2. Der Eiszack Turm
Rlaan und seine Schülerin verlassen die Gilde, Kaiserstadt und überqueren die Brücke des Rumare Sees. Es ist Mittag, die Sonne steht fast im Zenit. Linda spürt wie der Erzmagier in regelmäßigen Abständen einen Zauber wirkt. Komplexe Magie, deutlich fühlt sie die Wiederherstellung, Heilung.
„Weiß der gesamte Rat, dass ihr ein Vampir seit?"
„Ja, und bevor ich es vergesse. Als Meisterschüler erfährst Dinge, die nur den Magierrat etwas angehen."
„Natürlich Erzmagier." Sie mustert ihn immer wieder. „Ist es anstrengend für Euch?", fragt sie leise.
„Du meinst tagsüber zu reisen? In dieser Robe etwas. Jedoch könnte ich sogar nackt herum laufen. Das wäre aber bei solch einen Wetter wirklich anstrengend und unangenehm. Ich habe Rüstungen, mit denen es völlig egal ist."
„Dann ist es also ein Mythos, das Vampire nur nachts ins Freie treten können."
„Naja, als Magier wird es mit der Zeit immer einfacher. Erst widmete ich mich der Alchemie, dann entwickelte ich sehr wirksame Zauber, wie diesen den ich hier nutze. Später erkannte ich, dass Verzauberungen der Ausrüstung die beste Methode sind um dieser Nebenwirkung entgegen zu wirken. Ein Krieger hat es schwerer, die käuflichen Tränke taugen nicht viel und gute Verzauberungen sind für Krieger ebenfalls nicht leicht zu erreichen. Beide jedoch können, wenn sie regelmäßig Blut trinken, problemlos Tagsüber reisen, verlieren dann aber auch ihre Vampir Fertigkeiten."
„Wie häufig müsst ihr Blut trinken?"
„Das kommt darauf an. Um so menschlich zu bleiben wie du, täglich", erklärt er.
„Täglich?", fragt sie verunsichert.
„Wenn wir täglich Blut trinken, unterscheiden wir uns kaum von normal Sterblichen. Dann können wir auch problemlos tagsüber reisen. Nach etwa einem Tag abstinents werden wir langsam mächtiger, entfernen uns dabei jedoch immer weiter vom Mensch sein und das Sonnenlicht wird immer gefährlicher. Nach etwa einer Woche, wenn kein Tropfen lebendes Blut mehr in uns fließt, erlangen wir eine gewisse Art von Transzendens, doch auch das Verlangen nach Blut wird immer stärker. Dann sind wir keine Menschen mehr, wir sind dann..."
„Erleuchtete Vampire", ergänzt sie leise. „Was meinst du damit, dass du dann kein Mensch mehr bist."
„Es ist schwer zu erklären. Du weißt vielleicht, das einige Vampir Klans Sklaven halten?"
„Ich hörte davon aus Morrowind. Sie verpflegen sie, nähren sich von ihnen, töten sie aber nicht."
„Füttern ist der bessere Ausdruck, und weißt du auch wie sie sie nennen?"
Sie geht eine Weile schweigend neben ihm her. „Ja, Vieh", sagt sie dann flüsternd.
„Und genau so ist es auch. In der Nahrungskette stehen wir über euch."
„Siehst du mich auch so?", fragt sie zögernd.
„Nicht direkt. Ich habe nicht vor dich zu beißen oder dich zu ... halten. Aber köstlich siehst du schon aus." Er lächelt, sie schaut ihn nur grübelnd an. „Die Art wie ich mit dir spreche, jetzt in diesem Moment, ist eine erlernte Höflichkeit. Vergleichbar wie mit einem gut dressierten Wolf der an einem Kaninchen schnuppert. Der Instinkt es zu reißen mag da sein, aber er widersteht diesem Trieb. Die meisten tamrielischen Vampire haben diese Beherrschung nicht. Dafür sind sie auch viel jünger, oder besser gesagt, sie werden nicht so alt, weil sie viel schneller auffallen und vernichtet werden und sie sind bei weitem nicht so mächtig. Wir müssen hier nach Norden."
„Was passiert wenn du länger als eine Woche nichts trinkst?"
„Nach einigen Jahren fallen wir in eine Art Trance, verlieren einen Großteil der Macht und sind nur noch zu sehr kurzen aber schnellen Angriffen in der Lage. Bewegung ist dann nur noch möglich wenn sich ein Lebewesen in direkter Nähe befindet. Das ist mir einmal passiert. Ich wurde während der großen Verwerfung in einer Dwemer Festung verschüttet. Ich habe drei Jahre versucht mich zu befreien danach schlief ich ein, bis etwa 20 Jahre später ein Minotauer Fürst mein Verließ freilegte. Er bahnte sich seinen Weg durch das Zwergenstahl mit einem mächtigen Streitkolben. Dem Streitkolben des Molag Baal. Mein Vater schickte ihn. Es war das erste und einzige mal bisher, dass er sich mir an nahm", führt er leise aus, fast mit einem Hauch von Wehmut.
„Molag Baal, der Herr der Monster, der Daedrafürst der Zwietracht. Moment...", sie bleibt stehen und schaut ihn mit entsetzten erstaunen an. „Ihr seit... sein leiblicher Sohn? Molag Baals leiblicher Sohn?" Noch bevor er antworten kann sackt sie in die Knie. Er hockt sich vor sie und hält sie vorsichtig an der Schulter.
„Das sagte ich dir doch schon in der Akademie", bestätigt er sanft.
„Ich dachte es wäre eine Metapher", haucht sie tonlos. „Ihr seit ein Daedra, der Feind." Ihr Blick sinkt durch ihn hindurch. „Was... willst du von mir?" Er spürt eine verzweifelte Furcht in ihr.
„Linda, dass mit den Daedra und den Mer ist etwas komplizierter. Ich bin immer noch genau der Selbe, seit ich dich in die geheime Universität brachte. Du weißt nun nur etwas mehr von mir. Hab ich dir je geschadet?" Sie blickt in seine Augen, einen Moment, dann schließt sie ihre Lider und legt ihre Wange auf seine Hand an ihrer Schulter. Ihr goldblondes Haar fällt über seinen Arm. Sein Blick fällt auf ihren Hals, er sieht ihren Pulsschlag. Ihr Duft ist berauschen. Rlaan schließt kurz die Augen, dann hebt er eine Faust in den Himmel, ein feines vibrieren fährt durch seinen Arm, ein heller Schein. Sie öffnet die Augen, der Himmel scheint sich kurz zu verzerren, als blickte man durch ein Weinglas. Aus der Verzerrung springt eine riesige Echse. Ein Daedroth aus dem Reich des Vergessens. Das monströse drachenähnliche Tier landet mit einem dumpfen Schlag auf dem Boden, vier Meter von der Nase bis zu Schwanzspitze. Es trägt ein Geschirr und einen Sattel. Leise knurrend beäugt es die beiden kleinen Menschenwesen. Rlaan hebt Linda hoch, er steigt mit ihr in den Sattel der Bestie, hält sie fest. „Trab an mein Schöner", flüstert der Erzmagier. Der Daedroth beginnt zu laufen. Die Rote Straße hinauf, an der Nord-Stadt Bruma vorbei in die Jerall Berge. Obwohl das muskulöse Tier mehr wiegt als fünf Pferde ist es viel schneller, die Reise auf seinen Rücken viel ruhiger als mit dem besten Pferd. Bald wird es kühler, sie überqueren die Baum-Grenze. Der Himmel zieht zu, es beginnt Schnee zu fallen, ein Sturm kommt auf. Eine Windböe trägt das Grollen entfernten Donners mit, fröstelnd erwacht Linda, es ist Abend geworden. Sie spürt den festen sicheren Griff des Vampirs der sie hält, blickt über ihre Schulter. Konzentriert reitet Rlaan den Daedroth den Bergpfad entlang. Das Tier knurrt gelegentlich und man fühlt ein leichtes Zittern, es mag die Kälte nicht, ist wärmere Gefilde gewohnt. Sie lächelt.
„Du reitest Daedroths? War ja klar", ruft sie in den Wind. Rlaan lacht. „Wo sind wir?"
„Jerall Berge, nordöstlich der Gnoll-Kuppe. Wir sind gleich zu Haus", spricht er laut, der Sturm wird stärker, der Himmel dunkler.
„Zu Haus? Nord östlich der Gnoll-Kuppe? Hier gibt es doch nur Eis und Schnee?" Sie presst sich an seinen Körper, doch dieser gibt keine Wärme von sich. „Es ist eiskalt, Meister!"
„Wir sind schon da, sieh doch", ruft er. Sie erkennt kaum den Pfad, doch dann erhellt ein Blitz die Berge. Am Horizont erscheint die Silhouette eines mächtigen Turms. „Hast du ihn gesehen?"
„Ja, ein Turm."
„Das ist der Eiszack-Turm. Gleich wird es wärmer." Aus der Dunkelheit und dem Sturm taucht eine Treppe auf. „Hoh Hoh", ruft Rlaan, der Daedroth kommt zum stehen. Er springt ab, Linda immer noch in den Armen. Der Vampir legt dem Drachen eine Hand auf die Nase. „Heim mit dir, schnell!" Die riesige Echse springt in das Reich des Vergessenes zurück, während Rlaan und Linda die Treppen hinauf laufen und den Turm betreten. Als sich die schwere Tür schließt fühlt sie sogleich die angenehme Wärme in der großen Eingangshalle. „Willkommen in meinem Heim." Sie Blickt sich staunend um, erkennt deutlich den Einfluss der Zwerge und der Deadra in dem Bauwerk. Sie steht auf einem Gletscher Stück in dem Sie einen Eis-Elementargeist erkennt. Sie erschrickt. „Das ist der Turmwächter. Er hält schlafend den Gletscher in dem der Turm eingelassen ist zusammen." Auf der gegenüberliegenden Seite des Gewölbes erhebt sich ein mächtiger Altar mit zwei Aufgängen. Unter dem Altar sind drei daedrische Siegelringe im Boden eingelassen, gefüllt mit Feuer, Eis und Erde.
„Das ist ein Atronisierungs-Altar, nicht war? Um Elementargeister zu beseelen und sie in dieser Ebene zu halten."
„Ja richtig, woher weißt du das?", fragt er überrascht.
„Ich habe darüber gelesen."
„Das rechte kleine Ringportal führt in den Wohnbereich, zum Aboretum, dem alchemischen Altar, zu den Gildenhallen und weiter zur Turmspitze nach draußen", erklärt der Erzmagier.
„Ihr habt eine direkte Verbindung von hier zu den Gildenhallen der Städte?"
„Ja, aber nur in der Provinz Cyrodiil, so ungefähr einen Tagesmarsch um Kaiserstadt. Morrowind, Himmelsrand oder Gramfeste sind dann schon zu weit weg. Und auch nur hin, nicht zurück, zur Sicherheit. Mir ist meine Abgeschiedenheit sehr wichtig", führt er aus.
„Ich verstehe Meister."
„Das linke Ringportal führt in den Keller, mein Hauptlager. Wenn du dich ausruhen willst, kannst du oben schlafen."
„Ich werde gerade wieder richtig wach. Aber Ihr habt doch sicher schon drei Tage nicht geschlafen, bist du nicht müde?"
„In diesem Zustand?" Er lächelt. „So kann ich wochenlang wach bleiben. Komm, dann gehen wir in den Keller." Er betritt mit ihr das Portal in das Lager. „Nicht erschrecken, hier sind überall Kobolde." Die Welt um sie herum strahlt kurz auf, dann stehen sie auch schon in der Mitte der Keller Höhle. Massive Träger aus Zwergenstahl sind hier tief in den Gletscher des Berges eingelassen. Die Luft ist kühl und erfüllt mit dem Schwirren der Koboldschwingen. Linda zählt sicher 10 von ihnen, doch sie flattern alle so durcheinander, das sie Probleme hat die flinken Wesen zu zählen. „Das sind die Lagerwächter." Einer der Kobolde fliegt auf den Erzmagier zu und bleibt vor seinem Gesicht stehen. „Das ist Linda, meine Schülerin. Sie hat hier freien Zugang." Der Kobold flattert um Linda herum und begutachtet den Neuankömmling, dann mischt er sich wider unter die anderen. In dem Lager stehen dutzende Kisten, Fässer und einige Regale. Rlaan geht zu einem der Fässer und öffnet es. Er nimmt einen Harnisch heraus, einen Helm, Handschuhe und andere Rüstungsteile.
„Eine Elfenrüstung", meint sie. „Sie ist sehr schön."
„Sie ist erst ein Rohling aber wenn sie fertig ist wird es deine sein. Du siehst darin sicher bezaubernd aus." Linda lacht.
„Das mag ja sein, Meister. Aber Rüstungen behindern mich sehr."
„Warum behindern sie dich?", fragt er.
„Rüstungen erschweren die Magie Kontrolle. Die federleichten Roben sind gerade durchlässig genug für ein komplettes Chamäleon. Schon Stiefel erschweren die Schule der Illusion gewaltig. Zerstörung, Mystik und Wiederherstellung werden in ihrer Wirkung reduziert. Außerdem wiegen sie. Man kann darin nicht Schwimmen, und ist in seiner Beweglichkeit eingeschränkt", erklärt sie.
„Diese Rüstung ist nichts." Rlaan legt seine Robe ab. „Diese Robe ist nichts." Dann wird sein Körper langsam durchsichtig. Erst die Haut, die Muskeln, zuletzt sein Skelett, bis sich die menschliche Form fast aufzulösen scheint. Leuchtend fließen Ströme aus astraler Energie durch seinen Körper. Wir sind ein Fokus in der Zeit. Wir sind die Veränderung. Unsere Gegenwart ordnet die Zukunft neu und erschafft die Vergangenheit." Lindas Stimmung, die eben noch sehr vertrauensselig war, schlägt nun wieder in diese skeptische Furchtsamkeit um. Ängstlich sieht sie ihn an, ein Hauch Entsetzen in den Augen. „Vertraust du mir, Linda?"
„Es ist schwer", flüstert sie nach einem Zögern.
„Ich vertraue dir, du bist eine ehrliche Haut mein Kind. Ich bin immer noch der, der ich immer war." Es wird plötzlich sehr still, die Kobolde sind gelandet und schauen regungslos den beiden zu. Nur ein tiefes Grollen, welches sich aus dem Sturm, der Magie und den Gemäuern des Eiszack Turms zusammen mischt. Linda erschaudert.
„Das ist es, was so schwer fällt zu glauben, wenn ich euch so sehe", sagt sie tonlos.
„Du kannst jeder Zeit gehen, doch benutze deinen Verstand. Nehmen wir einmal hypothetisch an ich wollte dir etwas antun. Glaubst du, du könntest mich aufhalten oder mir entkommen?" Die Bretonin versucht seine Augen zu erkennen. „Leg deine Robe ab, Linda." Sie zögert einen Moment, tut es dann. „Knie nieder." Er tritt noch näher an sie her ran. In dieser knienden Position ist sie mit dem Waldelfen auf Augenhöhe. Er nimmt ein Amulett ab, dabei scheint es als würde er wieder ein Stück in diese Welt zurückkehren. Er will es ihr anlegen, doch sie erkennt es und hält seine Hand zurück.
„Ein Lichtranszender. Bitte Meister ich will kein Lich werden." Ihr Atem zittert.
„Das wirst du auch nicht. Der Lichtranszender kann einen Lich zur Erleuchtung führen, jedoch kann er keinen Menschen zum Lich machen. Auch wenn es die Gilde glaubt. Du wirst bald erkennen, das es nur sehr wenig Wissen gibt, und viel zu viel Glauben für meinen Geschmack. Keine Sorge, es ist ungefährlich." Sie nimmt ihre Hand zaghaft zurück. Er legt ihr das Amulett um den Hals. Linda fühlt erst eine starke Hitze, die wie eine Feuerwand durch sie hindurch zu fließen scheint. Nun einen Moment, dann spürt sie die Macht. Sie schließt die Augen und Atmet tief ein. „Das Schmuckstück eliminiert viele der negativen Auswirkungen der Rüstung. Andere wirst du später verlieren, wenn du geübter bist. Am Ende bleibt nur eine Signatur übrig. Jedoch, nimm das Amulett immer ab, wenn du mit anderen redest, vor allem beim verhandeln", erklärt der Erzmagier.
„Ich fühle das es mich verändert, etwas ist anders in mir, eine Dunkelheit... es scheint von mir zu zehren." Sie öffnet die Augen, ihr Blick ist fremd, fast dämonisch und wild.
„Ein Gegenpol, es verschiebt deine Attribute. Es verzehrt dich nicht. Nimm es ab, und du wirst es sehen." Sie nimmt das Amulett ab, ein leichter Schwindel, dann ist alles wieder wie es war. „Siehst du? Er ist für dich, ich hab noch einige davon." Er geht zu einer Kiste in dem eine kaiserliche Eisenrüstung liegt. Rlaan nimmt wieder seine vampirische Gestalt an und zieht die Rüstung an. Ich mag die schwere Legionsplatte, sie ist sehr formschön und ergonomisch, keine unnützen Verzierungen. Bis auf den Drachen in der Gürtelschnalle, dass kaiserliche Wappen." Mit jedem Teil was er anlegt scheint er unheimlicher und unsichtbarer zu werden, bis er am Ende aussieht wie eine Luftspiegelung, welche die Augen in ein Labyrinth zu führen scheint. „Zuletzt der Helm." Er hält ihn ihr entgegen, sie fühlt die Macht, ganz ähnlich wie der Transzender. Dann setzt er ihn auf und verschwindet völlig. „Ohne einen Zauber zu wirken", flüstert er ihn ihr Ohr. Sie weicht erschrocken zurück. „Na? Eine Idee wie du mich sichtbar machen kannst?" Sie überlegt kurz.
„Mystik, Lebenserkennung." Sie wirkt den Zauber auf sich und ihr Meister erscheint als hell leuchtende, violette Nebelwolke. „Ich sehe dich." Sie lächelt. „Vielen dank für das Amulett."
„Solch eine Rüstung wirst du auch bald haben. Du musst sechs Lich-Seelenanker erbeuten. Doch um einen erleuchteten Lich, einen Gott der Untoten, zu besiegen musst du absoluter Herr der Lage sein. Zieh deine Rüstung an." Linda schlüpft in den Harnisch, er besteht aus schuppenförmig angelegten Platten aus Elfen-Erz. Legt die Beinschienen an, steigt in die Stiefel, zieht die feinen aber stabilen Kettenhandschuhe über und setzt den Helm auf. Sie fühlt deutlich die Last der Rüstung. Sie ist Figur betont doch völlig geschlossen. Meistens Platten, einige bewegliche Kettenteile und etwas festes Leder. „Passt, nochmals vielen dank Meister." Sie lächelt.
„Ich liebe Frauen in Elfenrüstungen", meint er schmunzelnd. Sie grinst ihn schräg an und zaubert Chamäleon, schaut auf ihre Hände, betrachtet sich. Sie wirkt wie feinstes Kristall, durchsichtig doch deutlich erkennbar.
„Es ist das Mithril in dem Elfenerz", stellt sie fest. „Die Wirkung des Zaubers wurde abgeschwächt." Sie legt den Lich-Transzender an. Tatsächlich spürt sie die Rüstung kaum noch. Wieder spricht sie Chamäleon, doch das Resultat bleibt das Selbe. Sie blickt ihn fragend an. „Wie soll man Herr der Lage sein in einem solch gefährlichem Unterfangen, wenn man sich nicht verbergen kann?" Er schüttelt den Kopf.
„Chamäleon ist einer der mächtigsten, aber auch anfälligsten Zauber der Illusion. Zaubere ihn entweder in einer Robe, oder baue ihn in die Rüstung ein." Er reicht ihr eine rote Kapuze aus Daedrischer Seide. „Lass den Helm erst mal hier und nimm die so lange."
„Eine Kappe der Morgenröte. Der Kult um Merunes Dagon trägt diese Dinger, die haben den Kaiser ermordet. Normalerweise werden die alle verbrannt. Die Kappen sind verboten."
„Jetzt nicht mehr, schon vergessen, ich bin der Erzmagier. Meine Gilde, meine Gesetze." Er lacht. „Ich konnte nie begreifen warum man diese wundervoll verarbeiteten und genial verzauberten Roben der Morgenröte Agenten nicht nutzte. Sicher ist es die Uniform des Feindes, aber... ohne die Robe ist die Kappe nur eine rote Kapuze. Man wird damit nicht völlig unsichtbar...", beginnt er zu erklären.
„Sie gleicht jedoch locker die dämpfende Wirkung der Rüstung aus." Sie setzt sie auf und ist verschwunden.