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Umfrage

Welche Rechte sollte man schwulen und Lesbischen Paaren zugestehen?

Sie sollten in jeder Hinsicht, auch auf Adoption, mit der klassischen Ehe gleichgestellt werden.
33 (63.5%)
Sie sollten einige Rechte als Paar bekommen, aber keine Kinder adoptieren dürfen.
8 (15.4%)
Ich finde nicht, das homosexuelle Paare besonderen Rechte bekommen sollten.
4 (7.7%)
Sie sollten mit der klassischen Ehe gleichgestellt werden, jedoch keine Kinder adoptieren dürfen.
4 (7.7%)
Homosexualität gehört verboten.
2 (3.8%)
Sie sollten einige Rechte als Paar bekommen, und Kinder adoptieren dürfen.
1 (1.9%)
Sie sollten nicht mit der klassischen Ehe gleichgestellt werden, aber Kinder adoptieren dürfen.
0 (0%)

Stimmen insgesamt: 52

Thema: "Homoehe" in Deutschland - Rechte für Schwule und Lesben  (Gelesen 8224 mal)

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Intoleranz? Bis auf Takers Post war Intoleranz meiner Ansicht nach überhaupt kein Thema. Und du bist der nächste, der scheinbar von Toleranz und Intoleranz keine Ahnung hat. Geschweige denn von meinen Ansichten. Aber das ist einfach so typisch "fortschrittlich-liberale" Fraktion -Polemik-Scheiß!" Nur die eigene Anschauung ist richtig, alles andere ist flasch und gehört sofort niedergemacht, ohne auch nur einmal vorher drüber nach zu denken.
Wenn jemand sagt, dass Homosexuelle keine Kinder haben sollten, weil Kinder Mann und Frau halt als Eltern brauchen ohne das irgendwie zu belegen ist das für mich halt nicht tolerant. Daher fand ich Takers Argumente ziemlich einleuchtend.

Ich habe nie eine Andere Meinung kategorisch abgelehnt. Ich habe bisher immer mit Argumenten belegt, warum ich eine andere Meinung für falsch befinde, was mMn die Grundlage einer Diskussion ist. Sollte es irgendwo so erschienen sein, dann tut es mir Leid.


Zitat
Und ich sage nicht, dass Toleranz einer Sache gegenüber auch die Toleranz der Intoleranz gegenüber einschließen muss, sondern viel mehr, dass Toleranz einer Sache gegenüber, auch Toleranz anderen toleranten Ansichten gegenüber Tolerant sein muss.
Wie gesagt "Wenn jemand sagt, dass Homosexuelle keine Kinder haben sollten, weil Kinder Mann und Frau halt als Eltern brauchen ohne das irgendwie zu belegen ist das für mich halt nicht tolerant.". Daher sind wir da bei unterschiedlichen Standpunkten angelangt.
@LadyContessa
Jo, genau. So eine Sichtweise kann ich absolut nicht verstehen. Auf die Argumente wäre ich auch mal gespannt.
Richard
« Letzte Änderung: 15.01.2013, 00:36 von Richard Cypher »
  14.01.2013, 22:24
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Intoleranz? Bis auf Takers Post war Intoleranz meiner Ansicht nach überhaupt kein Thema. Und du bist der nächste, der scheinbar von Toleranz und Intoleranz keine Ahnung hat. Geschweige denn von meinen Ansichten. Aber das ist einfach so typisch "fortschrittlich-liberale" Fraktion -Polemik-Scheiß!" Nur die eigene Anschauung ist richtig, alles andere ist flasch und gehört sofort niedergemacht, ohne auch nur einmal vorher drüber nach zu denken.
Wenn jemand Argumente sagt, dass Homosexuelle keine Kinder haben sollten, weil Kinder Mann und Frau halt als Eltern brauchen ohne das irgendwie zu belegen ist das für mich halt nicht tolerant. Daher fand ich Takers Argumente ziemlich einleuchtend.

Ich habe nie eine Andere Meinung kategorisch abgelehnt. Ich habe bisher immer mit Argumenten belegt, warum ich eine andere Meinung für falsch befinde, was mMn die Grundlage einer Diskussion ist. Sollte es irgendwo so erschienen sein, dann tut es mir Leid.


Zitat
Und ich sage nicht, dass Toleranz einer Sache gegenüber auch die Toleranz der Intoleranz gegenüber einschließen muss, sondern viel mehr, dass Toleranz einer Sache gegenüber, auch Toleranz anderen toleranten Ansichten gegenüber Tolerant sein muss.
Wie gesagt "Wenn jemand Argumente sagt, dass Homosexuelle keine Kinder haben sollten, weil Kinder Mann und Frau halt als Eltern brauchen ohne das irgendwie zu belegen ist das für mich halt nicht tolerant.". Daher sind wir da bei unterschiedlichen Standpunkten angelangt.


Gut, so wirkt das ganze für mich wiederrum einleuchtend :)

Zum Thema Abstimmung: Ich hatte zugegeben auch kurz mit dieser Antwort geliebäugelt, allerdings nicht, weil ich dieser Meinung bin(wer das jetzt behauptet hat die gesamte Diskussion nicht gelesen), sondern einfach um ein bisschen zu provozieren. Denn ich vermute mal, genau dafür ist die Antwort da, ich kann mir nicht vorstellen, dass in diesem Forum jemand so denkt.
Es gibt keine Leidenschaft. Es gibt nur Besessenheit.
Es gibt keine Erkenntnis. Es gibt nur Überzeugung.
Es gibt keine Absicht. Es gibt nur Willen.
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  14.01.2013, 22:31
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Zitat
Zum Thema Abstimmung: Ich hatte zugegeben auch kurz mit dieser Antwort geliebäugelt, allerdings nicht, weil ich dieser Meinung bin(wer das jetzt behauptet hat die gesamte Diskussion nicht gelesen), sondern einfach um ein bisschen zu provozieren. Denn ich vermute mal, genau dafür ist die Antwort da, ich kann mir nicht vorstellen, dass in diesem Forum jemand so denkt.

Doch ich glaube schon das jemand so denkt.
Ich bin sogar ziemlich überzeugt davon, dass es extrem viele gibt die so darüber denken.
Und das müssen nicht mal unbedingt fundamentalistische Christen/Muslime/Juden sein.


CPU: Core i7-2600K  CPU Kühler: EKL Alpenföhn Groß Clockner  Mobo: ASRock Fatal1ty P67 Professional B3 Graka: PowerColor HD 6950 2GB + ShaderMod / 840MHz RAM: Corsair XMS3 8GB SSD: Corsair F120 34nm HDD: Seagate Barracuda 7200.8 250GB Netzteil: CoolerMaster RealPower M 520Watt Gehäuse: NZXT Phantom White
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  15.01.2013, 12:09
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Unter dem Begriff der Ehe werden in Deutschland zwei Dinge zusammengefasst, die zwar zum selben Konzept gehören, aber nicht voneinander abhängig sind, wie die Geschichte beweist.

Zum Einen bedeutet Ehe eine Lebensgemeinschaft aus Liebe (Zweck-, und Scheinehen zähle ich nicht, die heißen nicht ohne Grund so), zum anderen eine religiöse Vereinigung zweier Personen zu einer Gemeinschaft von hoher religiöser Bedeutung.
Viele derjenigen, die die "Homoehe" ablehnen, tun das aus religiöser Sicht, und damit haben sie technisch gesehen nicht Unrecht, denn ich kenne keine Religion, die die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare praktiziert, und ob sie das ändern sollten oder nicht ist mir ehrlich gesagt egal, die rückständigen Praktiken der großen Religionen interessieren mich wenig.

Andere verbinden mit dem Begriff der "Ehe" automatisch Kinder, was zum Einen nicht mehr zeitgemäß ist - viele Ehepaare haben keine Kinder bzw. Eltern sind nicht verheiratet oder allein erziehend - zum Anderen insbesondere aufgrund der Fortpflanzungsmedizin gesondert betrachtet werden muss.

Letztendlich bedeutet Ehe eine amtlich registrierte Lebenspartnerschaft zweier Menschen, die in Deutschland besondere Privilegien in Bezug auf Steuer- und Erbrecht, Versicherung uvm. bietet. Völlig unabhängig von kirchlicher Heirat oder Kindern.
Und mir persönlich geht es primär um diese "Ehe".
Im Grundgesetz Artikel 3 heißt es:
Zitat
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Mit seiner Beschränkung der privilegierten standesamtlichen Ehe auf Partnerschaften aus Mann und Frau verstößt diese Regelung gegen alle drei Absätze von Art 3 GG. Das ist in meinen Augen ein unhaltbarer Missstand, der mit höchster Priorität beseitigt werden muss.
Gleichzeitig sollte der Begriff der "Ehe" exklusiv für die religiöse Variante stehen, was er eigentlich auch tut.


Was die Adoption von Kindern angeht, oder auch künstliche Befruchtung sehe ich da ein Problem das Thunderbird in seinem zweiten Post sehr schön dargestellt hat. Wir hier in diesem Forum sind kein Spiegel der Gesellschaft. Der Großteil der Gesellschaft hat massive Vorurteile gegenüber homosexuellen, insbesondere gegenüber Schwulen, denn Lesben sind ja "voll geil", zumindest in der schönen großbrüstigen Welt der Lesbenpornos. Diejenigen die in ihrer Beziehung auch nach außen hin offensichtlich "der Mann" sind, ernten in der Realität sicher genauso viel komische Blicke und dumme Sprüche wie handtaschentragende Schwule. Und da fängt es erst an.
Sicher sind auch generell adoptierte Kinder oder Kinder von allein Erziehenden ein bevorzugtes Opfer für die Grausamkeiten anderer Kinder. Aber tendenziell sind die Kinder homosexueller Paare erhöht gefährdet auch das Opfer der Grausamkeiten rückständiger Erwachsener zu sein. Sicher kann das auch den oben genannten Kindern, oder Kindern von religiösen Minderheiten oder anderen am Rande der Gesellschaft passieren. Aber ich sehe da eine erhöhte Gefahr, nicht nur in der Schule, auch später. Unsere Gesellschaft ist noch nicht bereit für Kinder von homosexuellen Paaren. Ganz gleich ob adoptiert oder durch künstliche Befruchtung gezeugt. Bei der künstlichen Befruchtung sei aber gesagt, das das in Deutschland generell ziemlich dünnes Eis ist, gerade bei der Verwendung von anonymen Samen- oder Eizellenspenden.

Ich habe darum Ehe ja - Kinder nein ausgewählt.


Zu Thunderbirds erstem Post. Dieser Post trieft derart von Klischees, das es fast unmöglich ist, vernünftig darauf zu antworten. Es sei nur gesagt, das es eine Frage der Einstellung ist, wie man es wertet von Schwulen angesprochen zu werden. Ich bin auch schon mal von einem Schwulen angesprochen worden, habe das aber weder als ekelhaft empfunden, noch denjenigen zusammengeschlagen, wie manch andere das getan hätten. Wieso es so schwer nehmen, wenn man als Mann von einem Mann angesprochen wird? Wenn man von einer Frau angesprochen wird ist das doch auch kein Problem, oder?

@ Taker: "Konservativ" bedeutet das bestehende zu erhalten bzw. althergebrachtes wiederherzustellen. Das als Synonym für Rückständigkeit zu verwenden ist sachlich falsch und wenig förderlich für eine Diskussion.


Zu demjenigen, der gestimmt hat, Homosexualität gehöre verboten, gehe ich davon aus, das das der übliche Troll-vote ist. Ich könnte solche Optionen ja weglassen, aber es gibt tatsächlich Leute, die diese Meinungen vertreten. Und bevor die irgendetwas wählen, was sie nicht meinen, biete ich diese Option lieber. Ich möchte schließlich, das möglichst jeder für seine Meinung eine Auswahlmöglichkeit bekommt.
Falls diese Wahl tatsächlich ernst gemeint war, biete ich demjenigen an, mir ein Statement per PN zu schicken, das ich dann anonym hier im Thread veröffentliche, denn ich gehe davon aus, das derjenige bestenfalls blöd angeflamt würde, würde er oder sie das selbst posten.
  15.01.2013, 12:33
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Der Großteil der Gesellschaft hat massive Vorurteile gegenüber homosexuellen, insbesondere gegenüber Schwulen [...] ernten in der Realität sicher genauso viel komische Blicke und dumme Sprüche wie handtaschentragende Schwule. Und da fängt es erst an.
Sicher sind auch generell adoptierte Kinder oder Kinder von allein Erziehenden ein bevorzugtes Opfer für die Grausamkeiten anderer Kinder. Aber tendenziell sind die Kinder homosexueller Paare erhöht gefährdet auch das Opfer der Grausamkeiten rückständiger Erwachsener zu sein. Sicher kann das auch den oben genannten Kindern, oder Kindern von religiösen Minderheiten oder anderen am Rande der Gesellschaft passieren. Aber ich sehe da eine erhöhte Gefahr, nicht nur in der Schule, auch später. Unsere Gesellschaft ist noch nicht bereit für Kinder von homosexuellen Paaren.

Ach so. Also weil unsere Gesellschaft in weiten Teilen intolerant ist, sollen Homosexuelle hinnehmen, in ihren Rechten beschnitten zu werden und kein Recht darauf haben, Kinder aufzuziehen? Das ist mal ne praktische Logik. Wir entziehen einfach allen Randgruppen gewisse Rechte, welche die Mehrheit für sich als selbstverständlich ansieht - nicht um sie zu bevormunden natürlich - sondern nur, um sie vor der Intoleranz der Mehrheit zu schützen.  :spinner:

Und wie soll sich je etwas ändern an der Intoleranz der breiten Masse, wenn nicht einmal der Staat mit einer eindeutigen Botschaft vorangeht, indem er juristisch und faktisch für Gleichberechtigung von Homosexuellen sorgt?

Lassen wir mal die Diskussion über künstliche Befruchtung weg. Da steckt mir noch zu viel Science-Fiction drin und es spielen auch noch zusätzlich Faktoren wie z.B. Gentechnik, Biotechnik, usw. hinein, die moralisch umstritten sind.

Konzentrieren wir uns lieber auf die Adoption von Kindern. Ich sehe nicht, warum ein Pärchen mit Kinderwunsch kein Kind aus einem Dritte-Welt-Land adoptieren darf, wenn es dieselben strengen Auflagen erfüllt, wie alle anderen Kandidaten, nur aufgrund seiner sexuellen Präferenz. Was bitte haben die sexuellen Präferenzen der Eltern mit den Kindern zu tun? Kann mir das hier mal jemand erklären? Manche Pärchen stehen auf Oral oder Anal. Und so mancher guter Bürger wird das abartig finden. Darf der dann solchen Eltern auch verbieten, Kinder aufzuziehen?

Und wo ziehen wir da die Grenze Grom, wenn wir Eltern und Kinder vor Ausgrenzung intoleranter Bürger schützen wollen? Verbieten wir dann auch behinderten Eltern, Kinder aufzuziehen? Kranken? Alkoholikern? Hartz IV Empfängern? Juden?

Dass Kinder homosexueller Eltern schlimmer ausgegrenzt werden, als die von z.B. sozial schwachen (Hartz IV), muss erst noch bewiesen werden. Ich sehe da keinen großen Unterschied. Ich glaube, das denkst du nur, weil du persönlich Homosexualität viel schlimmer findest.

Um in dieser Sache wirklich objektiv urteilen zu können muss jeder erstmal mit seinem eigenen "Ekel" ins Reine kommen. Dazu gehört auch, das "Kopfkino" auszuschalten und zu begreifen, dass es nicht um einen selbst geht, sondern um Gleichberechtigung. Homosexuelle Gleichberechtigung bedeutet nicht, dass man selbst jetzt Homo werden oder dabei zugucken muss.

- Hanrok
« Letzte Änderung: 15.01.2013, 13:54 von Hanrok »
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  15.01.2013, 13:46
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Ich glaube, das denkst du nur, weil du persönlich Homosexualität viel schlimmer findest.
Ich glaube, das der Durchschnitt der Gesellschaft Homosexualität viel schlimmer findet, als Hartz IV. Insbesondere dürfte die zahlenmäßig überlegene Hartz IV-Gruppe Homosexualität viel schlimmer finden, als Homosexuelle Hartz IV.


Wir dürfen unsere Augen nicht aus ideellen Gründen vor der Realität verschließen.

Überhaupt, wer sagt, das ein Paar, unabhängig des Geschlechts, ein Recht auf Kinder hat? In der Natur können Männlein und Weiblein Kinder zeugen weil sie Männlein und Weiblein sind, nicht weil sie ein Paar sind. Ich finde, man sollte mal von der Idee wegkommen, das eine Partnerschaft einen direkten Zusammenhang zu Kindern hat, denn in der Realität ist das in vielen Fällen nicht so. Das viele Paare Kinder haben, liegt daran, das es sich anbietet, als Paar Kinder zu haben.

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf, kann man feststellen, das zunächst niemand irgendein Recht auf Kinder hat, die nicht selbst gezeugt sind. Das man dennoch die Adoption von Kindern gestattet, geschieht mit Blick auf die Rechte und das Wohlergehen des Kindes, nicht irgendwelcher Rechte der Pflegeeltern. Und Unsere Gesellschaft ist einfach nicht bereit für homosexuelle Paare mit adoptierten Kindern. Allenfalls lesbische Paare. Die Vorurteile und der latente Hass gegenüber schwulen Paaren ist zu groß.

Da stehen Politik und Bildung in der Pflicht, umfangreich aufzuklären und die nötigen Voraussetzungen zu schaffen, um die Gesellschaft zu Toleranz zu führen. Genauso sollten sich die Medien solche schwulenfeindlichen Entgleisungen wie Traumschiff Surprise sparen und stattdessen mal etwas Aufklärung schaffen. Und gerade wenn man schon die Macht hat, Klischees zu erschaffen, kann man das auch im Positiven tun.


Es geht übrigens nicht darum, irgendwem zu verbieten, Kinder aufzuziehen, vor allem nicht selbst gezeugten Kindern. Wo kämen wir da hin. Es geht darum, auszuwählen, wem man gestattet, Fremde Kinder aufzuziehen.
« Letzte Änderung: 15.01.2013, 14:17 von Grom »
  15.01.2013, 14:16
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Es geht darum, auszuwählen, wem man gestattet, Fremde Kinder aufzuziehen.
Ich denke, dass ist ein ganz entscheidender Punkt. Ich persönlich bin auch der Meinung, Homosexuelle sollten adoptieren dürfen. Auch wenn die Gefahr besteht, dass die Kinder dann gemobbt werden. Es werden auch Kinder gemobbt, deren Eltern übergewichtig, arm oder sonst irgendwie anders sind. Man darf den Mobbern nicht noch Recht geben, indem man die Welt dann so gestaltet, wie sie es für richtig halten.
(Offtopic: Zumal die meisten Mobber ja nicht wegen ihrer Weltanschauung mobben, sondern weil sie armselige, erbärmliche Würstchen sind, die mit sich selbst nicht klarkommen und das auf andere projezieren. Offtopic Ende)
Das Problem, was ich sehe, ist Folgendes: Selbst wenn verheiratete Homosexuelle per Gesetz berechtigt würden, zu adoptieren, gibt es immer noch viel mehr adoptionswillige Paare als zur Adoption stehende Kinder. Und ich wette, die meisten Leute, die darüber entscheiden, wer adoptieren darf, wählen dann eher die Vater-Mutter-Kind-Konstellation, am Besten mit gutverdienendem Vater und höchstens halbtags arbeitender Mutter. Einfach weil die meisten es - im Sinne des Kindeswohls - für das Beste halten. Ob es das auch ist, sei dahin gestellt.
Solange es verheiratete Heteros als Mitbewerber gibt, haben, wie ich fürchte, die wenigsten Homo-Paare eine Chance auf ein Kind. Auch wenn sie im Einzelnen vielleicht die besseren Eltern wären und das Gesetz ihnen im Allgemeinen die Adoption gestattet.
« Letzte Änderung: 15.01.2013, 14:44 von Sahara »
Philosophie ist, wenn man trotzdem denkt!
  15.01.2013, 14:43
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"Wer immer nur das tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist."
Dr. Reinhard K. Sprenger (*1953)
  15.01.2013, 17:30
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Nun ich bin da ganz liberal veranschlagt.
Meiner Meinung nach sollte Homeehe in nichts nach stehen wie einer richtigen Ehe bzw. Lebenspartnerschaft, genau so sollten Homopartnerschaften auch Kinder adoptieren können.
Man könnnte versuchen die Gemeinschaft von Mann und Frau als das einzig wahre zu intepretieren aber ich finde das kommt zu kurz und ist meist historisch und natürlich auch seitens der Religionen so entstanden und verwurzelt.

Schaut man weiter zurück als wir Menschen durch die Wildnis zogen, war es natürlich das Frau oder Mann starben und wenn diese ein Kand hatten übernahmenen die Erziehung andere und ja das konnten auch nur Frauen oder Männer gewesen sein. Biologisch ist eine Erziehung von Mann mit Frau irrelevant. Wichtig ist nur das dem Kind Zeit und Fürsorge geschenkt wird, das können genau so zwei Männer oder Frauen erledigen.
"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin? Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!"
"Einen Staat, der mit der Erklärung, er wolle Straftaten verhindern, seine Bürger ständig überwacht, kann man als Polizeistaat bezeichnen." Ernst Benda (ehem. Präsident Bverfg)
  16.01.2013, 20:51
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Jeder soll machen was er will... (, solange er dem Anderen nicht schadet!)

Daher bin ich auch für absolute Gleichberechtigung!!

(... ich möchte, dass ihr mich ab jetzt Loretta nennt!!!)


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  17.01.2013, 17:14
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Trotzdem bin ich kein Homohasser o.ä. - jeder soll nach seiner Facon glücklich werden und ich will der Letzte sein, der Homosexuellen einen Stein in den Weg legt - eben, solang sie mich in Ruhe lassen.
Und genau hier beginnt meiner Meinung nach das Problem, dass viele (gerade Männer) mit den Homos haben. Die aufgesetzte Sprache und das "antouchen" können einen doch nur Abneigung spüren lassen. Und ich mein, ich denk da jetzt nicht einfach drüber nach - ist mir an der Uni schon passiert, dass mich einer angesprochen hat.

Ist natürlich schon ein starkes Stück, wenn es ein Homo wagt dich anzusprechen. Echt widerlich!

PS: Woher wusstest du eigentlich, dass er schwul ist?
  19.01.2013, 02:15
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Trotzdem bin ich kein Homohasser o.ä. - jeder soll nach seiner Facon glücklich werden und ich will der Letzte sein, der Homosexuellen einen Stein in den Weg legt - eben, solang sie mich in Ruhe lassen.
Und genau hier beginnt meiner Meinung nach das Problem, dass viele (gerade Männer) mit den Homos haben. Die aufgesetzte Sprache und das "antouchen" können einen doch nur Abneigung spüren lassen. Und ich mein, ich denk da jetzt nicht einfach drüber nach - ist mir an der Uni schon passiert, dass mich einer angesprochen hat.

Ist natürlich schon ein starkes Stück, wenn es ein Homo wagt dich anzusprechen. Echt widerlich!

PS: Woher wusstest du eigentlich, dass er schwul ist?

Auf seinen Kommentar habe ich nur gewartet. Warum ist es denn bitte schlimm, wenn ein Heterosexueller Mann es nicht mag, wenn er von Homosexuellen Männern angesprochen wird(ich nehme mal an, damit ist anflirten gemeint)?
Es gibt keine Leidenschaft. Es gibt nur Besessenheit.
Es gibt keine Erkenntnis. Es gibt nur Überzeugung.
Es gibt keine Absicht. Es gibt nur Willen.
Es gibt nichts. Nur mich.
  19.01.2013, 12:09
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Nichts, man muss es nie mögen, wenn man angeflirtet wird. Es gibt auch hetero Frauen, die nicht gern von hetero Männern mit Glatze angesprochen werden. Aber deswegen kann man dem Glatzkopf nicht verbieten, sein Glück trotzdem zu versuchen oder? Ich bin Vegetarier und finds ekelig, wenn sich einer vor meiner Nase ein totes Tier reinpfeift. Da kann man dann halt nix machen. Man muss auch mit Sachen leben können, die man ekelig findet.
Meine Gipfelnebelherrenhausstatistik (mitgespielt ab Runde 4)

Runden mitgespielt: 10,  Runden gewonnen: 5,  Runden verloren: 5,  Runden überlebt: 3,  von den Assassinen ermordet worden: 6,  von der Mehrheit gelyncht worden: 2, als Bürger gewonnen: 3, als Bürger verloren: 4, als Assassine gewonnen: 2, als Assassine verloren: 1
  19.01.2013, 13:13
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Auf seinen Kommentar habe ich nur gewartet. Warum ist es denn bitte schlimm, wenn ein Heterosexueller Mann es nicht mag, wenn er von Homosexuellen Männern angesprochen wird(ich nehme mal an, damit ist anflirten gemeint)?

Anscheinend hat er ein großes Problem damit, da er komplett in Ruhe gelassen werden will. Das ist alles andere als ein Umgang, der einen Schwulen als gleichberechtigten Menschen erkennen lässt.

Wäre die angemessene Reaktion nicht einfach nur Gleichgültigkeit? Solange man tatsächlich nur angesprochen und nicht begrapscht wird, wo ist bitte das Problem? Dann sagt man halt, dass man nicht auf Männer steht und fertig. Man könnte es ja sogar als Kompliment verstehen... Und Matthew McKane hat es ja auch schon auf den Punkt gebracht: Auch Frauen wollen nicht von jedem Mann angesprochen werden, dennoch ist es völlig sozialadäquat als Mann "sein Glück" zu versuchen. Wenn's schief läuft, kriegt man halt einen Korb.
  19.01.2013, 17:22
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Um das Thema mal wieder aufzuwärmen:

Das Bundesverfassungsgericht erklärt steuerliche Ungleichbehandlung der "Homo-Ehe" für verfassungswiedrig

Das wurde aber auch Zeit. Und kommt gerade richtig zum Wahlkampf. Man darf gespannt sein.
  07.06.2013, 08:50
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Ein Hoch auf das einzig wirklich funktionierende Organ in Deutschland.

Wie gesagt, Zeit wurds. Die Frage ist nur, wann wirds umgesetzt? Und vorallem, wie?
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  07.06.2013, 12:34
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Erstaunlich schnell wird's wohl umgesetzt werden, mit endgültiger Abstimmung in drei Wochen (http://www.tagesschau.de/inland/union-gleichstellung100.html). Es gibt ja auch nichts einzusparen durch Verzögerungstaktiken, denn die Änderungen müssen rückwirkend ab 2001 gelten.

Ich denke, die Union steht dadurch ganz gut dar: Für ihre reaktionäre Klientel haben so lange es ging die Gleichberechtigung hinausgezögert und tragen daher keine "Schuld"; zusätzlich können andere Parteien damit nun keinen Wahlkampf mehr machen. Zumindest bis Gleichberechtigung im Adoptionsrecht ein Thema wird.
Die größten Kritiker der Molche
waren früher eben solche
  07.06.2013, 19:35
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Schon schlimm wenn man sich "Feiern/Loben" kann wenn das Bundesverfassungsgericht eine Änderung erzwingt. :rolleyes: Den Bürgern wird das nur leider nicht einleuchten.
Viel zu oft musste in letzter Zeit das Bundesverfassungsgericht eingreifen und aktiv werden.
"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin? Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!"
"Einen Staat, der mit der Erklärung, er wolle Straftaten verhindern, seine Bürger ständig überwacht, kann man als Polizeistaat bezeichnen." Ernst Benda (ehem. Präsident Bverfg)
  07.06.2013, 22:45
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