Nirn.de

Gast

Umfrage

Feiert ihr Weihnachten?

Ich feiere Weihnachten, obwohl ich nicht gläubig bin.
23 (63.9%)
Ich feiere Weihnachten als christliches Fest.
7 (19.4%)
Ich feiere Weihnachten garnicht.
4 (11.1%)
Ich feiere Weihnachten nicht, meine Religion hat eigene Feste.
1 (2.8%)
Ich feiere Weihnachten, obwohl ich einer anderen Religion als dem Christentum angehöre.
1 (2.8%)

Stimmen insgesamt: 36

Thema: Feiert ihr Weihnachten?  (Gelesen 4147 mal)

  • Gräfin
    • Adel
Wer an Gott glaubt, sollte dann auch regelmäßig gehen (bzw wird es vermutlich tun), wer es nicht tut, kann doch auch an Heiligabend der Kirche fern bleiben.

In einem anderem Thread hab ich dich kürzlich "Buddha sei dank" sagen gelesen, damit hast du schlagartig Punkte bei mir gewonnen. Die ziehe ich dir mit dieser Aussage wieder ab. :D

Ich verstehe zwar, was du mit deiner Aussage meintest. Dass es scheinheilig ist, in die Kirche zu gehen "weil es halt dazu gehört". Aber der obige Satz klingt so, als müssten alle Gläubigen auch Religiös sein und alle Ungläubigen hätten in der Kirche nichts zu suchen.
Ai ai, also so sollte es nun wirklich nicht rüber kommen. Vielleicht ist es besser, wenn ich den Satz umsortiere und daraus "Wer in die Kirche geht, sollte auch an Gott glauben" machen (davon ausgenommen sind Dinge wie Hochzeiten etc. wo man das Ganze eher aus Nettigkeit macht). Das würde allerdings das "alle Ungläubige hätten in der Kirche nichts verloren" nicht besser machen. Mmmh ... ich muss aber zugeben, dass ich nicht verstehe, was ein Nichtgläubiger denn in einer Kirche macht? Bei Hochzeiten etc okay, aber sonst? Natürlich kann jeder das machen wie er will, und ich würd auch niemanden ausschimpfen, weil er trotz fehlendem Glaube wegen der Stimmung in die Kirche geht. Aber für mich ist das irgendwie inkonsequent und scheinheilig, immer bedingt, dass man es nur tut, "weil man es halt so macht". Wer die Stimmung mag, geht ja aus diesem Grunde hin :)

Btw. wieso Pluspunkte durch den Spruch "in Buddhas Ohr"? ^^ Ich bin keineswegs Buddhistin, finde es aber eine angenehme Abwechslung zum "dein Wort in Gottes Ohr" - ist eigentlich nur ein Spruch und sagt nichts über meine Religion oder meinen Glauben aus ;)

Wobei ich es auch ein wenig scheinheilig finde, wenn Leute (inkl. mir) mit Freuden christliche Feiertage begehen und üblicherweise über diese ablästern.
Naja, Weihnachten ist ja ursprünglich auch nicht christlich, sondern wie Ostern ein heidnisches Fest - auf das die Christen passend ihre christlichen Feiertage gelegt haben, weil da ja eh schon was gefeiert wird ;)

Weihnachten ist ein kirchliches Fest. Die meisten Postings hier stammen von Atheisten, Häretikern oder Renegaten. Anscheinend hat mit dem kirchlichen Feiertag keiner mehr was am Hut - was m. E. kein Schaden ist...
Nö, Agnostiker sind auch vertreten ;)


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  19.12.2012, 18:48
  • Offline


  • Gelehrter
    • Magiergilde
Ich bin zwar gläubig, aber nicht religiös und gehe auch nicht in die Kirche.
Aber Weihnachten feiere ich trotzdem, jedoch nicht als christliches Fest, sondern als besinnliches Fest mit Familie und Freunden.
Natürlich ist es stressig die ganzen Geschenke zu besorgen, aber ich finde das Schönste am Weihnachtsfest ist eigentlich, zu sehen, wie sich jemand über das freut, was man gedankenvoll ausgesucht hat.
LG Richard

btw: Weihnachten ist allein schon wegen der Weihnachtslieder schön.
  19.12.2012, 19:14
  • Offline


  • Skelett-Krieger
    • Untot
Mmmh ... ich muss aber zugeben, dass ich nicht verstehe, was ein Nichtgläubiger denn in einer Kirche macht?

Spiritualität ist mehr, als nur in der Kirche auf die Knie zu fallen und einem höheren Geist zu huldigen. Nicht jeder Gläubige, der in die Kirche geht, tut das um zu beten. Und nicht jeder, der beten will, muss dafür in die Kirche gehen.

Ich denke, jeder der sich - wenn auch nur einmal im Jahr - am spirituellen Leben und seinen Riten beteiligt, ist im Grunde ein spiritueller Mensch. Auch wenn es ihm selbst vielleicht gar nicht bewusst ist.

Spiritualität ist auch keine Frage von ganz oder gar nicht - jeder nimmt davon mit, soviel er braucht.

ist eigentlich nur ein Spruch und sagt nichts über meine Religion oder meinen Glauben aus

Darum hab ich sie dir ja auch wieder abgezogen. :D

Die Bemerkung von mir war auch eher als humorvolle Überleitung gedacht. Ich bin auch nicht buddhistisch. Aber wenn ich mich einer Religionsgemeinschaft anschließen würde, dann vermutlich am ehesten dem Zen-Buddhismus. ;)

- Hanrok
Save Nirn.de!
  20.12.2012, 09:55
  • Offline
  • Google+


  • Neuling
    • Neuling
... Ich bin auch nicht buddhistisch. Aber wenn ich mich einer Religionsgemeinschaft anschließen würde, dann vermutlich am ehesten dem Zen-Buddhismus. ;)
- Hanrok

Tja, nun ... Wie auch immer man versucht, Zen zu klassifizieren - eine Religion(sgemeinschaft) ist er gewiss nicht. Am ehesten trifft wohl die Bezeichnung zu, die die  Stanford Encyclopedia of Philosophy benutzt: Anti-Philosophie.  ;)
Stephen Hawking: "IQ-Tests sind nur was für Looser."
  20.12.2012, 11:53
  • Offline


  • Schildknappe
    • Legion
Zitat
Spiritualität ist auch keine Frage von ganz oder gar nicht - jeder nimmt davon mit, soviel er braucht.
Und wenn es ihm dabei Geschenke und Freizeit einbringt, dann nimmt er es besonders gerne mit.
Tatsache ist doch, dass wir Weihnachten begehen, weil das Christentum diesen Brauch übernommen und zu dem eigenen gemacht hat. Also dürften anders Gläubige dieses Fest nicht auf diese Weise feiern wie es die Meisten trotzdem tun. Konsequent wäre es also, es wie die Zeugen Jehovas zu machen und diese Zeit als ganz normale Freizeit zu verbringen. D.h. aber auch keine Geschenke, keine Lieder, keine Dekoration. Es sei denn ihr sagt, dass ihr dieses Fest wie die Heiden von damals feiert und diesen Glauben immernoch praktiziert.

edit: @Hanrok nicht auf dich beziehen. Du hast ja geschrieben, dass du mit zunehmenden Alter Weihnachten nicht mehr feierst. Ich meine eher die 19 Leute, die Weihnachten feiern, obwohl sie nicht gläubig sind.
« Letzte Änderung: 20.12.2012, 16:27 von Noah Janus »

           "Go ye now in peace. Let thy fate be written in the Elder Scrolls..."
  20.12.2012, 13:04
  • Offline


255

  • Gelehrter
    • Magiergilde
Also dürften anders Gläubige dieses Fest nicht auf diese Weise feiern wie es die Meisten trotzdem tun. (...)
Ich meine eher die 19 Leute, die Weihnachten feiern, obwohl sie nicht gläubig sind.
Wie meinst du das? Gerade weil ich nicht gläubig bin, bin ich an keine religiösen Regeln, Traditionen und Vorschriften gebunden und darf Feste feiern wie und wann ich dazu Lust habe. Es "zwingt" mich ja nur bloß nichts dazu, überhaupt zu feiern oder aus einem Ganz bestimmten Grund zu feiern. Mir schreibt niemand vor, die Geburt Jesus' oder irgendwelche Götter zu feiern, ich feiere meine Geschenke, weils mir Spaß macht. Dass sich das ganze "Weihnachten" nennt und an einem bestimmten Datum regelmäßig stattfindet, liegt an der Gewohnheit und an den dort liegenden gesetzlichen Feiertagen.
  20.12.2012, 17:43
  • Offline


  • Schildknappe
    • Legion
Ich meine eben diese Einstellung, dass man kirchliche Feste gerne mitnimmt, weil es einem selber zum Vorteil gereicht. Du hast Recht, dass du Feste feiern kannst wie du willst. Nichts hindert daran es nicht zu tun. Wenn man jedoch konsequent in seiner Meinung zu Religion und dem Christentum ist, sollte man auch diese Feiertage nicht begehen.

           "Go ye now in peace. Let thy fate be written in the Elder Scrolls..."
  20.12.2012, 18:00
  • Offline


  • Schwertkämpfer
    • Kriegergilde
Eher umgekehrt. Weihnachten ist ja bekanntermassen ein heidnisches Fest und hat gar keinen christlichen Hintergrund. Die ganze "Jesus ist an Weihnachten geboren Geschichte" wurde extra erfunden, damit die frisch getauften Germanen trotzdem ihr Sonnenwendfest feiern können.
Somit müssten gläubige Christen eigentlich Weihnachten ablehnen. Und Ungläubige können die Sau rauslassen.
Meine Gipfelnebelherrenhausstatistik (mitgespielt ab Runde 4)

Runden mitgespielt: 10,  Runden gewonnen: 5,  Runden verloren: 5,  Runden überlebt: 3,  von den Assassinen ermordet worden: 6,  von der Mehrheit gelyncht worden: 2, als Bürger gewonnen: 3, als Bürger verloren: 4, als Assassine gewonnen: 2, als Assassine verloren: 1
  20.12.2012, 20:05
  • Offline


  • Knecht
    • Dunkle Bruderschaft
Richtig, die Wintersonnenwende wurde bereits weitaus früher als das christliche Weihnachten gefeiert. Vermutlich 2000-3000 Jahre vor Christus. Auch Feste wie die Heiligen Drei Könige, wurden bereits 400 v.Chr. in Ägypten und im Römischen Reich gefeiert (siehe die Götter Sol oder Aion/Äon u. deren Biographien, die der von Jesus extrem stark ähneln). Alleine die Geschichtlichen Fakten sind Grund genug, dass ich jedes Jahr aufs Neue erschaudere und mir die Frage stelle, warum es Menschen gibt die diesen christilichen Quatsch trotzdem glauben und feiern, als wäre er echt.  :rolleyes:

Ich für meinen Teil feiere das kommerzielle Weihnachten und die familiäre Zusammenkunft, als die Geburt eines (wie es scheint) Fabelwesens.  :lachen:
  20.12.2012, 21:29
  • Offline


  • Gräfin
    • Adel
Ich für meinen Teil feiere das kommerzielle Weihnachten und die familiäre Zusammenkunft, als die Geburt eines (wie es scheint) Fabelwesens.  :lachen:
Niemand hat gesagt, es hätte Jesus nicht gegeben ;)


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  20.12.2012, 21:40
  • Offline


  • Schildknappe
    • Legion
Niemand hat gesagt, es hätte Jesus nicht gegeben ;)
So ist es  :) Und niemand kann bestreiten, dass es Weihnachten in unserer Zeit gibt, weil das Christentum diesen Tag erwählt hat, Jesu Geburt zu feiern. Oder feiert hier irgendjemand, weil die Tage danach wieder anfangen länger zu werden? Daher verstehe ich die Leute, die an diesem Tag "die Sau rauslassen" noch eher, als jene die aufgrund der Gewohnheit und des schönen Gefühls mal wieder ein christliches Gotteshaus besuchen. Auch die alten Germanen waren religiös. Die haben nicht gefeiert, nur um mal wieder einen drauf zu machen. Wobei das bestimmt auch wilde Burschen waren  ;) Ich finde einfach, man sollte christliche Feste nicht wie ein Christ begehen, wenn man grundsätzlich diese Religion verachtet.

           "Go ye now in peace. Let thy fate be written in the Elder Scrolls..."
  20.12.2012, 22:35
  • Offline


  • Gräfin
    • Adel
Ich verachte diese Religion ja nicht ;)

Naja ist heutzutage kein einfaches Thema ... mein Freund ist ein anti-Weihnachts-Mensch, das ist für mich echt nicht so einfach. Wenn wir irgendwann mal zusammen feiern sollten, wird das ein ziemlich heikles Thema :lachen:


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  20.12.2012, 23:07
  • Offline


  • Knecht
    • Dunkle Bruderschaft
Niemand hat gesagt, es hätte Jesus nicht gegeben ;)

Für dich Offtopic:
Klappbox
Historische Beiweise gehen aber gegen null. Die überlieferten Geschichten von Jesus sind 1:1 Kopien von anderen Religionen (Jungfräuliche Geburt, Epiphanie, Symposion, Apollonios von Tyana, Mithras -> (Abendmal, 12 Jünger, Auferstehung, Himmel/Hölle) etc. Alles so übernommen und Quatsch von vorgestern.
Da schonmal die Bio von Jesus so nicht stimmt; die Bibel als Referenz (von Schreibern die ihre Quellen von Erzählungen, von Erzählungen, von angeblichen Zeugen haben) völlig unglaubwürdig ist; bis hin zu den außerchristlichen Notizen zu Jesus die auch fast gegen null gehen, wenig Wahrheitsgehalt besitzen und jemanden der Jesu sein könnte, höchstens beiläufig und unbedarft erwähnen. Die historische Figur Jesus von Nazareth kann bis heute nicht einwandfrei (wenn überhaupt) nachgewiesen werden. Eine (anscheinend) so wichtige Figur im damaligen Weltgeschehen wurde also nur als Gerücht erwähnt und hat selbst keine Schriftstücke verfasst; u. warum wurde erst so spät nach seinem Tod über ihn geschrieben? etc.
Es gibt darüberhinaus genügend Gründe/Forscher die sagen, dass es Jesus nicht gegeben hätte.
Deine Behauptung kann übrigens schonmal nicht richtig sein, da ich sage es hat Jesus nicht gegeben. In der Beweispflicht stehen diejenigen, die seine Existenz anhand von historischen Fakten beweisen wollen. Dies ist bis heute nicht gelungen.

Klingt für mich alles so plausibel, faktisch bewiesen und unheimlich geistreich wie der Weltuntergang am 21.12.2012!

:lmao:

@Noah
Nicht das Christentum... Papst Julius I war das (-> Mithras wegen). Das Christentum als Institution hat das gleiche gemacht, was du an uns anprangerst: Bereits vorhandene Festtage nehmen, zu seinem Vorteil verändern und nutzen. Wenn ich das also nicht machen darf, dann sollst du gefälligst Weihnachten irgendwann im Sommer feiern oder wann auch immer Jesus angeblich geboren worden ist (wenn überhaupt). Deal?
  20.12.2012, 23:15
  • Offline


  • Gräfin
    • Adel
@Taker: das kommt immer darauf an:
Es ist sehr wahrscheinlich, dass es die biblische Jesus-Person, also so, wie er in der Bibel beschrieben wird, nicht gegeben hat, da stimme ich wohl zu.
Das bedeutet nicht, dass sich das Christentum bzw. das Neue Testament nicht auf einem wahren historischen Kern bezieht. Irgendwer muss das ganze ja angeleiert haben, sonst gäbe es das Christentum ja nicht. Es komt halt immer darauf an, wie wörtlich man das Ganze nimmt.
Ich denke schon, dass es eine Person gegeben hat, die eine neue Abspaltung der Juden begründet hat, inwieweit sich das Ganze dann über Erzählungen etc. verherrlicht und mythisiert hat, wäre interessant zu untersuchen.
Wir sehen das doch auch an den antiken Mythen: etwas Wahres steckt immer irgendwie dahinter, und wenn es nur Ausdruck einer bestimmten Absicht des Verfassers ist. Da es aber immer Persönlichkeiten, bzw charismatische Personen benötigt, um eine Abspaltung einer Gruppe zu initiieren (es kommen ja nicht plötzlich 100 Leute auf den gleichen Gedanken, einen oder mehrere Anführer gibt es immer), kann ich es mir sehr gut vorstellen, dass es eine Person gegeben hat, aus der schließlich Jesus wurde.
Man muss dabei halt immer die Eigendynamik und Hintergründe von Mythen bzw. Mythologie und deren Erzählungen beachten, weshalb man auch in diesem Falle nicht untersuchen kann: hat es gegeben oder hat es nicht gegeben, das ganze ist wesentlich vielschichtiger, zumal eine mögliche mündliche Überlieferung das Ganze nochmal erschweren würde. Daher sind solche Erzählungen auch niemals "Quatsch", es sei denn man ist so kurzsichtig, und betrachtet das Ganze allein wörtlich ;)
« Letzte Änderung: 20.12.2012, 23:28 von Felidae »


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  20.12.2012, 23:27
  • Offline


  • Schildknappe
    • Legion
@ Taker:
Ich nehme mich von dieser Kritik nicht aus. Auch ich feiere dieses Fest mit Geschenken und Familie am 24./25.12 allein der Gewohnheit und meiner Familie wegen. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass wir eine Religion wie das Christentum brauchen, als Gegenpol zur materialistischen Gesellschaft (Ja ich weiß Weihnachtszeit im Einkaufszentrum bedeutet Hochkonjunktur. Dennoch). Leider verwehrt mir mein Verstand den Glauben an die Bibel. Weihnachten wird im modernen Christentum übrigens symbolisch gefeiert und nicht als der wirkliche Geburtstag von Jesus.
Ich bezweifle, dass so eine bewegende Gestalt nicht wirklich existiert haben soll. Es gibt meines Wissens nach übrigens sogar außerchristliche Quellen, wie römische Amtsbriefe, die eine Existenz Jesu voraussetzen. Was außerdem sehr erstaunlich ist: Niemand aus dieser Zeit scheint die Wunder Jesu anzweifeln zu wollen (auch wenn ich das tue). Man hat Jesus vielleicht Vieles angedichtet, aber als Fabelwesen würde ich ihn jetzt nicht bezeichnen.
Und ja der Papst als Oberhaupt des römisch-katholischen Christentums war das. Trotzdem ist und bleibt es seitdem ein christliches Fest.
Woher stammt deine Quelle Taker?

P.S.: Wollte den Beitrag jetzt nicht löschen weil Felidae schneller war  ;)

           "Go ye now in peace. Let thy fate be written in the Elder Scrolls..."
  20.12.2012, 23:43
  • Offline


  • Gräfin
    • Adel
Naja, man muss bedenken, dass zur Zeit "Jesu" die Antike ja noch in vollem Gange war und der Glaube an Mythen und Götter durchaus präsent. Natürlich schien es da den wenigsten abwegig, dass es möglich sei, durch die Hilfe eines Gottes Wasser in Wein zu verwandeln etc.
Von daher ist es gar nicht so erstaunlich, dass niemand die Wunder anzweifelt, die Jesus gewirkt haben soll ;) Du kannst ja nicht von der heutigen "aufgeklärten" Sicht auf Götter ausgehen ;)

P.S. Im 4. Jh. gab es nur das Christentum, keine Unterscheidung in katholisch / evangelisch ... Also ist schon Papst = Christentum zu setzen (wenn ich euch beide bzw. eure Diskussion jetzt richtig verstehe).
« Letzte Änderung: 20.12.2012, 23:57 von Felidae »


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  20.12.2012, 23:54
  • Offline


  • Knecht
    • Dunkle Bruderschaft
Daher sind solche Erzählungen auch niemals "Quatsch", es sei denn man ist so kurzsichtig, und betrachtet das Ganze allein wörtlich ;)
Dann differenziere ich mal: Jesus und co. sind historisch gesehen Kvatch! Alles andere ist Glaube und interessiert mich nicht im Geringsten. Zudem ist dein Glaube, dass ein wahrer Kern existieren muss, mehr als optimistisch.

@Noah Janus
Wieso sollten wir eine Religion als Gegenpol brauchen? Das ist eine lediglich eine Annahme von dir. Weihnachten im 21. Jahrhundert ist so materialistisch wie sonst nichts im ganzen Jahr!
Die römischen Amtsbriefe sind lediglich Notizen in denen Jesus (wenn er beiläufig erwähnt wird), oft mit einer bestimmten Intention miteinbezogen wird. Also wieder subjektiv und somit nutzlos für geschichtliche Zwecke. Oft kann auch nicht zweifelsfrei bestimmt werden ob es sich überhaupt um Jesus handelt. Laut Wiki fangen die ersten außerchristlichen Notizen ab ca. 52 n.Chr. an... wieder das gleiche Problem wie mit der Bibel. Diese sind auch wieder christlich beeinflusst, also meh.
Ich für meinen Teil würde ihn als Fabelwesen, Alien oder was auch immer bezeichnen. Die Sachen die ihm nachgesagt werden, könnte Superman nichtmal besser machen.
Welche Quelle zu welchem Thema meinst du? Vieles findest du mit Google und entsprechenden Hintergrundwissen. Wiki hat ziemlich wenig Informationsgehalt zu solchen Themen (ausgenommen Jesus)... z.B. Osiris, Anubis Artikel.
« Letzte Änderung: 21.12.2012, 00:39 von Taker34 »
  21.12.2012, 00:23
  • Offline


  • Gräfin
    • Adel
Daher sind solche Erzählungen auch niemals "Quatsch", es sei denn man ist so kurzsichtig, und betrachtet das Ganze allein wörtlich ;)
Dann differenziere ich mal: Jesus und co. sind historisch gesehen Kvatch! Alles andere ist Glaube und interessiert mich nicht im Geringsten.
Wenn das der Fall ist, dann solltest du nicht mehr über Glaube diskutieren ;) Sich nur das rauszupicken, was einem in den Kram passt, und alles andere auszublenden, weil es dich nicht interessiert, ist inkonsequent und kann nicht dazu führen, dass du eine vernünftige (wissenschaftliche) Sicht der Dinge erhälst. Wenn du drüber diskutierst, musst du alle Faktoren beachten.

Zudem ist dein Glaube, dass ein wahrer Kern existieren muss, mehr als optimistisch.
Das kommt darauf an, was ich als "wahrer Kern" betrachte. Die Suche nach dem kleinen bisschen, was tatsächlich passiert ist, innerhalb von Mythen war eine Vorgehensweise, die die Geschichtswissenschaft des 19. Jahrhunderts praktizierte. Heutzutage wird eher daraufhin untersucht, was uns das Ganze über den Autor, die Hintergründe, die Adressaten und die Umwelt verrät. Da dieses immer auch zum "wahren Kern" gehört, wie ich finde, bin ich nicht "mehr als optimistisch", sondern sehe das ganze aus einem geschichtswissenschaftlichen Blickwinkel. Vielleicht war der Ausdruck "wahrer Kern" hier missverständlich, da sich das nicht auf die "Person Jesus" bezieht sondern darauf, dass sich das Christentum quasi einen "Gründervater" geschaffen hat, der etwas toller war, als vielleicht die alten Männer, die das Ganze damals tatsächlich ins Leben gerufen haben. Es kann auch sein, dass man von den tatsächlichen Gründervätern nichts mehr wusste oder diese im Nachhinein heroisiert wurden. Letztendlich können wir das aufgrund der Quellenlage vermutlich nie ganz wissen. Eine Intention lässt sich allerdings aus meiner Sicht durchaus erkennen und auch spricht nichts dagegen, dass es eine oder mehrere Personen / Anführer gegeben haben MUSS, die sich das Christentum als Abspaltung zum Judentum 'ausgedacht' haben. Aufgrund des kulturellen Hintergrundes ist eine Entwicklung von Mythen daher mehr als nachvollziehbar.

P.S.
@Taker: 52 n. Chr. war rein gar nichts christlich geprägt ... da waren die Christen noch arme verfolge Mitglieder einer Sekte ;)

Nimm es mir nicht übel, aber ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass du die antike Mythologie nicht verstehst ... sie hat so viel mehr Facetten und Schichten, an die du offenbar gar nicht denkst mit deiner platten schwarz-weiß-Sicht auf dieses Thema ;) Es geht nicht um wahr oder falsch, historisch oder nicht historisch - sondern um Intention, damalige Kultur / Glaube / Weltvorstellungen etc. pp.
« Letzte Änderung: 21.12.2012, 00:41 von Felidae »


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  21.12.2012, 00:35
  • Offline


  • Graf
    • Adel
Was hieltet ihr davon, anstatt laufend Fakten (wahr oder nicht) zu präsentieren, dafür oder dagegen zu argumentieren, mal eine These aufzustellen? Ihr redet und redet, und habt dabei sicher recht, sagt aber nichts.


Dazu, welchen Sinn Religion hat, will ich mal einen Witz von Morag Tong zitieren.
Klappbox
Irgendwie philosophisch, und doch witzig zugleich:

Ein Philosophie-Professor stand vor seinem Kurs und hatte ein kleines Experiment vor sich aufgebaut: Ein sehr großes Marmeladenglas und drei geschlossene Kisten. Als der Unterricht begann, öffnete er die erste Kiste und holte daraus Golfbälle hervor, die er in das Marmeladenglas füllte. Er fragte die Studenten, ob das Glas voll sei. Sie bejahten es.

Als nächstes öffnete der Professor die zweite Kiste. Sie enthielt M&Ms. Diese schüttete er zu den Golfbällen in das Glas. Er bewegte das Glas sachte und die M&Ms rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob das Glas nun voll sei. Sie stimmten zu.

Daraufhin öffnete der Professor die dritte Kiste. Sie enthielt Sand. Diesen schüttete er ebenfalls in das Glas zu dem Golfball-M&M-Gemisch. Logischerweise füllte der Sand die verbliebenen Zwischenräume aus. Er fragte nun ein drittes Mal, ob das Glas nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig "ja".

Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor, öffnete diese und schüttete den ganzen Inhalt in das Glas und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten.

"Nun", sagte der Professor, als das Lachen nachließ, "ich möchte, dass Sie dieses Marmeladenglas als Ihr Leben ansehen.

Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem Leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem noch erfüllend wäre."

Er fuhr fort: "Die M&Ms symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten."

"Falls Sie den Sand zuerst in das Glas geben", schloss der Professor fort, "hat es weder Platz für die M&Ms noch für die Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand."

Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren soll.

Der Professor schmunzelte: "Ich bin froh, dass Sie das fragen. Das zeigt ihnen, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es ist immer noch Platz für ein oder zwei Bier."
Diese Golfbälle sind der wesentliche Lebensinhalt eines Menschen. Das Beispiel unterschlägt allerdings, das einer der Golfbälle rot ist. Dieser roter Golfball ist das, wodurch sich der Mensch definiert. Das, was sich der Mensch zum wesentlichen Faktor für sein Leben erwählt, das was ihm von allen Dingen am wichtigsten ist. Sein persönlicher Sinn des Lebens sozusagen.

Bei manchen Menschen vermag dieser rote Ball anzuschwellen, auf die Größe eines Tennisballs, dann redet man von einem Enthusiasten oder abwertend von einem Spinner. Von jemandem, der diesen roten Ball als wesentlich wichtiger ansieht, als die Golfbälle. Und es gibt Menschen, bei denen der Rote Ball so weit anschwillt, das das Glas fast gänzlich ausgefüllt ist. Lediglich etwas Sand passt noch in die Ecken. Diese Leute nennt man Fanatiker. Solange der Ball nicht anschwillt, sind das Leben und die Prioritäten des Menschen ausgewogen, ohne das der Mensch etwas vernachlässigt.


Dieser rote Ball kann vieles Sein. Das hängt von Veranlagung, Erziehung und der Gesellschaft ab. In aller Regel ist dieser Ball mit Weltanschauung gefüllt. Denn die definiert die Art und Weise, wie wir an Dinge heran gehen. Wie wir unsere Kinder erziehen, wie uns präsentieren, wir in Extremsituationen reagieren usw.

Aber unsere Weltanschauung definiert auch unsere Einstellung, unsere Werte, Normen und Moralvorstellungen. Sich eine eigene Weltanschauung zu schaffen ist schwer und erfordert neben einem eigenständigen Willen einen offenen Geist, Intelligenz und Bildung. Das sind Dinge, an denen es Vielen mangelt (was keinesfalls bedeutet, das es religiösen Personen automatisch daran mangelt) darum nimmt man mit großer Freude bestehende Konzepte. Und wenn man über seinen mitteleuropäischen Tellerrand hinausschaut, stellt man fest, das das bei einem überwältigenden Großteil der Menschheit eine bestehende Religion ist. Hierzulande macht sich eine Weltanschauung breit, die genauso gefährliche Auswüchse annehmen kann, wie es an anderer Stelle die Religion tut oder tat, und das ist das Bild der Statussymbol-Gesellschaft. In Zeiten, wo eigentlich alles im Überfluss vorhanden ist, neigt der Mensch zur Verschwendung, um seiner Eitelkeit gerecht zu werden, sich über andere zu erheben und sich vor anderen gut zu stellen. Doch Dekadenz geht immer zu Lasten der Schwachen. Heute sind das keine Leibeigenen, die ihren Zehnt zu entrichten haben, heute sind das Menschen aus der dritten Welt, die für uns schuften und in dem Pfuhl den unsere Gesellschaft hinterlässt vegetieren. Aber das ist eine andere Sache.

Was ich eigentlich sagen will ist, das Religion den Menschen Halt und einen Platz in der Welt gibt. Einen roten Faden, der ihrem Leben, so erbärmlich es auch sein mag, einen Sinn gibt. Dabei ist die wörtliche Überlieferung der Grundlage einer Religion und deren Wahrheitsgehalt irrelevant. Die Weltanschauung, die sich daraus ergibt es wichtig. Jemand der von Gott oder Jesus spricht, mag auf den ersten Blick von Entitäten sprechen, eigentlich aber davon, für was sie stehen. Religiöse Figuren sind in der Regel bildliche Darstellungen eines abstrakten Sinns, der ohne die Person als Metapher von einfachen Gemütern nicht nachzuvollziehen ist. Jesus steht zum Beispiel unter Anderem für die ultimative Nächstenliebe. Gott tut das nicht, denn Gott (hier Jehova) belohnt und bestraft. Jesus tut das nicht, Jesus liebt alle Menschen, mehr aber auch nicht. Jesus ist aus Sicht des Christentums der optimale Mensch.
Dabei ist die Herkunft der Figur des Jesus und deren Biographie völlig egal.

Diejenigen, die Religion für Krieg und Leid verantwortlich machen, haben nur nicht genug nachgedacht. Denn nicht Religion ist gefährlich, sondern die mit angeschwollenen roten Bällen (ja, das klingt komisch, ha ha), die ihre Religion oder ihre Dekadenz mit geradezu krankhafter Innbrunst ausüben, und dabei über Leichen gehen. Al Quaida und skrupellose Bänker sind nur zwei Beispiele von vielen.
  21.12.2012, 09:31
  • Offline
  • SCP-Wiki-DE


  • Schildknappe
    • Legion
Was war jetzt genau so sinnlos an unserer Diskussion? Die Keule, was Religion grundsätzlich für einen Sinn hat, wollte ich jetzt nicht unbedingt auspacken, weil es eigentlich um das Thema "Feiert ihr Weihnachten" geht.
Zitat
Was hieltet ihr davon, anstatt laufend Fakten (wahr oder nicht) zu präsentieren, dafür oder dagegen zu argumentieren, mal eine These aufzustellen? Ihr redet und redet, und habt dabei sicher recht, sagt aber nichts.

Meine These war doch, dass es prinzipiell verwerflich ist, als Ungläubiger Weihnachten wie ein Christ zu feiern. Wir haben Fakten zu den Christlichen Anfängen von Weihnachten gebracht usw. Dann haben wir dafür und dagegen argumentiert. Die Diskussion ob Religion wichtig ist und Jesus wirklich existiert hat ist dagegen mmn. schon an der Grenze zum Offtopic.

           "Go ye now in peace. Let thy fate be written in the Elder Scrolls..."
  21.12.2012, 10:49
  • Offline