Nirn.de

Gast

Thema: [JW] "Joslines Wacht"  (Gelesen 13883 mal)

  • Fremdländer
    • Neuling
Bei Azura, wo bin ich hier bloß gelandet, dachte Odeiran sich, während er das wilde Durcheinander verfolgte. Unbewusst war er bereits auf Abstand gegangen und hatte es sich in einer Ecke bequem gemacht, um nicht in den Streit mit hineingerissen zu werden. Denn eines wusste er: Sollte es hier zum Kampf kommen, würde er vermutlich sterben. Er hatte keinerlei Ahnung vom Nahkampf und um den Bogen effizient einsetzen zu können, brauchte es definitiv mehr Platz. Da war es das Beste, sich einfach rauszuhalten. Wenn doch nur dieses Unwetter aufhören würde ...
Außerdem kam es ihm vor, als ob jeder Anwesende irgendein wertvolles Stück mit sich herumschleppte. Der alte Magier hatte seinen Kristallstab, dieser Söldner ein magisches Krummschwert und der Argonier ein seltsam anmutendes Schwert, wie er es bislang noch nicht gesehen hatte. Es viel ihm denkbar schwer, den Drang zu unterdrücken, sich diese Dinge ... anzueignen. Aber da er es bei Azura geschworen hatte - und er war sich ziemlich sicher, dass sie es wusste - unterließ er es.
Vielleicht sollte er sich vorstellen. Das könnte die Lage entschärfen, so dachte er zumindest. Aber er hatte offen gesagt Angst, dass diese Leute ihn aufknüpfen würden, wenn er über seine kriminelle Vergangenheit reden würde. Sicher, er wollte sich ändern, aber würden sie ihm das glauben? Vermutlich nicht. Er beschloss, kein Wort darüber zu verlieren, sofern man ihn nicht fragen würde. Und bisher wurde ihm zum Glück nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt.
I've been playing MMOs for a long time. And if theres one thing I learned, it's that lions do not concern themselves with the opinions of sheep.
Just take that little voice in your head that tells you to be tactful and understanding - and shoot it. Shoot it in the god damn face.
~Kirito~
  30.12.2012, 14:51
  • Offline


  • Novize
    • Magiergilde
Ernand nahm den Stein dankend entgegen. "Sehr schön, jetzt werde ich diesem Streit ein Ende bereiten, ich habe es bereits kommen sehen, und der Alkohol macht die Bande auch nicht vernünftiger!", sagte er, klappte den Stab wieder auf und setzte den gelben Stein ein, woraufhin der gesamte Stab den Gelbton annahm. Mit dem Stab in der erhobenen Hand betrat er wieder das Wohnzimmer. "Das reicht! Schluss mit eurer sinnlosen Streiterei!", sagte er donnernd und wirkte einen Telekinesezauber, der beiden Kontrahenten die Schwerter aus der Hand riss und auf dem ramponierten Tisch neben ihm landen ließ. "Streitet euch wegen ein paar Septime und wollt euch deswegen auch noch duellieren, das hat keiner von euch nötig!", redete er weiter, wobei er denselben Ton anschlug, wie er ihn damals in der Akademie immer für sehr begriffsstuzige Lehrlinge verwendet hatte. "Und ein Feuer wollt ihr haben! Prima, da kann ich zwei Probleme mit einem Zauber lösen!". Schnell nahm er die halb leere Schnapsflasche und schüttete ihren Inhalt in den Kamin. Danach genügte ein kleiner Funke, und das Feuer brannte. "Ihr habt alle wahrlich genug getrunken!".

Ernand ging vor den anderen auf und ab. "Ich habe eine Lösung, die alle zufrieden stellen dürfte. Hagen, ihr wollt, dass Valedrian euch einen neuen Steigbügel schmiedet. Die Arbeit eines guten Schmieds ist immer einiges wert, deshalb schlage ich vor, ihr bezahlt ihm zwanzig Septime im Voraus und testet nach der Fertigung die Qualität. Sollte die Qualität angemessen hoch sein, legt ihr noch zehn Septime drauf, ist sie durchschnittlich, belassen wir es bei 20 Septimen, und ist sie dagegen schlecht, muss Valedrian euch fünf Septime zurückgeben. Für das Werkzeug und dessen Haltbarkeit kann ich sorgen, dafür verlange ich keine Gegenleistung.". Bei diesen Worten ließ er durch einen weiteren Zauber Kopf und Stiel des kaputten Hammers auf ihn zufliegen und verband beide auf magische Weise, dann warf er Valedrian den Hammer zu. "Kommen wir nun zum zweiten Teil der zu treffenden Abmachungen. Valedrian will, dass ihr, Logianus, ihm bis zur nächsten Stadt Geleitschutz gibt. Dagegen wollt ihr, Logianus, dass Valedrian eure Rüstung repariert und verbessert. Ich denke, das hier Dienstleistung gegen Dienstleistung steht, und beide dem anderen somit etwas vom gleichen Wert anzubieten haben. Ich schlage folgende Vorgehensweise vor: Valedrian, ihr repariert seine Rüstung mit dem hier vorhandenen Material, dann gibt Logianus euch Geleitschutz bis zur nächsten Stadt, wo ihr seine Rüstung verbessert, wobei er euch das Material bezahlen muss. Für jeden Feind, gegen den er euch in der Wildnis Himmelsrands verteidigt, gibt es für ihn 30 Septime Gefahrenzulage.". Nachdem er seinen Monolog
beendet hatte, sah Ernand alle nochmal der Reihe nach an. "Alle einverstanden?", fragte er sie.
Gipfelnebel-Herrenhaus Statistiken: Runden insgesamt: 8 | Runden mitgespielt: 7 | Runden gewonnen: 6 | Runden überlebt: 4 | Rollenverteilung: 5*Gut;1*Böse;1*Drittpartei
Sieht schon ganz gut aus, aber besser geht immer.
  30.12.2012, 15:18
  • Offline


  • Rächer
    • Dunkle Bruderschaft
Als wollte der Wettergott Ernands Worte unterstreichen, gleisste ein greller Blitz auf und nur einen Wimpernschlag später folgte ein donnerndes Krachen. Dann rauschte ein wahrer Sturzbach herab und die schwarze Wolkenfront, aus welcher der dicht fallende Regen herniederging, verdunkelte den Spätvormittag, als würde bereits der Abend hereinbrechen.
  30.12.2012, 15:37
  • Offline


  • Schildknappe
    • Legion
War es vorher noch ein leichtes Vibrieren, so klimperte das Krummschwert des Söldners jetzt wie verrückt auf dem Tisch neben Ernand und verstärkte das Krachen des Donners mit einem klirrenden Nebengeräusch.
"Hier muss wirklich mächtige Hexerei am Werk sein, ich hab mich also nicht getäuscht. Bei Malacaths Hintern! Jetzt fängt es auch noch an wie aus Kübeln zu schütten. Es wäre Wahnsinn jetzt das Haus für längere Zeit zu verlassen. Heute kommt aber auch alles zusammen", dachte sich Logianus.

Als der Donner verhallt war und auch das Schwert sich etwas beruhigt hatte sprach er zu Ernand:
"Nun euer Angebot entspricht meiner Vorstellung von einem fairen Geschäft. Es deckt sich in etwa mit dem Handel den ich vorgeschlagen habe Zauberer. Ich verlange jedoch, dass ihr mir ein Heilmittel gebt, als Ausgleich für den wertvollen Schnaps den ihr in eurer Wut verbrannt habt. Er dient mir auf meinen Reisen nicht nur als wärmendes Getränk, sondern auch als Wundheilungsmittel und Feuermacher. Ich verspreche dafür mein Schwert stecken zu lassen, ja sogar die Tür zu bewachen, solange niemand unter uns Unruhe stiften will."
Mit diesen Worten machte er sich auf die Klinge zu holen, denn ohne sie fühlte er sich in dieser Situation nicht sehr wohl.
« Letzte Änderung: 30.12.2012, 17:34 von Noah Janus »

           "Go ye now in peace. Let thy fate be written in the Elder Scrolls..."
  30.12.2012, 16:41
  • Offline


  • Mitwisser
    • Dunkle Bruderschaft
"Nun gut, lassen wir die Streitereien", gab sich Hagen versönlich. "Die 40 Septim für den Steigbügel kann er meinetwegen behalten, aber mehr gibt es nicht, und wenn er..." die folgende Bemerkung konnte er sich trotzdem nicht verkneifen: "... noch einmal jemand anderem als einer Echsenfrau Avancen macht, ist er tot, Rüstung hin oder her."
Natürlich nahm Hagen den Mund ganz schön voll, denn vermutlich hätte er gegen den kräftigen Argonier den Kürzeren gezogen. So gut waren seine Kampfkünste lange nicht, da er bei seiner Schwertkampflehrerin (sie hatte weniger Gold verlangt als ein männlicher Kollege) nicht so sehr auf die Armbewegungen geachtet hatte, wie auf ... Na, wie auch immer. Er wurde auf unangenehme Art abgelenkt, denn ein dünner Wasserstrahl plätscherte auf einmal auf ihn herab. Das Dach des alten Gemäuers musste eine undichte Stelle haben, vermutlich sogar mehrere, und Hagen stand genau darunter. Mühsam unterdrückte er das Bedürfnis laut loszufluchen. Jetzt musste er doch nach draußen, oder der Inhalt seiner Satteltaschen würde komplett durchweichen. Wütend verließ er das Haus und schlug die Tür hinter sich zu.

Und Fadomai sagte: „Wenn Nirni ihre Kinder trägt, dann nimm eines davon und verwandle es.
Mach die schnellsten, klügsten und schönsten menschenähnlichen Wesen aus ihm und nenne sie Khajiit.“
  30.12.2012, 17:14
  • Offline


  • Assassine
    • Dunkle Bruderschaft
Als Ernand den wiedererlangten Stein auf den Stab setzte, färbte sich dieser im Gelb des Steines. Dabienne staunte, doch des blieb ihr keine Zeit für Fragen, denn der Magier rauschte schon zurück in den Wohnraum. Dort beherrschte er den Raum, er entwendete den Kontrahenten mit einem Telekinesezauber seines Stabes die Schwerter und gebot ihnen, die Streitigkeiten sein zu lassen. Sein Auftretten war das eines Lehrers, der seine Schüler bei einer Rauferei erwischte und sie scholt. Effektvoll erschuf er ein Feuer mit dem verbleibenden Inhalt der Schnapsflasch, welche wohl nicht unerhebliche Schuld an den Streitigkeiten hatte.  Sogar das Wetter schien auf Ernands Seite zu sein, denn nachdem er jedem der Anwesenden einen Vorschlag gemacht hatte, wie die Situation entspannt werden kann, ertönte lautes Donnerkrachen, wie um seine Worte zu untermalen. Dabienne war begeistert von Ernands auftreten. Doch nochmehr begeisterte sie die Macht seines Stabes. Er musste ihr erklären, wie er funktionierte. Da sie allerdings kein Interesse daran hatte, erneut zum Grund eines Streits zu werden, begab sie sich wieder in das Arbeitszimmer. *Männer. Egal ob Menschen, Echsen oder Katzen, sie sind doch Alle gleich. Bück dich einmal und sie wollen sich gegenseitig die Kehlen aufschlitzen.* Sie wollte sich gar nicht vorstellen was passiert wäre, wenn sie sich in die Runde begeben hätte. Oder gar auf die Avancen des Einen oder Anderen eingegangen wäre.

  30.12.2012, 19:07
  • Offline


  • Agent
    • Klingen
Nach der Ansprache von Ernand hatte sich die Situation angenehm beruhigt.
Auch Valedrian wollte nicht unbedingt den Kaiserlichen einen Kopf kürzer machne, auch wenn er es verdient hatte. Daher sprach er:"Nun gut, ich werde auf alle Vorschläge des Magiers eingehen, wenn ihr,
mein lieber Longianus endlich aufhört wegen eures Schnapses zu flemmen. So gut war der ja auch wieder nicht!" Nachdem er dem frechen Kaiserlichen erst einmal seine Meinung gesagt hatte, meinte er zu Hagen:"Gebt mir euren Steigbügel wenn ihr ihn gefunden habt, 20 Septime Anzahlung verlange ich."
Als er den Beiden seinen Standpunkt dargelegt hatte, ging er zum Tisch, nahm sein Schwert und schob es zurück in die Scheide. Nachdem er dann Dabienne einen mehr als offensichtlichen Blick zugeworfen hatte, einen den Man schon als Einladung empfinden konnte, ging er zu dem Dunmer und ging vor ihm in die Hocke, um sich mit ihm auf Augenhöhe zu befinden und fragte leise:"Na, was hast du ausgefressen? Das muss von Wachen sein, Banditen schießen selbst auf 10 Fuss daneben! Mir kannst du es doch erzählen!"
Pro Einhorn? Ich bin dabei!

Diese Steam Signatures sind echt cool... :)
  31.12.2012, 12:12
  • Offline


  • Fremdländer
    • Neuling
Odeiran war noch immer etwas erstaunt vom Auftreten des Magiers, als der argonische Schmied - Valedrian, sofern er es richtig mitbekommen hatte - zu ihm kam und meinte, ob er etwas ausgefressen hätte. War das so offensichtlich? Irgendwie war ihm der Argonier unheimlich. Ganz ruhig. Jetzt bloß keine Angst zeigen, dachte der Dunmer sich. Zum Glück zählte Schauspielerrei zu seinen Talenten.
"Nun, Ihr habt recht. Das kommt von den Wachen. Man hatte mich erwischt, wie ich ... naja, stehlen wollte. Es lief eigentlich gut, aber als der Besitzer des guten Stücks unerwarteter Weise zurück kam, hat er natürlich die Wachen alamiert. Ich bin überhaupt froh, heil aus der Stadt gekommen zu sein." Er blickte kurz durch das Fenster, in der Hoffnung, das Unwetter wäre vorrüber. Allerdings konnte man allein dem Lärm entnehmen, dass dies nicht der Fall war.
"Aber das war das letzte Mal. Ich musste schon einmal in den Kerker, das mache ich nicht noch mal mit. Ich trage mich mit dem Gedanken, mich legaler Arbeit zuzuwenden. Vielleicht als Jäger oder Kundschafter."
Verdammt, warum war er so redselig? In ihm kam die Angst auf, der Argonier würde ihn kurzerhand in Stücke reißen, dennoch blieb er nach außen hin ruhig und gelassen.
I've been playing MMOs for a long time. And if theres one thing I learned, it's that lions do not concern themselves with the opinions of sheep.
Just take that little voice in your head that tells you to be tactful and understanding - and shoot it. Shoot it in the god damn face.
~Kirito~
  31.12.2012, 15:28
  • Offline


  • Agent
    • Klingen
Nach der Erklärung Odeirans war Valedrian zufrieden. Er mochte es wenn man ehrlich zu ihm war. "Danke mein Junge, ich glaube du vertraust mir also. Das tust du doch? Ich möchte dir ein Angebot machen, welches wirklich bedeutend ist. Du kannst bei der Arbeit die ich dir anbiete so viel Geld verdienen, dass du nie wieder arbeiten, geschweige denn stehlen musst!" Valedrian zitterte schon der Schwanz, so erfreut war er, endlich einen Mann für seinen Plan gefunden zu haben. Er bewegte seine Hand langsam zu seinem Beutel und nahm einen versiegelten Brief heraus, den er auf einem alten Stück Papier geschrieben hatte, damit er im ersten Moment wie eine Karte aussah. "Hier nimm!",sagte Valedrian als er dem Dunmer den Brief überreichte."Du musst aber zwei Dinge beachten: Du darfst niemandem von unserer Unterredung erzählen, sonst muss ich dich töten. Und wenn du das Siegel gebrochen hast, gibt es kein zurück mehr, also überlege es dir gut!" Nachdem er das gesagt hatte, ging Valedrian zu seinem Platz zurück und dachte noch einmal über seinen Plan nach, der so einfach wie genial war: Er wollte, sobald er mit dem Schmieden aller Rüstungen für den Jarl fertig war, seine Belohnung erhalten und dann sollten, kurz vor seiner Abreise, alle Rüstungen bei einem Brand in der Wachstube vernichtet werden. Danach müsste er alles noch einmal schmieden und bekäme noch eine Bezahlung. Er hoffte in Odeiran den richtigen Mann für's Anzünden der Wachstube gefunden haben, schließlich war der Lohn ja wirklich gut: 50.000 Septim.
« Letzte Änderung: 31.12.2012, 18:52 von Lucla »
Pro Einhorn? Ich bin dabei!

Diese Steam Signatures sind echt cool... :)
  31.12.2012, 18:46
  • Offline


  • Fremdländer
    • Neuling
Argwöhnisch hielt Odeiran den Umschlag in seinen Händen und wendete ihn mehrmals. In seinem Metiere war diese Art des Kontraktes nicht unüblich, wenngleich es ziemlich unfair war. Wenn man den Brief einmal geöffnet hatte, galt dies automatisch als Annahme des Auftrages, wie ungerecht oder unmöglich die Bedingungen auch waren. Dennoch gab es immer einen gewissen Reiz, dabei das ganz große Los zu ziehen. Sollte er ihn öffnen? So zu sagen als letztes Verbrechen?
Letztendlich siegte Odeirans natürliche Neugierde. Also brach er das Siegel und nahm das Pergament, welches er anschließend las. Natürlich achtete er darauf, dass es niemand sah, denn seiner Einschätzung nach gab der Argonier mehr als leere Worte von sich.
Der Auftrag, welcher auf dem Pergament beschrieben war, schien gut ausgearbeitet und die Bezahlung war wohl mehr als großzügig. Die Wachstube anzünden ... nicht ganz ungefährlich, aber mit sorgfältiger Vorarbeit war das durchaus machbar. Schon jetzt begann er vor seinem geistigen Auge einen groben Ablauf zu konstruieren. Eigentlich musste er bloß wissen, wann die Wachen anwesend waren und wo sie sich aufhielten, dann war es kein Problem. Er schaute zu Valedrian und deutete ihm mit einem Nicken, dass er den Auftrag annahm.
I've been playing MMOs for a long time. And if theres one thing I learned, it's that lions do not concern themselves with the opinions of sheep.
Just take that little voice in your head that tells you to be tactful and understanding - and shoot it. Shoot it in the god damn face.
~Kirito~
  31.12.2012, 23:45
  • Offline


  • Novize
    • Magiergilde
Ernand sagte noch: "Das Heilmittel könnt ihr bekommen, aber ich muss es erst herstellen." und verschwand wieder im Arbeitszimmer, wo Dabienne anscheinend schon auf ihn gewartet hatte. "Nun, ich sagte euch, ich würde euch erklären, wie der Stab funktioniert, und ich halte mein Wort.", begann er seine Ansprache. Geschwind holte er den Beutel mit den vier verbleibenden Edelsteinen aus seiner Robe, entfernte den gelben Stein wieder aus dem Stab, woraufhin dieser wieder klar und durchsichtig wurde, und legte alle fünf Steine nebeneinander auf den Tisch. "Fünf Nexuskristalle, einen für jede Schule der Magie. Der gelbe Stein für die Schule der Veränderung, mit deren Hilfe Änderungen der Realität eine bloße Spielerei werden. Der blaue Stein für die Kunst der Beschwörung, die auch mächtige Wesen dem Willen des Magiers unterwirft. Der grüne Stein für das verborgene Wissen der Illusion, das dem Magier Zugriff auf den Geist aller Lebewesen gewährt. Der rote Stein für die Macht der Zerstörung, mit deren Hilfe ein Kampfmagier seine Gegner bezwingt. Und zu guter letzt der weiße Stein für den Segen der Wiederherstellung, die Körper und Geist gleichermaßen erfrischt und wiederbelebt.". Während Ernand diese kleine Rede hielt, setzte er immer den jeweiligen Stein auf den Stab, der dann sofort diesen Farbton annahm, und führte einen einfachen Zauber aus der jeweiligen Magieschule vor.

"Wenn ich einen Stein auf den Stab setze, kann ich mithilfe des Stabes Zauber der jeweligen Magieschule mit viel geringerer Anstrengung wirken. Gleichzeitig ist die Wirkung dieser Zauber durch den Energiekanal des Stabs immer erhöht, der Faktor dieser Erhöhung variiert allerdings und ist unberechenbar. Ich kann dies demonstrieren.", redete er weiter und zeigte auf einen vertrockneten Ast an einem Baum, der durch den Fensterrahmen (ein Fenster gab es ja nicht mehr) des Arbeitszimmers gut zu sehen war. Zuerst schleuderte er einen kleinen Blitz auf den Ast, der aber keine Wirkung hatte, außer das der Ast leicht versengt war und ein wenig schaukelte. Dann setzte er den roten Stein in den Stab und wirkte mithilfe des Stabes denselben Zauber noch einmal. Der Ast zerbarst in einem Funkenregen, der aber schnell durch den Regen gelöscht wurde. "Seht ihr?", fragte Ernand Dabienne. "Genau derselbe Zauber, einmal mit bloßen Händen und einmal mithilfe des Stabes ausgeführt. Ein sehr signifikanter Unterschied."

"Nun, das Grundprinzip habe ich euch damit erklärt.", beendete Ernand seinen Vortrag. "Wenn ihr noch Fragen habt, werde ich sie euch gerne beantworten.". Er seufzte. Die Vorführung der Wirkungsweise des Stabes und den kleinen Vortrag, den er daraus gemacht hatte, erinnerten ihn schmerzlich an seine Zeit in der Akademie von Winterfeste. Er hatte das Leben dort genossen, keine Frage, und es war genau das richtige für ihn, aber die Akademie ließ sich in letzter Zeit seiner Meinung nach von der Politik beeinflussen, und als er versucht hatte, dagegen zu prostestieren, kam es ganz schnell zum Bruch zwischen ihm und den anderen Akademiemitgliedern. Sie hatten ihn zwar nicht offiziell entlassen, aber einige hatten ihm entschieden zu verstehen gegeben, dass er hier nicht mehr willkommen war, woraufhin Ernand lieber freiwillig gegangen war und zum Wandergelehrten wurde. Er fasste den Entschluss, Dabienne noch einiges beizubringen und ihr zu empfehlen, das neu erworbene Wissen in der Akademie zu zeigen. Sie würden es bedauern, ihn entlassen zu haben. Na ja, zumindest einige.
Gipfelnebel-Herrenhaus Statistiken: Runden insgesamt: 8 | Runden mitgespielt: 7 | Runden gewonnen: 6 | Runden überlebt: 4 | Rollenverteilung: 5*Gut;1*Böse;1*Drittpartei
Sieht schon ganz gut aus, aber besser geht immer.
  01.01.2013, 16:42
  • Offline


  • Schildknappe
    • Legion
Logianus war die Tuschlerei des Argoniers mit dem Dunkelelfen nicht entgangen. Er hatte gerade noch den Brief gesehen den Valedrian geheimnistuerisch überreicht hatte. Genau so hatte er selbst schon einige besonders heikle Aufträge angenommen. Während er noch rätselte, was das Geheimnis des Argoniers sein könnte, beschloss Logianus, dass jemand sich um das Dach kümmern müsse und sah sich nach passendem Material um. Er fand einige lose Holzdielen, sowie eine Handvoll rostiger Nägel, war sich aber zu schade alleine auf das Dach zu klettern. Da der Argonier anscheinend der einzige Handwerker in ihrem Unterschlupf war, wäre dieser wohl der geeignetste Mann für den Job gewesen. Da der Söldner aber vorhatte den Dunmer zu seinem Auftrag heimlich zu befragen, wandte sich Logianus an Odeiran.

"Da wir anscheinend hier länger festsitzen werden, würde ich vorschlagen, dass wir uns daran machen, das Dach etwas auszubessern. Ich bevorzuge es, meinen Unterschlupf trocken und warm zu halten. Odeiran, ihr seht aus als wärt ihr recht leicht und geschickt im Klettern. Würdet ihr für uns da hoch klettern und mit diesen Holzdielen das Dach reparieren? Ich helfe dabei selbstverständlich. Valedrian müsste uns nur seinen Hammer kurz ausborgen."

           "Go ye now in peace. Let thy fate be written in the Elder Scrolls..."
  02.01.2013, 10:30
  • Offline


  • Assassine
    • Dunkle Bruderschaft
Ernands Ausführungen liesen Dabienne ungläubig staunen. Doch offensichtlich funktionierte es, wie die eindrucksvolle Demonstration am Baum vor dem Fenster bewies. "Ihr habt recht, ich habe in der Tat noch einige Fragen. Ladet Ihr den Stab normal auf? Und laugt das Benutzen dieses Stabes den Zauberer nicht aus? Ihr sagtet, er greift nicht auf die Magicka des Ausführenden? Und wohl am wichtigsten: Wo habt Ihr dieses Stück ergattert?" Dabienne errötete leicht, sie kam sich vor wie eine wissbegierige Schülerin, die ihren Lehrer mit Fragen löcherte. "Verzeiht, dass ich euch so ausfrage, aber Ihr habt eindeutig Qualitäten als Lehrer." Fasziniert betrachtete sie die Edelstine. *Dieser Ernand steckt ja voller Überraschungen. Wer weiß, er könnte mir bei meinen Studien behiflich sein. Man könnte diesen Stab ja verwenden um große Mengen an Inkredienzien aus Pflanzen zu extrahieren, ohne sich groß anstrengen zu müssen.*
  02.01.2013, 10:45
  • Offline


  • Agent
    • Klingen
Als Valedrian es sich gerade gemütlich gemacht hatte, bekam er mit einem Nicken von Odeiran die erhoffte Antwort. Das war gut, sehr gut! Nun musste er nur noch hier wegkommen, und sein Unternehmen war gesichert. Er sah den Abenturer mit fragendem Blick an als dieser fragte, ob er sich Valedrians Hammer ausborgen dürfte."Nein, das dürft ihr nicht, aber nehmt diesen, den hat Ernand repariert", sagte er als er Logianus den Hammer behutsam zuwarf. Es wurde langsam wirklich gemütlich, auch wenn es das auf eine eigentümliche Art und Weise wurde, daher beschloss Valedrian sich aus der schweren Rüstung zu schälen. Als das geschafft war, saß er nurnoch in einer leichten Hose und ein paar Sandalen dar. Zwar etwas wenig für Himmelsrand, aber er saß ja am Feuer. So machte er es sich gemütlich, schließlich hatte er nurnoch eine Sache zu tun, aber die war schließlich im Nebenzimmer und lief nicht weg. Bis jetzt war es ein erfolgreicher Tag für Valedrian, hoffentlich blieb es so.
Pro Einhorn? Ich bin dabei!

Diese Steam Signatures sind echt cool... :)
  02.01.2013, 11:46
  • Offline


  • Novize
    • Magiergilde
"Der Stab muss nicht aufgeladen werden, denn es ist immer der Zauberer, der den Zauber wirkt, und nicht der Stab an sich. Allerdings verringert der Stab die erforderliche Magicka mindenstens um die Hälfte, sodass man sich viel weniger anstrengen muss. Und woher ich den Stab habe, nun, ich sagte bereits, dass ich ihn von einem Freund bekommen habe, im Austausch gegen einen kleinen Gefallen.", dozierte Ernand. Nebenbei machte er sich daran, drei verschiedene Tränke zuzubereiten, er hatte vor, den Abenteurer ein wenig auf die Probe zu stellen, bevor er seinen Heiltrank bekam.
Gipfelnebel-Herrenhaus Statistiken: Runden insgesamt: 8 | Runden mitgespielt: 7 | Runden gewonnen: 6 | Runden überlebt: 4 | Rollenverteilung: 5*Gut;1*Böse;1*Drittpartei
Sieht schon ganz gut aus, aber besser geht immer.
  02.01.2013, 13:06
  • Offline


  • Fremdländer
    • Neuling
Für einen Augenblick musterte Odeiran den Kaiserlichen, als dieser vorschlug, das Dach auszubessern. Das war an sich keine schlechte Idee, doch er hatte eigentlich herzlich wenig Lust, nach draußen zu gehen. Hier war es immerhin schön warm, draußen hingegen nass, kalt und stürmisch. Aber da er nicht faul oder feige darstehen wollte, sagte er zu.
"Meinetwegen. Es wird wohl das Beste sein. So wie es aussieht, wird das Unwetter noch einige Zeit wüten." Der Dunmer stand auf und legte seinen Bogen sowie seine Dolche ab und setzte die Kapuze auf.
"Also dann", meinte er, während er schon zur Tür schritt.
I've been playing MMOs for a long time. And if theres one thing I learned, it's that lions do not concern themselves with the opinions of sheep.
Just take that little voice in your head that tells you to be tactful and understanding - and shoot it. Shoot it in the god damn face.
~Kirito~
  02.01.2013, 14:55
  • Offline


  • Assassine
    • Dunkle Bruderschaft
"Interesant. Das heißt der Stab verringert die aufzuwendende Magicka. Höchst interessant." An seiner ausweichenden Antwort auf die Frage nach der Herkunft des Stabes schloss Dabienne, dass Ernand nicht unbedingt Preisgeben wollte woher er dieses Mächtige Objekt hatte. Sie konnte es ihm nicht verübeln, denn er war ja in der Tat besonders wertvoll. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass jemand einen solchen Schatz freiwillig aus den Händen gab. Und wenn doch, so muss der Gefallen ein sehr Großer gewesen sein. Ernand musste auf ein sehr bewegtes Leben zurückblicken, Dabienne nahm sich vor, näheres über die Fähigkeiten des Stabes zu Forschen. *Zauber mit weniger Anstrengung und Magicka zu wirken. Wenn es soetwas gbt, und offensichtlich gibt es diese Möglichkeit, muss es auch Dokumente darüber geben. Und sei es nur eine Randnotiz, ich werde sie finden* Während sie ihre Fragen stellte - sowohl ausgesprochen als auch gedacht - Begann Ernard einige Tränke zuzubereiten. Dies weckte die Alchemistin in Dabienne. "Sagt mir, was braut Ihr hier? Ich bin selbst sehr an der Alchemie interessiert, und da Ihr der perfekter Lehrmeister seit..." sie lies den Satz unvollendete und lächelte ihn freundlich an.
  02.01.2013, 21:20
  • Offline


  • Novize
    • Magiergilde
"Das ist sehr übertrieben. Ich habe lediglich einige Erfahrung gesammelt, die ich gerne an nachfolgende Magier weitergebe.", sagte Ernand, konnte aber doch nicht umhin, über das Kompliment zu schmunzeln. "Was eure Frage nach den Tränken angeht, so haben wir hier eine Flasche mit Wasser, eine Flasche eines sehr gewöhnlichen Heiltranks und eine Flasche mit Pfahlwurzelessenz, die man ja, wie jeder angehende Alchemist weiß, nicht direkt trinken sollte, weil sie dann nichts anderes verursacht als ein leichtes Unwohlsein, und auf sowas kann man ja gut verzichten. Es ist als eine Art Prüfung für den Kaiserlichen gedacht, der mich vorhin der schwarzen Magie bezichtigte. Ich will wissen, ob er Magie als solche überhaupt erkennt, wenn sie vor ihm praktiziert wird. Jeder Trottel erkennt es, wenn ein Magier einen Zauber der Zerstörung wirkt, aber es gibt viel mehr Zauber, die ohne solche Effekthascherei gewirkt werden und dabei viel nützlicher sein können.".

Ernand war inzwischen mit dem Brauen der Tränke fertig und ging mit den drei kleinen Flaschen in der Hand zurück in das Wohnzimmer, wo der Kaiserliche stand. "Ich habe hier den Heiltrank, den ihr verlangt habt.", sagte er zu ihm.
Gipfelnebel-Herrenhaus Statistiken: Runden insgesamt: 8 | Runden mitgespielt: 7 | Runden gewonnen: 6 | Runden überlebt: 4 | Rollenverteilung: 5*Gut;1*Böse;1*Drittpartei
Sieht schon ganz gut aus, aber besser geht immer.
  03.01.2013, 14:19
  • Offline


  • Assassine
    • Dunkle Bruderschaft
Ernand wollte den den schnell verdächtigenden Kaiserlichen auf die Probe stellen. Das gefiel Dabienne, sie selbst liebte es, den Menschen die Magie näherzubringen als das, was sie war. Ohne Brimborum und Getue, ohne viel Gestik oder magischer Zauberformeln. Das er Pfahwurzelessenz verwendete, erinnerte Dabienne an ein Erlebnis aus den Anfängen ihres magischen Schaffens. Denn sie selbst war damals auf eine Krämerin hereingefallen, die ihr einen angeblichen Liebestrank verkaufte. Dieser war nicht nur teuer, er bekam ihrem auserwählten auch nicht. Sie erinnerte sich zurück, wie sie ihn damals angehimmelt hatte. Maurice, ein stattlicher Bretone. Bei dem Gedanken an ihn wurde ihr warm ums Herz und sie spürte ein Kribbeln, das sie an einen misslungenen, schwachen Schockzauber erinnerte. *Genug der Gefühle, Vergangenheit ist Vergangenheit!* sagte sie sich. Da es nicht so aussah, als ob das Wetter bald besser werden würde, und Ernand den Raum mit den 3 Flaschen verlassen hatte, nahm sich Dabienne einen Stuhl und setzte sich in die Ecke bei der Treppe nach oben. Dort schlug sie ein Album über gesammelte Kräuter auf und begann zu überegen, wie sie ihre weitere Route planen sollte, um das Album zu verfollständigen. "Wer weiß" sprach sie zu sich selbst, "vieleicht verwenden sie das fertige Buch ja an der Akadmie."
  03.01.2013, 23:59
  • Offline


  • Schildknappe
    • Legion
Logianus schnappte sich den Hammer und band seinen Turban wieder um den Kopf. Als er die Tür geöffnet hatte und nach draußen in den prasselnden Regen getreten war, rief er nach Odeiran:

"Ich weiß nicht welche Stelle sich am besten zum hochklettern eignet. Vielleicht sehen eure Augen eher, wie man am auf das Dach gelangen könnte. Nehmt den Hammer und die Nägel, die Holzdielen reiche ich euch dann hinauf."

Der Kaiserliche schauderte wegen der Nässe, die langsam durch seine Alik'r-Gewand sickerte und unter seine Rüstung kroch.
Schließlich fügte er noch vielsagend hinzu:

"Wenn ihr das gerichtet habt, so würde ich gerne etwas mit euch im Vertrauen bereden.."

           "Go ye now in peace. Let thy fate be written in the Elder Scrolls..."
  04.01.2013, 22:36
  • Offline