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Thema: Essentia Deorum  (Gelesen 70923 mal)

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Ssavira setzte sich wieder auf ihre Bank und wartete.

... Zwei weitere Personen betraten nacheinander die schon recht volle Halle. Zuerst eine Hochelfe, die wohl einen langen anstrengenden Ritt hinter sich hatte. Sie kümmerte sich nicht weiter darum. Der andere Neuankömmling war ein Bosmer in den Gewändern eines Herolds der diplomatischen Vertretung Valenwalds. Kurz sah er sich um, dann steuerte er zielsicher auf Ssavira zu.

„Sedura Kol?“ Ssavira nickte kurz. „Sedura, ich habe eine Nachricht für euch. Prinzessin Thymanis ist zu Ohren gekommen, dass ihr beabsichtigt, die Kaiserstadt bald zu verlassen. Sie erwartet euch heute Abend zu einer Audienz.  Ich darf doch ausrichten, dass ihr erscheinen werdet?“ Ssavira nickte wieder, was hätte sie auch anderes tun sollen?

Mit einer kurzen Verbeugung verabschiedete sich der Herold und verließ den Saal.
  29.07.2010, 10:16
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Nachdem sich Lysinia fertig ausgerüstet hatte, begab sie sich auch in die Halle. Sie hatte ihre schwarze Kutte nicht abgelegt, sondern zusätzlich noch einen Schwarzen Gesichtsschleier angezogen. Des weiteren hatte sie sich einige Pfeile verzaubern, sie würden die Umgebung erhellen, sobald sie von der Sehne flogen. Zwar behagte es ihr nicht, dass sie mit einer Gruppe reisen musste, doch wenn dies schon von Notwendigkeit war würde sie wenigstens ihren Spaß haben. Aus diesem Grunde hatte sie auch den Schleier angelegt. Als sie vor dem Portal stand, hörte sie bereits mehrere Stimmen, anscheinend war eben ein Streit im Gange, der allerdings wieder abflaute. Sie atmete noch einmal kurz durch und stieß mit einem Ruck beide Flügel auf und blieb erst einmal in der Tür stehen und warf einen Blick auf die Anwesenden. Der erste, der ihr auffiel, war ein beleibter Hochelf. Sie hoffte, dass er mit Schritt halten würde. 'Das wird ein Spaß, er wird seinen Gürtel nach der Reise wohl dringend benötigen.' Lysinia hatte nicht vor, wegen diesem Mer ihre Schritte zu drosseln. Nach diesem kurzen Blick betrat sie die Halle, und stellte sich in eine Ecke, wo sie auf den Erzmagier wartete, der wohl bald kommen würde, da sie beobachtet hatte, wie zusätzliche Wachen zum Portal kamen.


Der Erzmagier war sich bewusst, dass er die Söldner warten ließ. Doch er war noch unschlüssig, was er sagen sollte. Ein Knall ließ ihn aufschrecken, jemand hatte die Portale aufgestoßen. 'Dann ist es wohl soweit. Solches Benehmen sieht ihm ähnlich.' Er stellte sich auf dem Portalstein und begab sich in die Halle. Dort nahmen die anwesenden Wachen Haltung an. Mit gemessenem Schritt trat er vom Portalstein und erhob die Stimme: "Ich grüße euch, Ihr Abenteurer. Ich ließ Söldner wie euch kommen, da die Magiergilde Eure Hilfe benötigt. Ihr wisst das Ziel eurer Reise, doch es sei euch gesagt dass viele Gefahren auf euch lauren werden. Doch kehrt ihr zurück und konntet Unseren Auftrag erfüllen so sollt ihr Fürstlich belohnt werden."
Dann trat auf seinen Assassinen zu und erhob abermals die Stimme: "Wenn ihr Zweifel habt, so wendet euch an diesen Mann. Er wird euch sagen. was zu tun ist. Stellt seine Befehle nicht in Frage, er ist Abgesandter der Gilde."
Danach trat er auf Umaril zu. "Ihr werdet der Gruppe in allen magischen Belangen zur Seite stehen. Die Gilde hofft auf eure Fähigkeiten. Und zuletzt stelle ich Euch Allen noch eine letzte Frage: Seid ihr bereit, für diesen Auftrag? Ihr werdet alle eure Kräfte benötigen. Wer sich nicht bereit fühlt, der soll durch diese Tür schreiten und gehen. Alle anderen begeben sich nach Anvil, wo ihr ein Schiff besteigen werdet und auf die Summerset Inseln fahrt."
Damit ging Erzmagier wieder in seine Gemächer, die Truppe war abgesandt.
  29.07.2010, 11:16
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Chiriel verstaute die soeben erhaltene Kopfprämie in ihrem Geldbeutel und verliess die Wachstube des Gefängnisses ohne auch nur einmal zurückzublicken. Sie brauchte nicht hinzusehen, um zu wissen, dass der kleine Strassenräuber, den sie hier abgeliefert hatte, ihr hasserfüllt nachsah und die Soldaten die Nase über sie rümpften, weil sie auf ihre Spässe nicht eingegangen war. Sie hatte das Kopfgeld bekommen, mehr interessierte sie nicht. – Doch, etwas schon …
Einer der Soldaten hatte was von einem Auftrag der Magiergilde geschwafelt und sie damit necken wollen, dass dies wohl kaum eine Aufgabe für eine Frau mit einem so hübschen Schwertchen wäre. Chiriel hatte zwar weder verstanden, worauf der Kerl überhaupt hatte hinaus wollen, noch ob er es als Beleidigung oder als Witz gemeint hatte und hatte einfach so getan, als hätte sie nichts gehört. Doch „Aufgabe der Magiergilde“ hörte sich zu interessant an, um dies einfach zu ignorieren. Also suchte Chiriel als nächstes ein Anschlagebrett, wo solche Dinge in der Regel ausgehängt wurden … und tatsächlich, da hing dieser Wisch.
Mühevoll, da sie nicht gut lesen konnte, entzifferte Chiriel das Geschreibsel und eine Gänsehaut überzog ihre Arme. Summerset!
Es klang wie Schicksal, denn erst gestern hatte sie überlegt, ob sie vielleicht einmal zurück in ihre Heimat gehen sollte, um Frieden mit ihrer Vergangenheit zu schliessen. Hier und jetzt zu lesen, dass Söldner gesucht wurden, um sich einer Expedition nach Summerset anzuschliessen, schien mehr als nur Zufall zu sein.
Als sie sah, wann Interessierte sich in der Geheimen Universität einzufinden hätten, fluchte sie leise, drehte sich um und hastete quer durch die Kaiserstadt ohne darauf zu achten, wen sie alles rüde zur Seite stiess. Bei der Geheimen Universität angekommen, wollte ihr ein Kampfmagier den Zutritt mit den Worten verwehren: „Du bist zu spät dran, Söldnerin, der Erzmagier hat bereits zu den Anwesenden gesprochen!“
„Umso schneller werde ich diesen Laden wieder verlassen können“, konterte Chiriel und nutzte die kurze Verwirrung des Kampfmagiers aus, um dreist an ihm vorbeizuschlüpfen und in den Empfangsraum zu treten.
Offenbar hatte sie tatsächlich gerade den Auftritt des Erzmagiers verpasst, denn es war niemand mehr zu sehen, der dieses Amt hätte innehaben können. Jedenfalls platzte sie gerade in eine Stille hinein, die umso unangenehmer war, weil ihr Auftritt somit alles andere als unbemerkt blieb. Diverse Augenpaare richteten sich auf sie und all die taxierenden Blicke kribbelten beinahe auf ihrer Haut. Aber Chiriel wäre nicht Chiriel, wenn sie sich davon hätte beeindrucken lassen. Mit einer lässigen Schulterbewegung rückte sie ihr Dai-Katana auf dem Rücken zurecht, hakte einen Daumen hinter ihren Gurt und fragte trocken in die Runde hinein: „Hab’ ich was wichtiges verpasst?“
  29.07.2010, 18:39
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Kurz nachdem der Erzmagier wieder verschwunden war, wurden die Türen erneut aufgestoßen und eine Frau stand im Raum.
Marcus wusste nicht recht, wie er sie einordnen sollte. Ihr Gesicht hatte durchaus etwas altmerisches an sich, ihr Körper wirkte allerdings groß und kräftig, wie es eher bei den Menschen des Nordens üblich war. Ihrer Kleidung und ihrem Schwert nach zu urteilen, schien sie auch eine Söldnerin zu sein, die ihr Geld auf verschiedenste Arten verdient.
Sie stand lässig in der Tür und fragte, ob sie etwas verpasst hätte.
"Das Übliche. Wir werden dringend gebraucht, es wird ziemlich gefährlich, es werden vielleicht nicht alle zurückkehren, ordenliche Belohnung, wer nicht bereit für den Auftrag ist, soll wieder gehen. Ach ja: Diese beiden dort" - Marcus deutete auf Umaril und den Assassinen - "gehören zur Magiergilde und leiten die Mission, bei Fragen sollen wir uns an sie wenden. Wir werden von Anvil mit dem Schiff nach Summerset aufbrechen."
  29.07.2010, 19:13
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"Abgesehen davon, dass der Erzmagier eine Erklärung abgab, nichts. Wobei diese "Erklärung" wohl das einzig Wichtige war. Nach Anvil reisen, von dort nach Summerset und Lillandril, alles kurz und kleinschlagen, und zurück", pflichtete ihm Dreekius bei und betrachtete nun "Erklärungen zur Verwandlung in einen Lich", etwa Ende des zweites Drittel im schwarzen Buch, welches er in seinen Händen hielt.
  29.07.2010, 19:14
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'Bei den Göttern. Mit diesen Leuten soll ich diesen Auftrag ausführen? Das wird lustig werden.' Lysinia würde der Gruppe zeigen, was es hieß, ihr bei einem Auftrag zur Hand zu gehen. Der Großteil waren lediglich geldgierige Söldner, die kaum die Tragweite des Auftrages verstehen würden. Doch von der eben hereingetretenen Elfe hatte sie Respekt. Sie scherte sich nicht um die Anderen, noch um feines Auftreten. Was ihr aber seltsam vorkam war der doch sehr muskulöse Körper, fast schon wie bei den Männern Skyrims. Lysinia nahm sich vor, bei Zeiten mit ihr zu sprechen, doch erst einmal musste sie der Gruppe erklären, was zu tun sei. Der Erzmgaier hatte wohl von Anfang an gewollt, dass Lysinia die Details erläutert.

"Nun gut. Wie ihr alle wisst, sollen wir in der Gildenhalle von Lillandirl auf den Summerset Inseln nach dem Rechten sehen. Seit mehreren Wochen erhielt die Gilde keine Nachricht mehr von dort und eine Expedition, die ebenso wie wir abgesandt wurde, kehrte nicht zurück. Damit uns nicht dasselbe Schicksal widerfährt, müssen alle zu jeder Zeit voll kampffähig sein. Auf dem Weg nach Anvil werdet ihr genügend Zeit haben, eure Künste an Banditen und wilden Tiere zu verbessern." 'Oder überhaupt zu erlernen', fügte sie in Gedanken hinzu. "Wenn es noch Fragen gibt, so stellt sie jetzt. Und wer sich entschließt, dieser Auftrag sei zu gefährlich, kann gehen, doch hütet euch uns irgendwo in die Quere zu kommen!"
  30.07.2010, 09:05
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"Ja," gab Dreekius zurück, klappte das Buch in seinen Händen zu, gab es in eine Tasche und richtete den Blick auf die Mer. "Wieviel Gold springt dabei heraus? Ich werde mein Leben nicht für ein-, zweihundert Münzen riskieren."
  30.07.2010, 09:34
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'Das ist wieder typisch für diese Schuppengesichter. Gierig bis zum geht-nicht-mehr.' Ssavira sprach ihre Gedanken jedoch nicht aus. Es würde später Gelegenheiten geben, sich des Magiers zu entledigen. Zuerst trat sie an Lysinia heran.
"Wenn ihr uns also führen sollt, nun gut, ich, Ssavira Kol aus dem Hause Indoril, werde euch folgen. Vorher jedoch zwingt mich ein Befehl, den Palast aufzusuchen. Ich werde euch sobald ich kann auf dem Weg nach Anvil treffen."
  30.07.2010, 10:41
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"Ihr werdet der Gruppe in allen magischen Belangen zur Seite stehen. Die Gilde hofft auf eure Fähigkeiten", fügte der Erzmagier an, indem er seine Augen auf Umaril richtete. Überrascht hob der Elf eine Augenbraue und kratzte sich leicht an seinem Bauch.
'Meint der gerade mich?', dachte er kurz, erinnerte sich jedoch, dass der Erzmagier wohl keine wirkliche Ahnung davon hatte, wie groß Umarils magische Fähigkeiten waren. Wenn man aber schon so direkt gefragt wurde, konnte selbst der Hochelf nicht ablehnen - vor allem wollte er ja sowieso an der Mission teilnehmen.

Gerade begann Lysinia damit, sich an die Gruppe Abenteurer zu wenden. Umaril blieb dabei, einfach schweigend die Meute zu betrachten - was taktisch klüger war, da er sich so manchen Spruch zurückhalten musste - und hörte der Elfe zu. Als diese dann von dem Argonier unterbrochen wurde, wurde auch Umaril stutzig. Genaue Angaben wurden wirklich nicht genannt - und ein paar Septime würden sich wirklich nicht lohnen, da er schon vermutete, dass er nicht ungefährlich wird.

Langsamen Schrittes bewegte sich Umaril nun zur Waldelfe. Er beobachtete, wie sich viele der Abenteurer wieder auf den Weg machten und sich die Zahl auf wenige beschränkte. Anscheinend waren die Reden der beiden sehr einschüchternd auf die meisten der Anwesenden.
  30.07.2010, 12:56
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    • Magiergilde
Der Beschluss war gefasst. Sie würde mit nach Lillandril aufbrechen. Hoffentlich fand sie so endlich einen Weg diesen einen Abend zu vergessen. Der Abend an dem sie ihren Vater und damit auch ihren größten Peiniger ermordet hatte. Sie wollte die Alpträume vergessen können und endlich ein normales Leben führen können, wie die Anderen auch.
Sie hörte den Tiraden der Bosmer, in denen sie von Verstümmelung und Tod erzählte nur mit halbem Ohr zu. Nein, sie  würde keine derer sein, die aus lauter Angst die Universität verließen. Dieses Mal nicht! Sie würde endlich dazu stehen und nicht davon laufen, wie sie es nun schon seit vier Jahren tat. Mit gestrecktem Rücken und aufrechtem Blick trat sie zur Bosmer und sagte: „Ich komme mit!“ Die Waldelfin sah sie nur erstaunt an, sagte aber nichts.
Die Bosmer war doch eine Frau, das sah man doch auf den ersten Blick!
Aber wieso hatte der Erzmagier sie dann als „ der junge Mann“ bezeichnet?
  30.07.2010, 13:54
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255

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Die knappen Einweisungen des Erzmagiers und der Bosmer machten deutlich, dass dieser Auftrag tatsächlich eine Reise ins Ungewisse war. Offensichtlich hatte die Magiergilde keine Ahnung, was auf Summerset vor sich ging und wollte nun auf gut Glück eine Truppe Abenteurer der bereits verlorenen Expedition hinterherschicken. Noch dreister war, dass bisher kaum ein Wort über die angeblich so großartige Belohnung verloren wurde, mit der die Gilde gelockt hatte. Es wunderte Leif nicht, dass ein Großteil der Versammelten bereits wieder verschwunden war.
Der Argonier, der sich vor kurzem noch mit der Dunmer gestritten hatte, sprach aus was Leif dachte: 'Wie viel?'

Obwohl es weder für den Auftrag, noch für die Belohnung genauere Informationen gab, konnten es einige anscheinend nicht abwarten, sich freiwillig zu melden.
Leif beachtete sie nicht. Seine Aufmerksamkeit galt der Frau, die soeben hereingeplatzt war und nun lässig im Raum stand. Er konnte sie kaum einordnen. Sie schien, ähnlich wie er, keine reinblütige Angehörige einer bestimmten Rasse zu sein.
'Interessant', dachte er, wandte schließlich seinen Blick ab und wartete auf die Antwort der Bosmer auf die Frage nach dem Lohn.
  30.07.2010, 14:20
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Offenbar hatte Chiriel tatsächlich nicht viel verpasst, zumindest die Antworten des Rothwardonen und des Argoniers liessen darauf schliessen. Dem Dunkelhäutigen, der wie ein Söldner aussah und ihr als erstes geantwortet hatte, nickte sie kurz zu, bevor sie dann den Worten des bosmerischen Anführers zuhörte und beobachtete, wie sich zuerst eine Dunmer und dann der andere Anführer zu ihm gesellte. Der Altmer war eine auffällige Erscheinung, der für seine Rassenzugehörigkeit unüblich viel Platz für sich beanspruchte. Die Dunmer wirkte neben ihm schon beinahe zerbrechlich und der Bosmer … nun, der Kleine sah wie das Frühstück des Altmers aus. Sollte sich der Altmer entschliessen, den Bosmer aufzuessen, könnte er ihn wohl in einem Happen schlucken ohne zu kauen.
Ob ihren Gedanken zog Chiriel die Stirn kraus, trat zur Seite, um die nicht mehr interessierten Leute ungehindert abziehen zu lassen, und konzentrierte sich wieder auf das, was gesagt wurde. Die Dunmer stellte sich als Ssavira Kol aus dem Hause Indoril vor und gab gleich an, dass ein Befehl sie zum Palast berufe, bevor sie sich ihnen würde anschliessen können.
‚Oder ist das eine Ausrede, damit es nicht so aussieht, als wärst du zu feige, wenn du nachher nicht in Anvil auftauchst?’, dachte Chiriel leicht gehässig und musterte die Dunmer aus schmalen Augen. ‚Na, wir werden ja sehen …’

In dem Moment trat eine offensichtlich noch äusserst junge Altmer hinzu und sagte sehr bestimmt: „Ich komme mit!“

Da keiner was sagte, ergriff Chiriel jetzt das Wort und wandte sich sowohl an den feisten Altmer, als auch an den Bosmer: „Ich bin Chiriel. Und wenn ihr beiden die Anführer seid, will ich eure Namen kennen, bevor es losgeht und endlich wissen, wie viel dabei herausspringt!“
Herausfordernd starrte sie die beiden an. „Und damit wir uns gleich richtig verstehen: ich werde keinen Kinderhütedienst bis Anvil betreiben. Sagt mir einfach, wann das Schiff auslaufen wird und ich werde rechtzeitig dort sein, sofern mich die Prämie zufriedenstellt.“
  30.07.2010, 14:27
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"Der Lohn für diesen Auftrag wird mehr als nur fürstlich sein, sorgt euch nicht darum. Außerdem könnt ihr alles mitnehmen, was ihr bei Banditen oder sonstigen Gegnern findet. Selbiges gilt für die Summerset Inseln." In Wahrheit wusste Lysinia selbst nicht, wie viel für den Auftrag geboten wurde, aber sie hoffte, dass die Erlaubnis, tote Gegner zu plündern Ansporn genug war. Um ihren eigenen Lohn machte sie sich keine Sorgen, sie würde bekommen, was sie wollte. Zufrieden stellte sie fest, wie sich doch einige ihr anschlossen, die zumindest so aussahen als könnten sie mit ihren Waffen umgehen.

Die Frage der hinzugekommenen Altmer erstaunte sie ein wenig. "Nennt mich einfach Lysinia, mehr ist nicht von Belang. Und wie gesagt, die Entlohnung wird es wert sein. Doch ich muss euch enttäuschen, Ihr werdet schon mitkommen müssen, um mit auf das Schiff zu kommen."
  30.07.2010, 14:30
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Nun, der  Argonier hatte ausgesprochen, was alle dachten: Was springt dabei raus?
Die Bosmer - oder war es vielleicht doch ein ER? - meinte dann, dass wir fürstlich entlohnt würden, blahblahblah und mal wieder nichts genaues. Und sie durften die Gegner plündern. Wenn das mal nichts war!!!
Celindra hatte noch nie gekämpft, geschweige denn jemanden umgebracht.
Sie versuchte sich jedoch nichts anmerken zu lassen, denn sie wollte auf keinen Fall, dass die Anderen in irgend einer Weise auf sie Rücksicht nahmen. Am Übungsgerät hatten Ihre Zauber ja auch immer einwandfrei gewirkt, nur hatten ihr eben die Gelegenheiten gefehlt, dies auch im wirklichen Leben auszutesten. Sie schaute sich in der Runde um und hoffte, dass irgendjemand etwas sagen würde.
  30.07.2010, 14:41
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  • Blinder Knecht
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"Und wie defeniert Ihr 'fürstlich'? Und Banditen werden wohl kaum Reichtümer mit sich herumtragen", bohrte Dreekius weiter nach, nachdem die Bosmerin die Frage der anderen Mer beantwortete.
  30.07.2010, 14:43
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Kaum hatte sich Lysinia von der Altmer abgewandt, wurde sie bereits wieder über die Entlohnung befragt. 'Haben sich jetzt hier alle Bettler Tamriels versammelt, dass sie so nach der Entlohnung lechzen?' "Fürstlich bedeutet den Wert eures Lebens für diesen Auftrag. Unter anderem Zugriff auf die Waffenkammer der Gilde oder kostenfreie Unterweisung in den Magieschulen. Und ihr habt recht, Banditen tragen keine Reichtümer mit sich. Aber ich glaube kaum, dass die Gildenhalle in Lillandril völlig ohne Schätze ist. Und die fällt ebenso unter die Beute."
  30.07.2010, 14:51
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Als die Bosmer mit ihrer Ansprache geendet hatte, machte sich ein Großteil der Anwesenden wieder davon. Offensichtlich waren sie von den Aussichten der Mission nicht grade erfreut.
Einige der noch Anwesenden gaben sofort bekannt, das sie dabei sein würden, Marcus hatte allerdings noch Bedenken, was die Höhe der Bezahlung anging. Als er die dunkel gekleidete Bosmer grade darauf ansprechen wollte, kam ihm die Halbelfe, die sich soeben als Chiriel vorgestellt hatte zuvor.
Die Bosmer antwortete, das die Belohnung reichlich sein würde, sah dabei aber sehr unsicher aus. Sie stellte sich als Lysinia vor und gab zudem die Erlaubniss, alle Gegner, die ihnen begegnen würden, Plündern zu dürfen.
'Sie scheint selber nicht zu wissen, womit man uns entlohnen will. Plündern mag ja ganz schön sein, aber selbst mit Pferd kann ich nicht genug mitschleppen um solch einen Auftrag zu angemessen zu entlohnen. Das wir die Gildenhalle in Lillandril plündern dürften glaubst du ja selber nicht. Naja, mal sehen, wie sich die Sache entwickelt, notfalls werde ich wohl selber dafür sorgen müssen, das die Gilde Geld locker macht.'
Die Vorstellung, mit der Gruppe nach Anvil reisen zu müssen, gefiel Marcus allerdings nicht wirklich.
"Mein Name ist Marcus Tyree. Ich werde vorerst dabei sein. Wehe euch allerdings, wenn die Belohnung nicht fürstlich ausfällt."
  30.07.2010, 14:51
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  • Blinder Knecht
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Die Mer wusste nicht, wovon sie redete, jedenfalls dem Anschein nach.
Aber das war egal, fällt die Entlohnung nicht üppig aus, muss die Magiergilde eben bluten.
Wobei "bluten" in diesem Fall kompletten "Blutverlust" heißt.
Und um die wenigen Kaiserlichen und Mer, aus welchen die Gilde größtenteils bestand, war es nicht schade. So wird Nirn zumindestens teils von den unreinen Rassen gereinigt.
Doch die Aussicht auf Geld obsiegte, und so meldete sich der Argonier nach dem Rothwardoinen zu Wort.
"Ihr könnt mich schlicht und einfach Dreekius nennen. Ich werde ebenfalls mitkommen. Vorerst."
  30.07.2010, 15:15
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„Ich heiße Celindra und komme auch mit. Mich führen jedoch auch noch andere Verpflichtungen nach Lillandril. Ich werde euch deshalb zeitweise verlassen müssen.“
Celindra fand, dass sie es ganz gut auf den Punkt gebracht hatte, ohne jedoch zu viel an schmerzender Erinnerung preiszugeben und lächelte schüchtern.
Sie hatte erst jetzt die Zeit dazu bekommen sich die Verbleibenden genauer anzusehen.
Besonders ins Auge fiel ihr dabei eine Frau mit altmerischen Gesichtszügen.
‚Ist sie eine Altmer, so wie ich? Vielleicht habe ich ja jemanden gefunden, mit dem ich mich unterhalten kann!‘ , dachte sie erfreut, jedoch fielen ihr dann die breiten Schultern und die muskulösen Arme auf. ‚Nein, sie kann eigentlich keine Altmer sein, aber was ist sie dann?‘
  30.07.2010, 15:33
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    • Dunkle Bruderschaft
"Nennt mich einfach Lysinia, mehr ist nicht von Belang. Und wie gesagt, die Entlohnung wird es wert sein. Doch ich muss euch enttäuschen, Ihr werdet schon mitkommen müssen, um mit auf das Schiff zu kommen."

‚Lysinia?’
Chiriel musterte den vermeintlichen Mann mit ausdrucksloser Miene. Welches Spielchen trieb der Kleine, beziehungsweise die Kleine mit ihnen? Legte viel Wert darauf, wie ein Mann wahrgenommen zu werden und stellte sich dann mit einem Frauennamen vor?
Chiriel grübelte darüber nach und verpasste daher beinahe den zweiten Teil der Antwort. Er wurde ihr erst viel später bewusst, als das Thema nach wie vor um die Belohnung kreiste. Einige weitere Personen stellten sich vor: Marcus Tyree, der Rothwardone, Dreekius, der Argonier und Celindra, die junge Altmer.
Das, was Celindra nun von sich gab, entlockte Chiriel beinahe ein Stöhnen. Was glaubte das Fräulein denn? Dass sie sich hier für einen Sonntagsausflug meldete, bei dem jeder kommen und gehen konnte, wie es ihm gerade beliebte? Viel Erfahrung konnte das Altmer-Dämchen wahrlich nicht haben, wenn sie glaubte, auf Summerset zwischendrin mal eben die Zeit zu haben, ihren eigenen Geschäften nachzujagen.
Und was diesen Argonier anbelangte, so war sich Chiriel auch nicht schlüssig darüber, was sie von ihm halten sollte. Er wirkte auf sie verschlagen und wie jemand, den man lieber nicht im Rücken haben wollte.
Ihr Blick wanderte weiter zu Marcus Tyree. Diesen Typ Mann kannte sie und sein offenes Gesicht verriet viel über seine Gesinnung. Mit ihm würde sie sich wahrscheinlich gut verstehen, denn er wirkte auf sie wie jemand, der ähnliche Prinzipien vertrat wie sie.

Unvermittelt wandte sie sich wieder Lysinia zu und erklärte unverhohlen schroff: „Ich hab’ noch anderes vor, als hier dumm herumzustehen! – Ich bin kein Frischling mehr und kenne meinen Wert! Wenn Ihr auf meine Erfahrung und mein Können verzichten könnt, dann sagt es frei heraus und ich werde mir eine andere Arbeit suchen. Wenn Ihr mich haben wollt, dann werde ich in Anvil zu Euch stossen! – Ist das nun verständlicher ausgedrückt, Lysinia?“

Dass die Belohnung fürstlich ausfallen sollte, wollte sie jetzt einfach mal glauben, denn die Magiergilde konnte es sich nicht wirklich leisten, schlecht zu bezahlen … das würde sich nämlich in Windeseile herumsprechen und die wirklich guten Leute bald einmal verprellen. Gute Arbeit, guter Lohn, so gehörte sich das! Und Chiriel war immer erpicht darauf, erstklassige Arbeit abzuliefern, auch wenn dies manchmal schwieriger zu bewerkstelligen war. Sie zweifelte keine Sekunde daran, dass dieser Auftrag hier ein ganz harter Brocken war, zumal die Magiergilde zu ungewöhnlichen Mitteln griff und diese Expedition öffentlich ausgeschrieben hatte. Und deshalb zweifelte sie auch nicht daran, Lysinia ihre Bedingungen aufdrücken zu können.
Aber auch wenn man sie nicht würde haben wollen, so war sie nicht wirklich auf diese Arbeit angewiesen … und vermutlich wusste Lysinia auch das ganz genau!

Mit einer leicht hochgezogenen Augenbraue wartete Chiriel geduldig auf Lysinias Antwort, gespannt darauf, wie die kleine Bosmer reagieren würde.
  30.07.2010, 18:08
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