Nirn.de

Gast

Thema: Skyrim: GameInformer erklärt Alduins Mauer  (Gelesen 5636 mal)

  • Drachengott
    • Nirn.de Team
Im Trailer und in der weiteren Berichterstattung zu Skyrim war ein Element immer wiederkehrend: Die Steinmauer, die sowohl im Trailer als auch auf der offiziellen Webseite den Hintergrund schmückte.

Das Relief hat jetzt einen Namen bekommen und wurde entschlüsselt: Auf der GameInformer-Webseite finden sich alle wichtigen Infos zu Alduins Mauer, die sich auf einer interaktiven Entdeckungstour enthüllen lassen. So bilden die einzelnen Bereiche im Bild eine Beschreibung der Vorgeschichte Skyrims und verraten den Ausgangspunkt des Spielers im nächsten Teil der Elder Scrolls-Saga: Wieder wird man ein Gefangener sein, und im Laufe des Spieles in seiner Rolle als Drachengeborener Fuß fassen müssen.

Quellen:
  13.01.2011, 14:52
  • Offline
  • http://www.jafjaf.de


  • Drachengott
    • Nirn.de Team
Wäre cool, wenn ein Lore-Kenner die ganzen lore-technischen Infos und die Geschichte auf der GameInformer-Seite sauber zusammenfassen könnte. Ich würde das dann in die News kopieren.

Ich persönlich kenne mich mit der Lore dafür zu wenig aus, und baue nachher nur Fehler ein.

Wäre echt cool. :)
  13.01.2011, 14:54
  • Offline
  • http://www.jafjaf.de


  • Legionär
    • Legion
Übrigens: Ein Fan hat anhand de Videos vom Gameinformer Skyrim nachgezeichnet:


"Politik, Religion und soziale Themen sind schlechte Gastgeschenke" - Michael Hess † 2010
  13.01.2011, 16:17
  • Offline


  • Legionär
    • Legion
Wir haben nun die neun Punkte auf der Mauer. Sie weisen alle einen Weg, nachdem eine alte Prophezeiung einige geschichtliche Punkte voraussagt.
Der erste Punkt spielt in der Merethischen Ära, jedoch ist der Part mit den Drachen vollkommen neu, da bisher die ganz alten Geschichten über den Anfang der Welt eher von den Elfen überliefert wurde... und die kennen keinen Alduin. Daher ist das wirklich neu und kann auch nicht viel darüber sagen.

Der zweite Punkt ist sogar noch kryptischer: Da fällt mir nicht einmal eine grobe Zeiteinordnung ein. So ein gewaltiger Angriff auf die gesamte Welt durch einen Aedra ist mir nicht bekannt. Nehmen wir aber an, dass auch dort die sogenannten Drachengeborenen Alduin vertrieben, muss dies nach 1Ä 243 geschehen sein, da erst zu dieser Zeit Akatosh (ja, der Zeitdrache, der das Equivalent zu Alduin in vielen elfischen und später im kaiserlichen Pantheon darstellt) mit Alessia das Abkommen schloss, welches sie mit dem Amulett der Könige besiegelten und Alessia zur ersten der Kaiserlichen Blutslinie machte.

Der dritte Punkt wiederum ist einfach zu erklären: Er erwähnt die Umstände des Kaiserlichen Simulacrums, als Uriel Septim VII von Jager Tharn mithilfe des Stabs des Chaos ins Reich des Vergessens eingesperrt wurde. Dies geschah im Jahre 3Ä 389. Die Wiedervereinigung des Stabs des Chaos sowie die Befreiung Uriel Septims geschah zehn Jahre später und wurde durch den namenlosen Helden des Spiels TES I: Arena durchgeführt.

Punkt 4 beschreibt die Wiederkehr und die Zerstörung des Numidium im Jahr 3Ä 405. Die erwähnte Verwerfung im Westen oder auch Wunder des Friedens genannt, ist eine Göttliche Intervention, bei der angeblich Akatosh oder das mit Magie vollgeladene Mantella für eine Reihe von Ereignissen sorgen, die die Gebiete um die Iliac-Bucht völlig verändert haben. Für die Bewohner des Kaiserreiches war es eine ein Wunder, das friedlich verlaufen ist; tatsächlich wurden weite Gebiete verwüstet und Armeen wurden vernichtet. Dennoch kam es zu einer stabilen politischen Situation. Erleben konnten wir dies in TES II: Daggerfall.

Punkt 5 erzählt uns die jüngste Geschichte über den Roten Berg, die wir in TES III: Morrowind erleben. Die Geschichte ist und wohl allen noch bekannt :)

Punkt Sechs (gleich rechts neben dem Roten Berg) zeigt uns die Ereignisse von TES IV: Oblivion auf. Martin verhindert mit seinem Eingreifen eine Invasion durch Oblivion, doch opfert er sich dabei selbst. Interessanterweise wird uns in diesem Text gesagt, dass der Tod Uriel Septims die Wiederkehr von Alduin erst ermöglicht hat. Dies zeigt eine Verbindung zur Drachenbarriere von Akatosh - und wirbelt ordentlich Diskussionsstaub auf: Hat die Barriere Mundus nicht nur von Oblivion, sondern auch von Aetherius getrennt? War Alduin eventuell in Oblivion eingesperrt?

Punkt Sieben, der Bürgerkrieg. Soweit ich weiß, gibt es Gerüchte über Unruhen in Himmelsrand bereits in TES IV, jedoch sind diese wohl nur klein im Vergleich zu dem Konflikt, der um das Jahr 4Ä 200 ausbricht: Der treu zum Kaiserreich stehende Hohe König wird ermordet, und nun ist die Bevölkerung gespalten: Soll weiterhin am Kaiserreich festgehalten werden, obwohl es nie mehr die Stärke vor dem Niedergang der Septime erreicht hat? Oder soll Himmelsrand wie in den alten Tagen auf eigenen Beinen stehen, getrennt vom schwachen Reich der Kaiserlichen?

Der achte Punkt erläutert uns die Bedeutung des Schlunds zur Welt, dem gewaltigen Berg, auf dem die Graubärte leben. Die Zweiteilung des Berges soll die Zerrissenheit Himmelsrands darstellen.

Punkt Neun, Hoffnung. Der wohl wichtigste Info ist: Als Drachengeborene wurden die Mitglieder der Kaiserlichen Blutslinie bezeichnet, die den Blutpakt mit Akatosh schloss. Der Drachengeborene, der Dohvakiin, ist also ein Nachkomme der Kaiser. Und irgendwie hört es sich so an, als ob die Klingen die Drachengeborenen beschützt haben, damit einer von ihnen eines Tages gegen Alduin antreten kann... Und wir starten wieder als Gefangener :)
« Letzte Änderung: 14.01.2011, 00:21 von Helios IV »
  13.01.2011, 16:26
  • Offline


  • Gräfin
    • Adel
Cool! "Volcanic Tundra" klingt klasse! Hoffentlich kopieren sie nicht einfach eine Oblivion-Ebene rein :D


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  13.01.2011, 16:32
  • Offline


  • Magier
    • Magiergilde
Huiuiui gut gemacht Helios :P Die Infos finde ich wie immer ganz toll :lachen:
Ob man die Wand im Spiel selbst einmal sehen wird? Eins verstehe ich allerdings noch nicht ganz. Vielleicht hab ich da ein riesiges Chaos im Kopf aber ist Alduin jetzt der Böse? :huh:
« Letzte Änderung: 13.01.2011, 17:06 von .:Sunny:. »
Zitat
Zitate von Urul gro-Agamph
Ich mag ihn wirklich nicht! Nein, wirklich nicht, du kleines Sahnebonbon!
Du kleines Zuckerschneckchen! Du hast ja wirklich gute Arbeit geleistet! Hast du wirklich!
Och, bist du aber ein süsses Schnuckilein!
Gute Arbeit, du kleiner Schelm! Wir brauchen nicht noch einen Urul. Oder? Oder?
  13.01.2011, 17:03
  • Offline


  • Gildenmeister
    • Gildenmeister
Wir haben nun die neun Punkte auf der Mauer. Sie weisen alle einen Weg, nachdem eine alte Prophezeiung einige geschichtliche Punkte voraussagt.
Sehr gut Helios
Ich komme allerdings in vielen Punkten zu einer anderen Interpretation. Vor allem der Begriff "Drachengeborener" erscheint mir hier in einem anderen Licht. Bei all den Lücken und Widersprüchen, über die wir in den letzten Jahren diskutiert haben, finde ich hier endlich ein wenig Logik und Stimmigkeit - ich habe das starke Gefühl dass wir uns geirrt haben und auf Basis falscher Prämissen versuchten, das Drachenblut geschichtlich zu verfolgen.
Sobald ich etwas mehr Zeit habe, fasse ich meine Interpretation des Bildes und der dargestellten Geschichte zusammen.

klarix :klarix:
  13.01.2011, 17:09
  • Offline
  • Meine YouTube-Ecke


  • Drachengott
    • Nirn.de Team
Lass' Dir nicht zu viel Zeit, Deine Interpretation interessiert mich nämlich brennend - vor allem, da für mich (wenn ich auch sonst nicht alles verstanden habe) die Interpretation von Helios IV in diesem Punkt ziemlich einleuchtend war.

Und @Felidae: Genau das habe ich mir auch gedacht!
  13.01.2011, 19:33
  • Offline
  • Nirn.de


  • Legionär
    • Legion
Erstmal danke fürs Lob. Das waren meine ersten Gedanken zu den einzelnen Punkten und hoffe, ein bisschen Licht ins prophezeite Dunkel gebracht zu haben :)

@Sunny: Ich glaube schon, wenn wir den Sky Haven Tempel besuchen können. Ich glaube auch, dass das geschehen wird =)

Und ich schließe mich Jonny an, beeil dich klarix :) Ich will deine Interpretation hören, vor allem über die Blutlinie! Irgendwie fehlt mir so ein klärender Blick =)

Und wie immer bin ich total verwirrt von der Götterwelt. Das einzig Konstante ist Shezarr. In allen Religionen ist er der Freund der Menschen, Feind der Elfen und für die Erschaffung der Welt verantwortlich. Akatosh hingegen war immer ein Gott der Elfen. Der Akatosh der Kaiserlichen ist im Grunde der Gott der Ayleiden, ein bisschen verwässert.
Wieso zum Kuckuck hat Akatosh, der Gott der Elfen, Weißplankes Rüstung erschaffen, obwohl dieser die Ayleiden abschlachten wollte? Warum haben sich die Menschen von Shezarr abgewandt? Was hat Akatosh mit Alduin gemeinsam? Das sind doch im Grunde die gleichen Wesenheiten! Argh!
« Letzte Änderung: 13.01.2011, 20:24 von Helios IV »
  13.01.2011, 20:06
  • Offline


  • Ritter
    • Legion
Helios, kann ich ein Buch lesen, der mich zum gleichen Wissenstand führt wie auf dem du bist? :)

Deine Interpretation zu lesen ist für mich wie inmitten einer Seite eines unbekannten Buches zu lesen - liegt daran, dass ich bei MW und Obl. eher das Spiel als die Geschichte gespielt habe - Aber kann ich das irgendwie einheitlich nachholen mit nur einer Lektüre o.ä.? :)

Your rank: 2657163 out of 2737347. You scored better than 97% of all systems.
  13.01.2011, 20:35
  • Offline


  • Reisender
    • Neuling
Er erwähnt die Umstände des Kaiserlichen Interregnum

Es ist das Simulacrum ;) Das von dir genannte Interregnum ist der Zeitabschnitt in der Geschichte Tamriels zwischen dem Ende des Zweiten Kaiserreichs und dem Ausruf des Dritten Kaisereiches durch Tiber Septim.

Zum Rest wird sich wohl Klarix ausufernd zu Wort melden - Ich würde wohl auch was zu sagen, aber ihm glaubt man wohl eher als mir ;) Zumindest sagt mir das meine Erfahrung.
  13.01.2011, 21:50
  • Offline
  • Tamriel-Almanach - Das TES Lore-Kompendium


  • Legionär
    • Legion
...als ich gesehen hab, dass du im Almanach den Interregnum-Artikel geschrieben hast, Deepfighter, hab ich gemerkt, dass ich die ollen Wörter verwechselt hab^^ Aber schreib doch auch bitte ein wenig zur Thematik, ich hab sicher vieles übersehen, vergessen und noch nicht gewusst =)

@Sims: Gern kann ich dir ein bisschen Lektüre empfehlen, aber ein Buch allein reicht da nicht aus =)
Zu Punkt 1 und den Anfängen der Welt: [http://www.scharesoft.de/joomla/almanach/index.php/Quelle:Der_Monomythos]Der Monomythos[/url]
Das ist schon verwirrende Lektüre, aber es vermittelt einen ersten Eindruck. Zudem ist auch Vor den Zeitaltern der Menschen sehr interessant.
Für die in Cyrodiil verbreitetste Variante: Die Anuade, nacherzählt

Punkt Zwei und damit die Geschichte um Alessia ist Das Amulett der Könige zu empfehlen. Desweiteren gibt es noch in The Knights of the Nine viele Bücher über das Thema, hab aber grade keinen Link zur Hand.

Punkt drei... Mh, weiß grad nicht. Da hab ich mich übers Spiel schlau gemacht. Vielleicht gibts aber noch ein Buch drüber.

Punkt vier und die Verwerfung im Westen... Einmal hier und einmal hier nachzulesen :)

5 & 6... ja, da, mh, wüsst ich nicht, welche Bücher ich dir empfehlen sollte.

7 Ebenso, 8 und 9 erklären sich aus dem Text an Alduins Wand.

Und ansonsten querbeet lesen, mein Lieber =) Oft sinds nur winzige Bruchstückinfos aus irgendwelchen Randnotizen von Büchern, tja. Ansonsten immer im Almanach nachgucken.
« Letzte Änderung: 14.01.2011, 00:31 von Helios IV »
  14.01.2011, 00:21
  • Offline


  • Reisender
    • Neuling
@Sims - zu Punkt 3: http://www.scharesoft.de/joomla/almanach/index.php/The_Elder_Scrolls_I:_Arena#Handlung

5/6 sind jeweils die Geschichten der Spiele - keine Ahnung - wo es da Lektüren für gibt
  14.01.2011, 00:28
  • Offline
  • Tamriel-Almanach - Das TES Lore-Kompendium


  • Gildenmeister
    • Gildenmeister
Sorry, ging nicht früher - habe den Text in der Mittagspause getippt und mich zunächst hier eingelesen.
@Deepfighter: Alle Meinungen sind hier willkommen. Ist alles ok mit Dir?

Vieles erscheint konstruiert, also aus Elementen zusammengesetzt, die in der Vergangenheit keinen Bezug zueinander hatten, jetzt aber zu einem neuen Ganzen zusammengefügt werden. Nachvollziehbar ist es nicht, wird aber als neue Tatsache eingeführt, mit der man leben muss. Auch die vergangenen Spiele werden irritierend als untergeordnet behandelt, als sub games, als Zwischenschritte zu einem großen Finale: TES V. So nach dem Motto: "Das war bisher noch gar nichts!"
Und in der Tat sieht es danach aus, als ob der Spieler am Ende gegen einen Gott als Gegner antreten muss (und natürlich gewinnen wird). Das ist, als ob man in Oblivion Akatosh selbst bezwingen sollte. Gibt es da noch eine Steigerung? In meinen Augen zu unmäßig, zu übertrieben.

Aber jetzt unvoreingenommen zum Bild: Alduin wird schon in den früheren Spielen erwähnt. Er ist in der Religion der Nord das, was Akatosh bei den Cyrodiils und Bretonen ist - also ein Basisgott des Pantheons. Diesen Gott findet man in allen Religionen unter verschiedenen Namen und mit leicht abweichenden Eigenschaften und Mächten. So heißt er bei den Khajiit Alkosh, bei den Elfen Auri-El (zunächst bei den Aldmer, später bei Hoch- und Waldelfen), in Yokuda ist es Satakal und in Atmora eben Alduin. Doch im Gegensatz zu den gütigen und gerechten Eigenschaften eines Akatoshs besitzt Alduin einen vernichtenden Zug (wie Satakal): Er zerstört, bevor er neu erschafft. Diese zerstörerische Macht brachte ihm den Beinamen 'Weltenfresser'. Doch als Gott der Zeit hat er auch die Macht, die Zeit zu manipulieren - und das offenbar gezielt. So erzählt ein Lied von König Wulfharth, dass Alduin die Lebenszeit der Nord soweit abgezogen hat, dass alle sich zu Sechsjährigen zurückentwickelt hatten. Deswegen Alduins weiterer Beiname: 'Zeitfresser'.

Auf dem Bild sehen wir die prophezeiten drei Auftritte von Alduin. Er wird, wie Akatosh, als Riesendrache dargestellt und links sieht man seinen vernichtenden ersten Angriff. Mit Feuer zerstört er Mensch, Tier und das Land und es gibt niemanden, der ihn aufhalten kann. Es gibt Mutige, die den Kampf aufnehmen, doch sind sie ohne Chance. Eine Datierung ist schwierig, denn dieses Ereignis wird in der bisherigen Lore nicht erwähnt. Es kann jedoch frühestens Anfang der meretischen Ära gewesen sein (also vor ca. 6900 Jahren), doch in diesem Fall nicht in Tamriel. Denn die meretische Ära ist das Zeitalter der Elfen und diese erwähnen diese Katastrophe mit keinem Text, Lied oder Abbildung.
Es könnte aber auch viel später geschehen sein und zwar als die ersten Nord Tamriel erreichten, was vor ca. 4400 Jahren zum Ende der meretischen Ära geschah. Allerdings wurden solche Ereignisse in dieser Zeit von den Elfen (die damals ganz Tamriel besiedelten) nicht überliefert.
Ein Denkansatz wäre, dass diese Zerstörung auf Atmora stattfand und die Nord deshalb gezwungen waren, ihre alte Heimat zu verlassen. In ihrem Glauben war also Alduin für ihren Exodus verantwortlich.

In der Bildmitte wird der zweite Angriff Alduins dargestellt. Historisch gesehen muss es in Tamriel passiert sein. Doch auch diese Ereignisse wurden von den Elfen nicht überliefert. Eine Erklärung könnte sein, dass im 3. Jahrhundert der 1. Ära, zum Zeitpunkt ihrer größten Ausbreitung die Nord fast die gesamte nördliche Hälfte Tamriels besetzt hatten. Die vertriebenen Elfen könnten von diesen Geschehnissen nichts mitbekommen haben.
Im Unterschied zum ersten Angriff auf der linken Seite des Bildes, scheint der zweite nicht erfolgreich gewesen zu sein. Anscheinend haben die Nord eine Möglichkeit gefunden, der Macht Alduins zu widerstehen. Man sieht links und rechts des sich windenden Drachenkopfes zwei Personen (Mann und Frau?), die nur mit Stäben bewaffnet Alduin bezwingen. Zwischen ihnen ein alter Mann, der möglicherweise einer der Graubärte sein soll, der die Helden unterweisen und führen könnte. Womit kämpfen diese zwei Helden? Das könnte die Lösung sein, die man am Ende von TES V benötigt. Sie schlagen nicht mit Waffen, sondern benutzen stattdessen entweder Magie oder den berühmten Urschrei Thu'um, was die Linien aus ihren Mündern andeuten könnten. Vielleicht sind diese zwei Helden mit den Eigenschaften oder Kräften der Drachengeborenen gesegnet und können nur deswegen erfolgreich bestehen und obsiegen.

Alte Nord-Schriften erzählen von einem Angriff Alduins, bei dem Shor sich für die Menschen einsetzte und Alduin im Kampf besiegte. Da die Elder Scrolls nur drei Angriffe Alduins auf die Menschen prophezeien, kann es sich dabei nur um den zweiten Angriff gehandelt haben. Ist also der dargestellte alte Mann möglicherweise Shor, der auf seine Art mit göttlicher Macht kämpft und dabei die zwei Helden unterstützt? Auch von ihm gehen Linien aus, so dass er ersichtlich etwas tut.

Im rechten Bildausschnitt wird die Vorbereitung und der dritte und letzte Angriff Alduins gezeigt. Als Vorboten der globalen Vernichtung durch den Gott werden Stationen aufgezählt, die gleichwohl zum weltweiten Leid hätten führen können (wenn es nicht immer der TES-Spieler vereitelt hätte):
  • Die Gefahr der Schreckensherrschaft Jagar Tharns, symbolisiert durch den zerbrochenen Stab des Chaos (TES I: Arena)
  • Die landesweite Zerstörung durch den Dwemer-Golem Numidium (TES II: Daggerfall)
  • Die Gefahr der Machtausbreitung Dagoth Urs über den Roten Berg hinaus (TES III: Morrowind)
  • Die Gefahr der Unterwerfung Tamriels durch Mehrunes Dagon, symbolisiert durch den Weißgoldturm über einem stilisierten Oblivion-Tor (TES IV: Oblivion)

Ich teile Helios' Verwunderung über die Behauptung, dass erst der Tod Uriel VII. die Rückkehr Alduins möglich machte. Als ob Alduin nach seinem zweiten Angriff nach Oblivon verbannt worden wäre. Wie ein Daedra (was er nicht ist). Und warum kommt er erst 200 Jahre nach dem Fall der Barriere auf die gleiche Idee wie Mehrunes Dagon?

Rechts der Spiele-Symbole der höchste Berg Himmelsrands - der Schlund der Welt, auf dem die Graubärte im Hohen Hrothgar leben. Sie sollen eine wichtige Rolle in TES V spielen. Vielleicht als Ausbilder und Berater des drachengeborenen Spielers. Der Spalt durch den Berg symbolisiert die aktuelle Zerrissenheit der Nord nach dem Tod ihres Königs. Der Ausbruch eines Bürgerkriegs droht, was als weiteres Vorzeichen der Rückkehr Alduins gedeutet werden soll.
Der Held wird bei der ultimativen Konfrontation mit Alduin in einer Klingen-Rüstung gezeigt. Kniende Klingen-Krieger scheinen ihm zu huldigen.

Mir ist nicht klar, ob die Texte von GameInformer stammen oder von Bethesda vorgegeben wurden. Es wird nämlich darauf hingewiesen, dass die Klingenrüstungen von einem anderen Kontinent stammen. Bekannte Sache. Doch entweder ist es für den GameInformer eine Neuigkeit und deswegen findet sie Erwähnung, oder der Text ist von Bethesda und TES V wird tatsächlich das Thema Akavir berühren.

Auf jeden Fall besitzt der Held/Spieler am Ende die Kräfte, die denen eines Drachen gleichen sollen. Wahrscheinlich wird es nicht alleine der Schrei der Urkraft sein, denn diesen beherrschten in der Nord-Geschichte mehrere 'Zungen' (auch Tiber Septim bis zum Attentat). Diese Fähigkeiten können offenbar nur "Drachengeborene" entwickeln, so dass der Spieler offensichtlich zu diesen gehört. Dabei erwähnt der letzte Text, dass mit dem Tod Martins die Blutlinie der Septims ausgestorben sei (hier Widerspricht sich die Lore selbst, das aber nur am Rande) und es damit keine Erben des Drachengeborenen (Talos) mehr gab. Bemerkenswerterweise sagt der Text jedoch auch, dass die Klingen die Linie der Drachengeborenen seit Generationen beschützten, damit es eines Tages jemanden gibt, der Alduin entgegen treten kann...

Das kann nur bedeuten, dass es nicht nur eine Blutlinie des Drachengeborenen gibt. Das bedeutet auch, dass dieses Phänomen nichts mit dem Drachen Akatosh zu tun hat, wovon man immer bei Interpretationsversuchen ausging. Das bedeutet auch, dass das Drachenblut Tiber Septims unabhängig vom Blut Akatosh war und damit nichts mit dem Amulett der Könige zu tun hatte. Das habe ich in der Vergangenheit, entgegen der allgemeinen Überzeugung der TES-Nachschlagewerke, immer wieder behauptet. Denn auch Mankar Camoran konnte das Amulett tragen, ohne dass er Kaiser oder Akatoshs Nachkomme war.

Mir fehlte immer nur ein Stück zur einer runden Überzeugung: Woher hatte Hjalti Frühbart das göttliche Drachenblut? Bisher nahm man an, dass alle Kaiser seit Alessias Verbindung mit Akatosh dieses Blut besaßen. Man ignorierte jedoch in Diskussionen gerne, dass Alessia keine Nachkommen hatte und somit das Blut nicht weiter gegeben werden konnte. Auch die Reman-Kaiser und der spätere Tiber Septim waren mit Alessia nicht blutsverwandt. Woher also hatte Talos sein Drachenblut? (Details zu diesen Überlegungen siehe hier)

Eine mögliche Erklärung liefern die Infos zu TES V. Die Blutlinie der Drachengeborenen hat weder mit Alessia noch mit Akatosh zu tun. Die Klingen waren dabei, als die Septims ausstarben, danach beschützten sie eine andere Drachenblutlinie. Vielleicht muss man sich das Drachenblut wie eine Mutation vorstellen, die nur jeder Millionste in sich trägt (vielleicht sogar ohne es zu wissen).

Interessantes Detail sieht man ganz rechts unten. Neben dem vernichtenden Feuer, das er speit, scheint Alduin irgendwie seine Opfer (oder ihre Seelen) zu verschlingen, wie die zu seiner Kralle auffliegenden Gestalten andeuten könnten. Also Vorsicht beim Spielen  :)

klarix
  14.01.2011, 15:23
  • Offline
  • Meine YouTube-Ecke


  • Legionär
    • Legion
Es könnte aber auch viel später geschehen sein und zwar als die ersten Nord Tamriel erreichten, was vor ca. 4400 Jahren zum Ende der meretischen Ära geschah. Allerdings wurden solche Ereignisse in dieser Zeit von den Elfen (die damals ganz Tamriel besiedelten) nicht überliefert.
Ein Denkansatz wäre, dass diese Zerstörung auf Atmora stattfand und die Nord deshalb gezwungen waren, ihre alte Heimat zu verlassen. In ihrem Glauben war also Alduin für ihren Exodus verantwortlich.
Dazu: Nach den alten Sagen verließen die Nord Atmora aufgrund eines Bürgerkrieges. Auf Alduins Wand wird gesagt, dass ein Teil der Nord die Drachen anbeteten. Es wäre gut möglich, dass die Anbeter der Drachen gegen diejenigen vorgingen, die ablehnend gegenüber ihrem Glauben standen. Inmitten dieses Bürgerkrieges verließen die Nord ihre von Krieg und Weltenfressern geplagte Heimat.


Zitat
Sie schlagen nicht mit Waffen, sondern benutzen stattdessen entweder Magie oder den berühmten Urschrei Thu'um, was die Linien aus ihren Mündern andeuten könnten. Vielleicht sind diese zwei Helden mit den Eigenschaften oder Kräften der Drachengeborenen gesegnet und können nur deswegen erfolgreich bestehen und obsiegen.
Vielleicht nutzen sie auch die Sprache der Drachen, die uns als Wort-Magie vorgestellt wurde.

Zitat
Ich teile Helios' Verwunderung über die Behauptung, dass erst der Tod Uriel VII. die Rückkehr Alduins möglich machte. Als ob Alduin nach seinem zweiten Angriff nach Oblivon verbannt worden wäre. Wie ein Daedra (was er nicht ist). Und warum kommt er erst 200 Jahre nach dem Fall der Barriere auf die gleiche Idee wie Mehrunes Dagon?
Wir müssen irgendwie herausfinden, was die Zeit jetzt und die Zeit des 2. Angriffs miteinander verbindet. Waren die Grenzen von Mundus irgendwie geschwächt? Und selbst wenn, liegen die Dimensionen/Welten/Planeten der Götter nicht in Mundus, was sich damit beißt, dass die Götter zur Stabilisierung der sterblichen Ebene ebenjene Ebene verließen.

Zitat
[...]Das kann nur bedeuten, dass es nicht nur eine Blutlinie des Drachengeborenen gibt. Das bedeutet auch, dass dieses Phänomen nichts mit dem Drachen Akatosh zu tun hat, wovon man immer bei Interpretationsversuchen ausging. Das bedeutet auch, dass das Drachenblut Tiber Septims unabhängig vom Blut Akatosh war und damit nichts mit dem Amulett der Könige zu tun hatte. Das habe ich in der Vergangenheit, entgegen der allgemeinen Überzeugung der TES-Nachschlagewerke, immer wieder behauptet. Denn auch Mankar Camoran konnte das Amulett tragen, ohne dass er Kaiser oder Akatoshs Nachkomme war.

Mir fehlte immer nur ein Stück zur einer runden Überzeugung: Woher hatte Hjalti Frühbart das göttliche Drachenblut?
Meine persönliche Lieblingstheorie ist ja die, dass nicht Akatosh, sondern Shezarr, der Gott der Menschen, die bekannten Helden der verschiedenen Kaiserreiche mit besonderem Blut und Talent ausstatteten. Es waren immer die Menschen, die zur Führung auserwählt wurden, und soweit ich weiß, gab es nie einen Elfen auf dem Thron des Kaiserreiches. Es begann mit Alessia, die die Menschen gegen die Elfen anführte (und auch noch von der angeblichen Inkarnation des Shezarr, Pelinal Weißplanke, begeleitet wurde. Wobei Weißplanke von verschiedenen Autoren auch als nordische Form des Talos bezeichnet wird. Und er soll in der Merethischen Ära gelebt haben. Meh :/
Wie auch immer, ich glaube, dass viele Taten, die Akatosh zugerechnet wurden (wie die Hilfe beim Sklavenaufstand gegen die Ayleiden), von Geschichtsschreibern verfälscht und eigentlich Shezarr zuzuschreiben sind. So auch die Erhebung von Sterblichen zu Trägern des Drachenblutes. (Shezarr und Akatosh sind ja schließlich Brüder, also Muss Shezarr auch ein bisschen Drache sein ;))


Zitat
Interessantes Detail sieht man ganz rechts unten. Neben dem vernichtenden Feuer, das er speit, scheint Alduin irgendwie seine Opfer (oder ihre Seelen) zu verschlingen, wie die zu seiner Kralle auffliegenden Gestalten andeuten könnten. Also Vorsicht beim Spielen  :)

klarix
Oder es ist die Lebenszeit, die der olle Zeitdrache aufsaugt :D


Danke für die Erläuterung deiner Gedanken, wie immer sehr interessante Lektüre.
  14.01.2011, 18:13
  • Offline


  • Drachengott
    • Nirn.de Team
Zitat
Zitat
Ich teile Helios' Verwunderung über die Behauptung, dass erst der Tod Uriel VII. die Rückkehr Alduins möglich machte. Als ob Alduin nach seinem zweiten Angriff nach Oblivon verbannt worden wäre. Wie ein Daedra (was er nicht ist). Und warum kommt er erst 200 Jahre nach dem Fall der Barriere auf die gleiche Idee wie Mehrunes Dagon?
Wir müssen irgendwie herausfinden, was die Zeit jetzt und die Zeit des 2. Angriffs miteinander verbindet. Waren die Grenzen von Mundus irgendwie geschwächt? Und selbst wenn, liegen die Dimensionen/Welten/Planeten der Götter nicht in Mundus, was sich damit beißt, dass die Götter zur Stabilisierung der sterblichen Ebene ebenjene Ebene verließen.

Meine Kenntnisse der Lore sind inzwischen leider furchtbar eingerostet, aber wenn wir uns über zeitliche Zusammenhänge wundern, sollten wir vielleicht bedenken, dass wir es hier mit einem Zeitmanipulator zu tun haben. Wissen wir denn mehr darüber, wie diese Manipulation vonstatten geht und wann und wozu sie bisher eingesetzt wurde?
  14.01.2011, 18:21
  • Offline
  • Nirn.de


  • Legionär
    • Legion
Guter Einfall!
Die einzige Beschreibung einer zeitlichen Veränderung, die mir bekannt ist, wäre die Verwerfung im Westen. Ein Zitat aus dem gleichnamigen Buch:

Insofern als dieser Bericht die gegenwärtigen Grenzen dieser Grafschaften bestätigt und für gültig befindet, und die Herrscher sowie die Grenzen dieser Grafschaften als „durch die Neun verfügt” anerkennt, dient das „Wunder des Friedens” auch den kaiserlichen Zielen des friedlichen Zusammenschlusses ehemaliger Kleinstaaten und souveräner Herrscher zu regierbaren Hoheitsgebieten. Die weiteren außergewöhnlichen Vorfälle bei diesem Ereignis - Massenverschwinden, Heere, die auf mysteriöse Weise über Hunderte von Meilen transportiert oder auch völlig vernichtet wurden, gigantische Unwetter, Himmelserscheinungen, und augenscheinliche örtliche Zeitsprünge - passen bequem in die Vorstellung, dass diese Ereignisse Teil eines mysteriösen göttlichen Eingriffs war.


Weiter wird beschrieben, dass es eher zweifelhaft ist, dass sich die Neun an diesem Wunder beteiligt haben, sondern das Mantella dafür verantwortlich ist. Gleichzeitig ist die Kraft dieses Eingriffes die eines Gottes, und eine der Sphären, durch die sich diese Energie entlanden hat, ist die Zeit. In irgendeiner Form muss also ein Gott oder mehrere Götter daran beteiligt gewesen sein, ob mit Absicht oder durch ein "Anzapfen" der Magie durch das Mantella, wie auch immer das funktioniert haben soll.


Ein anderes Beispiel für einen Zeitzauber wäre die Kugel, die man am Ende von KotN zerbricht und sich selbst und Umariel in eine andere Zeitphase verschiebt, aber das hat ja nichts mit unserem Thema zu tun.
  14.01.2011, 18:54
  • Offline


  • Skelett-Krieger
    • Untot
Vielleicht ist Alduin ja auch eigentlich Lorkhan, und da Talos nachgesagt wird, ein Shezzarine zu sein, sind seine Nachfahren somit Drachengeborene :ugly:
Das würde auch erklären, wieso es immer noch irgendwo 'nen Drachengeborenen gibt, immerhin werden Lorkhan ja nicht mal wenige Reinkarnationen nachgesagt.
Könnte auch hinkommen angesichts Lorkhans "Schizophrenie": Normalerweise rennt er nur mit seiner Anu-Seite herum, aber wenn dann mal irgendwas (wie z.B. TES4) dafür sorgt, dass auch der Padomay-Teil durchkommt, macht er einen auf Weltenfresser.

P.S. Wurde nur ich eben an das Schwert der Wahrheit erinnert? Die Rahl-(Septim-)Dynastie herrscht über ihr Volk, weil sie es vor Drachen/Magie beschützen kann, und im Gegenzug dient/beschützt das Volk(die Klingen) die Dynastie.
P.P.S. Wer hat eigentlich den Almanach derart verunstaltet? Die Artikel zu Anu und Padomay haben keinerlei Aussage, meine schöne Zusammenfassung der merethischen Ära ist weg und ich finde nichtmal meine eigenen Beiträge.
Also, um jetzt mal klarzustellen:
Die PC-Spieler raubkopieren alle und sind selbst Schuld, dass sie Konsolenports kriegen.
Die Konsolenspieler kaufen sich massenweise seichte Kost und abgeflachte RPGs, aber die Entwickler sind Schuld am Abflachen? Ok.
Ja klar sind die Spieler schuld am Abflachen von Spielen wie Skyrim, denn die Gamer entwickeln ja schließlich das Spiel. Logik fail.
  14.01.2011, 20:06
  • Offline


  • Legionär
    • Legion
Anu und Padomay wurden noch nicht bearbeitet. Die sind nicht informativ, wahrlich. Also, wenn du willst... :)
Deine Beiträge hast du hier: http://www.scharesoft.de/joomla/almanach/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Oberscht
Und zur merethischen Ära kann ich nichts sagen, die Seite hast du nicht bearbeitet. Meinst du die Ära der Dämmerung?
  14.01.2011, 22:08
  • Offline


  • Reisender
    • Neuling
Spielt auch keine Rolle wo wir wieweit sind - gibt einfach eine zu große Anzahl an Gebieten zu bearbeiten und uns fehlt die Mannskraft - wir arbeiten aber an den Zeitlinien ;)

Als Alternative - eine sehr gute deutschsprachige Übersicht die teilweise auch einige der vielen Fehler der Imperial-Library verbessert wurde vor langer Zeit von Ra'athim erstellt: Zeitlinie Tamriel im EDZ
  15.01.2011, 00:38
  • Offline
  • Tamriel-Almanach - Das TES Lore-Kompendium