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Thema: Deutsche wollen BND mit Lizenz zum Töten  (Gelesen 1094 mal)

  • Hoher Drachengott
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Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/36/36319/1.html

"70 Prozent der Befragten bis zu 24 Jahren sprechen sich klar für ein Recht der Agenten zum Töten aus"
"Als Arbeitgeber allerdings scheint der BND nicht sonderlich attraktiv zu sein: Nur 15 Prozent können sich vorstellen für den Dienst zu arbeiten."

Wie ist das bei euch? Seht ihr das genauso? Sollte der (Inlands)geheimdienst töten dürfen? Nur bei Richtervorbehalt?

Würdet ihr (gerne) für den BND arbeiten wollen? Braucht Deutschland einen Innenlandsgeheimdienst?
"Gefühle zulassen." "Sind zu."
Wisst ihr noch? Damals? Als das Internet aus Holz war?
  30.01.2012, 21:50
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Tote können ihre Unschuld immer so schlecht beweisen. Und Notwehr ist sowieso geregelt und legal. Zudem gibt's auch noch die Nothilfe, die bisherigen Befugnisse reichen also volkommen aus. Und für den BND arbeiten -neeeee. Viel zu dilettantisch und ganz und gar nicht mein Ding. Die Bezahlung ist zwar super, aber die Wissenschaft ist eher was für mich.
  30.01.2012, 22:42
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Ich sage mal es wäre unfassbar dumm, so etwas nur im Ansatz zu machen. Der BND dürfte nicht einmal existieren.
Demokratie bedeutet direkte Volksherrschaft, also sollte die Regierung (die dem Volk unterliegt) keine Geheimnisse haben.
Ich frage mich auch seit langem, was in Ländern wie den Vereinigten Staaten, denn nun das FBI von der Stasi unterscheided. Ich vermute es ist lediglich die Tatsache, dass Oppositionelle nicht verfolgt werden.
Eine direkte Volksherrschaft allerdings, wäre absoluter schwachsinn. Ansonsten hätten wir die Todesstrafe wieder eingeführt und wären dem Mittelalter wieder einen Schritt näher gekommen.

Also um konkret zu werden. Der BND darf nicht töten (funktioniert unsere Polizei nicht?!). Ich würde dort vermutlich nicht arbeiten wollen. Deutschland braucht den BND trotzdem in seiner jetzigen Form.
Sheogorath: "Ich muss doch sehr bitten! Ich tanze gerade das Fischstäbchen. Ein äußerst schmackhafter Gemütszustand"
  30.01.2012, 23:03
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Demokratie bedeutet direkte Volksherrschaft
Nein, bedeutet sie nicht. Siehe Demokratieformen.
Zitat
Ich frage mich auch seit langem, was in Ländern wie den Vereinigten Staaten, denn nun das FBI von der Stasi unterscheided. Ich vermute es ist lediglich die Tatsache, dass Oppositionelle nicht verfolgt werden.
Das FBI ist eine Ermittlungsbehörde, die Stasi ein Geheimdienst.
  30.01.2012, 23:15
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Nein, bedeutet sie nicht. Siehe Demokratieformen.
Doch. "Herrschaft des Volkes" http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=ZKP5JE

Zitat
Das FBI ist eine Ermittlungsbehörde, die Stasi ein Geheimdienst.
Das war nicht wörtlich zu nehmen  :ugl-laugh:
Sheogorath: "Ich muss doch sehr bitten! Ich tanze gerade das Fischstäbchen. Ein äußerst schmackhafter Gemütszustand"
  30.01.2012, 23:24
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Nein, bedeutet sie nicht. Siehe Demokratieformen.
Doch. "Herrschaft des Volkes" http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=ZKP5JE
Ja. Nicht "direkte Herrschaft des Volkes". Widerspricht in keiner Weise der Möglichkeit, etwas vor dem Volk geheim zu halten, vor allem, wenn diese Geheimhaltung eben jenes Volk beschützen soll.
Natürlich in der Theorie.
  30.01.2012, 23:32
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In Deutschland gibt es drei Geheimdienste. Der BND ist der Auslandsgeheimdienst der BfV (Verfassungsschutz) der Inlandsgeheimdienst. Der MAD (Militärischer Abschirmdienst) der militärische Geheimdienst. Soviel dazu.

Wer den Sinn von Geheimdiensten bezweifelt lebt offenbar hinterm rosaroten Mond. Die Frage nach der Lizenz zum Töten ist allerdings eine derart schwammige Frage, das man sie nicht beantworten kann ohne den Fall zu konkretisieren.

Ich für meinen Teil muss auch zugeben das ich mich einen feuchten Kericht um Doku-Reihen des ZDF schere. Die Vergangenheit hat, nach meiner Beobachtung insbesondere in Sachen PC-Spiele, aber das ist eine andere Sache, gezeigt wie das ZDF recherchiert. Ich traue denen kein Stück. Und Umfragen ohne Angaben darüber wer wo in welchem Maße befragt wurde sind ohnehin fragwürdig.
  30.01.2012, 23:36
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Nein, bedeutet sie nicht. Siehe Demokratieformen.
Doch. "Herrschaft des Volkes" http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=ZKP5JE
Ja. Nicht "direkte Herrschaft des Volkes". Widerspricht in keiner Weise der Möglichkeit, etwas vor dem Volk geheim zu halten, vor allem, wenn diese Geheimhaltung eben jenes Volk beschützen soll.
Natürlich in der Theorie.

Genau. Die schleichende Entmachtung des Volkes, die wir seit den 80ern in Deutschland und überall in der Welt erleben, hat schließlich auch nur den Zweck, uns vor uns selbst zu schützen.

Der gemeine Bürger kann mit Werten wie Wahrheit und Freiheit doch überhaupt nicht umgehen! Nicht ohne die professionelle Unterstützung von Seiten der Politik und vor allem der Großkonzerne. Douglas Adams Gefahr-O-Sensitiv-Brille ist längst Wirklichkeit. Die kommerziellen Medien haben sie uns längst aufgesetzt, damit wir keine Entwicklungen sehen, die uns beunruhigen könnten.

In diesem Sinne: Macht's gut und vielen Dank für den Fisch!
- Hanrok
« Letzte Änderung: 30.01.2012, 23:44 von Hanrok »
  30.01.2012, 23:41
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Offenbar will da jemand doch den Sinn von Geheimdiensten diskutieren. Lass es mich kurz fassen. Der Sinn von Geheimdiensten ist es, im Geheimen Daten zu sammeln um Gefahren von Außen und Innen zu erkennen und abzuwenden bzw. die notwendigen Beweise für eine Abwendung durch Spezialkräfte wie KSK, GSG usw. zu ermöglichen. Würde ein Geheimdienst seine Erkenntnisse permanent veröffentlichen wären sie nicht mehr geheim, die Observierten wüssten davon und könnten ihre Taktik umstellen. Und Peng: Bombe exepelodiert - Hanrok tot. Tja, aber dafür wusste er/sie das Geheimdienste nur der lange Arm der Konzerne und der imperialistischen Regierungen ist, das Volk zu unterdrücken.
  30.01.2012, 23:54
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Haha, nein eigentlich nicht. Meine Antwort hatte mit Geheimdiensten rein gar nichts zu tun. :)

Dieser Thead aber schon, deshalb war meine Antwort zugegebenermaßen etwas am Topic vorbei.

- Hanrok
  31.01.2012, 00:00
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Ich kann MorpheuZ Antwort nur unterstreichen. Geheimdienste halten nicht vor uns (sollten sie zumindest nicht müssen), sondern vor sogesehen den "Staatsfeinden" etwas geheim.
Der BND agiert außerhalb des Landes, wenn ich mich nicht irre und sammelt Infortmationen für die Regierung (und auch das Militär). Stellt man sich die Frage ob der BND die "Lizenz zum Töten" haben sollte, sollte man sich sinnvollerweise auch gleich die Frage stellen ob die schon genannten Spezialeinheiten der KSK und der GSG9 nicht auch diese "Lizenz" erhalten sollen. Denn bisher ist es den Soldaten und Polizisten dieser beiden Spezialeinheiten nicht erlaubt feindlich Gesinnte gezielt zu töten, was meiner Meinung nach ein Gefährung von deren Leben ist, wobei in manchen Dokus und Reportagen über z.B. das KSK gesagt wird dass dort keine klare Linie gezogen wird, was so viel bedeutet dass die SoldatenInnen des KSK schon einen kleinen Spielraum für die Entscheidung des tödlichen Schusses haben, der dann im Nachhinein nicht unbedingt strafrechtliche Folgen hat.

Die "Lizenz zum Töten" kann man sogesehen niemandem geben. Aber da es doch so ist, in unserer Welt, sollte es Deutschland nicht vorenthalten sein dies zu tun.
« Letzte Änderung: 31.01.2012, 00:11 von The Godfather »
Cheers,
The Godfather
  31.01.2012, 00:08
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Und Peng: Bombe exepelodiert - Hanrok tot.
Aha. Und wie präsent ist diese Bedrohung? Vor allem im Vergleich zum Heimwerken und anderen Hobbys, Gefahren in die man sich auch noch freiwillig begibt.

In der Theorie ist ein Geheimdient durchaus sinnvoll, der BfV ist es keinesfalls und hat das in seiner Geschichte oft genug bewiesen. Fraglich bleibt ob diese Organisation nicht sogar mehr Opfer zwecks Schaffung der eigenen Daseinsberechtigung zu verantworten hat, als vermeintliche Täter.
« Letzte Änderung: 31.01.2012, 00:21 von Maxwell A.F. »
Zitat von: Felidae
Jedenfalls, wenn er das tatsächlich nicht immer ganz ernst meint, dann sollte er das deutlich machen und nicht erwarten, dass alle anderen es auch richtig verstehen.
Zitat von: Mawell A.F.
Der Grund warum Frauen nichts in der Politik, nicht mal in Diskussionen, zu suchen haben. :3 <--- Smiley überlesen...ganz große Leistung
  31.01.2012, 00:19
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Einen Dienst zur Informationsbeschaffung gab es geschichtlich immer seit Menschen sich gegenseitig bekriegen. Das soll nicht begründen das wir Geheimdienste unbedingt notwendig haben sondern nur das es durchaus ein Institut geben sollte das sich bemüht Informationen zu sammeln und daraus Analysen zu ziehen und anzubieten (z.B. Stratfor) ABER die Beschaffung muss mit den Menschenrechten vereinbar sein, muss das GG und die Verfassung des jeweiligen Landes respektieren und einhalten.

Über den BND habe ich mich noch nicht so sehr informiert um dazu etwas zu sagen. Aber vor ein paar Tagen wurden in Pakistan zwei BND Menschen festgenommen. Diese hatten sich als Entwicklungshelfer von GIZ ausgegeben ( http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58249 ).

Viel mehr hat man in letzter Zeit über den Verfassungsschutz gehört. Diese Arm unserer Regierung bedürfte einer eindeutigen Reformation.

"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin? Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!"
"Ich weiß nicht alles. Aber ich habe ein Netzwerk hinter mir. [PIRATEN]
  31.01.2012, 00:21
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Naja, die Kritik am Verfassungsschutz würd ich mit Samthandschuhen anfassen. Wird immer behauptet, dass sie nichts gegen Nazis tut. Hat aber, wie ja ständig in den Medien breitgetreten wird, ne Menge mit dem angeblichen Killer-Trio zu tun gehabt.
Ich finde "Verfassungsschutz hatte keine Ahnung von den Leuten" weitaus schlimmer als "Verfassungsschutz hat die Festnahme vergeigt".

Tja, und BND mit Lizenz zum Töten... Wer soll denn getötet werden? Und warum? In Welchen Fällen?
Und den MAD da reinziehen zu wollen und als Ersatz für den BND zu etablieren, das ist ja so, als wolle man die Polizei abschaffen mit dem Hinweis, man habe ja immer noch die Feuerwehr.
Wenigstens eine schöne Sache, dass 199 Menschen von, wieviel DDR-Ossi-Dunkeldeutsch-Menschen gibt es drüben, 12 Millionen, befragt wurden. So sieht Repräsentativität aus.
  31.01.2012, 00:38
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Wenigstens eine schöne Sache, dass 199 Menschen von, wieviel DDR-Ossi-Dunkeldeutsch-Menschen gibt es drüben, 12 Millionen, befragt wurden. So sieht Repräsentativität aus.

Ich hoffe ja, dass ich dich falsch verstehe, aber ich fühle mich ob meiner ostdeutschen Herkunft gerade zutieft beleidigt von dir. Erkläre dich bitte!

Zum Thema: Ich bin strikt dagegen, dass der BND das darf. Auch nicht mit Richtervorbehalt. Denn laut Grundgesetz ist die Todesstrafe abgeschaft. Punkt. Als nächstes nimmt man dann noch Kinderschänder mit rein, die man ja auch am besten ohne Prozess über den Haufen schiessen sollte, uns so weiter. Und ganz schnell ist das Grundgesetz unterwandert. Gesetze gibts genug in Deutschland, man muss sie nur anwenden. Und im Ausland hat man sich schon gar nicht in die Gesetze anderer Staaten einzumischen.
Holla West coast?! Naah West bank for life

  31.01.2012, 01:44
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In der Theorie ist ein Geheimdient durchaus sinnvoll, der BfV ist es keinesfalls und hat das in seiner Geschichte oft genug bewiesen.

Die Geschichte hat lediglich bewiesen, das der BfV einer dringenden Umstrukturierung bedarf. Insbesondere in Sachen V-Leuten. Es ist zwar nicht abwegig aber nachweisbar unpraktisch das V-Leute nur der jeweiligen Landesbehörde bekannt sind. Kommen diese in einem anderen Land vor Gericht haben wir den Salat. Nach meinem Dafürhalten sollte ein Geheimdienst jedweder Art durchweg Bundessache sein.
  31.01.2012, 07:51
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Hircine, das war bloß beißender Sarkasmus, weil ich aus dem Artikel herausgelesen hatte, dass bei einer Befragung von Deutschen die Hälfte einfach mal vergessen oder unter den Teppich gekehrt wurde. Oder aus irgendeinem Grund für unwichtig befunden wurden.
Diese Schimpf-Tirade war als unterstreichende Reaktion auf diese Merkwürdigkeit gedacht.
  31.01.2012, 09:07
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Die Geschichte hat lediglich bewiesen, das der BfV einer dringenden Umstrukturierung bedarf.
Ich finde im Falle einer Behörde die nachweislich an Morden beteiligt war, sollte man nicht nur von einer Umstrukturierung sprechen - besonders wenn diese + der Einsatz der V-Männer tatsächlich nur der Selbstbeschäftigung dient. Weiterhin bleibt zu klären, ob sich das BfV "zum Schutz der Verfassung" selbst über die Verfassung hinwegsetzen darf.
Zitat von: Felidae
Jedenfalls, wenn er das tatsächlich nicht immer ganz ernst meint, dann sollte er das deutlich machen und nicht erwarten, dass alle anderen es auch richtig verstehen.
Zitat von: Mawell A.F.
Der Grund warum Frauen nichts in der Politik, nicht mal in Diskussionen, zu suchen haben. :3 <--- Smiley überlesen...ganz große Leistung
  31.01.2012, 10:35
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Und den MAD da reinziehen zu wollen und als Ersatz für den BND zu etablieren, das ist ja so, als wolle man die Polizei abschaffen mit dem Hinweis, man habe ja immer noch die Feuerwehr.

Wenn alle Geheimdienste so funktionieren wie der MAD dann gute Nacht. Mit denen hatte ich mal zu tun - die sind die totalen Knalltüten. :spinner:
  31.01.2012, 11:23
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[...]Weiterhin bleibt zu klären, ob sich das BfV "zum Schutz der Verfassung" selbst über die Verfassung hinwegsetzen darf.
Dass eine gewisse Toleranz bei der Arbeit solcher Strukturen zum Schutz einer Demokratie eingeräumt werden muss, finde ich schon angebracht. Derlei fällt ja unter den Begriff der wehrhaften Demokratie.

@Elessar:
Bwahahahahahaha XD
  31.01.2012, 11:38
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