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Thema: Dem Mundus ein Fürst  (Gelesen 1285 mal)

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(Und damit es keine Komplikationen gibt: Bal der Vater, Baal der Sohn und Baaal der Enkel, Klar?) *lol*
 
1. Der Alte Vampir

„Erzmagier" ruft Linda euphorisch, während sie durch die Korridore der geheimen Universität läuft. Die gesamte Magiergilde feiert den Sieg des neuen Erzmagiers und Oberhaupt der Gilde Rlaan Baal über den Wurmkönig Mannimarco. Obwohl die Trauer über das heroische verscheiden ihres alten Meisters Traven noch nicht verflogen ist, rettete sein Tod und die Übergabe der Macht an Rlaan, dass Fortbestehen der Magiergilde in Tamriel. Die junge Bretonin läuft über den Hof der alt ehrwürdigen Gemäuer zum Turm des Meisters und rennt dabei den Hochmagier Jazin Televani, einem fast 400 Jahre alten Dunkelelfen, in die Arme.

„Hey, hey, mein Kind. Sachte. Willst du zu deinem Meister?"

„Ja, wo ist er."

Der alte Elf richtet seinen Blick zur Spitze des Turms. „In seinen Gemächern. Der Kampf war hart, er ist erschöpft. Jedoch wird er in seiner momentanen Verfassung deinem zarten Besuch kaum widerstehen können. Außerdem hat er den Rat zusammen gerufen." Er sieht sie an, seine roten Augen Funkeln, ein seltsamer Blick, sie nimmt es in ihrer Freude nicht war.

„Aber Meister, er ist mein Lehrer."

„Sicher Kind, lauf zu ihm, Tamriel verdankt ihm viel. Wir sind es ihm schuldig." Sie läuft durch die Türen des Turms. „Möge Azura deiner Seele gnädig sein", murmelt Jazin leise, sie hört es nicht mehr.

Im Empfangsbereich angekommen, betritt sie den Teleporter zu den Hallen des Rates. Ein Ring auf dem Boden, etwas erhaben, leuchtend mit alt ayleidischen Schriften versehen. Die Ayleiden, oder Ur-Elfen, erbauten diesen Turm im Zeitalter des Mythos, genau wie einen Großteil der Stadt um ihn herum. Vor Jahrtausenden, vor der Geschichtsschreibung. Bis heute fluoresziert das weiße Gestein nachts matt silbrig, magisch. Worauf auch sein Name zurückzuführen ist; Weißgold-Turm. Nach kurzer Konzentration spürt sie, dass der Korridor geöffnet ist. Im nächsten Moment steht sie in der Halle des Rates. Ein runder Raum in der Mitte des Turms, im Zentrum ein Tisch, Regale mit Büchern an den Wänden, Schriftrollen, Kerzenlicht. Wenige Schritte entfernt ein weiterer Teleporter in die Gemächer des Erzmagiers. Etwas zaghaft betritt sie ihn, erleichtert fühlt sie, dass auch dieser geöffnet ist. Als sie in den Gemächern erscheint fröstelt sie sogleich. Die Freude wird von einer fremden Skepsis übermannt. Als sie sich um blickt, erkennt sie eine dunkle Gestalt in schwarzer Robe, die Kapuze ins Gesicht gezogen, der Raum von wenigen Kerzen diffus erhellt. Eine Hand an der Armlehne des Schaukelstuhls auf dem sie sitzt, glasig, wie Leichenwachs. Ein diffuses gespenstisches Licht scheint die Gestalt zu erhellen, als strahlte es aus ihr heraus, Astraldämpfe. Furcht ergreift ihr Herz. Doch dann ertönt eine vertraute Stimme.

„Hab keine Angst, ich bin immer noch der Alte. Auch wenn du mich so, noch nie gesehen hast."

Linda ist seit sie denken kann an der Akademie der Magier, sie weiß was sie sieht. Einen Vampir im Höhepunkt seiner Transzendens.

„Meister?", haucht sie tonlos. Sekunden vergehen, es ist totenstill bis auf das leise melodische klirren der Nirnwurzblätter auf einem Schreibtisch, welches sie so oft hörte... und ihr Herz. „Weglaufen bringt wohl nichts", flüstert sie.

„Wenn ich dich beißen wollte sicher nicht. Aber das will ich nicht. Tritt bitte näher, du hast mein Wort, ich werde dich nicht anrühren." Sie tritt einen Schritt näher, nur einen.

„Meister, hat er Euch das angetan?"

„Er?" Er lacht leise. „Du meinst Mannimarco? Nein, ich bin so, schon lange bevor wir uns kennen lernten. Der Wurmkönig verfolgte ganz andere Ziele. Er war ein erbärmlicher Narr, genau wie Traven."

„Traven? Ein Narr? Er ist unser Retter. Ich... ich kenne euch nicht...", sie verspürt den Impuls fort zu laufen.

„Traven hat die Necromantie verbieten lassen. Das war ein törichter Fehler. Regulierung wäre es gewesen. Ich respektiere den Glaube der Dunmer, der Dunkelelfen. Ich würde es auch verachten, wenn jemand die sterblichen Überreste meiner Ahnen für seine Zwecke missbraucht, ganz zu schweigen davon die Seele aus dem Feuer des Vergessens zu beschwören. Trotz allem ist die Necromantie eine Fassette der allumfassenden Magie. Wenn wir das Wissen um sie vernichten, bringen wir das Sein aus dem Gleichgewicht. Nicht umsonst trat die Hälfte des Magierrates zurück als Traven zum Erzmagier ernannt wurde."

Sie tritt einen weiteren Schritt näher an den Vampir heran. „Lange bevor wir uns kennen lernten?"

„Ich habe das Ende der Ära des Mythos gesehen, die Inthronierung von Tiber Septim, die Vernichtung der Ayleiden. Aber es sind nur noch Schatten, Splitter die ich nicht mehr verbinden kann. Ich kann dir nicht genau sagen wie alt ich bin. Ich weiß nur eines aus dieser Zeit sicher. Ich bin Rlaan Baal, Sohn von Molag Baal und einer Bosmer, einer Waldelfen Fürstin. Als ich in dieser Welt erwachte, verspürte ich sofort den Verfall meines Körpers. Mein Vater verbannte mich in diese Ebene, damit ich sie mir zu eigen machen sollte. Ich fand zwei Möglichkeiten diesen Verfall zu stoppen. Entweder die Vollendung der Necromantie, dem erleuchtetem Lich, oder dem Vampirismus, einer astralen „Krankheit" die das Sterben verhindert. Ein Fluch dem ich zu nutzen wusste, ein Geschenk. Der Lich kann nicht in dieser Welt bleiben, er erschafft sich eine neue eigene Welt und ernährt sich lediglich aus dieser. Der Vampir ernährt sich zwar auch aus dieser Ebene, jedoch kann er in ihr verweilen und sie sich Untertan machen. Diese Ebene ist die Ebene meiner Mutter, ich könnte sie nie zerstören. Nie habe ich einen Mer getötet, nicht einmal im wildesten Blutrausch, nicht einmal Mannimarco."

„Mannimarco? Er lebt?"

„Nein, dieser Trottel hat sich mehr oder weniger selbst um die Unsterblichkeit gebracht. Er hätte schon lange seine eigene Sphäre beherrschen können. Doch er musste auf diesen unsäglichen Krieg mit der Magiergilde bestehen. Ich kann nicht genau sagen warum, aber ich denke es fehlte ihm an Fantasie um eine neue Ebene zu erschaffen, wie einst die Warlocks. Ich sprach nur einen Spruch: Seelenfalle."

„Rlaan Baal, ich hatte gehofft dem Erzmagier persönlich gegenüber zu stehen. Stattdessen schickt er seinen Meisterschüler. Wie enttäuschend", spricht der Wurmkönig zynisch als er Rlaan erblickt. „Wie ich sehe hast du meine Diener eliminiert."

„Nein, sie haben mich nicht einmal wahrgenommen. Du hast das Privileg mich erblicken zu dürfen, und was Traven betrifft, er hat noch weit aus weniger das Recht sich „Wurm" zu nennen als Ihr, Mannimarco. Kniet nieder, folge mir und du wirst verschont werden. Ich werde dich lehren deine Macht zu vervollkommnen."

„Deine Worte klingen fast als ob du wirklich an das glaubtest was du spricht du winziger Sterblicher. Ihr mögt glauben ich sei böse, doch suchen wir das selbe, Macht! Traven und die anderen Verräter, bald werden sie mir dienen. Erst wirst du mein Wurmsklave, dann werde ich mir Traven holen." Mannimarco erhebt die Arme, der Hochelf aus dem Zeitalter des Mythos, konzentriert seine Macht. Die Energie, die ihm durchströmt lässt Rlaan ehrfürchtig verzweifeln, denn er weiß, der Wurmkönig kann nicht kontrolliert werden. Auch wenn es schmerzt , seine Passion ist verloren. Welch verschwendetes Genie. Er ist alt, sehr alt, der älteste noch existierende Altmer und dennoch ein elend Sterblicher.

„Ban kxzur nar Sol' reef", zischt Rlaan während der Hochelf einen vernichtenden Lähmzauber auf ihn wirkt. Rlaan spürt den Schlag des Zaubers, doch er reflektiert ihn problemlos. Mannimarco friert in seiner Bewegung ein, das entsetzen darüber, das Rlaan ein mächtiger Vampir ist und seinen Spruch nicht nur widerstand, sonder auch noch zurückwerfen konnte, erstarrt in seinem Gesicht. Wie eine Statue fällt er zu Boden. Direkt in eine seiner Bärenfalle aus Zwergenstahl, die er in seiner Abwesenheit nutzte um Plünderer aus seinem Versteck fernzuhalten. Als der Körper des Hochelfen versagt, fängt ein schwarzer Seelenstein seine spirituelle Energie ein. „Von nun an, wirst du Sklave sein."

Rlaan legt den schwarzen Seelenstein auf den Tisch. Welch passendes Ende für den Fürsten der Finsternis.

„Aber menschliche Seelen zu fangen, schwarze Seelensteine zu nutzen... das... das...", beginnt Linda entsetzt.

„...ist genau das, was Traven sich selbst angetan hatte um die Gilde zu retten, Necromantie", ergänzt der Erzmagier sie. „Er bannte sich selbst in einen Seelenstein damit ich mit seiner Hilfe den Wurmkönig bezwinge. So und nicht anders wird es die Geschichte erzählen." Der Vampir erhebt sich und tritt auf Linda zu, sie weicht einen Schritt zurück, er hält inne. Rlaan nimmt die Kapuze ab. „Das kleine Detail, dass ich dass weder brauchte noch wollte, muss ja niemand wissen. Er hätte mit mir reden sollen, stattdessen heckt er diesen törichten Plan aus."

„Das heißt sein Tod war völlig umsonst?"

„Oh, nein nein, er hat der Magiergilde einen großen Dienst erwiesen. Deshalb ruht der Stein in der Spitze des Turms. Von dort aus wacht er über die Gilde, voller wohl wollen." Rlaan entzündet mit einer Geste seiner Hand alle Kerzen im Raum. Es sind sicher zwei Dutzend. Das Licht überstrahlt seine Astraldämpfe fast völlig. Er schließt die Augen und sein halb transparentes Fleisch wird undurchsichtig. Der geisterhafte Schein um ihn verschwindet. Nun sieht er fast wieder so aus wie Linda ihn kennt, nur seine Haut ist weißgrau und seine Wangen etwas eingefallen. Ein Waldelf, mit spitzen Ohren und Tonsur.

Ich konnte Euer Alter nie einschätzen, jetzt weiß ich auch warum", flüstert die junge Bretonin.

„Linda, ich möchte, dass du mein Meisterschüler wirst."

„Ich?" Sie schaut ihn überrascht an, etwas ängstlich.

„Keine Sorge, du musst dazu kein Vampir sein. Also, möchtest du?"

„Ja!" Sie läuft zu ihm und nimmt seine Hand. „Sehr gern. Vom wem könnte ich mehr lernen."

„Gut. Komm mit." Sie teleportieren in den Ratssaal in dem sich die führenden Magier der Gilde versammelt haben. Als Jazin Linda erblick, wirkt er überrascht, schaut sie dann skeptisch an. Rlaan lacht. „Du bist ein ewiger Schwarzseher alter Freund. Ich gehe mit meiner neuen Meisterschülerin auf Reisen, du hast die Gilde." Er nimmt einige Schriftrollen aus einem Schrank und reicht sie dem Dunkelelfen. „Dies sind Travens Instruktionen an mich, und die daraus resultierenden Überarbeiteten Instruktionen von mir an die Gilde. Lest alles, denkt darüber nach, beraten werden wir uns dann nach unserer Rückkehr."

„Natürlich Erzmagier", bestätigt Jazin seine Anordnungen.
:blink:
« Letzte Änderung: 16.01.2012, 14:15 von Zonerider »
  16.01.2012, 13:03
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2. Der Eiszack Turm

Rlaan und seine Schülerin verlassen die Gilde, Kaiserstadt und überqueren die Brücke des Rumare Sees. Es ist Mittag, die Sonne steht fast im Zenit. Linda spürt wie der Erzmagier in regelmäßigen Abständen einen Zauber wirkt. Komplexe Magie, deutlich fühlt sie die Wiederherstellung, Heilung.

„Weiß der gesamte Rat, dass ihr ein Vampir seit?"

„Ja, und bevor ich es vergesse. Als Meisterschüler erfährst Dinge, die nur den Magierrat etwas angehen."

„Natürlich Erzmagier." Sie mustert ihn immer wieder. „Ist es anstrengend für Euch?", fragt sie leise.

„Du meinst tagsüber zu reisen? In dieser Robe etwas. Jedoch könnte ich sogar nackt herum laufen. Das wäre aber bei solch einen Wetter wirklich anstrengend und unangenehm. Ich habe Rüstungen, mit denen es völlig egal ist."

„Dann ist es also ein Mythos, das Vampire nur nachts ins Freie treten können."

„Naja, als Magier wird es mit der Zeit immer einfacher. Erst widmete ich mich der Alchemie, dann entwickelte ich sehr wirksame Zauber, wie diesen den ich hier nutze. Später erkannte ich, dass Verzauberungen der Ausrüstung die beste Methode sind um dieser Nebenwirkung entgegen zu wirken. Ein Krieger hat es schwerer, die käuflichen Tränke taugen nicht viel und gute Verzauberungen sind für Krieger ebenfalls nicht leicht zu erreichen. Beide jedoch können, wenn sie regelmäßig Blut trinken, problemlos Tagsüber reisen, verlieren dann aber auch ihre Vampir Fertigkeiten."

„Wie häufig müsst ihr Blut trinken?"

„Das kommt darauf an. Um so menschlich zu bleiben wie du, täglich", erklärt er.

„Täglich?", fragt sie verunsichert.

„Wenn wir täglich Blut trinken, unterscheiden wir uns kaum von normal Sterblichen. Dann können wir auch problemlos tagsüber reisen. Nach etwa einem Tag abstinents werden wir langsam mächtiger, entfernen uns dabei jedoch immer weiter vom Mensch sein und das Sonnenlicht wird immer gefährlicher. Nach etwa einer Woche, wenn kein Tropfen lebendes Blut mehr in uns fließt, erlangen wir eine gewisse Art von Transzendens, doch auch das Verlangen nach Blut wird immer stärker. Dann sind wir keine Menschen mehr, wir sind dann..."

„Erleuchtete Vampire", ergänzt sie leise. „Was meinst du damit, dass du dann kein Mensch mehr bist."

„Es ist schwer zu erklären. Du weißt vielleicht, das einige Vampir Klans Sklaven halten?"

„Ich hörte davon aus Morrowind. Sie verpflegen sie, nähren sich von ihnen, töten sie aber nicht."

„Füttern ist der bessere Ausdruck, und weißt du auch wie sie sie nennen?"

Sie geht eine Weile schweigend neben ihm her. „Ja, Vieh", sagt sie dann flüsternd.

„Und genau so ist es auch. In der Nahrungskette stehen wir über euch."

„Siehst du mich auch so?", fragt sie zögernd.

„Nicht direkt. Ich habe nicht vor dich zu beißen oder dich zu ... halten. Aber köstlich siehst du schon aus." Er lächelt, sie schaut ihn nur grübelnd an. „Die Art wie ich mit dir spreche, jetzt in diesem Moment, ist eine erlernte Höflichkeit. Vergleichbar wie mit einem gut dressierten Wolf der an einem Kaninchen schnuppert. Der Instinkt es zu reißen mag da sein, aber er widersteht diesem Trieb. Die meisten tamrielischen Vampire haben diese Beherrschung nicht. Dafür sind sie auch viel jünger, oder besser gesagt, sie werden nicht so alt, weil sie viel schneller auffallen und vernichtet werden und sie sind bei weitem nicht so mächtig. Wir müssen hier nach Norden."

„Was passiert wenn du länger als eine Woche nichts trinkst?"

„Nach einigen Jahren fallen wir in eine Art Trance, verlieren einen Großteil der Macht und sind nur noch zu sehr kurzen aber schnellen Angriffen in der Lage. Bewegung ist dann nur noch möglich wenn sich ein Lebewesen in direkter Nähe befindet. Das ist mir einmal passiert. Ich wurde während der großen Verwerfung in einer Dwemer Festung verschüttet. Ich habe drei Jahre versucht mich zu befreien danach schlief ich ein, bis etwa 20 Jahre später ein Minotauer Fürst mein Verließ freilegte. Er bahnte sich seinen Weg durch das Zwergenstahl mit einem mächtigen Streitkolben. Dem Streitkolben des Molag Baal. Mein Vater schickte ihn. Es war das erste und einzige mal bisher, dass er sich mir an nahm", führt er leise aus, fast mit einem Hauch von Wehmut.

„Molag Baal, der Herr der Monster, der Daedrafürst der Zwietracht. Moment...", sie bleibt stehen und schaut ihn mit entsetzten erstaunen an. „Ihr seit... sein leiblicher Sohn? Molag Baals leiblicher Sohn?" Noch bevor er antworten kann sackt sie in die Knie. Er hockt sich vor sie und hält sie vorsichtig an der Schulter.

„Das sagte ich dir doch schon in der Akademie", bestätigt er sanft.

„Ich dachte es wäre eine Metapher", haucht sie tonlos. „Ihr seit ein Daedra, der Feind." Ihr Blick sinkt durch ihn hindurch. „Was... willst du von mir?" Er spürt eine verzweifelte Furcht in ihr.

„Linda, dass mit den Daedra und den Mer ist etwas komplizierter. Ich bin immer noch genau der Selbe, seit ich dich in die geheime Universität brachte. Du weißt nun nur etwas mehr von mir. Hab ich dir je geschadet?" Sie blickt in seine Augen, einen Moment, dann schließt sie ihre Lider und legt ihre Wange auf seine Hand an ihrer Schulter. Ihr goldblondes Haar fällt über seinen Arm. Sein Blick fällt auf ihren Hals, er sieht ihren Pulsschlag. Ihr Duft ist berauschen. Rlaan schließt kurz die Augen, dann hebt er eine Faust in den Himmel, ein feines vibrieren fährt durch seinen Arm, ein heller Schein. Sie öffnet die Augen, der Himmel scheint sich kurz zu verzerren, als blickte man durch ein Weinglas. Aus der Verzerrung springt eine riesige Echse. Ein Daedroth aus dem Reich des Vergessens. Das monströse drachenähnliche Tier landet mit einem dumpfen Schlag auf dem Boden, vier Meter von der Nase bis zu Schwanzspitze. Es trägt ein Geschirr und einen Sattel. Leise knurrend beäugt es die beiden kleinen Menschenwesen. Rlaan hebt Linda hoch, er steigt mit ihr in den Sattel der Bestie, hält sie fest. „Trab an mein Schöner", flüstert der Erzmagier. Der Daedroth beginnt zu laufen. Die Rote Straße hinauf, an der Nord-Stadt Bruma vorbei in die Jerall Berge. Obwohl das muskulöse Tier mehr wiegt als fünf Pferde ist es viel schneller, die Reise auf seinen Rücken viel ruhiger als mit dem besten Pferd. Bald wird es kühler, sie überqueren die Baum-Grenze. Der Himmel zieht zu, es beginnt Schnee zu fallen, ein Sturm kommt auf. Eine Windböe trägt das Grollen entfernten Donners mit, fröstelnd erwacht Linda, es ist Abend geworden. Sie spürt den festen sicheren Griff des Vampirs der sie hält, blickt über ihre Schulter. Konzentriert reitet Rlaan den Daedroth den Bergpfad entlang. Das Tier knurrt gelegentlich und man fühlt ein leichtes Zittern, es mag die Kälte nicht, ist wärmere Gefilde gewohnt. Sie lächelt.

„Du reitest Daedroths? War ja klar", ruft sie in den Wind. Rlaan lacht. „Wo sind wir?"

„Jerall Berge, nordöstlich der Gnoll-Kuppe. Wir sind gleich zu Haus", spricht er laut, der Sturm wird stärker, der Himmel dunkler.

„Zu Haus? Nord östlich der Gnoll-Kuppe? Hier gibt es doch nur Eis und Schnee?" Sie presst sich an seinen Körper, doch dieser gibt keine Wärme von sich. „Es ist eiskalt, Meister!"

„Wir sind schon da, sieh doch", ruft er. Sie erkennt kaum den Pfad, doch dann erhellt ein Blitz die Berge. Am Horizont erscheint die Silhouette eines mächtigen Turms. „Hast du ihn gesehen?"

„Ja, ein Turm."

„Das ist der Eiszack-Turm. Gleich wird es wärmer." Aus der Dunkelheit und dem Sturm taucht eine Treppe auf. „Hoh Hoh", ruft Rlaan, der Daedroth kommt zum stehen. Er springt ab, Linda immer noch in den Armen. Der Vampir legt dem Drachen eine Hand auf die Nase. „Heim mit dir, schnell!" Die riesige Echse springt in das Reich des Vergessenes zurück, während Rlaan und Linda die Treppen hinauf laufen und den Turm betreten. Als sich die schwere Tür schließt fühlt sie sogleich die angenehme Wärme in der großen Eingangshalle. „Willkommen in meinem Heim." Sie Blickt sich staunend um, erkennt deutlich den Einfluss der Zwerge und der Deadra in dem Bauwerk. Sie steht auf einem Gletscher Stück in dem Sie einen Eis-Elementargeist erkennt. Sie erschrickt. „Das ist der Turmwächter. Er hält schlafend den Gletscher in dem der Turm eingelassen ist zusammen." Auf der gegenüberliegenden Seite des Gewölbes erhebt sich ein mächtiger Altar mit zwei Aufgängen. Unter dem Altar sind drei daedrische Siegelringe im Boden eingelassen, gefüllt mit Feuer, Eis und Erde.

„Das ist ein Atronisierungs-Altar, nicht war? Um Elementargeister zu beseelen und sie in dieser Ebene zu halten."

„Ja richtig, woher weißt du das?", fragt er überrascht.

„Ich habe darüber gelesen."

„Das rechte kleine Ringportal führt in den Wohnbereich, zum Aboretum, dem alchemischen Altar, zu den Gildenhallen und weiter zur Turmspitze nach draußen", erklärt der Erzmagier.

„Ihr habt eine direkte Verbindung von hier zu den Gildenhallen der Städte?"

„Ja, aber nur in der Provinz Cyrodiil, so ungefähr einen Tagesmarsch um Kaiserstadt. Morrowind, Himmelsrand oder Gramfeste sind dann schon zu weit weg. Und auch nur hin, nicht zurück, zur Sicherheit. Mir ist meine Abgeschiedenheit sehr wichtig", führt er aus.

„Ich verstehe Meister."

„Das linke Ringportal führt in den Keller, mein Hauptlager. Wenn du dich ausruhen willst, kannst du oben schlafen."

„Ich werde gerade wieder richtig wach. Aber Ihr habt doch sicher schon drei Tage nicht geschlafen, bist du nicht müde?"

„In diesem Zustand?" Er lächelt. „So kann ich wochenlang wach bleiben. Komm, dann gehen wir in den Keller." Er betritt mit ihr das Portal in das Lager. „Nicht erschrecken, hier sind überall Kobolde." Die Welt um sie herum strahlt kurz auf, dann stehen sie auch schon in der Mitte der Keller Höhle. Massive Träger aus Zwergenstahl sind hier tief in den Gletscher des Berges eingelassen. Die Luft ist kühl und erfüllt mit dem Schwirren der Koboldschwingen. Linda zählt sicher 10 von ihnen, doch sie flattern alle so durcheinander, das sie Probleme hat die flinken Wesen zu zählen. „Das sind die Lagerwächter." Einer der Kobolde fliegt auf den Erzmagier zu und bleibt vor seinem Gesicht stehen. „Das ist Linda, meine Schülerin. Sie hat hier freien Zugang." Der Kobold flattert um Linda herum und begutachtet den Neuankömmling, dann mischt er sich wider unter die anderen. In dem Lager stehen dutzende Kisten, Fässer und einige Regale. Rlaan geht zu einem der Fässer und öffnet es. Er nimmt einen Harnisch heraus, einen Helm, Handschuhe und andere Rüstungsteile.

„Eine Elfenrüstung", meint sie. „Sie ist sehr schön."

„Sie ist erst ein Rohling aber wenn sie fertig ist wird es deine sein. Du siehst darin sicher bezaubernd aus." Linda lacht.

„Das mag ja sein, Meister. Aber Rüstungen behindern mich sehr."

„Warum behindern sie dich?", fragt er.

„Rüstungen erschweren die Magie Kontrolle. Die federleichten Roben sind gerade durchlässig genug für ein komplettes Chamäleon. Schon Stiefel erschweren die Schule der Illusion gewaltig. Zerstörung, Mystik und Wiederherstellung werden in ihrer Wirkung reduziert. Außerdem wiegen sie. Man kann darin nicht Schwimmen, und ist in seiner Beweglichkeit eingeschränkt", erklärt sie.

„Diese Rüstung ist nichts." Rlaan legt seine Robe ab. „Diese Robe ist nichts." Dann wird sein Körper langsam durchsichtig. Erst die Haut, die Muskeln, zuletzt sein Skelett, bis sich die menschliche Form fast aufzulösen scheint. Leuchtend fließen Ströme aus astraler Energie durch seinen Körper. Wir sind ein Fokus in der Zeit. Wir sind die Veränderung. Unsere Gegenwart ordnet die Zukunft neu und erschafft die Vergangenheit." Lindas Stimmung, die eben noch sehr vertrauensselig war, schlägt nun wieder in diese skeptische Furchtsamkeit um. Ängstlich sieht sie ihn an, ein Hauch Entsetzen in den Augen. „Vertraust du mir, Linda?"

„Es ist schwer", flüstert sie nach einem Zögern.

„Ich vertraue dir, du bist eine ehrliche Haut mein Kind. Ich bin immer noch der, der ich immer war." Es wird plötzlich sehr still, die Kobolde sind gelandet und schauen regungslos den beiden zu. Nur ein tiefes Grollen, welches sich aus dem Sturm, der Magie und den Gemäuern des Eiszack Turms zusammen mischt. Linda erschaudert.

„Das ist es, was so schwer fällt zu glauben, wenn ich euch so sehe", sagt sie tonlos.

„Du kannst jeder Zeit gehen, doch benutze deinen Verstand. Nehmen wir einmal hypothetisch an ich wollte dir etwas antun. Glaubst du, du könntest mich aufhalten oder mir entkommen?" Die Bretonin versucht seine Augen zu erkennen. „Leg deine Robe ab, Linda." Sie zögert einen Moment, tut es dann. „Knie nieder." Er tritt noch näher an sie her ran. In dieser knienden Position ist sie mit dem Waldelfen auf Augenhöhe. Er nimmt ein Amulett ab, dabei scheint es als würde er wieder ein Stück in diese Welt zurückkehren. Er will es ihr anlegen, doch sie erkennt es und hält seine Hand zurück.

„Ein Lichtranszender. Bitte Meister ich will kein Lich werden." Ihr Atem zittert.

„Das wirst du auch nicht. Der Lichtranszender kann einen Lich zur Erleuchtung führen, jedoch kann er keinen Menschen zum Lich machen. Auch wenn es die Gilde glaubt. Du wirst bald erkennen, das es nur sehr wenig Wissen gibt, und viel zu viel Glauben für meinen Geschmack. Keine Sorge, es ist ungefährlich." Sie nimmt ihre Hand zaghaft zurück. Er legt ihr das Amulett um den Hals. Linda fühlt erst eine starke Hitze, die wie eine Feuerwand durch sie hindurch zu fließen scheint. Nun einen Moment, dann spürt sie die Macht. Sie schließt die Augen und Atmet tief ein. „Das Schmuckstück eliminiert viele der negativen Auswirkungen der Rüstung. Andere wirst du später verlieren, wenn du geübter bist. Am Ende bleibt nur eine Signatur übrig. Jedoch, nimm das Amulett immer ab, wenn du mit anderen redest, vor allem beim verhandeln", erklärt der Erzmagier.

„Ich fühle das es mich verändert, etwas ist anders in mir, eine Dunkelheit... es scheint von mir zu zehren." Sie öffnet die Augen, ihr Blick ist fremd, fast dämonisch und wild.

„Ein Gegenpol, es verschiebt deine Attribute. Es verzehrt dich nicht. Nimm es ab, und du wirst es sehen." Sie nimmt das Amulett ab, ein leichter Schwindel, dann ist alles wieder wie es war. „Siehst du? Er ist für dich, ich hab noch einige davon." Er geht zu einer Kiste in dem eine kaiserliche Eisenrüstung liegt. Rlaan nimmt wieder seine vampirische Gestalt an und zieht die Rüstung an. Ich mag die schwere Legionsplatte, sie ist sehr formschön und ergonomisch, keine unnützen Verzierungen. Bis auf den Drachen in der Gürtelschnalle, dass kaiserliche Wappen." Mit jedem Teil was er anlegt scheint er unheimlicher und unsichtbarer zu werden, bis er am Ende aussieht wie eine Luftspiegelung, welche die Augen in ein Labyrinth zu führen scheint. „Zuletzt der Helm." Er hält ihn ihr entgegen, sie fühlt die Macht, ganz ähnlich wie der Transzender. Dann setzt er ihn auf und verschwindet völlig. „Ohne einen Zauber zu wirken", flüstert er ihn ihr Ohr. Sie weicht erschrocken zurück. „Na? Eine Idee wie du mich sichtbar machen kannst?" Sie überlegt kurz.

„Mystik, Lebenserkennung." Sie wirkt den Zauber auf sich und ihr Meister erscheint als hell leuchtende, violette Nebelwolke. „Ich sehe dich." Sie lächelt. „Vielen dank für das Amulett."

„Solch eine Rüstung wirst du auch bald haben. Du musst sechs Lich-Seelenanker erbeuten. Doch um einen erleuchteten Lich, einen Gott der Untoten, zu besiegen musst du absoluter Herr der Lage sein. Zieh deine Rüstung an." Linda schlüpft in den Harnisch, er besteht aus schuppenförmig angelegten Platten aus Elfen-Erz. Legt die Beinschienen an, steigt in die Stiefel, zieht die feinen aber stabilen Kettenhandschuhe über und setzt den Helm auf. Sie fühlt deutlich die Last der Rüstung. Sie ist Figur betont doch völlig geschlossen. Meistens Platten, einige bewegliche Kettenteile und etwas festes Leder. „Passt, nochmals vielen dank Meister." Sie lächelt.

„Ich liebe Frauen in Elfenrüstungen", meint er schmunzelnd. Sie grinst ihn schräg an und zaubert Chamäleon, schaut auf ihre Hände, betrachtet sich. Sie wirkt wie feinstes Kristall, durchsichtig doch deutlich erkennbar.

„Es ist das Mithril in dem Elfenerz", stellt sie fest. „Die Wirkung des Zaubers wurde abgeschwächt." Sie legt den Lich-Transzender an. Tatsächlich spürt sie die Rüstung kaum noch. Wieder spricht sie Chamäleon, doch das Resultat bleibt das Selbe. Sie blickt ihn fragend an. „Wie soll man Herr der Lage sein in einem solch gefährlichem Unterfangen, wenn man sich nicht verbergen kann?" Er schüttelt den Kopf.

„Chamäleon ist einer der mächtigsten, aber auch anfälligsten Zauber der Illusion. Zaubere ihn entweder in einer Robe, oder baue ihn in die Rüstung ein." Er reicht ihr eine rote Kapuze aus Daedrischer Seide. „Lass den Helm erst mal hier und nimm die so lange."

„Eine Kappe der Morgenröte. Der Kult um Merunes Dagon trägt diese Dinger, die haben den Kaiser ermordet. Normalerweise werden die alle verbrannt. Die Kappen sind verboten."

„Jetzt nicht mehr, schon vergessen, ich bin der Erzmagier. Meine Gilde, meine Gesetze." Er lacht. „Ich konnte nie begreifen warum man diese wundervoll verarbeiteten und genial verzauberten Roben der Morgenröte Agenten nicht nutzte. Sicher ist es die Uniform des Feindes, aber... ohne die Robe ist die Kappe nur eine rote Kapuze. Man wird damit nicht völlig unsichtbar...", beginnt er zu erklären.

„Sie gleicht jedoch locker die dämpfende Wirkung der Rüstung aus." Sie setzt sie auf und ist verschwunden.

 
  16.01.2012, 13:04
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3. Von Daedra und Mer

nächster Morgen, Eiszack Turm, Wohngemächer

„Was weist du über Lichs?", fragt der Erzmagier seine Schülerin.

„Sie sind sehr alt, sie sind gefährlich, sie sind Meister der Necromantie, der Lehre über das Reich der Toten und dessen geheimen Mächte. Vom Aussehen her wirken sie wie halb vermoderte und mumifizierte Leichen, wie Zombies. Die meisten Lichs sind wohl Ayleiden und Altmer, es können aber auch andere Mer sein. Wesentlich ist noch, dass sie Leben absorbieren um ihre eigene untote Existenz immer weiter zu stärken. Was mir dabei nicht ganz klar ist, wieso sie das tun. Sicher sind sie mächtiger als jeder Magier, unsterblich und ein Einzelner von ihnen ist in der Lage eine ganze Armee auszulöschen. Aber dafür in Höhlen und Ruinen zu hausen, für die Ewigkeit", erklärt sie. Rlaan lächelt.

„Dazu kommen wir später. Du sprachst von Mer. Was sind Mer?"

„Alle höheren menschlichen Rassen. Die Aldmer wie sich die Hochelfen nennen. Die Waldelfen..." Sie schaut ihn verschmitzt an. „wie eure Mutter, die sich Bosmer nennen. Die Dunmer, Dunkelelfen. Dann noch die menschlichen Rassen, die Kaiserlichen, die Nord, die Rotwardonen und die Bretonen und natürlich die Ork. Oh, und nicht zu vergessen die Zwerge die sich Dwemer nannten und nun ausgestorben sind", zählt sie auf.

„Was ist mit den Ayleiden, oder den höheren Katzen, den Kajit? Was ist mit den reptilienartigen Argoniern, oder den insektenartigen Seedreught. Was ist mit... den Ogern oder gar den Goblins? Hältst du die auch für Mer?"

„Da streiten sich die Bücher und Lehrmeinungen. Ich persönlich halte Ayleiden, die Kajit und die Argonier auch für Mer. Aber die Oger und Goblins...", sie ist verunsichert, „sind doch mehr Tiere... oder, Meister."

„Was ist mit ..." Der Erzmagier beginnt eine Beschwörung zu zelebrieren, es ist ein mächtiger Spruch. Linda ist sich sicher er beschwört einen Dremorafürsten herrauf. Sie selbst ist eine hervorragende Beschwörerin die Clanbann Echsen und auch Daedroth aus dem Reich des Vergessens Beschwören kann. Dremora sind schwer zu Beschwören und zu kontrollieren. Doch zu ihrem erstaunen erscheint ein sehr viel grazileres Wesen, wenn auch noch gefährlicher.

„Eine Aureale", flüstert sie. „Sie ist ein Daedra genau wie die Dremora und die Xivilani. Sie sind uns ähnlich, sicher, aber wir können weder mit ihnen kommunizieren noch können wir ihnen trauen." Rlaan zerzaust Lindas Haar. Dann wendet er sich der Aureale zu.

„Sieh genau hin, Linda. Es sind große mächtige Wesen. Menschlich, den Altmer und den Ayleiden sehr ähnlich, auch in ihrem verhalten. Goldgelbe Haut, ihre Augen gleichen denen der Ork, goldene Iriden mit Spaltpupillen. Sie haben Kultur und Gesellschaftssystem, genau wie die rothäutigen und gehörnten Dremora." Er tritt direkt vor die Aureale, sie wirkt fast doppelt so groß wie der Waldelf. „Aureal."

„Sprecht", ihre Stimme ist weich, doch gefühllos.

„Ich möchte dich kosten meine Schöne." Sie kniet nieder und legt den Kopf zur Seite. Rlaan streichelt ihr sanft über die Wange, dann beißt er ihr ruckartig in den Hals. Linda weicht entsetzt zurück. Die Aureale schließt die Augen. Nach wenigen Herzschlägen sackt die mächtige Kriegerin in Rlaans Arme.

„Genug", sagt sie leise. Die Meisterschülerin spürt wie der Vampir der Aurealen mit jedem Schluck Blut die Lebenskraft raubt. „Genug jetzt!", flüstert sie, jetzt mit einer Spur von Panik. In ihrem Gesicht zeigt sich nun ein Hauch von Schmerz. Sie beginnt zu Zittern, ihre Atmung wird unregelmäßig. Entsetzt hält sich Linda die Hände vor den Mund und weicht weiter zurück.

„Meister!", schreit die Schülerin ihn an. Sofort lässt er ab von ihr. Die Aureale atmet noch schwach, ihr Blick ist gebrochen. Einen Moment lang wirkt er wie eingefroren. Linda erschrickt, wieder spürt sie Furcht vor ihm. Dann entlädt sich ein massiver Blitz der Wiederherstellung und fließt in die Aureale. Wie neu beseelt bäumt sie sich auf, ringt nach Luft. Hastig atmend hält sie sich einen Moment an Rlaan fest, dann erhebt sie sich, er hilft ihr auf.

„Ihr wisst wie ungern ich hier sterbe, Meister."

„Ihr wisst wie ungern ich Euch hier sterben sehe, Aureal. Ich wollte dich nicht töten, es war ein Test für meine Schülerin. Geht nun." Er legt eine Hand auf ihren Arm und entlässt sie in ihre eigene Sphäre. Linda zittert, ihr Herz rast. Ihr Meister wendet sich ihr zu. „Was war den das? Ich dachte sie ist nur eine Daedra? Wieso dieses Mitgefühl? ... Beruhige dich. Du bist mir schon eine Mimose. Du hast wirklich gedacht ich töte sie?" Seine Stimme ist freundlich. Sie betrachtet ihn skeptisch. Sein Gesicht hat sich verändert, er wirkt viel jünger. Rosige Haut, ein Kern gesunder, junger Waldelf. Sie würde ihn auf höchstens 50 oder 60 schätzen. „Als ein Oblivion Fürst kann man sich sehr schnell von den Mer entfernen, so weit, dass man sie kaum noch verstehen kann. Durch den Vampirismus bin ich jedoch in der Lage ihnen wieder nahe zu kommen. Ich nutze die magische Essens im Blut der Mer, um so lebendiger und frischer mein Blut, um so näher bin ich den Mer. Auf der anderen Seite kann ich mich völlig vom Blut befreien und so wird es möglich eine noch reinere Körperlosigkeit zu erreichen. Selbst ein Lich blutet noch... naja, zumindest die die auß der letzten Ära."

„Du kannst dich also auch an Daedra nähren. Vermutlich weil dein Vater ein Daedra war."

„Ein Daedra Fürst, bitte", er lächelt. „Das mit den Mer und den Daedra kommt sehr auf den Standpunkt an. Alle Wesen einer Ebene sind zueinander Mer. Wesen aus fremden Ebenen sind Deadra, für die Ebene in der sie fremd sind. In ihrer eigenen Ebene aber sind auch sie zu guter letzt Mer. Jedoch ist die Grenze zu den Reichen sehr unscharf. So nennen sich die Aurealen und die Dremora oft selbst Daedra, was aber hauptsächlich daran liegt, dass sie in so vielen verschiedenen Sphären dienen. So werden sie fast überall als Daedra erkannt und benannt. Dann gibt es noch die Daedra Fürsten, oder Oblivion Fürsten. Wir dominieren die Sphären und können durch die Ebenen im Reich des Vergessens reisen und bringen die Veränderung. Für uns sind alle anderen Mer, all die, die nicht aufgestiegen sind. Du weißt wer Tiber Septim ist?"

„Natürlich, der erste Kaiser. Er hat die Göttlichkeit erlangt und wurde zu Talos. Einem der 9 Göttlichen."

„Die Religionen in Tamriel nennen es Aufsteigen oder Göttlichkeit erlangen. Starke, mächtige Mer können zu Oblivion Fürsten werden. Aufsteigen Linda, deshalb bist du hier." Ihre Augen wandern fragend über sein Gesicht, als hätte sie ihn nicht verstanden. „Der Weg dorthin ist lang aber die Zeit wird kommen."

„Ihr meint, ich kann... wie... Azura werden, oder wie Talos? Werden wie Ihr existiert", flüstert sie stocken, als hätte sie Angst die Götter zu beleidigen.

„Ja."

„Und die Aureale? Sie stammt von den Zitternden Inseln. Ich habe eineinziges Mal vorher eine gesehen. Der Magierrat hatte sie beschworen... und zwar alle zusammen. Es hieß, nur Sheogorat persönlich könnte sie beschwören. Er hat sie geschaffen."

„Na, na, na", zischt Rlaan und hebt belehrend den Finger. „Was hat er?" Linda sieht ihn erschroken an, dann versteht sie ihren Fehler.

„Nein er hat sie nicht erschaffen, er hat...", sie überlegt, sucht die richtigen Worte. „Er hat die magische Essens einer bestimmten Mer verändert, um Aureale... zu... bekommen. Er hat etwas, dass da war, in Aureale verwandelt, verändert, denn er ist ein Daedra Fürst. Sie können nicht erschaffen. Sie bringen die Veränderung. Sie sind die Veränderung." Rlann schnippst mit den Fingern.

„Wunderbar, Lektion Eins geschafft." Linda lacht ihn kurz an, dann aber kehrt das Grübeln in ihr Gesicht zurück.

„Dann heißt das, auch andere können sie beschwören, aber woher... wo habt ihr das gelernt?"

„Auf den Zitternden Inseln. Und in der Tat, normalerweise kann nur Fürst Sheogorat sie beschwören, und diejenigen denen er diese Macht verleiht. Hatte ich erwähnt, dass er ein Freund von mir ist." Linda sieht ihn regungslos an, dann sinkt ihr Blick durch ihn hindurch.

„Ihr kennt Ihn persönlich?", haucht sie. Rlaan geht zu einem Spiegel, stellt sich davor und geht in sich.

„Fürst Sheogorat, Rlaan Baal hier, bitte um Audienz." Nichts geschieht. Der Erzmagier schaut sich um, als versuche er ein entferntes Geräusch wahrzunehmen. Doch es herrscht totenstille. Nur das leise knistern des Feuers und das klirren der Nirnwurz, was im Moment sehr intensiv erscheint... Linda horcht auf. Rlaan räuspert sich und holt tief Luft. „Sheeeoooooooooo...", hallt melodisch die Stimme des Waldelfen im Gewölbe des Turms. Das Bild im Spiegel verschwimmt. Ein älterer Herr erscheint, sitzend auf einem Thron, der vor einem riesigen Baum in einer gigantischen Halle steht. Er ist elegant aber sehr farbenfroh gekleidet. Linda tritt erstaunt an den Spiegel heran. 'Er ist ein Aurealer', denkt sie überrascht.

„Viel besser! Rlaan, Ihr klingt immer so, als würdest du eine Armee befehligen." Sheogorat lacht im Spiegel. „Mein alter Freund. Wie mundet dir meine Aureale?"

„Sie ist vorzüglich wie immer, nicht nur im Geschmack", entgegnet Rlaan.

„Aureal sagte mir; Ihr seit ein gütiger Mer. Ein Kompliment aus ihrem Munde", berichtet Sheogorat.

„Das weiß ich zu schätzen, sie ist mir gegenüber doch eher schweigsam." Rlaan lächelt.

„Jedoch fragt sie sich..." Sheogorats Augen erfassen Lindas. Sein Gesicht verfinstert sich, erst sehr ernst, dann fast böse. 'Wer ist diese... Bretonin?', dröhnt es in Lindas Kopf. Sie zuckt zusammen doch nimmt dann sogleich Haltung an.

'Linda', denkt sie leise aber bestimmt.

'So, so. Ich hab eine Idee, ich hole dich zu mir, schneide dir den Bauch auf und spiele Springseil mit deinen Gedärmen.' Linda blickt verunsichert zu ihrem Meister. 'Ich reiße dir den Kopf ab und dann kegeln wir damit', Sheogorats Erscheinung ist Furcht einflößend. Der Ausdruck im Gesicht ihres Meisters wirkt sehr maskiert. Sie wird skeptisch, schaut in die Augen des Wahngottes. Sein Blick ergreift ihr Herz, ihren Verstand. 'Und danach... gibt es... Käse', grollt die Stimme in ihrem Geist. 'Moment... Ich hasse Käse.' Sheogorats Stimme wird nun wieder fast überschwänglich freundlich und sein Gesicht ebenfalls. Linda muss zwangsläufig lächeln. 'Ich hab eine bessere Idee, wir vergessen das mit den Springseil und dem Kegeln und dafür... gibt es keinen Käse, abgemacht?'

'Sehr gern, mein Fürst', entgegnet Linda erleichtert.

„Sheogorat, der Herrscher über die Zitternden Inseln, der Fürst des Wahnsinns, der Herr des Nimmerdar", stellt Rlaan vor. Mit hocherfreuter und wertschätzender Stimme. Er weist auf Linda. „Meine Meisterschülerin."

 

...

 

Aber nun genug Theorie, kommen wir zur Praxis. Um die Seelenanker beschaffen zu können, benötigst du eine gute Trainingsrüstung." Er geht zu einer Kiste und nimmt sechs große Seelensteine heraus. „Dazu benötigen wir 6 große Seelen. Die holen wir uns von einer der größten schlummernden Bedrohungen des Reiches", er sieht sie forschend an.

„Ihr meint eine größere Bedrohung als die Lichs? Mannimarco ist tot, Merundes Dagon ist tot..."

„Die Gefahr befindet sich im Inneren meiner Sphäre. Es sind die Goblins", führt er aus.

„Was? Die Goblins sind eine größere Bedrohung als die Lichs?"

„Ich habe die Goblins lange beobachtet, sie entwickeln sich in einer Art und Weise, wie ich es bisher nur bei einer Kreatur gesehen habe. Im Zeitalter des Mythos als die Ayleiden über Tamriel herrschten, entwickelte sich eine intelligente Mer zu mächtigen Wesen. Meister der Necromantie, mächtiger als die heutigen Lichs. Sie nannten sich die Wor. Sie lebten wie die Goblins sehr asketisch, ernährten sich von allen was essbar war und galten als gefährliche Krieger. Doch ihre Liebe zur Necromantie stellte alle ihre Fähigkeiten in den Schatten. Bald entwickelten sie eine komplexe Schrift. Bevor die Ayleiden die Gefahr sahen, schafften es die Wor einen ihrer Götter zu töten. Die Ayleiden begannen sofort die Wor auszurotten, sie nannten sie; Das gehörnte Böse. Jedoch gelang es ihnen nicht. Mindestens drei der Wor gibt es heute noch. Wenn es ihnen gelungen währe, die Ayleiden zu vernichten, sähe Tamriel heute ganz anders aus. Ich werde dir zeigen wie, dann wirst du verstehen weshalb wir die Goblins sehr genau im Auge behalten sollten, denn sie werden bald ähnlich mächtig wie die Wor es ihrer Zeit waren. Ich will sie nicht über Tamriel herrschen sehen." Er reicht ihr die Seelensteine. „Zuerst die Rüstung. Ich nenne es; Mer ernten."

 

 
  16.01.2012, 13:05
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4?. Das Schwert und der Ritter

Auf dem Rückweg zum Turm hält der Erzmagier inne. Erst lauscht er einen Moment, dann zischt er:

„Tarnen", Linda tut wie ihr befohlen. Er winkt ihr zum folgen. Sie laufen einige hundert Schritte in den Wald hinein bis sie auf einen einzelnen Ritter stoßen, der ein Lager aufgeschlagen hat. Rlaan zieht ein breites lächeln. „Wusste ich es doch."

„Kennt Ihr ihn Meister?"

„Etwas, er heißt Goron Hlaalu."

„Hlaalu? Das ist ein hohes Haus der Dunkelelfen."

„Hör zu, ich möchte, dass du sein Schwert beschaffst. Er wird es dir kaum freiwillig geben. Er ist ein miserabler Magier, aber gut mit der Klinge und er hat ein unheimliches Gespür, der Junge." Der Erzmagier zieht sein Schwert und gibt es seiner Schülerin. „Merunes Schmiede stellt diese Waffen für seine oberen Dremora her. Eine leichte Standardwaffe des daedrischen Heeres mit einem kräftigen Feuer Zauber. Du wirst sie brauchen. Nutze sie weise. Ach und... lass ihn wenn möglich am Leben.

Linda schleicht an den Ritter heran. Er liegt in voller Rüstung mit geschlossenem Helm auf der Lichtung, die Arme ausgebreitet, blickt in den Himmel. Er summt leise ein trauriges Lied, während der frische Wind durch die Ritzen und Ketten der schweren, daedrischen Platte kriecht, die von der Sonne erwärmt ist. Die Meisterschülerin steht über ihm, sie vermag sein Gesicht nicht zu erkennen. Ihr blick fällt auf seine Waffe, eine Elfenklinge, Linda ist etwas verwundert. Sie beugt sich über ihn, ihre Hand nährt sich behutsam dem Schwert. Doch bevor sie es erreichen kann packt er sie am Arm, Blitz schnell zieht er sie über sich und tritt ihr so kräftig in den Bauch, dass sie mehrere Meter weit weg gestoßen wird und unsanft im Gras landet. Ihre Elfenrüstung ist über dem Bauch mit Platten geschützt, diese hielten dem Tritt stand, so das sie ebenfalls blitzschnell wieder auf dem Beinen ist und seinem Schwert Hieb ausweichen konnte. Aus dem Sprung bohrt sich seine Klinge an der Stelle in den Boden, an der sie vor einem Augenblick noch gelandet war.

„Tretet aus den Schatten und zeigt Euch, wer immer Ihr auch seit", ruft er. Seine Augen sind geschlossen. Linda spürt deutlich die Verzögerung und magischen Hemmnisse der ungewohnten Rüstung.

„Dann eben auf die Harte", zischt sie und wirft einen Lähmzauber auf ihn. Er jedoch widersteht dem Angriff und stößt sein Schwert in die Richtung aus dem der Zauber gewirkt wurde. Linda versucht auszuweichen und seine Attacke abzublocken. Seine Klinge rutscht an ihrer Rüstung ab, verletzt sie am Hals und durchtrennt die Kette ihres Lich-Tranzenders. Ihr Blut spritzt auf seine Rüstung. Sie Presst ihre Hand auf die Wunde. Der plötzliche und unerwartete Verlust des Amuletts und die tiefe Schnittwunde schocken die Magierin. Ihre Tarnung verlischt, sie fällt erstickend hustend ins Gras und ihre Kapuze rutscht vom Kopf. Goron, der gerade zum Todesstoß angesetzt hatte, zögert sichtlich irritiert.

„Ein Lich-Transzender." Linda richtet sich auf, kniet vor ihm. Ihre Hand bedeckt immer noch die Verletzung an ihrem Hals. „Du bist ein Lich-Anwärter?"

„Nein. Dieses Amulett vermag keine Lichs zu erschaffen, lediglich einen Lich zu erleuchten. Du bist... sehr gut, Respekt." Sie erhebt sich langsam, nimmt ihre Hand von ihrem Hals. Die Wunde ist verschwunden.

„Wieso geben sich immer so hübsche Bretoninnen mit der Necromantie ab?" Seine Stimme ist jetzt freundlicher. Sie mustert ihn kurz mit zusammengezogenen Lidern. Dann nimmt sie eine lockere Haltung an, legt eine Hand in die Hüfte. Ihr Schwert berührt den Boden. Ihr Blick ist ernst. „Die Rüstung steht dir gut." Er richtet langsam das Schwert auf sie, am ausgestrecktem Arm, die Spitze endet eine Handbreit vor ihrer Nase. „Wer bist du und was willst du", spricht er hart.

„Goron Hlaalu. Ich bin Linda Meven, mein Meister schickt mich um dein Schwert zu nehmen."

„Mein Schwert? Was will dein Meister damit?"

„Das geht mich nichts an."

„So! Und wer ist dein Meister?"

„Das geht dich nichts an. Dein Schwert."

„Dieses Schwert ist mir heilig. Nichts und Niemand nimmt es mir."

„Dann hast du Glück, Dunkelelf."

„Hab ich das?" Sie schließt die Augen. Ihre Rüstung leuchtet rot auf und zerfällt zu Staub und Aschefetzen. Er weicht überrascht zurück und nimmt das Schwert herunter. Sie steht nackt vor ihm.

„Weil diese hübsche Bretonin das Letzte ist, was du sehen wirst!" Sie tarnt und läuft um ihn herum, ohne die Rüstung ist sie für ihn kaum noch wahrnehmbar. Trotzdem schafft er es noch mehrfach in ihre Richtung zu schlagen. Sie wirkt ein weiteres Mal einen Lähmzauber, der dieses mal nicht mehr von Ihrer Rüstung behindert wird. Trotzdem fällt er nicht zu Boden, sondern wird nur verlangsamt, jetzt spürt sie die Magie in seiner Rüstung. Sie packt ihn von hinten und will ihr Schwert an seinen Hals setzen. Er blockt mit seiner Klinge, doch ist er von ihrem Zauber so geschwächt, dass er auf die Knie fällt. Linda lässt sich mit ihm auf die Knie sacken und versucht seine Klinge gegen seinen Hals zu drücken.

„Das Schwert gehörte meiner Frau, bevor sie von einem Lich getötet wurde, nur das Schwert blieb von Ihr übrig", sagt er kurz bevor das Mithril-Stahl seinen Hals berührt. Sie lässt etwas lockerer. „Ich habe geschworen es in ihrem Namen zu führen. Töte mich nicht mit ihrer Klinge." Sie weicht von ihm zurück und enttarnt sich.

„Mein Meister befahl mir das Schwert zu beschaffen... und dich wenn möglich am Leben zu lassen. Ich bin mir sicher, er hat gute Gründe." Sie überlegt und schaut sich dann ihr Eigenes Schwert an, das sie von Ihrem Meister bekommen hatte. „Das Schwert deiner Frau übersteigt deine Fähigkeiten."

„Trotzdem ist es das Schwert meiner Frau."

„Dieses Schwert gehörte meinem Meister. Einen Oblivion Fürsten. Es passt besser zu deiner Ausrüstung und deinen Fähigkeiten. Du hast die Wahl, lass uns tauschen oder stirb.

„Dein Meister ist ein Oblivion Fürst?"

„Ja und du solltest uns nicht versuchen. Ich werde versuchen dir das Schwert unversehrt zurückzugeben, und du passt auf meines auf. Abgemacht?"

„Da hab ich wohl keine andere Wahl." Sie tauschen die Klingen.

„Geh nun!" Goron gibt Fersengeld. Nach dem er im Dickicht verschwunden ist, enttarnt sich Rlaan und schaut Linda mit verschränkten armen, streng an. „Meister ich... Euer Schwert... Ihr sagtet es ei eine Standardwaffe und da dachte ich..."

„Du hast dein Schwert, aber du hast die Rüstung abgelegt."

„Entschuldigt, sie störte mehr als sie nützte."

„Gut, dann weißt du ja jetzt, wie sich ein Rohling im Kampf an fühlt." Er zeigt auf die Rüstung, ein Blitz strömt aus seiner Fingerspitze und die Rüstung ist wieder hergestellt. „Nicht das mich dein Anblick stören würde, aber wir könnten Ärger mit den kaiserlichen Wachen bekommen die hier patrouillieren."

„Oh, natürlich", entgegnet sie verlegen und zieht sich wieder an.
  16.01.2012, 13:07
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