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Thema: empfehlenswerte Filme  (Gelesen 12195 mal)

  • Hexer
    • Magiergilde
Also dann, meine Lieblingsfilme, möglichst anschaulich dargestellt. Sicher kennen einige die Filme schon, trotzdem würd ich jeden uneingeschränkt empfehlen und vielleicht findet ja jemand so ein ihm unbekannten Film, den er später lieben wird. Natürlich neben den Vorstellungen auch alle Filme von Chris Nolan, Herr der Ringe, Star Wars <- falls es wirklich noch Leute gibt, die jene noch nicht gesehen haben.




(dt. Titel: 96 hours)
Zitat
Bryan Mills konnte aufgrund seines Berufes als Geheimagent nicht viel Zeit mit seiner Tochter Kim verbringen, weshalb er ihr zu Liebe in den vorzeitigen Ruhestand ging. Die 17-jährige Kim, die getrennt von ihm bei seiner Exfrau und deren reichem neuen Partner lebt, fliegt mit ihrer Freundin Amanda trotz Protesten von Bryan, der um die Sicherheit der beiden Mädchen besorgt ist, nach Paris. Nach der Landung in Paris geraten die Mädchen während eines Telefonats mit Bryan in die Hände eines Menschenhändlerrings.
Bryan wendet sich an seine ehemaligen Geheimdienstkollegen und erfährt so, dass er nur dann Aussicht auf Erfolg hat, wenn es ihm gelingen sollte, Kim und Amanda in den nächsten 96 Stunden zu retten.
Action bis zur letzten Sekunde, rasant, intelligent, spannend und extrem mitreißend. Für mich war die Verzweiflung des Vaters, seine Tochter vl für immer zu verlieren, extrem deutlich spürbar. Glaubt mir - der Film ist ne Bombe!





Zitat
Zwei Jahre nach dem offiziellen Ende des Bürgerkriegs in Spanien setzt Del Toro sein schaurig-brillantes Horrormärchen an und spielt dann ganz geschickt mit den Genreregeln, um seinen eigenen, markanten Stil in die Geschichte einfließen zu lassen. „Pans Labyrinth“ ist ganz sicher ein Märchen. Es gibt Prinzessinnen, gute Feen, Fabelwesen, zu bestehende Prüfungen und ein verlorenes Königreich. Aber diese Welt ist nicht ganz so, wie sie scheint, und kollidiert dann auch noch mit einer von Grausamkeit und Guerilla-Krieg gezeichneten Realität, in der das kleine Mädchen mit dem klangvollen Namen Ofelia (Ivana Baquero) lebt.
Äußerst bildgewaltig und zugleich ebenso stark in Bezug auf Story. Traurig, schaurig, einfach schön. Volle Empfehlung!






Zitat
Im Jahr 2027: Seit über 18 Jahren wurde aus unklaren Gründen kein einziger Mensch mehr geboren; der Untergang der menschlichen Spezies ist wahrscheinlich nicht mehr aufzuhalten. Die Welt ist von Gewalt und Chaos geprägt; Umweltzerstörung, Terrorismus, Hysterie und staatliche Unterdrückung bestimmen das alltägliche Bild. Der Ort der Handlung ist Großbritannien, das sich vom Rest der Welt abgeschottet hat und versucht, als Polizeistaat die Kontrolle zu behalten. Ausländische Flüchtlinge werden rigoros verfolgt, eingesperrt und in ghettoartige Aufnahmelager abgeschoben.
In dieser Situation wird Kee, eine junge, illegale Immigrantin, als erste Frau seit 18 Jahren schwanger.
Unglaublich guter Endzeit-Film. Herausragende Musik, top Schauspieler, ausreichend Action, inhaltliche Tiefe. Top.





Zitat
Der Film Equilibrium zeichnet eine Dystopie, in der nach einem Dritten Weltkrieg menschliche Emotionen als der entscheidende Auslöser von Gewalttätigkeiten erkannt wurden und durch das Psychotropikum „Prozium“ unterdrückt werden. Die mit Prozium einhergehende Utopie der Gleichmütigkeit ist das Hauptthema, und deren Ausgabestelle im Regierungsgebäude, das Equilibrium, ist der Namensgeber des Films.
Der Protagonist John Preston lebt in der sauberen, funktionierenden und festungsartig bewachten Stadt Libria, die umgeben ist von den Ruinen zerstörter Gebäude, den „Nethers“. Jeder Bürger der Stadt nimmt mehrmals täglich das Mittel „Prozium II“ ein, um die Intensität jeglicher Gefühle auf ein Minimum zu reduzieren. Doch es gibt Widerständler: sogenannte „Sinnestäter“, welche durch ihr Bedürfnis zu fühlen in die Illegalität gedrängt wurden.
Genial.




(dt. Titel: Lange Beine, kurze Lügen (und ein Fünkchen Wahrheit…)
Zitat
Bobby Funke, der als Schüler die katholische St. Donovan’s High School besucht, gilt als jemand mit großer Zukunft. Er arbeitet für die Redaktion der Schulzeitung. Als Prüfungsfragen des SAT-Tests gestohlen werden, wird Funke von seiner Mitschülerin Francesca (Mischa Barton) dazu überredet, zu dem Vorfall zu recherchieren.
Sowas von einfach "anders", dass ich ihn hier erwähnen muss. Misha Barton einfach klasse und ein außergewöhnlicher Erzählstil, toller Film!


Freedom is the freedom to say that two plus two make four. If that is granted, all else follows.
  06.05.2011, 01:53
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  • Söldner
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Der fremde Sohn. Ich fand ihn packend und spannend bis zur letzten Minute  ;)

Ich wollte euch erst eine kurze Einleitung geben, aber diese Website ist grandios.

http://movies.universal-pictures-international-germany.de/derfremdesohn/
De caligine clamavi ad te Lumine.
  09.05.2011, 16:48
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  • Skelett-Krieger
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Toller Thread! Hier ist meine Liste von guten Filmen, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Zumindest was mir spontan so einfällt:

- Der Maschinist (Mystery, Thriller, 2004)

Der einfache Fabrikarbeiter Trevor Reznik (Christian Bale) leidet aus Gründen, die er sich selbst nicht erklären kann, seit gut einem Jahr unter Schlafstörungen. Auch seinen einzigen Bezugspersonen, der Kellnerin Marie und der Prostituierten Stevie, kann Trevor dies nicht erklären. Als schließlich ein Kollege bei einem Arbeitsunfall einen Arm verliert, soll Reznik für das Unglück verantwortlich sein. Für ihn ist jedoch der Neue, Ivan, der Schuldige. Den jedoch will noch nie jemand in der Fabrik gesehen haben…

Ich liebe Mystery Filme, bei denen man die ganze Zeit rätselt, es dann am Schluss aber ganz anders kommt, als man denkt. Die "Klassiker" dieser Gattung sind sicher "The 6th Sense" oder "The Village" von M. Night Shyamalan. Leider riecht man bei vielen neueren Vertretern dieser Gattung einfach zu schnell Lunte und weiß schon ab der Hälfte, wie es ausgeht. Da hebt sich dieser Streifen sehr positiv ab. Auch hier gelingt es dem Regisseur, den Zuschauer geschickt an der Nase herumzuführen und bis zuletzt im Dunkeln tappen zu lassen. Schade, dass der Film so wenig Beachtung bekommen hat. Das mag daher kommen, dass der Film in Spanien und nicht Hollywood produziert wurde. Interessanterweise merkt man davon aber gar nichts.

- Ryan Raynold's Buried - Lebend Begraben (Psycho, Thriller, 2009)

Dieser Film ist allein schon deswegen interessant, weil er folgende Frage beantwortet: Kann man einen spannenden Film in voller Länge drehen, in dem nur eine Person mitspielt, die auch noch in einer kleinen Kiste unter der Erde begraben ist? Ich bin mit relativ niedrigen Erwartungen an diesen Film herangegangen und war schlussendlich begeistert. Der Film ist packend erzählt und keine Minute langweilig oder unrealistisch. Absolut empfehlenswert.

- Das Mädchen aus dem Wasser (Mystery, Thriller, Fantasy, 2006)

Der freundliche, einsame Mr. Heep arbeitet als Hausmeister in einem Wohnblock, in dem die unterschiedlichsten Menschen tagein, tagaus nebeneinander her leben. Doch eines Nachts findet er in seinem Pool die mysteriöse Story, die verängstigt und verletzt ist, und nimmt sie bei sich auf. Bald erfährt er, dass Story von den Wassermenschen geschickt wurde, um den Menschen die Erleuchtung zu bringen. Dazu muss sie aber zunächst Verbindung mit ihrem menschlichen Gegenpart, einem Zuhörer aufnehmen. Den zu finden stellt sich aber als schwieriger heraus, als man meinen sollte, denn wer kann heutzutage noch richtig zuhören? Und so müssen sich die vielen so unterschiedlichen Bewohner der Wohnanlage zusammenraufen und zusammenarbeiten, damit Story ihren Zuhörer finden und sicher ins Meer zurückkehren kann.

Einfühlsam erzähltes Märchen für Kinder (und solche, die noch Kind im Herzen sind) aus der Feder von M. Night Shyamalan, um eine Gruppe ganz normaler Leute, die in der Stunde der Not gemeinsam zu Helden werden.

- Triangle (Mystery, Thriller, 2009)

Als Jess mit Freunden einen Segeltörn unternimmt, hat sie von Anfang an ein seltsames Gefühl. Ihre schlimmsten Ängste werden wahr, als die Yacht in einen Sturm kommt und sie sich auf einen verlassenen Ozean-Dampfer retten müssen. Jess ist davon überzeugt, dass sie schon einmal auf diesem Schiff war und obwohl dieses verwahrlost ist, sind sie trotzdem nicht allein. Einer nach dem anderen werden ihre Freunde gejagt und getötet. Und je mehr sich Jess auf dem Schiff umsieht, desto mehr beginnt sie zu begreifen, dass sie der Schlüssel in diesem Terror ist…

Trick- und Bildtechnisch perfekt umgesetzte, abgefahrene Story, stellenweise vielleicht ein bisschen unnötig blutig. Sollte man aber auf jeden Fall gesehen haben. Und (ohne zuviel verraten zu wollen): Wenn man gegen Ende nicht mehr durchblickt, nicht davon beirren lassen - das ist Absicht! ;)

- Pandorum (SciFi, Thriller, 2009)

An Bord eines riesigen Raumschiffes erwachen die Astronauten Payton (Dennis Quaid) und Bower (Ben Foster) aus tiefem Schlaf. Sie sind ohne Orientierung, ohne jegliche Erinnerungen. Auf sich allein gestellt bleibt den Beiden nicht viel Zeit: Das Energiesystem des Raumschiffs steht kurz vor dem Zusammenbruch. Durch die engen, düsteren Luftschächte macht sich Bower auf den Weg zur Brücke - die einzige Chance, dem Tod in der dunklen Unendlichkeit zu entgehen. Nur über Funk hält er Kontakt mit Payton. Doch es dauert nicht lange, bis beide feststellen, dass sie nicht allein an Bord sind…

Die alte Regel, dass die deutschen keine guten Filme machen können, zumindest keine, die dem internationalen Vergleich standhalten können, gilt nicht mehr. Deutsche Filmemacher fangen tatsächlich an, sich wieder an andere Stoffe heranzuwagen, nicht immer nur seichte Beziehungskomödien. Die Produzenten von Pandorum haben hier tatsächlich einmal alles richtig gemacht. Der Film wirkt von der ersten Minute bis zum Abspann professionell und aufwendig produziert. Die Story ist zwar nicht unbedingt sehr neu oder originell, aber gut umgesetzt und kann mit überraschenden Wendungen aufwarten. Sehr empfehlenswert.

- Anderland (Mystery, Fantasy, Drama, 2007)

Inmitten einer kargen Landschaft hält ein Bus und spuckt seinen einzigen Passagier in eine neue Welt aus. Andreas hat keine Ahnung, wie er hierher gekommen ist und was er tun soll, doch das braucht er auch nicht. Er wird in ein vorgefertigtes und anonymes Leben gesteckt, erhält eine Wohnung, einen Job, Kleider und Nahrung. Die Umgebung ist schön und die Arbeitskollegen sind nett. Schon bald findet er eine Freundin, die sich wie die meisten anderen Menschen dieser kinderlosen Stadt ausschließlich für Innendekoration interessiert. Doch schon bald beginnt Andreas zu begreifen, dass mit dieser schönen neuen Welt irgendetwas nicht stimmt…

Mit diesem Film beweisen die Norweger, dass sie einen köstlichen Sinn für trockenen Humor und Sarkasmus haben. Anderland ist anders. Er ist überwiegend ruhig und spricht doch durch seine Bilder mehr als 1000 Worte. Ein Film der einen zum Nachdenken anregt, über den man auch Tage später vielleicht noch nachdenkt.
Wenn du die Wahl hättest, im Jenseits entweder in einer schönen, neuen Welt voller Oberflächlichkeiten zu leben, in der nichts echt ist und du dich niemals heimisch fühlen wirst, oder im "nichts" - wie würdest du dich entscheiden?
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  17.05.2011, 23:11
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Pandorum ist wirklich cool. Wer Science-Fiction mag, dem sei auch Skyline nahegelegt, den ich wegen seiner brillanten Optik und der Kompromisslosigkeit der Story schätze. Ich finde, er wird oft zu Unrecht verrissen.
  20.06.2011, 21:54
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einer meiner fav's ist und bleibt Crank ^^
einfach nur verrückter schei* ^^
Greets Zorn
  25.06.2011, 21:01
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Alamanya-willkommen in Deutschland:

Es geht um eine türkische Imigrantenfamilie, die seit 3 Generationen in Deutschland wohnt. der 6-Jährige Celen wird in der Schule gehänselt, weil ein anderer türkischer Junge, der mir 2 Jahren nach Deutschland kam meint, dass er weder türke noch deutscher ist. Bei einem Abendessen sagt sein Großvater Hysein, das er ein Haus in der Türkei gekauft hat und mit der Familie dort den Sommer verbringen will. Celen fragt seine 19 Jahr alte Cousine Fatma, zu welchem Land er jetzt gehört. Fatma erzählt ihm, wie seine Familie nach Deutschland kam....
Zur gleichen Zeit erhält Hysein ein schreiben von Angela Merkel, dass er als der 1.000.001. Gastarbeiter Deutschlands eine Rede halten soll...

Der Film hatt lustige und traurige stellen, außerdem regt er zum nachdenken an. Sehr empfelendswert, läuft momentan in den Kinos!
Valar Morghulis
All men must die
  30.06.2011, 13:58
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Hatte viel positives über den Film gehört und war dann mit einer zu hohen Erwartungshaltung im Kino. -> Fehler

Fazit: Der Film ist okay, aber wenn man schon 1000mal gehört hat wie "toll" er ist und auch schon den ein oder anderen Gag vom Hörensagen kennt dann muss man ihn nicht unbedingt noch anschauen.
  30.06.2011, 15:31
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    • Dunkle Bruderschaft
Ich habe mir den Film mit meine Klasse angesehen- am ende haben ALLE geheult, inklusive Lehrer

Es gibt ein paar lustige Stellen,aber mehr traurige Sachen
« Letzte Änderung: 30.06.2011, 16:15 von tamriel »
Valar Morghulis
All men must die
  30.06.2011, 16:00
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Hatte viel positives über den Film gehört und war dann mit einer zu hohen Erwartungshaltung im Kino. -> Fehler

Fazit: Der Film ist okay, aber wenn man schon 1000mal gehört hat wie "toll" er ist und auch schon den ein oder anderen Gag vom Hörensagen kennt dann muss man ihn nicht unbedingt noch anschauen.

Den Effekt hatte ich bei Black Swan. Letztlich hat er deshalb 1,5/10 Punkten von mir bekommen. Ohne Erwartungshaltung wären es wahrscheinlich 4/10 gewesen :D
  15.08.2011, 21:25
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Hatte viel positives über den Film gehört und war dann mit einer zu hohen Erwartungshaltung im Kino. -> Fehler

Fazit: Der Film ist okay, aber wenn man schon 1000mal gehört hat wie "toll" er ist und auch schon den ein oder anderen Gag vom Hörensagen kennt dann muss man ihn nicht unbedingt noch anschauen.

Den Effekt hatte ich bei Black Swan. Letztlich hat er deshalb 1,5/10 Punkten von mir bekommen. Ohne Erwartungshaltung wären es wahrscheinlich 4/10 gewesen :D

Musst du mir mal erklären, was genau du daran so schlecht fandest.
Ich bin nämlich auch mit sehr hoher Erwartungshaltung reingegangen und dennoch erreicht der Film bei mir volle Punktzahl :)
  16.08.2011, 19:46
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Moon (2009)

Unbestimmte Zeit, Mond: In der Sarang-Basis der Lunar Industries-Anlagen zum Abbau von Helium-3 schiebt der Astronaut Sam Bell seit drei Jahren alleingelassen mit dem Basiscomputer GERTY, der ihm ein Freund geworden ist und als Psychiater für den überarbeiteten Mann fungiert, eine quälende Endlosschicht, die fast alltäglich von ihm fordert, durch die luftleeren Steppen des Erdsatelliten zu fahren und beschädigte Minenfahrzeuge (die von der Form an die Star-Wars-Sandraupen erinnern :rolleyes: ) zu reparieren. Da das Satellitensystem, das die Erde mit der dunklen Mondseite verbindet, schon seit Ewigkeiten nicht funktioniert, kann er keine Live-Streams mit seiner Familie führen. Langsam beginnt er, durchzudrehen und Geister zu sehen. Abgelenkt durch eine Erscheinung in den Wolken des Helium-3-Schutts rammt er seinen Rover in eine der Raupen, die um Abholung der vollen Behälter gebeten hat. Verwirrt und verwundet erwacht er erneut in der Sarang-Basis. Ein Signal draußen in der Kälte bringt ihn dazu, gegen Order des Firmenvorstands die Basis mit dem zweiten Rover zu verlassen. Er findet das Wrack, in dem er fast unkam - und in ihm einen bewusstlosen Astronauten, den GERTY als Sam Bell indentifiziert.

Ich habe fast alle realistischen Science-Fiction-Filme gesehen, die in den letzten Jahren rauskammen, aber der hier ist mir vollkommen entgangen, und damit eine echte Perle. Der Independent-Film hat ein absolutes Minimum an Darstellern - Sam Rockwell in einer Doppelrolle als Sam Bell und der "ältere" Sam Bell, sowie Kevin Spacey als Stimme von GERTY. Der Firmenvorstand, die Tochter und Frau des Astronauten und das Rettungsteam Eliza sind nur kurz zu sehen und in dem ungefähr 1,5 Stunden langen Film nehmen sie vielleicht insgesamt 5 Minuten ein.
Der Film lebt vom genialen Schauspiel Rockwells und der unglaublichen Klaustrophobie der nicht wirklich geräumigen Sarang-Basis. Die Abgeschnittenheit auf dem Mond wird durch den - simulierten - Ausfall der Satellitensysteme und die großartigen Szenen, in denen der Mondrover durch leere Regolith-Steppen fährt, packend rübergebracht. Das Setting ist sehr realistisch: Es wurde fast vollkommen auf Sounds im luftleeren Raum verzichtet, nur gegen Ende hin hört man die Rover und ein zusammenbrechendes Gebäude, auch die verminderte Schwerkraft wurde beachtet. Die Aufnahmen und Montagen vom Mond aus der Luft, wo man genau die Spuren der Helium-3-Minen sehen kann, sind spektakulär. Die zentrale Frage des Films, in wie weit ein geklontes Individuum Recht auf Leben hat, regt zum Nachdenken an. Der Film lässt einige Dinge offen, damit der Zuschauer sich selbst ein Bild machen kann. Duncan Jones' Regie zeichnet ein dystopisches, aber bemerkenswert visionäres Bild vom Abbau des Heliumisotops, das tatsächlich als Energiequelle der Zukunft angesehen wird. Jones ist übrigens der Sohn von David Bowie und scheint dessen Affinität zum Weltraum geerbt zu haben.
Die packende Story, das tolle Setting und vorallen die philosophischen Aspekte machen Moon zum besten Science-Fiction-Film, den ich in den letzten Jahren gesehen habe, dazu der einzige mir bekannte REALISTISCHE Sci-Fi, der auf dem Mond spielt und sich mit Helium-3 beschäftigt, quasi eine Filmversion von Schätzings LIMIT. Grade also für Leute wie mich, die große SF-Fans sind und etwas in naher Zukunft suchen, ich kanns nur empfehlen. :master:
  15.01.2012, 20:34
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  • TheMetalCrusade


  • Vampir
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Ich kann meine Liste nun auch wieder aktualisieren.
Die Vorstellung der Filme schränke ich mal etwas ein.

Älterer Film:
Memphis Bells
"Das Boot" ist Allgemein bekannt. Ein Klassiker in den Kriegsfilm und obendrauf noch ein sehr guter Film aus Deutschland.
Der Film "Memphis Bell" ist das Boot der Lüfte und stammt aus britischer Feder aber ist auch sehr gut gemacht.
Man begleitet die Crew der Memphis Bell (ein B-17 Bomber) ihrem letzten Einsatz bevor diese Ihren Dienst geschafft haben im Jahr 1943, doch das Ziel befindet sich tief im umkämpften Luftraum von Deutschland [Bremen]. Der Film ist nicht rein fiktiv, die Memphis Belle war der erste Bomber der die vollen 25 Diensteinsätze geschafft hat.

Wo man vielleicht Pathos vermutet gibt es nichts dergleichen.
Ein Satz der zu Herzen im Film ist aus einem Brief einer Ehefrau.

Dantes Peak
Bei Katastrophenfilmen etwas anständiges zu finden ist fast unmöglich.
Dantes Peak ist eine Ausnahme. Die Effekte sind gemessen am Alter sehr gut, nur wenige Schnitzer hat man sich erlaubt.
Die Story ist wie so bei Katastrophenfilmen ist (  ;) ) dafür aber Schauspielerisch sehr gut (was bei Katastrophenfilmen die ich gesehen habe so gut wie nie der Fall war).
Allerdings hat Dantes Peak eine Prise USA-Style aber wenn man darüber hinwegsehen kann ist der Film auf jedenfall gut.

Neue Filme:
- The Beginners
Ein Typ (Evan McGregor) der wenig "Durchhaltefaktor" bei Beziehungen hat und deshalb schnell die Beziehung beendet trifft eine charmante, gut aussehende Französin (Mélanie Laurent), die auf weiblicher Seite sein Ebenbild ist.
Schauspielerisch super.
Die Story ist anspruchsvoll und emotional.
In der Kategorie Liebesfilm erstklassig und alles andere als klischeebehaftet und kitschig.

- The Road
Ein fantastischer Post-Apokalyptischer Film.
Ein Vater und Sohn ziehen nach Süden, jeder Tag ist düster und grau und doch führt die Hoffnung und der Glaube das nicht alles zu Ende ist die beiden weiter.
Schauspielerisch erstklassig. "The Road" ist auch emotional, pure Unterhaltung wird man hier nicht finden.

- Alles was wir geben mussten (sehr emotional, also alles andere als Unterhaltung)
- Inception
- Pandorum
- Memento
« Letzte Änderung: 16.01.2012, 18:33 von Aruhn »
"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin? Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!"
"Einen Staat, der mit der Erklärung, er wolle Straftaten verhindern, seine Bürger ständig überwacht, kann man als Polizeistaat bezeichnen." Ernst Benda (ehem. Präsident Bverfg)
  15.01.2012, 21:49
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  • Späher
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Nun ich glaube, dass einige diese Filme kennen werden, aber wohl nicht alle:

für diejenigen, die gute Schwarzweißfilme mögen und nichts gegen (realistische) Samuraifilme haben:

Die sieben Samurai (Akira Kurosawa)
ein aufwändig gedrehter Samuraifilm über ein alljährlich von Banditen übrefallenes Dorf und die von den Bauern angeheueten Samurai, die es verteidigen sollen. Sowohl actionreich als auch nachdenklich aber auch nicht ohne Humor. Echte Kampfkunstmeister als Schauspieler und mal ein guter Film, der ohne Massenszenen und übertriebene Spezialeffekte auskommt.

Yojimbo der Leibwächter (ebenfalls von Kurosawa)
auch ein Schwarzweisfilm, der im mittelalterlichen Japan spielt. Diesmal geht es um einen Samurai, der in eine von zwei Gangsterbanden beherrschte Stadt komt und sich entschließt sie zu befreien...
Wie auch in "Die sieben Samurai" übernimmt der großartige Schauspieler Toshiro Mifune die Hauptrolle.

Ansonsten hätte ich noch zu empfehlen:

Das Boot (Wolfgang Pertersen)
Nun ja, das werden fast alle kennen, ich muss es aber nennen, weil das ein so fantastischer Film ist...

und was zum lachen:

Das Schlitzohr (mit Luis de Funes)

und andere Filme dieses ausnahme Komikers

das wars soweit...

Lares-Deep

Ich rufe in diesen Kreis, um sich dem Streit zu stellen:
Den, der zwischen Licht und Dunkelheit wandert.
Den, der Gerechtigkeit von Recht scheidet.
Den, der immer Schlichter und Richter ist.
Ich rufe den Goldenen Avatar!
  16.01.2012, 16:57
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  • Protektor
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Bin zur Zeit grad irgendwie auf Quentin Tarentino -Trip.

Gestern Four Rooms geschaut,

Klappbox
Der Film ist ein Gemeinschaftswerk, er besteht aus 4 Episoden, die jeweils von einem anderen Regisseur (beteiligt: Allision Anders, Alexandre Rockwell, Robert Rodriguez und eben Tarentino) gedreht wurden. Die Verbindung der einzelnen Episoden stellt der Page Ted (Tim Roth - toller Schauspieler!) dar, der sich in seiner ersten Arbeitsschicht in der Silvestnacht mit allerlei merkwürdigen Gästen auseinander setzen muss.
So versucht ein Hexenzirkel (u. a. Madonna), ihre Göttin Diana wieder zu erwecken, die vor langer Zeit in diesem Hotel aufgrund eines Fluchs zu Stein erstarrte. Danach wird er unfreiwillig in ein Psychosexspielchen eines Pärchens verwickelt... Kaum hat Ted sich aus dieser Lage befreit, findet er sich unversehens als Babysitter für die ungezogenen Rotzgören eines mexikanischen Mafiosi (Antonio Banderas, außerdem Salma Hayek in einer kleinen Nebenrolle) wieder. Schließlich trifft er im Penthouse auf den Hollywoodregisseur Chester Rush (Tarentino, Bruce Willis in einer Nebenrolle) und seine Partygäste, bei denen er kurzerhand zum Scharfrichter einer Wette gemacht wird.
Von der Komik ist vor allem die 3. Episode überragend (Regie: Rodriguez), die letzte Episode ist ein typischer Tarentino, aber auch die ersten beiden wissen zu unterhalten. Der Film wurde von den Kritikern überwiegend zerrissen, was zumindest für mich ohnehin ein gutes Zeichen ist ;)

und Pulp Fiction hab ich auch schon ausgegraben, is im Laufe der Woche noch fällig... Dessen Handlung bedarf aber denke ich hier keiner Erwähnung, m.E. DER Film der 90er...

Außerdem ist am 27. März 2012 der DVD-Release von "The Guard", eine GB/IR- Komödie mit Don Cheadle und Brendan Gleeson. Kurzzusammenfassung gibts dann erst im März, hab den Film bisher nur im Sneak Preview im Kino gesehen, schon ne Weile her, und eben auch nur 1x, aber was ich soweit schon sagen kann: rabenschwarzer britischer Humor vom Feinsten!  :D
"Wer immer nur das tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist."
Dr. Reinhard K. Sprenger (*1953)
  16.01.2012, 17:30
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Ironclad:
England im 13.Jahrhundert, eine Handvoll Männer verteidigen eine Burg gegen den marodierenden König.
Handlungstechnisch nicht überragend aber im Gegensatz zu den meisten Hollywood-Produktionen die in dieser Epoche spielen in einigen Details bedeutend realistischer (zumindest was die Ausrüstung angeht), und vor allem derbst brutal.

Tucker & Dale versus Evil
eine überragende Parodie auf Filme wie "Wrong turn" und "The hills have eyes"
zwei Rednecks wollen eine Hütte zu ihrem Ferienhaus renovieren und geraten dabei in eine Verwechslungsgeschichte der besonderen Art als plötzlich ein jugendliches "Suizidkommando" auftaucht.

Tödliches Kommando
guter Antikriegsfilm über einen Sprengstoffspezialisten der US-Army im Irak-Krieg

Die Nummer eins schlechthin
Apocalypse Now
für mich DER Film schlechthin (Details werden nicht verraten)
I was running with the wolves, hunting the lamb.
They stared at me with their fiery eyes and spoke:
"Thou hast gained his mark
thou shall never hunt alone
thine shall be their blood and flesh
and ours shall be thy soul"
  16.01.2012, 17:37
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  • Protektor
    • Kriegergilde
Gestern "Zettl - unschlagbar charakterlos" angeschaut - einfach Klasse!

Film war seicht, aber sehr lustig, Schauspieler überzeugend (insb. Christoph Süß), der Film war überhaupt prominent besetzt (Michael Herbig, Christoph Süß, Harald Schmidt, Götz George, Zenta Berger, Dieter Hildebrand).

Inhalt:
Klappbox
Ein schweizer Milliardär will in Berlin eine Zeitung ähnlich dem "New Yorker" etablieren. Chefredakteur sollte eigentlich der bekannte Klatschreporter Baby Schimmerlos werden, von dem wir aber zu Beginn erfahren, dass er mit seinem Motorrad verunglückt ist. Schließlich bekommt der bisher als Chauffeur arbeitende Max Zettl den Job. Der hat reichlich "Beziehungen" zum who-is-who in Berlin, und macht sich nun zusammen mit dem alten Partner von Baby Schimmerlos auf die Jagd nach Skandalen. So soll vertuscht werden, dass der alkoholkranke Bundeskanzler im Sterben liegt und dass die regierende Bürgermeisterin von Berlin keine "richtige" Frau ist. Allerdings spielen natürlich auch diverse "politische Interessen" eine Rolle, die die Veröffentlichung von gewissen Skandalen verhindern wollen...

Von den Kritiken eher negativ bewertet wird, dass die diversen Schicksalsschläge den Zuschauer nicht träfen und der Film deshalb unterm Strich nicht sehenswert sei... Das sagt nun entweder viel über die so genannten Experten aus, oder über meinen perfiden Geschmack, wer weiß...  :D

Wer auf einen seichten, aber sehr lustigen Streifen steht, in dem die dunklen Seiten der "Reichen und Schönen" sowie der Politik aufs Korn genommen werden, dem kann ich diesen Film nur empfehlen!
"Wer immer nur das tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist."
Dr. Reinhard K. Sprenger (*1953)
  03.02.2012, 09:48
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Meine absoluten Lieblingsfilme (und daher unbedingt empfehlenswert xD ):
Der Pate I + II,

...und das schon seit Jahren. DeNiro, Brando, Pacino, Duvall, Caan... alle echt genial! zurecht gehört Der Pate zu den besten Filmen aller Zeiten!
Der dritte Teil ist leider eher schwach, aufgewärmte Suppe...

Ansonsten hab ich neulich
Das weiße Band

von Michael Haneke gesehen. Auch wenn er etwas zu lang (also der Film, nicht Haneke^^) und zum Teil sehr kompliziert ist hat kein Film mich so lange beschäftigt und so sehr ins Grübeln gebracht wie Das weiße Band. Aber so definiere ich einen guten Film, je länger ich darüber nachdenke, um so besser.
Popcornkino a la Piraten der Karibik oder HdR ist zwar auch mal ganz nett, ist aber leider Film-Fastfood... ;o)

Von neueren Filmen gefällt mir noch
Master and Commander

Der Film ist ein Fenster in die Vergangenheit, selten war ein Kinoblockbuster so authentisch und gut recherchiert. Zudem hat der Film bei mir ein Interesse an Kammermusik geweckt, was ich mir vorher nie hätte vorstellen können...
Zitat von Mr Killick:
"Jetzt geht das schon wieder los, quietsch quietsch, kratz kratz. Und man kann nicht danach tanzen, egal wie betrunken man ist!"

Und last but not least:
Königreich der Himmel

Aber bitte den Director's cut! Mr. Scott steht immer auf Kriegsfuß mit seinen Produzenten und die Kinofasssungen sind oft weit entfernt von den dc's, zB auch bei Gladiator, welcher mir ebenfalls sehr gut gefällt.
Auch wenn der DC von Königreich der Himmel manchmal etwas langatmig ist, erzählt er die Gechichte um Balian viel anschaulicher als die Kinofassung.
« Letzte Änderung: 03.02.2012, 14:42 von Animacorvus »
lg
animacorvus
  03.02.2012, 13:56
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  • Skelett-Magier
    • Untot
Bei Königreich der Himmel kann ich nur zustimmen, selten ein Film gesehen wo der Unterschied so heftig ist. Kam aus dem Kino und dachte  was für einen Scheiß hast du da grad angeschaut. Dann hab ich den DC gesehen und dachte was ein genialer Film.  :D
  03.02.2012, 17:09
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  • Gräfin
    • Adel
Den Paten unterschreibe ich!!

Und Königreich der Himmel ... fand ich ganz gut, aber wenn der Director's Cut viel besser sein soll, bin ich froh, dass ich ihn mir noch nicht auf DVD gekauft hab ;)


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  03.02.2012, 17:34
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  • Neuling
    • Neuling
Königreich der Himmel fand ich auch einen klasse Film und nicht zu vergessen bleibt natürlich Fluch der Karibik.
Generell finde ich Johnny Depp und auch Orlando Bloom meist klasse in ihren Filmen, die beiden haben es einfach drauf als Schauspieler  :)
In the year 2012 I will go regularly to the gym, eat more healthy food, get a chrome download for my role games and watch good series like Walking Dead
  24.02.2012, 13:48
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