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Thema: Wem kann man noch trauen?  (Gelesen 3728 mal)

Cyclops

@Roon

10km Abstand nicht vergessen und nimm ein Megaphon mit :D

Ansonsten hast du meine Aussage sehr gut entschlüsselt ;)

Wobei ich darüber hinaus noch gemeint habe, dass wenn man sich in den Spiegel schaut und kein reines Gewissen hat sollte man auch nicht versuchen das zu verbergen sondern sich eben so sehr vertrauen, dass man das wieder in Ordnung bringen kann.

Die wenigsten Menschen können mit ihren eigenen Problemen umgehen und haben zu wenig Selbstvertrauen.
Wie du richtig erwähnt hast, kann sowas sehr negativ auf sein Umfeld abfärben, indem man sich wie ein Rüpel verhält.

@Morpheuz
Du hast in deiner Klappbox gut erwähnt wie leicht sich einem Wahn und Verzweiflung das Selbstvertrauen nehmen können.
Man tut etwas was man glaubt tun zu müssen, obwohl es nicht wirklich das ist was man tun will bzw. das ist was gut für einen ist.
Man betrügt sich somit selbst... Wie soll man sich da noch vertrauen?

Natürlich werden Menschen nicht vertrauenswürdiger, wenn man keine Probleme mit sich selbst hat und sich selbst als Person, als eigenes Individuum vertraut.
Aber es fällt einem leichter ihnen zu vertrauen, da man eben nicht so sehr von seiner eigenen Negativität eingenommen ist.

Wie gesagt Roon hat das sehr schön aufgeschlüsselt. :)
  08.11.2012, 12:54
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Also erstmal:
Jeder Mensch ist geneigt seinem Gegenüber zu vertrauen. Als "Rudeltiere" sind wir von der Natur aus darauf gepolt Vertrauen innerhalb der eigenen Gattung zu haben, da wir sonst nicht überlebensfähig wären. Auch ein Grund warum Betrüger es bisweilen so einfach haben...klingt es nicht zu absurd glaubt man ihnen, da man sich ja innerhalb des eigenen "Rudels" (Gesellschaftsstruktur) nicht anlügen würde. Wäre der Mensch von naturaus misstrauisch stelle ich mir die Kindeserziehung auch noch weit schwerer vor als sie es auch so schon ist.  :D  Eigentlich sollte dieser Punkt auch Jedem klar sein, doch gibt es ein entscheidendes Element in unserer Gesellschaft, welcher dieses Vertrauen zerstört: Der Mensch selbst.

Wie schon angemerkt wurde strebt Jeder nach seiner persönlichen Erfüllung, sei es im horten von Geld oder nach sozialer Anerkennung und beides wirkt sich schlecht auf das generelle Vertrauen aus. Der Geldhorter ist in 99% der Fälle ein fieses Ar***loch, welchem es egal ist wie er sein Vermögen vermehrt. Der nach Anerkennung lechzende macht es jedoch auch nicht besser, da vorallem die Lüge in diesem Bereich wichtig ist (Blick auf die Politiker, auch wenn die nebenbei noch zu den Geldgierigen gehören). Dies sogt dafür, dass der Mensch mit den Jahren sein Vertrauen verliert und irgendwann nurnoch einen kleinen Teil, des ehemals so umfangreichen Vertrauens in die eigene Rasse über hat. Ab und an bricht die Natur jedoch wieder durch...sieht man dann vorallen bei den armen, alten Omis die sich berauben lassen.

Ich für meinen Teil vertraue meiner Frau, meinen Freunden, der Familie meiner Frau, meinen Eltern/Geschwistern und den direkten Nachbarn (in genau dieser Reihenfolge). Bin ansonsten bei den meisten Misstrauisch, sehe aber dennoch immer noch das Gute in den Menschen (ein Grund warum ich zweitweise mal 4 SKL-Lose hatte...lernen durch Schmerz nennt man sowas  :ugly: ). Dennoch kann ich sagen...solange mir Keiner am Telefon was andrehen möchte, bin ich Jedem gegenüber offen und habe Vertrauen...was aber nicht bedeutet, dass ich deren Ansinnen usw nicht hinterfrage, aber dennoch bleibt einem Nichts anderes übrig, als ab und an Jemanden zu vertrauen. Wie zB dem Darlehnsberater von der Bank...wenn ich dem nicht vertraue, dass er meine Rechnungen für realistisch hält und ich mein Darlehn bekomme, wie soll ich sonst mein Haus finanziert bekommen? Vertrauen ist für das eigene Überleben einfach zu wichtig, als das man sagen kann, man verzichtet darauf.

Am wichtigsten ist eigentlich nur wem man vertraut, je länger man Jemanden kennt, desto mehr Vertrauen kann man schenken, solange dieses nicht enttäuscht wurde. Ich kenne Jemanden der berufsbedingt knapp 6 Monate nicht in Deutschland war und daher eine Vollmacht an seine Frau abgegeben hatte. Als er wieder in Deutschland war passte sein Schlüssel nicht mehr ins Schloss seines Hauses, die zwei Autos liefen nicht mehr auf seinen Namen und die Frau hatte einen neuen Stecher. Dies ist ein derbes Negativbeispiel von Vertrauen und ich habe auch schon von einem Soldaten gehört, dessen Mutter hat seine Auslandszulage vom Konto geholt und ausgegeben, dabei hat er extra ihr die Vollmacht gegeben, da er seine Freundin noch nicht so lange kannte. Wie man sieht könnte man anhand dieser Fälle auch sagen: "Traue Niemanden, nichtmal deiner eigenen Familie", aber wer möchte dann auf dieser Welt noch leben?
  09.11.2012, 23:19
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