Eine australische Spielezeitschrift namens Atomic hat es tatsächlich gewagt, ihr Review von Skyrim bereits heute zu veröffentlichen - obwohl die Sperrfrist von Bethesda erst am 10.11. abläuft!
Da es sich hierbei um ein 'unerlaubtes' Review handelt und wir Zeitschriftenscreens generell nicht verlinken, gibt es hier keinen Direktlink - aber ich werde mal auf Deutsch zusammenfassen, was man so hört.
Achtung: Das ganze ist subjektiv gefärbt.
Achtung: Storyspoiler sind in Spoilerkästen.
- Der Reviewer behauptet, weder Morrowind noch Oblivion gemocht zu haben (Schlammkrabben, bäh), erst Fallout 3 habe ihm gefallen. Das nur als Hintergrundinfo, damit man seine 'Bewertungen' richtig lesen kann.
- Skyrim ist ganz klar skill- statt klassenbasiert (was für ein Weg seit damals in Morrowind!). Am Anfang legt man nichts außer seiner Rasse fest, alles weitere ergibt sich aus dem Spiel, und es bleibt noch viel Zeit, den Charakter weiterzuentwickeln. Das Spiel wird als weitgehend klassenlos beschrieben (Hier also nicht viel neues).
- Es wird zwei Hauptthemen geben: Den Kampf zwischen den imperialen Truppen und den Rebellen, und die Drachen. Viele, viele Drachen. Verdammt viele Drachen zum Abschlachten.
- Ich bin mir nicht sicher, aber es klingt so, als würden weiterführende Perks durch Benutzung der vorhergehenden eröffnet. Perks sind ja in Bäumen, also aufeinander aufbauend, angeordnet, und es scheint so, als müsse man die grundlegenden Skills tatsächlich entsprechend anwenden bzw. trainieren, um höherwertige freizuschalten. Das reine Level-Up oder das alleinige Freigeschaltet-Sein der vorherigen Perks scheint dafür also nicht auszureichen - wenn das so stimmt, ist das ein Stück Kontinuität zu den Multiplikatoren der Vorgänger, das ich sehr begrüßen würde.
- Das Charaktersystem wird als genial und unglaublich viel Freiheit schaffend beschrieben - Beispiele wie 'Du kannst Dich auf Zweihandwaffen spezialisieren, um danach durch Perks zu einem Meister der Kriegshämmer zu werden' klingen für mich allerdings nach nicht viel mehr Möglichkeiten, als Morrowind damals schon hatte, bevor das Fähigkeitensystem gnadenlos zusammengestrichen wurde. Wobei, 280 Perks in 18 Bäumen... wir werden sehen

- Die Grafik wird (was sonst?) gelobt wie sonstwas, vor allem die lebendige Umwelt und die umwerfenden Wettereffekte. Städte schauen belebt aus und die Welt ist einfach riesig.
- (Leute, mal ehrlich, wie kann man jemanden ein TES-Spiel reviewen lassen, der sich wundert, dass ein Waffenschmied nur Waffen kauft und keine rosa Plüschteddybären? Nein, so extrem natürlich auch nicht, aber... genauso schlimm. Mein Gott, so ein bisschen mehr TES-Verständnis täte dem Typen echt gut!)
- Es scheint ein bisschen Crafting zu geben - ob das allerdings mehr bedeutet als nur selbst Rüstungen schmieden zu können, bleibt abzuwarten (der Artikel nennt genau drei Beispiele. Erstens: Rüstung selbst schmieden. Wer errät die anderen zwei? Überraschung: Gegenstände verzaubern!!! Und der dritte - nein, das glaubt ihr nicht. Das glaubt ihr mir niemals: Alchemie!!! Ja genau, man kann sich tatsächlich seine eigenen Tränke herstellen! In einem TES-Spiel!!!)
Es werden Fraktionen genannt, denen man sich anschließen kann, eine Kämpfer- und eine Magierfraktion, aber keine von beiden klingt wie die beiden bisher bekannten Gilden.
- Man beginnt als namen-, geschlechts- und rassenloser Rebell, der gefangengenommen wurde.
- Ungefähr 150 Dungeons (ich würde nicht zu viel auf die Zahl geben), jeder einzigartig, keine Wiederholungseffekte wie in anderen Spielen, dafür aber 'anscheinend nie versiegende Untotenströme, die alle fünf Minuten aus ihren Gruften hervorbrechen'. Oder so. Und ein paar Fallen und -uhu- verschlossene Türen gibt es natürlich auch.
- AI wird generell als gut beschrieben, die Zufallsgespräche hingegen scheinen weiterhin auf Oblivion-Niveau zu sein. Gleiches gilt wohl für die Intelligenz der Wachen, zumindest in manchen Szenen.
- Gesamtbewertung 95%, Gameplay 97%, Sound 95%, Grafik 92%
Wie das für mich klingt? Was man so hört, macht wirklich Lust auf mehr, und das Spiel scheint durchaus gelungen zu sein. Was es allerdings bedeutet, dass jemand das Spiel so lobt, der Morrowind und Oblivion richtiggehend gehasst hat, will ich mir lieber nicht vorstellen. Manches von dem, was man so hört, klingt für den TES-Veteranen eigentlich nach einer Selbstverständlichkeit und lässt die Frage offen, ob da noch was kommt oder ob es das schon war - andererseits: Der Teufel - aber auch die Genialität - liegt manchmal im Detail. Und einem Tester, der sich darüber freut, dass er Tränke brauen kann, traue ich ehrlich gesagt nicht zu, die Details, für die ich mich interessiere, überhaupt zu entdecken. Insofern ist wohl immer noch alles offen.
PS: Achja, vor drei Tagen, am 4.11., hat Bethesda übrigens bekannt gegeben, dass Skyrim Goldstatus erreicht hat. Ihr denkt, dass eine Woche vor dem Release ein relativ später Zeitpunkt ist, um Gold zu gehen? Ja, das denke ich auch, und ich vermute, dass uns der erste Tag auch gleich mit dem ersten Patch beglücken wird. Dennoch haben die Jungs dort
ordentlich mit Met angestoßen, und auch ich stelle mir schonmal ein Fläschchen für Freitag kalt