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Thema: Oranja, Geschichte einer Weise  (Gelesen 2616 mal)

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Wo Oranja herkommt, weiß niemand, nicht einmal sie selbst. Sie lag eines Herbstabends auf der Schwelle eines Bauernhauses, eingewickelt in ein paar Lumpen und mit einer Blume im Haar, ohne einen Brief, ohne einen Hinweis auf ihre Herkunft. Der Bauer war aber ein guter Mann und so zog er das Kind auf und gab ihr den Namen Oranja, nach der Blume in ihrem Haar. Er lehrte sie, neben dem Ackerbau, das Bogenschiessen, soweit er konnte, doch bald war sie besser als er, was wohl in ihrer elfischen Natur lag. Auch lesen und schreiben lernte sie, da die Frau des Bauern von Mönchen unterrichtet wurde und so der geschriebenen Sprache mächtig war. Auch entdeckte sie ihre Fähigkeit, mittels ihrer Gedanken Schlösser zu öffnen, oder Leute zu betören. Doch für eine Ausbildung an der Magiergilde hatten ihre Eltern kein Geld.

Als Oranja bereits 18 Jahre auf dem Hof war, wurde er von Goblins überfallen, die den Bauern und seinen Frau töteten. Oranja verdankte ihr Leben dem Zufall, denn just zu der Stunde, als die Goblins kamen, war sie im Wald um ihre Schieß Kunst zu verbessern. Traurig irrte sie umher, bis sie nach vielen Tagen einen Legionssoldaten erblickte. Doch von den Strapazen der Reise verwirrt erkannte sie in ihm einen Banditen und wollte auf ihn schießen. Der Pfeil ging fehl, tötete aber sein Pferd, worauf es stürzte und den Soldaten abwarf. Er rannte auf Oranja zu, das Schwert in der Hand, doch war er noch fünf Schritt entfernt, als ihr plötzlich schwarz vor Augen wurde. Die Pilze. Ich - muss - die Falschen - erwischt haben.

Als sie erwachte, befand sie sich in einer stinkenden, feuchten Gefängniszelle. Ihr ganzer Körper schmerzte, sie hatte etliche Prellung und Kratzer. In ihrem Kummer hörte sie kaum, wie sie aus der Zelle gegenüber von einem Dunkelelf verhöhnt wurde. Erst als sie eine Tür quietschen und Stimmen hörte, schreckte sie aus ihrer Verzweiflung auf.






Eigenschaften:
(erzeugt mit Character Creation Kit v2.0 von dirtyolddunmer)

Code
Oranja
Rasse Waldelf (Oblivion.esm) (weibl.)
Attribute
+10  Geschicklichkeit, Schnelligkeit
                 -10  Konstitution, Stärke, Willenskraft
        Fertigkeiten
        +10  Schleichfähigkeit, Schütze, Alchemie
        +5  Akrobatik, Leichte Rüstung, Veränderung
Spezielle Eigenschaften
        Fähigkeiten
                Krankheit widerstehen: 75
        Mächte
          Tierzunge, große Macht, Kreatur befehligen: 20 Punkte für 60 sec an Ziel
Spezialisierung - Diebeskünste
Klasse - Rächerin (individuell)
Attribute
+5  Geschicklichkeit, Glück
Fertigkeiten
+20  Schütze, Alchemie, Handelsgeschick, Überredungskunst, Illusion, Leichte Rüstung, Veränderung
Sternzeichen-Der Dieb (Oblivion.esm)
Die Dieb-Eigenschaft verleiht Eurem Geschicklichkeits-Attribut einen permanenten Bonus von 20.
Attribute
+ 10 Geschicklichkeit
+ 10 Schnelligkeit
+ 10 Glück
Berechnete Werte
Geschicklichkeit, 65, Sicherheit, 10, Schleichfähigkeit, 20, Schütze, 40,
Konstitution, 30, Waffenschmied, 5, Block, 5, Schwere Rüstung, 5,
Intelligenz, 40, Alchemie, 35, Beschwörung, 5, Mystik, 5,
Charisma, 40, Handelsgeschick, 30, Überredungskunst, 30, Illusion, 25,
Schnelligkeit, 60, Athletik, 5, Akrobatik, 15, Leichte Rüstung, 35,
Stärke, 30, Schwertkampf, 5, Stumpfwaffen, 5, Nahkampf, 5,
Willenskraft, 30, Veränderung, 30, Zerstörung, 5, Wiederherstellung, 5,
Glück, 65,

Plug Ins:

- TES IV - Oblivion v.1.2.0416
- Wizard's Tower
- Vile Lair
- Knights of the Nine
- Thieves Den
- Mehrunes' Razor
- Horse Armour
- Shivering Isles v.1.2.0416
- The Orrery
- Spell Tomes

Schwierigkeit:

50%

  18.07.2010, 15:59
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1. Tag

Ausschnitte von Tag 1

O Gott, wo bin ich bloß? Was mache ich in einem Gefängnis? Der Bandit, war er am Ende gar ein Soldat der Legion? Vater sagte immer, dass sie uns beschützen würden, wo war der Soldat dann, als er starb? All diese Gedanken gingen mir durch den Kopf, als ich aufwachte. Noch dazu verhöhnte mich dieser Bursche in der gegenüberliegenden Zelle und hörte erst auf, als sich plötzlich eine Tür öffnete und stimmen erklangen. Wer mag das wohl sein?, fragte ich mich. Die Antwort bekam ich bald, es war der Kaiser. Und offensichtlich war er auf der Flucht, da er mir erzählte, seine Söhne seien tot.

Die Anführerin der Wachen öffnete einen Gang in der Wand meiner Zelle, während mich einer der beiden andern in Schach hielt und der andere die Tür sicherte. Ich vergewisserte mich, dass sie mich nicht mehr sehen konnten und schlich ihnen nach, bis ich plötzlich Kampflärm hörte. Vorsichtig schlich ich um eine Ecke und sah gerade, wie die Anführerin zu Boden ging, attackiert von seltsamen Personen, die in rote Kutten gehüllte waren. Ich nahm ihr Schwert mit, schließlich brauchte ich etwas um mich zu verteidigen und sandte ein Gebet an die Götter.



Die beiden Verbleibenden Wachen eskortierten den Kaiser weiter und schlossen leider auch die Tür hinter ihnen ab, sodass ich gezwungen war, mich durch eine Höhle voller Goblins und Ratten zu Kämpfen. In der Höhle fand ich unter anderem auch eine ledern Rüstung, die mir beinahe wie angegossen passte und einen Bogen mit ein paar Pfeilen. Außerdem einen Magierstab, mit einem Totenschädel darauf, den ich einer Goblinhexe abgenommen hatte. Es war mir eine Freude sie zu töten, so konnte ich endlich Rache nehmen.



Als ich wieder zur Gruppe stieß, wurden sie wieder attackiert, doch diesmal konnte ich einige Pfeile auf die Angreifer abschießen, da ich in der Höhle, neben einer Rüstung, auch einen Bogen mit Pfeilen fand.  Danach fragte mich der Kaiser etwas über mein Sternzeichen, sprach von seinem Ende und befahl mir, die Truppe zu unterstützen. Baurus, der freundlichere der beiden Wachen gab mir eine Fackel, mit der ich ihnen den Weg ausleuchtete.



Immer wieder wurden wir angegriffen, doch mit vereinten Kräften konnten wir alle Angreifer besiegen, bis wir anscheinend den Raum erreichten, von dem aus wir flüchten konnten. Doch wir landeten in einer Sackgasse. Noch dazu wurden wir schon wieder angegriffen, doch diesmal waren es zu viele. Glenroy, die andere Wache, ging zu Boden, während mich der Kaiser in einem Nebenraum ansprach. Er gab mir sein Amulett, das er um den Hals hängen hatte und trug mir auf, jemand namens Jauffre in Chorrol zu suchen.



Verwirrt stand ich da, als plötzlich ein Angreifer durch einen versteckten Durchlass in der Wand kam und mit einem einzigen Hieb den Kaiser niederstreckte. Ich erwachte aus meiner Starre, und rannte aus dem kleinen Raum. Im Laufen nahm ich das Schwert von Glenroy und schlug gemeinsam mit Baurus auf den Mörder ein. Danach sprach er mich auf das Amulett an. Doch die Erklärung, ich solle es diesem Jauffre bringen beruhigte ihn und er sagte mir, dass Jauffre der Großmeister seines Ordens sei. Dann gab er mir noch einen Schlüssel, mit dem ich in die Kanalisation konnte und wachte über den Kaiser.



Ich tötete noch ein paar Goblins, die sich in der Kanalisation versteckten und war frei. Gierig sog ich die frische Luft ein und sah mich in meiner Umgebung um. Vor mir befand sich ein See, in dessen Mitte sich eine Insel mit einer Ruine befand. Vater hatte mir einmal von ihnen erzählt, er sagte, sie seien von Ayleiden erbaut worden, meinen Vorfahren. Doch warnte er mich auch, sie seien sehr gefährlich. Ich nahm mir vor, sie auf jeden Fall zu erkunden, doch  zuerst wollte ich nur in die Stadt, mir anständige Kleidung besorgen.


Unterwegs in die Stadt fand ich eine seltsame Pflanze, von der ein leise Klingen ausging. Ich nahm mir vor, einen Alchemisten in der Stadt nach der Pflanze zu befragen. Aber dazu musste ich erst einmal in den Markbezirk. Dort angelangt verkaufte ich einige Steine, die ich in der Höhle fand und ein paar Tränke, die ich hergestellt hatte und nebenbei befragte ich die Händlerin, Claudette Perrick, nach dieser Pflanze. Sie schickte mich zu einem Sinderion in Skingrad. Diese Nirnwurz, wie die Pflanze hieß, musste wohl noch warten.



Nachdem ich alles erledigt hatte, machte ich mich auf den Weg nach Skingrad. Unterwegs entdeckte ich eine alte Festung, die mitten in die Straße gebaut war. Ich ging durch, als plötzlich ein Kahjit aus dem Gebüsch kam. Erst dachte ich, er wollte mit mir reisen, allerdings stellte er sich als Bandit heraus. Den Neun sei dank konnte ich ihn mit meinem Bogen besiegen, schließlich hatte ich mir mein Geld eben erst besorgt.

Endlich in Chorrol angekommen brachte ich das Amulett zu diesem Jauffre in die Weynon Priorei, in der er als Mönch lebte. Er erklärte mir, dass durch den Tod des Kaisers große Gefahr auf uns zukommen würde, da sich der Prinz der Zerstörung erhoben hatte und die Horden Oblivions auf uns hetzen würde. Ich musste also den letzten Erben, einen Unehelichen Sohn des Kaisers namens Martin, in Kvatch finden. Dafür gab er mir etwas Ausrüstung und Prior Marbel, ein weiterer Mönch, schenkte mir sein Pferd. Ich war sehr verwirrt, also beschloss ich, in Chorrol zu nächtigen und eine Nacht darüber zu schlafen. Oblivion, Daedra, uneheliche Erben all das war bis vor wenigen Tagen ohne Belang für mich. Diese verdammten Goblins.



In Skingrad angekommen sah ich das imposante Gebäude der Kämpfergilde, daneben das der Magiergilde. Etwas Beistand auf meiner Mission kann nicht schaden. Also betrat ich zuerst die Kämpfergilde, wo mir der Portier sagte, ich solle mich bei Vilena Donton melden. Dies tat ich auch und wurde Mitglied der Kämpfergilde. Praktischerweise bekam ich auch ein Bett zur Verfügung gestellt.



Doch bevor ich mich schlafen legte, ging ich noch in die Magiergilde. Jetzt konnte ich es mir ja leisten, also trat ich auch der Magiergilde bei. Dort erfuhr ich auch, wie ich an der Gehieme Universität studieren kann. Ich benötige nur Empfehlungsschreiben von den Gildenhäusern aller Städte. Das kann doch nicht so schwer sein. Doch zuerst musste ich mich zur Ruhe legen. Für den nächsten tag nahm ich mir vor, nach Skingrad zu reisen, da ich ohnehin nach Kvatch muss, um Martin zu holen. Doch dafür würde ich ausgeruht sein müssen.

  18.07.2010, 18:31
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2. Tag

Ausschnitte von Tag 2

Kaum war ich am nächsten Tag aufgewacht, machte ich mich auf zurück in die Kaiserstadt. Unterwegs entdeckte ich einige Ruinen und Festungen, beäugte aber keine näher, aus Angst vor den Kreaturen darin. Kurz vor der Brücke auf die Insel der Kaiserstadt sah ich eine weitere Ruine, allerdings auch 2 Banditen.



Ich sprang vom Pferd, zog den Bogen und schoss den ersten Pfeil, doch der Ork war bereits fast bei mir. 2 Pfeile später lag er tot vor mir und sein Blut vermischte sich mit dem Wasser, das unablässig vom Himmel fiel. Der zweite Bandit erwies sich als einiges schwerer, da er selbst Bogenschütze war. Doch war es mit seiner Treffsicherheit nicht weit her, wodurch ich ihn auch schnell und ohne gröbere Verletzungen töten konnte. Aber die Ruine sah ich mir trotzdem nicht an, die Feinde davor hatten mir bereits gereicht. Ich machte mich lieber auf in die Kaiserstadt.



Nach einiger Zeit sah ich erneut eine Ayleiden Ruine, doch diesmal kam sie mir seltsam bekannt vor. Als ich näher heranritt, erkannte ich auch warum. Ich war in die falsche Richtung geritten. Dies war die Ruine, die ich vom Ausgang der Kanalisation sah. Doch diesmal würde ich sie erkunden, der viele Regen und die Kälte trieben mich an, auf der Suche nach einem Unterschlupf. Ich stieg ab, und wollte gerade den Eingang suchen, als ich Stimmen hörte.



Als ich vorsichtig um die Ecke lugte, sah ich zwei Banditen, ein Bogenschütze und eine Ork Frau mit einer mächtigen Axt. Der Bogenschütze fiel unter dem ersten Pfeil, den ich aus meinem Versteck abgefeuert hatte, allerdings machte ich damit die Frau auf mich aufmerksam. Ich konnte zwar noch schnell zwei Pfeile abschießen, konnte aber nicht verhindern, auch getroffen zu werden. Im Laufen entsann ich mich nach einem Heilzauber, den ich bereits im Gefängnis wirkte. Ich konzentrierte mich – und es funktionierte. Wieder gekräftigt drehte ich mich um, schoss weiter und schließlich konnte ich auch die Frau besiegen. Das Lager, in dem sie Hausten sah zwar nicht besonders einladend aus, aber was solls. Allerdings tropfte es durch die Plane, die über einer Bettstadt gespannt war, worauf ich doch in die Ruine ging.



Mir fiel als erstes auf, dass der Staub, der auf den Stufen hätte sein müssen, beinahe vollständig verwischt war. Schnell erkannte ich auch warum. Doch zu meinem Glück sah mich die erste Wache nicht kommen, wodurch ich sie durch einen gezielten Pfeil niederstrecken konnte. Auch die zweite Wache, die am Fuße eine langen Treppe stand, bemerkte mich erst im Augenblick ihres Todes. Doch dann kam ich in eine große Halle, in der gerade zwei Banditen miteinander Sprachen. Der erste fiel sofort, doch der zweite war um einiges Hartnäckiger. Doch mithilfe eines Feuerballes konnte ich auch ihn besiegen. Hoffentlich war ich jetzt nicht zu laut, dachte ich, doch meine Sorge war unbegründet. Der nächste Raum war leer. Allerdings fand ich ein Tagebuch, stinkend und in beinahe unleserlicher Schrift verfasst, ich brauchte einige Zeit um es zu entziffern. Doch wie ich vermutete handelte es ich um Banditen, die von dieser Festung aus Reisende überfielen. Des weiteren war von seltsamen Steinen die Rede, die der Anführer, in dessen Zimmer ich mich offensichtlich befand, bei sich hatte. Ich nahm sie kurzerhand mit mir und ging weiter. Weitere Wachen konnte ich problemlos besiegen, bei einem der toten fand ich sogar passende Rüstungsteile, Handschuhe, eine Mütze und eine Hose. Es schauderte mich zwar, die Kleidung eines toten anzuziehen, vor allem aufgrund des Gestankes, doch sie wärmte und schützte mich. Bald war ich am Ende der Ruine angelangt, wo ich eine seltsame Tür mit einem Baum aus Edelsteinen darauf sah. Ich wollte sie schon öffnen, als ich ein Kratzen dahinter hörte, gefolgt von einem langgezogenen Heulen. Ich entsann mich wieder an das Tagebuch, in dem die Rede von einem verschwundenen Banditen war und ergriff die Flucht.

Als ich die Ruine verlassen hatte, war es bereits dunkel. Ich hatte einen halben Tag in dem Gemäuer verbracht. Also stieg ich auf mein Pferd und furtete den Fluss. Dieser war nicht sehr tief, wodurch ich ohne Probleme auf die Insel kam. Im Marktbezirk suchte ich mir eine Herberge, zum Kaufmann.



Die Preise waren zwar teuer, 20 Goldstücke für einen Nacht, doch das war mir egal. Solange ich an ein warmes Feuer kam. Am nächsten Tag, so nahm ich mir vor, würde ich die Arena besuchen, von der ich gehört hatte, um mein Gold etwas aufzubessern und meine Kämpferischen Fähigkeiten zu verbessern.

  19.07.2010, 09:11
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3. Tag

Ausschnitte von Tag 3

Auch der nächste Tag war regnerisch, ich ließ mich davon aber nicht abschrecken und marschierte sofort ins Arena Viertel. Ich war sehr gespannt, was mich erwarten würde, die Arena selbst war ein imposantes Bauwerk, wie mag dann wohl das Gefühl sein, wenn man in ihr Steht und um sein Leben kämpft? Doch bevor ich die Arena betrat fiel mir noch ein, dass ich immer noch mit meiner, von den Kämpfen in der Ayleiden Ruine zerschlissenen, Lederrüstung herumlief. Also kehrte ich zurück in den Markbezirk, wo ich mir von Rhossan die Rüstung ausbessern ließ. Außerdem ließ ich mich noch in der Schmiedekunst unterreichten, damit ich auch in der Wildnis immer auf gute Ausrüstung zurückgreifen kann. Nachdem ich fertig ausgerüstet war, begab ich mich erneut in die Arena



Dort angekommen sprach ich mit einem Rothwardonen namens Owyn, der mir, nach meinem beitritt, ein Kampfgewand gab und mir die Regeln erklärte. Also hätte ich doch nicht zurückkehren müssen. Aber was solls. Die Regeln waren denkbar einfach, es wird auf Leben oder Tod gekämpft und die Leiche des Gegners darf nicht geschändet werden. Allerdings war es noch zu früh für einen Kampf, also beschloss ich, mich noch ein wenig im Arenaviertel umzusehen.
Beim Verlassen des Schlachthauses, wie der Bereich unter der Arena genannt wird, sprach ich noch mit einem Ork, mit seltsam heller haut, genannt der Graue Prinz. Er sagte mir, er sei der Arena Großmeister und beauftragte mich gleichzeitig, etwas über seine Kindheit herauszufinden. Dazu gab er mir einen Schlüssel für ein Schloss, das allerdings nahe Anvil liegt. Ich versicherte ihm, nach Hinweisen zu suchen und verließ das Gebäude.


Draußen sah ich ein Paar miteinander Kämpfen. Es war ein Argonier und eine Kaiserliche, sie übten sich im Faustkampf. Die paar Wortfetzen, die ich aufschnappte, waren zusammenhanglos, aber die Technik, mit der sie kämpften, war bemerkenswert. Ich schaute mir ein paar Tricks ab, schließlich konnte ich unbewaffneten Kampf immer brauchen. Doch bald war es Zeit, zurück n die Arena zu gehen und zu Kämpfen.



Meine erste Gegnerin war mit einem Schwert bewaffnet und stürmte sofort auf mich los. Ich konnte sie zwar auf Abstand halten, doch als ich schon dachte, sie gleich besiegt zu haben, wirkte sie einen Zauber und heilte sich. In der Verwirrung, die mich eine Sekunde unachtsam sein ließ, kam sie heran und fügt mir ein paar Schnitte zu. Ich sprang Rückwerts und heilte mich ebenfalls. Doch anscheinend war mein Zauber der bessere, denn schon bald lag sie vor mir im Staub. Ich ließ mich noch kurz bejubeln, bevor ich wieder hinunter ins Schlachthaus ging, wo ich mich im Brunnen säuberte und mir dann von Owyn meine 50 Goldstücke geben ließ.



Von diesem Erfolg beflügelt absolvierte ich noch zwei weitere Kämpfe, wodurch ich befördert wurde. Ich durfte mich nun Schläger statt Kampfhund nennen. Doch vom Kämpfen hatte ich erst einmal genug, also ging ich wieder in den Marktbezirk, wo ich eine Wache nach diesem Graufuchs fragte. Er meinte, er sei ein Märchen, doch ich spürte dass er mir nicht alles sagte. Nach ein wenig Überredungskunst rückte er auch mit der Sprache heraus. Der Graufuchs soll der Kopf der Diebesgilde sein, aber er selbst glaubte nicht an diese Gilde.



Ich nahm mir vor, noch jemanden danach zu fragen. Wer weiß, vielleicht wissen die Bettler mehr. Sie sind für gewöhnlich diejenigen die am Meisten wissen was in der Stadt vor sich geht. Tatsächlich, nach einer kleinen Spende erzählte mir eine Bettlerin von ihm und von der Möglichkeit der Aufnahme in die Diebesgilde. Ich nahm mir vor, mir die diese Gilde einmal näher anzusehen, doch zuerst legte ich mich eine Stunde zur Ruhe, da mich eine tiefe Müdigkeit überkam, von der ich nicht weiß, woher sie kam.



Wieder erwacht fühlte ich mich frischer und stärker als zuvor. Ich ging wieder zu Owyn und machte mich für einen neuen Kampf bereit. Gestärkt von dieser guten Rast absolvierte ich alle drei Kämpfe, um in den Rang eines Blutvergießens aufzusteigen, danach noch zwei Kämpfe. Ein seltsames Verlange hatte mich gepackt, jeder Gegner verwandelte sich vor meinem geistigen Auge in einen Goblin, ich streckte sie alle nieder. Ich wollte den letzten Kampf bestreiten, um wieder einen Rang aufzusteigen, doch Owyn meinte es sei zu spät. Das weckte mich aus diesem Zustand, ich hatte den ganzen Nachmittag gekämpft, plötzlich schmerzte mein ganzer Körper. Was ich untertags nicht spürte, spürte ich nun, ich hoffte, dass sich die Schmerzen über Nacht legen würden.
  19.07.2010, 11:23
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4. Tag

Nach den bisherigen Kämpfen konnte ich einfach nicht aufhören, ich musste weitermachen. Ich kämpfte den ganzen Tag, bis auf eine kurze Pause, in der ich in den Marktbezirk rannte un mir neue Pfeile kaufte. Nebenbei ließ ich mich wieder in der Schmiedekunst unterrichten, da meine Ausrüstung bereists sehr ramponiert war. Bald würde ich Großmeister sein. Da fiel mir wieder der Auftrag des Grauen Prinzen ein, ich werde wohl beizeiten nach Anvil gehen müssen. Gerade als ich wieder in die Arena gehen wollte, hörte ich etwas über einen Anschlag auf die Kapelle in Anvil. Ich würde die Stadt wohl bald sehen.



Die Kämpfe wurden immer härter und härter, mal eine Ork mit einem Kriegshammer aus Vulkanglas, mal eine Nord mit Langschwert. Am gefährlichsten wurde mir aber eine Altmer Magierin. Erst zerstörte sie mir meinen Schamanenstab, den ich der Goblinhexe abgenommen hatte und dann heilte sie sich ständig. Mit letzter Kraft konnte ich den Verschluss eines meiner Heiltränke abnehmen, und meine Gegnerin besiegen. Nach unzähligen Kämpfen war ich endlich Gladiator geworden und musste auch schon gegen drei Argonier gleichzeitig Kämpfen. Hier half mir die enorme Anzahl meiner Pfeile. Doch nach diesem Kampf überfiel mich wieder diese seltsame Müdigkeit. Und da ich ohnehin bald nicht mehr Kämpfen würde können, legte ich mich gleich zur Ruhe

5. Tag

Ich spüre die vergangenen Arena Tage in allen Knochen, die Gegner waren Gut. Je höher mein Rang, desto stärker die Gegner als Gladiator hatte ich noch zwei Kämpfe zu bestreiten und wäre beide Male beinahe gestorben. Lediglich die Tatsache, dass ich mir einige Heiltränke gebraut hatte, rettete mich vor dem sicheren Aus. Ich nahm mir vor, in Zukunft besser aufzupassen, aber in der Arena werden sich das wohl viele Gedacht haben. Doch ich war Held, das reichte mir fürs Erste. Die Goldstücke in meinem Beutel auch. Ich nahm mir vor, in der Kaiserstadt nach einem netten Häuschen zu suchen, doch zuerst musste ich erneut meine Ausrüstung aufstocken. Nach dem Besuch bei Rhossan, besah ich mir das Amt für Kaiserlichen Handel, wo ich ein Haus im Hafenviertel erwarb. Doch bei der Inspektion des Hauses stellte ich fest, dass es eine bessere Hütte war.



Nun gut, ich ließ mich davon nicht abschrecken, das Geld, das ich für meine Einrichtung benötigte würde ich mir schon in der Arena verdienen. Dort absolvierte ich auch gleich meinen ersten Kampf als Held. Ich kämpfte gegen eine ehemalige Klinge und von meiner Flucht wusste ich, wie gefährlich diese Truppen waren. Es war ein harter Kampf, meine Tränke waren schließlich zu ende, und mein Vorrat an Pfeilen fast erschöpft, doch mit dem letzten Pfeil – und der letzten aufgebotenen Kraft – konnte ich mich gegen ihn erwehren. Schließlich wurde es wieder dunkel und ich machte mich ins Hafenviertel auf. Da viel mir ein Schiff ins Auge, das offensichtlich als Kneipe benutzt wurde. Warum nicht einfach einmal auch ein bisschen Geld ausgeben?! Da ich in meinem neuen Haus ohnehin noch nicht schlafen wollte, nahm ich mir auch gleich ein Zimmer.



Als ich am nächsten Morgen erwachte fühlte ich zuallererst wie der Boden schwankte, das Schiff musste abgelegt haben. Tatsächlich, als ich aufstand, verlor ich um ein Haar das Gleichgewicht. Ich hielt mich an der Tür an und öffnete Diese, doch dahinter erwartete mich jemand. Ich kannte ihn nicht und er fragte mich, was ich hier zu suchen hätte, anscheinend gefiel ich die Antwort die ich ihm gab nicht, da er mich angriff. Nachdem ich ihn, ohne Probleme, besiegt hatte, hörte ich ein Pochen aus dem Lagerraum. Der Schiffskoch war darin gefangen und erklärte mir, dass das Aufgetriebene Floß, das Schiff auf dem ich mich befand, gekapert wurde. Also tötete ich den Banditen in Stube und den Steuermann, von dem ich den Schlüssel für die Kajüte von Ormis, dem Besitzer erhielt. Dort erwartete mich eine Frau namens Selene, die mich ebenfalls fragte, was ich hier zu suchen hätte. Doch ich ging nicht darauf ein, es gefiel mir nicht herumkommandiert zu werden. Ich konnte sie zwar niederstrecken, doch ihr Schwert schien verzaubert, deshalb war es ein schwerere  Kampf als mit den anderen dreien. Ormis dankte mir, ich legte mich wieder schlafen und als ich wieder aufwachte waren wir wieder im Hafen verankert und ich erhielt noch siebzig Goldstücke, da die Wache in Kopfgeld auf Selene ausgesetzt hatte. Das Schwert behielt ich auch, falls mir einmal die Pfeile ausgehen sollten.

Nach diesem Abenteuer wollte ich, zur Verbesserung meiner Kondition etwas schwimmen und kam so, erneut, zu dem Ausgang der Kanalisation an dem sich mein leben änderte. Doch etwas erregte meine Aufmerksamkeit. Ein stinkender fetzen Papier, in den ein Schlüssel eingewickelt war. Es war die Rede von einem Versteck und von Sithis. Sithis, Gott der Assassinen. Ich wusste, ich würde Rache nehmen. An den Goblins, dass sie meine Eltern getötet hatten. An allen Horden von Oblivion. Doch ich musste lernen, ich würde Aufnahme in der dunklen Bruderschaft finden müssen.

Ich kam am frühen Abend am beschriebenen Ort an und sah eine zerstörte und zum teil versunkene Siedlung, eigentlich nur ein Häuserkomplex, vor mir. Mir war Schleierhaft wo sich dieses Versteck nun Befinden sollte. Ich suchte den ganzen Hügel ab, fand aber nichts. Ich wollte schon aufgeben, aber wo sollte ich dann die Nacht verbringen? Schließlich wagte ich den Sprung ins kalte Wasser und fand schließlich doch den Eingang, er war unter Wasser verborgen. Ich nahm all meinen Mut zusammen, hielt die Luft an und tauchte hinab. Nach einiger Anstrengung ließ sie sich auch öffnen und ich war im Versteck.



Im inneren dieser Höhle tauchte ich wieder auf. Das erste, was mir ins Auge sprang, war ein Tagebuch, in dem unter anderem stand, wo ich die Einrichtung für das Versteck bekäme. Es war die Wawnett Herberge in Weye. Ich nahm mir vor, am nächsten Tag dorthin zu reisen und mich nach den Preisen zu erkundigen. Doch nach der langen Reise war ich müde, also erkundete ich nur kurz die Höhle und legte mich, nachdem ich ein Bett gefunden hatte, darin zur Ruhe.
  19.07.2010, 19:07
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