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Umfrage

Feiert ihr Weihnachten?

Ich feiere Weihnachten, obwohl ich nicht gläubig bin.
23 (63.9%)
Ich feiere Weihnachten als christliches Fest.
7 (19.4%)
Ich feiere Weihnachten garnicht.
4 (11.1%)
Ich feiere Weihnachten nicht, meine Religion hat eigene Feste.
1 (2.8%)
Ich feiere Weihnachten, obwohl ich einer anderen Religion als dem Christentum angehöre.
1 (2.8%)

Stimmen insgesamt: 36

Thema: Feiert ihr Weihnachten?  (Gelesen 5764 mal)

  • Graf
    • Adel
Ich habe kurz überlegt, ob ich diese Woche eine Umfrage zu Amokläufen und Waffengesetzen machen soll. Doch dafür gibt es gewiss später noch genug Gelegenheiten, immerhin regen sich bereits erste deutsche Politiker, die das Waffengesetz verschärfen wollen. Kurz vor Weihnachten interessiert mich viel mehr, ob, wie und warum ihr Weihnachten feiert. Leider kann man in einer Umfrage nicht mehre Fragen stellen, darum ist die Umfrage etwas oberflächlich.


Wie feiert ihr Weihnachten, wenn ihr es denn feiert? Mit Familie, Geschenken und Weihnachtsbaum? Mit Freunden oder vielleicht garnicht?
Und warum? Aus religiösen Gründen, oder eher als säkulare Tradition?
  18.12.2012, 14:45
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  • Gräfin
    • Adel
Also ich feiere Weihnachten, bin aber nicht wirklich gläubig. Mir gefällt das Fest an sich einfach, bzw. wie meine Familie es feiert; es ist für mich also eher ein Familienfest und wenn ich irgendwann selbst feiere mit Familie / Mann, dann wird es vermutlich auf die heidnischen Bräuche beschränkt werden. Meine Eltern kommen aus christlichen Elternhäusern und hängen daher sehr an der Krippe bspw, mir würde ein Weihnachtsbaum ausreichen.
Schön finde ich auch unsere Form der "Bescherung": Wir packen immer nach der Reihe jeder ein Geschenk aus, nicht alle gleichzeitig. So kann man selbst sehen, wie derjenige sich über das Geschenk freut (oder auch nicht ^^) und kann zusehen, was die anderen von anderen geschenkt bekommen.

Da ich Traditionen mag, finde ich es persönlich immer ganz schrecklich, wenn Leute an Heiligabend dann irgendwann noch Party machen gehen. Für mich ist es ein Familienfest, Party machen kann ich noch genug im Jahr.

Wenig Verständnis habe ich auch für die Pseudo-Kirchengänger an Heiligabend. Wer an Gott glaubt, sollte dann auch regelmäßig gehen (bzw wird es vermutlich tun), wer es nicht tut, kann doch auch an Heiligabend der Kirche fern bleiben. Für mich ist das so ein "das macht man halt so"-Getue, vielleicht auch für manche ein wenig Beseitigung des schlechten Gewissens, weil man sonst nicht geht. Für mich ist das eher Ganz oder Gar nicht. Wer das Jahr über nicht geht macht sich in meinen Augen ein wenig lächerlich, wenn er aber an Weihnachten geht, weil man das halt so macht.

Aber naja, ist ja auch meine Meinung ^^


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  18.12.2012, 15:01
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  • Vampir
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Ich feiere Weihnachten in dem Sinne es steht (nämlich die Geburt Jesu) nicht sondern es ist ein Tag wo gemeinsam die Familie in der Heimat zusammenkommt und miteinander die Zeit verbringt. Das Verschenken fällt da auch immer angenehm knapp aus, das miteinander steht da ganz oben.

Der Gang zur Kirche ist Tradition aber nicht wegen Jesus geht sondern um den Tag einen anderen Ablauf zu geben.
Es ist für mich das einzige mal Kirche im Jahr, ist ok aber reicht auch volllkommen. Schande über mein Haupt, ich bin da wohl genau derjenige den Felidae in ihrem Beitrag kritisiert.  ;)

Was uns in die Kirche zieht ist die musikalische Umrahmung (Musikaufführungen in Kirchen kommen immer gut). Ich persönlich finde auch die wirre predigt immer eine amüsante Partie und außerdem treffe ich da auch immer alte Bekannte die man sonst nicht so treffen kann im Jahr und ich auch nicht will, das eine mal ist genug und ok.

Die Zeit um Weihnachten bis meist Neujahr in der Heimat nutze ich auch dafür mit alten Freunden etwas zu unternehmen, es sind stets Tage mit buntem Treiben und weniger Erholung.
Doch der 24. und 25. steht ganz im Sinne der Familie, mit Party oder sowas ist da zurecht nichts.
« Letzte Änderung: 18.12.2012, 15:13 von Aruhn »
"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin? Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!"
"Einen Staat, der mit der Erklärung, er wolle Straftaten verhindern, seine Bürger ständig überwacht, kann man als Polizeistaat bezeichnen." Ernst Benda (ehem. Präsident Bverfg)
  18.12.2012, 15:11
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  • Skelett-Magier
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Irgendwie einseitig, die Umfrage. Sehr bezogen auf Glauben. Aber gut. Ich bin konfirmiert, bin aber nicht wirklich gläubig und feiere Weihnachten.
  18.12.2012, 16:22
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  • Legionär
    • Legion
Ich feiere Weihnachten sowohl, als Geburt Jesu, als auch als Familienfest. Der Kirchgang an Weihnachten hat irgendwie etwas selbstverständliches.
Was ich auch gar nicht abkann ist Weihnachten feiern zu gehen. das ist einfach ein Tag, den man in Ruhe mit der Familie verbringen sollte und wo man nicht unbeingt die Sau rauslassen muss.

Wenig Verständnis habe ich auch für die Pseudo-Kirchengänger an Heiligabend. Wer an Gott glaubt, sollte dann auch regelmäßig gehen (bzw wird es vermutlich tun), wer es nicht tut, kann doch auch an Heiligabend der Kirche fern bleiben.

Ich bin gläubig (auch wenn ich längst nicht alles glaube, was in der Bibel steht, dafür muss man schon ziemlich Blind sein, vieles ist denke ich auch gar nicht wörtlich zu nehmen) und gehe ausser Weihnachten und Ostern und sonst 2-3 mal im Jahr eigentlich auch eher selten in die Kirche.
Aber ich finde, grade wenn man an Gott glaubt, braucht man dafür nicht unbedingt eine Kirche. Eine Kirche ist lediglich ein Gebäude, in dem man sich mit anderen (mehr oder weniger) gläubigen trifft, um diesen Glauben gemeinsam auszuleben.
  18.12.2012, 19:18
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  • Gräfin
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Ich bin gläubig (auch wenn ich längst nicht alles glaube, was in der Bibel steht, dafür muss man schon ziemlich Blind sein, vieles ist denke ich auch gar nicht wörtlich zu nehmen) und gehe ausser Weihnachten und Ostern und sonst 2-3 mal im Jahr eigentlich auch eher selten in die Kirche.
Aber ich finde, grade wenn man an Gott glaubt, braucht man dafür nicht unbedingt eine Kirche. Eine Kirche ist lediglich ein Gebäude, in dem man sich mit anderen (mehr oder weniger) gläubigen trifft, um diesen Glauben gemeinsam auszuleben.
Gegen diese Argumentation kann ich nichts sagen. Es geht mir auch eher um diejenigen, die einfach nur in die Kirchen gehen "weil man es eben tut", und nicht weil sie an Gott glauben.
Deine Einstellung zu (d)einer Religion finde ich übrigens eine gute, kein blindes Nachbeten der Bibel, sondern ein differenzierter Blick aufs Ganze und dann seinen eigenen, für einen selbst richtigen Weg, suchen.

Ich mache jetzt mal lieber nicht das Fass auf, dass auch die Bibel nur ein weiteres mythologisches Werk ist, dass viele Teile der griechischen (römischen) Mythologie kopiert und abkupfert ... ^^
« Letzte Änderung: 18.12.2012, 19:23 von Felidae »


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  18.12.2012, 19:20
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Ich, meine Schwester und mein Vater sind überzeugte Atheisten. Meine Mutter ist katholisch getauft und auch alles was sonst so mit katholiken passiert (= Firmung? Kenn mich da nicht aus), ist aber eigentlich auch nicht gläubig und praktiziert ihre Religion nicht.
Dennoch "feiern" wir jedes Jahr Weihnachten, d.h. es gibt was gutes zu essen und Geschenke (große Geschenke von den Eltern an die Kinder und kleine Geschenke von den Kindern untereinander und an die Eltern). Mit Religion hat das ganze garnichts zu tun und mit Tradition eben Datum und Geschenke gemeinsam. Von mir aus könnte man das Ganze aber auch weglassen, dann müsste ich mir nicht jedes Jahr die Mühe machen Geschenke zu besorgen. Allerdings komme ich aus der Schenkerei mit deutlichem Gewinn raus, von daher ist es wohl besser für mich weiter jedes Jahr Weihnachten zu feiern. :ugly:
  18.12.2012, 19:39
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Ich halte es wie Neo - Ich bin gläubig und feiere Weihnachten daher als christliches Fest. Ruhig und im Kreis der Familie, zu Hause. Zum "Feiern" habe ich zu Silvester oder der Wintersonnenwende genug Zeit.

Was den Kirchgang angeht, so stimme ich euch Beiden teilweise zu. Für mich ist es auf der einen Seite fragwürdig, "nur" an Weihnachten und Ostern in die Kirche zu gehen. Andererseits: Ein Kirchenbesuch ist "besser" als keiner.

@Feli: Mach nur :D Wer das nicht sieht ist meinhes Erachtens nach verblendet ;)
  18.12.2012, 19:42
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  • Skelett-Magier
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Ich gehe mittlerweile auch noch nur noch zu Weihnachten in die Kirche. Weshalb? Schöne Atmosphäre. Ob ich nun an Gott glaube oder nicht. Wenn man zu Hause mit der Familie Weihnachtslieder singt, sind die meisten bekannten auch in Weihnachtsgottesdiensten vertreten. Und dann doch lieber in eine schöne Kirche und mit einer großen Gemeinschaft den Weihnachtszauber erleben ;)
  18.12.2012, 19:52
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  • Gräfin
    • Adel
Naja gut, das mit der Atmosphäre kann ich wohl verstehen, ich fände es für mich trotzdem falsch - für mich ist's iwie scheinheilig.

Und, @Akki, ich glaube nicht dass es Gott beeindruckt, wenn ich 1x im Jahr in die Kirche gehe, aber weder mitsinge noch bete. Dann sagt er sich auch: warum ist die denn jetzt hier? ;)
Ich bin lediglich dann in der Kirche, wenn es 'erforderlich' ist: sprich bei Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen, Silberhochzeiten ... meinen Freunden und Verwandten zuliebe, denen das ggf. dann wichtig ist, mache ich das gern - singe aber weder mit, noch bete ich.

Außerdem mag ich Weihnachtslieder singen nicht :D


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- John Barrowman -
  18.12.2012, 19:57
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  • Assassine
    • Dunkle Bruderschaft
Nun, da hast du in der Tat recht.

Ich mag Weihnachtslieder im Allgemeinen nicht :D Zumindest ab... Dezember oder so.
  18.12.2012, 20:00
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  • Diplomat
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Ich feiere schon Weihnachten, obwohl ich und alle Leute in meinem Umfeld nich gläubig sind. Und in die Kirche bin ich zumindest in den letzten Jahren auch gegangen. Einfach, weil ich es schön finde. Ist halt stimmungsvoll, ausserdem finde ich das Krippenspiel immer sehr schön gemacht. Nicht zu vergessen, dass man viele Bekannte trifft, und diesen ein frohes Fest wünchen kann. Im Normalfall singe ich sogar mit, nur Beten eher nicht.

@Grom: Ich freu mich schon auf die Diskussion zum Waffenrecht.
We were -- waist deep in the Big Muddy
And the big fool said to push on.
  18.12.2012, 20:10
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  • Späher
    • Klingen
Bei mir ist das ganze eigentlich ein Familientreffen mit Geschenken und Weihnachtsdeko  :D, denn wirklich christlich gläubig ist kaum einer in der Familie, fast alles Atheisten.
Deshlab ist die Regelung bei uns so, dass immer eine Gruppe in die Kirche geht (Die "Ich-gehe-einmal-im-Jahr-in-die-Kirch-denn-ich-bin-ja-Christ-Leute") und die Anderen zu Hause bleiben.

Was ich eigentlich sehr schade finde, ist, dass die ursprünglich ruhige und gemütliche Weihnachtsstimmung immer mehr im Geschenke-Wahn, Weihnachtsshoppen und Kommerzialisierung des Festes untergeht, denn als Brauch schätze ich das Weihnachtsfest sehr.
Ich rufe in diesen Kreis, um sich dem Streit zu stellen:
Den, der zwischen Licht und Dunkelheit wandert.
Den, der Gerechtigkeit von Recht scheidet.
Den, der immer Schlichter und Richter ist.
Ich rufe den Goldenen Avatar!
  19.12.2012, 08:18
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  • Skelett
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Ich bin getauft und feiere Weihnachten. Ich weiß, dass es ein Christliches Fest ist und bei meiner Familie steht auch überall eine Krippe im Wohnzimmer.
Dennoch feiere ich es nicht als christliches Fest. Ich mag es einfach, man hat eine schöne Atmosphäre, sieht die Familie wieder, hat einen Anlass seinen Lieben was zu schenken (und was zu bekommen :D).

Bisher musste ich immer mit in die Christmette. Seit ich nicht mehr zuhause wohne pfeif ich drauf. XDD
Conny-Tessa
  19.12.2012, 09:12
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  • Graf
    • Adel
Irgendwie einseitig, die Umfrage. Sehr bezogen auf Glauben.
Worauf bezieht sich denn Weihnachten im eigentlichen Sinn?


Ich selbst feiere Weihnachten mit der Familie. Mit meinen Eltern und Geschwistern, sowie Partnern, die zuhause nicht feiern oder zu weit von ihrer Familie weg sind. Mit Weihnachtsbaum, bei dem die Kerzen, wider jede Vernunft, bis so weit unten hängen, das die Hunde sie runter wedeln können, mit Geschenken (und ich bevorzuge echte Geschenke, Geld oder Gutscheine brauche ich nicht, kaufen kann ich auch so), viel viel Essen und anschließenden Spielen.
Meine Eltern gehen zwar in die Kirche, ich selbst aber nicht. Ich bin zwar getauft, konfirmiert und noch nicht ausgetreten, aber nicht gläubig. Ich finde es unangenehm, geradezu heuchlerisch, zu Weihnachten in die Kirche zu gehen, obwohl man nicht glaubt. Der Gottesdienst ist ein Akt des Glaubens, den ich genug respektiere, um mich dort fehl am Platz zu fühlen. Ebenso finde ich, das die Weihnachtschristen durchaus mal tiefer über ihre Beweggründe nachdenken sollten. Ist eine Kirche ein Platz für "Athmosphäre", oder ein Ort an dem Menschen ihren Glauben ausüben? Man geht doch auch nicht wegen der "Athmosphäre" zum Zuckerfest in eine Moschee oder zum Jom Kippur in eine Synagoge.


@ Hircine, ich auch ;)
  19.12.2012, 09:16
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  • Skelett-Krieger
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Früher war das bei uns ein Familienfest, an dem ich - mehr aus Pflichtgefühl - teilgenommen habe.

Mittlerweile bin ich 700 km von meiner Familie entfernt - zumindest denen die noch leben. Wenn, dann würde ich Weihnachten mit meiner Familie feiern, einfach um sie wiederzusehen.

Das Fest war mir als Kind wichtig, als es Geschenke abzusahnen galt. Nachdem ich erwachsen wurde, wurde es mir zunehmend egal. Mittlerweile geht mir der ganze Kommerz-Rummel tierisch auf den Senkel.

Mit dem ursprünglichen christlichen Fest hat das ganze schon lange nichts mehr zu tun, ist mMn. völlig pervertiert worden. Insofern finde ich im Gegensatz zu Grom Oynox' Kritik, dass die Optionen etwas Einseitig sind, durchaus zulässig.

Wer an Gott glaubt, sollte dann auch regelmäßig gehen (bzw wird es vermutlich tun), wer es nicht tut, kann doch auch an Heiligabend der Kirche fern bleiben.

In einem anderem Thread hab ich dich kürzlich "Buddha sei dank" sagen gelesen, damit hast du schlagartig Punkte bei mir gewonnen. Die ziehe ich dir mit dieser Aussage wieder ab. :D

Ich verstehe zwar, was du mit deiner Aussage meintest. Dass es scheinheilig ist, in die Kirche zu gehen "weil es halt dazu gehört". Aber der obige Satz klingt so, als müssten alle Gläubigen auch Religiös sein und alle Ungläubigen hätten in der Kirche nichts zu suchen.

Meiner Meinung nach hat Glaube mit Religion erst einmal gar nichts zu tun. Ich kann sehr wohl an ein höheres Wesen glauben, ohne mich einer Religion anzuschließen. Es ist ein Grundpfeiler von Buddhas Lehren, dass jeder, der seine Lehren gründlich prüft, irgendwann zum gleichen Ergebnis kommen wird ("Erleuchtung") - und zwar unabhängig von Rasse, Geschlecht, Stammeszugehörigkeit oder Religion.

Spirituelle Reife äußert sich darin, eben nicht blind geistlichen Vordenkern nachzulaufen, sondern die Lehren selbst zu prüfen und zu eigenen Erkenntnissen zu gelangen. Soviel zum Thema, wer glaubt, sollte / wird auch Religion praktizieren.

Umgekehrt kann es durchaus sein, dass ein Ungläubiger irgendwann den Zugang zur Spiritualität findet, wenn er sich ab und zu in der Kirche einfindet. Viele "überzeugte Atheisten" wenden sich, wenn sie älter werden, wieder einer Religion zu.

Wenn wir jung, stark und unabhängig sind und keine Not leiden müssen, geben wir uns gern der Illusion hin, selbst die Fäden unseres Schicksals in der Hand und die Kontrolle über unser Leben zu haben. Erst wenn wir alt und schwach werden und dem Tode näher kommen, bröckelt dieses Selbstverständnis. Man könnte auch sagen, Atheismus ist ein bisschen "jugendlicher Hochmut".

Sorry für den langen, leicht abschweifenden Beitrag. Aber ihr kennt mich ja inzwischen, ich bin ein Laberhannes. :)

- Hanrok
« Letzte Änderung: 19.12.2012, 09:55 von Hanrok »
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  19.12.2012, 09:53
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Ich denke nicht, das Felidae diese Spitzfindigkeiten bei ihrem Post bedacht hat ;)

@ Buddha: Seit ich erfahren habe, das der Buddhismus die Frau als spirituell weniger wert bzw. weniger fähig betrachtet (man zeige mir buddhistische Nonnen), steht Buddhismus bei mir auf der gleichen Stufe, wie alle anderen großen Religionen.

Im übrigen glaubt jemand, der einfach so glaubt, nicht an Gott, denn "Gott" als Eigenname bezeichnet im Deutschen eine Entität des Christentums und des Judentums, genau genommen auch des Islam. Wer also nicht klar macht, das mit "Gott" nicht Jehova gemeint ist, wird so verstanden, als rede er von eben jenem.

Doch lasst uns das bei Bedarf an anderer Stelle diskutieren.


Ich wüsste nicht, welche anderen Optionen ich bei den begrenzten Möglichkeiten in die Umfrage hätte einbauen können.
  19.12.2012, 10:35
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  • Schildknappe
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Also ich glaube auch an einen Schöpfer, aber nicht an irgendeine Religion. Hab jetzt mal abgestimmt für: "Ich feiere Weihnachten, obwohl ich einer anderen Religion als dem Christentum angehöre."
Wobei ich es auch ein wenig scheinheilig finde, wenn Leute (inkl. mir) mit Freuden christliche Feiertage begehen und üblicherweise über diese ablästern.

           "Go ye now in peace. Let thy fate be written in the Elder Scrolls..."
  19.12.2012, 10:57
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  • Skelett-Krieger
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@Grom bzgl. Buddha

Und inwiefern unterscheidet sich das von allen anderen Religionen, Ideologien und Thesen jener Zeiten?

Die Stellung von Frauen war schon immer abhängig von der Zeit und Gesellschaft. Das ist ein soziales Phänomen und hängt damit zusammen, in welchem Umfeld Menschen aufwachsen und wie sie erzogen werden.

Religion kann Erziehung und Sozialstruktur prägen, wird aber ebenso durch diese geprägt. Das ist ein zweischneidiges Schwert. Der einzige Vorwurf, der sich daraus ableiten lässt, ist dass selbst buddhistische Vordenker damals nicht Weiser waren, als alle anderen.

Das ist ein fundamentales Problem jeder Religion oder Ideologie: Sie ist ein Ideal, das von Menschen gelebt wird, nicht von unfehlbaren Heiligen.

Du hast aber Recht, dass diese Diskussion an anderer Stelle fortgesetzt werden sollte.

- Hanrok
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  19.12.2012, 11:15
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Man feiert die Feste, wie sie eben fallen  :)

Zur Zeit der Einführung des Julianischen Kalenders lag die Wintersonnenwende auf dem 25. Dezember. (Lange) Bevor die Wüstenrelegionen (und also auch das Christentum) erfunden wurden, feierte man in den nordeuropäischen Landen zur Wintersonnenwende das Julfest, was sich auch heute noch sprachlich im Wort für Weihnachten widerspiegelt:

julen - Dänisch/Norwegisch/Schwedisch
jõulud - Estnisch
joulu - Finnisch
jól - Isländisch

Ostern fällt auf den Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond (Frühling), wo allerorten (unabhängig von der Religion) schon immer gefeiert wurde. Alle christlichen Feiertage wurden - aus gutem Grund - auf bereits bestehende Festtage gelegt: christianisierten Völkern fiel die "Umstellung" leichter.

Weihnachten ist ein kirchliches Fest. Die meisten Postings hier stammen von Atheisten, Häretikern oder Renegaten. Anscheinend hat mit dem kirchlichen Feiertag keiner mehr was am Hut - was m. E. kein Schaden ist...

:horse:




Stephen Hawking: "IQ-Tests sind nur was für Looser."
  19.12.2012, 13:29
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