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Umfrage

Welche Rechte sollte man schwulen und Lesbischen Paaren zugestehen?

Sie sollten in jeder Hinsicht, auch auf Adoption, mit der klassischen Ehe gleichgestellt werden.
33 (63.5%)
Sie sollten einige Rechte als Paar bekommen, aber keine Kinder adoptieren dürfen.
8 (15.4%)
Ich finde nicht, das homosexuelle Paare besonderen Rechte bekommen sollten.
4 (7.7%)
Sie sollten mit der klassischen Ehe gleichgestellt werden, jedoch keine Kinder adoptieren dürfen.
4 (7.7%)
Homosexualität gehört verboten.
2 (3.8%)
Sie sollten einige Rechte als Paar bekommen, und Kinder adoptieren dürfen.
1 (1.9%)
Sie sollten nicht mit der klassischen Ehe gleichgestellt werden, aber Kinder adoptieren dürfen.
0 (0%)

Stimmen insgesamt: 52

Thema: "Homoehe" in Deutschland - Rechte für Schwule und Lesben  (Gelesen 8584 mal)

  • Graf
    • Adel
Ich habe mir etwas Zeit mit einer neuen Umfrage gelassen, aber aktuelle Ereignisse drängen sich geradezu auf.

In Frankreich plant die Regierung um Präsident Hollande die Einführung der Homoehe, inklusive dem Recht auf Adoption und unter Umständen die Nutzung der Fortpflanzungsmedizin. Eine erstaunlich große Fraktion aus Kirchenvertretern, Konservativen, Rechten und anderen ruft derzeit zu massiven Protesten dagegen auf. 1


Wie seht ihr das? Wie steht ihr zur Stellung von schwulen und lesbischen Paaren in Deutschland und generell?
Ein oft genannter Begriff in dieser Diskussion ist die "klassische Ehe". Seht ihr die als schützenswert/in Gefahr?

Das mit der Fortpflanzungsmedizin halte ich für weit hergeholt und lasse das erstmal weg.
  14.01.2013, 10:53
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Ich sehe die "klassische Ehe" nicht in Gefahr.
2 Menschen lieben sich. Mensch 1 führt Mensch 2 zum Traualtar.
Zitat
Die Eheschließung war vermutlich primär ein Friedens- und Bündnisvertrag zwischen Sippen und – mittels oft komplizierter Exogamie- und Endogamieregeln – ein Bindeglied zwischen Clans oder Phratrien. Sie galt seit der Antike auch als eine Vorbedingung für den Beginn einer Familie, die als Baustein einer Gemeinschaft und der Gesellschaft angesehen wurde. Damit diente die Installierung der Ehe nicht nur den Interessen zweier Einzelpersonen oder ihrer Kinder, sondern auch den Zwecken religiöser und weltlicher Eliten. (Bis in die Neuzeit hinein war z. B. im Hochadel die „Ehe zur linken Hand“ ohne Legitimierung und Erbrecht der Kinder nach dem Vater möglich.)

"Ehe" verstehe ich immer als Bund zwischen zwei Menschen, Familien, Ländern. Früher war es ja auch üblich, dass Tochter XY von England nach sonstwo verheiratet wurde. Das sicherte den Frieden. Klar, Tochter. Aber ich denke eine Ehe kann man nicht vom Geschlecht abhängig machen.

Kinder, uff, das ist so eine Sache. Grundsätzlich finde ich es toll, wenn ein Kind mit 2 Mamas oder Papas super klar kommt. Nur ob die Gesellschaft so weit ist? Ich denke hier mehr an das Kind, das vielleicht in Kindergarten/Schule aufgrund der andersartigen Familie ausgegrenzt wird.
Zwar habe ich für Pro Ehe und Pro Adoption gestimmt (sorry für die Verkürzung), aber vielleicht wäre es sinnvoller erst die gleichgeschlechtliche Ehe zu erlauben, ein paar Jahre zu warten bis die Gesellschaft es kapiert hat und dann auch die Adoption zu erlauben.

Die Pläne der französischen Regierung kann ich aber, trotz meiner Befürchtung für das Kind bei der Adoption, nur gutheißen. Ein Schritt in die richtige Richtung!
Und die ganzen homophoben Idioten sollten vielleicht mal ne Therapie machen ... Wenn ich das im heutigen Zeitalter schon hör, dass man Homosexualität ja heilen, boah, ich könnt kotzen!  :bang:
Sorry, aber das bekomme ich oft genug mit, dass manche Leute wohl immer noch so denken.
Conny-Tessa
  14.01.2013, 11:07
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Ich sehe die "klassische Ehe" nicht in Gefahr.
2 Menschen lieben sich. Mensch 1 führt Mensch 2 zum Traualtar.

'nuff said.
  14.01.2013, 11:10
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Kurz und schmerzlos: Homosexualität gleichberechtigen. Ehe abschaffen.

Homoverbindungen sollten mit Heteroverbindungen gleichgestellt sein. Es darf keine unterschiedlichen Rechte oder Vorzüge für Heterobeziehungen geben. Der Staat darf die Hetero-Ehe nicht deswegen "subventionieren", weil dadurch potentiell neue kleine Steuerzahler produziert werden.

Ich halte die Ehe für ein Auslaufmodell. Schon heute dauert eine Beziehung zwischen zwei Menschen - mit oder ohne Trauschein - im Schnitt nur 3,5 Jahre. Unabhängig ob Homo oder Hetero, die Leute bleiben nur noch zusammen, solange der "Reiz des Neuen" anhält. Selbst finanzielle Erwägungen und Steuervorteile sorgen nicht dafür, dass Leute länger zusammen bleiben.

Auch wenn sich das vielleicht zynisch oder kritisch anhört - ich denke, dass Beziehungen heutzutage zwar egoistischer, aber auch ehrlicher sind. Von jungen Leuten bis hin zu Menschen mittleren Alters - wir sind alle finanziell unabhängig und frei von gesellschaftlichen Zwängen - darum gibt es heutzutage einfach keinen Grund mehr, zu heiraten.

Es wird oft das Kinderkriegen als die letzte Daseinsberechtigung für das Modell Ehe herangezogen. Als wäre die Ehe ein Garant für die Stabilität, die ein Kind braucht, um sich zu entwickeln.

Ich halte das für Unfug. Die Praxis zeigt, dass Kinder sehr wohl auch mit alleinerziehenden Eltern eine glückliche Kindheit haben können. Oder in einer eheähnlichen Gemeinschaft zu guten Menschen heranwachsen können. Ebenso wie ein Kind mit zwei Müttern aufwachsen kann und nicht automatisch lesbisch oder sonstwie benachteiligt wird (außer natürlich vom Staat, der mit zweierlei Maß misst.)

Bei manchen Ehen / Beziehungen ist es sogar besser für die Kinder, wenn die Eltern sich trennen.

- Hanrok
« Letzte Änderung: 14.01.2013, 11:54 von Hanrok »
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  14.01.2013, 11:47
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Ich habe mich damit jetzt nicht groß beschäftigt, betrachte ich aber die Auswahlmöglichkeiten, klingt "Ich finde nicht, dass homosexuelle Paare besondere Rechte bekommen sollten" am besten. Ich bin nicht dafür, dass man sie zu etwas besonderem macht, dass integriert sie auch nicht besser.

Habe aber noch nicht abgestimmt, vielleicht ist es ja auch anders gemeint, also so, dass es so bleiben soll wie es ist.
  14.01.2013, 13:17
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Ich denke, dass unsere heutige Gesellschaft inzwischen "zu mündig" ist, um ihr noch idealistische Wertvorstellungen vorsetzen zu müssen / können. Ich sehe es zwar nicht ganz so "nüchtern" wie Hanrok, der ja letztlich die Abschaffung der Ehe fordert, weil dieses Sozialmodell gesellschaftlich überholt sei.

Nichtsdestotrotz haben wir uns mit der Zeit einen eigenen Wertemaßstab gebildet, sodass wir uns dem antikären (sagt man das so?) Schwarz-Weiß-Bild "Mann+Frau=gut, Frau+Frau="kommt drauf an"=Mann+Mann=schlecht" entledigen sollten.

Eine davon losgelöste Frage ist, ob gleichgeschlechtliche Paare Kinder haben sollen dürfen. Das ist eine Gretchenfrage, die aus meiner Sicht unbedingt zu bejahen ist. Anderenfalls hätte man die wirklich perverse Situation, dass etwa einer Mutter, die sich vom Vater ihres Kindes scheiden lässt und das Sorgerecht für das Kind innehat, dieses verlieren müsste, wenn sie sich in eine andere Frau verliebt!

Wieder eine andere Frage ist, ob gleichgeschlechtliche Paare durch künstliche Befruchtung selbst Kinder zur Welt bringen sollten. Wobei hier der springende Punkt in meinen Augen nicht der ist, ob es sich nun um eine gleichgeschlechtliche oder eine "Mischehe" handelt, sondern, wie man grundsätzlich zum Thema "künstliche Befruchtung" steht (aber das würde jetzt zu weit führen).

Und schließlich ist eine völlig andere Frage, ob es Teile der Gesellschaft gibt (bzw. wie groß diese sind, denn das "ob" stellt sich wohl nicht wirklich...), die diese Dinge nicht akzeptieren wollen. Allerdings würde ich von der Antwort auf diese Frage nicht die Antworten auf die anderen Fragen abhängig machen, egal wie groß nun jener Gesellschaftsteil ist...

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich habe für Antwortmöglichkeit 1 gestimmt.
"Wer immer nur das tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist."
Dr. Reinhard K. Sprenger (*1953)
  14.01.2013, 13:48
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Ich habe da eine etwas andere Meinung, die manche wohl für konservativ halten, ich mit dieser Ecke aber eigentlich nicht so viel zu tun haben will.

Mir tun Menschen die homosexuell sind in gewisser Maßen leid. Sie sollen weder verachtet noch verfolgt werden. Sie sollen deswegen nicht diskriminiert werden und die gleichen Chancen erhalten.
Es aber so anzusehen, als sei es etwas "normales" kann ich nicht.

Deshalb bin ich hier der Meinung, dass man steuerrechtlich die "Homos" (nicht abwertend gemeint) auf jedenfall der echten Ehe gleichsetzen soll. Eine Adoption eines Kindes zu erlauben, finde ich im Interesse zum Schutz des Kindes vor der Gesellschaft, als nicht angebracht.

Ich bin auch der Meinung, dass ein Kind die Chance dazu haben soll, selber zu beuerteilen ob gleichgeschlechtliche Paare "richtig" oder "falsch" sind. Durch eine Adoption nimmt man dem Kind diese Entscheidung ab. Aber dasselbe kann man sagen, wenn ein Kind in eine bestimmte Religion reingeboren wird. Die Debatte ist also mehr als kompliziert und durch einfache Schwarz/Weiß Malerei nicht zu bewerkstelligen.

Ich persönlich kann aber nicht mehr sagen, als dass gleichgeschlechtliche Liebe für mich etwas "nicht-normales" ist, ich die Menschen dafür aber weder verurteile noch sonst irgendwie verachte.
Ich wehre mich aber etwas dagegen, die Adoption oder die medizinische Fortplanzung auch gleichgeschlechtlichen Paaren zur Verfügung zu stellen. Jedes Kind sollte das Recht haben, in ein "normales" Familienbild zu leben.

Aber wer weiß, vllt sehe ich das in ein paar Jahren schon wieder anders.


CPU: Core i7-2600K  CPU Kühler: EKL Alpenföhn Groß Clockner  Mobo: ASRock Fatal1ty P67 Professional B3 Graka: PowerColor HD 6950 2GB + ShaderMod / 840MHz RAM: Corsair XMS3 8GB SSD: Corsair F120 34nm HDD: Seagate Barracuda 7200.8 250GB Netzteil: CoolerMaster RealPower M 520Watt Gehäuse: NZXT Phantom White
Notebook: Acer Aspire TimeLine X 4820TG 14" CPU Core i5-460M 2,8Ghz RAM 4GB DDR3 HDD 750GB Graka ATi Mobility Radeon HD 5650 1GB Dedicated ->2GB HyperMemory 
  14.01.2013, 14:20
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Ich sehe das Ganze um einiges konservativer - ich habe allerdings in Ermangelung einer passenden Antwortmöglichkeit jetzt mal nichts angekreuzt.

Wenn jemand homosexuel ist, dann soll er. Ich halte es für nicht normal, aber das ist die Sache eines jeden einzelnen. Allerdings sollen sie dieses sein, und ansonsten keinen Vergünstigungen erhalten. Kann jetzt sein, dass ich gehasst o.Ä werde, aber für mich ist eine Ehe schlicht die Verbindung von Mann und Frau. Entstanden aus der Entstehung der menschlichen Rasse. Die Verbindung Mann/Frau führt zu Nachwuchs und ist der natürliche Vermehrungsmechanismus der Menschheit. Ich bin auch der Meinung, dass die Ehe kein Auslaufmodell ist - natürlich ist die Tendenz die Hanrok beschreibt da. Wenn mal was nicht passt wird ausgetauscht. Hat in meinen Augen auch mit dem allgemeinen Verhalten zu tun. Wenn was kaputt ist, kauft man was neues anstatt das Alte zu reparieren.

Jedenfalls bin ich gegen die gleichstellung einer normalen Ehe und der Partnerschaft zwischen zwei Homosexuellen. Ich hab nichts gegen diese Menschen, nur um das klarzustellen, sie sollen tun was sie wollen. Aber da ich diese Verbindung als der Ehe gegenüber nicht gleichwertig erachte, brauchen sie auch keine zusätzlichen Rechte. Ganz eindeutig bin ich auch gegen die Adoption von Kindern. Es hat schon einen tieferen Sinn, dass man zur Vermehrung Mann und Frau braucht. Jedes Kind braucht sowohl eine männliche als auch eine weibliche Bezugsperson. Abgesehn davon ist es nicht natürlich.
  14.01.2013, 14:43
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Homo- und Bisexuelle sind grundsätzlich nicht anders zu behandeln als heterosexuelle Menschen, weil kein Unterschied besteht, der eine Andersbehandlung rechtfertigt oder gar erforderlich macht.
Selbe Rechte für alle.
  14.01.2013, 15:45
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Homo- und Bisexuelle sind grundsätzlich nicht anders zu behandeln als heterosexuelle Menschen, weil kein Unterschied besteht, der eine Andersbehandlung rechtfertigt oder gar erforderlich macht.
Selbe Rechte für alle.

Dankeschön. Auf den Punkt gebracht.
Jeder Mensch ist gleich und sollte ergo die gleichen Rechte haben.

Jedoch glaube ich auch (so wie Lady Contessa), dass unsere Gesellschaft nicht so weit ist und Kinder, die mit zwei Vätern/ zwei Müttern aufwachsen würden von Anderen nicht akzeptiert werden würden. Allein aus diesem Grund glaube ich, dass es besser für das Kind ist, in einem heterosexuellen Elternhaus aufzuwachsen, aber auch nur aus diesem einzigen Grund.
Um daran jedoch was ändern zu können, muss es wohl einige Vorreiter geben, damit diese Intoleranz ausgebügelt wird.

LG Richard
  14.01.2013, 15:59
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Was mir noch einfällt:
Das Tierreich lebt es vor - auch dort gibt es homosexuelle Tiere. Teilweise kümmern sie sich (bevorzugt) um die Kinder der anderen (war das bei Löwen so?), teilweise werden sie ausgegrenzt (oder irre ich mich da?).
Homosexualität ist vollkommen natürlich, genetisch bedingt und nicht änderbar. Sie sollte auch genauso behandelt werden.

Deshalb bitte ich dich, Lord Akkarin, überdenke folgende Aussage bitte noch einmal:
Zitat
Abgesehn davon ist es nicht natürlich.
Denn wenn du ein wenig recherchierst wirst du herausfinden, dass es sehr wohl natürlich ist
Wenn du damit allerdings meinst, dass Homosexualität nicht natürlich ist, weil es nicht zur Reproduktion beträgt, nun in dem Fall hast du wohl Recht. Dann war allenfalls die Wortwahl unglücklich.

Ja, das ist ein recht heikles Thema, ich gebe es zu. Ich bin allerdings erfreut zu lesen wie sachlich hier bisher gesprochen wird - das ist sehr, sehr angenehm. :)
Danke dafür.

Tessa
Conny-Tessa
  14.01.2013, 15:59
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Du hast selbstverständlich recht, ich habe sehr ungeschickt formuliert. Dass es auch im Tierreich Homosexuelle Wesen gibt, ist mir bekannt, will ich auch nicht abstreiten. Aber wie du gesagt hast: Es geht mir um die biologische Möglichkeit sich zu vermehren. Ich will auch nicht sagen, dass homosexualität zum Aussterben der menschlichen Rasse führt - habe vor einigen Monaten mal was über einen Artikel in diese Richtung gelesen - denn das ist absoluter Schmarren.

  14.01.2013, 16:07
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Danke.

Ja, sie tragen an sich nicht zur Reproduktion bei, das stimmt. Ob das in unserer heutigen Welt (Überbevölkerung etc.) gut oder schlecht ist ist ein ganz anderes Thema.
Conny-Tessa
  14.01.2013, 16:12
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Ich finde den Artikel jetzt leider nicht, aber es gibt auf jeden Fall statistisch belegbare Studien etc. wonach Homosexualität keinen Einfluss auf die allgemeine Reproduktion der Rasse Mensch hat. Natürliche Faktoren gegen Überbevölkerung schaltet der mensch ohnehin von selbst aus. Was aber auch ein anderes Thema ist.
  14.01.2013, 16:19
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wonach Homosexualität keinen Einfluss auf die allgemeine Reproduktion der Rasse Mensch hat.
Schade ...
Ich sag mal so, schaden täts der Menschheit nicht.
Aber ja, falsches Thema.
Ähm.
Btt. :D
Conny-Tessa
  14.01.2013, 16:38
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Kurz und schmerzlos: Homosexualität gleichberechtigen. Ehe abschaffen.

Homoverbindungen sollten mit Heteroverbindungen gleichgestellt sein. Es darf keine unterschiedlichen Rechte oder Vorzüge für Heterobeziehungen geben. Der Staat darf die Hetero-Ehe nicht deswegen "subventionieren", weil dadurch potentiell neue kleine Steuerzahler produziert werden.

Ich halte die Ehe für ein Auslaufmodell. Schon heute dauert eine Beziehung zwischen zwei Menschen - mit oder ohne Trauschein - im Schnitt nur 3,5 Jahre. Unabhängig ob Homo oder Hetero, die Leute bleiben nur noch zusammen, solange der "Reiz des Neuen" anhält. Selbst finanzielle Erwägungen und Steuervorteile sorgen nicht dafür, dass Leute länger zusammen bleiben.

Auch wenn sich das vielleicht zynisch oder kritisch anhört - ich denke, dass Beziehungen heutzutage zwar egoistischer, aber auch ehrlicher sind. Von jungen Leuten bis hin zu Menschen mittleren Alters - wir sind alle finanziell unabhängig und frei von gesellschaftlichen Zwängen - darum gibt es heutzutage einfach keinen Grund mehr, zu heiraten.

Es wird oft das Kinderkriegen als die letzte Daseinsberechtigung für das Modell Ehe herangezogen. Als wäre die Ehe ein Garant für die Stabilität, die ein Kind braucht, um sich zu entwickeln.

Ich halte das für Unfug. Die Praxis zeigt, dass Kinder sehr wohl auch mit alleinerziehenden Eltern eine glückliche Kindheit haben können. Oder in einer eheähnlichen Gemeinschaft zu guten Menschen heranwachsen können. Ebenso wie ein Kind mit zwei Müttern aufwachsen kann und nicht automatisch lesbisch oder sonstwie benachteiligt wird (außer natürlich vom Staat, der mit zweierlei Maß misst.)

Bei manchen Ehen / Beziehungen ist es sogar besser für die Kinder, wenn die Eltern sich trennen.

- Hanrok

Das kann ich nur unterstreichen.
Die Ehe ist an sich nur noch eine Anhäfung von kostenpflichtigen Verwaltungsakten, deren Sinne schon lange nicht mehr vorhanden ist. Bei dem ganzen Bürokratischen Hick-Hack geht mir auch der Sinn für die "Romantik" verloren. Aber gut, jeder so wie er es mag.
Homosexualtiät, gerade unter Männern(Lesben sind ja mehr oder weniger "geduldet"("boah geil, Lesben Porno")), gehört endlich gleichberechtigt. Sind ja schließlich auch Menschen. Ich finde übrigens, dass Homosexuelle dadurch keine besonderen Rechte bekommen, sondern lediglich unter nem riesen Aufgebot der Medien, endlich gleichberechtigt werden.

Erscheckend find ich aber, wie viele Franzosen sich gegen die "Homo-Ehe(Scheiß Wort, btw)" aussprechen.  oO

€: http://de.webfail.com/f0550329935
« Letzte Änderung: 14.01.2013, 16:43 von LordNerevar »
Es gibt keine Leidenschaft. Es gibt nur Besessenheit.
Es gibt keine Erkenntnis. Es gibt nur Überzeugung.
Es gibt keine Absicht. Es gibt nur Willen.
Es gibt nichts. Nur mich.
  14.01.2013, 16:40
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Ich bin auch der Meinung, dass die Ehe kein Auslaufmodell ist - natürlich ist die Tendenz die Hanrok beschreibt da.
Nein? Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Was hat eine Ehe der nichtehelichen Lebensgemeinschaft vorraus? Den Segen Gottes? Pfff.

Zitat
Wenn mal was nicht passt wird ausgetauscht. Hat in meinen Augen auch mit dem allgemeinen Verhalten zu tun. Wenn was kaputt ist, kauft man was neues anstatt das Alte zu reparieren.
Ja und den Scherbenhaufen einer Ehe, zwanghaft zusammenhalten und eine heuchlerische Fassade aufrechtzuerhalten ist sicherlich die richtige Einstellung. Wenn es in einer Partnerschaft nicht funktioniert, hat das wenig mit der heutigen Einstellung zu tun, nur hatte man damals nicht die Möglichkeit sich von seinem Ehepartner zu trennen. Es ist ziemlich rückstandig zu glauben, dass eine Ehe für immer hält. Vorallem bei Streit und häuslicher Gewalt gibt es keinen Grund, die Partnerschaft nicht zu beenden. Wenn was wirklich kaputt ist, gibt es nichts zu reparieren.

Zitat
Jedes Kind braucht sowohl eine männliche als auch eine weibliche Bezugsperson.
Sagt wer und warum? Dir scheint zu viel Ideologie dahinterzustecken, als dass du dies aufgrund von Fakten belegen kannst. Es gibt keine Statistiken die belegen würden, dass diese Kinder in irgendeiner Weise geschädigt werden würden. Wenn dann höchstens, von ihrem intoleranten Umfeld - sprich mobbing etc. Dann ist das aber ein Problem unserer Gesellschaft und genau da muss sich was ändern. Es kann nicht sein, dass wir im 21. Jahrhundert noch darüber Diskutieren, ob eine Menschengruppe bestimmte Rechte bekommt oder nicht. Das ist mir wirklich Peinlich, was immer noch für Vorurteile gegenüber anderen Ethnien oder sexuellen Orientierungen herrschen.
  14.01.2013, 16:49
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Es aber so anzusehen, als sei es etwas "normales" kann ich nicht.

Zusammen mit Lord Akkarins Beitrag gefällt mir deiner spontan am besten. Polemik und Richtigkeit hin oder her - ich kann nicht abstreiten, dass mich die fixe Idee vom Schwulendasein massiv anekelt. Ich musste auch sehr schmunzeln bei dem was Morag Tong schrieb - empfinde ich es ebenso, dass Lesben eigentlich in Ordnung gehen. Wahrscheinlich wird mir nun ein recht simples Gemüt oder ideologische Erziehung attestiert werden, sei's drum.

Trotzdem bin ich kein Homohasser o.ä. - jeder soll nach seiner Facon glücklich werden und ich will der Letzte sein, der Homosexuellen einen Stein in den Weg legt - eben, solang sie mich in Ruhe lassen. Und genau hier beginnt meiner Meinung nach das Problem, dass viele (gerade Männer) mit den Homos haben. Die aufgesetzte Sprache und das "antouchen" können einen doch nur Abneigung spüren lassen. Und ich mein, ich denk da jetzt nicht einfach drüber nach - ist mir an der Uni schon passiert, dass mich einer angesprochen hat.
Ich möchte nochmal betonen: Mir geht es nicht um das Bild des Mannes als hart oder als Krieger - sicher sind auch viele Homos totale Tiere (bezogen auf Muskeln) - aber ich will auch nicht lügen. So empfinde ich eben.

Nun zu den Rechten. Ich bin noch nicht reif für die Idee - nein definitiv nicht - dass schwule Pärchen Kinder adoptieren dürfen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie schrecklich das für das Kind in der Schule werden würde. Außerdem glaube ich, dass es die Mutterfigur braucht. Bei lesbischen Paaren ist es schwieriger, weil nicht zu verhindern ist, dass sie Kinder bekommen. Ein One-Night-Stand mit einem Mann und zack die Bohne. Kann man schwer gegen reden, der natürliche Lauf der Dinge. Adoption, bitte trotzdem nicht.
Kommt man dann jedoch zum Steuerrecht, also zu den Vorzügen der Ehe, dann gibt es meiner Meinung nur eine Lösung. Ein 1:1 gleiches System zu Ehe, Ehegattensplitting, etc aber natürlich unter anderem Namen. Das kann man den Millionen Christen in Deutschland einfach nicht antun - das Wort "Homoehe" ist für die schon undenkbar und beleidigend - für einen Christen besteht die Ehe eben nicht nur aus den nüchternen Vorteilen die der Staat anbietet.
Freedom is the freedom to say that two plus two make four. If that is granted, all else follows.
  14.01.2013, 16:57
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Zitat
Jedes Kind braucht sowohl eine männliche als auch eine weibliche Bezugsperson.
Sagt wer und warum? Dir scheint zu viel Ideologie dahinterzustecken, als dass du dies aufgrund von Fakten belegen kannst. Es gibt keine Statistiken die belegen würden, dass diese Kinder in irgendeiner Weise geschädigt werden würden. Wenn dann höchstens, von ihrem intoleranten Umfeld - sprich mobbing etc. Dann ist das aber ein Problem unserer Gesellschaft und genau da muss sich was ändern. Es kann nicht sein, dass wir im 21. Jahrhundert noch darüber Diskutieren, ob eine Menschengruppe bestimmte Rechte bekommt oder nicht. Das ist mir wirklich Peinlich, was immer noch für Vorurteile gegenüber anderen Ethnien oder sexuellen Orientierungen herrschen.
Im Zuge der geschlechtsspezifischen Identifikation sollten Kinder sowohl eine männliche als auch eine weibliche Bezugsperson haben. Die meisten tun das auch, ob positiv oder negativ sei mal dahin gestellt. Das hat nichts mit Ideologie zu tun. Dabei muss es sich nicht zwingend um Vater und Mutter handeln. Das sind zumindest meine, beruflichen, beobachtungen.
Es gibt keine Leidenschaft. Es gibt nur Besessenheit.
Es gibt keine Erkenntnis. Es gibt nur Überzeugung.
Es gibt keine Absicht. Es gibt nur Willen.
Es gibt nichts. Nur mich.
  14.01.2013, 17:04
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@Lord Akkarin: Jetzt hast du es noch in meinen Augen noch viel "ungeschickter" ausgedrückt.

Zitat
Es geht mir um die biologische Möglichkeit sich zu vermehren

Wenn es danach ginge, dürften unfruchtbare Heteropaare, ja auch nicht Kinder adoptieren oder heiraten.

Nur weil ein Unrecht eine lange Tradition vorweisen kann, wird daraus nicht Recht. Die derzeitige Situation ist diskriminierend und gehört geändert. Und ich finde, dass es ein gewaltiger Unterschied ist, ob man für seine Rechte auf die Straße geht. Oder ob man dafür demonstriert, dass diskriminierte Gruppen weiter diskriminiert werden.

Auch das Argument mit den gehänselten und gemobbten Kindern ist im Prinzip Unsinn. Es gibt doch schon jede Menge Kinder, deren Eltern Homosexuell sind. Das kann man doch dadurch nicht verhindern. Es gibt viele schwule Väter, denen wird soweit ich weiss, nicht automatisch dass Sorgerecht entzogen. Lesbischen Paaren kann man gar nicht verbieten Kinder zu bekommen. Da könnte man höchstens künstliche Befruchtungen untersagen und damit die lesbischen Frauen mit Kinderwunsch dazu "zwingen" sich zum "natürlichen Weg" zu überwinden.

Es gibt Kinder mit transsexuellen Eltern, Kinder mit bisexuellen Eltern, usw. Die werden vermutlich alle gemobbt. Adoptierte Kinder werden auch oft gehänselt und gemobbt, einfach nur weil sie adoptiert sind. Dazu müssen die Eltern nicht Homosexuell sein.
Das einzige was in meinen Augen hilft, ist aufzustehen, Vorbild zu sein und Diskriminierung, Ausgrenzung und Intoleranz nirgendwo mehr zu dulden. Egal ob im Supermarkt, in der eigenen Familie oder am Arbeitsplatz.
Meine Gipfelnebelherrenhausstatistik (mitgespielt ab Runde 4)

Runden mitgespielt: 10,  Runden gewonnen: 5,  Runden verloren: 5,  Runden überlebt: 3,  von den Assassinen ermordet worden: 6,  von der Mehrheit gelyncht worden: 2, als Bürger gewonnen: 3, als Bürger verloren: 4, als Assassine gewonnen: 2, als Assassine verloren: 1
  14.01.2013, 17:11
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