Mich würde es nicht wundern, wenn einige unserer heutigen naturwissenschaftlichen Überzeugungen (Evolution, Urspuppe, Atome) irgendwann widerlegt werden. Es wäre nicht das erste Mal.
Und seien wir mal ehrlich: 80% der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse beruhen auf Theorien und Zahlen/Formeln.
Eine wissenschaftliche Theorie gewinnt ihren Wert dadurch, dass sie Aspekte der Welt beschreibt und unter Umständen neue Phänomene hervorsagen kann. Das kann man dann experimentell prüfen, was die Theorie einerseits stützen, aber natürlich auch widerlegen kann. Kritisch zu bleiben ist zwar wichtig, aber manches, z. B. - Stichwort Atome - das Periodensystem wird sich nicht mehr ändern, sondern nur noch erweitert und ergänzt werden.
Trotzdem bleibt es eine Theorie, und eine Theorie ist kein Beweis in meinen Augen.
Ich weiß, dass die Naturwissenschaftler das anders sehen, ich hatte schon eine Menge anstrengender Diskussionen mit einem, da kommt man einfach auf keinen gemeinsamen Nenner und auf keinen grünen Zweig. Daher habe ich jetzt nicht vor, diese Diskussion großartig zu vergrößern ^^ Ich weiß, dass ich da mit meinen Ansichten ziemlich gege die naturwissenschaftliche Wand laufe

Ich drücke es mal so aus: Das meiste, was die Naturwissenschaft herausgefunden hat, klingt plausibel (wenn man es denn einmal verstandne hat

). Aber ich persönlich möchte mir die Möglichkeit offen halten, dass irgendwann alles über den Haufen geworfen werden könnte bzw. es in Wirklichkeit gar nicht so ist, wie wir glauben. Das ist eine persönliche Einstellung meinerseits, mit der Naturwissenschaftler häufig Probleme haben
Selbiges gilt für Dinge, die ich für möglich halte, für die es aber keine Beweise gibt und wo ich manchmal den Eindruck habe, dass viele NaWi's mit Scheuklappen durch die Welt laufen, á là: "Dafür gibt es keinen Beweis, also gibt es das / geht das nicht."
Ansonsten: Was höre ich da für eine latente "Mathematikfeindlichkeit" heraus?
Zahlen und Formeln dienen dazu, eindeutige und exakte Voraussagen zu machen und sind da meines Erachtens durch nichts zu ersetzen. Die Naturwissenschaften beruhen insofern darauf, dass viele ihrer Erkenntnisse damit formuliert werden, das stimmt. Aber das ist ihr großer Vorzug!
Ich habe nichts gegen Zahlen und Formeln oder die Mathematik.
Mir persönlich reicht ein "Beweis" (natürlich jetzt kein mathematischer Beweis), der aus bloßen Formeln und Zahlen besteht, nicht unbedingt aus, um etwas zu behaupten. Wenn Erkenntnisse, die auf anderen Wegen gemacht wurden, durch eine Formel definiert und formuliert werden, habe ich damit kein Problem. Wenn mir aber wer sagt: "Das ist so, weil p+x-(4q+z²)" und es gibt keinen Beweis, der auf ein Experiment bspw beruht, wehre ich mich dagegen, das konsequent als "wahr" anzusehen. Solange es empirisch nicht bewiesen ist, ist das für mich kein alleingültiger Beweis und es bleibt für mich die Möglichkeit offen, dass es ganz anders sein kann.
P.S.: <-- Philosophin
