Dementia entfacht.


285. Tag
Auf einer der hinteren Bänke saß Sheogorath und applaudierte. Im folgenden Gespräch verdeutlichte er die Wichtigkeit der weiteren Schritte. Sein Plan sah vor, dass ich Verantwortung und Macht im Reich übernehme, indem ich entweder Thadon oder Syl ersetze. Das wollte ich aber keinem antun und bedankte mich höflich für sein Vertrauen. Doch als er drohte, mir die Augen auszureißen, setzte ich mich wieder hin. Diesem irren Gott wäre das zuzutrauen. Er wies mich an, mit den Priestern über die jeweiligen Rituale der Thronbesteigung zu sprechen und ihn dann über meine Wahl zu informieren.



Um Herzogin von Dementia zu werden, müsste ich Syl erschlagen, ihr das Herz herausschneiden und es zum Altar von Sacellum bringen. Mir wurde schlecht und ich musste an die frische Luft gehen.
Um Thadons Platz einzunehmen, müsste ich sein Herz mit einer Überdosis Grünstaub zum Platzen bringen, dann sein Blut auffangen und es zum Tempelaltar bringen. Mara hilf! Das sind doch alles Geistesgestörte! Die haben nicht nur EINE Macke und sind zudem noch pervers. Oh Mama, wo bin ich hier gelandet?!

Ich musste jedoch eine Entscheidung treffen und die für Mania erschien mir weniger eklig und brutal. Blass im Gesicht und mit verzogener Miene informierte ich Sheogorath und verließ diese Verrückten. Draußen beschwor ich Haskill, der mir vorschlug, mich am Hofe von Mania umzuhören.



Im Glückseligen Gewächshaus erzählte mir die Argonierin Glupschauge über ihren Tagesablauf und den am Hofe. Ich folgte ihr daraufhin ungesehen zu einer unauffälligen Nische im Palasthof, wo sie in einer Geheimtür verschwand. Dahinter befand sich ein Bereich, den man Grünstaubsilo nennt. Ich schlich hinter Glupschauge bis zu einem Haufen der grünen Droge und nahm zwei Portionen davon mit.



Jetzt musste ich Thadons Speise damit vergiften. Im Haus von Mania schlich ich mich in die Küche und nutzte dabei jede dunkle Ecke, um von den patrouillierenden Heiligen nicht entdeckt zu werden.



Später nahm ich am Abendmahl im Speisesaal teil und beobachtete, wie sich die Dinge entwickeln. Nach dem Essen trug Thadon seine neueste Poesie vor, doch mittendrin stockte er, hielt sich ans Herz und fiel tot um.



Mir tat die weinende Argonierin leid, aber es wäre scheinheilig von mir, sie zu trösten. Ich brachte Thadons drogenverseuchtes Blut zum Sacellum-Altar, wo Dervenin mich zur Herzogin von Mania erklärte.



Als ich mich gerade an den Wahngott wenden wollte, platzte die Herzogin Syl samt Leibgarde herein - schimpfend und drohend. Ihr Zorn über den Mord an Thadon und seine Ablösung war überdeutlich. Sie offenbarte, dass sie sich den Streitkräften der Ordnung angeschlossen hat und dass das Randland bereits erobert wurde. Dann ging sie wieder.



Sheogorath war nicht begeistert über den Verrat der schönen Herzogin, ließ sich aber die Laune nicht verderben und erklärte mich offiziell zur Herzogin von Mania der Shivering Isles, indem er mir den Ring der Herrschaft überreichte. Wohlige Wärme des Stolzes und Zufriedenheit durchflutete meinen Bauch, obwohl ich mich eigentlich schämen sollte. Der latente Wahnsinn färbt anscheinend auf mich ab. Er übertrug mir zusätzlich die Macht, Goldene Heilige zu beschwören. Dann wurde ich angewiesen, nach Randland zur Unterstützung zu reisen.


286. Tag
Ich wanderte durch die Ost- und Nordlandschaft von Mania und erkundete die Ruinen von Fain, wo ich in einen unglaublich tiefen Abgrund gefallen bin. Zum Glück fiel ich ins Wasser, wo allerdings sofort mehrere Skalone und Baliwogs an mir hingen.



Die sehr weitläufige Ruine von Ebrocca war ein Abenteuer für sich. Im Bereich des Krematoriums fand ich eine Urne mit der Asche eines Din. Doch für mich die interessantesten Funde, wie z.B. langlebige Waffen, machte ich in der Ruine von Cann.


287. Tag
Das Randland habe ich kaum wieder erkannt. Was hat diese verwüstete und graue Landschaft mit dem Begriff Ordnung zu tun? Sollte ich jemals mit Jyggalag sprechen können, werde ich ihm erklären, was Ordnung bedeutet und wie man sie erreicht und hält. Im zerstörtem Passwall half ich der goldenen Aurig Desha und ihren verbliebenen Truppen, mehrere Angriffswellen der Ordnungsritter zurückzuschlagen.



Anscheinend fungierte der alte Turm als Energiequelle für die Ordnung und während die Aureale die Stellung in Passwall hielten, schlich ich nach Xeddefen, um die Quelle zu finden und zu deaktivieren.


288. Tag
Durch die entstandenen Kristallformationen der Ordnung waren die Ruinen von Xeddefen instabil geworden. Immer wieder stürzte unterwegs die Decke ein und ich kam nur langsam voran. Mehrere der silbernen Ritter kamen mir entgegen, was auf ihren Entstehungsort irgendwo vor mir deutete.

Ich war ganz überrascht, als ich den Chef-Bürgermeister-Anführer Shelden traf. Seine unnachahmliche Selbstgefälligkeit und -überschätzung überraschte mich jedoch weniger. Er suchte einen Weg nach draußen und trug mir auf, ihn zu beschützen. Zusammen fanden wir den energieliefernden Obelisken und deaktivierten ihn. Daraufhin stürzte alles um uns herum zusammen und wir rannten um unser Leben. Wir wurden unterwegs getrennt, trafen uns aber außerhalb der Ruinen wieder.

Der Energieturm in Passwall war zusammengebrochen und damit wurden die Angriffe der Ordnungsritter beendet. Passwall war befreit, die Ordnung im Randland besiegt. Doch die Landschaft lag in Schutt und Asche - leer, grau, karg und leblos.

Im Kuriositätenmuseum von Neu-Sheoth freute sich Una Armina über den Dolch und nannte ihn 'Dolch der Freundschaft'. Wie vermutet und gehofft, hat sie auch Interesse an den Überresten des gewissen Din gezeigt.

Fürst Sheogorath war erfreut über die Rückeroberung des Randlands, wollte aber zukünftig solche Überraschungen vermeiden. Es war nötig, einen neuen Torwächter vor den Toren des Wahnsinns zu postieren. Er appellierte an meine jetzige Verantwortung dem Reich gegenüber und schickte mich zu Relmyna Verenim, die sich nach Xaselm zurückgezogen hatte. Ich sollte sie dazu bringen, einen neuen Wächter zu erschaffen. Dabei musste ich an Jayred denken und unseren Kampf gegen das letzte Monstrum.


289. Tag
Xaselm ist ein riesiger Kerker, ein Laboratorium, Wirkungsstätte der mächtigen Hexenmeisterin, die mit Experimenten an lebenden Objekten ihre Forschungen an dem sechsten Element betreibt: Fleisch. Und anscheinend kann sie Erfolge vorweisen, wenn ich an den letzten Torhüter denke.



Die verwinkelten Bereiche von Xaselm waren angefüllt mit knochigen Kreaturen und teilweise lebenden Leichen. Doch habe ich auch viele leblose Körper gefunden - Relmynas fehlgeschlagene Experimente. In manchen Räumen fand ich ihre Aufzeichnungen und Anleitungen zu Versuchen. Manches vorbereitete Experiment habe ich neugierigerweise selbst aktiviert, was mir auch sofort leid tat. In einer ekelerregenden Leichengrube fand ich in einem Baumstamm ein besonderes Stück Bernstein, das einer Büste des Wahngotts ähnelte.



Nach vielen Fallen und Kämpfen traf ich die große Magierin - natürlich beim Experimentieren. Die eingesperrten Menschen, die bei ihren Tests unter beträchtlichen Schmerzen starben, wurden von ihr wieder belebt, um erneut als Versuchsobjekte zu dienen. Ich konnte das nicht mit anschauen und schrie sie an, sofort damit aufzuhören. Ich vergriff mich leider im Ton und der erste Eindruck war dahin. Darüber hinaus erkannte sie mich wieder als die Mörderin ihres 'Kindes' und behandelte mich abweisend und von oben herab.



Im weiteren Gespräch versuchte ich bewusst, ihr großes Wissen zu würdigen und zeigte mich interessiert an ihren Errungenschaften. Das besänftigte sie und ich konnte ihre große Zuneigung zu Sheogorath erspüren. Anscheinend hatten sie in der Vergangenheit ein Verhältnis, doch dann wurde sie dem Prinzen zu anstrengend. Männer! Seit dem verzehrt sie sich nach seiner Nähe, unterdrückt es aber in ihrem Stolz. Ich verschwieg natürlich, dass ich imstande bin, solche Dinge wahrzunehmen und meine ursprünglich gespielte Bewunderung wechselte in echte Achtung vor ihrer Person.

Nachdem ich ihr Sheogoraths Bitte übermittelt habe, schickte sie mich nach Randland zu den Fleisch-und-Knochen-Gärten, um die Komponenten zur Erschaffung eines neuen Torwächters zu besorgen.


290. Tag
Es war kein leichtes Unterfangen. Die Ruinen, Höhlen und gewundenen Gänge waren alles andere als Gärten. Kampfstarke Fleisch-Atronache, magieresistente Hunger und Knochengestelle lauerten mir auf. Von der Eingangsebene erreichte ich...



...das Conservatorium Corpusculum, wo ich die Dermismembran und das Knochenmark fand.



In den Geflüster-Höhlen wuchs die leuchtende Pflanze der Essenz des Atems und aus der Schwimmhalle der Wundbluttränen (igitt!) holte ich das Blutlikör.


291. Tag
Nachdem ich in Passwall meine Kleidung von der ekligen und schmierigen Blutsubstanz ausgewaschen habe, brachte ich die vier Komponenten nach Xaselm. Als nächstes stellte mir Relmyna frei, die Körperteile des zukünftigen Torwächters selbst zusammenzustellen. Ich überwand meine Übelkeit mit heiteren Gedanken an blumige Wiesen meiner Heimat und wählte die Teile schnell aus. Was für eine abscheuliche und abstoßende Arbeitsumgebung! Ich musste unbedingt an die frische Luft und zum Glück waren wir auch hier fertig.



An der Sheogorath-Statue in Randland war ich Zeugin der unglaublichen Fähigkeiten von Relmyna Verenim. Die runde Vertiefung vor der Statue wurde zum Tank der Substanziierung, den sie magisch gefüllt hatte. Mit jeder Komponente, die ich nach ihren Anweisungen in den Tank gab, veränderte sich die Flüssigkeit darin. Die Zauber, die sie wirkte waren so mächtig, dass sogar das Wetter beeinflusst wurde.



Schließlich beschwor sie einen Fleisch-Atronach und ließ ihn in das Becken eintauchen. Eine plötzliche Wucht erfasste und fegte mich von den Beinen. In den heftigen Reaktionen im Tank konnte ich langsam die riesige Gestalt des neuen Torwächters erkennen. Nach der Erschaffung bewunderten wir beide Relmynas neues "Kind" und ich fühlte Hochachtung und großen Respekt vor dieser überragenden Zauberin. Sie dankte mir für die Mitarbeit und lehrte mich, Fleisch-Atronache zu beschwören.



Kurz darauf zeigte der Torwächter, warum er da war. Eine Gruppe Ordnungsritter, angeführt von Felas Sarandas im Gewand eines Ordnungspriesters, stürmten zum Angriff. Nicht überraschend, hatten sie keine Chance als der Riese seinen Waffenarm einsetzte. Ich fragte mich jedoch, woher die Angreifer kamen? Vermutlich versteckten sie sich bisher vor den Aurealen. Aber warum passierten sie die Tore des Wahnsinns nicht, bevor der Wächter erschaffen wurde?




292. Tag
Bevor ich zum Palast in Neu-Sheoth ging, fragte ich Una, ob ihr der seltsam geformte Bernsteinklumpen gefällt. Selbstverständlich wollte sie dieses Kuriosum ausstellen und kaufte es mir ab.

Als ich Sheogorath Bericht über die Neuerschaffung des Torwächters erstattete, erschien ein Bote der Mazken im Thronsaal. Er erzählte von Syls Verrat an ihren eigenen Truppen und bat um Unterstützung, um Zackenfels wieder von den Ordnungstruppen zurückzuerobern. Sheogorath bemerkte, dass dies eine Aufgabe für mich wäre - als jüngste und einzige Person von Adel im Reich.


293. Tag
Als ich in Zackenfels ankam, sprach mich die Verführerin Adeo an. Sie fürhrte die Reste der Mazken an und bat mich, ihnen zu helfen, Dylora, ihre Kommandantin zu finden. Sie wurde von den Ordnungskräften gefangen genommen. Dylora würde genau wissen, was passiert ist und wie man Zackenfels wieder befreien könnte.



Die Festung Zackenfels ist in mehrere Bereiche unterteilt, die alle von den Kräften der Ordnung kontrolliert wurden. Wir konnten nach und nach jede Patrouille ausschalten und durchquerten die gesamte Ehrenhalle. In der Ehrfurchtshalle fanden wir die in eine Kristallformation eingeschlossene Dylora, die ich mit Hilfe des Geläuts befreite. Sie erzählte die Einzelheiten des Verrats und wie sie gefangengenommen wurde. Das wichtigste war jetzt, zum Urquell zu gelangen, der eine Verbindung zwischen den Wassern von Oblivion und den Shiverin Isles darstellt. Wenn der Urquell zerstört wird, wäre es das Ende der Mazken.



Als wir die Andachtshalle betraten, fielen plötzlich die Verführerinnen um und erstarrten zu Stein. Das konnte nur bedeuten, dass die Ordnung den Urquell gestoppt hat. Ich kämpfte mich bis zum Bereich der Wiedergeburtsquelle durch, besiegte die dortigen Ordnungswächter und befreite den Urquell von der Kristallversiegelung. Die zurückgekehrten Mazken dankten mir für die Hilfe und Dylora schenkte mir eine Verführer-Rüstung. Zusätzlich wurde mir die Macht gewährt, Dunkle Verführerinnen zu beschwören.


294. Tag
Auf dem Weg zurück nach Neu-Sheoth entdeckte ich die Ruinen von Xiditte, die von Eiferer-Magiern besetzt waren. Neben einem interessanten Rätsel mit Grummit-Statuen fand ich dort auch einen ungewöhnlichen Ring. Als ich ihn anprobierte, stand ich plötzlich völlig nackt da. Zum Glück war gerade niemand im Raum.



Im Thronsal wirkte Sheogorath diesmal bedrückt, da ihm anscheinend nicht mehr viel Zeit blieb, seinen Plan umzusetzen, die Ordnung aufzuhalten. Er wollte mir seinen Stab schenken, um Jyggalag entgegen zu treten, doch der Stab hatte keine Kraft mehr. Plötzlich wurde seine Gestalt immer größer, strahlte sonderbare Energien ab und verschwand in greller Lichtwolke.



Ich wandte mich an Haskill, der mich beruhigte, dass noch nicht alles verloren sei. Sheogorath ist weg. Doch ich könnte immer noch den Thron besetzen, nur bräuchte ich dafür einen neuen Stab. Leider kennt niemand mehr die Konstruktionspläne dafür und ich sollte nach Hinweisen in den Überresten der Großen Bibliothek im Messerspitz-Schlund suchen. Ich überlegte, ob ich das überhaupt will. Ich war die Herzogin von Mania, ein machtvoller Titel mit Verantwortung. Ich strebte nicht nach noch größerer Macht. Außerdem, wie sollte ich, eine sterbliche Bretonin, einen Daedra-Gott ersetzen? Wäre das überhaupt möglich?

Nach Haskills Meinung stellte sich die Frage nicht, denn dieser Weg war die einzige Hoffnung, die Shivering Isles vor Jyggalag zu retten. Ich habe gesehen, was mit Randland passiert ist. Nein, ich will nicht, dass der Rest der wunderschönen Landschaft genauso untergeht. Ich beschloss, zum Messerspitz-Schlund zu reisen und zu tun, was zu tun war.



Ich rüstete mich in meiner schäbigen Unterkunft neu aus und probierte neugierig die recht freizügig geschnittene Rüstung der Verführerinnen an. Ja, der Name ist passend - aber ob ich so unter die Leute gehen kann? Mutter würde es nicht gut heißen.

Auf dem Weg zur Bibliothek überlegte ich, nach meiner Rückkehr endlich in die Herzog-Gemächer umzuziehen.
Hinter der versiegelten Tür, zu der mir Haskill einen uralten Schlüssel gab, fand ich nur einen alten Mann auf einem Stuhl. Ich stellte mich vor und wollte mein Anliegen vortragen, als er mich unterbrach, dass er bereits alles wüsste. Wie konnte das sein? Er sagte, sein Name sei Dyus und er wäre der einstige Verwalter und das letzte, was von der zerstörten Bibliothek übrig geblieben ist. Er würde die Vergangenheit und Zukunft von allem und jedem kennen. Das konnte ich nicht glauben und fragte ihn, was ich vorgestern zum Frühstück hatte.



Er überhörte meine freche Ignoranz und erklärte, dass der Stab ein Werkzeug großer daedrischer Macht sei und für seine Erschaffung besondere Bestandteile nötig seien: Ein Zweig vom Baum der Schatten und das Auge von Ciirta. Bei Mara! dachte ich, wieder so ein Perversling! Soll ich ihr das Auge auskratzen? Warum nicht gleich beide? Ich behielt aber die Beherrschung und wir unterhielten uns über die Einzelheiten.

Ich verlor keine Zeit und lief zu den Ruinen von Milchar. Der uralte Baum soll sich im Hain der Spiegelung befinden und wird mein wahres Ich enthüllen... was immer das bedeuten mag. Nachdem ich alle Elytra und Knorze abgeschüttelt hatte, betrat ich den Hain. Es war dort sehr friedlich. Am Rande eines Teichs wuchs ein alter Baum, doch als ich mich ihm näherte, passierte etwas...



Aus einer dunklen Wolke erschien eine Gestalt, die sofort einen Dremora beschwor und beide rasten auf mich mit gezogenen Waffen und Feuerbällen zu! Ich hatte gerade noch Zeit, einen Schildzauber zu wirken und die Waffe zu ziehen. Ich erkannte die Stimme der dunklen Gestalt - es war meine. Welche Magie in Ark'ays Namen war das?! Ich wurde von einem schattenhaften Abbild meiner Selbst bekämpft! Welchen Sinn hatte das? Sollte ich versuchen, sie zu besiegen? Oder zu besänftigen? Auf jeden Fall sollte ich mich wehren! Ich musste an Flavia denken - ähnlich wie sie, schien diese Arielle viel über Magie zu wissen, ließ aber dem Waffenkampf den Vorzug. Den Dremora konnte ich ein paar Mal entwaffnen und ihn so teilweise aus dem Kampf heraushalten. Die Wildheit der dunklen Arielle dämmte ich immer wieder mit Mystik- und Veränderungszaubern ein und sie musste oft ihren Kampfrhythmus mit Heilung, Bannung und neuer Beschwörung unterbrechen. Dabei passte sie auf ihre Deckung nicht auf, oder war damit nicht schnell oder geschickt genug. Schließlich fiel sie in der Kälte des Elementarfrostes, was mir irgendwie leid tat.



Ich betrachtete sie und war fasziniert von diesem Erlebnis und der Schaffenskraft des Hains. Diese Arielle hatte fast das gleiche an wie ich, nur schwarz. Auch ihre Haut und ihre Augen waren dunkel - noch dunkler als meine mit den Bändern der Auserwählten. Stellte sie mein wahres Ich dar? Mir war neu, dass ich eine dunkle Seite habe. Verrückt und mysteriös - wie die meisten Dinge hier.

Sie war keine Beschwörung, sondern real. Dazu war sie ein Teil von mir oder spiegelte zumindest eine Seite. Ich konnte sie hier nicht so liegen lassen, wie einen toten Baliwog. Doch zunächst brach ich einen Zweig ab und eilte zu den Heulenden Hallen.


295. Tag
Dieses Bauwerk auf der Dementia-Halbinsel Ketzerhorn glich einer typischen unterirdischen Steinfestung, nur wurde es von seltsamen Kultisten eingenommen. Gleich hinter dem Eingang wurde ich von einem angegriffen. Warum immer gleich diese Gewalt? Dabei habe ich ihn nur freundlich begrüßen wollen. Ab da schlich ich an allen weiteren vorbei, bis mich der Khajiit Ra'kheran ansprach. Stolz erzählte er mir, dass dieses Gebäude früher der Tempel von Kynareth war, in dem Kaiser Pelagius III. starb. Mit Gleichgesinnten überführte er dann das Bauwerk aus Cyrodiil Stein für Stein und baute es hier wieder auf...

Ich unterbrach und bat ihn, mich nicht anzulügen. Als Bretonin weiß ich genau, dass der Tempel in Hochfels stand, nicht in Cyrodiil. Bis heute feiern wir nämlich in meiner Heimat den "Verrückten Pelagius" am 2. Sonnenaufgang. Etwas konsterniert wechselte Ra'kheran das Thema.



Er wollte Ciirta loswerden und die Führung der Apostel übernehmen. Wenn auch ich Ciirta an den Kragen wollte, würde er das für mich erledigen. Dazu bräuchte er nur Waffen. Drei Apostel-Dolche würden ausreichen. Wir waren im Geschäft und ich machte mich auf die Suche. Der Tipp mit dem Apostelgewand war gut - ich sah aus, wie eine von ihnen und wurde nicht mehr angegriffen. In einer Vitrine habe ich die Beckenknochen des Kaisers gefunden und nach einer Weile auch die Dolche. Sofort rüsteten sich Ra'kheran und seine Verschwörer damit aus und überfielen Ciirta. Ich brauchte danach nur noch, das Auge zu... entnehmen.



Ich sehne mich nach normalen Menschen.


296. Tag
Auf dem Weg zum Messerspitz-Schlund schaute ich in Neu-Sheoth im Museum vorbei und zeigte Una die gefundenen Beckenknochen. Sie war entzückt über diese Kuriosität und stellte sie sofort aus. Den Ring mit der pikanten Verzauberung nannte sie 'Ring der Entkleidung' und befand, dass er wunderbar zu den anderen Exponaten passte. Sie bedankte sich für meinen unermüdlichen Einsatz und führte mich stolz herum.



Dyus nahm die zwei sonderbaren Teile an sich und formte aus ihnen einen neuen magischen Stab von enormer Macht. Jetzt musste der Stab nur noch am Born des Wahnsinns aufgeladen werden. Doch als ich im Thronsaal ankam, erklärte mir Haskill, dass die Quelle mit Ordnung vergiftet wurde und ich dem nachgehen sollte. Ich hatte jedoch vorerst genug vom Wahnsinn und Ordnung und verabschiedete mich.


298. Tag
Gestern genoss ich eine ausgedehnte Wanderung durch die verdrehte Landschaft von Dementia und erreichte Mania über die sonderbare Ortschaft Splitz. In Milchar holte ich die dunkle Arielle und setzte sie in der Nähe von Randland neben Jayred bei. Ich saß bis zur Dämmerung bei ihnen und erzählte Jayred über meine Erlebnisse und Errungenschaften. Der Anblick meines dunklen Ichs stimmte mich traurig. Vielleicht waren es Einsamkeit und Heimweh, die mich nach jemandem vertrauten, einer guten Freundin sehnen ließen. Wer konnte mir näher sein, mich besser kennen, als dieses dunkle Mädchen. Deshalb kamen mir fast die Tränen, als ich an unseren Kampf denken musste. Hätte unsere erste Begegnung nicht friedvoll enden können?



Auf dem Weg zur Kaiserstadt heiterten mich Gedanken an Flavia auf. Ich beschloss, demnächst wieder etwas mit ihr zu unternehmen.


299. Tag
Von Passanten erfuhr ich, dass man Herminia Cinna tot aufgefunden hat. Das war schrecklich, hatte ich doch vor einem Monat mit Umbacano über sie gesprochen. Ich wollte Gewissheit und besuchte den Ayleïden-Sammler. Umbacano erklärte mir, dass er jemanden beauftragt hatte, die Ayleïden-Krone von Frau Cinna zu erwerben, was letztlich auch geschah. Über ihr Ableben wüsste er nichts. Und wenn ich schon da war, machte er mir den Vorschlag, ihn zum Thronsall von Nenalata zu begleiten, damit er seine Forschungen über den letzten König der Ayleïden beenden konnte. Das klang spannend und ich stimmte zu, ihn bei Nenalata zu treffen.

Am Nachmittag besuchte ich Ysabel im Schlachthaus, wo sie mir vorschlug, Schaukämpfe gegen Wilde Tiere zu bestreiten. Ich war die Arena-Großmeisterin, die Glücksfürstin, also müsste es zu schaffen sein. Ich war einverstanden und trat gegen drei Minotaurenfürsten an. Ich weiß nicht, was die Zuschauer dachten, denn angesichts der drei schnaufenden Bestien hatte ich leichte Bedenken.

Es war nicht daran zu denken, diese Muskelpakete schnell nacheinander zu erlegen, also kämpfte ich mit Geschicklichkeit und Geduld. Da ich viel agiler war, wich ich jedem Schlag elegant aus, wofür mich das Publikum mit Applaus belohnte. Ab und an hüllte ich den einen oder anderen in eine Elementarwolke ein und wenn sie zu nahe kamen, hatte ich noch meinen Schild. Es kostete mich trotzdem einiges an Konzentration, aber die Zuschauer sahen nur die Überlegenheit und Souveränität der Glücksfürstin - was offenbar spannende Unterhaltung bedeutete.


300. Tag
Am Nachmittag kamen Flavia und ich bei Nenalata an, wo uns Umbacano bereits erwartete. Er wurde begleitet von dem ehrlosen Claude Maric, der eine mit Chamäleon verzauberte Rüstung trug.



Ich stellte Flavia vor und wir besprachen die Vorgehensweise. Da ich vermutete, dass wir mehrere Bereiche vor uns hatten, schlug ich vor, mit Flavia zunächst den ersten Bereich zu sichern, bevor die Herren eintraten.



Die Ruine von Nenalata war ein Nest von Untoten. Düstergespenster, Fürchterliche Zombies und Lichs, die wiederum weitere beschworen. Flavia und ich waren ein gutes Team und ergänzten uns vortrefflich. Meistens schwächte ich die Gegner magisch, während sie ihnen mit ihrer Kampfkunst und Stärke zusetzte.



Bei Beschwörungen wechselten wir uns ab und ich staunte nicht schlecht, als sie eine Klapperscheuche oder einen Hunger rief.



Immer wieder konnte ich hören, wie sie die Gegner auch mit Worten provozierte - sie konnte sprechen! Leider antwortete sie nicht, wenn ich sie ansprach. Noch nicht. Denn sie lernte. Nach der harten Säuberung des ersten Bereichs konnte ich ihr ein Lächeln abgewinnen.



Ich bat sie, die Stellung zu halten, holte Umbacano und Claude ab und führte sie vor den Eingang zum weiteren Bereich. Und so machten wir es immer wieder - Flavia und ich sorgten für freie Bahn und die Herren kamen nach.



Vor dem Thronsaal setzte Umbacano die Steinschnitzereien aus Malada in eine Vertiefung ein und die Wand öffnete sich. Dann rezitierte er irgendwelche Ayleïden-Texte, setzte sich auf den Thron und helles Licht umfing ihn. Er schien sich in etwas Böses zu verwandeln. Blitze schossen aus allen Richtungen, mehrere Steinwände taten sich auf und ein halbes Dutzend Lichs griff uns von allen Seiten an. Claude, der direkt neben Umbacano stand, erkannte als erster die Gefahr und setzte Umbacanos Leben ein Ende.



Flavia und ich stürzten uns in den Kampf und nutzten die engen Durchgänge, um uns vor den starken Zaubern zu schützen. Immer wieder suchte ich Claude, um ihn zu heilen, was in dem Durcheinander nicht einfach war bei seiner Durchsichtigkeit. Schließlich konnten wir alle drei durchatmen. Trotz seiner bösartigen Absicht, als unheimlicher Ayleïden-König die Macht im Lande zu ergreifen, tat mir Umbacano leid. Vielleicht war es nur der üble Einfluss der Krone, der ihn größenwahnsinnig werden ließ.


302. Tag
In der Kühle der Nacht spazierten Flavia und ich nach Hause, wobei ich ihr Geschichten aus der Heimat erzählte und ermunterte sie, auch etwas zu sagen.






Herzogin von Mania und die aktiven Effekte.


Gestohlene Gegenstände:

- Amantius Allectus' Tagebuch
- Buch: 'Finger des Berges'
- Jeannes Zaubereihandbuch
- Falcars 2 schwarze Seelensteine
- 2 x Hehlerware
- Steuerliste des Hafenviertels
- Llathasas Büste
- Ahdarjis Ring
- Hrormirs Eisstab
- Olroy Käse
- Dar-Mas Tagebuch
- Ring der Ulfgar-Familie
- Dalvilu-Dolch
- Kandidatenliste
- Buch 'Mysterium Xarxes''
- Marana Rians Münze (Taschendiebstahl)
- Schriftrolle der Alten
- Ulrichs verdächtiger Brief


Ausgeführte Angriffe:

- Ohrfeige für Melus Petilius
- Flare auf Rabe Camoran
- Instinktiver Schutzzauber auf Priester der Ordnung



Basiswerte, ohne magische Erhöhungen.

Abgeschlossene Quests seit Level 45:

Hauptquest
- "Paradies" (kein Ruhm! Unerwartet und irgendwo auch unlogisch. Möglicherweise nur in DV)
- "Drachenfeuer entzünden" (Ruhm +3)

Magiergilde
- "Hinterhalt" (Ruhm +1)
- "Konfrontiert den König" (Ruhm +3)
- "Alchemische Errungenschaften"

Sonstige Quests
- "Nichts, was Ihr besitzen könntet"
- "Schwere Rüstung - Training"
- "Hilfe für einen Helden"
- "Verderbnis und Bewusstsein" (Ruhm +1)
- "Nahkampftraining"
- "Die kalte Flamme Agnons"
- "Ritual der Thronbesteigung"
- "Ritual von Mania"
- "Rückeroberung des Randlands"
- "Neuerschaffung des Torwächters"
- "Die hilflose Armee"
- "Das Kuriositätenmuseum"
- "Pferderüstung"
- "Geheimnisse der Ayleïden"
- Arena-Sieg über den Großmeister (Ruhm +10)

klarix
  17.07.2010, 17:21
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Arielle hat die Drachenrüstung erhalten, besiegte Umaril, nahm Sheogoraths Platz ein, folgt ihrem Gefühl und verlässt das Land.


Basiswerte, incl. permanente Segnung von Zenithar, ohne magische Erhöhungen.



302. Tag (24. Jahresmittte, 3Ä434)
Am frühen Morgen ging ich zur Kaiserlichen Waffenkammer, um meine fertiggestellte Drachenrüstung abzuholen. Sie sah prachtvoll aus, ein würdevolles Meisterstück. Neugierig zog ich sie an.
Ich muss bei Gelegenheit Lordkanzler Ocato fragen, ob er den Unterschied zwischen dem Körperbau eines Mannes und einer Frau kennt. Dies war eindeutig ein prunkvoller Panzer für einen Mann.



Wenn ich schon hier war, beschloss ich, meinen ehemaligen Zellennachbarn Valen Dreth zu besuchen, doch dieser Zellentrakt war für Besucher unzugänglich. Als ich gehen wollte, bemerkte der Gefängniswärter beiläufig, dass ich einer Bretonin ähnlich sehe, die vor Jahren hier einsaß. Er bat mich, kurz zu warten und suchte die alten Unterlagen heraus. Als er ihren Namen sagte, stockte mein Herz: Flavia Rojade, meine verschollene Kusine.
Bilder aus dem Garten in Camlorn und dem Federzirkus gingen mir durch den Kopf. Auch wenn sie ein paar Jahre älter war, spielte sie immer gerne mit uns Kindern. Als ich in die Schule kam, mache sie gerade ihre Abschlussprüfungen und ging dann auf Reisen. Seit dem hat niemand mehr etwas von ihr gehört.
Und jetzt erfahre ich, dass sie, wie ich, hier im Kaiserlichen Gefängnis landete. Den Unterlagen war zu entnehmen, dass sie auf Anordnung des Kaisers vor sieben Jahren aus dem Kerker geholt und als Gefangene nach Vvardenfell überführt wurde.

Auf dem Weg nach Chorrol dachte ich darüber nach, was sie wohl jetzt macht. Was hat sie angestellt? Warum die Abschiebung nach Morrowind? Ob sie immer noch Gefangene ist? Oder gar Sklavin? Sklaverei soll angeblich abgeschafft worden sein, doch war dies eine Jahrtausende alte Tradition bei den Dunkelelfen.

Ich habe Modryn Oreyn in seinem Haus besucht und wir freuten uns beide über das Wiedersehen. Obwohl er aus der Gilde ausgestoßen wurde, wollte er an der Wiederherstellung seiner Ehre arbeiten und bat mich um Unterstützung. Es wäre von Vorteil, Ajum Kajin, einen der Führer der Dunkelforst-Rotte zu verhören. Ich sollte versuchen, ihn in der Waldwiesennebel-Höhle gefangen zu nehmen.


303. Tag
Gut ausgerüstet und auf möglichen Widerstand vorbereitet, betrat ich die Höhle. Zum Glück waren die Wachen weit verteilt, so dass ich mit den einzelnen keine großen Probleme hatte. In einem entfernten Raum traf ich den Argonier Ajum Kajin, der angesichts seiner besiegten Beschützer einwilligte, mir zu folgen.



In Modryns Haus befragte ich ihn über die Dunkelforst-Rotte und erfuhr, dass ein Ri'Zakar ihr Anführer wäre. Als ich mehr über ihre Methoden wissen wollte, flammte der Argonier plötzlich auf und starb vor unseren Augen. Es war schrecklich, ich konnte nichts tun, da das magische Feuer von innen kam.

Um das Geheimnis ihrer Effizienz herauszufinden, bat mich Modryn, nach Leyawiin zu reisen und der Dunkelforst-Rotte beizutreten.


304. Tag
Unterwegs dachte ich immer wieder an meine Kusine. Flavia hatte ein gutes Herz und würde nie absichtlich Unrecht tun. Als Grund der Verhaftung stand da nur lapidar 'Widerstand gegen die Stadtwache'. Bei mir war es sogar 'Angriff', was übrigens nicht der Wahrheit entsprach! Ich merkte, wie mich all das immer noch bewegte.

Es war noch Nacht, als ich den Niben erreichte. Das leuchtende Portal zum Randland erinnerte mich an die drohende Verwüstung durch den Grauen Marsch. Ich beschloss, mich zunächst darum zu kümmern - vielleicht könnte ich die Katastrophe noch abwenden.

Ich rastete bei Jayred und der dunklen Arielle. In vielen, vor allem einflußreichen Familien in Hochfels ist es Brauch, dass alle Kinder im Alter von 8 Jahren den Ritus der Vorsehung durchgehen. Dabei werden von einem Weisen-Gremium Fragen gestellt und man muss sie auf magische Weise beantworten. Ohne zu sprechen. Aus der Art und Form der Energien erkennen die Weisen, wie man sich durchs zukünftige Leben schlagen und was einen leiten wird. Ich war eine Enttäuschung für die Familie, denn die vorhergesagten Schatten des Errins passten überhaupt nicht zu der traditionellen und anerzogenen Glorie. In den vergangenen Generationen gab es nur eine weitere Person, bei der Ähnliches erkannt und vorausgesagt wurde - meine Kusine Flavia.

Hat der Baum der Schatten den Errin in mir gesehen? Spiegelt dieses dunkle Mädchen diese verborgene Seite in mir?

Im Palast von Neu-Sheoth angekommen, versuchte ich noch einmal vergeblich, den neuen Stab im Born des Wahnsinns aufzuladen. Der Born wird durch unterirdische Zufluss-Becken gespeist, die offenbar durch die Ordnung vergiftet wurden. Haskill schlug vor, den Bereich der Quelle zu betreten und alles zu unternehmen, um die Becken zu reinigen.



In den labyrinthartigen Tunneln traf ich mehrere Knorze, die von den verunreinigten Becken bereits getrunken haben und so selbst mit Ordnung vergiftet wurden. Infolgedessen griffen sie mich sofort an. Da ich aber wusste, dass sie nur krank waren, ließ ich mich auf keine Kämpfe ein, um ihnen nicht zu schaden. Mehrere Wurzeltore waren mit Ordnungskristallen versiegelt und unpassierbar. Doch es gab Hoffnung. Ich entdeckte ein paar Kokons, aus denen friedliche Kultivator-Knorze schlüpften. Diese Kultivatoren waren imstande, gefundenen Ordnungskristalle zu neutralisieren.



Die vergifteten Becken wurden bewacht von Ordnungspriestern, die ich bekämpfen musste. So reinigte ich ein Becken nach dem anderen und erreichte, dass die veränderten Knorze geheilt wurden, sobald sie aus den gesäuberten Becken tranken. Nachdem ich auch das große Becken von Mania entgiftet habe, stellte sich mir am Becken von Dementia die Verräterin Syl entgegen.



Sie griff mich mit einem riesigen einzigartigen Bernsteinhammer an. Während ich ihre Schläge abblockte, musste ich mir anhören, dass ich die Verbrecherin sei und für den Tod ihres Bruders Thadon verantwortlich wäre. Ich musste zugeben, dass sie irgendwo recht hatte, doch so ist nun mal der Lauf der Dinge in diesem Reich - alles richtet sich nach den Wünschen und Vorgaben des Wahngottes. Ich war nur ein kleines Rädchen in seinem großen Vorhaben.

Nachdem ich Syl entwaffnet hatte, legte auch ich die Waffen ab und wir kämpften mit bloßen Fäusten und Magie. Ich muss unbedingt meine Ausbildung bei Helvius Cecia vertiefen - Syl schlug mich fast bewusstlos. Ich konnte mich nur mit Magie retten und sie schließlich bezwingen.


305. Tag
Ich kehrte zum Thronsaal zurück und konnte den Stab mit der göttlichen Macht des Born des Wahnsinns füllen. Ich war sehr stolz, denn, wie Dyus damals bemerkte, war es das erste Mal, dass ein daedrisches Artefakt extra für einen Sterblichen erschaffen wurde.



Eine Aureal-Wache kam aufgeregt herbei und informierte mich über die Aktivierung eines Obelisken im Palasthof. Das konnte nur bedeuten, dass die Ordnung zum entscheidenden Schlag ausholte. Ich eilte mit den Aurealen in den Hof, wo der Angriff der silbernen Ritter bereits begonnen hatte. Während die Wachen die Ordnungsritter bekämpften, deaktivierte ich erst den einen, dann den anderen Obelisk.



Plötzlich, mit einem Donnerknall und einem grellen Strahl vom Himmel, fielen alle Kämpfer tot um und ein riesiger silberner Koloss erschien - Jyggalag. Er verhöhnte und verspottete mich als sterbliche Hochstaplerin und griff mich mit starken Entladungen und einem Schwert meiner Größe an. Zunächst dachte ich, ich könnte seine Schläge abblocken, doch dann ergriff ich die Flucht, um Zeit zum Nachdenken zu gewinnen. Nachdem er sich nicht abschütteln ließ, kletterte ich auf einen Baum und versuchte, ihn von dort aus mit Magie zu besiegen. Das klappte mehr schlecht als recht.



Ich bezwang meine Furcht und stellte mich ihm ehrenhaft zum Zweikampf entgegen. Während ich seine Blitze ertrug, entzog ich ihm immer mehr von seiner Ausdauer, bis er schließlich kraftlos in sich zusammenfiel. Ich atmete auf und betrachtete diesen Ordnungsgott zu meinen Füßen. Bei der Gelegenheit erklärte ich ihm, dass ich eine andere Vorstellung von Ordnung habe und die Vielfalt des Lebens und der Farben durchaus geordnet existieren kann. Vielmehr empfinde ich Verschmutzung durch Staub und Asche als Unordnung, die man beseitigen müsse. Ich ließ ihn geschwächt aufstehen und er gab in einem Höllenfeuer auf.



In einer geisterhaften Erscheinung erzählte er mir zum Abschied seine traurige Geschichte und war auch ein wenig erleichtert, dass der Fluch nun gebrochen war und er nie wieder als der irrsinnige Clown Sheogorath auftreten müsse. Dann verschwand er im Reich des Vergessens. Der Graue Marsch war für immer vorbei, die Truppen der Ordnung für immer verschwunden.



Im Palast wurde ich von Haskill zum Sieg und Aufstieg beglückwünscht. Er informierte mich über eine Reihe von Vergünstigungen, die mir als neue Fürstin dieses Reiches zustehen, sowie eine Reihe von Pflichten, die ich erfüllen muss. Mir wurden neue Mächte verliehen, mit denen ich z.B. das Wetter auf typisch irrwitzige Weise verändern kann. Auch kann ich in lebensgefährlichen Situationen automatisch zur Heilung in meinen Palast und wieder zurück teleportiert werden. Neben der erstaunlichen Macht meines Stabs, steht mir jederzeit eine Eskorte aus Aurealen und Mazken zur Verfügung. Auch eine eigene Hofheilerin und Tänzerin sind um mein Wohl und Zerstreuung bemüht und im Sacellum Arden-Sul kann ich jederzeit einen besonderen Segen empfangen. Die Pflichten, das Reich gegen Angreifer zu verteidigen, kann ich nach Belieben an meine Truppen delegieren.



Sheogoraths Insignien, ein einzigartiges Kleid, passte mir wie angegossen und prickelte angenehm vor hoheitsvoller Verzauberung. Ich setzte mich als neue Wahngöttin auf den Thron, kam mir aber ziemlich verloren vor.

Ich verabschiedete mich von Haskill und wir kamen überein, dass ich ihn über die Schreine kontaktieren werde, sollte ich länger verhindert sein.



Auf dem Weg zum Randland vergegenwärtigte ich mir den aktuellen Stand der Dinge: Eigentlich war Sheogorath die pervertierte Form von Jyggalag und musste vor Äonen seinen Platz einnehmen. Mit kurzen, aber regelmäßigen Unterbrechungen. Für die Daedra-Anbeter im ganzen Land und in der allgemeinen Vorstellung gehörte immer Sheogorath zu den 16 Daedra-Gottheiten, nicht Jyggalag. Das wird sich ab jetzt ändern müssen, denn Sheogorath wird nie mehr auftauchen. Ein Gedanke, an den man sich erst gewöhnen muss.


306. Tag
Ich erreichte vormittags Leyawiin und klopfte in der Gildenhalle der Dunkelforst-Rotte an. Ich gab mich als von der Kämpfergilde enttäuschte Überläuferin aus und ein Khajiit namens Ja'Fazir schickte mich zu dem Rekrutierer Jeetum-Ze. Dieser stellte mir ein paar Fragen und führte mich in den Trainingsraum, wo bereits drei weitere Anfänger warteten. Jeetum-Ze erklärte, dass die Siedlung Staade von Goblins überfallen wurde und wir sie eliminieren sollten. Um den Erfolg zu sichern, übergab er jedem einen Trank, den wir sofort austrinken sollten. Auf Nachfrage erklärte er, dass der Trank aus dem Saft des Hist-Baums gebraut wurde. Ich habe von der unheimlichen Wirkung des Safts gehört und befürchtete Schlimmes. Doch ich durfte mich nicht verraten und trank.



Nach kurzer Zeit wurde mir im Kopf heiß und mein Verstand schien dem Körper zu folgen, nicht umgekehrt. Mir war bewusst, dass es die Wirkung des Tranks war und ich kämpfte dagegen an. Die Flut an verwirrenden Bildern ließ etwas nach, als wir Staade erreichten. Sofort stürzten sich die anderen auf die Goblins, die sich seltsamerweise auffallend passiv verhielten. Etwas war hier nicht in Ordnung. Ich versuchte, mit allen Heil-, Bannung- und Widerstandszaubern einen klaren Kopf zu bekommen, doch ohne Erfolg. Ich hatte keine Möglichkeit, die Situation einzuschätzen, denn ich konnte entweder meinen Sinnen oder meinem Verstand nicht mehr trauen. Alleine mein Gefühl bestätigte mir die erlebten Widersprüche: Von den Goblins ging keine Gefahr aus! Was sollte ich tun? Jede Entscheidung barg Gefahren. Ich verließ Staade, rannte stolpernd zurück, bis ich das Bewusstsein verlor.



Ich träumte von einem Unwetter. Ein gewaltiger Sturm fegte durch das Land. Ich konnte kaum etwas erkennen, denn ich war mittendrin und wirbelte durch die an mir zerrenden Tausend Strudelfänge. Plötzlich war es still. Und dunkel. In meinen Ohren tobte noch der Wind, doch langsam hörte ich nur noch meine leisen Schritte. Und dann meinen Herzschlag. Ich schlich durch eine dunkle Höhle, die Wände waren glatt und feucht. Ich wollte mich umschauen, eine Fackel anzünden oder Nachtsicht und Lebenserkennung zaubern. Ich trug ein langes Kleid, das um die Taille zerrissen schien. Dort spürte ich einen brennenden Schmerz, der jedoch unter aktiver Heilung immer mehr nachließ. Meine Hände waren bereit und angespannt, rechts trug ich einen schweren Handschuh. Plötzlich machte ich einen Sprung nach vorne, um einem seitlichen Angriff zu entgehen. Warum habe ich diese Gefahr nicht gespürt? Noch im Abrollen zauberte ich einen grünlichen Strahl, der den kralligen Zweibeiner tötete. Gift? Als ich wieder auf den Beinen war, hörte ich knisternde und zischelnde Geräusche. Ich warf mich an die Wand und drei Pfeile schossen an mir vorbei. Gewaltige Energien verließen die rechte Hand und füllten den nahen Höhlenraum mit vernichtendem Elementarfeuer. Fast gleichzeitig beschwor die linke eine Goldene Heilige, die Gegner in meinem Rücken abwehrte. Zu meinem Erstaunen rannte ich in den Raum, der immer noch brannte, sprang hoch und blieb knapp unter der Decke schweben. Von dort griff ich die hereinströmenden Gegner mit etwas an, was sie orientierungslos machte und flog an ihnen vorbei in den nächsten Gang. Plötzlicher Schmerz in der Brust verwirrte mich und ich spürte, wie ein Speer meine Schulter durchbohrte. Ich fiel zu Boden und sah, dass die nahenden Gegner einen Schlangenunterleib hatten. Ich schrie vor Entsetzen, wurde wieder von dem Sturm mitgerissen und stand schließlich vor einer weiblichen Gestalt, die mir die Furcht nahm.

Ich wachte in Modryn Oreyns Haus auf. Auch er beruhigte mich und erzählte, dass ich von Kollegen in Leyawiin bewusstlos auf der Straße gefunden wurde. Als ich ihm erzählte, was geschehen ist, befürchtete er, dass Staade von der Dunkelforst-Rotte eingenommen wurde. Ich sollte aufbrechen und die Sache klären.


307. Tag
Ich eilte nach Süden und beim Sonnenaufgang bot sich mir in Staade ein Bild des Grauens an. Alle Bewohner waren tot. Nur Marcel Amelion stand da und trauerte. Ich fand kaum tröstende Worte und langsam wurde mir klar, dass ich während des Massakers hier war. In dem Hist-Saft-Rausch wurden die Bewohner für Goblins gehalten. Sogar die Schafe wurden abgeschlachtet. Ich blieb fassungslos bei Marcel stehen und trauerte mit ihm. Worauf habe ich mich da eingelassen. Ich hätte den Hist-Saft nicht einnehmen sollen, denn nur Argonier kommen mit der Wirkung klar. Ich bat alle Neun Göttlichen um Vergebung und verließ ziellos den Unglücksort.



Ich versuchte, mich zu beruhigen, doch es war nicht möglich. Nach Chorrol wollte ich nie mehr zurückkehren. Wie sollte ich das hier Vorgefundene Modryn gegenüber in Worte fassen? Ich überquerte den Niben und betrat eine Kapelle. Um die zwei Beschwörer, die mich dort angriffen, kümmerte sich mein Fleisch-Atronach. Ich weiß nicht, wie lange ich dort saß und die Götter um Gnade bat. Doch ich habe keine Gnade verdient.


308. Tag (1. Sonnenhöhe, 3Ä434)
Zu meiner Trauer gesellte sich Enttäuschung und Wut. Ich schlenderte den ganzen Tag durch die Nibenay-Senke, an Cheydinhal vorbei in die Berge und suchte förmlich Gegner, auf die ich mit der Keule eindrosch. Es wurde immer kälter und immer steiler. Am frühen Abend entdeckte ich von Weitem eine große haarige Gestalt. Ein riesiger Schneetroll oder so etwas. Wir stürzten aufeinander und prügelten uns, bis die Kreatur ihren letzten Atem aushauchte.



Etwas weiter, auf einem Felsvorsprung, fand ich ein verlassenes Lager, das wohl einer Svenja und einem Agnar gehörte, die wahrscheinlich von dem Schneetroll gefressen wurden. Ich verbrachte dort die Nacht und betrachtete bei Sonnenaufgang die endlose Schlucht unter meinen Füßen.



Als ich so über meine große Schuld nachdachte, spürte ich plötzlich eine Hand auf meiner Schulter, die mich von dem Abgrund wegzog. Ein Dunkelelf sprach mich beruhigend an und sagte, dass mein Weg noch nicht zuende sei. Ich war überrascht und erstaunt, jemanden in dieser abgelegenen Gegend zu treffen, doch er sagte bloß, dass er nur dorthin unterwegs ist, wo er hingeschickt wird.



Dann verabschiedete er sich und grübelnd schaute ich ihm noch lange hinterher.


309. Tag
Ich wanderte weiter Richtung Westen über die schneebedeckten Berggipfel bis Bruma, dann nach Süden. Bei der Festung Coldcorn löste ich ein Rätsel mit einem wegweisendem Schwert und in einer Höhle an einem Bach ein weiteres Rätsel mit einem Schiff in den Bergen. In der Lindai-Ruine fand ich eine Ayleïdkrone. Sie war ähnlich der aus Nenalata, die Umbacano hinterließ, nur völlig anders verzaubert.

Ich war in der Nähe von Chorrol, doch traute ich mich immer noch nicht, Modryn zu informieren und ging weiter nach Süden. Unterwegs übte ich ausdauernd den Umgang mit leichter Rüstung und kam so auf andere Gedanken. Ich dachte, ich hätte in diesem Land bereits alle Kreaturen gesehen, doch die gestrige Begegnung mit dem Schneetroll und die heutige Entdeckung in einer Höhle bewiesen das Gegenteil.



Tief in einem großen Felsenraum versteckt, entdeckte ich den Bau einer monströsen Schlammkrabbe. Allein der Anblick des Ungeheuers hätte manches Herz zum Stehen gebracht. Eigenartigerweise war es nur ihre Masse, die mich torkeln ließ. Ihre Schläge waren nicht so gefährlich, wie ich befürchtete und ihre Angriffe vorhersehbar und relativ harmlos. Der Kampf war schnell vorbei. Doch anscheinend hatte sie genügend Opfer gefunden, denn in ihrem Nest fand ich mehrere abgenagte Skelette.


310. Tag
In Skingrad besuchte ich Sinderion und ruhte mich in der Rosendornhalle aus, wo ich jedoch keine innere Ruhe fand.


Da bereits alle Attribute auf mindestens 100 waren, brachte Ausruhen natürlich keinen neuen Levelaufstieg.

Eyja kümmerte sich liebevoll um mich und hörte sich meine tragische Geschichte an. Sie gab mir Trost und ihr Zuspruch linderte meinen Seelenschmerz. Ein wenig aufgemuntert und mit neuen Vorsätzen verließ ich Skingrad Richtung Chorrol.

Wie erwartet, war Modryn Oreyn bestürzt über meinen Bericht, erkannte aber, dass ich daran nichts hätte ändern können. Wir waren uns einig, dass es an der Zeit war, die Dunkelforst-Rotte zu vernichten. Er schickte mich nach Leyawiin, um den Hist-Baum zu finden und zu zerstören.


312. Tag
Ich rüstete mich gestern neu aus und wanderte den Nibenufer entlang, bis ich heute morgen vor dem Gildenhaus der Rotte stand. Modryn hat mich gewarnt, dass ich womöglich bereits erwartet werde und so beschloss ich, mich unsichtbar zu machen, um die Situation einzuschätzen.
Ich hatte diesmal Meridias Ring mitgenommen und zusätzlich einen anderen Ring, der den Chamäleon-Effekt noch mehr verstärkte. Es kribbelte wieder so schön im Bauch und ich konnte ungesehen hereinschleichen. Wie es sich später herausstellte, war der Hist-Baum hinter der abgeschlossenen und bewachten Tür und wie vermutet, hatte nur Ri'Zakar den Türschlüssel. Vorsichtig schleichend entwendete ich Ja'Fazir den Schlüssel zum Quartier von Jeetum-Ze und nachdem ich ihn besiegt habe, nahm ich ihm den Schlüssel zu Ri'Zakars Raum ab. Dieser war gut ausgerüstet und ein harter Gegner, doch sein Fell verbrannte immer mehr und schließlich lag der Anführer der Dunkelforst-Rotte besiegt und verkohlt am Boden. Bei geschlossener Tür hat niemand etwas von dem Kampf mitbekommen.

Ich wartete einen geeigneten Moment ab, hielt den Atem an und öffnete mit Ri'Zakars Schlüssel den bewachten Raum. Darin stand der Hist-Baum und war an merkwürdige Maschinen angeschlossen. Diese sammelten den Hist-Saft und verarbeiteten ihn zum Trank. Am sichersten war es, die ganze Anlage zu zerstören, doch zunächst musste ich mich der zwei Bewacher entledigen. Zum Glück war es hier ohnehin laut, so dass die Kampfgeräusche von den Maschinen übertönt wurden. Danach zerstörte ich alles und setzte den Baum in Brand.



Halb durchsichtig und schleichend verließ ich wieder den Raum und eilte durch die Empfangshalle zur Eingangstür. Aus den Augenwinkeln sah ich, dass mir niemand folgte und war erleichtert, wieder auf der Straße unter den Leuten zu sein. Alle gingen ihren Interessen nach und niemand ahnte, was gerade in dem Gildenhaus geschah. Ich verließ Leyawiin und hatte zum ersten Mal seit Tagen wieder ein gutes Gefühl. In der Kaiserstadt suchte ich Zerstreuung bei Gesprächen mit den Leuten. Abends gesellte ich mich sogar zu einigen im 'Futtertrog' und wir feierten die halbe Nacht.


313. Tag
Modryn Oreyn war erleichtert und zufrieden, dass die Sache mit der Dunkelforst-Rotte jetzt abgeschlossen war. Als Zeichen unserer Freundschaft schenkte er mir den legendären Helm von Oreyn Bärentatze. Ich wollte ihn nicht annehmen - dieses Familienerbstück sollte er nicht weitergeben. Doch Modryn bestand darauf. Er bat mich, die Gildenmeisterin über den erfolgreichen Abschluss zu informieren.



Vilena Donton hörte mir aufmerksam und erstaunt zu und sah ein, dass ihre Handlungsunwilligkeit das Ende der Gilde hätte bedeuten können. Sie sah in mir eine fähige und tüchtige Führungsperson und übertrug mir die Leitung der Kämpfergilde. Sie schlug auch vor, Modryn Oreyn als meinen Stellvertreter einzusetzen. Modryn war überrascht, stimmte aber zu, während meiner Abwesenheit, die Alltagsgeschäfte der Gilde zu regeln.


316. Tag
In den letzten Tagen dachte ich viel über meine Zukunft nach und sprach mit vielen Menschen. Immer wieder musste ich an meine Kusine denken. Als man in Camlorn von ihr nichts mehr hörte, nahm man an, dass sie irgendwo eine Familie gegründet hat und sich um eine Kinderschar kümmert. Die Vorstellung reichte, um sich keine Sorgen zu machen. Doch nachdem ich jetzt erfuhr, was ihr widerfahren ist, beunruhigte mich die Ungewissheit. Als ich nach Cyrodiil kam, war für mich alles fremd und trotzdem fand ich immer einen Weg, eine Lösung. Jetzt bin ich sehr gut ausgebildet und kann mich den meisten Gefahren ohne Angst stellen. Ich schätze, in einem fremden Land wie Morrowind würde ich mich auch zurechtfinden. Die Suche nach Flavia in unbekannter Gegend wäre eine Reise ins Ungewisse, doch die Sorge und eine eigenartige innere Unruhe formten neuen Ehrgeiz und beeinflussten meine Zukunftsgedanken.

Ich war gerade im Hafenviertel und besuchte Ormil auf seinem Aufgetriebenen Floß. Er konnte mir nicht viel über Morrowind sagen und so unterhielten wir uns über das Gerücht, wonach es auf seinem Schiff einen Schatz geben soll, die Goldene Galleone. Auch für die anderen Gäste gab es kein anderes Thema und ich schloss mich den Diskussionen an. Als es später wurde, nahm ich eine Kajüte und legte mich schlafen. Das Knarren des Schiffs und das leise Geplätscher des Wassers ließen mich an eine Überfahrt über das Lange Meer denken.



Ich wachte auf und spürte aggressive Gedanken in der Nähe, auch der Wellengang hat sich verändert. Vor der Kajüte sprach mich ein unfreundlicher Mann an und als er die Waffe zog, sprang ich zur Seite und machte mich unsichtbar. Auf der Suche nach mir schloss er eine Lagertür auf und wurde von dem Türsteher Graman angegriffen und getötet. Graman erklärte mir, dass das Schiff von Banditen gekapert wurde. Auf dem Tavernendeck wurde ich von einer weiteren Banditin angegriffen. Ich wollte Ormils Schiff nicht verwüsten und lief zurück zum kampferprobten Graman, der meine Verfolgerin und später auch einen Nord auf dem Oberdeck erledigte.



Ormil wurde in der Kapitänskajüte von der Bandenanführerin Selene gefangengehalten. Mir fiel die Weisheit des großen Zurin Arctus ein: "Wenn der Feind vor Beginn der Schlacht weiß, dass er besiegt ist, müsst Ihr vielleicht nicht kämpfen." Ich erklärte Selene die Sinnlosigkeit ihres Vorgehens und dass sie mittlerweile alleine da stünde. Daraufhin überdachte sie ihre Lage neu und ergab sich. Auf der Rückfahrt zur Kaiserstadt erklärte mir Ormil, dass es die Goldene Galleone gar nicht gibt und dies nur ein Werbetrick war. Er bedauerte, dass er mich damit in Gefahr gebracht hat und bedankte sich für die Hilfe bei der Befreiung seines Schiffes. Selene wurde im Hafen verhaftet.



In meiner Hafenhütte packte ich alles nötige für die Reise nach Garlas Malatar zusammen. Dort soll ich mich mit den Rittern der Neun treffen, um Umaril zu finden und zu konfrontieren.


317. Tag
Es war noch tiefste Nacht, als ich auf dem kleinen Schettkamm-Hof in der Nähe von Kvatch ankam. Der Hof schien verlassen und ich fand eine Seite aus dem Tagebuch eines Slythe Seringi. Nach seinen Aufzeichnungen, schien Slythe sich um die Bevölkerung Tamriels vor dem Zorn eines "Versunkenen" gesorgt zu haben und ging in die nahe Sandstein-Höhle, um ein Opfer darzubringen. Eine schlimme Vorahnung ergriff mich und ich folgte ihm.



Tief in der Höhle fand ich die Leiche von Slythe und auch seine zornige Gottheit. Dieser Sturmatronach war tatsächlich ein besonderes Wesen. Stärker und gefährlicher als andere Atronache, stellte er eine unerwartete Herausforderung dar.



Vormittags erreichte ich die Küste der Abeceanischen See und schloss mich den versammelten Rittern vor den Ruinen von Garlas Malatar an. Nach der Besprechung der Angriffspläne und letzten Vorbereitungen stürmten wir gemeinsam los. Die beiden Auroraner-Wachen vor dem Eingang waren schnell besiegt und wir kämpften um die Sicherung des ersten inneren Bereichs.



Zur Unterstützung beschwor ich eine Dunkle Verführerin, die jedoch als erfahrene Kämpferin Schwierigkeiten mit den unkoordinierten Angriffen der Ritter hatte. Wie ein Mann stürzten sich alle auf die paar Auroraner, die aber erstaunlich viel aushielten. Bei so vielen Kämpfern konnten die goldenen Daedra kaum ihre Äxte oder Zauber einsetzen und wurden so lange verdroschen, bis sie fielen. Doch das war nur der erste Abschnitt der Ruine. Irgendwo in der Tiefe wartete Umaril.



Bevor wir die nächsten Räume betraten, zauberte ich auf alle einen magischen Schild und vier der Ritter konnte ich mit einem Chamäleon-Effekt unsichtbar machen. Lieber eine Vorsichtsmaßnahme mehr, als später trauern. Auch im folgenden Abschnitt konnten wir erfolgreich alle Auroraner besiegen und bereiteten uns auf die Erstürmung des nächsten Bereichs vor. Ich zauberte wieder Heilung, Schild und Chamäleon bis meine magischen Kräfte erschöpft waren.



Der nächste Bereich weitete sich zu einem großen Raum, in dessen Mitte ein rundes leuchtendes Gebilde schwebte. Die Auroraner waren hier seltsam anders. Sobald einer fiel, stand er kurze Zeit später wieder auf. Als ich erkannte, dass die große Kugel ihre Kraftquelle zu sein schien, eilte ich dahin und versuchte, sie zu deaktivieren. Wie einen Siegelstein. Die Kugel explodierte und alles im Raum fror im gleichen Moment ein.



Irgendwie schien ich, die Zeit verlassen zu haben. Alle waren weg, die explodierten Kugelteile hingen in der Luft und der Rückweg war durch ein Kraftfeld blockiert. Der einzige Weg war die Tür zum letzten Bereich.



Nachdem ich zwei starke Auroraner-Wächter besiegt habe, betrat ich eine Art Thronsaal, wo ich die Anwesenheit von Umaril bereits spüren konnte. Auch hier wurde der Rückweg durch ein Kraftfeld verschlossen und der riesige Ayleïden-Kriegsherr stürmte auf mich los. Ich fühlte seinen Hass und Zorn auf die Menschen und speziell auf mich. Er schimpfte auch ständig etwas in einer alten Sprache. Endlich konnte ich mit eigenen Augen sehen, warum man ihn den Ungefiederten nennt. Seine goldene Rüstung hatte ursprünglich zwei Engelsflügel an den Schultern und kleinere Flügel auf dem Helm, doch in dem legendären Kampf gegen Pelinal Weißplanke wurde nicht nur sein Helm und die Rüstung verbeult, sondern auch alle Federn aus den Flügeln durch Schwerthiebe herausgeschlagen. Trotzdem war Umaril immer noch eine beängstigende Erscheinung.



Er ließ mich als erstes die Reichweite und die unglaubliche Stärke seines langen Schwertes spüren. Die enorme Wucht ließ mich jedesmal taumeln und ich bemühte mich, ihn so schnell wie möglich zu entwaffnen.



Als er seine Waffe endlich losließ, griff er mich mit Blitzen und seinen riesigen Fäusten an. Da mich noch ein zweiter Kampf gegen ihn erwartete, versuchte ich, diesen schnell zu beenden und behielt meinen Dolch in der Hand. Dafür verzichtete ich fairerweise auf eigene Angriffszauber. Er war zwar viel stärker, ich dafür flinker und setzte meine Stöße und Hiebe oft und treffsicher. Dann fiel er mit dumpfen Gepolter.



Ich verschnaufte ein wenig, lud meinen Dolch auf und sah mich in dem Raum genauer um. Ich setzte mich auf den Steinthron und mit der Ayleïdkrone aus Nenalata fühlte ich mich wie eine Elfenkönigin. Dann erteilte ich mir den Segen von Talos und folgte Umarils Geist.



Ich schaute mich um. Bei Eleidon! Nicht schon wieder hier! Ich war erneut hoch über der Kaiserstadt.
Auf wackeligen Füßen, mit der ständigen Angst, aus dieser Höhe zu fallen, wandte ich mich Umaril abermals zu. Woher hatte er wieder dieses vernichtende Schwert? Ich musste ihn also wieder entwaffnen, steckte dann aber auch meinen Dolch ein. Die Stärke und Reichweite seiner Faustschläge, glich ich mit Schnelligkeit, Geschicklichkeit und besonderen Kampftechniken aus, die mir Helvius Cecia beigebracht hat.



Der Kampf dauerte eine Ewigkeit und ich trug unzählige blaue Flecken davon. Mehrmals zwang ich ihn in die Knie, bis er schließlich zum letzten Mal in sich zusammenfiel. Mit Talos Segen besiegte ich Umaril endgültig! Kurz danach verlor ich den Halt unter meinen Füßen und wie befürchtet fiel ich in die Tiefe. Ich kreischte und rief um Hilfe doch der Sturz wollte nicht enden. Dann umfing mich eine weiße Wolke und ich fand mich wankend in der Krypta der Priorei der Neun, umringt von den Geistern der alten Ritter. Sir Amiel dankte mir für die Erfüllung der Aufgabe und die Erlösung ihrer Geister. Dann verflüchtigten sich die Gestalten und es herrschte eine friedvolle, ewige Stille.



Ich nahm an, dass die neuen Ritter der Neun bereits aus Garlas Malatar zurückgekehrt waren und beschloss, sie über Umarils Vernichtung zu informieren. Das wollte ich feierlich in der Rüstung des Heiligen Kreuzritters tun, nahm die Rüstungsteile von dem Ständer und zog mich um. Doch offensichtlich war die Rüstung nicht für Bretonenmädchen geschaffen und ich versank förmlich darin. Den Helm habe ich gleich wieder abgelegt, denn ich konnte nichts mehr sehen.



Auf dem Weg nach oben lief mir Sir Thedret entgegen und war erstaunt, mich hier zu sehen. Er eilte nach oben, um die übrigen Ritter zu versammeln und über den glorreichen Sieg zu informieren. Er hielt eine bewegende Rede vor den jubelnden Rittern und jeder gratulierte mir zu dem historischen Triumph.


318. Tag
Ich zog mich in der Krypta wieder um und dachte über den Propheten und die erfüllte Prophezeiung nach. Schade, dass er gegangen ist und ich ihm nicht die Einzelheiten erzählen konnte. Aber vielleicht kennt er sie, kannte sie schon immer...

Vor über einem Jahr verließ ich Camlorn und mittlerweile habe ich so viel gelernt, so viel erreicht. Jubel und Anerkennung, aber auch Trauer, Schmerzen, Tod, ja sogar Wiederauferstehung waren mir nicht mehr fremd. All das muss einen Grund, einen Sinn haben. Der Prophet hätte mir vielleicht etwas zu meiner Bestimmung oder meiner Zukunft sagen können. Ich beschloss, in Leyawiin mehr Klarheit zu erlangen.



Dagail saß, wie immer, auf der Bank und las. Sie freute sich, mich zu sehen und bat mich, mich zu ihr zu setzen. Ich erzählte ihr von meinen Erlebnissen, meiner Kusine und meinen Gedanken. Sie sagte, dass unsere Schritte und Handlungen von den Göttern gelenkt werden und die Neun meine Taten wohlwollend verfolgt haben. Dann nahm sie meine Hände, beugte sich zu mir und fügte leise hinzu, dass ich jedoch ohne ihr Zutun hier stehe.
Ich verstand nicht und fragte nach, doch Dagail streichelte mich nur. Dann erzählte ich ihr von meinem Hist-Rausch-Traum. Sie hörte aufmerksam zu und ich spürte eine zwiespältige Beunruhigung. Aber sie nickte nur und schwieg. Agata gesellte sich zu uns und wir wechselten das Thema. Später, zum Abschied sagte Dagail, ich soll meinem Gefühl vertrauen, denn es ist die Hand, die mich hierher geführt hat. Sie sah meine fragenden Augen und verdeutlichte: "Wenn der Wind dreht, reicht ein Eimer nicht, um das Feuer zu löschen."

Auf dem Rückweg versuchte ich, den Sinn hinter Dagails Worten zu erkennen. Ich sollte meinem Gefühl folgen. Was war mein Gefühl? Seit ich wieder von Flavia gehört habe, spürte ich ein Verlangen, sie zu suchen. Mehr noch, ich war entschlossen, ihren Spuren zu folgen und ihr beistehen, wenn sie immer noch in Schwierigkeiten war. Und wenn das in Morrowind sein sollte, dann wird mich mein Weg dorthin führen. Ich bog nach Westen Richtung Skingrad ab.

Es war schon Abend und ich lud Falanu in die Rosendornhalle ein. Eyja hat ein Abendessen vorbereitet und ich bat Falanu, uns von ihrer Heimat zu erzählen. Bis spät in die Nacht hörten wir Geschichten aus der Vergangenheit der Dunkelelfen, dem Tribunals-Tempel, den Fürstenhäusern, der Bräuche und der Geografie des Landes. Wenn ich endlich Levitation erlernen wollte, sollte ich mich an ihren Onkel Yakin in der Kapelle in Vos wenden. Grüße von Falanu nicht vergessen. Ich sollte nicht alleine reisen, sondern mich in der Kaiserstadt einer Karawane anschließen. Vermutlich würde es über Cheydinhal und über die Velothi-Berge zunächst nach Kragenmoor gehen. Falanu war so freundlich und schenkte mir einen Vvardenfell-Führer. Ich bedankte mich und verabschiedete mich herzlich von beiden.


319. Tag
Heute war Großputz in meiner Hafenhütte angesagt und ich sortierte alles aus. Kostbare Sachen wie Schmuck, Edelsteine, Schriftrollen, Tränke und ein paar Dolche, die ich dort lagerte, übergab ich Methredhel, um sie an Bedürftige zu verteilen. Ich bat sie auch, auf die Gildenhalle und meine Hütte aufzupassen.

Mittags ging ich zum Schlachthaus, um mich von Ysabel und Owyn zu verabschieden. Ich überlegte, wenn die Glücksfürstin schon die Kaiserstadt verließ, könnte sie eine letzte Vorstellung in der Arena geben. Owyn gefiel die Idee eines Abschiedskampfes, nur rümpfte er die Nase über mein Kleid. Seine Großmutter würde aufregender aussehen. Und sie ist tot. Ich ging zu Ysabel und sie schlug vor, wenigstens das luftige Gewand der Tapferkeit zu tragen. Das gefiel mir nicht, aber ich hatte bereits eine bessere Idee und eilte zum Hafen. Die besonders luftige Rüstung der Verführerinnen wäre bestimmt etwas einmaliges in der Arena, doch ich hatte sie bisher nur einmal kurz an. Ysabel war begeistert und half mir zu prüfen, ob alles korrekt und fest sitzt. Owyn hat mich kaum wieder erkannt und wünschte mir Erfolg.



Die drei Minotaurenfürsten schnauften aufgeregt hinter den Gittern und dann stampften sie los. Ich nahm nur das kühle Kurzschwert mit, da die Gegner auch ohne Helm und Schild auftraten. Zunächst versuchte ich, den Zuschauern zu zeigen, wie abwechslungsreich und mächtig offensive und defensive Magie sein kann. Der eine Stierkopf sank übermüdet zu Boden, der andere rührte sich überlastet nicht von der Stelle und der dritte musste mit kombinierter Magie- und Schwertkampfkunst klarkommen. Er war auch der erste, der leblos liegen blieb.



Mittlerweile erholte sich der erste Minotaurus und musste viele Fernzauber ertragen, ohne mich einholen zu können. Dann war nur noch ein Gegner da und gegen ihn habe ich keine Magie mehr benutzt. Ich wollte demonstrieren, wie effektiv Geschicklichkeit und Schnelligkeit im Kampf sein kann. Dabei wandte ich nicht nur besondere Kampftechniken an, sondern nutzte die Schwerfälligkeit und Behäbigkeit des Gegners aus.



Ich wich seinen Angriffen geschickt durch Weghüpfen, Springen, Rollen oder Ducken aus, ließ ihn ins Leere laufen oder umrundete ihn elegant. Doch auch er setzte mir zu, wenn er seinen Kopfzauber wirkte. Für einen Moment war ich immer regelrecht geblendet. Zweimal traf er mich danach mit voller Wucht seines Hammers und ich flog im hohen Bogen. Die Zuschauer schrien auf und hielten den Atem an - doch ich erinnerte mich, Ysabel und Owyn sagten, dass es genau darum ging. Am Ende verbeugte sich die Glücksfürstin vor dem Publikum und winkte zum Abschied.



Es war schon Abend und meine wortkarge Flavia half mir, Dinge, wie Erinnerungsstücke und Kleider in den Eiszackturm zu verfrachteten.

Dort las ich das Buch über Vvardenfell, dem ich entnehmen konnte, dass die meisten Besucher aus dem Kaiserreich zunächst am Hafen von Seyda Neen ankommen. Dort könnte ich in der Kaiserlichen Zensus- und Steuerkommission nach dem Verbleib meiner Kusine fragen. Oder mich in den Städten Ebenherz und Vivec informieren. Natürlich waren all die Überlegungen durch die Hoffnung getragen, dass Flavia tatsächlich dort angekommen ist. Es sind bereits sieben Jahre seit dem vergangen - sie könnte genauso gut wieder in Camlorn sein. Doch etwas zog mich nach Osten. Und ich war entschlossen.


320. Tag (12. Sonnenhöhe, 3Ä434)
In all den Monaten habe ich nur selten an meine Familie geschrieben. Neben dem Brief, den ich letzte Nacht schrieb, packte ich auch zwei Säcke voll mit Kostbarkeiten, seltenen Funden und Artefakten und werde sie nach Hochfels zu meiner Familie transportieren lassen. Ich überlegte, auch mein Tagebuch dazuzulegen, doch nachdem ich darin geblättert habe, traute ich mich dann doch nicht. Ich werde es hier im Eiszackturm lassen.



Ich ging noch einmal auf die Aussichtsplattform und betrachtete die Weite des Landes, das mir zu einer zweiten Heimat wurde. Egal, wohin ich schaute, tauchten Erinnerungen auf. Dann blickte ich über die Berge nach Osten und versuchte, etwas in der Ferne auszumachen, den Pfad zu erkennen, den ich beschreiten werde.

Das ist mein letzter Eintrag im Tagebuch. Ich werde Flavia bitten, zusammen mit einem Schutzgeist, in der Eingangshalle zu wachen. Den Schlüssel zum Turm werde ich bei Aurelinwae im Mystischen Warenhaus hinterlegen. Die Zeit bis zu meiner Abreise werde ich nutzen, um mich von all denen zu verabschieden, die ich kennenlernen durfte und die mich begleitet haben. Eines Tages kehre ich hierher zurück.



» Jede Tat ist durch eine Prophezeiung vorhergesagt. Doch ohne Helden gibt es keine Taten. «
(Zurin Arctus, Unterkönig)




Fürstin der Shivering Isles und die aktiven Effekte.


Gestohlene Gegenstände:

- Amantius Allectus' Tagebuch
- Buch: 'Finger des Berges'
- Jeannes Zaubereihandbuch
- Falcars 2 schwarze Seelensteine
- 2 x Hehlerware
- Steuerliste des Hafenviertels
- Llathasas Büste
- Ahdarjis Ring
- Hrormirs Eisstab
- Olroy Käse
- Dar-Mas Tagebuch
- Ring der Ulfgar-Familie
- Dalvilu-Dolch
- Kandidatenliste
- Buch 'Mysterium Xarxes''
- Marana Rians Münze (Taschendiebstahl)
- Schriftrolle der Alten
- Ulrichs verdächtiger Brief
- Schlüssel zu Jeetum-Zes Raum (Taschendiebstahl)
- 2 x Lockeres Rohr


Ausgeführte Angriffe:

- Ohrfeige für Melus Petilius
- Flare auf Rabe Camoran
- Instinktiver Schutzzauber auf Priester der Ordnung



Basiswerte, ohne magische Erhöhungen.

Abgeschlossene Quests seit Level 50:

Hauptquest
- "Kaiserliche Drachenrüstung"

Kämpfergilde
- "Informationen zusammentragen"
- "Infiltration"
- "Die Hist"

Knights of the Nine
- "Umaril der Ungefiederte" (Ruhm +1)

Sonstige Quests
- "Herrschaftssymbole"
- "Die Wurzeln des Wahnsinns"
- "Das Ende der Ordnung"
- "Der Fürst des Wahnsinns"
- "Eine unerwartete Reise"
- "Der Versunkene"

klarix
  12.08.2010, 17:42
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Das Spiel dauerte 8 Monate und ich saß mehrmals in der Woche daran. Die lange Spielzeit resultiert aus dem fast völligem Verzicht auf Schnellreisen und der Erkundung fast aller Verliese (manche lohnende mehrmals).

Es hat sich speziell bei diesem Spiel gezeigt, dass das Magie-System im Originalspiel viel mehr Möglichkeiten bietet, als der gradlinige Waffenkampf. Unzählige Arten, wie man dem Gegner begegnen kann, machten die Auseinandersetzungen sehr spannend und interessant. Alleine mit Magie (die viel mehr ist als Zerstörungszauber) konnte Arielle jeden Gegner besiegen.

Das lag nicht zuletzt auch am eingestellten Schwierigkeitsgrad. Die anfängliche Standardeinstellung (50%) konnte mit dem Fund des Weltlichen Rings sorglos auf 60% erhöht werden. Mit der Zeit wurden immer mächtigere Ausrüstungsgegenstände erlangt und effektivere Zauber entwickelt, so dass ab Level 35 der Schwierigkeitsgrad wieder erhöht werden konnte. Da dies aber ein DiD-Spiel ist, wollte ich kein Risiko eingehen und es blieb bei 60% (was mir in Kampfszenen mehr Zeit für Screenshots ließ). In einem normalen Spiel wäre der Arielle-Charakter gut für ein spannendes 80%-Spiel geeignet. Mit Nutzung von Schadensreflexion und Schleichangriffen wären auch 100% spielbar (wenn auch nicht unbedingt von Anfang an).

Um das Spiel bei 60% Schwierigkeit immer noch spannend zu gestalten, verzichtete ich auf Schleichangriffe (überhaupt auf Angriffe), permanente Unsichtbarkeit und Schadensreflexion. Damit beging Arielle nie einen Mord und verfolgte ein eher "ehrenhaftes" Vorgehen eines "guten" Spielcharakters (was das auch bedeuten mag bei über 2300 getöteten Personen  ;)).

Gespielt habe ich grundsätzlich in 3rd-Person-Perspektive, wodurch sich immer wieder Gelegenheiten für gute Screenshots boten. Die Landschaft von TES IV ist jedem bekannt und es gibt zig Tausende Bilder dazu. Interessanter ist es, zu zeigen, wie ein neuer Charakter mit dieser Welt interagiert. Dabei ist es nicht sehr aufregend, den Charakter einfach hinzustellen und zu knipsen. Deswegen habe ich versucht, Arielle so oft wie möglich in Bewegung darzustellen. Nur so wirken die Bilder lebendig und vermitteln einen guten Eindruck vom Geschehen.


Anlegen des Rettungspfeils

Bilder in Aktion sind nicht immer einfach zu schießen und am schwierigsten waren Kampfszenen von der Seite oder von vorne. Dadurch wird aber der Bildbetrachter in die Ego-Perspektive gesetzt und der Spielcharakter fügt sich nahtlos in die Welt ein. So entstehen die schönsten und interessantesten Bilder, die man so nicht massenhaft im Internet findet.


Umbras Tod

Zur Standardkleidung von Arielle gehörte der blaue Zweiteiler (Schild), blaue Schuhe (Magie Festigen) und Elfenhandschuhe (Feder oder Magie Festigen). Zusätzlich hatte sie immer mehrere, unterschiedlich verzauberte Kapuzen, Schuhe, Amulette und Ringe dabei, die sie situationsabhängig trug. Das blaue Kleid blieb bis zum Schluss unverzaubert - ich konnte mich nie entscheiden, obwohl mir alle Siegelsteine zur Verfügung standen  :D

Für die zwei Arten von Gegnern, die in diesem Spiel immer die größte Herausforderung waren, fand ich zum Schluss dann doch eine Lösung: Gegen Oger stand Flavia als Kriegerin zur Verfügung, gegen Schamanen und Lichs hatte Arielle ein Outfit mit über 160% Zauberreflexion zusammengestellt - der Tod für jeden bösen Magier.

Standardwaffe war die Dagon-Klinge. Sie machte nicht viel Schaden, sah aber gut aus. Der sehr hohe Basisglückswert von Arielle begünstigte die spezielle Wirkung der Klinge. Aber die meisten Kämpfe wurden mit reiner Magie entschieden. Andere Waffen nutzte sie nur zu Übungszwecken (genauso wie Rüstungsteile) oder weil sie gerade zum Outfit passten

Im Laufe der Monate wurden unzählige Zauber für die unterschiedlichsten Anlässe entwickelt. Fern- und Berührungszauber, mit und ohne Flächenwirkung, mit kurzer oder langer Wirkungsdauer und mit gemischten Effekten - alles war dabei. Effekte, die oft benötigt wurden, waren auf Tasten gelegt und der Charakterentwicklung in der Stärke immer wieder angepasst.

Die Tastenbelegung war:
  • Magieanfälligkeit oder Ausdauerentzug (auf Berührung)
  • Blitz- oder Feuer-Fernzauber, ab Level 41 "Wut des Zauberers"
  • Blitz-Berührungszauber
  • Feuer-Berührungszauber
  • Heilung-Berührungszauber
  • Reparaturhammer, später Trank zu Magie-Wiederherstellung
  • Heilung auf sich selbst
  • Fackel
Als Geldeinnahmequelle dienten Verkäufe von Funden, Waffen und Rüstungsteilen, wobei schon nach den ersten Levels nicht mehr alles eingepackt wurde. Um nicht überlastet zu werden, wurden dann nur noch Sachen mitgenommen, deren Wert das 100-fache des Gewichts überstieg, aber nicht über 2500 lag. Bis Level 25 wurde viel verkauft, später nur sporadisch. Das Bargeld pendelte dann immer so um die 1,5 Mio.

Das Geld wurde ausgegeben für Immobilienkäufe, Ladeninvestitionen, Trainingsstunden (vor allem Alchemie) und an Magie-Altären. Aber das meiste Geld wurde für Aufladungen der Dagon-Klinge verwendet - volle Aufladung kostet 8000. In abgelegenen Gebieten erfolgte die Aufladung durch gefüllte Seelensteine, von denen Arielle immer 20-30kg bei sich trug. Ab der Spielhälfte trug sie insgesamt nie mehr als 150kg Ausrüstung, meistens unter 120kg.

Die Quests versuchte ich so anzugehen, wie eine junge (blonde) Bretonin es in einem fremden Land machen würde (sofern ich imstande war, mich in sie zu versetzen). In Zweifelsfällen konsultierte ich Frauen, wie sie auf dies und jenes reagieren würden - mit oft überraschenden Erkenntnissen  ;)
Diese Spielweise hatte Vor- und Nachteile, war aber immer herausfordernd. Beispielsweise hätte Arielle einen Punkt Ruhm mehr bekommen, wenn sie wahrheitsgemäß bei "Unvollendete Angelegenheiten" angegeben hätte, Maglirs Job übernommen zu haben. Auf der anderen Seite war ihre Sturheit bei "Der Pfad der Morgenröte" von Vorteil, weil dadurch Baurus für immer unsterblich blieb.

Ich habe lange überlegt, auch die Questreihe der Dunklen Bruderschaft zu machen. Bei den meisten Aufträgen hätte Arielle eine Möglichkeit gefunden, ohne Mord auszukommen. Doch bei manchen wäre das nicht möglich und ich wusste nicht, wie ich solchen Schritt bei diesem Charakter begründen könnte. Das gleiche gilt für die freie SI-Quest "Die große Teilung".


Kommentierte Statistik
  • Verstrichene Tage: 320
    Ich habe mich nicht beeilt, aber auch nicht getrödelt (nur 7 gewartete Stunden). Da ich Schnellreisen nicht nutzte, gab es immer etwas zu tun, zu sehen und zu erkunden. Die ingame-Zeit in Vanilla-Oblivion verläuft nach meinem Gefühl etwas zu schnell.
  • Aktive Missionen: 3
    Das sind die, die nicht enden und immer im Journal bleiben: Die 2 Arena-Questeinträge und "Der Antipodenhammer"
  • Quests beendet: 210
    In diesem Spiel wären 250 möglich: 203 Hauptspiel, 6 DLCs, 11 KotN, 30 SI
    Quests, die ich nicht gemacht habe, waren: 24 Aufträge + 10 kleine Gesprächs-Quests der Dunklen Bruderschaft, "Ausschluss von der Magiergilde", "2. Ausschluss von der Magiergilde", "Aus der Diebesgilde geworfen", "FG Ausweisung", "Vampir-Heilmittel" und "Die große Teilung"
  • Ruhm: 202
    Es wären in diesem Spiel 204 möglich. Punkte verschenkt jeweils bei: "Finger des Berges" und "Unvollendete Angelegenheiten"
  • Infamie: 0
    Nach den Quests der Diebesgilde waren 29 auf diesem Konto. Mit der Pilgerreise bei Level 45 wurde der Zähler auf 0 gesetzt und blieb bis zum Schluss so.
  • Tage in Haft: 1, Höchstes Kopfgeld: 5
    Unbefugtes Betreten wurde bestraft. Das war der Tag, den Arielle mit Jorundr in der Gefängniszelle verbracht hat, um ihn auszufragen.
  • Gestohlene Gegenstände: 23, Taschendiebstähle: 2
    Diese Diebstähle waren Quest-bedingt nötig und sind am Ende jedes Beitrags aufgelistet. Nur Dar-Mas Tagebuch hätte ich auslassen können und den Schlüssel zu Jeetum-Zes Raum hätte man auch anders erlangen können.
  • Angriffe: 3
    Ausgeführte Angriffe sind am Ende jedes Beitrags aufgelistet.
  • Keine Einbrüche, keine Morde, keine gestohlenen Pferde
  • Getötete Kreaturen: 3608, Getötete Personen: 2342
    Auch eine Folge des Verzichts auf Schnellreisen.
  • Entdeckte Orte: 428
    Möglich war es in diesem Spiel, 429 Orte zu entdecken. Vermutlich habe ich irgendwo ein Lager übersehen.
    Die Gesamtanzahl besuchbarer Orte ist größer. Manche sind nämlich nach der Installation (des Spiels und AddOns) sofort als besucht markiert.
  • Geknackte Schlösser: 1130, Abgebrochene Dietriche: 0
    Ich nutzte nicht das kleine Knack-Spiel, um manuell zu öffnen, sondern ließ es automatisch knacken.
  • Gefangene Seelen: 0
    Es war nie nötig, mehr Seelen zu haben, als die in gefundenen Seelensteinen.
  • Eingenommene Zutaten: 2, Zubereitete Tränke: 0
    In diesem Spiel habe ich mich mit Alchemie nicht beschäftigt. Gefundene Tränke haben ausgereicht. Der Meistertitel wurde ausschließlich mit Theorie-Unterricht erlangt.
  • Geschlossene Oblivion-Tore: 60
    Mehr gibt es in Vanilla-Oblivion nicht. Dies führte auch zu einer großen Siegelstein-Sammlung.
  • Pferde im Besitz: 0
    Arielle ritt das Einhorn und die Schindmähre, aber zum Zeitpunkt der Auswertung besaß sie kein Pferd.
  • Häuser im Besitz: 8
    Mehr gibt es in Vanilla-Oblivion nicht. Natürlich sind alle Immobilien vollständig ausgestattet und eingerichtet.
  • Anzahl an Ladeninvestitionen: 79
    Möglich wären hier 97 oder 98.
  • Gelesen Bücher: 301
    Diese Zahl hat keine Bedeutung, wird sie doch immer dann erhöht, wenn man ein Buch öffnet und zuklappt. Es hätte also hier auch 300 Mal das gleiche Buch sein können.
  • Gelesene Lehrbücher: 8
    Im Spiel können 109 Lehrbücher gefunden werden. Ich wollte eigentlich keine lesen, denn sie machen das hier genutzte Leveling schlecht berechenbar. Bei diesen 8 wusste ich, was sie bedeuten und habe sie in die Level-Aufstiege eingeplant. In anderen Spielen habe ich die Lehrbücher immer mit genutzt. Aber hier habe ich ab Level 5 konsequent das 5-5-1-Leveling durchgezogen.
  • Gefundene Artefakte: 15
    Es gibt mehr Artefakte im Spiel, aber nur 15 zählen hier. Somit habe ich alle gefunden/erlangt.
  • Geschlafene Stunden: 79
    Am Spielanfang in der Kanalisation war es nötig, sich auszuruhen, um rot und blau aufzuladen. Später dienten die Nickerchen nur dem Levelaufstieg.
  • Gewartete Stunden: 7
    Ich muss gestehen, ich kann mich ans Warten nicht erinnern. Es gab immer etwas zu tun. Vermutlich war ich zu ungeduldig, bis J'skar sichtbar wurde.
  • Tage als Vampir: 0, Gebissene Hälse: 0
    In diesem Spiel habe ich diese Linie ausgelassen und immer alles sofort geheilt.
  • Erzählte Witze: 4447
    Die Zahl ist hoch, aber anscheinend waren so viele Smalltalks nötig, um den Meistertitel in Wortgewandtheit zu erlangen.
  • Zugezogene Krankheiten: 50
    Vor allem anfangs hat jede Ratte irgendetwas verteilt. Aber auch später, sogar mit 100%-Krankheitsschutz, fing sich Arielle Dinge ein.
  • Nirnwurzen gefunden: 291
    Es gab in diesem Spiel 308 Nirnwurzen zu finden. An ein paar bin ich wohl vorbeigelaufen.
klarix
  14.08.2010, 11:07
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