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Thema: Teekeus der Gefiederte - ein ehrenvoller Dieb [Skyrim]  (Gelesen 5940 mal)

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Name: Teekeus der Gefiederte
Rasse: Argonier
Spezialisiert auf: Schleichen,Bogenschießen,Taschendiebstahl,Redekunst,Alchemie und Schlösserknacken

Screenshot:
2012-01-05_00003.jpg (637.13 KB)

Beschreibung:
Teekeus ist ein Dieb und er ist nicht schlecht in seinem Metier.Oftmals überschätzt er sich aber oder geht ein zu großes Risiko ein.Er hat einen ruhigen und nachdenklichen Charakter und ist nicht leicht aus der Reserve zu locken.Er weiß viel über Tamriel,aber leider wird sein Verstand oft von seiner Gier nach Gold und Artefakten besiegt.Im Kampf bevorzugt er es unerkannt zu bleiben und benutzt so gut wie immer Pfeil und Bogen.Im Nahkampf ist er aber eher weniger bewandert,was ihn schon oft in Schwierigkeiten gebracht hat.

Level:10

Ausrüstung:
Orkischer Bogen (Fein)
Stahlpfeile
2 Orkische Dolche (Fein)
Diebesgildenkapuze
Diebesgildenrüstung
Handschuhe der alten Götter
Stiefel der alten Götter

Abgeschlossene Quests:
Entfesselt
Diverses unter Verschiedenens
Die Verschwörung der Abgeschworenen
Keiner entkommt der Cidhna-Mine

Perks:
Schlösserknacken(Lehrling)
Heimlichkeit(2/5)
Lautlose Bewegung
Heimtücke
Überspannen(2/5)
Fingerfertigkeit(1/5)

Aktueller Stand: Nach Kapitel 12
Kapitel 12 ist endlich raus, und ich hoffe stark, das Kapitel 13 nicht so lange auf sich warten lässt.
« Letzte Änderung: 20.02.2013, 21:09 von Der Alchemist »
Gipfelnebel-Herrenhaus Statistiken: Runden insgesamt: 8 | Runden mitgespielt: 7 | Runden gewonnen: 6 | Runden überlebt: 4 | Rollenverteilung: 5*Gut;1*Böse;1*Drittpartei
Sieht schon ganz gut aus, aber besser geht immer.
  06.01.2012, 21:36
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1.Kapitel

Die Flucht aus Helgen

„Verdammt“, dachte Teekeus, “aber es musste ja eines Tages so kommen.“. Er hätte auf seinen Instinkt hören sollen, der ihn davon abgeraten hatte, die so harmlos aussehende Karawane zu berauben. In Wirklichkeit war es ein Regiment von Sturmmänteln, diesen Rebellen, die die Herrschaft des Kaisers über Himmelsrand nicht länger dulden wollten und gegen dessen Armee kämpften. Das wäre ja noch nicht so schlimm gewesen, er hätte sich einfach empfohlen und wäre gegangen, aber just in diesem Moment griff eine Patrouille der Kaiserlichen die Sturmmäntel an, und einer von diesen Soldaten rannte direkt auf ihn zu. “Moment, ich bin kein….“, wollte Teekeus noch rufen, aber dann spürte er bloß noch einen heftigen Schmerz am Kopf, und alles wurde schwarz. Und die Dinge standen nicht viel besser, nachdem er wieder aufgewacht war. Trotz seiner heftigen Kopfschmerzen bekam Teekeus genau mit, dass er nach Helgen gefahren und vom Kaiserreich hingerichtet werden sollte. Diesen nervigen kleinen Amateurdieb, der zu seinem Leidwesen im selben Wagen saß, schien das noch mehr zu bestürzen als ihn, sofern das überhaupt möglich war. Tatsächlich war er sich sicher, dass dieser Amateur eine Flucht versuchen würde, trotz der Sinnlosigkeit dieses Vorhabens. Er hatte ja selbst im Geist alle möglichen Szenarien für eine Flucht durchgespielt, aber die Chancen auf Erfolg waren gleich Null. In seine Grübelei versunken, bemerkte Teekeus nicht einmal, wie sie in Helgen ankamen. Dass der Amateurdieb jetzt fliehen wollte, hatte er allerdings vorausgesehen. Natürlich machten die kaiserlichen Wachen mit ihren Bögen dieser Flucht ein schnelles Ende. Jetzt sollte er hingerichtet werden. Er schloss die Augen und wartete auf das Unvermeidliche Ende. Doch es kam nicht. Stattdessen hörte er plötzlich ein Gebrüll, so laut, dass die Erde unter ihm erzitterte und aufgeregte Rufe der Kaiserlichen. Er öffnete die Augen und sah - einen Drachen. Das war unmöglich! Die Drachen waren ausgestorben, jedes Kind wusste das. Doch dieser Drache war äußerst lebendig. Den Gedanken, dass es nur eine Illusion war, konnte er auch vergessen, denn in der nächsten Sekunde öffnete der Drache sein Maul und legte große Teile des Dorfes in Schutt und Asche. Auch der Henker fiel in diesem Tumult genau wie er zu Boden - Teekeus war für dieses Mal dem Tod entgangen, das dritte Mal, um genau zu sein. Einer dieser Sturmmäntel, sein Name war Ralof, zerrte ihn hoch und schrie ihm zu, er sollte mit ihm in diesen Wachturm fliehen. Seit wann ließ er sich Befehle von solchen Typen geben? Der konnte lange auf ihn warten. Doch plötzlich landete der Drache auf der Straße hinter ihm, was Teekeus dazu brachte seine Meinung noch einmal zu überdenken. Im Turm versuchte er über die Treppe aufs Dach zu gelangen, aber dieser verflixte Drache durchbrach die Mauer vor ihm und vermasselte ihm so erneut seinen Plan. Die Sturmmäntel hinter Teekeus riefen irgendwas, doch er war schon durch das Loch nach unten gesprungen. Etwas angeschlagen schaffte er es dann doch irgendwie, zur Festung zu gelangen. Er betrat die Festung mit Ralof zusammen, um sich dessen Hilfe zu versichern. Er mochte ihn zwar nicht, schließlich waren die Sturmmäntel zum Teil schuld an seiner Misere, aber die Kämpfe in der Festung gegen die übrigen Soldaten des Kaisers hätte er sicher nicht ohne ihn gewonnen. Schließlich war er als Bogenschütze im Nahkampf gegen schwertschwingende Kaiserliche benachteiligt - da war es nur recht und billig, dass Ralof ihm half. Der Weg durch die Festung erschien Teekeus lang wie eine Ewigkeit, vorbei an Kämpfen, Lagerräumen, Höhlen, Spinnen, Flüssen und zum Schluss auch noch Bären.
Letztendlich kam er doch zum Ausgang, als der Drache schon wieder über ihn hinwegflog. Verfolgte ihn dieses Biest etwa? Er unterhielt sich kurz mit Ralof, der so freundlich war, Teekeus den Weg zur nächsten Ortschaft, Flusswald, zu zeigen. Teekeus sagte, er müsste jetzt gehen, aber in ein oder zwei Tagen würden sie sich schon in Flusswald wiedersehen. Ohne eine Antwort von Ralofs Seiten abzuwarten rannte er davon. Während er die kühle Waldesluft und die Nähe des Flusses genoss, kam ihm langsam zu Bewusstsein, dass er nun wirklich frei war.
« Letzte Änderung: 07.01.2012, 23:17 von Der Alchemist »
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  06.01.2012, 21:39
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2.Kapitel

Erste Abenteuer

Teekeus war auf dem Weg nach Flusswald, doch er hatte beschlossen, zuerst kurz im nahe gelegenen Fluss zu baden. Er war gerade dabei, in den Fluss zu steigen, als ihm eine kleine Steinplattform mit drei großen Findlingen darauf auffiel. Ein seltsames Gefühl überkam ihn.
Sicher, das waren nur große Steine mit Zeichen darauf, aber sein Gefühl verriet ihm, dass an der Sache mehr dran war. Er trat näher und las die auf der Platte eingeritzten Runen: “Wanderer, der du uns fandest, wisse, du hast dein Glück gefunden. Einer der Wächtersteine wird dir seinen Segen geben. Doch wähle weise! Entscheide dich für den starken Krieger, und er wird dir Stärke und Ausdauer bringen! Entscheide dich für den mächtigen Magier, und er segnet dich mit Weisheit und Macht! Entscheide dich für den listigen Dieb, und er gibt dir Gabe schneller und geschickter zu sein! Nun triff deine Wahl!“. Kaum war er mit lesen fertig, verschwand die Schrift, und die Plattform war wieder leer und unberührt. Teekeus dachte über seine Wahl nach. Es war sehr wichtig, bei alter und starker Magie wie dieser exakt das Richtige zu tun. Er war kein richtiger Krieger, aber bei den Kämpfen, die er in seiner Zukunft sicherlich noch auszufechten hatte, könnten Stärke und Ausdauer sehr von Nutzen sein. Er konnte auch mit Gewissheit sagen, dass er kein Magier war - die Ausübung von Magie beinhaltete viel zu viele Regeln für ihn. Und natürlich war er ein Dieb, aber wollte er wirklich sein Leben lang einer bleiben? Schließlich war es immer dann zu gefährlichen Situationen für ihn gekommen, wenn er gerade auf der Jagd nach irgendwelchen Reichtümern war, deshalb erwog er schon seit einer Weile, ob er nicht doch einige seiner Gewohnheiten ändern sollte, um am Leben zu bleiben. Dennoch hatte er das Diebesleben eigentlich viel zu sehr genossen, um es aufzugeben. Fast eine Stunde lang saß Teekeus zwischen den Steinen und grübelte, wie er sich wohl entscheiden würde. Nachdem er sich sicher war, stand er auf, berührte den Stein des Diebes und sagte laut: “Ich habe meine Wahl getroffen!“. Ja, er wollte weiterhin ein Dieb sein, der beste Dieb von ganz Himmelsrand sogar, aber auch ein ehrenvoller Dieb, der gut kämpfen konnte und niemandem mehr Schaden zufügte als nötig. Während er das dachte, erglühte der Stein und sandte einen Lichtstrahl in den Himmel. Auf der Plattform erschienen neue Runen: „Du hast deine Wahl getroffen. Von nun an stehst du unter dem Zeichen des Diebes. Nutze deine Fähigkeiten gut!“. Teekeus sah dies und freute sich über den soeben erhaltenen Segen.
Er ging von der Plattform aus nach Nordosten, um möglichst noch vor dem Einbruch der Nacht in Flusswald anzukommen. Zu seinem Pech war Teekeus nicht der ausdauernste Läufer, und so hatte er bei Einbruch der Dunkelheit gerade mal die Hälfte des Weges zurückgelegt. Jedoch schien der Diebesstein ihm bereits Glück zu bringen, denn er sah ein Licht in der Dämmerung und eilte hastig darauf zu, bevor es ganz dunkel wurde. Das Licht entpuppte sich als Laterne, die über dem Eingang eines offensichtlich stillgelegten Bergwerks hing. Hier endete aber sein Glück – vor der Tür stand eine Wache, die ihn anraunzte: „Verschwinde, geschuppter Idiot!“ und ihm demonstrativ die Streitaxt am Gürtel zeigte. Teekeus ging, aber in einer Entfernung von ungefähr 50 Metern machte er wieder kehrt und schlich langsam auf den Eingang zu. Doch plötzlich rief die Wache ihn seine Richtung: „Ich weiß, dass ihr noch da seid, räudiger Argonier! Ihr verschwindet besser wirklich, bevor ich richtig sauer werde“. Das ging Teekeus über die Hutschnur. Er erhob sich und brüllte der Wache eine Schmipftirade entgegen. Wahrscheinlich war er dann doch zu unverschämt geworden. Die Wache zog ihre Axt aus dem Gürtel und rannte in seine Richtung. Teekeus wollte einen Pfeil anlegen, aber die Entfernung zwischen ihnen war zu klein. Er blockte ihren ersten Schlag mit dem Bogen und zückte dann schnell seine Dolche. Ein langer und harter Kampf begann. Teekeus wich den Axthieben so gut es ging aus und stieß mit den Dolchen zu, wo er nur konnte, doch das würde er nicht ewig durchhalten. Seine Aussichten auf den Sieg wurden auch dadurch kleiner, dass sich auch zwei Wölfe dem Kampf anschlossen und auf ihn losgingen. Als er schon am ende seiner Kräfte war, fiel die Banditin auf eine seiner Finten herein. Als ihre Axt haarscharf an ihm vorbeizischte, drehte er sich geschickt, so dass die Banditin zwischen ihm und den Wölfen stand. Natürlich griffen diese sie an, sie drehte ihm den Rücken zu und wurde von Teekeus´ Dolchen aufgespießt. „Du wolltest es so!“, brüllte er und erledigte auch die Wölfe, die seinem Kampfesmut jetzt nichts mehr entgegenzusetzen hatten. Er plünderte die Leiche der Banditin und zog den Wölfen das Fell ab, um später Leder daraus herstellen zu können. Diese und andere handwerkliche Fähigkeiten hatte er von seinem Vater in Schwarzmarsch gelernt. Da es jetzt vollkommen dunkel war, zog sich Teekeus über Nacht durch die jetzt unbewachte Tür in die verlassene Mine zurück.
Schleichend durchquerte er die Gänge und sah sich aufmerksam nach eventuellen Gefahren um. Dabei fielen Teekeus zwei Merkwürdigkeiten auf. Zum einen waren die Gänge in einem sehr guten Zustand, obwohl die Mine nach dem verrosteten Werkzeug zu urteilen, das überall herum lag, schon seit Monaten, wenn nicht sogar Jahren verlassen sein musste. Außerdem sah er nirgendwo einen Grund für die Stilllegung, denn die Wände schimmerten nur so vor einem Erz, das nur Eisen sein konnte. Bevor er jedoch dazu kam, weiter über das Gesehene nachzudenken, kamen ihm zwei weitere Banditen auf einer Brücke über einem unterirdischem See entgegen. Da er sich gerade im Lichtschein einer Fackel befand, konnten sie ihn sofort sehen und zogen sofort ihre Schwerter. Sie tauschten einen Blick und gingen danach zum Angriff über. Doch sie hatten einen Moment zu lange gezögert. Teekeus stürmte vor und verpasste einem der Banditen einen Tritt, sodass dieser von der Brücke herunterfiel und nie mehr aus dem Wasser auftauchte. Den anderen konnte er schließlich auch bezwingen, indem er seine zugegebenermaßen mickrigen Magiekenntnisse zur Ablenkung anwendete. Als er sich durch die Mine weiter vorarbeitete, gelang ihm das Schleichen immer besser. Vielleicht ist das der Segen des Diebessteins, überlegte Teekeus. Letztendlich hatte er alle Banditen besiegt. Er feierte seinen Sieg mit einer Flasche Met und etwas gebratenem Fisch und legte sich nach dem Essen zum Schlafen nieder. Morgen würde er nach Flusswald weitermarschieren und viele seiner neuen Besitztümer gegen klingende Münze eintauschen.
Zufrieden mit den Ereignissen des Tages und müde vom kämpfen schlief Teekeus schnell ein.
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  06.01.2012, 22:21
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3. Kapitel

Ein gescheiterter Dieb

Teekeus wachte früh auf und legte den restlichen Weg nach Flusswald schnell zurück. Dort angekommen, sah er, dass Ralof schon da war. Teekeus war verwirrt. Wie war das denn möglich, Ralof war doch in eine ganz andere Richtung gelaufen! Aber egal, es gab wichtigere Dinge zu bereden. Nach einem kurzen Gespräch war ihm alles klar. Er sollte, kaum das er gestern dem Tod entronnen war, dieses friedliche Dorf verlassen, nach Weißlauf gehen und dort mit dem Herrscher über diese Gegend, Jarl Balgruuf, über den Schutz von Flusswald vor Drachen reden. Als ob er nichts Besseres zu tun hätte! Im Tausch für sein Versprechen dies zu tun bekam er von ihr immerhin einige Vorräte, besser als nichts. Um endlich das ganze schwere Zeugs von Festung Helgen und aus der Glutsplittermine loszuwerden, machte er einen Besuch im Flusswald-Handelskontor. Kaum hatte er den Laden betreten, geriet Teekeus auch schon in einen handfesten Ehestreit. Die Frau beschimpfte anscheinend ihren Mann weil er sich beklauen lassen hatte. Gestohlen wurde offenbar ein goldenes Artefakt. Bei den Wörtern „golden“ und „Artefakt“ begannen Teekeus Augen zu glitzern. Wenn er doch nur einen Tag früher hier angekommen wäre, dann könnte er diese Klaue jetzt in seinen Händen halten…
Begierig zu erfahren, wer genau ihm denn diese Spitzengelegenheit vor der Nase weggeschnappt hatte, begann er ein Gespräch mit dem Ladenbesitzer. Seine Frau saß jetzt in der Ecke und brummelte wütend vor sich hin. Als Teekeus den Laden eine Stunde später verlassen wollte, wusste er, was er wissen wollte, und hatte dazu noch fast alle Gegenstände in seinem Besitz verkauft.
Er war gerade dabei, den Laden zu verlassen, als er diese schönen Zaubertränke am Gürtel des Händlers bemerkte. Teekeus schlich sich hinter ihn, aber ausgerechnet jetzt musste seine Frau wieder rüberkommen und bemerkte Teekeus Hand in der Tasche ihres Gemahls. Er dachte: “Auweia.“.Dann drehte sich der Händler zu ihm um und schlug mit einem Eisenstreitkolben nach ihm. Schnell wie der Wind war Teekeus an der Tür und auf der Flucht aus Flusswald. Er hätte nicht gedacht, dass sein Aufenthalt hier so blitzartig zu Ende gehen würde. Hinter sich hörte Teekeus das Ehepaar rufen: „Ein Dieb, haltet ihn!“. Doch er war zu schnell für sie und lief durch das Tor zum Wald. Er schaute beim Laufen kurz hinter sich, und sah, dass die beiden ihm immer noch folgten. Er rannte zum Fluss und überquerte ihn schwimmend. Am anderen Ufer drehte er sich um. Seine Verfolger trauten sich nicht über den Fluss - er war gerettet.
Teekeus sah über sich am Berghang einen alten Wachturm. Dort musste es eine Zuflucht für ihn geben. Er machte sich auf den Weg nach oben. Kurz vor dem Wachturm bemerkte er allerdings, dass dieser von Banditen bewohnt war. Er nahm seinen Bogen und schoss einen Pfeil ab, doch der betreffende Bandit überlebte das und rannte mit gezücktem Schwert auf ihn zu. Teekeus hatte aber schon den nächsten Pfeil angelegt und der Bandit kam nicht lebend bei ihm an. Dieser kurze Kampf hatte ihm jedoch unerwünschte Aufmerksamkeit gebracht, denn aus dem Turm stürmte ein weiterer Bandit, diesmal mit einem Bogen bewaffnet. Teekeus stellte sich ihm gegenüber. Beide legten einen Pfeil an. Jeder starrte den anderen an, um zu erfahren, wann und wohin er schießen würde. Plötzlich schrie der Bandit und schoss auf Teekeus. Dieser wich behände aus und der Pfeil bohrte sich hinter ihm in einen Baum. Jetzt schoss er selber. Sein Pfeil traf den Banditen an der Schulter. Der Bandit heulte auf und rannte hinter einen Felsen. Teekeus folgte ihm nicht, sondern nahm seelenruhig einen weiteren Pfeil aus seinem Köcher. Er bemerkte, dass er nicht mehr viele hatte. Na ja, der Bandit würde ihm nach diesem Gefecht bestimmt seine Pfeile überlassen. Teekeus wartete geduldig. Nach fünf Minuten kam der Bandit wieder um Ecke und empfing in rascher Folge noch zwei Pfeile. Teekeus durchsuchte die Banditen, fand aber nur etwas Gold und einen Dietrich. Außerdem eignete er sich die Rüstung des einen an, weil sie ihm besser gefiel als die, die er zuvor getragen hatte. Der Turm sah zwar jetzt leer und verlassen aus, aber Teekeus wusste instinktiv, dass noch mindestens ein Bandit da drinnen war. Sehr vorsichtig durchsuchte er das Erdgeschoss und den ersten Stock. Er wollte sich jetzt im zweiten Stock umsehen, aber dort stand auf der Treppe ein Ork in schwerer Rüstung und mit einem Kriegshammer - der letzte Bandit. Teekeus spannte den Bogen und feuerte einen Pfeil ab, der den Banditen jedoch verfehlte und hinter ihm in die Wand schlug. Der Bandit drehte sich um und rief: „Ist da wer?“. Teekeus sparte sich die Mühe zu antworten, sein nächster Pfeil würde Antwort genug sein. Er traf den Ork im Rücken, war aber nicht imstande gewesen, dessen Rüstung zu durchdringen. Der Bandit wirbelte herum und nahm den Pfeil vom Boden auf. Während er anscheinend noch versuchte das für ihn schwierige Rätsel zu lösen, wo denn dieser Pfeil her kam, schlich Teekeus zum Fuß der Treppe und richtete sich dort auf. Der Bandit sah ihn mit Erstaunen, kam aber nicht dazu, weitere Überlegungen anzustellen, da ihm in der nächsten Sekunde ein Pfeil im Kopf steckte. Teekeus schüttelte den Kopf, als der Ork die Treppe herunterfiel und direkt vor ihm auf dem Boden aufschlug. Orks waren wirklich nicht die schlauesten Gegner in Himmelsrand. Er nahm den schweren Kriegshammer an sich und stieg die letzte Treppe empor. Ganz oben fand er eine Truhe mit einigen nützlichen Gegenständen darin. Teekeus machte sich an den Abstieg, er hatte vor, noch ein wenig im Fluss zu schwimmen.
Er fand im Fluss überraschenderweise eine alte, versunkene Ruine. Dort war unter Steinen eine Truhe versteckt. Teekeus war gerade dabei, alle Gegenstände aus dieser an sich zu nehmen, als er aufschrie. Irgendetwas hatte ihn in den Schwanz gebissen! Er drehte sich um und sah den Übeltäter. Es war ein fies aussehender Fisch. Überall im Wasser um ihn herum waren plötzlich diese Fische mit rasiermesserscharfen Zähnen aufgetaucht. Teekeus hastete ans Ufer und stand gleich der nächsten Überraschung gegenüber. Irgendwelche Elfen in teuer aussehenden Rüstungen und Gewändern führten einen Gefangenen die Straße entlang. Teekeus sprach denjenigen von ihnen an, den er für den Boss hielt. Er bekam bloß die Antwort: „Das geht euch nichts an!“, womit er natürlich nicht zufrieden war. Vielleicht konnte er ja geschickt diese Elfen um einige Septime leichter machen. Nur ging das nicht, solange die sich alle ständig so wachsam umsahen. Ein Ablenkungsmanöver musste her. Teekeus tat einfach das erstbeste, was ihm einfiel. Er löste kurzerhand die Fesseln des Gefangenen. Dieser rannte gleich auf die nächste Wache zu, versetzte ihr einen Fausthieb und schrie: „Für Himmelsrand“. Teekeus wäre in dem jetzt entstandenen Chaos bestimmt sehr erfolgreich beim Taschendiebstahl gewesen, aber dieser verflixte Elfenmagier hatte irgendwie mitbekommen, das er der Verantwortliche war, und brüllte: „Ergreift ihn! Er hat den Gefangenen befreit!“ Da die Wachen alle damit beschäftigt waren, den entflohenen Gefangenen wieder einzufangen, rannte der Magier selbst hinter Teekeus her und griff ihn dabei mit einem gemeinem Blitzzauber an. Der Fluss rettete Teekeus zum zweiten Mal, denn auch der Elfenmagier traute sich nicht, Teekeus über ihn zu folgen. Er brüllte lediglich hinüber: „Wir werden uns wiedersehen, Argonier!“. Denkste, dachte Teekeus und ging langsam vom Ufer weg zu einer Höhle, in der er einen Weg suchte, das Gebirge zu überqueren.
« Letzte Änderung: 17.02.2012, 20:46 von Der Alchemist »
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  07.01.2012, 19:22
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4. Kapitel

Der Weg nach Falkenring

Teekeus betrat die Höhle vor ihm trotz der Skelette, die offensichtlich als Warnung um den Eingang herum aufgeschichtet waren. Er schlich durch mehrere weite Räume und enge Gänge, die aber alle leer waren. Doch dann hörte er vor sich seltsame knackende Geräusche. Er sah sich um und entdeckte in einer dunklen Ecke ein weiteres Skelett. Dieses lebte allerdings noch! Teekeus hatte schon Geschichten über die Untoten gehört, aber zum ersten Mal stand er leibhaftig einem Exemplar gegenüber. Er war sehr nervös, denn wo Untote sind, sind meistens auch ihre Erwecker, Totenbeschwörer oder Vampire, nicht weit. Die Skelette hier waren anscheinend Wächter, denn sie patrouillierten unermüdlich die Gänge. Teekeus war ihnen aber überlegen. Ein gezielter Pfeil in den Schädel und das betreffende Skelett fiel in sich zusammen. In der Hauptkammer der Höhle fand er bald den Totenbeschwörer. Dieser beugte sich gerade über eine Art Altar und führte seltsame Rituale durch. Teekeus begann seinen Angriff. Dem Totenbeschwörer blieb keine Zeit zum Nachdenken, ständig bekam er neue Treffer ab, und schließlich starb er, ohne den Schützen auch nur gesehen zu haben. Nach seinem Tod fiel ihm ein kleiner, glänzender Kristall aus der Hand. Teekeus hob ihn auf und betrachtete ihn. So einen ähnlichen Stein hatte er auch in der versunkenen Ruine im Fluss gefunden, doch dieser glänzte viel mehr und schien auf irgendeine Weise so…lebendig. Teekeus zuckte mit den Schultern und steckte den Stein ein. Vielleicht traf er auf seinen Reisen ja mal einen Gelehrten, der ihm sagen konnte, was es damit auf sich hatte. Er schaute sich den Altar an. Mit dem meisten Zeug darauf konnte er nichts anfangen, aber ein paar interessant aussehende Bücher nahm er mit. Auch der Eisendolch mit den merkwürdigen blauen Schriftzeichen darauf gefiel ihm, also nahm er ihn auch mit.
Danach verließ Teekeus die Höhle, nur um festzustellen, dass er meilenweit von der Zivilisation entfernt war. Kurz darauf begegnete er einem freundlichem Dunkelelfen, der ihm den Weg zur nächstgelegenen Stadt, Falkenring. Nicht ganz so freundlich war er aber, nachdem er Teekeus Versuch bemerkt hatte, ihn zu beklauen. Teekeus hielt sich nicht mit Erklärungen auf sondern machte sich einfach vom Acker. Er floh in die nächste Höhle. Der Dunkelelf rief ihm nach: „Komm zurück, du Narr! In dieser Höhle haust ein schreckliches Monster!“. Teekeus hörte nicht auf ihn. Er sah Licht vor sich. Im nächsten Moment befand er sich in einem kleinen Tal innerhalb des Gebirges. Es sah aus wie das Paradies. Teekeus kicherte. Von wegen schreckliches Monster. Hier gab es überhaupt nichts Gefährliches. Die einzigen Lebewesen, die er sah, waren Kaninchen. Sollte ihm irgendeine Pflanze gefährlich werden? Wohl kaum. Während ihm diese Gedanken durch den Kopf gingen, bemerkte er nicht, dass sich der Busch vor ihm aufrichtete. Plötzlich peitschen Äste über Teekeus Gesicht. Dieser blickte auf und sah einen großen Zweigling, der jetzt irgendwelche Insektenschwärme aus seinem Inneren auf ihn hetzte. Teekeus rannte so schnell er konnte und kippte noch im Laufen einen Heiltrank runter. Der Zweigling folgte ihm scheinbar mühelos und saugte ihm noch dazu mit seiner Magie das Leben aus. Teekeus schaffe es gerade noch so, aus der Höhle zu kommen, bevor er zusammenbrach.
Eine Stunde lang lag er da, um sich einigermaßen zu erholen. Danach brach er wieder Richtung Falkenring auf und erreichte die Stadt binnen zwei Stunden. Das erste Wort, das ihm in den Sinn kam, um die Stadt zu beschreiben, war: düster. Er mietete ein Zimmer im Gasthaus und schlief ein. Morgen würde er sich hier erst mal umsehen.
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  08.01.2012, 16:57
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Kapitel 5

Hircines Ring

Teekeus wachte früh auf und begann sich in Falkenring umzusehen. Der düstere Eindruck, den die Stadt auf ihn machte, verstärkte sich immer mehr. Die Beerdigung, die er sah, verbesserte seine Stimmung auch nicht gerade. Aber die Eltern des getöteten Mädchens sahen noch trauriger aus als er sich fühlte. Deshalb ging er zu ihnen und plauderte mit dem Mann. Dieser erzählte ihm, dass der Mörder, ein Mann namens Sinding, gefasst worden war und jetzt im Gefängnis der Stadt sitzen würde. Das Ehepaar bat Teekeus, mit ihm zu reden. Teekeus waren Gefängnisse zwar zuwider, aber er stimmte trotzdem zu. Ein paar Minuten später, als er gerade Leder aus den Fellen in seinem Besitz machte, kamen Stadtwachen und verhafteten ihn. Verdammt, als er den Alchemieladen bei seinen Einkäufen leer geräumt hatte, mussten die ihn irgendwie gesehen haben.
Im Gefängnis angekommen, erinnerte Teekeus sich, dass er ja eh hierhin gehen musste wegen seines Auftrags. Er knackte also das Schloss mit einem Dietrich, den er bei seiner Verhaftung im Mund versteckt hatte. Dann machte er die Zellentür unauffällig wieder zu und verhielt sich so, als wäre er nur zu Besuch hierher gekommen. Keine der Wachen achtete auch nur im Geringsten auf ihn, also holte er sich schnell seine Sachen aus der Beweistruhe zurück und nahm alle anderen Dinge in dieser Truhe auch an sich, sozusagen als Bonus. Danach ging er zur Nachbarzelle und sprach mit Sinding. Teekeus war schon vom ersten Satz verblüfft. Sinding erzählte ihm, dass er ein Lykanthrop und somit ein ehemaliger Anhänger von Hircine, dem Daedrafürst der Jagd, war. Um seine Verwandlungen in den Griff zu bekommen, hatte Sinding anscheinend einfach mal eben so Hircines Ring geklaut. Wahrscheinlich, so dachte Teekeus, hatte dieser Trottel noch nie die Geschichten gelesen, in denen stand, was mit Sterblichen geschah, die einen Daedrafürsten bestahlen. Natürlich hatte Hircine den Diebstahl mitbekommen und den Ring mit einem schrecklichen Fluch belegt. Sinding hatte nun überhaupt keine Kontrolle über seine Lykanthropie mehr. Teekeus aber war von Hircine fasziniert, da er auch ein recht begabter Bogenschütze und Jäger war. Flugs überredete er Sinding, ihm den Ring zu überlassen, damit er ihn zu Hircine zurückbringen konnte. Hircine würde glücklich sein, Sinding würde der Diebstahl (unter Umständen) verziehen werden, und Teekeus konnte bestimmt eine Belohnung für sich herausschlagen. Eines der sagenhaften daedrischen Artefakte zu besitzen, das wäre sein Traum. Sinding erklärte sich sofort mit einer Begeisterung einverstanden, die Teekeus dann doch misstrauisch machte. Aber da war es schon zu spät, denn Teekeus hatte den Ring schon entgegengenommen. Der Ring wurde lebendig, während er in Teekeus Handfläche lag, und schlang sich um seinen rechten Ringfinger. Sinding sagte zu ihm: „Ihr könntet Schwierigkeit haben Hircine zu finden. In den Wäldern östlich von hier gibt es aber einen legendären weißen Hirsch. Es heißt, wer ihn erlegt, dem zeigt sich Hircine und gewährt dem erfolgreichen Jäger eine Gunst. Und eine Warnung noch für euch. Wahrscheinlich springt der Fluch auch auf euch über, solange ihr den Ring tragt. Das heißt, ihr könntet euch in einen Werwolf verwandeln, zu jeder beliebigen Zeit. Passt also auf euch auf. Vielleicht sehen wir uns ja einmal unter günstigeren Umständen.“ Nachdem er zu Ende gesprochen hatte, trat Sinding von den Gitterstäben zurück und begann, in seltsame Zuckungen zu verfallen. Teekeus beobachtete zum ersten Mal staunend die Verwandlung eines Werwolfes. In seiner Wolfsgestalt fiel es Sinding, hoch genug zu springen, um aus seiner Zelle zu fliehen.
Teekeus stand noch einen Moment reglos da und ging das soeben Gehörte noch einmal im Geiste durch. Dann jedoch rannte er so schnell er konnte davon und hielt erst an, als Falkenring schon lange hinter ihm lag. Teekeus waren nämlich zwei Gedanken durch den Kopf gegangen. Erstens musste er sich nach Sindings spektakulärer Flucht schnellstens aus dem Gefängnis verschwinden, sonst brachten ihn die Wachen noch damit in Verbindung, und ein weiterer Gefängnisaufenthalt wäre nun wirklich nicht das, was er wollte. Zweitens trug er immer noch diesen verfluchten Ring, der sich auch nicht mehr abstreifen ließ. Teekeus kam es so vor als hätte das Metall dieses Ringes ein Eigenleben, und war dies tatsächlich der Fall, so hätte es ihn nicht gewundert. Bei Daedrafürsten war alles möglich. Er lief nun tagelang durch den Wald und suchte nach dem weißen Hirsch. Als er ihn gefunden hatte, begann die längste Jagd, die Teekeus je mitgemacht hatte, wobei er auch noch ständig durch Wölfe und Banditen aufgehalten wurde. Nach zwei Tagen stellte er den Hirsch im Gebirge um Helgen, warf seinen magischen Dolch nach ihm und beendete so sein Leben. Teekeus setzte sich auf den Waldboden und erwartete Hircines Erscheinen. Der Daedrafürst kam auch kurz darauf, zumindest ein Teil von ihm, wenn Teekeus das richtig verstanden hatte. So weit, so gut, doch dann verlief alles anders als geplant. Teekeus sollte Sinding für seinen Diebstahl bestrafen, indem er ihn umbrachte. Bis dahin sollte er den Ring behalten, damit er, wie Hircine amüsiert zu ihm gesagt hatte, die Jagd schnell zu einem Ende brachte. Bevor Teekeus nur ein Wort seiner sorgsam geplanten Gegenargumentation vorbringen konnte, verschwand Hircine wieder, und Teekeus stand wieder alleine im Unterholz. Hircine hatte ihm geraten, sich nach dem Standort der Dickbauchgrotte zu erkundigen, und irgendwas sagte Teekeus, das er in Falkenring nicht mehr sehr willkommen war. Er seufzte und machte sich auf den Weg nach Weißlauf. Dort würde ihm sicherlich jemand weiterhelfen können.
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  09.01.2012, 20:59
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Kapitel 6

Schatten mögen euch verbergen

Teekeus hielt sich nicht lange in Weißlauf auf, nachdem er erfahren hatte, dass die Höhle, nach der er suchte, die war, wo er vor dem Zweigling um sein Leben gerannt war. Er beschloss, die Sache mit Hircine noch ein Weilchen warten zu lassen, und mietete eine Kutsche für die Fahrt nach Rifton. Er hatte gehört, dass man sich dort der hiesigen Diebesgilde anschließen konnte, wenn man die richtigen Vorraussetzungen erfüllte. Doch schon am Stadttor warteten die ersten Probleme auf Teekeus. Die Stadtwache erzählte ihm irgendwas von einer Besuchssteuer in der Höhe von 150 Septimen. Gut, er hatte schon von der Korruption hier gehört, aber die Ausmaße dieser erschreckten ihn trotzdem. Er hätte zwar durchaus das Geld gehabt um zu bezahlen, schließlich hatte er viele Sachen aus Ruinen und anderen gefährlichen Orten geborgen und verkauft, dennoch hatte er nie auch nur einen Septim mehr ausgegeben als notwendig. Teekeus schnauzte den Wachmann an: „Ihr seid eine Schande für Rifton! Man hat mir erzählt, dass Rifton viel besser sei als sein Ruf, doch ihr gebt mir keinen guten Eindruck. Ich schreibe Stadtführer, und wenn sich mein erster Eindruck von Rifton bestätigen sollte, dann schreibe ich ein solches Buch über die Stadt, dass kaum noch jemand hierher kommen wird. Dann habt ihr Pech mit eurer Besuchssteuer!“. Die Wache sah einen Moment lang unschlüssig aus. Teekeus überlegte gerade ob er nicht doch zu dick aufgetragen hatte, doch winkte ihn die Wache mit den Worten: „Kommt schon herein, Schreiberling. Das mit der Besuchssteuer war doch nur ein kleiner Scherz.“ herein.
Nachdem er noch eine Begegnung mit irgendeinem Söldner des Schwarz-Dorn-Clans hatte, der ihm gegen ein kleines Entgelt weitere Informationen besorgt hatte, stand Teekeus auf dem Marktplatz und sah sich nach seiner Kontaktperson, einem Mann namens Brynjolf, um. Er musste nicht lange suchen, denn bald entdeckte er den einzigen Marktstand, der unseriöse Dinge wie Falmerblut anbot. Brynjolf hatte ihn anscheinend auch gerade entdeckt und sprach Teekeus sogleich an. Nach einem kurzen Gespräch war die Sache klar. Teekeus würde Brynjolf dabei helfen einen Kaufmann namens Brand-Shei aus dem Geschäft zu drängen und er würde dafür der Diebesgilde beitreten können. Teekeus dachte kurz nach und entwarf einen tollen Plan, bei dem fast nichts schiefgehen konnte. Er sagte Brynjolf, dass dieser für eine Ablenkung sorgen solle, und tauchte dann in der Menge unter. Brynjolf rief alle zu sich, während Teekeus rasch hinter einen anderen Stand flitzte. Ein Argonier namens Madesi verkaufte hier Schmuck. Flink knackte er die Schlösser der Schiebetür und der Stahlkassette dahinter und stahl Madesis persönlichen Silberring. Den anderen Schmuck stopfte er sich schnell in die eigenen Taschen, das Zeug war zu schade um es dazulassen. Brand-Shei hatte sich auf einer Kiste in der Nähe hinsetzt um Brynjolfs Worten zu lauschen. Unauffällig setzte sich Teekeus neben ihn und ließ den Ring in eine seiner Taschen gleiten. Später, nachdem Brynjolf die Menge wieder auseinander gescheucht hatte, stand Teekeus neben ihm, und beide beobachteten amüsiert, wie Madesi lautstark mit Brand-Shei abrechnete. Brynjolf sagte ihm, er solle für seine Aufnahme die Kneipe „Zersplitterte Flasche“ finden, die sich unter der Stadt befindet. Nichts leichter als das, dachte Teekeus. Natürlich kam es wieder mal ganz anders für ihn als gedacht. Gleich nachdem er die Tür zur Kanalisation aufgemacht hatte, stürmten auch schon zwei Banditen unter Geschrei auf ihn zu. Teekeus überlegte nicht lange sondern warf ihnen ganz einfach die Tür vor der Nase zu. Beim zweiten Versuch schlich er vorsichtig heran und verpasste einem von den beiden schwere Wunden aus dem Hinterhalt, dann zog er sich zurück bevor der andere reagieren konnte. Diesen Ablauf führte er immer wieder durch, bis beide Banditen ihren Wunden erlagen. Teekeus schnappte sich den Bogen des einen, weil dieser besser war als seiner, und eilte weiter, seinem Ziel entgegen. Auf seinem Weg begegnete er noch zweimal zwielichtigen Gestalten, die ihm ans Leder wollten. Den Faustkämpfer schickte Teekeus mit seinen Dolchen zu Boden, aber diese verrückte Frau mit der Streitaxt wäre ihm doch fast zum Verhängnis geworden. Er wollte nämlich gerade in einen hell erleuchteten Raum treten, da sauste dicht neben ihm die Axt in den Boden. Dann sah er diese Verrückte, die unter sinnlosem Gebrabbel über Essen ihre Waffe schwang. Teekeus fluchte und stürzte sich mit seinen Dolchen auf sie. Er besiegte sie, doch noch im Sterben schlitzte sie ihm die Hüfte auf. Teekeus konnte nur noch hoffen, dass ein Heiltrank den Schaden beheben würde. Das tat dieser auch, aber die nächste Stunde lang fühlte er sich noch etwas wackelig auf den Beinen. In der zersplitterten Flasche, einer Kneipe am Ende des Rattenweges, hieß man ihn als Freund von Brynjolf willkommen. Und dann sah Teekeus auch Brynjolf selbst. Er stand lässig gegen die Wand gelehnt da und sagte zu Teekeus: „Schön, dass ihr hier seid. Ich dachte schon, ihr würdet gar nicht mehr kommen….“. Teekeus fauchte ihn an: „Ich hätte eher kommen können, aber auf dem Weg hierher hat man mehrmals versucht mich umzubringen!“. Brynjolf grinste ihn an und erwiderte: „So läuft das nun mal hier. Willkommen im Geschäft!“. Teekeus war sehr wütend auf Brynjolf, ihn wissentlich ahnungslos da durchzuschicken, aber er ließ sich das nicht anmerken. Es würde später eine bessere Gelegenheit geben, um es ihm heimzuzahlen. Zu seinem Ärger hörte er jetzt, dass er immer noch nicht mitmachen durfte. Stattdessen musste er Schuldeneintreiber spielen und dafür in ganz Rifton mit sturen Ladenbesitzern verhandeln. Teekeus war frustriert, aber was sollte er machen. Morgen wollte er diesen Auftrag erledigen und dann würde er wirklich wieder im Geschäft sein.

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  11.01.2012, 16:56
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Kapitel 7

Gute Geschäfte

Teekeus ging am nächsten Morgen zuerst zur Taverne. Die Besitzerin, Keerava, schuldete Brynjolf Geld, war aber nicht zum Zahlen bereit, da sie sehr stur war. Brynjolf hatte ihm aber berichtet, dass ihre Familie ihr größter Schwachpunkt war. Mehr wusste Teekeus aber nicht. In der Taverne, dass merkte er gleich nach dem Eintreten, wimmelte es nur so von zwielichtigen Gestalten. Teekeus setzte sich auf einen Stuhl neben einem anderen Argonier namens Talen-Jei und kam schnell mit diesem ins Gespräch. Er erfuhr, dass Talen-Jei in Keerava verliebt war und ihr gerne einen wertvollen Goldring schenken würde, aber ihm fehlten die Juwelen zum besetzen des Ringes. Teekeus versprach, seine Augen auf seinen Reisen nach den Juwelen offen zu halten. Talen-Jei dankte ihm überschwänglich und hatte ihm nebenbei auch noch Details über Keerava verraten. Schnurstracks marschierte Teekeus zum Tresen und sprach Keerava direkt auf ihre Schulden an. Zuerst protestierte sie energisch, aber als Teekeus ihre Familie ins Gespräch brachte, gab sie klein bei und drückte ihm stumm einen Geldbeutel in die Hand. Obwohl seine Aufgabe hier erledigt war, blieb Teekeus noch gut eine Stunde in der Taverne und hörte vielen Gesprächen aufmerksam zu. Ein gewisser Louis LeTrush wollte von ihm, dass er mit seinem Partner Sibbi Schwarz-Dorn über den Kauf eines Pferdes sprach. Leider saß Sibbi im Gefängnis hier in der Stadt, was auch der Grund war, warum Louis nicht selbst mit ihr sprechen konnte, da er in der letzten Zeit eine kleine Meinungsverschiedenheit mit den Wachen hatte. Teekeus hätte da doch viel bessere Chancen für ein Gespräch. Da auch noch eine Belohnung dranhing und Teekeus hier in Rifton noch keine Probleme mit den Wachen hatte, stimmte er zu. Gut, er hatte vielen anscheinend wohlbetuchten Bürgern der Stadt schon den einen oder anderen Septim entwendet, aber niemand hatte ihn dabei erwischt. Auch ein Arbeiter der Schwarz-Dorn-Brauerei, der anscheinend für sich selbst immer ein paar Fässer abzweigte, bat ihn um Hilfe. Er sollte eine Notiz überbringen. Teekeus wurde langsam ärgerlich, denn diese Aufträge waren nichts für ihn - er war doch kein Bote, der den ganzen Tag wegen einer Nachricht durch die Gegend rennt! Er hatte ja sowieso erstmal noch damit zu tun, die Schulden der zwei verbliebenen Ladenbesitzer einzutreiben. Das Hotel der Stadt leitete Haelga, eine Nord, die so aussah, als sei mit ihr nicht gut Kirschen essen. Als sie von den Schulden hörte, wehrte sie jegliche Überredungsversuche ab und sagte, dass sie Teekeus gleich hinauswerfen würde, wenn er nicht freiwillig ginge. Teekeus grinste und sagte dann: „Also ich wäre an eurer Stelle nicht so vorlaut, Fräulein. Ihr wollt doch gar keine Prügelei mit mir, da könnt ihr doch überhaupt nicht gewinnen.“ Die Antwort war ein Fausthieb auf seine Nase und ein gebrülltes „Verschwindet!“. Teekeus hielt sich die Nase und murmelte: „Also gut, wenn das euer Begehr ist…“. Dann stürmte er auf sie zu und eine wilde Rauferei begann. Die meisten Gäste waren aus dem Hotel geflohen, als alles vorbei war und der Staub sich wieder legte. Teekeus hatte jetzt ein paar ansehnliche blaue Flecken. Haelgas Gesicht war rot infolge der Ohrfeige, die sie von Teekeus erhalten hatte. Etwas angeschlagen, doch erfolgreich ging er mit dem Geld in der Hand aus dem Hotel. Damit hatte er nicht gerechnet, und er nahm sich vor, diese Angelegenheit später auf seine Weise endgültig zu klären. Jetzt musste er zum Gebrauchtwarenladen, wo der letzte Schuldner auf seiner Liste seinen Wohnsitz hatte. Bersi Honig-Hand sollte zwar ebenso stur wie die anderen sein, jedoch hatte er dieses wertvolle Zwergengefäß in seinem Laden stehen, durch das er leicht erpressbar war. Sofort nach dem Betreten des Ladens merkte er, dass er natürlich auch hier nicht willkommen war. Der Inhaber schrie ihn an: „Wie viele von euch Trotteln kommen denn noch? Ich habe Brynjolf schon gesagt, nichts werde ich bezahlen!“. Teekeus schubste eine Flasche mit einem Heiltrank darin vom Regal an der Wand, an der er lehnte. „Oha“, sagte er mit einem beängstigend ruhigen Ton, „wenn ich nicht mein Geld bekomme könnte hier ausversehen noch etwas zu Bruch gehen. Zum Beispiel diese überflüssige große Urne hier…“. Bersi war so entsetzt, dass er Teekeus nur stumm das Geld reichte und ihn aus dem Laden drängte. Zurück in der zersplitterten Flasche wurde er von Brynjolf zu einem offiziellen Mitglied der Diebesgilde ernannt. Eigentlich hätte er sich jetzt gleich mit dem Anführer treffen sollen, aber es war schon Abend und Teekeus war so müde, dass er sich das nächstgelegene Bett suchte und einschlief.   
« Letzte Änderung: 16.02.2012, 20:38 von Der Alchemist »
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  17.01.2012, 22:07
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Kapitel 8

Ein gut bezahlter Nebenjob

Teekeus hatte sich vorgenommen, heute den Auftrag von Louis LeTrush zu erledigen. Einfach mit dem Inhaftierten sprechen und fertig. Das wäre doch schnell zu machen und brachte bestimmt noch Geld ein. Aber kaum war er an der Festung angekommen, fing der Ärger schon an. Der Kerkermeister wollte ihn partout nicht hereinlassen. Erst nachdem Teekeus ihm widerwillig über 100 Septime überreicht hatte, trat dieser Ignorant einfach beiseite. Im Kerker gingen Teekeus dann vor Staunen die Augen über. Das war die luxuriöseste Zelle, die er jemals gesehen hatte. Und der Kerl da drinnen hatte zwar einen Mord begangen, hatte aber lediglich 8 Jahre Haft bekommen. Rifton war anscheinend noch korrupter als alle dachten. Das Gespräch war kurz und für Teekeus sehr frustrierend. Der Handel, den Sibbi Schwarz-Dorn mit Louis LeTrush abgeschlossen hatte, wäre ja so einfach gewesen - Pferd gegen Gold. Leider gehörte das Pferd, das Sibbi verkaufen wollte, nicht einmal ihm. Jetzt sollte Teekeus das Pferd samt Abstammungsurkunde vom Anwesen der Schwarz-Dorns stehlen und zu LeTrush führen. Hörte sich ja ganz einfach an. Wären da nicht die vielen Wächter des Anwesens. Und die Kreaturen die sich zwischen Rifton und seinem Ziel befanden. Teekeus seufzte. Er musste mal wieder die Drecksarbeit machen. Langsam sollte er aufpassen, dass das nicht zur Gewohnheit wird! Egal, ein altes Diebessprichwort lautete: „Einen angenommenen Auftrag führt man immer aus!“, und Teekeus beschloss, sich daran zu halten, und machte sich auf den Weg zum Gut Schwarz-Dorn. Kaum war er fünfhundert Meter von Rifton entfernt, fingen die Probleme auch schon an. Eine große Frostbissspinne griff ihn an und er musste fliehen um sein Leben zu retten. Nach seiner Flucht war Teekeus völlig außer Atem und musste sich auf einen Stein setzen, um sich kurz auszuruhen. Während er dort saß, achtete er nicht auf seine Umgebung, sodass er die drei Nord, die zu ihm gekommen waren, erst bemerkte, als sie direkt vor ihm standen. Teekeus sah zu ihnen auf und wunderte sich, was sie wohl von ihm wollten. Ihm fiel auf, dass sie alle drei groß und dem Anschein nach sehr stark waren, und alle drei hatten einen sehr grimmigen Gesichtsausdruck aufgesetzt. Ihr Anführer sprach Teekeus an: „Du! Du entsprichst genau der Beschreibung desjenigen, den wir suchen. Wir suchen nach Teekeus dem Gefiederten.“
Teekeus wusste nicht recht, was er von dieser Ankündigung halten sollte. Hatte er sich schon wieder Ärger zugezogen, ohne es überhaupt mitzukriegen?“ Teekeus sagte vorsichtshalber: „Ein Argonier dieses Namens ist mir nicht bekannt. Wenn die Herren mich jetzt entschuldigen würden, ich habe wichtigeres zu tun als mich den ganzen Tag mit euch zu unterhalten.“. Teekeus stand auf und wollte gehen, doch der Nord zückte sein Schwert und hielt es vor ihn. „Moment mal, Freundchen! Haste wirklich geglaubt du könntest dich so leicht dünne machen? Weit gefehlt! Jetzt wissen wir nämlich dass du der bist, den wir suchen. Nach deinem jämmerlichen Fluchtversuch ist das nur zu offensichtlich. Mach dich bereit, wir sind hier, um dir eine Lektion zu erteilen!“. Die anderen beiden zückten nach den Worten ihres Gefährten auch ihre Waffen. Teekeus schluckte. Das war ja noch schlimmer als er gedacht hatte. Zwei Dolche gegen drei Schwerter – nicht unbedingt fair. Da kam ihm ein Gedanke, der so verrückt war, dass er einfach funktionieren musste. Er drehte sich um und rannte davon, ohne darauf zu achten, was hinter ihm geschah. Die Nord verfolgten ihn und wurden immer wütender, weil sie ihn einfach nicht einholen konnten. Eine halbe Stunde später tauchte vor Teekeus das Haus Schwarz-Dorn vor ihm auf. Teekeus rannte auf die Lichtung vor dem Haus und sah sich hastig um. Neben dem Haus waren einige Übungsziele für Bogenschützen aufgestellt, an denen gerade eine Söldnerin trainierte. Auf der anderen Seite war an einem Pfahl das Pferd angebunden, dass Teekeus eigentlich stehlen sollte. Nur hatte er da mit diesen Schlägern im Schlepptau schlechte Karten, zumal die Söldnerin jetzt ihn und die Nord hinter ihm bemerkte. Sie schrie: „Alarm, Eindringlinge!“, und sofort erschienen weitere Söldner von irgendwo hinter dem Haus. Der Anführer der Schlägerbande rief: „Kommt schon Jungs, von diesen Nulpen lassen wir uns doch nicht dass Geschäft versauen!“. Ein wilder Kampf begann zwischen allen Beteiligten. Teekeus sah sich dem Anführer der Schlägerbande gegenüber. Während sie kämpften, unterlagen die anderen beiden Schläger den Söldnern und wurden von diesen getötet. Einer von ihnen schrie vor seinem Tod: „Wir sind verloren!“, woraufhin sich der Anführer kurz umdrehte. Teekeus nutzte seine Chance und verpasste ihm mit dem Dolchknauf einen heftigen Hieb gegen den Kopf, sodass er zurücktaumelte. Jetzt stand der Schläger unglücklicherweise direkt hinter Frost, dem Pferd der Schwarz-Dorns. Dieses scheute und trat nach hinten aus. Es erwischte den Schläger am Kopf, und dieser war sofort tot. Teekeus filzte schnell seine Taschen nach einem Hinweis auf den Auftraggeber. Er fand einen verdächtig aussehenden Zettel und nahm ihn mit. Dann zog er sich schnell in den dichten Wald zurück, um den Wächtern des Hauses zu entgehen. In einer Stunde, wenn sich alles beruhigt haben würde, wollte er seinen eigentlichen Auftrag erledigen. In der Zwischenzeit las er den Zettel. Die Unterschrift lautete „Anise“. Teekeus überlegte. War das nicht diese alte Frau gewesen, die in der Hütte am Fluss nahe Flusswald wohnte? Warum bei Mehrunes Dagon schickte sie ihm Mörder auf den Hals? Er hätte es ja noch verstehen können, wenn er ihr irgendwas Wertvolles geklaut hätte, aber das hatte er ausnahmsweise ja nicht. Er war ja nur kurz da gewesen und dann gleich wieder gegangen. Teekeus schüttelte den Kopf, aber darüber musste er sich später Gedanken machen, jetzt war keine Zeit dazu. Er musste ja schließlich noch einen Job erledigen.
Leise schlich er auf das Gut zu. Alles war wieder ruhig, die Wächterin trainierte wieder Bogenschießen. Teekeus knackte das Schloss und ging durch die Tür. Leider lief er dem nächsten Wächter direkt in die Arme. Es war ein Ork, der mit einem schweren Kriegshammer bewaffnet war. Benommen vom Zusammenstoß fiel Teekeus zu Boden. Der Ork zückte den Hammer und rief: „Lästiger kleiner Eindringling, dich zerquetsche ich wie eine Made!“. Teekeus rappelte sich hoch und rannte in Richtung Kellertreppe. Der Ork verfehlte ihn und zertrümmerte ein Bodenpanel mit seinem Schlag. Teekeus grinste und rief ihm zu: „Knapp daneben ist auch vorbei, Schweineschnauze! Lady Maven wird über die Demolierung ihres Fußbodens nicht sehr erfreut sein!“. Er streckte dem Ork die Zunge raus und ließ sich in den Keller fallen. Dort schnappte er sich die Abstammungsurkunde des Pferdes von einem Tisch und lief wieder Richtung Ausgang. Vor der Tür standen aber jetzt fünf Söldner. Der Ork von vorhin trat vor und sagte: „Ergib dich jetzt, Dieb, und wir garantieren dir einen schnellen Tod.“. Teekeus sagte nichts, sondern beschwor die heilenden Kräfte, die allen Argoniern innewohnen, herbei, und stürzte sich mitten unter seine Feinde. Diese schlugen einfach ohne Sinn und Verstand drauflos und trafen sich nicht selten gegenseitig. Teekeus war schon fast aus der Tür, da packte ihn plötzlich jemand am Kragen. Schon wieder war es der Ork, dem Teekeus im Haus zuerst begegnet war. Er brüllte: „Hiergeblieben, du kleiner schlüpfriger Aal! Jetzt ist Schluss mit davonlaufen. Leg sofort diese Zahnstocher da in deinen Händen weg, oder ich schlag dir den Schädel ein!“ Teekeus drehte sich geschickt herum und ritzte dem Ork den Arm auf. Dieser musste ihn loslassen. Noch in der Tür rief Teekeus ihm nach: „Meine Zahnstocher waren doch effektiver als das kleine Hämmerchen, das ihr da euer eigen nennt, nicht wahr?“.
Dann war er in der Nacht verschwunden und niemand wusste, wohin er in der Dunkelheit gelaufen war. Plötzlich hörten die nach ihm suchenden Wächter ein lautes Pferdewiehern und Hufgetrappel. Teekeus hatte sich das Pferd geschnappt und ritt nun davon, in Richtung des vereinbarten Treffpunktes. Dort wartete schon LeTrush auf ihn. Teekeus übergab ihm Pferd und Urkunde und wurde mit 500 Septimen belohnt. Zufrieden mit den Ereignissen des Tages, ging er zurück zur Diebesgilde und legte sich schlafen.
« Letzte Änderung: 17.02.2012, 20:43 von Der Alchemist »
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  16.02.2012, 20:54
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Kapitel 9

Ermittlungen

Kaum war der neue Tag angebrochen, hatte Teekeus auch schon wieder einen Auftrag bekommen. Diesmal von Delwin, einem anderen Mitglied der Diebesgilde. Er hatte zu Teekeus gesagt: „Die Stadt Markarth ist in letzter Zeit verstärkt gegen unsere Aktivitäten vorgegangen. Scheint so, als bräuchte der Jarl mal wieder einen Denkzettel, damit er sich erinnert, mit wem er es zu tun hat. Deine Aufgabe besteht darin, Waren im Wert von mindestens 500 Septimen zu stehlen, und ungesehen mit diesen zu entkommen. Die Beute kannst du behalten, aber vergiss nicht: Niemand darf dich dabei sehen!“. Teekeus fuhr sofort mit der nächsten Kutsche nach Markarth, was einen ganzen Tag dauerte.
Am Morgen des nächsten Tages stand er vor dem Stadttor und wurde ohne Probleme hineingelassen. Aber sobald er den Marktplatz betreten hatte, spürte er Gefahr. Alles sah friedlich aus, aber Moment, was machte denn dieser Arbeiter mit dem Messer da! Der sah aus, als wollte er jemanden angreifen! Teekeus ging zu ihm, hielt ihn fest und sagte: „Moment mal, Freundchen!“. Der Arbeiter ritzte ihm mit dem Messer leicht am Handgelenk und brüllte: „Für die Abgeschworenen!“. Teekeus zog sich zurück und wartete ab, was nun geschehen würde. Inzwischen waren die Stadtwachen aufmerksam geworden und stellten diesen Verrückten. Es dauerte nicht lange, da war der Kampf vorbei, und der Arbeiter lag tot am Boden. Seine letzten Worte waren: „Ich sterbe für mein Land!“. Eine der Wachen verscheuchte die Zuschauer, indem sie immer wieder rief: „Weitergehen, das geht euch nichts an! Weitergehen!“. Die junge Kaiserliche, die beinahe von dem Verrückten attackiert worden wäre, sprach Teekeus an: „Ihr….Ihr habt mein Leben gerettet! Hier, nehmt dies als Dank!“. Sie übergab ihm ein Silberamulett mit eingefasstem Edelstein. Teekeus war sprachlos. Markarth war ja schon eine verrückte Stadt. Er war kaum hier angekommen und hatte sich prompt den ersten Ärger eingehandelt, aber gleichzeitig auch mehr verdient als bei seinen letzten Diebestouren. Egal, er würde jetzt seinen Auftrag erfüllen und hier wieder verschwinden. Aber wieder kam alles gleich anders. Ein Waldelf ließ neben Teekeus einen Zettel fallen, stupste ihn an und sagte: „Ihr habt gerade diese Notiz verloren. Sieht nach etwas wichtigem aus.“. Teekeus schaute verblüfft drein und wollte gerade etwas erwidern, aber der Elf war bereits in der Menge verschwunden. Er las die Notiz, auf der stand, dass er den Waldelfen namens Eltrys beim Schrein von Talos treffen sollte.
Teekeus war neugierig, deshalb ging er gleich eine halbe Stunde später zum vereinbarten Treffpunkt und fand dort auch Eltrys vor, der ihn bat, die rätselhaften Morde in der Stadt für ihn zu untersuchen. Teekeus erkläre sich mit Aussicht auf eine Belohnung sofort einverstanden, und machte sich auf den Weg. Eltrys hatte ihm geraten, mit seinen Ermittlungen entweder bei der geretteten Kaiserlichen (schließlich musste es ein Motiv für den Angriff geben), bei dem getöteten Angreifer (warum hatte ein einfacher Bergmann so etwas getan?) oder bei der einflussreichsten Familie der Stadt, den Silberbluts (falls hier etwas vor sich ging, wussten die so gut wie sicher worum es sich handelt). Teekeus beschloss, zuerst die gerettete Kaiserliche zu befragen. Er fand sie in der Taverne, und sie unterhielt sich auch bereitwillig mit ihm über das Vorgefallene, aber sie gab vor, nicht zu wissen, warum der Mann sie angegriffen hatte. Teekeus spürte, dass sie ihm etwas verschwieg. Er war aber nicht redegewandt genug, es aus ihr herauszukitzeln, und beschloss deshalb, die einfachere Methode zu wählen. Die Tür ihres Zimmers war schnell geknackt, und Volltreffer, im Zimmer fand Teekeus ihr Tagebuch. Das enthielt sehr interessante Neuigkeiten. Die junge Frau war anscheinend eine Spionin der Kaiserlichen hier in der Stadt. „Äußerst aufschlussreich, dachte Teekeus, aber dieses Wissen allein brachte ihn noch nicht viel weiter. Also machte er sich auf den Weg zu Thonar Silber-Blut. Vielleicht wusste er mehr.
In der Schatzkammer der Stadt wurde Teekeus jedoch nicht zu ihm vorgelassen. Thonars Sekretärin beharrte darauf, dass er nicht zu sprechen sei. Teekeus wusste jedoch ein Mittel gegen solche Sturheit. Er legte ein paar Münzen auf den Tisch und sagte leise: „Es geht um Geschäfte - wenn ihr versteht, was ich meine….“. Die Sekretärin schaute auf die Münzen und sagte dann: „Geht nach hinten durch, er erwartet euch jetzt.“. Teekeus ging weiter, mit einem gewinnenden Lächeln im Gesicht. Thonar Silberblut war sogar noch schwieriger zu überreden als seine Sekretärin, und gerade als er endlich dabei war, zu den wichtigen Gesprächsthemen vorzudringen, hörte er Lärm und einen Schrei aus dem Vorzimmer. Teekeus und Thonar rannten nach vorne und sahen ungläubig, was sich ereignet hatte. Die Sekretärin hatte offensichtlich Thonars Frau ermordet und stand jetzt mit dem blutbeschmierten Dolch in einer Hand da. Die alte Putzfrau, die Teekeus vorher gar nicht beachtet hatte, stand neben ihr und hatte den Leichnam mittels Magie wiederbelebt. Als Thonar dieses Bild sah, schrie er, zückte sein Schwert und ging auf die Sekretärin los. Diese verteidigte sich mit dem Dolch, würde aber gegen Thonar nicht lange bestehen können. Die alte Frau hingegen griff gemeinsam mit ihrer untoten Dienerin Teekeus an. „Die Abgeschworenen werden siegen!“, brüllte sie in einer erstaunlichen Lautstärke, bevor Teekeus sie mit seinen Dolch erstach, ohne weiter auf die Flammen zu achten, die sie zu ihrem Schutz beschworen hatte. In dem Moment, als sie starb, begann sich der Leichnam von Thonars Frau aufzulösen, bis nur noch ein Häufchen Asche übrig war. Thonar, der inzwischen mit der Sekretärin fertig geworden war, kniete sich vor diesem Haufen hin und sagte: „Verfluchte Abgeschworene! Niemals hätte ich das zulassen dürfen!“. Teekeus stutzte und fragte: „Was habt ihr denn eigentlich damit zu tun? Diese Abgeschworenen müssen ja ganz schön sauer auf euch sein!“. Thonar erzähle Teekeus, dass die Abgeschworenen seine Marionetten waren und dass er sie eigentlich unter Kontrolle gehabt hatte, immerhin säße ja ihr Anführer Madanach, auch „der Lumpenkönig“ genannt, in seinem Gefängnis. Teekeus dankte ihm für die Information und empfahl sich. Er wollte jetzt dem mysteriösen Angreifer Weylin auf die Spur kommen. Dazu begab er sich in die Wohnkaserne. Hier wohnten die ärmsten der armen in Markarth. Der Gestank von Krankheit hing in der Luft, und alle Anwesenden sahen echt schlimm aus. Teekeus beschloss, sich hier nicht länger als nötig aufzuhalten. Er fragte, wo Weylins Zimmer war, und rüttelte an der passenden Tür. Verschlossen. Teekeus konnte es nicht fassen. Die Leute hier hatten doch gar nichts, was man hätte stehlen können, warum zum Daedra brachten sie dann überhaupt Schlösser an den Türen an??? Aber egal, Teekeus beschwatzte flink Weylins Nachbarn, und schon kurz darauf besaß er den richtigen Schlüssel. Er öffnete die Tür und sah sich aufmerksam im Zimmer um. Die Einrichtung war …. spärlich. Aber das erleichterte Teekeus das Suchen. Wenn es etwas in diesem Raum zu finden gab, konnte es nur in dieser maroden Holzkiste an der gegenüberliegenden Seite des Raums zu finden sein. Teekeus durchsuchte also diese Truhe und fand eine verdächtige Notiz. Es war der Auftrag für den Angriff. Die Person, die ihn befohlen hatte, hatte mit „N“ unterschreiben. Teekeus ging im Kopf alle seine Kontakte zur Unterwelt durch, aber jemand, der sich N nannte, war nicht dabei. Über sein weiteres Vorgehen grübelnd ging Teekeus aus der Wohnkaserne hinaus und wäre beinahe mit einem Nord zusammengestoßen. Dieser sagte: „He, euch habe ich gesucht. Ich soll euch eine kleine Lektion erteilen! In dieser Stadt wird nicht herumgeschnüffelt!“. Teekeus war verblüfft. Schon wieder ein Schläger, der ihm auf den Hals gehetzt wurde. Bestimmt war N, der mysteriöse Unbekannte, dafür verantwortlich. Teekeus lieferte sich eine ordentliche Prügelei mit dem Nord, die er am Ende gewann. Er packte seinen Gegner am Kragen und rief: „Wer ist N? Spuck es aus, du Wurm!“. Der Nord keuchte und röchelte: „Nepos die Nase, ein alter und wohlhabender Nord, wohnhaft hier in der Stadt! Und jetzt lass mich gehen!“. Teekeus ließ ihn los und rannte davon. Falls Nepos so gut informiert war, wie er dachte, hatte er bestimmt schon von den aktuellen Ereignissen gehörten und wollte sich jetzt verpfeifen, bevor ihn irgendjemand zur Rechenschaft ziehen konnte. Teekeus hatte vor, ihm einen dicken Strich durch die Rechnung zu machen. Die Tür zu Nepos Haus war offen, aber Teekeus trat sie trotzdem ein, so aufgebracht, wie er jetzt war. Was er dann sah, erstaunte ihn. Er hatte erwartet, Aufbruchsvorbereitungen zu sehen oder ein leeres Haus, aber er sah einen normalen Haushalt mit der Hausfrau und ihren zwei Helfern. Nepos war nirgendwo zu entdecken. Die Frau sagte ruhig: „Tretet ihr immer die Türen von Häusern ein, die ihr besucht? Was führt euch hierher?“. Teekeus sagte: „Ich will Nepos sprechen! Ich weiß, dass er sich hier irgendwo verkriecht!“. „Ja, Nepos ist hier, “, war die Antwort, „aber er kann jetzt nicht mit euch sprechen. Er muss sich erholen.“. Da schaltete sich eine weitere Stimme in das Gespräch ein: „Ich höre einen Besucher. Er soll herkommen und sich anhören, was ich ihm zu sagen habe.“ Teekeus ging der Stimme nach, die vom Kamin her gekommen war. Und tatsächlich saß im Lehnstuhl vor der Feuerstelle Nepos, der gerade ein Buch las und nicht im Geringsten beunruhigt aussah. Teekeus setzte sich neben ihn und begann das Verhör. Zuerst fragte er, warum Nepos denn diese Greueltaten organisiert hatte. Nepos antwortete stolz: „Es geschah auf Befehl meines Königs, den ich auszuführen habe, egal ob es mir Leid tut oder nicht!“. „Und wer ist euer König, Nepos?“, fragte Teekeus interessiert, obwohl er die Antwort im Grunde genommen schon lange wusste, aber er wollte es von Nepos selbst hören. Nepos Antwort lautete natürlich Madanach. „Also steckt der Lumpenkönig hinter den Anschlägen!“, rief Teekeus aufgeregt. „So könnte man es formulieren, “, meinte Nepos, der inzwischen aufgestanden war, „aber mehr müsst ihr nicht erfahren. Wisst ihr, all das haben vor euch auch andere herausgefunden, aber für alle war hier Endstation. Schade um euch, doch ihr müsst jetzt sterben zum Wohle der Abgeschworenen. Zum Angriff!“. Und schon griffen Nepos, seine Frau und die beiden Gehilfen Teekeus an. Es kam zu einer blutigen Schlacht in den Straßen von Markarth, doch am Ende lagen alle vier Angreifer tot in einem der Kanäle, die die Stadt durchzogen. Teekeus nahm sich aus ihren Taschen, was er gebrauchen konnte, und ging dann weiter, als wäre nichts geschehen. Sein Ziel war der Schrein von Talos. Er musste Eltrys von allem erzählen. Teekeus machte am Schrein jedoch eine schreckliche Entdeckung. Eltrys war da, aber er war tot. Und Teekeus war nicht alleine. Sofort wurde er von vier Stadtwachen mit gezückten Schwertern umzingelt. Sie hängen ihm den Mord an, wahrscheinlich hatte Thonar sie dazu angestiftet. Teekeus wurde abgeführt, er konnte nichts dagegen unternehmen. Sie würden ihn in die Cidhna-Mine bringen, und von dort war angeblich noch nie jemand entkommen.


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Gipfelnebel-Herrenhaus Statistiken: Runden insgesamt: 8 | Runden mitgespielt: 7 | Runden gewonnen: 6 | Runden überlebt: 4 | Rollenverteilung: 5*Gut;1*Böse;1*Drittpartei
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  09.05.2012, 20:24
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Kapitel 10

Die Nacht der Abgeschworenen

Teekeus wurde also in die Cidhna-Mine geschickt. Er sollte dort den Rest seines Lebens Silber für Thonar abbauen, damit dessen Reichtum wachsen würde. „Niemals, “, dachte er, „niemals bleibe ich für immer hier. Ich werde Madanach aufsuchen, weil ich mit ihm noch einiges zu klären habe, aber danach haue ich von hier ab. Kein Gefängnis in Cyrodiil konnte mich aufhalten, warum sollte es also hier anders sein?“. Thonars Söldners schubsten ihn durch die Gittertür zur Haupthöhle und schlossen sie hinter ihm ab. Teekeus sah sich um und entschloss sich dazu, den Mann am Lagerfeuer zu den Abgeschworenen zu befragen. Dieser gehörte sogar zu ihnen und wusste daher ziemlich viel. Madanach war in seinem Einzelraum, zu dem man durch den Gang an der Nordseite gelangte. Jetzt wusste Teekeus immerhin schon, wohin er gehen müsste. Leider stand vor dem bezeichneten Gang ein großer, grimmig dreinblickender Ork. Orks waren ja im Allgemeinen kräftig gebaut, aber dieser hier war ein wahres Prachtexemplar seiner Rasse. Der Mann am Lagerfeuer flüsterte in Teekeus Richtung: „Ich weiß, was ihr wollt. Ihr wollt mit Madanach, unserem König, sprechen. Tja, dann müsst ihr euch erstmal mit seinem Leibwächter herumschlagen. Er heißt Borkul die Bestie, und diesen Beinamen verdient er zu Recht. In der Cidhna-Mine gibt es ein paar Gefangene weniger, seit er hier drin ist.“. Teekeus überlegte. Es sah nicht besonders gut für ihn aus. Wie sollte er seine rhetorischen Fähigkeiten anwenden, wenn sein Gegenüber von vornherein jedem unerwünschten Besucher den Kopf einschlagen wollte. Und den Schlüssel einfach stehlen ging auch nicht, da Borkul sozusagen mit dem Rücken zur Wand stand und daher sämtliche Versuche, sich an ihn heranzuschleichen, sowieso zum Scheitern verurteilt waren. Während er noch grübelte, sprach der Ork Teekeus plötzlich an: „Ihr seid neu hier, stimmts? Ihr seid der Mörder, nicht wahr? Sagt mir, wie habt ihr euch dabei gefühlt?“. Teekeus vergaß für einen Moment jegliche Vorsicht und antwortete: „Es hat sich so toll angefühlt, dass ich es jederzeit wieder machen würde. Vorallendingen wenn man mir dämliche Fragen stellt!“. Borkul runzelte die Stirn. Teekeus schluckte. War er zu weit gegangen. Der Ork zückte seine Spitzhacke, die er vorher am Gürtel hängen hatte. Teekeus bemerkte auf dem rostigen Metall unangenehme dunkelrote Flecken. Hoffentlich kamen jetzt nicht noch ein paar mehr dazu. Plötzlich steckte Borkul die Spitzhacke wieder weg und brüllte: „Ihr habt Mumm, einfach dazustehen während ein Ork mit erhobener Waffe auf euch zukommt! Das gefällt mir! Aber ich werde euch trotzdem nicht einfach so zu Madanach lassen. Das entspräche nicht den Regeln, die hier unten gelten, verstehst du? Weißt du was, besorg mir eine Klinge. Ein Messer zum Beispiel würde schon reichen. Nicht dass ich wirklich eins bräuchte, aber zum rasieren wär’s recht nützlich. Sofern du das für mich machst, lasse ich dich rein.“
Teekeus machte sich sofort auf die Suche. Waffen waren zwar hier in der Mine illegal, aber er wusste aus langjähriger Erfahrung, dass man illegale Dinge immer am leichtesten bekam. Man musste lediglich wissen, wo man suchen musste. Tatsächlich fand Teekeus nach einer Viertelstunde Grisvar den Unglücklichen, der ein Messer bei sich hatte. Jedoch wollte er diesen „kostbaren Besitz“ nicht herausrücken, es sei denn, er bekäme dafür eine Flasche Skooma. Teekeus war wütend. Eine weitere halbe Stunde musste er mit der Suche nach jemandem, der Skooma hatte, verbringen. Erst dann fand er jemanden und klaute demjenigen eine Flasche, die er zu Grisvar brachte, der ihm daraufhin das Messer übergab. Endlich kam Teekeus zu Borkul zurück. Der Ork blickte ihn an und sagte: „Ach, ihr seids, Echse. Ich dachte schon ihr kommt gar nicht mehr zurück… Hätte mich hier unten nicht gewundert.“. Teekeus zog es vor, darauf keine Antwort zu geben. Wortlos, nur mit einem bösen Blick, übergab Teekeus das Messer. Borkul trat ebenso wortlos beiseite. Teekeus ging langsam den engen Gang entlang. Er hatte eine Audienz bei Madanach, dem Lumpenkönig.
Madanachs Raum war um einiges bewohnbarer als der Rest der Mine. Madanach selbst saß mit dem Rücken zur Tür und schrieb in aller Seelenruhe einen Brief. Offenbar verließ er sich ganz auf Borkul, was seine Sicherheit hier unten anging. Teekeus trat ein und räusperte sich vernehmlich. Madanach begann sofort zu sprechen: „Ich habe euch erwartet, Teekeus. Ihr wollt dasselbe wie ich, nämlich hier rauskommen. Mit eurer Hilfe wird mein Plan gelingen. Doch zuerst muss ich euch vertrauen können. Geht zu Braig und hört euch seine Geschichte an. Kommt danach wieder her.“. Na toll. Von diesem Gespräch hatte Teekeus mehr erwartet. Jetzt musste er wieder durch die ganze Mine hetzen. Teekeus brauchte wieder viel Zeit, um durch die vielen Gänge zu rennen. Und das alles nur, damit ihm irgendso ein Typ, der aussah wie ein Skoomasüchtiger, ihm seine achso tragische Lebensgeschichte vorheulen konnte, die natürlich mit seiner Gefangennahme endete. Als Teekeus endlich wieder vor Madanach stand, war er schon sehr gereizt. Für seinen Geschmack war er einmal zu oft durch die endlosen Minenschächte gerannt. Außerdem ließ er sich nicht gerne herumkommandieren. Madanach mochte sich ja für den großen Boss der mächtigen Abgeschworenen halten, aber in Teekeus Augen war er lediglich der grausame Anführer einer Bande von Mördern. Leider standen die Dinge nicht gerade gut für Teekeus. Da ihn Thonar, Madanachs Gegenspieler, der nicht viel höher in Teekeus Ansichten stand, verraten und eingesperrt hatte, blieben ihm nicht mehr sehr viele Optionen übrig. Er musste nun mal irgendwie ausbrechen. Dazu wiederum musste er sich mit Madanach gutstellen. Es half alles nichts. Im Moment musste er sich mit Madanach gutstellen und gemeinsam mit ihm entkommen. Doch alle diese Gedanken waren wie weggefegt, nachdem Madanach ihm einen neuen Auftrag gab. Er sollte Grisvar den Unglücklichen töten. „Er hat keinen Nutzen mehr für uns.“, sagte Madanach lapidar, als handelte es sich um die natürlichste Sache der Welt. Teekeus Magen krampfte sich zusammen. Er sollte einen kaltblütigen Mord begehen. Madanach dachte wahrscheinlich, dass er es schon mal getan hatte, aber man hatte ihm das doch nur angehängt!
Teekeus dachte fieberhaft über Alternativen nach, doch er fand keine. Er ging zu Grisvar. Wieder durch die halbe Mine. Diesmal bedrückten ihn die Gänge noch mehr als sonst. Grisvar stand mit dem Rücken zu Teekeus und bearbeitete die Erzflöze an der Wand mit seiner Hacke. Teekeus sagte: „Es tut mir echt leid Kumpel, aber ich muss hier raus. Ich habe eine Bestimmung zu erfüllen“. Auf einmal war er verblüfft, was er da noch gesagt hatte. Er wollte es eigentlich nicht sagen, aber es lag ihm irgendwie plötzlich auf der Zunge, und er wusste aus mysteriösen Gründen, dass es nicht gelogen war. Teekeus löste sich aus seiner Erstarrung und erstach Grisvar mit seinem Messer, das er von Madanach bekommen hatte, um den Auftrag auszuführen. Ein Ausdruck der Verblüffung lag auf Grisvars Gesicht, und sein letztes Wort lautete: „Warum?“. Dann starb er. Teekeus fühlte sich miserabel. Er war ein Dieb und hatte keine Bedenken, den einen oder anderen Septim zu stehlen, aber er war mit Sicherheit kein Mörder. „Gut gemacht!“, sagte Madanach, als er von der Erfüllung seines Auftrages hörte. Er versammelte seine Anhänger um sich und erklärte ihnen seinen Fluchtplan. Anscheinend führte ein alter Dwemertunnel von der Mine direkt ins Herz der Stadt. Nachdem er seine Ausführungen beendet hatte, rief Madanach: „Auf geht’s!“, und alle Abgeschworenen verschwanden im Tunnel.
Teekeus stand lässig da und wartete eine Weile, bevor er sich ebenfalls in den Tunnel begab.
Er hatte sich nämlich überlegt, dass es doch klüger wäre, wenn er die anderen erstmal vorgehen ließe. Denn in diesen Dwemerruinen könnte ja sonst was lauern. Als er auf seinem Weg einige Spinnenleichen herumliegen sah, wusste er, dass er recht gehabt hatte. Die Überreste der Dwemermaschinen tiefer im Tunnel interessierten ihn noch mehr, da er einen schönen Kristall bei einer von ihnen fand. Kurz vor dem Ausgang holte Teekeus Madanachs Truppe wieder ein und tat so, als wäre er die ganze Zeit bei ihnen gewesen. Madanach bedankte sich bei Teekeus für seine Hilfe und gab ihm doch tatsächlich seine gesamte Ausrüstung zurück, die ihm die Wachen abgenommen hatten. Noch dazu überreichte er Teekeus die Rüstung der alten Götter, wie er sie nannte. Sie sah zwar aus wie jede x-beliebige Abgeschworenenrüstung, aber selbst Teekeus konnte die Magie fühlen, die sie durchdrang. Danach verließen alle den Tunnel. Nur leider stand vor dem Ausgang Thonar mit drei Stadtwachen. „Das gibt Ärger“, dachte Teekeus.
Thonar sah alle mit selbstzufriedenen Blicken an. „Eure erbärmliche Rebellion gegen Markarth ist beendet!“, sagte er zu Madanach, „Führt sie alle ab!“. Madanach grinste: „Ihr irrt euch. Sie fängt gerade erst an! Auf sie!“. Der Kampf begann. Die Stadtwachen hatten den Abgeschworenen aber nichts entgegenzusetzen. Thonar fiel. Zum Glück war es Nacht, sodass keine Zivilisten den Äxten und Schwerter von Madanachs Anhängern ausgesetzt waren. Die kampfeslustige Truppe drang bis zum Haupttor vor und erschlug alle Stadtwachen, denen sie unterwegs begegneten. Dann waren sie in der Nacht verschwunden. Teekeus ging zur Schmiede, um seine Waffen zu verbessern, dann machte er sich auf den Weg ins Gasthaus. Morgen wollte er hier verschwinden, bevor wieder etwas dazwischen kam.
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  18.05.2012, 16:24
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Kapitel 11

Jäger und Gejagte

Teekeus begab sich am Morgen des nächsten Tages zum Stadttor, um Markarth zu verlassen. Er hatte vor, sich in Reach ein wenig umzusehen, bevor er Delvin melden ging, dass er den Auftrag erfüllt hatte. Er fand im Südwesten des Fürstentums eine Höhle, die von einem Totenbeschwörer bewacht wurde. Als er die Wache sah, wich Teekeus blitzschnell nach rechts ins Unterholz aus und legte einen Pfeil auf die Sehne seines Bogens. Die Wache hatte ihn anscheinend nicht bemerkt, also hatte er genug Zeit zum Zielen. Der Pfeil traf und schickte die Wache geradewegs ins Reich des Vergessens. Teekeus plünderte die Leiche und betrat die Höhle. Drinnen fand er noch weitere Totenbeschwörer und Magier vor, aber auch ihre Skelettdiener. Sie waren jedoch alle kein Problem für ihn, bis er vor der Tür zum Hauptraum stand, die aber verschlossen war. Teekeus hatte sich gerade daran gemacht, das Schloss zu knacken, als der von ihm verwendete Dietrich zerbrach. Das Knacksen klang ungewöhnlich laut in der Stille der steinernen Hallen. Teekeus fluchte leise und hechtete hinter eine Säule, da er Schritte hinter der Tür hörte. Aber niemand öffnete die Tür, und die Geräusche verstummten. Er machte sich also wieder daran, das Türschloss zu knacken. Doch in dem Moment, als er den Dietrich neu ansetzte, flog die Tür auf. Leider in die falsche Richtung, zumindest für Teekeus, der von ihr am Kopf erwischt wurde und rückwärts in einen Stapel alter Gefäße flog, die daraufhin unter lautem Klirren zerbrachen. Ein Feueratronarch schwebte durch die offene Tür und schleuderte sofort einen Feuerball auf Teekeus, der dem Geschoss nur knapp ausweichen konnte. Teekeus zückte seine Dolche und ging in den Nahkampf über, wobei er aufgrund der großen Hitze in der Nähe des Atronarchen doch einige Verbrennungen davontrug. Aber er schaffte es unter großen Mühen, ihn zu besiegen. Da Teekeus ein wenig über Atronarchen bescheid wusste, brachte er sich so schnell er konnte in Sicherheit und duckte sich hinter eine Säule, kurz bevor der Körper des Atronarchen in einer gewaltigen Explosion verbrannte. Euphorisiert von seinem Sieg über dieses Wesen aus dem Reich des Vergessens, waren die beiden Totenbeschwörer in dem zuvor vom Atronarch bewachten Raum kein Problem mehr für ihn. Nachdem der Kampf vorbei war, inspizierte Teekeus den Raum auf der Suche nach wertvollen Gegenständen, die man benutzen oder aber verkaufen konnte. Er fand noch ein paar dieser seltsamen Kristalle sowie einige Tränke und Zutaten. Angeekelt wandte er sich von den blutverschmierten Überresten der Opfer dieser grausamen Magier ab. Totenbeschwörung war eine scheußliche Sache, dachte Teekeus, sie bemühen sich, zu erschaffen, erstellen aber nur ein groteskes Abbild des Lebens. Vielleicht waren sie deshalb so verbittert- sie würden ihr ursprüngliches Ziel nie erreichen. Bevor er den Raum verließ, bemerkte Teekeus eine seltsame halbkreisförmige Wand, in die Runen eingemeißelt waren. Einige dieser Runen begannen zu leuchten, als er sich der Wand näherte.
Teekeus ging einige Schritte zurück. Das Leuchten erlosch. Wieder ging er auf die Mauer zu und berührte das aufleuchtende Wort. Ein Blitz fuhr durch seine Gedanken und er ging stöhnend in die Knie, überwältigt von dem Wissen, dass durch seinen Geist strömte. Er wusste plötzlich, dass dieses Wort das Wort für Feuer war. Und nicht nur irgendein Wort für Feuer, sondern das Wort, welches das Feuer in Reinstform verkörperte und seinem wahren Bild entsprach. Er stolperte ein paar Schritte zurück, bevor er sich wieder fing. Er versuchte das Wort auszusprechen, konnte dies aber aus irgendeinem Grund nicht tun. Teekeus wusste nicht besonders viel von Magie, und er hatte keine Ahnung, welche Form der Magie gerade auf ihn eingewirkt hatte, aber ausgegangen von der Umgebung konnte es eigentlich nichts gutes sein. Er konnte zwar keine Schäden an sich feststellen, aber Magie war tückisch. Manche Arten wirkten erst, wenn genug Zeit verstrichen war. Wahrscheinlich würden ihm später irgendwann mal alle Schuppen abfallen oder so was in der Art. Aber wenn dem so wäre, könnte er jetzt sowieso nicht viel daran ändern. Aber die gruselige alte Höhle wollte er jetzt so schnell wie nur irgend möglich verlassen. Bei Totenbeschwörern war das nämlich immer so eine Sache, man konnte fast nie sicher sein, ob auch wirklich alles tot war. Teekeus raffte alles, was wertvoll aussah, zusammen und wandte sich zum gehen.
Er verließ die Höhle und wanderte weiter. Einige Zeit später kam er wieder an einer Höhle vorbei und sah, dass wieder jemand nahe dem Eingang stand. Sofort nahm Teekeus seinen Bogen vom Rücken und zielte auf die vermeintliche Wache. Als der Nord, der dort saß, Teekeus sah, rief er sofort: „Bitte, nicht schießen! Ich bin doch schon schwer verletzt und halbtot!“. Teekeus entspannte sich und senkte den Bogen. Beim Näherkommen entdeckte er, das dieser Nord tatsächlich viele Wunden hatte. Er gab ihm, wenn auch widerstrebend, da er nicht sehr viele hatte, einen Heiltrank. Der Nord kippte ihn in einem Zug hinunter. Wahrscheinlich verfuhren Nord mit jedem Getränk so. Er hatte es zumindest noch nie anders beobachtet. Sofort ging es dem Nord besser, und er erzählte Teekeus bereitwillig, was passiert war. Teekeus erfuhr, das der Name seines Gegenübers Valdr war, und das er, von Beruf Jäger, mit zwei Gefährten einen Bär verfolgt und in dieser Höhle gestellt hatten. Teekeus konnte nur mühsam ein Kichern unterdrücken: „ Drei große starke Nord lassen sich von einem einzigen Bären fertig machen?“ fragte er. Der Blick, mit dem Valdr ihn daraufhin ansah, war tödlich, und Teekeus beschloss, jetzt lieber ruhig zu sein, bevor sein Mundwerk ihn wieder mal in Schwierigkeiten brachte. Valdr antwortete in einem ruhigen Ton: „ Mit dem Bär wäre sogar jeder von uns allein fertig geworden, zumal er schon verwundet war. Aber leider war die Höhle nicht so leer, wie wir dachten. Zweiglinge! Hinterrücks haben uns die Biester überrascht. Einer von uns war sofort tot, als sie ihn attackierten. Ein Zweigling stürzte sich auf mich, schlug mir den Bogen aus der Hand und verarbeitete ihn zu Kleinholz. Ich floh mit meinem verbliebenen Gefährten zum Ausgang und schaffte es gerade so hinaus. Er leider nicht. Sag mal, du bist doch ein Abenteurer, oder?“. Teekeus war von der letzten Frage etwas überrascht. Er ahnte schon, was jetzt gleich kommen würde, allerdings konnte er auch nicht einfach so ablehnen. „Ich glaube schon…“, antwortete er zaghaft. „Großartig!“, brüllte daraufhin der Nord plötzlich so laut, das Teekeus erschreckt zusammenzuckte und einen Schritt zurückwich, „dann können wir ja gemeinsam die Höhle stürmen und dieser Höllenbrut zeigen, was wir von ihr halten!“. Genau das hatte Teekeus erwartet- und befüchtet. Schon wollte er davonlaufen, als der Nord noch sagte: „Von mir aus könnt ihr dafür alle Beute, die wir da drinnen finden, behalten.“. Teekeus blieb mitten in der Bewegung stehen und schaute zum Höhleneingang. „Gut, aber erwartet nicht, dass ich euch nochmal den Hals rette, wenn wir in Schwierigkeiten kommen!“, antwortete er dann. Der Nord sah ihn misstrauisch an, sagte aber nichts dazu und ging wortlos auf den Höhleneingang zu. Teekeus folgte ihm lautlos wie ein Schatten.
Schon in dem ersten Raum nach dem Eingang fanden sie auch den ersten Zweigling. Er stand vor der Leiche eines Menschen, wohl einer der beiden Kameraden des Nord. Teekeus war froh, dass der Zweigling ihn noch nicht bemerkt hatte, und legte einen Pfeil an. Gerade wollte er ihn abfeuern, da stürmte der Nord unter lautem Gebrüll auf den Zweigling zu. Teekeus seufzte. Das konnte ja heiter werden, wenn der Kerl ihm immer den Überraschungseffekt versaute. Der Zweigling hatte zwar keine Chance gegen Teekeus und Valdr, aber irgendwas sagte ihm, dass die nächsten Kämpfe vielleicht haariger werden würden. Der Zweigling lag jetzt am Boden und war tot, doch der Nord stach immernoch kontinuierlich auf ihn ein. „Wenns ihm Spaß macht….“, dachte Teekeus und kundschaftete schonmal den nächsten Raum aus. Dieser war eine Bärenhöhle, aber glücklicherweise bemerkte Teekeus den Bär, bevor der seinerseits merkte, dass er Besuch bekommen hatte, und erlegte ihn mit einem wohlgezielten Pfeil. Als er gerade dabei war, dem Bären das Fell abzuziehen, hörte er Schritte hinter sich und versteckte sich hinter dem nächsten Felsbrocken, aber es war nur Valdr, der endlich nachgekommen war. Zusammen wagten sie sich in den dritten und letzten Raum vor. Der sah wie ein Paradies aus…ein Wasserfall, der in einen kleinen Teich mündete, und rundherum ein paar Bäume. Teekeus ahnte, dass sich hier irgendwo die restlichen Zweiglinge verbergen mussten, aber alles war ruhig und friedlich. Er betrat die Höhle, trank etwas Wasser aus dem See und lehnte sich dann gegen einen am Ufer stehenden Baum. Nun geschah jedoch etwas, womit Teekeus nie im Leben gerechnet hätte. Der Baum bewegte sich. Schnell machte Teekeus eine Hechtrolle und entging gerade noch rechtzeitig dem Griff eines weiteren Zweiglings, der aus dem Baum hervor trat. „Verfluchte Biester!“, dachte er und eröffnete ein Sperrfeuer mit seinem Bogen, während Valdr den Zweigling in den Nahkampf verwickelte. Bald war er besiegt, doch der Kampf war noch nicht vorbei. Während sie beide beschäftigt gewesen waren, hatte sich der dritte und letzte Zweigling von hinten an Valdr herangeschlichen und versuchte jetzt, ihn zu erwürgen. Valdr stach verzweifelt auf die Arme des Zweiglings ein, aber dieser ließ sich nicht beirren. Dann schleuderte er Valdr plötzlich beiseite. Er wurde gegen die Wand der Höhle geworfen und blieb dort anscheinend bewusstlos liegen. Teekeus schaffte es, den Zweigling dreimal mit seinem Bogen zu treffen, dann war er an ihn herangekommen, obwohl Teekeus sich immer weiter zurückgezogen hatte, bis auf eine Klippe über dem See. Dort bekämpfte er den Zweigling eine ganze Weile lang mit seinen Dolchen, aber dieser schien niemals müde
zu werden. Letztendlich hatte Teekeus genug. Er stürmte vor, mit dem Plan im Hinterkopf, den Zweigling von der Klippe zu stoßen. Er war überrascht, wie gut das funktionierte. Anscheinend waren die Biester doch nicht besonders schlau. Als der Zweigling unten im Wasser schwamm, war es für Teekeus einfach, den Kampf zu gewinnen. Bevor sein Gegner auch nur aus dem Wasser gekommen war, hatte er schon an die zehn Pfeile in der Brust stecken und starb. Teekeus spritze Valdr Wasser ins Gesicht, um ihm zu wecken. „Wie?...Was?...Haben wir gewonnen?“, waren seine ersten Worte, nachdem er das Bewusstsein wiedererlangt hatte. „Ja, wir haben gewonnen.“, sagte Teekeus schlicht und seufzte. Da er die Hauptlast des Kampfes getragen hatte, stand ihm natürlich auch der größere Teil der Beute zu. In diesem Fall alles. Nachdem er alles, was tragbar war und auch irgendeinen Wert hatte, zusammengesammelt und verstaut hatte, begab er sich zum Ausgang. Valdr dankte ihm noch einmal überschwänglich für seine Hilfe und drückte ihm noch einen Eisendolch als Belohnung in die Hand. Zuerst wollte Teekeus protestieren aufgrund der Nutzlosigkeit dieses alten Stück Metalls, doch dann merkte er, dass da etwas besonderes an diesem Dolch sein musste, aber er bekam nicht heraus, was, er hatte es einfach im Gefühl.  Dann verabschiedete er sich von Valdr und ging, zufrieden mit seiner Beute.




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  10.10.2012, 14:37
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Kapitel 12

Zurück in Markarth

Teekeus gähnte. Es war früh am Morgen, und die Kutsche, auf der er saß, würde in wenigen Minuten in Richtung Markarth abfahren. Teekeus war sehr wütend auf Delvin. Kaum war er von Markarth nach Rifton zurückgekehrt und hatte gemeldet, dass der Auftrag erledigt sei, da hatte Delvin gegrinst und ihm gesagt, er wäre gerade rechtzeitig zurückgekommen, da Vex schon einen neuen Auftrag für ihn hätte - wieder in Markarth. Als Teekeus erschöpft protestieren wollte, fiel ihm Delvin ins Wort und erklärte, ein bisschen Laufen täte ihm doch ganz gut. Falls ihm der Auftrag nicht passen würde, solle er sich doch an Vex wenden, hatte Delvin noch hinzugefügt. Dann ließ er ihn einfach stehen und wandte sich demonstrativ wieder seinem Bier zu. Teekeus hatte kurz zu Vex hinübergesehen, aber die bedachte ihn mit so einem eisigen Blick, dass er jedwede Beschwerde sein ließ. Jetzt war er also wieder in Richtung Markarth unterwegs. Immerhin hatten ihm Delvin und Vex „gnädigerweise“ erlaubt, noch eine Nacht zu bleiben und sich auszuruhen, bevor es wieder losging. Er erwachte aus diesen Tagträumen, als die Kutsche vor Markarth halt machte und der Kutscher ihn wachrüttelte.
Immer noch schläfrig wandte er sich der Stadt zu und betrat sie durch das große Dwemertor. Die Silberschmiedin auf dem Marktplatz, mit der er ein kleines Schwätzchen führte in der Hoffnung, nebenbei den einen oder anderen Ring einstecken zu können, gab ihm den Auftrag, dem Hofzauberer Calcemo einen Ring vorbeizubringen, den dieser vor ein paar Tagen bei ihr bestellt und nie abgeholt hatte. Leider bewachte sie argwöhnisch die Auslage vor ihr, sodass Teekeus nicht in der Lage war, etwas zu entwenden. Da Calcemo gleich in der zur Stadt gehörigen Festung zu finden war und er wegen des Auftrags der Diebesgilde sowieso dorthin musste, nahm er sich vor, das gleich auf dem Weg zu erledigen. Er wanderte also durch die Straßen, diesmal immer achtsam, man konnte ja nie wissen, ob hier nicht doch noch ein Abgeschworener oder eine korrupte Stadtwache in einer dunklen Ecke lauerte…Teekeus wusste nicht mal, wer von den beiden schlimmer wäre. Aber vor lauter Aufpassen links und rechts achtete er nicht darauf, was direkt vor ihm, und so lief er direkt in einen Wächter Stendarrs rein.
Dieser taumelte ein Stück zurück, fing sich aber schnell wieder und wollte sich gerade beschweren, als Teekeus sich flink entschuldigte, sich vorstellte und ihn mit einer Frage nach seinem gegenwärtigen Auftrag ablenkte. Der Wächter namens Tyranus antwortete mit einer Gegenfrage, er wollte wissen, ob Teekeus irgendwas über das alte Haus vor ihnen zu erzählen hatte. Dieser warf einen Blick darauf und schielte durchs Schlüsselloch. Mannoman, was für eine Bruchbude. Obwohl hier zwangsläufig alle Gebäude gleich aussahen, da sie ja direkt in den Stein gehauen wurden, hatte es der Architekt trotzdem geschafft, das Ganze noch mieser zu verwirklichen, als es in Markarth seiner Meinung nach ohnehin schon Standart war. Überall nur Stein. Auch die meisten Möbel. Alles aus Stein, sogar die Betten in der Herberge. Als Teekeus seine Observation beendet hatte, sah er wieder zu dem Wächter hinüber, der ihn interessiert und erwartungsvoll ansah. Armer Kerl. Wahrscheinlich stand er schon eine ganze Weile hier und hatte bereits vergeblich alle Einwohner der Stadt, die jemals ihren Fuß auf diese Straße gesetzt hatte, befragt. Teekeus brachte es wirklich nicht übers Herz, ihn nochmals zu enttäuschen, so verzweifelt und desillusioniert, wie er aussah. Er musste ihm natürlich alles sagen, was er wusste. Und die Belohnung für das Weitergeben nützlicher Informationen bescheiden entgegennehmen. „Ach wisst ihr, bis vor kurzem wusste ich ja nichts über dieses Haus, aber dann…“, sagte Teekeus und legte eine Pause ein, um das Ganze wirkungsvoller zu gestalten. „dann habe ich da mal reingeschaut, und ich finde, der Spuk da drin muss und kann ganz schnell beendet werden! Es handelt sich ja schließlich nur um einen niederen Daedra, der von einem Wächter Stendarrs und damit Experten in solchen Dingen schnell besiegt werden kann.“. Tyranus Ausdruck war immer fröhlicher geworden, während Teekeus geredet hatte, und kaum war dieser fertig geworden und hielt ihm bittend die Hand hin wegen der Belohnung, sagte Tyranus auch schon: „Großartig! Dann gehen wir zwei jetzt da rein und machen ihn fertig!“.
Teekeus glaubte, er hörte wohl schlecht. Ging denn in dieser Stadt rein gar nichts ohne seine Hilfe? Demnächst musste er wohl noch in der Stadtwache Dienst schieben und Patrouillieren, weil dort auch ohne ihn nichts seinen Gang lief? Aber er sah schon, dass jegliche Einwände bei diesem puren Enthusiasmus vergeblich waren. „Wie leicht die meisten doch durch einige Wörter zu manipulieren sind…“, dachte er bei sich und nahm sich vor, seine Redekunst weiter zu verbessern. Am besten schafft man Probleme aus der Welt, bevor sie aufkommen, war ja nicht umsonst einer seiner Lieblingssprüche. Aber jetzt musste er weiter, vielleicht würde er ja später auf das Angebot des Wächters zurückkommen. Schonend brachte er es ihm bei. Wie erwartet war Tyranus sehr enttäuscht und bat ihn, sobald wie möglich zu kommen. Teekeus versprach es und ging.
„Der kann lange warten!“, dachte er sich. Markarth gefiel ihm nicht, und wenn er seinen Auftrag erledigt hatte, war er so schnell wie möglich wieder in Richtung Rifton unterwegs wie es ihm nur möglich war. Auf dem weiteren Weg zur Festung passierte nichts weiter, wenn man einmal davon absah, das Teekeus es schaffte, sich auf den letzten paar Metern zu verlaufen und das erst merkte, als er an der Schmiede vorbeikam. Er nutzte die Gelegenheit um seine Aufrüstung aufzubessern, während die Orkin, der die Schmiede gehörte, neben ihm verzweifelt versuchte, ihrem begriffsstutzigen kaiserlichen Lehrling etwas beizubringen. Teekeus kam zufällig genau in dem Moment an, als der Lehrling (anscheinend wieder mal) ein großes Chaos verursacht hatte. In ihrer Verzweiflung bat die Orkin, ihren Namen konnte sich Teekeus nicht merken, ein bestimmtes Buch für sie zu holen. Es war anscheinend ihr letzter Versuch, dem jungen Kaiserlichen zu helfen. Also noch ein Auftrag für Teekeus. Höflich nahm er ihn an, aber insgeheim setzte er das ganz nach unten auf seine Prioritätsliste. Da hatte er gehofft, nach dem Auftrag der Diebesgilde wenigstens einen Tag lang seine Ruhe zu haben, aber hier wurde er ja mit Aufträgen überhäuft! Für Teekeus nur ein weiteres Zeichen, dass er die Stadt so schnell wie möglich verlassen sollte. Nach ein paar weiteren Treppen hatte er dann endlich die Festung gefunden.
Dem Mitglied der Silber-Blut Familie, das im Eingangsbereich herumstand und dachte, der Jarl wäre mit der Familie als Berater viel besser dran, ging er lieber aus dem Weg, man wusste ja nie….ein Aufenthalt in der Cidhna-Mine war mehr als genug. Mit dem Jarl wollte er jetzt auch nicht unbedingt sprechen, das resultierte garantiert nur in einem weiterem Auftrag, darauf hätte er sofort alles, was er jemals gestohlen hatte, gewettet. Er fragte eine der herumstehenden Wachen, wo er Calcemo finden könne, und bekam die Auskunft, das Calcemo sich in der Nähe des Eingangs der alten Dwemerruinen unter der Stadt aufhielt, welche wiederum durch den linken Durchgang hier zu erreichen wären. Teekeus dankte höflich und nahm diesen Weg. Er fand Calcemo, der anscheinend gerade mit dem Verzaubern beschäftigt war. Zuerst scheute sich Teekeus, ihn zu stören, aber nachdem er lange gewartet hatte und Calcemo währenddessen nicht einmal Notiz von ihm genommen hatte, ging er auf ihn zu und räusperte sich vernehmlich. Keine Reaktion. Vorsichtig tippte er ihn auf die Schulter. Der alte Zauberer zuckte zusammen, drehte den Kopf ein wenig, um Teekeus anzusehen, und sagte mürrisch: „Was gibt es denn? Sagt Bothela, ich bezahle die Rechnung nächste Woche!“. Dann, noch bevor Teekeus irgendwas erwidern konnte, wandte er sich schon wieder seiner Arbeit zu, was auch immer er da gerade machen mochte. „Aber ich bin doch gar nicht hier, um etwas zu verlangen, sondern, um euch etwas zu geben. Kerah, die Silberschmiedin vom Marktplatz, hat mir diesen Ring für euch gegeben!“, sagte Teekeus laut, um die Aufmerksamkeit Calcemos wiederzubekommen. Dieser antwortete noch unwirscher, jetzt sichtlich verärgert über die Störung: „Ja, ja. Dann legt das Ding einfach hier hin, nehmt von mir aus das Gold da auf dem Tisch als Belohnung und geht!“. Teekeus legte den Ring auf den Tisch, schnappte sich das Gold und verschwand. Als er wieder in der Eingangshalle stand, sah er zuerst nach, wie hoch sein Lohn denn war. Er stieß vor Erstaunen einen leisen Pfiff aus. 200 Septime! Für einen einfachen Botengang! Teekeus konnte sein Glück kaum fassen, für eine derartige Dienstleistung bekam man meistens höchstens um die zehn Septime, und das auch nur, wenn der Auftraggeber gerade sehr gute Laune hatte. Er dagegen hatte zweihundert bekommen! Außer sich vor Freude, machte er einen Luftsprung, den er aber besser hätte bleiben lassen sollen, denn sein Kopf machte unangenehm mit der steinernen Decke Bekanntschaft. „Au, au, au!“, fluchte er und hielt sich den Kopf, dann nahm er wieder eine würdevolle Haltung ein und ignorierte das Gekicher der Wachen, die ihn amüsiert beobachtet hatten. Teekeus stolzierte regelrecht an ihnen vorbei und warf ihnen im Vorbeigehen einen eisigen Blick zu, denn er hasste es, wenn sich irgendjemand über ihn lustig machte.
Einmal gerade durch die Halle, eine Treppe hoch, noch einen Durchgang entlang, und schon stand Teekeus vor der Tür zur festungseigenen Schmiede. Der Jarl vertraute anscheinend den von Ghorza hergestellten Waffen, Rüstungen, und sonstigen Gegenständen aus Metall nicht. Allerdings war sein Hofschmied, Moth, ihr Ehemann, und so verstand Teekeus diese Vorgehensweise nicht wirklich. Vielleicht hatte er Angst, sie würde ihm etwas von Tacitus, dem Lehrling, andrehen. Die Tür war nur angelehnt, und das Dröhnen der Hammerschläge verriet ihm, das Moth konzentriert bei der Arbeit war. Flink huschte er durch die halboffene Tür in den Raum und versteckte sich sofort hinter dem nächsten Fass. Jetzt kam das komplizierteste Stück. Er musste sozusagen direkt unter Moths Nase vorbeischleichen, um hinter ihn zu gelangen und ihm in die Tasche greifen zu können, in der sich der wertvolle Ring, den Vex begehrte, befinden musste. Stück für Stück, langsam und vorsichtig schlich er vorwärts. Seine Füße machten nahezu kein Geräusch, doch die Göttlichen wollten es, das Moth natürlich gerade in jenem Moment von seiner Arbeit aufsehen musste, um sich den Schweiß von der Stirn zu wischen. Flink drückte sich Teekeus gegen die Steinwand der Schmiede, da Moth ihn hier nicht sehen konnte, solange er sich nicht aus dem Schatten der Mauer bewegte. Hier konnte er die Hitze der Schmiede schon schmerzhaft im Rücken spüren, als eine Spezies, die Wasser in der Nähe immer bevorzugte, hatte er natürlich für das entgegengesetzte Element nicht viel übrig. Die Sekunden, die er in dieser unangenehmen Lage ausharren musste, dehnten sich und kamen ihm wie Minuten vor. Endlich nahm der Ork seine Arbeit wieder auf, und Teekeus lief geschwind um die Schmiede herum. Ein kurzer Griff in die richtige Tasche, die die grobschlächtige Gestalt des Orks an der Seite trug, und Teekeus hielt den Ring in seiner Hand. Schnell verstaute er ihn sicher und spazierte dann ganz normal an dem Ork vorbei, der ihn stirnrunzelnd ansah. Er schmunzelte und verschwand, bevor der Ork seinen Verlust bemerken und mit dem plötzlich auftauchenden Argonier in Verbindung bringen konnte. Beschwingten Schrittes ging er zum Stadttor. Wenn er sich beeilte, erwischte er noch die Nachmittagskutsche in Richtung Rifton.
Gipfelnebel-Herrenhaus Statistiken: Runden insgesamt: 8 | Runden mitgespielt: 7 | Runden gewonnen: 6 | Runden überlebt: 4 | Rollenverteilung: 5*Gut;1*Böse;1*Drittpartei
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  16.02.2013, 16:41
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