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Umfrage

Welche Rechte sollte man schwulen und Lesbischen Paaren zugestehen?

Sie sollten in jeder Hinsicht, auch auf Adoption, mit der klassischen Ehe gleichgestellt werden.
33 (63.5%)
Sie sollten einige Rechte als Paar bekommen, aber keine Kinder adoptieren dürfen.
8 (15.4%)
Ich finde nicht, das homosexuelle Paare besonderen Rechte bekommen sollten.
4 (7.7%)
Sie sollten mit der klassischen Ehe gleichgestellt werden, jedoch keine Kinder adoptieren dürfen.
4 (7.7%)
Homosexualität gehört verboten.
2 (3.8%)
Sie sollten einige Rechte als Paar bekommen, und Kinder adoptieren dürfen.
1 (1.9%)
Sie sollten nicht mit der klassischen Ehe gleichgestellt werden, aber Kinder adoptieren dürfen.
0 (0%)

Stimmen insgesamt: 52

Thema: "Homoehe" in Deutschland - Rechte für Schwule und Lesben  (Gelesen 8173 mal)

  • Assassine
    • Dunkle Bruderschaft
Da hast du mich falsch verstanden. Ein heterosexuelles Paar welches unfruchtbar ist, kann natürlich auch biologisch keine Kinder bekommen. Aber: Die Voraussetzung, also Mann und Frau, ist gegeben. Und ich denke, dass "Unrecht mit langer Tradition" hier die richtige Wortwahl ist. Ich sehe das Unrecht nicht ganz, für mich ist dies keine Diskriminierung. Homosexuelle Menschen werden bei uns nicht beeinträchtigt, das Verbot einer Ehe ist für mich keine beeinträchtigung. Nachdem ja teilweise ohnehin gesagt wird, dass die traditionelle Ehe veraltet ist, verstehe ich das Problem noch weniger. Dann sollen sie doch in ihrer Partnerschaft leben und es ist alles in Ordnung.

@LordNerevar: Ich halte es für besser, wenn es sich dabei umd Vater und Mutter handelt. Denn Eltern haben einen einzigartigen Zugang zum eigenen Kind, den sonst Niemand haben kann.
  14.01.2013, 17:25
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  • Späher
    • Klingen
Das Thema "Gleichberechtigung von homosexuellen Paaren" wurde heute auch im Pw-Grundkurs in der Schule angesprochen. Daraufhin entwickelte sich eine Diskussion.

Für die Meisten in der Gruppe war schon dies allein erschreckend, zumal ich auf eine Schule gehe, die den Ruf eines liberalen Gymnasiums hat, doch zwei Kandidaten im Kurs haben sich tatsächlich gegen eine Gleichberechtigung von Homosexuellen ausgesprochen!
es ist bekannt, dass einer der beiden einen Neonazi zum Onkel hat und die beiden haben sich auch schon häufiger durch Aussagen wie

"Öh, was? Ich hab nix gegen Türken, die machen doch Döner!" oder "Ich find' Kinderschänder und so können ruhig gefoltert werden. Die können alle getötet werden, wenn’s nach mir geht! Ist mir doch Kack egal!"
Aufmerksamkeit erregt, aber es hätten dann doch die Wenigsten erwartet, dass die beiden offen die Aussage tätigen: "Ich hasse Schwule".

Aus meiner Sicht ergab die folgende Diskussion nur, dass beide ihre Meinung mit "Ist doch nicht natürlich, sowas!" oder "Ich geh so Nollendorfplatz und dann kommen die Schwuchteln da an und so, ey ich ich könnte kotzen! Das doch ekelig." begründen.

Ich meine, da war der Rest des Kurses, (einschließlich die Lehrerin) zu Recht schockiert.
Ich für meinen Teil kann nicht begreifen, wie Menschen im 21. Jhd. noch so denken können. Aus meiner Sicht sind Homosexuelle Menschen wie jeder andere auch. Sie gehören also auch gleichberechtigt, basta!
Die Ansicht, Homosexualität wäre etwas Schädliches/ Schlechtes ist aus meiner Sicht veraltet und ich sehe keinen Grund, warum nicht auch gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptieren dürfen sollten. Natürlich kann das zu schlechter Behandlung durch Mitmenschen führen, aber Homophobie wird nicht weniger werden, wenn weiterhin von Staat und Medien so  deutlich gezeigt wird, Homosexuelle wäre anders oder etwas Unnormales.

Also für mich ganz klar:

"Sie sollten in jeder Hinsicht, auch auf Adoption, mit der klassischen Ehe gleichgestellt werden."
Ich rufe in diesen Kreis, um sich dem Streit zu stellen:
Den, der zwischen Licht und Dunkelheit wandert.
Den, der Gerechtigkeit von Recht scheidet.
Den, der immer Schlichter und Richter ist.
Ich rufe den Goldenen Avatar!
  14.01.2013, 17:40
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@Lord Akkarin Also, wenn jemand irgendetwas nicht machen darf, was für jeden heterosexuellen Bürger ganz selbstverständlich legal ist, wie zu Beispiel heiraten, aus dem einzigen Grund, dass er eben nicht heterosexuell ist, dann ist das diskriminierend. Egal ob du das nun so siehst oder nicht. Die einzig wichtige Vorraussetzung zum Heiraten ist ja wohl, dass man jemanden findet, der einen heiraten will und volljährig ist.

Und intolerante Christen, sind für mich keine Christen. Deswegen kann ich ihnen aber nicht verbieten zur Kirche zu gehen oder?

« Letzte Änderung: 14.01.2013, 17:46 von Matthew McKane »
Meine Gipfelnebelherrenhausstatistik (mitgespielt ab Runde 4)

Runden mitgespielt: 10,  Runden gewonnen: 5,  Runden verloren: 5,  Runden überlebt: 3,  von den Assassinen ermordet worden: 6,  von der Mehrheit gelyncht worden: 2, als Bürger gewonnen: 3, als Bürger verloren: 4, als Assassine gewonnen: 2, als Assassine verloren: 1
  14.01.2013, 17:44
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@LordNerevar: Ich halte es für besser, wenn es sich dabei umd Vater und Mutter handelt. Denn Eltern haben einen einzigartigen Zugang zum eigenen Kind, den sonst Niemand haben kann.
Auch das ist nicht immer gegeben. Kenn da durchaus Fälle(meine Familie mit einbezogen), in denen Eltern(teile) keine oder eine arg belastet Beziehung zu ihren Kindern haben.

Zu Taker34:
Dein Beitrag im gesamten lässt mir einfach keine Ruhe. Du sprichst davon, dass es dir peinlich ist "was immer noch für Vorurteile gegenüber anderen Ethnien oder sexuellen Orientierungen herrschen", auf der anderen Seite bezeichnest du Lord Akkarins "Weltanschauung" als rückständig, weil sie offensichtlich anders ist, als die deinige. Sinn?
Es gibt keine Leidenschaft. Es gibt nur Besessenheit.
Es gibt keine Erkenntnis. Es gibt nur Überzeugung.
Es gibt keine Absicht. Es gibt nur Willen.
Es gibt nichts. Nur mich.
  14.01.2013, 17:45
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Wenn es nicht sein darf, dass das männliche oder das weibliche Vorbild fehlt, müssen wir demnächst Alleinerziehenden die Kinder wegnehmen.

Deshalb bin ich hier der Meinung, dass man steuerrechtlich die "Homos" (nicht abwertend gemeint) auf jedenfall der echten Ehe gleichsetzen soll. Eine Adoption eines Kindes zu erlauben, finde ich im Interesse zum Schutz des Kindes vor der Gesellschaft, als nicht angebracht.
Ich finde, dass mögliche oder tatsächliche gesellschaftliche Intoleranz keine Rechtfertigung dafür sein kann, bestimmten Leuten per Geburt irgendwelche Rechte vorzuenthalten. Wie schon Richard und andere geschrieben haben, sollte eher offensiv mit guten Vorbildern gegen Vorurteile angegangen werden. Die meisten Paare machen sich da vermutlich auch keine Illusionen und können sicherlich selbst entscheiden, ob sie bereit sind, Kinder zu adoptieren und die eigene Lebensweise möglicherweise gegenüber intoleranten Mitmenschen zu verteidigen.
Die größten Kritiker der Molche
waren früher eben solche
  14.01.2013, 17:58
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Zu Taker34:
Dein Beitrag im gesamten lässt mir einfach keine Ruhe. Du sprichst davon, dass es dir peinlich ist "was immer noch für Vorurteile gegenüber anderen Ethnien oder sexuellen Orientierungen herrschen", auf der anderen Seite bezeichnest du Lord Akkarins "Weltanschauung" als rückständig, weil sie offensichtlich anders ist, als die deinige. Sinn?

Tut mir leid wenn du deshalb nicht schlafen kannst.  :D
Lord Akkarin vertritt aber konservative Sichtweisen und "konservativ" ist eben ein Synonym für rückständig, rückschrittlich. Das ist kein Vorurteil sondern eine Feststellung.
  14.01.2013, 18:02
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Wenn es nicht sein darf, dass das männliche oder das weibliche Vorbild fehlt, müssen wir demnächst Alleinerziehenden die Kinder wegnehmen.
:rolleyes:
Schwachsinn. Ich sage nochmal, die Vorbilder müssen nicht zwingend Vater/Mutter sein. Andere Verwandte oder gar Pädagogen in entsprechenden Einrichtungen auch.

Zu Taker34:
Dein Beitrag im gesamten lässt mir einfach keine Ruhe. Du sprichst davon, dass es dir peinlich ist "was immer noch für Vorurteile gegenüber anderen Ethnien oder sexuellen Orientierungen herrschen", auf der anderen Seite bezeichnest du Lord Akkarins "Weltanschauung" als rückständig, weil sie offensichtlich anders ist, als die deinige. Sinn?

Tut mir leid wenn du deshalb nicht schlafen kannst.  :D
Lord Akkarin vertritt aber konservative Sichtweisen und "konservativ" ist eben ein Synonym für rückständig, rückschrittlich. Das ist kein Vorurteil sondern eine Feststellung.
Das ist noch größerer Schwachsinn und bedarf meinerseits auch keinen Kommentar mehr...
Es gibt keine Leidenschaft. Es gibt nur Besessenheit.
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  14.01.2013, 18:13
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 Mir machen die radikalen Verneinungen gesellschaftlicher Werte Sorgen. Eine "Homo-Ehe" kann es meiner Meinung nach nicht geben, da eine Ehe per definitionem eine Lebenspartnerschaft zwischen Mann und Frau bedeutet. Eine vergleichbare Gemeinschaft zwischen zwei Homosexuellen kann je nach Politik und Gesellschaft mehr oder minder "gleich" wie eine Ehe aussehen.

In diesem Forum wie auch in meinem weiteren Umfeld habe ich das Gefühl, dass zu sehr die gleichen Rechte für alle im Vordergrund stehen und dabei nicht unterschieden wird zwischen a) den tatsächlichen (Grund-)Rechten aller Menschen wie z.B. die Ordnung der Gerichtsbarkeit über jeden Einzelnen und b) moralischen und privilegischen Gleichheiten. Richard hat das meiner Meinung nach auf den Punkt gebracht: "Alle Menschen sind gleich." Nein, kein Mensch ist gleich, sage ich. Das Recht, in Deutschland zu heiraten, besteht. Wenn dies allerdings nicht gewünscht wird, dürfen von den betreffenden Personen aber nicht die Vorzüge bestimmter Handlungen in Anspruch genommen werden. Es gibt Dinge, die man nicht durchführen kann, obwohl man das Recht dazu hat! Gerade durch die rasante Entwicklung der Gesellschaft seit 68 muss man sich doch die Frage stellen: Ab wann begrenzt meine persönliche Freiheit auch mich selber? Da kann man nicht immer wieder mit der "Aufklärung" (?) an sich kommen und viele Dinge einfach abtun mit hanebüchener Empirismushörigkeit á la "Zeig mir ne Studie, die dies oder jenes beweist, sonst ist das Blödsinn!".

Ich denke, dass der öffentliche Diskurs um gleichgeschlechtliche Partnerschaften unbedingt getrennt von Religion bzw. der traditionellen Form der Eheschließung geführt werden muss. Das, weil es sonst immer wieder (wie auch hier wieder von einigen beinahe hetzerischen Kommentaren) abdriftet in eine Neid- und Intoleranzdebatte, die im Grunde nichts anderes als ein ideologischer Grabenkampf ist. Ist es in einer Zeit von preisvergleich.de etc. denn nicht möglich, einmal einen Gegenstand in seiner Gesamtheit zu betrachten ohne sofort auf alternative Wege zu schielen? Ich würde es begrüßen, wenn eine solche Debatte ohne eine schwulenfeindliche, aber auch ohne eine sandkastenneidische Brille stattfinden würde, zumindest auf der politischen Ebene. Denn diese Ebene ist es, die die Möglichkeit hat, nach und nach (nicht sofort!) in der Gesellschaft Veränderungen gezielt anzustoßen.

Falls es noch jemanden interessiert, weil der Thread ja bedenklich in Richtung Weltanschauung und "Toleranz" abgedriftet war, ich würde mich als konservativ bezeichnen unter einer einfachen Definition "Bewahrung geistiger und materieller Güter der Menschheit" und eine Person sollte sich wohl durchaus mal Gedanken über die eigene Verortung in einer multidimensionalen Welt machen.
  14.01.2013, 19:03
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Zu Taker34:
Dein Beitrag im gesamten lässt mir einfach keine Ruhe. Du sprichst davon, dass es dir peinlich ist "was immer noch für Vorurteile gegenüber anderen Ethnien oder sexuellen Orientierungen herrschen", auf der anderen Seite bezeichnest du Lord Akkarins "Weltanschauung" als rückständig, weil sie offensichtlich anders ist, als die deinige. Sinn?
Und da wären wir wieder beim ersten, der meint, dass Toleranz einer Sache gegenüber auch die Toleranz der Intoleranz gegenüber einschließen muss. Herzlichen Glückwunsch.

@Suite
Da ist so vieles falsch drin, da krieg ich Plack.
z.B.
Das Recht, in Deutschland zu heiraten, besteht. Wenn dies allerdings nicht gewünscht wird, dürfen von den betreffenden Personen aber nicht die Vorzüge bestimmter Handlungen in Anspruch genommen werden.
Aber gerade die Ehe wird doch von diesen Menschen gewünscht. Es ist ja nicht so, als könnten sie sich aussuchen homosexuell zu sein.


Und wer bitte hat "Homosexualität gehört generell verboten." angekreuzt. Willkommen im 16ten Jahrhundert.
  14.01.2013, 19:23
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Was mir halt auffällt ist, dass hier ein relativ elitäres Publikum am diskutieren ist. Wovon ihr sprecht geht so krass an der allgemeinen Abneigung gegen Schwule (und nicht nur in den unteren Bildungsschichten) vorbei, dass ich mich mit meiner Position von Seite 1 fast schlecht fühle, während ich generell der Meinung war noch einigermaßen weltoffen zu sein. Wenn ich mich nur an meine Zeit bei der Bundeswehr erinnere - einer hatte solche Züge und Verhaltensweisen, ihr wisst sicher was ich meine - mein Gott, der Typ musste leiden. Und ihr redet hier von Toleranz in der Gesellschaft und so Späßen. Das kommt vielleicht an der Uni an aber niemals beim normalen Manne. Und genau deswegen ist es politisch (zurzeit) nicht durchzusetzen und meiner Meinung nach auch nicht unter dem Namen "Ehe".
Freedom is the freedom to say that two plus two make four. If that is granted, all else follows.
  14.01.2013, 19:36
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Was mir halt auffällt ist, dass hier ein relativ elitäres Publikum am diskutieren ist. Wovon ihr sprecht geht so krass an der allgemeinen Abneigung gegen Schwule (und nicht nur in den unteren Bildungsschichten) vorbei, dass ich mich mit meiner Position von Seite 1 fast schlecht fühle, während ich generell der Meinung war noch einigermaßen weltoffen zu sein. Wenn ich mich nur an meine Zeit bei der Bundeswehr erinnere - einer hatte solche Züge und Verhaltensweisen, ihr wisst sicher was ich meine - mein Gott, der Typ musste leiden. Und ihr redet hier von Toleranz in der Gesellschaft und so Späßen. Das kommt vielleicht an der Uni an aber niemals beim normalen Manne. Und genau deswegen ist es politisch (zurzeit) nicht durchzusetzen und meiner Meinung nach auch nicht unter dem Namen "Ehe".

Natürlich ist es in der Allgemeinheit eher kritisch beäugt. "Schwul" gilt überall in meinem Alter als Schimpfwort. Überall wird homosexuell als "unnormal", "unnatürlich" abgestempelt. Warum? Weil es uns von klein an einsuggeriert wird. Von Medien, von unserem Umfeld, von unserer Familie. Doch nur weil das allgemein so ist, heißt das ja nicht, dass das so in Ordnung ist. Gerade solche Vorstöße (besonders in der Politik) sind -wenn auch zu Beginn umstritten - gerade das, was die Akzeptanz fördert. Ohne so etwas wird das deutsche Gewohnheitstier nie etwas an seiner Meinung ändern.
Und vor Allem sollte man so etwas schon gar nicht nicht machen, nur weil der Großteil der Bevölkerung weiterhin für die Diskriminierung einer Völkergruppe ist.

  14.01.2013, 19:47
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Mir machen die radikalen Verneinungen gesellschaftlicher Werte Sorgen.
Sprich, die Diskriminierung von Homosexuellen - oder wie?

Zitat
Ich denke, dass der öffentliche Diskurs um gleichgeschlechtliche Partnerschaften unbedingt getrennt von Religion bzw. der traditionellen Form der Eheschließung geführt werden muss.
[...]
Eine "Homo-Ehe" kann es meiner Meinung nach nicht geben, da eine Ehe per definitionem eine Lebenspartnerschaft zwischen Mann und Frau bedeutet.
Deine Definition ist u.a. die, der christlichen Kirche. In der Geschichte der Menschheit war Ehe zum einen schon immer Polygam und zum anderen ist die Festlegung von Mann und Frau auch nur religiös bedingt.

Zitat
Da kann man nicht immer wieder mit der "Aufklärung" (?) an sich kommen und viele Dinge einfach abtun mit hanebüchener Empirismushörigkeit á la "Zeig mir ne Studie, die dies oder jenes beweist, sonst ist das Blödsinn!".
Stimmt, es ist unsinnig etwas mit Fakten, Statistiken und Studien zu beweisen.

Zitat
Falls es noch jemanden interessiert, weil der Thread ja bedenklich in Richtung Weltanschauung und "Toleranz" abgedriftet war, ich würde mich als konservativ bezeichnen unter einer einfachen Definition "Bewahrung geistiger und materieller Güter der Menschheit"
Was soll daran jetzt so erstrebenswert sein? Besonders wenn du dir die zu bewahrenden, geistigen und materiellen Güter, inkonsequent für deine Ideologie und Agenda herauspickst.
  14.01.2013, 19:53
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Einerseits wird immer wieder von der, ich nenne es mal "liberalen" Fraktion, postuliert, dass die Ehe ohnehin ein rückständiges traditionalistisches Auslaufmodell sei, andererseits wird von den "Wünschen" ausgegangen, die umzusetzen seien. Nochmal: Jeder hat das Recht zu heiraten. Das Konzept der Ehe war bis vor 50 Jahren gesellschaftlich alternativlos. Nun gibt es allerdings - zu Recht - ein Alternativmodell. Warum soll dieses Modell nun genau eine "Ehe" sein? Genau - es geht wieder einmal um persönliche Privilegien. Die Diskriminierung ist doch in der Gesellschaft immer noch tief genug verankert, um der eigentliche Negativfaktor im Leben der betreffenden zu sein oder irre ich mich da? Bezüglich Adoption und der Debatte, ob in einer Familie ein tertium non datur mit einem gleichgeschlechtlichen Paar stattfindet oder nicht, muss ich passen. Ich möchte allerdings noch einmal darauf hinweisen, wie auch hier die "fortschrittlich-liberale" Fraktion stets mit Aussagen kommt wie "Willkommen im 16. Jahrhundert" bzw. Mittelalter, rückständig etc. Ohne das gewöhnliche Stammtischgelaber bzgl. Schwulenfeindlichkeit für mich selbst zu übernehmen (das in der Tat furchtbar ist und ziemlich schadet), aber die Minderheit in Deutschland (wie Thunderbird in 29 meinte) seid ihr. Es ist meiner Meinung nach fragwürdig, aus einer Minderheitenperspektive heraus andere Ansichten pauschal als falsch darzustellen, insbesondere, wenn das unsachlich formuliert ist.

@ Taker: Schön Beiträge auseinanderpflücken und aus dem Kontext reißen? Ich denke, ich habe klar genug ausgedrückt, dass die Schaffung eines anerkannten Umfelds für gleichgeschlechtliche Paare notwendig ist und im Zuge dessen der jetzige Zustand reformiert werden muss. Was man mit "Fakten" (was ist das überhaupt?), Statistiken und Studien beweisen kann ist außerhalb der Naturwissenschaft lächerlich gering. Auf deine drei anderenPunkte gehe ich nicht ein, was du wahrscheinlich abfeiern wirst als wenn du einen Kampf gewonnen hättest. Herzlichen Glückwunsch und einen schönen Abend.
  14.01.2013, 20:10
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@ Taker: Schön Beiträge auseinanderpflücken und aus dem Kontext reißen? Ich denke, ich habe klar genug ausgedrückt, dass die Schaffung eines anerkannten Umfelds für gleichgeschlechtliche Paare notwendig ist und im Zuge dessen der jetzige Zustand reformiert werden muss. Was man mit "Fakten" (was ist das überhaupt?), Statistiken und Studien beweisen kann ist außerhalb der Naturwissenschaft lächerlich gering. Auf deine drei anderenPunkte gehe ich nicht ein, was du wahrscheinlich abfeiern wirst als wenn du einen Kampf gewonnen hättest. Herzlichen Glückwunsch und einen schönen Abend.
Das Auseinanderpflücken hast du aber viel besser drauf.
Zitat
Ich möchte allerdings noch einmal darauf hinweisen, wie auch hier die "fortschrittlich-liberale" Fraktion stets mit Aussagen kommt wie "Willkommen im 16. Jahrhundert" bzw. Mittelalter, rückständig etc.
Das bezog sich auf die Person, die generell gegen homosexualität war, nicht auf eine andere Meinung bezüglich Homo-Ehe.

Zitat
Einerseits wird immer wieder von der, ich nenne es mal "liberalen" Fraktion, postuliert, dass die Ehe ohnehin ein rückständiges traditionalistisches Auslaufmodell sei,[...]
Nicht bei mir. Ich empfinde die Ehe nicht als Auslaufmodell.

Zitat
[...]andererseits wird von den "Wünschen" ausgegangen, die umzusetzen seien. Nochmal: Jeder hat das Recht zu heiraten. Das Konzept der Ehe war bis vor 50 Jahren gesellschaftlich alternativlos. Nun gibt es allerdings - zu Recht - ein Alternativmodell. Warum soll dieses Modell nun genau eine "Ehe" sein? Genau - es geht wieder einmal um persönliche Privilegien.
Wenn, wie du sagst, jeder das Recht hat zu heiraten, warum willst du dann, dass die Homosexuellen es nicht können? Die Ehe ist kein Privilegium. Sie ist etwas, was für jeden möglich sein sollte.

Zitat
Aber die Minderheit in Deutschland (wie Thunderbird in 29 meinte) seid ihr.
Ja, und das tut etwas zur Sache, weil...
Nur weil weniger Leute eine Ansicht teilen ist es doch dadurch nicht automatisch falsch.

Zitat
Es ist meiner Meinung nach fragwürdig, aus einer Minderheitenperspektive heraus andere Ansichten pauschal als falsch darzustellen, insbesondere, wenn das unsachlich formuliert ist.
Ich stelle hier keien Meinung als pauschal falsch dar. Ich sage ja auch gar nicht, dass meine Ansicht die einzig richtige ist, aber wenn ich das richtig hier verstanden habe, dann ist das eine Diskussion, in der man auch Sachen hinterfragen darf. Also ist es mir auch erlaubt von anderen aufgestellte Thesen mit Gegenargumenten in Frage zu stellen, oder etwa nicht.
« Letzte Änderung: 14.01.2013, 20:32 von Richard Cypher »
  14.01.2013, 20:23
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@ Taker: Schön Beiträge auseinanderpflücken und aus dem Kontext reißen? Ich denke, ich habe klar genug ausgedrückt, dass die Schaffung eines anerkannten Umfelds für gleichgeschlechtliche Paare notwendig ist und im Zuge dessen der jetzige Zustand reformiert werden muss. Was man mit "Fakten" (was ist das überhaupt?), Statistiken und Studien beweisen kann ist außerhalb der Naturwissenschaft lächerlich gering. Auf deine drei anderenPunkte gehe ich nicht ein, was du wahrscheinlich abfeiern wirst als wenn du einen Kampf gewonnen hättest. Herzlichen Glückwunsch und einen schönen Abend.
Danke, ich feiere mich wirklich erstmal so richtig. :birthday:
Trotzdem muss ich hinzufügen, dass ich enttäuscht bin von deiner Antwort. Ich hätte ebenso deinen ganzen Text zitieren können, was ich der Übersichtlichkeit wegen gelassen habe. Besonders ernüchternd ist, dass du weder genauer auf die "radikalen Verneinungen gesellschaftlicher Werte" eingehst, noch deine eigene Weltanschauung weiter ausführen kannst. Das hat nichts mit zerpflücken zu tun, das waren legitime Fragen und Kommentare.
  14.01.2013, 20:30
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@Richard: Du hast Recht. Mir kam es im Thread aber ein bisschen so vor, als wenn es sich etwas zu leicht gemacht wird bzw. zu unkritisch gesehen wird. An meiner Uni sind wieder AS-Wahlen und die Parolen klingen genau so: Masterplätze für alle, Hochschulrat abschaffen und so weiter. Bsp. Lares-Deep. Ohne ihn persönlich angreifen zu wollen, aber er schreibt im Grunde, dass er schockiert von einer schwulenfeindlichen Ansicht in seiner Klasse gewesen sei, dass er diese Denkstruktur für veraltet halte, keine Gründe dafür fände und deshalb Gleichberechtigung fordere (basta). "Basta" ist Berlusconi, eigene Gründe wurden aber nicht genannt. Dass auch Homosexuelle Menschen sind, sollte selbstverständlich sein.

Ich empfinde allgemein Verweise auf das "dunkle Mittelalter" und das "leuchtende 21. Jahrhundert" als unpassend, deshalb stoßen mir solche Bemerkungen immer wieder auf: Als wenn wir in der besten Zeit leben und vieeel besser handeln und denken als alle unsere Vorfahren.

@ Taker: Ich möchte auch gar nicht meine Weltanschauung ausführen, das musst du missverstanden haben. Es ging mir darum, dass hier von einer Ebene auf eine ganz andere gesteuert wurde, was du befördert hast (Konservatismus). Radikale Verneinung gesellschaftlicher Werte meinte ich im Zusammenhang mit einer allgemeinen Tendenz, essentielle Aspekte der Gesellschaft zu hinterfragen, die wohl nicht mehr "zeitgemäß" seien wie die Religion, das Ehekonzept (belegbar durch Statistiken, aber erst vollständig durch Narrationen). Mir kommt es so vor (und das ist jetzt subjektiv gemeint), als wenn da Tendenzen zur Auflösung in den Köpfen bestehen, aber zu wenige zur Erschaffung. Anders formuliert: Draufhauen ist einfacher als bauen. Ich hatte das Gefühl, der Thread geht auch in die Richtung, wie so häufig (nicht in diesem Forum, sondern überall auf der Welt).

Daher nochmal mein Standpunkt: Homosexuelle Paare sollten keine "besonderen" Rechte haben, sie sollten allerdings auch nicht mit der Ehe gleichgestellt werden. Das bedeutet nicht, dass sie nicht gleich behandelt werden sollen; es sollte eine Alternative sein. Möglich wäre dies durch eine Ausweitung von Privilegien. Ich bin allerdings gegen die Bezeichnung als "Ehe" und gegen eine Gleichschaltung. Das würde den christlichen Ehebegriff zu stark treffen, in dem Fall sehe ich nur die vollständige Abkopplung des religiösen Aspekts von der Ehe als durchführbar - was ich und viele andere wohl nicht wollen würden. Man hätte dann vielleicht zwei verschiedene Arten von Ehen und das fände ich dann schon recht seltsam. Aber genug Spekulationen und spontane Ideen gehabt, einen schönen Abend wünsch ich euch noch allen. Gruß
  14.01.2013, 21:16
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Also ich stimme bisher Hanroks Meinung voll und ganz zu. Da ich die Ängste der Konservativen/Religiösen, dass "ihre" Ehe verwässert wird, auch ein wenig nachvollziehen kann, werde ich den Spieß umdrehen, sobald ich König bin: "Ehe" gibt's nur zwischen Mann und Frau. Das ist dann aber auch ein rein kirchliche Angelegenheit und hat mit säkularen Rechten rein gar nichts am Hut. Wer die haben möchte (Steuern, Adpotion, etc) möge eine eingetragene Lebensgemeinschaft eintragen lassen. Und das egal ob Mann/Frau, Mann/Mann oder Frau/Frau, vor dem Gesetz sind ALLE gleich! Da können die Kirchen auch meinetwegen weiter Schwule diskriminieren, das ist dann deren Sache und hat dem zivilen Recht absolut nix zu tun.
Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids - und ein Quell unendlichen Trostes. - Marie von Ebner-Eschenbach
  14.01.2013, 21:16
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In meinen Augen wurde bereits durch die Gleichberechtigung von Mann und Frau die traditionelle Bedeutung der Ehe abgeschafft. Zum Glück! Heute hat die Ehe schon lange nicht mehr den Zweck, "den Mann über die Frau herrschen" zu lassen. Es geht längst nicht mehr um Erbdynastien und Adelstitel.

Heute ist die Ehe zum einen ein Symbol für die Liebe zwischen zwei Menschen und zum anderen eine Form der gesetzlichen Absicherung. Ich sehe keinen legitimen Grund homosexuellen Paaren etwas davon vorzuenthalten. Auch hier im Thread wurde bisher kein Grund genannt, sondern nur Strohmänner abgefackelt.

Und ich kann auch nicht verstehen, wie man nicht sehen kann, das das Diskriminierung vom Feinsten ist. Quasi wie aus dem Lehrbuch! Diskriminierung geht ja wohl fast immer von einer Mehrheit aus.

Bei der letzten Umfrage (beschneidung) war es ein echtes Dilemma, weil zwei verschiedene Grundrechte gegeneinander abgewogen werden müssen. Da kann es Gründe geben verschiedener Ansicht zu sein, was nun am Ende schwerer wiegt. Das ist hier aber nicht der Fall! Hier wird eindeutig eine Minderheit in der Gesellschaft diskriminiert. Wenn die Mehrheit das anders sieht, macht es das nur Schlimmer! Und trauriger!

Das erschreckende für mich ist, das sich die hasserfüllten Proteste in Frankreich so gut wie gar nicht von denen in Pakistan & Co unterscheiden, wenn es um ähnliche Themen geht. Und anscheinend sieht es ja bei uns auch nicht besser aus.
Meine Gipfelnebelherrenhausstatistik (mitgespielt ab Runde 4)

Runden mitgespielt: 10,  Runden gewonnen: 5,  Runden verloren: 5,  Runden überlebt: 3,  von den Assassinen ermordet worden: 6,  von der Mehrheit gelyncht worden: 2, als Bürger gewonnen: 3, als Bürger verloren: 4, als Assassine gewonnen: 2, als Assassine verloren: 1
  14.01.2013, 21:29
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Zu Taker34:
Dein Beitrag im gesamten lässt mir einfach keine Ruhe. Du sprichst davon, dass es dir peinlich ist "was immer noch für Vorurteile gegenüber anderen Ethnien oder sexuellen Orientierungen herrschen", auf der anderen Seite bezeichnest du Lord Akkarins "Weltanschauung" als rückständig, weil sie offensichtlich anders ist, als die deinige. Sinn?
Und da wären wir wieder beim ersten, der meint, dass Toleranz einer Sache gegenüber auch die Toleranz der Intoleranz gegenüber einschließen muss. Herzlichen Glückwunsch.

@Suite
Da ist so vieles falsch drin, da krieg ich Plack.
z.B.
Das Recht, in Deutschland zu heiraten, besteht. Wenn dies allerdings nicht gewünscht wird, dürfen von den betreffenden Personen aber nicht die Vorzüge bestimmter Handlungen in Anspruch genommen werden.
Aber gerade die Ehe wird doch von diesen Menschen gewünscht. Es ist ja nicht so, als könnten sie sich aussuchen homosexuell zu sein.


Und wer bitte hat "Homosexualität gehört generell verboten." angekreuzt. Willkommen im 16ten Jahrhundert.

Intoleranz? Bis auf Takers Post war Intoleranz meiner Ansicht nach überhaupt kein Thema. Und du bist der nächste, der scheinbar von Toleranz und Intoleranz keine Ahnung hat. Geschweige denn von meinen Ansichten. Aber das ist einfach so typisch "fortschrittlich-liberale" Fraktion -Polemik-Scheiß!" Nur die eigene Anschauung ist richtig, alles andere ist flasch und gehört sofort niedergemacht, ohne auch nur einmal vorher drüber nach zu denken. Und ich sage nicht, dass Toleranz einer Sache gegenüber auch die Toleranz der Intoleranz gegenüber einschließen muss, sondern viel mehr, dass Toleranz einer Sache gegenüber, auch Toleranz anderen toleranten Ansichten gegenüber Tolerant sein muss.

Zum Thema 21. Jahrhundert: Unsere heutige Gesellschaft scheint bei weitem nicht so "aufgeklärt" zu sein, wie sie es vorgibt zu sein, oder gerne wollen würde. Viele (Schicht und Milieu unabhängig) sind noch mehr von Klischees und Ultra-Konservativen Gedanken durchzogen, dass man einfach nur den Kopf schütteln kann.

@Matt: Genau hier hört meine Toleranz dann auch auf, gerade religösen Weltanschauungen gegenüber auf. Sowas versteh ich einfach nicht.
Es gibt keine Leidenschaft. Es gibt nur Besessenheit.
Es gibt keine Erkenntnis. Es gibt nur Überzeugung.
Es gibt keine Absicht. Es gibt nur Willen.
Es gibt nichts. Nur mich.
  14.01.2013, 21:46
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  • Skelett
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Irgendwie erschreckend, dass der Punkt "Homosexualität gehört verboten" auch nur eine Stimme bekommen hat. Bin gespannt wie weit der noch hochgeht und ob die betreffende(n) Person(en) dazu auch Stellung beziehen.
Und vor allem bin ich dann auf die Argumente gespannt.
Conny-Tessa
  14.01.2013, 21:47
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