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Thema: Was spielt ihr gerade?  (Gelesen 104728 mal)

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Ich spiele im Augenblick (nach Jahren!) Elder Scrolls Online.
Früher hatte das Spiel für mich nichts zu bieten, inzwischen (auch dank dem Housing) ist einiges interessantes dazugekommen. :D
Conny-Tessa
  06.04.2017, 07:42
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@ Elessar: Spielst du Zelda auf der WiiU oder hast du dir die Switch geholt? Und was macht es so gut?
Ist es einfach, weil es Zelda ist, oder spielt es tatsächlich in ner anderen Liga, wie die Vorgänger?

Also ich finde ja Zelda auch ganz toll. Aber halt einfach, weil es Zelda ist. Nicht, weil jetzt die Story irgendwie besonders gut wär, oder die Spielmechanik so fordernd, etc.

Link rettet halt die Prinzessin und die Welt, muss dabei 8 Gottheiten, Weise oder treffen, dabei durch 8 Dungeons, vorbei an 8 Bossen bis er endlich das voll aufgeladene Masterschwert hat und Ganondorf gegenübersteht.

Würde es deiner Meinung nach auch ne 90er Wertung verdienen, wenn es nicht Zelda wär? Und man keine Kindheitserinnerungen daran hätte?

Habe mir die Switch geholt, da ich auch Super Mario Odyssee und Mario Kart 8 (hab keine Wii U) spielen möchte, plus ein paar andere Spiele (Shovel Knight, im Laufe des Jahres noch Stardew Valley, vielleicht auch Snake Pass und diverse andere) für unterwegs. Probleme habe ich mit der Switch übrigens nicht. Keine Pixelfehler, keine Kratzer, keine Verbindungsprobleme, nichts. Bin mit der Konsole sehr zufrieden, und ja, ich nutze es auch tatsächlich wie in mancher Werbung zu sehen ist auf dem Klo. Es ist wunderbar einfach die Switch nur aus dem Dock zu heben um sich dann damit auf das Stille Örtchen zurückzuziehen, ohne seinen Spielfluss zu unterbrechen. :D

Meiner Meinung nach ist die Wertung definitiv verdient.
Ich bin kein soo großer Zelda Spieler, von den dutzenden Spielen die es gibt habe ich gerade mal 3 gespielt (Ocarina of Time, Majora's Mask und Twilight Princess), Wind Waker besitze ich sogar, bin aber nie über die ersten Stunden hinaus gekommen. Wollte ich mal nachholen, allerdings ist der Gamecube nicht mehr funktionsfähig gewesen.

Was es so gut macht ist meiner Meinung nach, dass es gerade NICHT wie die Vorgänger ist. Ich gebe hier einfach mal ein möglichst spoilerfreies und komplettes Review ab.

Von allen Zelda Spielen, die ich kenne, nimmt es den Spieler am wenigsten an die Hand. Es gibt ein 5 Minuten Intro wo man mit der Grundsteuerung vertraut gemacht wird, danach kann man sich im ersten Gebiet, was eine Art Tutorial ist, absolut frei bewegen. Und nach dem Tutorial steht einem die ganze Welt offen, es gibt keine künstlichen Grenzen (außer vielleicht am Kartenrand, aber so nah am Kartenrand war ich noch nicht), das Spiel ist absolut nicht-linear aufgebaut.  Du kannst nach dem Tutorial direkt zum Endboss rennen, wenn du möchtest - Speedruns des Spiels liegen unter einer Stunde. Sogar Berge sind keine Begrenzungen, da man klettern kann - mit entsprechenden Möglichkeiten, die Ausdauer zu erhöhen oder wiederherzustellen, gab es noch keinen Berg, bei dem ich nicht bis ganz oben rauf klettern konnte.

Es gibt auch keine Items mehr. Alles was es in den Vorgängern als Item deklariert worden wäre, ist hier entweder eine Waffe, ein Schild, ein Rüstungsteil, ein Bogen, ein Pfeiltyp oder ein "Modul" (eine Art Zauber mit Cooldown - Bomben fallen auch in die Kategorie, die sind nun unendlich und mit einem Fernzünder versehen, man kann alle paar Sekunden nach Zündung eine neue Bombe beschwören).

Die Story passt hervorragend zum nicht-linearen Design der Welt, weil es nicht die eine durchgehende Story gibt, sondern mehrere Handlungsstränge, die parallel ver- und am Ende zusammenlaufen. Und ähnlich wie bei Dark Souls hatte ich viel Spaß dabei, die ganze Hintergrundgeschichte aus diversen Informationen, die man aus Dialogen, Itembeschreibungen und dem Welt Design erhält, zusammen zu basteln.
Breath of the Wild macht aus der Zelda Timeline übrigens kein Mysterium. Die ist direkt in der Story eingebaut und man hat auch dutzende Anspielungen auf Namen und Ereignissen aus anderen Zelda Spielen.

Die Inszenierung der Story bietet für ein Zelda Spiel allerdings etwas Neues: Sprachausgabe. Während man normalerweise Textboxen hat, haben die Zwischensequenzen von BotW eine Sprachausgabe, und die deutschen Sprecher sind echt sehr gut. Aber nicht nur die Sprecher an sich, die Zwischensequenzen haben bei mir oft Gänsehaut verursacht. Und ich meine auch, dass sich bei ein oder zwei Zwischensequenzen ein Zwiebeln schneidender Ninja in mein Zimmer geschlichen hat.

Die Quests machen mir auch sehr viel Spaß. Ich kann mich an keine langweilige oder langwierige Quest erinnern, und die Quests sind auch sehr häufig in die Erkundung der Welt eingebunden. Man bekommt nämlich nur selten einen Questmarker. Viel häufiger sind tatsächliche Wegbeschreibungen, manchmal auch in Rätsel verpackt, und es fühlt sich wirklich belohnend an, die Questziele auf diese Weise zu finden. Wobei man das ja auch teilweise aus den Vorgängern kennt - aber in Relation zu Spielen wie Horizon Zero Dawn, Skyrim, Fallout 4 oder Mass Effect: Andromeda, wo man eigentlich nur die ganze Zeit dem Questmarker hinterher läuft und die Wegbeschreibung, die man am meisten hört, nur "ich markiere es euch auf der Karte" ist, ist das schon ein riesiger und auch erfrischender Unterschied.

Das Erkunden spielt auch eine zentrale Rolle. Gerade zu Beginn des Spiels spielt es sich eher wie ein Survival Game. Du hast nichts, musst dir alles zurecht suchen und sammeln, Waffen von besiegten Feinden aufheben weil diese von schlechter Qualität sind und schnell kaputt gehen, du musst auf Temperaturen achten (ohne entsprechende Vorbereitung erfriert man in einem kalten Gebiet, in der Wüste muss man tagsüber im Schatten bleiben, wenn man nichts zum abkühlen hat), die Umgebung erkunden... und überall kann es etwas nützliches geben. Und das stimmt meistens sogar, zum einen weil es wirklich viel in der Welt zu entdecken gibt und weil man auch nahezu alles gebrauchen kann und mitnehmen möchte.

Und oh mein Gott, sind die Aussichten im Spiel toll. Habe bei Horizon ja bemängelt, dass es nicht genug Orientierungspunkte oder markante Objekte gibt, sodass ich Probleme damit habe ohne dauernden Blick auf die Karte zu bestimmen, wo ich derzeit bin, das ist in Breath of the Wild überhaupt nicht der Fall. Das Spiel hat eine unglaubliche Weitsicht und wirklich sehr markante Landschaftsmerkmale. In einer Quest muss man sogar anhand eines Bildes eine Position in der Spielwelt triangulieren, und das funktioniert ohne Probleme, nur durch Anordnung und Rotation der darauf sichtbaren Objekte.
Auch wenn BotW technisch sehr weit hinter technischen Meisterleistungen wie Uncharted 4, The Last of Us oder Horizon Zero Dawn hinterher hinkt, so ist das Spiel dank seines Artstyles und den genutzen Farben sehr schön.
Hier einfach mal ein paar Screenshots:
https://pbs.twimg.com/media/C6Az9jaUYAAiLxe.jpg
https://pbs.twimg.com/media/C6A1W3sVMAAu3hW.jpg
https://pbs.twimg.com/media/C6A1J3HUwAAxXUH.jpg
https://pbs.twimg.com/media/C6-R3T4VsAQPmA2.jpg
https://pbs.twimg.com/media/C6-RAs4VwAEaWqX.jpg

Apropos Technik, die Physikengine des Spiels ist genial. Sie ist verantwortlich dafür, dass die Welt unglaublich interaktiv ist. Egal ob es darum geht Bäume zu fällen (auch gerne auf Gegner drauf), trockenes Gras anzuzünden und zu sehen, wie der Wind das Feuer in Windrichtung ausbreitet (am liebsten in ein Monstercamp rein :ugly:), ob man sich aus einer Truhe und einem Steg ein Katapult baut, ob man eine Schneekugel den Hang herunter rollt und zusieht, wie sie weiter Schnee aufnimmt und größer wird, ob man Monster mit Explosionen umher schleudert... dank der Physikengine hat man extrem viele Möglichkeiten der Interaktion. Das gehört ebenso zum Gefühl der Freiheit dazu, das man in BotW empfindet, und es hilft dabei, dass sich die Welt "echt" und nicht wie eine statische Kulisse anfühlt.
Die Gegner haben diese Möglichkeiten übrigens auch. Hab mal auf ein Monstercamp von oben Bomben runter geworfen. Als mich die Monster entdeckt haben, hat ein großes Monster einfach ein kleines gepackt und zu mir hochgeworfen - lol.

Die KI gehört auch definitiv zu den Stärken des Spiels. Die Monster fühlen sich oft wirklich lebendig an. Sie gehen jagen, sie essen, sie popeln in der Nase (wofür es sogar einen Sound gibt >.>), sie interagieren miteinander, sie können jegliche Objekte nutzen die du auch nutzen kannst... und je stärker das Monster, desto klüger ist es. Kluge Monster lernen aus Fehlern oder erkennen Fallen, die du ihnen stellst, dümmere fallen auf den selben Trick auch mehrmals rein.
Zusammen mit den Interaktionsmöglichkeiten der Welt und einem Kampfsystem mit etwas mehr Tiefe (Monster nehmen keine Rücksicht mehr und greifen auch koordiniert und im Rudel an, wenn sie können, man kann mit Ausweichmanövern zur richtigen Zeit einen Zeitlupen Effekt für einen Gegenangriff auslösen, man kann Gegner mit einem Schildhieb im richtigen Moment seines Angriffs entwaffnen) machen Kämpfe auch sehr viel Spaß. Es gibt auch sehr lange Passagen im Spiel wo man gar nicht kämpft, weil eben nicht an jeder Ecke Gegner lauern, wodurch man auch nicht "übersättigt" wird.
Einfach sind die Kämpfe übrigens nicht. Ich kann mich an Ocarina of Time oder Twilight Princess Erinnern, wo einem Bosse (selbst Ganondorf) teilweise nur ein halbes oder ein einziges Herz abgezogen haben. In BotW hauen manche normale Gegner schon für 5-10 ganze Herzen zu. Bosse können einem auch mal gerne 20 Herzen abziehen, wenn man ohne Rüstung herum läuft. Rüstungen und Waffen haben nun übrigens RPG typisch Werte, deshalb auch dieser immense Schaden - wer gegen starke Gegner kämpfen möchte, sollte sich vorher eine gute Rüstung besorgen. Zur Not kann man sich auch noch spezielle Nahrung kochen, um Stärkungen wie mehr Rüstung oder mehr Angriffskraft zu erhalten. Allerdings kann nur 1 Effekt aktiv sein.

Rätsel machen neben dem Erkunden, Quests nachgehen und Kämpfen einen großen Teil des Gameplays aus. Es gibt über tausend "Mini-Rätsel", die in der Welt versteckt sind, aber viel von dem, was früher in Dungeons zu finden war, wurde auch ausgelagert - in eine Art "Mini-Dungeon", von denen es auch über hundert Stück gibt. Sie beinhalten kleine, aber manchmal echt knackige Rätsel, oder Kämpfe - oder beides. Die eigentlichen Dungeons sind dadurch sehr viel kleiner, bleiben aber meiner Meinung nach trotzdem episch, vor allem wegen der Story drum herum. Sie kommen auch nicht ganz an das Dungeon Design der Vorgänger ran, aber dank der Masse und Qualität der Mini-Dungeons war das für mich kein Problem.
Manche Quests sind ebenfalls Rätsel, wie z.B. alte Überlieferungen, die in kryptischen Worten ausdrücken, wo ein Schatz versteckt ist. Bislang bin ich auch noch auf kein Rätsel gestoßen, dass mir keinen Spaß gemacht hat oder auf das ich keine Lust hatte.

Das Sound Design ist ebenso gelungen. Musik wird viel spärlicher eingesetzt als in den Vorgängern, dafür finde ich die Musikstücke, die genutzt werden, sehr sehr gut. Vor allem in den Dungeons, wo sich die Musik auch je nach Fortschritt ändert und immer intensiver wird.

Dem ganzen setzt das Spiel noch Krone mit seinen Details auf. Ich möchte nur ein paar Beispiele auflisten, weil das Entdecken dieser Details auch zum Spielspaß beiträgt:
Es gibt eine Brücke, auf der ein NPC patrouilliert. Wenn man sich auf das Geländer der Brücke stellt spricht der NPC plötzlich den Spieler an, statt umgekehrt: Er denkt, man möchte in den Tod springen, und versucht, gut auf auf den Spieler einzureden, damit sich dieser nicht das Leben nimmt. NPCs reagieren auch manchmal darauf, wie man herum läuft, vor allem, wenn man sich entkleidet.
Regen ist nicht nur Optik, an nassen Oberflächen kann man kaum halt zum Klettern finden, und der Regen scheint auch physikalisch berechnet zu werden, da er durch feste Objekte nicht durch kommt und vom Wind beeinflusst wird. Manche Aktionen oder Waffen, vor allem die mit Feuer zu tun haben, sind bei Regen auch nicht möglich, dafür spielt es für andere Sachen eine Rolle ob Gegner nass sind oder nicht - dann muss man sie aber auch in den Regen locken, wenn sie sich irgendwo unter stellen.

Trotzdem gibt es Kritikpunkte. Das Spiel hat viel zu viele unnötige "Animationen" (oder "mini-cutscenes"), die man überspringen muss, weil sie hunderte Male abgespielt werden. Manche Animationen lassen sich auch nicht überspringen. Und es fehlt die Option, A und B auf dem Gamepad zu vertauschen. Bei zelda ist der rechte der 4 Buttons "A", und der wird auch wie der "A" Button beim XBox Controller zum bestätigen genutzt, während der untere der 4 Buttons der Abbrechen-Button ist. Sich das westliche Gamepad Schema aus dem Kopf zu schlagen ist wirklich mühselig. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Performance des Spiels, glücklicherweise wurde die auf der Switch schon sehr stark verbessert. Auf der Wii U leidet das Spiel aber immer noch unter häufigen Framerate-Einbrüchen.
Ein weiterer Kritikpunkt, der von vielen anderen Spielern genannt wird, ist, dass (fast) alle Waffen zerbrechen können. Gerade mit Waffen aus Holz oder rostigen Waffen ist das zu Beginn des Spiels sehr auffällig.
Mich stört das aber nicht, da ich zum einen weiß was hinter dieser Designentscheidung steckt und zum anderen, weil ich sowieso oft Waffen wegwerfen muss, weil ich öfter bessere Waffen finde als meine schlechteren kaputt gehen.


So, ist etwas länger geworden. Daher danke fürs Lesen, wer es bis hier hin geschafft hat. :D

Mein Fazit zu Breath of the Wild: Ein Meisterwerk. Meiner Meinung nach auf einer Stufe wie The Last of Us, was ich ebenso als Meisterwerk bezeichnen würde, auch wenn das Game Design von The Last of Us ein komplett anderes ist. Müsste ich eine Wertung vergeben, wäre das Spiel definitiv auf oder über einer 95/100. Ohne die von mir genannten Kritikpunkte würde ich sogar eine 98/100 geben, und wenn die Hardware stärker und damit die Technik des Spiels noch besser wäre, dann wäre es für mich auch tatsächlich ein "perfektes" 100/100 Spiel.
Der Name Zelda hat damit auch nicht viel zu tun. Gerade weil es sich so stark von seinen Vorgängern unterscheidet könnte das Spiel eine komplett neue IP sein (so wie The Last of Us auch) und ich würde es trotzdem so hoch bewerten.
« Letzte Änderung: 07.04.2017, 02:06 von Elessar »
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  07.04.2017, 00:34
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Ah, ok. Möglicherweise habe ich dann etwas vorschnell in die Tasten gehauen und dich nicht richtig verstanden :)

Ich antworte darauf mal extra, damit das in dem langen Beitrag nicht unter geht:
Das Missverständnis kann ich auch auf meine Kappe nehmen, schließlich habe ich in dem Beitrag zu Horizon Zero Dawn hauptsächlich negativ berichtet, weil ich ja den Grund dafür angeben wollte, warum das Spiel meiner Meinung nach nicht so gut ist, wie andere Spiele der selben Kategorie/"Gewichtsklasse". ;)
« Letzte Änderung: 07.04.2017, 01:52 von Elessar »
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  07.04.2017, 00:37
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Ah, ok. Möglicherweise habe ich dann etwas vorschnell in die Tasten gehauen und dich nicht richtig verstanden :)

Das Missverständnis kann ich auch auf meine Kappe nehmen, ...

Willkommen bei Nirn.de, dem Kanada unter den Internet-Foren. :ugly:
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  07.04.2017, 16:24
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Ich zocke im Moment Mass Effect Andromeda und finde es wirklich gut. Ob die Story so episch wird, wie bei den alten Teilen, kann ich noch nicht einschätzen, dazu bin ich noch nicht weit genug. Vermutlich wohl nicht, aber es ist auf jeden Fall eine interessante Story.

Sicher gibt es auch ein paar Kritikpunkte, wie z. B. die un-intuitiven Menüs und die Features, die gestrichen bzw. "vereinfacht" wurden (dumbing down), aber an diese Dinge habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Ist doch immer so.

Ich verstehe den Negativ-Hype um das Spiel nicht. Gehört wohl heutzutage einfach dazu, dass man im Internet über jedes neue Spiel unreflektiert hetzt. Für mich ist es jedenfalls ein lohnendes Spielerlebnis, das mich zum Weiterspielen animiert.
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  07.04.2017, 18:47
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Das ist der Vorteil, wenn man keine Spielemagazine mehr liest und auch somit nicht die angeschlossenen Foren mit lesen kann, mal von GTAO abgesehen. Bekomme zwar immer wieder einiges mit, aber ich kann kaum einen Hype, sei er jetzt positiv oder negativ, verstehen. Wobei ich zugeben muss, Mafia III hat mich so sehr gereizt, dass ich glatt die Collector's Edition gekauft habe. Habe das Spiel dennoch kaum gespielt, weil ich es einfach nicht gut finde.

Zurück zum Thema. Ich spiele derzeit hauptsächlich Mass Effect Andromeda, auch wenn ich derzeit kaum dazu komme. Kann mich den positiven Meinungen hier durchaus anschließen. Gelegentlich auch Star Wars: The Old Republic und Sims 3. Zu Besuch bei meinen Eltern gerne auch mal Fallout und Fußball Manager 13.
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  07.04.2017, 22:13
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Ich verstehe den Negativ-Hype um das Spiel nicht.

Die Animationen während der Dialoge sind halt ziemlich schlecht. Oder waren es. Gerade bei einem Spiel wo die Dialoge eigentlich im Vordergrund stehen sollten ist das halt ein sehr sehr starker Kritikpunkt.
Man muss aber auch sagen, Bioware konnte für Mass Effect: Andromeda kein Motion Capture für die Gesichter aufgrund eines (für eine AAA Produktion) relativ kleinen Budgets nutzen. Das ist ein Grund, warum die Animationen nicht an die von anderen AAA Spielen heran kommen.

Sie arbeiten allerdings dran, die Animationen zu verbessern.
Hier ein Beispiel, wie es zu Release aussah und nun mit Patch aussieht:

https://youtu.be/_TUO-GNI1U8?t=69

Vom Gameplay her - Exploration, Combat, Missionen - ist Andromeda sicherlich das stärkste Spiel der Mass Effect Reihe. Insgesamt würde ich das Spiel aber schlechter bewerten als Mass Effect 2 und 3, hauptsächlich wegen den schwachen Charakteren, schlechten Dialogen (Animationen, Kamerapositionen, teilweise auch unlogisches Writing) und der meiner Meinung nach schwächeren Story.
« Letzte Änderung: 08.04.2017, 03:11 von Elessar »
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  08.04.2017, 00:34
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@Elessar: Ich verstehe die Kritik, sie ist sicher teilweise berechtigt. Ich verstehe nicht den Anti-Hype, der darum gemacht wird. Zum Vergleich: Skyrim war ein Jahr lang nach Release nicht vernünftig spielbar; Quest ließen sich nicht abschließen und Patches gipfelten in rückwärts fliegenden Drachen. Das hat bei der Community aber eher für Belustigung gesorgt. Ich hab einfach das Gefühl Gamer heutzutage lieben es, im Internet zu hetzen.

Was ich vergaß zu erwähnen: Ich finde den Soundtrack von Andromeda phänomenal. Besser sogar als bei den Vorgängern. Für mich allein schon ein Grund, den Kauf nicht zu bereuen.
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  08.04.2017, 10:16
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Ich hab einfach das Gefühl Gamer heutzutage lieben es, im Internet zu hetzen.

Naja, das fällt dann ja bald unter "Hate speech" und EA kann gerichtlich dagegen vor gehen.

Ich jedenfalls werde warten bis es ausgepatcht ist und es noch die eine oder andere Erweiterung oben drauf gibt. Oder es zumindest billig ist, sollten da keine kommen.
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  08.04.2017, 18:55
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@Elessar: Ich verstehe die Kritik, sie ist sicher teilweise berechtigt. Ich verstehe nicht den Anti-Hype, der darum gemacht wird. Zum Vergleich: Skyrim war ein Jahr lang nach Release nicht vernünftig spielbar; Quest ließen sich nicht abschließen und Patches gipfelten in rückwärts fliegenden Drachen. Das hat bei der Community aber eher für Belustigung gesorgt. Ich hab einfach das Gefühl Gamer heutzutage lieben es, im Internet zu hetzen.

Skyrim war einfach nur verbuggt. Dank den Modding-Möglichkeiten konnte man sich zur Not fixes selber basteln oder in der Community danach schauen.
Bei schlechten Animationen kann aber NUR der Entwickler was dran machen. Zumal ich mich bei Skyrim an kein schwerwiegendes Problem erinnern kann. Viele der Bugs traten wohl nur bei einem Teil der Spieler auf - die schlechten Animationen haben aber ALLE.

2011 hatte man außerdem noch niedrigere Standards und Erwartungen als 2017.

Vergleiche mal diese Dialoge und achte auch auf Körperhaltung und Gestik, und wie natürlich die Charaktere rüber kommen:

https://youtu.be/hin1Tu4YzTM?t=688s
https://youtu.be/CSsPYPQ40p8
https://youtu.be/FE0SKw-Zyzs?t=8m59s
https://youtu.be/I84ZAQ1Z10s

Der Qualitätsunterschied ist doch deutlich sichtbar. Selbst im 5 Jahre alten Mass Effect 3 haben die Charaktere lebendiger und "echter" gewirkt als sie es in Mass Effect Andromeda tun.

Ob Gamer es lieben, zu hetzen? Die Sache ist, es bringt Resultate. Je größer der Shitstorm, desto eher wird sich darum gekümmert.
Das ist auch bei Mass Effect Andromeda der Fall. Hier mal ein Vergleich einer Szene zu Release und wie diese Szene jetzt mit der aktuellen Patchversion aussieht:
https://youtu.be/_TUO-GNI1U8?t=1m8s
Hätten wir auch ohne diesen "Anti-Hype" so schnell Verbesserungen bekommen? Das bezweifle ich.
« Letzte Änderung: 09.04.2017, 11:01 von Elessar »
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  09.04.2017, 10:58
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Skyrim war einfach nur verbuggt. Dank den Modding-Möglichkeiten konnte man sich zur Not fixes selber basteln oder in der Community danach schauen.

Ist ein paar Jährchen her, darum magst du das vergessen haben. Skyrim war bis zum Release des CK unspielbar, weil sich Quests nicht abschließen ließen. In einigen Fällen war davon sogar die MainQuest betroffen. Und da das CK über ein Jahr lang nicht verfügbar war, konnte die Community dagegen überhaupt nichts machen. Außer die lustigen Patches von Bethesda einspielen, die mit den rückwärts fliegenden Drachen. Aber wir schweifen ab.

Zitat
Bei schlechten Animationen kann aber NUR der Entwickler was dran machen.

Das ist nicht wahr. Man denke nur an die Animations-Mods für Morrowind, wo die Community durch Patchen das quasi unmögliche geschafft hat, indem sie die "hart gekodete" Animations "Engine" des Vanilla Spiels durch eine eigene ersetzt hat. Das Problem ist wohl eher, dass Modding bei Spielen anderer Hersteller von vornherein nicht so populär war / ist. Das ist aber nicht die Schuld der Hersteller, sondern der Community. Wenn man da überhaupt von Schuld sprechen kann.


Zitat
Vergleiche mal diese Dialoge und achte auch auf Körperhaltung und Gestik, und wie natürlich die Charaktere rüber kommen:
Der Qualitätsunterschied ist doch deutlich sichtbar. Selbst im 5 Jahre alten Mass Effect 3 haben die Charaktere lebendiger und "echter" gewirkt als sie es in Mass Effect Andromeda tun.

Nochmal: Ich bestreite überhaupt nicht, dass die Animation vor dem Patch schlechter aussieht, als danach. Das ist überhaupt nicht der Punkt. Der Punkt ist, ob das ein Grund für einen Shitstorm ist, oder aber ob Gamer heutzutage einfach alle einen an der Klatsche haben. ;)

Zitat
Ob Gamer es lieben, zu hetzen? Die Sache ist, es bringt Resultate. Je größer der Shitstorm, desto eher wird sich darum gekümmert.
Das ist auch bei Mass Effect Andromeda der Fall.
Hätten wir auch ohne diesen "Anti-Hype" so schnell Verbesserungen bekommen? Das bezweifle ich.

Die Haltung "Hersteller als Feindbild" mag mittelfristig funktionieren, aber nur, wenn man Pyrrhussiege in Kauf nehmen möchte. Die Sache ist nämlich die:

In Studios wie Bioware arbeiten echte Menschen aus Fleisch und Blut. Menschen mit Träumen, Ambitionen und Gefühlen. Die Programmierer könnten auch irgendwo bei Microsoft oder SAP sitzen und langweiliges Zeugs programmieren. Die Designer und Grafiker könnten auch Webseiten für Konzerne erstellen. Der einzige Grund, warum diese Leute es nicht tun, ist weil sie eine gewisse Begeisterung aufbringen, für das was sie bei Bioware tun.

Wenn sich über kurz oder lang aber herausstellt, das die Gaming-Community ein undankbarer Haufen Arschlöcher ist, und der Spiele-Markt sich zunehmen als "nicht zufriedenstellbar" darstellt, dann werden diese Menschen sich fragen, wozu sie diesen Scheiß eigentlich noch machen. Zuerst werden die Kreativen abspringen und sich etwas suchen, wo sie für ihre Arbeit noch Anerkennung bekommen können. Dann werden die Bürokraten und Finanzer 1 + 1 zusammenzählen und merken, dass sie mit einem derart schlechten Publikum keinen müden Dollar mehr verdienen können und sich nach anderen Märkten umsehen.

Schon jetzt verliert der PC-Spiele Markt zunehmend an Bedeutung. Vielleicht hat das gar nicht mal nur damit zu tun, dass auf dem PC kopiert und geschummelt werden kann. Sondern vielleicht auch, weil die PC Community ein "bunch of whiny bitches" ist, dem man es nicht Recht machen kann.
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  09.04.2017, 12:39
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Das ist nicht wahr. Man denke nur an die Animations-Mods für Morrowind, wo die Community durch Patchen das quasi unmögliche geschafft hat, indem sie die "hart gekodete" Animations "Engine" des Vanilla Spiels durch eine eigene ersetzt hat.

Bei Morrowind mag das stimmen, aber ich dachte eher an aktuelle AAA Produktionen mit Animationen, die wirklich auf die entsprechenden Dialoge abgestimmt sein müssen. Darauf von außen Zugriff zu bekommen ist unmöglich.

Der Punkt ist, ob das ein Grund für einen Shitstorm ist, oder aber ob Gamer heutzutage einfach alle einen an der Klatsche haben. ;)

Fanboy-Kriege gab es auch schon immer, ich erinnere mich noch an gewisse Gothic 3 vs Oblivion Diskussionen.
Das einzige was sich im Gegensatz zu früher verbessert hat, ist die Infrastruktur zum "Shitstormen" oder für "ich-spiele-das-bessere-Spiel" Diskussionen. :P

In Studios wie Bioware arbeiten echte Menschen aus Fleisch und Blut. Menschen mit Träumen, Ambitionen und Gefühlen. Die Programmierer könnten auch irgendwo bei Microsoft oder SAP sitzen und langweiliges Zeugs programmieren. Die Designer und Grafiker könnten auch Webseiten für Konzerne erstellen. Der einzige Grund, warum diese Leute es nicht tun, ist weil sie eine gewisse Begeisterung aufbringen, für das was sie bei Bioware tun.

Tatsächlich sitze ich an genau dem Ende, wo Bioware auch sitzt - arbeite selber in der Games Branche. :)
In dieser Branche braucht man ein Dickes Fell. Nicht nur bei Shit-Storms. Du kannst 99% positive Rückmeldungen bekommen, aber die 1%, die dein Spiel zerreißen, bleiben hängen.

Aber: Es ist ein Unterschied ob ein Design, das man mit Absicht so gemacht hat, bemängelt wird, oder etwas, was mit mehr Budget und/oder Zeit hätte verhindert werden können.
Wenn nämlich letzteres der Grund für den Shitstorm ist, kann der Entwickler zum Publisher gehen und das auf ihn abwälzen - ja sogar als Argument benutzen! "Hey seht mal, hättet ihr uns mehr Geld/Zeit gegeben, wäre das nicht passiert! Dann hätten wir weniger negative Rückmeldungen bekommen und mehr Verkäufe!"
Außerdem ist man dann persönlich nicht so davon betroffen, weil ja nicht die eigene Arbeit, sondern das Fehlen eben dieser bemängelt wird (es sei denn man selbst als Person wird Ziel davon, wie die eine Animation Artist bei Bioware - aber aus genau diesem Grund gebe ich nicht an, wo oder woran ich arbeite, und ja, das ist unter aller Sau, machen aber die aller wenigsten und das ist nicht repräsentativ für irgendeine Community).

Gleichzeitig ist es auch für andere Entwickler etwas Gutes, weil die dann das Spiel bei Zeit- und Budget-Verhandlungen mit Publishern als Beispiel herziehen können.

Schon jetzt verliert der PC-Spiele Markt zunehmend an Bedeutung.

Das sehe ich anders. Der PC Markt gewinnt wieder an Bedeutung. Wir sind gerade mitten in einem Generationswandel von GPUs und CPUs, Hardwarekosten steigen aufgrund erhöhter Nachfrage, es gibt weniger Exklusiv-Deals mit Konsolenherstellern, weil diese im Gegensatz zu vor ein paar Jahren durch die erhöhten Verkäufe auf dem PC weniger Geld bringen.
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  09.04.2017, 21:54
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So habe gerade Mass Effect: Andromeda zu Ende gespielt und kann nun auch meine Meinung Kundgeben. Achtung sie ist voller Spoiler, also nicht weiterlesen, wenn man das Spiel noch selber Spielen will!

- Ausgangssituation ist in meinem Fall meine Female Ryder namens Sara, deren Charaktereditor mir Schmerzen zubereitet hat. Gerade nach Dragon Age:Inquisition habe ich einen genauso genialen Charaktereditor erwartet, wurde aber leider enttäuscht. Habe mich an einer Morrigan-ähnlichen Ryder versucht, bin aber kläglich gescheitert. Wenn meine Ryder einen Helm auf den Kopp hatte, war ich sehr sehr glücklich.
- Charakter: Anders als in anderen RPGs fiel es mir sehr schwer mich mit meinem Charakter zu identifizieren, oder überhaupt da was zu fühlen. Es waren bestimmt 30 Stunden vergangen, bis man seinen Charakter einigermaßen mochte. Das Problem lag vermutlich am festgelegten Prolog und an einigen Antworten der guten Ryder, die einen verwirrt zurückließen. Danach bessert es sich tatsächlich, insbesondere wenn die Geschichte hoffnungsvoll wird und urplötzlich alles zerstört wurde. Die Interaktion zwischen der Familie fand ich wirklich toll, insbesondere wie F!Ryder sich auch um ihren Bruder sorgte, als er entführt wurde und umgekehrt. Oder die Entdeckung der Mutter. Endlich konnte man mitfühlen.
- Story: Das wichtigste in einem RPG und die ist wirklich interessant. Wir sind kein Held, wir sind kein Elite-Soldat wie Shepard und diese Galaxie ist uns vollkommen unbekannt. Viele sind uns negativ gestimmt und alles wirkt wie eine Katastrophe. Irgendwie muss unser Charakter diesen Mist ausbügeln und entdeckt dabei die Relikt-Technologie und stößt dabei makabere Dinge seitens der Entwickler der Relikt-Technologie auf sowie der Kett. Letztere haben mich mit ihren Experimenten etwas an Reaper erinnert, die Husks und Co. erstellten. Oder wie in Mass Effect 2 der DLC, wo der junge Mann mit einer KI verbunden wurde. Sehr coole Parallelen. Die Kett als Antagonisten wirken klischeehaft (Insbesondere der Dialog im Bosskampf. Gott behüte), aber die Seite ihrer Gene war super interessant. Auch das sie intern Probleme haben! Das wird für zukünftige Teile bestimmt guten Stoff für neue Geschichten liefern.
-Grafik, Animation und Co.: Die Grafik ist ein Traum. Man sieht was man aus einer Frostbite-Engine machen kann: Die Planeten, insbesondere Haverl, haben einen wunderschönen Farbkontrast, die Liebe zum Detail und die Stimmung. Jeder Planet ist einzigartig mit eigenen Problemen, Flora und Fauna und Gegnern. Viele Rüstungen sehen einfach nur schön aus und dann kommt das aber...Bioware mag Haare nicht. Animationen in diesem Teil sind verzeihbar, achtet man nicht auf die Augen oder den Mund. Die Kleidungen der Wissenschaftler sind gefühlt Copy und Paste aus den anderen Teilen und bei den Asari hätte ich mir mehr Vielfalt gewünscht. Generell, haben mir die Gesichtsanimationen wenig gefallen. Aber so schlimm wie einige Fans sie sehen, würde ich sie dennoch nicht einstufen.
-Gameplay: Eindeutig schneller und viel mehr Lichteffekte. Oft war ich verwirrt, was überhaupt abgeht und man fühlt sich gestresst. Wahrscheinlich war dies so auch gewollt, nur in den anderen Mass Effect-Teilen hat man taktisch überlegt wie man wen einsetzt und wo man sich versteckt. Jetzt springt meine Ryder nur lustig hin und her und hofft irgendwo Deckung zu finden, während Begleiter oft nur in der Gegend stehen und schießen. Es macht Spaß, so ist es nicht, aber etwas langsamer wäre es auch nicht schlecht gewesen.
Romanzen, Begleiter, NPCs: Meine F!Ryder hat sich Peebee als Romanze geschnappt und wurde nicht enttäuscht. Bioware hat gezeigt, dass es in Sache Charakterentwicklung wirklich was kann. Jeder Begleiter fühlte sich echt an und die Loyalitätsmissionen wie kleineren Missionen außerhalb, waren einfach nur genial. Gerade Jaal wurde zu meinem Favoriten, weil er anders ist. Oder unser Kroganer mit dem man einen lustigen Barkampf anfangen konnte. Es gab keinen Charakter, denn man nicht mochte. Anders als in der anderen Mass Effect-Trilogie (*hust* Jacob *hust*)
- Musik: Ich kann es nicht fassen, aber keines der Stücke hat mich berührt. Jedes Bioware-Spiel hat min. ein gutes Lied, was ich bis heute noch höre. Sei es Lelianas Lied aus Dragon Age oder Talis Rekrutierlied aus Mass Effect 2. Doch hier war keines, was mir im Gedächtnis blieb. Die Musik war vorhanden und hat zum Gameplay gepasst, keines war aber so ikonisch, wie ich es mir gewünscht hatte.

Fazit: Ich habe gewartet, vorbestellt und 60+ in Mass Effect Andromenda bereits hineingesteckt. Mein Hype wurde nicht ganz erfüllt, wahrscheinlich war er einfach zu groß. Dadurch kriegt ME:A von mir eine 3,5 von 5,0. Der dritte Teil der Mass Effect Reihe wird immer noch mein Liebling bleiben.
Barrelphobie--> Backphobie
  09.04.2017, 22:38
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@Elessar: Danke für deine Einschätzung. Sieht so aus, als wenn ich nicht um die Switch herumkomme.
Meine Gipfelnebelherrenhausstatistik (mitgespielt ab Runde 4)

Runden mitgespielt: 10,  Runden gewonnen: 5,  Runden verloren: 5,  Runden überlebt: 3,  von den Assassinen ermordet worden: 6,  von der Mehrheit gelyncht worden: 2, als Bürger gewonnen: 3, als Bürger verloren: 4, als Assassine gewonnen: 2, als Assassine verloren: 1
  10.04.2017, 15:16
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@lufel: Guter Review, dem ich größtenteils zustimmen kann.
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  12.04.2017, 09:17
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Ah, ok. Möglicherweise habe ich dann etwas vorschnell in die Tasten gehauen und dich nicht richtig verstanden :)

Ich antworte darauf mal extra, damit das in dem langen Beitrag nicht unter geht:
Das Missverständnis kann ich auch auf meine Kappe nehmen, schließlich habe ich in dem Beitrag zu Horizon Zero Dawn hauptsächlich negativ berichtet, weil ich ja den Grund dafür angeben wollte, warum das Spiel meiner Meinung nach nicht so gut ist, wie andere Spiele der selben Kategorie/"Gewichtsklasse". ;)

Nein, ich möchte es aber auf meine Kappe nehmen ;) :D Kann deine Argumentation nachvollziehen, keine Sorge und wie Hircine schon meinte... Oh Canada *sing und duck*
  24.04.2017, 13:13
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Persona 5!

Normalerweise bin ich nicht so der JRPG Fan, und von der Persona Reihe hatte ich vorher nur im Ansatz gehört. Ein Mitstudent war vor einigen Jahren sehr angetan von Persona 4 und erzählte mir, wie toll man da einen Schüler an einer Schule spielt... und ich denke mir nur, ich bin derzeit Schüler an einer Schule, wozu das noch spielen? Klingt ja nicht sehr aufregend.

Nachdem Persona 5 aber sehr hohe Wertungen bekommen hat (und ich endlich auch eine Sony Konsole mein Eigen nennen durfte), habe ich mich dazu entschieden, es einfach mal zu spielen. Ohne Reviews zu lesen. Ohne Trailer zu sehen. Ich wusste nur, dass es sehr auf die Story fokussiert sein soll, daher wollte ich mich nicht spoilern. Habe mir vorsichtshalber aber eine physische Kopie geholt, damit ich diese zur Not wieder verkaufen kann.

Es hat mich umgehauen. Man könnte das Gameplay weglassen und ich würde sagen, es ist einer der besten Animes, die ich gesehen habe. Die Story ist unglaublich fesselnd und die Spannung bricht selbst nach 60 Stunden nicht ab. Die Charaktere sind extrem lebendig und tief... es gibt Romanzen im spiel, soviel will ich mal zu Review-Zwecken vorweg nehmen. Denn ich habe Romanzen in einem Spiel noch nie so gut umgesetzt gesehen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen spürt man dank der "Echtheit" der Charaktere förmlich, dass sie sich wirklich lieben. Bei der Liebesbekundung eines Charakters des Hauptcharakters gegenüber war ich ge- und emotional berührter als von allen Liebesbekundungen, die ich in anderen Spielen zu hören bekommen habe.

Aber das sind nicht die einzigen Emotionen, die das Spiel weckt. Es macht einen großartigen Job darin, den Spieler mitzunehmen, und das liegt meiner Meinung nach auch daran, dass die gesellschaftlichen Themen, die das Spiel behandelt, realistisch sind. Was dort passiert könnte auch an jeder Schule und in jeder Gesellschaft passieren. Na gut, nicht alles, einiges davon ist stark auf Japan bezogen, denn das Spiel spielt in Tokyo. Aber auch das ist etwas, was mich sehr überrascht hat: Bei vielen Dingen dachte ich mir "viel zu übertrieben und unrealistisch, so was kann doch gar nicht passieren".
Und dann habe ich rechechiert und musste feststellen: Einige der Dinge, die auf mich unmöglich wirkten, sind in Japan Realität!

Das Spiel behandelt Themen wie Korruption, Mobbing, Misshandlung und Vergewaltigung, Mord und Selbstmord, Fake-News und Manipulation durch Medien und soziale Netzwerke, Machtlosigkeit, Verrat, Ungerechtigkeit, Verlust und Trauer, psychische Instabilität uvm.
Persona 5 ist sehr viel düsterer und ernster als es auf den ersten Blick aussieht. Aber das ist einer der Gründe, warum ich einen eher positiven Eindruck vom Spiel habe.
Es gibt aber auch noch einen "übernatürlichen" oder "magischen" Teil. Nicht dass jemand ein komplett realistisches Spiel erwartet.

Das Gameplay ist ziemlich schnell und knackig für ein JRPG, viele Kämpfe sind bereits zu Ende bevor die Gegner dran waren, wenn man ihre Schwächen ausnutzen kann, längere und anspruchsvollere Kämpfe mit komplexen Mechaniken kommen aber dafür bei Bossen und Minibossen zu tragen, um jene entsprechend episch zu machen. Außerhalb von Kämpfen besteht das Gameplay größtenteils daraus, die eigene Freizeit zu managen, und auch das wirkt sich direkt auf die Kampfstärke der eigenen Truppe aus und so können falsche Entscheidungen auch dafür sorgen, dass man vielleicht einen Schwierigkeitsgrad runter schalten muss.  :boxed:

Die Grafik ist technisch nichts besonders, dafür haben sie einen fantastischen Art Style, der so stark an Animes angelehnt ist, dass die Cutscenes richtige Anime-Sequenzen sind.
Die Musik ist klasse. Absolut nicht das, was ich sonst in Spielen höre, und trotzdem extrem passend. Vermutlich auch, weil das Setting nicht das ist, was ich sonst so in Spielen habe.
Hier einmal das Opening als Beispiel: https://youtu.be/kJIGlas15Uk?t=24

Kurze Vorwarnung, das Spiel gibt es nicht auf Deutsch, nur auf Englisch und Japanisch. Dafür sind die Synchronsprecher in beiden Sprachen absolut top.

Ich bin der Meinung, dass die Story noch das beste an Horizon Zero Dawn ist. Aber die Story von Persona 5 steckt die von HZD so was von in die Tasche.
Wenn es um ein Spiel des Jahres geht, dann schafft es dieses Spiel wohl eher in die engere Auswahl als Horizon. Für mich ist es auf Breath of the Wild Level, wobei sich die Spiele da zu stark unterschieden um klar zu sagen, welches mir besser gefällt.

Wer eine PS4 hat, Animes mag und auch JRPGs (darunter würde auch so was wie Pokemon fallen) nicht abgeneigt ist, für den würde ich Persona 5 als Pflichtkauf betrachten. Und wer keine PS4 besitzt und auch nicht vorhat, sich eine zu kaufen: Sucht euch ein Let's Play! Es lohnt sich!

Zum Schluss würde ich euch noch einen Trailer da lassen, aber wer bereits jetzt am Spiel interessiert ist, sollte sich ihn lieber nicht angucken. Es sind kleinere Spoiler enthalten, die ich bei anderen Spielen als komplett irrelevant ansehen würde, aber dieses Spiel profitiert immens davon, komplett "blind" gespielt (oder gesehen) zu werden. :)

http://www.youtube.com/watch?v=QnDzJ9KzuV4
« Letzte Änderung: 06.06.2017, 11:34 von Elessar »
~ Signatur ~
  06.06.2017, 03:41
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