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Gast

Umfrage

Habt ihr Vorurteile gegenüber anderen Kulturen/Religionen/Sekten/Gruppen/usw. ?

Ja.
34 (77.3%)
Nein.
10 (22.7%)

Stimmen insgesamt: 44

Thema: Vorurteile dieser Welt  (Gelesen 7246 mal)

  • Knecht
    • Dunkle Bruderschaft
Ich bin vorurteilsfrei.  :ugly:
  17.06.2012, 17:01
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  • Aspirant
    • Magiergilde
Klappbox
Nicht unbedingt als Vorurteil, aber leider viel zu oft gesehen:
Klappbox
Gruß Moddi
« Letzte Änderung: 17.06.2012, 17:14 von moddi »
  17.06.2012, 17:11
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Cyclops

Den ganzen Post bitte einmal in den Vorurteil Thread, dann haben wir da wieder Stoff zu diskutieren! :D

Von mir aus, dann zitiere ich aber auch die anderen Posts, damit die Unterhaltung nicht verloren geht :P

Herzlichen Glückwunsch.

Dann musst du stark sein, denn die meisten Menschen denken mit Vorurteilen, die sehr ähnlich mit Klischees sind...

http://www.nirn.de/forum/index.php/topic,28475.0.html

Es würde mich sehr stark wundern, wenn du nicht dazu gehörst.

Ansonsten, versuchst du in deinem Beitrag subjektiv oder objektiv zu sein?

Ich nehme die Gratulation nicht an, da ich nicht nachvollziehen kann worauf du damit eingehen willst.
Zumindestens sehe ich da keinen Zusammenhang zu meinen vorigen Post.

Über sowas Natürliches wie Vorurteile sollte man wohl nur diskutieren wenn man selber keine hat.
Jeder Mensch hat aber welche, selbst wenn er es sich nicht eingestehen möchte. :D

Es ist halt die Frage ob es gute Vorurteile sind.
Vorurteile helfen dem Anwender gewisse Situation einzuschätzen und sich dementsprechend zu verhalten.
Ein Rechter hat zum Beispiel grottenschlechte Vorurteile die der Rassenhass mit sich bringt und verhält sich oft dementsprechend unfreundlich und verständnislos gegenüber Menschen die eine andere Abstammung haben.
Dabei übersieht er komplett, dass das auch nur Menschen sind die versuchen über ihre Runden zu kommen.

Ich hab gegenüber Mördern oder Vergewaltigern schlechte Vorurteile.
Was ich wohl auf meine Moral und Ethik zurückführen muss.
Aber solche Vorurteile sind auch nicht unbedingt vorteilhaft, weil es dadurch auch leicht passieren kann, dass ein Unschuldiger in den Bau wandert.
Oder auf dem Stuhl landet... Ist in den USA bestimmt schon mal passiert? (Ich bin jetzt zu faul zum Suchen, deshalb als Frage ausgelegt :P)
Deshalb will ich auch kein Richter sein und hab nicht unbedingt viel Respekt vor solchen Personen.
Genauso hoffe ich, dass ich nie als Geschworener auftreten muss.
Der Einzige über den ich richten möchte, bin ich selbst.
Urteile bilde ich mir aber natürlich schon über andere, sofern ich sie näher kennen lerne.
Die fallen dann meistens auch besser aus als die Vorurteile ;)

Ein Urteil ist der Abschluss einer Verhaltensform gegenüber einem Menschen.
Dadurch weiß man wie man diesem Menschen begegnet.
Solche Urteile sollten wenn möglich immer im Zweifelsfalle für den Angeklagten ausfallen.
Denn ein schlechtes Urteil tut hier oft dem Beurteiler genauso weh wie dem Beurteiltem.
Natürlich können einem andere Menschen in ihrem Verhalten überraschen und ein Urteil ins Schwanken bringen.
Aber wenn man einen Menschen kennt und sich ein Urteil über ihn gebildet hat, dann lässt sich das nur durch rapide Veränderung zurücknehmen.
Ein Urteil ist nicht nur ein starkes Wort, sondern das was man damit verbindet sollte auch stark sein.

Etwas wo man ständig seine Meinungen ändern kann... Na dafür sind ja Meinungen da ^^

Schlechte Vorurteile sind oft ein schlechter Einstieg für Urteile.
Deshalb versuche ich diesen aus dem Weg zu gehen, weil ich mich nachdem ich mich selber gerichtet habe einfach nur total mies fühle.
Sowas passiert aus Reflex.
Ich denke einfach an Begebenheiten und überlege wie ich mich anders verhalten hätte können und welche üblen Vorurteile im Spiel waren und dann hack ich mir ein wenig deshalb im Kopf noch rum.
Manchmal komm ich mir von meinem Gehirn verarscht vor, aber damit muss ich wohl leben...  :sleepy:

Was das mit subjektiv und objektiv betrifft.
Natürlich versuche ich objektiv zu sein, weil man subjektiv gar nicht versuchen braucht zu sein.
Irgendwo packt jeder Mensch seine eigenen Ansichten bzw. das was er gelernt hat bzw. das was er glaubt zu wissen mit rein und damit wird sowas subjektiv.
Beispielsweise hab ich auch geglaubt, dass das Video was ich in dem zitierten Thread gepostet habe kein Fake ist.
Wäre ich objektiv gewesen, hätte ich recherchiert und wäre daraufgekommen, dass es nicht wirklich einen "Zocker" zeigt, weil es eben ein Fake ist.
Wirklich objektiv ist man in meinen Augen nur, wenn man etwas aus mehreren Blickwinkel betrachten kann.
Jeder Blickwinkel wird zwar seine eigene Subjektivität haben, aber die Gesamtheit dieser Blickwinkel ergeben ein relativ objektives Ganzes.
Bedeutet also, dass man für Objektivität viel Persönlichkeit braucht.
Wohl gerade soviel, dass man nicht an Schizophrenie leidet  :ugly:
« Letzte Änderung: 30.12.2012, 16:34 von Cyclops »
  30.12.2012, 14:20
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  • Skelett-Krieger
    • Untot
@Oynox, Cyclops

Ihr habt beide Recht. Denn so wie ich das sehe, argumentiert ihr von verschiedenen Definitionen des Wortes "Vorurteil" aus.

Cyclops scheint von einer eher wissenschaftlich orientierten Begriffsdefinition auszugehen, während Oynox die eher negativ geprägte Bedeutung aus dem normalen Sprachgebrauch meint.

Wissenschaftlich betrachtet gehören Vorurteile (engl. Preconceptions, eher als "Vorverständnis" zu übersetzen) zu den lebensnotwenigen Mechanismen, mit denen wir Menschen uns in unserer komplexen Umwelt zurechtfinden können. Hierbei handelt es sich um frühzeitig erworbenes oder angeborenes Wissen über Zusammenhänge in der Welt, die wir auf alle Objekte der gleichen oder ähnlichen Art übertragen. Dies geschieht automatisch und ist uns meistens gar nicht bewusst.

Ich fasse Herdplatte an -> Schmerz -> Herdplatten fasst man besser nicht an

Das ist ein allgemeingültiges Prinzip, das auch dann noch Bestand hat, wenn die Dinge komplexer werden.

Viele Menschen glauben ja, dass Menschen grundsätzlich mit einer Angst vor fremden Dingen auf die Welt kommen. Das stimmt aber so nicht. Vielmehr übertragen Kinder die anfängliche Liebe und Fürsorge der Eltern automatisch auf ihr Umfeld. Das kann man teilweise bei sehr wohlbehüteten Kindern noch bis zum Alter von 5-6 Jahren sehen, die sehr offen und Vertrauensseelig fremden Menschen gegenüber sind. Erst wenn sie in den Kindergarten kommen, machen sie die Erfahrung, dass nicht alle Menschen so lieb sind wie Mama und Papa.

Auch hier leitet sich die erworbene Regel ab:

Ich begegne Fremden -> Fremder ist gemein -> Bei Fremden besser misstrauisch sein

Was wir so im Kindergarten oder auf dem Spielplatz durch dumme Kinderstreiche gelernt haben, begleitet uns ein Leben lang und bestimmt im Erwachsenenalter, wie wir uns Fremden und Herdplatten gegenüber verhalten. In der Regel ist das auch gut so, denn diese Mechanismen bewahren uns vor vielen Fehlern. Aber manchmal haben sie eben auch unerwünschte Nebenwirkungen.

Es ziehen immer mehr Fremde in die Gegend -> Ich werde immer misstrauischer -> Ich fühle mich hier nicht mehr wohl

Hier kommen wir zu dem Teil der Vorurteile, den Oynox vermutlich gemeint hat und der als Begriff in der Öffentlichkeit negativ besetzt ist. Menschen, die andere Menschen aufgrund ihrer Andersartigkeit verurteilen ohne sie wirklich zu kennen.

Ich denke auch, wie Cyclops, dass niemand ehrlich von sich behaupten kann, keine Vorurteile zu haben. Wir alle ziehen zeit unseres Lebens Rückschlüsse aus Erfahrungen und wenden sie auf ähnliche Situationen an. Der Punkt, der uns voneinander Unterscheidet ist wohl eher, wie wir damit umgehen. Ob wir uns aktiv daraufhin prüfen oder nicht.

Manche Menschen leben ihre Vorurteile ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden. Besser wäre es sicher, wenn man sich selbst und seine Reaktionen immer wieder hinterfragt, nach dem Motto "Äh, war das jetzt vielleicht ungerechtfertigt?" Es ist keine Schande, sich selbst bei einem Vorurteil zu ertappen. Die schlimmsten Fehlbaren sind jene, die sich für Unfehlbar halten. ;)

- Hanrok
« Letzte Änderung: 30.12.2012, 16:42 von Hanrok »
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  30.12.2012, 16:24
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