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Thema: Fragen des Philosophen  (Gelesen 9288 mal)

  • Fremdländer
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1. was ist ein mensch und worin unterscheidet er sich?

2. warum leben wir?

3. warum existiert unsere welt wie wir sie kennen?

4. gibt es ein nichts?

5. worauw sind wir entstanden & warum?

6. warum gibt es die evolution?

7. was ist denken?

8. woraaus bestehen elemente(periodensystem)?

9. was ist ein lebewesen?

10. was heißt ich bin ich?

11. was ist der sinn des lebens?


wer kann mir auf diesd fragen gut definierte & mit beispielen belegte antworten geben?
ich suche seid 8 jahren!!!! die antworten

So stehe ich zu dem Thema!
  06.03.2011, 23:20
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  • Skelett-Krieger
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ich suche seid 8 jahren!!!! die antworten
www.seitseid.de
Zitat
wer kann mir auf diesd fragen gut definierte & mit beispielen belegte antworten geben?
Hmm, lass mich überlegen... Eine Frage ist chemischer Natur, eine ist der übliche pseudointellektuelle Rotz, und der Rest sind schwammige Fragen, die an sich leicht zu beantworten sind, aber wohl darauf hinauslaufen, dass man die Antworten so weit hinterfragt, bis man über die Grenzen menschlichen Begreifens hinaus ist. (Was übrigens wohl auf 99% von dem, was man "Philosophie" nennt, zutrifft)
Also, was ist jetzt dein Anliegen?
Also, um jetzt mal klarzustellen:
Die PC-Spieler raubkopieren alle und sind selbst Schuld, dass sie Konsolenports kriegen.
Die Konsolenspieler kaufen sich massenweise seichte Kost und abgeflachte RPGs, aber die Entwickler sind Schuld am Abflachen? Ok.
Ja klar sind die Spieler schuld am Abflachen von Spielen wie Skyrim, denn die Gamer entwickeln ja schließlich das Spiel. Logik fail.
  07.03.2011, 04:00
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  • Skelett-Magier
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Ich geb mal sehr spontane und kurze Antworten, die sich wohl teilweise verändern würden wenn ich genauer drüber nachdenke. Doch dann würde ich bei den meisten Fragen wieder keine Antwort geben  ;)

1. was ist ein mensch und worin unterscheidet er sich?

Du meinst von Tieren?
Tiere handeln instinktiv, Menschen handeln mit Vernunft. Theorie.


2. warum leben wir?

Keine Antwort

3. warum existiert unsere welt wie wir sie kennen?

Zufall?

4. gibt es ein nichts?

In manchen menschlichen Gehirnen.

5. woraus sind wir entstanden & warum?

Woraus kann man auf Wikipedia lesen und warum in der Bibel.

6. warum gibt es die evolution?

Damit nicht alle Menschen als Affen herumlaufen.

7. was ist denken?

Die am schwersten zu unterlassene Handlung.

8. woraaus bestehen elemente(periodensystem)?

Aus noch kleineren Teilchen. Die wiederum aus noch kleineren Teilchen etc. Ein bisschen forschen sie da gerade im Teilchenbeschleuniger in Cern.

9. was ist ein lebewesen?

Menschen, Tiere, Pflanzen.

10. was heißt ich bin ich?

Individuum

11. was ist der sinn des lebens?

Ließ mal Goethes Faust, gibt zwar keine Antwort, beschäftigt sich aber auf sehr interessante Weiße mit dem Thema.



Warum seit genau 8 Jahren?

Wenn deine Angaben stimmen bist du 16, mit acht Jahren denkt man doch noch nicht über den Sinn des Lebens nach...
« Letzte Änderung: 07.03.2011, 09:32 von Fairas »
  07.03.2011, 09:29
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  • Fremdländer
    • Neuling
stimmt
mich hat das schon immer interessiert
seid 8 jahren habe ich mit der frage angefangen warum leben wir
naja dürftige antworten
aber einer der darauf vernünftig antworten kann


So stehe ich zu dem Thema!
  07.03.2011, 10:25
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  • Gräfin
    • Adel
Da die meisten philosophische Fragen sind, wirst du vermutlich nie befriedigende Antworten darauf finden ;)

Seit knapp 3000 Jahren beschäftigen sich Philosophen aller Klassen und Länder damit, und keiner hat eine konkrete Antwort gefunden.
Es gibt da aber x-millionen mögliche Antworten, die alle von dir persönlich abhängen: bist du gläubig? Wenn ja, welche Religion? Glaubst du an Zufall oder bist du ein nüchterner Naturwissenschaftler? Wie ist deine Sicht auf den Menschen? Positiv? Ist er besser als Tiere? Ist er ein Tier? Wie ist deine momentane Verfassung? Bist du gut drauf? Oder von anderen Menschen enttäuscht? etc. pp.

Ich studiere den Mist :D und bin zu dem Schluss gekommen, dass es Fragen gibt, die wohl niemand wird beantworten können. Einige von deinen gehören dazu. Oder es sind eben Fragen, deren Antworten stark vom fragenden Individuum abhängen (Was ist ein Mensch? Woraus sind wir entstanden? Elemente), von seinem Umfeld, seinen Erfahrungen und seiner Erziehung.


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  07.03.2011, 10:40
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  • Beschwörer
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1. was ist ein mensch und worin unterscheidet er sich?
Der Mensch ist das einzige Wesen, das sich selbst zerstören kann, der Mensch ist in der Lage zu fühlen, Schmerz zu empfinden und sich anderen mitzuteilen.

2. warum leben wir?
Mhh...
Weil die Möglichkeit, dass Lebewesen (aus denen durch die Evolution Menschen werden) entstehen verschwindend gering ist, aber es unendlich viele Möglichkeiten gibt, dass eine Welt mit Leben entsteht.


3. warum existiert unsere welt wie wir sie kennen?
Zitat
Zufall?
Dem würde ich einfach mal zustimmen!
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, wie unsere Welt sein könnte. Diese ists geworden.


4. gibt es ein nichts?
Zitat
In manchen menschlichen Gehirnen.
:D
In schwarzen Löchern?


5. woraus sind wir entstanden & warum?
Woraus?Aus der Ursuppe durch Zusammenlagerung verschiedener Aminosäuren. Daraus entstanden Einzeller, die sich dann zu Mehrzellern und immer komplexeren Strukturen zusammenlagerten.
Warum? Wenn man glaubt, dann so, wie es in der Bibel steht, wenn nicht, dann aus Zufall, dann sind wir nur ein lebewesen unter vielen.


6. warum gibt es die evolution?
Damit sich jede Art an die sie umgebenden Gegebenheiten anpasst, damit sie dort besonders vorteilhaft leben kann!

7. was ist denken?
Es gibt eine Theorie, die besagt, dass Gott der Auslöser für jeden Gedanken unsererseits ist.

8. woraaus bestehen elemente(periodensystem)?
Jedes Element hat einen Kern, der aus Protonen (positiv geladen)  meist auch Neutronen (ohne Ladung) besteht, um den Kern herum schwirren Elektronen (negativ geladen). Sie sind fast gewichtslos, im Gegensatz zu den anderen beiden.

9. was ist ein lebewesen?
Menschen, Tiere, Pflanzen und Pilze!!

10. was heißt ich bin ich?
Das du dich durch Eigenschaften von anderen unterscheidest! Dass du eigene Entscheidungen triffst und für dich selbständig denkst!

11. Was ist der Sinn des lebens?
Ich weiß nicht genau, aber ich würde sagen; sein Leben auf der Erde zu genießen und gute Taten zu vollbringen, indem man Anderen hilft!
  07.03.2011, 10:49
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  • Skelett-Magier
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Der Mensch ist das einzige Wesen, das sich selbst zerstören kann, der Mensch ist in der Lage zu fühlen, Schmerz zu empfinden und sich anderen mitzuteilen.

Tiere können sich selbst zerstören, haben Gefühle unter anderem auch Schmerzen und sind in der Lage sich anderen mitzuteilen  :o
  07.03.2011, 11:11
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  • Gräfin
    • Adel
Hihi, Richard ist der Naturwissenschaftler :)
(Wobei ich mal davon ausgehe, dass auch Tiere Schmerzen empfinden und sich anderen mitteilen können ;))

Hab mir überlegt, ich will auch mal antworten auf die Fragen:

Zitat
1. was ist ein mensch und worin unterscheidet er sich?
Erstmal: Von was unterscheidet sich der Mensch? Von den anderen Lebewesen?
Der Mensch ist das Lebewesen, das momentan das Glück hat, so viel Intelligenz bekommen zu haben, dass er sich die Erde zu Nutzen machen kann. Das tut er allerdings mit einer solchen Arroganz, dass er vergisst, dass er doch selbst auch nur ein Tier ist, das etwas Glück gehabt hat.


2. warum leben wir?
Naturwissenschaftlich: Weil wir gezeugt wurden und da x-milliarden kleine Atome etc zusammengekommen sind.
Philosophisch gesehen zählt diese Frage für mich unter "Was ist der Sinn des Lebens?"
Simpel: Weil Mami und Papi sich einmal seeehr lieb gehabt haben :P


3. warum existiert unsere welt wie wir sie kennen?
Da muss ich Richard und Fairas zustimmen: Weil der Zufall es so wollte.

4. gibt es ein nichts?
Gegenfragen, die für mich damit zusammenhängen: Ist das Weltall unendlich? Wenn nein, was ist dann dahinter? Was geschieht nach dem Tod?

5. woraus sind wir entstanden & warum?
Ebenfalls mit der Evolution recht zu zu beantworten (siehe Richard). Warum? Vermutlich wieder nur Zufall, oder irgendwer wollte es so.

6. warum gibt es die evolution?
Gibt es die Evolution? :P Nein, es lässt sich ebenfalls wissenschaftlich beantworten (siehe Richard).

7. was ist denken?
Tja, dies hier ist wieder philosophischer. Eine niedliche Idee gibt es von René Déscartes. Den Wissenschaftlern schenke ich hier keinen Glauben, "es sei nur ein Zusammenspiel von Neuronen bla bla". Das Gleiche gilt für mich für Gefühle. Denn ich glaube, dass der Mensch eine Seele hat, die nicht materiell ist (in unserem Sinne) und somit, zumindest momentan, wissenschaftlich nicht belegt werden kann. Und ihre Aufgabe sind das Denken und die Gefühle.

8. woraus bestehen elemente(periodensystem)?
Atome. Wieder eine eher naturwissenschaftliclhe Frage und daher auch Antwort. Epikur hatte diese Idee schon in der Antike, und für mich klingt es plausibel.

9. was ist ein lebewesen?
Alles was wächst, "atmet" und Nahrung aufnimmt. Dazu zählen Menchen, Tiere und auch Pflanzen.

10. was heißt ich bin ich?
Das bedeutet, dass du dir deiner selbst bewusst bist. Wie du bist, wie du dich selbst siehst, das bleibt dir überlassen, bzw ist deine Aufgabe. Jeder muss dafür sorgen, dass er selbst so ist, wie er gerne ist. Das bedeutet stellenweise Arbeit, aber man fühlt sich wohler. Das bedeutet aber auch, dass man sich in manchen Bereichen so akzeptiert, wie man ist (was bspw das Aussehen betrifft).

11. was ist der sinn des lebens?
Eine der schwersten und am längsten diskutierte Frage der Philosophie. Schwierig. Aber ich denke, wenn man sich selbst den Sinn seines eigenen Lebens auswählt, geht man einen richtigen Schritt in die richtige Richtung. Es gibt viele viele Antworten, die aber allesamt irgendwie unbefriedigend sind.

Viele deiner Fragen lassen sich durch die Naturwissenschaft beantworten.
Allerdings meiner Meinung nach mit Vorbehalt, da ich denke, dass wir lange noch nicht so weit sind (und vllt nie so weit sein werden), dass wir die ganze Wahrheit erkennen bzw erforschen können.
Mich würde es nicht wundern, wenn einige unserer heutigen naturwissenschaftlichen Überzeugungen (Evolution, Urspuppe, Atome) irgendwann widerlegt werden. Es wäre nicht das erste Mal.
Und seien wir mal ehrlich: 80% der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse beruhen auf Theorien und Zahlen/Formeln.

Ja, ich bin gerne Skeptikerin :lachen:


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  07.03.2011, 11:12
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Das heißt auch nicht, dass ich alle Auffassungen teile, die ich aufgeschrieben habe.
Das waren nur erste Definitionen, die mir einfielen.
Zu viel philosophischem Denken war ich heute in meinem Zustand nicht in der Lage! ;)
  07.03.2011, 11:18
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  • Gräfin
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Ach es ist ja außerdem auch nichts schlimmes daran, wenn man naturwissenschaftlich denkt ;)


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  07.03.2011, 11:20
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  • Drachenhüter
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Zitat
9. was ist ein lebewesen?
Soweit ich mich erinnere sagen die Biologen dazu: Es kann stoffwechseln und sich reproduzieren. Neben Tieren und Pflanzen gehören da als wichtige Gruppe die Bakterien dazu, die hier bisher niemand genannt hat. :cry:


Mich würde es nicht wundern, wenn einige unserer heutigen naturwissenschaftlichen Überzeugungen (Evolution, Urspuppe, Atome) irgendwann widerlegt werden. Es wäre nicht das erste Mal.
Und seien wir mal ehrlich: 80% der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse beruhen auf Theorien und Zahlen/Formeln.
Eine wissenschaftliche Theorie gewinnt ihren Wert dadurch, dass sie Aspekte der Welt beschreibt und unter Umständen neue Phänomene hervorsagen kann. Das kann man dann experimentell prüfen, was die Theorie einerseits stützen, aber natürlich auch widerlegen kann. Kritisch zu bleiben ist zwar wichtig, aber manches, z. B. - Stichwort Atome - das Periodensystem wird sich nicht mehr ändern, sondern nur noch erweitert und ergänzt werden.
Ansonsten: Was höre ich da für eine latente "Mathematikfeindlichkeit" heraus? :P Zahlen und Formeln dienen dazu, eindeutige und exakte Voraussagen zu machen und sind da meines Erachtens durch nichts zu ersetzen. Die Naturwissenschaften beruhen insofern darauf, dass viele ihrer Erkenntnisse damit formuliert werden, das stimmt. Aber das ist ihr großer Vorzug!
Die größten Kritiker der Molche
waren früher eben solche
  07.03.2011, 12:15
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3. warum existiert unsere welt wie wir sie kennen?
Zitat
Zufall?
Dem würde ich einfach mal zustimmen!
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, wie unsere Welt sein könnte. Diese ists geworden.

Im Physikunterricht habe ich gelernt: Aktion = Reaktion. Ich behaupte mal Zufälle gibt es zu 100% nicht. Da aber nichts zu 100% sicher ist (ja, klingt Paradox) sage ich es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Zufälle.

Edit:
Zitat
9. was ist ein lebewesen?
Soweit ich mich erinnere sagen die Biologen dazu: Es kann stoffwechseln und sich reproduzieren. Neben Tieren und Pflanzen gehören da als wichtige Gruppe die Bakterien dazu, die hier bisher niemand genannt hat. :cry:
Oh ja sie werden leider immer wieder vergessen. :cry:
« Letzte Änderung: 07.03.2011, 12:19 von Boby »
In life, I have no religion,
Beside, the heavy metal Gods!
  07.03.2011, 12:16
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  • Spion
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1. was ist ein mensch und worin unterscheidet er sich?
Die Verbindung zw. der physischen und psychischen Existenz, auch hier gilt: Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile.
Passt auf beide Fragen

2. warum leben wir?
Gegenfrage: wie definiert sich Leben

3. warum existiert unsere welt wie wir sie kennen?
Eine Verkettung von vielen Zufällen, Physik usw., zum Teil jedenfalls, der Hauptfaktor dürfte vermutlich der Mensch selbst sein

4. gibt es ein nichts?
hm.....vermutlich nach dem Leben

5. worauw sind wir entstanden & warum?
siehe Pkt.3

6. warum gibt es die evolution?
Religiöse Menschen könnten sagen: die gibt es nicht, ich würde sagen: weil sie funktioniert

7. was ist denken?
Denk mal nach (sorry da fällt mir spontan nichts ein)

8. woraaus bestehen elemente(periodensystem)?
frag da lieber mal einen Physiker, der kann dir dann was über Quarks oder die Stringtheorie usw. erzählen, da halt ich mich raus

9. was ist ein lebewesen?
siehe Pkt. 1

10. was heißt ich bin ich?
k.A.

11. was ist der sinn des lebens?
Den muss jeder im Laufe seines Lebens selbst definieren, eine universelle Antwort gibts da meiner Meinung nach nicht
I was running with the wolves, hunting the lamb.
They stared at me with their fiery eyes and spoke:
"Thou hast gained his mark
thou shall never hunt alone
thine shall be their blood and flesh
and ours shall be thy soul"
  07.03.2011, 12:27
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  • Gräfin
    • Adel
Mich würde es nicht wundern, wenn einige unserer heutigen naturwissenschaftlichen Überzeugungen (Evolution, Urspuppe, Atome) irgendwann widerlegt werden. Es wäre nicht das erste Mal.
Und seien wir mal ehrlich: 80% der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse beruhen auf Theorien und Zahlen/Formeln.
Eine wissenschaftliche Theorie gewinnt ihren Wert dadurch, dass sie Aspekte der Welt beschreibt und unter Umständen neue Phänomene hervorsagen kann. Das kann man dann experimentell prüfen, was die Theorie einerseits stützen, aber natürlich auch widerlegen kann. Kritisch zu bleiben ist zwar wichtig, aber manches, z. B. - Stichwort Atome - das Periodensystem wird sich nicht mehr ändern, sondern nur noch erweitert und ergänzt werden.
Trotzdem bleibt es eine Theorie, und eine Theorie ist kein Beweis in meinen Augen.
Ich weiß, dass die Naturwissenschaftler das anders sehen, ich hatte schon eine Menge anstrengender Diskussionen mit einem, da kommt man einfach auf keinen gemeinsamen Nenner und auf keinen grünen Zweig. Daher habe ich jetzt nicht vor, diese Diskussion großartig zu vergrößern ^^ Ich weiß, dass ich da mit meinen Ansichten ziemlich gege die naturwissenschaftliche Wand laufe  :P
Ich drücke es mal so aus: Das meiste, was die Naturwissenschaft herausgefunden hat, klingt plausibel (wenn man es denn einmal verstandne hat  :ugly: ). Aber ich persönlich möchte mir die Möglichkeit offen halten, dass irgendwann alles über den Haufen geworfen werden könnte bzw. es in Wirklichkeit gar nicht so ist, wie wir glauben. Das ist eine persönliche Einstellung meinerseits, mit der Naturwissenschaftler häufig Probleme haben ;)
Selbiges gilt für Dinge, die ich für möglich halte, für die es aber keine Beweise gibt und wo ich manchmal den Eindruck habe, dass viele NaWi's mit Scheuklappen durch die Welt laufen, á là: "Dafür gibt es keinen Beweis, also gibt es das / geht das nicht."

Ansonsten: Was höre ich da für eine latente "Mathematikfeindlichkeit" heraus? :P Zahlen und Formeln dienen dazu, eindeutige und exakte Voraussagen zu machen und sind da meines Erachtens durch nichts zu ersetzen. Die Naturwissenschaften beruhen insofern darauf, dass viele ihrer Erkenntnisse damit formuliert werden, das stimmt. Aber das ist ihr großer Vorzug!
Ich habe nichts gegen Zahlen und Formeln oder die Mathematik.
Mir persönlich reicht ein "Beweis" (natürlich jetzt kein mathematischer Beweis), der aus bloßen Formeln und Zahlen besteht, nicht unbedingt aus, um etwas zu behaupten. Wenn Erkenntnisse, die auf anderen Wegen gemacht wurden, durch eine Formel definiert und formuliert werden, habe ich damit kein Problem. Wenn mir aber wer sagt: "Das ist so, weil p+x-(4q+z²)" und es gibt keinen Beweis, der auf ein Experiment bspw beruht, wehre ich mich dagegen, das konsequent als "wahr" anzusehen. Solange es empirisch nicht bewiesen ist, ist das für mich kein alleingültiger Beweis und es bleibt für mich die Möglichkeit offen, dass es ganz anders sein kann.

P.S.: <-- Philosophin  :ugly:  :ugly:
« Letzte Änderung: 07.03.2011, 13:31 von Felidae »


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  07.03.2011, 13:29
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Ach es ist ja außerdem auch nichts schlimmes daran, wenn man naturwissenschaftlich denkt ;)
Ich bin ja nicht einmal wissenschaftlich. Ich bin beides!
Deshalb werde ich auch ungern in Schubladen gesteckt.
Für mich muss etwas plausibel und logisch sein, damit ich es als richtig anerkenne. Im Rückkehrschluss geht das allerdings nicht; Ich nehme nicht alles als richtig an, was plausibel und logisch ist!
Z.B. erscheint es plausibel und logisch, dass Lady Gaga ein Alien ist, muss aber dennoch nicht richtig sein! :ugly:
Innerhalb dieses Spielraums des logischen, bin ich eigentlich für Alles zugänglich.
Ich glaube auch an Gott, aber vermutlich anders als andere Menschen... ;)
  07.03.2011, 13:58
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Nein das kann ich verstehen, ich wollte dich auch nicht in eine Schublade stecken.
Auch wenn ich das wohl getan hab :| Aber deine Antworten klangen so sehr naturwissenschaftlich, deshalb ;)

Im Übrigen ist das Lady Gaga-Beispiel nicht gerade das beste, ich finde nicht, dass es logisch oder plausibel ist, dass sie ein Alien ist :lachen:


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  07.03.2011, 14:13
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Im Übrigen ist das Lady Gaga-Beispiel nicht gerade das beste, ich finde nicht, dass es logisch oder plausibel ist, dass sie ein Alien ist :lachen:

Das war jetzt das erstbeste, das mir eingefallen ist, deswegen...:D
Ich glaube aber, es ist klar geworden, was ich meine... ;)
  07.03.2011, 14:25
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  • Skelett-Krieger
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Trotzdem bleibt es eine Theorie, und eine Theorie ist kein Beweis in meinen Augen.
Ich weiß, dass die Naturwissenschaftler das anders sehen, ich hatte schon eine Menge anstrengender Diskussionen mit einem, da kommt man einfach auf keinen gemeinsamen Nenner und auf keinen grünen Zweig. Daher habe ich jetzt nicht vor, diese Diskussion großartig zu vergrößern ^^ Ich weiß, dass ich da mit meinen Ansichten ziemlich gege die naturwissenschaftliche Wand laufe  :P
Ich drücke es mal so aus: Das meiste, was die Naturwissenschaft herausgefunden hat, klingt plausibel (wenn man es denn einmal verstandne hat  :ugly: ). Aber ich persönlich möchte mir die Möglichkeit offen halten, dass irgendwann alles über den Haufen geworfen werden könnte bzw. es in Wirklichkeit gar nicht so ist, wie wir glauben. Das ist eine persönliche Einstellung meinerseits, mit der Naturwissenschaftler häufig Probleme haben ;)
Selbiges gilt für Dinge, die ich für möglich halte, für die es aber keine Beweise gibt und wo ich manchmal den Eindruck habe, dass viele NaWi's mit Scheuklappen durch die Welt laufen, á là: "Dafür gibt es keinen Beweis, also gibt es das / geht das nicht.
Zeit, diesen Absatz in die Elemente eines Arguments runterzubrechen:
Behauptung: "Egal welche Mühe die Wissenschaft sich gibt, etwas zu beweisen, ich erkenn es nicht an!"
Begründung: "Weil ich so will"
Beleg: "Will ich halt!"
k! Natürlich könnte ich jetzt herkommen und auch noch das Paradoxum der Behauptung an sich (vollkommen ungeachtet davon, wie Banane Begründung und Beleg sind) hervorheben, aber ich habe im Gegensatz zu ominösen Naturwissenschaftlern, die sich ständig in anstrengende Diskussionen mit dir verwickeln, besseres zu tun, z.B. meinen Stuhl wärmen oder 50000 Bleistifte in Einzellieferungen bestellen.
Also, um jetzt mal klarzustellen:
Die PC-Spieler raubkopieren alle und sind selbst Schuld, dass sie Konsolenports kriegen.
Die Konsolenspieler kaufen sich massenweise seichte Kost und abgeflachte RPGs, aber die Entwickler sind Schuld am Abflachen? Ok.
Ja klar sind die Spieler schuld am Abflachen von Spielen wie Skyrim, denn die Gamer entwickeln ja schließlich das Spiel. Logik fail.
  07.03.2011, 15:20
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  • Gräfin
    • Adel
Zeit, diesen Absatz in die Elemente eines Arguments runterzubrechen:
Behauptung: "Egal welche Mühe die Wissenschaft sich gibt, etwas zu beweisen, ich erkenn es nicht an!"
Begründung: "Weil ich so will"
Beleg: "Will ich halt!"
Nö ^^ Du hast mich schlicht und einfach nicht verstanden ;)


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- John Barrowman -
  07.03.2011, 17:16
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  • Hexer
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Wenn mir aber wer sagt: "Das ist so, weil p+x-(4q+z²)" und es gibt keinen Beweis, der auf ein Experiment bspw beruht, wehre ich mich dagegen, das konsequent als "wahr" anzusehen. Solange es empirisch nicht bewiesen ist, ist das für mich kein alleingültiger Beweis und es bleibt für mich die Möglichkeit offen, dass es ganz anders sein kann.
Sollte es aber nicht, gerade als Philosoph-Studentin, genau anders herum sein?

Meine Erinnerungen an die Thematik sind gerade zwar etwas eingerostet, aber ist der Weg, der über die Logik führt, nicht der Weg, der gewählt werden sollte, um eine Lösung für ein Problem zu finden?
Nehmen wir an, wir finden etwas durch ein Experiment heraus, kann es nicht theoretisch immer den Fall geben, dass etwas anderes passiert, als es bei den letzten x->∞ mal passiert ist? Sehe ich also etwas im Experiment, kann es den Fall geben, dass es durch irgendeinen Faktor - und sei dies, um wieder in das Philosophische zu gehen, die Möglichkeit, dass das, was man sieht, nicht die Wahrheit ist - verfälscht wurde und ich daher nicht von der Wahrheit ausgehen kann.
Wenn ich das ganze dagegen in der Theorie angehe, also die Sache alleine vom logischen her mathematisch berrechne, müsste es dann nicht viel eher von einem Philosophen als "wahr" anerkannt werden, als wenn er es nur im Experiment sehen würde?
(Es sei denn, er gehe davon aus, er befinde sich in einer Traumwelt, die ihm dieses logische System nur vortäuscht... :spinner: )
1. Die Null finden.
2. Die Eins kompliziert schreiben.
3. Taylorentwickeln.
  07.03.2011, 19:07
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