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Thema: Essentia Deorum  (Gelesen 71061 mal)

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Die Altmer, die auf jeden Fall ein Mischling war, gefiel Lysinia mehr und mehr. Vor allem da sich ihr Benehmen nicht sehr von ihrem unterschied. "Nun gut. Macht was ihr wollt und seht zu, dass ihr rechtzeitig nach Anvil kommt. Sagt mir nur, wo ihr gedenkt euch herumzutreiben, dann schicke ich euch einen Boten, der euch abholt." Lysinia hoffte inständig, dass Chiriel dieses Angebot annahm, da sie nicht einmal selbst wusste, wann sie in Anvil abfahren würden. Leider waren auch, wie es Chiriel passend ausdrückte, viele Frischlinge bei der Gruppe. Die Reise würde sicher ihre Zeit dauern. 'Ich hoffe, der Magier weiß, was er mir damit antut!'
  30.07.2010, 18:29
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Celindra bemerkte die unverschleierte Kühlheit mit welcher ihr Chiriel begegnete und fragte sich, ob sie etwas Falsches gesagt hatte.
‚Ich muss einfach lernen selbstbewusster aufzutreten, vielleicht akzeptieren die Anderen mich dann so wie ich bin. Ich könnte ja Chiriel fragen. Sie scheint gar keine Probleme mit ihrem Selbstbewusstsein zu haben und kann mir etwas beibringen. Vielleicht kann ich sie fragen, ob ich mit ihr zusammen reisen darf. Obwohl, lieber nicht, ich will nicht riskieren, dass sie mich nachher nicht ausstehen kann, nur weil ich ihr mit so einer Kleinigkeit auf die Nerven gegangen bin. Schließlich werden wir ja eine ganze Zeit zusammen reisen müssen. Aber eventuell könnte ich so auch ihre Sympathie gewinnen.‘
Kurz bevor sie das Gebäude verlassen wollte, keimten in ihr Zweifel auf. Sollte sie die starke Nord-Elfe nun ansprechen oder nicht? Bevor sie auch nur genauer über das nachdenken konnte, was sie gerade tat - denn hätte sie überlegt, hätte sie es letzten Endes doch nicht getan - trat sie auf Chiriel zu. In einem Anflug plötzlichen Selbstvertrauens sagte sie: "Ich würde gerne mit dir reisen!" und fügte dann, als ihr klar wurde, dass sie gerade eine Wildfremde gefragt hatte, ob sie mit ihr reisen könne, kleinlaut hinzu: "...also nur...nur, wenn du...du nichts dagegen hast..."
  30.07.2010, 18:49
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    • Dunkle Bruderschaft
Ssavira war gerade im Gehen begriffen. Sie hatte gesagt, was zu sagen war. Nun wurde es langsam Zeit, den Palast aufzusuchen. Prinzessinnen ließ man nicht warten, selbst dann nicht, wenn man sich wochenlang mit ihnen ein Zelt in der Wildnis geteilt hatte.
Wer wusste schon, was Thymanis von ihr wollte. Sicher war es nicht der Wunsch, sich noch zu verabschieden, das hatten sie längst getan. Jede von ihnen war wieder in ihrer eigenen Welt angelangt. Nein, es musste etwas anderes dahinter stecken. Nun gut, sie würde es bald erfahren.
"Ich sollte mich anschließend noch in ein paar Tavernen umhören. Dieser Argonier muss hier doch irgendwo gewohnt haben. Wenn ich ihn das nächste mal treffe, will ich wissen, WER und vor allem WAS er ist."
Noch einmal sah sie sich um, die Hand bereits am Türknauf. Sie hielt inne. "Einen Moment noch ..."
Gerade war die kleine Altmer auf die Neue zugetreten und begann, herumzudrucksen. Das versprach spaßig zu werden. Einen Moment würde Thymanis noch warten müssen ...
  30.07.2010, 20:42
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    • Dunkle Bruderschaft
"Nun gut. Macht was ihr wollt und seht zu, dass ihr rechtzeitig nach Anvil kommt. Sagt mir nur, wo ihr gedenkt euch herumzutreiben, dann schicke ich euch einen Boten, der euch abholt."
Lysinias Antwort liess ein winziges Lächeln über Chiriels Züge huschen. Die Bosmer hatte eingelenkt und ihr damit die gehegten Vermutungen bestätigt, dass auf potentiell gute Dienste keinesfalls verzichtet werden wollte. Glücklich sah die Bosmer jedenfalls nicht aus und Chiriel konnte ihr sogar nachfühlen, denn sie selbst hätte auch keine Lust, sich mit diesem kuriosen Haufen Abenteurer herumschlagen zu müssen. Eine Herde Clannbanns zu hüten wäre bestimmt einfacher.
„Ein Bote wird nicht nötig sein“, lenkte Chiriel etwas freundlicher ein. „Ich werde rechtzeitig da sein und zu euch stossen, dessen könnt Ihr Euch gewiss sein!“

Noch während sie sprach, verschob sich das Altmer-Dämchen Richtung Ausgang, zögerte und kam plötzlich zurück. Statt Lysinia anzureden, wie Chiriel das eigentlich erwartet hatte, sprach Celindra sie an und klang dabei unerwartet selbstbewusst: "Ich würde gerne mit dir reisen!"
Noch bevor die Halbmer-Söldnerin sich von ihrer Überraschung erholt hatte, verpuffte diese Selbstsicherheit bereits wieder und ein schüchternes Stottern folgte: "...also nur...nur, wenn du...du nichts dagegen hast..."

Chiriels väterliche Abstammung schlug durch und ihre nordblauen Augen gefroren zu Gletschereis. Ihr erster Impuls war, diesem dreisten Altmer-Fräulein verächtlich vor die Füsse zu spucken. Doch Chiriel war kein impulsiver Mensch und beliess es dabei, Celindra einfach nur anzustarren, während sie in Gedanken deren Bitte sorgfältig abwog. Ihr entging dabei keineswegs, dass die Dunmer, Ssavira Kol, mit der Hand auf der Klinke neugierig beim Eingangsportal stehen geblieben war.

Celindra schien fest entschlossen mit auf die Summerset-Inseln zu reisen, was wiederum bedeutete, dass sie früher oder später sowieso zu Chiriels Reisegefährten gehören würde. Ausserdem zogen sie aus, um zu kämpfen … und es war nicht unbedingt klug, sich auch noch seine eigenen Gefährten zum Feind zu machen. Hier und jetzt hatte Chiriel es in der Hand, wie ihre Beziehung zukünftig laufen würde. Sie konnte das Altmer-Mädel vor den Kopf stossen und sie vor allen lächerlich machen, indem sie sie brüsk zurückwies, oder sie konnte eine Brücke schlagen und riskieren, sich eine Verantwortung aufzuhalsen, die ihr jetzt schon auf die Nerven ging.
In Anbetracht der anderen Kandidaten, die hier versammelt waren, entschied sich Chiriel dazu, dem Altmer-Mädel eine Chance zu geben. Bewusst ruhig, aber ohne jede Freundlichkeit in der Stimme verlangte sie: „Nenn mir einen guten Grund, weshalb wir bis Anvil zusammenreisen sollten.“
  31.07.2010, 09:40
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„Nun ja…“, Celindra war perplex. Sie hatte nicht erwartet, dass Chiriel es auch nur in Erwägung ziehen würde, einer gemeinsamen Reise zuzustimmen. Nun sie hatte ja auch nicht wirklich zugestimmt, sondern sie gefragt, warum sie denn überhaupt zusammen reisen sollten.
Aber jetzt war es zu spät, um noch einen Rückzieher zu machen „Wie du ja vielleicht gemerkt hast, ist mein Selbstvertrauen nicht wirklich auf der Höhe!“, begann Celindra und hätte sich für diese Formulierung ohrfeigen können, weil sie so geschwollen und übertrieben klang. „Also ich bin total schüchtern und kann kaum auf Menschen zugehen und weil ich deswegen von keinem ernst genommen werde, will ich etwas daran ändern. Und da du ja offensichtlich keine Probleme mit so was hast, habe ich mir gedacht, dass ich mit dir reisen könnte, damit ich von dir lerne, wie ich selbstbewusster handeln kann. Außerdem habe ich mir gedacht, weil wir ja die nächsten paar Monate sehr wahrscheinlich zusammen verbringen müssen, wäre es vielleicht ganz gut, wenn wir uns etwas besser kennen lernen würden, also nur für den Fall, dass du ja sagst.“ Sie war erstaunt, wie flüssig und normal ihr diese Sätze von den Lippen gegangen waren, ohne, dass sie stottern musste. „Ich werde dir auch nicht zur Last fallen. Versprochen!“ fügte sie noch hinzu uns sah erwartungsvoll in Chiriels Augen.
  31.07.2010, 10:50
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Das Klirren von Waffen ließ Cyron aus dem Schlaf schrecken. Blitzartig erhob er sich von seiner Liegestätte in eine halbwegs sitzende Position, während seine Hand automatisch den Griff seines Schwertes suchte. Sofort hallte ein dumpfer Schmerz in seinem Schädel wider und als er müde zwischen seinen verklebten Augenlidern hervorblickte, bereute er sein rasches Aufrichten augenblicklich. Nur langsam schälten sich aus den Schemen, die er sah, eine bekannte Umgebung und ebenso bekannte Gesichter heraus. Doch während sich sein Blickfeld nur langsam aufklarte, sprang ihn ein Schwindelgefühl, wie ein ausgehungerter Berglöwe an. „Verdammter Kopf“, fluchte er und ließ sich wieder zurück auf die ausgemergelte Matratze gleiten, die ihm als Schlafstätte diente. 'Einen Moment noch, dann wird es gehen', dachte er während er seine zähflüssigen Gedanken sortierte.

Die Waffengeräusche, die ihn geweckt hatten, stammten von den Arena-Kämpfern. Es musste also bereits recht spät am Nachmittag sein, denn um diese Zeit begann für die Gladiatoren stets die Vorbereitung auf das abendliche Spektakel. Er selbst würde heute nicht kämpfen und somit konnte er ruhig noch etwas liegen bleiben und sich von der langen Nacht erholen. Gestern Abend hatte er den Kämpfen als Zuschauer beigewohnt und hatte diese noch vor den finalen Kämpfen in Begleitung einer reichen Dame, deren Ehegatte sich laut ihrer Aussage auf Geschäftsreise befand, verlassen. Ob diese Auskunft wirklich der Wahrheit entsprach, konnte er nicht mit Bestimmtheit sagen, denn das Haus der Dame hatten sie gar nicht erst erreicht. Anscheinend schien die junge und attraktive Frau es sehr eilig zu haben, denn als sie den Elfengarten durchschritten, hatte sie Cyron ohne zu zögern hinter einen der Büsche gezogen. Natürlich hatte er sich nicht lange bitten lassen, denn er brauchte kein kuscheliges Himmelbett, um seinen Spaß zu haben!
 
Direkt nach ihrem kurzen, aber leidenschaftlichen Techtelmechtel, hatte die Dame dann ihr Kleid gerichtet und sich eine hastige Entschuldigung murmelnd davon gemacht. Er selbst hatte dort noch einen Moment im Gras gelegen und sich über die Scheinheiligkeit der Dame amüsiert, ehe er spontan entschied noch im Aufgetriebenen Floss vorbeizuschauen.
An den Rest des Abends erinnerte Cyron sich nur noch lückenhaft. Einige der Arena-Kämpfer, mit denen er schon so manches Fest gefeiert hatte, waren dort gemeinsam mit einigen Seefahrern am Zechen. Er hatte sich dazugesellt und es gab irgendein undefinierbares Gesöff, das mächtig in der Kehle kratzte. Was dann noch alles passiert war, wusste er nicht mehr, aber es war bereits hell draußen als er wieder bei der Arena ankam, daran erinnerte er sich wieder!

Vorsichtig versuchte Cyron abermals sich aufzusetzen und diesmal gelang es ihm, ohne das die Übelkeit ihn übermannte, also wagte er sogar ganz aufzustehen. Ihm war leicht schwindlig, aber das war nicht weiter schlimm. Er trottete zu einem Eimer mit Wasser, den die Schlachtmatrone für die Abkühlung der Kämpfer bereit gestellt hatte und kippte sich das kühle Nass über den Kopf und den nackten Oberkörper. „Verdammt ist das kalt!“, prustete er.
  31.07.2010, 12:36
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"Nun gut. Macht was ihr wollt und seht zu, dass ihr rechtzeitig nach Anvil kommt. Sagt mir nur, wo ihr gedenkt euch herumzutreiben, dann schicke ich euch einen Boten, der euch abholt."
'Sieh an, die Magiergilde scheint wirklich ein großes Problem zu haben. Wenn das so ist, werde ich ebenfalls in Anvil zu ihnen stoßen.'
"Ich werde ebenfalls alleine reisen. Ich habe noch ein paar Dinge zu erledigen und werde alleine schneller vorankommen. Ich werden in der 'fließenden Schüssel' auf euch warten. Mit ein paar Banditen auf dem Weg werdet ihr ja noch alleine zurechtkommen."
Als Marcus grade den Turm verlassen wollte, wendete sich die kleine Hochelfe an Chiriel und fragte sie, ob sie mit ihr zusammen reisen dürfte. In Chiriels Augen sah Marcus bereits das berühmte Nord-blitzen, mit dem er auch schon einige Male Bekanntschaft gemacht hatte, allerdings starrte sie die junge Elfe nur an und schien über die Frage nachzudenken.
Interessiert blieb Marcus im Hintergrund stehen um die Antwort auf die Frage abzuwarten.
  31.07.2010, 13:47
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    • Dunkle Bruderschaft
Wenigstens schien Celindra ehrlich zu sein und versuchte nicht irgendwelche hochtrabenden Gründe vorzuschieben, von denen sie dachte, dass Chiriel die vielleicht gerne hören würde.

„Dafür, dass du schüchtern sein sollst, hast du aber jede Menge Mut bewiesen“, erwiderte Chiriel und klang kein Stück freundlicher als zuvor. „Mich einfach zu duzen, als würden wir uns schon ewig kennen oder als wäre ich irgendein Lakai … glaub mir, ich hab’ schon Leute aus geringerem Anlass getötet.“ – Zwar war das übertrieben, aber zumindest nicht wirklich gelogen. Jedenfalls hoffte Chiriel, Celindra damit genug einzuschüchtern, damit diese freiwillig auf sie als Reisebegleitung verzichten würde.
„Die einzige Lektion, die ich dir mit auf den Weg geben kann, ist die: Du bist für dein Leben selbst verantwortlich. Das, was du tust oder nicht tust, ist einzig dir selbst überlassen, aber alles hat Konsequenzen, mit denen du dann leben musst.“
Chiriel machte eine kurze Pause, um ihre nächsten Worte zurechtzulegen und fügte schliesslich an: „Mir ist es einerlei, ob du dich mir anschliesst oder nicht, es ist deine Entscheidung. – Aber sei gewarnt: uns verbindet nichts und ich werde keine Rücksicht auf dich nehmen. Wenn du nicht Schritt halten kannst oder in Schwierigkeiten gerätst, die mich nichts angehen, wirst du allein auf dich gestellt sein. – Also überleg’s dir gut, was du tun willst.“

Chiriel wartete keine Antwort ab, sondern nickte kurz und wortlos Lysinia zu und wandte sich zum Gehen. Während sie sich an Marcus vorbei schob und die andere Portaltüre aufstiess, weil Ssavira die andere blockierte, bemerkte sie trocken: „Es gibt nichts mehr zu glotzen. Ihr könnt euch wieder euren eigenen Angelegenheiten widmen.“

Draussen angekommen, atmete sie erstmal tief durch und marschierte die Treppen hinunter. … Allerdings lauschte sie dabei neugierig nach hinten, weil sie im Stillen doch sehr neugierig darauf war, ob Celindra ihr nun folgte oder nicht.
  31.07.2010, 18:01
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Chiriels Antwort ließ nicht auf sich warten: „Dafür, dass du schüchtern sein sollst, hast du aber jede Menge Mut bewiesen“
‚War das etwa ein Kompliment?‘
„Mich einfach zu duzen, als würden wir uns schon ewig kennen oder als wäre ich irgendein Lakai … glaub mir, ich hab’ schon Leute aus geringerem Anlass getötet.“ ‚Nein es war eindeutig kein Kompliment gewesen. Aber duzte Chiriel sie nicht auch? Sie hatte gedacht, dass ein “du“ als freundlichen Umgangston ihr gegenüber angebracht gewesen wäre, aber anscheinend hatte sie sich da gewaltig geirrt.‘
Celindra hatte Chiriel eindeutig falsch eingeschätzt und dieser Gedanke missfiel ihr.
Chiriel fuhr unbeirrt fort:
„Die einzige Lektion, die ich dir mit auf den Weg geben kann, ist die: Du bist für dein Leben selbst verantwortlich. Das, was du tust oder nicht tust, ist einzig dir selbst überlassen, aber alles hat Konsequenzen, mit denen du dann leben musst. Mir ist es einerlei, ob du dich mir anschliesst oder nicht, es ist deine Entscheidung. – Aber sei gewarnt: uns verbindet nichts und ich werde keine Rücksicht auf dich nehmen. Wenn du nicht Schritt halten kannst oder in Schwierigkeiten gerätst, die mich nichts angehen, wirst du allein auf dich gestellt sein. – Also überleg’s dir gut, was du tun willst.“
Das war ja genau das was Celindra wollte; dass man auf sie eben keine Rücksicht nahm. Sie würde sich schon allein durchschlagen, wenn sie Probleme hätte.
Nun, sollte sie Chiriel folgen oder nicht? Viel Zeit blieb ihr jedenfalls nicht mehr, denn Chiriel hatte schon die Magiergilde verlassen. Aber gab es überhaupt etwas zu entscheiden?
Nein! Sie hatte sich schon entschieden, als sie Chiriel angeprochen hatte. Jetzt würde sie die Sache auch durchziehen. Sie verabschiedete sich mit einem hastigen Nicken von Lysinia, – sie war wegen des Namens nun sicher das es sich um eine Frau handelte – die sie jedoch nicht beachtete. Sie stieß das Hauptportal der Magiergilde auf und blickte sich nach Chiriel um. Diese ging gerade die Treppen hinunter. Leise schlich sie ihr hinterher.
  31.07.2010, 18:48
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’Wenn ich diese .. Leute schon zur Gildenhalle nach Lillandril führen soll, dann werde ich sicherlich nicht den ganzen Weg nach Anvil zu Fuß laufen! Ich denke, ich werde mir für diesen Anlass einen Kutscher leisten müssen.’
Umaril kräuselte seinen Kinnbart. ’Dabei sind diese ‚Abenteurer’ sogar zu etwas zu gebrauchen. Die Wege Cyrodiils sind – besonders nach dem Tod des Septimgeschlechts – selbst für einen Magier meines Schlages zu gefährlich, um alleine durch die dichten Regenwälder zu reisen. Gerade in den Sümpfen, wenn wir dem Süden immer dichter kommen, könnten irgendwelche Banditen oder Räuber auf uns lauern. Da ist eine Kutsche für diese Gottverlassenen ein gern gesehenes Opfer.’

Da die Meute schon in reger Aufbruchstimmung war, musste Umaril schnell reagieren, damit sein schnell geschmiedeter Plan doch nicht scheiterte:
„Nun, falls jemand von euch noch eine Gelegenheit sucht, angenehm und schnell nach Anvil zu gelangen, dem biete ich an, mit mir zu reisen. Eine Kutsche wird morgen früh bei Sonnenaufgang an der Wawnet-Herberge in Weye bereitstehen.
Ich denke, dies wäre ein interessantes Angebot für euch, dass ihr euch durch den Kopf gehen lassen solltet.“
Während Umaril auf eine allgemeine Antwort der Anwesenden wartete, kramte er in seiner Umhängetasche nach einem bestimmten Pergament.
  31.07.2010, 18:57
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Nachdem sich bereits mehrere der Anwesenden in Gespräche verwickelt sahen und einige das Gebäude verließen, bot der männliche Altmer den Anwesenden an, mit ihm in der Kutsche zu reisen.
Dreekius ließ sich das Angebot schnell durch den Kopf schießen. Schließlich antwortete er.
"Nun, dabei habt Ihr doch einen Hintergedanken. Habt Ihr etwa Angst?" sprach er, leicht eine Braue anhebend.
  31.07.2010, 19:06
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255

  • Gelehrter
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Die Frage nach dem Lohn war geklärt - mehr oder weniger zumindest. Es war offensichtlich, dass die Anführer der Expedition selbst nichts genaueres wussten. Bis jetzt hatte Leif nur beobachtet, was sich hier, in der Eingangshalle der Geheimen Universität abspielte. Es war an der Zeit, sich freiwillig zu melden oder wieder zu verschwinden.
Der Kampfmagier musterte die, die noch nicht gegangen waren. 'Ein aufmüpfiger Argonier,  ein junger Mann fast ohne  Ausrüstung, ein dicker Altmer, ein schüchternes, kleines Hochelfenmädchen, ein Kätzchen, eine vermummte Gestalt, eine Jägerin und 2 Söldner...' Den Söldnern und der Dunmer traute Leif zu, diesen Auftrag zu erledigen. Was der Rest hier zu suchen hatte, war ihm ein Rätsel.

Als die kleine Hochelfe, die gerade noch im Begriff war zu gehen, sich unvermittelt umdrehte und die Söldnerin ansprach, konnte er sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. Das schüchterne, stotternde Mädel wollte doch tatsächlich Chiriel nach Anvil begleiten, obwohl diese den Anführern der Truppe gerade unmissverständlich klar gemacht hatte, alleine reisen zu wollen. Er freute sich auf Chiriels Abfuhr, wurde allerdings enttäuscht, als Celindra plötzlich überraschend selbstbewusst auftrat und sich der Söldnerin anschloss.

'Vielleicht habe ich sie unterschätzt...', dachte Leif jetzt. In der Hoffnung die Abenteurer, die sich hier eingefunden hatten, würden sich noch beweisen und die Belohnung würde halten, was sie versprach, erhob sich der Hexenjäger. Er trat auf den vermummten Anführer der Gruppe zu. Bei jedem Schritt rasselte sein Kettenhemd.
"Ich bin Leif, Sohn von Engar. Ich bin dazu ausgebildet gegen alle Arten von Banditen, Magiern und magischen Kreaturen zu kämpfen. Ich werde alleine losziehen und treffe euch in Anvil, oder auf dem Weg dorthin."
Mit diesen Worten und ohne eine Antwort abzuwarten verließ er den Raum. Es gab noch eine Belohnung abzuholen und einige Besorgungen zu machen.
  31.07.2010, 19:08
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Nachdem Chiriel, die kleine Elfe und der Mann, der sich grade als Leif vorgestellt hatte gegangen waren, verließ auch Marcus den Raum. Er verließ die Geheime Universität und machte sich auf den Weg ins Marktviertel um noch einiges an Proviant einzukaufen, bevor er sich nach Anvil aufmachen würde.
  31.07.2010, 19:44
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    • Dunkle Bruderschaft
„Es gibt nichts mehr zu glotzen. Ihr könnt euch wieder euren eigenen Angelegenheiten widmen.“
Chiriel begann, ihr zu gefallen. Und sie hatte ja Recht, Ssavira musste sich wirklich beeilen.

Die Sonne berührte bereits die Zinnen der Stadtmauer, als sie sich dem Palast näherte. Die Schatten wurden allmählich länger, Menschen und Mer beendeten ihr Tagewerk und streiften durch die Straßen, um ein paar Einkäufe zu tätigen, sich mit Freunden in einer Taverne zu treffen oder zu ihren Familien heimzukehren. Familie ... Ssaviras Gedanken schweiften ab. Wann hatte sie zuletzt so etwas wie Familie gehabt? Wie viele Jahre war es her, dass sie aus Gorne floh? Zehn? Zwanzig? Fünfzig? Sie hatte den Vorteil der Mer, dass man ihr das wirkliche Alter nicht ansah. Ihr Leben war unstet verlaufen, Morrowind, Bravil, die Steppen Elsweyrs und die Küstenwälder Valenwalds. Sie hatte in Höhlen gehaust und in Bäumen, mit einfachen Leuten verkehrt und mit Adligen. Manchmal hatte sie Freundschaften geschlossen und war länger geblieben, als gut für sie war. Länger als gut für die anderen war. Der Fluch hatte sie überall gefunden. Er machte keinen Unterschied zwischen Freund und Feind. Ein einziges mal hatte sie sich gestattet, jemanden zu lieben. „Jean“ Ssavira seufzte. Er war tot, so wie viele andere, die sie gekannt hatte ...

„Hallo! Hier gibt es nichts zu gaffen, geht weiter!“ Die Stimme der Palastwache riss sie aus ihren Gedanken. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass sie seit geraumer Zeit vor dem Portal der Palastanlagen stand. „Entschuldigt, ich war in Gedanken, ich habe eine Audienz im Valenwald-Flügel.“ Etwas misstrauisch taxierte der Wächter sie. Dann entschied er, dass es ihn eigentlich nichts anginge und ließ Ssavira passieren.

Ssavira war niemals vorher in einem so großen Palastkomplex gewesen. Als sie die Prinzessin in die Stadt begleitet hatte, hatten sich ihre Wege am Talos-Platz getrennt. Es wäre wohl nicht standesgemäß gewesen, weiter mitzukommen. Warum also dieses Treffen? Sie würde es bald erfahren. Ssavira versuchte sich zu orientieren, nahm dann intuitiv die Richtung, in der das meiste Grünzeug wuchs und betrat eine Halle, deren Wände aus zusammengewachsenen Baumstämmen zu bestehen schienen. Ein seltsamer Anblick, den sie in dieser Stadt nicht erwartet hätte. Überall standen Pflanzen in großen und kleinen Kübeln herum. Betörende Düfte exotischer Blumen und Kräuter wehten durch den Saal. Schmetterlinge flatterten herum, so bunt und zahlreich, wie sie es noch nie zuvor gesehen hatte. Und doch schien eine Aura von Trauer in der Luft zu liegen.

Plötzlich wurde eine Tür aufgerissen und die völlig verheulte Jella kam ihr entgegen. „Endlich, endlich seid ihr gekommen. Prinzessin Thymanis ... sie ist krank!“ Jella schluchzte erneut. „Die Heiler sind machtlos. Sie kennen nur ein Mittel, das helfen würde, doch ... Ihr müsst, so schnell ihr könnt zurück nach Waldschlot. Sucht Xydena auf, die Hexe. Sie ist uns noch etwas schuldig. Fragt sie nach dem Trank der Nymphen ... "

"Waldschlot? Das ist ein scharfer Ritt von drei Tagen." Ssavira war wenig begeistert. Sie würde Schwierigkeiten bekommen, die anderen wieder einzuholen. Auch ihre Nachforschungen bezüglich des Argoniers konnte sie wohl vergessen. Andererseits, Thymanis war mehr als eine Reisebekanntschaft. Sie war ihr eine gute Freundin geworden ...

"Entschuldigt, wenn ich mich einmische." Ein unscheinbarer dürrer Waldelf mit stechenden Augen trat an sie heran. Auch er trug die Kleidung eines Herolds, doch Ssavira hätte jede Wette gehalten, es mit einem Vertreter des königlichen Geheimdienstes zu tun zu haben. "Es ist wahr, dass Xydena in Waldschlot lebte", fuhr er fort, "doch dort ist sie nicht mehr. Ich an eurer Stelle würde mich zur Festung Schwarzstiefel wenden, einer Ruine kurz vor der Grenze nach Elsweyr. Wenn ihr euch beeilt, könnt ihr morgen gegen Mittag dort sein." Mit einer kurzen Verbeugung wandte er sich ab.

Ssavira sah Jella an. Diese zuckte nur hilflos die Schultern. "Ich denke, ihr könnt ihm vertrauen", sagte sie. "Und ... bitte, beeilt Euch, nehmt was Ihr braucht, Gold, Pferde, Ausrüstung, nur ... kommt so schnell Ihr könnt mit dem Trank zurück“

... „Aus dem Weg!“ Mit donnernden Hufen flog Ssaviras Rappe über die Brücke zum Festland, vorbei an wütend protestierenden Händlern und Bauern. Auf nach Schwarzstiefel. Die Mission für die Magiergilde hatte später noch Zeit ...
  31.07.2010, 19:49
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    • Magiergilde
"Nun, dabei habt Ihr doch einen Hintergedanken. Habt Ihr etwa Angst?", kam es von einer Seite. Umaril wendete seine Augen von seiner Tasche und blickte su dem düsteren Argonier, der ihn soeben angesprochen hatte. Erst jetzt fällt ihm seine beinahe erschreckende Erscheinung auf. Seine dunkelroten Schuppen und seine abgenutze schwarze Robe wirkten auf ihn sehr zwilichtig. Wobei dies der Altmer eher lächerlich und nicht einschüchternd fand.

"Was erlaubt Ihr Euch?", antwortete der Elf leicht wütend, "Ich biete Euch eine bequeme Lösung für die Reise an und Ihr kommt mir mit einem solchen Spruch? Wisst Ihr überhaubt, mit wem Ihr redet? Eine Echse wie Ihr es seid, hat mich gefälligst mit Meister anzureden, so trocken Ihr noch hinter Euren Schwimmhäuten seid!
Also,", beruhigte er sich wieder ein wenig, um den Argonier nicht allzu lächerlich zu machen, "willigt Ihr ein, oder nicht?"
  31.07.2010, 20:12
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  • Blinder Knecht
    • Dunkle Bruderschaft
Der Altmer war arrogant. Eigentlich waren alle Altmer arrogant. Aber ihe Arroganz ist mit Dunmern und Kaiserlichen nicht zu vergleichen. In Dreekius Augen hätten die Ehlnofey gut darin getan, auszusterben, bevor sie sich in Laufe der Merethischen Ära in diese mißgebildete Völker wandelten.

Und dieses männliche Exemplar schien dazu noch hitzöpfig zu sein. Jedoch war es amüsant zu sehen, wie sich dieser fette Moppel in seiner lächerlichen Robe aufregte.

"Ich willige ein," gab Dreekius im gelassenen Ton zurück. "Den Anblick eines vor Banditen fliehenden und kreischenden Mers möchte ich mir nicht entgehen lassen."
  31.07.2010, 20:52
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255

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Es war bereits Abend, als Leif das Marktviertel verließ.
Die Belohnung seines Auftraggebers war überraschend hoch ausgefallen. In den letzten Stunden konnte er einiges an Proviant und Alchemistischen Zutaten sowie wenige Seelensteine verschiedener Größen auftreiben. Außerdem hatte er nun Heiltränke und Verbandszeug einstecken, sein Kettenhemd ausbessern lassen und einen billigen Unterwasseratmungszauber von Edgar, dem mittlerweile in die Jahre gekommenen Zauberverkäufer gezeigt bekommen.
"Ihr könnt nie wissen, wann ihr das nächste mal kurz vor dem ertrinken seid! Besonders für Reisen mit dem Schiff ist dieser Zauber ein Muss und trotz der guten Qualität verkaufe ich ihn zum Schnäpchenpreis!", garantierte Edgar. Leif war sich zwar nicht sicher, ob auch nur eines dieser Wörter der Wahrheit entsprach, aber der Zauber war billig gewesen und vorallem schnell zu erlernen.

Kurz darauf schlenderte er durch den Talos-Platz-Bezirk. Die Drachenstatue mitten auf dem Platz hatte ihm noch nie gefallen. Sie blickte dem Hexenjäger finster nach, bis sich die großen Tore der Kaiserstadt hinter ihm geschlossen hatten.
An den Fuchsställen angelangt öffnete er die Tür der kleinen Holzhütte, warf zum Dank für die Versorgung seines Pferdes einige Münzen auf den Tisch und nahm sich seinen Sattel vom Ständer an der Wand. Danach trat er ins Freie.
Im umzäunten Bereich vor den Mauern der Kaiserstadt waren mehr Pferde angebunden als sonst. Besonders ein stolzer, schwarzer Hengst fiel ihm ins Auge, als er seinen Schecken für die Abreise fertig machte.
  31.07.2010, 21:59
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    • Dunkle Bruderschaft
Ohne sich umzublicken marschierte Chiriel in ihrem üblichen Stechschritt über die Brücke, die die Geheime Universität mit der eigentlichen Stadt verband. Auch wenn sie Celindra, die ihr wie ein Schatten folgte, nicht hörte, so war sie sich ihrer Anwesenheit nur zu bewusst. Die langen Jahre in ihrem Beruf hatten Chiriels Sinne geschärft – na ja, bis auf ihre Augen, deren Sehkraft war eher schlechter geworden. Dafür konnte sie sich umso mehr auf ihr Gespür verlassen und dies liess sie genau merken, wie nahe ihr Celindra gerade auf die Pelle rückte.
Dass das Altmer-Mädel sich nicht hatte abschrecken lassen, wertete Chiriel als Pluspunkt, auch wenn es ihr persönlich lieber gewesen wäre, wenn Celindra bei den anderen geblieben wäre. Aber die Kleine folgte ihr nun und damit war ihre Begleitung zu einer Tatsache geworden, an der jetzt nichts mehr zu ändern war. Also verschwendete Chiriel auch keine weiteren Gedanken mehr an das, was ihr lieber gewesen wäre, sondern nahm es hin.

Im Baumgarten-Bezirk angekommen, beschleunigte Chiriel ihre Schritte, verliess den Pfad und schlüpfte hinter den nächstbesten Busch, bevor ihr Celindra durchs Tor gefolgt war und sehen konnte, wohin sie sich gewandt hatte. Aus ihrem Versteck heraus beobachtete sie dann, wie Celindra den Bezirk betrat und sich hektisch umzusehen begann. Erst wandte sie sich in die eine, dann in die andere Richtung, blieb dann wieder stehen und schaute sich erneut unschlüssig um. In einem günstigen Moment, als Celindra gerade nicht in ihre Richtung schaute, verliess Chiriel ihr Versteck und trat auf die Strasse.
„Bin ich dir zu schnell?“, rief sie dem Altmer-Mädel zu und marschierte auch schon weiter Richtung Arenabezirk. Es amüsierte sie, als sie hinter sich bald einmal leises Schnaufen vernahm. Offenbar musste sich Celindra anstrengen, um mit ihr Schritt halten zu können. Vermutlich würde das Mädel sie bald einmal in die tiefsten Tiefen von Oblivion wünschen. Aber Chiriel sah nicht ein, warum sie weniger hart mit Celindra umspringen sollte, denn das, was in Summerset auf sie zukommen würde, war garantiert kein Zuckerschlecken und es wäre nur von Vorteil, wenn Celindra ihre eigenen Grenzen beizeiten kennen lernen würde.

Vor den Toren der Arena blieb Chiriel bei Hundolin, dem Bosmer, der für die Wetten zuständig war, stehen und fragte: „Ist Cyron hier? Kämpft er heute?“
„Ja, er ist da. Kämpfen tut er heute allerdings nicht. Wäre auch etwas schwierig bei seiner Verfassung.“ Das schmierige Grinsen, welches Hundolin jetzt aufsetzte, liess Chiriel genau wissen, was er mit „Verfassung“ meinte.
„Geh ruhig runter, Kriegerin“, ermunterte der Bosmer sie verschlagen grinsend, „ich wette, Cyron schläft noch tief und fest und freut sich bestimmt, wenn er geweckt wird.“
Als sein Blick an ihr vorbei auf Celindra fiel, lachte er und meinte anzüglich: „Wenn du allerdings sie vorschickst, damit sie ihn weckt, wird er sich vermutlich tatsächlich freuen und sein Glück kaum fassen können!“
„Das sollte ich sie vielleicht wirklich tun lassen!“, konterte Chiriel und konnte sich das Lachen ebenfalls nicht verkneifen.
Vor dem irritiert dreinblickenden Altmer-Mädel betrat Chiriel das Schlachthaus. Da sie schon einmal hier unten gewesen war, musste sie sich nicht erst orientieren, um sich zurechtzufinden. Der Übungsbereich der Bogenschützen lag verlassen da, aber ansonsten waren mehrere Kämpfer dabei, sich warm zu machen. Nur einer stand da und schüttete sich gerade einen Eimer Wasser über Kopf und den nackten, wohl proportionierten und reichlich tätowierten Oberkörper.
„Verdammt ist das kalt!“, schnaufte er, während das Wasser an ihm herab lief und eine Gänsehaut hinterliess.
„Die Kaiserstadt hat dich verweichlicht“, bemerkte Chiriel trocken, „früher warst du nicht so zimperlich.“
Cyron fuhr zu ihr herum und als sich seine Miene bei ihrem Anblick aufhellte, begann auch sie zu lächeln. „Sei gegrüsst, Myrmidon … oder hast du dich schon zum Grossmeister hoch gekämpft?“
  31.07.2010, 22:49
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  • Assassine
    • Dunkle Bruderschaft
Das Angebot von Umaril nahm Lysinia nur zu gerne an. Doch musste das nicht jeder wissen. Wie zufällig ging sie an ihm vorbei und raunte: "Wir sehen uns zu Sonnenaufgang". Danach begab sie sich ins Hafenviertel, um dort noch etwas zu erledigen. Nun hatte sie endlich die Zeit, um das zu tun, was sie schon seit langem hätte tun sollen. Im Hafen fand sie, versteckt in einer Ecke sitzend, einen alten Nord. Er war komplett in schwarz gekleidet, Ähnlichkeiten mit Lysinias Rüstung waren nicht zu übersehen. Leise wie der Abendwind setzte sie sich neben ihn, der allerdings keine Notiz von ihr nahm, die leeren Flaschen, die auf dem Boden lagen, erklärten seine Lethargie. "Die Bruderschaft hatte aber schon bessere Späher, Bruder. Oder sollte ich euch besser Boren nennen?"
Bei der Erwähnung seines echten Namens schnappte seine Hand zum Schwert und er fuhr herum. "Bei Sithis. Ihr lebt?"
"Sieht ganz danach aus, alter Freund. Was man von euch ja nur mehr spärlich behaupten kann."
"Was versteht schon eine Verräterin von der Tarnung, die einem Kind der Mutter der Nacht zuteil wird? Ich wurde ausgeschickt, um euch zu finden und zu Ende zu bringen, wo mein Vorgänger versagte -" Doch zu mehr kam er nicht. Lysinias Klinge hatte ihn bereits zu seinem Schöpfer geschickt. Damit war die letzte Verbindung zur dunklen Bruderschaft gekappt und sie musste sich keine Sorgen mehr über unliebsame Überraschungen machen. Langsam machte sie sich auf zur Wawnet Herberge.
  01.08.2010, 10:19
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  • Beschwörer
    • Magiergilde
Sie war sich nicht sicher, ob Chiriel sie nun bemerkt hatte oder nicht, aber es war ihr auch egal. Irgendwann würde es ihr schon auffallen, sofern das noch nicht geschehen war. Das einzige, woran Celindra gerade dachte, war das Laufen. Sie musste sich sehr anstrengen, um Chiriel überhaupt hinterher zu kommen. Früher, als sie noch auf Summerset gelebt hatte und jeden Tag auf dem Feld mitgeholfen hatte, war es um ihre Kondition besser bestellt gewesen. Jetzt, durch die 4 Jahre in der Magiergilde von Anvil, jedoch schien sie stark eingerostet zu sein. Sie hoffte innständig, dass sie, sobald sie größeren Anstrengungen ausgesetzt sein würde, auch wieder körperlich auf ihr altes Niveau zurückkehren würde.
Sie durchschritt das Tor zum Baumgarten-Bezirk und sah sich nach Chiriel um. ‚Wo war sie hin? Gerade eben war sie doch direkt vor mir gewesen. So weit vor mir kann sie gar nicht sein!‘
Hektisch schaute Celindra umher. ‚Wie will ich bloß die Reise nach Lillandril durchstehen, wenn ich schon jetzt meine Reisegefährtin verloren habe?‘ „Bin ich etwa zu schnell für dich?“, kam es plötzlich aus der anderen Richtung. Da stand Chiriel auf einmal. Gerade eben hatte sie dorthin gesehen und von ihr war keine Spur zu sehen gewesen. Sie musste sich im Gebüsch versteckt und sie damit zum Narren gehalten haben. Nein, egal was für Gemeinheiten Chiriel sich für sie noch ausdenken mochte, sie würde nicht resignieren. In Celindra war ein Kampfgeist erwacht, von dem sie selbst noch nicht gewusst hatte, dass er da war. Doch kaum sah sie sich erneut um, da war Chiriel auch schon ein ganzes Stück weiter und fast aus ihrer Sichtweite verschwunden. Mit ihrem gesamten Gepäck rannte sie Chiriel hinterher. Sie wirkte einen starken Federzauber, denn sonst hätte sie nie die nötige Kraft aufbringen können, um ihre Weggefährtin einzuholen. Keuchend kam sie bei ihr an, als sie schon fast an der Arena angekommen waren. Chiriel begann einen netten Plausch mit dem Waldelf am Eingang, um dann in die Arena hinabzugehen. Sie steuerte dort auf einen halbnackten Mann zu, vermutlich Cyron -das hatte sie gerade eben beim Gespräch mit dem Waldelfen aufgeschnappt-, der sich gerade einen Eimer Wasser übergoss. „Verdammt ist das kalt“, prustete er, als ihm das eiskalte Wasser über sein Gesicht rann. Es war ein Rothwardone, sein Oberkörper so wie seine Arme mit Muskeln bepackt.
Chiriel meldete sich zu Wort: „Die Kaiserstadt hat dich verweichlicht! Früher warst du nicht so zimperlich.“ Sie war erneut erstaunt, wie melodisch Chiriels Stimme klang, was so gar nicht zu ihrem sonstigen Wesen zu passen schien. Als Cyron sich umdrehte, lächelten beide und Chiriel sprach erneut mit ihrer klangvollen Stimme: „Sei gegrüsst, Myrmidon … oder hast du dich schon zum Grossmeister hoch gekämpft?“ Cyron schien also Arena-Kämpfer zu sein. Aber was wollte Chiriel bei ihm? Waren sie etwa verliebt?
  01.08.2010, 11:07
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