Toller Thread! Hier ist meine Liste von guten Filmen, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Zumindest was mir spontan so einfällt:
- Der Maschinist (Mystery, Thriller, 2004)Der einfache Fabrikarbeiter Trevor Reznik (Christian Bale) leidet aus Gründen, die er sich selbst nicht erklären kann, seit gut einem Jahr unter Schlafstörungen. Auch seinen einzigen Bezugspersonen, der Kellnerin Marie und der Prostituierten Stevie, kann Trevor dies nicht erklären. Als schließlich ein Kollege bei einem Arbeitsunfall einen Arm verliert, soll Reznik für das Unglück verantwortlich sein. Für ihn ist jedoch der Neue, Ivan, der Schuldige. Den jedoch will noch nie jemand in der Fabrik gesehen haben…Ich liebe Mystery Filme, bei denen man die ganze Zeit rätselt, es dann am Schluss aber ganz anders kommt, als man denkt. Die "Klassiker" dieser Gattung sind sicher "The 6th Sense" oder "The Village" von M. Night Shyamalan. Leider riecht man bei vielen neueren Vertretern dieser Gattung einfach zu schnell Lunte und weiß schon ab der Hälfte, wie es ausgeht. Da hebt sich dieser Streifen sehr positiv ab. Auch hier gelingt es dem Regisseur, den Zuschauer geschickt an der Nase herumzuführen und bis zuletzt im Dunkeln tappen zu lassen. Schade, dass der Film so wenig Beachtung bekommen hat. Das mag daher kommen, dass der Film in Spanien und nicht Hollywood produziert wurde. Interessanterweise merkt man davon aber gar nichts.
- Ryan Raynold's Buried - Lebend Begraben (Psycho, Thriller, 2009)Dieser Film ist allein schon deswegen interessant, weil er folgende Frage beantwortet: Kann man einen spannenden Film in voller Länge drehen, in dem nur eine Person mitspielt, die auch noch in einer kleinen Kiste unter der Erde begraben ist? Ich bin mit relativ niedrigen Erwartungen an diesen Film herangegangen und war schlussendlich begeistert. Der Film ist packend erzählt und keine Minute langweilig oder unrealistisch. Absolut empfehlenswert.
- Das Mädchen aus dem Wasser (Mystery, Thriller, Fantasy, 2006)Der freundliche, einsame Mr. Heep arbeitet als Hausmeister in einem Wohnblock, in dem die unterschiedlichsten Menschen tagein, tagaus nebeneinander her leben. Doch eines Nachts findet er in seinem Pool die mysteriöse Story, die verängstigt und verletzt ist, und nimmt sie bei sich auf. Bald erfährt er, dass Story von den Wassermenschen geschickt wurde, um den Menschen die Erleuchtung zu bringen. Dazu muss sie aber zunächst Verbindung mit ihrem menschlichen Gegenpart, einem Zuhörer aufnehmen. Den zu finden stellt sich aber als schwieriger heraus, als man meinen sollte, denn wer kann heutzutage noch richtig zuhören? Und so müssen sich die vielen so unterschiedlichen Bewohner der Wohnanlage zusammenraufen und zusammenarbeiten, damit Story ihren Zuhörer finden und sicher ins Meer zurückkehren kann.Einfühlsam erzähltes Märchen für Kinder (und solche, die noch Kind im Herzen sind) aus der Feder von M. Night Shyamalan, um eine Gruppe ganz normaler Leute, die in der Stunde der Not gemeinsam zu Helden werden.
- Triangle (Mystery, Thriller, 2009)Als Jess mit Freunden einen Segeltörn unternimmt, hat sie von Anfang an ein seltsames Gefühl. Ihre schlimmsten Ängste werden wahr, als die Yacht in einen Sturm kommt und sie sich auf einen verlassenen Ozean-Dampfer retten müssen. Jess ist davon überzeugt, dass sie schon einmal auf diesem Schiff war und obwohl dieses verwahrlost ist, sind sie trotzdem nicht allein. Einer nach dem anderen werden ihre Freunde gejagt und getötet. Und je mehr sich Jess auf dem Schiff umsieht, desto mehr beginnt sie zu begreifen, dass sie der Schlüssel in diesem Terror ist…Trick- und Bildtechnisch perfekt umgesetzte, abgefahrene Story, stellenweise vielleicht ein bisschen unnötig blutig. Sollte man aber auf jeden Fall gesehen haben. Und (ohne zuviel verraten zu wollen): Wenn man gegen Ende nicht mehr durchblickt, nicht davon beirren lassen - das ist Absicht!
- Pandorum (SciFi, Thriller, 2009)An Bord eines riesigen Raumschiffes erwachen die Astronauten Payton (Dennis Quaid) und Bower (Ben Foster) aus tiefem Schlaf. Sie sind ohne Orientierung, ohne jegliche Erinnerungen. Auf sich allein gestellt bleibt den Beiden nicht viel Zeit: Das Energiesystem des Raumschiffs steht kurz vor dem Zusammenbruch. Durch die engen, düsteren Luftschächte macht sich Bower auf den Weg zur Brücke - die einzige Chance, dem Tod in der dunklen Unendlichkeit zu entgehen. Nur über Funk hält er Kontakt mit Payton. Doch es dauert nicht lange, bis beide feststellen, dass sie nicht allein an Bord sind…Die alte Regel, dass die deutschen keine guten Filme machen können, zumindest keine, die dem internationalen Vergleich standhalten können, gilt nicht mehr. Deutsche Filmemacher fangen tatsächlich an, sich wieder an andere Stoffe heranzuwagen, nicht immer nur seichte Beziehungskomödien. Die Produzenten von Pandorum haben hier tatsächlich einmal alles richtig gemacht. Der Film wirkt von der ersten Minute bis zum Abspann professionell und aufwendig produziert. Die Story ist zwar nicht unbedingt sehr neu oder originell, aber gut umgesetzt und kann mit überraschenden Wendungen aufwarten. Sehr empfehlenswert.
- Anderland (Mystery, Fantasy, Drama, 2007)Inmitten einer kargen Landschaft hält ein Bus und spuckt seinen einzigen Passagier in eine neue Welt aus. Andreas hat keine Ahnung, wie er hierher gekommen ist und was er tun soll, doch das braucht er auch nicht. Er wird in ein vorgefertigtes und anonymes Leben gesteckt, erhält eine Wohnung, einen Job, Kleider und Nahrung. Die Umgebung ist schön und die Arbeitskollegen sind nett. Schon bald findet er eine Freundin, die sich wie die meisten anderen Menschen dieser kinderlosen Stadt ausschließlich für Innendekoration interessiert. Doch schon bald beginnt Andreas zu begreifen, dass mit dieser schönen neuen Welt irgendetwas nicht stimmt…Mit diesem Film beweisen die Norweger, dass sie einen köstlichen Sinn für trockenen Humor und Sarkasmus haben. Anderland ist anders. Er ist überwiegend ruhig und spricht doch durch seine Bilder mehr als 1000 Worte. Ein Film der einen zum Nachdenken anregt, über den man auch Tage später vielleicht noch nachdenkt.
Wenn du die Wahl hättest, im Jenseits entweder in einer schönen, neuen Welt voller Oberflächlichkeiten zu leben, in der nichts echt ist und du dich niemals heimisch fühlen wirst, oder im "nichts" - wie würdest du dich entscheiden?