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Thema: [JW] "Joslines Wacht"  (Gelesen 13776 mal)

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Frühmorgens an einem trüben Morndas im Regenhand-Monat im Jahre 4Ä180:

eine Soldatenpatrouille, bestehend aus vier Mann, zieht ihres Weges

Kalt war es und der Nebel hing schwer zwischen den steilen Abhängen. Die steinige, unebene Strasse war vom gestrigen Regen noch feucht. Lustlos trotteten die Pferde dahin, ihre Reiter waren allesamt dick vermummt und keiner verspürte den Drang, sich mit seinen Kameraden zu unterhalten. Als Joslines Wacht aus dem Nebel auftauchte, brauchten sich die Männer nicht abzusprechen, um direkt auf das längst verlassene Haus zuzusteuern. An diesem frostigen Morgen war das steinerne Gebäude ein willkommener Unterschlupf, um dort eine kurze Rast einzulegen.
Normalerweise traf man hier häufig auf Leute, die Joslines Wacht zum Teil auch als Übernachtungsmöglichkeit nutzten, doch jetzt lag das Haus einsam und verlassen da und die vier Soldaten blieben unter sich. Schweigend aßen sie im trockenen Inneren des Hauses ein karges Frühstück und machten sich anschließend auf, ihren Patrouillenritt fortzusetzen.

Als der hinterste Reiter noch einmal zurückschaute, war Joslines Wacht nur noch als schwache, unförmige Silhouette auszumachen; und im nächsten Moment verschluckte der Nebel das Haus vollends. Es war, als gäbe es diesen Ort gar nicht. Doch er war da und er wartete auf jeden Reisenden, der einen Platz zum Ausruhen brauchte …

« Letzte Änderung: 28.12.2012, 04:35 von Schattenkatze »
  26.12.2012, 14:12
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Dabienne Vienele – Bretonin – 26 – Magierin und Alchemistin.

Dabienne, eine junge, motivierte Magierin kam durch den Regen geeilt. Ihre zarte Gestalt wurde von einem dunkelblauen, schweren Wollumhang verborgen. An manchen Stellen geflickt, an gekokelt und fleckig von verschiedensten Experimenten zeugte er von ihrem Forscherdrang und ihren Tätigkeiten. Auch wenn er nicht der schönste war, Dabienne schätzte ihn wegen seiner Unverwüstlichkeit. Er hielt Wind und Wetter von ihr fern und schützte sie vor den Folgen schiefgegangener Versuche.

Sie war unterwegs von ihrem Haus in Falkenring nach Winterfeste, um in der Akademie der Magier ihre neueste Entdeckung zu präsentieren. Unterwegs wollte sie am Wegesrand einige Kräuter für Experimente suchen, als sie vom Wetter überrascht wurde. Das Haus, das vor ihr aus dem grauen Nebel auftauchte kam ihr sehr gelegen. „Den Göttlichen sei Dank, ein Dach über dem Kopf. Ich hoffe, ich kann dort unterkommen.“

Als sie vor dem Haus stand, stellte sie entgeistert fest, dass es sich lediglich um ein verlassenes, leicht desolates Haus handelt. „ ‘Joslines Wacht‘ “ las sie, „Nun, es kein Palast, aber immerhin bin ich vor dem verdammten Regen geschützt.“ Vorsichtig öffnete sie die schiefe Tür, jederzeit bereit, angreifende Skeever oder ähnliches Getier mit einem Blitz zu grillen. Doch alles was Dabienne entgegenkam war Staub und modrige  Luft. Langsam sah sie sich um. Sie befand sich in einem fast leeren Raum, hier und da lagen Holztrümmer – offensichtlich die Überbleibsel von Möbeln. Ihr Blick blieb an einem Kamin hängen. „Sieh an, ich hoffe, er zieht noch richtig. Dann muss ich nicht frieren“. Rasch klaubte sie ein paar Holzstücke zusammen, schichtete sie im verstaubten Kamin auf und entfachte mit einem Zauber ein kleines Feuer.

Im flackernden Licht aus dem Kamin sah sich Dabienne ein wenig um. Durch eine Tür gelangte sie in einen Nebenraum, den Überresten eines Tisches nach zu urteilen wohl ein Arbeitszimmer. Über eine kleine Treppe gelangte sie ins Obergeschoss, welches ebenfalls leer war. Beruhigt, dass das Haus unbewohnt war, begab sich Dabienne zurück in den Wohnraum und suchte ein möglichst staubfreies Plätzchen. „Ein bisschen wischen, ein kleiner Luft Stoß“ sie blies mit einem Zauber den Schmutz aus einer Ecke „und man kann es schon anbieten.“ In dieser Ecke ließ sie sich nieder und beschloss, mit einem Buch auf besseres Wetter zu warten.
« Letzte Änderung: 26.12.2012, 18:43 von Lord Akkarin »
  26.12.2012, 14:16
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Ernand--Bretone--65--ehemaliger Magier der Akademie, jetzt Wandergelehrter

Der Regen fiel mit unverminderter Heftigkeit, so das die Sicht auf wenige Meter begrenzt war, und Ernand Mühe hatte, auf seinem Weg voranzukommen. Er ging weiter, doch jeder Schritt fiel ihm schwerer als der vorangegangene, und er sah ein, dass er auf diese Weise wohl nicht mehr weit kommen würde. Seine Erscheinung hatte schon etwas merkwürdiges, ein alter, hagerer Mann, der eine Robe trug, die in der Vergangenheit einmal prächtig ausgesehen haben musste, jetzt hingegen so alt und abgerissen war, dass man nicht einmal die Farbe mehr richtig erkennen konnte. Das Silber des Ringes, den er trug, war angelaufen und schwarz, der Stein, der in der Ringfassung lag, hatte einen großen Sprung. Man hätte ihn leicht für einen armen Magier halten können, der nicht das Geld hat, sich eine ordentliche Ausrüstung zu besorgen, wäre da nicht der Stab, den er auf dem Rücken trug und aus purem Kristall bestehen zu schien. Der Stab war sein wertvollster Besitz, und das sowohl materiell als auch idell, und nie würde er ihn aus der Hand geben.

Mürrisch stapfte er weiter durch den Regen voran. Er fragte sich, warum ihn der Regen eigentlich störte. Immerhin hatte er ja sowieso kein festes Ziel und konnte daher auch nicht zu spät irgendwohin kommen, was ja ganz praktisch war. Trotzdem beschwerte er sich über das Wetter. Vielleicht lag es mehr daran, wie unangenehm es war, durch den Regen zu marschieren. Ja, ganz bestimmt war es das, und er hätte besser daran getan, in der letzten Ortschaft zu warten, anstatt sich den Unbilden der Natur schutzlos auszusetzen. Kaum hatte er diesen Gedanken gehabt, tauchte vor ihm die Silhouette von Joslines Wacht auf, und er beschloss, dort eine Weile zu warten, bis das Wetter wieder besser wurde. Bis dahin könnte er sich ja dem Aufzeichnen seiner neuesten Ideen widmen.

Als er gerade die Tür öffnen wollte, hörte er drinnen ein Geräusch. Er schrak zurück. Das Haus sah verlassen aus, und die meisten Leute, die in der Wildnis umherstreiften, wollten bisher nichts gutes von ihm. Er nahm seinen Stab vom Rücken. Ein blaues Licht flackerte an seiner Spitze auf, als er ihn mit seinen Händen fest umschloss. Entschlossen öffnete er dann die Tür. So verlassen, wie das Haus von außen aussah, war es auch drinnen. Viel Schmutz und Staub, kaum Möbel, und neimand zu sehen. Vorsichtig betrat er das Haus und machte die Tür hinter sich zu. Dabienne in ihrer Ecke hatte er noch garnicht bemerkt, was vermutlich daran lag, das seine Sehkraft mit dem Alter ein wenig abgenommen hatte.
« Letzte Änderung: 26.12.2012, 18:47 von Der Alchemist »
Gipfelnebel-Herrenhaus Statistiken: Runden insgesamt: 8 | Runden mitgespielt: 7 | Runden gewonnen: 6 | Runden überlebt: 4 | Rollenverteilung: 5*Gut;1*Böse;1*Drittpartei
Sieht schon ganz gut aus, aber besser geht immer.
  26.12.2012, 17:46
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Die Tür ging langsam auf, das Geräusch der viel zu lang nicht mehr geschmierten Angeln schreckte Dabienne auf. Sie drückte sich in ihre Ecke - für einen Unsichtbarkeitszauber war es zu spät - bereit einen aggresiven Eindringling zu grillen und zu flambieren. Für ihr junges Alter war sie durchaus geübt im Umgang mit Zerstörungszaubern, ihr Umhang bezeugte ihren Eifer bei dieser Art der Magie. Ein hagerer, älterer Mann betrat das Haus. In eine dicke Robe gewickelt und einen magischen Stab in Händen musste es sich wohl um einen Magier handeln. Doch offensichtlich hatte er sie noch nicht bemerkt. Dabienne überlegte kurz, einen Chamäleon Zauber anzuwenden, entschied sich jedoch dagegen. *Der Stab sieht zwar durchaus mächtig aus, aber der alte selbst ist offensichtlich nicht mehr im besten Zustand. Außerdem müsste er mich doch schon längst entdeckt haben. Wer weiß, vieleicht will er mich nur in Sicherheit wiegen.* Sie entschied sich, ihn auf sich aufmerksam zu machen. Sie rief sich ihren mächtigsten Schutzzauber ins Gedächtnis, wappnete sich um jederzeit ihre zerstörerischsten Angriffszauber zu schleudern und trat aus dem Schatten.

"Seid gegrüßt, Wanderer. Ich will Euch nichts böses, solange Ihr ebenso friedliche Gedanken hegt." Aufs äußerste konzentriert und den Besucher nicht aus den Augen lassend wartete Dabienne auf eine Reaktion.
« Letzte Änderung: 27.12.2012, 13:53 von Lord Akkarin »
  26.12.2012, 22:03
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Als Ernand Dabiennes Stimme vernahm, erschreckte er sich so sehr, das er fast seinen Stab fallen ließ. Er sah blinzelnd in das Zwielicht und entdeckte sie, wobei ihm sofort ihre magischen Talente ins Auge sprangen. "Ihr wollt mir nichts böses, denkt aber, ein alter Mann mit einem mindestens genauso alten Stab, auf den er sich zuweilen stützen muss, könnte euch gefährlich werden? Natürlich habe ich keine bösen Absichten, ich wäre ja wie gesagt gar nicht in der Lage, jemandem irgendetwas anzutun.", sagte Ernand jetzt, wo die scheinbare Gefahr vorüber war, ein wenig unwirsch. Das Licht an der Spitze seines Stabes erlosch, als er ihn als Gehhilfe benutzte und ein paar Schritte auf sie zukam. "Ich nehme an, der Regen hat auch euch auf eurem Weg überrascht, genau wie mich, bloß mit dem Unterschied, das ihr wahrscheinlich ein festes Ziel habt", redete er weiter in dem Versuch, eine Konversation zu beginnen. Währenddessen sah er sich auf der Suche nach einem gemütlichen Platz für ihn in dem Raum um.
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  27.12.2012, 01:28
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 Valedrian Eisenhauer - Argonier - 47 - bekannter Schmied aus Black March

"Dort unten im schön feuchten, modrigen Blackrose war ich der beste Schmied von allen, ach ich war der beste Schmied Black March`s und hier, hier im obersten Teil Tamriels, hier wo die Polarlichter den Himmel in ein buntes Leuchtfeuer verwandeln, hier, wo des nächtens der Wolf den Mond anheult, hier bin ich nur die "Echse" ! Alle schimpfen mich so ! Die Jarls von Weißlauf und Rifton sollen verdammt sein, dass sie mir diesen Auftrag zuteilen, die gesamte Stadtwache mit neuen Waffen, Rüstungen und sogar Pferderüstungen auszustatten. Pferderüstungen, die braucht doch kein Mensch !", murmelte Valedrian in seinen Panzer hinein, während es immer kälter wurde, was der Erträglichkeit der großen, schweren Eisenrüstung nicht zu Besserung verhalf. Er könnte jetzt in seinem warmen Tümpel hinter seiner Schmiede liegen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, wäre es in Black March nicht so friedlich. Ja Krieg und Tot war sein Geschäft, davon lebte er, wie andere vom Anbau von Gemüse. Da kam es gerade Recht, dass ein Vogel mit einer Nachricht quer durch Tamriel geschickt worden war, um ihm mitzuteilen, dass seine Fähigkeiten vonnöten waren. Das erstaunte ihn. Fasst niemand wollte mehr wirklich qualitativ hochwertige, dicke und trotzdem, jedenfalls für seine Stammkundschaft, angenehme Rüstungen. "Solche Gedanken habe ich zu oft. ", dachte er als er seinem Gaul die Sporen gab. Als es kälter und hell wurde ging er in den Galopp um nicht Banditen oder noch schlimmerem bei Tag, wo er gut sehbar war, in die Hände zu fallen. So ritt er durch die Dämmerung, den Gedanken an ein warmes Bad vor Augen, bis er auf eine kleine, verfallene Hütte traf. "Ah meine Rettung, zwar kein Palast aber ein Dach über den Hörnern!", überlegte Valedrian als er an die Tür trat und Stimmen aus dem inneren vernahm. Die eine Hand am Schwert, welches feinste Arbeitung aus Wahnsinnserz wahr, ein Geschenk eines Abenteurers an seinen Großvater welcher daraus eine vorzügliche Klinge schmiedete, öffnete er langsam die Tür, die einen Laut wie den eines getretenen Khajiit von sich gab. Grässliche Viecher.
« Letzte Änderung: 27.12.2012, 13:16 von Lucla »
Pro Einhorn? Ich bin dabei!

Diese Steam Signatures sind echt cool... :)
  27.12.2012, 12:08
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Die erschreckte Reaktion des Alten amüsierte Dabienne, sie ließ die Hände sinken und lächelte ihn an. "Verzeiht dass ich Euch als Gefahr angesehen habe, aber lieber überschätze ich einen potentiellen Gegner, als dass ich ihn unterschätze." Sie ging ein paar Schritte auf Ernand zu. "Ihr habt recht, ich wurde vom Regen auf meinem Weg nach Winterfeste in dieses Haus gejagt. Doch sagt, wenn Ihr kein festes Ziel habt, was treibt Euch in diese Gegend?" In diesem Augenblick öffnete sich die quietschende Tür erneut, ein schwer gerüsteter Argonier stand im Eingang. "Es scheint, dass wir nicht die Einzigen sind, die vor dem Wetter geflüchtet sind." Dabienne wandte sich dem Neuankömmling misstrauisch zu. *Ich hoffe der Alte beherrscht zumindest ein paar starke Zauber, das könnte ungemütlich werden.*
« Letzte Änderung: 27.12.2012, 22:32 von Lord Akkarin »
  27.12.2012, 14:06
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Als sich hinter ihm die Tür nochmals öffnete, handelte Ernand instinktiv und drehte sich reflexartig schneller um und richtete den Stab auf den Fremden, als er oder jemand anders es sich jemals zugetraut hätte. Die Ausbildung zum Kampfmagier, auch wenn das nicht seine favorisierten Studien gewesen waren, blieb ihm gut in der Erinnerung. Seine Augen musterten den Neuankömmling wachsam und misstrauisch, als er ihn fragte: "Wer seid ihr? Freund oder Feind?". Währenddessen versuchte er sich verzweifelt daran zu erinnern, welchen Zauber er zuletzt mit seinem Stab ausgeführt hatte. Der Grund dieser Frage lag in der besonderen Natur des Stabs, der nicht ganz wie ein gewöhnlicher Magierstab funktionerte. Ernand wartete darauf, dass der Argonier antwortete, und hoffte, das er keine Magie anwenden musste, denn es war eine Weile her, das er sich zuletzt verteidigen musste und wollte der jungen Magierin hinter ihm keinen Schaden mit einem versehentlich daneben gehenden Zauber zufügen.
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  27.12.2012, 16:24
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" Kampfmagier, ja vielleicht Banditen !", dachte Valedrian und zog die Klinge. Er wusste nicht welcher der Bretonen gefährlicher war, aber einer von ihnen zeigte mit seinem Stab auf ihn, deshalb tat er ihm dies mit seinem Schwert gleich. " Mein Name ist Valedrian Eisenhauer und ich bin im Auftrag des Jarls hier ! Solltet ihr mich töten wollen, vergesst es lieber! Diese Rüstung wurde von den besten Magiern meines Landes verzaubert. Die Leute dort machen viel wenn das Geld stimmt ! Seid ihr Banditen ? Nennt mir eure Namen !", versuchte er mit möglichst ruhiger Stimme zu sagen, damit man ihm seine Nervosität nicht anmerkte. Natürlich war auch die Geschichte mit der Rüstung gelogen, er war zwar reich, aber so viel Geld hatten auch nur die Wenigsten. Der Mann musterte ihn lange und ausdruckslos.
Als nach ein paar Sekunden, die sich wie Minuten anfühlten keine Antwort kam, rief er noch einmal, diesmal mit einem panischem Unterton in der Stimme: "Wer seid ihr?" Seine Klinge bohrte sich ein wenig in den Hals des alten Magiers, das rote Elexir des Lebens lief ihm auf das Gewand. Er sah ihn böse an.

Seine Frau hatte doch erst Eier gelegt, hier im kalten, hohen Norden, in Himmelsrand durfte es nicht zuende gehen!
« Letzte Änderung: 27.12.2012, 19:56 von Lucla »
Pro Einhorn? Ich bin dabei!

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  27.12.2012, 16:38
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Hagen – Nord – 32 – Kaufmannssohn aus Markarth

Verflucht sollte der alte sein. Nicht genug damit, dass er sich seit Jahren weigerte zu sterben und Hagen, seinem einzigen – nein seinem einzigen legitimen Sohn das Geschäft zu überlassen, nein, jetzt verlangte er auch noch von ihm zu heiraten! Bei den … Acht, dabei kannte er dieses Weibsbild aus Rifton noch nicht einmal. Gesine Schwarz-Dorn, Hagen stellte sie sich als etwas pausbackige verzogene Tochter einer Spießerfamilie vor, die noch nichts außerhalb der Stadtmauern von Rifton gesehen hatte. Er fühlte sich eindeutig als zu gut für so jemanden. Das hatte er seinem Vater auch erklärt, aber was hatte der alte Knauser erwidert? „Na gut, mein Sohn, wenn Ihr die Verbindung mit dem angesehendsten Handelshaue des Ostens nicht eingehen wollt, dann habe ich natürlich Verständnis dafür. Ich werde mir eben einen Nachfolger suchen müssen, der etwas von Geschäften versteht.“
„Ins reich des Vergessens mit … Au! Verflucht noch mal!“ Hagen war vor Wut im sattel aufgesprungen, als er an diese Demütigung dachte. Dummerweise hatte sich sein Steigbügel geweigert, diese Aktion mitzumachen. Er war abgerissen und Hagen, ohne den gewohnten Halt, punktgenau auf den Sattelknopf gefallen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht hing er eine Weile schräg auf dem Pferd bevor er es zum Stehen brachte. Stöhnend stieg er ab.
Hagen fluchte erneut. „So ein ***!“ Der Steigbügel lag jetzt irgendwo hinter ihm, eingetreten in den zähen Morast der durchweichten Weges. Bei diesen Lichtverhältnissen würde er ihn nie finden, und überhaupt, es hatte die letzten Stunden in Strömen gegossen und außer einer alten Festung, die er lieber mied, war ihm noch kein Unterschlupf in Sicht gekommen.
Gerade als er den Mund öffnete, um eine weiteres Kraftwort seinen unzähligen Vorgängern folgen zu lassen, zerriss ein Blitz den Nebel der Dämmerung und Hagen erblickte ein Haus am Straßenrand. Zugegeben, etwas heruntergekommen sah es aus, aber es war bewohnt, denn hinter den schiefhängenden Fensterläden war eindeutig Licht zu erkennen.
Er band sein Pferd an den nächsten Baum und ging auf das Gemäuer zu. Angst hatte Hagen nicht, er war groß und stark, konnte auch ganz gut mit dem Schwert umgehen, aber das wichtigste war sein Mundwerk. So traute er es sich ohne weiteres zu, sich selbst aus einem Banditenlager wieder freizuquatschen, oder zur Not freizukaufen, der Alte hatte ja genug Gold.

An der Tür sah er noch einmal an sich herab. Nun ja, er hatte schon einmal besser ausgesehen, aber bei dem Wetter … In den feinen Lederstiefeln gluckerte das Wasser, der schwere dunkelblaue Seidenmantel hatte sich im Regen vollgesogen und wog nun doppelt soviel wie noch heute Morgen, und die unzähligen aufgenähten Goldmünzen zogen seine Schultern etwas zu sehr herab. Auch die edle Fellmütze sah aus wie vom Höhlenbär abgeschleckt, doch alles in allem würde er in dieser Gegend immer noch einen ganz passablen Eindruck hinterlassen.
Frohgemut drückte er die Tür auf, trat ein und sah sich einer merkwürdigen Szene gegenüber.
„Holla Herrschaften, was läuft denn hier ab?“
« Letzte Änderung: 28.12.2012, 09:34 von Moonlord »

Und Fadomai sagte: „Wenn Nirni ihre Kinder trägt, dann nimm eines davon und verwandle es.
Mach die schnellsten, klügsten und schönsten menschenähnlichen Wesen aus ihm und nenne sie Khajiit.“
  27.12.2012, 21:58
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*So ein Angeber* dachte Dabienne und begutachtete die Rüstung des Argoniers, der sich als Valedrian vorstellte, näher. Es war zwar eine solide Rüstung, aber dass sie verzaubert sei, konnte sie sich beim besten Willen nicht vorstellen. Offensichtlich sagte Valedrian die Wahrheit und hatte schlicht Angst. Dabienne konnte es ihm nicht verübeln, denn schließlich war sie auch beunruhigt als Ernand eintrat. Umso besorgter machte sie die Reaktion des Magiers, der mit seinem Stab auf den Neuankömmling zeigt, was diesen nur noch mehr reizte. Das Schwert auf Ernand gerichtet, machte der gerüstete Valedrian ein paar Schritte auf ihn zu. Als er dem alten Zauberer sein Schwert an den Hals hielt und die ersten Tropfen Blut herausquollen wusste Dabienne, dass sie schnell handeln musste. Sie sprach einen Schutz und Heilungszauber auf Ernand, stieß Valedrians Schwert zur Seite und rief „Nun ist es aber gut! Wir sind ebenso Reisende wie ihr, vom selben Wetter in die Selbe Behausung getrieben. Wir wollen Euch nichts böses, aber versteht, dass wir bei den Banditen die in diesen Tagen auf den Straßen sind, vorsichtig bei Neuankömmlingen sind. Fragt den armen Ernand, den Ihr so schändlich behandelt habt, bei ihm habe ich ebenso reagiert wie bei Euch.“

In diesem Augenblick trat ein Nord in – wenn man von den Auswirkungen des Regens absah – durchwegs edler Kleidung ein. Die Münzen, die als Schmuck auf seinen vom Regen schwer herabhängenden Mantel genäht wurden, zeugten von einigem Reichtum. „Holla Herrschaften, was läuft denn hier ab?“, grüßte der Nord und sah ungläubig auf die seltsame Gruppe im heruntergekommenen Wohnraum. Dabienne, bemüht keine erneute Konfrontation hervorzurufen, sprach ihn sogleich freundlich an: „Grüße, edler Nord. Ich muss gestehen, die Situation ist etwas seltsam, aber wir sind allesamt friedliche Wanderer die vom Regen hier herein getrieben wurden. Die beiden Herren hier begraben soeben ihre Differenzen bezüglich ihres Aufeinandertreffens. Mein Name ist Dabienne , sagt, wer seid Ihr?“ Dabienne vermied es, die beiden Anderen vorzustellen, um nicht noch mehr Unfrieden zu stiften. *Soll er sie doch selber fragen, die beiden werden sicher besser wissen, ob sie ihre Namen nennen wollen, oder nicht.*
  27.12.2012, 23:06
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Ernand war unzufrieden mit der Situation. Er hatte es durchaus nicht nötig gehabt, sich von der Bretonin vor dem argonischen Waffenschmied, seinen Beruf hatte er nämlich gleich erkannt, retten zu lassen. Und jetzt kam da noch dieser Nord-Kaufmann durch die Tür. Ernand hatte eigentlich gehofft, in dem verlassenen Gemäuer seine Ruhe zu haben, und jetzt kam hier ein Störenfried nach dem anderen. Ernand brummte: "Nun, die Herrschaften kennen meinen Namen ja nun inzwischen und sollten jetzt wissen, dass von mir keinerlei Gefahr ausgeht. Wenn ihr mich nun entschuldigen würdet?". Er ging in das ehemalige Arbeitszimmer und machte die Tür hinter sich zu. Sollten die sich doch alle im Wohnraum ausbreiten, er hatte hier bestimmt Ruhe und Frieden.

Abschätzend betrachtete er den ramponierten Tisch und überlegte, ob er einen Teil seiner Magicka darauf verwenden sollte, ihn ein wenig komfortabler zu machen, entschied sich dann aber dagegen. Er wusste, dass die Anwendung von Magie immer Kraft erforderte, und er konnte in seinem Alter nie mehr aufbringen als nötig. Der Stuhl allerdings, der in drei Teile zerlegt am Boden verstreut war, hatte eine magische Behandlung nötig. Das war unumgänglich, aber es würde auch schwierig werden. Ernand lächelte. Er liebte solche Herausforderungen, auch wenn es nur darum ging, sich eine Sitzgelegenheit zu verschaffen. Er besah sich den Schaden genauer, um zu wissen, wie er den Zauber wirken musste, schließlich sollte es Maßarbeit werden. Er leistete grundsätzlich Maßarbeit. Er überlegte, ob er in der Lage wäre, den Zauber ohne seinen Stab zu wirken, aber bald musste er sich eingestehen, dass er so nicht weit kommen würde. Er dachte über die Option nach, ob er die junge Bretonin hinzuholen sollte, entschied sich aber dagegen, weil er die Weise, wie der Stab zu benutzen war, niemandem offenbaren wollte, wenn es nicht sein musste.

Ein geflüstertes Wort in einer alten Sprache entfernte das magische Siegel von der kleinen Tasche, die Ernand aus seiner Robe geholt hatte. Man hätte sie leicht für eine Geldbörse halten können, aber sie gab beim Schütteln kein Klimpern von sich, sondern einen melodisch klingenden hohen Ton. Vorsichtig, als handelte es sich um rohe Eier, nahm Ernand fünf makellose Edelsteine aus der Tasche, in den Farben Gelb, Blau, Rot, Grün und Weiß, und legte sie auf den Tisch. Leider passierte ihm ein Missgeschick, als er den gelben Edelstein zuletzt aus der Tasche nahm, er ließ ihn fallen. Der Edelstein rollte geradewegs in den Wohnraum und stieß dort gegen eine vorstehende Diele, woraufhin erneut ein hoher Ton die Stille brach. Ernand fluchte leise und ungehalten, er brauchte nämlich genau diesen Stein von den fünf, die er hatte, und er wusste, das jetzt ein paar Fragen auf ihn zukamen. Wenn sie ihm den Stein überhaupt zurückgeben würden.
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Sieht schon ganz gut aus, aber besser geht immer.
  28.12.2012, 01:04
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Logianus--Kaiserlicher--36--Söldner, Abenteurer und ehemaliger Soldat aus Anvil

Missmutig blickte er auf die verlaufende Tinte seiner Karte und versuchte sich zu erinnern, wo das verfluchte "Lager Schlaftraum" gewesen sein könnte, welches ihm der Khajiithändler -sein Auftraggeber- gezeigt hatte.
Wenn nur dieses verdammte Vieh nicht gewesen wäre, das seinen jahrelangen Gefährten hinterrücks angegriffen hatte und sie nach zahllosen gemeinsam bestandenen Abenteuern in der Vergangenheit, nun in der Wildnis von Himmelsrand getrennt hatte. Eigentlich waren Logianus und sein rothwardonischer Freund Kaydon beide geübt darin Aufträge im Dunkeln zu beginnen und lautlos zu erfüllen. Aber die Kreaturen dieses eiskalten Landes sind größer und zäher als jene, gegen die man sich üblicherweise im Land der Rothwardonen zu wehren hatte. Normalerweise war er vor Trauer und Gefühlsausbrüchen jeglicher Art gefeit, aber seinen Freund und rechte Hand nach all dieser Zeit auf einem scheinbar so simplen Auftrag zu verlieren, das ließ selbst ihn nicht kalt, den man in Hammerfell verächtlich den "Nord" genannt hatte.

Als Logianus gerade noch überlegte, ob er es wagen sollte die Straße zu verlassen und sich nach Norden in die Wildnis vorzutasten, hörte er Pferdehufe die Straße weiter hinauf.

Sofort registrierten seine Verfolgersinne einen potenziellen Feind. Schnell schlug er sich ins Dickicht und verfolgte mit gezücktem Krummsäbel die bedrohliche schemenhafte Reitergestalt.
Plötzlich bäumte sich der dunkle Reiter auf und stieß einen schrecklichen Fluch aus:
„Ins reich des Vergessens mit.."
Logianus erzitterte und warf sich hinter einen Baum, um einem möglichen Angriffszauber auszuweichen. Dann hörte er:
"Au! Verflucht noch mal!“
Der Söldner riskierte einen kurzen Blick auf die unheimliche Gestalt und sah, dass diese abgesessen war und sich krampfhaft den Unterleib hielt.
Er beschloss erst einmal abzuwarten, da er das Verhalten des Reiters nicht einordnen konnte. Nach einem weiteren Fluch, den Logianus nicht genau verstand, zuckte ein greller Blitz durch den dunklen Morgenhimmel und der Söldner duckte sich abermals ins Gestrüpp. Er vernahm ein Geräusch wie von einer zuschlagenden Tür und nachdem der Reiter irgendwohin verschwunden war, folgte ihm der Söldner zögernd nach.
Ein heruntergekommenes, unscheinbares Haus am Straßenrand.

Da stand er nun: Ein Kaiserlicher in völlig durchnässter und stellenweise zerrissener Alik'r-Kluft. Er öffnete vorsichtig die schäbige Tür - bereit den dunklen Reiter einen Kopf kürzer zu machen, bevor dieser einen weiteren Zauber aussprechen könnte..
« Letzte Änderung: 28.12.2012, 02:54 von Noah Janus »

           "Go ye now in peace. Let thy fate be written in the Elder Scrolls..."
  28.12.2012, 02:38
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Als nun auch noch dieser durchnässte Nord die Bildfläche betrat wurde es Valedrian zu viel. Er setzte sich einfach in die Ecke und wollte überlegen, als auf einmal die Tür ein weiteres mal aufflog und ein Abenteurer oder Bandit hereinstürmte. Wusste er es doch, das ganze war eine Falle, das Haus ein Trick um ihn zu bestehlen! Er klappte seinen Helm auf und musterte den Mann, der schon mit gezogenem Schwert hineingeplatzt war.  Er zeigte mit dem Schwert auf ihn  und fragte: "Wer seid ihr? Ein Bandit? Warum kommen nur so viele auf einmal hierher? Das kann doch kein Zufall sein!" Der Krach musste Ernand beunruhigt haben, denn man konnte aus dem Zimmer, in dem er sich aufhielt Geräusche vernehmen. Valedrian zeigte weiter mit  der Klinge weiter auf den Fremden, der weniger wie ein Bandit als wie ein Abenteurer aussah. Vielleicht konnte er ihn als kleine Verstärkung für seine Weiterreise engagieren. "Also, ich frage euch noch einmal:",sagte Valedrian diesmal besonnener,"Wer seid ihr?"
Warum seine Frau ihm vorhielt aufbrausend zu sein, mochte Valedrian nicht verstehen.
« Letzte Änderung: 28.12.2012, 10:35 von Lucla »
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  28.12.2012, 09:27
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Logianus hatte ja mit Vielem gerechnet, aber hier mitten in der Wildnis ein Haus voller Leben anzutreffen, das ließ ihn noch dreimal vorsichtiger werden.
Er musterte die Personen mit schnellem Blick einen nach dem anderen. Sein Krummsäbel zeigte auf den Rücken des vermeintlich schwarzen Reiters, bereit ihn jederzeit zu töten. Sollte er sich als gefährlicher Magier herausstellen, der ihn hier durch irgendein Hexenwerk in eine Falle gelockt hat, so würde er nicht lange zögern und zustechen. Sein Blick wanderte in den hinteren Teil des staubigen Raumes und traf auf eine junge Bretonin. "Aber hallo", dachte sich Logianus. Sein Blick überflog die Figur der jungen Dame und besänftigte seine Angriffslust ein wenig. Dieses Geschöpf konnte, ja durfte einfach keine bösen Absichten haben.
Eine weitere Gestalt die er zunächst nicht so gut erkennen konnte saß in der Ecke. Der Echsenmensch schien ihn als einziger entdeckt zu haben, als er aufsprang und mit dem Schwert auf Logianus zeigte:
"Wer seid ihr? Ein Bandit? Warum kommen nur so viele auf einmal hierher? Das kann doch kein Zufall sein!"
Logianus hasste diese Bezeichnung seines Berufes, wohl weil sie etwas Wahres beeinhaltete.
Während der Kaiserliche die Formel für einen leichten "Besänftigen"-Zauber flüsterte, sprach der Argonier:
"Also ich frage euch noch einmal: Wer seid ihr?"
Der Söldner begutachtete dessen wundervoll gearbeitete Rüstung und auch das aufwendige Schwert und beschloss, dass er hier allem Anschein nach nicht in ein Banditenlager gestolpert war.
"Logianus mein Name." Er deutete mit dem Krummschwert auf den großen Nord, der mit dem Rücken zu ihm stand. "Ich war wegen eines Auftrags in der Gegend, als ich auf diesen Hexer hier traf. Ihr scheint selbst überrascht über seine Ankunft in diesem seltsamen Haus. Traut ihm bloß nicht! Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie er einen Blitz vom Himmel beschworen hat!"

Eine seltsame Frequenz brachte Logianus Schwert leicht zum Vibrieren. Der Abenteurer war sich nicht sicher, ob das helle Summen aus der verschlossenen Tür gekommen war, oder ob der große Unbekannte vor ihm, seinen nächsten teuflischen Zauber vorbereitete.
« Letzte Änderung: 28.12.2012, 12:32 von Noah Janus »

           "Go ye now in peace. Let thy fate be written in the Elder Scrolls..."
  28.12.2012, 12:25
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    • Dunkle Bruderschaft
Ernand wurde die Situation offensichtlich zu viel - wer könnte es ihm auch verübeln - und ging in das Arbeitszimmer nebenan. Dabienne konnte ihn verstehen, sie selbst hatte es zum Arbeiten und Rasten selbst auch lieber ruhig. Dieser Haufen Schutzsuchender wurde ihr ohnehin zuviel. Gerade als der Magier im Arbeitszimmer verschwunden war, ging die Eingangstür ein weiteres Mal auf, ein Kaiserlicher in der Kleidung der Alik'r trat. Damit wurde es Dabienne zuviel. Die abtastenden Blicke des Neuankömmlings ignorierend ging sie richtung Arbeitszimmer, sie würde schweigsam an Ernand vorbeigehen und sich ins Dachgeschoss zurückziehen. In diesem Moment hörte sie ein helles Klingen. Aus dem Arbeitszimmer war ein kleiner, gelblicher Edelstein gerollt. Sie sah sich unauffällig um, der Kaiserliche Gast hatte zwar etwas bemerkt, war aber wohl noch zusehr vom edel gekleideten Nord abgelenkt, als dass er den Stein als Urheber des Geräusches ausgemacht hätte. Dabienne bückte sich rasch, als würde sie den Saum ihres Umhanges betrachten - sie war sich sicher, dass der Kaiserliche ihre Kehrseite zumindest mit einem Auge im Blick hatte - hob den Stein schnell auf und ließ ihn in einer Tasche ihres Gewandes verschwinden. Dann drehte sie sich ein letztes mal um. "Meine Herren, streiten sie weiter oder lassen sie es, ich werde mich zurückziehen. Und", sie ließ einen vielsagenden Blick über die Runde schweifen" ich würde es nicht empfehlen, meine Ruhe zu stören". Danach betrat sie das Arbeitszimmer.

"Verzeiht, dass ich Euch und Eure frischgewonnene Ruhe störe, doch ich bevorzuge die Gesellschaft von Personen, die meine Fähigkeiten verstehen." Ernand stand im Raum, offensichtlich überlegte er, was aus sienem Edelstein wurde. Dabienne überlegte, ob sie ihm den Stein direkt geben sollte, entschied sich aber vorerst dagegen. Mit fragendem Blick zeigte sie auf seinen Stab, um ihn abzulenken. "Sagt, was ist dies für ein Zauberstab? Er sieht nicht aus, wie ein herkömmlicher Magierstab."
« Letzte Änderung: 28.12.2012, 15:18 von Lord Akkarin »
  28.12.2012, 13:24
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  • Mitwisser
    • Dunkle Bruderschaft
"Oh eine edle Dame in dieser etwas ... rustikalen Behausung. Ich freue mich, Eure Bekanntschaft zu machen, werte Dabienne." Hagen verbeugte sich tief und setzte sein freundlichstes Lächeln auf. "Und auch meine Verehrung, werter Herr", begrüßte er den alten Bretonen. Den Argonier ließ er links liegen, mit den niederen Kasten verkehrte Hagen nur, wenn die Geschäfte es erforderten, und hier taten sie es nicht. "Wenn ich mich ebenfalls vorstellen darf, mein Name lautet Hagen Groß-Scheffel, Kaufmann aus dem wundervollen Markarth. Sicher habt Ihr bereits von mir gehört, ja? Nun, das ist so eine Sache mit dem Ruhm, vieles wird natürlich maßlos übertrieben, und in Wirklichkeit bin ich nur ein einfacher bescheidenen Händler, der gelegentlich in das ein oder andere Abenteuer hineingerutscht ist. Na ja, man tut halt was man kann, und wenn es in meiner Macht steht, anderen zu helfen, dann werde ich natürlich keine Mühen scheuen dies auch zu tun. Aber nun genug über meine bescheidene Person, ich möchte euch nicht langweilen, schöne Frau, mit trockenen Fakten, die Ihr sicher bereits kennt... „
An dieser Stelle fiel die Tür zum Nebenraum ins Schloss. Der alte Bretone war gegangen.
„ … vielleicht würdet Ihr mir im Gegenzug anvertrauen, was so ein holdes Geschöpf in diese traurige Wildnis treibt? Oder befinden wir uns gar in einem verwunschenen Schloss und nur der Kuss eines edlen Mannes kann den Bann ...“
Beinahe hätte Hagen die schwere Eingangstür ins Kreuz bekommen. Ein Alik'r-Krieger stürmte herein, das Krummschwert fest in der Hand. Hagen sprang im letzten Augenblick zur Seite. Er wollte gerade sein Schwert ziehen, um sich – nein, um die Dame vor dem üblen Banditen zu schützen, als der Argonier ihm schon zuvorkam. Er ließ seine Hand wieder sinken und wartete ab.
Hagen brauchte nicht lange zu warten. Gerade als er wieder zur Echse sah und dem Krieger dabei kurz den Rücken zuwandte, bezichtigte ihn dieser doch der Hexerei. Das war unerhört! Er wirbelte herum und zog nun doch sein Schwert heraus.
„Ich, ein Hexer?!“ rief er aufgebracht und betrachtete sein Gegenüber mit geringschätzigen Blicken. „Bei den Göttern, macht Euch doch nicht lächerlich. Und nun legt Eure Waffe weg und befleißigt Euch eines angemessenen Tones wenn eine Dame in der Nähe ist!“ Hagen setzte seine finsterste Miene auf, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen. Ob es wirkte war schwer zu sagen, da der andere gerade nach einer Antwort zu suchen schien. Leider strich die angesprochene Dame gerade in diesem Augenblick die Segel, das hieß, sie verschwand im Nebenzimmer, doch nicht ohne sich vorher noch einmal nach etwas gebückt zu haben. 'Gar nicht so verkehrt, obwohl mir etwas mehr Fleisch auf den Hüften lieber wäre.', dachte er lüstern. Dass er sich gerade auf dem Weg zu seiner Braut befand, war Hagen in diesem Sinne gleichgültig. Man musste die Gelegenheiten eben ergreifen wie sie sich boten, und er nahm sich vor, etwas später noch einmel nach der Kleinen zu sehen - trotz der Warnung.
« Letzte Änderung: 28.12.2012, 13:40 von Moonlord »

Und Fadomai sagte: „Wenn Nirni ihre Kinder trägt, dann nimm eines davon und verwandle es.
Mach die schnellsten, klügsten und schönsten menschenähnlichen Wesen aus ihm und nenne sie Khajiit.“
  28.12.2012, 13:28
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  • Schildknappe
    • Legion
Der große Mann hatte sich umgedreht und sein Gesicht gezeigt. Interessiert betrachtete der Kaiserliche die goldenen Verzierungen des blauen Seidenmantels. Das Gewand hätte einem Edelmann aus Sentinel zur Ehre gereicht und war für Reisende bei diesem Wetter eigentlich viel zu wertvoll. Allem Anschein nach war dieser kräftige Mann ein Nord von höherem Rang als er selbst.

„Ich, ein Hexer?! Bei den Göttern, macht Euch doch nicht lächerlich. Und nun legt Eure Waffe weg und befleißigt Euch eines angemessenen Tones wenn eine Dame in der Nähe ist!"

"Also doch einer von diesen geldigen Adelssöhnen. Spricht daher als wäre er der Großkönig selbst", dachte sich Logianus im Stillen. "Er könnte mir noch von Nutzen sein."

 Die schöne Bretonin zog allerdings wieder seinen Blick auf sich, als sie sich nach Irgendetwas bückte und sich dann entschuldigend ins Nebenzimmer verzog.
Aus dem Augenwinkel sah er, dass der Nord ebenfalls die Frau angeglotzt hatte und musste unfreiwillig schmunzeln.
Der Kaiserliche steckte die Waffe weg und setzte sein geschäftsmäßiges Gesicht auf:

"Verzeiht, wenn ich euch Unrecht getan habe werter Herr! Ich muss annehmen, dass ich einem Missverständnis zum Opfer gefallen bin. Kein Wunder bei dieser seltsamen Situation, in die wir anscheinend Alle zufällig geraten sind."
Logianus nahm seinen nassen Turban ab und setzte sich vor das kleine Feuer am Kamin.

"Lasst uns doch ein wenig über die Umstände reden die uns hier zusammengeführt haben! Ich weiß ihr Nord bevorzugt den Met. Doch wenn ihr nichts gegen ein kleines Schlückchen Rihad-Schnaps einzuwenden habt, so würde ich diese Flasche aus meinem Proviant gerne mit euch teilen. Erzählt mein werter Herr! Was führt euch zu dieser unheiligen Zeit an diesen einsamen Ort?"
Seine braunen Augen wandten sich dem Argonier zu:
"Auch du darfst einen Schluck nehmen, wenn du mir etwas über dein Handwerk erzählst und wie du an eine solch wertvolle Rüstung gekommen bist. Setzt euch zu mir meine Herren!"
« Letzte Änderung: 28.12.2012, 15:23 von Noah Janus »

           "Go ye now in peace. Let thy fate be written in the Elder Scrolls..."
  28.12.2012, 14:43
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  • Agent
    • Klingen
Nach dem überstürzten Eintreffen des Nords und des Abenteurers gelüstete es Valedrian nach einer geselligen Runde Honigbräu-Met. Davon gab es viel in Himmelsrand und seine unfreiwilligen Mitbewohner hatten bestimmt welches dabei und, obwohl der Nord-Händler ihn anscheinend als nicht beachtungs würdig abtat, wollte er mit dieser Runde ein Glas heben. Hat schließlich noch nie geschadet.

Nach längeren Suchen und der Feststellung, dass dieses schöne, junge Stück Bretonenfleisch gegangen war, fand Valedrian in seinem Lederbeutel drei Flaschen eines guten Tropfens und machte sich auf die anderen männlichen Besucher zu besuchen. Ja, der alte Bretone war männlich, Valedrian allerdings zu alt um sich über die schönen Dinge des Lebens zu unterhalten.Der Abenteurer kam ihm mit seinem Angebot allerdings zuvor, so steckte Valedrian die Flaschen weg und machte sich auf den Weg. Mit einem Scheppern seiner schweren Rüstung stand er auf und ging auf die Beiden zu. Die Dielen unter ihm quarzten, als er mit den Worten, mehr wie ein Befehl als eine Begrüßung gesprochen, auf die Beiden zu ging und sagte:"Einen schönen Tag wünsche ich den Herrschaften! Ihr da", meinte er auf den Abenteurer gerichtet,"seht aus als könntet ihr meine Rüstungen gebrauchen."Gleichzeitig dachte Valedrian darüber nach, wie er diesen Mann mit niedrigen Preisen vielleicht dazu bringen könnte seinen Leibwächter zu spielen. Er hatte zwar Geschichten von einem Mann gehört, Baenlin hieß er, bei dem der Leibwächter den gewaltsamen Tod auch nicht mehr hatte abwenden können, aber das war ihm egal. Zum Nord gewand, auch wenn dieser ihn missachtete, etwas das wohl auf Gegenseitigkeit beruhte, meinte er auch:"So ein Kaufmann wie ihr könnte auch eine schöne Klinge gebrauchen, so etwas schindet Eindruck! Kommt ihr zwei, setzt euch, lasst uns eine Runde  trinken !"
« Letzte Änderung: 28.12.2012, 19:11 von Lucla »
Pro Einhorn? Ich bin dabei!

Diese Steam Signatures sind echt cool... :)
  28.12.2012, 15:04
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  • Novize
    • Magiergilde
Ernand überlegte noch, ob er jetzt nach dem Edelstein suchen sollte oder lieber wartete, bis wenigstens ein oder zwei der Reisenden gegangen wären. Er hatte sich gerade entschlossen zu warten und drehte sich wieder um, als er das Geräusch der aufgehenden Tür hörte. Schnell raffte er die verbleibenden vier Edelsteine zusammen und steckte sie wieder zurück in die Tasche, als auch schon Dabienne hereinkam und ihn nach seinem Stab fragte. Er sagte: "Nun ja, es ist ein Geschenk von einem Freund, dem ich dafür einen kleinen Gefallen tat, und ja, ein gewöhnlicher Stab ist es bei weitem nicht. Aber ich will euch nicht mit einer komplizierten Erklärung, wie man damit umgeht, langweilen.". Während er dies sagte, überlegte er gleichzeitig, ob sie wohl den Stein hatte. Möglich war es auf alle Fälle, und wenn dem so war, hatte er vielleicht doch noch eine Chance, ihn zurückzubekommen.
Gipfelnebel-Herrenhaus Statistiken: Runden insgesamt: 8 | Runden mitgespielt: 7 | Runden gewonnen: 6 | Runden überlebt: 4 | Rollenverteilung: 5*Gut;1*Böse;1*Drittpartei
Sieht schon ganz gut aus, aber besser geht immer.
  28.12.2012, 15:11
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