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Thema: 13. Februar: Auf Tuchfühlung mit einem Asteroiden  (Gelesen 4161 mal)

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Am 13. Februar 2013 wird bekanntlich der Asteroid 2012 DA14 haarscharf an der Erde vorbeifliegen.

Dabei wird er der Erde so nahe kommen, dass er tatsächlich mit geostationären Satelliten kollidieren könnte. Laut NASA-Berechnungen wird der Asteroid, der eine Größe von 57 m hat, der Erde bis auf 20.000 km nahe kommen - in kosmischen Maßstäben ist das um Haaresbreite.

Was komischerweise nirgendwo zu finden zu sein scheint (nichtmal bei der NASA selbst), ist mit welcher Geschwindigkeit und Masse der Brocken im All unterwegs ist. Für eine Einschätzung, wie verheerend ein Einschlag auf der Erde wäre, wären diese Parameter nämlich sehr viel wichtiger, als seine Größe.

Auch hängen solche Voraussagen ja fundamental von der Genauigkeit der vorhandenen Meßdaten ab. Schon leichte Unterschiede bei der Berechnung der Umlaufbahnen und Geschwindigkeiten in der achten Nachkommastelle können bei einem so extrem knappen Abstand schon über "hit or miss" entscheiden. Da 2012 DA14 erst letztes Jahr überhaupt entdeckt wurde und bisher nur von Teleskopen auf der Erde beobachtet wurde, ist unklar, wie genau die Daten über die Flugbahn des Körpers eigentlich sind.

Was meint ihr, würde die NASA (oder überhaupt irgendeine Behörde) es öffentlich bekanntmachen, wenn die Berechnungen ergeben, dass ein Asteroid sehr wahrscheinlich die Erde trifft?

Ich bin da momentan eher skeptisch.

- Hanrok

EDIT: Größenangabe berichtigt. Dank @LadyContessa für den Hinweis.  :ups:
« Letzte Änderung: 18.01.2013, 14:13 von Hanrok »
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  18.01.2013, 12:59
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Denke ich nicht. Wenn sie es nicht bekanntmachen, kann es ihnen niemand mehr nachtragen und sollte der Asteroid nicht treffen, können sie sagen:"Wir haben's euch ja gesagt..."
Außerdem würde die Welt in Hysterie ausbrechen, sollte ein Zusammentreffen bekannt werden. Daher würde auch ich, sollte ich es wissen, niemandem sagen...
Also: Vielleicht überleben wir denTag, vielleicht auch nicht.

Einen schönen nicht-Untergangstag wünscht
Lucla

//edit: @ joehamlet So wird's kommen.  :ugly:
« Letzte Änderung: 18.01.2013, 13:17 von Lucla »
Pro Einhorn? Ich bin dabei!

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  18.01.2013, 13:09
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bei den Daten zur Einschlagswahrscheinlichkeit ist zumindest die Geschwindigkeit beim Eintritt in die Atmosphäre angegeben klick

ansonsten gehe ich auch nicht davon aus dass die Behörden den Großteil der Bevölkerung warnen, einfach um Massenpaniken oder Plünderungen vorzubeugen...

und notfalls schicken wir Bruce Willis wieder hoch :D
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  18.01.2013, 13:15
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[..] der eine Größe von 57 km hat [...]

*hüstel* Meter. Bitte.

Aber es sind auch schon Asteroiden 12.000 Kilometer dicht an der Erde vorbeigerauscht.
Ich denke nicht, dass er treffen wird.

Und selbst wenn, dann würde nur etwas bekanntgegeben werden, wenn man Maßnahmen treffen kann (z.B. aufgrund der Verdunklung durch den Staub in der Atmospähre viel warme Kleidung und Konserven kaufen usw.)
Conny-Tessa
  18.01.2013, 13:22
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Ach, so schlimm wird nicht, einfach öfters mal N24 kucken, dann wissen wir, worauf wir uns vorbereiten müssen. Und auch, wie die Natur sich ausbreitet, wenn die Menschheit plötzlich verschwindet, und was passiert, wenn Aliens landen.


Ich denke nicht, das die Bevölkerung gewarnt würde. Höchstens die oberen 1%, denn selbst im Angesicht der Apokalypse regiert der Mammon. Dem Großteil der Bevölkerung würde es eh nichts nützen, gewarnt zu werden, die Auswirkungen einer Massenhysterie würden ein Überleben nur noch mehr erschweren. Denn je später die Massenpanik eintritt - im Idealfall erst mit dem Einschlag - desto größer ist die Chance, das danach die Ordnung aufrecht erhalten werden kann. Denn wir können zwar davon ausgehen, das die Umgebung des Einschlagspunktes vernichtet würde, auf anderen Teilen der Erde die Auswirkungen aber sekundär wären, wie Erdbeben, Tsunamis, Stürme, Staubwolken usw. Wenn zum Beispiel Südamerika getroffen wird, würden bei uns trotzdem noch Strom und fließend Wasser verfügbar sein, zumindest regional, je nach den sekundären Folgen des Einschlags. Dann ist es besonders wichtig, das die Bevölkerung sich zusammenreißt und weiter ihrer Arbeit nachgeht, insbesondere bei der Grundversorgung. Ich für meinen Teil würde also nicht gewarnt werden wollen.
« Letzte Änderung: 18.01.2013, 14:11 von Grom »
  18.01.2013, 14:08
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Bitte verschone unsr mit den "1% vs. 99%".

Ich für meinen Teil sehe die sache recht entspannt. Es schlagen täglich unzählige Meteoriten ein, dieser ist zwar Größer, aber 1) fliegt er vorbei, 2) verglüht ein großteil, da ~60m immer noch nicht allzugroß ist 3) gibt es geeignete Abwehrmaßnahmen. Was die "Warnung" der Welt angeht: Ich bin imr sehr sicher dass nicht gewarnt wird, was ich auch für sinnvoll halte. Aus genannten gründen wie Plünderungsvorbeugung, aber auch weil es ohnehin egal ist.
  18.01.2013, 14:16
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Solange kein übergigantischer Brocken einschlägt, ist die Welt doch in Ordnung. So groß sind doch 57 Meter nicht, oder?
  18.01.2013, 14:27
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Jetzt musst du dir aber überlegen, dass der Komet ca. 20000 km/h schnell ist. Wenn so etwas auf die Erde knallt, mehrere 100 Tonnen schwer ist und das auch noch fast so groß ist wie ein Fußballfeld, dann ist das doch ziemlich beängstigend...
Ich hätte, wenn ich nicht wüsste, dass er uns nicht trifft, ziemliche Angst davor.

Wenn er zB. ins Meer stürzt, hätten wir eine starke Flutwelle.
Wenn er aufs Land stürzt, dann würden, jedenfalls in einer belebten Gegend, viele Tausende Leute durch die Kälte und die Staubpartikel sterben, ganz zu schweigen von dem Einschlag.
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  18.01.2013, 14:39
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Cyclops

Würde er die Erde mit Lichtgeschwindigkeit treffen wäre es wohl genauso wie wenn eine abgeschossene Gewehrkugel eine Melone trifft.

Glücklicherweise sind mir keine galaktischen Vorgänge bekannt, die einen Materiebrocken einfach so auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen könnte.

Die Strahlen der Sonne dürften zwar so schnell fliegen, aber die werden glücklicherweise vom Magnetschutzschild der Erde entschärft.
Ohne dieses würden wir auf der Stelle von dem hübschen warmen Stern im Herzen unseres Sonnensystems gebraten werden.
« Letzte Änderung: 20.01.2013, 03:22 von Cyclops »
  20.01.2013, 03:19
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Würde er die Erde mit Lichtgeschwindigkeit treffen wäre es wohl genauso wie wenn eine abgeschossene Gewehrkugel eine Melone trifft.
Dazu würde schon 1/100 dieser Geschwindigkeit reichen.
Ich befürchte, dass die, die den Daumen auf dem Aktivierungsknopf einer Abwehrmaßnahme halten, sich erst einmal informieren lassen, wo der Einschlag stattfinden wird. In Abhängigkeit davon werden sie den Knopf schließlich drücken oder auch nicht...

klarix  :|
  20.01.2013, 08:42
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Was sollen das denn für "Abwehrmaßnahmen" sein? Atomraketen? Energieschilde? Chuk Norris?

Ich bin mir nicht so sicher, ob es auf der Erde Mittel gibt, mit den man einen Asteroiden abwehren kann.
Ich rufe in diesen Kreis, um sich dem Streit zu stellen:
Den, der zwischen Licht und Dunkelheit wandert.
Den, der Gerechtigkeit von Recht scheidet.
Den, der immer Schlichter und Richter ist.
Ich rufe den Goldenen Avatar!
  20.01.2013, 10:50
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Die ESA sucht genau dafür Ideen. Soll bald eine Mission gestartet werden um herauszufinden, wie man einen Asteroiden ablenken kann (durch kinteischem Aufprall)
.
Wenn ihr rausfinden wollt, ob man uns was verheimlicht und ein Asteroid die Erde treffen wird und wir alle dem (halb-)Untergang geweiht sind, guckt euch die Budgetplanungen der zuständigen Weltraumbehörden oder anderer Behörden an. Hat ja wenig Sinn, Pläne für bis zu 10 Jahre zu haben, wenn man die nicht erlebt.

Oder seht ein, dass die Welt viel simpler und weit weniger verschwörerischer ist, kaum einer selbst eine Ahnung hat was er überhaupt macht (das gilt auch für die mächtigsten Menschen) und alle viel zu sehr mit ihren persönlichen Problemen zu tun haben.
  20.01.2013, 11:01
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Oder seht ein, dass die Welt viel simpler und weit weniger verschwörerischer ist, kaum einer selbst eine Ahnung hat was er überhaupt macht (das gilt auch für die mächtigsten Menschen) und alle viel zu sehr mit ihren persönlichen Problemen zu tun haben.

Danke, da sprichst du mir aus der Seele.
  20.01.2013, 11:09
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Was sollen das denn für "Abwehrmaßnahmen" sein? Atomraketen? [...]

Warum nicht? Wenn damit der Asteroid in so kleine Brocken zerlegt werden kann, das deren Einschlag keine apokalyptischen Folgen hätte, wäre es den Versuch wert. Das Problem wird sein, zu treffen. 20.000 km/h, das sind 5,5 km/s. Ganz schön schnell.


Lichtgeschwindigkeit? Das sind ca. 1,08 Milliarden km/h. 300.000 km/s. Eine Gewehrkugel ist da ein hinkender Vergleich.
  20.01.2013, 12:32
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Warum nicht? Wenn damit der Asteroid in so kleine Brocken zerlegt werden kann, das deren Einschlag keine apokalyptischen Folgen hätte, wäre es den Versuch wert. Das Problem wird sein, zu treffen. 20.000 km/h, das sind 5,5 km/s. Ganz schön schnell.

Was eigentlich auch schon kein Problem mehr darstellt, weil man bereits Sonden auf Asteroiden landen konnte (bzw. mit ihnen kollidieren konnte).
Es muss nichtmal ne Atomrakete sein, ein kinetischer Stoß, der die Geschwindigkeit ändert, ändert natürlich auch den Flugverlauf. Man könnte ihn sogar mit weißer bzw. schwarzer Farbe beschießen, um eine ungleichmäßige Erwärmung herbeizuführen und ihn so in seiner Bahn zu stören.
  20.01.2013, 12:44
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Hast du das recherchiert, oder bist du ein kleines Physik-Genie? Schon bemerkenswert, was einige Leute in einem Game-Forum auf dem Kasten haben...  :respekt:

//edit:
@Xeno: Das war ein Kompliment! :)
« Letzte Änderung: 20.01.2013, 13:57 von Lucla »
Pro Einhorn? Ich bin dabei!

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  20.01.2013, 12:49
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Hast du das recherchiert, oder bist du ein kleines Physik-Genie? Schon bemerkenswert, was einige Leute in einem Game-Forum auf dem Kasten haben...  :respekt:

Not sure if compliment - or sarcastic.
Aber man liest irgendwie immer wieder von genau diesem Thema -Asteroid könnte Erde treffen, was tun, was tun, was tun. Da kommen dann auch immer die coolsten Ideen von den Weltraumagenturen drin vor.

Spoiler
Erstsemester Physik :=)
  20.01.2013, 13:47
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Die Welt ging am 21.12.12 nicht unter und wird auch am 13. Februar nicht untergehen, ganz einfach  :D

Die Welt geht in ein paar Milliarden Jahren unter wenn die Kraft der Sonne verbraucht ist.

Soviel dazu.  ;)
  20.01.2013, 14:00
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Als Abwehrmaßnahme gegen einen Asteroiden der nicht in der Atmosphäre verglühen würde sind zweckentfremdete ballistische Boden-Boden-Raketen allgemein zu ungenau. Die genaueste Interkontinentalrakete hat eine Zielgenauigkeit von 100m. Was funktionieren würde sind ASAT-Raketen, Anti Sateliten Waffen. Das Problem dabei ist aber die Trümmerbildung. Sprich der Asteroid würde zwar nicht auf der Erde einschlagen, aber die Trümmer könnten jede Menge anderer Satelliten beschädigen/zerstören.

Eine andere Möglichkeit wäre der Einsatz von Raketenschildsystemen. Diese würden aber erst dann wirklich zum Tragen kommen wenn der Brocken in die Atmosphäre eindringt, daher müssten mehrere Raketen verwendet werden um ihn auch zu treffen.
  20.01.2013, 14:05
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Als Abwehrmaßnahme gegen einen Asteroiden der nicht in der Atmosphäre verglühen würde sind zweckentfremdete ballistische Boden-Boden-Raketen allgemein zu ungenau.

Die würde ja auch niemand benutzen, sondern mehrstufige Trägerraketen. Man würde ja auch versuchen das Teil im All bereits zu zerstören/umzulenken, und nicht erst bis zum Athmosphäreneintritt warten.
  20.01.2013, 15:23
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