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Thema: Wem kann man noch trauen?  (Gelesen 3820 mal)

  • Schildknappe
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Dieser Thread wird eventuell ziemlich provokativ auf die meisten wirken, vielleicht zu Konflikten führen! Aber es ist mir wichtig diesen Gedanken mit anderen zu teilen.
Warum ich das möchte ist, weil ich wissen will, ob andere vielleicht auch so denken wie ich oder den Gedanken für total verwerflich halten - vielleicht bin ich auch verrückt!
Nunja, um zum Thema zu kommen...

Medien, Politiker, die Freie- o. Soziale Marktwirtschaft (Ums allgemeiner zu sagen: Das Menschenbild des Homo Oeconomicus) haben mich und meine Fähigkeit anderen zu Vertrauen über all die Jahre komplett abgestumpft.
Vor allem durch das Internet ist das wahrscheinlich noch mehr begünstigt worden. Man ließt etwas und muss sich ersteinmal fragen: Kann das sein? Klar, genau so sollte es sein! Aber irgendetwas ist da doch faul?!
Wenn ich heute die Lehrbücher aus der DDR lese, vor allem die politisch belasteten, so weiß ich gleich "Der größte Teil ist doch nur Beschönigung des Kommunismus; also das Verschweigen der Nachteile und das Hervorheben der Vorteile". Aber wie kann ich sicher sein dass das heute nicht anders ist? Im Wirtschaftsbuch der gymnasialen Oberstufe von heute bspw. stand nichts anderes, wenn ich ehrlich bin (nur eben über die Soziale Markwirtschaft). Da stand wie toll die SMW ist und dass für jeden gesorgt wird, aber trotzdem immer der Wettbewerb aufrecht erhalten wird! Hach, wie toll! Erst unsere Lehrerin hatte uns auf andere Gedanken gebracht und uns so manchen Nachteil der SMW gezeigt der der Lehrplan wohl verschwiegen hätte. Egal, die Wirtschaft ist hier nicht mal das schlimmste, meiner Meinung nach.
Schauen wir doch mal in die Politik. Ich weiß, eigentlich war es nie anders. Die Politiker. Sagen sie würden das Volk vertreten, aber eigentlich wollen sie am Ende, nach ihrer Amtszeit, irgendwo in irgendeinem Vorstand eines reichen Energiekonzerns oder ähnlich mächtigen Unternehmen sitzen. Oder eben, um es historisch zu verallgemeinern, irgendwie ihre Macht ausweiten. Denn es geht schließlich immer nur um Macht. Wieso sollte ich denen vertrauen? Ich habe keinen Grund, denn schließlich sind doch alle Menschen, da kann man sagen was man will, von natur aus egoistisch.
An der Börse wird gefuscht wie eh und je, oder vielleicht nicht? War die Finanzkrise vielleicht geplant? Blah, blah!
Gab es die Schweinegrippe überhaupt? Oder war das nur eine Erfindung der Pharamkonzerne? (Bitte antwortet jetzt nicht auf die Fragen, es geht, wie ihr hoffentlich erkannt habt, um etwas größeres)
Ich weiß, sicherlich klinge ich für euch jetzt wie ein totaler Spinner, ein Verschwörungstheoretiker...

Aber versucht mich zu verstehen!
Stellt euch die Frage: Wem könnt ihr da draußen schon trauen?
Wenn ihr das könnt, dann sagt mir wie ihr das schafft! Auf gut Glück?

Ich für meinen Teil kann nur meiner Familie und meinen engsten Freunden trauen.
Nicht mal dem Pizza-Boten traue ich. Wer weiß vielleicht ist er paranoid und steht kurz davor Amok zu laufen?

Macht euch 'nen Kopp' !


(Alles was ich geschrieben habe soll provozieren. Denkt bitte nicht ich sei so dämlich tatsächlich zu denken es gäbe niemandem dem man vertrauen könne. Ich will hier vor allem die Jugend auf etwas bringen, was ich für sehr wichtig halte. Werd's irgendwann posten, wenn sich genug Leute hier ausgetobt haben! Wahrscheinlich kommt die Antwort von selbst.)
Cheers,
The Godfather
  14.08.2012, 20:34
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Ich vertraue kaum mehr jemandem. Wenn es überhaupt Menschen gibt, denen ich voll und ganz vertrauen könnte, wären das meine Eltern.

Man gewöhnt sich dran.
  14.08.2012, 20:58
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  • Schildknappe
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Ich vertraue kaum mehr jemandem. Wenn es überhaupt Menschen gibt, denen ich voll und ganz vertrauen könnte, wären das meine Eltern.

Man gewöhnt sich dran.

Mach's dir vielleicht mal nicht so einfach. ;)

Was bringt dich dazu niemandem zu trauen? Sind es die gleiche Gründe wie ich sie genannt habe?
Denkst du nicht das du durch dieses Misstrauen einen Teil deiner sozialen Kompetenz und wirtschaftlichen Potenz verlierst? :P
Oder vertraust du bei Spekulationen nur auf dich selbst? (Egal in welchem Bereich)
Cheers,
The Godfather
  14.08.2012, 21:06
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  • Skelett-Magier
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Jep, durch dieses Misstrauen verliere ich auf jeden Fall soziale Kompetenz, wie es aber mit wirtschaftliche Potenz ausschaut, bin ich mir nicht sicher. Was Spekulationen angeht... es ist schwer gänzlich neue Spekulationen zu entwerfen, die nicht vollkommen hirnverbrannt sind. Und deshalb denke ich, dass man sich bei Spekulationen immer auf irgendwelche anderen Meinungen stützt.

Und warum ich nur noch wenigen Menschen vertraue? Weil ich eine verkorkste Weltansicht habe und an das Böse im Menschen glaube.

Ich habe 3 sehr gute Freunde. Erzählen tue ich aber keinem alles, weil ich keinem vollends vertraue. Wieso denn auch. "Wissen ist Macht", sage ich nur...
« Letzte Änderung: 14.08.2012, 21:33 von Oynox Slider »
  14.08.2012, 21:30
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Es gibt nur einen Menschen, dem man vertrauen kann:

Todd Howard.
Also, um jetzt mal klarzustellen:
Die PC-Spieler raubkopieren alle und sind selbst Schuld, dass sie Konsolenports kriegen.
Die Konsolenspieler kaufen sich massenweise seichte Kost und abgeflachte RPGs, aber die Entwickler sind Schuld am Abflachen? Ok.
Ja klar sind die Spieler schuld am Abflachen von Spielen wie Skyrim, denn die Gamer entwickeln ja schließlich das Spiel. Logik fail.
  15.08.2012, 03:12
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Es gibt nur einen Menschen, dem man vertrauen kann:

Todd Howard.

lol!

Interessanter Thread!

Tatsächlich teile ich Deine Eindrücke.
Vertrauen kann man grundsätzlich nur den Leuten, die im direkten Verhältnis zu einem stehen und so - im Prinzip - mit einer Sanktion rechnen müssen, wenn sie jemandes Vertrauen missbrauchen.
Für "Übergeordnete" bzw. "Außenstehende" wie eben Politiker oder Großunternehmer sind "Menschen" nicht mehr als Nutzvieh, das wirtschaftliche Leistung erbringt und hoffentlich einen größtmöglichen Anteil davon in andererleuts Hälser wirft > Steuern, Konsum, etc.
Dass man als normaler Bürger nichts zählt, ist im Grunde aber nichts neues. Allerdings entwickelt sich das in meinen Augen immer weiter.
Ein nettes Beispiel sind die Beamten, die sich an einem Topf großzügig bedienen, zu dessen Füllung sie in keinster Weise beitragen.
Verwaltung schafft nicht, sondern verwaltet nur. Komisch, dass dann gerade diese Nichtsschaffer die dicksten Pensionen haben?! :D
  15.08.2012, 08:33
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Abgesehen von Todd Howard kann man tatsächlich niemandem wirklich voll vertrauen. Auch nicht den Eltern oder dem Partner, bisweilen nichtmal sich selbst.

Das liegt daran, daß alles Handeln jedes Menschen auf seinen eigenen Vorteil bezogen ist. Alle Menschen, ausnahmslos, sind Egoisten. Natürlich, nicht jeder Vorteil ist offensichtlich. Was hat zum Beispiel der, der fleißig spendet davon? Dankbarkeit der Empfänger und Anerkennung bei seinesgleichen und dem Pöbel.

Man könnte meinen, Geld sei in modernen Zeiten die treibende Kraft. Falsch gemeint, seit der Mensch sich körperlich vom Affen separiert hat (mental sind viele noch nicht so weit), wird er nur von Eitelkeit und Wahn getrieben. Eitelkeit, dem zwanghaften Verlangen, sich in irgendeiner Form vor sich selbst, seinesgleichen und fiktiven Entitäten zu profilieren. Sei es durch Reichtum, Gnade, Popularität (Klassenclown), Sadismus (-> Macht), Anpassung, jeden Trend mitzumachen, Statussymbole (z.B. die Bumse, deren Erwähnung meist einen kleinen Kotwind auslöst) uvm.
Wahn, das zwanghafte, widernatürliche Verlangen, das nicht auf Eitelkeit basiert und bisweilen selbstzerstörerische Züge annimmt. Wahn ist der Zustand, in dem man sich selbst nicht mehr vertrauen kann.

Eitelkeit an sich ist nichts schlimmes, sondern ganz natürlich. Schlimm, geradezu verwerflich wird es dann, wenn die eigene Eitelkeit anderen zum Nachteil gereicht. Wenn Bankangestellte Rentnern Bausparverträge verkaufen (...müssen um keinen Ärger zu bekommen). Wenn ein Bundeskanzler mit Russland eine Pipeline durch die Ostsee legt, damit Polen keine nach Norwegen legen kann, weil Unterseepipelines sich scheinbar nicht kreuzen dürfen, und später im Vorstand eines russischen Ölriesen hockt. Wenn ein Taliban sich und andere in die Luft jagt, um sich vor seinem Gott und seinesgleichen zu profilieren. Wenn ein amerikanischer Präsident einen Krieg vom Zaun bricht, weil Papas Freunde irakisches Öl wollen. Wenn Sportfischer lebende Hunde als Köder für den Haifang benutzen. Wenn amerikanische Privatfirmen über das finanzielle Schicksal ganzer Staaten entscheiden.

Die Plage, das ultimativ Böse, das uns momentan bedroht sind nicht die Taliban, China, Apple oder Mitt Romney, es ist die Börse. Geschaffen als Plattform um Firmenanteile zu verkaufen, ist sie ein Sumpf geworden in dem Geld gedruckt und verbrannt wird. Wo die Ersparnisse der Anleger auf den Kopf gehauen werden, wo Firmen mit vollen Auftragsbüchern durch sinkenden Aktienkurs zugrunde gerichtet werden.


Aber zurück zum Thema. Vertrauen muss man definieren. Welches Vertrauen ist gemeint?
Wenn es um Geld geht, kann man eigentlich niemandem vertrauen. Weder Banken das sie einen korrekt bezahlen, noch Firmen, das sie bei hochvolumigen Aufträgen die Rechnung voll bezahlen.
Genauso wenn es um persönliche Daten geht. Vertraue ich Facebook, Google und Konsorten, das sie meine Daten gewissenhaft schützen? Tätä, tätä, tätä, Tusch! Der war gut.
Und politisch? Kann man den Regierungsmittgliedern vertrauen, gewissenhaft und nur zum Vorteil des Volkes zu entscheiden? Kein Stück, hat mal jemand beobachtet wie momentan Entscheidungen getroffen werden? Der Parteivorstand diktiert, die Abgeordneten haben dafür zu stimmen. Wer sich enthält oder gar gegen die Partei stimmt wird aus dem Amt gemobbt. Und brisante Entscheidungen werden auf ein Wochenende gelegt, wo die meisten Abgeordneten bei der WM sind und die Anwesenden möglichst schnell nach Hause wollen. Wir werden auf Bundesebene momentan nicht demokratisch, sondern von einer Vorstandsdiktatur regiert.

Aber ich glaube der OP meint ein anderes Vertrauen, ein persönliches.
In der Tat sollte man vorsichtig sein, wem man was erzählt, auch oder insbesondere innerhalb eines geschlossenen Freundeskreises. Da wird getuschelt was das Zeug hält. Auch wenn man etwas unter der Voraussetzung der Verschwiegenheit verraten hat.
Bisweilen tuschelt gar der eigene Partner, allerdings sollte man sich dann überlegen ob das der richtige Partner ist, oder ob man sich nicht von dessen Äußerlichkeiten hat blenden lassen.
Und wenn es um Geld geht, hört bei den meisten die Freundschaft auf. Ist auch richtig so, denn wie oft hört man das jemand einem Freund Geld geliehen hat und das nicht wieder bekommt.
Und die Eltern? Nun, wenn man nicht gerade aus einer desolaten Familie kommt, wird man seinen Eltern wohl in der Tat am meisten trauen können. Nur hat nicht jeder das Glück, vertrauenswürdige Eltern zu haben.
Und man selber? Nur das Offensichtliche betrachtend würde man sagen, das man sich selbst sehr wohl vertrauen kann. Man kennt die Wahrheit bereits, ist bei seinen Handlungen auf den eigenen Vorteil bedacht und hat einen natürlichen Selbsterhaltungstrieb. Aber halt, man mag die Wahrheit kennen, doch will man sie bisweilen nicht wahr haben, ignoriert sie oder handelt wider besseren Wissens. Mal weil die Eitelkeit über die Vernunft siegt, oder der Wahn es gebietet.
Nehmen wir nur mal Bulemie als Beispiel. Aus der Wahnvorstellung, immer dünner sein zu müssen, wird sich falsch ernährt, Nahrung wird gewaltsam unverdaut ausgeschieden, die Wahrheit wird wissentlich ignoriert, weil der Wahn einer falschen Eitelkeit, stärker ist als die Vernunft.
Ein anderes Beispiel sind Phobien. Nehmen wir Höhenangst. Trotz des Wissens, das man in Sicherheit ist, ist die Wahnvorstellung in akuter Gefahr zu sein größer als die Vernunft, als das Wissen, das man durch den Panzerglasboden des Fernsehturms nicht hindurchfallen kann. Das die Treppe aus Gitterrost von Profis ausgelegt und gebaut wurde, das man im Klettergarten angeseilt ist. Das führt von Begleiterscheinung der Angst wie einem flauen Gefühl und schwitzigen Händen bis zu Panikausbrüchen und Paralyse.
Ein weiteres Beispiel ist das so genannte Modebewustsein. Obwohl die Kleidung und Accessoirs die man besitzt technisch vollkommen in Ordnung sind, wird mit Aufkommen eines neuen Trends bisweilen eine komplett neue Garderobe gekauft. Für jeden Anlass. Aus dem Bedürfnis heraus, immer aktuell zu sein und das allen zu zeigen.
Auf Statussymbole muss ich wohl nicht weiter eingehen.
Das führt gar zu selbstzerstörerischem Verhalten und Selbsthass als Resultat der Wahnvorstellung, den Ansprüchen der eigenen Eitelkeit nicht gerecht werden zu können.

Letzten Endes lässt sich also die Frage, wem man noch trauen kann pauschal nur damit beantworten, das man niemandem trauen kann. Auch nicht Todd Howard.


-> Beamte. Es wäre wohl ein überflüssiger Verwaltungsaufwand, Beamte mit öffentlichen Mitteln zu bezahlen, um davon wieder Steuern in die öffentlichen Mittel zurückfließen zu lassen, oder?
  15.08.2012, 09:31
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Ich weiß, sicherlich klinge ich für euch jetzt wie ein totaler Spinner, ein Verschwörungstheoretiker...

check

Ich für meinen Teil kann nur meiner Familie und meinen engsten Freunden trauen.

Nicht mal dem Pizza-Boten traue ich. Wer weiß vielleicht ist er paranoid und steht kurz davor Amok zu laufen?


moment, der Pizza Bote ist paranoid?



(Alles was ich geschrieben habe soll provozieren. Denkt bitte nicht ich sei so dämlich tatsächlich zu denken es gäbe niemandem dem man vertrauen könne. Ich will hier vor allem die Jugend auf etwas bringen, was ich für sehr wichtig halte. Werd's irgendwann posten, wenn sich genug Leute hier ausgetobt haben! Wahrscheinlich kommt die Antwort von selbst.)


bitte erleuchte mich und die jugend. bitte.
..___..
 {o,o}
 |)__)
 -"-"-8
O RLY?
  15.08.2012, 14:02
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@MorpheuZ
Okay, wir kommen zum gleichen Schluss, wie wahrscheinlich jeder der sich darüber Gedanken macht. Wie Templer zum Beispiel auch, der aber scheinbar nichts anderes im Sinn hat als das ganze ins Lächerliche zu ziehen. Egal, werd da gar nicht weiter drauf eingehen.
Um deine Frage zu klären oder deine Vermutung: Ich habe nicht nur das persönliche Vertrauen gemeint, wenn du damit das Vertrauen zu den Menschen meinst die sich im direkten Umfeld befinden, sondern auch die von dir genannten anderen Ebenen. Also Politik, usw.
Danke übrigens, du hast mich um einige Informationen bereichert :)

Wie ist denn deine Einstellung im Leben? Verstraust du wirklich niemandem oder (und das denke ich eher) lebst du mit der Angst niemandem vertrauen zu können?


@Templer
Keine Ahnung ob ich dazu Lust habe, wenn du meine Intention nicht verstehst oder nicht bereit bist es zumindest zu versuchen.
Und keine Sorge, ich erleuchte hier niemanden, der resultierende Gedanke ist schließlich ziemlich einfach.
Aber ich bin mir sicher das sich nicht jeder dessen bewusst ist.
Cheers,
The Godfather
  15.08.2012, 14:26
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Ich traue jedem so weit, wie es sinnvoll ist.
Meiner Freundin vertraue ich weit mehr an, als meinen Kollegen (hochdeutsch: Mitarbeiter) oder dem Postboten.

Mir ist zwar klar, das jeder mich hintergehen könnte, das aber gleichzeitig die Wenigsten das tun. Ein Flugzeug kann auch abstürzen, das tun aber die Wenigsten. Wer in ständigem Misstrauen lebt, immer penibel das Wechselgeld nachzählt und seinem Partner einen Privatdetektiv hinterherschickt, hat nichts vom Leben.

Dabei wird man laufend mit Vertrauensbruch, egal ob groß oder klein konfrontiert. Der Kollege der bestätigt, es gehe ihm gut, obwohl er drein schaut wie sieben Tage Regenwetter, ist ein ziemlich harmloses Beispiel. Kleine Lügen gehören zum Alltag für viele Menschen, und sind wohl auch nicht weiter schlimm. Gefährlich wird es erst dann, wenn Leute anfangen verantwortungslos zu lügen. Finanzberater die das Risiko der Anlage eines Laien-Aktionärs herunterspielt. Ein Mitarbeiter der einen schweren Fehler verschweigt welcher erst beim Kunden auffällt.


Wo wir bei Verantwortung sind. Mir kam heute zu Ohren, das ein deutscher Kochgeschirrhersteller Insolvenz angemeldet hat. Die Pleite ist auf den 31. datiert. Was machen der Chef und der Insolvenzverwalter? Fahren beide bis zum 27. in Urlaub.
In einer Personengesellschaft wäre das undenkbar. Aber in einer Kapitalgesellschaft haftet der Vorstand für nichts. Völlige Verantwortungslosigkeit, gesetzlich legitimiert.
  15.08.2012, 16:08
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Interessantes Thema. Der TE hat ja an sich schon jede Menge an Ebenen "angerissen", auch wenn er keine näher ausgeführt hat.

Politik ist z.B. eine Sache für sich. Wenn man mal die Möglichkeit hat, zumindest ein wenig "hinter die Kulissen" zu blicken, kann man manchmal einfach nur staunen. In (zumindest höheren) Wirtschaftskreisen ist das wahrscheinlich nicht anders. Allerdings sind diese "Sphären" ja in der Regel recht weit von einem entfernt, sodass mir nicht im Traum einfallen würde, jemandem weiter zu trauen, als dass man ihn sieht.

Das gilt eigentlich für sämtliche Personenkreise, die man nicht "näher kennt". Der Mensch ist nach meiner bescheidenen Erfahrung ein durch und durch egoistisches Wesen, sucht als in allem, was er tut, seinen persönlichen Vorteil. Dazu kommen weitere, ich nenne es mal "gesellschaftliche Ströme", beispielsweise den eher im ländlichen Raum beheimateten "Dorftratsch", aber auch sämtliche anderen Formen der Diffamierung bis hin zum Mobbing. "Wissen ist Macht", hat Oynox Slider weiter oben ganz treffend geschrieben. Je mehr ich von mir preis gebe, desto angreifbarer - und abhängiger - bin ich. Aus dieser "Erfahrung" heraus scheint mir nicht sinnvoll, Personen zu vertrauen, die ich nicht kenne. Wobei "kennen" hier mehr bedeutet wie "ich weiß, wer das ist".

Vertrauen baut sich (denke ich) mit der Zeit auf. Aus persönlichen Erlebnissen / Erfahrungen (es ist zwar befremdlich, als 25jähriger mit dem Wort "Erfahrung" zu hantieren, aber ihr wisst schon, was ich damit meine...) mit einer anderen Person. Oder/und aus gewissen sozialen Verhältnissen, etwa Mutter oder Freundin. Das wird wohl bei den meisten Menschen so sein. So hat man etwa als Kind gegenüber Verwandten ein gewisses Grundvertrauen, was durch gute Erfahrungen mit jemanden noch verstärkt, andersrum durch schlechte Erfahrungen schnell ins Gegenteil umschlagen kann (das ist dann das sog. "scharze Schaf", von denen ich nebenbei bemerkt eine kleine Herde habe... vielleicht bin ich deshalb etwas negativ zu diesem Thema eingestellt?).

Aber ich bemerke gerade beim Schreiben, dass es eigentlich kaum möglich ist, innerhalb eines Beitrags wirklich umfassend auf alles einzugehen, was einem so in den Sinn kommt. Möglicherweise kann ja der TE etwas präzisieren, worauf er hinaus will?


Ein nettes Beispiel sind die Beamten, die sich an einem Topf großzügig bedienen, zu dessen Füllung sie in keinster Weise beitragen.
Verwaltung schafft nicht, sondern verwaltet nur. Komisch, dass dann gerade diese Nichtsschaffer die dicksten Pensionen haben?! :D

Mal wieder ein Thema für mich :) Falls du da wirklich Interesse an einer ernsthaften Diskussion hast, erklär mir das doch nochmal etwas genauer. Ich würde das allerdings gerne per PN machen, um diesen Thread nicht mit offtopics zuzumüllen.

"Wer immer nur das tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist."
Dr. Reinhard K. Sprenger (*1953)
  16.08.2012, 11:36
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Godfather hat ja schon weiter oben geschrieben, das er alle Ebenen des Vertrauens meint, wobei man halt nur pauschale Antworten geben kann. Würde ich einen bestimmten Abgeordneten persönlich und auf freundschaftlicher Basis kennen, und dadurch auch die Sichtweise der Abgeordneten, würde ich sicher diesem bestimmten Abgeordneten mehr trauen, auch in politischer Sicht, als mein pauschales Misstrauen gegen alle Machthabenden.


Ich würde es vorziehen, wenn ihr die Beamten-Diskussion öffentlich führt ;)
  16.08.2012, 13:45
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  • Schildknappe
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@ Beamten Topic
Ich auch!
Ich glaube ihr habt das ein bisschen falsch verstanden, der Thread soll die Frage nicht klären, die ich als Titel gewählt habe (Tut mir Leid, hätte ich besser kenntlich machen können).
Der Titel dient nur als Anstoß!
Also wäre das Thema mit den Beamten gar nicht Off-Topic, es passt sogar ziemlich gut zu dem worauf ich hinaus will! (Das werde ich dann auch mal im folgenden erläutern)


@Topic
So, ich werd euch jetzt versuchen das zu erklären was ich oben angedeutet habe. Dabei möchte ich vorab darauf hinweisen dass ich keinesfalls denke dass ich damit irgendetwas neues sage oder glaube irgendjemanden belehren oder (Wie schon angenommen wurde) "erleuchten" zu können. Wie gesagt, werden die meisten das sogar selbst wissen. Okay, genug palabert.

Wenn wir all' das zusammentragen was wir hier geposted haben, kommen wir eindeutig zu dem Schluss dass es gänzlich fragwürdig ist, allen zu trauen. Ist klar. Aber wir kommen auch zu dem Schluss dass es fragwürdig ist Menschen zu trauen die sich in unserem näheren Umfeld befinden oder sogar denen die es tun! Stellt man sich wirklich die Frage wem man trauen kann, kommt man letztendlich zu der Antwort "Niemandem" und sogar (Den Gedanken von MorpheuZ fand ich sehr interessant) nicht einmal sich selbst! Denn auch wir sind geleitet "Instinkten", die wir selbst kaum beeinflussen können, ums grob wiederzugeben.
Aber wenn das alles so klar ist, wäre es dann nicht besser abgeschieden von allem zu Leben? Natürlich nicht. Gezwungener Maßen müssen wir also vertrauen. Denn jede Kultur beruht auf Vertrauen. Ohne Vertrauen gäbe es keine Kultur (?).
Und jetzt kommt der springende Punkt:
Wäre es nicht besser wenn man mehr gewillt ist anderen zu vertrauen? Oder eventuell allen zu vertrauen? Natürlich setzt das vorraus dass andere ebenso handeln oder besser gesagt jeder so handelt.
Denn ich habe mir die Frage gestellt, ob es nicht sein kann, dass jedem Konflikt ein Vertrauensbruch oder fehlendes Vertrauen zu Grunde liegt. Wichtig hierbei ist das man beachten muss dass ich Konflikte die auf Egoismus basieren ausschließe. Denn jeder Streit beruht meiner Erfahrung nach auf einer der beiden Sachen. Wobei das Vertrauen dem Egoismus zum Opfer fällt. Denn der Mensch scheint durch seinen Egoismus gar nicht fähig zu vertrauen. Aber wie kann es sein dass wir uns trotzdem so entwickeln konnten? Waren wir naiv genug? Oder wird der Tag kommen an dem wir uns auf Grund mangelnden Vertrauens alle aufgeben werden? Ich meine ja.

Viel Spaß beim zerpflücken, ich hoffe sehr auf Kritiken die nicht allzu spöttisch sind.
« Letzte Änderung: 16.08.2012, 16:46 von The Godfather »
Cheers,
The Godfather
  16.08.2012, 16:43
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Man muss schon differenzieren. Die Aussage das man niemandem wirklich trauen kann ist zwar richtig, aber nur wenn man nach dem Extrem fragt: Gibt es jemandem, dem man immer vertrauen kann? Die Antwort ist Nein. Aber die Frage ist nicht alltagstauglich.
Dann müsste sie lauten: Kann man im Alltag seinen Mitmenschen trauen? Die Antwort ist Ja. Denn nur weil jemand das in ihn gesetzte Vertrauen missbrauchen kann, heißt das nicht das er es tut. Im Gegenteil, man ist in der Regel bemüht, mit anderer Leute Vertrauen verantwortungsvoll umzugehen.

Der Grund dafür liegt in der Natur der Eitelkeit. Man will vor anderen gut da stehen und einen schlechten Ruf vermeiden. Natürlich ist die Eitelkeit auch Auslöser für Vertrauensbrüche. Gerade bei Gruppen von Jugendlichen kann es vorkommen, das insbesondere unter den männlichen Exemplaren ein ausgeprägtes Balz- und Imponierverhalten auftritt. Jeder versucht besonders stark von den anderen rüber zu kommen, und da ist es auch recht, Unbeteiligte herhalten zu lassen. Während bei den Weibchen das Verhalten nach Außen hin eher friedlich ist. Lediglich innerhalb der Gruppe findet ein permanenter Kampf statt, die größte Schlampe zu sein, und sich so den Platz als Bumse des Leitmännchens zu sichern.

Aber vom Abschaum mal abgesehen, kann man den Leuten, mit denen man gewöhnlich zu tun hat in der Regel so weit vertrauen, wie es der Kontakt den man hat vorgibt.

In der Praxis heißt das, das ich davon ausgehe, das mein Gegenüber zumindest für die laufende Interaktion vertrauenswürdig ist, sofern das nicht offensichtlich nicht der Fall ist. Und ich glaube was man mir sagt, solange kein Gegenbeweis oder die Vernunft etwas anderes gebieten.
Am Beispiel des missmutig drein blickenden Kollegen, der "Wie gehts?" mit "Gut" beantwortet heißt das, das es ihm zwar vermutlich nicht gut geht, er aber zumindest von sich aus nicht darüber reden will, und vertraut dem Fragenden wiederum, das der die offensichtliche Lüge ignoriert.
Andererseits vertraut er womöglich auch, das jemand mit dem er enger bekannt ist, vielleicht nachfragt, weil es vielen leichter fällt über Probleme zu sprechen, wenn sie gefragt werden.
Ein weiteres Beispiel ist, wenn das Gerücht umgeht, A und B hätten miteinander geschlafen, aber beide sagen, das stimmt nicht. Viele sind dann geneigt zu sagen, ihnen zu glauben, insgeheim aber dem Gerücht glauben. Warum mag das so sein? Womöglich, weil ein Gerücht unabhängig von der tatsächlichen Meinung der Mehrheit, als allgemeine Gruppenwahrheit angesehen wird, und Abweichungen davon der eigenen Reputation nicht zuträglich sind.
  16.08.2012, 18:33
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Was bringt es bewusst misstrauisch durch den Tag zu leben? Geschieht dies überhaupt bewusst oder geht das unbewusst ab weil manch Charakter mit der Zeit so geeicht wurde?
Eine Misstrauenskrise, das zeigt ua. auch die Euro Krise und die Daten vom Interbankenmarkt, die Geldinstitute glauben nicht den anderen. Das Misstrauen ist natürlich nur ein Puzzle von vielen.

Wem, was und um wie viel kann man den Dingen noch vertrauen?
Es geht wohl den meisten Deutschen so, was oben politisch (fernab von Kommunalpolitikern) geschieht und beschlossen wird, dem wird misstraut oder es wird zumindest kritisch betrachtet und da reihe ich mich ganz gar dazu. Ein simples Beispiel welch faule Eier von unseren Politikern und der Energiewirtschaft aufgetischt werden sieht man bei "EEG mache den Strom für die Bürger unnötig teurer".
Die Energiewirtschaft verschweigt dabei das vorallem Sonnenstrom den Preis an der Strombörse drückt, der Grundlaststrom wurde laut IWR anhand der Daten der Strombörse um 10% günstiger, Spitzenlaststrom um 10,9%. Die Großabnehmer werden sich wahrscheinlich vor Lachen und Freude auf dem Boden rollen.
Die Politik verschweigt das die Berechnungsgrundlage für EEG, wo die Differenz der Strombörse und dem Vergütungssätzen immer größer wird - da eben Strom billiger wird, wird es für uns teuer. Anrühren will die Politik dies offensichtlich nicht. Lieber wird gedeckelt und gestrichen beim Zubau von Erneuerbaren Energien.
Die Politik verschweigt das die Großindustrie, die ohnehin den günstigeren Strom über die Strombörse beziehen können von der EEG Teilnahme ausgenommen wird. Die Industrie, die viel Strom produziert bekommt noch günstiger Strom, die Zeche zahlen die Bürger.
Die Politik wird verschweigen das die Forcierung auf Offshore-Windparks den Bürgern auch teuer zu stehen kommt, wir bürgen dort ua. mit unbegrenzte Haftung bei dortigen Ausfällen und fehlenden Netzanschluss. Netzbetreiber müssen z.B. maximal 20% haften und auch nur wenn sie die Probleme vorsätzlich und grob fahrlässig verursacht hätten.

Ein Beispiel (weitere gibt es ganz klar, die Arbeitslosenzahlen, der Arbeitsmarkt, die Euro Krise) welch faules Ei uns da aufgetischt wird.
Vor allem in Anbetracht dessen das beim Statistikamt (Destatis, Strombörse ect.) die wahren Zahlen (wenn auch manchmal versteckt, z.B. bei der Deutschen Bundesbank) zu finden sind.
« Letzte Änderung: 16.08.2012, 21:08 von Aruhn »
"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin? Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!"
"Einen Staat, der mit der Erklärung, er wolle Straftaten verhindern, seine Bürger ständig überwacht, kann man als Polizeistaat bezeichnen." Ernst Benda (ehem. Präsident Bverfg)
  16.08.2012, 21:06
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@Godfather: Deine "Provokation" wäre schön gewesen, wenn Du sie vorher nicht schon als Provokation deklariert und dabei nicht auch noch zu sehr mit dem erhobenen Zeigefinger rumgefuchtelt hättest...

Aber nun gut. Die Quintessenz ist für mich allzu philosophisch... ich sag Dir mal wie ich es sehe:

Ich vetraue meinem kompletten direkten Umfeld... zumindest bald - dann nämlich, wenn ich in ... hoffe mal spätestens 8-10 Jahre (sobald ich meine Kinder für diese Welt einigermaßen vorbereitet habe) als Eremit irgendwo in der Einöde, ... Polen, Rumänien... Schweden sind zuviele Mücken... den Rest meines Lebens verbringen werde (aktueller Stand doch nicht als Eremit... Frau würde mitgehen!).

Aktuell fängt Vertrauen am Frühstückstisch an - in der Familie - dann gehts raus vor die Haustür... und da sind gerade mal 2 Nachbarn, denen ich in Abwesentheit vertraue auf unser Haus aufzupassen und die Post zu sammeln. Dann steige ich ins Auto... und dann ist auch Schluss mit dem Vetrauen!
Ich fahre defensiv - vetraue auf keinem seine Kenntnisse der Vorfahrtsregeln, oder Auffassungsgabe der Geschwindigkeitsbeschränkungen... das geht den Tag über so weiter... zum "Glück" kann ich auch meinen Kollegen nicht trauen... aber das gehört zu meinem Job.

Achso... hab ich jetzt das Thema verfehlt? Also dass ich in der Realität angekommen bin?!
Sollte das Thema rein philosophisch bleiben, dann editiere ich gerne meine Aussage!
[XBox360-User]
  08.11.2012, 10:14
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Cyclops

@Roon
Sehr gesellschaftskritisch...

Wirklich vertrauen kann man nur einem Menschen. Und zwar sich selbst.
Erst wenn man dazu in der Lage ist kann man damit anfangen anderen zu vertrauen.

Das kriegen aber die wenigsten Menschen hin, also ist gesunde Paranoia ein Bestandteil der Gesellschaft.

Dem entfliehen kann man am Besten, wenn man es so macht wie Roon es vor hat.
Vielleicht treffen wir uns ja mal in der Einöde ^^
  08.11.2012, 10:37
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Man kann sich nicht selber trauen:
Klappbox
Nur das Offensichtliche betrachtend würde man sagen, das man sich selbst sehr wohl vertrauen kann. Man kennt die Wahrheit bereits, ist bei seinen Handlungen auf den eigenen Vorteil bedacht und hat einen natürlichen Selbsterhaltungstrieb. Aber halt, man mag die Wahrheit kennen, doch will man sie bisweilen nicht wahr haben, ignoriert sie oder handelt wider besseren Wissens. Mal weil die Eitelkeit über die Vernunft siegt, oder der Wahn es gebietet.
Nehmen wir nur mal Bulemie als Beispiel. Aus der Wahnvorstellung, immer dünner sein zu müssen, wird sich falsch ernährt, Nahrung wird gewaltsam unverdaut ausgeschieden, die Wahrheit wird wissentlich ignoriert, weil der Wahn einer falschen Eitelkeit, stärker ist als die Vernunft.
Ein anderes Beispiel sind Phobien. Nehmen wir Höhenangst. Trotz des Wissens, das man in Sicherheit ist, ist die Wahnvorstellung in akuter Gefahr zu sein größer als die Vernunft, als das Wissen, das man durch den Panzerglasboden des Fernsehturms nicht hindurchfallen kann. Das die Treppe aus Gitterrost von Profis ausgelegt und gebaut wurde, das man im Klettergarten angeseilt ist. Das führt von Begleiterscheinung der Angst wie einem flauen Gefühl und schwitzigen Händen bis zu Panikausbrüchen und Paralyse.
Ein weiteres Beispiel ist das so genannte Modebewustsein. Obwohl die Kleidung und Accessoirs die man besitzt technisch vollkommen in Ordnung sind, wird mit Aufkommen eines neuen Trends bisweilen eine komplett neue Garderobe gekauft. Für jeden Anlass. Aus dem Bedürfnis heraus, immer aktuell zu sein und das allen zu zeigen.
Auf Statussymbole muss ich wohl nicht weiter eingehen.
Das führt gar zu selbstzerstörerischem Verhalten und Selbsthass als Resultat der Wahnvorstellung, den Ansprüchen der eigenen Eitelkeit nicht gerecht werden zu können.


Ich verstehe nicht ganz, was du ausdrücken willst. Wenn man sich in der glücklichen Lage befindet, sich selbst trauen zu können, kann man anderen trauen... werden die dann vertrauenswürdiger? Wohl kaum.
  08.11.2012, 11:36
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@Roon
Sehr gesellschaftskritisch.......
....Vielleicht treffen wir uns ja mal in der Einöde ^^

Das hat leider (?) mein Berufsleben, die verschiedenen Firmen mit sich gebracht... würde die Zeit gern zurück drehen, dann entweder Ar...hoch bekommen und den Akademiker-Weg einschlagen, oder ein gutes altes Handwerk (Dachdecker z.B. !!) lernen - aber nicht mehr so mittendrin...

Fänd ich gut - also wenn wir uns in der Einöde treffen... so einmal im Monat, zum Erfahrungsaustausch... lach - auf neutralem Boden... so dass wir erst mal 20km hinlaufen müssen... weil - wir vetrauen uns ja noch nicht... grins.

[XBox360-User]
  08.11.2012, 11:40
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Man kann sich nicht selber trauen:
Klappbox
Ich verstehe nicht ganz, was du ausdrücken willst. Wenn man sich in der glücklichen Lage befindet, sich selbst trauen zu können, kann man anderen trauen... werden die dann vertrauenswürdiger? Wohl kaum.

... evtl. meint Cyclops, wenn man morgens noch guten Gewissens sich selbst im Spiegel anschauen kann, kann man auch auf andere mit guten Glauben zu gehen!
Umgekehrt... schließt man evtl. zu sehr von sich auf andere und gepaart mit einer pessimistischen Veranlagung hat man den Glauben an die Menschheit weitgehends verloren... oder ?

EDIT: mist.. ich bekomm die Ausklappbox nicht weg...
[XBox360-User]
  08.11.2012, 11:52
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