das Leistungsschutzrecht sollte also wirklich kommen und damit sowas die Digtiale Kastration.
Das hätte ich gerne mal genauer erklärt, denn ich verstehe dieses Argument von IGEL und Konsorten nicht, bzw. bin sogar genau anderer Meinung, nämlich, dass eine angemessene Vergütung für online abrufbare Artikel eine Grundvoraussetzung für eine unabhängige Berichterstattung ist (weil sich die "Erzeuger" schließlich irgendwie finanzieren und damit auch wieder refinanzieren müssen; m.E. ist zu befürchten, dass ansonsten eine Fremdfinanzierung durch "Sponsoring" folgen muss, also eine finanzielle Abhängigkeit, und da bekanntlich derjenige, der die Musik zahlt, auch bestimmt, was gespielt wird, war's das dann auch mit der inhaltlichen Unabhängigkeit; alternativ könnte noch der Bildzeitungsweg eingeschlagen werden, der aber auch nicht besser ist...)
Die Unabhängigkeit des Journalismus ist schon heute weitgehends nicht mehr gegeben. Um ehrlich zu sein war dies auch noch nie gegeben, jede News, Recherche und Magazin hat einen Grundtenor.
Das Finanzielle ist das große Problem. Für Presseagentur Artikel bin ich persönlich nicht bereit einen überhaupt nennenswerten Beitrag zu leisten, diese Nachrichten werden medienweit ausgespuckt und sind inhaltlich identisch.
Recherche, Hintergrundartikel ect. sind etwas anderes. Hier gibt es das Dilemma, Print und Online. Es wäre aber für das freie Internet fatal wenn jede Newsseite sich eine halbe oder ganze Paywall einrichten. Das haben die Verlage wohl auch begriffen und kommen eben mit dem Leistungsschutzrecht daher, das dann für uns schon ein, zwei Sätze (oder die sichtbare Überschrift im Link) aus einer verlinkten Artikel dann problematisch machen kann.
Die Bundesregierung sagt schon, beim LSR muss das rechtlich vertretbare vor dem Gericht geklärt werden. Wird das LSR also Gesetz, müssen wir also mit einer Rechtslager leben die für Monate oder Jahre unsicher ist.
Das Nutzerverhalten, das unverändert wie vor 20 Jahren ist, wird verteufelt. Vor 20 Jahren, was hat man gemacht? Zeitungen, Magazine ect. geteilt, ausgeschnitten und weiter gegeben. Genau so läuft es heute, nur das die Technik es leichter macht. Das Urheberrecht, das auch für die die Presse gilt, darf nicht allein der Industrie und Verleger dienen sondern einen Ausgleich der Urheber schaffen aber auch einen rechtlich vertretbaren und vor allem einfachen Rahmen für das Konsumverhalten des Volkes schaffen.