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Thema: Fluss  (Gelesen 862 mal)

  • Knecht
    • Dunkle Bruderschaft
Als da gerade mal wieder was in der Schreibstube war, dachte ich mir, ich poste auch mal ein Gedichtchen.
Mag auch nichts groß zu sagen, 8*4-Kreuzer, gewöhnliche Form halt.
Inhalt könnt ihr frei assoziieren, nur vorweg es ist kein bloßes Landschafts-/Naturgedicht.
Dachte das ist selbsterklärend aber es wurde schon so aufgefasst also sag ich's lieber mal dazu bevor die Nachwirkung an dem Punkt schon aufhört.  :P
Viel Spaß! :)

Fluss

Ein blauer Strom geleitet
zur Ferne mehr mich hin.
Der Pfad, den er bereitet,
er geht nicht aus dem Sinn.

So oft ich ihn geseh'n
in fernem Schimmer dunstumwoben,
ich wollte ihn versteh'n
und hatte mich zu hoch erhoben.

Gespenstisch glitzert er zur Nacht,
verzaubert mich zu einem Traum,
und gleich wohin er mich gebracht,
zur Ruhe, frei von Zeit und Raum.

Wann immer ich mein Aug' geschlossen,
herüber hallt es durch den Wald.
Ach, wie hab' ich es genossen,
das Klirren der Tropfen, so kalt.

So ruhig und schön ich ihn geseh'n,
zerfließt in seinem Bette lang,
so spürt' ich ihn vorübergeh'n
mit leisem herrlichen Gesang.

Alsbald schon seine Stimm' verblasst.
Er zieht bald weiter seinen Lauf.
verloren hab' ich ihn schon fast.
Ich blicke nochmals zu ihm auf.

Wo ich stehe, ist es warm
an dieser Stelle, wohlbehütet,
und liege hier in sich'rem Arm.
Doch schafft's, dass es mir das vergütet?

Nein, denn wie der Strom so zieht,
weiter hinter Nebels fremdes Land,
so es auch mit mir geschieht.
Gewiss, es ist nicht nach Verstand.

Ich vermag's nicht zu erklären,
doch unersetzlich dieser Traum
genügt die Seele mir zu nähren
Nur jenseits jenes Waldes Saum

In den zu wandern mir bestimmt.
Wohin zu führen es ihn sinnt? ...
Ich folge diesem Strom, bevor verglimmt
mein Hoffnungsfunk' allein im Wind.

EDIT: Geschrieben im September 2010
« Letzte Änderung: 09.05.2011, 21:05 von Marioverraeter »
  09.05.2011, 21:03
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  • Rekrut
    • Legion
Wunderschönes Gedicht.
Meine Gedanken von der Natur wichen früh.
Ich bekam einen Gedanken einer anderen Welt beim lesen undich fühlte mich eifnach wohl.
Ich intepretier es als Traumgang, denn ein Traum ist wunderschön, man erinnert sich nicht daran und dennoch weiss man er war da.
Weiter kann ich das Gedicht nicht interpretieren, mir liegt Argumentation nciht so gut...

gruß
Thomas
Lebe dein Leben doch bedenke dass du nichts Rückgängig machen kannst !
  10.05.2011, 15:26
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  • http://www.v0g3l.wg.am/