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Thema: Skyrim: Podcast mit Todd Howard  (Gelesen 7289 mal)

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MMn kann man Rollenspiele mitlerweile eh nicht mehr genau definieren. Es gibt sogar Rennspiele, die Rollenspielanteile haben.
Nun ja wenn man danach geht was im Duden steht dann sind alle Computerspiele Rollenspiele: http://duden-suche.de/suche/artikel.php?shortname=fx&artikel_id=135598&verweis=1
Das ist zwar nicht speziel auf Videospiele bezogen aber ich würde mal sagen es trifft trotzdem zu.
In life, I have no religion,
Beside, the heavy metal Gods!
  06.02.2011, 22:16
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@Oberscht:
Entschuldige wenn dich meine Meinung in irgendeiner Weise erzürnte, nur musst du dann nicht gleich so defensiv werden. Es ist doch in Ordnung veschiedener Meinung zu sein und eigentlich ist es ja auch besser so. Das Leben wäre doch langweilig, wenn jeder der selben Meinung wäre.

Zu deinen Punkten:
Natürlich sind die Begleiter bei Mass Effect oder Dragon Age viel tiefer ausgearbeitet, ich mag nur nicht dieses Flirt-Sim System. Also wenn ich mit ihnen interagiere, geht es ja eig nur darum, ob sie meine Freunde werden (bei den Begleiterinnen, ob ich sie ins Bett kriege) oder ob ich sie verärgere, weil ich mit ihnen nicht einer Meinung bin. Und genau das stört mich, dieses binäre System, in Mass Effect durch rot und blau auch gern dargestellt, je nachdem ob man eine gute oder schlechte Handlung begehen möchte. Genau das ist auch mein Problem bei Bioware mit der eigenen Charakterentwicklung. Schon seit KotoR gibt es dieses gut/böse System und das ist mir viel zu eingeschränkt.

Oblivion bietet viel Möglichkeiten an Charakterentwicklung, die man allerdings nicht an solchen entweder oder Entscheidungen fest machen kann. In Oblivion spiele ich derzeit 12 verschiedene Charaktere, von denen jeder unterschiedlich ist, was aber auch vor allem an meiner Spielweise liegt. Ich spiele nicht mit einem Char alles, sondern mit vielen das, was ich für logisch für so einen Char erachten würde. Als Beispiel kann ich meinen Dieb-Char nennen, mit dem ich nur Quests spiele, bei denen er seinen persönlichen kommerziellen Vorteil sieht. Die einzige Gilde, der ich mit ihm beitrat, ist natürlich die Diebes-Gilde. Da er zu feige für einen Mord ist, fällt die dunkle Bruderschaft auch flach. Alle anderen Gilden und Ritter-Orden natürlich auch.Auch die Hauptquest habe ich mit ihm nie verfolgt, weil es nicht zu dem Char passen würde. Ich spiele darüber hinaus mit jedem meiner Chars so, als würden sie auch das mehrmals tägliche Brot und Wasser zum Überleben brauchen, nicht zu vergessen ein halbwegs regelmäßiger Schlaf oder das wirkliche Ableben, nachdem man einmal zu Tode kommt. Diese Möglichkeiten der Charaktervielfalt und realen Spielbarkeit der Alltäglichkeiten in einer Welt, macht für mich ein Rollenspiel aus. Ich kann in Oblivion frei meinen Char entwickeln und spielen wie ich will. (Man könnte hier wohl bemerken, dass ich auch sehr viel Pen & Paper spiele)

Dies fehlt mir eben bei Bioware-Spielen, was nicht heißen soll, dass sie schlecht sind (sonst würde ich mir ja auch nicht jedes neue kaufen, was sie raus bringen xD), aber für mich persönlich fehlt da einfach etwas. Was Mass Effect 2 angeht, da fehlt mir besonders viel, denn es sind mMn schon sehr deutliche Schienen in denen man sich bewegt. Und ich hatte nicht mehr das Gefühl in einem Rollenspiel zu sein, da mein Handlungsspielraum zu klein ist und mir zu viel vorgegeben wird.

Ich hoffe du kannst jetzt auch halbwegs meine Meinung nachvollziehen, Oberscht. Ohne dir zu Nahe treten zu wollen, möchte ich dich aber etwas fragen... Wenn du eine solch schlechte Meinung hast, was die Werke von Bethesda angeht und augenscheinlicher Weise eher zu den Jüngern Biowares gehörst, warum beteiligst du dich dann hier in diesem Forum mit einer solch extremen Meinung? Möchtest du Oblivion und im Voraus Skyrim für die Leute schlecht machen, denen es vielleicht gefällt oder gefallen könnte? Oder möchtest du deinen Unmut gegenüber Bethesda äußern, da sie in deinen Augen nur Mittelmäßiges produzieren können? Vielleicht ist es auch was ganz anderes, jedoch muss ich gestehen, dass ich dein Auftreten als ziemlich unfair hier ansehe. Ich sage es dir auch direkt, dass du einer meiner Gründe warst, warum ich am Anfang nicht mal Lust hatte mich hier zu beteiligen. Klar sind Vergleiche zu anderen Spielen auch erlaubt, aber bitte respektiere doch auch einfach mal andere Meinungen als deine eigene.

Falls dieser letzte Absatz zu weit ging oder ich dich oder jemand anderen in irgendeiner Weise damit verletzte, möchte ich mich hiermit in aller Form entschuldigen. Trotz meiner kurzen Zeit hier hatte sich nur schon einiges angestaut, was meines Erachtens nach auch mal niedergeschrieben werden musste.

@Oynox Slider:
Damit hätte ich nie gerechnet, dass ich die Unterschiede zwischen Borderlands und Fallout herausstellen muss, aber ich tu das natürlich gern, damit du meine Meinung besser verstehen kannst.

Borderlands ist ein Spiel dessen einziges Ziel darin besteht sich in jeglicher Weise aufzurüsten, egal ob nun waffentechnisch oder von der Skillung her. Die Charaktere unterscheiden sich durch charakterspezifische Vorlieben bei den Waffen und eigenen Skills. Es geht darum bis zum Ende immer stärker zu werden und allem ego-shooter-mäßig in den Arsch zu treten.

Fallout 3 ist ein Spiel, in dem man sich als Charakter in einer post-apokalyptischen Welt zu Recht finden muss. Und auch hier bietet Bethesda genug Möglichkeiten, jedenfalls für mich (siehe Oblivion), meine Charaktere frei und unterschiedlich zu entwickeln. So ist einer meiner Chars ein Feigling, der jeder Konfrontation aus dem Weg geht (Schußwechsel gibt es mit ihm vll alle 3 Stunden ein mal). Es geht da um die Welt und wie du als Spieler auf sie reagierst und speziell in Fallout sieht man, dass Bethesda auch tiefe interessante NPC-Persönlichkeiten schaffen kann. Das Kampfsystem, das auch anders wie in Borderlands nicht einfach nur als Ego-Shooter funktioniert, ist für mich nicht einmal ein Hauptbestandteil des Spiels.

Natürlich kann man hier und da auch anderer Meinung sein, ich bin wie geschrieben, auch sehr Pen & Paper geschädigt.^^

Und ich finde schon, dass man Rollenspiele noch eindeutig definieren kann, aber das lass ich jetzt mal weg, hab schon genug geschrieben.

MfG, der 8-Bit Daddeler
"Das Schicksal mischt die Karten, aber du spielst das Spiel !"
  06.02.2011, 23:17
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So also ich bin der Meinung von Retro Gambler das was die Spiele von Bethesda ausmacht, ist das das man einen sehr freien Handlungsspielraum hat. Ich habe eine sehr ähnliche Spielweise wie du ich hab auch mehrere chars die alle eine unterschiedliche Persönlichkeit haben, das ist meiner Meinung gerade der Reiz an der TES Reihe, das man einfach frei spielen kann und nicht auf einen "linearen" Handlungsablauf beschränkt ist. Was die Begleiter angeht diese hatten ja bis her nie in den TES-spielen eine zentrale Rollen eingenommen im Gegensatz zu z.B. Dragon Age oder Mass Effekt wo sie ja von zentraler Bedeutung sind, also kann man das kaum vergleichen. Und noch mal zu der Rollenspiel Definition das sagt wiki dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Rollenspiel_%28Spiel%29
« Letzte Änderung: 07.02.2011, 12:29 von noman »
For the oceans!
  06.02.2011, 23:46
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Ich möchte nur mal sagen, dass letztenendes der Entwickler entscheidet um was für ein Spiel es sich handelt. Wenn Bethesda sagt, dass Fallout 3 ein Rollenspiel ist, dann ist das Fakt und ob ihr das anders seht hängt von eurer Wahrnehmung ab: Wenn für euch Rollenspiele z.B. nur sachen wie FF, WoW oder Dragon Quest sind, kann man schlecht über Action-RPGs urteilen.

Stellt euch vor ein neues Game wird entwickelt und Firma XYgaming sagt, wir machen ein Rollenspiel und dies hat evtl. ganz neue Features wie in keinem anderen RPG zuvor, dann kann doch nicht Spieler Huber aus der Friedrichsgasse sagen "das ist kein Rollenspiel, eher ein Flugsimulator". Ich meine bei einigen schlecht entwickelten Action Adventures auf der PS2 damals hätte ich die auch gerne in das Genre "Einschlafgame" gesteckt... das hab ich dennoch nicht zu entscheiden.
  07.02.2011, 01:09
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Ich möchte nur mal sagen, dass letztenendes der Entwickler entscheidet um was für ein Spiel es sich handelt. Wenn Bethesda sagt, dass Fallout 3 ein Rollenspiel ist, dann ist das Fakt und ob ihr das anders seht hängt von eurer Wahrnehmung ab:
Ganz so einfach ist es wohl nicht, nur weil Porsche sagt: "Das da ist ein Sportwagen." Wird aus einem Fahrrad nochlange kein Auto. Wobei dir ich aber teileweise recht geben muss, so eng sollte man die ganze Sache nicht sehen.
In life, I have no religion,
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  07.02.2011, 09:33
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Zitat
ich mag nur nicht dieses Flirt-Sim System
Hier muss ich selbst zugeben: Ich auch nicht. Aber man muss ja nicht. In Mass Effect 2 habe ich nach der Endszene von Lair of the Shadow Broker jeglichen Flirt-Gedanken abgeschüttelt.
Zitat
Also wenn ich mit ihnen interagiere, geht es ja eig nur darum, ob sie meine Freunde werden (bei den Begleiterinnen, ob ich sie ins Bett kriege) oder ob ich sie verärgere, weil ich mit ihnen nicht einer Meinung bin.
Was soll's denn auch sonst bei den Unterhaltungen geben? Philosophische Diskussionen? Austauschen von Kochrezepten? In Dragon Age wäre mein Charakter im Übrigen vollkommen romanzenlos gewesen, hätte ich nicht versehentlich eins dieser dummen DLC-Geschenke benutzt.
Zitat
Ich spiele nicht mit einem Char alles, sondern mit vielen das, was ich für logisch für so einen Char erachten würde. [...] Ich kann in Oblivion frei meinen Char entwickeln und spielen wie ich will. (Man könnte hier wohl bemerken, dass ich auch sehr viel Pen & Paper spiele)
Pen & Paper, gut. Kannst du im PnP etwa *alles* spielen? Selbst da gibt der Spielleiter die Richtung vor, die Handlung. Er rechnet dir die Konsequenzen vor, die deine Handlungen mit sich bringen. In Dragon Age ist der Spielleiter immer anwesend - Er zeigt dir die Konsequenzen (so unbedeutend sie auch sein mögen) deiner Handlungen auf, ist aber auch eben sehr restriktiv (was nicht zuletzt daran liegt, dass er ein Computer ist). In Oblivion hingegen:
Spieler: "Ich gehe in die Imperial City."
Spielleiter: "Auf dem Weg begegnest du der Gräfin von Chorrol. Was tust du?"
Spieler: "Ich TÖTE SIE!"
Spielleiter:
Spieler: "JETZT GEHE ICH IN DIE STADT UND TÖTE DORT ALLE UND DANN IN ANVIL UND IN CHORROL UND ÜBERALL"
Spielleiter:
Spieler: "Oh nein, eine Wache! Ich lasse mich verhaften, für den Lulz."
Spielleiter: "Du wirst verhaftet und sitzt 371 Jahre und 12 Tage ab. Du kommst endlich aus dem Gefängnis. Was tust du?"
Spieler: "Hm. Ich hab' grad Lust auf die Mainquest. Ich treff' mich mal mit Baurus, lol"

Schlussendlich ist es eine Schlammschlacht. Bioware ist der restriktive "Nein, du kannst diesen NPC hier jetzt nicht heiraten und Kinder kriegen"-Spielleiter, während Bethesda der liberale "Sicher darfst du jedes Leben in Cyrodiil auslöschen"-Typ ist.

Zitat
Wenn du eine solch schlechte Meinung hast, was die Werke von Bethesda angeht und augenscheinlicher Weise eher zu den Jüngern Biowares gehörst, warum beteiligst du dich dann hier in diesem Forum mit einer solch extremen Meinung? Möchtest du Oblivion und im Voraus Skyrim für die Leute schlecht machen, denen es vielleicht gefällt oder gefallen könnte? Oder möchtest du deinen Unmut gegenüber Bethesda äußern, da sie in deinen Augen nur Mittelmäßiges produzieren können?
Ich habe keine "solch schlechte Meinung". Oblivion war mein erstes RPG, und ich finde die Lore von TES, die mit zu den komplexesten gehört, super. Wenn ich jetzt allerdings in neueren Spielen mit einem denkwürdigen Moment nach dem anderen beworfen werde, und dann an Oblivion denke, wo das einzig "denkwürdige" das schwammige Allgemeine und die gute Modbarkeit war, dann kann ich nur hoffen, dass sie das stark verbessern.
Aber wenn ich dann lese, dass es "keine tief entwickelten Persönlichkeiten" gibt, und dann auch noch Antworten wie "Is mir recht, ich will eh lieber 'nen Hund" kommen, dann geht mir der Hut hoch. Verdammt, wir sind im Jahr 2011! Computerspiele machen in Sachen Aufmachung, Story und Charaktere längst Kinofilmen Konkurrenz, wenn nicht sogar Romanen! Und ich meine nicht mal direkt die RPGs oder "Möchtegern-RPGs", da wären z.B. noch GTA 4, The Force Unleashed und wie sie alle heißen. Und damit nicht genug, Skyrim kommt 8 Monate nach Dragon Age 2, 6 Monate nach The Witcher 2, und eine unbestimmte Zeit nach oder vor Deus Ex 3 und Mass Effect 3. Eine verdammte Menge Konkurrenz, da kann Bethesda nicht einfach mit "Wir vernachlässigen Charaktertiefe, dafür könnt IHR entscheiden, ob ihr jetzt die Welt rettet oder erstmal den kartoffelklauenden Oger killt!" kommen.

Zitat
Ich möchte nur mal sagen, dass letztenendes der Entwickler entscheidet um was für ein Spiel es sich handelt. Wenn Bethesda sagt, dass Fallout 3 ein Rollenspiel ist, dann ist das Fakt
Genau, wozu überhaupt Definitionen? Jeder sollte alles so nennen können, wie er will! Das ist jedenfalls meine persönliche Wanduhr.
« Letzte Änderung: 07.02.2011, 13:51 von Oberscht »
Also, um jetzt mal klarzustellen:
Die PC-Spieler raubkopieren alle und sind selbst Schuld, dass sie Konsolenports kriegen.
Die Konsolenspieler kaufen sich massenweise seichte Kost und abgeflachte RPGs, aber die Entwickler sind Schuld am Abflachen? Ok.
Ja klar sind die Spieler schuld am Abflachen von Spielen wie Skyrim, denn die Gamer entwickeln ja schließlich das Spiel. Logik fail.
  07.02.2011, 13:46
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@Oberscht:
Ich glaube du hast mich nicht ganz verstanden, jedenfalls geht dein Beispiel mit dem Spielleiter voll daran vorbei wie ich Oblivion spiele und auch wie ich Pen & Paper spiele oder leite. Dein Beispiel ist eher passend für einen Char, der eben alles macht. Und wie ich schon ausführte, spiele ich nur verschieden definierte Chars, die aber alle logisch aufgebaut sind und keiner von denen würde einfach so NPCs töten. Kann es sein, dass du eher schlechte oder gar keine Pen & Paper Erfahrung hast?

Ich stimme dir aber dahingehend zu, dass beispielsweise Mass Effect 2 denkwürdige und große Momente hat, siehe dazu auch gleich den Anfang im Wrack der ersten Normandy. Bei solchen Set-Piece-Moments kann Bethesda leider noch nicht  mithalten, obwohl die Atombombenexplosion in Fallout 3 natürlich in die richtige Richtung geht. Ich stimme dir auch weiter zu, dass das Rollenspiel-line-up dieses Jahr wirklich top ist, trotzdem musst du mir erlauben, dass ich mich am meisten auf Skyrim freue, auch wenn ich mir jedes der anderen Spiele auch holen werde.

Aber ich widerspreche abermals deinem Argument mit der geringen Charaktertiefe bei Bethesda, warum sollte mittlerweile klar geworden sein. Und den Satz "Computerspiele machen in Sachen Aufmachung, Story und Charaktere längst Kinofilmen Konkurrenz, wenn nicht sogar Romanen!" muss ich auch verneinen. Es gibt einige wenige Ausnahmen bei denen das zutreffen kann, aber auch nicht muss. Was aber meines Erachtens nichts schlechtes ist. Ich bin eh kein Fan davon diese drei verschiedenen Künste miteinander zu vergleichen. Ich weiß, dass mich alle drei mit ihren verschiedenen Stilmitteln berühren können und das ist doch das Wichtige.
« Letzte Änderung: 07.02.2011, 16:18 von Retro Gambler »
"Das Schicksal mischt die Karten, aber du spielst das Spiel !"
  07.02.2011, 16:16
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@Oberscht:
Ich glaube du hast mich nicht ganz verstanden, jedenfalls geht dein Beispiel mit dem Spielleiter voll daran vorbei wie ich Oblivion spiele und auch wie ich Pen & Paper spiele oder leite. Dein Beispiel ist eher passend für einen Char, der eben alles macht. Und wie ich schon ausführte, spiele ich nur verschieden definierte Chars, die aber alle logisch aufgebaut sind und keiner von denen würde einfach so NPCs töten. Kann es sein, dass du eher schlechte oder gar keine Pen & Paper Erfahrung hast?

Ich hab eher so das Gefühl, dass deine P&P Erfahrung auch nur so eine Exklusiverfahrung von dir ist. Interessant wäre es für mich zu wissen, was du überhaupt spielst. Also welches P&P Regelwerk.

In den P&P Runden meiner Gruppe wird auf diese alltäglichen Dinge, auf die du ja so viel wert legst kaum geachtet. Das wird nicht direkt ausgespielt, eher nebenbei gemacht. Wäre auch wohl zu übertrieben bei Gruppen von 4-6 Leuten plus Meister. Da kommt man im Abenteuer oder im Run gar nicht mehr vorwärts. Bei uns liegt der Fokus auf der Charakterentfaltung und der Story. Sich auf Rollen festzubeißen ist bei uns gar nicht mehr so gegeben. In DSA 3 machte es zwar noch ansatzweise Sinn, aber seitdem in DSA 4 die Charaktere wesentlich stärker individualisiert werden können, haben wir Schubladen ad Acta gelegt und legen mehr Wert darauf, dass unsere Charaktere eher eine besondere Persönlichkeit und gut ausgearbeitete Hintergrundgeschichten haben. Das macht wesentlich mehr spaß, als sich in das Bild eines aufrechten Kriegers oder hinterlistigen Diebes festzubeißen und sich immer wie ein typischer Vertreter dieser Klasse zu verhalten. Aber wenn man sich gern mit stereotypen Charakteren zufrieden gibt. Bitte.
In Shadowrun ist es z.B. wieder ganz anders. Da kennt man kein rollengerechtes Spielen und für deine Alltäglichkeiten gibt es dort nicht einmal Talente. Dennoch ist es ein sehr gutes P&P System, das einem extrem große Freiheit bei der Charakterentfaltung gibt und auch sonst mit einem guten Szenario aufwartet. Alltäglichkeiten sind nicht, was Rollenspiele ausmachen (sollten).

Und um mal Oberscht Rückendeckung zu geben, sein Vergleich hinkt gar nicht mal so sehr. Bethesda's Spielen fehlt es an herben Konsequenzen, die einem jeder Spielleiter im P&P auferlegen würde, wenn er Unsinn treibt. Dass du nicht so spielst, ist nicht der Punkt sondern, dass man einfach keine wirkliche Konsequenz davonträgt.

Aber ich widerspreche abermals deinem Argument mit der geringen Charaktertiefe bei Bethesda, warum sollte mittlerweile klar geworden sein.

Mir ist es nicht klar und eine nähere Erklärung las ich auch noch nicht von dir. Eher Verweise auf deine P&P Erfahrungen und deine (für mich) seltsamen Versuche P&P in Oblivion auszuleben. Sorry, aber für mich ist das irgendwie komisch.
Ich hab bei Bethesda noch nie Charaktere mit einer Tiefe wie bei der Baldur's Gate Reihe, Fallout 1&2, Neverwinter Nights 1&2, Arcanum, Dragon Age, Vampire TM Bloodlines oder dem absoluten unerreichten Ubermasterpiece Planescape Torment gesehen. Alleine die Darstellung ist bei diesen Spielen wesentlich überzeugender. NPC's haben dort mehr zu sagen, die Persönlichkeiten folgen nicht allesamt dem Schema F, besonders bei den älteren von mir genannten Spielen aus dem goldenen Zeitalter der CRPG-Branche, welches mit Black Isle begann und mit Troika aufhörte. Jemandem, der sich als Retrogamer bezeichnet müssten die Spiele ja zumindest bekannt sein. Oder ist retro für dich nur Arcadegames auf Konsolen oder Emulatoren zu spielen?

Bethesda sollte Charaktere erstellen, die ob ihres Dialoges interessant erscheinen und dies nicht erst durch dumme KI Aktionen oder eine versaute Übersetzung werden. Bethesda kriegt es ja nicht mal auf die Reihe wieder einen richtig überzeugenden Antagonisten einzubauen. Die müssen sich mal Beispiel an dem Master (Fallout 1), Sarevok (Baldur's Gate 1), Jon Irenicus (Baldur's Gate 2) oder LaCroix (Vampire TMB) nehmen.
Sich einfach nur namhafte Schauspieler zu holen kann jeder, aber den Charakteren dann auch wirklich überzeugende Persönlichkeiten einzuhauchen ist eine Kunst, die Bethesda nicht (mehr) für sich entdeckt hat.
In Morrowind hatte es wunderbar geklappt. Da hatte man viele Charaktere, die auf ihre Weise überzeugend wirkten.
Was ist mit den Leuten passiert, die Morrowind diese Note verpasst haben?
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  08.02.2011, 19:22
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@Ralen von Rabenfels:

Anscheinend muss ich bei dir ja einen ziemlich voreingenommenen Eindruck hinterlassen haben, wenn dies so ist, dann tut es mir Leid. Allerdings würde ich meine P&P Erfahrungen nicht als "exklusiv" bezeichnen und fühle mich deswegen nur nicht angegriffen, da ich bei dir wohl nicht das Bild von mir als Spieler vermitteln konnte, wie es sich wirklich darstellt. Auch dies tut mir Leid. Andererseits muss ich gestehen, dass ich durchaus mit einer heftigeren Gegenwehr gerechnet habe, als ich meinen Post verfasste, da mir im Forum schon eine gewisse Feindseligkeit gegenüber bestimmte Meinungen aufgefallen ist. Dies ist kein direkter Affront gegen dich, sondern eher eine generelle Beobachtung, die ich machte. Der einzige Grund, warum ich mich hier dann doch noch beteiligte, war mein eher geringer Geduldfaden. Ich kann aber die Stimmen, die sagen, dass eigentlich nur der OffTopic Bereich und das Rollenspiel interessant und fair sind mittlerweile nachvollziehen, was auch wieder nicht nur auf deine Antwort mir gegenüber zurück zu führen ist, sondern eher eine gewisse Grundhaltung des Großteils der Userschaft wiederspiegelt, so stellt es sich zumindest aus meiner Sicht dar. Ich entschuldige mich nun auch nochmals bei jedem, der sich dadurch angesprochen fühlt. Ich möchte hier keinen auf den Fuß treten, jedoch schildere ich ehrlich meine gewonnen Eindrücke. Aus diesem Grund werde ich meinen Geduldsfaden auch wieder zusammen knoten und mich doch eher auf OffTopic konzentrieren (großes leider :( ) und mir das Rollenspiel näher anschauen.

Da ich aber nicht den TES-Topic Bereich als jemand verlassen möchte, der Fragen hinterlässt, gehe ich gern nochmal auf die von dir genannten Beobachtungen ein.

Ich bin derzeit in drei P&P Gruppen Mitspieler / Meister. In der einen konzentrieren wir uns auf alles aus der World of Darkness, egal ob die ältere oder neue Version, dh alles aus dem Verlag White Wolf. Am bekanntesten sollte da Vampire TM sein. Aber auch Werewolf, Mage, Mummy, Changeling, Demon, etc... kommt dort zum Einsatz. Shadow Run und Frostzone sind in meiner zweiten Gruppe, die Speile der Wahl. Und in der dritten sind es die Klassiker DSA, RuneQuest und Advanced D&D. Es werden, bis auf wenige Ausnahmen, die aktuellsten Auflagen gespielt, bevor diese Frage auftaucht. Dabei ist uns in allen drei Runden sehr wichtig, dass man keine fest gefahrenen Schubladen hat und dass man der Entwicklung der Chars sehr viel Zeit lässt.

Und da wären wir schon beim ersten Punkt, den ich entweder zu ungeschickt ausgedrückt habe oder den du falsch verstanden hast. Ich bevorzuge auf gar keinen Fall ein starres Rollensystem, weder bei P&P, noch bei meiner Spielweise von Oblivion. Ich baue mir Chars auch nicht dahingehend auf, dass ich sage, du bist jetzt ein Dieb. Ich hatte diese Charbezeichnung nur benutzt um die Differenzierung meiner Chars schnell aufzuzeigen. Allerdings hätte ich näher darauf eingehen sollen, da gebe ich dir Recht. Jeder Char, den ich verkörpere, egal ob P&P, Foren-Rollenspiele, Oblivion oder auch andere Computer-Rollenspiele wird von mir mit einer tiefen und differenzierten Persönlichkeit versehen und bekommt eine detaillierte Hintergrundgeschichte. Und genau so verkörpere ich ihn dann auch. So werden meine Chars, um beim Beispiel von Oblivion zu bleiben, eben eher zu der einen anstett der anderen Gilde getrieben. Manche reden viel, manche sind introvertiert. Manche wandern umher und einige bleiben die ganze Zeit über in der Kaiserstadt. Allerdings entwickeln sie sich auch alle fortwährend weiter, sie machen ja weiterhin Efahrungen, die sie dann doch in eine andere Richtung schubsen würden. Ich hoffe es ist nun klarer geworden, as ich mit meinen verschiedenen Chars bei Oblivion meinte.

Was einen weiteren Aspekt angeht, den du genannt hast, Ralen, die kleinen Alltäglichkeiten, so spielen wir diese in allen drei P&P-Runden gerne auch detailierter aus. Da grade bei solchen Kleinigkeiten oder augenscheinlich unwichtigen Gesprächen sehr viel Charakterentfaltung möglich ist. Natürlich ist uns die Story auch wichtig, aber die Interaktion zwischen unseren Chars und deren Enwicklung im Einzelnen und zueinander steht eher an erster Stelle. Und bevor du fragst, ja es kan teilweise Monate oder noch länger dauern bis wir dem Abschluss einer Story entgegen treten. Und selbst wenn das System keine Talente für Alltäglichkeiten hat, so spielen wir sie doch gern aus. Allerdings solltest du daraus auch nicht verstehen, dass ich denke, dass Alltäglichkeiten ein Rollenspiel ausmachen. Sie sind aber ein willkommener Zusatz, jedenfalls für uns.

Was die Konsequenzen und die Charaktertiefe angeht, so kommt es auch wieder auf dein Spiel an. Wie gesagt, für mich ist Oblivion ein Rahmen, in den ich frei auch Sachen hinein interpretiere und genauso verhällt es sich mit den NPCs, die sich dort aufhalten oder dem eigenen Char. Sicherlich greift das Argument, das das Spiel gar nicht so tief ist, wie ich es mir in meinem Kopf ausmale, allerdings finde ich grad dies so interessant. Das eben Konsequenzen, tiefe Persönlichkeiten, der eigene Char von Bethesda etwas vernachlässigt werden, so kann ich nämlich für jeden Char, den ich verkörpere mir diese Gedanken machen. Das soll aber auch nicht heißen, dass ich mir das Spiel oder die NPCs so hinknete, wie es mirgrade passt, nein vielmehr mache ich mir weiterführende Gedanken, wie eben der eine Char ticken könnte, anhand seiner Aussagen oder seines Standes, oder warum in der Wlet nun etwas so ist, wie es ist. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich nicht ausdrücken kann, was ich damit meine, aber ich hoffe, dass ich dir zumindest etwas Klahrheit geben konnte. Ich mag einfach die Offenheit von Oblivion in viele Richtungen. Neee, das hört sich auch nicht ganz richtig an... damn... ich wünschte, ich könnte dich einfach bei mir einladen und dir zeigen, was ich meine.

Bei vielen anderen Computer-Videospielen ist mir eben viel zu viel vordefiniert. Ich kann mit meinem eigenen Chars nicht so sehr varrieren, wie ich es gerne würde. Auch wenn es natürlich toll ist tiefe Persönlichkeiten und deren Hintergrund bei den NPCs zu erforschen. Aber dann finde ich den Ansatz von Vampire TM Bloodlines zB interessanter als bei Mass Effect. Aber lassen wir das lieber, sonst krieg ich da auch noch ein paar auf den Deckel. Und auch gute Antagonisten, eine packende Story und einige "BOOOOAAAAAHHHHHH"-Momente sind natürlich genial. Nur wil ich dafür nicht die Freiheit in einer neuen Welt verlieren. Ich brauche irgendwie möglichst viele Freiheiten um mich auszutoben.

Wenn ich jetzt nochmal darüber nachdenke, so muss ich bei den NPCs aber wirklich zustimmen, solange es nicht in eine Mass-Effect / Dragon Age / Flirt-Sim Richtung geht. Was ich aber durchaus kritisch sehe, ist die Aussage, dass das allesin Morrorwind so viel besser war. Ehrlich gesagt ist dies in MW vielleicht ausgeabreiteter oder interessanter, weil das Setting einfach fremdartiger ist. Siehe dazu auch Fallout 3, denn da gibt es auch wieder hier und da interessantere und tiefere Chars (eher eine Hand voll, aber sie sind schon da). Oblivion ist eben ein Fantasy-Spiel in einem Menschen-Reich, was auch eine Mittelalter-Sim sein könnte, wobei ich dies nicht unbedingt als schlecht dadurch ansehe.

Ich hoffe meine Sicht der Dinge konntest du nun besser greifen, Ralen, wenn nicht dann tut es mir erstens Leid und zweitens wäre eine private Unterhaltung per PN oder ähnlichem mögllich.

MfG, der senil-sentimentale Skatveteran
"Das Schicksal mischt die Karten, aber du spielst das Spiel !"
  08.02.2011, 22:49
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