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Thema: Ingvar - Zwischen Blut und Stahl [Skyrim]  (Gelesen 2118 mal)

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Es war ein kalter Wintertag, an dem Ingvar sich entschied, sein bisheriges Leben zu ändern. Soldaten des Kaiserreichs hatten erneut in seinem Dorf herumgepöbelt. Was bilden sich diese Schwächlinge ein, hier herumzustolzieren. Die sollen uns unser Himmelsrand lassen. Als bei den - beinahe schon üblichen - Auseinandersetzungen zwischen Soldaten des Kaiserreiches und den Einwohnern einer der Ältesten des Dorfes gegen eine Wand geschleudert wurde und daraufhin ohnmächtig liegenblieb wusste Ingvar, was er zu tun hat. Er wollte nicht länger tatenlos zusehen, wie sein Volk - traditionsbewusste, kampfgestählte und überzeugte Nord - von diesen dahergelaufenen Marionetten und ihren Puppenspielern, den Thalmor, wie Schmutz behandelt wird. Also machte er sich auf, er wollte nach Cyrodiil. Er würde das Selbe mit den Kaiserlichen machen, wie sie mit seinen Brüdern. Dass eine Kaiserliche patroullie des weges kam, war wohl ein Wink des Schicksals. Dass es so viele waren und ihn überwältigten, fesselten und auf einen Wagen schmissen, wohl nicht.

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Ingvar im Gasthaus in Flusslauf



« Letzte Änderung: 09.10.2012, 09:34 von Lord Akkarin »
  28.11.2011, 15:34
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Das konnte ja nur mir passieren. Da will ich bei diesen Hunden einmal Stunk machen, ihnen Zeigen, was sie mit unserem Land, unserem Volk, unserer Kultur tun. Und was passiert? Diese feigen Hundesöhne überfielen mich, fesselten mich und warfen mich auf diesen Karren. Nicht einmal einen ehrenhaften Tot ließen sie mich sterben. Meine beglieter auf diesem Karren teilten meine Einstellung. Sie waren echte Nord. Ralof von Flusswald und, der Einzig ware König, Jarl Ulric! Auch wenn sie gefesselt waren, strahlten sie doch mehr Ehre aus, als alle diese verfluchten Soldaten zusammen. Auch wenn mich mein nahender Tod beunruhigte, die Gewissheit mit Jarl Ulfric in Sovngarde einzugehen machte mir Mut. Und diesen brauchte ich wohl auch, als ich die Tore der Festung Helgen sah. Schließlich hatte ich hier bereits mehrere Gefährten verloren. Auch die Anwesenheit von General Tullius machte mich nicht gerade zuversichtlich. Angekommen auf dem exekutionsplatz ließen uns die Wächter von den Karren steigen und sahen ihre geliebten Listen durch. Der Dieb, der mit uns auf dem Karren saß, wollte fliehen. Keine gute Idee. Nach diesem kurzen Zwischenfall beorderten sie einen ersten der Sturmmantelsoldaten zum Henker. Er war der erste einer langen Liste von Delinquenten.

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Was mich aber verwunderte, war das seltsame, brummende Geräusch welches ich kurz vor der ersten Hinrichtung vernahm. Viel Zeit, darüber nachzudenken hatte ich jedoch nicht. Ich war der nächste auf der Liste. Meine gedanken galten in diesem Moment einzig und alleine Sovngarde. Gut, so weit hätte ich nicht denken müssen. Der Henker hatte bereits zum Schlag ausgeholt, als sich das komische Geräusch erklärte. Ein großes, fliegendes Etwas ließ sich auf dem Turm des Platzes nieder und begrüßte die Anwesenden mit einem markerschütternden Schrei, der alles und jeden umwarf. Es war ein Drache. Kein Zweifel.

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Im entstandenen Chaos konnte ich gemeinsam mit Ralof entkommen. Durch die Festung hindurchflüchtend stießen wir auf eine Soldatin der Sturmmäntel. Sie kömpfte in einer Folterkammer gegen zwei der Aufseher. Zu dritt waren sie jedoch kein großes Problem. "Diese Schweine. Was sie wohl hier mit unseren Brüdern getan haben." meinte Ralof. Nachdem wir weitergingen, kamen wir zu einer Art Höhle. Scheinbar ein geheimer Fluchtweg. Allerdings wurden wir auch dort schon von Soldaten erwartet. Diesmal jedoch ungleich mehr. Ich wirbelte meine Schwerter umher, Ralof wirbelte die Seinigen und unsere Begleiterin bombardierte unsere Gegner mit Pfeilen. Der letzte Feind rannte auf mich zu, ich machte einen Ausfallschritt und spießte ihn mit seinem Gesamten Gewicht auf meinen Schwertern auf. Der Schrei den ich dabei hörte war aber eindeutig weiblich. Ich drehte mich um. Und sah nur noch, wie unsere Begleiterin in die Knie ging. Einer der Feiglinge hatte sich unauffälig hinter sie geschlichen und ihr sein Schwert in den rücken gerammt. Mit einem Kampfschrei auf den Lippen stürmte ich auf ihn zu, schlug auf ihn ein, bis ich ihren Tod gerächt hatte. Rolaf und ich verschafften ihr ein kurzes, möglichst ehrvolles Begräbnis unter Steinen und machten uns dann, um einiges Betrübter, wieder auf den Weg durch die Höhle. Nach einer Stunde etwa erreichten wir einen kleinen Felsspalt, den Ausgang.

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Kaum aus der Höhle, hörte ich erneut das Brüllen des Drachens. Keine Frage, hier handelt es sich nicht um eine Sage. Legenden brennen keine Festungen nieder. Ralof und ich versteckten uns hinter einem Felsen, bis er endlisch verschwunden war. Hoffentlich endgültig. Er riet mir, mich aufzumachen nach Flusswald, wo seine Schwester in der Sägemühle arbeitet. Zur sicherheit trennten wir uns und wollten uns in Flusslauf wieder treffen. Um nicht noch einmal den Kaiserlichen Soldaten in die Hände zu fallen, mied ich die Straße und kürzte den Weg durch. Als ich um einen großen Felsen bog, rannte ich genau in die Arme einer dreckigen, stinkenden Dunmer. Sie war wohl ein Bandit, mit der Freundlichkeit mit der ich begrüßt wurde. Als ich gegen sie focht und schließlich auch bezwang dachte ich bei mir "Dieser Abschaum soll zurück, dort wo er hingehört!" Die Banditin war die Türwache zu einer alten Mine. In ihr fanden sich eine Menge Räuber, die jetzt wohl als Futter für die Skeever dienen. Auf diese Weise war ich bald wieder herausen, im lezten Licht des Tages. Ich wusste, ich war für das Kämpfen gemacht. Ich würde mich den Sturmmänteln anschließen und unser Land wierder zurück erobern. Doch erst musste ich weiter nach Flusswald gehen, welches ich nach weniger als einer halben Stunde erreichte. Die lezten Schritte tat ich wieder mit Ralof, der zu mir stieß. Er bot mir hier auch an, mich dem Aufstand der Sturmmäntel anzuschließen. Dies würde ich auch annehmen. Doch erst brauchte ich etwas Schlaf. Diesen fand ich auch, da uns seine Schwester ihr Haus zur verfügung stellte. Bevor ich mich aber hinlegen konnte, versprach ich ihr noch, mit Jarl Balgruuf in Weißlauf zu sprechen und ihn um Soldaten für das Dorf zu bitten. Dann konnte ich mich endlich dem Schlaf hingeben, den ich nach diesem turbulenten Tag dringend brauchte.
« Letzte Änderung: 09.10.2012, 09:34 von Lord Akkarin »
  28.11.2011, 17:24
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Die ersten Sonnenstrahlen weckten mich, ich Schlug die Augen auf und erhob mich. Ein wenig steckten mir die Blessuren des vergangenen Tages noch in den Knochen, aber ich wusste nun, wie meine Bestimmung aussah. Wenn man bedenkt, dass ich vor zwei Tagen noch nicht einmal wusste, wie mien Wiederstand gegen das Kaiserreich aussehen sollte, hatte sich mein Leben in eine ziemlich eindeutige Bahn gelenkt. Zumindest für den Moment. Ich verabschiedete mich von Ralof und seiner Schwester, versprach noch einmal, Hilfe zu holen und machte mich auf. Bevor ich Flusswald aber endgülitg verließ wollte ich noch im Handelskonotr verbeisehen, um meine Vorräte aufzufüllen und ein Wenig der Erbeuteten Gegenstände der kaiserlichen Soldaten zu verkaufen. Als ich den Laden betrat befanden sich der Händler und, der Anrede nach zu schließen, seine Schwester, in einer aufgeregten Diskussion über einen Einbruch. Allerdings verstummten sie bei meinem Eintreten sehr schnell. Darauf Angesprochen meinte der Besitzer des Ladens, Diebe hätten ihm eine wertvolle Klaue ausGold entwendet. Ihr Versteck sei wohl in den Ödsturzhügelgräbern, die sich auf dem berg am gegenüberliegenden Ufer befinden. Würde ich ihm die Klaue zurückbringen, so versprach er mir eine angemessene Belohnung. Ich sah in meinen Geldbeutel, ledern, mit einigen wenigen Münzen darin, und willigte ein. Seine Schwester zeigte mir den Weg bis zur Straße, die mich den Berg hoch zu den Gräbern führen würde. Danach meinte sie, sie müsse jetzt zurück zu ihrem Bruder. Also machte ich mich auf, den Berg zu besteigen. Nach etwa einer Stunde kam ich zu einer großen Kehre, in der sich ein Wachturm befand. Ich sinnierte, wer diesen Turm wohl erbaut haben mag, als ich die Stimme einer Dunmer hörte. Nicht noch so eine Aschfahle Dirne. Hat man denn hier niemals ruhe?! Wie ich bald merkte, beim Reinigen meines Schwertes an ihrer Kleidung, waren diese Banditen nicht sehr Kampfgeschult. Ich dankte meinem verstorbenen Vater für seinen Unterricht in der führung des Schwertes und betrat den Turm. Wer weiß, vieleicht finde ich ja noch etwas brauchbares.

Zwar fand ich jede Menge weiterer Banditen, einer stümperhafter als der Andere, aber nichts an übermäßiger Bedeutung. Genauso schnell wie ich den Turm betrat, verließ ich ihn auch wieder. Schließlich wartete ein Hügelgrab auf mich. Beim weiteren Anstieg reflektierte ich über meine Handlungen der letzten beiden Tage. Ich hatte getötet. Ich hatte das Leben von Menschen beendet. Es ist das Eine, einen Hirsch zu schießen. Einem Menschen die Schwerter in den Wanst zu rammen das Andere. Allerdings konnte ich mein Gewissen damit beruhigen, dass es keine nord waren. Es war kaiserlicher Abschaum, dunmerischer Schmutz und Banditen, die ehrhafte Nord überfallen. Es war recht, sie zu töten. Hätte ich sie nicht getötet, hätten sie mich umgebracht. Über diese Gedanken versunken erreichte ich bald das Hügelgrab. Ich kannte aus meinem Heimatdorf Gräber solcher Art. Aber die Größe, die Skulpturen. Ich war beeindruckt. Eine Handvoll der Banditen die den Händler überfallen hatten waren wohl als Wache abgestellt, sie machten auch keine großen Probleme. Bis auf einen feigen Bogenschützen, der mir einen Pfeil in den Arm verpasste. Er rechnete allerdings nicht damit, dass ich ebenfalls mit Pfeil und Bogen umgehen konnte. Nachdem die ersten besitzstreitigkeiten geklärt waren, konnte ich das Grabmal endlich betreten.

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Im inneren erwarteten mich etwas mehr Banditen, etwa ein Dutzend. Ich wunderte mich bald, ob sie die Klaue nicht schon verkauft hatten, da ich sie bei keiner der Leichen fand. Als ich aber in einem düsteren Gang landete, der über und über mit Spinnweben verhangen war, äußerte sich leichter Unmut in mir. Als ich dann noch ein ersticktes "Hilfe" hörte, war kein Muskel in meinem Körper entspannt. Als ich mir, mithilfe meiner Schwerter, zutritt zu einer größeren Halle verschaffte, wusste ich auch, woher die Spinnweben stammten. Von der Decke seilte sich eine Riesenspinne ab. Erst nahm sie keine Notiz von mir, da ihre Aufmerksamkeit einem, sauber eingewickelten und an die Wand geklebten, Banditen gehörte. Da er womöglich die Klaue hatte und ich keine Lust auf das durchwühlen von Spinneninnereien hatte, griff ich zu meinem Bogen und beschoss das Ungetüm. Offensichtlich schienen meine Pfeile nicht allzu viel anzurichten. Also ließ ich den Bogen fallen, griff meine Schwerter, stürmte auf sie zu und wirbelte die Klingen herum. Blut spritzte mir ins Gesicht, ich wurde mehrmals von ihren Kiefern getroffen, konnte sie aber schließlich doch zu Boden strecken. Ich hielt mich nicht lange mit dem Versorgen meiner Wunden auf, sondern schritt direkt auf den Gefangenen zu. Er meinte, er hätte die Klaue und wüsste auch, wie man sie bedient. Dachte er wirklich, dass ich so naiv sei? Ich schnitt ihn von der Wand los, machte noch einen sauberen Schnitt und durchsuchte ihn. Und tatsächlich. Ich fand sowohl die Klaue als auch ein Tagebuch, in dem beschrieben stand, man hätte "den Schlüssel auf der Hand". Ich verstaute die Dinge in meinem Rucksack und ging weiter in das, im Tagebuch beschriebene, Allerheiligste. Der weg dorthin war gepflastert mit Untoten. Kein sehr apetitlicher Anblick. Nach heerscharen von Draugr, die mein Großvater bereits in Schauergeschichten antanzen ließ, war ich in einem langen Gang angelangt, an dessen Ende ene Runde Steinplatte in die Wand eingelassen war.

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In der Mitte waren aussparungen, in die die Klaue perfekt hineinpasste. Was mich aber stutzig machte, waren die 3 Ringe darüber. Auf ihnen fand ich die Abbildung von verschiedenen Tiere und mir kamen die Zeilen aus dem gefundenen tagebuch wieder in den Sinn. Ich drehte die Klaue gedankenversunken in meinen Händen, als mir an ihrer Unterseite drei kleine Symbole auffielen. Es waren Tiere. Die Selben, die auch auf den Ringen an der Wand zu sehen waren, wenn auch in anderer Reihenfolge. Einer inneren Stimme folgend ordnete ich die Tiersymbloe durch drehen der Ringe so an, wie ich sie auf der Klaue sah und steckte diese dann in die Aussparung. und siehe da: Mir wurde einlass gewährt. Ich fand mich in einer großen Höhle wieder, an deren Ende eine große, steinerne Skulptur war. Als ich näher kam, erkannte ich, dass es keine Skulptur, sondern mehr eine Art Grabmal war. Halbrund, mit seltsamen Schriftzeichen darauf. Ich ging näher, wollte mir diese Zeichen ansehen, als mich Schwärze umfing. Sie dauerte nur kurz an und als sie verschwunden war, merkte ich, dass etwas nicht stimmen konnte. Ich wusste allerdings nicht, was. Ich hatte auch nicht sonderlich viel Zeit darüber nachzudenken, da sich hinter mir plötzlich ein Sarg öffnete und ein besonders großer und aggresiver Draugr aus selbigem entstieg. Der Kampf dauerte länger als gegen die Anderen seiner Art und ich merkte, dass ich meine Taktik der zwei Schwerter zugunsten eines Schildes und etwas verteidigung überdenken sollte. Den Göttern sei dank konnte ich ihn dennoch bezwingen. Da mir nach diesem Kampf aber jeder Knochen im Leibe schmerzte, suchte ich mir eine gut geschützte Ecke, in der ich schwer zu sehen bin und versuchte, meine geschundenen Glieder auszurasten.

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« Letzte Änderung: 09.10.2012, 09:35 von Lord Akkarin »
  29.11.2011, 22:17
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