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Thema: US-Justiz macht Online-Speicher Megaupload dicht  (Gelesen 4369 mal)

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Will gar nicht groß selber zusammenfassen also hier ein großes Zitat:

Zitat
Wegen mutmaßlicher Internetpiraterie haben die US-Behörden den Online-Speicherdienst Megaupload.com dichtgemacht und den deutschen Internetunternehmer Kim Sch. festnehmen lassen. Sch. wurde zusammen mit zwei weiteren Deutschen und einem Niederländer in Neuseeland verhaftet, wie das US-Justizministerium mitteilte. Die Verdächtigen sollen im Netz Umschlagplätze für Raubkopien betrieben haben, durch die ein Schaden von über einer halben Milliarde Dollar entstanden sei.

Insgesamt klagte die US-Justiz sieben Männer an. Unter den drei Flüchtigen sei ein weiterer Deutscher, hieß es. Die Gruppe trage über Megaupload.com und ähnliche Seiten die Verantwortung "für massive weltweite Internetpiraterie von verschiedensten urheberrechtlich geschützten Werken". Mit illegalen Angeboten sollen sie mehr als 175 Million Dollar eingenommen haben.

Internetnutzer können auf Megaupload Dateien kostenlos hoch- und herunterladen. Die Anklage wirft den Betreibern vor, die Seite ausdrücklich als eine Art Tauschbörse für urheberrechtlich geschützte Inhalte wie Musikstücke oder Filme eingerichtet zu haben. Megaupload sei nach eigener Darstellung rund 50 Millionen Mal täglich aufgerufen worden und habe mehr als 150 Millionen registrierte Benutzer gezählt, erklärte das Justizministerium in Washington.

Der frühere Computer-Hacker Sch. war in den 90er Jahren zu einer schillernden Figur der New Economy aufgestiegen und machte mit ausschweifenden Partys und öffentlichkeitswirksamen Aktionen von sich Reden. Nach dem Platzen der Internetblase war er 2002 vom Amtsgericht München wegen verbotenenen Insiderhandels mit Aktien zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt worden. Zuletzt war der 37-Jährige laut US-Justiz in Neuseeland und in Hongkong gemeldet.

Sch. und den Mitangeklagten drohen in den USA nun langjährige Haftstrafen. Alleine auf den Vorwurf der Verschwörung zu organisierter Kriminalität stehen bis zu 20 Jahre Gefängnis. Außerdem werden den Männern Geldwäsche und Verstöße gegen das Urheberrecht zur Last gelegt. Laut US-Justizministerium hatten die Geschworenen einer sogenannten Grand Jury am 5. Januar die Anklage bestätigt, die sich zudem auf die beiden Unternehmen Megaupload Limited and Vestor Limited bezieht. An der Ermittlungen sei auch das Bundeskriminalamt beteiligt gewesen, hieß es.

Quelle: Yahoo

Noch ein weiter führender Artikel von Spiegel Online.

Find ich ziemlich heftig. Einerseits, dass es erst jetzt passiert und andererseits so knüppeldicke Haftstrafen. Hinzu kommt, dass kinox dann wohl bald wirklich dicht machen kann, da die meisten ähnlichen Hoster wohl abgeschreckt sind.

Was meint ihr?
Freedom is the freedom to say that two plus two make four. If that is granted, all else follows.
  20.01.2012, 10:06
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Megaupload bzw. Megavideo treten als Hoster auf, Kinox ist nur ein verlinkendes Board - hat, sollte keiner der Mitarbeiter mit einem Hoster zu tun haben (was zu bezweifeln ist), also nichts zu befürchten. Schmitz hat Erfahrung mit diesen Vorwürfen und ich glaube nicht, dass er sich noch mal wegen solcher Lappalien einkerkern lässt.
Zitat von: Felidae
Jedenfalls, wenn er das tatsächlich nicht immer ganz ernst meint, dann sollte er das deutlich machen und nicht erwarten, dass alle anderen es auch richtig verstehen.
Zitat von: Mawell A.F.
Der Grund warum Frauen nichts in der Politik, nicht mal in Diskussionen, zu suchen haben. :3 <--- Smiley überlesen...ganz große Leistung
  20.01.2012, 10:12
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In der Tat halte ich es für schwierig einen Vorsatz zur Förderung der Piraterie zu beweisen. Filehosting an sich ist schließlich nicht verboten.

Andererseits reicht es in den USA aus die Geschworenen von der Schuld des Angelangten zu überzeugen, unabhängig der Beweislage.

Ich glaube nicht das sich irgendein Filehoster der von kinox und Konsorten benutzt wird davon abschrecken lässt. Kaum war kino.to hochgenommen sprossen die Klone wie Pilze aus dem Boden. Und kaum war Duckload geschlossen kamen zig Andere. Will man die Piraterie nachhaltig bekämpfen muss man nicht den Kampf gegen Windmühlen antreten sondern sich um seine Kunden kümmern und anstatt die nach Strich und Faden über den Tisch zu ziehen wieder zum König krönen. Attraktive Angebote, AGBs ohne Fallstricke und insbesondere bei Software eine höhere Qualität und einen vernünftigen Preis für Privatkunden bei Profisoftware wie Photoshop. Der Kunde ist vom König zum Sklaven geworden. Kein Wunder das er rebelliert.
  20.01.2012, 11:03
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Will man die Piraterie nachhaltig bekämpfen muss man nicht den Kampf gegen Windmühlen antreten sondern sich um seine Kunden kümmern und anstatt die nach Strich und Faden über den Tisch zu ziehen wieder zum König krönen. Attraktive Angebote, AGBs ohne Fallstricke und insbesondere bei Software eine höhere Qualität und einen vernünftigen Preis für Privatkunden bei Profisoftware wie Photoshop. Der Kunde ist vom König zum Sklaven geworden. Kein Wunder das er rebelliert.
Blabla. Der einzige Entwickler, der sich um seine Kunden schert, namentlich CD Projekt, hat lustige 1.000.000 Exemplare von The Witcher 2 verkauft. Währenddessen verzeichnet Bug-Bethesda mit Executive Producer Todd "The Liar" Howard bei Skyrim das vielfache, Activision mit Arschloch-CEO Bobby Kotick bricht mit jedem neuen Call-of-Duty-Teil alle Verkaufsrekorde und Blizzard verdient mit einem in sechs Stunden hingerotzten Mount in einer Woche zwei Millionen Dollar. Auch wenn es eine passable Möglichkeit ist, sich ein gewünschtes Spiel zu holen, ohne den repressiv-geldgeilen Publisher mit 50 Euro zu entlohnen, ist das gerade mal bei PC-Spielen ein nennenswertes Problem, und die interessieren die Spieleindustrie sowieso nicht.
Also, um jetzt mal klarzustellen:
Die PC-Spieler raubkopieren alle und sind selbst Schuld, dass sie Konsolenports kriegen.
Die Konsolenspieler kaufen sich massenweise seichte Kost und abgeflachte RPGs, aber die Entwickler sind Schuld am Abflachen? Ok.
Ja klar sind die Spieler schuld am Abflachen von Spielen wie Skyrim, denn die Gamer entwickeln ja schließlich das Spiel. Logik fail.
  20.01.2012, 14:53
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Blabla. Wie das bloß kommt. Werbung und bessere Vorschusspublicity der korrupten Spielemagazine sorgen selbstverständlich für einen besseren Absatz. Oder einfach eine digitale Droge wie WOW erfinden. Die Entwickler bei Blizzard könnten auch allesamt in einen Eimer scheißen und das Ergebnis in Gläser abgefüllt verkaufen. Solange ein verkaufsträchtiger Name draufsteht kann man aus Scheiße Geld machen. Der Grund warum u.a. Merchandising funktioniert.
  20.01.2012, 15:27
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Und warum genau hast du vorhin dann von "dem rebellierenden Kunden" geredet?
Also, um jetzt mal klarzustellen:
Die PC-Spieler raubkopieren alle und sind selbst Schuld, dass sie Konsolenports kriegen.
Die Konsolenspieler kaufen sich massenweise seichte Kost und abgeflachte RPGs, aber die Entwickler sind Schuld am Abflachen? Ok.
Ja klar sind die Spieler schuld am Abflachen von Spielen wie Skyrim, denn die Gamer entwickeln ja schließlich das Spiel. Logik fail.
  20.01.2012, 17:10
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Weil nicht alle Leute sich gleich verhalten. Die einen kaufen, die anderen klauen und noch welche spielen es einfach nicht.
  20.01.2012, 17:49
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Zitat
On or about April 23, 2009, DOTCOM sent an e-mail message to VANDER KOLK, ORTMANN, and BENCKO in which he complained about the deletion of URLlinks in response to infringement notices from the copyright holders. In the message, DOTCOMstated that “I told you many times not to delete links that are reported in batches of thousandsfrom insignificant sources. I would say that those infringement reports from MEXICO of “14,000” links would fall into that category. And the fact that we lost significant revenuebecause of it justifies my reaction.”

http://www.scribd.com/doc/78786408/Mega-Indictment
  20.01.2012, 17:49
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Will man die Piraterie nachhaltig bekämpfen muss man nicht den Kampf gegen Windmühlen antreten sondern sich um seine Kunden kümmern und anstatt die nach Strich und Faden über den Tisch zu ziehen wieder zum König krönen. Attraktive Angebote, AGBs ohne Fallstricke und insbesondere bei Software eine höhere Qualität und einen vernünftigen Preis für Privatkunden bei Profisoftware wie Photoshop. Der Kunde ist vom König zum Sklaven geworden. Kein Wunder das er rebelliert.

So wahr... das würde ich mir gerne ausdrucken, einrahmen und an die Wand hängen. Aber wozu? ICH weiß das ja.

Die fetten Geldhaie an der Konzernspitze interessiert das nicht. Die machen was schön viel Geld bringt und scheißen auf das, was der Kunde denkt. Wenn morgen "Moorhuhnschießen" mit nackten Ärschen garantierten Millionenabsatz bringen würde, würden die auch davon 4-5 Teile bringen.

@Topic: Mich würde mal interessieren, wie die denen irgendeinen Vorsatz nachweisen wollen. Aber stimmt schon, bei Geschworenengerichten muss man ja nur über den exzessiven Drogenkonsum und die Parties mit Prostituierten des Angeklagten sprechen, um ihn "schuldig" zu kriegen.

Bringen tut die ganze Aktion freilich nichts. Wie schon gesagt wurde, für jeden dicht gemachten Hoster kommen drei neue. Sie können rechtlich ja ganz offensichtlich auch nichts gegen das Prinzip Filesharing / Streaming machen - deswegen verknacken sie die Leute dahinter ja auch immer wegen irgendwas anderem: Steuerhinterziehung, Geldwäsche, etc.

Das ist ein reiner "Schauprozess", um die Kids abzuschrecken. Ich bezweifle, dass der ganze Aufwand lohnt. Die Nutzer werden das wahrscheinlich nicht einmal bemerken. So wie ich nicht mitgekriegt habe, dass Duckload nicht mehr ist...  :sleepy:

- Hanrok
« Letzte Änderung: 22.01.2012, 01:55 von Hanrok »
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  22.01.2012, 01:51
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Blabla. Der einzige Entwickler, der sich um seine Kunden schert, namentlich CD Projekt, hat lustige 1.000.000 Exemplare von The Witcher 2 verkauft. Währenddessen verzeichnet Bug-Bethesda mit Executive Producer Todd "The Liar" Howard bei Skyrim das vielfache, Activision mit Arschloch-CEO Bobby Kotick bricht mit jedem neuen Call-of-Duty-Teil alle Verkaufsrekorde und Blizzard verdient mit einem in sechs Stunden hingerotzten Mount in einer Woche zwei Millionen Dollar. Auch wenn es eine passable Möglichkeit ist, sich ein gewünschtes Spiel zu holen, ohne den repressiv-geldgeilen Publisher mit 50 Euro zu entlohnen, ist das gerade mal bei PC-Spielen ein nennenswertes Problem, und die interessieren die Spieleindustrie sowieso nicht.

 :heuldoch:

@Topic

Ich finde es belustigend, wie in den Medien fast ausschließlich der Reichtum bzw. die genaue Anzahl der Autos dieser Leute im Fokus steht und nach ziemlich fragwürdigen Vorwürfen, plötzlich Geldwäscherei noch hinzukommt. Ist es auch legitim, alleine bei einem Verdacht, die Wertgegenstände der Megaupload-betreiber zu konfizieren?
Naja gut dass es noch Rapidshare, Mediafire, Sendspace etc. gibt.
« Letzte Änderung: 22.01.2012, 12:25 von Taker34 »
  22.01.2012, 11:03
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Ich denke das Problem ist eher in der Natur des Informationsgutes und dass es "den ehrlichen Kunden" nicht gibt. Es liegt in der Natur des Menschen das er idR für gleichwertige Güter dasjenige wählt was am günstigsten ist (extrem fälle mal ausgeschlossen).


Auf dem Markt für Informationsgütern haben wir das Problem, dass die Produktion von Informationsgütern teuer ist, undzwar nur die Erstellung von Informationsgütern - die Jungs von Bethesda müssen erstmal ein paar Millionen in die Entwicklung investieren bevor Skyrim fertig ist -  die erste Kopie ist sogesehen unglaublich teuer (im Bezug auf die Durchschnittskosten) die Produktion der nächsten Einheit allerdings schon so gut wie umsonst. Die Grenzkosten sind gering, in anderen Worten: Kopieren ist billig. In einem perfekten Markt würden diese Informationsgüter von den Herstellern mit Preisen in höhe der Grenzkosten verkauft. Also quasi umsonst/ wenige Cents, einfach aus der Annahme heraus, dass es keine generika/ raubkopien gibt, jeder Kunde beim echten Hersteller kauft, UND das die Erstellungskosten im Vergleich zum Gesamtumsatz unwesentlich sind.


Da aber alle drei zuletzt genannten Annahmen falsch sind, sehen wir das ein Angebot zu Grenzkosten unmöglich ist. Es führt zu permanenten Verlusten auf Seiten der Hersteller: da die Anfangsinvestition nie gedeckt werden kann. In der Folge werden keine Informationsgüter mehr erstellt. Produzenten  müssen  mindestens Preise in Höhe der Durchschnittskosten setzen um Nullgewinne zu erzielen. Damit sind Sie aber schon deutlich über den Grenzkosten und damit teurer als die Anbieter von Raubkopien, die ohne Probleme Preise nahe den Grenzkosten anbieten können. Oben hatte ich die These aufgestellt das Menschen für identische Güter das günstigste wählen, also: So lange es für den Kunden günstiger ist ein Informationsgut zu kopieren anstatt zu kaufen, da zählen auch solche Sachen wie Zeitaufwand, Gefahr einer Bestrafung etc. rein, wird es auch Kopien geben. In er Theorie ist dadurch definitiv eine Gefahr für die weitere Herstellung von Informationsgütern nachzuweisen. Deshalb gibt es kopierschutz. So nervig das für die Kunden auch ist, wir werden - wenn wir weiterhin Spiele spielen wollen - nicht daran vorbeikommen.
..___..
 {o,o}
 |)__)
 -"-"-8
O RLY?
  22.01.2012, 11:16
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  • Vampir
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Es stimmt. seit es die Möglichkeit gibt Dinge zu kopieren, wird es immer welche geben die auch kopieren.
Allerdings bezahlen wir dafür auch abgaben, für jedes Pack DVD Rohlinge, für jeden USB-Stick ect. erhalten die deutschen Verwertungsgesellschaften Geld.
Wenn man es eigentlich ganz weit streckt hat man doch damit die Lizenz zum Kopieren (klar im Gesetz steht was anderes).

Das Vorgehen gegenüber Megauplodad war jedenfalls radikal. Wie P2P-Netzwerke ist auch Megaupload per se nicht illegal. Man konnte dort auch seine eigene Arbeit sharen. Mit dem Hochnehmen von Megaupload wurde dieser Vetriebskanal für die Menschen die es legal nutzten von einem Tag auf den Nächsten kaputt gemacht.

Das Hochnehmen von Megaupload und kino.to geht nur das Symptom an aber nicht die Ursache, die Quelle.
Die Verbraucher wünschen sich einfach und bequem (z.B. Film und Serie) Online konsumieren zu können und Remixe ect. zu verbreiten. Dies ist die Logik des Internets, wenn man weiß wie kann man schnell ohne Gängelung an Inhalte herankommen aber dies gleichzeitig auch anbieten.
Die Funktionsweise des Internets ist dezentral, es gibt keine Kopforganisation die über das Internet wacht. Es gibt keine "Anmeldestelle" damit man etwas publizieren darf. Man kanns einfach.
Es ist der Albtraum für alles zentralisierte.
Deshalb ist es auch so schwer für Politiker und co zu verstehen wie man z.B. Internetpolitik angehen sollte und gleichzeitig ist eine Herausforderung für Kulturgüter die für Millionen von Dollar hergestellt werden.
Gleichzeitig haben die Macher von Kulturgüter die Möglichkeit besser denn je potentielle Käufer anzusprechen.
Sie Teil des Unternehmens werden zu lassen und gleichzeitig könnte man mehr Vertriebskanäle denn je nutzen.
"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin? Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!"
"Einen Staat, der mit der Erklärung, er wolle Straftaten verhindern, seine Bürger ständig überwacht, kann man als Polizeistaat bezeichnen." Ernst Benda (ehem. Präsident Bverfg)
  22.01.2012, 11:40
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  • Skelett-Krieger
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Oben hatte ich die These aufgestellt das Menschen für identische Güter das günstigste wählen, also: So lange es für den Kunden günstiger ist ein Informationsgut zu kopieren anstatt zu kaufen, da zählen auch solche Sachen wie Zeitaufwand, Gefahr einer Bestrafung etc. rein, wird es auch Kopien geben. In er Theorie ist dadurch definitiv eine Gefahr für die weitere Herstellung von Informationsgütern nachzuweisen. Deshalb gibt es kopierschutz. So nervig das für die Kunden auch ist, wir werden - wenn wir weiterhin Spiele spielen wollen - nicht daran vorbeikommen.

Dir ist aber schon klar, dass z.B. die Musikindustrie selbst in ihrer schlimmsten (selbst ernannten) Krise immer noch Millionengewinne verzeichnet hat, oder? Mittlerweile wurde sogar der Kopierschutzwahn / DRM wieder abgeschafft. Soviel zu dem von dir angesprochenen "notwendigen Übel" Kopierschutz. Irgendetwas an deiner Argumentation, die ja sehr schlüssig ist und die man ja prinzipiell so kennt und immer wieder hört, kann also nicht stimmen. Auch die Filmindustrie schreibt immer noch schwarze Zahlen.

Hier geht es nicht um existenzbedrohende Verluste, auch wenn das von Seiten der Content-Industrie immer so dargestellt wird. Denn natürlich macht sich
"Wir werden bald alle pleite gehen und niemand wird mehr einen Film / Song für euch produzieren"
in der Öffentlichkeit besser, als
"Wir machen nur 20 Mrd. Jahresumsatz, wir könnten aber 40 Mrd. machen und unsere Investoren dringen darauf, dass wir uns des Problems nun endlich mal annehmen!"

Hier geht es schlicht und ergreifend um Gewinnmaximierung. All die öffentlichen PR-Kampagnen zum Thema "Raub(mord)kopieren", die Show-Prozesse und der kontinuierlich steigende Druck auf Regierungen und Gesetzgeber hat nicht den Zweck, das Überleben von Künstlern zu sichern, sondern dafür zu sorgen, dass die reichen Konzerne noch reicher (und mächtiger, denn nur darum geht es auf dem globalen Spielfeld) werden.

- Hanrok
« Letzte Änderung: 22.01.2012, 18:36 von Hanrok »
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  22.01.2012, 18:28
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Zitat
Nachdem der Gründer der Filesharing-Plattform Megaupload verhaftet wurde, geben sich nun die ersten Konkurrenten nervös. Filesonic und Uploaded schränken ihre Dienste massiv ein [...] Dass die Maßnahmen gegen Megaupload andere Konkurrenten einschüchtern würden, zeigte sich dann am Wochenende. Der Filehoster Filesonic begrenzte seine Funktionen massiv. Nun können die Nutzer nur noch ihre eigenen Dateien herunterladen. Das Sharing wurde eingestellt. Uploaded.to reagierte ebenfalls und sperrte seine Seite für US-User.
(movieplot)
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  23.01.2012, 18:22
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Sehr interessant das Thema. Die Amerikaner werden Kim Dotcom niemals in den Knast dafür bekommen. Dafür hat der Typ ein zu gutes Image und zu viel Geld und Kontakte.

Nach seiner "Festnahme" ist mittlerweile ein erstes Interview mit ihm aufgetaucht, in dem er so glatt wie ein Baby Popo rüberkommt.

Und auf Twitter ist er auch aktiv und hat bereits gepostet: "SOPA is dead. PIPA is dead. ACTA is dead. MEGA will return. Bigger. Better. Faster. Free of charge & shielded from attacks. Evolution!"

Ich denke auch, dass der Kerl auf jeden Fall zurückkommen wird. Sowas kriegt man niemals tot. Dafür ist der Dicke einfach zu gewitzt.
  09.07.2012, 13:09
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  • Skelett-Krieger
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UPDATE: Es kommt wieder Bewegung in diesen Fall. Kim Schmitz ist zwar nicht mehr zu retten, aber offenbar auch nicht zu stoppen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/kim-dotcom-plant-neuen-filehoster-als-megaupload-nachfolger-a-864635.html

- Hanrok
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  18.01.2013, 12:17
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  • Skelett-Magier
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Ist zwar alt die News, aber ich bin seit der Ankündigung gespannt.

Die me.ga Domain wurde ja schon von der Regierung Gabuns heruntergenommen und Kim.com musste auf eine nz Domain ausweichen. Bin auf das Projekt gespannt. Im Herbst kommt ja auch noch diese Megabox, sein Musikdienst.

Bin wirklich gespannt, wie seine Werbesoftware wird, damit könnte er theoretisch Google gefährlich werden.

/edit

Jeder der sich kostenlos registriert, bekommt 50GB Speicherplatz kostenlos und kann 6 Up- und Downloads gleichzeitig ausführen. Damit bietet er mehr Speicherplatz als die meisten aktuellen Filesharing Dienste, z.B. Dropboxy.
« Letzte Änderung: 18.01.2013, 21:17 von Oynox Slider »
  18.01.2013, 14:29
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Außerdem haben die US-Behörden keinen Zugriff zu allen Daten, da die Server nicht in den USA stehen werden.
  19.01.2013, 11:56
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  • Skelett-Magier
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Kim Schmitz hat ebenfalls keinen Zugriff, da er keine Ahnung hat, was auf den Servern lagert, weil sie sofort verschlüsselt werden und nur der Nutzer weiß, was es ist und den Key hat.
  19.01.2013, 11:59
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Ja es soll ja nun heute starten? So ganz glaub ich iwie nicht dran ..
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  19.01.2013, 15:11
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